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Druckverlust normal?

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Reinhard Zwirner

unread,
Aug 7, 2022, 10:49:05 AM8/7/22
to
Hi,

ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.

Als einer meiner Brüder sich kürzlich auch ein Brompton zulegen
wollte und nach meinen Erfahrungen fragte, bemängelte ich den meiner
Meinung nach zu schnellen/hohen Druckverlust. Nun bekam ich die
Rückmeldung, daß "nach Wochen ohne Nutzung" "von den 5 Bar(?"), die
er vor Wochen aufgepumpt hatte, vorn und hinten lt. seiner Luftpumpe
jeweils noch 2 Bar vorhanden waren; er fand das - im Gegensatz zu mir
- aber normal.

Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?

Fragt und dankt für Hinweise im voraus

Reinhard

Gerald Eіscher

unread,
Aug 7, 2022, 12:15:53 PM8/7/22
to
Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>
> Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?

Nein, weil es vom Gummi des Schlauches abhängt, wie schnell die Luft
hindurch diffundiert. Meiner Erfahrung nach halten die Schläuche von
Schwalbe die Luft an längsten, für das Brompton benötigst du Schlauch Nr. 4.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Olaf Schultz

unread,
Aug 7, 2022, 12:28:53 PM8/7/22
to
Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
> Hi,
>
> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.

Fürs Brompton IIRC zu wenig.
Die (alten) Schwalbe-Reifen (hier) dürfen 8 und die kriegen die auch.
Die (neuen) Brompton-Reifen soll man nicht unter 6.5 betreiben.

Für die Spikereifen habe ich noch keinen Luftdruck gefunden, bei dem der
Hinterradreifen länger als eine Saison hält (Karkassenbruch an den Spikes).

Die alten Brompton-Reifen (so richtig alt) nicht über vier... sonst sind
das erstesahneknallbononbs.

>
> Als einer meiner Brüder sich kürzlich auch ein Brompton zulegen
> wollte und nach meinen Erfahrungen fragte, bemängelte ich den meiner
> Meinung nach zu schnellen/hohen Druckverlust. Nun bekam ich die
> Rückmeldung, daß "nach Wochen ohne Nutzung" "von den 5 Bar(?"), die
> er vor Wochen aufgepumpt hatte, vorn und hinten lt. seiner Luftpumpe
> jeweils noch 2 Bar vorhanden waren; er fand das - im Gegensatz zu mir
> - aber normal.
>
> Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?

Nö, kommt von Schlauch zu Schlauch an. Beim Brompton kommt der
Baby-Effekt hinzu: Viel Oberfläche bezogen auf Schlauchoberfläche. Bin
hier auch alle Monate am Nachpumpen.

Viele Grüße,

Olaf

PS: Gerade am Terra den Hinterradreifen, Conti Speed Contact 2 (der mit
dem Diamantmuster) 50x599 getauscht... 19M4 m... Karkassenbruch links
und rechts am Hornansatz. Die Lauffläche hätte noch einige Mm gehalten.
In Straßbourg zum Glücken einen Händler gefunden, der genau den Reifen
hatte;-)

Gerald Eіscher

unread,
Aug 7, 2022, 12:39:43 PM8/7/22
to
Am 07.08.22 um 18:28 schrieb Olaf Schultz:
> Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>
>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>
> Fürs Brompton IIRC zu wenig.

In meine Kojak habe ich noch nie mehr als 6 bar hinein gepumpt und sehe
auch keinen Sinn darin.

> Nö, kommt von Schlauch zu Schlauch an. Beim Brompton kommt der
> Baby-Effekt hinzu: Viel Oberfläche bezogen auf Schlauchoberfläche.

Nein, Herr Indschinör, das Verhältnis Schlauchoberfläche/Schlauchvolumen
ist eine Funktion der Reifenbreite und unabhängig vom Reifendurchmesser.

Olaf Schultz

unread,
Aug 7, 2022, 2:22:08 PM8/7/22
to
Am 07.08.22 um 18:39 schrieb Gerald Eіscher:
> Am 07.08.22 um 18:28 schrieb Olaf Schultz:
>> Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>
>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>
>> Fürs Brompton IIRC zu wenig.
>
> In meine Kojak habe ich noch nie mehr als 6 bar hinein gepumpt und sehe
> auch keinen Sinn darin.

Hier wird gerne mit schwerem Rucksack gefahren, da hilft der hohe Druck
beim Marathon schon... wozu hat die Karre denn hinten eine Federung;-)

>
>> Nö, kommt von Schlauch zu Schlauch an. Beim Brompton kommt der
>> Baby-Effekt hinzu: Viel Oberfläche bezogen auf Schlauchoberfläche.
>
> Nein, Herr Indschinör, das Verhältnis Schlauchoberfläche/Schlauchvolumen
> ist eine Funktion der Reifenbreite und unabhängig vom Reifendurchmesser.
>

Jupp. Und hier ist eher 40..50 mm Breite das Normalmaß und nicht das
schmaleimkiesdesilleradwegeseinsack vom Brompton.

Olaf


Gerald Eіscher

unread,
Aug 7, 2022, 2:44:59 PM8/7/22
to
Am 07.08.22 um 20:22 schrieb Olaf Schultz:
> Am 07.08.22 um 18:39 schrieb Gerald Eіscher:
>> Am 07.08.22 um 18:28 schrieb Olaf Schultz:
>>> Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>>
>>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>
>>> Fürs Brompton IIRC zu wenig.
>>
>> In meine Kojak habe ich noch nie mehr als 6 bar hinein gepumpt und sehe
>> auch keinen Sinn darin.
>
> Hier wird gerne mit schwerem Rucksack gefahren, da hilft der hohe Druck
> beim Marathon schon... wozu hat die Karre denn hinten eine Federung;-)

Dass man die blockiert, was sonst. Bestellt habe ich mein Brompton mit
der härteren Gummifeder und möchte die durch ein gedrehtes Ebenholz
ersetzen.
Ebenholz liegt längst herum, aber ich denke nie daran...

>>> Nö, kommt von Schlauch zu Schlauch an. Beim Brompton kommt der
>>> Baby-Effekt hinzu: Viel Oberfläche bezogen auf Schlauchoberfläche.
>>
>> Nein, Herr Indschinör, das Verhältnis Schlauchoberfläche/Schlauchvolumen
>> ist eine Funktion der Reifenbreite und unabhängig vom Reifendurchmesser.
>
> Jupp. Und hier ist eher 40..50 mm Breite das Normalmaß und nicht das
> schmaleimkiesdesilleradwegeseinsack vom Brompton.

Hier[tm] sind die 33 mm Querfeldein Schlauchreifen vollfett und das
Brompton kommt gleich danach ;-)

Stephan Gerlach

unread,
Aug 9, 2022, 4:53:30 PM8/9/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>> Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?
>
> Nein, weil es vom Gummi des Schlauches abhängt, wie schnell die Luft
> hindurch diffundiert.

Hier hatte jemand vor längerer Zeit Latexschläuche. Vor nicht ganz so
langer Zeit hatte jemand anderes transparente Schläuche, die jedoch
nicht wie Latex aussahen und die auch nicht so stark dehnbar waren,
sondern eher wie stabile Plastik-Folien.

Von Latexschläuchen hatte ich mal gelesen/gehört, daß die Luft dort sehr
schnell hindurch diffundiert.
Wie aber ist das mit der Diffusion bei den "Plastik-Folien-Schläuchen",
insbesondere im Vergleich zu Butyl-Leichtschläuchen?


--
> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Bernhard Kraft

unread,
Aug 9, 2022, 5:24:37 PM8/9/22
to
Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
> Hi,
>
> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>
Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
Brompton-spezifisches Problem.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 9, 2022, 5:25:35 PM8/9/22
to
In article <jla1mu...@mid.individual.net>,
Reinhard Zwirner <reinhard...@t-online.de> wrote:

> Als einer meiner Brüder sich kürzlich auch ein Brompton zulegen
> wollte und nach meinen Erfahrungen fragte, bemängelte ich den meiner
> Meinung nach zu schnellen/hohen Druckverlust. Nun bekam ich die
> Rückmeldung, daß "nach Wochen ohne Nutzung" "von den 5 Bar(?"), die
> er vor Wochen aufgepumpt hatte, vorn und hinten lt. seiner Luftpumpe
> jeweils noch 2 Bar vorhanden waren; er fand das - im Gegensatz zu mir
> - aber normal.

Mehr als 2x Nachpumpen auf Grund von Druckverlust kommt bei mir im Jahr
wohl nicht vor. (Ein zeitlicher Abstand von einigen wenigen Wochen ist
es definitiv nicht.) Ich pumpe die Reifen meines Kagus nur auf maximal
3,5 bar auf.

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 10, 2022, 6:52:26 AM8/10/22
to
Am Tue, 9 Aug 2022 23:24:35 +0200 schrieb Bernhard Kraft
<bernha...@web.de>:
Ja, ich habe immer mal wieder den Fall gehabt, dass ein Reifen nach
vielen Wochen der Nichtbenutzung des Rades noch >6 bar hatte, wenn ich
vorher auf nicht mehr als 7 bar aufgepumpt hatte. Allerdings kaum
reproduzierbar, vor allem, wenn man keine Lust hat, Versuchsreihen
anzustellen und ein Rad dafür wochenlang herumstehen zu lassen. Es gibt
zu viele Möglichkeiten für Druckverlust, defekte Ventile, gelockerte
Ventile, gelockerte Ventileinsätze, verschmutzte Dichtflächen des
Ventilsitzes, winzige Löcher im Schlauch, die sich erst bei hohem Druck
und nicht immer öffnen, unterschiedlich Luft haltende Schäuche, Reifen,
die samt Felgenband den Druck fast so gut zu halten scheinen wie ein
schlauchloser Reifen ...

Fazit: ich verlasse mich nicht drauf, sondern pumpe auf, wenn ein Rad
längere Zeit herumgestanden hat. Und schraube dann die
Sclaverand-Ventile mit der Spitzzange zu (packen, wenige Grad drehen,
möglichst mit dem Ergebnis, dass die geriffelte Schraube so gerade von
Hand losdrehbar ist).

Anekdote: meinen letzten Platten habe ich in der Einöde nicht geflickt,
sondern alle 5-10 km nachgepumpt. Offenbar hatte ich aber etwas zu viel
Drehmoment beim Zuschrauben investiert, so daß ich ohne die Zange erst
dumm dastand. Geholfen hat dann der Speichenschlüssel - nicht das
ideale Werkzeug, aber gut genug für die initale Lockerung.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 12:38:44 PM8/10/22
to
Am 09.08.22 um 23:11 schrieb Stephan Gerlach:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?
>>
>> Nein, weil es vom Gummi des Schlauches abhängt, wie schnell die Luft
>> hindurch diffundiert.
>
> Hier hatte jemand vor längerer Zeit Latexschläuche.

Hatte? Ich verwende noch immer Latexschläuche. Allerdings habe ich mir
die nicht ausgesucht, die sind im Reifen eingenäht :-)

> Von Latexschläuchen hatte ich mal gelesen/gehört, daß die Luft dort sehr
> schnell hindurch diffundiert.

Ist so. Latexschläuche darf man täglich aufpumpen, sind daher eher
Wettkampfmaterial.

> Wie aber ist das mit der Diffusion bei den "Plastik-Folien-Schläuchen",
> insbesondere im Vergleich zu Butyl-Leichtschläuchen?

Falls du die Tubolito meinst, die verwende ich in einer anderen
Laufradgarnitur und die halten die Luft in etwa so gut wie
Leichtschläuche aus Butyl, vielleicht sogar besser. Messungen habe ich
aber keine gemacht.

Martin Kobil

unread,
Aug 11, 2022, 10:59:26 AM8/11/22
to
Gestern habe ich beide Reifen auf 6 bar aufgepumpt. Heute nach 30
Stunden und 70 km hatte das Hinterrad noch 4 bar und das Vorderrad
noch 4,5 bar.

Vor 2 Monaten hatte ich einen neuen Hinterreifen aufgezogen und dabei
gleich einen neuen Schlauch mitsamt Autoventil verbaut. Ich hatte die
Hoffnung die Situation bessert sich, was aber nicht der Fall ist.

Die Reifen sind Schwalbe Energizer Plus (40-622, 28x1,50) mit dem
passenden Schwalbe Schlauch. Auf dem Reifen steht 3,5 - 6 bar.
Auf der Anleitung vom Reifen steht auch 1mal alle 30 Tage aufpumpen.

Mir ist es wichtig, dass ich immer nahe an den 6 bar bin, damit das
Rad leicht läuft. Sicher kann ich auch mit 3 bar fahren, aber da
läuft das Rad merklich schwerer, auch wenn es ein Pedelec ist.

Im Grunde muss ich das Rad täglich aufpumpen damit ich nahe
bei den 6 bar bin. Das nervt mich. Ist das bei euch auch so?

Anton Ertl

unread,
Aug 11, 2022, 12:35:47 PM8/11/22
to
Martin Kobil <Marti...@epost.de> writes:
>Gestern habe ich beide Reifen auf 6 bar aufgepumpt. Heute nach 30=20
>Stunden und 70 km hatte das Hinterrad noch 4 bar und das Vorderrad
>noch 4,5 bar.=20
>
>Vor 2 Monaten hatte ich einen neuen Hinterreifen aufgezogen und dabei=20
>gleich einen neuen Schlauch mitsamt Autoventil verbaut. Ich hatte die=20
>Hoffnung die Situation bessert sich, was aber nicht der Fall ist.=20
>
>Die Reifen sind Schwalbe Energizer Plus (40-622, 28x1,50) mit dem
>passenden Schwalbe Schlauch. Auf dem Reifen steht 3,5 - 6 bar.
>Auf der Anleitung vom Reifen steht auch 1mal alle 30 Tage aufpumpen.

So ein schneller Druckverlust ist nicht normal. Ich pumpe meine
25-622 und 28-622-Reifen auf 7-8 bar auf und nach 1,5-2 Monaten sind
es noch 4 bar. Und dank der groesseren Dimension Deines Reifens
sollte der Druckverlust bei Deinen Reifen geringer sein als bei
meinen.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben.
Ist der Radverkehr erst separiert, diskriminiert man ihn voellig ungeniert.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 11, 2022, 12:50:38 PM8/11/22
to
Am 11.08.22 um 16:59 schrieb Martin Kobil:
> Bernhard Kraft schrieb am Dienstag, 9. August 2022 um 23:24:37 UTC+2:
>>
>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>> Brompton-spezifisches Problem.
>
> Gestern habe ich beide Reifen auf 6 bar aufgepumpt. Heute nach 30
> Stunden und 70 km hatte das Hinterrad noch 4 bar und das Vorderrad
> noch 4,5 bar.

Das ist ein Druckverlust wie bei einem Latex-Schlauch. Nach einem Tag
würde ich bei einem üblichen Butyl-Schlauch 5,7 bar oder so erwarten.

> Im Grunde muss ich das Rad täglich aufpumpen damit ich nahe
> bei den 6 bar bin. Das nervt mich. Ist das bei euch auch so?

Nein. Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
undichten Stelle suchen.
Ich hatte Ähnliches bei einem Rennradschlauch von Tubolito, die Ursache
war eine undichte Verklebung am Ventilfuß. Tubolito hat mir den Schlauch
anstandslos ersetzt.

Stephan Gerlach

unread,
Aug 11, 2022, 8:45:08 PM8/11/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Am 11.08.22 um 16:59 schrieb Martin Kobil:
>> Bernhard Kraft schrieb am Dienstag, 9. August 2022 um 23:24:37 UTC+2:
>>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>>> Brompton-spezifisches Problem.
>> Gestern habe ich beide Reifen auf 6 bar aufgepumpt. Heute nach 30
>> Stunden und 70 km hatte das Hinterrad noch 4 bar und das Vorderrad
>> noch 4,5 bar.
>
> Das ist ein Druckverlust wie bei einem Latex-Schlauch. Nach einem Tag
> würde ich bei einem üblichen Butyl-Schlauch 5,7 bar oder so erwarten.
>
>> Im Grunde muss ich das Rad täglich aufpumpen damit ich nahe
>> bei den 6 bar bin. Das nervt mich. Ist das bei euch auch so?
>
> Nein.

Das ist tatsächlich ein großer Druckverlust.

Bei Conti GP 4 Season 28mm mit AFAIK irgendwelchen
Schwalbe-Standard-Schläuchen drin pumpe ich üblicheweise auf 8 bar auf,
wobei das Nachpumpen selbst bei regelmäßiger Nutzung vielleicht aller 3
bis 4 Wochen erfolgt. Dann sind (ich achte da selten genau drauf...)
vielleicht noch 5 bis 6 bar im Reifen.

> Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
> ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
> undichten Stelle suchen.

Nur als Hinweis: Man darf dabei dauch ruhig etwas stärker aufpumpen, um
die undichte Stelle auch wirklich zu finden. Der Schlauch "darf" dabei
idR die Ausmaße übersteigen, die er in eingebautem Zustand im Reifen
hätte. Man sollte nur drauf achten, das Platzen des Schlauches zu vermeiden.

