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Tritt ins Leere bei Sachs 7-Gang Nabenschaltung?

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Karlo Janos

unread,
Nov 24, 2006, 10:45:22 AM11/24/06
to
Seit geraumer Zeit habe ich bei besagter Nabenschaltung das Problem,
dass beim Fahren im 6. Gang immer wieder mal ein Tritt ins Leere
vorkommt. Als ob der Gang kurz ausrastet und danach wieder ein. So weit
ich es feststellen konnte, ist auch nur der 6. Gang davon betroffen. Ein
Bekannter aus der Fahrradmechaniker-Branche hat die Schaltung zerlegt
und kam zu dem Schluss, dass alle Teile in Ordnung sind. Lediglich eine
Stange habe er aus meiner Nabe ausgebaut, und sie in eine andere
Schaltung eingesetzt, die nun den beschriebenen Fehler aufweist. Meine
Hoffnung, dass jetzt mit neuer Stange in meiner Schaltung das Problem
behoben sein sollte, hat sich aber schnell wieder erledigt. Immer noch
tritt man im 6. Gang zwischendurch ins Leere. Hat jemand noch eine Idee,
woran das liegen könnte?
MfG

Karlo

Jürgen Schlottke

unread,
Nov 24, 2006, 2:42:21 PM11/24/06
to
Hallo Karlo!

> Ein Bekannter aus der Fahrradmechaniker-Branche hat
> die Schaltung zerlegt und kam zu dem Schluss, dass
> alle Teile in Ordnung sind.

Die Schaltung ist auch korrekt eingestellt?

Nach meiner Erfahrung kann ich Dir da nur wenig andere Hoffnung machen,
als das Teil als "wirtschaftlichen Totalschaden" abzuschreiben.

Wenn die Nabe bereits zerlegt, gereinigt und frisch gefettet neu
zusammengesetzt wurde, und keine augenscheinlich defekten Teile
erkennbar waren, aber der Fehler weiter vorhanden ist, bleiben nur
wenige Möglichkeiten übrig.

Es könnte natürlich auch an Schaltgriff oder Klickbox liegen: Am besten
das Hinterrad einfach mal in ein anderes Fahrrad einbauen und mit
anderer Schaltgriff/Klickbox-Kombination probieren, ob der Fehler dann
immer noch auftritt.

Wenn er das tut (und das ist wahrscheinlich), dann sind womöglich die
Sperrklinken abgenutzt, die Sperrklinkentaschen im Nabengehäuse
ausgenudelt, oder der Sperrklinkenträger verschlissen. Da bist Du in
jedem Fall gebissen: Die kleinen Sperrklinken gibt es nicht einzeln, nur
zusammen mit dem relativ teuren Sperrklinkenträger als Set, und das
Nabengehäuse wird überhaupt nicht als Einzelteil angeboten.

Insbesondere weil Du schreibst:


> Seit geraumer Zeit habe ich bei besagter

> Nabenschaltung das Problem ...
vermute ich mal, daß mit der Nabe jetzt nicht mehr viel los ist. Wenn Du
die Aktion "zerlegen, reinigen, fetten, zusammensetzen" gleich gemacht
hättest, als der Fehler frisch aufgetreten ist, wäre vielleicht noch was
zu retten gewesen. Wenn Du aber jetzt bereits "seit geraumer Zeit" mit
dem Problem herumfährst und dabei immer wieder die Sperrklinken
übergnucksen bis es knallt und das Getriebe wieder faßt, dürfte auch das
Nabengehäuse an den Sperrklinkentaschen etwas abbekommen haben.

Jetzt dürfte nur noch das Einspeichen einer neuen Nabe helfen, oder ein
gebrauchtes Hinterrad mit S7-Nabe, z.B. günstig (aber risikobehaftet
weil ohne Funktionsgarantie) aus einer Fundfahrradversteigerung, wenn Du
Dich mit dem alten Teil nicht noch länger herumärgern möchtest.

Jürgen
(der hier eine Pentasport P5 herumliegen hat, bei der im 4. und 5. Gang
die Sperrklinken unter Last überspringen, ohne daß an den Einzelteilen
ein Fehler erkennbar ist, und ich habe keine Idee, wie das Teil noch zu
reparieren sein soll)

Karlo Janos

unread,
Nov 24, 2006, 3:49:44 PM11/24/06
to
Hallo!

> Die Schaltung ist auch korrekt eingestellt?

Wenn du damit die Pfeile an der Klickbox meinst, dann sollte es der Fall
sein.


> ... und mit anderer Schaltgriff/Klickbox-Kombination probieren,


> ob der Fehler dann immer noch auftritt.

Gut, das werde ich noch testen.


> Wenn er das tut (und das ist wahrscheinlich), dann sind womöglich die
> Sperrklinken abgenutzt, die Sperrklinkentaschen im Nabengehäuse
> ausgenudelt, oder der Sperrklinkenträger verschlissen. Da bist Du in
> jedem Fall gebissen: Die kleinen Sperrklinken gibt es nicht einzeln, nur
> zusammen mit dem relativ teuren Sperrklinkenträger als Set, und das
> Nabengehäuse wird überhaupt nicht als Einzelteil angeboten.

Klingt zwar nicht schön, aber immerhin ist das mal eine Begründung,
warum bisher alle Versuche fehlgeschlagen sind, den Fehler zu beheben.
Und wenn ich einen glaubhaften Grund kenne, dass die Schaltung
wahrscheinlich nicht zu reparieren ist, bin ich auch eher dazu geneigt,
Ersatz zu beschaffen. Bisher bin ich davor zurückgeschreckt, weil ein
neues Hinterrad mit 7-Gang-Nabenschaltung ca. 150 EUR kostet. Die Idee
mit der Fundfahrradversteigerung kam mir auch schon und ist bisher nur
daran gescheitert, dass zur Zeit keine Termine angesetzt sind. Nun ja,
ich werde mal weiter Ausschau halten.
Besten Dank für deine Ausführungen, die mich endlich mal in meinem
Kenntnisstand weiter gebracht haben!
MfG

Karlo

gereon broil

unread,
Nov 24, 2006, 5:24:53 PM11/24/06
to
Jürgen Schlottke schrieb:

> Wenn er das tut (und das ist wahrscheinlich), dann sind womöglich die
> Sperrklinken abgenutzt, die Sperrklinkentaschen im Nabengehäuse
> ausgenudelt, oder der Sperrklinkenträger verschlissen. Da bist Du in
> jedem Fall gebissen: Die kleinen Sperrklinken gibt es nicht einzeln, nur
> zusammen mit dem relativ teuren Sperrklinkenträger als Set, und das
> Nabengehäuse wird überhaupt nicht als Einzelteil angeboten.
>

Aber aus welchem Grund sollte das den nur im 6.Gang passieren?
Sperrklinken sind doch in jedem Gang im Eingriff.
Komplette Sram/Sachs Siebengang gehen bei ebucht zwischen 25 und 70
Euronen weg, manchmal sind auch komplette Hinterräder im Angebot.
Ich suche schon seit längerem eine Freilauf Siebengang. Relativ selten.

> Jürgen
> (der hier eine Pentasport P5 herumliegen hat, bei der im 4. und 5. Gang
> die Sperrklinken unter Last überspringen, ohne daß an den Einzelteilen
> ein Fehler erkennbar ist, und ich habe keine Idee, wie das Teil noch zu
> reparieren sein soll)

Wenn Du unbedingt eine brauchst, täte ich mich evtl. von einer intakten
Gebrauchten trennen.

Grüße Gereon

Jürgen Schlottke

unread,
Nov 24, 2006, 6:35:56 PM11/24/06
to
Hallo Gereon!

> Aber aus welchem Grund sollte das den nur im
> 6.Gang passieren?

Der Fehler sollte in mehreren Gängen auftreten. Wenn es im 6. passiert,
dann meines Erachtens auch im 7. Vielleicht wird der 7. aber vom OP zu
selten benutzt, um es da zu bemerken?

> Sperrklinken sind doch in jedem Gang im Eingriff.

Es sind nicht in jedem Gang dieselben Sperrklingen im Eingriff. Außerdem
sind die Last- und Drehzahlverhältnisse in jedem Gang unterschiedlich.

Bei der mir vorliegenden defekten (einseitigen mit Klickbox) Pentasport
ist es beispielsweise so, daß der Fehler mit dem spontanen Durchtreten
der Sperrklinken im 4. Gang sehr oft auftritt. Grob überschlagen alle
fünf Kurbelumdrehungen einmal (allerdings unregelmäßig), völlig
unfahrbar. Im 5. Gang tritt das Problem ebenfalls auf, aber sehr viel
seltener, den Gang könnte man zur Not noch fahren.

> Komplette Sram/Sachs Siebengang gehen bei ebucht
> zwischen 25 und 70 Euronen weg,

Wobei man bei nackten Naben dann noch das Problem des Umspeichens hätte.
Davon, nur das Nabeninnenleben auszutauschen, würde ich in dem Fall
abraten: Durch das das bereits länger andauernde Sperrklinkenproblem
könnte das Nabengehäuse beschädigt worden sein, dort wo die Sperrklinken
eingreifen, und wenn man nun das neue Nabeninnenleben in ein
beschädigtes Nabengehäuse einbaut, haben die neuen Sperrklinken
womöglich auch nur eine kurze Lebensdauer. Also besser Umspeichen. Oder
gleich ein neues Hinterrad.

> Ich suche schon seit längerem eine Freilauf Siebengang.
> Relativ selten.

In Deutschland sind die wohl sehr selten.

> Wenn Du unbedingt eine brauchst, täte ich mich
> evtl. von einer intakten Gebrauchten trennen.

Vielen Dank für das Angebot, aber das ist nicht nötig, die defekte
Pentasport wird für kein Fahrrad benötigt, sondern liegt hier nur noch
als Anschauungsobjekt herum, da ich auf einer Fundfahrradauktion schon
lange für passenden Ersatz gesorgt habe.

Jürgen

Jürgen Schlottke

unread,
Nov 24, 2006, 6:51:12 PM11/24/06
to
Hallo Karlo!

> Wenn du damit die Pfeile an der Klickbox meinst,
> dann sollte es der Fall sein.

Ja, die Justierung auf den 4. Gang im Sichtfenster der Klickbox, mehr
gibt es an der Schaltung nicht zu justieren.

> Klingt zwar nicht schön, aber immerhin ist das
> mal eine Begründung, warum bisher alle Versuche
> fehlgeschlagen sind, den Fehler zu beheben.

Ich hoffe ja, Dein Mechaniker hat die Nabe tatsächlich zerlegt und
gereinigt, frisch gefettet und zusammengesetzt (Sperrklinken nur geölt)
wie er es behauptet hat, und nicht bloß scharf angeguckt und
Schaltstift/Schaltröhrchen gewechselt.

> Bisher bin ich davor zurückgeschreckt, weil
> ein neues Hinterrad mit 7-Gang-Nabenschaltung
> ca. 150 EUR kostet.

Beim Preis kommt's immer drauf an, bei wem Du kaufst. 150 EUR wäre
sicherlich mit einer etwas besseren Hohlkammerfelge aus dem
Zweiradfachhandel vor Ort. Die nehmen das für das nackte Hinterrad mit
eingespeichter S7 ohne alles Zubehör.

Bei eBay bekommst Du unter Artikelnummer 300049727279 schon ein neues
Vorderrad in 28", ein neues Hinterrad mit S7, einen neuen Schaltgriff
mit neuer Klickbox für unter 100 EUR einschließlich Versand. Die
einfache Grünert-Felge (vermutlich sogar nur eine Kastenfelge) wird aber
sicher um einiges einfacher sein als die, die im Angebot Deines
Fahrradhändlers dabei ist.

Ich selbst habe dieses Jahr sogar einmal ein komplettes 26er Damenrad
mit S7-Schaltung (und ansonsten karo-einfach Qualität) nagelneu im
Sonderpostenmarkt hier am Ort für 99 EUR gekauft, das war aber schon ein
außergewöhnliches Schnäppchen. Da ist das ganze Fahrrad mit S7-Schaltung
billiger gewesen als ein Hinterrad mit S7 vom Zweiradhändler.

