Druckverlust normal?

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Reinhard Zwirner

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Aug 7, 2022, 10:49:05 AMAug 7
to
Hi,

ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.

Als einer meiner Brüder sich kürzlich auch ein Brompton zulegen
wollte und nach meinen Erfahrungen fragte, bemängelte ich den meiner
Meinung nach zu schnellen/hohen Druckverlust. Nun bekam ich die
Rückmeldung, daß "nach Wochen ohne Nutzung" "von den 5 Bar(?"), die
er vor Wochen aufgepumpt hatte, vorn und hinten lt. seiner Luftpumpe
jeweils noch 2 Bar vorhanden waren; er fand das - im Gegensatz zu mir
- aber normal.

Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?

Fragt und dankt für Hinweise im voraus

Reinhard

Gerald Eіscher

unread,
Aug 7, 2022, 12:15:53 PMAug 7
to
Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>
> Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?

Nein, weil es vom Gummi des Schlauches abhängt, wie schnell die Luft
hindurch diffundiert. Meiner Erfahrung nach halten die Schläuche von
Schwalbe die Luft an längsten, für das Brompton benötigst du Schlauch Nr. 4.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Olaf Schultz

unread,
Aug 7, 2022, 12:28:53 PMAug 7
to
Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
> Hi,
>
> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.

Fürs Brompton IIRC zu wenig.
Die (alten) Schwalbe-Reifen (hier) dürfen 8 und die kriegen die auch.
Die (neuen) Brompton-Reifen soll man nicht unter 6.5 betreiben.

Für die Spikereifen habe ich noch keinen Luftdruck gefunden, bei dem der
Hinterradreifen länger als eine Saison hält (Karkassenbruch an den Spikes).

Die alten Brompton-Reifen (so richtig alt) nicht über vier... sonst sind
das erstesahneknallbononbs.

>
> Als einer meiner Brüder sich kürzlich auch ein Brompton zulegen
> wollte und nach meinen Erfahrungen fragte, bemängelte ich den meiner
> Meinung nach zu schnellen/hohen Druckverlust. Nun bekam ich die
> Rückmeldung, daß "nach Wochen ohne Nutzung" "von den 5 Bar(?"), die
> er vor Wochen aufgepumpt hatte, vorn und hinten lt. seiner Luftpumpe
> jeweils noch 2 Bar vorhanden waren; er fand das - im Gegensatz zu mir
> - aber normal.
>
> Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?

Nö, kommt von Schlauch zu Schlauch an. Beim Brompton kommt der
Baby-Effekt hinzu: Viel Oberfläche bezogen auf Schlauchoberfläche. Bin
hier auch alle Monate am Nachpumpen.

Viele Grüße,

Olaf

PS: Gerade am Terra den Hinterradreifen, Conti Speed Contact 2 (der mit
dem Diamantmuster) 50x599 getauscht... 19M4 m... Karkassenbruch links
und rechts am Hornansatz. Die Lauffläche hätte noch einige Mm gehalten.
In Straßbourg zum Glücken einen Händler gefunden, der genau den Reifen
hatte;-)

Gerald Eіscher

unread,
Aug 7, 2022, 12:39:43 PMAug 7
to
Am 07.08.22 um 18:28 schrieb Olaf Schultz:
> Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>
>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>
> Fürs Brompton IIRC zu wenig.

In meine Kojak habe ich noch nie mehr als 6 bar hinein gepumpt und sehe
auch keinen Sinn darin.

> Nö, kommt von Schlauch zu Schlauch an. Beim Brompton kommt der
> Baby-Effekt hinzu: Viel Oberfläche bezogen auf Schlauchoberfläche.

Nein, Herr Indschinör, das Verhältnis Schlauchoberfläche/Schlauchvolumen
ist eine Funktion der Reifenbreite und unabhängig vom Reifendurchmesser.

Olaf Schultz

unread,
Aug 7, 2022, 2:22:08 PMAug 7
to
Am 07.08.22 um 18:39 schrieb Gerald Eіscher:
> Am 07.08.22 um 18:28 schrieb Olaf Schultz:
>> Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>
>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>
>> Fürs Brompton IIRC zu wenig.
>
> In meine Kojak habe ich noch nie mehr als 6 bar hinein gepumpt und sehe
> auch keinen Sinn darin.

Hier wird gerne mit schwerem Rucksack gefahren, da hilft der hohe Druck
beim Marathon schon... wozu hat die Karre denn hinten eine Federung;-)

>
>> Nö, kommt von Schlauch zu Schlauch an. Beim Brompton kommt der
>> Baby-Effekt hinzu: Viel Oberfläche bezogen auf Schlauchoberfläche.
>
> Nein, Herr Indschinör, das Verhältnis Schlauchoberfläche/Schlauchvolumen
> ist eine Funktion der Reifenbreite und unabhängig vom Reifendurchmesser.
>

Jupp. Und hier ist eher 40..50 mm Breite das Normalmaß und nicht das
schmaleimkiesdesilleradwegeseinsack vom Brompton.

Olaf


Gerald Eіscher

unread,
Aug 7, 2022, 2:44:59 PMAug 7
to
Am 07.08.22 um 20:22 schrieb Olaf Schultz:
> Am 07.08.22 um 18:39 schrieb Gerald Eіscher:
>> Am 07.08.22 um 18:28 schrieb Olaf Schultz:
>>> Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>>
>>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>
>>> Fürs Brompton IIRC zu wenig.
>>
>> In meine Kojak habe ich noch nie mehr als 6 bar hinein gepumpt und sehe
>> auch keinen Sinn darin.
>
> Hier wird gerne mit schwerem Rucksack gefahren, da hilft der hohe Druck
> beim Marathon schon... wozu hat die Karre denn hinten eine Federung;-)

Dass man die blockiert, was sonst. Bestellt habe ich mein Brompton mit
der härteren Gummifeder und möchte die durch ein gedrehtes Ebenholz
ersetzen.
Ebenholz liegt längst herum, aber ich denke nie daran...

>>> Nö, kommt von Schlauch zu Schlauch an. Beim Brompton kommt der
>>> Baby-Effekt hinzu: Viel Oberfläche bezogen auf Schlauchoberfläche.
>>
>> Nein, Herr Indschinör, das Verhältnis Schlauchoberfläche/Schlauchvolumen
>> ist eine Funktion der Reifenbreite und unabhängig vom Reifendurchmesser.
>
> Jupp. Und hier ist eher 40..50 mm Breite das Normalmaß und nicht das
> schmaleimkiesdesilleradwegeseinsack vom Brompton.

