Guter Rückspiegel gesucht

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Martin Kobil

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Jul 4, 2022, 9:28:53 AMJul 4
to
Hi, ich habe mir diesen Lenker-Rückspiegel gekauft:
https://www.bike-discount.de/de/m-wave-spy-space-fahrradspiegel

Macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck, aber er
vibriert bei fahren, womit man kaum erkennen kann was hinter
einem los ist.

Hat jemand einen Vorschlag für einen wirklich guten Rückspiegel?

Gerd Schweizer

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Jul 4, 2022, 9:33:11 AMJul 4
to
Martin Kobil schrieb:
Mit denen von Rose habe ich gute Erfahrungen, sogar unsere Enkel
benutzen die jetzt.

--
Liebe Grüße, Gerd
Satelliten FAQ, DVB-T, Katzen, Mopped, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/

Ulli Horlacher

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Jul 4, 2022, 9:52:05 AMJul 4
to

Bodo G. Meier

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Jul 4, 2022, 10:14:19 AMJul 4
to
Was ist wirklich gut...?

Seit 14 Jahren (wie die Zeit vergeht... :-o ) fahre ich den Cycle Star
mit kurzer Stange von Bumm:

https://www.bike-discount.de/de/busch-mueller-cycle-star-901/1-spiegel-kurz

Der vibriert nicht, jedenfalls nicht auf +/- glatten Wegoberflächen.
Auf Feld- und Waldwegen konzentriere ich mich auf mögliche Hindernisse
vor mir und gucke nicht in den Spiegel.

Nachteil: ich muss ihn bei jeder Fahrt neu einstellen, ggf. sogar
mehrfach. Das hängt aber davon ab, wie stramm das 1. Kugelgelenk mittels
Schraube eingestellt ist. Eine passende Einstellung im Winter wird im
Sommer eher zu locker.

Vorteil: mein Spiegel ragt vom linken Lenkerende schräg nach oben und
außen. Da das 1. Kugelgelenk vergleichsweise locker eingestellt ist, hat
es bisher noch niemand geschafft, in einer Abstellanlage meinen Spiegel
mit seinem Lenker zu beschädigen. Ich muss ihn halt danach wieder
einstellen, was eine Sache von Sekunden ist.
Seit letztem Jahr benutze ich eine Fahrradbox vor meiner Wohnung. Die
ist so schmal bemessen, dass ich den Spiegel vor dem Einparken komplett
einklappen muss, was durch das locker eingestellte Kugelgelenk
erleichtert wird. Dann passt der Lenker gerade so eben durch die Tür. :-\

Gruß,
Bodo


Olaf Schultz

unread,
Jul 4, 2022, 10:19:58 AMJul 4
to
Am 04.07.22 um 15:28 schrieb Martin Kobil:
Take A Look

https://pedalkraft.de/spiegel/

Olaf

Gerald Eіscher

unread,
Jul 4, 2022, 11:04:49 AMJul 4
to
Am 04.07.22 um 16:19 schrieb Olaf Schultz:
Da offensichtlich ein Rückspiegel für Lenkermontage gefragt ist:
Mirrycle

> https://pedalkraft.de/spiegel/


--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Andreas Borutta

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Jul 4, 2022, 11:31:58 AMJul 4
to
Gerald Eіscher:

> Da offensichtlich ein Rückspiegel für Lenkermontage gefragt ist:
> Mirrycle
>
>> https://pedalkraft.de/spiegel/

Mirrycle kann ich ebenfalls nur empfehlen.
Fahre ich seit 1987.
Habe ihn auch sehr oft verschenkt. Alle lieben ihn.

Meiner bescheidenen Ansicht nach der beste für die Lenkermontage.
Und ein Ersatzspiegel kostet bei Pedalkraft sehr faire 5 EUR.

Andreas
--
http://fahrradzukunft.de

Martin Kobil

unread,
Jul 4, 2022, 11:45:44 AMJul 4
to
Ulli Horlacher schrieb am Montag, 4. Juli 2022 um 15:52:05 UTC+2:
> Martin Kobil <Marti...@epost.de> wrote:
> >
> > Hat jemand einen Vorschlag für einen wirklich guten Rückspiegel?
> https://www.bike-discount.de/de/selle-italia-eyelink-spiegel

Interessant, es gibt auch Spiegel für die Montage am (Sport-) Brems-
hebel. Bisher kannte ich nur am Lenker und im Lenkerende.

Ich denke für geringe Vibrationen braucht man einen Spiegel mit
einem möglichst kurzen Spiegelstab. Da wäre das Lenkerende ideal.
Meine Lenkergriffe sind von Ergon, ähnlich Typ 3, aber ohne die
Möglichkeit dort einen Spiegel zu montieren. Müsste ich durch Ergon 3
tauschen.

So wäre auch eine Befestigung an einem Normal-Bremshebel eine
Alternative. Oder eben ein stabiler Spiegelstab aus Metall und nicht
wie bei mir aus Plastik.

Ulli Horlacher

unread,
Jul 4, 2022, 12:14:11 PMJul 4
to
Martin Kobil <Marti...@epost.de> wrote:
> Ulli Horlacher schrieb am Montag, 4. Juli 2022 um 15:52:05 UTC+2:
> > Martin Kobil <Marti...@epost.de> wrote:
> > >
> > > Hat jemand einen Vorschlag für einen wirklich guten Rückspiegel?
> > https://www.bike-discount.de/de/selle-italia-eyelink-spiegel
>
> Interessant, es gibt auch Spiegel für die Montage am (Sport-) Brems-
> hebel.

http://tandem-fahren.de/Mitglieder/Framstag/TM/20220115130822.jpg

Arno Welzel

unread,
Jul 5, 2022, 2:50:54 AMJul 5
to
Martin Kobil:

> Hi, ich habe mir diesen Lenker-Rückspiegel gekauft:
> https://www.bike-discount.de/de/m-wave-spy-space-fahrradspiegel
>
> Macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck, aber er
> vibriert bei fahren, womit man kaum erkennen kann was hinter
> einem los ist.

Was bei der Kugelgelenk-Konstruktion auch nicht verwundet.

> Hat jemand einen Vorschlag für einen wirklich guten Rückspiegel?

Sofern der Lenker der dafür geeignet ist:

<https://mirrycle.com/product-category/mirrors/>

Kann man z.B. hier kaufen, weilweise für Lenkerende oder mit Schelle:

<http://www.mainvelo.de/teile-zubehoer/rueckspiegel/rueckspiegel.htm>

Ich nutze das Ding schon etliche Jahre und bin sehr zufrieden damit.


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Arno Welzel

unread,
Jul 5, 2022, 2:54:04 AMJul 5
to
Bodo G. Meier:

> Am 04. Juli. 2022 um 15:28 schrieb Martin Kobil:
>> Hi, ich habe mir diesen Lenker-Rückspiegel gekauft:
>> https://www.bike-discount.de/de/m-wave-spy-space-fahrradspiegel
>>
>> Macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck, aber er
>> vibriert bei fahren, womit man kaum erkennen kann was hinter
>> einem los ist.
>>
>> Hat jemand einen Vorschlag für einen wirklich guten Rückspiegel?
>
> Was ist wirklich gut...?
>
> Seit 14 Jahren (wie die Zeit vergeht... :-o ) fahre ich den Cycle Star
> mit kurzer Stange von Bumm:
>
> https://www.bike-discount.de/de/busch-mueller-cycle-star-901/1-spiegel-kurz

Die Kugelgelenke machen keine Probleme? Das war bei mir der Grund, das
Ding nach einem kurzen Test wieder abzubauen.

> Vorteil: mein Spiegel ragt vom linken Lenkerende schräg nach oben und
> außen. Da das 1. Kugelgelenk vergleichsweise locker eingestellt ist, hat
> es bisher noch niemand geschafft, in einer Abstellanlage meinen Spiegel
> mit seinem Lenker zu beschädigen. Ich muss ihn halt danach wieder
> einstellen, was eine Sache von Sekunden ist.

Bei mir hat sich das Ding wegen der Kugelgelenke ständig auch während
der Fahrt verstellt. Mirrycle ist da robuster.

Andreas Borutta

unread,
Jul 5, 2022, 4:30:51 AMJul 5
to
Arno Welzel:

>> https://www.bike-discount.de/de/busch-mueller-cycle-star-901/1-spiegel-kurz
>
> Die Kugelgelenke machen keine Probleme? Das war bei mir der Grund, das
> Ding nach einem kurzen Test wieder abzubauen.

Das Ding war mal am Rad meines Vaters.

Meine Bewertung: Völlig untauglich.

Aus genau dem Grund, den Du nennst.

Ist 'ne billige schlechte wabbelige Konstruktion.

Andreas
--
http://fahrradzukunft.de

Bodo G. Meier

unread,
Jul 5, 2022, 5:08:07 AMJul 5
to
Interessant.
Möglicherweise habe ich seit 14 Jahren eine vollkommen flasche
Wahrnehmung. :-\ Oder einen Merkbefreiungsschein... ;-D

Das Kugelgelenk am Übergang Stange-Spiegel lässt sich nicht lockern oder
fester stellen. Wenn da die Kugel die Kunststoffpfanne mal ausgerieben
hat, war's das.

Das doppelte Kugelgelenk am Übergang
Stange-Lenker-/Lenkerende-Befestigung lässt sich mit einer kleinen
Inbusschraube strammer oder lockerer einstellen. Der stumpfe, vertikal
geteilte Kegel, der die zwei Pfannen darstellt, ist aus Aludruckguss.
Auf die Alukugel der Stange habe ich mal etwas Montagepaste gegeben, um
ein geschmeidigeres Justieren des Spiegels zu ermöglichen.

Ich bleibe dabei: ich bin mit diesem Spiegel zufrieden.

Gruß,
Bodo

Andreas Borutta

unread,
Jul 5, 2022, 7:20:28 AMJul 5
to
Bodo G. Meier:
Danke für Deine genaue Beschreibung Bodo.

Dann ist vielleicht die Montagepaste der wichtige Faktor.

An die Justierbarkeit des unteren Kugelgelenkes erinnere ich mich noch
(ist länger her). Irgendwo müsste das Ding noch rumfliegen, werde ich
mir nochmal angucken.

Mein Vater mochte jedenfalls den Mirrycle auf Anhieb lieber.
Vibrationsärmer, größere Spiegelfläche, besser verstellbar.

Andreas
--
http://fahrradzukunft.de

Ulli Horlacher

unread,
Jul 5, 2022, 12:15:48 PMJul 5
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

> Mein Vater mochte jedenfalls den Mirrycle auf Anhieb lieber.
> Vibrationsärmer, größere Spiegelfläche, besser verstellbar.

Und konvex!