> Die Idee mit der Fundfahrradversteigerung kam mir auch
> schon und ist bisher nur daran gescheitert, dass zur Zeit
> keine Termine angesetzt sind. Nun ja, ich werde mal weiter
> Ausschau halten.

Ja, Fundfahrradversteigerungen sind tatsächlich mehr was nach dem Motto
"der kluge Mann baut vor", wenn man sich Ersatzteile wie Vorder- oder
Hinterrad mit S7 auf Vorrat hinlegen möchte, da ist man nicht nur auf
Termine angewiesen, sondern auch, was am Termin tatsächlich zur
Versteigerung kommt. Wenn man Pech hat, ist nicht ein einziges Rad mit
S7-Schaltung dabei. Und das Risiko, reinen Schrott zu ersteigern, ist
ebenfalls immer dabei. Mit Terminen kann ich Dir auch nicht aushelfen,
nur einen Tipp: Vielleicht auch umhören, wann Fahrradversteigerungen in
den Nachbargemeinden sind, und nicht nur auf Termine in der eigenen
Stadt lauern.

In Hamburg sind Fundfahrradversteigerungen monatlich, in anderen
Großstädten sollte das ähnlich sein.

Hier in Elmshorn (ca. 50.000 Einwohner) wird zweimal jährlich von der
Stadt Elmshorn eine Fundfahrradversteigerung selbst veranstaltet und
einmal von der Gemeindeverwaltung "Elmshorn Land", die sich ebenfalls im
Stadtgebiet befindet und die Verwaltung für einige Umlandgemeinden
beinhaltet. Die nächsten (kleineren) Umlandgemeinden mit jährlichen
Fahrradversteigerungen liegen ca. 5-10 Kilometer entfernt.

Solange bei Dir 6 von 7 Gängen noch einwandfrei funktionieren, kommt es
ja vielleicht auf ein paar Tage mehr oder weniger nicht an. Nackte Naben
gibt es bei eBay noch sehr viel günstiger als fertige Hinterräder,
vielleicht kannst Du ein Hinterrad ja sogar selbst einspeichen oder
kennst jemanden, der es Dir zeigen kann?

Jürgen

gereon broil

unread,
Nov 25, 2006, 4:32:08 AM11/25/06
to
Jürgen Schlottke schrieb:

> Es sind nicht in jedem Gang dieselben Sperrklingen im Eingriff. Außerdem
> sind die Last- und Drehzahlverhältnisse in jedem Gang unterschiedlich.

Also bei meinen sieben- und fünfgängigen Sram/Sachs-Naben gibt es zur
Nabenhülse hin nur insgesamt 4 Sperrklinken: zwei auf dem Planetensatz
und zwei auf dem Bremskonus. Erstere sind bei Vorwärtstreten im
Eingriff, letztere beim Rücktritt. Da ist überhaubt keine Abhängigkeit
zum Schaltvorgang. Das eingeleitete Drehmoment aus dem Ritzel wird übers
Sonnenrad je nach Gang direkt oder über Planetenräder auf das äußere
Hohlrad geleitet und von dort immer per zwei Sperrklinken an die
Nabenhülse (-gehäuse).
natürlich können diese Sperrklinken und die Mitnehmer im Nabengehäuse
Schaden genommen haben. Zu 99% liegt aber Durchdrehen bei verschiedenen
Gängen im Innern des Antriebs begründet.
Wenn der OP schreibt, dass jemand die Nabe zu einem bezahlbaren Preis
untersucht hat, dann hat er die mit Sicherheit nicht vollständig in alle
Einzelheiten zerlegt, sondern den Antrieb irgendwie ent- und wieder
gefettet. Wie steht's um die Zahnflanken im Innern, hat die innere Feder
noch genug Spannung, hat einer der Schiebeklötzchen Abnutzung, etc.???
muss geklärt sein.
So schnell fährst Du keine Nabenhülse mit defekten Sperrklinken kaputt.

Grüße Gereon

Jürgen Schlottke

unread,
Nov 25, 2006, 7:06:42 AM11/25/06
to
Hallo Gereon!

> Also bei meinen sieben- und fünfgängigen
> Sram/Sachs-Naben gibt es zur Nabenhülse hin
> nur insgesamt 4 Sperrklinken:

Bei meinen auch.

> Erstere sind bei Vorwärtstreten im Eingriff,
> letztere beim Rücktritt.

Bei meinen Schaltnaben sind die Schaltklinken alle beim Vorwärtstreten
im Eingriff - oder auch nicht. Und zwar eher abhängig davon, ob das
Getriebe auf eine Untersetzung oder eine Übersetzung geschaltet ist und
nicht abhängig davon, ob Vorwärtstreten oder Rücktritt. Beim Rücktritt
wird der Bremsmantel aufgespreizt und er bremst das Nabengehäuse, wenn
das nicht wäre, wäre beim Rücktritt "Freilauf" angesagt, im Rücktritt
übertragen die Sperrklinken nichts.

Ein Paar der Sperrklinken ist axial fest angeordnet, entweder die
Sperrklinken übertragen die Vortriebskraft, oder die Sperrklinken
klickern aufgrund des Drehzahlunterschieds. Das andere Paar Sperrklinken
ist axial verschieblich, es wird nur bei einigen Gängen so geschaltet,
daß es im Eingriff ist und Kräfte überträgt. Letztere Sperrklinken, also
die verschieblichen, die mal im Eingriff mit dem Nabengehäuse sind und
mal nicht, sind offenbar die problematischen.

Ob das nun aufgrund von Abnutzung an den Sperrklinken oder des
Sperrklinkenträgers, an Abnutzung des Nabengehäuses, einer erlahmten
Feder oder Verschleiß der Passungen Achse/Bohrung der axial angeordneten
Bauteile oder an noch ganz etwas anderem liegt, bin ich wirklich
überfragt. Ich kann nur sagen, daß ich das Problem kenne, wenn eine sehr
alte und vielbenutzte Sachs-Schaltnabe trotz bester Reinigung und
frischem Fett bei augenscheinlich völlig intakten Bauteilen in den
obersten beiden Gängen dieses Problem hat, daß man den Gang in
unregelmäßigen Abständen immer mal wieder durchtreten kann, bis die
Sperrklinken dann mit einem Krachen doch wieder fassen. Und ich gehe
ebenfalls davon aus, daß das den Sperrklinken verschleißtechnisch nicht
sonderlich zuträglich ist, wenn man längere Zeit mit diesem Fehler
weiterfährt.

