Am Tue, 06 Sep 2022 21:37:08 +0200 schrieb Marcus Jodorf:
> Karl Müller <
mt...@gmx.de> schrieb:
>
>>> Die braucht er nicht, weil es keine gesetzliche Altersgrenze gibt.
>>> Wenn ein Reifen nicht beschädigt ist, muß der TÜV den durchwinken,
>>> selbst wenn der komplett steinalt ist.
>>>
>>>
>> Aha - Du bist für Erkenntnisse offen. Das ist schon mal ein guter
>> Anfang
>
> Das ist nebenbei keine Erkenntnis, das ist banales Wissen, das man
> normalerweise hat, wenn man in dem Thema zufällig ein wenig drin ist.
>
>> Empfehlung ist eine Empfehlung [2]
>
> Ach?
>
>> Wo ist denn das Problem etwas langsamer um die Kurve zu fahren? Du
>> musst Dein Fahrzeug immer sicher beherrschen und dazu zählt auch das
>> Anpassen der Geschwindigkeit.
>
> Blahblah. Was bringt Dich denn zu dem Gedanken, daß ich meine
> Geschwindigkeit nicht anpassen und mein Fahrzeug nicht beherrschen
> würde? Und was hat das damit zu tun, wie sicherheitskritisch die
> Leistung der Reifen ist?
>
Reine Vermutung aus Deinen Beiträgen hier - und seit wann haben denn
Reifen eine Leistung? Diesen Begriff Leistung kenne z.B. aus der
Motorentechnik und, ich gebe es zu, aus Werbungssprüchen von
Reifenherstellern... Verlass Dich nicht zu sehr auf Sprüche aus der
Werbung
> Aber gut, bevor Du Dich weiter in seltsamen Vorstellungen und Annahmen
> verrennst, versuche ich es etwas konkreter:
>
> Das Problem ist, daß die Leistungeinbuße dabei absolut recht drastisch
> ausfallen kann. Schon mehrfach erlebt (etwa bei Fahrzeugen anderer
> Besitzer - das Problem mit manchmal überalterten Reifen ist bei Oldi
> Besitzern nicht völlig untypisch. Manche speziellen Reifen sind extrem
> schwer zu beschaffen - Weißwandreifen beispielsweise - so daß manche
> Besitzer fast gezwungen sind, Vorhandenes extrem lange zu fahren, um die
> Originaloptik zu erhalten.)
>
> Als erfahrener Fahrer kennt man das und kann damit nat. umgehen. Der
> Besitzer, der damit regelmäßig fährt, ist sicher auch darauf
> eingestellt.
> Aber falls mit sowas mal jemand fahren sollte, der nicht soviel
> Erfahrung hat...
>
Der muss seine Fahrweise an ein unbekanntes Fahrzeug anpassen. Du tust
gerade so, als ob ein alter Reifen sich so verhält wie ein Fahrzeug mit
defekten Bremsen - dem ist nicht so, glaube mir
> Falls Du Dir mal ein Auto oder Rad leihst, wo plötzlich der Bremsweg
> massiv länger ist oder die Kurvenhaftung nur halb so gut ist, als was Du
> sonst nach jedem gesundem Menschenverstand erwarten würdest... so
> ungefähr kannst Du Dir das vorstellen.
Habe ich schon gemacht - man fährt besonders vorsichtig los und gewöhnt
sich langsam an das Fahrverhalten. Du scheinst so etwas nicht zu können
und rast sofort los?
> Mit sowas rechnet ganz sicher nicht jeder - und eher noch weniger bei
Jeder, der einen Führerschein hat, hat gelernt, dass er niemanden
gefährden darf und die Vernünftigen fahren entsprechend
> halbwegs modernen Fahrzeugen. Bei Oldis ist das sogar noch
> unproblematisch - die Besitzer kennen da normal jede Eigenheit und Macke
> ihrer Schätzchen und gehen auch entsprechend vorsichtig mit denen
> anderer um.
> Das „halb so gut“ ist dabei übrigens je nach Alter nicht übertrieben.
>
Du bist also der Ansicht, dass ein 20 Jahre alter Reifen zu einem
doppelten Not-Bremsweg führt? Dann fahre entsprechend vorsichtig, wenn Du
diese Erkenntnis hast. Alles andere wäre verantwortungslos aber bestimmt
nicht gemeingefährlich
>>> Als Oldtimerbesitzer mit meist wenig genutzten aber halt alternden
>>> Reifen hab ich die Erfahrung ähnlich schon mehrfach machen dürfen.