Arno Welzel

unread,
Aug 12, 2022, 5:22:18 AM8/12/22
to
Martin Kobil, 2022-08-11 16:59:

> Bernhard Kraft schrieb am Dienstag, 9. August 2022 um 23:24:37 UTC+2:
>> Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Hi,
>>>
>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>
>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>> Brompton-spezifisches Problem.
>
> Gestern habe ich beide Reifen auf 6 bar aufgepumpt. Heute nach 30
> Stunden und 70 km hatte das Hinterrad noch 4 bar und das Vorderrad
> noch 4,5 bar.

Möglicherweise sind die Ventileinsätze nicht ganz dicht. Es kann helfen,
diese etwas fester einzuschrauben.



--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Arno Welzel

unread,
Aug 12, 2022, 5:23:41 AM8/12/22
to
Alexander Ausserstorfer, 2022-08-09 23:25:
Hier sind es am Alltagsrad um die 5 Bar und nach etwa 4-6 Wochen ist in
der Regel 0,5-1 Bar raus.

Thomas Bliesener

unread,
Aug 12, 2022, 6:08:07 PM8/12/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Nein. Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
> ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
> undichten Stelle suchen.

Wenn die Undichtigkeit sehr klein ist, reicht der geringe Druck im
ausbauten Zustand womöglich nicht aus, die Stelle zu finden. Eventuell
ist dann doch die Badewanne statt des Waschbeckens zielführend.
--
bli

Martin Kobil

unread,
Aug 13, 2022, 7:07:23 AM8/13/22
to
Gerald Eіscher schrieb am Donnerstag, 11. August 2022 um 18:50:38 UTC+2:
> Am 11.08.22 um 16:59 schrieb Martin Kobil:
>
> > Im Grunde muss ich das Rad täglich aufpumpen damit ich nahe
> > bei den 6 bar bin. Das nervt mich. Ist das bei euch auch so?
> Nein. Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
> ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
> undichten Stelle suchen.

Das habe ich mal mit dem alten Schlauch gemacht, den ich kürzlich
gewechselt habe, aber ich konnte keine Undichtigkeit finden. Wobei
man ohne Reifen da sogut wie keinen Druck drauf bekommt.

Ich habe auch mal den Spucke Test an den Ventilen der beiden
montierten Rädern gemacht, auch nix. Einen Ventiltausch hatte
ich vor ein paar Jahren schon mal versucht.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 13, 2022, 4:33:58 PM8/13/22
to
Am 12.08.22 um 03:03 schrieb Stephan Gerlach:
> Gerald Eіscher schrieb:
>
>> Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
>> ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
>> undichten Stelle suchen.
>
> Nur als Hinweis: Man darf dabei dauch ruhig etwas stärker aufpumpen, um
> die undichte Stelle auch wirklich zu finden. Der Schlauch "darf" dabei
> idR die Ausmaße übersteigen, die er in eingebautem Zustand im Reifen
> hätte. Man sollte nur drauf achten, das Platzen des Schlauches zu vermeiden.

Nur so als weiterer Hinweis: Einer dieser neuartigen Schläuche aus
Kunststoff ist dann kaputt.
Aber auch bei Butyl-Schläuchen reicht meiner Erfahrung nach leichtes
Aufpumpen, der muss nicht dicker werden als im Reifen.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 13, 2022, 4:39:33 PM8/13/22
to
Am 13.08.22 um 13:07 schrieb Martin Kobil:
> Gerald Eіscher schrieb am Donnerstag, 11. August 2022 um 18:50:38 UTC+2:
>> Am 11.08.22 um 16:59 schrieb Martin Kobil:
>>
>> > Im Grunde muss ich das Rad täglich aufpumpen damit ich nahe
>> > bei den 6 bar bin. Das nervt mich. Ist das bei euch auch so?
>> Nein. Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
>> ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
>> undichten Stelle suchen.
>
> Das habe ich mal mit dem alten Schlauch gemacht, den ich kürzlich
> gewechselt habe, aber ich konnte keine Undichtigkeit finden.

Bist du vielleicht zu schnell vorgegangen? So wie du es schilderst, ist
an der undichten Stelle alle paar Sekunden ein kleines Luftbläschen zu
erwarten.

> Wobei
> man ohne Reifen da sogut wie keinen Druck drauf bekommt.

Viel Druck ist auch nicht nötig.

Wenn alle Mühe nichts hilft oder dir deine Zeit zu schade ist, halt zwei
neue Schwalbe Nr. 4 kaufen.
Aus kaputten Schläuchen kann man übrigens hervorragende Gummiringerl
fertigen :-)

Anton Ertl

unread,
Aug 14, 2022, 8:03:04 AM8/14/22
to
=?UTF-8?Q?Gerald_E=d1=96scher?= <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>Aber auch bei Butyl-Schläuchen reicht meiner Erfahrung nach leichtes
>Aufpumpen, der muss nicht dicker werden als im Reifen.

Meine Erfahrung mit Schleichern ist, dass es sehr hilft, den Schlauch
auf das doppelte seiner Normaldicke auzublasen. Mag sein, dass sich
auch bei Normaldicke irgendwann eine Blase bildet, aber wie
unterscheide ich die von den Blasen, die beim Eintauchen am Schlauch
haengengeblieben sind, oder die sich gebildet haben, weil die im
Wasser enthaltenen Gase ausperlen? Wenn man den Schlauch weiter
aufblaest, sieht man relativ schnell, wenn da irgendwo ein kleines
Loch ist.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 14, 2022, 3:54:29 PM8/14/22
to
Am 14.08.22 um 13:58 schrieb Anton Ertl:
> =?UTF-8?Q?Gerald_E=d1=96scher?= <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>>Aber auch bei Butyl-Schläuchen reicht meiner Erfahrung nach leichtes
>>Aufpumpen, der muss nicht dicker werden als im Reifen.
>
> Meine Erfahrung mit Schleichern ist, dass es sehr hilft, den Schlauch
> auf das doppelte seiner Normaldicke auzublasen. Mag sein, dass sich
> auch bei Normaldicke irgendwann eine Blase bildet, aber wie
> unterscheide ich die von den Blasen, die beim Eintauchen am Schlauch
> haengengeblieben sind, oder die sich gebildet haben, weil die im
> Wasser enthaltenen Gase ausperlen?

Die unterscheidet man, indem man die am Schlauch anhaftenden Blasen mit
dem Finger wegwischt. Kommt keine neue Blase, dann keine Undichtigkeit
an dieser Stelle.

Stephan Gerlach

unread,
Aug 16, 2022, 8:12:22 AM8/16/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Am 09.08.22 um 23:11 schrieb Stephan Gerlach:
>
>> Von Latexschläuchen hatte ich mal gelesen/gehört, daß die Luft dort sehr
>> schnell hindurch diffundiert.
>
> Ist so. Latexschläuche darf man täglich aufpumpen, sind daher eher
> Wettkampfmaterial.

Wenn das der team-eigene Mechaniker erledigt, wäre das ja zu verkraften...

>> Wie aber ist das mit der Diffusion bei den "Plastik-Folien-Schläuchen",
>> insbesondere im Vergleich zu Butyl-Leichtschläuchen?
>
> Falls du die Tubolito meinst, die verwende ich in einer anderen
> Laufradgarnitur und die halten die Luft in etwa so gut wie
> Leichtschläuche aus Butyl, vielleicht sogar besser. Messungen habe ich
> aber keine gemacht.

Tubolito sehen laut Google orange aus.
Die von mir gesehenen sind transparent, evtl. leicht gelblich mit einem
Hauch ins Bräunliche oder beige.

Könnte evtl. ein anderer Hersteller sein.
Am Sonnabend hatte BTW ein Mitfahrer einen Platten mit so einem
Schlauch; Problem soll wohl sein, sehr kleine Löcher unter Wasser zu finden.

Und laut Google sind diese Schläuche nur für Scheibenbremsen zugelassen?!

Stephan Gerlach

unread,
Aug 16, 2022, 8:18:13 AM8/16/22
to
Wolfgang Strobl schrieb:
> Am Tue, 9 Aug 2022 23:24:35 +0200 schrieb Bernhard Kraft
> <bernha...@web.de>:
>
>> Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Hi,
>>>
>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>
>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>> Brompton-spezifisches Problem.
>
> Ja, ich habe immer mal wieder den Fall gehabt, dass ein Reifen nach
> vielen Wochen der Nichtbenutzung des Rades noch >6 bar hatte, wenn ich
> vorher auf nicht mehr als 7 bar aufgepumpt hatte.
[...]

> Fazit: ich verlasse mich nicht drauf, sondern pumpe auf, wenn ein Rad
> längere Zeit herumgestanden hat.

Ich pumpe dann auf, wenn der subjektive "Daumen-Zeigefinger-Test"
ergibt, daß zuwenig Luft auf dem Reifen ist :-) .

> Und schraube dann die
> Sclaverand-Ventile mit der Spitzzange zu (packen, wenige Grad drehen,
> möglichst mit dem Ergebnis, dass die geriffelte Schraube so gerade von
> Hand losdrehbar ist).

Wieso so kompliziert, also warum mit der Spitzzange?
Die Ventile sind doch so konzipiert, daß es genügt, die mit der Hand
zuzuschrauben (und auch dann wieder aufzuschrauben).

Evtl. vorher die Finger trockenwischen, damit man genug Grip hat.

> Anekdote: meinen letzten Platten habe ich in der Einöde nicht geflickt,
> sondern alle 5-10 km nachgepumpt. Offenbar hatte ich aber etwas zu viel
> Drehmoment beim Zuschrauben investiert, so daß ich ohne die Zange erst
> dumm dastand. Geholfen hat dann der Speichenschlüssel - nicht das
> ideale Werkzeug, aber gut genug für die initale Lockerung.

Siehst du, durch die Zange kann man sich solche (unnötigen) Probleme
einhandeln.

Ich hab's auch schon "geschafft", ein von mir(!) von Hand zugedrehtes
Ventil später selbst nicht sofort wieder aufdrehen zu können (z.B.
aufgrund zu schmieriger/dreckiger Finger). Manchmal hilft auch
irgendetwas "Grip-Erhöhendes", z.B. ein Stofftuch.

Stephan Gerlach

unread,
Aug 16, 2022, 8:23:20 AM8/16/22
to
Anton Ertl schrieb:
> =?UTF-8?Q?Gerald_E=d1=96scher?= <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>> Aber auch bei Butyl-SchlÀuchen reicht meiner Erfahrung nach leichtes
>> Aufpumpen, der muss nicht dicker werden als im Reifen.
>
> Meine Erfahrung mit Schleichern ist, dass es sehr hilft, den Schlauch
> auf das doppelte seiner Normaldicke auzublasen.

Das doppelte ist zwar schon grenzwertig, aber hat hier auch schon
funktioniert bzw. sogar geholfen.

> Mag sein, dass sich
> auch bei Normaldicke irgendwann eine Blase bildet, aber wie
> unterscheide ich die von den Blasen, die beim Eintauchen am Schlauch
> haengengeblieben sind, oder die sich gebildet haben, weil die im
> Wasser enthaltenen Gase ausperlen? Wenn man den Schlauch weiter
> aufblaest, sieht man relativ schnell, wenn da irgendwo ein kleines
> Loch ist.

Das ja; das Finden von minimalen(!) Undichtigkeiten geht auf jeden Fall
so besser/schneller.

Stefan Wiens

unread,
Aug 16, 2022, 8:34:54 AM8/16/22
to
Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> writes:

>> Und schraube dann die
>> Sclaverand-Ventile mit der Spitzzange zu (packen, wenige Grad drehen,
>> möglichst mit dem Ergebnis, dass die geriffelte Schraube so gerade von
>> Hand losdrehbar ist).
>
> Wieso so kompliziert, also warum mit der Spitzzange?
> Die Ventile sind doch so konzipiert, daß es genügt, die mit der Hand
> zuzuschrauben (und auch dann wieder aufzuschrauben).
>
> Evtl. vorher die Finger trockenwischen, damit man genug Grip hat.

Es kann aber passieren, dass man nach Abschschrauben der
/Ventilkappe/ plötzlich den ganzen /Ventileinsatz/ in der
Hand hat, und das geschieht typischerweise im Winter, bei
Dunkelheit und strömendem Regen.

Den Ventileinsatz bekommt man mit bloßen Fingern nicht
vernünftig dicht; um den Grip zu erhöhen, können zwei
Münzen helfen.

Lose Ventileinsätze konnten man u. A. bei
Schwalbe-Schläuchen "erleben".

--
Stefan

Stephan Gerlach

unread,
Aug 16, 2022, 6:00:18 PM8/16/22
to
Stefan Wiens schrieb:
> Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> writes:
>
>>> Und schraube dann die
>>> Sclaverand-Ventile mit der Spitzzange zu (packen, wenige Grad drehen,
>>> möglichst mit dem Ergebnis, dass die geriffelte Schraube so gerade von
>>> Hand losdrehbar ist).
>> Wieso so kompliziert, also warum mit der Spitzzange?
>> Die Ventile sind doch so konzipiert, daß es genügt, die mit der Hand
>> zuzuschrauben (und auch dann wieder aufzuschrauben).
>>
>> Evtl. vorher die Finger trockenwischen, damit man genug Grip hat.
>
> Es kann aber passieren, dass man nach Abschschrauben der
> /Ventilkappe/ plötzlich den ganzen /Ventileinsatz/ in der
> Hand hat, und das geschieht typischerweise im Winter, bei
> Dunkelheit und strömendem Regen.

Das ist dann eine noch ganz andere Schraubverbindung, die in der Tat
relativ fest gedreht sein sollte.

> Den Ventileinsatz bekommt man mit bloßen Fingern nicht
> vernünftig dicht; um den Grip zu erhöhen, können zwei
> Münzen helfen.

Oder ein entsprechendes sehr kleines Werkzeug aus Plaste benutzen, das
genau um den Ventileinsatz herum paßt. Ich habe eins hier, aber weiß den
Namen nicht :-) .
(Ventileinsatzdreher??)

Martin Klaiber

unread,
Aug 17, 2022, 12:53:10 AM8/17/22
to
Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> wrote:
> Stefan Wiens schrieb:

>> Den Ventileinsatz bekommt man mit bloßen Fingern nicht
>> vernünftig dicht; um den Grip zu erhöhen, können zwei
>> Münzen helfen.

> Oder ein entsprechendes sehr kleines Werkzeug aus Plaste benutzen, das
> genau um den Ventileinsatz herum paßt. Ich habe eins hier, aber weiß den
> Namen nicht :-) .
> (Ventileinsatzdreher??)

Meinst Du einen Ventilschlüssel?

https://www.bike-components.de/de/Schwalbe/Ventilschluessel-SV-Ventil-Verlaengerung-p82266/

Gruß
Martin

Stephan Gerlach

unread,
Aug 17, 2022, 6:13:14 PM8/17/22
to
Martin Klaiber schrieb:
Ja, genau das.

(Hausaufgabe: Name merken --> Ventilschlüssel)

Joerg

unread,
Aug 22, 2022, 3:30:09 PM8/22/22
to
<fingerheb>

Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.

Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
zufriedengeben. Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel
mindestens ein Jahr lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges
Betueddeln funktioniert. Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man
als Radfahrer ja prinzipiell auch.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Stephan Gerlach

unread,
Aug 22, 2022, 7:19:44 PM8/22/22
to
Joerg schrieb:
> On 8/9/22 2:24 PM, Bernhard Kraft wrote:
>> Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Hi,
>>>
>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>
>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>> Brompton-spezifisches Problem.
>>
>
> <fingerheb>
>
> Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
> Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.
>
> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
> zufriedengeben.

Was heißt "schlechter", daß man häufiger nachpumpen muß?
Ein möglicher Grund könnte hier in Gewichts-Optimierung liegen; gerade
im Bereich der Reifen/Felgen.
Bei KFZ (s.u.) ist das weitgehend egal.

> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel
> mindestens ein Jahr lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges
> Betueddeln funktioniert.

Wen das besagte Nachpumpen stört, der soll halt besonders dicke
Schläuche oder am besten gleich Vollgummireifen benutzen.

> Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man als Radfahrer ja
> prinzipiell auch.

Ist damit Kettenschmierstoff "nachfüllen" gemeint?

Bernd Ullrich

unread,
Aug 22, 2022, 11:22:41 PM8/22/22
to
Am 22.08.2022 um 21:30 schrieb Joerg:
> On 8/9/22 2:24 PM, Bernhard Kraft wrote:
>> Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Hi,
>>>
>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>
>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>> Brompton-spezifisches Problem.
>>
>
> <fingerheb>
>
> Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
> Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.
>
> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
> zufriedengeben. Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel
> mindestens ein Jahr lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges
> Betueddeln funktioniert.

-----------------------------------------
> Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man
> als Radfahrer ja prinzipiell auch.

Was tankst Du?

BU

Joerg

unread,
Aug 23, 2022, 2:20:55 AM8/23/22
to
On 8/22/22 4:38 PM, Stephan Gerlach wrote:
> Joerg schrieb:
>> On 8/9/22 2:24 PM, Bernhard Kraft wrote:
>>> Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>> Hi,
>>>>
>>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>>
>>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>>> Brompton-spezifisches Problem.
>>>
>>
>> <fingerheb>
>>
>> Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
>> Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.
>>
>> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
>> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
>> zufriedengeben.
>
> Was heißt "schlechter", daß man häufiger nachpumpen muß?
> Ein möglicher Grund könnte hier in Gewichts-Optimierung liegen; gerade
> im Bereich der Reifen/Felgen.
> Bei KFZ (s.u.) ist das weitgehend egal.
>

Das ist schon lange nicht mehr egal. Ich musste viel fuer KFZ und
Luftfahrt entwickeln und da wurde oft um Gramm und um Watt gefeilscht.


>> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel mindestens ein Jahr
>> lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges Betueddeln funktioniert.
>
> Wen das besagte Nachpumpen stört, der soll halt besonders dicke
> Schläuche oder am besten gleich Vollgummireifen benutzen.
>

Geht kaum noch. Vollgummi fuer RR bekommt man praktisch nicht mehr.
Schlaecuhe mit rund 3mm Wandstaerke auch seit Jahren nicht mehr. Nur
noch welche, die in Richtung Laufflaeche und Flanken diese Dicke haben,
aber Richtung Felge duenn sind. Die lecken dann wieder mehr.


> > Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man als Radfahrer ja
> > prinzipiell auch.
>
> Ist damit Kettenschmierstoff "nachfüllen" gemeint?
>

Nein, Trunk und Mampf :-)

Als erstes ist mir das auf einer Fahrt von gut 100km in Germanien
aufgefallen, als ich auch ein Auto hatte. Die Spritkosten auf dem
Fahrrad waren erheblich hoeher als mit meinem Auto. Dafuer schmeckte es
allerdings auch.

Joerg

unread,
Aug 23, 2022, 2:23:38 AM8/23/22
to
Meist Stout, IPA und Pale Ale, bleifrei. Dann noch Baguette mit Brie
oder Havarti und ein bis zwei kleine Landjaeger-Wuerste.

Anton Ertl

unread,
Aug 23, 2022, 3:32:06 AM8/23/22
to
Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> writes:
>Joerg schrieb:
>> Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
>> Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.

Ah ja, am Rennrad wie am MTB. Nicht sehr plausibel, wegen
unterschiedlichem Druck und unterschiedlichen Reifendimensionen.

>> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
>> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
>> zufriedengeben.
>
>Was heißt "schlechter", daß man häufiger nachpumpen muß?
>Ein möglicher Grund könnte hier in Gewichts-Optimierung liegen; gerade
>im Bereich der Reifen/Felgen.

Rollwiderstand ist auch noch ein Thema.

Den Bloedsinn schreibt Joerg schon seit Jahren. Dabei haette er schon
laengst die Fahrradwelt revolutionieren koennen, indem er bei einem
Motorrad den Motor ausbaut und Tretkurbeln einbaut, und das Ergebnis
dann an Radfahrer verkauft, die so wie er die "bessere Technologie"
der Kfz haben wollen.

Burkhard Schultheis

unread,
Aug 23, 2022, 6:39:57 AM8/23/22
to
Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
> Hi,
>
> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>
> Als einer meiner Brüder sich kürzlich auch ein Brompton zulegen
> wollte und nach meinen Erfahrungen fragte, bemängelte ich den meiner
> Meinung nach zu schnellen/hohen Druckverlust. Nun bekam ich die
> Rückmeldung, daß "nach Wochen ohne Nutzung" "von den 5 Bar(?"), die
> er vor Wochen aufgepumpt hatte, vorn und hinten lt. seiner Luftpumpe
> jeweils noch 2 Bar vorhanden waren; er fand das - im Gegensatz zu mir
> - aber normal.
>
> Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?
>

Ich pumpe die Reifen meines Crossmaxx immer auf 3,5 bar auf. Nach 2
Wochen sind es vorne wie hinten in der Regel noch 2,9 bar. Ich habe
Autoventile.

Grüße
Burkhard


Ulf Kutzner

unread,
Aug 23, 2022, 7:10:04 AM8/23/22
to
Stephan Gerlach schrieb am Dienstag, 23. August 2022 um 01:19:44 UTC+2:
> Joerg schrieb:

> > Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
> > warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
> > zufriedengeben.

> Was heißt "schlechter", daß man häufiger nachpumpen muß?
> Ein möglicher Grund könnte hier in Gewichts-Optimierung liegen; gerade
> im Bereich der Reifen/Felgen.
> Bei KFZ (s.u.) ist das weitgehend egal.

Kraftfahrer führen privat seltener eine für ihr Auto geeignete Luftpumpe mit.

Gut, bei Radlern ist ein zusätzlich mitgeführtes Laufrad selten. Notlaufräder
kenne ich da gar nicht.

Arno Welzel

unread,
Aug 23, 2022, 10:12:45 AM8/23/22
to
Joerg, 2022-08-22 21:30:

[...]
> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
> zufriedengeben. Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel
> mindestens ein Jahr lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges
> Betueddeln funktioniert. Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man
> als Radfahrer ja prinzipiell auch.

Luftdruck kontrollieren muss man auch beim KFZ öfter als nur einmal im
Jahr, idealerweise alle 1-2 Monate, so wie beim Fahrrad. Bei
neumodischeren Autos gibt es deshalb auch Reifendrucksensoren, die daran
erinnern, nachzupumpen.

Stephan Gerlach

unread,
Aug 23, 2022, 7:55:52 PM8/23/22
to
Joerg schrieb:
> On 8/22/22 4:38 PM, Stephan Gerlach wrote:
>> Joerg schrieb:
>>
>>> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel mindestens ein Jahr
>>> lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges Betueddeln funktioniert.

[...]

>> > Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man als Radfahrer ja
>> > prinzipiell auch.
>>
>> Ist damit Kettenschmierstoff "nachfüllen" gemeint?
>>
>
> Nein, Trunk und Mampf :-)

Muß man auch als Auto-/Motorradfahrer :-) .

> Als erstes ist mir das auf einer Fahrt von gut 100km in Germanien
> aufgefallen, als ich auch ein Auto hatte. Die Spritkosten auf dem
> Fahrrad waren erheblich hoeher als mit meinem Auto.

Das ist jetzt ungewöhnlich. Hattest du nach Fahrradfahrten erheblich(!)
mehr Trunk und Mampf konsumiert wie nach Autofahrten?

> Dafuer schmeckte es
> allerdings auch.

Oder es war "nur" die Qualität der Nahrung besser als nach/während
dem/des Autofahren(s).

Stephan Gerlach

unread,
Aug 23, 2022, 7:59:20 PM8/23/22
to
Anton Ertl schrieb:
> Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> writes:
>> Joerg schrieb:
>>
>>> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
>>> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
>>> zufriedengeben.
>> Was hei�t "schlechter", da� man hÀufiger nachpumpen mu�?
>> Ein möglicher Grund könnte hier in Gewichts-Optimierung liegen; gerade
>> im Bereich der Reifen/Felgen.
>
> Rollwiderstand ist auch noch ein Thema.
>
> Den Bloedsinn schreibt Joerg schon seit Jahren. Dabei haette er schon
> laengst die Fahrradwelt revolutionieren koennen, indem er bei einem
> Motorrad den Motor ausbaut und Tretkurbeln einbaut, und das Ergebnis
> dann an Radfahrer verkauft, die so wie er die "bessere Technologie"
> der Kfz haben wollen.

Quasi wie Pedelec-Vermarktung, nur "andersrum"/"von der anderen Seite":

Statt aus einem Fahrrad durch *Ein*bau eines Motors ein Moped/Motorrad
mit dem Aussehen eines Fahrrads zu machen, macht man aus einem Motorrad
durch *Aus*bau des Motors ein Fahrrad. Dann würde bloß noch ein
marketing-technisch günstiger Name für so ein Gefährt fehlen.

Rolf Mantel

unread,
Aug 24, 2022, 3:55:04 AM8/24/22
to
Am 23.08.2022 um 20:36 schrieb Marcus Jodorf:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> schrieb:
>
>> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
>> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
>> zufriedengeben.
>
> Außer, daß mittlerweile Reifendrucksensoren recht gängig geworden sind,
> ist beim Auto die Welt auch nicht anders. Da muß man genauso regelmäßig
> nachpumpen. Nur halt nicht ganz so oft.

Und viele Autos haben jetzt auch einen ...
*Reparaturkit* an Bord (elektrische Pumpe, Pannenflüssigkeit) statt
Ersatzreifen.

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 24, 2022, 4:31:09 AM8/24/22
to
Am Wed, 24 Aug 2022 02:14:20 +0200 schrieb Stephan Gerlach
<mam9...@t-online.de>:

>Joerg schrieb:
>> On 8/22/22 4:38 PM, Stephan Gerlach wrote:
>>> Joerg schrieb:
>>>
>>>> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel mindestens ein Jahr
>>>> lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges Betueddeln funktioniert.
>
>[...]
>
>>> > Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man als Radfahrer ja
>>> > prinzipiell auch.
>>>
>>> Ist damit Kettenschmierstoff "nachfüllen" gemeint?
>>>
>>
>> Nein, Trunk und Mampf :-)
>
>Muß man auch als Auto-/Motorradfahrer :-) .
>
>> Als erstes ist mir das auf einer Fahrt von gut 100km in Germanien
>> aufgefallen, als ich auch ein Auto hatte. Die Spritkosten auf dem
>> Fahrrad waren erheblich hoeher als mit meinem Auto.
>
>Das ist jetzt ungewöhnlich. Hattest du nach Fahrradfahrten erheblich(!)
>mehr Trunk und Mampf konsumiert wie nach Autofahrten?


Ich verstehe nicht, wo diese Diskussion hinführen soll. JoErg lebt in
einem Land, in dem Fettleibigkeit längst eine bevölkerungweite
chronische Erkrankung ist, welche sich die Leute i.W. dadurch selber
zufügen, indem sie gleichzeitig zu viel fressen und sich zu wenig
bewegen. Wo manche sich die Mägen chirurgisch verkleinern lassen, um das
das zu bekämpfen, wo viele auf Behindertenmobilen herumfahren, weil die
überquellende Fettmasse sonst kaum noch bewegt werden könnte.

"Obesity is a common, serious, and costly disease"

<https://www.cdc.gov/obesity/data/adult.html>

Die mit großem Abstand einfachste, billigste und nützlichste Abhilfe
bestünde darin, weniger zu fressen und sich mehr zu bewegen, also auf
den Wegen mit mit dem Fahrrad zu fahren, auf denen man sein Ziel sonst
mit dem Auto ansteuern würde - und sich davor, danach oder auch während
der Fahrt den Bauch so vollzuschlagen, wie man Lust dazu hat.

JoErg propagiert hier aber seit vielen Jahren das exakte Gegenteil: er
brandmarkt Radfahren auf Straßen als gefährlich und wirbt dafür, mit dem
Rad auf deren Gebrauch zu verzichten und stattdessen auf sandigen
Geröllstrecken im Gelände zu fahren. Was für nahezu niemanden eine
Alternative ist und gewiss nicht für diejenigen, deren Büro 5-25 km
entfernt über eine "gut ausgebaute Straße" erreichbar ist. Hierzulande
ist das die Mehrheit.

Außerdem verbreitet er penetrant die bei dem auf massiven
Ressourcenverbrauch fixierten Teil der "konservativen" (ha!) politischen
Landschaft sehr beliebte Legende, dass Fahrradfahren "ja auch nicht
besser" sei, da es ja sogar "mehr Sprit" benötigte als wenn man mit
einem effizienten Kfz führe.

Warum das Bullshit ist, wurde hier schon häufiger vorgerechnet, ich will
das nicht wiederholen, deshalb nur kurz: es lebt davon, dass auf beiden
Seiten wesentliche, aber unterschiedliche Faktoren unterschlagen werden.
Also z.B., wie du oben richtig anmerkst, dass die Leute sich auch im
Auto nicht von Luft und Sonne ernähren. Auch unterschlägt es, dass bei
der Herstellung eines Individual-Kfz schon ein erheblicher Teil des -
überwiegend aus Öl gewonnenen - energetischen und stofflichen
Fußabdrucks hinterlassen wurde.

In der Praxis suggeriert eine solche Propaganda, lieber mit dem neuen
"effizienten" SUV in die Muckibude zu fahren, um sich dort die
angefressen Pfunde wieder abzustrampeln, oder zu Anfang eines Trails im
Gelände, um dort mit dem alten Klapperrad dannn den "Geschmack von
Freiheit und Abenteuer" zu finden.

Bei einigen wenigen mag das aus individueller Sicht so funktionieren,
bei der überwiegenden Mehrheit funktioniert es ganz offensichtlich
überhaupt nicht und kann auch nicht funktionieren.

Wer nicht nur die kurzen Wege mit dem Fahrrad zurücklegt, die man besser
liefe, sondern regelmäßig auch längere Distanzen, die tatsächlich
Autofahrten substituieren, braucht nicht zu fasten, sondern kann sich
trotz des heutigen immobilen Lebensstils einer Bürotätigkeit leisten,
sich normal zu ernähren. Der differentielle Mehrbedarf ist
vernachlässigbar und jedenfalls weit geringer als der, welcher sich aus
Aktivitäten ergibt, die regelmäßig erforderlich werden, die
angefressenen Pfunde auf umständliche Weise wieder loszuwerden.


--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 24, 2022, 4:41:41 AM8/24/22
to
Am Wed, 24 Aug 2022 09:55:02 +0200 schrieb Rolf Mantel
<ne...@hartig-mantel.de>:
Und bei manchen Autos, die man i.W. nur ein Mal im Jahr benutzt und
dafür dann neben Ölstand, Wasserstand usw. auch den Luftdruck
kontrolliert, stellt man fest, dass dieser sich in dem Jahr nicht
verändert hat oder nur innerhalb der Toleranz, die schon für
unterschiedliche Beladungen erforderlich ist. Unsere alte Kiste ist so
eine.

Wahrscheinlich läßt sich das nicht auf Autos verallgemeinern, die viel
und schnell gefahren werden. Aber das gilt wohl auch umgekehrt.

PS: ein ehemaliger Kollege merkte mal an, dass sein neues Auto keine
Luftdrucksensoren brauche, weil die ohnehin nötige Schlupferkennung auch
in der Lage sei, Veränderungen des Luftdrucks zu bemerken. Erscheint mir
plausibel. Von einem anderen weiß ich, dass Luftdrucksensoren, die bei
jedem Radwechsel (Winterreifen!) neu angelernt werden müssen, ein "pain
in the ass" sein können. Vor allem, wenn dafür extra kassiert wird.

Udo Steinbach

unread,
Aug 24, 2022, 10:43:09 AM8/24/22
to
Am 2022-08-24 um 10:23 schrieb Wolfgang Strobl:
> Der differentielle Mehrbedarf ist vernachlässigbar und jedenfalls weit
> geringer als der, welcher sich

aus der Masse selbst ergibt. Wenn Homer Simpson sich mal bewegt, kostet
das doch bestimmt nennenswert mehr Energie, als wenn ich dasselbe tue.

> wo viele auf Behindertenmobilen herumfahren

Homer mampft noch etwas mehr, was kaum physikalisch möglich scheint, gilt
bald als Schwerbehindert und darf fortan das Atomkraftwerk von Zuhause
aus steuern, weil aufgrund eines Gesetzes der Arbeitgeber das ermöglichen
muß.
So hat der olle Groening das Thema damals angefaßt.

> Herstellung eines Individual-Kfz

13 Tonnen Rohstoffe fürs Fahrzeug, 13 Tonnen für die Elektronik, würden
geschätzt, las ich mal. Zöge man dem Autofahrer diese 26 Tonnen von der
Nahrung ab, gäbe es kein Fett-Problem mehr.

Na ja, das nur nebenbei, nicht, das ich JoErg je ernst genommen hätte.
Aber es ist immer wieder schön zu sehen, über welche Stöckchen die Leute
so springen. Es gilt wohl Fleißpunkte zu sammeln.
--
Fahrradverkehr in Deutschland: http://radwege.udoline.de/
GPG: A245 F153 0636 6E34 E2F3 E1EB 817A B14D 3E7E 482E

Sascha Dungs

unread,
Aug 24, 2022, 12:40:12 PM8/24/22
to
Am 24.08.2022 um 10:40 schrieb Wolfgang Strobl:

> PS: ein ehemaliger Kollege merkte mal an, dass sein neues Auto keine
> Luftdrucksensoren brauche, weil die ohnehin nötige Schlupferkennung auch
> in der Lage sei, Veränderungen des Luftdrucks zu bemerken.

Unser Auto macht das auch so. Für Veränderungen im kritischen Bereich
sollte das locker ausreichen. Wenn man vergisst, dem System mitzuteilen,
dass man seit der letzten Fahrt Reifen gewechselt hat, meckert es auf
jeden Fall reproduzierbar (ich vergesse das ca. jedes zweite Mal).

Ob das auch anschlägt, wenn (theoretisch) alle Reifen ganz allmählich
und im exakt gleichen Maße Luft verlieren würden? Ich werde es nicht
testen (können), denn da kommt mir wieder der halbjährlich fällige
Reifenwechsel dazwischen. :)

--
Gruß, Sascha

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 24, 2022, 2:42:18 PM8/24/22
to
Am Wed, 24 Aug 2022 18:40:10 +0200 schrieb Sascha Dungs
<slf...@uni-duisburg.de>:
Auch so ein Problem, das ich nie gehabt habe. Winterreifen am Auto,
meine ich. :-)

Sascha Dungs

unread,
Aug 24, 2022, 5:07:05 PM8/24/22
to
Am 24.08.2022 um 20:41 schrieb Wolfgang Strobl:

> Auch so ein Problem, das ich nie gehabt habe. Winterreifen am Auto,
> meine ich. :-)

Als in München wohnender Mensch habe ich tatsächlich auch schonmal einen
Sommer lang die Winterreifen drauf gelassen, weil das Auto sowieso kaum
bewegt wurde in der warmen Jahreszeit...

