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Re: How a bicycle is made

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Gerald E:scher

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May 21, 2012, 8:06:44 PM5/21/12
to
Am 22.05.12 00:13 schrieb Marçus Eñdberg:
> <http://www.youtube.com/watch?v=XOE0DbfWqyo> ... /etwas/ retro, aber
> durchaus interessant und die Aussage ab 16:45 min ist schlichtweg zeitlos.

Extreme Fertigungstiefe damals, sogar die Speichen wurden im Haus
gefertigt, aber *schauder* Rahmenrohre aus eingerolltem und geschweißtem
Blech und aus Blech tiefgezogenes Tretlagergehäuse.
Wenigstens waren die Fahrrader damals[tm] alle in korrekter Farbe.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Mathias Böwe

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May 24, 2012, 11:59:59 PM5/24/12
to
Gerald E:scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> aber *schauder* Rahmenrohre aus eingerolltem und geschweißtem
> Blech

Was spricht aus Deiner Sicht gegen längsnahtgeschweißte Rohre? Ich habe
mir den Bericht nicht angesehen, weshalb es sein kann, daß es konkrete
Fertigungsmängel gibt, aber hinsichtlich der Güte sind *ordentlich*
geschweißte Rohre den nahtlos gezogenen mindestens ebenbürtig.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur

Michael Meyer

unread,
May 25, 2012, 5:22:31 AM5/25/12
to
Mathias Böwe wrote:

> Gerald E:scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>

> Was spricht aus Deiner Sicht gegen längsnahtgeschweißte Rohre? Ich
> habe mir den Bericht nicht angesehen, weshalb es sein kann, daß es
> konkrete Fertigungsmängel gibt, aber hinsichtlich der Güte sind
> *ordentlich* geschweißte Rohre den nahtlos gezogenen mindestens
> ebenbürtig.

Wobei die Räder damals bestenfalls (nach heutigen Maßstäben) recht
schwer waren. Übermäßiges Ableben wegen Rahmenbruch ist mir von o.g.
Rädern eigentlich nicht bekannt.

Hans Holbein

unread,
May 25, 2012, 5:27:16 AM5/25/12
to
Am 22.05.2012 00:13, schrieb Marçus Eñdberg:
> <http://www.youtube.com/watch?v=XOE0DbfWqyo> ... /etwas/ retro, aber
> durchaus interessant und die Aussage ab 16:45 min ist schlichtweg zeitlos.
>
Faszinierend, wie viele Arbeitchritte und Mannstunden selbst in der
Fabrik dran waren.
Muss im Verhälttnis so viel gekostet haben wie ein Kleinwagen heute.
Die Dame mit den Reifen hat mich beeindruckt.

Wo ist denn hier der "like" Button? ;-)

Olaf Schultz

unread,
May 25, 2012, 4:12:52 PM5/25/12
to
Hans Holbein wrote:
> Am 22.05.2012 00:13, schrieb Marᅵus Eᅵdberg:
>> <http://www.youtube.com/watch?v=XOE0DbfWqyo> ... /etwas/ retro, aber
>> durchaus interessant und die Aussage ab 16:45 min ist schlichtweg zeitlos.
>>
> Faszinierend, wie viele Arbeitchritte und Mannstunden selbst in der
> Fabrik dran waren.
> Muss im Verhᅵlttnis so viel gekostet haben wie ein Kleinwagen heute.
> Die Dame mit den Reifen hat mich beeindruckt.

Wobei heutzutage blown up AFAIK etwas mehr blown up als das blown up in
dem Film bedeuted. Soweit hat sich die Bedeutigung der englischen
Sprache in den letzten 67 Jahren geᅵndert...

Olaf

Gerald E:scher

unread,
May 25, 2012, 6:04:43 PM5/25/12
to
Am 25.05.12 05:59 schrieb Mathias Böwe:
> Gerald E:scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> aber *schauder* Rahmenrohre aus eingerolltem und geschweißtem
>> Blech
>
> Was spricht aus Deiner Sicht gegen längsnahtgeschweißte Rohre?

Ziemlich sicher wurden da keine Vergütungsstähle geschweißt, daher hohe
Rohrwandstärken und vühl zu schwör. Von Konifizierungen wage ich gar
nicht zu reden.

