On 2015-05-04 3:26 PM, Markus Luft wrote:
> On Mon, 04 May 2015 13:09:50 -0700, Joerg wrote:
>
>> On 2015-05-03 9:56 AM, Markus Luft wrote:
>>> On Sun, 03 May 2015 05:41:10 +0200, Alexander Ausserstorfer wrote:
>>>
>>>> In message <
slrnmkb23s....@bli.melix.mx>
>>>> Thomas Bliesener <
usen...@melix.mx> wrote:
>>>>
>>>>>> Mir war die kurze Blockierbremsung als Ursache daher nicht klar,
>>>>>> weil die bei einem anderen Reifen schlimmstenfalls zu einer kaum
>>>>>> sichtbaren Flachstelle geführt hätte.
>>>>>
>>>>> Auch auf sehr rauhem Asphalt? Ein Hintermann hat mal akustisch sehr
>>>>> eindrucksvoll demonstriert, daß man auf geeignetem Untergrund mit
>>>>> einer kurzen Blockierbremsung einen Reifen schrotten kann.
>>>>
>>>> Gilt das jetzt generell oder nur für BlackChili?
>>>>
>>> Warum sollte eine Komponente, welche seit den 20ern des vorigen
>>> Jahrtausends Reifen zugesetzt wird um diese u.A. *abriebfester* zu
>>> machen, dafür verantwortlich sein, daß man sich schneller einen
>>> Bremsplatten holt? Und warum haben dann nicht sehr viele ein Problem
>>> mit Bremsplatten?
>>
> [Bremsplatten nach Gefahrenbremsung]
>> Er hat offenbar den Preis fuer sehr leichte Schlaeuche bezahlt. Bei mir
>> waeren nach dem Geflecht nochmal 3mm Schlauchgummi gekommen.
>>
> 3 mm am Rennrad? Ernsthaft?
Jaha. Ein Bekannter schuettelte ebenfalls den Kopf wegen der nun hohen
rotierenden Masse. Bis ich ihm sagte, seit wann ich keine Platten mehr
hatte.
> Dünne Schläuche führen nicht zu Platten¹.
Klar tun die das. Habe ich zigmal erlebt: Man kommt in die Garage, will
mal eben zur Post ... Mist! Platt. Reifen runter, Schlauch flicken,
danach mit den Fingerkuppen langsam innen durch die Karkasse ... autsch
... etwas Blut fliesst. Ein abgebrochener Dorn ragt ein ganz klein wenig
nach innen hinein. Durch den ueblichen Kondomstaerke-Schlauch geht der
locker durch und man hat am frisch montierten Reifen sofort wieder Platten.
Es hat schon seinen Grund, warum die Schlaeuche fuer Gelaendemoppeds
ebenfalls (fast) so dick sind wie die in meinem MTB.
Quetschplatten sind das andere Problem. Das Paradebeispiel war eine enge
Talmulde mit im letzten Moment auftauchendem gebrochenem Felsstueck ...
RATTATOCK ... *BU-BUMPF* ... ich musste die Fuhre erstmal im Lot
behalten und konnte den nachfolgenden Fahrer nicht warnen. Der dueste
mit dergleichen Geschwindigkeit durch und wog sogar weniger als ich. Das
Resultat: Bei meinem MTB ... nix. Beim anderen Fahrer beide Pneus platt.
Ausgebaut, duenne Schlaeuche, typisches Muster von Quetschplatten. M.W.
nennt Ihr das Snake Bites. Also waren wir erstmal mit Flicken
beschaeftigt und dann muehsam mit der winzigen Pumpe aufpusten.
> ... Beim Bremsplatten (warum bremst
> man bei einer Gefahrenbremsung auch hinten?) ist das eh wurscht.
Noe. 3mm mehr ist eine Menge Holz, die kriegst Du nicht in ein paar
Metern Bremsweg abgeraucht.
Bei Notbremsungen kann man nicht immer so fein dosieren. ABS haben meine
Fietsen jedenfalls noch nicht.
> Schlauch kost nix.
Nach Hause schieben kostet Zeit.
> Bei so extrem fetten Schläuchen am RR kann man auch gleich die billigsten
> Reifen kaufen, denn Fahrkomfort und Leichtlauf sind dahin.
Am RR bemerkte ich keinen Unterschied, ausser dass dass es jetzt ein
wenig mehr wiegt. Am MTB auf Asphalt hat es Nachteile, da sackte mein
Durchschnitt erstmal um 1-2km/h ab. Im Gelaende faehrt sich's aber
angenehmer, fuehlt sich alles robuster an.
Und ja, man kann billigere Reifen fahren, da deren Laufflaeche nicht
mehr das Gros der Pannensicherheit bieten muss. Beim MTB ist das ein
erheblicher Vorteil, weil Hinterreifen dort nicht laenger als 800km
leben und damit einen erheblichen Kostenfaktor darstellen.
> Das ist so wie feinen, leichten Tabak in Pappe zu wickeln...
Oder Maxorka in ein filigranes Gitanes-Papierchen, das dann erstmal
anfangen wuerde zu fackeln :-)
> Richtig feine Reifen fährt man mit Latexschläuchen und natürlich ohne
> Pannenschutz.
>
Dann versuche das mal in unserer Gegend. Suche Dir aber vorher jemanden,
der Dich mit dem Auto nach Hause holen kann und fahre nicht ausser
Handy-Reichweite (das geht hier schnell).
> ¹ Eher sogar im Gegenteil.
>
Das stimmt nicht. Mein MTB und das RR sind fuer mich ein klarer Beleg.
Frueher musste ich staendig flicken. Am RR seit der Umstellung vor einem
Jahr (!) null Platten, am MTB nach Umstellung dito. Allerdings sind im
MTB zusaetzlich Mr.Tuffy Liner drin und ueber die ist nochmal Schlauch
gezogen. Also Guertel plus Hosentraeger plus noch ein Guertel. BTW, ich
bin nicht der einzige mit solcher Erfahrung. Um da hindurch zu kommen,
muss ein Dorn fast einen Zentimeter lang sein, genau senkrecht
eindringen und die Stabilitaet einer Stopfnadel haben.
Egal, soll jeder machen wie er will. Fuer mich ist der Vorteil dicker
Schlaeuche erwiesen wie es klarer kaum geht und daher bleibe ich dabei.
Besonders geniesse ich es, nicht mehr staendig nachpumpen zu muessen.
Einfach in die Garage gehen, draufhopsen und los.