mal wieder eine Spikes-Frage

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Helmut Fischer

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Oct 7, 2021, 4:12:35 AMOct 7
to
Moin,

wie ich letzten Winter beim Versuch, mich auf einem zugefrorenen
Wasserlauf unter die Schlittschuhläufer zu mischen, feststellen konnte,
waren die Spikes meiner 2011 am Winterrad montierten Marathon Winter
stumpf geworden, das bestätigte dann auch die Lupe. Also muss jetzt
langsam Ersatz her.

Einsatzort ist Stadt und Umland im Flachen, das Rad soll bei Schnee und
Eis den Einkauf nach hause und mich ins Grüne tragen. Es ist eine alte
Gazelle, passen würden da wieder der Schwalbe in 37-622, jetzt gibt es
von Continental mit dem Contact Spike auch vergleichbares. Gibt es hier
Erfahrungen bezüglich deren Haftung bei Glätte, Neigung zu
Spikes-Verlust etc., oder Alternativvorschläge?

Für meine Einsatzzwecke halte ich die Versionen mit 240 Spikes, also 4
Reihen, für geeigneter. Liege ich da richtig? Kurioserweise gibt es die
Schwalbe mit 2 Reihen nur mittig, die Conti mit 2 Reihen nur außen.

Danke und Grüße,

Helmut

Frank Möller

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Oct 7, 2021, 6:21:40 AMOct 7
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Helmut Fischer:

> wie ich letzten Winter beim Versuch, mich auf einem zugefrorenen
> Wasserlauf unter die Schlittschuhläufer zu mischen, feststellen konnte,
> waren die Spikes meiner 2011 am Winterrad montierten Marathon Winter
> stumpf geworden, das bestätigte dann auch die Lupe. Also muss jetzt
> langsam Ersatz her.

> Einsatzort ist Stadt und Umland im Flachen, das Rad soll bei Schnee und
> Eis den Einkauf nach hause und mich ins Grüne tragen. Es ist eine alte
> Gazelle, passen würden da wieder der Schwalbe in 37-622, jetzt gibt es
> von Continental mit dem Contact Spike auch vergleichbares. Gibt es hier
> Erfahrungen bezüglich deren Haftung bei Glätte, Neigung zu
> Spikes-Verlust etc., oder Alternativvorschläge?

Ich kenne nur die Conti Spike Claw (für MTBs), und das sind waschechte
Hakka W240 von Nokian (OEM-Fertigung Made in Finland).

Bei denen sind die Spike-Töpfe aus Edelstahl und die darin eingespreßten
Spikes aus extrem hartem Wolframkarbid. Diese Kombination sorgt für eine
sehr gute Haltbarkeit und gleichfalls für eine sehr gute Salzresistenz.

Bei dem Krempel von z. B. Schwalbe sind die Töpfe hingegen nur aus Alu und
die Spikes aus Edelstahl. Das taugt net.

Insofern würde ich herauskriegen wollen, wie das bei den Conti Contact
Spike geregelt ist. Original Hakka W240 von Nokian sind mittlerweile in D
leider kaum mehr zu bekommen.

> Für meine Einsatzzwecke halte ich die Versionen mit 240 Spikes, also 4
> Reihen, für geeigneter. Liege ich da richtig?

Mit weniger als 240 Spikes wird's bei Unebenheiten wie etwa vereisten
Grasbuckeln oder Spurrillen einfach zu unangenehm.

--

Sepp Ruf

unread,
Oct 7, 2021, 9:13:25 AMOct 7
to
Am 07.10.21 schrieb Frank Möller:
> Helmut Fischer:
>
>> wie ich letzten Winter beim Versuch, mich auf einem zugefrorenen
>> Wasserlauf unter die Schlittschuhläufer zu mischen, feststellen konnte,
>> waren die Spikes meiner 2011 am Winterrad montierten Marathon Winter
>> stumpf geworden, das bestätigte dann auch die Lupe. Also muss jetzt
>> langsam Ersatz her.
>
>> Einsatzort ist Stadt und Umland im Flachen, das Rad soll bei Schnee und
>> Eis den Einkauf nach hause und mich ins Grüne tragen. Es ist eine alte
>> Gazelle, passen würden da wieder der Schwalbe in 37-622, jetzt gibt es
>> von Continental mit dem Contact Spike auch vergleichbares. Gibt es hier
>> Erfahrungen bezüglich deren Haftung bei Glätte, Neigung zu
>> Spikes-Verlust etc., oder Alternativvorschläge?

Vorne am fast unbelasteten Hollandrad nicht stur an "4 Mindestbar" halten.

Es gibt schon etwas mehr als nur die antisuomischen Dumpingpuschen
"deutscher" Marken. U.a. in 35mm Routa TLR mit Semi- oder Vollbespikung.