Hier[tm] sind die 33 mm Querfeldein Schlauchreifen vollfett und das
Brompton kommt gleich danach ;-)

Stephan Gerlach

unread,
Aug 9, 2022, 4:53:30 PMAug 9
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>> Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?
>
> Nein, weil es vom Gummi des Schlauches abhängt, wie schnell die Luft
> hindurch diffundiert.

Hier hatte jemand vor längerer Zeit Latexschläuche. Vor nicht ganz so
langer Zeit hatte jemand anderes transparente Schläuche, die jedoch
nicht wie Latex aussahen und die auch nicht so stark dehnbar waren,
sondern eher wie stabile Plastik-Folien.

Von Latexschläuchen hatte ich mal gelesen/gehört, daß die Luft dort sehr
schnell hindurch diffundiert.
Wie aber ist das mit der Diffusion bei den "Plastik-Folien-Schläuchen",
insbesondere im Vergleich zu Butyl-Leichtschläuchen?


--
> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Bernhard Kraft

unread,
Aug 9, 2022, 5:24:37 PMAug 9
to
Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
> Hi,
>
> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>
Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
Brompton-spezifisches Problem.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 9, 2022, 5:25:35 PMAug 9
to
In article <jla1mu...@mid.individual.net>,
Reinhard Zwirner <reinhard...@t-online.de> wrote:

> Als einer meiner Brüder sich kürzlich auch ein Brompton zulegen
> wollte und nach meinen Erfahrungen fragte, bemängelte ich den meiner
> Meinung nach zu schnellen/hohen Druckverlust. Nun bekam ich die
> Rückmeldung, daß "nach Wochen ohne Nutzung" "von den 5 Bar(?"), die
> er vor Wochen aufgepumpt hatte, vorn und hinten lt. seiner Luftpumpe
> jeweils noch 2 Bar vorhanden waren; er fand das - im Gegensatz zu mir
> - aber normal.

Mehr als 2x Nachpumpen auf Grund von Druckverlust kommt bei mir im Jahr
wohl nicht vor. (Ein zeitlicher Abstand von einigen wenigen Wochen ist
es definitiv nicht.) Ich pumpe die Reifen meines Kagus nur auf maximal
3,5 bar auf.

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 10, 2022, 6:52:26 AMAug 10
to
Am Tue, 9 Aug 2022 23:24:35 +0200 schrieb Bernhard Kraft
<bernha...@web.de>:
Ja, ich habe immer mal wieder den Fall gehabt, dass ein Reifen nach
vielen Wochen der Nichtbenutzung des Rades noch >6 bar hatte, wenn ich
vorher auf nicht mehr als 7 bar aufgepumpt hatte. Allerdings kaum
reproduzierbar, vor allem, wenn man keine Lust hat, Versuchsreihen
anzustellen und ein Rad dafür wochenlang herumstehen zu lassen. Es gibt
zu viele Möglichkeiten für Druckverlust, defekte Ventile, gelockerte
Ventile, gelockerte Ventileinsätze, verschmutzte Dichtflächen des
Ventilsitzes, winzige Löcher im Schlauch, die sich erst bei hohem Druck
und nicht immer öffnen, unterschiedlich Luft haltende Schäuche, Reifen,
die samt Felgenband den Druck fast so gut zu halten scheinen wie ein
schlauchloser Reifen ...

Fazit: ich verlasse mich nicht drauf, sondern pumpe auf, wenn ein Rad
längere Zeit herumgestanden hat. Und schraube dann die
Sclaverand-Ventile mit der Spitzzange zu (packen, wenige Grad drehen,
möglichst mit dem Ergebnis, dass die geriffelte Schraube so gerade von
Hand losdrehbar ist).

Anekdote: meinen letzten Platten habe ich in der Einöde nicht geflickt,
sondern alle 5-10 km nachgepumpt. Offenbar hatte ich aber etwas zu viel
Drehmoment beim Zuschrauben investiert, so daß ich ohne die Zange erst
dumm dastand. Geholfen hat dann der Speichenschlüssel - nicht das
ideale Werkzeug, aber gut genug für die initale Lockerung.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 12:38:44 PMAug 10
to
Am 09.08.22 um 23:11 schrieb Stephan Gerlach:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Am 07.08.22 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?
>>
>> Nein, weil es vom Gummi des Schlauches abhängt, wie schnell die Luft
>> hindurch diffundiert.
>
> Hier hatte jemand vor längerer Zeit Latexschläuche.

Hatte? Ich verwende noch immer Latexschläuche. Allerdings habe ich mir
die nicht ausgesucht, die sind im Reifen eingenäht :-)

> Von Latexschläuchen hatte ich mal gelesen/gehört, daß die Luft dort sehr
> schnell hindurch diffundiert.

Ist so. Latexschläuche darf man täglich aufpumpen, sind daher eher
Wettkampfmaterial.

> Wie aber ist das mit der Diffusion bei den "Plastik-Folien-Schläuchen",
> insbesondere im Vergleich zu Butyl-Leichtschläuchen?

Falls du die Tubolito meinst, die verwende ich in einer anderen
Laufradgarnitur und die halten die Luft in etwa so gut wie
Leichtschläuche aus Butyl, vielleicht sogar besser. Messungen habe ich
aber keine gemacht.

Martin Kobil

unread,
Aug 11, 2022, 10:59:26 AMAug 11
to
Gestern habe ich beide Reifen auf 6 bar aufgepumpt. Heute nach 30
Stunden und 70 km hatte das Hinterrad noch 4 bar und das Vorderrad
noch 4,5 bar.

Vor 2 Monaten hatte ich einen neuen Hinterreifen aufgezogen und dabei
gleich einen neuen Schlauch mitsamt Autoventil verbaut. Ich hatte die
Hoffnung die Situation bessert sich, was aber nicht der Fall ist.

Die Reifen sind Schwalbe Energizer Plus (40-622, 28x1,50) mit dem
passenden Schwalbe Schlauch. Auf dem Reifen steht 3,5 - 6 bar.
Auf der Anleitung vom Reifen steht auch 1mal alle 30 Tage aufpumpen.

Mir ist es wichtig, dass ich immer nahe an den 6 bar bin, damit das
Rad leicht läuft. Sicher kann ich auch mit 3 bar fahren, aber da
läuft das Rad merklich schwerer, auch wenn es ein Pedelec ist.

Im Grunde muss ich das Rad täglich aufpumpen damit ich nahe
bei den 6 bar bin. Das nervt mich. Ist das bei euch auch so?