> So schnell fährst Du keine Nabenhülse
> mit defekten Sperrklinken kaputt

Worauf tippst Du denn? Daß nur irgendeine der drei Federn erlahmt ist
und ihre Kennlinie nicht mehr einhält, so daß sie erneuert werden müßte
und alles wird gut?

Jürgen

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Karlo Janos

unread,
Nov 25, 2006, 12:46:33 PM11/25/06
to
> Ja, die Justierung auf den 4. Gang im Sichtfenster der Klickbox, mehr
> gibt es an der Schaltung nicht zu justieren.

Dann ist die Schaltung perfekt justiert.


> Ich hoffe ja, Dein Mechaniker hat die Nabe tatsächlich zerlegt und
> gereinigt, frisch gefettet und zusammengesetzt (Sperrklinken nur geölt)
> wie er es behauptet hat, und nicht bloß scharf angeguckt und
> Schaltstift/Schaltröhrchen gewechselt.

Ich gehe davon aus, dass er gründlich war. Überprüfen kann ich es nicht.


Der Versuch mit anderer Klickbox- und Schaltgriffkombi hat keinen Erfolg
gebracht. Der 6. Gang bleibt fehlerhaft.
Nun ja, dann werde ich weiterhin den 6. Gang nach Möglichkeit
überspringen und nach Ersatzteillager-Gebrauchträdern Ausschau halten.
Oder halt eine Nabe günstig erwerben und sie meinem Bekannten zum
Einspeichen geben. Ich selbst muss mir das nicht antun.
Vielen Dank für die hilfreiche Diskussion!
MfG

Karlo

Karlo Janos

unread,
Nov 25, 2006, 12:46:38 PM11/25/06
to
> Der Fehler sollte in mehreren Gängen auftreten. Wenn es im 6. passiert,
> dann meines Erachtens auch im 7. Vielleicht wird der 7. aber vom OP zu
> selten benutzt, um es da zu bemerken?

Ganz im Gegenteil. Der 7. Gang ist der hauptsächlich genutzte. Anfahren
im 2., beschleunigen im 3. und 4., bergauf oder gegen den Wind fahren im
5. (weil der 6. ja nicht fehlerfrei ist) und normale Strecke im 7. Gang.

Das Ausrasten konnte ich nur im 6. Gang feststellen.
MfG

Karlo

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Karlo Janos

unread,
Nov 25, 2006, 2:35:05 PM11/25/06
to
> Sag mal, was hast du denn für eine Primärübersetzung?

Hm... kann ich so jetzt gar nicht sagen. Ich hatte das Ritzel am
Hinterrad vor einiger Zeit mal gegen ein kleineres ausgetauscht, um mehr
Drehmoment zu haben.


> Den 1. und 2. brauch ich nur bei heftigen Steilstücken,

Ich ebenfalls. (Bis auf die ersten zwei, drei Tritte beim Anfahren im 2.
Gang.)


> Anfahren geht im 3.

Stimmt. Aber schneller geht's im 2.


> und in den 7. komm ich nur bei v>30 km/h. Sollte das deine
> Normalgeschwindigkeit sein?

Nö. Aber bei um die 25 km/h fahre ich am besten im 7. Gang. Mein 6. ist
ja ungeeignet. ;-)


> Ich schaff es bei günstigen Bedingungen
> (steifer Rückenwind *g*) bis ca. 50 km/h mitzutreten

Nun, da liegt die Grenze bei mir bei etwa 32 km/h. Mehr ist mit meinem
Fahrrad nicht drin. Ich glaube nicht, dass ich die Grenze darstelle. ;-)
MfG

Karlo


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gereon broil

unread,
Nov 25, 2006, 3:45:49 PM11/25/06
to
Bernd Sluka schrieb:

> Nein, beide Paare treiben an.


>
>> Da ist überhaubt keine Abhängigkeit
>> zum Schaltvorgang.
>

> Nein, die Klinken auf dem Hohlrad greifen bei Übersetzung (Gänge 4 und
> 5), die Klinken auf dem Bremskonus bei Untersetzung (Gänge 1 und 2).

Asche auf mein Haupt, Bernd und Jürgen kennen die Nabe viel besser als
ich und haben den Sperrklinkenmechanismus erklärt.
Ich hatte mal eine defekte 7-Gang zerlegt und meine mich zu erinnern,
dass der Zahnkaries die Sonnenräder befallen hatte. Die Nabe wurde auf
Kulanz getauscht.
Wenn die Sperrklinken auf dem Hohlrad nicht richtig greifen, kann auch
durch inneren Defekt das Hohlrad daran gehindert werden, auf die
korrekte Position zurück zu springen.

Grüße
Gereon

Ervin Peters

unread,
Nov 25, 2006, 3:45:04 PM11/25/06
to
Am Sat, 25 Nov 2006 21:12:48 +0100 schrieb Kristian Neitsch:

> Karlo Janos schrieb:
>>Kristian Neitsch schrieb:
>
> Quoting reparriert.
>
> Scheinbar ist das Rad aber recht kurz übersetzt. So kannst du also nicht
> die Nabe durch zu hohes Drehmoment zerlegt haben. Oder hab ich da einen
> Denkfehler? <Kopfkratz>

Exakt. Mit kurzen Übersetzungen: vorn klein, hinten groß, knackt man
Antriebsnaben, weil dann das Drehmoment an der Nabe größer ist und auch
Torkelradler und Radwegbenutzer die mechanischen Grenzen
einschließlich der Sicherheitsreserven überschreiten können. Deswegen
spezifizieren die meisten Hersteller die minimalen Übersetzungen.

ervin


Message has been deleted

Jürgen Schlottke

unread,
Nov 25, 2006, 6:27:45 PM11/25/06
to
Hallo Karlo!