Volker Schmidt

unread,
Jul 5, 2022, 1:42:27 PMJul 5
to
On Tue, 5 Jul 2022 08:54:02 +0200, Arno Welzel wrote:
>
> Bei mir hat sich das Ding wegen der Kugelgelenke ständig auch während
> der Fahrt verstellt. Mirrycle ist da robuster.

Mirrcycle: Full-Acc. Habe ich an der Liege.

Wollte partout am Lenker des Trekking nicht passen. Habe einen
herumliegen; neuwertig.

Auch empfehlenswert: Krampe Spiegel Sport "B" - man muss das Spiegel-
Gelenk ab und an nach langen Touren nachziehen.

Andre Eiger

unread,
Jul 6, 2022, 2:36:24 AMJul 6
to
Bodo G. Meier <bgm...@kabelmail.de> wrote:
> Am 05. Juli. 2022 um 10:30 schrieb Andreas Borutta:
>> Arno Welzel:
>>
>>>> https://www.bike-discount.de/de/busch-mueller-cycle-star-901/1-spiegel-kurz
>>>
>>> Die Kugelgelenke machen keine Probleme? Das war bei mir der Grund, das
>>> Ding nach einem kurzen Test wieder abzubauen.
>>
>> Das Ding war mal am Rad meines Vaters.
>>
>> Meine Bewertung: Völlig untauglich.
>>
>> Aus genau dem Grund, den Du nennst.
>>
>> Ist 'ne billige schlechte wabbelige Konstruktion.

> Interessant.
> Möglicherweise habe ich seit 14 Jahren eine vollkommen flasche
> Wahrnehmung. :-\ Oder einen Merkbefreiungsschein... ;-D

Nö, hast Du nicht. Die kurze Ausführung am Lenkerende vibriert nicht
im geringsten (b&m 901/3, 50 mm konvexes Spiegelglas).

Die mit dem langen Spiegelarm (b&m 901/1), per Kunststoffschelle auf dem
Lenker montiert, halte ich jedoch auch für zu wabbelig. Liegt an der "Schelle"
in der Art eines dicken Kabelbinders. Leider bietet b&m eine solide Schelle
noch nicht einmal alternativ an.

> Ich bleibe dabei: ich bin mit diesem Spiegel zufrieden.

ACK


--



Wolfgang Strobl

unread,
Jul 6, 2022, 4:44:01 AMJul 6
to
Am Tue, 05 Jul 2022 17:42:26 GMT schrieb Volker Schmidt
<fuer-di...@nurfuerspam.de>:


>Auch empfehlenswert: Krampe Spiegel Sport "B" - man muss das Spiegel-
>Gelenk ab und an nach langen Touren nachziehen.

So viele Varianten, so viele Empfehlungen, so viele Probleme ...

Ich habe das Thema zuletzt in <h9nfqt...@mid.individual.net>
kommentiert, das ist gut zwei Jahre her. Deshalb nur kurz: ich halte
Rückspiegel am Fahrrad für überbewertet und ihren Gebrauch manchmal für
kontraproduktiv.

--
Thank you for observing all safety precautions

Arno Welzel

unread,
Jul 7, 2022, 9:14:22 AMJul 7
to
Wolfgang Strobl:
Du musst ja auch keinen benutzen. Ich dagegen möchte auf den Mirrycle am
Alltagsrad im Berliner Stadtverkehr nicht mehr verzichten.

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 7, 2022, 12:27:30 PMJul 7
to
Am Thu, 7 Jul 2022 15:14:20 +0200 schrieb Arno Welzel
<use...@arnowelzel.de>:

>Wolfgang Strobl:
>
>> Am Tue, 05 Jul 2022 17:42:26 GMT schrieb Volker Schmidt
>> <fuer-di...@nurfuerspam.de>:
>>
>>
>>> Auch empfehlenswert: Krampe Spiegel Sport "B" - man muss das Spiegel-
>>> Gelenk ab und an nach langen Touren nachziehen.
>>
>> So viele Varianten, so viele Empfehlungen, so viele Probleme ...
>>
>> Ich habe das Thema zuletzt in <h9nfqt...@mid.individual.net>
>> kommentiert, das ist gut zwei Jahre her. Deshalb nur kurz: ich halte
>> Rückspiegel am Fahrrad für überbewertet und ihren Gebrauch manchmal für
>> kontraproduktiv.
>
>Du musst ja auch keinen benutzen.

Du wirst es kaum erraten: das wusste ich schon. :-}


>Ich dagegen möchte auf den Mirrycle am
>Alltagsrad im Berliner Stadtverkehr nicht mehr verzichten.

Und ich möchte mir meine Fähigkeit zu einer möglichst umfassenden
Rundumsicht so lange wie möglich erhalten. Das ist mit einem Rückspiegel
schwierig, weil man sich entscheiden muss, ob man für eine Rückschau in
den Spiegel oder nach hinten schaut. Da kann die Routine für den Blick
nach hinten schon mal einrosten.

Aber das nur nebenbei, um ein Motiv zu verraten, den Rückspiegel auf
einem normalen Fahrrad nicht zu einem unverzichtbaren Utensil werden zu
lassen.

Erwähnenswert ist vielleicht auch, dass ich Rückspiegel durchaus
schätze, dort, wo sie notwendig sind und praktischer als am Fahrrad.
Etwa am Motorrad (wo ich mich trotzdem häufig umschaue).

<https://www.mystrobl.de/ws/fahrrad/spiegel/>

Tatsächlich habe ich mal, vor Jahren, ausgiebig Rückspiegel
durchprobiert, darunter auch den, der in den letzten zwei Bildern der
o.a. Serie an meinem alten Reise-/Winterrad am Rennlenker montiert ist.
Der funktionierte aufgrund seiner Form im Prinzip ganz gut, mit dem
Blick nach unten konnte man bei einem Fahrversuch die Landstraße hinter
sich erstaunlich gut überblicken.

Problem dabei, genauer gesagt, mehrere Probleme

- Wie hier schon berichtet, solche Kugelgelenke erlauben zwar eine
Positionierung nach Wunsch, aber sie leiern mit der Zeit auch aus, dito
die Schelle, mit der sie am Lenker befestigt sind. Die Schelle habe ich
stärker angezogen, die Kugelgelenke mit Sandpapier bearbeitet.
Funktionierte eine Weile, dann war das ganze Teil so verschlissen und
ausgeleiert, dass selbst festkleben nicht mehr half - nun war die
Schelle das schwächste Element und brach -> ab in die Tonne.

- schon vorher hatte sich aber herausgestellt, dass aufgrund der
exponierten Lage der Spiegel sich bei jedem Hantieren verstellte, schon
beim Anlehnen des Rades, so wie hier gezeigt. In der Folge bestand die
Beschäftigung mit dem Teil mehr in z.T. riskanten Versuchen, ihn während
der Fahrt wieder in Position zu bringen.

Auch dies war grundsätzlich nur eine Hürde, es gibt sicher teurere und
bessere Spiegel, als ich damals durchprobiert habe. Was mich von der
Idee wieder abgebracht hat, war die Beobachtung, dass ich zwar auf
besagter Landstrasse ausgiebig den Horizont hinter mir studiert hatte,
dann aber feststellte, dass ich in schwierigeren Verkehrssituationen den
Spiegel aber keines Blickes gewürdigt, sondern mich zur Seite oder nach
hinten umgeschaut hatte. Nun kann ich mir zwar unkritische Situationen
denken oder ausmalen, in denen genügend Muße für einen Spiegelblick
vorhanden ist. Von der Frage abgesehen, warum man sich dann nicht
ebenfalls kurz umschauen kann (das mache ich), ergibt sich nämlich eine
weitere Einschränkung, die mir mich vielleicht nur deswegen stört, weil
ich eine Weile ausgiebig Motorrad gefahren bin.

Spiegel am am Fahrrad sind nämlich mit denen am Motorrad nur begrenzt
vergleichbar. Meist werden die zwar heute oft an der feststehenden
Verkleidung befestigt, meist aber auch am Lenker, und ändern ihre
"Blickrichtung" demzufolge mit dem Doppelten des Lenkereinschlags, statt
wie im Auto die Innen- und Ausssenspiegel eine feststehende Sicht nach
hinten zu liefern. Aber: selbst bei meinem leichtes Honda-Motorrad mit
seinen kaum 100 kg Gewicht sind bei normalem Fahrtempo die
Lenkerbewegungen so geringfügig, dass ein Blick in den Spiegel stabil
positioniert ist und weder aufgrund der Lenkerbewegungen von links nach
rechts wandert, noch aufgrund schmaler, harter Reifen und nicht
vorhandener Federung auf und ab zu tanzen.

Im Endeffekt lenkt der Blick in den Spiegel gerade in den
Fahrsituationen, in denen die Information vielleicht nützlich wäre, zu
sehr ab, als dass ich es riskieren würde, längere Zeit auf ein tanzendes
Spiegelbild in einem kleinen Spiegel zu starren.

Wer vorzugsweise mit einem vielleicht sogar gefederten Rad und weder zu
langsam noch zu schnell auf gerader Strecke dahinrollen kann, wird den
empfohlenen Spiegel vmtl. besser nutzen können, daran habe ich wenig
Zweifel, auch wenn ich immer noch nicht glaube, dass man ohne
Schulterblick aus dem, was man da sieht, irgendwelche Schlüsse ziehen
sollte, auf die man sich verlässt. Was mich betrifft, ich fand weder in
der Zeit, in der ich auf dem Weg zur Arbeit den Hindernissparcour von
Bonn hoch auf den Ennert auf der anderen Rheinseite bewältigt habe,
einen sinnvolle Anwendung für einen Spiegel, schon gar nicht eine
Notwendigkeit, noch hat mir bei meinen Ausfahrten bislang ein solcher
oder ein anderer Spiegel gefehlt. YMMV.

--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Hannes Kuhnert

unread,
Jul 7, 2022, 1:44:16 PMJul 7
to
Wolfgang Strobl hat geschrieben:
> Am Thu, 7 Jul 2022 15:14:20 +0200 schrieb Arno Welzel
>> Ich […] dagegen möchte auf den Mirrycle am
>> Alltagsrad im Berliner Stadtverkehr nicht mehr verzichten.
>
> Und ich möchte mir meine Fähigkeit zu einer möglichst umfassenden
> Rundumsicht so lange wie möglich erhalten. Das ist mit einem Rückspiegel
> schwierig, weil man sich entscheiden muss, ob man für eine Rückschau in
> den Spiegel oder nach hinten schaut. Da kann die Routine für den Blick
> nach hinten schon mal einrosten.

Angesichts Martins Spiegelsuche hatte ich einen hier relevanten Gedanken
dazu, was ich wohl mit so einem Spiegel anstellte:

Zum Linksabbiegen pflege ich zunächst nach hinten herumzusehen und die
Situation einzuschätzen, eh ich ein Handzeichen gebe, dann nochmal nach
hinten zu sehen, um nach links rüber zu fahren, und dann erneut nach
hinten zu sehen, um abzubiegen.

