Auf dem Radweg parkende Autos

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Rainer Zocholl

unread,
Jun 15, 2003, 2:05:00 PM6/15/03
to

In der Finanzttest 6/2003 S.58 ist folgender "Tipp"
unter "Richtig radeln und rollen" zu lesen:

Parken Autos auf dem Radweg, kann man die Polizei rufen, um sie
abschleppen zu lassen. Auch wenn sie nur wenig auf dem Weg
stehen, können sie Radfahrer gefährden. Verwaltungsgericht VwG
Berlin Az. 9A40.99

Kein Wort das man in einem solchen Fall die Strasse benutzen darf.
Kein Wort, das es "benutzungspflichtige Radwege" gibt und "sonstige"...
(Es geht im die Skater-Problematik)

Statt dessen eine Tabelle mit Bussgeldern
"Radweg nicht benutzt, Vorfahrt oder Einbahnstarss missachtet" 15 Euro

Oder über die schlimmen Folgen des schnellen Fahrens
auf der Strasse:

"So dürfen sie (die Radfahrer) keineswegs so schnell fahren wie
sie wollen, sondern müssen beachten, dass sie von Fussgängern
oft zu spät gesefehn werdern. So verturteilte das OLD
Karlsruhe Az. 1U94/98 einen Radfahrer zum Schadenersatz. Er
hatte eine Fssgaänergin auf der Strasse umgefahren und schwer
verletzt."

...

"Priviligierter sind Radfahrer auf dem eigenen Terrain, dem
Radweg. So sprach das OLG Hamm eine Radlerinvom Schuldvorwurf
frei, nachdem sie einen Rentner umgefahren hatte. Er war auf
dem Radweg gelaufen."


Was das mit "Finanzen" zu tun?
Weiss nicht. Am Ende kam nur der Hinweis, das man als Radfahrer
eine Privathaftpflichtversicherung haben solle.

eMail adresse: Keine mehr leicht zu finden, nur noch 0190er Nummern.
Vermutlich: finan...@stiftung-warentest.de

Rainer Zocholl

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Jun 15, 2003, 2:23:00 PM6/15/03
to

In der Finanzttest 6/2003 S.58 ist folgender "Tipp"
unter "Richtig radeln und rollen" zu lesen:

Parken Autos auf dem Radweg, kann man die Polizei rufen, um sie
abschleppen zu lassen. Auch wenn sie nur wenig auf dem Weg
stehen, können sie Radfahrer gefährden. Verwaltungsgericht VwG
Berlin Az. 9A40.99

Kein Wort das man in einem solchen Fall die Strasse benutzen darf.
Kein Wort, das es "benutzungspflichtige Radwege" gibt und "sonstige"...

(Es geht um die Skater-Problematik...)

Statt dessen eine Tabelle mit Bussgeldern

"Radweg nicht benutzt, Vorfahrt oder Einbahnstrasse missachtet" 15 Euro

Oder über die schlimmen Folgen des schnellen Fahrens
auf der Strasse:

"So dürfen sie (die Radfahrer) keineswegs so schnell fahren wie
sie wollen, sondern müssen beachten, dass sie von Fussgängern

oft zu spät gesehn werden. So verurteilte das OLD


Karlsruhe Az. 1U94/98 einen Radfahrer zum Schadenersatz. Er

hatte eine Fussgängerin auf der Strasse umgefahren und schwer
verletzt."

...

"Priviligierter sind Radfahrer auf dem eigenen Terrain, dem

Radweg. So sprach das OLG Hamm eine Radlerin vom Schuldvorwurf


frei, nachdem sie einen Rentner umgefahren hatte. Er war auf
dem Radweg gelaufen."


Was das mit "Finanzen" zu tun hat?


Weiss nicht. Am Ende kam nur der Hinweis, das man als Radfahrer
eine Privathaftpflichtversicherung haben solle.

eMail adresse: Keine mehr leicht zu finden, nur noch 0190er Nummern.

Wohl: finan...@stiftung-warentest.de

Michael Gabrisch

unread,
Jun 15, 2003, 1:53:15 PM6/15/03
to
Rainer Zocholl wrote:
[zitat Finanztest]

> "Priviligierter sind Radfahrer auf dem eigenen Terrain, dem
> Radweg. So sprach das OLG Hamm eine Radlerin vom Schuldvorwurf
> frei, nachdem sie einen Rentner umgefahren hatte. Er war auf
> dem Radweg gelaufen."

Wobei ich behaupte, daß man mit beherzten bremsen und vermeidung von
Rempeleien am schnellsten vorwärtskommt.
Mfg, Michael

Falk Duebbert

unread,
Jun 15, 2003, 3:18:50 PM6/15/03
to
In article <3EECB28B...@ieh.uni-stuttgart.de>, mga...@ieh.uni-
stuttgart.de says...

Oder ein Prämiensystem mit der BfA:
65 Jährigen übern Haufen fahrn = maximale Prämie
und geringer wenn die Lebenserwartung nicht mehr so hoch ist.

Falk

Frank Bechhaus

unread,
Jun 15, 2003, 4:06:02 PM6/15/03
to
Rainer Zocholl <UseNet-Pos...@zocki.toppoint.de> wrote:
> In der Finanzttest 6/2003 S.58 ist folgender "Tipp"
FT% Parken Autos auf dem Radweg, kann man die Polizei rufen, um sie
FT% abschleppen zu lassen. Auch wenn sie nur wenig auf dem Weg
FT% stehen, können sie Radfahrer gefährden. Verwaltungsgericht VwG
FT% Berlin Az. 9A40.99

Dafür habe ich auch Zeit, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin! Ich halte
gerne in jedem Ort an, rufe mit dem Handy die Polizei, die dann wiederum
den Abschleppdienst verständigt, und schon nach einer Stunde (oder so)
ist der Radweg freigeschleppt und ich kann weiter. Wenn ich dann noch
jede Wartezeit im Eiscafe überbrücke, brauche ich ein SUMO. :-)

> Kein Wort das man in einem solchen Fall die Strasse benutzen darf.
> Kein Wort, das es "benutzungspflichtige Radwege" gibt und "sonstige"...

Diese Geheimnisse gilt es unbedingt zu bewahren - sonst hast Du die bösen
Radfahrer ja auf der Straße, und da will sie keiner (der sich auf vier
Rädern fortbewegt).

> Statt dessen eine Tabelle mit Bussgeldern
> "Radweg nicht benutzt, Vorfahrt oder Einbahnstrasse missachtet" 15 Euro

Nennt sich das in der Höhe schon Bußgeld?

> Oder über die schlimmen Folgen des schnellen Fahrens
> auf der Strasse:

FT% "So dürfen sie (die Radfahrer) keineswegs so schnell fahren wie
FT% sie wollen, sondern müssen beachten, dass sie von Fussgängern
FT% oft zu spät gesehn werden. So verurteilte das OLD
FT% Karlsruhe Az. 1U94/98 einen Radfahrer zum Schadenersatz. Er
FT% hatte eine Fussgängerin auf der Strasse umgefahren und schwer
FT% verletzt."