--
Gruß, Sascha

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 24, 2022, 6:37:32 PM8/24/22
to
Am Wed, 24 Aug 2022 23:07:03 +0200 schrieb Sascha Dungs
<slf...@uni-duisburg.de>:
Hier von Bonn hoch in einen Siebengebirgsausläufer war es umgekehrt: an
den paar Tagen (oder, wenn's hochkommt, in den zwei, drei Wochen) mit
Schnee bin ich ebenfalls mit dem Rad zur Arbeit gefahren, später dann
zunehmend bzw. zum Schluss ausschließlich mit Bussen/Bahnen. Fahrrad war
mit Abstand die zuverlässigste Variante.

Winterreifen wären insofern ausgesprochen unökonomisch gewesen. Benutzt
wurde das Auto lediglich, um damit im Frühjahr oder Herbst in den Süden
zu kommen.

Stattdessen kamenh bald nach dem Kauf auf Laufruhe und Spritsparen
getrimmte gute Sommerreifen auf die 2005 gekaufte Familienkutsche, die
ziemlich lange gehalten haben. Ausgetauscht wurden sie nicht wegen
abgefahrenen Profils, sondern weil sie aufgrund ihres Alters brüchig
wurden. Wir fahren halt nicht viel.

Stephan Gerlach

unread,
Aug 24, 2022, 7:40:33 PM8/24/22
to
Udo Steinbach schrieb:
> Am 2022-08-24 um 10:23 schrieb Wolfgang Strobl:
>> Der differentielle Mehrbedarf ist vernachlässigbar und jedenfalls weit
>> geringer als der, welcher sich
>
> aus der Masse selbst ergibt. Wenn Homer Simpson sich mal bewegt, kostet
> das doch bestimmt nennenswert mehr Energie, als wenn ich dasselbe tue.
>
>> wo viele auf Behindertenmobilen herumfahren
>
> Homer mampft noch etwas mehr, was kaum physikalisch möglich scheint, gilt
> bald als Schwerbehindert und darf fortan das Atomkraftwerk von Zuhause
> aus steuern, weil aufgrund eines Gesetzes der Arbeitgeber das ermöglichen
> muß.
> So hat der olle Groening das Thema damals angefaßt.

Kenn' ich.

>> Herstellung eines Individual-Kfz
>
> 13 Tonnen Rohstoffe fürs Fahrzeug, 13 Tonnen für die Elektronik, würden
> geschätzt, las ich mal.

Einer der erstbesten Google-Links dazu:
<https://www.vcoe.at/service/fragen-und-antworten/wie-viele-ressourcen-werden-bei-der-pkw-produktion-verbraucht>
Wobei dort jetzt nicht zwischen Rohstoffen fürs Fahrzeug und die
Elektronik unterschieden wird.
Keine Ahnung, wie seriös die Seite ist; ich hab' jetzt nicht weiter dazu
recherchiert.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 26, 2022, 1:06:26 PM8/26/22
to
In article <2022Aug2...@mips.complang.tuwien.ac.at>,
Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:

> Den Bloedsinn schreibt Joerg schon seit Jahren.

Das ist kein Blödsinn. Joerg hat Recht. Finde doch einmal ein Fahrrad,
wo die Kette problemlos 26.500 km und mehr hält (wie an meinem
neuen Kagu). Es ist ja nicht so, daß es nicht ginge. Das erfahre ich ja
momentan selbst.

Meine Reifen pumpte ich in der Regel auch nur zwei Mal im Jahr nach:
einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Keine Ahnung, was da bei
den anderen los ist.

A.

--
Der schon wieda.

Anton Ertl

unread,
Aug 26, 2022, 1:34:25 PM8/26/22
to
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> writes:
>In article <2022Aug2...@mips.complang.tuwien.ac.at>,
> Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
>
>> Den Bloedsinn schreibt Joerg schon seit Jahren.
>
>Das ist kein Blödsinn. Joerg hat Recht. Finde doch einmal ein Fahrrad,
>wo die Kette problemlos 26.500 km und mehr hält (wie an meinem
>neuen Kagu).

Und da verwendest Du Kfz-Technik?

Bei meinem Motorrad habe ich WIMRE alle 6000km die Kette gewechselt.
Da hatte ich Fahrradketten, die laenger gehalten haben (aber auch
welche, die kuerzer hielten, aber nicht viel).

>Meine Reifen pumpte ich in der Regel auch nur zwei Mal im Jahr nach:
>einmal im Frühjahr und einmal im Herbst.

Und Du faehrst mit Kfz-Reifen?

Gerald Eіscher

unread,
Aug 26, 2022, 5:05:55 PM8/26/22
to
Am 24.08.22 um 23:07 schrieb Sascha Dungs:
Ich besitze gar keine Sommerreifen. Die wären nur zweimal im Jahr
unnötige Arbeit und in ein paar Jahren dürfte ich acht halb
verschlissene, überaltete Reifen wegschmeißen.

Sowas mache ich nur am Stadtfahrrad, im späten Herbst kommen die
Laufräder mit Conti TopContact Winter rein.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 27, 2022, 6:11:17 AM8/27/22
to
In article <2022Aug2...@mips.complang.tuwien.ac.at>,
Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
> Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> writes:
>> In article <2022Aug2...@mips.complang.tuwien.ac.at>,
>> Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
>>
>>> Den Bloedsinn schreibt Joerg schon seit Jahren.
>>
>> Das ist kein Blödsinn. Joerg hat Recht. Finde doch einmal ein Fahrrad,
>> wo die Kette problemlos 26.500 km und mehr hält (wie an meinem
>> neuen Kagu).
>
> Und da verwendest Du Kfz-Technik?

Meine Schläuche sind zumindest von Continental (Schlauch MTB 26
Freeride universal / 26 x 2.3 - 2.7 SV 42 mm). Mit den Reifen gibt es
auf Grund der verbauten Felgen am Sommerrad Probleme. Aber auch hier
hielten die Big Bens von Schwalbe bisher die 26.575 km durch. Die Frage
ist, ob ich die 30.000 km damit noch knacken werde.

Meine Laufräder dürften zusammen übrigens etwa 8 kg wiegen. (Gewogen
hatte ich es tatsächlich nie - ich kann mich also täuschen. Aber sie
sind sehr schwer.) Das ist ungefähr das halbe Fahrrad.

> Bei meinem Motorrad habe ich WIMRE alle 6000km die Kette gewechselt.
> Da hatte ich Fahrradketten, die laenger gehalten haben (aber auch
> welche, die kuerzer hielten, aber nicht viel).

Wenn man davon ausgeht, daß man 6.000 km - 10.000 km im Jahr mit dem
Fahrrad fährt und man mit einem Motorrad wesentlich weiter fährt, weil
es ja schneller ist, dann kommt man zu der Überlegung, daß Du dann etwa
alle zwei Monate hättest den Antrieb auswechseln müssen. Sowas würde ich
mir nicht mehr antun wollen und halte ich auch nicht für wirtschaftlich.
Auch nicht am Fahrrad, wo es früher nur 1x im Jahr fällig war.

Kann es sein, daß bei Deinem Motorrad die Kette offen läuft? Sowas habe
ich schon gesehen und würde einiges erklären.

Interessant ist übrigens zu sehen, wie viel Dreck sich oft am
Chainglider sammelt. Hier ein Beispiel aus der Schweiz:

http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-08-27/P9181120.jpg
(51 kB)

Wenn das alles in die Kette kommt, dann muß man sich echt nicht wundern.

>> Meine Reifen pumpte ich in der Regel auch nur zwei Mal im Jahr nach:
>> einmal im Frühjahr und einmal im Herbst.

> Und Du faehrst mit Kfz-Reifen?

Das ist wohl die falsche Frage. KFZ-Reifen dürfen meines Wissens nach
nicht mit Fahrrädern kompatibel sein. Wie soll das also gehen?

A.

--
Kein Anschluß unter dieser Nummer...

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 27, 2022, 7:33:22 AM8/27/22
to
In article <5a1e794e41b...@chiemgau-net.de>,
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:
> In article <2022Aug2...@mips.complang.tuwien.ac.at>,
> Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:

>> Und da verwendest Du Kfz-Technik?

> Meine Schläuche sind zumindest von Continental (Schlauch MTB 26
> Freeride universal / 26 x 2.3 - 2.7 SV 42 mm). Mit den Reifen gibt es
> auf Grund der verbauten Felgen am Sommerrad Probleme. Aber auch hier
> hielten die Big Bens von Schwalbe bisher die 26.575 km durch. Die Frage
> ist, ob ich die 30.000 km damit noch knacken werde.

Anmerken sollte man vielleicht noch, daß es sich dabei NICHT um die
dünnen Originalschläuche vom Kauf handelte. Wie ich damals bereits
gelernt hatte, hatte ich das Fahrrad kurz nach dem Kauf daheim
durchgesehen und in Ordnung gebracht. Unter anderem hatte ich das
Tretlager ausgebaut und vor dem erneuten Einbau das Gewinde geschmiert.
Und dabei wohl auch die Schläuche ausgetauscht. Die interne
Schaltansteuerung der Rohloff hatte ich aber leider übersehen gehabt.
Hatte keine Ahnung davon, was die wieder für einen Murks eingebaut
hatten. Auf die Hersteller und Händler ist halt einfach kein Verlaß.

Auf den seit heute geradelten 26.604 Kilometern hatte ich meiner
Erinnerung nach 4 oder 5 Platten. Ohne Pannenschutzeinlage wohlgemerkt.

Mir ist nicht so wichtig, daß mein Fahrrad schnell ist. Mir ist wichtig,
daß es funktioniert und wirtschaftlich ist. Für ständige Reparaturen
habe ich einfach keine Zeit.

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Gerald Eіscher

unread,
Aug 27, 2022, 4:57:30 PM8/27/22
to
Am 16.08.22 um 14:30 schrieb Stephan Gerlach:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Am 09.08.22 um 23:11 schrieb Stephan Gerlach:
>>
>>> Wie aber ist das mit der Diffusion bei den "Plastik-Folien-Schläuchen",
>>> insbesondere im Vergleich zu Butyl-Leichtschläuchen?
>>
>> Falls du die Tubolito meinst, die verwende ich in einer anderen
>> Laufradgarnitur und die halten die Luft in etwa so gut wie
>> Leichtschläuche aus Butyl, vielleicht sogar besser. Messungen habe ich
>> aber keine gemacht.
>
> Tubolito sehen laut Google orange aus.

Die *sind* orange.

> Die von mir gesehenen sind transparent, evtl. leicht gelblich mit einem
> Hauch ins Bräunliche oder beige.
>
> Könnte evtl. ein anderer Hersteller sein.

Die waren *sicher* von einem anderen Hersteller.

> Am Sonnabend hatte BTW ein Mitfahrer einen Platten mit so einem
> Schlauch; Problem soll wohl sein, sehr kleine Löcher unter Wasser zu finden.

Zuhause im Badezimmer nicht. Aber wozu unterwegs Löcher finden?
Reserveschlauch rein und weiterfahren. Das ist ja der große Vorteil von
Tubolito & Co., dass sie zusammengerollt nicht viel Platz benötigen.

> Und laut Google sind diese Schläuche nur für Scheibenbremsen zugelassen?!

Google ist ein Suchmaschine und keine Auskunftei.
Die normalen Tubolito eignen sich für Felgenbremsen, die extraleichten
nicht.

Stephan Gerlach

unread,
Aug 27, 2022, 7:16:41 PM8/27/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Am 16.08.22 um 14:30 schrieb Stephan Gerlach:

[Tubolito-Schlauch oder vergleichbares Produkt]
>> Am Sonnabend hatte BTW ein Mitfahrer einen Platten mit so einem
>> Schlauch; Problem soll wohl sein, sehr kleine Löcher unter Wasser zu finden.
>
> Zuhause im Badezimmer nicht. Aber wozu unterwegs Löcher finden?
> Reserveschlauch rein und weiterfahren. Das ist ja der große Vorteil von
> Tubolito & Co., dass sie zusammengerollt nicht viel Platz benötigen.
>
>> Und laut Google sind diese Schläuche nur für Scheibenbremsen zugelassen?!
>
> Google ist ein Suchmaschine und keine Auskunftei.

In irgendeinem Link (weiß jetzt nicht mehr welcher) stand was von "nur
für Scheibenbremsen" o.ä. Gut möglich, daß es irgendein Online-Shop war.

> Die normalen Tubolito eignen sich für Felgenbremsen, die extraleichten
> nicht.

Niedrige Schmelztemperatur?
Halten diese Schläuche erfahrungsgemäß bei einer normalen 150km-Tour bei
durchschnittlich 35°C (wobei der Maximalwert höher sein kann)?

Thomas Bliesener

unread,
Aug 29, 2022, 9:08:06 AM8/29/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Aber wozu unterwegs Löcher finden?

Um zu wissen, wo im Reifen ich nach einem Fremdkörper suchen muß?

Ja, manchmal gibt es keinen Fremdkörper, und manchmal findet man ihn
sofort. Winzige Glassplitter oder kurze Drähte aus den Karkassen von Kfz
können sich jedoch wunderbar im Reifen vor der Fingerkuppe verstecken
und piesacken den neuen Schlauch oder Flicken hinterlistig erst wieder
während der Fahrt.

Meine Ventile sind auf der rechten Seite markiert und bei korrekt
montierten Reifen befindet sich die Verschleißmarke oder ggf. die
Luftdruckangabe über dem Ventil. Das erleichtert die Zuordnung nach dem
Ausbau.

> Reserveschlauch rein und weiterfahren.

Manchmal haben die Eiligen Glück, und manchmal lache ich innerlich,
weil die Luft im neuen Schlauch nach 5 km schon wieder raus ist.
--
bli

Gerald Eіscher

unread,
Aug 29, 2022, 1:44:20 PM8/29/22
to
Am 29.08.22 um 15:04 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Aber wozu unterwegs Löcher finden?
>
> Um zu wissen, wo im Reifen ich nach einem Fremdkörper suchen muß?

In der Lauffläche, das war einfach.

> Ja, manchmal gibt es keinen Fremdkörper, und manchmal findet man ihn
> sofort. Winzige Glassplitter oder kurze Drähte aus den Karkassen von Kfz

Das Problem existiert in Mitteleuropa kaum, Kfz mit abgenutzen Reifen
werden rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen.

> können sich jedoch wunderbar im Reifen vor der Fingerkuppe verstecken

Wie soll das gehen? Ich habe noch jeden Fremdkörper gefunden, allzu oft
kommt das aber eh nicht vor.

>> Reserveschlauch rein und weiterfahren.
>
> Manchmal haben die Eiligen Glück, und manchmal lache ich innerlich,
> weil die Luft im neuen Schlauch nach 5 km schon wieder raus ist.

Anfänger.

Thomas Bliesener

unread,
Sep 5, 2022, 9:00:07 AM9/5/22
to
Stephan Gerlach schrieb:
> Ich hab's auch schon "geschafft", ein von mir(!) von Hand zugedrehtes
> Ventil später selbst nicht sofort wieder aufdrehen zu können (z.B.
> aufgrund zu schmieriger/dreckiger Finger).

Ich habe mal eine Felgenmutter bei aufgepumptem Reifen von Hand
festgedreht. Beim nächsten Plattfuß saß das Ding dann bombenfest.
Inzwischen gehen diese Muttern bei mir gleich ins Altmetall.
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Sep 5, 2022, 10:08:06 AM9/5/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
>> Ja, manchmal gibt es keinen Fremdkörper, und manchmal findet man ihn
>> sofort. Winzige Glassplitter oder kurze Drähte aus den Karkassen von Kfz
>
> Das Problem existiert in Mitteleuropa kaum, Kfz mit abgenutzen Reifen
> werden rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen.

Stimmt. Winzige Glassplitter habe ich aber schon gehabt.

>> können sich jedoch wunderbar im Reifen vor der Fingerkuppe verstecken
>
> Wie soll das gehen?

Draht oder Glassplitter schauen auf keiner Seite heraus. Das Gummi
darüber schließt sich (scheinbar) wieder, und die Einstichstelle bleibt
praktisch unsichtbar. Erst wenn man den Reifen an der Stelle aufbiegt,
wird der Fremdkörper sichtbar. Dazu muß man aber wissen, wo.

> Ich habe noch jeden Fremdkörper gefunden, allzu oft
> kommt das aber eh nicht vor.

Klar, nach dem zweiten oder dritten Platten innerhalb weniger Kilometer
schaut man dann genauer nach. ;-)

>> Manchmal haben die Eiligen Glück, und manchmal lache ich innerlich,
>> weil die Luft im neuen Schlauch nach 5 km schon wieder raus ist.
>
> Anfänger.