Das erste Herumsehen, eh ich mich für das Linkseinordnen entscheide und
ein Handzeichen gebe, ersetzte ich mit Rückspiegel wohl durch einen
Blick in denselben.

Damit sähe ich weniger oft nach hinten herum als ohne Spiegel, aber
immernoch unendlich mal so oft wie die meisten anderen Radfahrer, die
ich alltags linksabbiegen sehe.
--
Hannes Kuhnert

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 7, 2022, 4:02:02 PMJul 7
to
Am Thu, 7 Jul 2022 19:44:14 +0200 schrieb Hannes Kuhnert
<hannes....@gmx.de>:

>Wolfgang Strobl hat geschrieben:
>> Am Thu, 7 Jul 2022 15:14:20 +0200 schrieb Arno Welzel
>>> Ich […] dagegen möchte auf den Mirrycle am
>>> Alltagsrad im Berliner Stadtverkehr nicht mehr verzichten.
>>
>> Und ich möchte mir meine Fähigkeit zu einer möglichst umfassenden
>> Rundumsicht so lange wie möglich erhalten. Das ist mit einem Rückspiegel
>> schwierig, weil man sich entscheiden muss, ob man für eine Rückschau in
>> den Spiegel oder nach hinten schaut. Da kann die Routine für den Blick
>> nach hinten schon mal einrosten.
>
>Angesichts Martins Spiegelsuche hatte ich einen hier relevanten Gedanken
>dazu, was ich wohl mit so einem Spiegel anstellte:

Guter Ansatz. :)

>
>Zum Linksabbiegen pflege ich zunächst nach hinten herumzusehen und die
>Situation einzuschätzen,

Mache ich auch so.

>eh ich ein Handzeichen gebe,

Ein Handzeichen gebe ich nur, wenn jemand da ist, dem es etwas
signalisieren kann, was nicht eh schon offensichtlich ist und wenn ich
sicher bin, dass es nicht mißverstanden wird bzw. vielleicht eine
gefährliche Reaktion auslöst. In Kombination ist das erstaunlich selten
der Fall. Meist ist eine rechtzeitige Positionierung deutlicher und auch
ausreichend.


>dann nochmal nach
>hinten zu sehen,

Oha. Ich gebe kein Handzeichen, wenn ich die Reaktion darauf nicht sehen
kann. M.a.W. wenn ich, i.d.R. mit Tempo fahrend, weiss bzw. mutmasse,
dass jemand hinter mir fährt, drehe ich mich um. Wenn das Fahrzeug weit
genug entfernt ist, um auf meinen durch deutliche Positionierung
signalisierten und dann eingeleiteten Abbiegevorgang reagieren zu
können, positioniere ich ich zur Strassemitte hin und biege dann ab,
nicht ohne mich _nach_ der Positionierung, aber vor dem eigentlichen
Abbiegen noch mal durch einen kurzen Blick nach hinten zu vergewissern.
Es kommte sehr selten vor, aber es gibt Irre, die angesichts eines
offensichtlich abbiegenden Radfahrers kräftig beschleunigen.

_Wenn_ es näher ist, aber noch weit genug entfernt, dass der Fahrer
problemlos reagieren kann, signalisiere ich i.d.R. während ich mich
umsehe, mit einem deutlichen, aber kurzen Handzeichen und einem
leichten(!) Schlenker nach links meine Abbiegeabsicht. Dies ist auch
einer der seltenen Fälle, in denen ich Blickkontakt aufzunehmen
versuche. I.d.R. hat es unabhängig davon die Folge, dass das folgende
Fahrzeug sein Tempo leicht verringert.

>um nach links rüber zu fahren, und dann erneut nach
>hinten zu sehen, um abzubiegen.

Im Erfolgsfall positioniere ich mich nach vorne schauend weiter zur
Strassenmitte hin und biege dann ab, wobei ich ggfs. an geeigneter
Stelle noch mal einen kurzen Blick zurückwerfe. Ansonsten hängt es von
weiteren Umständen ab, was ich tue.

>
>Das erste Herumsehen, eh ich mich für das Linkseinordnen entscheide und
>ein Handzeichen gebe, ersetzte ich mit Rückspiegel wohl durch einen
>Blick in denselben.

Kann man machen, ist mir aber zu gefährlich. Ich sehe incl. peripherer
Sicht, die sehr bewegungssensitiv ist, sehr viel mehr als in einem
Spiegel, der zudem seine eigenen Bewegungen produziert. Und halte daher
den Blick nach hinten, bevor ich überhaupt irgendwie anders agiere als
dem Straßenverlauf zu folgen, für unverzichtbar. Da kostet ein
vorheriger Blick in den Spiegel nur unnötig Zeit. Sollte mir ein
Umdrehen/eine Rückschau zu problematisch erscheinen (kann bei sehr hohem
Tempo der Fall sein, dito bei sehr viel Krafteinsatz an kräftigen
Anstiegen), werde ich mich erst recht nicht auf ein Spiegelbild
verlassen. Es kommt allerdings sehr selten vor, dass ich in solchen
Situationen auf konventionelle Weise abbiege.

>
>Damit sähe ich weniger oft nach hinten herum als ohne Spiegel, aber
>immernoch unendlich mal so oft wie die meisten anderen Radfahrer, die
>ich alltags linksabbiegen sehe.

Ein extrem falsches Verhalten zum Maßstab eigenen Verhaltens zu machen
ist aber keine gute Idee. "Meine Halswirbelsäule knirscht und das
Umsehen fällt mir schon schwerer, da trainiere ich lieber die
Orientierung per Spiegel, als mich damit herumzuplagen und den
Schulterblick dann wider besseres Wissen auch zu unterlassen" kann ich
nachvollziehen, leider. Anders ausgedrückt: den gar nicht so wenigen
Leuten, die ich hier vom rechten Strassenrand aus nach links abbiegen
sehe, nachdem sie ohne Schulterblick vorher oder nachher den Arm wie
eine Vogelscheuche nach links ausgestreckt und vielleicht ein bißchen
gewedelt haben, denen wäre und ist auch mit einem Spiegel nicht
geholfen. Das ist kein gutes Rollenmodell.

Marc Stibane

unread,
Jul 9, 2022, 2:33:59 PMJul 9
to
Andre Eiger <gree...@fantasymail.de> wrote:

> Nö, hast Du nicht. Die kurze Ausführung am Lenkerende vibriert nicht
> im geringsten (b&m 901/3, 50 mm konvexes Spiegelglas).
>
> Die mit dem langen Spiegelarm (b&m 901/1), per Kunststoffschelle auf dem
> Lenker montiert, halte ich jedoch auch für zu wabbelig. Liegt an der
> "Schelle" in der Art eines dicken Kabelbinders. Leider bietet b&m eine
> solide Schelle noch nicht einmal alternativ an.

Was ist mit dem 901/2 für MTB-Lenker?
<https://www.bike-discount.de/de/busch-mueller-cycle-star-901/2-innenlenkerspiegel>
Der sollte noch weniger wackeln als der 901/3, oder?

--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?

Bodo G. Meier

unread,
Jul 9, 2022, 7:20:59 PMJul 9
to
Am 09. Juli. 2022 um 20:33 schrieb Marc Stibane:
> Andre Eiger <gree...@fantasymail.de> wrote:
>
>> Nö, hast Du nicht. Die kurze Ausführung am Lenkerende vibriert nicht
>> im geringsten (b&m 901/3, 50 mm konvexes Spiegelglas).
>>
>> Die mit dem langen Spiegelarm (b&m 901/1), per Kunststoffschelle auf dem
>> Lenker montiert, halte ich jedoch auch für zu wabbelig. Liegt an der
>> "Schelle" in der Art eines dicken Kabelbinders. Leider bietet b&m eine
>> solide Schelle noch nicht einmal alternativ an.
>
> Was ist mit dem 901/2 für MTB-Lenker?
> <https://www.bike-discount.de/de/busch-mueller-cycle-star-901/2-innenlenkerspiegel>
> Der sollte noch weniger wackeln als der 901/3, oder?

Ich habe Schwierigkeiten, mir beim Betrachten der Abbildung
vorzustellen, ob die Verstellmöglichkeit über das Kugelgelenk an einem
MTB-Lenker ausreicht oder ob dieser Spiegel nur für das Ende eines
Rennlenkers geeignet ist.

Man müsste es am Objekt ausprobieren.

Gruß,
Bodo

Arno Welzel

unread,
Jul 9, 2022, 11:58:01 PMJul 9
to
Wolfgang Strobl:

> Am Thu, 7 Jul 2022 15:14:20 +0200 schrieb Arno Welzel
> <use...@arnowelzel.de>:
[...]
>> Ich dagegen möchte auf den Mirrycle am
>> Alltagsrad im Berliner Stadtverkehr nicht mehr verzichten.
>
> Und ich möchte mir meine Fähigkeit zu einer möglichst umfassenden
> Rundumsicht so lange wie möglich erhalten. Das ist mit einem Rückspiegel

Die habe ich auch nach Jahren der Spiegel-Nutzung immer noch.

> schwierig, weil man sich entscheiden muss, ob man für eine Rückschau in
> den Spiegel oder nach hinten schaut. Da kann die Routine für den Blick
> nach hinten schon mal einrosten.

Nö - ich mache *beides*. Im Spiegel behalte ich bequem den Bereich ab
ca. 1-2 Meter hinter mir im Blick, ohne ständig aktiv nach hinten
schauen zu müssen und wenn ich die Spur wechseln oder abbiegen will,
schaue ich *zusätzlich* aktiv nach hinten.

> Aber das nur nebenbei, um ein Motiv zu verraten, den Rückspiegel auf
> einem normalen Fahrrad nicht zu einem unverzichtbaren Utensil werden zu
> lassen.

Es ist auch nicht "unverzichtbar". Ich finde es nur sehr bequem und
*möchte* es gerne so. Aber Fahrräder ohne Rückspiegel kann ich auch
weiterhin unfallfrei fahren.

[...]
> Im Endeffekt lenkt der Blick in den Spiegel gerade in den
> Fahrsituationen, in denen die Information vielleicht nützlich wäre, zu
> sehr ab, als dass ich es riskieren würde, längere Zeit auf ein tanzendes
> Spiegelbild in einem kleinen Spiegel zu starren.

Ich "starre" auch nicht längere Zeit in ein "tanzendes Spiegelbild",
sondern schaue da nur ab und zu mal rein. Und nein, mein Fahrrad ist
nicht gefedert, geht trotzdem gut.

Marc Stibane

unread,
Jul 10, 2022, 6:21:25 AMJul 10
to
Bodo G. Meier <bgm...@kabelmail.de> wrote:
Der wird bei Amazon als Rennradspiegel angeboten:
<https://www.amazon.de/Busch-Müller-Spiegel-Rennrad-901/dp/B0014I6BQY>

Das zweite Bild zeigt die Montage an einem MTB-Lenker.