So wie es hier formuliert wird, sind die Radfahrer *immer* angeschmiert.
Wenn man ihnen überhaupt erlaubt, die Straße zu benutzen, dürfen sie
keineswegs so schnell fahren, wie es das Tempolimit für diese Straße
erlaubt, nein, nein! Es ist pures Rowdytum, schneller zu fahren als
eine Oma mit Arthritis, und völlig unverantwortlich!

FT% "Priviligierter sind Radfahrer auf dem eigenen Terrain, dem
FT% Radweg. So sprach das OLG Hamm eine Radlerin vom Schuldvorwurf
FT% frei, nachdem sie einen Rentner umgefahren hatte. Er war auf
FT% dem Radweg gelaufen."

Na wenigstens gibt es auf den Radwegen Narrenfreiheit. :-{ Brauchen die
Radfahrer überhaupt nicht mehr zu klingeln, wenn sich ein Fußgänger auf
den Radweg verirrt - einfach umbrettern!

> Weiss nicht. Am Ende kam nur der Hinweis, das man als Radfahrer
> eine Privathaftpflichtversicherung haben solle.

Sollte man ohnehin. Als Radfahrer finde ich sie aber unverzichtbar.
Ein Unfall kann jeden Tag passieren, und wenn dabei ein Personenschaden
entsteht, kann es sehr heftige Konsequenzen haben und im worst case den
persönlichen finanziellen Ruin bedeuten.

Gruß,
Frank
--
___O "|____ ___O
_`\ <._ | \_\__ _`\ <._
___ (_)/ (_) _______`-()-´__(_)/ (_)_________________

Markus Keinath

unread,
Jun 15, 2003, 5:30:09 PM6/15/03
to
UseNet-Pos...@zocki.toppoint.de (Rainer Zocholl) schrieb:

>In der Finanzttest 6/2003 S.58 ist folgender "Tipp"
>unter "Richtig radeln und rollen" zu lesen:
>
> Parken Autos auf dem Radweg, kann man die Polizei rufen, um sie
> abschleppen zu lassen. Auch wenn sie nur wenig auf dem Weg
> stehen, können sie Radfahrer gefährden. Verwaltungsgericht VwG
> Berlin Az. 9A40.99

Hier in Düsseldorf wurde ich mit meiner telefonischen Bitte einen
parkenden Jaguar zu entfernen / Anzeigen (auf dem Radweg und massiv
den Zebrastreifen Zugang versperrend) von der Polizei darauf
hingewiesen, dies sei stehender Verkehr und somit Angelegenheit der
Stadt.
Mein Anruf dort bewirkte auch nicht wirklich viel. Paar Stunden später
stand die Kiste immer noch da.

Einige Wochen stand wohl die selbe Kiste wieder am selben Platz.

Macht ein Düsseldorfer Jaguarhändler eine mit der Poizei abgestimmte
Werbeakktion?
Was kann ich denn da machen?

Fragende Grüße
Markus
--
Keinaths Fotohomepage
Allerlei zu Selbstbau, Reparatur und Modifikation von Fotoequipment:
http://home.arcor.de/keinath

Uwe Borchert

unread,
Jun 15, 2003, 5:57:57 PM6/15/03
to
Hi,

Rainer Zocholl <UseNet-Pos...@zocki.toppoint.de> wrote:
>
>In der Finanzttest 6/2003 S.58 ist folgender "Tipp"
>unter "Richtig radeln und rollen" zu lesen:
>
> Parken Autos auf dem Radweg, kann man die Polizei rufen, um sie
> abschleppen zu lassen. Auch wenn sie nur wenig auf dem Weg
> stehen, können sie Radfahrer gefährden. Verwaltungsgericht VwG
> Berlin Az. 9A40.99
>
>Kein Wort das man in einem solchen Fall die Strasse benutzen darf.
>Kein Wort, das es "benutzungspflichtige Radwege" gibt und "sonstige"...
>(Es geht um die Skater-Problematik...)
>

*notier*

>Statt dessen eine Tabelle mit Bussgeldern
>"Radweg nicht benutzt, Vorfahrt oder Einbahnstrasse missachtet" 15 Euro
>
>Oder über die schlimmen Folgen des schnellen Fahrens
>auf der Strasse:
>
> "So dürfen sie (die Radfahrer) keineswegs so schnell fahren wie
> sie wollen, sondern müssen beachten, dass sie von Fussgängern
> oft zu spät gesehn werden. So verurteilte das OLD
> Karlsruhe Az. 1U94/98 einen Radfahrer zum Schadenersatz. Er
> hatte eine Fussgängerin auf der Strasse umgefahren und schwer
> verletzt."
>
> ...
>
> "Priviligierter sind Radfahrer auf dem eigenen Terrain, dem
> Radweg. So sprach das OLG Hamm eine Radlerin vom Schuldvorwurf
> frei, nachdem sie einen Rentner umgefahren hatte. Er war auf
> dem Radweg gelaufen."
>

*notier*


>
>Was das mit "Finanzen" zu tun hat?
>Weiss nicht. Am Ende kam nur der Hinweis, das man als Radfahrer
>eine Privathaftpflichtversicherung haben solle.
>

Aber natuerlich hat das mit Finanzen zu tun. Das ist Gehirnwaesche
der Heil-Auto-Lobby. Die kassiert fuer die Zwangsautomonbiliserung
des deutschen Volkes gut ab. Im ersten Fall werden Tatsachen
weggelassen (Radwegbenutzungspflicht erlischt). Im zweiten Fall
wird anhand von nichtrepressentativen Urteilen die Realitaet sehr
verdreht dargestellt. Btw: vor den badenser Gerichten in Karlsruhe
- der Renitenz gegen das Recht - hast Du als Radler fast immer und
ganz automatisch Schuld.

Mit solchen scheinobjektiven Propagandaberichten wird Stimmung
gemacht, die Radler verbloedet und die Heil-Auto-Lobby unterstuetzt.
Nix neues seit 1934.

MfG

Uwe Borchert

Thomas Nordhaus

unread,
Jun 15, 2003, 6:45:00 PM6/15/03
to
K110...@compuserve.de (Markus Keinath) schrieb:

>Mein Anruf dort bewirkte auch nicht wirklich viel. Paar Stunden später
>stand die Kiste immer noch da.
>
>Einige Wochen stand wohl die selbe Kiste wieder am selben Platz.

>Was kann ich denn da machen?

Das schöne bei parkenden Autos auf Radwegen ist, dass man doppelt Spaß
hat. Man kann sich zunächst über die furchtbar rücksichtslosen und
gedankenlosen Autofahrer aufregen. Dadurch wird viel Frust abgebaut
und man kommt dann z.B. viel ausgeglichener am Arbeitsplatz an.

