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Faltrad: Brompton oder Birdy?

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Stefan Bion

unread,
Sep 9, 2002, 1:10:32 PM9/9/02
to
Hallo,

wer die Wahl hat, hat eben die Qual... und ich stehe momentan vor der
Entscheidung, welches Faltrad ich mir anschaffen soll: Ein Brompton
oder ein Birdy? Darum würden mich einfach mal einige Argumente "pro"
und "contra" das jeweilige Modell interessieren. Mein Eindruck (nach
heutigem, erstmaligen Probefahren):

Birdy: Fährt sich "spritziger", man muß aber "aktiver" fahren und
macht einen krummen Buckel (auf Dauer nicht unbequem?). Die
Kettenschaltung (7 Gänge) ist zwar schöner in der Handhabung, aber
leider wartungsintensiv (und ich diesbezüglich ein fauler Sack).

Brompton: Läßt sich kleiner falten, man sitzt "aufrechter" (finde ich
angenehmer), aber es fährt sich dadurch eben auch irgendwie
"gemütlicher" (kann man als Vor- oder als Nachteil ansehen); zudem ist
natürlich so der Luftwiderstand größer.

Insgesamt gefiel mir das Birdy vom Fahren her besser. Schade, daß es
kein Rad gibt, bei dem die die Fahreigenschaften des Birdy mit der
Technik des Brompton kombiniert ist - aber alles kann man eben nicht
haben... ;-)

Meinungen?

Gruß,
Stefan

Falk Mölle

unread,
Sep 9, 2002, 2:26:53 PM9/9/02
to
Stefan Bion wrote:

> Hallo,
>
> wer die Wahl hat, hat eben die Qual... und ich stehe momentan vor der
> Entscheidung, welches Faltrad ich mir anschaffen soll: Ein Brompton
> oder ein Birdy?

nen interessanten Test gibts auf www.adfc-dresden.de/speiche/sp12_01.pdf,
Seite 6

--

Mit freundlichen Grüßen

Falk Mölle

Mathias Böwe

unread,
Sep 9, 2002, 2:29:00 PM9/9/02
to
Stefan Bion <spam...@StefanBion.de> wrote:

> wer die Wahl hat, hat eben die Qual... und ich stehe momentan vor der
> Entscheidung, welches Faltrad ich mir anschaffen soll: Ein Brompton
> oder ein Birdy? Darum würden mich einfach mal einige Argumente "pro"
> und "contra" das jeweilige Modell interessieren.

Gegenfrage: Was erwartest Du vom Rad? Meine Erfahrungen beschränken sich
auf das Birdy, das Brompton habe ich noch nie gefahren.

> Mein Eindruck (nach heutigem, erstmaligen Probefahren):
>
> Birdy: Fährt sich "spritziger", man muß aber "aktiver" fahren und
> macht einen krummen Buckel (auf Dauer nicht unbequem?).

Nicht unbedingt: Du kannst Dir auch den "Komfort-Vorbau" holen. Damit
wndert der Lenker weiter nach oben.

> Die Kettenschaltung (7 Gänge) ist zwar schöner in der Handhabung, aber
> leider wartungsintensiv (und ich diesbezüglich ein fauler Sack).

Ich bin gerade offline: Gibt es das derzeit nicht mit einer
Nabenschaltung?

> Brompton: Läßt sich kleiner falten, man sitzt "aufrechter" (finde ich
> angenehmer), aber es fährt sich dadurch eben auch irgendwie
> "gemütlicher" (kann man als Vor- oder als Nachteil ansehen); zudem ist
> natürlich so der Luftwiderstand größer.

Zumindest das dürfte eher weniger wichtig sein.

> Insgesamt gefiel mir das Birdy vom Fahren her besser. Schade, daß es
> kein Rad gibt, bei dem die die Fahreigenschaften des Birdy mit der
> Technik des Brompton kombiniert ist - aber alles kann man eben nicht
> haben... ;-)

Doch: Dazu noch den Preis des Dahon :-)

> Meinungen?