> Anfahren im 2., beschleunigen im 3. und 4.,
> bergauf oder gegen den Wind fahren im 5.
> (weil der 6. ja nicht fehlerfrei ist) und
> normale Strecke im 7. Gang.

Ui. Ich fahre mit der S7 (Flachland, topfeben) im dritten Gang an,
benutze hauptsächlich den 4. und 5. auf normaler Strecke und der 6. und
7. sind bei mir die Gänge für bergab und/oder Rückenwind.

> Das Ausrasten konnte ich nur im 6. Gang feststellen.

Na dann besteht vielleicht doch noch Hoffnung, daß es nicht generell ein
Problem mit den Sperrklinken ist, eventuell doch ungleichmäßig
ausgeleierte Federn, so daß das fein abgestimmte Zusammenspiel der
diversen Schraubenfedern in der Nabe nicht mehr in allen Gängen optimal
funktioniert. Wenn es die drei Federn im Set als Ersatztteil gibt, müßte
das noch bezahlbar sein (wenn man die Federn Do-it-yourself tauscht und
keine Lohnkosten zahlen muß). Es könnte einen Versuch wert sein, aber
wenn es die Federn nicht sind, hättest Du mit Zitronen gehandelt, Geld
ausgegeben und immer noch eine defekte Nabe. Ich habe es an meiner
defekten Pentasport noch nicht ausprobiert, ob andere Federn etwas
ändern: Die 8 EUR, die ich in der Fundfahrradversteigerung für ein Rad
mit (wie sich natürlich erst nachher herausstellte) funktionierender
Pentasport-Nabe investiert hatte, haben weitere Reparaturversuche an dem
defekten Teil überflüssig gemacht.

Wenn Du irgendwann eine wieder in allen Gängen funktionierende Nabe
hast, solltest Du aber wie Kristian schon schrieb, vielleicht über eine
andere Primärübersetzung nachdenken: Den höchsten Wirkungsgrad hat die
S7 im 4. Gang, in dem keine Zahnräder mahlen (direkter Gang) und da ist
dann auch der Verschleiß am geringsten (nur die Lagerringe drehen sich,
keine Zahnradstufe mahlt, also verschleißt auch keine Zahnradstufe).

Zähle mal die Zähnezahlen am Kurbelblatt um am Ritzel, was kommt denn da
raus? Bei meinem Fahrrad (Reifengröße 28") ist es 38/19 und damit fahre
ich in Normalfahrt im 5. Gang. Wenn 19 Zähne nicht schon das kleinste
Ritzel wäre, das man mit Kröpfung nach innen an der S7 montieren dürfte
(mit Kröpfung des Ritzels nach außen montiert kommt an meinem Rad die
Kettenlinie nicht hin), würde ich ein noch kleineres Ritzel montieren,
um die Übersetzung so zu verschieben, daß ich häufiger im 4. statt im 5.
Gang fahren könnte (hier in meiner Gegend sind allerdings auch keine
nennenswerten Steigungen zu überwinden, so daß ich auf die
"Berggängigkeit" meines Fahrrads keine Rücksicht zu nehmen brauche).

Jürgen

Hannes Kuhnert

unread,
Nov 26, 2006, 1:50:44 AM11/26/06
to
gereon broil schrieb:

> Also bei meinen sieben- und fünfgängigen Sram/Sachs-Naben gibt es zur
> Nabenhülse hin nur insgesamt 4 Sperrklinken: zwei auf dem Planetensatz
> und zwei auf dem Bremskonus. Erstere sind bei Vorwärtstreten im
> Eingriff, letztere beim Rücktritt. Da ist überhaubt keine Abhängigkeit
> zum Schaltvorgang.

Das stimmt nicht.

> Das eingeleitete Drehmoment aus dem Ritzel wird übers
> Sonnenrad

Für den Direktgang – also den vierten bzw. dritten Gang – wird kein Sonnenrad
benutzt.

> je nach Gang direkt oder über Planetenräder auf das äußere
> Hohlrad geleitet und von dort immer per zwei Sperrklinken an die
> Nabenhülse (-gehäuse).

Wie willst du damit auf sieben bzw. fünf Gänge kommen?

Anders gefragt: Wie gewinnst du damit aus nur drei bzw. zwei Planetensätzen
sechs bzw. vier Gänge?


Lang und ausführlich – tatsächlich funktioniert es so:

In den kleinen Gängen wird das Drehmoment über das Hohlrad /eingeleitet/,
wobei die Sperrklinken des Hohlrads deaktiviert sind – sie laufen in den
kleinen Gängen auf einer Verjüngung der Nabenhülse, wo sie nicht greifen.
Es ist jeweils eines der Sonnenräder mit der Nabenachse verbunden, also
jeweils eines der drei bzw. zwei Planetengetriebe aktiv. Über dieses wird
das Drehmoment über den Planetenträger und die Sperrklinken des
Bremskonus [1] auf die Nabenhülse übertragen.

Im Direktgang wird das Drehmoment direkt über den Planetenträger und die
Sperrklinken des Bremskonus [1] in die Nabenhülse eingeleitet.

In den Übersetzungen (Gänge 5–7 bzw. 4 und 5) wird das Hohlrad über den
Planetenträger und einen der Planetensätze angetrieben. Nur in diesen Gängen
werden die Sperrklinken des Hohlrads genutzt. Die Sperrklinken des
Bremskonus [1] greifen nicht, weil sie langsamer sind.

[1] Bei den Modellen ohne Rücktritt befindet sich an Stelle des Bremskonus
ein bloßer Sperrklinkenträger.

Beim Rücktritt wird durch das Gewinde auf dem Planetenträger der Bremskonus
gegen den Bremsmantel gedrückt. Dadurch reibt der Bremsmantel an der
Nabenhülse und bremst über seine Verbindung mit dem rahmenfesten
Rücktritthalter das Rad. Dabei wird keine Sperrklinke benutzt.


> natürlich können diese Sperrklinken und die Mitnehmer im Nabengehäuse
> Schaden genommen haben. Zu 99% liegt aber Durchdrehen bei verschiedenen
> Gängen im Innern des Antriebs begründet.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass falsche Montage zur Zerstörung des
Planetengetriebes führt. :–/ Das war ein teurer Spaß.