Zum zweiten kann man ihnen dankbar sein, weil man dann auf der Straße
fahren kann.

Also - ich würd da nix machen. Evtl ein Dankeszettelchen unter den
Scheibenwischer klemmen.

Thomas

Christoph Maercker

unread,
Jun 16, 2003, 6:11:29 AM6/16/03
to
Rainer Zocholl wrote:
> Parken Autos auf dem Radweg, kann man die Polizei rufen, um sie
> abschleppen zu lassen. Auch wenn sie nur wenig auf dem Weg
> stehen, können sie Radfahrer gefährden. Verwaltungsgericht VwG
> Berlin Az. 9A40.99

OK, man *kann* allzu dreisten Leuten zumindest damit drohen. Alles
andere ist viel zu zeitaufwändig.



> Kein Wort das man in einem solchen Fall die Strasse benutzen darf.
> Kein Wort, das es "benutzungspflichtige Radwege" gibt und "sonstige"...
> (Es geht um die Skater-Problematik...)

Woher sollen die das wissen, wenn nicht mal alle Polizisten §2 StVO
richtig gelesen haben und Straßenverkehrsbehörden den für sie gültigen
§45/9 anscheinend überhaupt nicht kennen?



> Statt dessen eine Tabelle mit Bussgeldern
> "Radweg nicht benutzt, Vorfahrt oder Einbahnstrasse missachtet" 15 Euro

Das können sie natürlich auch stecken lassen.



> "So dürfen sie (die Radfahrer) keineswegs so schnell fahren wie
> sie wollen, sondern müssen beachten, dass sie von Fussgängern
> oft zu spät gesehn werden. So verurteilte das OLD
> Karlsruhe Az. 1U94/98 einen Radfahrer zum Schadenersatz. Er
> hatte eine Fussgängerin auf der Strasse umgefahren und schwer
> verletzt."

Die Urteilsbegründung aus Karlsruhe gilt allerdings ganz verschärft
für "Radwege". Dort schauen viele Fußgänger gar nicht erst nach, ob
frei ist! Eine nachvollziehbare Begründung wäre nicht-angepasste
Geschwindigkeit gewesen, und die gilt für alle Fahrzeugarten.

> "Priviligierter sind Radfahrer auf dem eigenen Terrain, dem
> Radweg. So sprach das OLG Hamm eine Radlerin vom Schuldvorwurf
> frei, nachdem sie einen Rentner umgefahren hatte. Er war auf
> dem Radweg gelaufen."

Kenne ich eher umgekehrt, gewisse Behörden glauben, wenn sie Radfahrer
auf "Radwege" zwingen, sei das eine Art Haftungsausschluss. Woher sie
diese Weisheit nehmen, weiss ich allerdings auch nicht.

Das Urteil des OLG Hamm hat aber eine gewisse Berechtigung, wenn man
sieht, wie siche manche Fußgänger auf "Radwegen" bewegen. Einen Fall
hatte ich auch schon, wo Gefahrenbremsung nicht mehr ausgereicht hat.

> Was das mit "Finanzen" zu tun hat?

Das frag ich mich ebenso. Zumal sie vom Thema offenbar keine Ahnung
haben.
--


CU Christoph Maercker.

Radfahren: Erneuerbare Energien statt Krieg um Öl.

Daniel Weigelt

unread,
Jun 16, 2003, 7:28:10 AM6/16/03
to
Michael Gabrisch schrieb:

Und vor allem auch mit vorausschauendem Fahren.


mfG

Daniel

--
Radtouren um Dresden:
http://rad.dawei.info/

Ingo Jahns

unread,
Jun 16, 2003, 9:17:33 AM6/16/03
to
Michael Gabrisch <mga...@ieh.uni-stuttgart.de> wrote:

> Wobei ich behaupte, daß man mit beherzten bremsen und vermeidung von
> Rempeleien am schnellsten vorwärtskommt.

Echt? Du kommst mit Bremsen am schnellsten vorwärts?
Bei mir geht´s am besten durch abwechselndes Pedaltreten.

Tschö Ingo

--
Führe nie etwas auf böse Absicht zurück, was sich adäquat mit Dummheit
erklären lässt.

Christoph Maercker

unread,
Jun 16, 2003, 10:23:11 AM6/16/03
to
Michael Gabrisch wrote:
[Fußgänger auf "Radwegen"]

> Wobei ich behaupte, daß man mit beherzten bremsen und vermeidung von
> Rempeleien am schnellsten vorwärtskommt.

... womit sich jedoch nicht alle Kollisionen vermeiden lassen, wie ich
vor ca. drei Jahren "erfahren" musste. Manche Leute tauchen so plötzlich
auf "Radwegen" auf (insbes. an Haltestellen!), dass kaum jemand so schnell
reagieren kann. Die nehmen "Radwege" einfach nicht für voll, das isses!

Rainer Zocholl

unread,
Jun 16, 2003, 9:44:00 AM6/16/03
to
(Markus Keinath) 15.06.03 in /de/rec/fahrrad:

>UseNet-Pos...@zocki.toppoint.de (Rainer Zocholl) schrieb:

>>In der Finanzttest 6/2003 S.58 ist folgender "Tipp"
>>unter "Richtig radeln und rollen" zu lesen:
>>
>> Parken Autos auf dem Radweg, kann man die Polizei rufen, um sie
>> abschleppen zu lassen. Auch wenn sie nur wenig auf dem Weg
>> stehen, können sie Radfahrer gefährden. Verwaltungsgericht VwG
>> Berlin Az. 9A40.99

>Hier in Düsseldorf wurde ich mit meiner telefonischen Bitte einen
>parkenden Jaguar zu entfernen / Anzeigen (auf dem Radweg und massiv
>den Zebrastreifen Zugang versperrend) von der Polizei darauf
>hingewiesen, dies sei stehender Verkehr

Wieso/seitwann gilt ein "Radweg" als "stehender Verkehr" ?

>und somit Angelegenheit der Stadt.

ACK. Das ist hier in Kiel zum Glück nicht anders.
Die Polizei kümmert sich nur noch um "wirkliche" Verbrechen.
(Z.B. Dealer, Arbeitslose und Alkis in Seitenstrassen und Hinterhöfe
vertreiben...)

>Mein Anruf dort bewirkte auch nicht wirklich viel. Paar Stunden später
>stand die Kiste immer noch da.

>Macht ein Düsseldorfer Jaguarhändler eine mit der Poizei abgestimmte


>Werbeakktion?
>Was kann ich denn da machen?

Behaupten es sein ein Studenten-Wagen und trage einen "AKW-NE"
und "Bürger gegen Rechts" Aufkleber?

Anzeige schriftlich stellen?

Dienstaufsichtbeschwerde?