Einige: Wenn Du das Rad oft tragen mußt, dann dürftest Du die 2kg
Mehrgewicht des Brompton auf Dauer spüren. Die geschobene Schwinge sorgt
für einigen Fahrkomfort, während das Brompton vorn ungefedert ist. Das
Birdy hat ein relativ großes Packmaß, es paßt z. B. nicht in meinen
Kofferraum. Das Birdy kostet mehr.

Etwas vereinfachtes Fazit: Ist Dir das Fahren wichtiger, dann spricht
mehr für das Birdy, spielen Preis oder Packmaß die größte Rolle, dann
wird ein Brompton draus.

Mathias
--
Die Preußen haben den Westfalen erst die Nahrungsaufnahme beigebracht.
Stand auch an vielen Zügen: "Berlin Lehrte Dortmund Essen"
Michael Kauffmann in debe

Stefan Bion

unread,
Sep 9, 2002, 4:04:46 PM9/9/02
to
Hi Andreas,

> Bei was für einer Schnarchnase von Händler warst Du denn. Du suchst das
> Birdy Green:
>
> http://www.r-m.de/1_katalog/birdy/model/green.html
>
> 7-Gang Nabenschaltung, "Komfort"-Vorbau (aufrechtere Sitzposition,
> Höhenverstellbar), Gepäckträger.

OK, ich hatte nur das "red" getestet - das "green" sieht wirklich nett
aus...

Das Brompton hatte außer der 3-Gang-Nabenschaltung noch die "Mountain
Drive"-Schaltung, die allerdings hier im Flachland wahrscheinlich nicht
oft zum Einsatz kommen würde... Kosten soll es incl. Gepäckträger,
Schutzblechen und Beleuchtung so um die 950,- Euro (herabgesetzt). Das
Birdy "green" käme dagegen bei gleichem "Zubehör" laut www.r-m.de
zusammengerechnet auf 1364,60 Euro. Schon ein Unterschied, aber das wäre
für mich nicht unbedingt das Ausschaggebende. Da ich am meisten
Priorität auf das Handling lege (also das, wofür ein Faltrad eigentlich
gemacht ist, d.h. möglichst kleines Packmaß), denke ich, daß das
Brompton mein Favorit wird. Und schlecht fährt es sich ja auch nicht,
obwohl es vorne nicht gefedert ist.

> Das einzig klar bessere am Brompton ist die rahmenfeste
> Fronttaschenhalterung und vielleicht noch die alltagstauglicheren
> Schutzbleche.

Und wie gesagt das kleinere Packmaß. Oder würdest Du die 56 cm Länge
statt 76 cm nicht so sehr als Vorteil ansehen? Vom Gewicht her ein wenig
leichter scheint das Birdy zu sein (vermutlich wegen des Alu-Rahmens -
das Birdy hat ja einen Stahlrahmen).

Gruß,
Stefan

Stefan Bion

unread,
Sep 9, 2002, 4:18:51 PM9/9/02
to
Hi Mathias,

> Gegenfrage: Was erwartest Du vom Rad? Meine Erfahrungen beschränken sich
> auf das Birdy, das Brompton habe ich noch nie gefahren.

Gutes Handling (also leicht überallhin mitzunehmen und zu verstauen) an
erster Stelle, dann (aber auch nicht unwichtig) gute Fahreigenschaften.
Allerdings nur für befestigte Wege, also hauptsächlich Stadtfahrten -
keine ausgedehnteren Touren.

> Nicht unbedingt: Du kannst Dir auch den "Komfort-Vorbau" holen. Damit
> wndert der Lenker weiter nach oben.

Ja, das wäre vielleicht eine Möglichkeit - oder wie Andreas schon
meinte: Das "green"-Modell.

> Ich bin gerade offline: Gibt es das derzeit nicht mit einer
> Nabenschaltung?

s.o.

> > [...] aber alles kann man eben nicht haben... ;-)


>
> Doch: Dazu noch den Preis des Dahon :-)

Das wär's natürlich - aber wie gesagt: Alles kann man eben nicht
haben... :-)

> Einige: Wenn Du das Rad oft tragen mußt, dann dürftest Du die 2kg


> Mehrgewicht des Brompton auf Dauer spüren.

