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Race King als Alternative für Big Apple?

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Alexander Ausserstorfer

unread,
Apr 26, 2015, 12:10:54 PM4/26/15
to
Hallo,

seit einigen Tagen habe ich den Race King auf meinem Fahrrad. Bei
gleichem Luftdruck dämpft der Race King in etwa genauso gut wie der Big
Apple, hat aber viel mehr Grip. Hat mich überrascht, endlich 'mal
vernünftig auf den (Schotter)Straßen hier bei uns fahren zu können,
ohne dieses ganze Gerüttel und Herumgerutsche, welches ich in letzter
Zeit mit dem TopContact 1 / 2 / Winter / BigApple hatte.

Für mich scheint der Race King eine Alternative zum Big Apple zu sein.
Allerdings steht nirgendwo, dass der Race King ein Ballonreifen ist.
Merkwürdig.

Ein Langzeittest hinsichtlich Haltbarkeit und Langlauf von meiner Seite
her stehen jedoch noch aus...

A.

--
RISC OS running on Raspberry Pi
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Bernhard Kraft

unread,
Apr 26, 2015, 12:39:00 PM4/26/15
to
Am 26.04.2015 um 18:10 schrieb Alexander Ausserstorfer:
>
> Für mich scheint der Race King eine Alternative zum Big Apple zu sein.
> Allerdings steht nirgendwo, dass der Race King ein Ballonreifen ist.
> Merkwürdig.

Den Big Apple gibt es in der Riesengröße 60 und er soll mit 2 Bar
betrieben werden können. Conti empfiehlt für seine MTB-Reifen höheren
Druck. Wenn man den unterschreitet, könnte das zu mehr Verschleiß und
Platten führen. Aber man kann es ja mal ausprobieren. Die MTB-Reifen
sind übrigens um einiges leichter als die Big Apple.

Danke für den Hinweis! Ich habe mir das noch gar nicht überlegt. Durch
die vielen 29er die jetzt verkauft werden, hat sich das Angebot an
Reifen für den Normalradler mit 622er Felge vergrößert. Ich frage mich,
was noch der Unterschied zwischen einem MTB-Reifen, der als "Road"
geeignet spezifiziert wird und einem Trekking Reifen sein soll.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Apr 26, 2015, 11:59:09 PM4/26/15
to
In message <mhj496$9ao$1...@dont-email.me>
Bernhard Kraft <bernha...@web.de> wrote:

>> Für mich scheint der Race King eine Alternative zum Big Apple zu sein.
>> Allerdings steht nirgendwo, dass der Race King ein Ballonreifen ist.
>> Merkwürdig.
>
> Den Big Apple gibt es in der Riesengröße 60 und er soll mit 2 Bar
> betrieben werden können. Conti empfiehlt für seine MTB-Reifen höheren
> Druck. Wenn man den unterschreitet, könnte das zu mehr Verschleiß und
> Platten führen.

Das ist mir durchaus bewusst. Conti empfiehlt laut Katalog 3,0 - 4,0
bar. Ich probiere es momentan aber einfach 'mal aus und fahre den Race
King mit 2,5 bar.

Der verwendete Reifen ist ein Race King Protection der Breite 55 mm
(2.2"), mit zusätzlichem Pannenschutzband. Keine Ahnung, ob ich das
richtig mache, aber das werde ich schon sehen. Diesmal sollte es keine
Schimpferei geben, da ich ja eigentlich erwarte, dass die beiden Reifen
bereits diesen Sommer kaputt gehen. (Ich habe momentan noch sieben
andere da, darunter den TravelContact.)

2 Jahre oder 20.000 km wird er wohl nicht halten, der Race King. Aber
das tat der Big Apple bei mir halt auch nicht.

Aber ich brauche ordentliche Reifen, wenn ich durch Nordamerika radeln
will. Und die werden einiges mitmachen müssen...

Matthias Frank

unread,
Apr 27, 2015, 5:17:57 AM4/27/15
to
Am 27.04.2015 um 05:58 schrieb Alexander Ausserstorfer:

> 2 Jahre oder 20.000 km wird er wohl nicht halten, der Race King. Aber
> das tat der Big Apple bei mir halt auch nicht.
>
> Aber ich brauche ordentliche Reifen, wenn ich durch Nordamerika radeln
> will. Und die werden einiges mitmachen müssen...
>

Ich glaub das gibt es sowas wie Geschäfte in den USA, die verkaufen
auch Fahrradreifen.

Joerg Fischer

unread,
Apr 27, 2015, 11:34:47 AM4/27/15
to
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:

> Für mich scheint der Race King eine Alternative zum Big Apple zu sein.
...
> Ein Langzeittest hinsichtlich Haltbarkeit und Langlauf von meiner Seite
> her stehen jedoch noch aus...

Bei mir hat er keine 1000 km gehalten dann war das Profil runter. IIRC
hat der Race King so viel Grip weil die Gummimischung sehr weich ist.

Tschau, Jörg

--
There are only 10 types of people in the world:
Those who understand binary, and those who don't...

Patrick Rammelt

unread,
Apr 27, 2015, 4:15:32 PM4/27/15
to
Alexander Ausserstorfer wrote:
> Hallo,
>
> seit einigen Tagen habe ich den Race King auf meinem Fahrrad. Bei
> gleichem Luftdruck dämpft der Race King in etwa genauso gut wie der Big
> Apple, hat aber viel mehr Grip. Hat mich überrascht, endlich 'mal
> vernünftig auf den (Schotter)Straßen hier bei uns fahren zu können,
> ohne dieses ganze Gerüttel und Herumgerutsche, welches ich in letzter
> Zeit mit dem TopContact 1 / 2 / Winter / BigApple hatte.
>
> Für mich scheint der Race King eine Alternative zum Big Apple zu sein.

BigApple scheint mir ein Semi-Slick-Reifen zu sein, der RK ist ein
Stollenreifen. Viel weiter können Reifen vom Profil/Anwendungsprofil ja
kaum auseinander sein. "Alternative" ist daher ein gewagter Begriff...

> Allerdings steht nirgendwo, dass der Race King ein Ballonreifen ist.
> Merkwürdig.
>
> Ein Langzeittest hinsichtlich Haltbarkeit und Langlauf von meiner Seite
> her stehen jedoch noch aus...

Ich habe dieses Modell auf mein Bergrad gezogen, um mit diesem wieder
mehr "Offroad" zu fahren. Wobei ich keinen Reifen mehr wollte der
seitlich höhere Stollen hat als in der Mitte, weil die (spätestens
nachdem der Reifen mittig etwas abgefahren ist) dazu führen, dass der
Reifen in schnelleren (Asphalt-)Kurven unbehaglich nach außen wandert.
Da scheint mir das Profil des RK ganz geeignet. Tatsächlich rollt er
auch recht gut (auch auf Asphalt). Grip ist, wie erhofft, auch gut
(Märkischer Sand, Matsch und Waldwege), obwohl ich nicht mit extrem
niedrigem Druck fahre.
Nun die "Abers": von zwei bestellten Reifen wurde einer gleich mal mit
defekter Karkasse geliefert (wurde problemlos umgetauscht). Die Seiten
sind extrem dünn und nur mit einem Hauch Gummi ausgeführt. Das ist gut
fürs Gewicht und wohl auch für die Dämpfungs- und Rolleigenschaften,
aber wenn man da mal seitlich irgendwo lang schrammt sicher auch
ziemlich empfindlich. Die kleinen weichen Stollen dürften auch schnell
weg sein (so viel bin ich damit aber noch nicht gefahren). Für
Langsteckentouren würde ich daher einen anderen Reifen wählen.

--
Patrick

Alexander Ausserstorfer

unread,
Apr 30, 2015, 6:56:06 PM4/30/15
to
In message <t7u01c-...@cm.local.jfis.de>
Joerg Fischer <muell...@jfis.de> wrote:

> Bei mir hat er keine 1000 km gehalten dann war das Profil runter. IIRC
> hat der Race King so viel Grip weil die Gummimischung sehr weich ist.

Das ist sehr gut! Dann werde ich den Stapel Reifen hier wieder schneller
los :-)

Bin bis jetzt aber auch nur 153 km geradelt und kann daher noch nicht
viel sagen. Das Profil sieht noch immer wie neu aus.

Die Gummimischung des TopContact Winters ist auch sehr weich. Mit diesem
bin ich bis jetzt 6512 km geradelt. Das Profil wirkt inzwischen leicht
angefahren, dürfte aber locker noch weitere 6000 km reichen.

Vermutlich liegt es auch an den hohen Außentemperaturen, wenn ein
weicher Reifen schnell verschlissen ist. Der TopContact Winter wird bei
mir nur im Winter angezogen.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Apr 30, 2015, 7:32:12 PM4/30/15
to
In message <mhm5d3$nf5$1...@news.albasani.net>
Patrick Rammelt <map...@web.de> wrote:

>> seit einigen Tagen habe ich den Race King auf meinem Fahrrad. Bei
>> gleichem Luftdruck dämpft der Race King in etwa genauso gut wie der Big
>> Apple, hat aber viel mehr Grip. Hat mich überrascht, endlich 'mal
>> vernünftig auf den (Schotter)Straßen hier bei uns fahren zu können,
>> ohne dieses ganze Gerüttel und Herumgerutsche, welches ich in letzter
>> Zeit mit dem TopContact 1 / 2 / Winter / BigApple hatte.
>>
>> Für mich scheint der Race King eine Alternative zum Big Apple zu sein.
>
> BigApple scheint mir ein Semi-Slick-Reifen zu sein, der RK ist ein
> Stollenreifen. Viel weiter können Reifen vom Profil/Anwendungsprofil ja
> kaum auseinander sein. "Alternative" ist daher ein gewagter Begriff...

Für mich stellt er eine Alternative dar, weil der Race King genauso gut
dämpft wie der Big Apple. Allerdings hat der Race King den Vorteil, dass
er ein halbwegs vernünftiges Profil hat, mit dem man nicht ständig
herum- oder durchrutscht wie mit dem Big Apple. Mit dem Race King fährt
es sich daher viel sicherer. Und damit komme ich sogar endlich 'mal den
Berg hoch, ohne absteigen zu müssen, weil das Hinterrad durch-
oder seitlich wegrutscht! Den Big Apple würde ich mir heutzutage gar
nicht mehr antun wollen.

Ich bin bis jetzt zwar nur 150 km mit dem Race King geradelt (täglicher
Arbeitsweg, also nichts besonderes), aber der Unterschied zu den
bisherigen Reifen ist gewaltig. Ich hatte wohl einfach die falschen
Reifen drauf. Im Gegensatz zum TopContact rollt der Race King nicht nur
gut, sondern hat auch viel mehr Grip und vor allem auch Dämpfung. Der
Big Apple hatte zwar in etwa gleich viel Dämpfung, aber dafür fehlte
diesem der Biss.

>> Allerdings steht nirgendwo, dass der Race King ein Ballonreifen ist.
>> Merkwürdig.
>>
>> Ein Langzeittest hinsichtlich Haltbarkeit und Langlauf von meiner Seite
>> her stehen jedoch noch aus...
>
> Ich habe dieses Modell auf mein Bergrad gezogen, um mit diesem wieder
> mehr "Offroad" zu fahren. Wobei ich keinen Reifen mehr wollte der
> seitlich höhere Stollen hat als in der Mitte, weil die (spätestens
> nachdem der Reifen mittig etwas abgefahren ist) dazu führen, dass der
> Reifen in schnelleren (Asphalt-)Kurven unbehaglich nach außen wandert.
> Da scheint mir das Profil des RK ganz geeignet. Tatsächlich rollt er
> auch recht gut (auch auf Asphalt). Grip ist, wie erhofft, auch gut
> (Märkischer Sand, Matsch und Waldwege), obwohl ich nicht mit extrem
> niedrigem Druck fahre.

Was heißt bei dir "extrem niedriger Druck"? Am liebsten würde ich
sämtliche Reifen unter 2 bar fahren, weil alles darüber einfach
unbrauchbar hart ist. Die derzeitigen 2,5 bar sind für mich schon viel,
aber scheinbar für viele Reifen leider doch noch zu wenig.

> Nun die "Abers": von zwei bestellten Reifen wurde einer gleich mal mit
> defekter Karkasse geliefert (wurde problemlos umgetauscht). Die Seiten
> sind extrem dünn und nur mit einem Hauch Gummi ausgeführt. Das ist gut
> fürs Gewicht und wohl auch für die Dämpfungs- und Rolleigenschaften,
> aber wenn man da mal seitlich irgendwo lang schrammt sicher auch
> ziemlich empfindlich. Die kleinen weichen Stollen dürften auch schnell
> weg sein (so viel bin ich damit aber noch nicht gefahren). Für
> Langsteckentouren würde ich daher einen anderen Reifen wählen.

Egal ob Continental oder Schwalbe: In den letzten zwei Jahren hatte ich
inzwischen insgesamt vier Brüche der Karkasse (2 x Schwalbe, 2 x
Continental). Deutsche Marken scheinen irgendwie nicht viel zu taugen.

Bei dem Big Apple war es ähnlich: extrem dünne Karkasse. Bei dem letzten
riss diese nach eineinhalb Jahren ein, weshalb ich letzten Endes die
Schnauze vom Big Apple voll hatte.

Am liebsten wäre mir nach den vielen Recherchen ja der TravelContact von
Continental, aber leider gibt es den seltsamerweise in keiner
brauchbaren Breite (sondern nur als dünnen "Rennrad"-Reifen),
insbesondere als Faltreifen nicht über 2", womit er eigentlich schon
wieder ausscheidet.

Über 50 mm Breite müssen fast sein, weil das Fahrrad sonst zu instabil
wird; sprich seitlich hin- und herrutscht. Zumindest auf den Wegen, die
ich fast täglich viele Kilometer zurücklegen darf.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Apr 30, 2015, 7:42:01 PM4/30/15
to
In message <mhm5d3$nf5$1...@news.albasani.net>
Patrick Rammelt <map...@web.de> wrote:

> Die Seiten sind extrem dünn und nur mit einem Hauch Gummi ausgeführt.

Im Übrigen darf man auch nicht übersehen, dass es den Race King in
mehreren verschiedenen Versionen gibt.

Aus dem Rose-Katalog ist das z. B. gar nicht ersichtlich, unter Bicycle
Components aber sehr wohl. Mein Tipp ist daher, sich erstmal den
Continental-Katalog als .pdf herunterzuladen, um sich zu informieren,
damit man nicht versehentlich eine falsche Version kauft.

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 1, 2015, 5:26:20 AM5/1/15
to
In message <cq6d63...@mid.individual.net>
Matthias Frank <ciba-fr...@web.de> wrote:

> Ich glaub das gibt es sowas wie Geschäfte in den USA, die verkaufen
> auch Fahrradreifen.

Die liegen aber oft ganz schön weit auseinander. Und dazwischen muss man
zum großen Teil durch die Wildnis, dafür braucht man einen guten Reifen.

Dass der Race King nicht unbedingt für sowas geeignet ist, das denke ich
auch. Aber bezüglich einiger Eigenschaften geht er wenigstens schon 'mal
in die richtige Richtung.

Ich suche halt noch immer.

Ulli Horlacher

unread,
May 1, 2015, 6:22:29 AM5/1/15
to
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:

> seit einigen Tagen habe ich den Race King auf meinem Fahrrad. Bei
> gleichem Luftdruck dämpft der Race King in etwa genauso gut wie der Big
> Apple, hat aber viel mehr Grip. Hat mich überrascht

Dich ueberrascht, dass ein MTB-Reifen mehr Haftung hat als ein reiner
Strassenreifen?
Was kommt als naechstes?
Die Ueberraschung, dass Schiffe viel besser schwimmen als Flugzeuge?


> Für mich scheint der Race King eine Alternative zum Big Apple zu sein.

So wie Schiffe eine Alternative zu Flugzeuge sind. Jaja.

Der Race King wird vom Hersteller beworben als "Erste Wahl für Racer",
d.h. er ist auf Wettkampf optimiert, er hat also keinen Pannenschutz!
Wenn du dir das als Tourenreifen antun willst...


--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 1, 2015, 7:16:42 AM5/1/15
to
In message <mhvjro...@news.in-ulm.de>
Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> wrote:

>> Für mich scheint der Race King eine Alternative zum Big Apple zu sein.
>
> So wie Schiffe eine Alternative zu Flugzeuge sind. Jaja.

Klar sind sie eine Alternative. Schiffe sind zwar in der Regel
ein bisschen langsamer als Flugzeuge, können aber viel mehr
transportieren. Du kannst aber auch gerne selbst schwimmen gehen.

> Der Race King wird vom Hersteller beworben als "Erste Wahl für Racer",
> d.h. er ist auf Wettkampf optimiert, er hat also keinen Pannenschutz!
> Wenn du dir das als Tourenreifen antun willst...

Inzwischen schlichtwegs falsch. Er hat Pannenschutz. Und die Seitenwände
sind nicht dünner, sondern eher dicker als beim TravelContakt. Ich habe
beide da :-)

A.

PS: Es gibt - unabhängig jetzt von den Größen - mindestens vier
verschiedene Ausführungen des RaceKings. Deshalb stimmt "Der RaceKing
hat _keinen_ Pannenschutz" genauso wie die Aussage "Der RaceKing hat
Pannenschutz".

