On 2018-06-26 15:37, Juergen wrote:
> Am Tue, 26 Jun 2018 10:49:44 -0700 schrieb Joerg
>
>
>> On 2018-06-23 16:21, Juergen wrote:
>
>>> Habe dann
>>> die Bremsscheibe anschaut und festgestellt dass sie die letzte Hälfe der
>>> letzten Tour wohl runiert hatte, weil die alten Beläge stellenweise bis
>>> auf die Trägerplatte abgebremst waren. Die Scheibe hatte außen und innen
>>> Ringe mit einer Art "Orangenhaut", vermutlich von der Reibpaarung "Stahl
>>> auf Stahl".
>
>> Eisen auf Eisen sollte man aber hoeren.
>
> Hörte man auch - quietsch besonders beim Rollen - mit leicht gezogener
> Bremse ging das Geräusch weg. Aber was sollte ich mach 30 km von daheim?
>
Etwas zaghafter an Kreuzungen heranfahren und dabei moeglichst nur noch
mit der anderen Bremse bremsen. Die verlieren ja nicht gleichzeitig den
Restbelag. Notfalls die Belaege hinten und vorn tauschen, das geht ja
meist ambulant.
Langfristig sollte das auf die Checklist. Alle zwei bis drei Wochen
mache ich Grundwartung an beiden Fahrraedern. Kette reinigen und oelen,
Reifenflanken auf Schaeden kontrollieren, Bremsbelaege ansehen und so
weiter. Dann kann so etwas nicht passieren.
>>> Habe daraufhin eine neue Scheibe von Magura montiert, die ich vor 10
>>> Jahren mal gekauft hatte. Damit zog die Bremse schon nach zehn
>
>> Mit durch die alte kaputte Scheibe zerrieften Bremsbelaegen?
>
> So zerrieft waren die Bremsbeläge nicht. Das war mehr sichtbar denn
> fühlbar.
>
Wenn es sichtbar ist, dann waren mit einiger Sicherheit
Verhaertungsspuren drauf (sieht ein wenig verglast aus). Muss entweder
weggeschliffen werden oder neue Belaege, sonst bremst es schlecht.
Das erinnert mich an einen Mann aus Kenia, VW-Kaefer Fahrer. DOT3 war zu
teuer und er benutzte nigerianisches Bier als Bremsfluessigkeit. Warum
er denn nigerianisches und kein inlaendisches Bier nehme, wollte jemand
wissen. "Es bremst besser".
>> Meine $2-Bremsbelaege aus China packen so zu wie die fuer $16 vom FH,
>> halten aber etwa doppelt so lange. 1500-2000km je nach Gelaende. Die
>> teuren schafften keine 1000km. Die chinesischen sind von Hangzhou
>> Novich, sollen keramik-basiert sein wie bei Moppeds. Ob das stimmt,
>> weiss ich nicht, aber die Haltbarkeit deutet darauf hin. Ich habe davon
>> etliche Paare durch, also viele tausend Gelaendekilometer Erfahrung und
>> im Winter mit viel Schlammgespritze.
>
> Die von Alpha-Cycling sollen Halb-Metallisch sein, basierend auf
> Kevlar-Fasern, senthetischen Resin (Harz) und Kupfer-Partikeln.
> Letztlich das was hierzulande unter "organischen Bremsbelägen" läuft.
>
Resin-Belaege sind bei mir spaetestens nach 800km runter.
>> Ich vermute auch, dass die $16 Belaege ebenfalls aus China kommen, wenn
>> nicht gar von derselben Produktionsanlage. Nur dass da etliche Leute
>> unterwegs Profit absahnen.
>
> Man weiß es nicht. Bin gespannt wann die ersten Billigbeläge mit
> Kühlrippen auftauchen...
>
Oder mit Metalltraeger in knalliger chinesischer Bonbon-Farbe :-)
>> Wo es sich IME lohnt, Markenware zu nehmen, sind die Scheiben.
>
> Da ist der Preisvorteil der China-Ware nach meinen Recherchen auch
> deutlich geringer.
>
Man kann aus China schon Scheiben unter $10 bekommen, aber ob bei denen
der Stahl was taugt, ist fraglich. Viele sind auch nur fuer Resin
Belaege geeignet und das ist nix. Bremsscheiben sind auch kein
Kostenfaktor, da sie viele tausend km halten. Bei weitem nicht so lange
wie bei KFZ, aber immerhin.
Mein Traum waere eine CNC Fraese, mit der man Scheiben und aehnliches
selbst fertigen zu kann. Stahl ist nicht einfach zu fraesen, aber
vielleicht geht es, wenn man der Maschine je einen halben Tag dafuer
gibt. Dann bekaeme ich endlich Scheiben ohne die zig Loecher und mit
mehr Vollmaterial in der Mitte zur Waermeabfuhr.