Oder:
Auf der Fahrbahn fahren, da der Radweg offensichtlich nicht
benutzbar ist? (Falls es dabei zu "Behinderungen" kommt,
ist es gut, wenn man den Durchsschlag der folgenlosen Anzeige
hat... oder?)


Bo-En Lo

unread,
Jun 16, 2003, 11:02:16 AM6/16/03
to
Markus Keinath <K110...@compuserve.de> wrote:

> Hier in Düsseldorf wurde ich mit meiner telefonischen Bitte einen
> parkenden Jaguar zu entfernen / Anzeigen (auf dem Radweg und massiv
> den Zebrastreifen Zugang versperrend) von der Polizei darauf
> hingewiesen, dies sei stehender Verkehr und somit Angelegenheit der
> Stadt.
> Mein Anruf dort bewirkte auch nicht wirklich viel. Paar Stunden später
> stand die Kiste immer noch da.
>
> Einige Wochen stand wohl die selbe Kiste wieder am selben Platz.
>
> Macht ein Düsseldorfer Jaguarhändler eine mit der Poizei abgestimmte
> Werbeakktion?
> Was kann ich denn da machen?

Nichts, wenn die Stadtverwaltung keinen Bock darauf hat, Falschparker
auf Radwegen abschleppen zu lassen. Das ist nicht mit Faulheit zu
erklären, das ist ein politisches Problem. Das Falschparken wird quasi
geduldet.

Gruß,
Bo-En
--
Hardshell - Das Fahrradhelm Magazin:
<http://www.radhelm.org/>
Kiwis und Fahrradhelme, Fakten:
<http://www.ingokeck.de/publikationen/radhelm/>

Frank Bechhaus

unread,
Jun 16, 2003, 12:32:39 PM6/16/03
to
Bo-En Lo <Hamster...@iolfree.ie> wrote:
> Nichts, wenn die Stadtverwaltung keinen Bock darauf hat, Falschparker
> auf Radwegen abschleppen zu lassen. Das ist nicht mit Faulheit zu
> erklären, das ist ein politisches Problem. Das Falschparken wird quasi
> geduldet.

Solange es genauso relaxed gesehen wird, wenn Radfahrer nicht auf
diesen Radwegen unterwegs sind...

Gruß,
Frank
--
__ ___O __---"| Speed is
_ _`\ <._ __...---""" | the reward
"""---._______(_)/ (_)_______...---""" | for training.

Christian Volk

unread,
Jun 16, 2003, 1:34:54 PM6/16/03
to
Christoph Maercker wrote:

> jemand so schnell reagieren kann. Die nehmen "Radwege" einfach nicht
> für voll, das isses!

Und da wärs eigentlich mal angenehm, wenn jemand mit
45kmh und breiter Schulter völlig unschuldig reinbrettert.

Aber wer opfert sich dafür?

Christian

PS: Hab meine Meinung geändert. Lieber spitze
Knochen als breiter Körperbau ;o)
Oder wie wäre es mit einem Spikesanzug?

Michael Gabrisch

unread,
Jun 16, 2003, 1:54:16 PM6/16/03
to
Christian Volk wrote:
> Christoph Maercker wrote:
>
>
>>jemand so schnell reagieren kann. Die nehmen "Radwege" einfach nicht
>>für voll, das isses!
>
>
> Und da wärs eigentlich mal angenehm, wenn jemand mit
> 45kmh und breiter Schulter völlig unschuldig reinbrettert.

Nö, ziemlich unangenehm. Die Wahrscheinlichkeit, daß dir dieser Mensch
wieder in einer Blechkiste begegnet, ist nicht zu unterschätzen. Und
dann heißt es: 1,5t gegen einige 10 kg.
Nein danke!
Tschüss,
Micha

Christian Volk

unread,
Jun 16, 2003, 4:02:51 PM6/16/03
to
Michael Gabrisch wrote:

>>> jemand so schnell reagieren kann. Die nehmen "Radwege" einfach nicht
>>> für voll, das isses!
>>
>>
>> Und da wärs eigentlich mal angenehm, wenn jemand mit
>> 45kmh und breiter Schulter völlig unschuldig reinbrettert.
>
> Nö, ziemlich unangenehm.

Ich meinte: Angenehm für den einen. Der macht das nämlich nicht mehr.
Für die Gesellschaft wäre es leider kein reinigendes Unwetter:
Der Radfahrer wäre ein Rowdy und Arschloch.

Wenn dagegen ein Erwachsener ohne umzuschauen auf
die Straße latscht und mit 55 platsch überfahren wird,
hat das den Effekt, dass die Eltern ihren Kindern 3 Mal öfters
erzählen, nach rechts und links zu schauen.

> Die Wahrscheinlichkeit, daß dir dieser Mensch
> wieder in einer Blechkiste begegnet, ist nicht zu unterschätzen. Und
> dann heißt es: 1,5t gegen einige 10 kg.

An die Konsequenzen für den Radler wollte ich doch gar nicht denken:
Daher "Wer opfert sich?" - War nicht ernst gemeint.

Christian

Rainer Zocholl

unread,
Jun 17, 2003, 11:51:00 AM6/17/03
to
(Bernd Sluka) 16.06.03 in /de/rec/fahrrad:

>Am 16 Jun 2003 15:44:00 +0200 schrieb Rainer Zocholl:
>> (Markus Keinath) 15.06.03 in /de/rec/fahrrad:

>>>Hier in Düsseldorf wurde ich mit meiner telefonischen Bitte einen
>>>parkenden Jaguar zu entfernen / Anzeigen (auf dem Radweg und massiv
>>>den Zebrastreifen Zugang versperrend) von der Polizei darauf
>>>hingewiesen, dies sei stehender Verkehr
>>
>> Wieso/seitwann gilt ein "Radweg" als "stehender Verkehr" ?

>Es heißt "ruhender Verkehr" und bezieht sich auf
>das herum stehende Auto.

Hm, diese Logik!
Dann müsste das Auto aber doch "herum ruhen" und nicht "herum stehen"?

Behindert wird doch der fliessender Verkehr, der ebend nicht fliessen
kann, sondern wg. der Behinderung steht...

Bo-En Lo

unread,
Jun 17, 2003, 11:11:39 AM6/17/03
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> wrote:

> Bo-En Lo <Hamster...@iolfree.ie> wrote:
> > Nichts, wenn die Stadtverwaltung keinen Bock darauf hat, Falschparker
> > auf Radwegen abschleppen zu lassen. Das ist nicht mit Faulheit zu
> > erklären, das ist ein politisches Problem. Das Falschparken wird quasi
> > geduldet.
>
> Solange es genauso relaxed gesehen wird, wenn Radfahrer nicht auf
> diesen Radwegen unterwegs sind...