> Ich kenne nur die Conti Spike Claw (für MTBs), und das sind waschechte
> Hakka W240 von Nokian (OEM-Fertigung Made in Finland).
>
> Bei denen sind die Spike-Töpfe aus Edelstahl und die darin eingespreßten
> Spikes aus extrem hartem Wolframkarbid. Diese Kombination sorgt für eine
> sehr gute Haltbarkeit und gleichfalls für eine sehr gute Salzresistenz.
>
> Bei dem Krempel von z. B. Schwalbe sind die Töpfe hingegen nur aus Alu und
> die Spikes aus Edelstahl. Das taugt net.
>
> Insofern würde ich herauskriegen wollen, wie das bei den Conti Contact
> Spike geregelt ist. Original Hakka W240 von Nokian sind mittlerweile in D
> leider kaum mehr zu bekommen.

gebrauchte 40mm im RHSlum:
<https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-bestandsliste.html?userId=20265491>

>> Für meine Einsatzzwecke halte ich die Versionen mit 240 Spikes, also 4
>> Reihen, für geeigneter. Liege ich da richtig?

Wen ohne Frostwetter das Dauergeknirsche hinten unterm
Gelsattel-Gazellesofa nicht stoert, bitte.

HC Ahlmann

unread,
Oct 7, 2021, 9:19:08 AMOct 7
to
Helmut Fischer <h_fi...@gmx.de> wrote:

> Für meine Einsatzzwecke halte ich die Versionen mit 240 Spikes, also 4
> Reihen, für geeigneter. Liege ich da richtig? Kurioserweise gibt es die
> Schwalbe mit 2 Reihen nur mittig, die Conti mit 2 Reihen nur außen.

Es kommt auf den Einsatzzweck an, ob innen oder außen angeordnete Spikes
besser sind.
Wer widerstandsarm schnell fahren und nur ein Sicherungsnetz vor
Abflügen in Kurven haben will, wählt außen liegende Spikes. Wer
Traktions- und Führungsprobleme durch einen Anhänger* hat, wählt innen
liegende und kann mangels Schräglage auf die außen liegenden verzichten.

Ich wollte Traktion wegen Kinderanhänger und Sicherungsnetz auf
Solofahrten.

* Bei geknicktem Gespann leitet die Deichsel beim Anfahren oder Bremsen
eine Querkraft ein, die die Haftung des Hinterrads überfordern kann; es
"zuckt" dann zur Seite.
--
Munterbleiben
HC

Gerald Eіscher

unread,
Oct 8, 2021, 6:32:23 AMOct 8
to
Am 07.10.21 um 10:12 schrieb Helmut Fischer:
>
> wie ich letzten Winter beim Versuch, mich auf einem zugefrorenen
> Wasserlauf unter die Schlittschuhläufer zu mischen, feststellen konnte,
> waren die Spikes meiner 2011 am Winterrad montierten Marathon Winter
> stumpf geworden, das bestätigte dann auch die Lupe. Also muss jetzt
> langsam Ersatz her.
>
> Einsatzort ist Stadt und Umland im Flachen, das Rad soll bei Schnee und
> Eis den Einkauf nach hause und mich ins Grüne tragen. Es ist eine alte
> Gazelle, passen würden da wieder der Schwalbe in 37-622, jetzt gibt es
> von Continental mit dem Contact Spike auch vergleichbares.

Weshalb tauscht du nicht einfach die Spikes aus, vorzugsweise gegen
welche aus Wolframcarbid?

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Andre Eiger

unread,
Oct 8, 2021, 9:38:19 AMOct 8
to
HC Ahlmann <hc.ah...@gmx.de> wrote:
> Helmut Fischer <h_fi...@gmx.de> wrote:

>> Für meine Einsatzzwecke halte ich die Versionen mit 240 Spikes, also 4
>> Reihen, für geeigneter. Liege ich da richtig? Kurioserweise gibt es die
>> Schwalbe mit 2 Reihen nur mittig, die Conti mit 2 Reihen nur außen.

> Es kommt auf den Einsatzzweck an, ob innen oder außen angeordnete Spikes
> besser sind.
> Wer widerstandsarm schnell fahren und nur ein Sicherungsnetz vor
> Abflügen in Kurven haben will, wählt außen liegende Spikes. Wer
> Traktions- und Führungsprobleme durch einen Anhänger* hat, wählt innen
> liegende und kann mangels Schräglage auf die außen liegenden verzichten.

Ich hatte vor etwa 10 Jahren Continental Nordic Spike 120 42-622 auf mein
Winterrad gezogen: Zwei Reihen außenliegende Spikes, die mittleren Reihen
sind leer (werden nur bei der Version mit 240 Spikes bestückt).

Meine Erfahrung ist, dass sie auf Asphalt relativ normal und geräuschlos
rollen, bei Glatteis aber wenig von Nutzen sind, auch wenn man Luft soweit
ablässt, dass die Spikes ständig etwas Bodenkontakt bekommen.