Thomas Rechberger

unread,
May 1, 2015, 8:13:31 AM5/1/15
to
Am 26.04.2015 um 18:10 schrieb Alexander Ausserstorfer:
> Hallo,
>
> seit einigen Tagen habe ich den Race King auf meinem Fahrrad. Bei
> gleichem Luftdruck dämpft der Race King in etwa genauso gut wie der Big
> Apple, hat aber viel mehr Grip. Hat mich überrascht, endlich 'mal
> vernünftig auf den (Schotter)Straßen hier bei uns fahren zu können,
> ohne dieses ganze Gerüttel und Herumgerutsche, welches ich in letzter
> Zeit mit dem TopContact 1 / 2 / Winter / BigApple hatte.
>
> Für mich scheint der Race King eine Alternative zum Big Apple zu sein.
> Allerdings steht nirgendwo, dass der Race King ein Ballonreifen ist.
> Merkwürdig.
>
> Ein Langzeittest hinsichtlich Haltbarkeit und Langlauf von meiner Seite
> her stehen jedoch noch aus...
>
> A.
>

Der Race King ist ein Reifen für "XC Racer" an der Marathonfeile die
auch im Gelände unterwegs sind und wenig Gewicht und niedrigen
Rollwiderstand brauchen.
Der Apple ist dagegen nur für Asphalt vorgesehen, ein ganz anderer
Einsatzbereich.
Ich habe den X-King, mit dem kann man auch mal richtig ins Gelände
solange es nicht zu kalt und nass wird.

Gerald E:scher

unread,
May 1, 2015, 10:04:05 AM5/1/15
to
Am 27.04.15 um 05:58 schrieb Alexander Ausserstorfer:
>
> Der verwendete Reifen ist ein Race King Protection der Breite 55 mm
> (2.2"), mit zusätzlichem Pannenschutzband. Keine Ahnung, ob ich das
> richtig mache, aber das werde ich schon sehen. Diesmal sollte es keine
> Schimpferei geben, da ich ja eigentlich erwarte, dass die beiden Reifen
> bereits diesen Sommer kaputt gehen. (Ich habe momentan noch sieben
> andere da, darunter den TravelContact.)
>
> 2 Jahre oder 20.000 km wird er wohl nicht halten, der Race King. Aber
> das tat der Big Apple bei mir halt auch nicht.
>
> Aber ich brauche ordentliche Reifen, wenn ich durch Nordamerika radeln
> will. Und die werden einiges mitmachen müssen...

Der Race King ist Wettkampfmaterial! Den für eine Radreise verwenden,
ist völlig absurd und mehr als mutig.
Du liest hier noch nicht lange mit? Andernfalls wäre dir nicht
entgangen, dass die verwendete Gummimischung "Black Chili Compound" etwa
die Abriebfestigkeit von Radiergummi hat. Die Haftung hingegen ist, wie
du selbst festgestellt hast, phänomenal.

So sieht "Black Chili Compound" nach einer kurzen Blockierbremsung aus:
http://members.kabsi.at/eischer/g/bilder/schaden_gp4000.jpg

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Gerald E:scher

unread,
May 1, 2015, 10:08:20 AM5/1/15
to
Am 01.05.15 um 01:41 schrieb Alexander Ausserstorfer:
> In message <mhm5d3$nf5$1...@news.albasani.net>
> Patrick Rammelt <map...@web.de> wrote:
>
>> Die Seiten sind extrem dünn und nur mit einem Hauch Gummi ausgeführt.
>
> Im Übrigen darf man auch nicht übersehen, dass es den Race King in
> mehreren verschiedenen Versionen gibt.

Welche Version verwendest du? Die mit "Black Chili Compound" sind
Wettkampfmaterial und für eine Radreise völlig untauglich, da ähnlich
abriebfest wie Radiergummi.

Gerald E:scher

unread,
May 1, 2015, 10:14:10 AM5/1/15
to
Am 01.05.15 um 12:17 schrieb Ulli Horlacher:
>
> Der Race King wird vom Hersteller beworben als "Erste Wahl für Racer",
> d.h. er ist auf Wettkampf optimiert, er hat also keinen Pannenschutz!

Reifen ohne Pannenschutz taugen nur für Wettkampf auf der Bahn. Der
Pannenschutz der besseren Race King besteht aus der drei- oder
vierlagigen, dichten Karkasse.
<http://www.conti-online.com/www/fahrrad_de_de/themen/mtb/race_king_de.html>

Joerg

unread,
May 1, 2015, 10:36:40 AM5/1/15
to
On 2015-05-01 2:23 AM, Alexander Ausserstorfer wrote:
> In message <cq6d63...@mid.individual.net>
> Matthias Frank <ciba-fr...@web.de> wrote:
>
>> Ich glaub das gibt es sowas wie Geschäfte in den USA, die verkaufen
>> auch Fahrradreifen.
>
> Die liegen aber oft ganz schön weit auseinander. Und dazwischen muss man
> zum großen Teil durch die Wildnis, dafür braucht man einen guten Reifen.
>

Wo willst Du denn fahren? Wenn es eine Gegend mit Goat Head Dornen ist
(Suedwesten der USA), dann ist ohne fette Schlaeuche nicht viel
gebacken. Die Dinger schaffen es sogar durch Autoreifen.


> Dass der Race King nicht unbedingt für sowas geeignet ist, das denke ich
> auch. Aber bezüglich einiger Eigenschaften geht er wenigstens schon 'mal
> in die richtige Richtung.
>
> Ich suche halt noch immer.
>

Ich bin inzwischen bei der Erkenntnis angelangt, dass es wenig Sinn
macht, fuer MTB-Reifen viel Geld auszugeben. Die Dinger halten kaum
800km, dann ist das Profil weg. Selbst einen Vorderreifen musste ich
nach gut 1000km wechseln, obwohl der ueber $50 kostet. Die Stollen waren
karioes geworden und teilweise weggebroeckelt. Jetzt fahre ich nur noch
thailaendische Reifen fuer <$20. Grip ist aehnlich, Haltbarkeit
ebenfalls, Flanken taugen aehnlich wenig, aber sie kosten weniger als
die Haelfte.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Thomas Rechberger

unread,
May 1, 2015, 1:36:28 PM5/1/15
to
Am 01.05.2015 um 16:36 schrieb Joerg:

>
> Ich bin inzwischen bei der Erkenntnis angelangt, dass es wenig Sinn
> macht, fuer MTB-Reifen viel Geld auszugeben. Die Dinger halten kaum
> 800km, dann ist das Profil weg. Selbst einen Vorderreifen musste ich
> nach gut 1000km wechseln, obwohl der ueber $50 kostet. Die Stollen waren
> karioes geworden und teilweise weggebroeckelt. Jetzt fahre ich nur noch
> thailaendische Reifen fuer <$20. Grip ist aehnlich, Haltbarkeit
> ebenfalls, Flanken taugen aehnlich wenig, aber sie kosten weniger als
> die Haelfte.
>

Das liegt vielleicht an deiner felsigen Umgebung. Hier auf erdigem
Waldboden halten die Reifen ewig.

Joerg

unread,
May 1, 2015, 2:05:20 PM5/1/15
to
Kann gut sein. Wir haben auch viele Schotterstrecken. Wo sie stark
abzunutzen scheinen, ist auf Asphalt. Wenn ich nach 10km Berg und Tal
auf Fahrbahn anhalte, ist die Laufflaeche des Hinterreifens fuehlbar
warm. Das kann nicht nur von Walkverlusten kommen, denn der vordere ist
deutlich kaelter. Bei Gelaendefahrten ist das nicht so.

Fahrer von Gelaendemoppeds fahren auch nicht gern Landstrasse oder
Autobahn, weil das die Stollenreifen frisst. Nur dass die bei denen viel
laenger halten und pro Kilometer weniger kosten.

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 2, 2015, 1:31:20 AM5/2/15
to
In message <554388D5...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

>>> Die Seiten sind extrem dünn und nur mit einem Hauch Gummi ausgeführt.
>>
>> Im Übrigen darf man auch nicht übersehen, dass es den Race King in
>> mehreren verschiedenen Versionen gibt.
>
> Welche Version verwendest du? Die mit "Black Chili Compound" sind
> Wettkampfmaterial und für eine Radreise völlig untauglich, da ähnlich
> abriebfest wie Radiergummi.

55-559 Protection schwarz Skin faltbar

Hat freilich BlackChili-Component. Ich habe den aber nicht gekauft, um
damit auf Radreisen zu gehen, sondern um damit täglich in die Arbeit zu
radeln und das Profil und die Dämpfungseigenschaften zu testen (quasi
Studienobjekt). Hat sich bisher sehr gut bewährt. Bisher sind auch keine
Abnutzungen am Reifen festzustellen (gut, nach gerade Mal 150 km über
Schotter, Sand und Kies).

Wie schon geschrieben: Ich rechne damit, dass die Reifen bereits diesen
Sommer kaputtgehen. Aber hinsichtlich Profil und Dämpfungseigenschaften
geht es schon 'mal in die richtige Richtung.

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 2, 2015, 1:31:21 AM5/2/15
to
In message <mhvql7$5qn$1...@speranza.aioe.org>
Thomas Rechberger <nos...@nospam.com> wrote:

>> seit einigen Tagen habe ich den Race King auf meinem Fahrrad. Bei
>> gleichem Luftdruck dämpft der Race King in etwa genauso gut wie der Big
>> Apple, hat aber viel mehr Grip. Hat mich überrascht, endlich 'mal
>> vernünftig auf den (Schotter)Straßen hier bei uns fahren zu können,
>> ohne dieses ganze Gerüttel und Herumgerutsche, welches ich in letzter
>> Zeit mit dem TopContact 1 / 2 / Winter / BigApple hatte.
>>
>> Für mich scheint der Race King eine Alternative zum Big Apple zu sein.
>> Allerdings steht nirgendwo, dass der Race King ein Ballonreifen ist.
>> Merkwürdig.
>>
>> Ein Langzeittest hinsichtlich Haltbarkeit und Langlauf von meiner Seite
>> her stehen jedoch noch aus...

> Der Race King ist ein Reifen für "XC Racer" an der Marathonfeile die
> auch im Gelände unterwegs sind und wenig Gewicht und niedrigen
> Rollwiderstand brauchen.

Ich bin damit hier in Osteuropa zwar nur täglich auf Straßen unterwegs,
aber die sind entweder voller Risse und Schlaglöcher, oder aber nicht
asphaltiert.

> Der Apple ist dagegen nur für Asphalt vorgesehen, ein ganz anderer
> Einsatzbereich.

Das ist mir inzwischen auch klar geworden. Damit ist er aber freilich
unbrauchbar. Leider hatte mich der Radladen damals falsch beraten. Ich
hatte ausdrücklich ein geländegängiges Reiserad mit 26"-Rädern verlangt.
Kein Sommerasphaltrad.

Der BigApple ist insofern sogar noch mehr eingeschränkt, weil er auf
Asphalt im Schnee auch nicht mehr tut. (Bei Nässe und Eis dagegen ging
er gut.)

Dann ist der BigApple natürlich auch noch schnell abgefahren (weicher
Gummi) und darüber hinaus sehr pannenanträchtig. Ich weiß nicht mehr,
wieviele Platten ich damit gehabt hatte. Aber es waren sehr viele.

> Ich habe den X-King, mit dem kann man auch mal richtig ins Gelände
> solange es nicht zu kalt und nass wird.

Ins Gelände muss ich nicht. Aber bei Kälte und Nässe bin ich freilich
auch ständig unterwegs. Der TopContact Winter war hier ganz gut - bis
auf Grip und Dämpungseigenschaften. Und damit sind wir wieder beim alten
Thema: immer noch auf der Suche nach einem guten Reifen.

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 2, 2015, 1:31:21 AM5/2/15
to
In message <55438A3...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

>> Der Race King wird vom Hersteller beworben als "Erste Wahl für Racer",
>> d.h. er ist auf Wettkampf optimiert, er hat also keinen Pannenschutz!
>
> Reifen ohne Pannenschutz taugen nur für Wettkampf auf der Bahn. Der
> Pannenschutz der besseren Race King besteht aus der drei- oder
> vierlagigen, dichten Karkasse.
> <http://www.conti-online.com/www/fahrrad_de_de/themen/mtb/race_king_de.html>

Ich habe hier auch eine Supersonic-Version des Race Kings herumliegen.
Dieser ist tatsächlich sehr dünn und ohne jedlichen Pannenschutz. Aber
er ist sehr leicht und kann daher für den Notfall leicht im Gepäck
mitgenommen werden.

Aber bitte wirklich nur für den Notfall!

Chrístoph Șpecht

unread,
May 2, 2015, 4:17:39 AM5/2/15
to
Am 02.05.15 um 07:25 schrieb Alexander Ausserstorfer:
> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>>> Der Race King wird vom Hersteller beworben als "Erste Wahl für Racer",
>>> d.h. er ist auf Wettkampf optimiert, er hat also keinen Pannenschutz!
>>
>> Reifen ohne Pannenschutz taugen nur für Wettkampf auf der Bahn. Der
>> Pannenschutz der besseren Race King besteht aus der drei- oder
>> vierlagigen, dichten Karkasse.
>> <http://www.conti-online.com/www/fahrrad_de_de/themen/mtb/race_king_de.html>
>
> Ich habe hier auch eine Supersonic-Version des Race Kings herumliegen.
> Dieser ist tatsächlich sehr dünn und ohne jedlichen Pannenschutz. Aber
> er ist sehr leicht und kann daher für den Notfall leicht im Gepäck
> mitgenommen werden.
>
> Aber bitte wirklich nur für den Notfall!

Hast Du schon einmal über den Marathon Almotion nachgedacht
Mich hatte das M-Wort abgeschreckt. Nach Wim Schermers Test:
<http://wimschermer.blogspot.de/2015/02/bandentest-schwalbe-shredda-en-marathon.html>
und den Meinungen einiger anderer Velomobil-Fahrer werde ich dem Reifen
mal eine Chance geben.

--
Gruß
Chrístoph

Ulli Horlacher

unread,
May 2, 2015, 5:23:17 AM5/2/15
to
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:

> > Der Apple ist dagegen nur für Asphalt vorgesehen, ein ganz anderer
> > Einsatzbereich.
>
> Das ist mir inzwischen auch klar geworden. Damit ist er aber freilich
> unbrauchbar. Leider hatte mich der Radladen damals falsch beraten. Ich
> hatte ausdrücklich ein geländegängiges Reiserad mit 26"-Rädern verlangt.

Und dir war nicht sofort klar, dass man fuers unbefestigfe Wege Profil
braucht und ein Slick-Reifen daher ungeeignet ist?
Das ist doch voellig offensichtlich, das sieht man auf den ersten Blick!


> Ins Gelände muss ich nicht. Aber bei Kälte und Nässe bin ich freilich
> auch ständig unterwegs. Der TopContact Winter war hier ganz gut - bis
> auf Grip und Dämpungseigenschaften. Und damit sind wir wieder beim alten
> Thema: immer noch auf der Suche nach einem guten Reifen.

TravelContact. Aber du willst ja nicht hoeren.

Joerg

unread,
May 2, 2015, 10:15:45 AM5/2/15
to
On 2015-05-01 10:24 PM, Alexander Ausserstorfer wrote:
> In message <mhvql7$5qn$1...@speranza.aioe.org>
> Thomas Rechberger <nos...@nospam.com> wrote:
>

[...]


>> Der Apple ist dagegen nur für Asphalt vorgesehen, ein ganz anderer
>> Einsatzbereich.
>
> Das ist mir inzwischen auch klar geworden. Damit ist er aber freilich
> unbrauchbar. Leider hatte mich der Radladen damals falsch beraten. Ich
> hatte ausdrücklich ein geländegängiges Reiserad mit 26"-Rädern verlangt.
> Kein Sommerasphaltrad.
>
> Der BigApple ist insofern sogar noch mehr eingeschränkt, weil er auf
> Asphalt im Schnee auch nicht mehr tut. (Bei Nässe und Eis dagegen ging
> er gut.)
>
> Dann ist der BigApple natürlich auch noch schnell abgefahren (weicher
> Gummi) und darüber hinaus sehr pannenanträchtig. Ich weiß nicht mehr,
> wieviele Platten ich damit gehabt hatte. Aber es waren sehr viele.
>

Wenn Dir die paar Prozent Leistungsabfall nichts ausmachen, versuche mal
fette Schlaeuche. Ich will nie wieder zurueck zu duennen Varianten.
Keine Platten mehr, nachpumpen nur noch selten.


>> Ich habe den X-King, mit dem kann man auch mal richtig ins Gelände
>> solange es nicht zu kalt und nass wird.
>
> Ins Gelände muss ich nicht. Aber bei Kälte und Nässe bin ich freilich
> auch ständig unterwegs. Der TopContact Winter war hier ganz gut - bis
> auf Grip und Dämpungseigenschaften. Und damit sind wir wieder beim alten
> Thema: immer noch auf der Suche nach einem guten Reifen.
>

Ich mache mir dahingehend inzwischen keinen Hals nicht mehr. Ich kaufe
Reifen mit gutem Profil und Dual Compound (haertere Mischung in der
Mitte) von Firmen wie Vee Rubber. Die kann man meist unter $20 bekommen,
werden auf Halde gelegt und alle 800km kommt am MTB ein neuer drauf.
Umweltmaessig natuerlich nicht so toll, aber man kann nichts dran
machen. Immerhin kann man sie ins Reifen-Recycling geben, wo sie
zusammen mit Bergen von Autoreifen zu Treibstoff, Fahrbahnbelaegen oder
anderen Produkten werden.