Die Polizisten sind dabei gar nicht einmal das Problem, *meinen
Erfahrungen* nach, sondern die selbsternannten Hilfssheriffs, also
übergewichtige, bieder aussehende Männer ab 50 Jahren. Ihre Hilfsmittel
des unmittelbaren Zwanges: Mittelklasse Limousinen. Damit blockieren sie
dich und belehren dich darüber, daß das Radeln auf der Fahrbahn
gefährlich sei. Oft raten sie dir noch dazu, gegebenfalls auf dem Gehweg
weiterzuradeln.

Liefert die Wissenschaft eine Erklärung dafür, warum aus solchen
Altherren Hilfssheriffs werden? Was ist in der Biographie dieser
Menschen schief gelaufen?

Witzigerweise wollen die Hilfssheriffs auch nichts davon hören, daß sie
sich sachlich im Irrtum befinden. Deshalb ignoriere ich sie und umfahre
ihre Blockade, alles andere ist IMO Zeitverschwendung.

Christoph Kaufmann

unread,
Jun 17, 2003, 11:15:02 AM6/17/03
to
Rainer Zocholl hat geschrieben:

[Parkierte Karre = ruhender Verkehr, nicht stehender)]


>Dann müsste das Auto aber doch "herum ruhen" und nicht "herum stehen"?
>
>Behindert wird doch der fliessender Verkehr, der ebend nicht fliessen
>kann, sondern wg. der Behinderung steht...

Gerade darum müssen parkierte Autos ruhen, sonst kann man sich nicht
mehr von den andern unterscheiden, die nur stehen und dabei eben nicht
ruhen.

Gabriele Dirks

unread,
Jun 18, 2003, 1:35:49 AM6/18/03
to
Bo-En Lo <Hamster...@iolfree.ie> wrote:
> Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> wrote:

>> Solange es genauso relaxed gesehen wird, wenn Radfahrer nicht auf
>> diesen Radwegen unterwegs sind...

> Die Polizisten sind dabei gar nicht einmal das Problem, *meinen
> Erfahrungen* nach, sondern die selbsternannten Hilfssheriffs, also
> übergewichtige, bieder aussehende Männer ab 50 Jahren.

Gilt auch für übergewichtige Frauen, die es nicht mehr schaffen, irgendwem
noch die zweite Jugend vorzugaukeln und sich mit dem teuren dicken Auto
trösten müssen.


Gabriele

Frank Bechhaus

unread,
Jun 18, 2003, 1:38:43 PM6/18/03
to
Bo-En Lo <Hamster...@iolfree.ie> wrote:
> Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> wrote:

> Die Polizisten sind dabei gar nicht einmal das Problem, *meinen
> Erfahrungen* nach, sondern die selbsternannten Hilfssheriffs,
> also übergewichtige, bieder aussehende Männer ab 50 Jahren.

Könnte der blanke Neid sein. Den Kampf gegen das Fett längst aufgegeben,
die Haare schütter, die Abende vor dem Fernseher verbracht - und dann
diesen eklig sportlich und fit aussehenden Radfahrer vor der Nase, der
einen aufhält. Obwohl man sich doch dieses teure Auto geleistet hat.

Da geht einem doch der Hut hoch, wenn man ihn nicht hinten auf der Ablage
liegen hat.

> Ihre Hilfsmittel des unmittelbaren Zwanges: Mittelklasse
> Limousinen. Damit blockieren sie dich und belehren dich darüber,
> daß das Radeln auf der Fahrbahn gefährlich sei. Oft raten sie dir
> noch dazu, gegebenfalls auf dem Gehweg weiterzuradeln.

Die Zeit hat sich bei mir noch niemand genommen. Nur freundlichen
Zeitgenossen, die mich mit der Hupe grüßen, habe ich ab und an. Vor allem
dann, wenn sie direkt neben mir sind. Damit ich davon auch möglichst
viel mitbekomme.

> Witzigerweise wollen die Hilfssheriffs auch nichts davon hören,
> daß sie sich sachlich im Irrtum befinden. Deshalb ignoriere ich sie
> und umfahre ihre Blockade, alles andere ist IMO Zeitverschwendung.

Ack. Im Interesse von Aggressionsvermeidung verkneift man sich wohl
besser auch Äußerungen wie "Erzählen sie den Rest doch der Parkuhr dort,
die hat mehr Zeit"...

Gruß,
Frank
--
"Nur wer ohne Helm radelt, ist nicht auf ____ ___O
den Kopf gefallen." Thomas Nordhaus in DRF ___ _`\ <._
________________________________________________________ (_)/ (_) ____

Gabriele Dirks

unread,
Jun 18, 2003, 2:29:41 PM6/18/03
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> wrote:
> Bo-En Lo <Hamster...@iolfree.ie> wrote:

>> Die Polizisten sind dabei gar nicht einmal das Problem, *meinen
>> Erfahrungen* nach, sondern die selbsternannten Hilfssheriffs,
>> also übergewichtige, bieder aussehende Männer ab 50 Jahren.

> Könnte der blanke Neid sein. Den Kampf gegen das Fett längst aufgegeben,
> die Haare schütter, die Abende vor dem Fernseher verbracht - und dann
> diesen eklig sportlich und fit aussehenden Radfahrer vor der Nase, der
> einen aufhält. Obwohl man sich doch dieses teure Auto geleistet hat.

:-}
Ich habe mich wegen Uneinsichtigkeit einer solchen Möchtegern-
Verkehrserzieherin dazu hinreißen lassen, genau das drastisch verkürzt
deutlich auszusprechen. Sie war schlagartig still.


Gabriele

Bo-En Lo

unread,
Jun 19, 2003, 1:35:39 PM6/19/03
to
Gabriele Dirks <gabr...@sprouts.org> wrote:

> Gilt auch für übergewichtige Frauen, die es nicht mehr schaffen, irgendwem
> noch die zweite Jugend vorzugaukeln und sich mit dem teuren dicken Auto
> trösten müssen.

Ja, in der Sozialwissenschaft spricht dabei von "Gender Mainstreaming",
auch Frauen haben einen Bedarf an Penis Enlarger (vulgo: dickes Auto).

Gabriele Dirks

unread,
Jun 20, 2003, 1:09:21 AM6/20/03
to
Bo-En Lo <Hamster...@iolfree.ie> wrote:

> Ja, in der Sozialwissenschaft spricht dabei von "Gender Mainstreaming",
> auch Frauen haben einen Bedarf an Penis Enlarger (vulgo: dickes Auto).

Ich hätte schwören können, dass das bei solchen Frauen mit den Autos wie mit
dicken Klunkern ist: 'Schau mal, was ich jemandem wert bin.'


Gabriele

Frank Bechhaus

unread,
Jun 20, 2003, 5:10:01 AM6/20/03
to
Gabriele Dirks <gabr...@sprouts.org> wrote:
> Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> wrote:
>> Könnte der blanke Neid sein. Den Kampf gegen das Fett längst aufgegeben,
>> die Haare schütter, die Abende vor dem Fernseher verbracht - und dann
>> diesen eklig sportlich und fit aussehenden Radfahrer vor der Nase, der
>> einen aufhält. Obwohl man sich doch dieses teure Auto geleistet hat.