Wir hatten mal einen dabei, der wollte seinen Schlauch nicht flicken,
weil er nicht wisse, wie das ginge und hat einen neuen Schlauch
eingelegt. Nach wenigen Kilometern hatte er wieder einen Platten. So,
dachte ich, jetzt wird es interessant. Aber da zog der einfach einen
zweiten neuen Schlauch aus dem Rucksack. Fortgeschrittener Anfänger.
--
bli

Gerald Eіscher

unread,
Sep 5, 2022, 12:34:23 PM9/5/22
to
Am 05.09.22 um 14:13 schrieb Thomas Bliesener:
> Stephan Gerlach schrieb:
>> Ich hab's auch schon "geschafft", ein von mir(!) von Hand zugedrehtes
>> Ventil später selbst nicht sofort wieder aufdrehen zu können (z.B.
>> aufgrund zu schmieriger/dreckiger Finger).
>
> Ich habe mal eine Felgenmutter bei aufgepumptem Reifen von Hand
> festgedreht. Beim nächsten Plattfuß saß das Ding dann bombenfest.

Beim freundlichen Chinesen gibt's Abhilfe.
https://www.aliexpress.com/item/4000381994359.html
https://www.aliexpress.com/item/1005002319047925.html

> Inzwischen gehen diese Muttern bei mir gleich ins Altmetall.

Ich mag keine Ventile ohne Gewinde und Mutter, weil sich die beim
Aufstecken des Ventilkopfs gerne in die Felge verziehen.

Joerg

unread,
Sep 5, 2022, 12:56:25 PM9/5/22
to
On 8/23/22 7:12 AM, Arno Welzel wrote:
> Joerg, 2022-08-22 21:30:
>
> [...]
>> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
>> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
>> zufriedengeben. Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel
>> mindestens ein Jahr lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges
>> Betueddeln funktioniert. Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man
>> als Radfahrer ja prinzipiell auch.
>
> Luftdruck kontrollieren muss man auch beim KFZ öfter als nur einmal im
> Jahr, idealerweise alle 1-2 Monate, so wie beim Fahrrad.


Bei unseren Autos nicht. ich kontrolliere etwa alle 3-4 Monate und
stelle so gut wie keinen Druckverlust fest. Das versuche mal bei einem
Fahrrad.


> ... Bei
> neumodischeren Autos gibt es deshalb auch Reifendrucksensoren, die daran
> erinnern, nachzupumpen.
>

Nur dass man sehr selten nachpumpen muss. So wie das sein woll.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Joerg

unread,
Sep 5, 2022, 1:06:06 PM9/5/22
to
On 8/23/22 11:36 AM, Marcus Jodorf wrote:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> schrieb:
>
>> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
>> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
>> zufriedengeben.
>
> Außer, daß mittlerweile Reifendrucksensoren recht gängig geworden sind,
> ist beim Auto die Welt auch nicht anders. Da muß man genauso regelmäßig
> nachpumpen. Nur halt nicht ganz so oft.
>

Weit mehr als eine Groessenordnung seltener. Es sei denn, man hat wie
ich am Fahrrad fette dornengeschuetzte Schlaeuche, aber nichtmal das
wird beim Kauf als Ausstattung angeboten, muss man nachruesten. So muss
ich "nur" noch alle zwei Monate nachpumpen, was immer noch weit
haeufiger ist als bei unseren Autos.

Wobei ein Jahr bei einem Fahrrad zumindest am Hinterrad nicht viel
bringen wuerde, weil der Hinterreifen immer nach einigen Monaten
verschlissen ist. Denn auch die sind von weit schlechterer Qualitat als
Autoreifen und das Preis-Leistungsverhaeltnis ist sogar beim
Schnaeppchenkauf aus Asien miserabel.

Bei Vorderreifen bekomme ich am Fahrrad 2-3 Jahre raus, dann sind die
Flanken rissig und die Laufflaeche schraeg abgefahren. Beim Auto
hingegen locker 12-15 Jahre. In beiden Faellen Garagenaufbewahrung,
draussen waere der Unterscheid sicher noch krasser.


>> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel
>> mindestens ein Jahr lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges
>> Betueddeln funktioniert.
>
> Da funktioniert ein Jahr ohne Nachpumpen genausowenig.
>

Bei unseren Autos schon. Ich pumpe etwa ein Mal pro Jahr nach und da
muessen lediglich 2-3psi (Bruchteile eines Bars) nachgepumpt werden.

Gerald Eіscher

unread,
Sep 5, 2022, 2:22:22 PM9/5/22
to
Am 28.08.22 um 01:35 schrieb Stephan Gerlach:
> Gerald Eіscher schrieb:
>
>> Die normalen Tubolito eignen sich für Felgenbremsen, die extraleichten
>> nicht.
>
> Niedrige Schmelztemperatur?

Schmelzen tut noch lange nichts, aber praktisch alle Materialen
verlieren bei erhöhter Temperatur an Festigkeit, insbesonders
Kunststoffe. Und dünnere Schlauche geben unter Druckbelastung halt eher
nach als dickere.


> Halten diese Schläuche erfahrungsgemäß bei einer normalen 150km-Tour bei
> durchschnittlich 35°C (wobei der Maximalwert höher sein kann)?

Das musst du jemanden fragen die oder der mit Tubolitos bei 35 °C 150 km
lange Touren unternimmt. Aber ich wüsst nicht, wieso das irgendein
Schlauch nicht aushalten sollte, solange man nicht dauerbremsend einen
Pass herunter fährt.

Gerald Eіscher

unread,
Sep 5, 2022, 2:34:38 PM9/5/22
to
Am 05.09.22 um 15:08 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>>> Ja, manchmal gibt es keinen Fremdkörper, und manchmal findet man ihn
>>> sofort. Winzige Glassplitter oder kurze Drähte aus den Karkassen von Kfz
>>
>> Das Problem existiert in Mitteleuropa kaum, Kfz mit abgenutzen Reifen
>> werden rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen.
>
> Stimmt. Winzige Glassplitter habe ich aber schon gehabt.

Ich auch. Einer hat sogar angekündigt, dass er gerade dabei ist, sich
zum Schlauch vorzuarbeiten. Tik-Tik-Tik-...
Ich habe mir gedacht, egal, bin ich gleich da. Die letzten Meter musste
ich dann schieben ;-/
War die einzige Panne mit diesen Vredestein Reifen auf 14 Mm.

>>> können sich jedoch wunderbar im Reifen vor der Fingerkuppe verstecken
>>
>> Wie soll das gehen?
>
> Draht oder Glassplitter schauen auf keiner Seite heraus.

So fiese Glassplitter hatte ich noch nicht. Meistens jedenfalls kann man
die sehen oder erfühlen und erspart sich, das Loch im Schlauch zu
lokalisieren.

>>> Manchmal haben die Eiligen Glück, und manchmal lache ich innerlich,
>>> weil die Luft im neuen Schlauch nach 5 km schon wieder raus ist.
>>
>> Anfänger.
>
> Wir hatten mal einen dabei, der wollte seinen Schlauch nicht flicken,
> weil er nicht wisse, wie das ginge und hat einen neuen Schlauch
> eingelegt. Nach wenigen Kilometern hatte er wieder einen Platten. So,
> dachte ich, jetzt wird es interessant. Aber da zog der einfach einen
> zweiten neuen Schlauch aus dem Rucksack. Fortgeschrittener Anfänger.

Und wenn er nicht gestorben ist, zieht er noch heute neue Schläuche aus
seinem Rucksack... :-)

Joerg

unread,
Sep 5, 2022, 5:55:36 PM9/5/22
to
On 9/5/22 12:53 PM, Marcus Jodorf wrote:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> schrieb:
>
>> Bei Vorderreifen bekomme ich am Fahrrad 2-3 Jahre raus, dann sind die
>> Flanken rissig und die Laufflaeche schraeg abgefahren. Beim Auto
>> hingegen locker 12-15 Jahre. In beiden Faellen Garagenaufbewahrung,
>> draussen waere der Unterscheid sicher noch krasser.
>
> Falls Du tatsächlich 12-15 Jahre alte Autoreifen noch im öffentlichen
> Straßenverkehr verwenden solltest, dann bist Du gemeingefährlich.
>

https://matsonauto.com/how-old-is-too-old-for-tires/

Zitat "Some tire manufacturers like Michelin and Continental give a
10-year limit".

Wir benutzen Michelin. Es haengt stark davon ob, wie man die Reifen
benutzt und vor allem, wo sie "schlafen". Bei uns stehen Autos sowie
Fahrraeder stets in der Garage und als eifriger Radfaher bleibt mein
Auto unter 2000km/Jahr, da ich schon mehr als 20 Jahre nicht mehr
pendle. Das Rennrad sieht etwa 4000km.

Mein Auto ist 26 Jahre alt und hat den zweiten Satz Reifen. Der erste
hatte nach 15 Jahren und 80000km (!) noch gut halbes Profil und keine
Rissbildung, aber ich habe ihn aus Altergruenden ausgetauscht. Versuche
das mal mit einem Fahrrad.

Joerg

unread,
Sep 5, 2022, 6:16:53 PM9/5/22
to
On 8/23/22 11:44 AM, Marcus Jodorf wrote:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> schrieb:
>
>> Geht kaum noch. Vollgummi fuer RR bekommt man praktisch nicht
>> mehr.
>
> Gar kein Problem.
>
> Zum Beispiel
>
> <https://www.tannus.de/>
>

Interessant, danke! In der Hoffung, dass das innen nicht relativ weicher
Schaumstoff ist.


> Gibt es auch ganz normal über Amazon, ebay, usw.
>

Tatsaechlich, allerdings nicht in 25mm.

https://www.amazon.com/Tannus-Airless-700x28c-Puncture-Proof-Hardness/dp/B08FHZM12V

28mm kriege ich hinten nicht in den Gazelle-Rennradrahmen hinein. Die
giftgruene Farbe wuerde mich nicht jucken. Ich habe auch keine Reviews
gefunden, wie sich das faehrt. Wegen hoher Gepaecklast habe ich hinten
meist 120psi oder gut 8bar drin. Da moechte ich keine hoehere Abrollast
haben.

Muss ich mal weiter suchen. Wenn es da eine "knochenharte" Version fuer
meine Felgenbreite gaebe, waere das natuerlich das Sahnehaeubchen. Die
Felgenbreite ist dabei wohl kritisch. Bis auf die Haerte und
Abrollwiderstand waeren mir die Fahreigenschaften egal.

Dieser Artikel laesst hoffen, 110psi gibt es, auch wenn das
Abrollverhalten nicht super sein soll:

http://www.bikeroar.com/articles/tannus-airless-solid-tire-review-aither-1-dot-1-road

Die Preise sind allerdings gesalzen, doch das ist bei nicht-asiatischen
Fahradteilen fast immer so.

[...]

Joerg

unread,
Sep 5, 2022, 6:39:00 PM9/5/22
to
On 8/23/22 5:14 PM, Stephan Gerlach wrote:
> Joerg schrieb:
>> On 8/22/22 4:38 PM, Stephan Gerlach wrote:
>>> Joerg schrieb:
>>>
>>>> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel mindestens ein Jahr
>>>> lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges Betueddeln
>>>> funktioniert.
>
> [...]
>
>>>  > Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man als Radfahrer ja
>>>  > prinzipiell auch.
>>>
>>> Ist damit Kettenschmierstoff "nachfüllen" gemeint?
>>>
>>
>> Nein, Trunk und Mampf :-)
>
> Muß man auch als Auto-/Motorradfahrer :-) .
>

Aber bei weitem nicht so viel :-)


>> Als erstes ist mir das auf einer Fahrt von gut 100km in Germanien
>> aufgefallen, als ich auch ein Auto hatte. Die Spritkosten auf dem
>> Fahrrad waren erheblich hoeher als mit meinem Auto.
>
> Das ist jetzt ungewöhnlich. Hattest du nach Fahrradfahrten erheblich(!)
> mehr Trunk und Mampf konsumiert wie nach Autofahrten?
>

Litermaessig nicht ganz, doch der Anteil der Gerstenkaltschale kostete
ein Vielfaches des Benzins. Wobei mein damaliges Auto mit 4.5l/100km
Normalbenzin bleifrei auskam.

Kostenvergleich heute:

1 Gallone Normalbenzin: $4.75. Damit habe ich frueher etwa 80km im Auto
geschafft, also aehnlich wie die Strecke einer meiner heutigen
Radfahrten (ist hier alles was weiter auseinander als in Germanien). Das
heutige "modernere" Auto braucht mehr, auf 80km kaeme es gemittelt mit
$12 aus (KFZ $10, SUV $15).

1 Pint gutes Bier aus der Braukneipe: $8 plus Trinkgeld, also rund $10.
Das kommt dann auf $80 pro Gallone. Mein selbstgebrautes fuer MTB-Touren
natuerlich nicht, das liegt bei $10/Gallone. Sagen wir mal zwei Pints,
die bei heissem Wetter einfach verdampfen, macht per Braukneipe rund $20
Kosten fuer 80km Fahrstrecke. Plus Brote.


>> Dafuer schmeckte es allerdings auch.
>
> Oder es war "nur" die Qualität der Nahrung besser als nach/während
> dem/des Autofahren(s).
>

Ok, Billigploerre trinke ich nicht und auch beim Futter solle es schon
gescheiter Brie auf dem Brot sein, und den gibt es nur aus Frankreich.
Das halte ich bis heute auf Radfahrten so, ausser dass der Brie hier
wegen der Entfernung noch weit mehr kostet. Dann noch eine Art
Fleischkaese mit Oliven, und so.

Zu Uni-Zeiten habe ich weit mehr verputzt als heute, im Alter wird der
Koerper offenbar bei gleicher Fahrleistung energiesparender. Warum auch
immer.

Joerg

unread,
Sep 5, 2022, 6:43:15 PM9/5/22
to
On 8/23/22 12:25 AM, Anton Ertl wrote:
> Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> writes:
>> Joerg schrieb:
>>> Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
>>> Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.
>
> Ah ja, am Rennrad wie am MTB. Nicht sehr plausibel, wegen
> unterschiedlichem Druck und unterschiedlichen Reifendimensionen.
>

Falls das noch nicht bis nach Oestereich durchgedrungen sein sollte: Ja,
es gibt diese Art Schlaeuche tatsaechlich fuer MTB-Schlappen der
Kategorie 29" und 2.2" Breite sowie auch fuer Rennraeder mit 700c und
25mm Breite.

Was soll daran jetzt nicht plausibel sein? Dass ich keine Reifenpannen
mag? Meine letzte ist geschaetzt 10000km her und entstand durch
Karkassenschaden (Geflecht gab auf).

[...]

Stephan Gerlach

unread,
Sep 5, 2022, 8:00:27 PM9/5/22
to
Joerg schrieb:
> On 8/23/22 5:14 PM, Stephan Gerlach wrote:
>> Joerg schrieb:
>>> On 8/22/22 4:38 PM, Stephan Gerlach wrote:
>>>> Joerg schrieb:
>>>>
>>>>> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel mindestens ein Jahr
>>>>> lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges Betueddeln
>>>>> funktioniert.
>>
>> [...]
>>
>>>> > Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man als Radfahrer ja
>>>> > prinzipiell auch.
>>>>
>>>> Ist damit Kettenschmierstoff "nachfüllen" gemeint?
>>>>
>>>
>>> Nein, Trunk und Mampf :-)
>>
>> Muß man auch als Auto-/Motorradfahrer :-) .
>>
>
> Aber bei weitem nicht so viel :-)

OK, das dürfte dann von der speziellen Person abhängen. Bei mir selbst
gibt's da nicht den Riesen-Unterschied bezüglich der Nahrungsaufnahme,
ob ich z.B. am Sonnabend eine ca. 100- bis 150-km-Runde gefahren bin
oder nicht.
Im Sommer gibt's nach Radfahrten vielleicht etwas mehr Getränke als ohne.

Eventuelle Autofahrten habe ich dabei gar nicht betrachtet.

>>> Als erstes ist mir das auf einer Fahrt von gut 100km in Germanien
>>> aufgefallen, als ich auch ein Auto hatte. Die Spritkosten auf dem
>>> Fahrrad waren erheblich hoeher als mit meinem Auto.
>>
>> Das ist jetzt ungewöhnlich. Hattest du nach Fahrradfahrten
>> erheblich(!) mehr Trunk und Mampf konsumiert wie nach Autofahrten?
>>
>
> Litermaessig nicht ganz, doch der Anteil der Gerstenkaltschale kostete
> ein Vielfaches des Benzins.

Auch nach/vor der Autofahrt wirst du irgendwas getrunken haben?!

> Wobei mein damaliges Auto mit 4.5l/100km
> Normalbenzin bleifrei auskam.
>
> Kostenvergleich heute:
>
> 1 Gallone Normalbenzin: $4.75. Damit habe ich frueher etwa 80km im Auto
> geschafft, also aehnlich wie die Strecke einer meiner heutigen
> Radfahrten (ist hier alles was weiter auseinander als in Germanien). Das
> heutige "modernere" Auto braucht mehr, auf 80km kaeme es gemittelt mit
> $12 aus (KFZ $10, SUV $15).

Was hier vielleicht dazukommt: Die Preise beziehen sich vermutlich auf
die USA, und AFAIK ist dort Sprit für Autos um einiges billiger als
hierzulande.

> 1 Pint gutes Bier aus der Braukneipe: $8 plus Trinkgeld, also rund $10.
> Das kommt dann auf $80 pro Gallone. Mein selbstgebrautes fuer MTB-Touren
> natuerlich nicht, das liegt bei $10/Gallone. Sagen wir mal zwei Pints,
> die bei heissem Wetter einfach verdampfen, macht per Braukneipe rund $20
> Kosten fuer 80km Fahrstrecke. Plus Brote.