> Ich habe
> mir den Bericht nicht angesehen,

Solltest du. Wenn man das Marketinggeblubb ausblendet, gibt der Film
einen schönen Einblick in die industrielle Fertigung vor 65 Jahren.

> weshalb es sein kann, daß es konkrete
> Fertigungsmängel gibt, aber hinsichtlich der Güte sind *ordentlich*
> geschweißte Rohre den nahtlos gezogenen mindestens ebenbürtig.

In dieser Allgemeinheit möchte ich diese Aussage heftigst bestreiten.
Geschweißte Rohre aus Titanal sind bei Herstellern, die sich nicht
peinlichst an die Verarbeitungsrichtlinien gehalten haben, lustig
aufgeplatzt, was zur Dematerialisierung der geklebten Rahmen führte.

Volker Borchert

unread,
May 25, 2012, 11:51:31 PM5/25/12
to
Gerald E:scher wrote:
> Am 25.05.12 05:59 schrieb Mathias B?we:
>
> > weshalb es sein kann, daß es konkrete
> > Fertigungsmängel gibt, aber hinsichtlich der Güte sind *ordentlich*
> > geschweißte Rohre den nahtlos gezogenen mindestens ebenbürtig.

Warum hat sich Mannesmann dann in der Kaiserzeit eine goldene
Nase mit nahtlosen Rohren verdienen können?

> In dieser Allgemeinheit möchte ich diese Aussage heftigst bestreiten.
> Geschweißte Rohre aus Titanal sind bei Herstellern, die sich nicht
> peinlichst an die Verarbeitungsrichtlinien gehalten haben, lustig
> aufgeplatzt, was zur Dematerialisierung der geklebten Rahmen führte.

S.o. "ordentlich"

Die Optikerin meines gerinsten Mißtrauens bezeichnet Titan als
Nichtmetall. Man kann es (mit den Möglichkeiten eines kleinen
Geschäfts) _nicht_ löten, _nicht_ vernünftig zerspanen, _nicht_
schweißen.

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>

HC Ahlmann

unread,
May 26, 2012, 5:55:53 AM5/26/12
to
Volker Borchert <v_bor...@despammed.com> wrote:

> Gerald E:scher wrote:
> > Am 25.05.12 05:59 schrieb Mathias B?we:
> >
> > > weshalb es sein kann, daß es konkrete
> > > Fertigungsmängel gibt, aber hinsichtlich der Güte sind *ordentlich*
> > > geschweißte Rohre den nahtlos gezogenen mindestens ebenbürtig.
>
> Warum hat sich Mannesmann dann in der Kaiserzeit eine goldene
> Nase mit nahtlosen Rohren verdienen können?

Weil die Fertigung bei gleicher Güte günstiger war.
Weil nicht *ordentlich* geschweißt werden konnte.
Weil nicht jede Schweißnaht geprüft werden konnte (fehlende
zerstörungsfreie Prüfungsmethoden).

> Die Optikerin meines gerinsten Mißtrauens bezeichnet Titan als
> Nichtmetall. Man kann es (mit den Möglichkeiten eines kleinen
> Geschäfts) _nicht_ löten, _nicht_ vernünftig zerspanen, _nicht_
> schweißen.

Hält sie es für undurchsichtige Glas? Das kann man mit den Möglichkeiten
eines kleinen Geschäfts ebenfalls _nicht_ löten, _nicht_ vernünftig
zerspanen, _nicht_ schweißen.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Harald Meyer

unread,
May 26, 2012, 5:58:21 AM5/26/12
to
Am 26.05.2012 00:04:43 +0200, glubte Gerald Eischer:

>Am 25.05.12 05:59 schrieb Mathias Böwe:
>> Gerald E:scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>>
>>> aber *schauder* Rahmenrohre aus eingerolltem und geschweißtem
>>> Blech
>>
>> Was spricht aus Deiner Sicht gegen längsnahtgeschweißte Rohre?
>
>Ziemlich sicher wurden da keine Vergütungsstähle geschweißt,

Du irrst dich.
<http://italiancyclingjournal.blogspot.de/2007/12/falck-steel-other-italian-steel.html>

>daher hohe Rohrwandstärken und vühl zu schwör.