Ist das tatsächlich ein so großer Unterschied?

> Die geschobene Schwinge sorgt
> für einigen Fahrkomfort, während das Brompton vorn ungefedert ist.

Ich bin auf meinen Probefahrten keine besonders holprigen Strecken
gefahren; einen gravierenden Unterschied im Fahrkomfort konnte ich daher
nicht feststellen, aber auch das Brompton fuhr eigentlich problemlos auf
Kopfsteinpflaster und über Bordsteine...

> Das
> Birdy hat ein relativ großes Packmaß, es paßt z. B. nicht in meinen
> Kofferraum.

In "meinen" auch nicht, da ich kein Auto habe. ;-) Aber das Packmaß ist
auf jeden Fall ein Argument...

> Das Birdy kostet mehr.

Umsonst ist der Tod...

> Etwas vereinfachtes Fazit: Ist Dir das Fahren wichtiger, dann spricht
> mehr für das Birdy, spielen Preis oder Packmaß die größte Rolle, dann
> wird ein Brompton draus.

So "cool" das Birdy auch ist und aussieht - das Brompton scheint mir
momentan doch die bessere Lösung zu sein...

Danke für Deine Antwort.

Gruß,
Stefan

Stefan Bion

unread,
Sep 9, 2002, 4:24:07 PM9/9/02
to
Hi Falk,

> nen interessanten Test gibts auf www.adfc-dresden.de/speiche/sp12_01.pdf,
> Seite 6

Danke für den Hinweis. Lachen mußte ich ja über die Bemerkung mit den
Farben des Birdy [1]: Exakt dasselbe habe ich gestern beim Durchlesen
der r+m-Website auch gedacht...

Gruß,
Stefan

[1] "Birdy gibt es seit Jahren in vier Farb-Ausstattungs-Varianten oder
gar nicht. [...] Die Ausreden darf der Kunde im Internet nachlesen
(www.r-m.de unter FAQ): Eine Farbwahl sei unmöglich, da man nicht
Millionen Farben anbieten könnte. Nun, es wäre schon kundenfreundlicher,
dürfte der Geldgeber aus den Hausfarben Rot, Blau, Schwarz und Grün frei
wählen." (Seite 7 oben links)

Uli Harder

unread,
Sep 9, 2002, 4:46:40 PM9/9/02
to

Christian Wöhrl

unread,
Sep 9, 2002, 5:53:36 PM9/9/02
to
Moin Stefan,

> wer die Wahl hat, hat eben die Qual... und ich stehe momentan vor der
> Entscheidung, welches Faltrad ich mir anschaffen soll: Ein Brompton
> oder ein Birdy? Darum würden mich einfach mal einige Argumente "pro"
> und "contra" das jeweilige Modell interessieren.

Ich hatte mal ein Birdy Green, das ich nach einem Jahr (davon gut die Hälfte
zum Nachbessern bei r+m) entnervt gegen ein Brompton getauscht habe, mit dem
ich jetzt seit mehreren Jahren sehr zufrieden bin. Der Fairness halber sei
erwähnt, dass das Birdy damals noch den blödsinnigen Zahnriemenantrieb
hatte, und man hat es (auch nach schlussendlichem Umbau auf Kette) nicht
hinbekommen, dass dieses Rad sich gleichermaßen fahren und falten ließ: Der
Riemen konnte nicht das kleinste bisschen Feuchtigkeit ab, ohne
durchzurutschen, und nach der Montage von Kette und Co. war der
Faltmechanismus komplett außer Gefecht gesetzt; zumindest letzteres sollte
bei Erstmontage einer Kette besser funktionieren ;-)

Unabhängig davon einige Pros und Cons:

Mit dem Birdy bin ich schon mal bequem 100km Mittelgebirge am Nachmittag
gefahren; das würde ich mit dem Brompton nur unter Protest tun (und
vermutlich eine halbe Stunde länger brauchen).