> Man müsste es am Objekt ausprobieren.

Scheint so, ja.

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 10, 2022, 12:53:19 PMJul 10
to
Am Sun, 10 Jul 2022 05:57:59 +0200 schrieb Arno Welzel
<use...@arnowelzel.de>:

>Wolfgang Strobl:
>
>> Am Thu, 7 Jul 2022 15:14:20 +0200 schrieb Arno Welzel
>> <use...@arnowelzel.de>:
>[...]
>>> Ich dagegen möchte auf den Mirrycle am
>>> Alltagsrad im Berliner Stadtverkehr nicht mehr verzichten.
>>
>> Und ich möchte mir meine Fähigkeit zu einer möglichst umfassenden
>> Rundumsicht so lange wie möglich erhalten. Das ist mit einem Rückspiegel
>
>Die habe ich auch nach Jahren der Spiegel-Nutzung immer noch.

Das ist schön für dich. Warum nutzt du sie nicht?

Etwas ernsthafter, die in deinem Satz versteckte implizite Behauptung
bzw. Verallgemeinerung ist die, dass Beweglichkeit des Kopfes und der
Augen nebst der dazugehörigen Geläufigkeit, diese für die Beobachung
seines Umfeldes erworben wird und nicht verloren geht, wenn man sie
weniger oder gar nicht mehr nutzt. Ich bezweifle das, einfach weil ich
zu viele Leute beobachten kann, denen diese Geläufigkeit offensichtlich
fehlt.

>
>> schwierig, weil man sich entscheiden muss, ob man für eine Rückschau in
>> den Spiegel oder nach hinten schaut. Da kann die Routine für den Blick
>> nach hinten schon mal einrosten.
>
>Nö - ich mache *beides*.

Schön, ich mache auch beides, beschrieb ich ja schon, auf dem Motorrad,
da benutze ich Spiegel _und_ Umschauen. Darum geht es aber nicht. Es
geht darum, dass (zu) viele Leute sich zu oft und manchmal
ausschließlich auf die Rückspiegel verlassen. Zu viele Radfahrer haben
weder Spiegel noch schauen sie sich um, dem Eindruck zufolge verlassen
sie sich auf ihr Gehör, was zu oft ein fataler Fehler ist.

Ich halte nichts davon, diesen Leuten Spiegel zu empfehlen oder auch nur
zu suggerieren, dass Spiegel ein Ersatz dafür sind, sein Umfeld durch
direkten Blick im Auge zu behalten, was auch die Fähigkeit einschließt,
aus peripherer Sicht seine Schlüsse zu zu ziehen. Du magst so oft das
Gegenteil behaupten wie du möchtest, die Verhaltensweisen schließen sich
z.T. aus. Ich habe es beim Fahren mit dem Motorrad immer wieder daran
bemerkt, dass ich in kritischen Situation zur Seite bzw. mich umgeschaut
habe - und mir dann erst im Nachhinein, beim Nachdenkend darüber, was da
abgelaufen ist, aufgefallen ist, dass der Spiegel gar nicht daran
beteiligt war, einen Vorgang neben oder hinter mir (ein überholendes
Fahrzeug, beispielsweise) wahrzunehmen.


>Im Spiegel behalte ich bequem den Bereich ab
>ca. 1-2 Meter hinter mir im Blick, ohne ständig aktiv nach hinten
>schauen zu müssen und wenn ich die Spur wechseln oder abbiegen will,
>schaue ich *zusätzlich* aktiv nach hinten.

Wenn ich mit Tempo unterwegs bin und absehbar nicht die Spur wechseln
möchte, habe ich besseres zu tun, als den Bereich hinter mir zu
beobachten. Oft genug rappelt es auf dem Rad auch so, dass schon das
Gerappel für eine gewisse Verschlechterung der Sicht sorgt. Spiegel
sind davon aus mehreren Gründen (u.a. Verdopplung des Fehlerwinkels,
Schwingfähigkeit) erheblich mehr betroffen als die Augen.

Es mag sein, dass man dann, wenn man mit konstantem Tempo kilometerweit
auf einer perfekt asphaltierten, geraden Strasse mit mehreren
Richtungsfahrstreifen unterwegs ist _und_ dort regelmäßig die Spur
wechseln muss oder abbiegen will (was der Vorraussetzung ein wenig
widerspricht), Interesse daran hat, den Verkehr hinter sich dauernd zu
beobachten. Ich glaub's nicht. Unabhängig davon, wie dicht der
Verkehr ist und wie oft Hindernisse oder Abbiegewünsche den
nachfolgenden Verkehr interessant machen, spricht nichts dagegen, sich
rechtzeitig nach hinten umzuschauen. Es ist ja nicht so, dass man das
nur einmal machen kann. Worin besteht das Motiv, permanent den
rückwärtigen Verkehr zu beobachten und wie das Kaninchen auf die
Schlange zu starren, wenn man nichts mit dieser Information anfangen
kann? Um ein generelles Gefühl für die Gesamtsituation zu behalten,
reicht es, sich in größeren Abständen kurz umzuschauen, vorzugsweise
dann, wenn vorne nichts los ist. Wenn Eile geboten ist, besteht auf dem
Fahrrad kein Grund, erst ein verglichen mit schnellen Kfz unstabildes
Spiegelbild zu suchen, um dann erst den Kopf zu drehen und nach hinten
zu schauen, das kostet nur unnötig Zeit. Anders als Autos haben
Fahrräder keine sichtbehindernde Karosserie, die den Gebrauch von
Spiegeln erzwingt und anders als gefederten Motorrädern, bei denen ein
schwerer Integralhelm ähnliche Sichtfeldeinschränkungen produziert und
die meist mit viel höherem Tempo gefahren werden, mit Folgen für
Amplitude und Frequenz der Lenkbewegung.

Als Gadget für Leute mit Spieltrieb, das in speziellen
Verkehrssituationen vielleicht mal ganz nützlich sein kann, oder bei
Bewegungseinschränkungen (ich denke da an die zu Zeiten gern bemühte Oma
mit Genickstarre, auf dem wie ein Motorad gefahrenen Pedelec) sehe ich
ein Anwendungsfeld.

Heute sind es aber eher Pärchen mittleren Alters, die man da sieht, auf
E-Bikes, Warnweste, Winterkleidung bei Aussentemperaturen von deutlich
über 20 Grad, hoch aufgerichtet, einen Display vor sich, das schon aus
der Ferne was hermacht, und links und rechts zwei üppige Spiegel. Die
Dinger werden wie gewisse Motorräder gefahren. Ob die Spiegel da
tatsächlich bestimmungsgemäß eingesetzt werden, vermag ich nicht zu
beurteilen, möglich wäre es. Verblüffend ist, wie einheitlich das
Outfit dieser Leute ist, das ist noch krasser, als man es bei
Rennradfahrern in vollem Ornat sieht.


>
>> Aber das nur nebenbei, um ein Motiv zu verraten, den Rückspiegel auf
>> einem normalen Fahrrad nicht zu einem unverzichtbaren Utensil werden zu
>> lassen.
>
>Es ist auch nicht "unverzichtbar".

Nun ja, meine Einwände richteten sich gegen

"Aus gutem Grund sind Spiegel in Kraftfahrzeugen vorgeschrieben."

und

"Rückspiegel sind am Fahrrad nicht weniger notwendig und praktisch als
am Motorrad.",

gefolgt von

"Ich fühle mich unsicher auf einem Fahrrad ohne Rückspiegel",

also der einschlägigen Litanei aus dem Kapitel "gefühlte Sicherheit".

Originalzitat aus <2c6hchtd660j1tcp0...@4ax.com> von
Martin Gerdes.

Etwas kürzer ausgedrückt, er hält Rückspiegel am Fahrrad für
unverzichtbar.


>Ich finde es nur sehr bequem und
>*möchte* es gerne so. Aber Fahrräder ohne Rückspiegel kann ich auch
>weiterhin unfallfrei fahren.

So formuliert habe ich keinen Einwand.

Mein Punkt war aber auch: Jeder, der kein Handicap hat, kann und sollte
lernen, wie man ohne Spiegel auch die rückwärtige Umgebung in den Blick
nimmt und das Gelernte durch Praxis frisch halten. Wenn es darum geht,
schnell und sicher auf öffentlichen Straßen Rad zu fahren.

Rückspiegel sind eine nützliche Erfindung, nicht nur für den Gebrauch an
oder in Kraftfahrzeugen. Auch gibt es Fahrräder, bei denen man nur
schwer ohne auskommt und Menschen, deren Gebrechen den Gebrauch
nützlich, manchmal sogar unverzichtbar erscheinen lassen. Aber Letztes
ist glücklicherweise die große Ausnahme, die man nicht zur Notwendigkeit
oder sogar zu einem Vorzug hochstiliseren sollte.

Der große Vorzug des Fahrrades, eines ausschließlich muskelbetriebenen
Fahrzeugs, besteht in der großen Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten und
Gebrauchsweisen, die trotz einer gewissen Konzentration eine hier und
heute optimale Standardform erstaunlich viele Bauformen generiert hat.

Essentielle Bestandteile eines Fahrrades sind neben mindestens zwei
Rädern ein meist mit den Füßen betriebener und als Tretkurbel
ausgelegter Antrieb. Ein gewisser Konsens besteht IMHO auch bezüglich
einer Bremse, die ein Fahrrad unter den Bedingungen, unter denen es
eingesetzt wird, genügend verzögert. Wie wenig das sein kann, sieht man
am Gebrauch von Hollandrädern in Holland, die legal nur die eine
Rücktrittbremse hatten, zu einer Zeit, als hier schon zwei unabhängig
voneinander wirksame Bremsen vorgeschrieben waren.

Als verzichtbar würde ich die zweite Bremse an meinen Rädern nicht
bezeichnen, vor die Wahl gestellt würde ich allerdings lieber mit zwei
guten Felgenbremsen herumfahren als mit nur einer Scheibenbremse, die,
frisch montiert und eingefahren, aber perfekt funktioniert.

Das ist aber keine für alle Zeiten zementierte Meinung, darüber läßt
sich diskutieren. Ich sehe jedenfalls einen Platz für unterschiedliche
Bauformen, incl. der Rücktrittbremse, sofern diese nicht alleinige
Bremse ist.

Eine ähnliche Sichtweise habe ich bei vielen Utensilien, die IMO häufig
weder die Eigenschaften, die ihre Fans ihnen andichten haben und
manchmal einen Verwendungszweck, der dem behaupteten Zweck und Nutzen
diametral entgegengesetzt ist. Mein Einwand gegen diese Untensilien
richtet sich nicht gegen deren Existenz oder, mit Einschränkungen, gegen
den Gebrauch, sondern gegen vollmundige Erklärungen, dass und warum
diese Utensilien generell unverzichtbar seien.