Du irrst dich schon wieder, 0,8 mm waren/sind Standard bei Falck.
<http://www.rahmenbauteile.de/artikel.htm> ==> Rohre, allgemein.

>Von Konifizierungen wage ich gar nicht zu reden.

Warum auch, es wäre möglicherweise bereits dein dritter Irrtum
bezüglich geschweißter und nachträglich gezogener Rohre für den
Fahrradrahmenbau. :-P
<http://www.bikeforums.net/archive/index.php/t-371230.html>
>
[---]
>
>> weshalb es sein kann, daß es konkrete
>> Fertigungsmängel gibt, aber hinsichtlich der Güte sind *ordentlich*
>> geschweißte Rohre den nahtlos gezogenen mindestens ebenbürtig.
>
>In dieser Allgemeinheit möchte ich diese Aussage heftigst bestreiten.

DAS steht hier latürnich jedem Poster frei, ohne, dass es dafür bei
normalen 25CRMo4-Stahl einen für mich erkennbaren Grund gäbe.


Beste Grüße -Harald-

--
Furchtbar ist nur die Tatsache, daß ein erheblicher Teil der Zuschauer
das auch noch unbesehen glaubt :-( [*Mathias Böwe in drf*]

Olaf Schultz

unread,
May 26, 2012, 2:46:48 PM5/26/12
to
Volker Borchert wrote:
> Gerald E:scher wrote:
>> Am 25.05.12 05:59 schrieb Mathias B?we:
>>
>>> weshalb es sein kann, daß es konkrete
>>> Fertigungsmängel gibt, aber hinsichtlich der Güte sind *ordentlich*
>>> geschweißte Rohre den nahtlos gezogenen mindestens ebenbürtig.
>
> Warum hat sich Mannesmann dann in der Kaiserzeit eine goldene
> Nase mit nahtlosen Rohren verdienen können?

Weil ab und zu auch innen vernünftige Oberflächen, mit und ohne Drall,
benötigt wurden und das Patent noch neu war.

>> In dieser Allgemeinheit möchte ich diese Aussage heftigst bestreiten.
>> Geschweißte Rohre aus Titanal sind bei Herstellern, die sich nicht
>> peinlichst an die Verarbeitungsrichtlinien gehalten haben, lustig
>> aufgeplatzt, was zur Dematerialisierung der geklebten Rahmen führte.
>
> S.o. "ordentlich"
>
> Die Optikerin meines gerinsten Mißtrauens bezeichnet Titan als

Titan!=Titanal.

> Nichtmetall. Man kann es (mit den Möglichkeiten eines kleinen
> Geschäfts) _nicht_ löten, _nicht_ vernünftig zerspanen, _nicht_
> schweißen.

Na und? Mein Gimme-Ti-Gestell ist das, was bisher am längsten (Seit IIRC
2007) hält und den Optiker nur gesehen hat, weil die Pads mal wieder auf
sind. Mit Kunststoffgestellen und Blechgestellen habe ich schon genügend
Ärger gehabt (Auf Radtour mit Speiche und Leukoplast geflickt, Gestelle
gelötet (nicht nur meine...)

Übrigens kann man einige TiAlV6 wunderbar mit Langspan drehen:-)

Olaf

Gerald E:scher

unread,
May 27, 2012, 4:12:47 PM5/27/12
to
Am 26.05.12 11:58 schrieb Harald Meyer:
>
> Warum auch, es wäre möglicherweise bereits dein dritter Irrtum
> bezüglich geschweißter und nachträglich gezogener Rohre für den
> Fahrradrahmenbau. :-P
> <http://www.bikeforums.net/archive/index.php/t-371230.html>

| i found some data about falck/falk (apparently thecompany used both
| names) tubing in a bike magazine from 1990. It has a special on
| frame tubing.
|
| it says all falck tubings are welded, but so nicely done it can only
| be tetected (just) under a microscope.

Forenbeiträge, die sich auf irgendein "bike magazine" beziehen, sind
bekanntlich eine absolut zuverlässige Quelle ...
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