Gerald E:scher

unread,
May 2, 2015, 10:16:47 AM5/2/15
to
Am 02.05.15 um 07:30 schrieb Alexander Ausserstorfer:
> In message <554388D5...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>>>> Die Seiten sind extrem dünn und nur mit einem Hauch Gummi ausgeführt.
>>>
>>> Im Übrigen darf man auch nicht übersehen, dass es den Race King in
>>> mehreren verschiedenen Versionen gibt.
>>
>> Welche Version verwendest du? Die mit "Black Chili Compound" sind
>> Wettkampfmaterial und für eine Radreise völlig untauglich, da ähnlich
>> abriebfest wie Radiergummi.
>
> 55-559 Protection schwarz Skin faltbar
>
> Hat freilich BlackChili-Component. Ich habe den aber nicht gekauft, um
> damit auf Radreisen zu gehen, sondern um damit täglich in die Arbeit zu
> radeln und das Profil und die Dämpfungseigenschaften zu testen (quasi
> Studienobjekt).

So kann Black Chili nach einer einzigen kurzen Blockierbremsung aussehen:
http://members.kabsi.at/eischer/g/bilder/schaden_gp4000.jpg
Das Zeug, das so fasrig absteht, ist die zusätzliche Pannenschutzlage
(gibt es im Race King anscheinend nicht).
Ein Mitarbeiter von Conti (und ich latürnich) konnte sich den Schaden
erst nicht erklären, hat schließlich auf "Bremsplatten" erkannt und den
Reifen netterweise auf Kulanz getauscht.
Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar, weil
die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum sichtbaren
Flachstelle geführt hätte.

Gerald E:scher

unread,
May 2, 2015, 10:22:37 AM5/2/15
to
Am 02.05.15 um 11:18 schrieb Ulli Horlacher:
> Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:
>
>> > Der Apple ist dagegen nur für Asphalt vorgesehen, ein ganz anderer
>> > Einsatzbereich.
>>
>> Das ist mir inzwischen auch klar geworden. Damit ist er aber freilich
>> unbrauchbar. Leider hatte mich der Radladen damals falsch beraten. Ich
>> hatte ausdrücklich ein geländegängiges Reiserad mit 26"-Rädern verlangt.
>
> Und dir war nicht sofort klar, dass man fuers unbefestigfe Wege Profil
> braucht und ein Slick-Reifen daher ungeeignet ist?

Solange es trocken ist, reicht auf unbefestigten Wegen ein Slick völlig.
BTDTGTT

Joerg

unread,
May 2, 2015, 10:30:10 AM5/2/15
to
On 2015-05-02 7:22 AM, Gerald E:scher wrote:
> Am 02.05.15 um 11:18 schrieb Ulli Horlacher:
>> Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:
>>
>>>> Der Apple ist dagegen nur für Asphalt vorgesehen, ein ganz anderer
>>>> Einsatzbereich.
>>>
>>> Das ist mir inzwischen auch klar geworden. Damit ist er aber freilich
>>> unbrauchbar. Leider hatte mich der Radladen damals falsch beraten. Ich
>>> hatte ausdrücklich ein geländegängiges Reiserad mit 26"-Rädern verlangt.
>>
>> Und dir war nicht sofort klar, dass man fuers unbefestigfe Wege Profil
>> braucht und ein Slick-Reifen daher ungeeignet ist?
>
> Solange es trocken ist, reicht auf unbefestigten Wegen ein Slick völlig.
> BTDTGTT
>

Au ja. Auf Slicks die Glocknerwand runtergedonnert! Und wieder
raufgefahren! Am gleichen Tag!!!

... oder so :-)

--
SCNR, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Thomas Rechberger

unread,
May 2, 2015, 1:01:07 PM5/2/15
to
Am 01.05.2015 um 20:05 schrieb Joerg:

> Kann gut sein. Wir haben auch viele Schotterstrecken. Wo sie stark
> abzunutzen scheinen, ist auf Asphalt. Wenn ich nach 10km Berg und Tal
> auf Fahrbahn anhalte, ist die Laufflaeche des Hinterreifens fuehlbar
> warm. Das kann nicht nur von Walkverlusten kommen, denn der vordere ist
> deutlich kaelter. Bei Gelaendefahrten ist das nicht so.
>

Steil bergauf auf Strasse sowieso, da hört man den Verschleiss sogar.

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 2, 2015, 1:58:28 PM5/2/15
to
In message <mi24oo...@news.in-ulm.de>
Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> wrote:

>> > Der Apple ist dagegen nur für Asphalt vorgesehen, ein ganz anderer
>> > Einsatzbereich.
>>
>> Das ist mir inzwischen auch klar geworden. Damit ist er aber freilich
>> unbrauchbar. Leider hatte mich der Radladen damals falsch beraten. Ich
>> hatte ausdrücklich ein geländegängiges Reiserad mit 26"-Rädern verlangt.
>
> Und dir war nicht sofort klar, dass man fuers unbefestigfe Wege Profil
> braucht und ein Slick-Reifen daher ungeeignet ist?
> Das ist doch voellig offensichtlich, das sieht man auf den ersten Blick!

Ja, freilich. Aber ich war damals so naiv, dass ich ein Fahrrad in einem
Geschäft vor Ort kaufen wollte. Und die wollten halt nichts anderes
verkaufen. Dabei hatten sie mein Fahrrad bereits in Auftrag geben
müssen, weil sie es nicht da hatten.

Ansonsten hatten sie nur noch Rennräder, Mountainbikes oder einige
Trekkingräder mit 28"-Größen und solch einen Blödsinn da, was alles
unbrauchbar ist und man eh nicht kaufen kann (leider alle Geschäfte in
meiner Gegend). Heute würde ich so einen Blödsinn nicht mehr machen.

Allerdings verstehe ich allmählich, warum man soviele Leute mit
unbrauchbaren Rädern herumgurken sieht:

- Es regnet, sie haben keine Schutzbleche.
- Es ist dunkel, sie fahren ohne Licht.
- Sie haben keinen Gepäckträger, deshalb fahren sie mit Rucksack und
müssen am Buckel schwitzen.
- Sie haben eine falsche Position, deshalb tun ihnen nach bereits 60 km
Hals und Hände weh.

Das Problem hierbei ist einfach, dass die meisten Menschen unbrauchbare,
falsche Fahrräder besitzen. Und deshalb meinen, sie müssten ein Auto
haben, weil es mit dem Fahrrad nicht geht. Ist ja auch kein Wunder, wenn
man ihnen nur solch einen Schrott anbietet.

Wobei das Simplon Kagu sonst echt gut war (aber erst nachdem ich vieles
umgebaut hatte - grrrr). Zumindest passen da halbwegs anständige Reifen
drauf. Unter 50 mm Breite kann ich mir nicht mehr so recht vorstellen.

>> Ins Gelände muss ich nicht. Aber bei Kälte und Nässe bin ich freilich
>> auch ständig unterwegs. Der TopContact Winter war hier ganz gut - bis
>> auf Grip und Dämpungseigenschaften. Und damit sind wir wieder beim alten
>> Thema: immer noch auf der Suche nach einem guten Reifen.
>
> TravelContact. Aber du willst ja nicht hoeren.

Doch, doch, den habe ich inzwischen auch schon da. Aber wie bereits
erwähnt gibt's den leider in keiner vernünftigen Breite, insbesondere
nicht als Faltreifen (nur bis 1.75 " - was soll das denn sein?).

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 2, 2015, 1:58:28 PM5/2/15
to
In message <5544DC4E...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

>> 55-559 Protection schwarz Skin faltbar
>>
>> Hat freilich BlackChili-Component. Ich habe den aber nicht gekauft, um
>> damit auf Radreisen zu gehen, sondern um damit täglich in die Arbeit zu
>> radeln und das Profil und die Dämpfungseigenschaften zu testen (quasi
>> Studienobjekt).
>
> So kann Black Chili nach einer einzigen kurzen Blockierbremsung aussehen:
> http://members.kabsi.at/eischer/g/bilder/schaden_gp4000.jpg
> Das Zeug, das so fasrig absteht, ist die zusätzliche Pannenschutzlage
> (gibt es im Race King anscheinend nicht).
> Ein Mitarbeiter von Conti (und ich latürnich) konnte sich den Schaden
> erst nicht erklären, hat schließlich auf "Bremsplatten" erkannt und den
> Reifen netterweise auf Kulanz getauscht.
> Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar, weil
> die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum sichtbaren
> Flachstelle geführt hätte.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass viele Reifen technisch hochgezüchtet
und daher im Alltagsbetrieb irgendwie unbrauchbar sind. Egal, ob
Schwalbe oder Continental. Durchstiche waren dabei eher weniger das
Problem (mit Ausnahme des BigApples) - die Reifen gingen immer irgendwie
anders kaputt (TopContact, Marathon aber auch BigApple).

Ulli Horlacher

unread,
May 2, 2015, 3:05:12 PM5/2/15
to
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:


> umgebaut hatte - grrrr). Zumindest passen da halbwegs anständige Reifen
> drauf. Unter 50 mm Breite kann ich mir nicht mehr so recht vorstellen.

Faehrst du so viel auf Sand oder Matsch?
Am Reiserad reichen mir 40 mm


> > TravelContact. Aber du willst ja nicht hoeren.
>
> Doch, doch, den habe ich inzwischen auch schon da. Aber wie bereits
> erwähnt gibt's den leider in keiner vernünftigen Breite, insbesondere
> nicht als Faltreifen (nur bis 1.75 " - was soll das denn sein?).

Wozu brauchst zu zwingend Faltreifen?

Joerg

unread,
May 2, 2015, 4:02:48 PM5/2/15
to
Hoeren tut man die immer. Bei schneller Fahrt singt das MTB wie eine
Strassenbahn. Am Ende nimmt auch der Verschleiss im Gelaende rasch zu,
weil einem der Hinterreifen beim Beschleunigen immer oefter durchrutscht.

Gerald E:scher

unread,
May 2, 2015, 5:50:28 PM5/2/15
to
Am 02.05.15 um 19:47 schrieb Alexander Ausserstorfer:
>
> Irgendwie habe ich das Gefühl, dass viele Reifen technisch hochgezüchtet
> und daher im Alltagsbetrieb irgendwie unbrauchbar sind.

Ja, sind sie. Die werden wie die Race King zumeist aber eh für Wettkampf
beworben. Es gibt sogar Reifen, die sind ausschließlich für die Bahn und
nichteinmal für Straßenrennen brauchbar.
Wer Wettkampfmaterial im Training oder gar Alltagseinsatz verwendet,
muss halt wissen was er tut und ist im Fehlerfall selbst schuld.

Thomas Bliesener

unread,
May 2, 2015, 10:51:49 PM5/2/15
to
Gerald E:scher schrieb:
> Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar, weil
> die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum sichtbaren
> Flachstelle geführt hätte.

Auch auf sehr rauhem Asphalt? Ein Hintermann hat mal akustisch sehr
eindrucksvoll demonstriert, daß man auf geeignetem Untergrund mit einer
kurzen Blockierbremsung einen Reifen schrotten kann.
--
bli

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 3, 2015, 12:02:40 AM5/3/15
to
In message <554546...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

>> Irgendwie habe ich das Gefühl, dass viele Reifen technisch hochgezüchtet
>> und daher im Alltagsbetrieb irgendwie unbrauchbar sind.
>
> Ja, sind sie. Die werden wie die Race King zumeist aber eh für Wettkampf
> beworben. Es gibt sogar Reifen, die sind ausschließlich für die Bahn und
> nichteinmal für Straßenrennen brauchbar.

Ich verstehe von diesem ganzen unsinnigen Wettkrampfzeugs nix. Wofür ist
der gut? Wenn mich jemand fragt, ob ich mit ins Fitness-Studio gehe,
sage ich grundsätzlich, dass ich keinen Sport treibe, weil ich für sowas
gar keine Zeit habe. Radeln gehört für mich einfach zum Alltag dazu, um
Aufgaben zu erledigen. Da ich aber mit dem Fahrrad länger unterwegs bin
als mit dem Auto, habe ich gar keine Zeit mehr übrig, um irgendwo ins
Fitnessstudio oder joggen usw. zu gehen. Entweder Auto oder Fahrrad.
Dass man beides haben soll, das ist mir nicht verständlich, weil ich nur
eines brauche. Ich bin halt geistig zurück- und daher bei letzterem
hängen geblieben. Und so wie ich die Leute mit ihrem ganzen Unsinn nicht
verstehe, verstehen mich die Leute mit meinen ganzen Sinnen ned. Da
fühlt man sich dann allein gelassen, aber das war schon immer so.

> Wer Wettkampfmaterial im Training oder gar Alltagseinsatz verwendet,
> muss halt wissen was er tut und ist im Fehlerfall selbst schuld.

Naja, stellt sich wieder die Frage nach dem richtigen Reifen. Der
TopContact scheint mir kein Wettkampfreifen, aber mit dem Vectanbreaker
trotzdem hochgezüchtet zu sein. Und ja; mit diesem hatte ich ebenfalls
schlechte Erfahrungen hinsichtlich Haltbarkeit machen müssen. 2x die
Karkasse gebrochen - ringsum. Das letzte Mal trotz vorgeschriebenem
Luftdruck.

Billige Reifen hatte ich auch schon ausprobiert. Aber da hatte ich trotz
Panneneinlage (die Reifen waren schwer!) einfach zuviele Platten und
Durchstiche.

Dumdidum...

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 3, 2015, 12:02:40 AM5/3/15
to
In message <mi36rq...@news.in-ulm.de>
Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> wrote:

>> umgebaut hatte - grrrr). Zumindest passen da halbwegs anständige Reifen
>> drauf. Unter 50 mm Breite kann ich mir nicht mehr so recht vorstellen.
>
> Faehrst du so viel auf Sand oder Matsch?

Ja. Aber auch auf Schotter, Kies, Eis und Kuhscheiße sind breite Reifen
einfach komfortabler und sicherer. Zumindest empfinde ich das so.

>> > TravelContact. Aber du willst ja nicht hoeren.
>>
>> Doch, doch, den habe ich inzwischen auch schon da. Aber wie bereits
>> erwähnt gibt's den leider in keiner vernünftigen Breite, insbesondere
>> nicht als Faltreifen (nur bis 1.75 " - was soll das denn sein?).
>
> Wozu brauchst zu zwingend Faltreifen?

Zum Falten und klein machen. Mir sind sie lieber, weil ich davon
ausgehe, dass bei denen keine Metalldrähte irgendwie den Schlauch
beschädigen können. Hatte ich auch schon 'mal gehabt.

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 3, 2015, 12:02:40 AM5/3/15
to
In message <slrnmkb23s....@bli.melix.mx>
Gilt das jetzt generell oder nur für BlackChili?

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 3, 2015, 4:58:23 AM5/3/15
to
In message <cqk4gf...@mid.individual.net>
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

>> Dann ist der BigApple natürlich auch noch schnell abgefahren (weicher
>> Gummi) und darüber hinaus sehr pannenanträchtig. Ich weiß nicht mehr,
>> wieviele Platten ich damit gehabt hatte. Aber es waren sehr viele.
>>
>
> Wenn Dir die paar Prozent Leistungsabfall nichts ausmachen, versuche
> mal fette Schlaeuche. Ich will nie wieder zurueck zu duennen
> Varianten. Keine Platten mehr, nachpumpen nur noch selten.

War mir nicht bewusst, dass es da Unterschiede gibt. Ich knallte bisher
halt irgendwelche Teile aus dem Baumarkt rein.

Das Pumpen ist bei fetten Reifen wirklich ärgerlich. Da kann ich es
durchaus schon 'mal verstehen, wenn jemand nur dünne Reifen drauf haben
möchte.

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 3, 2015, 4:58:23 AM5/3/15
to
In message <cqhhbl...@mid.individual.net>
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

>>> Ich glaub das gibt es sowas wie Geschäfte in den USA, die verkaufen
>>> auch Fahrradreifen.
>>
>> Die liegen aber oft ganz schön weit auseinander. Und dazwischen muss man
>> zum großen Teil durch die Wildnis, dafür braucht man einen guten Reifen.
>>
>
> Wo willst Du denn fahren? Wenn es eine Gegend mit Goat Head Dornen ist
> (Suedwesten der USA), dann ist ohne fette Schlaeuche nicht viel
> gebacken. Die Dinger schaffen es sogar durch Autoreifen.

Von Nordost (Halifax) über Kamouraska nach Südwest (Santa Monica). Und
damit sind wir genau beim Thema.

Soweit ich weiß, radelte der Peter da neulich erst durch. Von kaputten
Reifen hat er mir aber nichts verzählt (hat scheinbar den Marathon
Mondial drauf).

Vom Race King bin ich erstmal begeistert. Aber der ist momentan halt nur
für in die Arbeit zum Radeln gedacht. Und außer Kuhscheiße und
Pferdemist liegt hier nicht viel auf den Straßen herum.