Anton Ertl

unread,
Aug 11, 2022, 12:35:47 PMAug 11
to
Martin Kobil <Marti...@epost.de> writes:
>Gestern habe ich beide Reifen auf 6 bar aufgepumpt. Heute nach 30=20
>Stunden und 70 km hatte das Hinterrad noch 4 bar und das Vorderrad
>noch 4,5 bar.=20
>
>Vor 2 Monaten hatte ich einen neuen Hinterreifen aufgezogen und dabei=20
>gleich einen neuen Schlauch mitsamt Autoventil verbaut. Ich hatte die=20
>Hoffnung die Situation bessert sich, was aber nicht der Fall ist.=20
>
>Die Reifen sind Schwalbe Energizer Plus (40-622, 28x1,50) mit dem
>passenden Schwalbe Schlauch. Auf dem Reifen steht 3,5 - 6 bar.
>Auf der Anleitung vom Reifen steht auch 1mal alle 30 Tage aufpumpen.

So ein schneller Druckverlust ist nicht normal. Ich pumpe meine
25-622 und 28-622-Reifen auf 7-8 bar auf und nach 1,5-2 Monaten sind
es noch 4 bar. Und dank der groesseren Dimension Deines Reifens
sollte der Druckverlust bei Deinen Reifen geringer sein als bei
meinen.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben.
Ist der Radverkehr erst separiert, diskriminiert man ihn voellig ungeniert.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 11, 2022, 12:50:38 PMAug 11
to
Am 11.08.22 um 16:59 schrieb Martin Kobil:
> Bernhard Kraft schrieb am Dienstag, 9. August 2022 um 23:24:37 UTC+2:
>>
>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>> Brompton-spezifisches Problem.
>
> Gestern habe ich beide Reifen auf 6 bar aufgepumpt. Heute nach 30
> Stunden und 70 km hatte das Hinterrad noch 4 bar und das Vorderrad
> noch 4,5 bar.

Das ist ein Druckverlust wie bei einem Latex-Schlauch. Nach einem Tag
würde ich bei einem üblichen Butyl-Schlauch 5,7 bar oder so erwarten.

> Im Grunde muss ich das Rad täglich aufpumpen damit ich nahe
> bei den 6 bar bin. Das nervt mich. Ist das bei euch auch so?

Nein. Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
undichten Stelle suchen.
Ich hatte Ähnliches bei einem Rennradschlauch von Tubolito, die Ursache
war eine undichte Verklebung am Ventilfuß. Tubolito hat mir den Schlauch
anstandslos ersetzt.

Stephan Gerlach

unread,
Aug 11, 2022, 8:45:08 PMAug 11
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Am 11.08.22 um 16:59 schrieb Martin Kobil:
>> Bernhard Kraft schrieb am Dienstag, 9. August 2022 um 23:24:37 UTC+2:
>>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>>> Brompton-spezifisches Problem.
>> Gestern habe ich beide Reifen auf 6 bar aufgepumpt. Heute nach 30
>> Stunden und 70 km hatte das Hinterrad noch 4 bar und das Vorderrad
>> noch 4,5 bar.
>
> Das ist ein Druckverlust wie bei einem Latex-Schlauch. Nach einem Tag
> würde ich bei einem üblichen Butyl-Schlauch 5,7 bar oder so erwarten.
>
>> Im Grunde muss ich das Rad täglich aufpumpen damit ich nahe
>> bei den 6 bar bin. Das nervt mich. Ist das bei euch auch so?
>
> Nein.

Das ist tatsächlich ein großer Druckverlust.

Bei Conti GP 4 Season 28mm mit AFAIK irgendwelchen
Schwalbe-Standard-Schläuchen drin pumpe ich üblicheweise auf 8 bar auf,
wobei das Nachpumpen selbst bei regelmäßiger Nutzung vielleicht aller 3
bis 4 Wochen erfolgt. Dann sind (ich achte da selten genau drauf...)
vielleicht noch 5 bis 6 bar im Reifen.

> Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
> ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
> undichten Stelle suchen.

Nur als Hinweis: Man darf dabei dauch ruhig etwas stärker aufpumpen, um
die undichte Stelle auch wirklich zu finden. Der Schlauch "darf" dabei
idR die Ausmaße übersteigen, die er in eingebautem Zustand im Reifen
hätte. Man sollte nur drauf achten, das Platzen des Schlauches zu vermeiden.

Arno Welzel

unread,
Aug 12, 2022, 5:22:18 AMAug 12
to
Martin Kobil, 2022-08-11 16:59:

> Bernhard Kraft schrieb am Dienstag, 9. August 2022 um 23:24:37 UTC+2:
>> Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Hi,
>>>
>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>
>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>> Brompton-spezifisches Problem.
>
> Gestern habe ich beide Reifen auf 6 bar aufgepumpt. Heute nach 30
> Stunden und 70 km hatte das Hinterrad noch 4 bar und das Vorderrad
> noch 4,5 bar.

Möglicherweise sind die Ventileinsätze nicht ganz dicht. Es kann helfen,
diese etwas fester einzuschrauben.



--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Arno Welzel

unread,
Aug 12, 2022, 5:23:41 AMAug 12
to
Alexander Ausserstorfer, 2022-08-09 23:25:
Hier sind es am Alltagsrad um die 5 Bar und nach etwa 4-6 Wochen ist in
der Regel 0,5-1 Bar raus.

Thomas Bliesener

unread,
Aug 12, 2022, 6:08:07 PMAug 12
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Nein. Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
> ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
> undichten Stelle suchen.

Wenn die Undichtigkeit sehr klein ist, reicht der geringe Druck im
ausbauten Zustand womöglich nicht aus, die Stelle zu finden. Eventuell
ist dann doch die Badewanne statt des Waschbeckens zielführend.
--
bli

Martin Kobil

unread,
Aug 13, 2022, 7:07:23 AMAug 13
to
Gerald Eіscher schrieb am Donnerstag, 11. August 2022 um 18:50:38 UTC+2:
> Am 11.08.22 um 16:59 schrieb Martin Kobil:
>
> > Im Grunde muss ich das Rad täglich aufpumpen damit ich nahe
> > bei den 6 bar bin. Das nervt mich. Ist das bei euch auch so?
> Nein. Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
> ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
> undichten Stelle suchen.

Das habe ich mal mit dem alten Schlauch gemacht, den ich kürzlich
gewechselt habe, aber ich konnte keine Undichtigkeit finden. Wobei
man ohne Reifen da sogut wie keinen Druck drauf bekommt.

Ich habe auch mal den Spucke Test an den Ventilen der beiden
montierten Rädern gemacht, auch nix. Einen Ventiltausch hatte
ich vor ein paar Jahren schon mal versucht.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 13, 2022, 4:33:58 PMAug 13
to
Am 12.08.22 um 03:03 schrieb Stephan Gerlach:
> Gerald Eіscher schrieb:
>
>> Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
>> ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
>> undichten Stelle suchen.
>
> Nur als Hinweis: Man darf dabei dauch ruhig etwas stärker aufpumpen, um
> die undichte Stelle auch wirklich zu finden. Der Schlauch "darf" dabei
> idR die Ausmaße übersteigen, die er in eingebautem Zustand im Reifen
> hätte. Man sollte nur drauf achten, das Platzen des Schlauches zu vermeiden.