>
>[...]
>> Im Endeffekt lenkt der Blick in den Spiegel gerade in den
>> Fahrsituationen, in denen die Information vielleicht nützlich wäre, zu
>> sehr ab, als dass ich es riskieren würde, längere Zeit auf ein tanzendes
>> Spiegelbild in einem kleinen Spiegel zu starren.
>
>Ich "starre" auch nicht längere Zeit in ein "tanzendes Spiegelbild",
>sondern schaue da nur ab und zu mal rein. Und nein, mein Fahrrad ist
>nicht gefedert, geht trotzdem gut.

Dann hast du vielleicht das Glück, überwiegend auf perfekt asphaltierten
Fahrbahnen in mehr oder weniger flachem Gelände unterwegs zu sein. Ich
finde dergleichen in meiner Region zwar auch, aber selten. Und wo doch,
gibt es meist noch andere Faktoren, die eine Rolle spielen. Etwa den
Umstand, dass ich dort weder abbiegen will noch Gelegenheit zum
Überholen habe.

Nimm als Beispiel das Video, das ich auch hier schon mal gezeigt habe,
<https://www.mystrobl.de/ws/pic/20210710/L113.mp4>
Faktor 20 beschleunigt, das reicht, um sich einen Gesamteindruck zu
verschaffen, notfalls spielt man es langsamer ab.

Das sind rund 3,4 km Strecke zwischen dem Ortsausgang von Volmershoven
und dem Ortseingang von Flerzheim, die ich da mit einem Schnitt von 32
km/h gefahren bin. Zeitbedarf genau sechs Minuten. Die Verbindung fahre
ich häufiger, wenn auch oft langsamer, vor allem, wenn meine Frau und
ich dort gemeinsam langfahren.

Was genau hätte ein Rückspiegel da genützt? Wenn ich in den Kreisel
einfahre, beanspruche ich rechtzeitig den gesamten verengten
Fahrstreifen. Um das tun zu können, muss ich mich rechzeitig vorher
genügend weit umschauen, um sicher zu sein, dass nicht gerade jemand zum
Überholen ansetzt. Die Entscheidung zur Umschau kann ich treffen, ohne
dafür einen Rückspiegel zu gebrauchen. Dasselbe gilt für Hindernisse,
denen ich ausweichen muss. Wenn sie weit genug entfernt sind, wenn ich
sie entdecke, habe ich genügend Zeit, mich umzuschauen. Wenn die Zeit
aber schon für den Schulterblick knapp wird, dann reicht sie gewiss
nicht, um erst in den Rückspiegel zu schauen und mich ggfs. dann erst
umzuschauen.

Gerald Eіscher

unread,
Jul 10, 2022, 6:21:16 PMJul 10
to
Am 10.07.22 um 23:18 schrieb Martin Gerdes:
> Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> schrieb in satten 228 Zeilen:
>
>> "Ich fühle mich unsicher auf einem Fahrrad ohne Rückspiegel",
>
> Stimmt auch. Wenn an einem Fahrrad kein Rückspiegel dran ist, fehlt dem
> Fahrzeug etwas.

Aha. Dann fe lt praktisch allen in Österreich existierenden Fahrrädern
etwas. Rückspiegel an Fahrrädern sind hier fast unbekannt.

> Für Dich mit Deinem hochelastischen Schwanenhals wäre das natürlich kein
> Problem gewesen.

Wende dich doch an einen Kollegen/in aus der Orthopädie und/oder an
eine/n Physiotherapeut/in, dann klappt es wieder mit dem Umdrehen.
Schwimmtraining hilft ebenfalls.

Arno Welzel

unread,
Jul 10, 2022, 6:57:57 PMJul 10
to
Wolfgang Strobl:

> Am Sun, 10 Jul 2022 05:57:59 +0200 schrieb Arno Welzel
> <use...@arnowelzel.de>:
>
>> Wolfgang Strobl:
>>
>>> Am Thu, 7 Jul 2022 15:14:20 +0200 schrieb Arno Welzel
>>> <use...@arnowelzel.de>:
>> [...]
>>>> Ich dagegen möchte auf den Mirrycle am
>>>> Alltagsrad im Berliner Stadtverkehr nicht mehr verzichten.
>>>
>>> Und ich möchte mir meine Fähigkeit zu einer möglichst umfassenden
>>> Rundumsicht so lange wie möglich erhalten. Das ist mit einem Rückspiegel
>>
>> Die habe ich auch nach Jahren der Spiegel-Nutzung immer noch.
>
> Das ist schön für dich. Warum nutzt du sie nicht?

Mache ich ja.

> Etwas ernsthafter, die in deinem Satz versteckte implizite Behauptung
> bzw. Verallgemeinerung ist die, dass Beweglichkeit des Kopfes und der
> Augen nebst der dazugehörigen Geläufigkeit, diese für die Beobachung
> seines Umfeldes erworben wird und nicht verloren geht, wenn man sie
> weniger oder gar nicht mehr nutzt. Ich bezweifle das, einfach weil ich
> zu viele Leute beobachten kann, denen diese Geläufigkeit offensichtlich
> fehlt.

Ich nutze sie ja nicht "weniger oder gar nicht mehr".

Für den Rest deiner länglichen Belehrung, dass ich die Nutzer von
Rückspiegeln alles falsch machen und Du alles richtig, ist mir meine
Lebenszeit zu schade.

Thomas Bliesener

unread,
Jul 11, 2022, 12:08:06 AMJul 11
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Aha. Dann fe lt praktisch allen in Österreich existierenden Fahrrädern
> etwas. Rückspiegel an Fahrrädern sind hier fast unbekannt.

Dito .mx.

> Wende dich doch an einen Kollegen/in aus der Orthopädie und/oder an
> eine/n Physiotherapeut/in, dann klappt es wieder mit dem Umdrehen.
> Schwimmtraining hilft ebenfalls.

Und damit bekommt man volle Beweglichkeit bei jedem Menschen jeden
Alters hin?

Auf meinen Aufrechträdern fahre ich ohne Spiegel und hatte noch nie den
Gedanken, mir dort einen anzuschrauben.

Auf dem Flevo ist das ganz anders. Mit dem weitgehend fixierten Rücken
und dem niedrigen Schwerpunkt ist der Schulterblick deutlich mühsamer
als auf meinen anderen Rädern. Der Blick in den Spiegel sagt mir, wann
sich ein Schulterblick lohnt. Ohne Spiegel auf dem Flevo zu fahren
empfinde ich als beschwerlich.

Wenn ich mir nun vorstelle, daß andere in ihrer Beweglichkeit ähnlich
eingeschränkt sind, wie ich auf dem Flevo, dann kann ich den Wunsch nach
einem Spiegel gut nachvollziehen.
--
bli

Andre Eiger

unread,
Jul 11, 2022, 6:55:17 AMJul 11
to
Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:
> Andre Eiger <gree...@fantasymail.de> wrote:

>> Nö, hast Du nicht. Die kurze Ausführung am Lenkerende vibriert nicht
>> im geringsten (b&m 901/3, 50 mm konvexes Spiegelglas).
>>
>> Die mit dem langen Spiegelarm (b&m 901/1), per Kunststoffschelle auf dem
>> Lenker montiert, halte ich jedoch auch für zu wabbelig. Liegt an der
>> "Schelle" in der Art eines dicken Kabelbinders. Leider bietet b&m eine
>> solide Schelle noch nicht einmal alternativ an.

> Was ist mit dem 901/2 für MTB-Lenker?
> <https://www.bike-discount.de/de/busch-mueller-cycle-star-901/2-innenlenkerspiegel>
> Der sollte noch weniger wackeln als der 901/3, oder?

Den habe ich am Rennlenker. Der vibriert genausowenig wie der 901/3 (mit
kurzer Stange). Ich muss dabei am linken Arm innen vorbeischauen, den
Spiegel am Lenkerende entsprechend etwas nach innen plaziert statt nach
außen.

Aber wo sollte der an einen MTB-Lenker? Für einen geraden Lenker hat das
Kogelgelenk einen zu geringen Schwenkbereich.

--


Andre Eiger

unread,
Jul 11, 2022, 6:59:46 AMJul 11
to
Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:
> Bodo G. Meier <bgm...@kabelmail.de> wrote:
>> Am 09. Juli. 2022 um 20:33 schrieb Marc Stibane:

>>> Was ist mit dem 901/2 für MTB-Lenker?
>>><https://www.bike-discount.de/de/busch-mueller-cycle-star-901/2-innenlenkerspiegel>
>>> Der sollte noch weniger wackeln als der 901/3, oder?
>> Ich habe Schwierigkeiten, mir beim Betrachten der Abbildung
>> vorzustellen, ob die Verstellmöglichkeit über das Kugelgelenk an einem
>> MTB-Lenker ausreicht oder ob dieser Spiegel nur für das Ende eines
>> Rennlenkers geeignet ist.

> Der wird bei Amazon als Rennradspiegel angeboten:
> <https://www.amazon.de/Busch-Müller-Spiegel-Rennrad-901/dp/B0014I6BQY>

> Das zweite Bild zeigt die Montage an einem MTB-Lenker.

Nach meinem Test kann man dann nicht direkt nach hinten gucken,
weil sich das Gelenk nicht weit genug schwenlken lässt.

Aber der nächste Ast reißt den Spiegel in der Einbauposition
sowieso aus dem Kugelgelenk.

--


Andre Eiger

unread,
Jul 11, 2022, 7:14:50 AMJul 11
to
Full Ack

--

Andre Eiger

unread,
Jul 11, 2022, 7:22:05 AMJul 11
to
Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Am 10.07.22 um 23:18 schrieb Martin Gerdes:
>> Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> schrieb in satten 228 Zeilen:
>>
>>> "Ich fühle mich unsicher auf einem Fahrrad ohne Rückspiegel",
>>
>> Stimmt auch. Wenn an einem Fahrrad kein Rückspiegel dran ist, fehlt dem
>> Fahrzeug etwas.

> Aha. Dann fe lt praktisch allen in Österreich existierenden Fahrrädern
> etwas. Rückspiegel an Fahrrädern sind hier fast unbekannt.

In DE nicht anders, aber warum sollte ich das in irgendeiner Weise für mich
als Maßstab nehmen? Genausowenig werden fast alle diese Fahrräder regelmäßig
auf der Fahrbahn größerer Straßen bewegt, gar außerörtlich.

--

Gerald Eіscher

unread,
Jul 11, 2022, 10:38:16 AMJul 11
to
Am 11.07.22 um 05:46 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Aha. Dann fe lt praktisch allen in Österreich existierenden Fahrrädern
>> etwas. Rückspiegel an Fahrrädern sind hier fast unbekannt.
>
> Dito .mx.
>
>> Wende dich doch an einen Kollegen/in aus der Orthopädie und/oder an
>> eine/n Physiotherapeut/in, dann klappt es wieder mit dem Umdrehen.
>> Schwimmtraining hilft ebenfalls.
>
> Und damit bekommt man volle Beweglichkeit bei jedem Menschen jeden
> Alters hin?