Das ist dann wohl "unnötiger" Luxus, den man sich beim Radfahren
leistet; wobei wir hier auch zuweilen unterwegs einkehren und da nicht
immer aufs Geld gucken.

Bedenke, daß wie gesagt auch beim Autofahren noch die Nahrung dazukommt.
Theoretisch könnte man da auch an irgendeiner Raststätte anhalten und
ausgiebig speisen (wenn auch alkoholfrei).

>>> Dafuer schmeckte es allerdings auch.
>>
>> Oder es war "nur" die Qualität der Nahrung besser als nach/während
>> dem/des Autofahren(s).
>>
>
> Ok, Billigploerre trinke ich nicht und auch beim Futter solle es schon
> gescheiter Brie auf dem Brot sein, und den gibt es nur aus Frankreich.
> Das halte ich bis heute auf Radfahrten so, ausser dass der Brie hier
> wegen der Entfernung noch weit mehr kostet. Dann noch eine Art
> Fleischkaese mit Oliven, und so.

Alles richtig; aber wie schon gesagt wird man auch vor/während/nach
Autofahrten irgendwann Nahrung zu sich nehmen.

Stephan Gerlach

unread,
Sep 5, 2022, 8:11:51 PM9/5/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Am 05.09.22 um 15:08 schrieb Thomas Bliesener:
>> Gerald Eіscher schrieb:
>>>> Ja, manchmal gibt es keinen Fremdkörper, und manchmal findet man ihn
>>>> sofort. Winzige Glassplitter oder kurze Drähte aus den Karkassen von Kfz
>>> Das Problem existiert in Mitteleuropa kaum, Kfz mit abgenutzen Reifen
>>> werden rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen.
>> Stimmt. Winzige Glassplitter habe ich aber schon gehabt.
>
> Ich auch. Einer hat sogar angekündigt, dass er gerade dabei ist, sich
> zum Schlauch vorzuarbeiten. Tik-Tik-Tik-...
> Ich habe mir gedacht, egal, bin ich gleich da. Die letzten Meter musste
> ich dann schieben ;-/

Apropos "schieben bei Platten", vor allem unter der Bedingung, daß der
Ersatzschlauch defekt ist oder mindestens eines der 3 Utensilien
Ersatzschlauch, Pumpe, Reifenheber vergessen wurde:

Es gibt auch die Variante, den Reifen kurz aufzupumpen, um damit ein
paar Meter zu fahren, dann erneut aufpumpen, weiterfahren ... usw.

Oder sogar die Extrem-Variante:

Mit dem platten(!) Reifen weiterfahren.
Wenn es der Vorderreifen ist, lenkt sich das sehr bescheiden. Die
Strecke sollte nach Möglichkeit nur geradeaus gehen.

Allerdings stehen die Chancen überraschend gut, daß hinterher sowohl
Mantel als auch Schlauch (der geflickt werden muß) noch fahrbar sind.

Karl Müller

unread,
Sep 6, 2022, 12:59:57 AM9/6/22
to
Am Mon, 05 Sep 2022 21:53:44 +0200 schrieb Marcus Jodorf:

> Joerg <ne...@analogconsultants.com> schrieb:
>
>> Bei Vorderreifen bekomme ich am Fahrrad 2-3 Jahre raus, dann sind die
>> Flanken rissig und die Laufflaeche schraeg abgefahren. Beim Auto
>> hingegen locker 12-15 Jahre. In beiden Faellen Garagenaufbewahrung,
>> draussen waere der Unterscheid sicher noch krasser.
>
> Falls Du tatsächlich 12-15 Jahre alte Autoreifen noch im öffentlichen
> Straßenverkehr verwenden solltest, dann bist Du gemeingefährlich.
>

Mit Verlaub, das ist Unsinn

Ein Motorrad Fahrender Kollege von mir hat von seinem Reifenhersteller
schriftlich zur Vorlage beim TüV eine Bescheinigung erhalten, dass es für
die vom Hersteller vertriebenen Reifen keine Altersbeschränkung gibt.

Der TüV hat übrigens gar nicht danach gefragt obwohl der Prüfer die
Reifen wohl ausführlich inspiziert hatte (vielleicht fehlt ihm die
Rechtsgrundlage nur auf Grund des Alters eines Reifens die Plakette zu
verweigern - das weiß der bestimmt besser als wir beide)

mfg

Karl

Rolf Mantel

unread,
Sep 6, 2022, 3:15:40 AM9/6/22
to
Am 06.09.2022 um 02:30 schrieb Stephan Gerlach:

> Es gibt auch die Variante, den Reifen kurz aufzupumpen, um damit ein
> paar Meter zu fahren, dann erneut aufpumpen, weiterfahren ... usw.
>
> Oder sogar die Extrem-Variante:
>
> Mit dem platten(!) Reifen weiterfahren.

BTDT. Mit 16 am Ende eines Weinfests war mit der Zustand des Fahrrads egal.

Mein Sohn (zufällig auch 16) ist nach einem Platten 3km zurück (steil
bergab mit scharfen Kurven) gefahren, um den Reifen bei seinem Freund zu
flicken.

> Wenn es der Vorderreifen ist, lenkt sich das sehr bescheiden. Die
> Strecke sollte nach Möglichkeit nur geradeaus gehen.

Auf dem ersten Liegerad (Kingcycle) musste ich bei kaputtem Mantel vorne
irgendwie zum nächsten Ort kommen (da das zufällig im Elsass war, hatte
der Fahrradhändler sogar einen passenden Mantel). Der Weg dorthin
enthielt ordentlich Adrenalin und ein paar unfreiwillige Stopps...

Ulf Kutzner

unread,
Sep 6, 2022, 3:27:57 AM9/6/22
to
Gerald Eіscher schrieb am Montag, 5. September 2022 um 20:34:38 UTC+2:
> Am 05.09.22 um 15:08 schrieb Thomas Bliesener:
> > Gerald Eіscher schrieb:

> >>> Ja, manchmal gibt es keinen Fremdkörper, und manchmal findet man ihn
> >>> sofort. Winzige Glassplitter oder kurze Drähte aus den Karkassen von Kfz
> >>
> >> Das Problem existiert in Mitteleuropa kaum, Kfz mit abgenutzen Reifen
> >> werden rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen.
> >
> > Stimmt. Winzige Glassplitter habe ich aber schon gehabt.

> Ich auch. Einer hat sogar angekündigt, dass er gerade dabei ist, sich
> zum Schlauch vorzuarbeiten. Tik-Tik-Tik-...
> Ich habe mir gedacht, egal, bin ich gleich da. Die letzten Meter musste
> ich dann schieben ;-/
> War die einzige Panne mit diesen Vredestein Reifen auf 14 Mm.

> >>> können sich jedoch wunderbar im Reifen vor der Fingerkuppe verstecken
> >>
> >> Wie soll das gehen?
> >
> > Draht oder Glassplitter schauen auf keiner Seite heraus.

> So fiese Glassplitter hatte ich noch nicht. Meistens jedenfalls kann man
> die sehen oder erfühlen und erspart sich, das Loch im Schlauch zu
> lokalisieren.

Wenn man den Schlauch nicht tauscht, sondern flickt, muß man das eh.

Gruß, ULF

Ulf Kutzner

unread,
Sep 6, 2022, 3:31:01 AM9/6/22
to
Rolf Mantel schrieb am Dienstag, 6. September 2022 um 09:15:40 UTC+2:
> Am 06.09.2022 um 02:30 schrieb Stephan Gerlach:
>
> > Es gibt auch die Variante, den Reifen kurz aufzupumpen, um damit ein
> > paar Meter zu fahren, dann erneut aufpumpen, weiterfahren ... usw.
> >
> > Oder sogar die Extrem-Variante:
> >
> > Mit dem platten(!) Reifen weiterfahren.

> BTDT. Mit 16 am Ende eines Weinfests war mit der Zustand des Fahrrads egal.
>
> Mein Sohn (zufällig auch 16) ist nach einem Platten 3km zurück (steil
> bergab mit scharfen Kurven) gefahren, um den Reifen bei seinem Freund zu
> flicken.

> > Wenn es der Vorderreifen ist, lenkt sich das sehr bescheiden. Die
> > Strecke sollte nach Möglichkeit nur geradeaus gehen.

> Auf dem ersten Liegerad (Kingcycle) musste ich bei kaputtem Mantel vorne
> irgendwie zum nächsten Ort kommen (da das zufällig im Elsass war, hatte
> der Fahrradhändler sogar einen passenden Mantel). Der Weg dorthin
> enthielt ordentlich Adrenalin und ein paar unfreiwillige Stopps...

Wenn Du das mit Pkw machst, darfst Du dann zumeist auch die Felgen tauschen.

Karl Müller

unread,
Sep 6, 2022, 2:03:55 PM9/6/22
to
Am Tue, 06 Sep 2022 18:44:31 +0200 schrieb Marcus Jodorf:

> Karl Müller <mt...@gmx.de> schrieb:
>
>>> Falls Du tatsächlich 12-15 Jahre alte Autoreifen noch im öffentlichen
>>> Straßenverkehr verwenden solltest, dann bist Du gemeingefährlich.
>>>
>>>
>> Mit Verlaub, das ist Unsinn
>
> Nein.
>

Doch, wenn es wirklich gemeingefährlich[1] wäre, so wie Du es
beschreibst, dann wäre es gesetzlich reglementiert. Du hättest wohl gerne
Reifen, die älter als 10 Jahre sind, als Kriegswaffen verboten?

>> Ein Motorrad Fahrender Kollege von mir hat von seinem Reifenhersteller
>> schriftlich zur Vorlage beim TüV eine Bescheinigung erhalten, dass es
>> für die vom Hersteller vertriebenen Reifen keine Altersbeschränkung
>> gibt.
>
> Die braucht er nicht, weil es keine gesetzliche Altersgrenze gibt.
> Wenn ein Reifen nicht beschädigt ist, muß der TÜV den durchwinken,
> selbst wenn der komplett steinalt ist.
>

Aha - Du bist für Erkenntnisse offen. Das ist schon mal ein guter Anfang

>> Der TüV hat übrigens gar nicht danach gefragt obwohl der Prüfer die
>> Reifen wohl ausführlich inspiziert hatte (vielleicht fehlt ihm die
>> Rechtsgrundlage nur auf Grund des Alters eines Reifens die Plakette zu
>> verweigern - das weiß der bestimmt besser als wir beide)
>
> Da fehlt die Rechtsgrundlage.
> Offizielle Empfehlung des TÜV ist allerdings, Reifen sollten am Besten
> nach 6 Jahren erneuert werden und spätestens nach 10. Empfehlung wie
> gesagt.
>

Empfehlung ist eine Empfehlung [2]

> Aus persönlicher Erfahrung über lange Jahre kann ich Dir allerdings
> sagen, daß die Empfehlungen durchaus sinnvoll sind. Auch Reifen
> verhärten mit der Zeit und verlieren Grip.
>
> 6 Jahre ist meiner Erfahrung nach etwas zu vorsichtig - aber bei
> Billigreifen mag es sogar sinnvoll sein. Aber auch bei guten Reifen
> halte ich 10 Jahre normalerweise für die so ziemlich äußerste Grenze.
> Dann ist in der Regel die Leistung schon merklich schlechter.
>
> Ich hab z.B. auf einem Wagen im Moment ca. 8 Jahre alte Reifen, mit noch
> praktisch vollem Profil (Laufleistung nur ca. 4tkm). Mäßige
> Reifenqualität aber immerhin noch US Markenprodukt. Waren lange Jahre
> völlig in Ordnung. Die sind jetzt aber praktisch unbrauchbar und werden
> erneuert.
> Bei Nässe muß man da jetzt manche Kurven tatsächlich sehr sanft und
> merklich langsamer als noch vor 3 oder 4 Jahren nehmen, damit man nicht
> rauskreiselt.

Wo ist denn das Problem etwas langsamer um die Kurve zu fahren?
Du musst Dein Fahrzeug immer sicher beherrschen und dazu zählt auch das
Anpassen der Geschwindigkeit.

> Als Oldtimerbesitzer mit meist wenig genutzten aber halt alternden
> Reifen hab ich die Erfahrung ähnlich schon mehrfach machen dürfen. Nach
> spätestens ungefähr 10 Jahren leidet die Sicherheit normalerweise
> wirklich.
>

Also wenn ich einen Oldtimer-Porsche über den gesperrten Nürburgring
heizen will dann mag das zutreffen (viel Spaß dabei - ernst gemeint!)

Ansonsten pass doch einfach Deine gefahrene Geschwindigkeit an die
aktuellen Verhältnisse an.

Du darfst natürlich auch Deine Reifen nach 6,8,10 oder 12 Jahren wechseln
obwohl sie noch genug Profil haben. Das von anderen zu erwarten, die
vernünftig ihr Fahrzeug bewegen, ist aber sicherlich übertrieben.

Und gemeingefährlich, um zum Ausgang zurück zu finden, sind für mich eher
die, die die Haftung ihrer Reifen regelmäßig in einer Kurve an die Grenze
bringen - andere dürfen natürlich anderer Auffassung sein

mfg

Karl

[1] Als gemeingefährlich werden in der Rechtssprache Handlungen und
Situationen bezeichnet, die eine Gefahr nicht nur für einzelne bestimmte
Personen, sondern für die Allgemeinheit darstellen.

[2] Empfehlung: Handlung, die darin besteht, anderen einen Vorschlag zu
machen, etwas Bestimmtes zu tun oder zu unterlassen. Eine Empfehlung hat
weder einen fordernden Charakter noch ist mit Sanktionen belegt, wenn man
der Empfehlung nicht folgt

Karl Müller

unread,
Sep 6, 2022, 2:04:43 PM9/6/22
to
Ein weiterer Vorteil von Fahrrädern :-)

mfg

Karl

Marc Stibane

unread,
Sep 6, 2022, 3:53:35 PM9/6/22
to
Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Am 24.08.22 um 23:07 schrieb Sascha Dungs:

>> Als in München wohnender Mensch habe ich tatsächlich auch schonmal
>> einen Sommer lang die Winterreifen drauf gelassen,

Das macht man in Österreich eigentlich regelmäßig. Wenn man gegen Ende
des Winters feststellt, dass die Reifen keine 4mm Profil mehr haben,
dann können sie im nächsten Winter sowieso nicht mehr verwendet werden.
Also fährt man sie den ganzen Sommer über noch runter (bis min. 1,6mm)
und kauft dann gleich neue Winterreifen. Siehe *)


>> weil das Auto sowieso kaum bewegt wurde in der warmen Jahreszeit...
> Ich besitze gar keine Sommerreifen. Die wären nur zweimal im Jahr
> unnötige Arbeit und in ein paar Jahren dürfte ich acht halb
> verschlissene, überaltete Reifen wegschmeißen.

D.h. Du nimmst Ganzjahresreifen?
Auch die haben das Problem, dass sie für den Winterbetrieb die 4mm
Profiltiefe brauchen wo im Sommer alles über 1,6mm reicht.

<https://www.oesterreich.gv.at/themen/freizeit_und_strassenverkehr/kfz/10/Seite.063320.html>

*) Winterreifen, die diese Mindestprofiltiefe nicht mehr erreichen, aber
über der Mindestprofiltiefe von Sommerreifen liegen, dürfen grund-
sätzlich als Sommerreifen weiterverwendet werden.

--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?

Gerald Eіscher

unread,
Sep 6, 2022, 4:56:15 PM9/6/22
to
Am 06.09.22 um 21:53 schrieb Marc Stibane:
> Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Ich besitze gar keine Sommerreifen. Die wären nur zweimal im Jahr
>> unnötige Arbeit und in ein paar Jahren dürfte ich acht halb
>> verschlissene, überaltete Reifen wegschmeißen.
>
> D.h. Du nimmst Ganzjahresreifen?

Nein, Winterreifen, waren am Auto drauf. Als nächste Reifen kommen
wahrscheinlch Ganzjahresreifen drauf.

> Auch die haben das Problem, dass sie für den Winterbetrieb die 4mm
> Profiltiefe brauchen wo im Sommer alles über 1,6mm reicht.

Danke für den Hinweis, habe ich nicht zuende gedacht. Das würde
irgendwann darauf hinauslaufen, dass ich im Winter Ganzjahresreifen
benutze und im Sommer die Winterreifen runter fahre ;-)

Arva, avpug vz Reafg, qnsüe xnhsr vpu xrvar mjrvgre Tneavghe Srytra.