Thomas Rechberger

unread,
May 3, 2015, 9:51:39 AM5/3/15
to
Das schon aber steil bergauf hört man richtig wie es die Noppen förmlich
aufreisst.
Und bei manch einem kommt noch blockierendes Hinterrad dazu beim bremsen.
Message has been deleted

Thomas Rechberger

unread,
May 3, 2015, 11:30:07 AM5/3/15
to
Am 03.05.2015 um 16:08 schrieb Markus Merkl:
> Am 03.05.2015 um 15:51 schrieb Thomas Rechberger:
>> Das schon aber steil bergauf hört man richtig wie es die Noppen förmlich
>> aufreisst.
>> Und bei manch einem kommt noch blockierendes Hinterrad dazu beim bremsen.
>
> Bergauf bremsen? Sind das diejenigen, die auch bergaufstürzen, weil sich
> der Hamster in den Speichen verheddert?
>

Du weisst was ein Punkt in einem Satz bedeutet?

Markus Luft

unread,
May 3, 2015, 12:56:13 PM5/3/15
to
On Sun, 03 May 2015 05:41:10 +0200, Alexander Ausserstorfer wrote:

> In message <slrnmkb23s....@bli.melix.mx>
> Thomas Bliesener <usen...@melix.mx> wrote:
>
>>> Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar, weil
>>> die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum sichtbaren
>>> Flachstelle geführt hätte.
>>
>> Auch auf sehr rauhem Asphalt? Ein Hintermann hat mal akustisch sehr
>> eindrucksvoll demonstriert, daß man auf geeignetem Untergrund mit einer
>> kurzen Blockierbremsung einen Reifen schrotten kann.
>
> Gilt das jetzt generell oder nur für BlackChili?
>
Warum sollte eine Komponente, welche seit den 20ern des vorigen
Jahrtausends Reifen zugesetzt wird um diese u.A. *abriebfester* zu
machen, dafür verantwortlich sein, daß man sich schneller einen
Bremsplatten holt? Und warum haben dann nicht sehr viele ein Problem mit
Bremsplatten?
Ich habe mir auch noch keinen Bremsplatten geholt, mit keinem Reifen und
noch nicht mal mit GP 4000s, welches ja angeblich, da Wettkampfmaterial,
alltagsuntauglich sein soll und sogar noch mehr Ruß enthält als die
Version ohne s. Ich sehe die *kurze* Blockierbremsung den Reifen an, aber
den Abrieb kann ich nicht mal mit den Fingern fühlen.
Ruß enthalten die meisten Fahrradreifen, nur setzt man (insbesondere
Schwalbe) vermehrt die Salze der Kieselsäure (Silica) ein, das macht man
um die Leistungseigenschaften der Reifen zu verbessern, ohne das diese
wie bei Ruß dann in eine der Zielkonfliktecken tendieren, das sind dann
Reifen, die in Nix richtig gut sind, aber eben auch nicht richtig
schlecht. Bei den RR-Reifen-Spitzenmodellen scheint Conti viel Wert auf
Leichtlauf und auf (Nass)-Rutschfestigkeit gelegt zu haben, jedenfalls
sind die da regelmäßig Testsieger. Dafür sind die dann schneller eckig
gefahren.

Mathias Böwe

unread,
May 3, 2015, 1:42:47 PM5/3/15
to
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:

> In message <mi36rq...@news.in-ulm.de>
> Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> wrote:
>
> > Faehrst du so viel auf Sand oder Matsch?
>
> Ja. Aber auch auf Schotter, Kies, Eis und Kuhscheiße sind breite Reifen
> einfach komfortabler und sicherer. Zumindest empfinde ich das so.

Dann solltest Du auf der Basis eines geeigneten Fahrrads die Details an
Deine Anforderungen anpassen. <http://surlybikes.com/bikes/moonlander>
bietet sich als Startpunkt an, dazu schnell noch Licht, Gebäckträger und
Schutzbleche andübeln, fertig ist das Alltags-Reiserad.

> > Wozu brauchst zu zwingend Faltreifen?
>
> Zum Falten und klein machen.

Auch Drahtreifen bekommt man relativ klein gefaltet, wenn vielleicht
auch nicht die Reifen, die zum oben verlinkten Rad gehören.

> Mir sind sie lieber, weil ich davon ausgehe, dass bei denen keine
> Metalldrähte irgendwie den Schlauch beschädigen können. Hatte ich auch
> schon 'mal gehabt.

Sowas ist mir noch nie passiert. Was mache ich flahsc?

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur

Mathias Böwe

unread,
May 3, 2015, 1:42:47 PM5/3/15
to
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:

> War mir nicht bewusst, dass es da Unterschiede gibt. Ich knallte bisher
> halt irgendwelche Teile aus dem Baumarkt rein.

Autsch! Wenn Du da so "wählerisch" bist, dann könntest Du doch auch
irgendwelche Fahrräder aus dem Baumarkt fahren. Wenn Du das nicht
möchtest - warum verhältst Du Dich bei Komponenten dann so?

> Das Pumpen ist bei fetten Reifen wirklich ärgerlich. Da kann ich es
> durchaus schon 'mal verstehen, wenn jemand nur dünne Reifen drauf haben
> möchte.

Wo ist das Problem? Gut, man braucht schon eine Pumpe, die mit jedem Hub
ein gewisses Volumen befördert. Pumpen im Bleistiftformat sind IMHO
bestenfalls eine Notlösung, die man *immer* dabei hat. Aber sobald ich
weiter als ein paar Dutzend Kilometer fahre, habe ich stets eine
klassisch große Rahmenpumpe dabei.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur

Gerald E:scher

unread,
May 3, 2015, 2:53:04 PM5/3/15
to
Am 03.05.15 um 05:52 schrieb Alexander Ausserstorfer:
> In message <554546...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>>> Irgendwie habe ich das Gefühl, dass viele Reifen technisch hochgezüchtet
>>> und daher im Alltagsbetrieb irgendwie unbrauchbar sind.
>>
>> Ja, sind sie. Die werden wie die Race King zumeist aber eh für Wettkampf
>> beworben. Es gibt sogar Reifen, die sind ausschließlich für die Bahn und
>> nichteinmal für Straßenrennen brauchbar.
>
> Ich verstehe von diesem ganzen unsinnigen Wettkrampfzeugs nix. Wofür ist
> der gut?

Möchtest du jetzt über Sinn oder Unsinn von Wettkämpfen diskutieren?
Akzeptiere einfach, dass manche Leute gerne an Wettkämpfen teilnehmen
und dazu geeignetes Material benötigen. Du musst das ja nicht verwenden.

>> Wer Wettkampfmaterial im Training oder gar Alltagseinsatz verwendet,
>> muss halt wissen was er tut und ist im Fehlerfall selbst schuld.
>
> Naja, stellt sich wieder die Frage nach dem richtigen Reifen.

Wenn du mit dem Race King zufrieden bist, dann bleibt dabei. Die
Lebensdauer wird vermutlich gering sein; falls dich das stört, findet
sich sicherlich ein ähnlicher Reifen aus härterer Gummimischung.

Gerald E:scher

unread,
May 3, 2015, 2:56:10 PM5/3/15
to
Am 03.05.15 um 04:31 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald E:scher schrieb:
>> Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar, weil
>> die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum sichtbaren
>> Flachstelle geführt hätte.
>
> Auch auf sehr rauhem Asphalt?

Nein, auf glattem Asphalt (ich lebe in Mitteleuropa, hier gibt es keinen
rauhen Asphalt) oder auf dem Bankett. In welcher der beiden
Bremssituationen die Flachstelle passiert ist, weiß ich nicht, denn das
rythmische Rumpeln am Hinterrad ist mir erst später aufgefallen.

Gerald E:scher

unread,
May 3, 2015, 3:01:09 PM5/3/15
to
Am 03.05.15 um 18:56 schrieb Markus Luft:
> On Sun, 03 May 2015 05:41:10 +0200, Alexander Ausserstorfer wrote:
>
>> In message <slrnmkb23s....@bli.melix.mx>
>> Thomas Bliesener <usen...@melix.mx> wrote:
>>
>>>> Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar, weil
>>>> die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum sichtbaren
>>>> Flachstelle geführt hätte.
>>>
>>> Auch auf sehr rauhem Asphalt? Ein Hintermann hat mal akustisch sehr
>>> eindrucksvoll demonstriert, daß man auf geeignetem Untergrund mit einer
>>> kurzen Blockierbremsung einen Reifen schrotten kann.
>>
>> Gilt das jetzt generell oder nur für BlackChili?
>>
> Warum sollte eine Komponente, welche seit den 20ern des vorigen
> Jahrtausends Reifen zugesetzt wird

Chilis?

> Und warum haben dann nicht sehr viele ein Problem mit
> Bremsplatten?
> Ich habe mir auch noch keinen Bremsplatten geholt, mit keinem Reifen und
> noch nicht mal mit GP 4000s,

Ich auch nicht, bislang nur mit dem GP4000. Umgekehrt kleben die
förmlich am Boden.

> Dafür sind die dann schneller eckig gefahren.

Was ebenfalls auf eine weiche Gummimischung hindeutet.

Gerald E:scher

unread,
May 3, 2015, 3:06:36 PM5/3/15
to
Am 03.05.15 um 06:16 schrieb Alexander Ausserstorfer:
>
> War mir nicht bewusst, dass es da Unterschiede gibt. Ich knallte bisher
> halt irgendwelche Teile aus dem Baumarkt rein.
>
> Das Pumpen ist bei fetten Reifen wirklich ärgerlich.

Dann montiere anstatt Billigmüll aus dem Baumarkt hochwertige Schläuche,
die die Luft länger halten. Meiner Erfahrung nach halten Schwalbe die
Luft am besten.

Markus Luft

unread,
May 3, 2015, 5:47:05 PM5/3/15
to
On Sun, 03 May 2015 21:01:10 +0200, Gerald E:scher wrote:

> Am 03.05.15 um 18:56 schrieb Markus Luft:
>> On Sun, 03 May 2015 05:41:10 +0200, Alexander Ausserstorfer wrote:
>>
>>> In message <slrnmkb23s....@bli.melix.mx>
>>> Thomas Bliesener <usen...@melix.mx> wrote:
>>>
>>>>> Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar,
>>>>> weil die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum
>>>>> sichtbaren Flachstelle geführt hätte.
>>>>
>>>> Auch auf sehr rauhem Asphalt? Ein Hintermann hat mal akustisch sehr
>>>> eindrucksvoll demonstriert, daß man auf geeignetem Untergrund mit
>>>> einer kurzen Blockierbremsung einen Reifen schrotten kann.
>>>
>>> Gilt das jetzt generell oder nur für BlackChili?
>>>
>> Warum sollte eine Komponente, welche seit den 20ern des vorigen
>> Jahrtausends Reifen zugesetzt wird
>
> Chilis?
>
Genauer, nano-verkohlte Chilis.
Der Volksmund nennt das auch unspezifisch Ruß.

>> Und warum haben dann nicht sehr viele ein Problem mit Bremsplatten?
>> Ich habe mir auch noch keinen Bremsplatten geholt, mit keinem Reifen
>> und noch nicht mal mit GP 4000s,
>
> Ich auch nicht, bislang nur mit dem GP4000. Umgekehrt kleben die
> förmlich am Boden.
>
Eben, man sollte jetzt einen Bremsplatten nicht überbewerten.
Vermutlich war der Reifen vorgeschädigt, die werden ja schließlich auch
hand-geknetet.
Ich bin von Schwalbe auf Conti (nur Reifen, nicht Schläuche) gewechselt,
weil ich mit unterschiedlichen Schwalbe-Reifen mehrfach bei
Gefahrenbremsungen bei Trockenheit Durchrutscher (stottern) vorn hatte.
Die Naßhaftung wird aber, soweit ich weiß, mit Öl eingestellt...
Ich hatte früher Ultremo drauf und irgendwie fand ich die in Kurven zu
schwammig, das hat mir jetzt nicht so ein Sicherheitsgefühl vermittelt,
obwohl ich sicher nicht im Grenzbereich fahre. Das war übrigens die
"Beulen-Version", die ich aber nicht hatte und sie somit guten Gewissens
jemand anderem aufschwatzen konnte.

>> Dafür sind die dann schneller eckig gefahren.
>
> Was ebenfalls auf eine weiche Gummimischung hindeutet.

Davon gehe ich aus. Ich meine auch, daß die bei Kälte länger elastisch
bleiben als vergleichbare Reifen, die da bei -10°C schon steinhart sind
und auch nicht mehr richtig federn.



Ulli Horlacher

unread,
May 3, 2015, 7:47:33 PM5/3/15
to
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:
> In message <cqk4gf...@mid.individual.net>
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>
> > Wenn Dir die paar Prozent Leistungsabfall nichts ausmachen, versuche
> > mal fette Schlaeuche. Ich will nie wieder zurueck zu duennen
> > Varianten. Keine Platten mehr, nachpumpen nur noch selten.

Lass dir von dem Ami-Maerchenerzaehler keine Braunbaeren aufbinden.
Die Dicke von Schlaeuche hat nichts mit der Plattenhaeufigkeit zu tun.


> War mir nicht bewusst, dass es da Unterschiede gibt. Ich knallte bisher
> halt irgendwelche Teile aus dem Baumarkt rein.

Warum knallst du dir dann nicht gleich ganze Fahrraeder vom Baumarkt rein?
Macht doch eh keinen Unterschied, oder?

Gerald E:scher

unread,
May 4, 2015, 8:18:42 AM5/4/15
to
Am 04.05.15 um 01:42 schrieb Ulli Horlacher:
> Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:
>> In message <cqk4gf...@mid.individual.net>
>> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>>
>> > Wenn Dir die paar Prozent Leistungsabfall nichts ausmachen, versuche
>> > mal fette Schlaeuche. Ich will nie wieder zurueck zu duennen
>> > Varianten. Keine Platten mehr, nachpumpen nur noch selten.
>
> Lass dir von dem Ami-Maerchenerzaehler keine Braunbaeren aufbinden.
> Die Dicke von Schlaeuche hat nichts mit der Plattenhaeufigkeit zu tun.

Dicke Schläuche wie Schwalbe Nr. 13D und 13F halten Durchschläge besser
aus, sie werden für Downhill und dgl. angeboten. Für Alexander ist dies
aber nicht relevant.

Thomas Bliesener

unread,
May 4, 2015, 11:52:24 AM5/4/15
to
Alexander Ausserstorfer schrieb:
>> Auch auf sehr rauhem Asphalt? Ein Hintermann hat mal akustisch sehr
>> eindrucksvoll demonstriert, daß man auf geeignetem Untergrund mit einer
>> kurzen Blockierbremsung einen Reifen schrotten kann.
>
> Gilt das jetzt generell oder nur für BlackChili?

Das ist gut 30 Jahre her, war ein schnöder Rennradreifen und bestimmt
kein BlackChili.
--
bli

Joerg

unread,
May 4, 2015, 12:49:21 PM5/4/15
to
Bei mir wetzen die mittleren einfach runter, rasant. Irgendwann ist da
nur noch Glatze. Am Vorderreifen bekommen besonders die aeusseren Noppen
soviel Karies, dass auch der kaum laenger als 1000-1500km gefahren
werden kann. Es macht IMHO keinen Sinn, fuer MTB-Reifen viel Geld anzulegen.


> Und bei manch einem kommt noch blockierendes Hinterrad dazu beim bremsen.


Das ist eine Unsitte bei vielen MTB Fahrern. Da rattern sie mit
blockierten Hinterrad den Hang runter, Geroell spritzt umher, der Trail
wird zerfurcht, riesige Staubwolke. Mit viel Pech beinhaltet die das
hier in der Gegend natuerlich im Boden vorkommende Tremolite (Wirkung
wie Asbest). Bei diesen Leuten halte ich mindestens 200m Abstand.

Joerg

unread,
May 4, 2015, 1:24:44 PM5/4/15
to
On 2015-05-02 9:16 PM, Alexander Ausserstorfer wrote:
> In message <cqk4gf...@mid.individual.net>
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>
>>> Dann ist der BigApple natürlich auch noch schnell abgefahren (weicher
>>> Gummi) und darüber hinaus sehr pannenanträchtig. Ich weiß nicht mehr,
>>> wieviele Platten ich damit gehabt hatte. Aber es waren sehr viele.
>>>
>>
>> Wenn Dir die paar Prozent Leistungsabfall nichts ausmachen, versuche
>> mal fette Schlaeuche. Ich will nie wieder zurueck zu duennen
>> Varianten. Keine Platten mehr, nachpumpen nur noch selten.
>
> War mir nicht bewusst, dass es da Unterschiede gibt. Ich knallte bisher
> halt irgendwelche Teile aus dem Baumarkt rein.
>

Der Unterschied ist riesig. Aber lass den Baumarktkram lieber, das taugt
oft nicht.


> Das Pumpen ist bei fetten Reifen wirklich ärgerlich. Da kann ich es
> durchaus schon 'mal verstehen, wenn jemand nur dünne Reifen drauf haben
> möchte.
>

Bei duennen Reifen ist es auch nervig. Ist mir frueher oefter passiert,
dass ich mal eben schnell mit dem RR (25mm Reifen) los bin, ein Paket
wegbringen oder so. Unterwegs ... bumpf ... kurz leicht auf die Felge.
Oder bumpf ... pschiiiooouuu ... und dann den Rest schieben. Heute muss
ich mir darueber keine Gedanken mehr machen. Wenn es mal ein wenig
weicher faehrt als sonst, kann ich immer noch morgen aufpumpen. Oder
kommendes Wochenende. Das war mit duennen Schlaeuchen undenkbar.