> :-}
> Ich habe mich wegen Uneinsichtigkeit einer solchen Möchtegern-
> Verkehrserzieherin dazu hinreißen lassen, genau das drastisch verkürzt
> deutlich auszusprechen. Sie war schlagartig still.

:-}
Ich nehme an, den Satz hat sie sich noch mit nach Hause genommen und
den besseren Teil des Abends in den Ohren nachklingen lassen.

Andreas Hollmann

unread,
Jun 20, 2003, 8:31:34 AM6/20/03
to
Bo-En Lo <Hamster...@IOLfree.ie> wrote:

> Nichts, wenn die Stadtverwaltung keinen Bock darauf hat, Falschparker
> auf Radwegen abschleppen zu lassen. Das ist nicht mit Faulheit zu
> erklären, das ist ein politisches Problem. Das Falschparken wird quasi
> geduldet.

Hat denn eine Stadtverwaltung nicht u.a. auch die Pflicht, das Einhalten
der STVO durchzusetzen und zu überwachen?
Daß sie nicht in jedem Fall abschleppen, ist schon klar. Aber wenigstens
ein Verwarnungsgeld für den Falschparker wäre doch wohl angebracht.

Andreas

Chris Huebsch

unread,
Jun 20, 2003, 8:42:41 AM6/20/03
to
On Fri, 20 Jun 2003 14:31:34 +0200, Andreas Hollmann wrote:
> Hat denn eine Stadtverwaltung nicht u.a. auch die Pflicht, das Einhalten
> der STVO durchzusetzen und zu überwachen?

Willst du sehen, wie eine Stadtverwaltung die Radwege in nutzbarem
Zustand haelt? http://www.nicht.huebsch-gemacht.de/radwege

Demnaechst garantiert neue Bilder...

ciao


Chris
--
Chris Huebsch www.huebsch-gemacht.de | TU Chemmnitz, Informatik, RNVS
GPG-Encrypted mail welcome! ID:7F2B4DBA | Str. d. Nationen 62, B204
Chemnitzer Linux-Tag 2004, 6.-7.3. | D-09107 Chemnitz
http://www.tu-chemnitz.de/linux/tag/ | +49 371 531-1377, Fax -1803

Andreas Hollmann

unread,
Jun 20, 2003, 9:47:48 AM6/20/03
to
Chris Huebsch <chris....@informatik.tu-chemnitz.de> wrote:

> Willst du sehen, wie eine Stadtverwaltung die Radwege in nutzbarem
> Zustand haelt? http://www.nicht.huebsch-gemacht.de/radwege

Mit *dem* Bildmaterial hätte ich in unserer Stadt schon mal richtig was
angeleiert (Presse?).
Kann man eigentlich eine Stadt wegen Vernachlässigung der Durchsetzung
der STVO anzeigen?
Ich meine, ich hätte hier schon 'mal darüber gelesen...

Ansonsten ein Musterformular anlegen, mit dem man auf einer A4-Seite ca.
20 Falschparker anzeigen kann. Das hatten wir vor einigen Jahren beim
ADFC Bielefeld und es hatte durchschlagenden Erfolg.

Wenn die Stadt da pro Jahr tausende von Anzeigen von einigen wenigen
Personen erhält, wird sie schon mal neugierig, was da so jenseits des
Schreibtisches des zuständigen Sachbearbeiters los ist.

Und in *der* Größenordung interessiert sich selbst die allerletzte
Dorfzeitung dafür. Natürlich muß man damit rechnen, in Leserbriefen von
Leuten mit Windschutzscheiben-Perspektive heruntergemacht zu werden,
aber man kann ja zurückschreiben. Und die meisten Argumente solcher
Leute sind ja so naiv und so leicht zu entkräften :-))

Andreas

Maximilian Rausch

unread,
Jun 20, 2003, 1:28:55 PM6/20/03
to
On Wed, 18 Jun 2003 19:38:43 +0200, Frank Bechhaus wrote:

> Könnte der blanke Neid sein. Den Kampf gegen das Fett längst aufgegeben,
> die Haare schütter, die Abende vor dem Fernseher verbracht - und dann
> diesen eklig sportlich und fit aussehenden Radfahrer vor der Nase, der
> einen aufhält. Obwohl man sich doch dieses teure Auto geleistet hat.
>
> Da geht einem doch der Hut hoch, wenn man ihn nicht hinten auf der Ablage
> liegen hat.

Da Du Dich gerade so genüsslich in dümmlichen Klischees suhlst und so
hingebungsvoll an tauglichen Feindbildern bastelst, möchte ich Dir Deinen
Spaß eigentlich nicht nehmen, aber ich kann Deine Beobachtung(?) nicht
bestätigen. Weder hinsichtlich des Geschlechts, noch hinsichtlich des
Alters, des Leibesumfanges oder des Fahrzeugs sind mir bei
Scher-Dich-von-meiner-Straße-Hupern irgendwelche signifikanten Abweichungen
von der Grundgesamtheit aufgefallen.

> Ack. Im Interesse von Aggressionsvermeidung verkneift man sich wohl
> besser auch Äußerungen wie "Erzählen sie den Rest doch der Parkuhr dort,
> die hat mehr Zeit"...

Wenn Du mit Erfolg auf Aggressionsvermeidung bedacht bist, dann hast Du mir
etwas voraus. Ich habe mich schon mehrfach dabei ertappt, in solchen
Situationen ungefähr die Ruhe und Ausgeglichenheit eines Pitbulls auf LSD
an den Tag zu legen. (Muss wohl ein Nebeneffekt anstrengender sportlicher
Betätigung sein - ich bin eigentlich nicht so).


Maximilian

Christian Volk

unread,
Jun 20, 2003, 1:40:35 PM6/20/03
to
Maximilian Rausch wrote:

> Weder hinsichtlich des Geschlechts,
> noch hinsichtlich des Alters, des Leibesumfanges oder des Fahrzeugs
> sind mir bei Scher-Dich-von-meiner-Straße-Hupern irgendwelche
> signifikanten Abweichungen von der Grundgesamtheit aufgefallen.

Eines ist mir aber doch aufgefallen:
Fahrer von _richtig_ teuren Sportwagen waren bei mir bisher
immer enorm tolerant. Bei Fahrbahnfahren kein Hupen, fahren gemütlich
kurze
Zeit hinterher, überholen mit >3m, wenn möglich, sonst
mit >1-1,5....
Wer einen Ferrari oder Lamborghini fährt,
dürfte einfach viel zu cool und erfahren
(vielleicht auch arrogant? manche evtl.) sein, um sich auf
billige Straßenkriege einzulassen.