Karl Müller

unread,
Sep 6, 2022, 5:14:23 PM9/6/22
to
Am Tue, 06 Sep 2022 21:37:08 +0200 schrieb Marcus Jodorf:

> Karl Müller <mt...@gmx.de> schrieb:
>
>>> Die braucht er nicht, weil es keine gesetzliche Altersgrenze gibt.
>>> Wenn ein Reifen nicht beschädigt ist, muß der TÜV den durchwinken,
>>> selbst wenn der komplett steinalt ist.
>>>
>>>
>> Aha - Du bist für Erkenntnisse offen. Das ist schon mal ein guter
>> Anfang
>
> Das ist nebenbei keine Erkenntnis, das ist banales Wissen, das man
> normalerweise hat, wenn man in dem Thema zufällig ein wenig drin ist.
>
>> Empfehlung ist eine Empfehlung [2]
>
> Ach?
>
>> Wo ist denn das Problem etwas langsamer um die Kurve zu fahren? Du
>> musst Dein Fahrzeug immer sicher beherrschen und dazu zählt auch das
>> Anpassen der Geschwindigkeit.
>
> Blahblah. Was bringt Dich denn zu dem Gedanken, daß ich meine
> Geschwindigkeit nicht anpassen und mein Fahrzeug nicht beherrschen
> würde? Und was hat das damit zu tun, wie sicherheitskritisch die
> Leistung der Reifen ist?
>

Reine Vermutung aus Deinen Beiträgen hier - und seit wann haben denn
Reifen eine Leistung? Diesen Begriff Leistung kenne z.B. aus der
Motorentechnik und, ich gebe es zu, aus Werbungssprüchen von
Reifenherstellern... Verlass Dich nicht zu sehr auf Sprüche aus der
Werbung

> Aber gut, bevor Du Dich weiter in seltsamen Vorstellungen und Annahmen
> verrennst, versuche ich es etwas konkreter:
>
> Das Problem ist, daß die Leistungeinbuße dabei absolut recht drastisch
> ausfallen kann. Schon mehrfach erlebt (etwa bei Fahrzeugen anderer
> Besitzer - das Problem mit manchmal überalterten Reifen ist bei Oldi
> Besitzern nicht völlig untypisch. Manche speziellen Reifen sind extrem
> schwer zu beschaffen - Weißwandreifen beispielsweise - so daß manche
> Besitzer fast gezwungen sind, Vorhandenes extrem lange zu fahren, um die
> Originaloptik zu erhalten.)
>
> Als erfahrener Fahrer kennt man das und kann damit nat. umgehen. Der
> Besitzer, der damit regelmäßig fährt, ist sicher auch darauf
> eingestellt.
> Aber falls mit sowas mal jemand fahren sollte, der nicht soviel
> Erfahrung hat...
>

Der muss seine Fahrweise an ein unbekanntes Fahrzeug anpassen. Du tust
gerade so, als ob ein alter Reifen sich so verhält wie ein Fahrzeug mit
defekten Bremsen - dem ist nicht so, glaube mir

> Falls Du Dir mal ein Auto oder Rad leihst, wo plötzlich der Bremsweg
> massiv länger ist oder die Kurvenhaftung nur halb so gut ist, als was Du
> sonst nach jedem gesundem Menschenverstand erwarten würdest... so
> ungefähr kannst Du Dir das vorstellen.

Habe ich schon gemacht - man fährt besonders vorsichtig los und gewöhnt
sich langsam an das Fahrverhalten. Du scheinst so etwas nicht zu können
und rast sofort los?

> Mit sowas rechnet ganz sicher nicht jeder - und eher noch weniger bei

Jeder, der einen Führerschein hat, hat gelernt, dass er niemanden
gefährden darf und die Vernünftigen fahren entsprechend

> halbwegs modernen Fahrzeugen. Bei Oldis ist das sogar noch
> unproblematisch - die Besitzer kennen da normal jede Eigenheit und Macke
> ihrer Schätzchen und gehen auch entsprechend vorsichtig mit denen
> anderer um.
> Das „halb so gut“ ist dabei übrigens je nach Alter nicht übertrieben.
>

Du bist also der Ansicht, dass ein 20 Jahre alter Reifen zu einem
doppelten Not-Bremsweg führt? Dann fahre entsprechend vorsichtig, wenn Du
diese Erkenntnis hast. Alles andere wäre verantwortungslos aber bestimmt
nicht gemeingefährlich

>>> Als Oldtimerbesitzer mit meist wenig genutzten aber halt alternden
>>> Reifen hab ich die Erfahrung ähnlich schon mehrfach machen dürfen.
>>> Nach spätestens ungefähr 10 Jahren leidet die Sicherheit normalerweise
>>> wirklich.
>>
>> Also wenn ich einen Oldtimer-Porsche über den gesperrten Nürburgring
>> heizen will dann mag das zutreffen (viel Spaß dabei - ernst gemeint!)
>
> Quatsch. Selbstverständlich rede ich von Alltag. Abstruse Sonderfälle
> sind eher der Fetisch von Usenetnutzern.
>
>> Ansonsten pass doch einfach Deine gefahrene Geschwindigkeit an die
>> aktuellen Verhältnisse an.
>
> Wenn Du z.B. mal in einen Wagen mitgefahren bist, dem innerorts bei kaum
> mehr als Schrittgeschwindigkeit ohne Gas in einer normalen 90 Grad Kurve
> der Hintern wegdreht, nur weil es etwas Feucht und die Reifen fast 20
> Jahre alt waren, dann siehst Du das vielleicht anders. Der Besitzer hat
> dann auch sofort neue Reifen angeschafft. Nein, kein jugendlicher Raser,
> sondern alter Herr, der normal immer überaus vorsichtig in seinem alten
> Schätzchen unterwegs war.
>

Anekdotenbeweis? Ich habe einen Kollegen, die fahren einen Käfer mit 25
Jahre alten Reifen, da er diesen Käfer nur ein paar mal im Jahr ausfährt

Der hat keine Probleme mit der Reifen-Sicherheit - komisch...

>> Du darfst natürlich auch Deine Reifen nach 6,8,10 oder 12 Jahren
>> wechseln obwohl sie noch genug Profil haben. Das von anderen zu
>> erwarten, die vernünftig ihr Fahrzeug bewegen, ist aber sicherlich
>> übertrieben.
>
> Ich würde es sicherlich empfehlen. Und ob museale Reifen, die ja nicht
> nur Dekoration sind, wirklich noch unter „vernünftig Fahrzeug bewegen“
> fallen, würde ich mal doch grundsätzlich bezweifeln.
>

Nochmal, es geht um das reine Alter eines Reifen, nicht um den
technischen Zustand.

>> Und gemeingefährlich, um zum Ausgang zurück zu finden, sind für mich
>> eher die, die die Haftung ihrer Reifen regelmäßig in einer Kurve an die
>> Grenze bringen
>
> „Regelmäßig in einer Kurve an die Grenze bringen“ ist allerdings schon
> phantasievoll, auch wenn ich hier keinen irgendwie gearteten geschweige
> denn logischen Zusammenhang sehen kann.
>

Also es soll durchaus Typen von Kraftfahrzeug-Benutzern geben (übrigens
auch Fahrrad/Pedelec fahrende Menschen), die ständig im Renn-Modus sind

Mag für Dich nicht zutreffen, das kann ich nicht beurteilen. Auf jeden
Fall legst Du wohl Wert darauf das Deine Reifen jederzeit für ein Rennen
eingesetzt werden kann

>> [1] Als gemeingefährlich werden in der Rechtssprache Handlungen und
>> Situationen bezeichnet, die eine Gefahr nicht nur für einzelne
>> bestimmte Personen, sondern für die Allgemeinheit darstellen.
>
> Schön für die Rechtssprache.
>
>> [2] Empfehlung: Handlung, die darin besteht, anderen einen Vorschlag zu
>> machen, etwas Bestimmtes zu tun oder zu unterlassen. Eine Empfehlung
>> hat weder einen fordernden Charakter noch ist mit Sanktionen belegt,
>> wenn man der Empfehlung nicht folgt
>
> Bißchen sehr trivial, um sowas auch noch als Fußnote zu bringen, oder?
> Soll die Form hier Banalitäten pseudoakademisch aufhübschen oder einfach
> mal so zur stilistischen Auflockerung?
>

Solche Fußnoten erstelle ich speziell für Menschen, die den Begriff
"gemeingefährlich" nicht richtig einsetzen und für Menschen, die in eine
Empfehlung des TüV eine gesetzliche Vorgabe hinein interpretieren

Zusammengefasst: alte unbeschädigte Reifen mit ausreichend Profil stellen
keine Gemeingefahr dar und können durch einen verantwortungsbewussten
Fahrzeugführer problemlos eingesetzt werden

mfg

Karl

Stephan Gerlach

unread,
Sep 6, 2022, 7:44:35 PM9/6/22
to
Rolf Mantel schrieb:
> Am 06.09.2022 um 02:30 schrieb Stephan Gerlach:
>
>> Es gibt auch die Variante, den Reifen kurz aufzupumpen, um damit ein
>> paar Meter zu fahren, dann erneut aufpumpen, weiterfahren ... usw.
>>
>> Oder sogar die Extrem-Variante:
>>
>> Mit dem platten(!) Reifen weiterfahren.
>
> BTDT. Mit 16 am Ende eines Weinfests war mit der Zustand des Fahrrads
> egal.
>
> Mein Sohn (zufällig auch 16) ist nach einem Platten 3km zurück (steil
> bergab mit scharfen Kurven) gefahren, um den Reifen bei seinem Freund zu
> flicken.

Ich hatte das AFAIR schon 2- oder 3(?)-mal; leider nicht immer am
Vorderreifen. Mindestens einmal war der Hinterreifen aber ohnehin schon
verschlissen, so daß ich in Kauf genommen habe, daß der danach
gewechselt werden muß.

Das letzte Mal war erst dieses Jahr, an einem dieser relativ warmen Tage
(ca +35°C Temperatur). Vielleicht hat auch die Temperatur (mit) für den
Platten gesorgt; evtl. ein gelöster Flicken.

Ich bin ca. 15(!) km zum nächsten Bahnhof gefahren. Zum Glück auf einer
meistens geraden Landstraße mit gutem Asphalt, so daß zumindest keine
Beschädigung der Felgen zu erwarten war.

>> Wenn es der Vorderreifen ist, lenkt sich das sehr bescheiden. Die
>> Strecke sollte nach Möglichkeit nur geradeaus gehen.
>
> Auf dem ersten Liegerad (Kingcycle) musste ich bei kaputtem Mantel vorne
> irgendwie zum nächsten Ort kommen (da das zufällig im Elsass war, hatte
> der Fahrradhändler sogar einen passenden Mantel). Der Weg dorthin
> enthielt ordentlich Adrenalin und ein paar unfreiwillige Stopps...

Stops hatte ich nur in dem Sinne, daß ich anfangs zweimal versucht
hatte, mit der Pumpen-Fahren-Pumpen-... Strategie weiterzukommen. Das
funktionierte aber nicht, da nach spätestens 200m Fahrtstrecke der
Reifen wieder so platt war wie vorm Aufpumpen.

Also in Kauf genommen, daß sowohl Schlauch (war sowieso schon mehrfach
geflickt) und Vorderreifen (sah aufgrund diverser Umstände schon vorher
arg verschlissen aus) nach dieser Fahrt gewechselt werden müssen.

Zu Hause festgestellt, daß der vermutete Ersatzreifen doch nicht im
Schrank war; und unmotiviert den alten (defekt vermuteten) Reifen wieder
montiert.
Sowohl Mantel als auch Schlauch sind zur jetzigen Zeit, also einige
Wochen später, immer noch in Benutzung. Das Zeug ist offenbar robuster
als gedacht.

Arno Welzel

unread,
Sep 7, 2022, 3:38:47 AM9/7/22
to
Karl Müller, 2022-09-06 06:59:

> Am Mon, 05 Sep 2022 21:53:44 +0200 schrieb Marcus Jodorf:
>
>> Joerg <ne...@analogconsultants.com> schrieb:
>>
>>> Bei Vorderreifen bekomme ich am Fahrrad 2-3 Jahre raus, dann sind die
>>> Flanken rissig und die Laufflaeche schraeg abgefahren. Beim Auto
>>> hingegen locker 12-15 Jahre. In beiden Faellen Garagenaufbewahrung,
>>> draussen waere der Unterscheid sicher noch krasser.
>>
>> Falls Du tatsächlich 12-15 Jahre alte Autoreifen noch im öffentlichen
>> Straßenverkehr verwenden solltest, dann bist Du gemeingefährlich.
>>
>
> Mit Verlaub, das ist Unsinn

Das Material der Reifen wird durch Alterung nicht besser. Deshalb werden
10 Jahre als Grenze empfohlen, vom TüV sogar nur 6 Jahre:

<https://www.bussgeldrechner.org/reifenalter.html>

<https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifenkauf/reifenalter/>

<https://www.tirendo.de/anhaengerreifen>

> Ein Motorrad Fahrender Kollege von mir hat von seinem Reifenhersteller
> schriftlich zur Vorlage beim TüV eine Bescheinigung erhalten, dass es für
> die vom Hersteller vertriebenen Reifen keine Altersbeschränkung gibt.
>
> Der TüV hat übrigens gar nicht danach gefragt obwohl der Prüfer die
> Reifen wohl ausführlich inspiziert hatte (vielleicht fehlt ihm die
> Rechtsgrundlage nur auf Grund des Alters eines Reifens die Plakette zu
> verweigern - das weiß der bestimmt besser als wir beide)

Ja, dem TüV fehlt die Rechtsgrundlage. Es gibt kein Gesetz, was ein
Höchsalter für Reifen bei PKW oder Motorrädern vorgibt. Physikalische
Gesetze gelten dennoch und das Material wird durch Alterung nicht besser.

Vermutlich ist nur die Zahl der Unfälle zu niedrig, bei denen
"Reifenalterung" als maßgebliche Ursache anzunehmen ist, weshalb es
keine Gesetze dazu gibt. Möglicherweise wechseln auch einfach die
meisten Leute ihre Reifen nicht erst nach 15 oder 20 Jahren, weil vorher
schon das Profil zu weit abgefahren ist.

Aber generell ist das Alter auch ohne abgefahrenes Profil relevant.


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Arno Welzel

unread,
Sep 7, 2022, 3:45:33 AM9/7/22
to
Karl Müller, 2022-09-06 20:03:

[...]
> [1] Als gemeingefährlich werden in der Rechtssprache Handlungen und
> Situationen bezeichnet, die eine Gefahr nicht nur für einzelne bestimmte
> Personen, sondern für die Allgemeinheit darstellen.

Fahrzeuge wie Autos werden auf öffentlichen Straßen bewegt. Damit
betreffen technische Mängel auch die Allgemeinheit.

Dass es für Reifen keine gesetzliche Vorgabe zum maximal erlaubten Alter
gibt, liegt vermutlich weniger daran, dass alte Reifen unsicher sein
können sondern eher daran, dass es nicht so viele Leute gibt, die mit
sehr alten Reifen fahren und dadurch Unfälle veursachen. Daher besteht
kein Bedarf, mit Sanktionen dagegen vorzugehen.

Arno Welzel

unread,
Sep 7, 2022, 3:49:53 AM9/7/22
to
Karl Müller, 2022-09-06 23:14:

> Am Tue, 06 Sep 2022 21:37:08 +0200 schrieb Marcus Jodorf:
[...]
>> Das „halb so gut“ ist dabei übrigens je nach Alter nicht übertrieben.
>>
>
> Du bist also der Ansicht, dass ein 20 Jahre alter Reifen zu einem
> doppelten Not-Bremsweg führt? Dann fahre entsprechend vorsichtig, wenn Du
> diese Erkenntnis hast. Alles andere wäre verantwortungslos aber bestimmt
> nicht gemeingefährlich

Mit dem selben Argument könnte man den TüV auch gleich ganz abschaffen,
weil Autobesitzer ja wissen, wie alt ihre Karren sind und was noch gut
funktioniert oder eher nicht mehr so gut.

Bremsbeläge runter? Reifenprofil kaum noch vorhanden? Egal, wenn man es
weiß, kann man seine Fahrweise ja anpassen.

[...]
> Nochmal, es geht um das reine Alter eines Reifen, nicht um den
> technischen Zustand.

Das Alter *ist* der technische Zustand, das sich das Material mit der
Zeit verändert.

Karl Müller

unread,
Sep 7, 2022, 4:00:16 AM9/7/22
to
Am Wed, 07 Sep 2022 09:49:53 +0200 schrieb Arno Welzel:


> Das Alter *ist* der technische Zustand, das sich das Material mit der
> Zeit verändert.

Wenn das so einfach wäre dann wäre es gesetzlich verboten so alte Reifen
zu fahren

Ist es aber nicht!

Q.E.D.

mfg

Karl

P.S.: es gibt durchaus Empfehlungen von "Experten", die die Verwendung
eines Reifen nur nach entsprechender Ablagerung von z.B. einem Jahr oder
auch zwei empfehlen. Dann soll sich die "Griffigkeit" verbessert haben

Leute, fahrt einfach entsprechend vorsichtig oder lasst Euer Auto gleich
ganz stehen wenn ihr mit so einem gefährlichen Gerät nicht umgehen könnt
und Eure "Sicherheitsprobleme" auf die Reifen schieben wollt - bei
Fahrradreifen gibt es weder Alters- noch Profiltiefenvorgaben :-)

Karl Müller

unread,
Sep 7, 2022, 4:04:43 AM9/7/22
to
Tolle Theorie - in der Tat sind nur ca. 1% aller Unfälle auf "technische
Mängel" zurückzuführen. Und von diesen ca. 1% sind wahrscheinlich 1
Promille in irgendeiner Form auf das Alter des Reifens zurückzuführen,
wenn überhaupt

Oder vielleicht einfach auf zu geringes Profil?