>>> Nach spätestens ungefähr 10 Jahren leidet die Sicherheit normalerweise
>>> wirklich.
>>
>> Also wenn ich einen Oldtimer-Porsche über den gesperrten Nürburgring
>> heizen will dann mag das zutreffen (viel Spaß dabei - ernst gemeint!)
>
> Quatsch. Selbstverständlich rede ich von Alltag. Abstruse Sonderfälle
> sind eher der Fetisch von Usenetnutzern.
>
>> Ansonsten pass doch einfach Deine gefahrene Geschwindigkeit an die
>> aktuellen Verhältnisse an.
>
> Wenn Du z.B. mal in einen Wagen mitgefahren bist, dem innerorts bei kaum
> mehr als Schrittgeschwindigkeit ohne Gas in einer normalen 90 Grad Kurve
> der Hintern wegdreht, nur weil es etwas Feucht und die Reifen fast 20
> Jahre alt waren, dann siehst Du das vielleicht anders. Der Besitzer hat
> dann auch sofort neue Reifen angeschafft. Nein, kein jugendlicher Raser,
> sondern alter Herr, der normal immer überaus vorsichtig in seinem alten
> Schätzchen unterwegs war.
>
Anekdotenbeweis? Ich habe einen Kollegen, die fahren einen Käfer mit 25
Jahre alten Reifen, da er diesen Käfer nur ein paar mal im Jahr ausfährt
Der hat keine Probleme mit der Reifen-Sicherheit - komisch...
>> Du darfst natürlich auch Deine Reifen nach 6,8,10 oder 12 Jahren
>> wechseln obwohl sie noch genug Profil haben. Das von anderen zu
>> erwarten, die vernünftig ihr Fahrzeug bewegen, ist aber sicherlich
>> übertrieben.
>
> Ich würde es sicherlich empfehlen. Und ob museale Reifen, die ja nicht
> nur Dekoration sind, wirklich noch unter „vernünftig Fahrzeug bewegen“
> fallen, würde ich mal doch grundsätzlich bezweifeln.
>
Nochmal, es geht um das reine Alter eines Reifen, nicht um den
technischen Zustand.
>> Und gemeingefährlich, um zum Ausgang zurück zu finden, sind für mich
>> eher die, die die Haftung ihrer Reifen regelmäßig in einer Kurve an die
>> Grenze bringen
>
> „Regelmäßig in einer Kurve an die Grenze bringen“ ist allerdings schon
> phantasievoll, auch wenn ich hier keinen irgendwie gearteten geschweige
> denn logischen Zusammenhang sehen kann.
>
Also es soll durchaus Typen von Kraftfahrzeug-Benutzern geben (übrigens
auch Fahrrad/Pedelec fahrende Menschen), die ständig im Renn-Modus sind
Mag für Dich nicht zutreffen, das kann ich nicht beurteilen. Auf jeden
Fall legst Du wohl Wert darauf das Deine Reifen jederzeit für ein Rennen
eingesetzt werden kann
>> [1] Als gemeingefährlich werden in der Rechtssprache Handlungen und
>> Situationen bezeichnet, die eine Gefahr nicht nur für einzelne
>> bestimmte Personen, sondern für die Allgemeinheit darstellen.
>
> Schön für die Rechtssprache.
>
>> [2] Empfehlung: Handlung, die darin besteht, anderen einen Vorschlag zu
>> machen, etwas Bestimmtes zu tun oder zu unterlassen. Eine Empfehlung
>> hat weder einen fordernden Charakter noch ist mit Sanktionen belegt,
>> wenn man der Empfehlung nicht folgt
>
> Bißchen sehr trivial, um sowas auch noch als Fußnote zu bringen, oder?
> Soll die Form hier Banalitäten pseudoakademisch aufhübschen oder einfach
> mal so zur stilistischen Auflockerung?
>
Solche Fußnoten erstelle ich speziell für Menschen, die den Begriff
"gemeingefährlich" nicht richtig einsetzen und für Menschen, die in eine
Empfehlung des TüV eine gesetzliche Vorgabe hinein interpretieren
Zusammengefasst: alte unbeschädigte Reifen mit ausreichend Profil stellen
keine Gemeingefahr dar und können durch einen verantwortungsbewussten
Fahrzeugführer problemlos eingesetzt werden
mfg
Karl