Du bastelst gerade einen Strohhamster. Martin ist kein Mensch jeden
Alters. Und aus eigener Erfahrung, ein verspannter Nacken muss nicht sein.

Robert Marchand hatte übrigens mit 103 an seinem Rennrad keinen
Rückspiegel montiert.
<https://www.theglobeandmail.com/news/world/in-photos-riding-along-at-a-103/article21791915/>

> Auf dem Flevo ist das ganz anders. Mit dem weitgehend fixierten Rücken
> und dem niedrigen Schwerpunkt ist der Schulterblick deutlich mühsamer
> als auf meinen anderen Rädern.

Auch Liegeräder sind in .at kaum verbreitet.

> Der Blick in den Spiegel sagt mir, wann
> sich ein Schulterblick lohnt. Ohne Spiegel auf dem Flevo zu fahren
> empfinde ich als beschwerlich.

Flevo weiß ich nicht, aber auf einem normalen Kurzlieger geht es
durchaus ohne Spiegel. Im Sitz aufrichten, Kopf und Oberkörper drehen;
benötigt latürnich Übung.

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 11, 2022, 10:52:55 AMJul 11
to
Am Sun, 10 Jul 2022 22:46:01 -0500 schrieb Thomas Bliesener
<use...@xabs.de>:

>Gerald E?scher schrieb:
>> Aha. Dann fe lt praktisch allen in Österreich existierenden Fahrrädern
>> etwas. Rückspiegel an Fahrrädern sind hier fast unbekannt.
>
>Dito .mx.
>
>> Wende dich doch an einen Kollegen/in aus der Orthopädie und/oder an
>> eine/n Physiotherapeut/in, dann klappt es wieder mit dem Umdrehen.
>> Schwimmtraining hilft ebenfalls.
>
>Und damit bekommt man volle Beweglichkeit bei jedem Menschen jeden
>Alters hin?
>
>Auf meinen Aufrechträdern fahre ich ohne Spiegel und hatte noch nie den
>Gedanken, mir dort einen anzuschrauben.
>
>Auf dem Flevo ist das ganz anders.

Das Flevo ist aber vermutlich nicht nur hier in Deutschland, sondern
auch in Österreich fast unbekannt.

Um ungewöhnliche Sonderkonstruktionen, wozu auch einige verkleidete
Fahrräder gehören dürften, geht es nicht. Den Fall, das dort Rückspiegel
sowohl erforderlich als wg. Federung und nicht wackelnder Befestigung
eher wie im Auto genutzt werden (müssen), hatte ich genau so wie den
Fall von Beweglichkeitseinschränkungen schon disktiert. Es ist kein
vernünftiger Grund, Rückspiegel bei den überwiegend üblichen Bauformen
und für jeden für unverzichtbar zu erklären.

Im übrigen sind, wenn man sich auf diese Fahrräder beschränkt (also
Liegeräder aller Art, Dreiräder, Pedelec usw. ausschließt), auch
hierzulande Rückspiegel unüblich. Wer sie benutzen will, findet ein
reiches Angebot variierender Qualität, mein Eindruck ist aber, dass es
nicht nur mir so ging: ich habe es nach ein paar Versuchen wieder
aufgegeben: es lohnt den Aufwand nicht.

Olaf Schultz

unread,
Jul 11, 2022, 10:55:08 AMJul 11
to
Ich weiß immer noch nicht, was Ihr alle an Lenkerspiegeln findet...

Contra Lenkerspiegel:

-Man braucht für jedes Rad einen... teuer

-Exponierte Stelle am Lenker beim Umfallen... Ersatzbeschaffungsträchtig

-Muß weiter außen sein als der Körper, sonst kann ich ja nicht drann
vorbeigucken (Mit für den cWA-Wert;-)

-Kleines Sichtfeld oder verzerrt

-Vibriert am Lenker wie ein Lämmerschwanz;-)

-Toter Winkel, dreht sich nicht mit dem Kopf mit

-Funktioniert nicht beim Zu-Fuß-Gegen in der Fußgängerzone

-Schwer ohne Ende (gegenüber Third-Eye, TakeALook etc.

-Man muß richtig weit aus der Achse herausgucken, und auf jedem Rad sich
neu drann gewöhnen...

Olaf

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 11, 2022, 10:56:49 AMJul 11
to
Am Mon, 11 Jul 2022 00:57:56 +0200 schrieb Arno Welzel
<use...@arnowelzel.de>:

>Für den Rest deiner länglichen Belehrung, dass ich die Nutzer von
>Rückspiegeln alles falsch machen und Du alles richtig, ist mir meine
>Lebenszeit zu schade.

Danke dafür, dass du meine ausfürliche Antwort so sorgfältig gelesen
hast. Mein Ansatz, dir in weiten Bereichen zuzustimmen, ist offenbar auf
fruchtbaren Boden gefallen.

Arno Welzel

unread,
Jul 11, 2022, 11:16:15 AMJul 11
to
Wolfgang Strobl:

> Am Mon, 11 Jul 2022 00:57:56 +0200 schrieb Arno Welzel
> <use...@arnowelzel.de>:
>
>> Für den Rest deiner länglichen Belehrung, dass ich die Nutzer von
>> Rückspiegeln alles falsch machen und Du alles richtig, ist mir meine
>> Lebenszeit zu schade.
>
> Danke dafür, dass du meine ausfürliche Antwort so sorgfältig gelesen
> hast. Mein Ansatz, dir in weiten Bereichen zuzustimmen, ist offenbar auf
> fruchtbaren Boden gefallen.

Wenn Du einem Mitleser etwas vermitteln möchtest, solltest Du das
vielleicht mit weniger als über 200 Zeilen Text machen.

Ja, wenn ich suche, finde ich auch den Abschnitt:

| > Ich finde es nur sehr bequem und
| > *möchte* es gerne so. Aber Fahrräder ohne Rückspiegel kann ich auch
| > weiterhin unfallfrei fahren.
|
| So formuliert habe ich keinen Einwand.

Auf den Rest muss ich aber nicht eingehen.

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 11, 2022, 11:58:28 AMJul 11
to
Am Mon, 11 Jul 2022 17:16:13 +0200 schrieb Arno Welzel
<use...@arnowelzel.de>:

>Auf den Rest muss ich aber nicht eingehen.

Nicht nötig, du hast ja bereits in aller Kürze gesagt, was du dazu sagen
wolltest, und wie. Lesen war offenbar nicht erforderlich.

Thomas Bliesener

unread,
Jul 11, 2022, 1:08:05 PMJul 11
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Flevo weiß ich nicht, aber auf einem normalen Kurzlieger geht es
> durchaus ohne Spiegel. Im Sitz aufrichten, Kopf und Oberkörper drehen;
> benötigt latürnich Übung.

Das geht auch auf dem Flevo, ich fand es jedoch auch nach vielen Mm
immer noch unangenehm. Die Rückmeldung über die Lage kommt dann nur noch
über den Po und nicht mehr über den Rücken. Hinkender Vergleich: es ist
so, als ob Du auf dem Aufrechtrad für den Schulerblick die Hände vom
Lenker nehmen solltest.
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Jul 11, 2022, 3:00:07 PMJul 11
to
Wolfgang Strobl schrieb:
> Das Flevo ist aber vermutlich nicht nur hier in Deutschland, sondern
> auch in Österreich fast unbekannt.

In einer Fahrrad-NG muß ich aber nicht zu jedem Modell, das vom Standard
abweicht, eine Beschreibung mitposten. Google ist Dein Freund.

> Um ungewöhnliche Sonderkonstruktionen, wozu auch einige verkleidete
> Fahrräder gehören dürften, geht es nicht.

Eben! Es ging um meine Erfahrung in einer bewegungseingeschränkten
Situation. Das Flevo war dabei so eine Art Altersanzug:
<https://agesuit.com/>.

> Es ist kein vernünftiger Grund, Rückspiegel bei den überwiegend
> üblichen Bauformen und für jeden für unverzichtbar zu erklären.

Ja. Das Umgekehrte gilt aber auch.
--
bli

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 11, 2022, 5:27:46 PMJul 11
to
Am Mon, 11 Jul 2022 13:17:11 -0500 schrieb Thomas Bliesener
<use...@xabs.de>:

>Wolfgang Strobl schrieb:
>> Das Flevo ist aber vermutlich nicht nur hier in Deutschland, sondern
>> auch in Österreich fast unbekannt.
>
>In einer Fahrrad-NG muß ich aber nicht zu jedem Modell, das vom Standard
>abweicht, eine Beschreibung mitposten. Google ist Dein Freund.

Ich weiß, was ein Flevo ist und wie es aussieht, unterstelle aber nicht,
dass jeder es kennt. Ich habe schon 1997 hier mit Rainer Rauschenberg
über die Rücktrittbremsen an seinem Flevo diskutiert. :-) Deswegen weiss
ich aber auch, dass es noch viel seltener ist als Rückspiegel an
gewöhnlichen Fahrrädern. Auch in der längst eingefrorenen FAQ
<https://0x1a.de/rec/fahrrad/faq/download.html> kommt es vor.

>
>> Um ungewöhnliche Sonderkonstruktionen, wozu auch einige verkleidete
>> Fahrräder gehören dürften, geht es nicht.
>
>Eben! Es ging um meine Erfahrung in einer bewegungseingeschränkten
>Situation. Das Flevo war dabei so eine Art Altersanzug:
><https://agesuit.com/>.

Das kam in deinem Kommentar so aber nicht rüber.

Wie auch immer. Ich besitze einen Integralhelm, wenn auch nicht mehr
diesen hier
<https://www.mystrobl.de/Plone/basteleien/oldies/P1050471a.JPG/view.html>
und besass mal entsprechenden wattierten Kombi. Zusammen ergibt das
ziemlich genau diesen Altersanzug.

Darüberhinaus ist es nicht so, dass ich nicht längst alters- und
verschleißbedingte Einschränkungen bemerkte. Um so mehr bin ich daran
interessiert, meine Möglichkeiten durch Gebrauch zu erhalten.

Es fehlt nicht das Verständnis für alters- oder sonstwie bedingte
körperliche Einschränkungen, sondern das Verständnis dafür, solche
Einschränkungen ex cathedra zum Normalfall zu erklären, von dem es keine
Ausnahmen gäbe, egal wie alt man sei und was man tue oder lasse. Das war
der Ausgangspunkt der Diskussion.

>
>> Es ist kein vernünftiger Grund, Rückspiegel bei den überwiegend
>> üblichen Bauformen und für jeden für unverzichtbar zu erklären.
>
>Ja. Das Umgekehrte gilt aber auch.