Der Gesetzgeber wird schon wissen warum er das Alter nicht für relevant
hält. Fahrt lieber vorsichtig damit ihr die letzten Reserven Eurer gerade
frisch aufgezogenen Super-Breit-Reifen nicht ständig ausreizt

Und achtet bitte auf die Radfahrer und seit nicht neidisch, da diese
weder Alters- noch Profilvorgaben für ihre Reifen haben

mfg

Karl

Ulf Kutzner

unread,
Sep 7, 2022, 4:56:07 AM9/7/22
to
Karl Müller schrieb am Mittwoch, 7. September 2022 um 10:04:43 UTC+2:
> Am Wed, 07 Sep 2022 09:45:32 +0200 schrieb Arno Welzel:
>
> > Karl Müller, 2022-09-06 20:03:
> >
> > [...]
> >> [1] Als gemeingefährlich werden in der Rechtssprache Handlungen und
> >> Situationen bezeichnet, die eine Gefahr nicht nur für einzelne
> >> bestimmte Personen, sondern für die Allgemeinheit darstellen.
> >
> > Fahrzeuge wie Autos werden auf öffentlichen Straßen bewegt. Damit
> > betreffen technische Mängel auch die Allgemeinheit.
> >
> > Dass es für Reifen keine gesetzliche Vorgabe zum maximal erlaubten Alter
> > gibt, liegt vermutlich weniger daran, dass alte Reifen unsicher sein
> > können sondern eher daran, dass es nicht so viele Leute gibt, die mit
> > sehr alten Reifen fahren und dadurch Unfälle veursachen. Daher besteht
> > kein Bedarf, mit Sanktionen dagegen vorzugehen.

> Tolle Theorie - in der Tat sind nur ca. 1% aller Unfälle auf "technische
> Mängel" zurückzuführen. Und von diesen ca. 1% sind wahrscheinlich 1
> Promille in irgendeiner Form auf das Alter des Reifens zurückzuführen,
> wenn überhaupt
>
> Oder vielleicht einfach auf zu geringes Profil?

Ja nach Lagerbedingungen kann auch bei gut erhaltenem
Profil Sprödigkeit einsetzen;
https://en.wikipedia.org/wiki/Tire#/media/File:Weather-cracked_Tire.JPG
Laufflächenausbrüche (hier nicht abgebildet) sind zumindest im oberen
Geschwindigkeitsbereich eher unschön.

Wer nur in Tempo-30-Zonen zum Einkaufszentrum und zurück fährt,
mag Sprödreifen ggf. weiterverwenden.

Karl Müller

unread,
Sep 7, 2022, 5:18:55 AM9/7/22
to
Aha, oberer Geschwindigkeitsbereich. So ab 250plus?

Unschön - was ist denn damit gemeint?

> Wer nur in Tempo-30-Zonen zum Einkaufszentrum und zurück fährt,
> mag Sprödreifen ggf. weiterverwenden.

Sag ich doch - wer vorsichtig[1] fährt braucht auf das Alter eines Reifen
nicht zu achten

Wer sich einzig allein Gedanken um das Alter seine Reifen macht hat die
wirklichen Gefahren beim Betrieb eines Fahrzeuges komplett aus den Augen
verloren

mfg

Karl

[1] Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und
gegenseitige Rücksicht. Haltet Euch einfach daran...

Ulf Kutzner

unread,
Sep 7, 2022, 6:27:35 AM9/7/22
to
Karl Müller schrieb am Mittwoch, 7. September 2022 um 11:18:55 UTC+2:
> Am Wed, 07 Sep 2022 01:56:06 -0700 schrieb Ulf Kutzner:
>
> > Karl Müller schrieb am Mittwoch, 7. September 2022 um 10:04:43 UTC+2:

> >> Tolle Theorie - in der Tat sind nur ca. 1% aller Unfälle auf
> >> "technische Mängel" zurückzuführen. Und von diesen ca. 1% sind
> >> wahrscheinlich 1 Promille in irgendeiner Form auf das Alter des Reifens
> >> zurückzuführen, wenn überhaupt
> >>
> >> Oder vielleicht einfach auf zu geringes Profil?
> >
> > Ja nach Lagerbedingungen kann auch bei gut erhaltenem Profil Sprödigkeit
> > einsetzen;
> > https://en.wikipedia.org/wiki/Tire#/media/File:Weather-cracked_Tire.JPG
> > Laufflächenausbrüche (hier nicht abgebildet) sind zumindest im oberen
> > Geschwindigkeitsbereich eher unschön.
> >
> Aha, oberer Geschwindigkeitsbereich. So ab 250plus?

Ich würde es bei keiner dreistelligen Geschwindigkeit haben wollen.

> Unschön - was ist denn damit gemeint?

- Fahrzeug läßt sich nicht mehr brauchbar richtungsführen.
- Abgelöste Laufflächenteile treffen auf Windschutzscheiben,
Zweiradfahrer oder liegen auch nur auf der Fahrbahn...

Marc Stibane

unread,
Sep 7, 2022, 7:48:20 AM9/7/22
to
Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Am 06.09.22 um 21:53 schrieb Marc Stibane:
>> Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

>>> Ich besitze gar keine Sommerreifen. Die wären nur zweimal im Jahr
>>> unnötige Arbeit und in ein paar Jahren dürfte ich acht halb
>>> verschlissene, überaltete Reifen wegschmeißen.
>> D.h. Du nimmst Ganzjahresreifen?
> Nein, Winterreifen, waren am Auto drauf. Als nächste Reifen kommen
> wahrscheinlch Ganzjahresreifen drauf.

Das lohnt sich aus genannten Gründen in AT kaum, es sei denn man fährt
extrem wenig so dass die Reifen jahrelang bis zur 4mm Grenze halten.


>> Auch die haben das Problem, dass sie für den Winterbetrieb die 4mm
>> Profiltiefe brauchen wo im Sommer alles über 1,6mm reicht.
> Danke für den Hinweis, habe ich nicht zuende gedacht. Das würde
> irgendwann darauf hinauslaufen, dass ich im Winter Ganzjahresreifen
> benutze und im Sommer die Winterreifen runter fahre ;-)

Yup, das schlechteste Ergebnis...


> Nein, nicht im Ernst, dafür kaufe ich keine zweiter Garnitur Felgen.

Ein Satz gebrauchter Stahlfelgen kostet weniger als zweimal Reifen
aufziehen lassen, und das zweimalige Umstecken der Felgen im Oktober und
zu Ostern kann man dann problemlos selber machen.

Wenn die Winterreifen dann runter sind spart man sich die Arbeit zu
Ostern, fährt den Sommer noch durch und kauft halt im Oktober neue.

Karl Müller

unread,
Sep 7, 2022, 8:31:29 AM9/7/22
to
Am Wed, 07 Sep 2022 03:27:34 -0700 schrieb Ulf Kutzner:

> Karl Müller schrieb am Mittwoch, 7. September 2022 um 11:18:55 UTC+2:
>> Am Wed, 07 Sep 2022 01:56:06 -0700 schrieb Ulf Kutzner:
>>
>> > Karl Müller schrieb am Mittwoch, 7. September 2022 um 10:04:43 UTC+2:
>
>> >> Tolle Theorie - in der Tat sind nur ca. 1% aller Unfälle auf
>> >> "technische Mängel" zurückzuführen. Und von diesen ca. 1% sind
>> >> wahrscheinlich 1 Promille in irgendeiner Form auf das Alter des
>> >> Reifens zurückzuführen, wenn überhaupt
>> >>
>> >> Oder vielleicht einfach auf zu geringes Profil?
>> >
>> > Ja nach Lagerbedingungen kann auch bei gut erhaltenem Profil
>> > Sprödigkeit einsetzen;
>> > https://en.wikipedia.org/wiki/Tire#/media/File:Weather-
cracked_Tire.JPG
>> > Laufflächenausbrüche (hier nicht abgebildet) sind zumindest im oberen
>> > Geschwindigkeitsbereich eher unschön.
>> >
>> Aha, oberer Geschwindigkeitsbereich. So ab 250plus?
>
> Ich würde es bei keiner dreistelligen Geschwindigkeit haben wollen.
>

Nun - 99 km/h ist auch schon ganz schön schnell. LKW's, die wirklich
sinnvoll sind und nicht nur eine Person durch die Gegend shippern, dürfen
sogar nur 80 km/h fahren

>> Unschön - was ist denn damit gemeint?
>
> - Fahrzeug läßt sich nicht mehr brauchbar richtungsführen.
> - Abgelöste Laufflächenteile treffen auf Windschutzscheiben,
> Zweiradfahrer oder liegen auch nur auf der Fahrbahn...

Das sind alles sicherheitsrelevante Ereignisse die nicht vom Alter
sondern vom Zustand eines Reifens abhängig sind - unter unschön würde ich
ein leichtes Summen oder etwas lauteres Abrollverhalten verstehen. Nicht
schön, aber selten. Ich schätze mal genau das ist in dem verlinkten
Artikel gemeint

mfg

Karl

Gert Link

unread,
Sep 7, 2022, 8:38:35 AM9/7/22
to
Am 07.09.22 um 09:38 schrieb Arno Welzel:

> Ja, dem TüV fehlt die Rechtsgrundlage. Es gibt kein Gesetz, was ein
> Höchsalter für Reifen bei PKW oder Motorrädern vorgibt.

Für PKW und Motorräder nicht, sehr wohl aber für Anhänger mit 100 km/h
Zulassung. Dort ist ein maximales Alter von 6 Jahren gesetzlich
vorgeschrieben, siehe §3 der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO

<https://www.gesetze-im-internet.de/stvoausnv_9/BJNR317100998.html>

> Physikalische Gesetze gelten dennoch und das Material wird durch
> Alterung nicht besser.

genau


--
Grüße
Gert

Marc Stibane

unread,
Sep 7, 2022, 11:00:36 AM9/7/22
to
Gert Link <gertlin...@gmx.de> wrote:
> Am 07.09.22 um 09:38 schrieb Arno Welzel:

>> Ja, dem TüV fehlt die Rechtsgrundlage. Es gibt kein Gesetz, was ein
>> Höchsalter für Reifen bei PKW oder Motorrädern vorgibt.
> Für PKW und Motorräder nicht, sehr wohl aber für Anhänger mit 100 km/h
> Zulassung. Dort ist ein maximales Alter von 6 Jahren gesetzlich
> vorgeschrieben, siehe §3 der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO
> <https://www.gesetze-im-internet.de/stvoausnv_9/BJNR317100998.html>

Weil solche Anhänger oft jahrelang stehen und wenig gefahren werden. Bis
das Profil runter ist dauert es 50 Jahre.
Habe letztes Jahr zwei Reifen für einen Bootsanhänger gesucht, der im
Jahr zweimal jeweils 20km bewegt wird (vom Winterliegeplatz zum Wasser
und wieder zurück). Der rollt in 50 Jahren nur 2000km, da sind die
Reifen ja noch fast neuwertig...

Gebraucht gab es gar nichts, weil alle dasselbe Problem haben:
Standschäden.

Karl Müller

unread,
Sep 7, 2022, 11:10:32 AM9/7/22
to
Naja, man muss doch nicht mit 100 km/h zum Winterliegeplatz jagen -
80 km/h sind doch auch ganz schön schnell. Im Vergleich zu einem Fahrrad
auf jeden Fall!

mfg

Karl

Gerald Eіscher

unread,
Sep 7, 2022, 12:46:06 PM9/7/22
to
Am 07.09.22 um 13:48 schrieb Marc Stibane:
> Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>> Am 06.09.22 um 21:53 schrieb Marc Stibane:
>>> Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>>>> Ich besitze gar keine Sommerreifen. Die wären nur zweimal im Jahr
>>>> unnötige Arbeit und in ein paar Jahren dürfte ich acht halb
>>>> verschlissene, überaltete Reifen wegschmeißen.
>>> D.h. Du nimmst Ganzjahresreifen?
>> Nein, Winterreifen, waren am Auto drauf. Als nächste Reifen kommen
>> wahrscheinlch Ganzjahresreifen drauf.
>
> Das lohnt sich aus genannten Gründen in AT kaum, es sei denn man fährt
> extrem wenig so dass die Reifen jahrelang bis zur 4mm Grenze halten.

Ich fahre extrem wenig. Bis 10 Mm Fahrleistung im Jahr sind ganzjährig
Winterreifen (oder Ganzjahresreifen) wirtschaftlicher.


>> Nein, nicht im Ernst, dafür kaufe ich keine zweiter Garnitur Felgen.
>
> Ein Satz gebrauchter Stahlfelgen kostet weniger als zweimal Reifen
> aufziehen lassen, und das zweimalige Umstecken der Felgen im Oktober und
> zu Ostern kann man dann problemlos selber machen.

Das zweimalige Ummontieren im Jahr habe ich bei einem früheren, wenig
gefahrenen Outo gemacht und letztendlich waren 8 Reifen nicht weil
abgefahren sondern weil überaltet wegzuschmeißen. Mache ich nicht nochmals.

Andre Eiger

unread,
Sep 8, 2022, 11:54:27 AM9/8/22
to
Karl Müller <mt...@gmx.de> wrote:
> Am Tue, 06 Sep 2022 18:44:31 +0200 schrieb Marcus Jodorf:

...

>> Bei Nässe muß man da jetzt manche Kurven tatsächlich sehr sanft und
>> merklich langsamer als noch vor 3 oder 4 Jahren nehmen, damit man nicht
>> rauskreiselt.

> Wo ist denn das Problem etwas langsamer um die Kurve zu fahren?
> Du musst Dein Fahrzeug immer sicher beherrschen und dazu zählt auch das
> Anpassen der Geschwindigkeit.

Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass alte Reifen zuweilen
drastisch an Nasshaftung verlieren, während sie auf dem Trockenen
keine spürbaren Einschränkungen aufweisen.
Das muss nicht für jeden Reifen und nicht unter allen Bedingungen
zutreffen, In meinem Falle waren es 15 und 12 Jahre alte Motorradreifen.

Der Unterschied zwischen Trocken und Nass war so drastisch, dass
damit ungewöhnlich niedrige Kurvengeschwindigkeiten sowie große
Sicherheitsabstände gehalten werden müssen, worauf sich andere
Verkehrsteilnehmer nicht einstellen und z.B. bedenkenlos in meinen
erforderlichen Sicherheitsabstand einscheren.

Ich kann wirklich nur davon abraten, in diesem Punkt seine eigenen
Fähigkeiten zu überschätzen, zumal die Fahrzeugbeherrschung viele
konditionierte Reflexe beinhaltet. Überhebliche Sprüche helfen
dabei bestimmt nicht weiter.

--

Arno Welzel

unread,
Sep 8, 2022, 1:21:12 PM9/8/22
to
Karl Müller, 2022-09-07 10:00:

> Am Wed, 07 Sep 2022 09:49:53 +0200 schrieb Arno Welzel:
>
>
>> Das Alter *ist* der technische Zustand, das sich das Material mit der
>> Zeit verändert.
>
> Wenn das so einfach wäre dann wäre es gesetzlich verboten so alte Reifen
> zu fahren
>
> Ist es aber nicht!

Nicht alles, was man nicht tun sollte, ist gesetzlich verboten. Davon
wird es aber nicht automatisch richtig.

Arno Welzel

unread,
Sep 8, 2022, 1:26:18 PM9/8/22
to
Karl Müller, 2022-09-07 11:18:

> Am Wed, 07 Sep 2022 01:56:06 -0700 schrieb Ulf Kutzner:
[...]
>> Ja nach Lagerbedingungen kann auch bei gut erhaltenem Profil Sprödigkeit
>> einsetzen;
>> https://en.wikipedia.org/wiki/Tire#/media/File:Weather-cracked_Tire.JPG
>> Laufflächenausbrüche (hier nicht abgebildet) sind zumindest im oberen
>> Geschwindigkeitsbereich eher unschön.
>>
>
> Aha, oberer Geschwindigkeitsbereich. So ab 250plus?

Eher so um die 80+. Ich habe schon erlebt, wie da Teile der Lauffläche
während der Fahrt rausgeflogen sind. Ob sie einer hinter her fahrenden
Person in die Windschutzscheibe geflogen wären und welche Auswirkungen
das gehabt hätte, weiß ich nicht, in Sichtweite war sonst niemand.

> Unschön - was ist denn damit gemeint?

Siehe oben.

[...]
> Sag ich doch - wer vorsichtig[1] fährt braucht auf das Alter eines Reifen
> nicht zu achten

Wer vorsichtig fährt, achtet auch auf den technischen Zustand seines
Fahrzeugs.

> Wer sich einzig allein Gedanken um das Alter seine Reifen macht hat die
> wirklichen Gefahren beim Betrieb eines Fahrzeuges komplett aus den Augen
> verloren

Wo wurde denn behauptet, dass das Alter der Reifen das *einzige* Problem
ist, um das man sich kümmern sollte?

Arno Welzel

unread,
Sep 8, 2022, 1:27:47 PM9/8/22
to
Karl Müller, 2022-09-07 14:31:

> Am Wed, 07 Sep 2022 03:27:34 -0700 schrieb Ulf Kutzner:
[...]
>> - Fahrzeug läßt sich nicht mehr brauchbar richtungsführen.
>> - Abgelöste Laufflächenteile treffen auf Windschutzscheiben,
>> Zweiradfahrer oder liegen auch nur auf der Fahrbahn...
>
> Das sind alles sicherheitsrelevante Ereignisse die nicht vom Alter
> sondern vom Zustand eines Reifens abhängig sind - unter unschön würde ich

Der Zustand des Reifens wird halt vom Alter maßgeblich beeinflusst.
Nein, nicht *NUR* vom Alter, aber eben maßgeblich davon.
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