Das Brompton ist *noch* nervöser im Fahrverhalten als das Birdy, man gewöhnt
sich aber an beides.

Die gefederte Vorderradschwinge des Birdy ist eine nette Sache; die kleinen
Reifen (zumal die neueren mit knapp 7bar) machen das Brompton vorn recht
hart. Mich selbst stört das weniger, aber die erste Scheinwerferhalterung
hat das Rütteln nur ca. drei Jahre überlebt.

Vieles, was an so einem Fahrrad eigentlich Standard sein sollte, gibt's beim
Birdy nur gegen Aufpreis (z.B. Schutzbleche). Und was extra dran kommt, ist
auch irgendwie ein Fremdkörper (klappert oder bewegt sich über Gebühr) - da
wirkt das Brompton in Vollausstattung deutlich ausgereifter.

Die Standard-Sitzposition auf dem Brompton ist mir (obwohl ich die überlange
Sattelstütze habe) entschieden zu aufrecht. Das habe ich beseitigt mit etwas
Wühlen in Händlers Restekiste, wo ich zwei billige Besenstiellenker aufgetan
habe. Den einen hab' ich auf ca. 10cm gekürzt und den zweiten beiderseits
mit den Verbindern der Cinelli-Spinaci-Lenkerhörnchen drübergesetzt. Passt.

Das Brompton lässt sich gefaltet trotz Mehrgewichts entschieden besser
handhaben als das Birdy. Letzteres steht selbst mit optionalem Gepäckträger
nur widerwillig, und die Fixierung der Schwinge war in kürzester Zeit
ausgeleiert (vielleicht ist das ja heute besser). Der Faltmechanismus des
Brompton ist alles in allem nahezu perfekt, dem Birdy würde ich hier eine
Drei minus geben.

Standardmäßig ist (oder war damals) beim Birdy der deutlich bessere Sattel
drauf. Was damals mit dem Brompton kam, ging gar nicht. Aber andererseits
wäre es auch beim Birdy Glückssache, wenn der erste Sattel Dir passte.

> Schade, daß es kein Rad gibt, bei dem die die Fahreigenschaften
> des Birdy mit der Technik des Brompton kombiniert ist

Du sagst es. Letztlich hängt es davon ab, ob Dir Fahren oder Falten
wichtiger ist. Mein Fazit wäre:

Täglich mehrmals falten, nur selten lange Strecken fahren -> Brompton
Täglich mehr als eine Stunde fahren, nur ein-, zweimal die Woche falten ->
Birdy

Hoffe geholfen zu haben,

Christian

Christian Wöhrl http://www.wort-und-satz.de


Stefan Bion

unread,
Sep 10, 2002, 3:28:24 AM9/10/02
to
Hi zusammen,

zunächst mal vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten und Meinungen.
Viel leicher ist mir die Entscheidung dadurch allerdings auch nicht
geworden... *g* (gibt so viele Dinge, die man gegeneinander abwägen muß)
Auf das eine oder andere Posting will ich später noch genauer eingehen,
aber jetzt mal etwas anderes:

Da ich in nächster Zeit beruflich öfters per Flugzeug innerhalb D
verreisen muß, interessiert mich, ob es da Probleme gibt, ein Faltrad
mitzunehmen, und wie man das überhaupt anstellt: Gilt es noch als
"Handgepäck" oder muß man es als Gepäckstück aufgeben? Falls letzteres,
muß es speziell verpackt werden und ist das Gepäck versichert, falls
etwas beschädigt wird oder abhanden kommt? Wie sind Eure Erfahrungen?

Viele Grüße,
Stefan

Christoph Specht

unread,
Sep 10, 2002, 3:32:38 AM9/10/02
to
Stefan Bion wrote:

> Hi Mathias,


>
>>Einige: Wenn Du das Rad oft tragen mußt, dann dürftest Du die 2kg
>>Mehrgewicht des Brompton auf Dauer spüren.

>
> Ist das tatsächlich ein so großer Unterschied?