> So schnell fährst Du keine Nabenhülse mit defekten Sperrklinken kaputt.

Das denk ich auch. Ich hatte schon mit allerhand Getriebenaben zu tun aber
mir sind noch nie problematisch abgenutzte Sperrklinken untergekommen.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

Karlo Janos

unread,
Nov 26, 2006, 7:34:30 AM11/26/06
to
> Wenn Du irgendwann eine wieder in allen Gängen funktionierende Nabe
> hast, solltest Du aber wie Kristian schon schrieb, vielleicht über eine
> andere Primärübersetzung nachdenken: Den höchsten Wirkungsgrad hat die
> S7 im 4. Gang, in dem keine Zahnräder mahlen (direkter Gang) und da ist
> dann auch der Verschleiß am geringsten (nur die Lagerringe drehen sich,
> keine Zahnradstufe mahlt, also verschleißt auch keine Zahnradstufe).

Ich werde daran denken. Aber kurzfristig wird sich wohl keine
Gelegenheit ergeben. Jedenfalls danke für den Hinweis!


> Zähle mal die Zähnezahlen am Kurbelblatt um am Ritzel, was kommt denn da

> raus? Bei meinem Fahrrad (Reifengröße 28") ist es 38/19 ...

Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann sind es vorne 42 oder 43 und
hinten 20 Zähne. Reifengröße ebenfalls 28".


> und damit fahre ich in Normalfahrt im 5. Gang.

Na ja, was heißt "Normalfahrt"? Kommt doch immer darauf an, wie viel
Kondition und Kraft man in den Beinen hat. Mein Durchschnittstempo liegt
bei knapp über 20 km/h (inkl. kurzen Bergauf-/Bergabteilstrecken auf dem
täglichen Weg zur Arbeit). Spitzengeschwindigkeit (mit Bergab-Schwung
und Treten im 7. Gang) wie gesagt bei knapp über 30 km/h.
MfG

Karlo

Jürgen Schlottke

unread,
Nov 26, 2006, 10:59:02 AM11/26/06
to
Hallo Karlo!

> Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann sind es vorne 42
> oder 43 und hinten 20 Zähne. Reifengröße ebenfalls 28".

42/20 bei 28" hört sich vernünftig an. Das wäre auch was für mich.

Aber im siebten Gang auf gerader Strecke ohne Rückenwind kurbelst Du
vermutlich mit viel zu kleiner Trittfrequenz und dementsprechend unnötig
hoher Last auf der Kurbel. Damit kannst Du Dir bei dauernder Belastung
Deine Gelenke, insbesondere die Kniegelenke, ruinieren.

Wenn Du mit dem Rad mehr als täglich nur eine handvoll Kilometer fährst,
würde ich mich an Deiner Stelle alleine aus gesundheitlichen Gründen im
Verlauf der nächsten Wochen darum kümmern, wieder einen sechsten Gang zu
bekommen. Der Schaltsprung von 5. auf 7. bei der S7 ist ja größer als
bei der Torpedo-Dreigangnabe zwischen den Gängen (und da sind sie schon
riesengroß). Außerdem: Mit der persönlichen Wohlfühl-Trittfrequenz fährt
es sich einfach angenehmer, und die angenehmste Trittfrequenz passend
zur Geschwindigkeit läßt sich ohne defekte Gänge einfach besser einstellen.

Jürgen

Stefan Barnikow

unread,
Nov 26, 2006, 11:38:38 AM11/26/06
to
begin quoting Hannes Kuhnert <hannes....@gmx.de>:
[...]
> Lang und ausführlich ? tatsächlich funktioniert es so:

>
> In den kleinen Gängen wird das Drehmoment über das Hohlrad /eingeleitet/,
> wobei die Sperrklinken des Hohlrads deaktiviert sind ? sie laufen in den

> kleinen Gängen auf einer Verjüngung der Nabenhülse, wo sie nicht greifen.
> Es ist jeweils eines der Sonnenräder mit der Nabenachse verbunden, also
> jeweils eines der drei bzw. zwei Planetengetriebe aktiv. Über dieses wird
> das Drehmoment über den Planetenträger und die Sperrklinken des
> Bremskonus [1] auf die Nabenhülse übertragen.

Soweit und auch mit der Beschreibung der Übersetzungen bin ich
einverstanden.

> Im Direktgang wird das Drehmoment direkt über den Planetenträger und die
> Sperrklinken des Bremskonus [1] in die Nabenhülse eingeleitet.

Das glaube ich dagegen nicht. Ich bin mir relativ sicher, daß im
Direktgang der Antreiber im Hohlrad greift (wie bei Untersetzung),
dieses aber nicht mehr nach rechts gerückt ist und daher mit seinen
Klinken das Nabengehäuse antreibt (wie bei Übersetzung).


Ciao,
Stefan

Karlo Janos

unread,
Nov 26, 2006, 12:37:56 PM11/26/06
to
> Wenn Du mit dem Rad mehr als täglich nur eine handvoll Kilometer fährst,

Etwa 13 km am Tag.


> Außerdem: Mit der persönlichen Wohlfühl-Trittfrequenz fährt
> es sich einfach angenehmer, und die angenehmste Trittfrequenz passend
> zur Geschwindigkeit läßt sich ohne defekte Gänge einfach besser einstellen.