Nur so als weiterer Hinweis: Einer dieser neuartigen Schläuche aus
Kunststoff ist dann kaputt.
Aber auch bei Butyl-Schläuchen reicht meiner Erfahrung nach leichtes
Aufpumpen, der muss nicht dicker werden als im Reifen.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 13, 2022, 4:39:33 PMAug 13
to
Am 13.08.22 um 13:07 schrieb Martin Kobil:
> Gerald Eіscher schrieb am Donnerstag, 11. August 2022 um 18:50:38 UTC+2:
>> Am 11.08.22 um 16:59 schrieb Martin Kobil:
>>
>> > Im Grunde muss ich das Rad täglich aufpumpen damit ich nahe
>> > bei den 6 bar bin. Das nervt mich. Ist das bei euch auch so?
>> Nein. Um dem Druckverlust auf den Grund zu gehen, musst du den Schlauch
>> ausbauen, leicht aufpumpen und im gefülltem Waschbecken nach der
>> undichten Stelle suchen.
>
> Das habe ich mal mit dem alten Schlauch gemacht, den ich kürzlich
> gewechselt habe, aber ich konnte keine Undichtigkeit finden.

Bist du vielleicht zu schnell vorgegangen? So wie du es schilderst, ist
an der undichten Stelle alle paar Sekunden ein kleines Luftbläschen zu
erwarten.

> Wobei
> man ohne Reifen da sogut wie keinen Druck drauf bekommt.

Viel Druck ist auch nicht nötig.

Wenn alle Mühe nichts hilft oder dir deine Zeit zu schade ist, halt zwei
neue Schwalbe Nr. 4 kaufen.
Aus kaputten Schläuchen kann man übrigens hervorragende Gummiringerl
fertigen :-)

Anton Ertl

unread,
Aug 14, 2022, 8:03:04 AMAug 14
to
=?UTF-8?Q?Gerald_E=d1=96scher?= <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>Aber auch bei Butyl-Schläuchen reicht meiner Erfahrung nach leichtes
>Aufpumpen, der muss nicht dicker werden als im Reifen.

Meine Erfahrung mit Schleichern ist, dass es sehr hilft, den Schlauch
auf das doppelte seiner Normaldicke auzublasen. Mag sein, dass sich
auch bei Normaldicke irgendwann eine Blase bildet, aber wie
unterscheide ich die von den Blasen, die beim Eintauchen am Schlauch
haengengeblieben sind, oder die sich gebildet haben, weil die im
Wasser enthaltenen Gase ausperlen? Wenn man den Schlauch weiter
aufblaest, sieht man relativ schnell, wenn da irgendwo ein kleines
Loch ist.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 14, 2022, 3:54:29 PMAug 14
to
Am 14.08.22 um 13:58 schrieb Anton Ertl:
> =?UTF-8?Q?Gerald_E=d1=96scher?= <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>>Aber auch bei Butyl-Schläuchen reicht meiner Erfahrung nach leichtes
>>Aufpumpen, der muss nicht dicker werden als im Reifen.
>
> Meine Erfahrung mit Schleichern ist, dass es sehr hilft, den Schlauch
> auf das doppelte seiner Normaldicke auzublasen. Mag sein, dass sich
> auch bei Normaldicke irgendwann eine Blase bildet, aber wie
> unterscheide ich die von den Blasen, die beim Eintauchen am Schlauch
> haengengeblieben sind, oder die sich gebildet haben, weil die im
> Wasser enthaltenen Gase ausperlen?

Die unterscheidet man, indem man die am Schlauch anhaftenden Blasen mit
dem Finger wegwischt. Kommt keine neue Blase, dann keine Undichtigkeit
an dieser Stelle.

Stephan Gerlach

unread,
Aug 16, 2022, 8:12:22 AMAug 16
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Am 09.08.22 um 23:11 schrieb Stephan Gerlach:
>
>> Von Latexschläuchen hatte ich mal gelesen/gehört, daß die Luft dort sehr
>> schnell hindurch diffundiert.
>
> Ist so. Latexschläuche darf man täglich aufpumpen, sind daher eher
> Wettkampfmaterial.

Wenn das der team-eigene Mechaniker erledigt, wäre das ja zu verkraften...

>> Wie aber ist das mit der Diffusion bei den "Plastik-Folien-Schläuchen",
>> insbesondere im Vergleich zu Butyl-Leichtschläuchen?
>
> Falls du die Tubolito meinst, die verwende ich in einer anderen
> Laufradgarnitur und die halten die Luft in etwa so gut wie
> Leichtschläuche aus Butyl, vielleicht sogar besser. Messungen habe ich
> aber keine gemacht.

Tubolito sehen laut Google orange aus.
Die von mir gesehenen sind transparent, evtl. leicht gelblich mit einem
Hauch ins Bräunliche oder beige.

Könnte evtl. ein anderer Hersteller sein.
Am Sonnabend hatte BTW ein Mitfahrer einen Platten mit so einem
Schlauch; Problem soll wohl sein, sehr kleine Löcher unter Wasser zu finden.

Und laut Google sind diese Schläuche nur für Scheibenbremsen zugelassen?!

Stephan Gerlach

unread,
Aug 16, 2022, 8:18:13 AMAug 16
to
Wolfgang Strobl schrieb:
> Am Tue, 9 Aug 2022 23:24:35 +0200 schrieb Bernhard Kraft
> <bernha...@web.de>:
>
>> Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Hi,
>>>
>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>
>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>> Brompton-spezifisches Problem.
>
> Ja, ich habe immer mal wieder den Fall gehabt, dass ein Reifen nach
> vielen Wochen der Nichtbenutzung des Rades noch >6 bar hatte, wenn ich
> vorher auf nicht mehr als 7 bar aufgepumpt hatte.
[...]

> Fazit: ich verlasse mich nicht drauf, sondern pumpe auf, wenn ein Rad
> längere Zeit herumgestanden hat.

Ich pumpe dann auf, wenn der subjektive "Daumen-Zeigefinger-Test"
ergibt, daß zuwenig Luft auf dem Reifen ist :-) .

> Und schraube dann die
> Sclaverand-Ventile mit der Spitzzange zu (packen, wenige Grad drehen,
> möglichst mit dem Ergebnis, dass die geriffelte Schraube so gerade von
> Hand losdrehbar ist).