Hallo,

ich stand letztes Jahr vor der Entscheidung Brompton oder Birdy. Habe
mich dann für das Brompton entschieden. Ohne Komfort-Vorbau war mir das
Birdy zu "krumm" (von der Sitzhaltung her), mit es sich, verglichen mit
dem Brompton (bei meiner Größe mit Teleskopsattelstütze) irgendwie
unangenehmer.
Also eine Entscheidung aus dem Bauch heraus, die auch anders hätte
ausfallen können.
was mich an beiden Rädern geärgert hat:
Der "Kindersattel" des Brompton ist eine Frechkeit und muß ersetzt
werden (der des Birdy ist auch nur wenig besser). Die Bremsen sind bei
beiden Rädern schlecht und gefährlich (trotz "dual-pivot" beim Brompton).
Beim Brompton ist der Lenker nicht versellbar, wenn er "passt", kein
Nachteil.
Beide Räder haben eine (für mich) unergonomische Lenkerform, mir
schlafen da immer die Hände ein, also wollte ich Lenkerhörnchen
montieren um umgreifen zu können (sehr empfehlenswert). Beim Birdy
hätten die nach außen geragt (ausgerechnet an der "Trageseite"), beim
Brompton falten sie nach innen und durften daher nur sehr kurz sein
(Lenker auf beiden Seiten 1,5 cm gekürzt, und auf 5cm verkürzte Hörnchen
montiert). Das, zusammen mit den 7bar-Reifen machte das Rad erstaunlich
tauglich auch für längere Strecken.

>
>>Die geschobene Schwinge sorgt
>>für einigen Fahrkomfort, während das Brompton vorn ungefedert ist.
>
> Ich bin auf meinen Probefahrten keine besonders holprigen Strecken
> gefahren; einen gravierenden Unterschied im Fahrkomfort konnte ich daher
> nicht feststellen, aber auch das Brompton fuhr eigentlich problemlos auf
> Kopfsteinpflaster und über Bordsteine...


ja, der kleine "Gummipuffer" an der Hinterradschwinge des Brompton
leistet gute Arbeit.

>
>>Das
>>Birdy hat ein relativ großes Packmaß, es paßt z. B. nicht in meinen
>>Kofferraum.
>
> In "meinen" auch nicht, da ich kein Auto habe. ;-) Aber das Packmaß ist
> auf jeden Fall ein Argument...
>

das Brompton läßt sich deswegen trotz Mehrgewicht besser tragen

>
>>Das Birdy kostet mehr.
>
> Umsonst ist der Tod...
>

oh nein!


> So "cool" das Birdy auch ist und aussieht - das Brompton scheint mir
> momentan doch die bessere Lösung zu sein...


das ist auch meine Meinung (ich würde sagen, "die _etwas_ bessere Lösung")

Gruß, Christoph

Stefan Bion

unread,
Sep 10, 2002, 3:39:21 AM9/10/02
to
Hi Andreas,

> 950,- Euro incl. Mountaindrive? Das wäre ein Hammerpreis! Handelt es sich
> dabei wirklich um das edle schweizer Tretlagergetriebe oder diese neue
> Minimal-Kettenschaltung?

Wenn es da nicht mehrere Versionen und Hersteller von gibt, dann war es
das wohl. Man tritt zum Umschalten quasi mit der Ferse gegen so "Knöpfe"
im Tretlager. Ist wie gesagt halt nur die Frage, ob das wirklich
notwendig ist - durch die Berge fahre ich ja normalerweise nicht.
Sinnvoller fände ich da schon eine größere Übersetzung in den höheren
Gängen, um auf ebener Strecke schneller voranzukommen.

> Ich nehme das Birdy (und gelegentlich auch das Brompton) recht häufig bei
> Reisen per Zug mit. Das größere Packmaß des Birdy hat mich hier selten
> gestört: [...]

Ich möchte es auch ab und zu auf Flugreisen mitnehmen können, um am
Zielort beweglicher und unabhängiger zu sein.

