On 09.01.21 13:53, Karl Müller wrote:
> On 09.01.21 13:38, Susanne Jäger wrote:
>> On 09.01.21 07:19, Karl Müller wrote:
>>> On 08.01.21 19:04, Olaf Schultz wrote:
>>>> On 1/8/21 5:46 PM, Thomas Heier wrote:
>>>>>
https://youtu.be/jSl3jgNLceI
>>>>>
>>>>
>>>> Die Hamburger Lösung
>>>>
>>>>
https://veloroute.hamburg/article/2020-05-31-heykenaubrook
>>
>>> Wie in der "Hamburger Lösung" zu erkennen ist, geht es vor allem bei
>>> aufwendingen Umlaufsperren darum, die Zweiradfahrer durch Absteigen zu
>>> Fußgängern zu machen damit sie bei der Überquerung der Gleise auch mal
>>> rechts und links schauen, ob da ein Zug kommt
>>>
>>> Unfälle in diesem Zusammenhang führen in der Regel zu schweren
>>> Verletzungen bis hin zum Tode
>>
>> diese werden aber nicht durch Umlaufsperren, sondern durch Einsicht auf
>> die Strecke verhindert, auch nach den einschlägigen Richtlinien und
>> Gesetzen zur Gestaltung unbeschrankter Übergänge sind sie auch nur
>> optional - zumindest bei Nahverkehrsstrecken bis Tempo 70(?)
>> Umlaufsperren können im schlimmsten Fall verhindern, dass das Gleis zügig
>> geräumt wird und genau dadurch schwere oder tödliche Ursachen veranlassen.
>>
>
> Sie verhindern also nicht "Hoppla, da kommt ein Zug - ich schaffe das
> noch..." - also weg damit?
Das ist nicht das Problem. Gefahren entstehen z.B. wenn eine größere
Gruppe quert, vielleicht aus der Gegenrichtung auch noch Leute kommen und
dann vorne jemand Probleme hat schnell aus dem Gleisbereich zu kommen und
sich jetzt ein Zug nähert, der vorher noch nicht zu sehen (oder hören)
war. Ja klar, alle müssten einzeln queren und erst wenn die
gegenüberligende Aufstellfläche wieder frei ist die Gleise queren. Aber
ich fürchte das klappt weniger als sich bei wahrgenommener Annäherung
eines Zuges schleunigst von den Gleisen zu entfernen. Die Leute, die noch
schnell rüber wollen hinderst du auch mit Drängelgittern nicht daran,
weil aus guten Gründen direkt am Gleis eine Aufstellfläche mit
ausreichender Einsicht in den Gleisbereich vorgesehen ist.
>> Nur das Umlaufsperren nur selten aus Gründen der
>> Verkehrssicherheitspflicht errichtet werden.
>
> Aus Deinen Anmerkungen schliesse ich, dass es Deiner Meinung nach keine
> "ideale Umlaufsperre" gibt und man darauf einfach verzichten sollte
>
> Immerhin eine Antwort
Es gibt ohne Zweifel Situationen, in denen Umlaufsperren sinnvoll und
wichtig sein können, gerade bei kritischen Querungen am Ende von
Gefällstrecken, dann sollten sie aber auch so ausgestaltet sein, dass sie
eine Nutzung mit Spezialrädern (oder auch Rollis) ermöglichen. Die Regel
ist weder der sparsame Einsatz noch die regelkonforme Gestaltung.
In den von mir genannten Fällen sind sie jedenfalls entbehrlich.
Gruß
Susanne