Dem will ich gar nicht widersprechen. Allerdings liegt meine
"Wohlfühl-Trittfrequenz" nun mal im 7. Gang. Ich bin auch vor dem Tausch
des hinteren Ritzels (und vor erstmaligem Auftreten des Defekts im 6.
Gang) immer im 7. Gang gefahren, wobei mir die Frequenz dann irgendwann
zu hoch war, so dass ich das kleinere Ritzel eingesetzt habe und ich
wieder Widerstand beim Treten spüren konnte. Gelenkschäden habe ich
bisher noch keine bemerkt, obwohl ich mit diesem Fahrrad nun gut 10
Jahre fahre (das kleinere Ritzel seit zwei Jahren).
MfG

Karlo

Elke Bock

unread,
Nov 26, 2006, 12:54:17 PM11/26/06
to
Karlo Janos <news4.20...@spamgourmet.com> schrieb:

>> Wenn Du mit dem Rad mehr als täglich nur eine handvoll Kilometer fährst,
>
>Etwa 13 km am Tag.
>
>
>> Außerdem: Mit der persönlichen Wohlfühl-Trittfrequenz fährt
>> es sich einfach angenehmer, und die angenehmste Trittfrequenz passend
>> zur Geschwindigkeit läßt sich ohne defekte Gänge einfach besser einstellen.
>
>Dem will ich gar nicht widersprechen. Allerdings liegt meine
>"Wohlfühl-Trittfrequenz" nun mal im 7. Gang. Ich bin auch vor dem Tausch

......................................................^^^^


>des hinteren Ritzels (und vor erstmaligem Auftreten des Defekts im 6.
>Gang) immer im 7. Gang gefahren, wobei mir die Frequenz dann irgendwann

.......^^^^^^^^^^^^^^^^


>zu hoch war, so dass ich das kleinere Ritzel eingesetzt habe und ich
>wieder Widerstand beim Treten spüren konnte. Gelenkschäden habe ich
>bisher noch keine bemerkt, obwohl ich mit diesem Fahrrad nun gut 10
>Jahre fahre (das kleinere Ritzel seit zwei Jahren).

Dann schmeiß doch die Schaltung weg, und bau ein Hinterrad
ohne Schaltung ein...

Oder besorg dir ein Ritzel mit 16 Zähnen (notfalls auch 18,
keine Ahnung, wie weit das Angebot nach unten reicht), damit
du die Schaltung nicht ganz umsonst rumschleppst.


mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.

Karlo Janos

unread,
Nov 26, 2006, 12:54:20 PM11/26/06
to
> Dann schmeiß doch die Schaltung weg, und bau ein Hinterrad
> ohne Schaltung ein...
>
> Oder besorg dir ein Ritzel mit 16 Zähnen (notfalls auch 18,
> keine Ahnung, wie weit das Angebot nach unten reicht), damit
> du die Schaltung nicht ganz umsonst rumschleppst.

Ich sehe den Sinngehalt dieses Vorschlags zwar nicht, aber wir brauchen
wohl auch nicht wirklich weiter darüber zu diskutieren, nicht wahr?
(Dies war eine rhetorische Frage. Sie bedarf keiner Antwort.)
MfG

Karlo

Elke Bock

unread,
Nov 26, 2006, 1:00:03 PM11/26/06
to
Ich <e.b...@gmx.de> schrieb:

>Karlo Janos <news4.20...@spamgourmet.com> schrieb:


>>Dem will ich gar nicht widersprechen. Allerdings liegt meine
>>"Wohlfühl-Trittfrequenz" nun mal im 7. Gang. Ich bin auch vor dem Tausch
>......................................................^^^^
>>des hinteren Ritzels (und vor erstmaligem Auftreten des Defekts im 6.
>>Gang) immer im 7. Gang gefahren, wobei mir die Frequenz dann irgendwann
>.......^^^^^^^^^^^^^^^^
>>zu hoch war, so dass ich das kleinere Ritzel eingesetzt habe und ich
>>wieder Widerstand beim Treten spüren konnte. Gelenkschäden habe ich
>>bisher noch keine bemerkt, obwohl ich mit diesem Fahrrad nun gut 10
>>Jahre fahre (das kleinere Ritzel seit zwei Jahren).
>
>Dann schmeiß doch die Schaltung weg, und bau ein Hinterrad
>ohne Schaltung ein...

und sehe gerade, daß dein "immer" oben schwer übertrieben
ist. Also, ich nehme das obige zurück. :-)

Elke Bock

unread,
Nov 26, 2006, 1:06:09 PM11/26/06
to
Karlo Janos <news4.20...@spamgourmet.com> schrieb:

>> Oder besorg dir ein Ritzel mit 16 Zähnen (notfalls auch 18,
>> keine Ahnung, wie weit das Angebot nach unten reicht), damit
>> du die Schaltung nicht ganz umsonst rumschleppst.
>
>Ich sehe den Sinngehalt dieses Vorschlags zwar nicht,

Dann verlagert sich der "Fahrgang" auf den 4. oder 5., du
hättest dann noch Reserven für Rückenwind und leichtes
Gefälle übrig. Aber generell war die Reaktion von deinem
"fahre immer im 7.Gang" ausgelöst, was ja so nicht stimmt.

Hannes Kuhnert

unread,
Nov 26, 2006, 12:31:49 PM11/26/06
to
Karlo Janos schrieb:

>> Sag mal, was hast du denn für eine Primärübersetzung?
>
> Hm... kann ich so jetzt gar nicht sagen. Ich hatte das Ritzel am
> Hinterrad vor einiger Zeit mal gegen ein kleineres ausgetauscht, um mehr
> Drehmoment zu haben.

Für ein höheres Drehmoment braucht man ein größeres Ritzel am Hinterrad.

Ein kleineres Ritzel erhöht die Drehzahl.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

Hannes Kuhnert

unread,
Nov 26, 2006, 12:45:38 PM11/26/06
to
Kristian Neitsch schrieb:

> Mit dem Austausch gegen ein kleineres Ritzel ist natürlich das Drehmoment
> nicht größer geworden sondern kleiner,

Das hab ich auch grad geschrieben, du warst aber eher.

> auch die Gefahr des <knacks,
> knirsch> ist geringer geworden (hoffentlich genug).

> Da du nur bis 32 km/h kommst (ich hoffe das war der "Extremfall" mit 100
> UPM) ist die Übersetzung also immer noch kurz, mit viel Drehmoment und
> wenig Radumdrehung/Kurbelumdrehung --> evtl. Knacksgefahr!?

Bei einem 28"-Rad hätte man da eine Primärübersetzung von nur 1,36. Das wäre
tatsächlich gefährlich. Sram fordert mindestens 1,83; ich fahre übrigens mit
1,64 und 2,19, das geht bis jetzt gut.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

Hannes Kuhnert

unread,
Nov 26, 2006, 12:54:50 PM11/26/06
to
Karlo Janos schrieb:

> Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann sind es vorne 42 oder 43 und
> hinten 20 Zähne. Reifengröße ebenfalls 28".