> >Und wie gesagt das kleinere Packmaß. Oder würdest Du die 56 cm Länge
> >statt 76 cm nicht so sehr als Vorteil ansehen?
>

> Siehe oben. Hängt davon ab, ob Du häufig so kleine Gepäckfächer hast.

Da habe ich noch keinerlei Erfahrungen mit.

Gruß,
Stafen

Mathias Böwe

unread,
Sep 10, 2002, 4:16:36 PM9/10/02
to
Stefan Bion <DIWHFA...@spammotel.com> wrote:

> Hi Mathias,
>
> > Gegenfrage: Was erwartest Du vom Rad? Meine Erfahrungen beschränken sich
> > auf das Birdy, das Brompton habe ich noch nie gefahren.
>
> Gutes Handling (also leicht überallhin mitzunehmen und zu verstauen) an
> erster Stelle, dann (aber auch nicht unwichtig) gute Fahreigenschaften.

Hmm, das klingt hier eher nach unentschieden.

> Allerdings nur für befestigte Wege, also hauptsächlich Stadtfahrten -
> keine ausgedehnteren Touren.

Ähm - Du weißt aber, daß Stadtfahrten so ziemlich das heftigste sind,
was man Mensch und Material zumuten kann? Manche Weicheier fahren ja
Downhill; wenn das Richtige Männer[tm] wären, dann würden sie zeigen,
was in ihnen steckt und innerstädtische Radwege benutzen...

> > Nicht unbedingt: Du kannst Dir auch den "Komfort-Vorbau" holen. Damit
> > wndert der Lenker weiter nach oben.
>
> Ja, das wäre vielleicht eine Möglichkeit - oder wie Andreas schon
> meinte: Das "green"-Modell.

Da hättest Du dann also auch die Nabenschaltung.

> > Einige: Wenn Du das Rad oft tragen mußt, dann dürftest Du die 2kg
> > Mehrgewicht des Brompton auf Dauer spüren.
>
> Ist das tatsächlich ein so großer Unterschied?

Wie gesagt kenne ich das Brompton nicht, aber ich kann es mir lebhaft
vorstellen. Ich habe zwei Guylaines - eines in der Standardausstattung,
eines ergänzt um etliche Extras, die das Gewicht um einen ähnlichen
Anteil erhöhen dürften. Die spüre ich deutlich, wenn ich die Räder die
Treppe hinaufwuchte.

> > Die geschobene Schwinge sorgt
> > für einigen Fahrkomfort, während das Brompton vorn ungefedert ist.
>
> Ich bin auf meinen Probefahrten keine besonders holprigen Strecken
> gefahren; einen gravierenden Unterschied im Fahrkomfort konnte ich daher
> nicht feststellen, aber auch das Brompton fuhr eigentlich problemlos auf
> Kopfsteinpflaster und über Bordsteine...

Auch mit richtig aufgepumpten Reifen?

> > Das Birdy hat ein relativ großes Packmaß, es paßt z. B. nicht in meinen
> > Kofferraum.
>
> In "meinen" auch nicht, da ich kein Auto habe. ;-)

Ich wohl auch bald nicht mehr - zur Zeit ist es eh als Dauerleihgabe
meinem unmittelbaren Einflußbereich entzogen... Aber vielleicht bist Du
ja auch mal Mitfahrer oder so, da ist das Packmaß schon nicht unwichtig.

> Aber das Packmaß ist auf jeden Fall ein Argument...

Ebend!

> > Das Birdy kostet mehr.
>
> Umsonst ist der Tod...

Und selbst der kostet das Leben...

> > Etwas vereinfachtes Fazit: Ist Dir das Fahren wichtiger, dann spricht
> > mehr für das Birdy, spielen Preis oder Packmaß die größte Rolle, dann
> > wird ein Brompton draus.
>
> So "cool" das Birdy auch ist und aussieht - das Brompton scheint mir
> momentan doch die bessere Lösung zu sein...

Das hört sich beinahe so an. Es ist ja auch kein schlechtes Rad, nur
eben mit anderen Schwerpunkten.