Wieso so kompliziert, also warum mit der Spitzzange?
Die Ventile sind doch so konzipiert, daß es genügt, die mit der Hand
zuzuschrauben (und auch dann wieder aufzuschrauben).

Evtl. vorher die Finger trockenwischen, damit man genug Grip hat.

> Anekdote: meinen letzten Platten habe ich in der Einöde nicht geflickt,
> sondern alle 5-10 km nachgepumpt. Offenbar hatte ich aber etwas zu viel
> Drehmoment beim Zuschrauben investiert, so daß ich ohne die Zange erst
> dumm dastand. Geholfen hat dann der Speichenschlüssel - nicht das
> ideale Werkzeug, aber gut genug für die initale Lockerung.

Siehst du, durch die Zange kann man sich solche (unnötigen) Probleme
einhandeln.

Ich hab's auch schon "geschafft", ein von mir(!) von Hand zugedrehtes
Ventil später selbst nicht sofort wieder aufdrehen zu können (z.B.
aufgrund zu schmieriger/dreckiger Finger). Manchmal hilft auch
irgendetwas "Grip-Erhöhendes", z.B. ein Stofftuch.

Stephan Gerlach

unread,
Aug 16, 2022, 8:23:20 AMAug 16
to
Anton Ertl schrieb:
> =?UTF-8?Q?Gerald_E=d1=96scher?= <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>> Aber auch bei Butyl-SchlÀuchen reicht meiner Erfahrung nach leichtes
>> Aufpumpen, der muss nicht dicker werden als im Reifen.
>
> Meine Erfahrung mit Schleichern ist, dass es sehr hilft, den Schlauch
> auf das doppelte seiner Normaldicke auzublasen.

Das doppelte ist zwar schon grenzwertig, aber hat hier auch schon
funktioniert bzw. sogar geholfen.

> Mag sein, dass sich
> auch bei Normaldicke irgendwann eine Blase bildet, aber wie
> unterscheide ich die von den Blasen, die beim Eintauchen am Schlauch
> haengengeblieben sind, oder die sich gebildet haben, weil die im
> Wasser enthaltenen Gase ausperlen? Wenn man den Schlauch weiter
> aufblaest, sieht man relativ schnell, wenn da irgendwo ein kleines
> Loch ist.

Das ja; das Finden von minimalen(!) Undichtigkeiten geht auf jeden Fall
so besser/schneller.

Stefan Wiens

unread,
Aug 16, 2022, 8:34:54 AMAug 16
to
Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> writes:

>> Und schraube dann die
>> Sclaverand-Ventile mit der Spitzzange zu (packen, wenige Grad drehen,
>> möglichst mit dem Ergebnis, dass die geriffelte Schraube so gerade von
>> Hand losdrehbar ist).
>
> Wieso so kompliziert, also warum mit der Spitzzange?
> Die Ventile sind doch so konzipiert, daß es genügt, die mit der Hand
> zuzuschrauben (und auch dann wieder aufzuschrauben).
>
> Evtl. vorher die Finger trockenwischen, damit man genug Grip hat.

Es kann aber passieren, dass man nach Abschschrauben der
/Ventilkappe/ plötzlich den ganzen /Ventileinsatz/ in der
Hand hat, und das geschieht typischerweise im Winter, bei
Dunkelheit und strömendem Regen.

Den Ventileinsatz bekommt man mit bloßen Fingern nicht
vernünftig dicht; um den Grip zu erhöhen, können zwei
Münzen helfen.

Lose Ventileinsätze konnten man u. A. bei
Schwalbe-Schläuchen "erleben".

--
Stefan

Stephan Gerlach

unread,
Aug 16, 2022, 6:00:18 PMAug 16
to
Stefan Wiens schrieb:
> Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> writes:
>
>>> Und schraube dann die
>>> Sclaverand-Ventile mit der Spitzzange zu (packen, wenige Grad drehen,
>>> möglichst mit dem Ergebnis, dass die geriffelte Schraube so gerade von
>>> Hand losdrehbar ist).
>> Wieso so kompliziert, also warum mit der Spitzzange?
>> Die Ventile sind doch so konzipiert, daß es genügt, die mit der Hand
>> zuzuschrauben (und auch dann wieder aufzuschrauben).
>>
>> Evtl. vorher die Finger trockenwischen, damit man genug Grip hat.
>
> Es kann aber passieren, dass man nach Abschschrauben der
> /Ventilkappe/ plötzlich den ganzen /Ventileinsatz/ in der
> Hand hat, und das geschieht typischerweise im Winter, bei
> Dunkelheit und strömendem Regen.

Das ist dann eine noch ganz andere Schraubverbindung, die in der Tat
relativ fest gedreht sein sollte.

> Den Ventileinsatz bekommt man mit bloßen Fingern nicht
> vernünftig dicht; um den Grip zu erhöhen, können zwei
> Münzen helfen.

Oder ein entsprechendes sehr kleines Werkzeug aus Plaste benutzen, das
genau um den Ventileinsatz herum paßt. Ich habe eins hier, aber weiß den
Namen nicht :-) .
(Ventileinsatzdreher??)

Martin Klaiber

unread,
Aug 17, 2022, 12:53:10 AMAug 17
to
Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> wrote:
> Stefan Wiens schrieb:

>> Den Ventileinsatz bekommt man mit bloßen Fingern nicht
>> vernünftig dicht; um den Grip zu erhöhen, können zwei
>> Münzen helfen.

> Oder ein entsprechendes sehr kleines Werkzeug aus Plaste benutzen, das
> genau um den Ventileinsatz herum paßt. Ich habe eins hier, aber weiß den
> Namen nicht :-) .
> (Ventileinsatzdreher??)

Meinst Du einen Ventilschlüssel?

https://www.bike-components.de/de/Schwalbe/Ventilschluessel-SV-Ventil-Verlaengerung-p82266/

Gruß
Martin

Stephan Gerlach

unread,
Aug 17, 2022, 6:13:14 PMAug 17
to
Martin Klaiber schrieb:
Ja, genau das.

(Hausaufgabe: Name merken --> Ventilschlüssel)

Joerg

unread,
Aug 22, 2022, 3:30:09 PMAug 22
to
<fingerheb>

Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.

Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
zufriedengeben. Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel
mindestens ein Jahr lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges
Betueddeln funktioniert. Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man
als Radfahrer ja prinzipiell auch.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Stephan Gerlach

unread,
Aug 22, 2022, 7:19:44 PMAug 22
to
Joerg schrieb:
> On 8/9/22 2:24 PM, Bernhard Kraft wrote:
>> Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Hi,
>>>
>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>
>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>> Brompton-spezifisches Problem.
>>
>
> <fingerheb>
>
> Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
> Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.
>
> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
> zufriedengeben.