Das beste daran ist, dass ich keine Ersatzschlaeuche mehr mitfuehren
muss. Ausser bei sehr langen abgelegenen MTB-Pisten, kann ja immer noch
im Dickicht ein Ventil rausreissen. Das ist einer der wenigen
neuralgischen Punkte, die auch die Hersteller fetter Schlaeuche nicht
recht im Griff zu haben scheinen.

Joerg

unread,
May 4, 2015, 1:52:18 PM5/4/15
to
On 2015-05-02 9:57 PM, Alexander Ausserstorfer wrote:
> In message <cqhhbl...@mid.individual.net>
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>
>>>> Ich glaub das gibt es sowas wie Geschäfte in den USA, die verkaufen
>>>> auch Fahrradreifen.
>>>
>>> Die liegen aber oft ganz schön weit auseinander. Und dazwischen muss man
>>> zum großen Teil durch die Wildnis, dafür braucht man einen guten Reifen.
>>>
>>
>> Wo willst Du denn fahren? Wenn es eine Gegend mit Goat Head Dornen ist
>> (Suedwesten der USA), dann ist ohne fette Schlaeuche nicht viel
>> gebacken. Die Dinger schaffen es sogar durch Autoreifen.
>
> Von Nordost (Halifax) über Kamouraska nach Südwest (Santa Monica). Und
> damit sind wir genau beim Thema.
>

Hut ab, von Kamouraska bis Santa Monica (wenn Du das kalifornische
meinst) sind das mehr als nur ein paar Tagesritte.


> Soweit ich weiß, radelte der Peter da neulich erst durch. Von kaputten
> Reifen hat er mir aber nichts verzählt (hat scheinbar den Marathon
> Mondial drauf).
>

Wenn man nur Fahrbahn oder beliebte Urlaubsstrecken faehrt, ist es auch
weniger problematisch, da die von Trucks, PKW und Wohnmobilen weitgehend
"freigeblasen" werden. Mir wuerde das jedoch echt keinen Spass machen.
Gestern wieder auf Fahrbahn erlebt, ein Dodge RAM Pickup ueberholte mich
mit Schwenk und ausreichend Seitenabstand, der Fahrer hat mich also
definitiv gesehen. Kurz vor mir zog der Fahrer nach rechts und bremste
stark ab, um in eine Einfahrt zu kommen. Wurde knapp. Obwohl ich helles
Licht vorn hatte.

Wenn Landstrassen einen ausreichend breiten asphaltierten Randstreifen
haben, ist es hier ueblich, auf dem mit dem Fahrrad zu fahren. Koennte
sonst gefaehrlich werden und Aerger mit dem Sheriff geben (impeding
traffic). Auf diesen Randstreifen koennen Goat Head Dornen liegen. Auf
die Art habe ich bei einem Fahrrad mal beide Reifen gleichzeitig
geplaettet. Da liegt auch sonstiger Kram rum, z.B. scharfkantiger Split
und Glasscherben.


> Vom Race King bin ich erstmal begeistert. Aber der ist momentan halt nur
> für in die Arbeit zum Radeln gedacht. Und außer Kuhscheiße und
> Pferdemist liegt hier nicht viel auf den Straßen herum.
>

Wenn er nicht mehr als 2000km haelt, lohnt es nicht, ist dann IMHO zu teuer.

Joerg

unread,
May 4, 2015, 4:09:48 PM5/4/15
to
On 2015-05-03 9:56 AM, Markus Luft wrote:
> On Sun, 03 May 2015 05:41:10 +0200, Alexander Ausserstorfer wrote:
>
>> In message <slrnmkb23s....@bli.melix.mx>
>> Thomas Bliesener <usen...@melix.mx> wrote:
>>
>>>> Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar, weil
>>>> die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum sichtbaren
>>>> Flachstelle geführt hätte.
>>>
>>> Auch auf sehr rauhem Asphalt? Ein Hintermann hat mal akustisch sehr
>>> eindrucksvoll demonstriert, daß man auf geeignetem Untergrund mit einer
>>> kurzen Blockierbremsung einen Reifen schrotten kann.
>>
>> Gilt das jetzt generell oder nur für BlackChili?
>>
> Warum sollte eine Komponente, welche seit den 20ern des vorigen
> Jahrtausends Reifen zugesetzt wird um diese u.A. *abriebfester* zu
> machen, dafür verantwortlich sein, daß man sich schneller einen
> Bremsplatten holt? Und warum haben dann nicht sehr viele ein Problem mit
> Bremsplatten?


Wieviele RR Fahrer hast Du bisher gefragt? Der letzte Bericht hier war
vor 2-3 Monaten. Das uebliche, durchtrainierter RR Fahrer auf Fahrbahn,
wo das ja hach so gefahrlos sein soll, um die 40km/h, Lieferwagen
ueberholte, scherte knapp vor ihm wieder ein und dann passierte das, was
mir gestern geschah: Der Fahrer des Lieferwagens ging vollstens in die
Eisen, vermutlich weil er eine fast verpasste Sitenstrasse im letzten
Moment sah. Nur weit knapper als in meinem Fall, der RR Fahrer musste
voll reinlangen ... fiiiieeeee ... *POFF*

Er hat offenbar den Preis fuer sehr leichte Schlaeuche bezahlt. Bei mir
waeren nach dem Geflecht nochmal 3mm Schlauchgummi gekommen.

[...]

Markus Luft

unread,
May 4, 2015, 6:26:04 PM5/4/15
to
On Mon, 04 May 2015 13:09:50 -0700, Joerg wrote:

> On 2015-05-03 9:56 AM, Markus Luft wrote:
>> On Sun, 03 May 2015 05:41:10 +0200, Alexander Ausserstorfer wrote:
>>
>>> In message <slrnmkb23s....@bli.melix.mx>
>>> Thomas Bliesener <usen...@melix.mx> wrote:
>>>
>>>>> Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar,
>>>>> weil die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum
>>>>> sichtbaren Flachstelle geführt hätte.
>>>>
>>>> Auch auf sehr rauhem Asphalt? Ein Hintermann hat mal akustisch sehr
>>>> eindrucksvoll demonstriert, daß man auf geeignetem Untergrund mit
>>>> einer kurzen Blockierbremsung einen Reifen schrotten kann.
>>>
>>> Gilt das jetzt generell oder nur für BlackChili?
>>>
>> Warum sollte eine Komponente, welche seit den 20ern des vorigen
>> Jahrtausends Reifen zugesetzt wird um diese u.A. *abriebfester* zu
>> machen, dafür verantwortlich sein, daß man sich schneller einen
>> Bremsplatten holt? Und warum haben dann nicht sehr viele ein Problem
>> mit Bremsplatten?
>
[Bremsplatten nach Gefahrenbremsung]
> Er hat offenbar den Preis fuer sehr leichte Schlaeuche bezahlt. Bei mir
> waeren nach dem Geflecht nochmal 3mm Schlauchgummi gekommen.
>
3 mm am Rennrad? Ernsthaft?
Dünne Schläuche führen nicht zu Platten¹. Beim Bremsplatten (warum bremst
man bei einer Gefahrenbremsung auch hinten?) ist das eh wurscht.
Schlauch kost nix.
Bei so extrem fetten Schläuchen am RR kann man auch gleich die billigsten
Reifen kaufen, denn Fahrkomfort und Leichtlauf sind dahin.
Das ist so wie feinen, leichten Tabak in Pappe zu wickeln...
Richtig feine Reifen fährt man mit Latexschläuchen und natürlich ohne
Pannenschutz.

¹ Eher sogar im Gegenteil.



Joerg

unread,
May 4, 2015, 7:38:32 PM5/4/15
to
On 2015-05-04 3:26 PM, Markus Luft wrote:
> On Mon, 04 May 2015 13:09:50 -0700, Joerg wrote:
>
>> On 2015-05-03 9:56 AM, Markus Luft wrote:
>>> On Sun, 03 May 2015 05:41:10 +0200, Alexander Ausserstorfer wrote:
>>>
>>>> In message <slrnmkb23s....@bli.melix.mx>
>>>> Thomas Bliesener <usen...@melix.mx> wrote:
>>>>
>>>>>> Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar,
>>>>>> weil die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum
>>>>>> sichtbaren Flachstelle geführt hätte.
>>>>>
>>>>> Auch auf sehr rauhem Asphalt? Ein Hintermann hat mal akustisch sehr
>>>>> eindrucksvoll demonstriert, daß man auf geeignetem Untergrund mit
>>>>> einer kurzen Blockierbremsung einen Reifen schrotten kann.
>>>>
>>>> Gilt das jetzt generell oder nur für BlackChili?
>>>>
>>> Warum sollte eine Komponente, welche seit den 20ern des vorigen
>>> Jahrtausends Reifen zugesetzt wird um diese u.A. *abriebfester* zu
>>> machen, dafür verantwortlich sein, daß man sich schneller einen
>>> Bremsplatten holt? Und warum haben dann nicht sehr viele ein Problem
>>> mit Bremsplatten?
>>
> [Bremsplatten nach Gefahrenbremsung]
>> Er hat offenbar den Preis fuer sehr leichte Schlaeuche bezahlt. Bei mir
>> waeren nach dem Geflecht nochmal 3mm Schlauchgummi gekommen.
>>
> 3 mm am Rennrad? Ernsthaft?


Jaha. Ein Bekannter schuettelte ebenfalls den Kopf wegen der nun hohen
rotierenden Masse. Bis ich ihm sagte, seit wann ich keine Platten mehr
hatte.


> Dünne Schläuche führen nicht zu Platten¹.


Klar tun die das. Habe ich zigmal erlebt: Man kommt in die Garage, will
mal eben zur Post ... Mist! Platt. Reifen runter, Schlauch flicken,
danach mit den Fingerkuppen langsam innen durch die Karkasse ... autsch
... etwas Blut fliesst. Ein abgebrochener Dorn ragt ein ganz klein wenig
nach innen hinein. Durch den ueblichen Kondomstaerke-Schlauch geht der
locker durch und man hat am frisch montierten Reifen sofort wieder Platten.

Es hat schon seinen Grund, warum die Schlaeuche fuer Gelaendemoppeds
ebenfalls (fast) so dick sind wie die in meinem MTB.

Quetschplatten sind das andere Problem. Das Paradebeispiel war eine enge
Talmulde mit im letzten Moment auftauchendem gebrochenem Felsstueck ...
RATTATOCK ... *BU-BUMPF* ... ich musste die Fuhre erstmal im Lot
behalten und konnte den nachfolgenden Fahrer nicht warnen. Der dueste
mit dergleichen Geschwindigkeit durch und wog sogar weniger als ich. Das
Resultat: Bei meinem MTB ... nix. Beim anderen Fahrer beide Pneus platt.
Ausgebaut, duenne Schlaeuche, typisches Muster von Quetschplatten. M.W.
nennt Ihr das Snake Bites. Also waren wir erstmal mit Flicken
beschaeftigt und dann muehsam mit der winzigen Pumpe aufpusten.


> ... Beim Bremsplatten (warum bremst
> man bei einer Gefahrenbremsung auch hinten?) ist das eh wurscht.


Noe. 3mm mehr ist eine Menge Holz, die kriegst Du nicht in ein paar
Metern Bremsweg abgeraucht.

Bei Notbremsungen kann man nicht immer so fein dosieren. ABS haben meine
Fietsen jedenfalls noch nicht.


> Schlauch kost nix.


Nach Hause schieben kostet Zeit.


> Bei so extrem fetten Schläuchen am RR kann man auch gleich die billigsten
> Reifen kaufen, denn Fahrkomfort und Leichtlauf sind dahin.


Am RR bemerkte ich keinen Unterschied, ausser dass dass es jetzt ein
wenig mehr wiegt. Am MTB auf Asphalt hat es Nachteile, da sackte mein
Durchschnitt erstmal um 1-2km/h ab. Im Gelaende faehrt sich's aber
angenehmer, fuehlt sich alles robuster an.

Und ja, man kann billigere Reifen fahren, da deren Laufflaeche nicht
mehr das Gros der Pannensicherheit bieten muss. Beim MTB ist das ein
erheblicher Vorteil, weil Hinterreifen dort nicht laenger als 800km
leben und damit einen erheblichen Kostenfaktor darstellen.


> Das ist so wie feinen, leichten Tabak in Pappe zu wickeln...


Oder Maxorka in ein filigranes Gitanes-Papierchen, das dann erstmal
anfangen wuerde zu fackeln :-)


> Richtig feine Reifen fährt man mit Latexschläuchen und natürlich ohne
> Pannenschutz.
>

Dann versuche das mal in unserer Gegend. Suche Dir aber vorher jemanden,
der Dich mit dem Auto nach Hause holen kann und fahre nicht ausser
Handy-Reichweite (das geht hier schnell).


> ¹ Eher sogar im Gegenteil.
>

Das stimmt nicht. Mein MTB und das RR sind fuer mich ein klarer Beleg.
Frueher musste ich staendig flicken. Am RR seit der Umstellung vor einem
Jahr (!) null Platten, am MTB nach Umstellung dito. Allerdings sind im
MTB zusaetzlich Mr.Tuffy Liner drin und ueber die ist nochmal Schlauch
gezogen. Also Guertel plus Hosentraeger plus noch ein Guertel. BTW, ich
bin nicht der einzige mit solcher Erfahrung. Um da hindurch zu kommen,
muss ein Dorn fast einen Zentimeter lang sein, genau senkrecht
eindringen und die Stabilitaet einer Stopfnadel haben.

Egal, soll jeder machen wie er will. Fuer mich ist der Vorteil dicker
Schlaeuche erwiesen wie es klarer kaum geht und daher bleibe ich dabei.
Besonders geniesse ich es, nicht mehr staendig nachpumpen zu muessen.
Einfach in die Garage gehen, draufhopsen und los.

Gerald E:scher

unread,
May 4, 2015, 7:47:51 PM5/4/15
to
Am 05.05.15 um 00:26 schrieb Markus Luft:
> On Mon, 04 May 2015 13:09:50 -0700, Joerg wrote:
>
>> On 2015-05-03 9:56 AM, Markus Luft wrote:
>>> On Sun, 03 May 2015 05:41:10 +0200, Alexander Ausserstorfer wrote:
>>>
>>>> Gilt das jetzt generell oder nur für BlackChili?
>>>>
>>> Warum sollte eine Komponente, welche seit den 20ern des vorigen
>>> Jahrtausends Reifen zugesetzt wird um diese u.A. *abriebfester* zu
>>> machen, dafür verantwortlich sein, daß man sich schneller einen
>>> Bremsplatten holt? Und warum haben dann nicht sehr viele ein Problem
>>> mit Bremsplatten?
>>
> [Bremsplatten nach Gefahrenbremsung]
>> Er hat offenbar den Preis fuer sehr leichte Schlaeuche bezahlt. Bei mir
>> waeren nach dem Geflecht nochmal 3mm Schlauchgummi gekommen.

Meint der lustige Ami mich?

> 3 mm am Rennrad? Ernsthaft?
> Dünne Schläuche führen nicht zu Platten¹. Beim Bremsplatten (warum bremst
> man bei einer Gefahrenbremsung auch hinten?) ist das eh wurscht.

Man bremst selbstverständlich mit beiden Bremsen und da hierbei das
Hinterrad entlastet wird, blockiert das; gemeinerweise, ohne dass es
beim GP4000 auffällt.

> Schlauch kost nix.

Der Schlauch war überhaupt nicht betroffen, außerdem in die Karkasse
einvulkanisiert[1] :-)
Falls eine Blockierbremsung wirklich soweit ginge, dass sogar die
Karkasse durch ist, dann zerreißt der Luftdruck natürlich den Schlauch
an der Stelle, egal wie dick der ist. Der Ami faselt wieder einmal
dummes Zeug.

> Bei so extrem fetten Schläuchen am RR kann man auch gleich die billigsten
> Reifen kaufen, denn Fahrkomfort und Leichtlauf sind dahin.
> Das ist so wie feinen, leichten Tabak in Pappe zu wickeln...
> Richtig feine Reifen fährt man mit Latexschläuchen und natürlich ohne
> Pannenschutz.

Die dann bitte nur auf der Bahn oder in Zeitfahren, bei denen zuvor die
Kehrmaschine gefahren ist.
Bei den GP4000 Tubular dienen, wie bei fast allen hochwertigen
Rennradreifen von Conti, eine Schicht aus Vectranfasern und die dichte
Karkasse als Pannenschutz.


[1] Eingenähte Schläuche sind retro ;-)

Anton Ertl

unread,
May 5, 2015, 5:35:23 AM5/5/15
to
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>Am 05.05.15 um 00:26 schrieb Markus Luft:
>> On Mon, 04 May 2015 13:09:50 -0700, Joerg wrote:
>> [Bremsplatten nach Gefahrenbremsung]
>>> Er hat offenbar den Preis fuer sehr leichte Schlaeuche bezahlt. Bei mir
>>> waeren nach dem Geflecht nochmal 3mm Schlauchgummi gekommen.

Das haette nicht geholfen. Der Luftdruck im Schlauch haette nach dem
Ende der Blockierung den Schlauch nach draussen gedrueckt, und er
waere geplatzt.