Mathias
--
Private Parts, Corporal Punishment, Major Malfunction, General Failure

Mathias Böwe

unread,
Sep 10, 2002, 4:16:38 PM9/10/02
to
Stefan Bion <DIWHFA...@spammotel.com> wrote:

> Gilt es noch als "Handgepäck" oder muß man es als Gepäckstück aufgeben?

Unabhängig von den Maßen ist (zumindest offiziell) bei 8kg Feierabend,
da ist also jedes dieser Räder zu üppig. Und aufgegebene Räder sind ein
Fall für sich: Auch wenn Du ein Faltrad recht gut in eine Tasche
kriegst, werden Dir die Trottel von der Gepäckkontrolle auferlegen, die
Reifen zu entlüften - sie haben Angst, daß platzende Reifen den Flieger
von Himmel holen...

Mathias
--
"Eines kann ich Ihnen sagen: Sie werden niemals die Welt regieren,
solange es vernünftig denkende Menschen gibt."
Douglas Adams (1952 - 2001) zu Bill Gates

Christian Wöhrl

unread,
Sep 10, 2002, 5:28:08 PM9/10/02
to
Moin Andreas,

> Kann es sein, daß Du ein aktuelles Brompton mit einem 5 Jahre alten Birdy
> vergleichst.

Nein, eher ein fünf Jahre altes Birdy mit einem vier Jahre alten Brompton.
(Ungefähr)

> Das Birdy ist in vielen Punkten verbesser worden (u.a. die
> Schutzblechbefestigung).

Ok, kann ich nicht beurteilen.

> Bei etwas älteren Brompton sind die Bremsen
> hingegen lebensgefährlich schwach!

Finde ich übertrieben. Sie sind spürbar schwächer als HS66 oder gar Gustl,
aber für Alltag im Flachland reichts. Ich habe *nicht* die neuen Bremsen
(das Einzige, was neuer als Original ist, sind die Kevlar-Reifen), aber wenn
ich mal in der Tempo-30-Zone den Windschatten eines VW-Bus gefangen habe,
bringt der mich vor der Ampel auch nicht ins Schwitzen.

> Auch ohne Gepäckträger steht das Birdy passabel. Man muß halt die
> Sattelstütze ganz hineinschieben... Aber wo hat man nicht irgendeinen Mast
> oder eine Wand, um das gefaltete Rad gegenzulehnen?

Was mich immer gestört hat, war, dass man's auf der exponierten vorderen
Feder abstellt. Und es kippelte dabei deutlich. Es ist *ok*, aber kein
Vergleich mit dem Brompton, das eben keine Wand braucht.

> Zur Tagtäglichen Nutzung sind IMHO weder Brompton noch Birdy
> geeignet, dazu sind sie (und die Verschleißteile) einfach zu teuer.

ACK. Ich nehm's auch fast nur, wenn ich während der ÖPNV-Fahrradsperrzeiten
(Hamburg ist da anachronistisch) unterwegs bin oder mit Nachtschicht und
anschließender Taxifahrt rechne.

Aber wo ich Dich schon mal an der Leitung habe:-) Gibt's eigentlich schon
Langzeit-Erfahrungswerte bzgl. Belastung des BromSON? Die Rüttelei vorn ist
da doch deutlich heftiger als bei 26 oder 28 Zoll ...

Gruß, Christian

Christian Wöhrl http://www.wort-und-satz.de


Stefan Bion

unread,
Sep 10, 2002, 8:17:47 PM9/10/02
to
Hi Mathias,

> Auch wenn Du ein Faltrad recht gut in eine Tasche
> kriegst, werden Dir die Trottel von der Gepäckkontrolle auferlegen, die
> Reifen zu entlüften - sie haben Angst, daß platzende Reifen den Flieger
> von Himmel holen...

Was'n das für'n Sch...? Soll man dann jedesmal > 6 Bar mit der Hand
aufpumpen??

Stefan Bion

unread,
Sep 10, 2002, 8:24:45 PM9/10/02
to
Hi,

war noch nicht ganz fertig - versehentlich ^N gedrückt und weg war das
Posting...