(Es gibt sicher auch da Ausnahmen, zB Neureiche,
oder der verdorbene Sohn des Vorstandschefs, ..
aber solche sind mir unter mittlerweile einigen
Supersportwagen noch nicht begegnet.)

Vielleicht auch, weil sie wirklich sportliche Typen sind,
und nen Tourenradler oder Rennradler als Sportler
und nicht als autolosen Tropf sehen.
k/A.

Christian

Thomas Nordhaus

unread,
Jun 20, 2003, 2:45:06 PM6/20/03
to
Maximilian Rausch schrieb:

Kann ich bestätigen. Geht mir (leider) ebenso. Ich fahr zwar nicht aggressiv,
sondern sehr konzentriert - versuche auf alles was sich vor mir und links und
rechts abspielt zu achten - aber reagiere spontan ziemlich aggressiv und laut
auf Dichtvorbeifahrer und Besserwisser. Das hat mir schon einige - häufig in
türkisch-deutschem Dialekt vorgebrachte - Drohungen eingebracht.

Thomas

Elke Bock

unread,
Jun 20, 2003, 3:13:45 PM6/20/03
to
papie...@inch3.de (Andreas Hollmann) schrieb:

>Wenn die Stadt da pro Jahr tausende von Anzeigen von einigen wenigen
>Personen erhält, wird sie schon mal neugierig, was da so jenseits des
>Schreibtisches des zuständigen Sachbearbeiters los ist.

Aber wozu soll das gut sein?
Da mache ich doch lieber eine Dankesgeste beim Vorbeifahren
in Richtung parkendes Auto.

>Und in *der* Größenordung interessiert sich selbst die allerletzte
>Dorfzeitung dafür.

Die allerletzte Dorfzeitung interessiert sich vermutlich
tatsächlich für Krims-krams, bei dem der Lokalredakteur in
der Großstadt nicht mal müde lächelt.


mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.

Elke Bock

unread,
Jun 20, 2003, 3:13:46 PM6/20/03
to
Maximilian Rausch <mra...@epost.de> schrieb:

>On Wed, 18 Jun 2003 19:38:43 +0200, Frank Bechhaus wrote:
>> Ack. Im Interesse von Aggressionsvermeidung verkneift man sich wohl
>> besser auch Äußerungen wie "Erzählen sie den Rest doch der Parkuhr dort,
>> die hat mehr Zeit"...
>
>Wenn Du mit Erfolg auf Aggressionsvermeidung bedacht bist, dann hast Du mir
>etwas voraus.

Ein paar Möglichkeiten dazu wären:
- bei einfachem Hupen während des Überholvorganges:
freundlich winken == zurückgrüßen (was soll das Hupen sonst
bedeuten)
- bei Hupen hinter dir und keiner Überholmöglichkeit:
umdrehen und nach der Gefahr suchen, also das Rad
inspizieren, den Nachfolgenden fragend anschauen -
schließlich sind Schallzeichen innerorts ausschließlich zur
Warnung vor Gefahren erlaubt - das macht richtig Spaß, wenn
man in der richtigen Laune dazu ist, ansonsten sollte man es
besser sein lassen

Gabriele Dirks

unread,
Jun 20, 2003, 3:35:22 PM6/20/03
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> wrote:

>> :-}
>> Ich habe mich wegen Uneinsichtigkeit einer solchen Möchtegern-
>> Verkehrserzieherin dazu hinreißen lassen, genau das drastisch verkürzt
>> deutlich auszusprechen. Sie war schlagartig still.

> :-}
> Ich nehme an, den Satz hat sie sich noch mit nach Hause genommen und
> den besseren Teil des Abends in den Ohren nachklingen lassen.

Keine Ahnung. Wörtlich hat sie ihn wahrscheinlich nicht anderen dargeboten.
Normalerweise mache ich sowas nicht, aber an dem Tag war irgendwie alles
etwas viel. Angefangen hatte es an der Ampel noch mit einem freundlichen
"Kennen wir uns?" (wegen des Hupens) ins SLK-Cabrio. Der betreffende Radweg
ist ein isoliertes, ca 200 m langes Stückchen, die Gosse zwischen Bordstein
und (LKW-) Parkplätzen. Da es wirklich die Gosse und die Straße abschüssig
ist, liegt immer entsprechend Müll da rum. Wenn er liegt, liegt er gut, denn
da kommt kein Kehrwagen durch und schon einem Radfahrer wäre es absolut
unmöglich zu den parkenden Autos auch nur 50 cm Abstand zu halten.

Gabriele

Frank Bechhaus

unread,
Jun 20, 2003, 5:12:45 PM6/20/03
to
Maximilian Rausch <mra...@epost.de> wrote:
> On Wed, 18 Jun 2003 19:38:43 +0200, Frank Bechhaus wrote:

>> Könnte der blanke Neid sein. Den Kampf gegen das Fett längst aufgegeben,
>> die Haare schütter, die Abende vor dem Fernseher verbracht - und dann
>> diesen eklig sportlich und fit aussehenden Radfahrer vor der Nase, der
>> einen aufhält. Obwohl man sich doch dieses teure Auto geleistet hat.

> Da Du Dich gerade so genüsslich in dümmlichen Klischees suhlst und


> so hingebungsvoll an tauglichen Feindbildern bastelst,

Es ging speziell um "übergewichtige, bieder aussehende Männer ab 50
Jahren", die meinem Vorposter besonders aufgestoßen waren. Vielleicht
liest Du den Kontext einfach mal mit, könnte helfen.

>> Ack. Im Interesse von Aggressionsvermeidung verkneift man sich wohl
>> besser auch Äußerungen wie "Erzählen sie den Rest doch der Parkuhr dort,
>> die hat mehr Zeit"...

> Wenn Du mit Erfolg auf Aggressionsvermeidung bedacht bist, dann
> hast Du mir etwas voraus.

Ich meinte, die Situation nicht bewußt "durch die Decke zu treiben".

> Ich habe mich schon mehrfach dabei ertappt, in solchen Situationen
> ungefähr die Ruhe und Ausgeglichenheit eines Pitbulls auf LSD an den
> Tag zu legen. (Muss wohl ein Nebeneffekt anstrengender sportlicher
> Betätigung sein - ich bin eigentlich nicht so).

Wenn ich es mir nicht verkneifen kann, neige ich eher zu
passiv-aggressivem Verhalten.

Dennis Bruns

unread,
Jun 22, 2003, 7:39:32 AM6/22/03
to
On Sun, 15 Jun 2003 21:30:09 GMT, K110...@compuserve.de (Markus
Keinath) wrote:

>Macht ein Düsseldorfer Jaguarhändler eine mit der Poizei abgestimmte
>Werbeakktion?
>Was kann ich denn da machen?