>> 3 mm am Rennrad? Ernsthaft?
>> Dünne Schläuche führen nicht zu Platten¹. Beim Bremsplatten (warum bremst
>> man bei einer Gefahrenbremsung auch hinten?) ist das eh wurscht.
>
>Man bremst selbstverständlich mit beiden Bremsen

Ok, ich wusste nicht, dass es um eine Schnee- oder Eisfahrbahn geht;
dabei habe ich mir allerdings noch keine Bremsplatten geholt.
Ansonsten bremst man auf Asphalt selbstverstaendlich ausschliesslich
mit der Vorderradbremse, wenn die ordnungsgemaess funktioniert.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/

Joerg

unread,
May 5, 2015, 12:56:29 PM5/5/15
to
On 2015-05-05 2:28 AM, Anton Ertl wrote:
> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>> Am 05.05.15 um 00:26 schrieb Markus Luft:
>>> On Mon, 04 May 2015 13:09:50 -0700, Joerg wrote:
>>> [Bremsplatten nach Gefahrenbremsung]
>>>> Er hat offenbar den Preis fuer sehr leichte Schlaeuche bezahlt. Bei mir
>>>> waeren nach dem Geflecht nochmal 3mm Schlauchgummi gekommen.
>
> Das haette nicht geholfen. Der Luftdruck im Schlauch haette nach dem
> Ende der Blockierung den Schlauch nach draussen gedrueckt, und er
> waere geplatzt.
>

Dicke Schlaeuche halten bei Karkassenschaeden deutlich besser als
duenne. Bei MTB Fahrten hat man das Problem oft, wegen der unsinnig
filigranen Flanken "moderner" Reifen. Wenn sich nach Schrappen an einem
Felsbrocken eine leichte Blase bildet, stehen Leute mit dicken
Schlaeuchen besser da als die mit duennen. 3-4mm Material mal zwei
muessen ja erstmal durch das Loch passen, abgesehen von der Steifigkeit
des dicken Material. Ein Bekannter hatte leider duenne Schlaeuche und
wir mussten nach so einem Erlebnis an seinem Vorderrad rasch Luft
ablassen, umkehren und im Schleichgang nach Hause.

Beispiel: Ich kann meinen 4mm dicken MTB Schlauch ausgebaut locker auf
2bar aufpumpen und der wird dabei im Volumen nicht groesser als ein
normaler 2.2" MTB Reifen.

Was Platten angeht, sind dicke Schlaeuche eh haushoch ueberlegen. Es ist
ja auch so, dass die Waende eines Kesselwagens der Deutschen Bahn
stabiler sind als ein Cola-Dose :-)


>>> 3 mm am Rennrad? Ernsthaft?
>>> Dünne Schläuche führen nicht zu Platten¹. Beim Bremsplatten (warum bremst
>>> man bei einer Gefahrenbremsung auch hinten?) ist das eh wurscht.
>>
>> Man bremst selbstverständlich mit beiden Bremsen
>
> Ok, ich wusste nicht, dass es um eine Schnee- oder Eisfahrbahn geht;
> dabei habe ich mir allerdings noch keine Bremsplatten geholt.
> Ansonsten bremst man auf Asphalt selbstverstaendlich ausschliesslich
> mit der Vorderradbremse, wenn die ordnungsgemaess funktioniert.
>

Im Notfall sollte man mit beiden bremsen, Mountain Biker bewegen dazu
den Hintern moeglichst weit hinter den Sattel. Auch auf Asphalt. Das
verlagert den Schwerpunkt, bringt mehr Druck aufs Hinterrad und
verringert das Risiko eines Endo.

Anton Ertl

unread,
May 6, 2015, 10:30:09 AM5/6/15
to
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>Nein, auf glattem Asphalt (ich lebe in Mitteleuropa, hier gibt es keinen
>rauhen Asphalt)

Ich empfehle die Favoritenstrasse unterhald des Suedtiroler Platzes.
Wurde rauh produziert, um von dem KfZ glatt gefahren zu werden, aber
zwischen den Spuren ist sie noch immer rauh.

Anton Ertl

unread,
May 6, 2015, 10:45:53 AM5/6/15
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:
>Dicke Schlaeuche halten bei Karkassenschaeden deutlich besser als
>duenne. Bei MTB Fahrten hat man das Problem oft, wegen der unsinnig
>filigranen Flanken "moderner" Reifen. Wenn sich nach Schrappen an einem
>Felsbrocken eine leichte Blase bildet, stehen Leute mit dicken
>Schlaeuchen besser da als die mit duennen. 3-4mm Material mal zwei
>muessen ja erstmal durch das Loch passen, abgesehen von der Steifigkeit
>des dicken Material. Ein Bekannter hatte leider duenne Schlaeuche und
>wir mussten nach so einem Erlebnis an seinem Vorderrad rasch Luft
>ablassen, umkehren und im Schleichgang nach Hause.

Alternativ nicht-elastisches Material einlegen (Geldscheine werden da
gerne genannt), um den Schaden in der Karkasse zu ueberbruecken.

>Beispiel: Ich kann meinen 4mm dicken MTB Schlauch ausgebaut locker auf
>2bar aufpumpen und der wird dabei im Volumen nicht groesser als ein
>normaler 2.2" MTB Reifen.

Frag einmal Deinen Rennradfreund, der der Ausgangspunkt Deiner
Diskussion war, auf wieviel er aufpumpt, und dann probier das mit
Deinen dicken Schlaeuchen ohne Reifen.

>>> Man bremst selbstverständlich mit beiden Bremsen
>>
>> Ok, ich wusste nicht, dass es um eine Schnee- oder Eisfahrbahn geht;
>> dabei habe ich mir allerdings noch keine Bremsplatten geholt.
>> Ansonsten bremst man auf Asphalt selbstverstaendlich ausschliesslich
>> mit der Vorderradbremse, wenn die ordnungsgemaess funktioniert.
>>
>
>Im Notfall sollte man mit beiden bremsen

Damit habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Das Hinterrad
rutscht dann gerne, daraufhin konnte ich nur mehr geradeaus fahren,
und ich liess bei beiden Bremsen nach (also auch bei der vorderen),
das hat den Bremsweg insgesamt deutlich vergroessert und die Gefahren
auch (ich kann mich noch an Faelle erinnern, als ich auf einen Abhang
oder eine Mauer zugerutscht bin).

>Mountain Biker bewegen dazu
>den Hintern moeglichst weit hinter den Sattel. Auch auf Asphalt. Das
>verlagert den Schwerpunkt, bringt mehr Druck aufs Hinterrad und
>verringert das Risiko eines Endo.

Was auch immer ein Endo ist. Klar machen MTB-Fahrer das _im Notfall_,
das verringert den Anhalteweg sicher, wenn man die erste Sekunde mit
dem Gewichts-Verlagern statt mit dem Bremsen beschaeftigt ist. Und
selbt mit nach hintem verlagerten Gewicht wird das Hinterrad keinen
nennenswerten Beitrag zur Verzoegerung leisten koennen, wenn die
Vorderradbremse funktioniert und richtig betaetigt wird.

Joerg

unread,
May 6, 2015, 11:05:35 AM5/6/15
to
On 2015-05-06 7:30 AM, Anton Ertl wrote:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:
>> Dicke Schlaeuche halten bei Karkassenschaeden deutlich besser als
>> duenne. Bei MTB Fahrten hat man das Problem oft, wegen der unsinnig
>> filigranen Flanken "moderner" Reifen. Wenn sich nach Schrappen an einem
>> Felsbrocken eine leichte Blase bildet, stehen Leute mit dicken
>> Schlaeuchen besser da als die mit duennen. 3-4mm Material mal zwei
>> muessen ja erstmal durch das Loch passen, abgesehen von der Steifigkeit
>> des dicken Material. Ein Bekannter hatte leider duenne Schlaeuche und
>> wir mussten nach so einem Erlebnis an seinem Vorderrad rasch Luft
>> ablassen, umkehren und im Schleichgang nach Hause.
>
> Alternativ nicht-elastisches Material einlegen (Geldscheine werden da
> gerne genannt), um den Schaden in der Karkasse zu ueberbruecken.
>

So reich sind wir nicht :-)

An der Flanke hilft das eh kaum, da die stark walkt. Besonders nachdem
man zwecks "Strukturerhaltes" Luft ablassen musste.


>> Beispiel: Ich kann meinen 4mm dicken MTB Schlauch ausgebaut locker auf
>> 2bar aufpumpen und der wird dabei im Volumen nicht groesser als ein
>> normaler 2.2" MTB Reifen.
>
> Frag einmal Deinen Rennradfreund, der der Ausgangspunkt Deiner
> Diskussion war, auf wieviel er aufpumpt, und dann probier das mit
> Deinen dicken Schlaeuchen ohne Reifen.
>

Wie ich, das uebliche, 100-110psi, also um die 7.5bar. So hoch kannst Du
die dicken RR-Schlaeuche natuerlich nicht aufpumpen, aber es ist kein
Problem, in der Not mit 3bar oder so nach Hause zu schleichen. Besser
als schieben. Einen RR-Schlauch mit 3mm Wandstaerke bekommt man nicht so
einfach kaputt.


>>>> Man bremst selbstverständlich mit beiden Bremsen
>>>
>>> Ok, ich wusste nicht, dass es um eine Schnee- oder Eisfahrbahn geht;
>>> dabei habe ich mir allerdings noch keine Bremsplatten geholt.
>>> Ansonsten bremst man auf Asphalt selbstverstaendlich ausschliesslich
>>> mit der Vorderradbremse, wenn die ordnungsgemaess funktioniert.
>>>
>>
>> Im Notfall sollte man mit beiden bremsen
>
> Damit habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Das Hinterrad
> rutscht dann gerne, daraufhin konnte ich nur mehr geradeaus fahren,
> und ich liess bei beiden Bremsen nach (also auch bei der vorderen),
> das hat den Bremsweg insgesamt deutlich vergroessert und die Gefahren
> auch (ich kann mich noch an Faelle erinnern, als ich auf einen Abhang
> oder eine Mauer zugerutscht bin).
>

Vermutlich faehrst Du nicht oder selten MTB. Auch da wird mit der
Vorderbremse haerter reingelangt als hinten, aber sie wird so gut wie
nie allein benutzt.


>> Mountain Biker bewegen dazu
>> den Hintern moeglichst weit hinter den Sattel. Auch auf Asphalt. Das
>> verlagert den Schwerpunkt, bringt mehr Druck aufs Hinterrad und
>> verringert das Risiko eines Endo.
>
> Was auch immer ein Endo ist. ...


Das ist der ungeplante und meist rasante Abflug ueber die Lenkstange.


> ... Klar machen MTB-Fahrer das _im Notfall_, ...


Frage mal Leute aus Deinem Bekanntenkreis, die viel MTB fahren. Die
Benutzung laesst sich auch recht gut daran ablesen, wie oft die
jeweiligen Belaege erneuert werden muessen und die halten bei
ernsthaften MTB-Fahrer nun wirklich nicht lange.


> das verringert den Anhalteweg sicher, wenn man die erste Sekunde mit
> dem Gewichts-Verlagern statt mit dem Bremsen beschaeftigt ist. Und
> selbt mit nach hintem verlagerten Gewicht wird das Hinterrad keinen
> nennenswerten Beitrag zur Verzoegerung leisten koennen, wenn die
> Vorderradbremse funktioniert und richtig betaetigt wird.
>

Das ist nicht so. Ohne hintere Bremse muesste man auf harten Trails mit
deutlich laengeren Fahrzeiten rechnen. Das wurde mir eindrucksvoll
bewusst, als mein hinterer Bremssattel mal voll blockierte, ich den
abpellen und seitlich "weggeklappen" musste. Die Fahrt nach Hause
dauerte dann. Es gibt Downhill Abschnitte hier, die wuerde ich ohne gut
funktionierende hintere Bremse nie freiwillig runterfahren.

Eine Unsitte ist es allerdings, wenn die Leute mit blockiertem Hinterrad
in einer imposanten Staubwolke Downhill runterschlittern. Mache ich nie.

Anton Ertl

unread,
May 6, 2015, 11:32:09 AM5/6/15
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:
>On 2015-05-06 7:30 AM, Anton Ertl wrote:
>> Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:
[Anton Ertl:]
>>>> Ansonsten bremst man auf Asphalt selbstverstaendlich ausschliesslich
>>>> mit der Vorderradbremse, wenn die ordnungsgemaess funktioniert.
...
>> Und
>> selbt mit nach hintem verlagerten Gewicht wird das Hinterrad keinen
>> nennenswerten Beitrag zur Verzoegerung leisten koennen, wenn die
>> Vorderradbremse funktioniert und richtig betaetigt wird.
>>
>
>Das ist nicht so. Ohne hintere Bremse muesste man auf harten Trails mit
>deutlich laengeren Fahrzeiten rechnen.

Was hat das mit einer Notbremsung auf Asphalt zu tun?

Joerg

unread,
May 6, 2015, 12:48:12 PM5/6/15
to
On 2015-05-06 8:22 AM, Anton Ertl wrote:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:
>> On 2015-05-06 7:30 AM, Anton Ertl wrote:
>>> Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:
> [Anton Ertl:]
>>>>> Ansonsten bremst man auf Asphalt selbstverstaendlich ausschliesslich
>>>>> mit der Vorderradbremse, wenn die ordnungsgemaess funktioniert.
> ...
>>> Und
>>> selbt mit nach hintem verlagerten Gewicht wird das Hinterrad keinen
>>> nennenswerten Beitrag zur Verzoegerung leisten koennen, wenn die
>>> Vorderradbremse funktioniert und richtig betaetigt wird.
>>>
>>
>> Das ist nicht so. Ohne hintere Bremse muesste man auf harten Trails mit
>> deutlich laengeren Fahrzeiten rechnen.
>
> Was hat das mit einer Notbremsung auf Asphalt zu tun?
>

Sehr viel. Asphalt ist so gut wie nie sauber, frei von Schmutz, Oel,
Sand, Staub oder sonstwas. Der Unterschied zum Trail-Fahren ist damit
graduell. Wenn Du die Vorderbremse allein oder zu stark benutzt, kann
das passieren, was hier jemandem vor einer Woche geschah. Das Vorderrad
seines RR rutschte weg. Er konnte danach eine Woche lang nicht mehr
fahren. Hint: Bei guter Schwerpunktverlagerung kommt ein Punkt, an dem
man das Vorderrad eines Fahrrads zum Blockieren bekommen kann. Das ist
aus naheliegenden Gruenden besonders in Kurven mit ungesunden
Konsequenzen verbunden.

Ich gehe bei Notbremsungen soweit wie moeglich und tief hinter den
Sattel, "Belly Ride". Dann bleibt auch bei harter Verzoegerungswirkung
des Vorderrads bis kurz vor dessen Ausbrechen das Heck unten und der
Hinterreifen kann zusaetzliche Bremswirkung beisteuern. Warum soll man
auf diese verzichten?

Aber mir egal, mache es wie Du es willst.

Gerald E:scher

unread,
May 6, 2015, 4:59:13 PM5/6/15
to
Am 05.05.15 um 11:28 schrieb Anton Ertl:
> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>>Am 05.05.15 um 00:26 schrieb Markus Luft:
>>> On Mon, 04 May 2015 13:09:50 -0700, Joerg wrote:
>>> [Bremsplatten nach Gefahrenbremsung]
>>>> Er hat offenbar den Preis fuer sehr leichte Schlaeuche bezahlt. Bei mir
>>>> waeren nach dem Geflecht nochmal 3mm Schlauchgummi gekommen.
>
> Das haette nicht geholfen.

In GOC schon.

>>> 3 mm am Rennrad? Ernsthaft?
>>> Dünne Schläuche führen nicht zu Platten¹. Beim Bremsplatten (warum bremst
>>> man bei einer Gefahrenbremsung auch hinten?) ist das eh wurscht.
>>
>>Man bremst selbstverständlich mit beiden Bremsen
>
> Ok, ich wusste nicht, dass es um eine Schnee- oder Eisfahrbahn geht;

Auf Schnee und Eis bremst man (ohne Spikes) *nur* hinten.

> dabei habe ich mir allerdings noch keine Bremsplatten geholt.
> Ansonsten bremst man auf Asphalt selbstverstaendlich ausschliesslich
> mit der Vorderradbremse, wenn die ordnungsgemaess funktioniert.

Bei einer normalen Bremsung, bei der das Hinterrad nicht völlig
entlastet wird, wozu? Ich verschleiße lieber beide Felgen gleichmäßig. YMMV

Gerald E:scher

unread,
May 6, 2015, 5:09:13 PM5/6/15
to
Am 06.05.15 um 16:28 schrieb Anton Ertl:
> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>>Nein, auf glattem Asphalt (ich lebe in Mitteleuropa, hier gibt es keinen
>>rauhen Asphalt)
>
> Ich empfehle die Favoritenstrasse unterhald des Suedtiroler Platzes.
> Wurde rauh produziert, um von dem KfZ glatt gefahren zu werden, aber
> zwischen den Spuren ist sie noch immer rauh.

War das ein Feldversuch? Üblicherweise sind frisch asphaltierte
Fahrbahnen glatter als schon länger in Benutzung stehende.