Das ist mit 2,1 stärker übersetzt als der Hersteller erlaubt. Das ist
unkritisch, was die Belastung der Nabe angeht.

Wenn du damit 25km/h im siebten (statt einem kleineren) Gang fährst, liegt
die Trittfreqenz allerdings bei nur 50/min und das könnte für deine Knie
gefährlich werden.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

Jürgen Schlottke

unread,
Nov 26, 2006, 1:45:24 PM11/26/06
to
Halllo Hannes!

> Für ein höheres Drehmoment braucht man ein größeres
> Ritzel am Hinterrad.

Das "am Hinterrad" hast Du jetzt aber dazuerfunden.

Falls Du es Dir nicht selbst zusammenreimen kannst, was der OP gemeint
hat, hier nochmal die Aussage, von mir durch drei Worte ergänzt:

: Ich hatte das Ritzel am Hinterrad vor einiger Zeit mal


: gegen ein kleineres ausgetauscht, um mehr Drehmoment

: *an* *der* *Kurbel* zu haben.

Für den OP schein klargewesen zu sein, daß er das Drehmoment an der
Kurbel meint und nicht am Hinterrad, während für Dich offenbar
klargewesen zu sein scheint, daß der OP etwas falsches schreibt und er
tatsächlich "am Hinterrad" meint.
;-)

Jürgen

Jürgen Schlottke

unread,
Nov 26, 2006, 2:26:23 PM11/26/06
to
Hallo Karlo!

> Etwa 13 km am Tag.

> ...


> mit diesem Fahrrad nun gut 10 Jahre fahre

Dann hat die Nabe auch über 40.000 Kilometer runter, möglicherweise ohne
daß sie vor dem Auftreten des Defekts auch nur ein einziges mal gewartet
wurde. Ist doch kein schlechtes Ergebnis, einmal um die ganze Welt?

> Gelenkschäden habe ich bisher noch keine bemerkt

Wie sagen doch die Orthopäden:
Der Verschleiß beginnt mit der Geburt.
;-)

Anyway, wenn Du schon so lange so extrem niedertourig fährst, kannst Du
es womöglich gut ab. Manch anderer bekommt extreme Probleme mit
Knochenhaut-, Sehnenscheiden-, Schleimbeutelentzündung und anderen
schmerzhaften Entzündungen in und an den Gelenken oder gar
Knorpelschäden, wenn die Gelenkbelastung zu hoch ist. Aber jeder Mensch
ist verschieden.

Jürgen

Karlo Janos

unread,
Nov 26, 2006, 4:06:51 PM11/26/06
to
> Für den OP schein klargewesen zu sein, daß er das Drehmoment an der
> Kurbel meint und nicht am Hinterrad, während für Dich offenbar
> klargewesen zu sein scheint, daß der OP etwas falsches schreibt und er
> tatsächlich "am Hinterrad" meint.

Ich danke dir für die Klarstellung! Ich habe mit meiner Aussage ja
anscheinend einige Unklarheit verursacht. ;-)
MfG

Karlo

Karlo Janos

unread,
Nov 26, 2006, 4:12:13 PM11/26/06
to
> Dann hat die Nabe auch über 40.000 Kilometer runter, möglicherweise ohne
> daß sie vor dem Auftreten des Defekts auch nur ein einziges mal gewartet
> wurde. Ist doch kein schlechtes Ergebnis, einmal um die ganze Welt?

*g* Natürlich nicht seit 10 Jahren 13 km am Tag! ;-) Das ist nur der
seit einem halben Jahr gültige Wert. Aber insgesamt hat das Rad bestimmt
so 15000 km drauf. Und das wie du richtig vermutest ohne Wartung.


> Anyway, wenn Du schon so lange so extrem niedertourig fährst, kannst Du
> es womöglich gut ab. Manch anderer bekommt extreme Probleme mit
> Knochenhaut-, Sehnenscheiden-, Schleimbeutelentzündung und anderen
> schmerzhaften Entzündungen in und an den Gelenken oder gar
> Knorpelschäden, wenn die Gelenkbelastung zu hoch ist. Aber jeder Mensch
> ist verschieden.

Eben. Kommt wahrscheinlich auch auf die Grundlage an. Ich treibe bis zu
fünfmal in der Woche verschiedene Sportarten, so dass die Muskulatur
vielleicht einiges an Belastung abfängt. ;-)
MfG

Karlo

Karlo Janos

unread,
Nov 26, 2006, 4:15:30 PM11/26/06
to
> und sehe gerade, daß dein "immer" oben schwer übertrieben
> ist. Also, ich nehme das obige zurück. :-)

Ok, jetzt verstehe ich, worauf du angespielt hast. Natürlich ist "immer"
nicht wörtlich zu verstehen gewesen. ;-)
MfG

Karlo

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Hannes Kuhnert

unread,
Nov 26, 2006, 1:56:49 PM11/26/06
to
Stefan Barnikow schrieb:

> begin quoting Hannes Kuhnert <hannes....@gmx.de>:

>> Im Direktgang wird das Drehmoment direkt über den Planetenträger und die
>> Sperrklinken des Bremskonus [1] in die Nabenhülse eingeleitet.
>
> Das glaube ich dagegen nicht. Ich bin mir relativ sicher, daß im
> Direktgang der Antreiber im Hohlrad greift (wie bei Untersetzung),
> dieses aber nicht mehr nach rechts gerückt ist und daher mit seinen
> Klinken das Nabengehäuse antreibt (wie bei Übersetzung).

Ja, du hast recht.

Ich hab schon paar mal über diese Frage gerätselt, ohne eine Nabe vor mir zu
haben – keine Ahnung, warum ich dieses mal zum falschen Ergebnis kam.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

jablonsk...@gmail.com

unread,
Jan 11, 2017, 8:50:40 AM1/11/17
to
Man kann einzelne bremsritzel auch einzeln austauschen

yo

unread,
Jan 11, 2017, 8:51:49 AM1/11/17
to
man kann ritzelscheiben auch einzeln ersetzen.
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