Gewiss. Aber weil es so viele ungewöhnliche, weitgehend unbekannte und
kaum anzutreffende Sonderkonstruktionen gibt, bevorzuge ich eine
abstrakte Beschreibung und hatte explizit geschrieben, dass Rückspiegel
an einigen wenig verbreiteten Sonderkonstruktionen nützlich oder sogar
notwendig sein können.

Gerald schrieb übrigens "Rückspiegel an Fahrrädern sind hier fast
unbekannt" und nicht, dass sie an jeder noch so exotischen
Fahrradvariante überflüssig seien. Meine Bemerkung stellte lediglich
den Bezug wieder her. Um es explizit zu machen: Flevos sind auch in
Östereich fast unbekannt, insofern ist es keine Überraschung, dass
Rückspiegel an Flevos den Bekanntheitsgrad von Rückspiegeln nicht
nennenswert steigern.

Verständnis für altersbedingte Einschränkungen ist wichtig, wem sagst du
das. :-/. Ich würde mir beispielsweie für Mobiltelefone wünschen, wenn
die jungen und/oder kurzsichtigen Nutzer ihre "mobile first"-Litanei
etwas weniger lautstark verkünden würden. Dennoch käme ich nicht auf die
Idee, ein 10"-Display und jeweils eine große grüne und rote Taste an
jedem Mobiltelefon für unverzichtbar zu erklären.

Thomas Bliesener

unread,
Jul 11, 2022, 6:08:06 PMJul 11
to
Wolfgang Strobl schrieb:
>>Eben! Es ging um meine Erfahrung in einer bewegungseingeschränkten
>>Situation. Das Flevo war dabei so eine Art Altersanzug:
>><https://agesuit.com/>.
>
> Das kam in deinem Kommentar so aber nicht rüber.

Das habe ich in dem Absatz "Wenn ich mir nun vorstelle, daß andere in
ihrer Beweglichkeit ähnlich eingeschränkt sind, wie ich auf dem Flevo,
dann kann ich den Wunsch nach einem Spiegel gut nachvollziehen."
auszudrücken versucht. Ich kann nur Besserung für die Zukunft geloben.

> Gerald schrieb übrigens "Rückspiegel an Fahrrädern sind hier fast
> unbekannt" und nicht, dass sie an jeder noch so exotischen
> Fahrradvariante überflüssig seien. Meine Bemerkung stellte lediglich
> den Bezug wieder her. Um es explizit zu machen: Flevos sind auch in
> Östereich fast unbekannt, insofern ist es keine Überraschung, dass
> Rückspiegel an Flevos den Bekanntheitsgrad von Rückspiegeln nicht
> nennenswert steigern.

Ja, Flevos sind Exoten. Es ging mir nicht ums Flevo, sondern um die
Erfahrung. Siehe oben.
--
bli

Arno Welzel

unread,
Jul 13, 2022, 3:00:32 AMJul 13
to
Martin Gerdes:

> Olaf Schultz <o.sc...@enhydralutris.de> schrieb:
[...]
>> -Schwer ohne Ende (gegenüber Third-Eye, TakeALook etc.
>
> Mein Mirrycle ist so um die 3 kg schwer. Erstaunlicherweise bringt er
> meinen Lenker nicht aus der Balance.

Komisch - meiner wiegt nur 95 Gramm. Was hast Du denn für ein Modell?

Gerd Schweizer

unread,
Jul 13, 2022, 9:48:56 AMJul 13
to
Martin Gerdes schrieb:
>
>> Wende dich doch an einen Kollegen/in aus der Orthopädie und/oder an
>> eine/n Physiotherapeut/in, dann klappt es wieder mit dem Umdrehen.
>> Schwimmtraining hilft ebenfalls.
>
> Wozu? Ich habe damit keine Probleme, mein Hals ist so beweglich, wie er
> sein sollte. Dennoch kann kein Mensch diesbezüglich einem Schwan oder
> einer Schleiereule Konkurrenz machen. Der genannte Zusammenhang (Blick
> in den Rückspiegel am Lenker ist entscheidend schneller, als den Kopf zu
> wenden) gilt für alle Menschen einschließlich Wolfgang Strobl -- jener
> wäre lediglich niemals bereit, das zu konzedieren.
>
Spiegelgegner werden auf langen geraden Stücken nicht immer den Kopf
drehen weil es ihnen egal ist wer da noch auf der Strasse ist. Bei mehr
als 110 000km mit Motorrädern habe ich gelernt immer zu wissen was um
mich herum los ist, auch mit dem Fahrrad. Bei den Inlinern würde ich mir
auch sowas wie Rückspiegel wünschen ;-)

--
Liebe Grüße, Gerd
Satelliten FAQ, DVB-T, Katzen, Mopped, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/

Olaf Schultz

unread,
Jul 13, 2022, 10:09:59 AMJul 13
to
Am 13.07.22 um 15:48 schrieb Gerd Schweizer:
Brillenrückspiegel... sag ich ja;-)

Alternativ, hier wohl vorherrrschende Meiung: Stück Lenker in die Hand
nehmen und dort den Lenkerrückspiegel montieren... SCNR ;-)

Olaf


Andreas Borutta

unread,
Jul 13, 2022, 10:51:51 AMJul 13
to
Arno Welzel:

>>> -Schwer ohne Ende (gegenüber Third-Eye, TakeALook etc.
>>
>> Mein Mirrycle ist so um die 3 kg schwer. Erstaunlicherweise bringt er
>> meinen Lenker nicht aus der Balance.
>
> Komisch - meiner wiegt nur 95 Gramm. Was hast Du denn für ein Modell?

Dein Ironiedetektor war kurz aus der Balance : )

Andreas
--
http://fahrradzukunft.de

Rolf Mantel

unread,
Jul 13, 2022, 11:07:02 AMJul 13
to
Am 13.07.2022 um 16:09 schrieb Olaf Schultz:
> Am 13.07.22 um 15:48 schrieb Gerd Schweizer:
>> Martin Gerdes schrieb:
>>>
>>>> Wende dich doch an einen Kollegen/in aus der Orthopädie und/oder an
>>>> eine/n Physiotherapeut/in, dann klappt es wieder mit dem Umdrehen.
>>>> Schwimmtraining hilft ebenfalls.
>>>
>>> Wozu? Ich habe damit keine Probleme, mein Hals ist so beweglich, wie er
>>> sein sollte. Dennoch kann kein Mensch diesbezüglich einem Schwan oder
>>> einer Schleiereule Konkurrenz machen. Der genannte Zusammenhang (Blick
>>> in den Rückspiegel am Lenker ist entscheidend schneller, als den Kopf zu
>>> wenden) gilt für alle Menschen einschließlich Wolfgang Strobl -- jener
>>> wäre lediglich niemals bereit, das zu konzedieren.
>>>
>> Spiegelgegner werden auf langen geraden Stücken nicht immer den Kopf
>> drehen weil es ihnen egal ist wer da noch auf der Strasse ist.

Mein Hautzweck des Fahrradspiegels war zuletzt sicherzustellen, dass
meine Geschwindigkeit an die meiner Tochter 100m hinter mir angepasst
ist, und nein sie kann a priori nicht vor mir fahren

> Brillenrückspiegel... sag ich ja;-)

Leider hatten die letzten ALDI-Fahrradbrillen kein take-a-look
kompatibles Gestell mehr, seither liegen zwei unbenutzt zu Hause herum.

Marc Stibane

unread,
Jul 16, 2022, 8:24:59 AMJul 16
to
Ah, OK. Danke. Also doch lieber was anderes nehmen, z.B. den Cateye
MB-500G:
<https://www.bike-discount.de/de/cateye-bm-500g-rueckspiegel>

oder den Zéfal Cyclop:
<https://www.bike-discount.de/de/zefal-lenkerspiegel-cyclop>


> Aber der nächste Ast reißt den Spiegel in der Einbauposition
> sowieso aus dem Kugelgelenk.

So dichtes Gelände fahre ich nicht, nur Waldwege. Und eh 90% Straße...

Alexander Ausserstorfer

unread,
Jul 16, 2022, 8:46:07 AMJul 16
to
In article <b6c7ffa3-3278-4b67...@googlegroups.com>,
Martin Kobil <Marti...@epost.de> wrote:
> Hi, ich habe mir diesen Lenker-Rückspiegel gekauft:
> https://www.bike-discount.de/de/m-wave-spy-space-fahrradspiegel

> Macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck, aber er
> vibriert bei fahren, womit man kaum erkennen kann was hinter
> einem los ist.

Ist bei mir ähnlich. Das Teil wackelt die meiste Zeit. Es gibt aber noch
viele weitere Probleme.

Ich hatte mir damals auf meiner Frankreichtour in Dornbirn einen Spiegel
von Busch und Müller mit dem Durchmesser 6 cm gekauft. Spätestens im
Winter hatte ich dann feststellen müssen, daß die Jacke gut die Hälfte
vom Spiegel verdeckt und man deshalb kaum etwas sieht, einfach weil er
zu kurz ist:

http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-07-16/SpiegelVorUmbau.JPG
(63 kB)

Ich hatte dann Bremshebel und Spiegel vertauscht, damit er mehr außen
sitzt:

http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-07-16/SpiegelNachUmbau.JPG
(82 kB)

Das hat aber auch nicht wirklich geholfen.

Ursprünglich hatte ich angedacht gehabt, mir auf der anderen Seite auch
noch einen Spiegel zu montieren. Nachdem ich aber die Seiten ausgemessen
hatte, wurde klar, daß das nichts bringt, weil der Spiegel dort auf
Grund des Drehgriffs der Rohloff noch 3 cm weiter innen sitzen würde als
auf der gegenüberliegenden Seite:

http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-07-16/SpiegelRohloff.JPG
(79 kB)

Den Spiegel hatte ich mir ursprünglich wegen dem Winter angeschafft.
Damit ich den Schneepflug besser hinter mir erkennen kann. Allerdings
hatte ich feststellen müssen, daß man diesen in der Dunkelheit im
Rückspiegel kaum erkennt; auch wegen der Jacke. Ganz offensichtlich
handelt es sich bei meinem Rückspiegel um ein Exemplar rein für den
Sommerbetrieb, wo man ohne lange Ärmel fährt.

Oft ist er auch beschlagen, so daß man damit einfach nichts sehen kann.

Ärgerlich ist auch, daß man das Fahrrad nicht mehr einfach umdrehen und
auf Sattel und Lenker stellen kann, wenn etwas kaputt ist, weil der
Spiegel stört.

Ich denke aber, daß ein Rückspiegel am Fahrrad sowie überbewertet ist.