Was heißt "schlechter", daß man häufiger nachpumpen muß?
Ein möglicher Grund könnte hier in Gewichts-Optimierung liegen; gerade
im Bereich der Reifen/Felgen.
Bei KFZ (s.u.) ist das weitgehend egal.

> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel
> mindestens ein Jahr lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges
> Betueddeln funktioniert.

Wen das besagte Nachpumpen stört, der soll halt besonders dicke
Schläuche oder am besten gleich Vollgummireifen benutzen.

> Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man als Radfahrer ja
> prinzipiell auch.

Ist damit Kettenschmierstoff "nachfüllen" gemeint?

Bernd Ullrich

unread,
Aug 22, 2022, 11:22:41 PMAug 22
to
Am 22.08.2022 um 21:30 schrieb Joerg:
> On 8/9/22 2:24 PM, Bernhard Kraft wrote:
>> Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Hi,
>>>
>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>
>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>> Brompton-spezifisches Problem.
>>
>
> <fingerheb>
>
> Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
> Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.
>
> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
> zufriedengeben. Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel
> mindestens ein Jahr lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges
> Betueddeln funktioniert.

-----------------------------------------
> Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man
> als Radfahrer ja prinzipiell auch.

Was tankst Du?

BU

Joerg

unread,
Aug 23, 2022, 2:20:55 AMAug 23
to
On 8/22/22 4:38 PM, Stephan Gerlach wrote:
> Joerg schrieb:
>> On 8/9/22 2:24 PM, Bernhard Kraft wrote:
>>> Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>> Hi,
>>>>
>>>> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
>>>> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
>>>> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>>>>
>>> Hat jemand ein Rad das ein paar Wochen 6 bar hält? Das ist wohl kein
>>> Brompton-spezifisches Problem.
>>>
>>
>> <fingerheb>
>>
>> Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
>> Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.
>>
>> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
>> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
>> zufriedengeben.
>
> Was heißt "schlechter", daß man häufiger nachpumpen muß?
> Ein möglicher Grund könnte hier in Gewichts-Optimierung liegen; gerade
> im Bereich der Reifen/Felgen.
> Bei KFZ (s.u.) ist das weitgehend egal.
>

Das ist schon lange nicht mehr egal. Ich musste viel fuer KFZ und
Luftfahrt entwickeln und da wurde oft um Gramm und um Watt gefeilscht.


>> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel mindestens ein Jahr
>> lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges Betueddeln funktioniert.
>
> Wen das besagte Nachpumpen stört, der soll halt besonders dicke
> Schläuche oder am besten gleich Vollgummireifen benutzen.
>

Geht kaum noch. Vollgummi fuer RR bekommt man praktisch nicht mehr.
Schlaecuhe mit rund 3mm Wandstaerke auch seit Jahren nicht mehr. Nur
noch welche, die in Richtung Laufflaeche und Flanken diese Dicke haben,
aber Richtung Felge duenn sind. Die lecken dann wieder mehr.


> > Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man als Radfahrer ja
> > prinzipiell auch.
>
> Ist damit Kettenschmierstoff "nachfüllen" gemeint?
>

Nein, Trunk und Mampf :-)

Als erstes ist mir das auf einer Fahrt von gut 100km in Germanien
aufgefallen, als ich auch ein Auto hatte. Die Spritkosten auf dem
Fahrrad waren erheblich hoeher als mit meinem Auto. Dafuer schmeckte es
allerdings auch.

Joerg

unread,
Aug 23, 2022, 2:23:38 AMAug 23
to
Meist Stout, IPA und Pale Ale, bleifrei. Dann noch Baguette mit Brie
oder Havarti und ein bis zwei kleine Landjaeger-Wuerste.

Anton Ertl

unread,
Aug 23, 2022, 3:32:06 AMAug 23
to
Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> writes:
>Joerg schrieb:
>> Allerdings verwende ich am RR sowie am MTB fette dornensichere
>> Schlaeuche. Da muss ich nur alle 2-3 Monate aufpumpen.

Ah ja, am Rennrad wie am MTB. Nicht sehr plausibel, wegen
unterschiedlichem Druck und unterschiedlichen Reifendimensionen.

>> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
>> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
>> zufriedengeben.
>
>Was heißt "schlechter", daß man häufiger nachpumpen muß?
>Ein möglicher Grund könnte hier in Gewichts-Optimierung liegen; gerade
>im Bereich der Reifen/Felgen.

Rollwiderstand ist auch noch ein Thema.

Den Bloedsinn schreibt Joerg schon seit Jahren. Dabei haette er schon
laengst die Fahrradwelt revolutionieren koennen, indem er bei einem
Motorrad den Motor ausbaut und Tretkurbeln einbaut, und das Ergebnis
dann an Radfahrer verkauft, die so wie er die "bessere Technologie"
der Kfz haben wollen.

Burkhard Schultheis

unread,
Aug 23, 2022, 6:39:57 AMAug 23
to
Am 07.08.2022 um 16:49 schrieb Reinhard Zwirner:
> Hi,
>
> ich benutze mein Brompton natürlich nicht besonders häufig. Und wenn
> es dann ein paar Wochen im Keller gestanden hat, muß ich es stets
> kräftig wieder auf um die 6 bar aufpumpen.
>
> Als einer meiner Brüder sich kürzlich auch ein Brompton zulegen
> wollte und nach meinen Erfahrungen fragte, bemängelte ich den meiner
> Meinung nach zu schnellen/hohen Druckverlust. Nun bekam ich die
> Rückmeldung, daß "nach Wochen ohne Nutzung" "von den 5 Bar(?"), die
> er vor Wochen aufgepumpt hatte, vorn und hinten lt. seiner Luftpumpe
> jeweils noch 2 Bar vorhanden waren; er fand das - im Gegensatz zu mir
> - aber normal.
>
> Gibt es diesbezüglich irgendeine Faustregel?
>

Ich pumpe die Reifen meines Crossmaxx immer auf 3,5 bar auf. Nach 2
Wochen sind es vorne wie hinten in der Regel noch 2,9 bar. Ich habe
Autoventile.

Grüße
Burkhard


Ulf Kutzner

unread,
Aug 23, 2022, 7:10:04 AMAug 23
to
Stephan Gerlach schrieb am Dienstag, 23. August 2022 um 01:19:44 UTC+2:
> Joerg schrieb:

> > Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
> > warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
> > zufriedengeben.

> Was heißt "schlechter", daß man häufiger nachpumpen muß?
> Ein möglicher Grund könnte hier in Gewichts-Optimierung liegen; gerade
> im Bereich der Reifen/Felgen.
> Bei KFZ (s.u.) ist das weitgehend egal.

Kraftfahrer führen privat seltener eine für ihr Auto geeignete Luftpumpe mit.