Das mit dem Reifen entleeren ist ja ein starkes Stück... ob das auch
gilt, wenn das Rad nicht "lose", sondern in einem Hartschalenkoffer
verpackt wird?

Gruß,
Stefan

Uli Harder

unread,
Sep 11, 2002, 2:35:25 AM9/11/02
to
Moin,
Ich habe mir vor gut einem Jahr ein Brompton zugelegt. Ich pendle taeglich mit dem Zug von
Reading nach London und hatte bisher keine groesseren Probleme. Gefaltet passt es ohne
Probleme in den Zug, ungefaltet faehrt es ungefaehr so schnell wie ein normales Fahrrad.
Vor ein paar Monaten bin ich mit dem Rad die ganze Strecke von Reading nach London (rund
70km) gefahren, das ging eigntlich auch ganz gut. Da ich noch den Billigsattel hatte der
mit dem Brompton kam tat der Hintern ein wenig weh, aber das war nicht zu schlimm. Bisher
habe ich den Kauf nicht bereut.

Hier noch ein paar Brompton links:
http://users.pandora.be/zweistein/brompton/chapters/index.html
http://www.bromptonbicycle.co.uk/ (offizielle Propaganda)

zum Preisvergleich wuerde ich mal hier gucken:
http://www.foldingbikes.co.uk/
Wenn die genannten deutschen Preise stimmen, sieht es fast so aus als ob das Brompton in
Grossbritannien ein wenig billiger ist. Falls jemand mal vorhat mit (Falt)rad im
Vereinigten Koenigreich Bahn zu fahren ist diese Liste recht hilfreich:
http://www.atob.org.uk/Bike_Rail.html

Tschuess Uli
------------
Uli Harder
http://www-aesop.doc.ic.ac.uk/~uh/

Christoph Specht

unread,
Sep 11, 2002, 3:22:15 AM9/11/02
to
Andreas Oehler wrote:

> Christian Wöhrl wrote:
>
>
>>Aber wo ich Dich schon mal an der Leitung habe:-) Gibt's eigentlich schon
>>Langzeit-Erfahrungswerte bzgl. Belastung des BromSON? Die Rüttelei vorn ist
>>da doch deutlich heftiger als bei 26 oder 28 Zoll ...
>

> Unser Brompton wird eher selten eingesetzt. 500km in 3 Jahren hat der
> BromSON vielleicht darin erlebt. Ich habe aber keine Bedenken, denn die
> gleichen Lager halten schließlich auch den Betreib am Tandem aus - und das
> ist schon eine Ecke härter.


Melde mich freiwillig für Langzeittest!!! Garantiere 1500-2000
Lichtkilometer/a mit gutgepflegtem Brompton (ja, es darf im Schlafzimmer
schlafen ;-)
Übernehme das Porto für die Zusendung des Vorderrades :->>>
Über Werbelackierung muß gesondert verhandelt werden.

CNR, CNR, CNR,
Christoph

Mathias Böwe

unread,
Sep 11, 2002, 3:20:18 PM9/11/02
to
Stefan Bion <DIWHFA...@spammotel.com> wrote:

> Was'n das für'n Sch...? Soll man dann jedesmal > 6 Bar mit der Hand
> aufpumpen??

Niemand verbietet Dir, am das Rad Zielort zur nächsten Tankstelle zu
tragen :-/

Mathias
--
"Sie stehen nicht im Stau - Sie *sind* der Stau!"

Roland Mosler

unread,
Sep 11, 2002, 3:23:24 PM9/11/02
to
Mathias Böwe schrieb in de.rec.fahrrad:

>
> kriegst, werden Dir die Trottel von der Gepäckkontrolle auferlegen, die
> Reifen zu entlüften - sie haben Angst, daß platzende Reifen den Flieger
> von Himmel holen...

Gegenmaßnahme (geprüft):

"Das sind Spezialreifen"

Ein Aufkleber mit diesem Spruch ersparte mir das Aufpumpen.

Gruß,

Roland


--
Reisegeschichten und Bilder unter http://www.Jorga-Interactive.de/Reisen

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