kann mir jemand Tips geben, wie man am effektivsten bei Abfahrt bremst? Bin
Rennradeinsteiger (Trainingsgerät für Mountainbiker) und habe noch einige
Probleme mit der Bremskraft. Oder sind meine Finger zu kurz, bekomme immer
Krampf in die Hände bei längerem ca 12%igem Gefälle. Aber die Strecke ist
auch so mit Kurven bespickt, das ich das Rad nicht einfach laufen lassen
könnte.
Wenn ich von unten an der Bremse halte, bekomme ich Überschlagsgefühle (ja
auch Angst). Fasse ich von oben die Bremsen, habe ich keinen großen
Bremseffekt. Oder mache ich etwas falsch? Wie umfasst man die Bremsen?
Wie sicher liegen Rennräder in der Kurve und wie sicher bei einer
Vollbremsung ohne über den Lenker zu gehen?
Danke schon mal im voraus für alle Tips!
--
Tschau Mandy
> Wie sicher liegen Rennräder in der Kurve und wie sicher bei einer
> Vollbremsung ohne über den Lenker zu gehen?
Ziemlich sicher. Zumindest meinte alte Schleuder.
Ciao
Jan
--
Jan Zoellner - Dresden University of Technology - Germany
email: j...@irz.inf.tu-dresden.de
WWW : http://www.inf.tu-dresden.de/~jz2
-- if you can't do it well, learn to enjoy doing it badly --
Einfacher Tip: Umstieg auf Ultratieflieger..:-) Da kannste es bergab so richtig
knallen lassen, Speed ist super, bremsen geht auch aus vollem Tempo ganz
extrem. Längerer Radstand als beim Rennrad ist auch sehr sicher, wie auch die
Schwerpunktlage in schnellen Kurven.
Guten Umstieg wünscht...
Jens ;-)
Kann natürlich sein. Kannst du den Bremsgriff irgendwie anders
positionieren?
Eventuell einen neuen Lenker mit anderem Radius im Bogen montieren, es
gibt AFAIR spezielle "Frauenlenker", die eigentlich Kleinhandlenker
heißen müßten.
[...]
> Wie sicher liegen Rennräder in der Kurve und wie sicher bei einer
Kurvengeschwindigkeit langsam steigern, Gefühl für Geschwindigkeit und
Schräglage entwickeln. Dafür vielleicht eine nicht ganz so steile
Abfahrt suchen.
> Vollbremsung ohne über den Lenker zu gehen?
Vollbremsungen zuerst aus geringen Geschwindigkeiten üben. Bis ca. 12
km/h kann man auf trockenenm Asphalt einen Bremsweg von 0m erreichen,
indem man vorne voll bremst und das Hinterrad hochsteigt. Hierbei wird
die kinetische Enrgie in potentielle Energie umgewandelt (Und
natürlich in Wärme). Beim runterfallen des Hinterrades wird dann die
potentielle Energie wieder in Wärme umgewandelt. (oder so.)
Aber wirklich langsam die Geschwindigkeiten steigern (vielleicht mit
5km/h anfangen) und auch ruhig langsam an die Bremskraft herantasten,
ab der das Hinterrad hochkommt. Bei höheren Geschwindigkeiten mußt Du
dann antütrlcih den Bremsdruck wieder etwas zurücknehemn, damit eben
kein Überschlag passiert, Du aber doch am effektivsten bremst.
Sven
P.S.: Natürlich muß man nur in Notsituationen so stark bremsen, aber
das Trianing kann trotzdem nicht schaden. Bei mir hat es immerhin
geholfen, daß ich letztens "nur" etwas Reifenabrieb an einer
Stoßstange hinterlassen und mein Sattelgestell verbogen habe (das hat
nämlich nicht optimal geklappt, um besser zu bremsen, sollte man sein
Gewicht _hinter_ den Sattel bringen).
P.P.S.: Ja, es war ein Radstreifen beteiligt :-(
--
Sven Marcus Sven....@gmx.de O
FB 17/Informatik Uni-GH Paderborn J\
33098 Paderborn Germany _/-/'_
S-Mail: 6°6'3"E 50°51'55"N (U)`\(u)
Nimm weniger Finger. Und trainiere das Bremsen; wahrscheinlich geht
viel mehr als Du glaubst.
> Wie sicher liegen Rennräder in der Kurve
Mehr als 40 Grad Kurvenlage wuerde ich nicht empfehlen.
Von hinten bremsen in der Kurve wuerde ich abraten (und sonstwo erst
recht, ausgenommen auf losem Grund, wenn Du nicht stark bremsen
willst). Wenn das Hinterrad blockiert (und das tut es immer
schnell), faehrts Du geradeaus weiter (statt der Kurve zu folgen) oder
fliegst hin.
- anton
--
M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed
an...@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html
So? Meine Erfahrung ist folgende: Ein blockiertes Hinterrad in der
Kurve bricht aus, ist aber kein Problem, wenn man die Bremse sofort
wieder löst. Ein blockiertes Vorderrad in der Kurve ist der sichere
Sturz (und bergab in einer Haarnadelkurve ein ballistischer Flug).
Gruß Flo
Kommt drauf an. Bei ordentlicher Schraeglage liegst Du, bevor Du dazu
kommst, die Bremse wieder zu loesen. Und auch sonst musst Du
gegenlenken und damit ein Stueck geradeaus fahren, bis Du das Rad
wieder unter Kontrolle hast.