Meistens hört man das Fahrzeug viel früher, als daß man es sieht. Zum
besseren Verständnis eines konkreten Beispiels eine Karte:

http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-07-16/Goeggenhofen.pdf
(179 kB)

Es war Winter und ich hatte die Mütze samt Kapuze auf. Ich war ungefähr
bei Position 1, als ich ein Auto (Position 2) hinter mir hörte. Es
vergingen jedoch noch etliche Sekunden, bis ich es endlich im
Rückspiegel hinter mir sah. Ich hatte es vorher gar nicht sehen können,
weil es sich im Wald befunden hatte. (Die Entfernung zwischen 1 und 2
liegt bei ungefähr 1 km.)

> Hat jemand einen Vorschlag für einen wirklich guten Rückspiegel?

Meinen kann ich nicht empfehlen.

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Gerd Schweizer

unread,
Jul 16, 2022, 9:29:41 AMJul 16
to
Alexander Ausserstorfer schrieb:

>
> Ist bei mir ähnlich. Das Teil wackelt die meiste Zeit. Es gibt aber noch
> viele weitere Probleme.
> Das verstehe ich nicht daß so viele Rückspiegel wackeln oder vibrieren.
Nei uns hat noch keiner gewackelt.

Arno Welzel

unread,
Jul 16, 2022, 12:15:01 PMJul 16
to
Marc Stibane:

> Andre Eiger <gree...@fantasymail.de> wrote:
>> Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:
>>> Bodo G. Meier <bgm...@kabelmail.de> wrote:
>>>> Am 09. Juli. 2022 um 20:33 schrieb Marc Stibane:
>
>>>>> Was ist mit dem 901/2 für MTB-Lenker?
>>>>> <https://www.bike-discount.de/de/busch-mueller-cycle-star-901/2-innenlenkerspiegel>
>>>>> Der sollte noch weniger wackeln als der 901/3, oder?
>>>> Ich habe Schwierigkeiten, mir beim Betrachten der Abbildung
>>>> vorzustellen, ob die Verstellmöglichkeit über das Kugelgelenk an
>>>> einem MTB-Lenker ausreicht oder ob dieser Spiegel nur für das Ende
>>>> eines Rennlenkers geeignet ist.
>>> Der wird bei Amazon als Rennradspiegel angeboten:
>>> <https://www.amazon.de/Busch-Müller-Spiegel-Rennrad-901/dp/B0014I6BQY>
>>> Das zweite Bild zeigt die Montage an einem MTB-Lenker.
>> Nach meinem Test kann man dann nicht direkt nach hinten gucken,
>> weil sich das Gelenk nicht weit genug schwenlken lässt.
>
> Ah, OK. Danke. Also doch lieber was anderes nehmen, z.B. den Cateye
> MB-500G:
> <https://www.bike-discount.de/de/cateye-bm-500g-rueckspiegel>
>
> oder den Zéfal Cyclop:
> <https://www.bike-discount.de/de/zefal-lenkerspiegel-cyclop>

Letzterer hat wenigstens kein Kugelgelenk, wie auch der Mirrycle.

Kugelgelenke in der Form, wie bei Cateye oder BUMM sind konstruktiv
einfach Mist. Bei Köpfen für Kamerastative gibt es sowas auch, aber mit
einer feststellbaren Klemmung und nicht nach dem Prinzip Hoffnung, dass
die Kugel in dem Plastik schon lange genug ausreichend schwergängig sein
wird, dass sich da durch Erschütterungen nichts verstellt.

Arno Welzel

unread,
Jul 16, 2022, 12:20:28 PMJul 16
to
Alexander Ausserstorfer:

> In article <b6c7ffa3-3278-4b67...@googlegroups.com>,
> Martin Kobil <Marti...@epost.de> wrote:
>> Hi, ich habe mir diesen Lenker-Rückspiegel gekauft:
>> https://www.bike-discount.de/de/m-wave-spy-space-fahrradspiegel
>
>> Macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck, aber er
>> vibriert bei fahren, womit man kaum erkennen kann was hinter
>> einem los ist.
>
> Ist bei mir ähnlich. Das Teil wackelt die meiste Zeit. Es gibt aber noch
> viele weitere Probleme.
>
> Ich hatte mir damals auf meiner Frankreichtour in Dornbirn einen Spiegel
> von Busch und Müller mit dem Durchmesser 6 cm gekauft. Spätestens im
> Winter hatte ich dann feststellen müssen, daß die Jacke gut die Hälfte
> vom Spiegel verdeckt und man deshalb kaum etwas sieht, einfach weil er
> zu kurz ist:
>
> http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-07-16/SpiegelVorUmbau.JPG
> (63 kB)
>
> Ich hatte dann Bremshebel und Spiegel vertauscht, damit er mehr außen
> sitzt:
>
> http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-07-16/SpiegelNachUmbau.JPG
> (82 kB)
>
> Das hat aber auch nicht wirklich geholfen.

Nimm den hier schon erwähnten Mirrycle für's Lenkerende - da wackelt nix
und das Ding sitzt auf jeden Fall weit genug außen:

<https://www.meilenweit.net/Mirrycle-Fahrradspiegel/29036>

Spiegel im Detail:

<https://arnowelzel.de/wp-content/uploads/2005/10/mirrycle.png>

Der Spiegel kann ingesamt vor und zurück geklappt werden und auf der
oberen Achse zusätzlich gekiptt werden. Durch die Unterlegscheiben
bleibt das Ding beweglich ohne zu locker zu sein - notfalls kann man die
Schrauben mit Schraubensicherung montieren.

Das ist vermutlich auch mit deinen Griffen montierbar, die sind ja
seitlich offen und nur mit Stopfen im Lenker verschlossen.

Marc Stibane

unread,
Jul 16, 2022, 12:43:27 PMJul 16
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> Marc Stibane:
>> Andre Eiger <gree...@fantasymail.de> wrote:
>>> Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:

>>>> Das zweite Bild zeigt die Montage an einem MTB-Lenker.
>>> Nach meinem Test kann man dann nicht direkt nach hinten gucken,
>>> weil sich das Gelenk nicht weit genug schwenlken lässt.
>> Ah, OK. Danke. Also doch lieber was anderes nehmen, z.B. den Cateye
>> MB-500G:
>> <https://www.bike-discount.de/de/cateye-bm-500g-rueckspiegel>
>> oder den Zéfal Cyclop:
>> <https://www.bike-discount.de/de/zefal-lenkerspiegel-cyclop>
> Letzterer hat wenigstens kein Kugelgelenk, wie auch der Mirrycle.
> Kugelgelenke in der Form, wie bei Cateye oder BUMM sind konstruktiv
> einfach Mist.

Dann taugt auch der Cateye BM-45 nichts, oder?
<https://www.bike-discount.de/de/cateye-bm-45-rueckspiegel>
Das dritte Bild zeigt die Montage am MTB.


> Bei Köpfen für Kamerastative gibt es sowas auch, aber mit einer
> feststellbaren Klemmung und nicht nach dem Prinzip Hoffnung, dass die
> Kugel in dem Plastik schon lange genug ausreichend schwergängig sein wird,
> dass sich da durch Erschütterungen nichts verstellt.

Ich habe etliche Motorrad-Spiegel mit Kugelgelenk und nicht feststell-
barer Klemmung gehabt. Die haben alle gehalten (wurden ja auch nur
dreimal im Jahr verstellt, wenn überhaupt so oft). Klar, massiver
gebaut, und Motorräder sind ja immer gefedert - mein ATB aber auch...

Arno Welzel

unread,
Jul 16, 2022, 2:32:03 PMJul 16
to
Marc Stibane:

[...]
> Ich habe etliche Motorrad-Spiegel mit Kugelgelenk und nicht feststell-
> barer Klemmung gehabt. Die haben alle gehalten (wurden ja auch nur
> dreimal im Jahr verstellt, wenn überhaupt so oft). Klar, massiver
> gebaut, und Motorräder sind ja immer gefedert - mein ATB aber auch...

Dann ist ja alles gut.

Andre Eiger

unread,
Jul 16, 2022, 4:42:30 PMJul 16
to
Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:
> Andre Eiger <gree...@fantasymail.de> wrote:
>> Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:
>>> Bodo G. Meier <bgm...@kabelmail.de> wrote:
>>>> Am 09. Juli. 2022 um 20:33 schrieb Marc Stibane:
>
>>>>> Was ist mit dem 901/2 für MTB-Lenker?
>>>>><https://www.bike-discount.de/de/busch-mueller-cycle-star-901/2-innenlenkerspiegel>
>>>>> Der sollte noch weniger wackeln als der 901/3, oder?
>>>> Ich habe Schwierigkeiten, mir beim Betrachten der Abbildung
>>>> vorzustellen, ob die Verstellmöglichkeit über das Kugelgelenk an
>>>> einem MTB-Lenker ausreicht oder ob dieser Spiegel nur für das Ende
>>>> eines Rennlenkers geeignet ist.
>>> Der wird bei Amazon als Rennradspiegel angeboten:
>>><https://www.amazon.de/Busch-Müller-Spiegel-Rennrad-901/dp/B0014I6BQY>
>>> Das zweite Bild zeigt die Montage an einem MTB-Lenker.
>> Nach meinem Test kann man dann nicht direkt nach hinten gucken,
>> weil sich das Gelenk nicht weit genug schwenlken lässt.

> Ah, OK. Danke. Also doch lieber was anderes nehmen, z.B. den Cateye
> MB-500G:
> <https://www.bike-discount.de/de/cateye-bm-500g-rueckspiegel>

Die Einstellbarkeit für gerade Lenker ist auf jeden Fall gegeben.
Das Modell habe ich in Natura jedoch noch nie gesehen, daher
wäre es für mich eine Überraschung, woraus das "Spiegelglas" und
ob es leicht konvex für den nötigen Blickwinkel ist.
"Verchromtes ABS". Habe ich an einem Zefal Spy, mit Gummispannband
zu befestigen. Diese Art Spiegelfläche ist sehr kratzempfindlich
(-> schonend behandeln, nicht einfach grob abwischen), und so uneben,
dass es zu sichtbaren Verzerrungen führt.

Zur provisorischen Befestigung am MTB finde ich das noch akzeptabel,
am "Straßenverkehrsrad" wäre es für mich nicht die Dauerlösung.

--


Stefan Wiens

unread,
Jul 16, 2022, 4:48:19 PMJul 16
to
Bei meinem Bumm-Modell ist es mir mehrmals passiert, dass nach
Umfallen der Spiegel abgefallen war. Zweimal war das Fahrrad
wieder so ähnlich aufgestellt wie vorher. Einmal im Dunkeln und selbst
verursacht, da kann man den Verlust leicht übersehen.

Ganz leicht geht er nicht wieder drauf.

Vielleicht bräuchte man dort eine Schraube zum Einstellen der
Schwergängigkeit und als Sicherung gegen Verlieren.

--
Stefan

Andre Eiger

unread,
Jul 16, 2022, 4:53:53 PMJul 16