Gut, bei Radlern ist ein zusätzlich mitgeführtes Laufrad selten. Notlaufräder
kenne ich da gar nicht.

Arno Welzel

unread,
Aug 23, 2022, 10:12:45 AMAug 23
to
Joerg, 2022-08-22 21:30:

[...]
> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
> zufriedengeben. Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel
> mindestens ein Jahr lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges
> Betueddeln funktioniert. Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man
> als Radfahrer ja prinzipiell auch.

Luftdruck kontrollieren muss man auch beim KFZ öfter als nur einmal im
Jahr, idealerweise alle 1-2 Monate, so wie beim Fahrrad. Bei
neumodischeren Autos gibt es deshalb auch Reifendrucksensoren, die daran
erinnern, nachzupumpen.

Stephan Gerlach

unread,
Aug 23, 2022, 7:55:52 PMAug 23
to
Joerg schrieb:
> On 8/22/22 4:38 PM, Stephan Gerlach wrote:
>> Joerg schrieb:
>>
>>> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel mindestens ein Jahr
>>> lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges Betueddeln funktioniert.

[...]

>> > Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man als Radfahrer ja
>> > prinzipiell auch.
>>
>> Ist damit Kettenschmierstoff "nachfüllen" gemeint?
>>
>
> Nein, Trunk und Mampf :-)

Muß man auch als Auto-/Motorradfahrer :-) .

> Als erstes ist mir das auf einer Fahrt von gut 100km in Germanien
> aufgefallen, als ich auch ein Auto hatte. Die Spritkosten auf dem
> Fahrrad waren erheblich hoeher als mit meinem Auto.

Das ist jetzt ungewöhnlich. Hattest du nach Fahrradfahrten erheblich(!)
mehr Trunk und Mampf konsumiert wie nach Autofahrten?

> Dafuer schmeckte es
> allerdings auch.

Oder es war "nur" die Qualität der Nahrung besser als nach/während
dem/des Autofahren(s).

Stephan Gerlach

unread,
Aug 23, 2022, 7:59:20 PMAug 23
to
Anton Ertl schrieb:
> Stephan Gerlach <mam9...@t-online.de> writes:
>> Joerg schrieb:
>>
>>> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
>>> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
>>> zufriedengeben.
>> Was hei�t "schlechter", da� man hÀufiger nachpumpen mu�?
>> Ein möglicher Grund könnte hier in Gewichts-Optimierung liegen; gerade
>> im Bereich der Reifen/Felgen.
>
> Rollwiderstand ist auch noch ein Thema.
>
> Den Bloedsinn schreibt Joerg schon seit Jahren. Dabei haette er schon
> laengst die Fahrradwelt revolutionieren koennen, indem er bei einem
> Motorrad den Motor ausbaut und Tretkurbeln einbaut, und das Ergebnis
> dann an Radfahrer verkauft, die so wie er die "bessere Technologie"
> der Kfz haben wollen.

Quasi wie Pedelec-Vermarktung, nur "andersrum"/"von der anderen Seite":

Statt aus einem Fahrrad durch *Ein*bau eines Motors ein Moped/Motorrad
mit dem Aussehen eines Fahrrads zu machen, macht man aus einem Motorrad
durch *Aus*bau des Motors ein Fahrrad. Dann würde bloß noch ein
marketing-technisch günstiger Name für so ein Gefährt fehlen.

Rolf Mantel

unread,
Aug 24, 2022, 3:55:04 AMAug 24
to
Am 23.08.2022 um 20:36 schrieb Marcus Jodorf:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> schrieb:
>
>> Diese Pumperei ist eines der leidigen Themen, wo ich nicht verstehe,
>> warum sich Radfahrer mit weit schlechterer Technologie als Autofahrer
>> zufriedengeben.
>
> Außer, daß mittlerweile Reifendrucksensoren recht gängig geworden sind,
> ist beim Auto die Welt auch nicht anders. Da muß man genauso regelmäßig
> nachpumpen. Nur halt nicht ganz so oft.

Und viele Autos haben jetzt auch einen ...
*Reparaturkit* an Bord (elektrische Pumpe, Pannenflüssigkeit) statt
Ersatzreifen.

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 24, 2022, 4:31:09 AMAug 24
to
Am Wed, 24 Aug 2022 02:14:20 +0200 schrieb Stephan Gerlach
<mam9...@t-online.de>:

>Joerg schrieb:
>> On 8/22/22 4:38 PM, Stephan Gerlach wrote:
>>> Joerg schrieb:
>>>
>>>> Im KFZ-Bereich wird erwartet, dass ein Vehikel mindestens ein Jahr
>>>> lang ohne grossen Firlefanz und ohne staendiges Betueddeln funktioniert.
>
>[...]
>
>>> > Ausser gelegentlich Tanken, doch das muss man als Radfahrer ja
>>> > prinzipiell auch.
>>>
>>> Ist damit Kettenschmierstoff "nachfüllen" gemeint?
>>>
>>
>> Nein, Trunk und Mampf :-)
>
>Muß man auch als Auto-/Motorradfahrer :-) .
>
>> Als erstes ist mir das auf einer Fahrt von gut 100km in Germanien
>> aufgefallen, als ich auch ein Auto hatte. Die Spritkosten auf dem
>> Fahrrad waren erheblich hoeher als mit meinem Auto.
>
>Das ist jetzt ungewöhnlich. Hattest du nach Fahrradfahrten erheblich(!)
>mehr Trunk und Mampf konsumiert wie nach Autofahrten?


Ich verstehe nicht, wo diese Diskussion hinführen soll. JoErg lebt in
einem Land, in dem Fettleibigkeit längst eine bevölkerungweite
chronische Erkrankung ist, welche sich die Leute i.W. dadurch selber
zufügen, indem sie gleichzeitig zu viel fressen und sich zu wenig
bewegen. Wo manche sich die Mägen chirurgisch verkleinern lassen, um das
das zu bekämpfen, wo viele auf Behindertenmobilen herumfahren, weil die
überquellende Fettmasse sonst kaum noch bewegt werden könnte.

"Obesity is a common, serious, and costly disease"

<https://www.cdc.gov/obesity/data/adult.html>

Die mit großem Abstand einfachste, billigste und nützlichste Abhilfe
bestünde darin, weniger zu fressen und sich mehr zu bewegen, also auf
den Wegen mit mit dem Fahrrad zu fahren, auf denen man sein Ziel sonst
mit dem Auto ansteuern würde - und sich davor, danach oder auch während
der Fahrt den Bauch so vollzuschlagen, wie man Lust dazu hat.