Anton Ertl

unread,
May 7, 2015, 8:49:59 AM5/7/15
to
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>Am 06.05.15 um 16:28 schrieb Anton Ertl:
>> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>>>Nein, auf glattem Asphalt (ich lebe in Mitteleuropa, hier gibt es keinen
>>>rauhen Asphalt)
>>
>> Ich empfehle die Favoritenstrasse unterhald des Suedtiroler Platzes.
>> Wurde rauh produziert, um von dem KfZ glatt gefahren zu werden, aber
>> zwischen den Spuren ist sie noch immer rauh.
>
>War das ein Feldversuch? Üblicherweise sind frisch asphaltierte
>Fahrbahnen glatter als schon länger in Benutzung stehende.

Ich habe mich wegen des rauhen Belags beschwert, und mir wurde
zurueckgeschrieben, dass das ein uebliches Verfahren ist und z.B. auch
auf dem Ring und auf Autobahnen verwendet wird; wobei ich auf dem Ring
keine rauhen Reste gesehen habe wie sie auf der Favoritenstrasse noch
immer sind. Die A4, die ich vor der Eroeffnung mit dem Rad befahren
habe, war auch glatt.

Anton Ertl

unread,
May 7, 2015, 9:01:28 AM5/7/15
to
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>Am 05.05.15 um 11:28 schrieb Anton Ertl:
>> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>>>Am 05.05.15 um 00:26 schrieb Markus Luft:
>>>> Dünne Schläuche führen nicht zu Platten¹. Beim Bremsplatten (warum bremst
>>>> man bei einer Gefahrenbremsung auch hinten?) ist das eh wurscht.
>>>
>>>Man bremst selbstverständlich mit beiden Bremsen
...
>> Ansonsten bremst man auf Asphalt selbstverstaendlich ausschliesslich
>> mit der Vorderradbremse, wenn die ordnungsgemaess funktioniert.
>
>Bei einer normalen Bremsung, bei der das Hinterrad nicht völlig
>entlastet wird, wozu? Ich verschleiße lieber beide Felgen gleichmäßig. YMMV

Erstens ging es um eine Gefahrenbremsung. Und auch bei einer normalen
Bremsung gibt es keinen Grund, die Mit-Verwendung der Hinterradbremse
zu empfehlen. Dass Du lieber zwei Felgen verschleisst statt eine oder
(in meinem Fall bei Vorderradbremsung) gar keine, ist Deine
persoenliche Praeferenz, aber fuer andere irrelevant.

Anton Ertl

unread,
May 7, 2015, 9:23:59 AM5/7/15
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:
>Sehr viel. Asphalt ist so gut wie nie sauber, frei von Schmutz, Oel,
>Sand, Staub oder sonstwas.

Ach so ja, Eure tollen Super-Rad-wegs auf Krypton. Hier ist der
Asphalt auch auf schwach befahrenen Nebenstrassen so sauber, dass es
locker reicht, um das Hinterrad voellig zu entlasten.

>Hint: Bei guter Schwerpunktverlagerung kommt ein Punkt, an dem
>man das Vorderrad eines Fahrrads zum Blockieren bekommen kann.

Auf Asphalt nicht. Da kann der Reifen 9-10m/s^2 uebertragen, waehrend
von der Geometrie selbst mit Schwerpunktverlagerung viel weniger geht.
Nur so zum Vergleich: August Auinger hatte auf seiner
125er-Renn-Maschine wesentlich bessere geometrische Verhaeltnisse (das
Motorrad war schwerer und er sass niedriger), und er hat trotzdem
ausschliesslich mit der Vorderradbremse gebremst.

>Das ist
>aus naheliegenden Gruenden besonders in Kurven mit ungesunden
>Konsequenzen verbunden.

Also gerade in Kurven wuerde ich es keinesfalls riskieren, dass das
Hinterrad anfaengt, wegzurutschen, und daher keinesfalls hinten
bremsen; sonst muss man gerade fahren, bis man das rutschende
Hinterrad wieder eingefangen hat.

Ansonsten gibt es da gibt eine schoene Rechnung: Da die Geometrie
schon bei ca. 6m/s^2 dem Bremsvermoegen ein Ende setzt, bleibt bei
gutem Grip noch ordentlich Reserve fuer mehr Schraeglage als sich die
meisten Radfahrer auch ohne Bremse trauen. Aus einem Posting von mir
vom 13.8.1999:

|Kleines Rechenbeispiel: Nehmen wir an, der Reifen kann 9m/s^2 an
|Beschleunigung uebertragen (42 Grad Schraeglage). Nehmen wir weiters
|an, dass der Fahrer eine Bremsung mit 6m/s^2 macht (dabei ist bei
|Rennraedern das Hinterrad angeblich voellig entlastet und kann nichts
|mehr zur Bremsung beitragen). Dann kann das Rad immer noch
|ca. 6.7m/s^2 an Seitenbeschleunigung uebertragen (34 Grad
|Schraeglage). Allerdings duerfte es nicht jedermanns Sache sein, auf
|dem Vorderrad balancierend um die Kurve zu fahren.

Rolf Mantel

unread,
May 7, 2015, 9:50:01 AM5/7/15
to
Am 06.05.2015 um 18:48 schrieb Joerg:
> On 2015-05-06 8:22 AM, Anton Ertl wrote:
>> Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:

>>> Das ist nicht so. Ohne hintere Bremse muesste man auf harten Trails mit
>>> deutlich laengeren Fahrzeiten rechnen.
>>
>> Was hat das mit einer Notbremsung auf Asphalt zu tun?
>
> Sehr viel. Asphalt ist so gut wie nie sauber, frei von Schmutz, Oel,
> Sand, Staub oder sonstwas. Der Unterschied zum Trail-Fahren ist damit
> graduell.

Der Unterschied liegt bei den meisten Fahrrädern in der Größenordnung
von my = 0,6. Bei my > 0,6 wird das Optimum nur mit der Vorderradbremse
erreicht, bei my < 0,6 muss die Hinterradbremse mithelfen. Auf Trails
hast du immer geringe Gleitreibung, und deshalb musst du mit dem MTB die
Hinterbremse benutzen.

Auf Asphalt brauchst du die Hinterbremse nur bei Regen oder sichtbar
dreckiger Fahrbahn.

Joerg

unread,
May 7, 2015, 10:51:02 AM5/7/15
to
On 2015-05-07 6:01 AM, Anton Ertl wrote:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> writes:
>> Sehr viel. Asphalt ist so gut wie nie sauber, frei von Schmutz, Oel,
>> Sand, Staub oder sonstwas.
>
> Ach so ja, Eure tollen Super-Rad-wegs auf Krypton. Hier ist der
> Asphalt auch auf schwach befahrenen Nebenstrassen so sauber, dass es
> locker reicht, um das Hinterrad voellig zu entlasten.
>

Mir und anderen ist es in Europien (genauer gesagt Aachener Gegend,
Ostbelgien und Bergisches Land) mehrfach passiert, dass das Vorderrad
blockiert. Da geht einem was auf Grundeis. Gelegentlich fliesst danach Blut.


>> Hint: Bei guter Schwerpunktverlagerung kommt ein Punkt, an dem
>> man das Vorderrad eines Fahrrads zum Blockieren bekommen kann.
>
> Auf Asphalt nicht. Da kann der Reifen 9-10m/s^2 uebertragen, waehrend
> von der Geometrie selbst mit Schwerpunktverlagerung viel weniger geht.
> Nur so zum Vergleich: August Auinger hatte auf seiner
> 125er-Renn-Maschine wesentlich bessere geometrische Verhaeltnisse (das
> Motorrad war schwerer und er sass niedriger), und er hat trotzdem
> ausschliesslich mit der Vorderradbremse gebremst.
>

Auf einem manikuerten Rennparcour kann das gehen, auf druchschnittlichen
Strassen nicht.


>> Das ist
>> aus naheliegenden Gruenden besonders in Kurven mit ungesunden
>> Konsequenzen verbunden.
>
> Also gerade in Kurven wuerde ich es keinesfalls riskieren, dass das
> Hinterrad anfaengt, wegzurutschen, und daher keinesfalls hinten
> bremsen; sonst muss man gerade fahren, bis man das rutschende
> Hinterrad wieder eingefangen hat.
>

Bei einem wegrutschenden Hinterrad sollte (in gewissen Grenzen
natuerlich) jeder Zweiradfahrer wissen, wie er reagiert. Das ist einer
der Gruende, warum die Sohlen meiner auf dem MTB benutzten Treter nicht
lange halten.


> Ansonsten gibt es da gibt eine schoene Rechnung: Da die Geometrie
> schon bei ca. 6m/s^2 dem Bremsvermoegen ein Ende setzt, bleibt bei
> gutem Grip noch ordentlich Reserve fuer mehr Schraeglage als sich die
> meisten Radfahrer auch ohne Bremse trauen. Aus einem Posting von mir
> vom 13.8.1999:
>
> |Kleines Rechenbeispiel: Nehmen wir an, der Reifen kann 9m/s^2 an
> |Beschleunigung uebertragen (42 Grad Schraeglage). Nehmen wir weiters
> |an, dass der Fahrer eine Bremsung mit 6m/s^2 macht (dabei ist bei
> |Rennraedern das Hinterrad angeblich voellig entlastet und kann nichts
> |mehr zur Bremsung beitragen). Dann kann das Rad immer noch
> |ca. 6.7m/s^2 an Seitenbeschleunigung uebertragen (34 Grad
> |Schraeglage). Allerdings duerfte es nicht jedermanns Sache sein, auf
> |dem Vorderrad balancierend um die Kurve zu fahren.
>


Tja, und einem Bekannten ist auf Asphalt trotzdem das Vorderrad
weggerutscht. Soviel zur realen Welt.

Joerg

unread,
May 7, 2015, 10:54:50 AM5/7/15
to
Blitzsauberen Asphalt hat man nur selten. Z.B. in einem Neubaugebiet, wo
die Grundstuecke noch nicht bebaut sind und daher so gut wie kein
Verkehr stattfindet. Man kann auch nicht immer von normaler Sitzposition
ausgehen. Wenn es eng wird, gehe ich weit hinter den Sattel und mit dem
Hintern fast auf den Hinterreifen bzw. beim RR Gepaecktraeger.

Thomas Bliesener

unread,
May 7, 2015, 1:08:04 PM5/7/15
to
Anton Ertl schrieb:
> Aus einem Posting von mir vom 13.8.1999:
>
> |Kleines Rechenbeispiel: Nehmen wir an, der Reifen kann 9m/s^2 an
> |Beschleunigung uebertragen (42 Grad Schraeglage). Nehmen wir weiters
> |an, dass der Fahrer eine Bremsung mit 6m/s^2 macht (dabei ist bei
> |Rennraedern das Hinterrad angeblich voellig entlastet und kann nichts
> |mehr zur Bremsung beitragen). Dann kann das Rad immer noch
> |ca. 6.7m/s^2 an Seitenbeschleunigung uebertragen (34 Grad
> |Schraeglage).

Interessante Betrachtung. (Fehlt noch der empirische Beweis. ;)

> |Allerdings duerfte es nicht jedermanns Sache sein, auf
> |dem Vorderrad balancierend um die Kurve zu fahren.

Es gibt Leute, die schaffen das: <https://youtu.be/7ZmJtYaUTa0?t=1m19s>
--
bli

Joerg

unread,
May 7, 2015, 3:21:48 PM5/7/15
to
Gibt viele, die das hinkriegen:

https://www.youtube.com/watch?v=PMTHEQnUqto

Dafuer bin ich inzwischen zu alt.

Selbst auf Asphalt sollte man fuer Notbremsungen beide Bremsen benutzen
wie im Video unten, aber Anton wird das eh nicht glauben :-)

https://www.youtube.com/watch?v=bsSRHXTG7vg

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 9, 2015, 1:35:24 AM5/9/15
to
In message <554546...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> Es gibt sogar Reifen, die sind ausschließlich für die Bahn und
> nichteinmal für Straßenrennen brauchbar.

Ich verstehe bis jetzt nicht, was die Eisenbahn damit zu tun hat. Ich
dachte immer, die kommt ohne Reifen aus und fährt auf Stahl?

A.

--
RISC OS running on Raspberry Pi
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Harry Mogelsen

unread,
May 9, 2015, 6:18:23 AM5/9/15
to
On Sat, 09 May 2015 07:29:47 +0200 Alexander Ausserstorfer wrote:

>In message <554546...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Es gibt sogar Reifen, die sind ausschließlich für die Bahn und
>> nichteinmal für Straßenrennen brauchbar.
>
>Ich verstehe bis jetzt nicht, was die Eisenbahn damit zu tun hat.

Bei dem, was man von dir hier so liest, scheinst du vieles nicht zu
verstehen und wenn, dann auch nur äusserst laaaaaaaaangsaaaaaaaaaam.
Übrigens stand nirgenwo was von _Eisen_bahn und einen Ironieanzeiger
deinerseits habe ich auch nicht entdecken können - der wäre aber bei
so Naivlingen, wie du hier einen abgibst, allemal angebracht gewesen.
http://www.radsport-in-koeln.de/index.php?id=84

>Ich dachte immer, die kommt ohne Reifen aus und fährt auf Stahl?

Bei uns macht im Sommer eine kleine Bimmelbahn als Touristenattraktion
auf normalen Gummipneus die beliebten Stadtrundfahrten. Da guckste wa?

Gerald E:scher

unread,
May 9, 2015, 11:50:21 AM5/9/15
to
Am 09.05.15 um 07:29 schrieb Alexander Ausserstorfer:
> In message <554546...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Es gibt sogar Reifen, die sind ausschließlich für die Bahn und
>> nichteinmal für Straßenrennen brauchbar.
>
> Ich verstehe bis jetzt nicht, was die Eisenbahn damit zu tun hat.

Gar nichts. Kennst du keine Radrennbahnen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Radrennbahn

> Ich dachte immer, die kommt ohne Reifen aus

Das auch wieder nicht, die benutzen aufgeschrumpfte Reifen aus Stahl.

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 10, 2015, 4:49:55 AM5/10/15
to
In message <554E2CBE...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

>>> Es gibt sogar Reifen, die sind ausschließlich für die Bahn und
>>> nichteinmal für Straßenrennen brauchbar.
>>
>> Ich verstehe bis jetzt nicht, was die Eisenbahn damit zu tun hat.
>
> Gar nichts. Kennst du keine Radrennbahnen?
> https://de.wikipedia.org/wiki/Radrennbahn

Danke für den Link.

Nein, wusste ich nicht. Woher auch? Sowas Komisches gibt's bei uns hier
nicht. Und ich verstehe auch den Sinn davon nicht.

Alexander Ausserstorfer

unread,
May 10, 2015, 4:49:56 AM5/10/15
to
In message <kkmrkap0pbl5tpe4s...@4ax.com>
Harry Mogelsen <Torkel...@fahr-zur-hoelle.org> wrote:

>>> Es gibt sogar Reifen, die sind ausschließlich für die Bahn und
>>> nichteinmal für Straßenrennen brauchbar.
>>
>> Ich verstehe bis jetzt nicht, was die Eisenbahn damit zu tun hat.
>
> Bei dem, was man von dir hier so liest, scheinst du vieles nicht zu
> verstehen und wenn, dann auch nur äusserst laaaaaaaaangsaaaaaaaaaam.
> Übrigens stand nirgenwo was von _Eisen_bahn und einen Ironieanzeiger
> deinerseits habe ich auch nicht entdecken können - der wäre aber bei
> so Naivlingen, wie du hier einen abgibst, allemal angebracht gewesen.
> http://www.radsport-in-koeln.de/index.php?id=84

Da steht wieder nur was von Bahn. Eisenbahn? Eisbahn? Keine Ahnung, was
das ist. Ich für meinen Teil fahre mit einem Fahrrad auf der Straße.

>> Ich dachte immer, die kommt ohne Reifen aus und fährt auf Stahl?
>
> Bei uns macht im Sommer eine kleine Bimmelbahn als Touristenattraktion
> auf normalen Gummipneus die beliebten Stadtrundfahrten. Da guckste wa?

Du meinst wahrscheinlich einen Zug auf Reifen statt auf Gleisen. Das
Teil fährt aber auf der Straße. Wo ist da die Bahn?
Message has been deleted

Gerald E:scher

unread,
May 10, 2015, 2:36:23 PM5/10/15
to
Am 10.05.15 um 14:50 schrieb Markus Merkl:
> Am 10.05.2015 um 10:26 schrieb Alexander Ausserstorfer:
>> In message <554E2CBE...@ID-37099.user.uni-berlin.de>
>> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>>
>>>>> Es gibt sogar Reifen, die sind ausschließlich für die Bahn und
>>>>> nichteinmal für Straßenrennen brauchbar.
>>>>
>>>> Ich verstehe bis jetzt nicht, was die Eisenbahn damit zu tun hat.
>>>
>>> Gar nichts. Kennst du keine Radrennbahnen?
>>> https://de.wikipedia.org/wiki/Radrennbahn
>>
>> Danke für den Link.
>>
>> Nein, wusste ich nicht. Woher auch? Sowas Komisches gibt's bei uns hier
>> nicht.

Augsburg ist weit weg?

>> Und ich verstehe auch den Sinn davon nicht.
>
> Kein Wunder: die wird ausschließlich zum Sport verwendet.