Das ist doch ziemlich einfach. Hatte ein aehnliches Problem auch schon
einmal. Habe mir im Nachhinein ueberlegt, dass man Beamten nur dann
dazu bewegen kann etwas zu tun, wenn es um deren Job geht. Also Namen
(und evtl. Dienstnummer) nennen lassen, und anschliessend mit
Dienstaufsichtsverfahren / Untaetigkeitsklage drohen. Ob es
funktioniert, weiss ich nicht. Habe ich nicht mehr ausprobieren
koennen. Waere aber an Erfahrungswerten interessiert.

Bye
Dennis

Stefan Rosskopf

unread,
Jun 22, 2003, 9:14:42 PM6/22/03
to
Chris Huebsch <chris....@informatik.tu-chemnitz.de> schrieb:

>On Fri, 20 Jun 2003 14:31:34 +0200, Andreas Hollmann wrote:
>> Hat denn eine Stadtverwaltung nicht u.a. auch die Pflicht, das
>Einhalten> der STVO durchzusetzen und zu überwachen?
>
>Willst du sehen, wie eine Stadtverwaltung die Radwege in nutzbarem
>Zustand haelt? http://www.nicht.huebsch-gemacht.de/radwege

Hm, abgesehen von den zugeparkten finde ich viele der dort gezeigten,
insbesondere die Radstreifen auf der Strasse, geradezu klasse. Wenn
Radstreifen auf der Strasse so breit sind, dass ein Auto dort bequem in
voller Breite drauf parken kann (wie auf
http://www-user.tu-chemnitz.de/~chu/radwege/IMG_3355.JPG zu sehen),
finde ich die geradezu paradiesisch.
Ueblich sind doch eher 40 cm "breite" Radstreifen...

Gruss, Stefan
--
http://www.stpaulianer.de <- News, Statistik, Fotos & Audios
http://weblog.kiezkicker.de <- Das Leben eines Kiezbewohners
http://www.stpaulifanclub.de <- St.Pauli- Fanclub Netpirates
IRC-net: Chatting as Kiezkickr @ #fcstpauli,#katzen,#hamburg

Chris Huebsch

unread,
Jun 23, 2003, 3:04:52 AM6/23/03
to
On Mon, 23 Jun 2003 03:14:42 +0200, Stefan Rosskopf wrote:
> Hm, abgesehen von den zugeparkten finde ich viele der dort gezeigten,
> insbesondere die Radstreifen auf der Strasse, geradezu klasse. Wenn
> Radstreifen auf der Strasse so breit sind, dass ein Auto dort bequem in
> voller Breite drauf parken kann (wie auf
> http://www-user.tu-chemnitz.de/~chu/radwege/IMG_3355.JPG zu sehen),
> finde ich die geradezu paradiesisch.

Der Schein truegt.

Der Radstreifen ist fast immer mit 1-2 Autos verstellt, die "mal eben
schnell" was abgeben/abholen/aussteigen lassen. Der nachfolgende Verkehr
laesst einen natuerlich nicht auf seine Fahrspur, weil man hat ja seine
Spur (und wenn sie verstellt ist, hat man eben Pech). Die Folge ist,
dass man entweder auf den Fussweg ausweicht oder ewig auf eine Luecke
wartet oder sich eben doch halsbrecherisch reindraengelt.

Dann ist der streifen so nahe an parkenden Autos angelegt, dass eine
oeffnende Tuer nur 20 cm uebrig laesst. Man muss wieder auf den
Fahrstreifen.

In Kreuzungsbereichen hat man dann superglatte rote Farbe aufgetragen.
Bei Regen ist dort kein Halten mehr. Schon abbiegen kann dazu fuehren,
dass man sich auf die Strasse wirft. Man faehr wie auf Eis.

Dann sind dort noch alle 300 m Bushaltestellen. Ein haltender Bus
versperrt ebenfalls den Radstreifen komplett. -> Fahrstreifen.

Dann stehen dort Baeume herum und vom Gruenstreifen in der Mitte spuelt
der Regen des oefteren Dreck herunter. Sowohl Laub, Aestchen als auch
der Dreck sammeln sich auf dem Radstreifen. Die Stadtreinigung faehrt
jede Woche 2 Touren dort lang. Tut sie es mal nicht, dann wird der
Streifen zu einer gefaehrlich glatten Schmirgelstrecke. Autos, die mit
ihren Reifen die Bahn sauber fahren koennten, duerfen da ja nicht
lang. (Siehe auch die Matschbilder vom Winter!)

Ausserdem verleitet der Streifen Radfahrer "mal eben" auf der falschen
Seite zu fahren. Nicht verwunderlich, dass sie das tun, weil an anderer
Stelle in der Stadt sind Zweirichtungsradwege nicht breiter.

Frueher (TM) war der Radstreifen nicht. Die Autos parkten ein wenig
weiter auf dem Fussweg. Es war eine wunderbare Strasse. Zweispurig
sogar. Bei Rush-Hour hatte sie die doppelte Kapazitaet von heute (und
ja - die wird eigentlich gebraucht). In der Nebenzeit konnte man mit
Fahrraedern auch nebeneinander auf der rechten Spur fahren, weil die
Autos locker links vorbei fahren konnten.

Heute gibt es ohne Ende Stau, weil sobald zwei Linksabbieger (und davon
gibt es viele) daherkommt, ist die eine Spur dicht. Und rate mal, wo die
Autos dann ausweichen...

Kosten der ganzen Aktion: 500.000 DM (ca. 255000 EUR)

ciao


Chris
PS: Wer den Text als Argumentationshilfe gegen aehnliche Meisterwerke
der Steuerverschwendung nutzen will, kann das gern tun.

Erika Ciesla

unread,
Jul 18, 2003, 6:14:04 PM7/18/03
to

Frank Bechhaus wrote:

>> Statt dessen eine Tabelle mit Bussgeldern
>> "Radweg nicht benutzt, Vorfahrt oder Einbahnstrasse missachtet" 15 Euro

> Nennt sich das in der Höhe schon Bußgeld?

Dieser Tatbestand steht unter der lfd. Nr. 7.1 im Bußgeldkatalog (BKat).
Allerdings wird man die 15 Taler nicht sogleich als Bußgeld erheben,
sondern erst eimal in Form einer (ich zitiere) "gebührenpflichtigen
Verwarnung". Wenn man diese Verwanrung ablehnt, dann steht in der Tat ein
Bußgeld ins Haus.

>> Oder über die schlimmen Folgen des schnellen Fahrens
>> auf der Strasse:

In der ganzen StVO stehtnirgends gechrieben, daß die zulässigen
Höchstgeschwindigkeiten für Fahrräder nicht gälten. Offenbar spinnen die
Richter, die so urteilen.

> So wie es hier formuliert wird, sind die Radfahrer *immer* angeschmiert.

Ja, offensichtlich.


--
Erika Ciesla, Mannheim/Germany - http://home.t-online.de/~erika.ciesla

* Radweg auf Englisch: bicycle away

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