JoErg propagiert hier aber seit vielen Jahren das exakte Gegenteil: er
brandmarkt Radfahren auf Straßen als gefährlich und wirbt dafür, mit dem
Rad auf deren Gebrauch zu verzichten und stattdessen auf sandigen
Geröllstrecken im Gelände zu fahren. Was für nahezu niemanden eine
Alternative ist und gewiss nicht für diejenigen, deren Büro 5-25 km
entfernt über eine "gut ausgebaute Straße" erreichbar ist. Hierzulande
ist das die Mehrheit.

Außerdem verbreitet er penetrant die bei dem auf massiven
Ressourcenverbrauch fixierten Teil der "konservativen" (ha!) politischen
Landschaft sehr beliebte Legende, dass Fahrradfahren "ja auch nicht
besser" sei, da es ja sogar "mehr Sprit" benötigte als wenn man mit
einem effizienten Kfz führe.

Warum das Bullshit ist, wurde hier schon häufiger vorgerechnet, ich will
das nicht wiederholen, deshalb nur kurz: es lebt davon, dass auf beiden
Seiten wesentliche, aber unterschiedliche Faktoren unterschlagen werden.
Also z.B., wie du oben richtig anmerkst, dass die Leute sich auch im
Auto nicht von Luft und Sonne ernähren. Auch unterschlägt es, dass bei
der Herstellung eines Individual-Kfz schon ein erheblicher Teil des -
überwiegend aus Öl gewonnenen - energetischen und stofflichen
Fußabdrucks hinterlassen wurde.

In der Praxis suggeriert eine solche Propaganda, lieber mit dem neuen
"effizienten" SUV in die Muckibude zu fahren, um sich dort die
angefressen Pfunde wieder abzustrampeln, oder zu Anfang eines Trails im
Gelände, um dort mit dem alten Klapperrad dannn den "Geschmack von
Freiheit und Abenteuer" zu finden.

Bei einigen wenigen mag das aus individueller Sicht so funktionieren,
bei der überwiegenden Mehrheit funktioniert es ganz offensichtlich
überhaupt nicht und kann auch nicht funktionieren.

Wer nicht nur die kurzen Wege mit dem Fahrrad zurücklegt, die man besser
liefe, sondern regelmäßig auch längere Distanzen, die tatsächlich
Autofahrten substituieren, braucht nicht zu fasten, sondern kann sich
trotz des heutigen immobilen Lebensstils einer Bürotätigkeit leisten,
sich normal zu ernähren. Der differentielle Mehrbedarf ist
vernachlässigbar und jedenfalls weit geringer als der, welcher sich aus
Aktivitäten ergibt, die regelmäßig erforderlich werden, die
angefressenen Pfunde auf umständliche Weise wieder loszuwerden.


--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 24, 2022, 4:41:41 AMAug 24
to
Am Wed, 24 Aug 2022 09:55:02 +0200 schrieb Rolf Mantel
<ne...@hartig-mantel.de>:
Und bei manchen Autos, die man i.W. nur ein Mal im Jahr benutzt und
dafür dann neben Ölstand, Wasserstand usw. auch den Luftdruck
kontrolliert, stellt man fest, dass dieser sich in dem Jahr nicht
verändert hat oder nur innerhalb der Toleranz, die schon für
unterschiedliche Beladungen erforderlich ist. Unsere alte Kiste ist so
eine.

Wahrscheinlich läßt sich das nicht auf Autos verallgemeinern, die viel
und schnell gefahren werden. Aber das gilt wohl auch umgekehrt.

PS: ein ehemaliger Kollege merkte mal an, dass sein neues Auto keine
Luftdrucksensoren brauche, weil die ohnehin nötige Schlupferkennung auch
in der Lage sei, Veränderungen des Luftdrucks zu bemerken. Erscheint mir
plausibel. Von einem anderen weiß ich, dass Luftdrucksensoren, die bei
jedem Radwechsel (Winterreifen!) neu angelernt werden müssen, ein "pain
in the ass" sein können. Vor allem, wenn dafür extra kassiert wird.

Udo Steinbach

unread,
Aug 24, 2022, 10:43:09 AMAug 24
to
Am 2022-08-24 um 10:23 schrieb Wolfgang Strobl:
> Der differentielle Mehrbedarf ist vernachlässigbar und jedenfalls weit
> geringer als der, welcher sich

aus der Masse selbst ergibt. Wenn Homer Simpson sich mal bewegt, kostet
das doch bestimmt nennenswert mehr Energie, als wenn ich dasselbe tue.

> wo viele auf Behindertenmobilen herumfahren

Homer mampft noch etwas mehr, was kaum physikalisch möglich scheint, gilt
bald als Schwerbehindert und darf fortan das Atomkraftwerk von Zuhause
aus steuern, weil aufgrund eines Gesetzes der Arbeitgeber das ermöglichen
muß.
So hat der olle Groening das Thema damals angefaßt.

> Herstellung eines Individual-Kfz

13 Tonnen Rohstoffe fürs Fahrzeug, 13 Tonnen für die Elektronik, würden
geschätzt, las ich mal. Zöge man dem Autofahrer diese 26 Tonnen von der
Nahrung ab, gäbe es kein Fett-Problem mehr.

Na ja, das nur nebenbei, nicht, das ich JoErg je ernst genommen hätte.
Aber es ist immer wieder schön zu sehen, über welche Stöckchen die Leute
so springen. Es gilt wohl Fleißpunkte zu sammeln.
--
Fahrradverkehr in Deutschland: http://radwege.udoline.de/
GPG: A245 F153 0636 6E34 E2F3 E1EB 817A B14D 3E7E 482E

Sascha Dungs

unread,
Aug 24, 2022, 12:40:12 PMAug 24
to
Am 24.08.2022 um 10:40 schrieb Wolfgang Strobl:

> PS: ein ehemaliger Kollege merkte mal an, dass sein neues Auto keine
> Luftdrucksensoren brauche, weil die ohnehin nötige Schlupferkennung auch
> in der Lage sei, Veränderungen des Luftdrucks zu bemerken.

Unser Auto macht das auch so. Für Veränderungen im kritischen Bereich
sollte das locker ausreichen. Wenn man vergisst, dem System mitzuteilen,
dass man seit der letzten Fahrt Reifen gewechselt hat, meckert es auf
jeden Fall reproduzierbar (ich vergesse das ca. jedes zweite Mal).

Ob das auch anschlägt, wenn (theoretisch) alle Reifen ganz allmählich
und im exakt gleichen Maße Luft verlieren würden? Ich werde es nicht
testen (können), denn da kommt mir wieder der halbjährlich fällige
Reifenwechsel dazwischen. :)

--
Gruß, Sascha

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 24, 2022, 2:42:18 PMAug 24