Ich bin einmal mit dem Motorrad bei nasser Fahrbahn eine haengende
Rechtskurve hinuntergefahren und wollte davor bremsen. Wegen der
nassen Fahrbahn habe ich's mit der Hinterradbremse versucht; die
Bremswirkung war vernachlaessigbar, dafuer hat das Hinterrad blockiert
und ich musste geradeausfahren. Ich bin dadurch auf die linke
Fahrbahnseite gekommen, und dem Abhang unangenehm nahe. Seitdem
verwende ich die Hinterradbremse nur mehr in Ausnahmesituationen.
> Ein blockiertes Vorderrad in der Kurve ist der sichere
> Sturz
Und auch sonst oft. Aber mit dem Vorderrad kann man wesentlich
staerker bremsen, ohne dass es blockiert. Das gilt auch in Kurven.
Am Schraeglagenlimit kann man zwar ueberhaupt nicht bremsen. Aber
schon bei geringfuegig weniger Schraeglage ist einiges moeglich, da
die Bremskraft und die Seitenfuehrungskraft senkrecht aufeinander
stehen.
Kleines Rechenbeispiel: Nehmen wir an, der Reifen kann 9m/s^2 an
Beschleunigung uebertragen (42 Grad Schraeglage). Nehmen wir weiters
an, dass der Fahrer eine Bremsung mit 6m/s^2 macht (dabei ist bei
Rennraedern das Hinterrad angeblich voellig entlastet und kann nichts
mehr zur Bremsung beitragen). Dann kann das Rad immer noch
ca. 6.7m/s^2 an Seitenbeschleunigung uebertragen (34 Grad
Schraeglage). Allerdings duerfte es nicht jedermanns Sache sein, auf
dem Vorderrad balancierend um die Kurve zu fahren.
> (und bergab in einer Haarnadelkurve ein ballistischer Flug).
Wenn das Vorderrad wegrutscht, wird's eher ein Lowsider. Aber, wie
oben berechnet, ist bei moderaten Schraeglagen eher der Ueberschlag zu
erwarten.
Am besten ist es aber, vor der Kurve so zu bremsen, dass es in der
Kurve nicht mehr noetig ist.
Ist bei einigen Reifen auch schon die Haftungsgrenze, selbst im
Trockenen, siehe <379428E3...@gmx.de>
> Von hinten bremsen in der Kurve wuerde ich abraten (und sonstwo erst
> recht, ausgenommen auf losem Grund, wenn Du nicht stark bremsen
> willst). Wenn das Hinterrad blockiert (und das tut es immer
> schnell), faehrts Du geradeaus weiter (statt der Kurve zu folgen) oder
> fliegst hin.
Bei mir bricht dann das Hinterrad aus, das genze Fahrrad lenkt quasi
staerker ein, man muss aber schnell sein, den Bremsdruck wieder
zurueckzunehmen, sonst liegt man auf der Seite (und _rutscht_ dann
geradeaus).
Sven
--
Sven Marcus Sven....@gmx.de O
FB 17/Informatik Uni-GH Paderborn /L
33098 Paderborn Germany _`\-\_
S-Mail: 6°6'3"E 50°51'55"N (U)/'(u)
>Rennradeinsteiger (Trainingsgerät für Mountainbiker) und habe noch einige
>Probleme mit der Bremskraft. Oder sind meine Finger zu kurz, bekomme immer
>Krampf in die Hände bei längerem ca 12%igem Gefälle. Aber die Strecke ist
Kommt Manu von Manuela? Bist Du weiblich?
Ich habe vor einiger Zeit ein altes Rennrad eines Bekannten ausprobiert.
Ich konnte kaum bremsen. (Obere Haltung auf den Bremsgriffgummiknubbeln)
Die Rennbremsgriffe sind fuer Maennerfinger konstruiert. :-(
Monika
--
Monika <is...@geocities.com> schrieb in im Newsbeitrag:
isar.2505...@geocities.com...
> In article <7os5k7$73o$1...@news04.btx.dtag.de> "Manu P."
> Kommt Manu von Manuela? Bist Du weiblich?
Ja ich bin weiblich, aber Manu ist eher ein Synonym.
> Ich habe vor einiger Zeit ein altes Rennrad eines Bekannten ausprobiert.
> Ich konnte kaum bremsen. (Obere Haltung auf den Bremsgriffgummiknubbeln)
> Die Rennbremsgriffe sind fuer Maennerfinger konstruiert. :-(
>
> Monika
>
das glaube ich auch, daß alles nur nach Männerstandard gebaut wird. Die
Hebel sind einfach zu großdimensioniert.
Man gewöhnt sich zwar dran, aber irgendwann bekommt man einen Krampf in die
Hände.
Tschau Mandy
> das glaube ich auch, daß alles nur nach Männerstandard gebaut wird. Die
> Hebel sind einfach zu großdimensioniert.
Meines Erachtens wurde es schon öfter hier erwähnt: Es gibt von Campa
spezielle Hebel für Leute mit kleinen Händen. Wie die Geometrie dabei genau
aussieht kann ich aber nicht sagen.
IIRC bietet zumindest Campa aber auch bei den normalen Hebeln die Möglichkeit
die Griffweite in gewissem Rahmen einzustellen.
-cs
ich hab leider den Anfang dieses Themas nicht gesehen, bin mir aber sicher,
dass es vor einiger Zeit Bremshebel für Frauen gab. Meine Freundin hat
Shimano 105er Hebel (ist schon etwas älter, die Schaltung ;-)), die einen
wesentlich geringeren Abstand zum Lenker als meine haben. Es gibt (gab) auch
einige, bei denen man den Abstand zum Lenker einstellen kann.
Vielleicht bringt euch die Frage in einem geeigneten Fachgeschäft einem
angenehmen Bremsgriff näher. Da die Zeit meines letzten Radkaufs schon ein
wenig zurück liegt, kann ich nix genaues über aktuell angebotene Produkte
sagen.
Vielleicht hilfts trotzdem
Jörg