Und zur Volksbelustigung. Früher jedenfalls.
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Joerg

unread,
May 12, 2015, 11:56:44 AM5/12/15
to
On 2015-05-12 7:54 AM, Kaí ŧeranskí wrote:
> Rolf Mantel schrieb:
> In Entwicklungsländern gilt das aber nicht.
>

Auch in grossen Laendern nicht. Hier eine Etappe der derzeit gerade
stattfindenden Amgen Tour, McCormick Road, Solano County:

http://www.sacbee.com/news/local/1hhk32/picture20650863/ALTERNATES/FREE_960/J1_RP_AMGEN_dust

Hier werden uebrigens weitgehend 25mm Reifen gefahren, wie sie auch auf
meinem RR sind. Das Bild zeigt einen Grund dafuer.
Message has been deleted

Gerald E:scher

unread,
May 12, 2015, 7:12:24 PM5/12/15
to
Am 12.05.15 um 22:37 schrieb Kaí ŧeranskí:
> Gerald E:scher schrieb:
>
>> Dicke Schläuche wie Schwalbe Nr. 13D und 13F halten Durchschläge besser
>> aus, sie werden für Downhill und dgl. angeboten. Für Alexander ist dies
>> aber nicht relevant.
>
> Ich habe ja den Verdacht, dass "Joerg" auf seinen Alltagswegen Dinge
> macht, die von Downhill nicht mehr allzu weit entfernt sind.

Die Fotos von seinen Strecken, die er irgendwann vor Monaten verlinkt
hat, haben nicht sehr nach Downhill ausgesehen.

Rolf Mantel

unread,
May 13, 2015, 3:00:01 AM5/13/15
to
Am 12.05.2015 um 17:56 schrieb Joerg:
> On 2015-05-12 7:54 AM, Kaí ŧeranskí wrote:
>> Rolf Mantel schrieb:

>>> Auf Asphalt brauchst du die Hinterbremse nur bei Regen oder sichtbar
>>> dreckiger Fahrbahn.
>>
>> In Entwicklungsländern gilt das aber nicht.
>
> Auch in grossen Laendern nicht.[Photo von Kiesstraße]

Auch in großen Ländern braucht man auf Asphaltstrapen die Hinterbremse
nur bei Regen oder dreckiger Fahrbahn. Auf Kiesstraßen sieht das
natürlich anders aus.

Message has been deleted

Gerald E:scher

unread,
May 13, 2015, 12:34:43 PM5/13/15
to
Am 13.05.15 um 16:36 schrieb Klaus Mueller:
> Es gibt halt auch große Entwicklungsländer.

Meinst du das Entwicklungsland, das für einigen Jahren tatsächlich einen
Steirabua zum Gouverneur gewählt hat?

Joerg

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May 13, 2015, 8:08:19 PM5/13/15
to
On 2015-05-12 1:37 PM, Kaí ŧeranskí wrote:
> Gerald E:scher schrieb:
>
>> Am 04.05.15 um 01:42 schrieb Ulli Horlacher:
>>> Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:
>>>> In message <cqk4gf...@mid.individual.net>
>>>> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>>>>
>>>>> Wenn Dir die paar Prozent Leistungsabfall nichts ausmachen, versuche
>>>>> mal fette Schlaeuche. Ich will nie wieder zurueck zu duennen
>>>>> Varianten. Keine Platten mehr, nachpumpen nur noch selten.
>>>
>>> Lass dir von dem Ami-Maerchenerzaehler keine Braunbaeren aufbinden.
>>> Die Dicke von Schlaeuche hat nichts mit der Plattenhaeufigkeit zu tun.
>>
>> Dicke Schläuche wie Schwalbe Nr. 13D und 13F halten Durchschläge besser
>> aus, sie werden für Downhill und dgl. angeboten. Für Alexander ist dies
>> aber nicht relevant.
>
> Ich habe ja den Verdacht, dass "Joerg" auf seinen Alltagswegen Dinge
> macht, die von Downhill nicht mehr allzu weit entfernt sind.
>

Beinharte Downhill Etappen sind nur wenige dabei. Aber sehr viel Geroell
und Felspisten, mit 20-30km/h gefahren. Durchschlaege sind auch auf
Strassen mit Schlagloechern haeufig. Dann haben wir die Goat Head
Dornen, welche locker 7-10mm lang sein koennen und sogar schonmal
Autoreifen plaetten. Je mehr Gummi zwischen einem gequetschten Reifen
und der Felge ist, und je laenger ein Dorn sein muss um durchzudringen,
umso weniger Platten gibt es. Das ist an sich ein sehr einfacher
Zusammenhang, ausser fuer Gerald.

Fakt ist, seit Umruestung auf fette Schlaeuche am RR im Fruehjahr
letzten Jahren und am MTB Anfang dieses Jahres hatte ich nicht einen
Platten. Vorher fast jede zweite Woche. Es handelt sich hier um einige
tausend Kilometer, da kann man schon klare Aussagen treffen, wenn man
vorher und nachher die gleichen Strecken gefahren ist. Beim MTB ist
zusaetzlich Mr.Tuffy Pannenband plus noch ein darueber geschobener
weiterer Schlauch in jedem Rad (mehr damit das nicht scheuert).

Bin gerade von 57km Gelaendefahrt zurueck. Diese Strecke ist voll von
Goat Head Dornen und Geroell.

https://en.wikipedia.org/wiki/Tribulus_terrestris#/media/File:Trte_003_lhp.jpg
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Alexander Ausserstorfer

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May 14, 2015, 3:02:23 AM5/14/15
to
In message <cqsb1r...@mid.individual.net>
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

> Dicke Schlaeuche halten bei Karkassenschaeden deutlich besser als
> duenne.

Ich habe da mal nach Informationen gesucht. Leider wird die
Wanddicke scheinbar nirgendwo angegeben. Im Continental-Katalog fand ich
nur Hinweise darauf, dass Schläuche für Freeride und Downhill wesentlich
schwerer und damit wohl auch dicker sein müssen als z. B. für Rennsport.

Vielleicht bestelle ich bei Gelgenheit 'mal welche mit. So, wie's
momentan aber aussieht, kommt das neue Fahrrad doch schon im September
dieses Jahres.

Nach etwas mehr als zwei Jahren und ca. 20.000 km sind meine beiden
Felgen allmählich schon wieder fertig. Die Rohloff hat jetzt nach etwa
3 1/2 Jahren über 30.000 km drauf. Und die Magura HS 33 sowie der
Nabendynamo sind nach 9 Jahren und geschätzte 60.000 km eh allmählich
fertig. Die Rohloff könnte noch einige Kilometer laufen, aber ich bin
echt am Überlegen, ob ich da noch viel investiere.

Eigentlich wollte ich ja erst nächstes Jahr im April zu einem neuen
Fahrrad greifen. Aber das wird mir jetzt wohl doch zu kritisch. Und für
nicht einmal ein Jahr will ich nicht den Aufwand betreiben, das Fahrrad
noch einmal mit neuen Felgen zu versehen und neu einzuspeichen.

Ich bin mich zwar momental wirklich enorm am Umsehen. Aber vermutlich
wird es wieder ein Simplon Kagu, mit speziellen Umbauten. Wenn's gar
nicht anders geht, baue ich es halt nachträglich selbst um. Irgendwie
finde ich aber nicht wirklich was brauchbares als Komplettrad auf dem
Markt.

Der Race King hat jetzt etwas über 400 km drauf. Vorne wirkt das Profil
derzeit noch immer wie neu. Hinten bemerkt man eigentlich nur an den
in der Mitte der Lauffläche fehlenden abstehenden Gummistoppeln eine
Abnutzung. Vorne fahre ich ihn jetzt mit ca. 2 bar, hinten mit 2,5.
Alles darüber ist mir einfach zu hart.

Bisher hat er sich vollkommen bewährt. Auf den Straßen hier rutsche ich
damit endlich nicht mehr so herum. Und auch durchgeschüttelt werde ich
bei weitem nicht mehr so stark wie zuvor.

Fairerweise muss man sagen, dass ich den TopContact II zu einer Zeit
gekauft habe, als ich solche Straßen noch nicht so intensiv fahren
musste. Jetzt liegen die Teile halt hier herum.

Auf solchen Straßen bin ich derzeit hauptsächlich unterwegs:

http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0351.jpg (75 KB)
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0355.jpg (115 KB)
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0357.jpg (100 KB)
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0360.jpg (151 KB)
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0361.jpg (63 KB)

Nichts besonderes, könnte man meinen. Und trotzdem sind da Big Apple und
TopContact (II) meiner Erfahrung nach bereits überfordert. Der Race King
funktioniert da viel besser.

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Joerg

unread,
May 14, 2015, 10:46:20 AM5/14/15
to
On 2015-05-14 12:01 AM, Alexander Ausserstorfer wrote:
> In message <cqsb1r...@mid.individual.net>
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>
>> Dicke Schlaeuche halten bei Karkassenschaeden deutlich besser als
>> duenne.
>
> Ich habe da mal nach Informationen gesucht. Leider wird die
> Wanddicke scheinbar nirgendwo angegeben. Im Continental-Katalog fand ich
> nur Hinweise darauf, dass Schläuche für Freeride und Downhill wesentlich
> schwerer und damit wohl auch dicker sein müssen als z. B. für Rennsport.
>

Als mir der Fedex-Fahrer das Paket gab, ist es mir fast aus der Hand
gefallen, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass 29" Schlaeuche je
fast ein Kilogramm wiegen koennen. Jedenfalls hat sich diese Investition
beim MTB wie auch beim RR voll gelohnt. Ich mag Platten ueberhaupt nicht.


> Vielleicht bestelle ich bei Gelgenheit 'mal welche mit. So, wie's
> momentan aber aussieht, kommt das neue Fahrrad doch schon im September
> dieses Jahres.
>

Das dauert ja lange. Muessen erst zwei Kagus ein kleines zeugen und
aufziehen? :-)


> Nach etwas mehr als zwei Jahren und ca. 20.000 km sind meine beiden
> Felgen allmählich schon wieder fertig. Die Rohloff hat jetzt nach etwa
> 3 1/2 Jahren über 30.000 km drauf. Und die Magura HS 33 sowie der
> Nabendynamo sind nach 9 Jahren und geschätzte 60.000 km eh allmählich
> fertig. Die Rohloff könnte noch einige Kilometer laufen, aber ich bin
> echt am Überlegen, ob ich da noch viel investiere.
>

So teure Sachen und schon "fertig"? Wenn das wirklich alles im Eimer
ist, wuerde ich dieses Geld beim naechsten Mal in preiswerteres
investieren. Selbst meine Shimano 600 Chose hat mehr als 60000km und
ueber 30 Jahre hinter sich und da ist nix alt. Ausser dass man jetzt
fast keine Zahnkraenze mehr dafuer bekommt, aber nach einem Tip von Bodo
kam gestern ein HG50 Kranz zum Zerlegen und Anpassen an. Ok, die
Freilaufnabe ist nicht mehr top fit, doch 5000-10000km hoffe ich aus der
noch rauszuholen. Danach ist vermutlich auch die Felge durch und ich
werde voll dekadent ein neues Laufrad kaufen.


> Eigentlich wollte ich ja erst nächstes Jahr im April zu einem neuen
> Fahrrad greifen. Aber das wird mir jetzt wohl doch zu kritisch. Und für
> nicht einmal ein Jahr will ich nicht den Aufwand betreiben, das Fahrrad
> noch einmal mit neuen Felgen zu versehen und neu einzuspeichen.
>
> Ich bin mich zwar momental wirklich enorm am Umsehen. Aber vermutlich
> wird es wieder ein Simplon Kagu, mit speziellen Umbauten. Wenn's gar
> nicht anders geht, baue ich es halt nachträglich selbst um. Irgendwie
> finde ich aber nicht wirklich was brauchbares als Komplettrad auf dem
> Markt.
>

Verstehe ich nicht. Wenn der Rahmen am jetzigen Kagu noch gut ist,
sollte eine Restaurierung guenstiger sein. Die Rohloff ist vermutlich
das teuerste Einzelteil, doch die sollen beinahe ewig halten, solange
man regelmaessig Oelwechsel macht.


> Der Race King hat jetzt etwas über 400 km drauf. Vorne wirkt das Profil
> derzeit noch immer wie neu. Hinten bemerkt man eigentlich nur an den
> in der Mitte der Lauffläche fehlenden abstehenden Gummistoppeln eine
> Abnutzung. Vorne fahre ich ihn jetzt mit ca. 2 bar, hinten mit 2,5.
> Alles darüber ist mir einfach zu hart.
>

Die meisten MTB Fahrer sind hier mit 2bar oder noch weniger unterwegs.
Und haben staendig Platten ...


> Bisher hat er sich vollkommen bewährt. Auf den Straßen hier rutsche ich
> damit endlich nicht mehr so herum. Und auch durchgeschüttelt werde ich
> bei weitem nicht mehr so stark wie zuvor.
>

Hast Du mal ein vollgefedertes MTB gefahren? Wenn ich lange
Feldwegstrecken ohne Downhill vor mir habe, lasse ich schonmal den Druck
im hinteren Zylinder auf 9-10bar ab. Dann faehrt sich das so komfortabel
wie ein Citroen DS21 oder ein Lincoln Town Car, wie eine Saenfte. Weit
besser als mein Gelaendewagen. Nur ist das teuer, der hintere Daempfer
zeigt bei mir nach weniger als 2000km schon Alterserscheinungen. Wenn er
aufgibt, kommt eine haertere Downhill-Version rein, auch wenn das
Fahrkomfort kostet. Bei Deinen Strecken wuerde er sehr lange halten.


> Fairerweise muss man sagen, dass ich den TopContact II zu einer Zeit
> gekauft habe, als ich solche Straßen noch nicht so intensiv fahren
> musste. Jetzt liegen die Teile halt hier herum.
>
> Auf solchen Straßen bin ich derzeit hauptsächlich unterwegs:
>
> http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0351.jpg (75 KB)
> http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0355.jpg (115 KB)
> http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0357.jpg (100 KB)
> http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0360.jpg (151 KB)
> http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0361.jpg (63 KB)
>
> Nichts besonderes, könnte man meinen. Und trotzdem sind da Big Apple und
> TopContact (II) meiner Erfahrung nach bereits überfordert. Der Race King
> funktioniert da viel besser.
>

Da ist ein Reifen ueberfordert? Sowas gilt bei hiesigen MTB Fahrer als
Schnellstrasse und ich fahre solche Strecken regelmaessig mit dem RR
(Conti Gatorskin mit 7.5bar).

Das wuerde bei uns mancher sogar auf dem Einrad fahren :-)

http://s3-media1.ak.yelpcdn.com/bphoto/ILHLkzip8RNyrsoZddnklA/l.jpg

Joerg

unread,
May 14, 2015, 10:54:41 AM5/14/15
to
Dienstag abend hatte ich wieder so eine Begegnung der besonderen Art.
Bin was mehr in die Fahrbahn, damit an dieser engen Stelle keiner ohne
Spurwechsel ueberholt. Reiner Asphalt. Blauer Porsche 911 gab Gas,
wechselte die Spur, zog knapp vor mir wieder auf die rechte Spur und bog
direkt vor mir unter heftigem Bremsen rechts ab. Zum Glueck war ich auf
dem Panzer, der gut packende Scheibenbremsen hat. Vorderrad an der
Grenze zum Schubbern, Hintern tief hinter dem Sattel, Hinterreifen liess
kurz ein blaues Woelkchen ab. Ohne hintere Bremse waere das knapp
geworden oder haette gerade eben nicht mehr gereicht.

Ich hatte volle Festbeleuchtung an und der Fahrer hat mich definitiv
gesehen. Vielleicht brauche ich doch eine mitlaufende Kamera am Lenker,
um solche arroganten Typen erfolgreich anzeigen zu koennen. Am MTB nicht
ganz einfach.

Gerald E:scher

unread,
May 15, 2015, 7:51:19 PM5/15/15
to
Am 14.05.15 um 09:01 schrieb Alexander Ausserstorfer:
> In message <cqsb1r...@mid.individual.net>
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>
>> Dicke Schlaeuche halten bei Karkassenschaeden deutlich besser als
>> duenne.
>
> Ich habe da mal nach Informationen gesucht. Leider wird die
> Wanddicke scheinbar nirgendwo angegeben.

http://www.kendatire.com/de/fahrrad/schlaeuche/bicycle-tubes/

Das Schlauchgewicht lässt sich als Orientierung verwenden. Doppeltes
Gewicht bei gleicher Dimension heißt logischerweise doppelte Wandstärke.

> Vielleicht bestelle ich bei Gelgenheit 'mal welche mit.

Hinausgeschmissenes Geld, du fährst nicht über Stock und Stein.

> Die Rohloff hat jetzt nach etwa
> 3 1/2 Jahren über 30.000 km drauf.
[...]
> Die Rohloff könnte noch einige Kilometer laufen, aber ich bin
> echt am Überlegen, ob ich da noch viel investiere.

Die Rohloff ist gerade gut eingefahren.

> Auf solchen Straßen bin ich derzeit hauptsächlich unterwegs:

> http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/Foto0357.jpg (100 KB)

Bei solchen Straßenverhältnissen sind Reifen mit Stollenprofil ziemlich
sinnvoll. Den Gatschlacken durchs nasse Gras ausweichen, wird mit Slicks
ziemlich rutschig.

Dein vorderer Kotflügel ist übrigens zu kurz.
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