Eine Wirkung ist noch am ehesten bei Spurrillen im zu Eis gefrorenen Matsch
zu registrieren, wo sie helfen, leichter aus der Rinne zu kommen.
Bei Kurvenlage auf Glatteis ist die Wirkung jedoch praktisch null, weil man
längst weggerutscht ist, bevor man eine relevante Schräglage erreicht hätte.
Und dass die zwei drei kurzen Spitzen die Querkraft einer solchen
Schräglage aufnehmen könnten, kann ich mir auch nicht vorstellen.

Die Ursache ist, dass die Spikes am Rand nicht genug Bodendruck ausüben, um
die nötgen Kräfte übertragen zu können. Das ist etwa so, als wenn man mit
einer Nagelspitze das Eis ritzen würde: Das geht ganz leicht.

Ich schlussfolgere deshalb, dass nur die Version mit 240 Spikes mittig und
am Rand die gewünschte Wirkung entfalten kann.

Da aber vereiste Wege im Rhen-Main-Gebiet in den letzten Jahren kaum 5 Tage
im Jahr aufgetreten sind und mein Winterrad in der letzten Saison 0 km zu
verzeichnen hatte, habe ich den Wechsel auf bessere Spikes-Reifen vorerst auf
den Sankt-Nimmerleinstag verschoben. Wobei ich nicht sagen will, dass das
sonderlich schlau wäre.

--


Frank Möller

unread,
Oct 8, 2021, 10:06:50 AMOct 8
to
Gerald Eіscher:
> Am 07.10.21 um 10:12 schrieb Helmut Fischer:

>> wie ich letzten Winter beim Versuch, mich auf einem zugefrorenen
>> Wasserlauf unter die Schlittschuhläufer zu mischen, feststellen konnte,
>> waren die Spikes meiner 2011 am Winterrad montierten Marathon Winter
>> stumpf geworden, das bestätigte dann auch die Lupe. Also muss jetzt
>> langsam Ersatz her.

>> Einsatzort ist Stadt und Umland im Flachen, das Rad soll bei Schnee und
>> Eis den Einkauf nach hause und mich ins Grüne tragen. Es ist eine alte
>> Gazelle, passen würden da wieder der Schwalbe in 37-622, jetzt gibt es
>> von Continental mit dem Contact Spike auch vergleichbares.

> Weshalb tauscht du nicht einfach die Spikes aus, vorzugsweise gegen
> welche aus Wolframcarbid?

Hast Du das mal gemacht? Sind die Ersatz-Spikes nicht eher dafür gedacht,
verlorengegangene Spikes zu ersetzen? Wenn man vorhandene Spikes mutwillig
rausholt, wird dann das Loch im Reifengummi nicht unnötig ausgenaggelt und
nimmt Schaden bzw. hält einen Ersatz-Spike dann nicht mehr so gut?

--

Andre Eiger

unread,
Oct 8, 2021, 10:55:40 AMOct 8
to
Ich hatte mir mal von jemandem aus dem (Auto-)Reifenvertrieb erzählen lassen,
wie für die nordischen Märkte Spikesreifen hergestellt werden. Die Spikes
sind nicht einvulkaisiert, sondern werden später manuell in die Löcher
eingeschossen. Demnach sollte es kein Problem sein, sie rauszuholen und
passende neue einzusetzen. Etwas Spiritus hilft als Gleitmittel.

Allerdings schätze ich, dass man für die Anzahl Ersatz-Spikes mehr als
einen neuen Reifen bekommt. Wenn man überhaupt die richtigen Spikes bekommt,
denn die von Schwalbe sind wenig tauglich.

--


Bodo G. Meier

unread,
Oct 8, 2021, 11:27:56 AMOct 8
to
Am 07. Okt.. 2021 um 15:13 schrieb Sepp Ruf:
> Am 07.10.21 schrieb Frank Möller:
>> Helmut Fischer:
>>
>>> wie ich letzten Winter beim Versuch, mich auf einem zugefrorenen
>>> Wasserlauf unter die Schlittschuhläufer zu mischen, feststellen
>>> konnte, waren die Spikes meiner 2011 am Winterrad montierten
>>> Marathon Winter stumpf geworden, das bestätigte dann auch die
>>> Lupe. Also muss jetzt langsam Ersatz her.
>>
>>> Einsatzort ist Stadt und Umland im Flachen, das Rad soll bei
>>> Schnee und Eis den Einkauf nach hause und mich ins Grüne tragen.
>>> Es ist eine alte Gazelle, passen würden da wieder der Schwalbe in
>>> 37-622, jetzt gibt es von Continental mit dem Contact Spike auch
>>> vergleichbares. Gibt es hier Erfahrungen bezüglich deren Haftung
>>> bei Glätte, Neigung zu Spikes-Verlust etc., oder
>>> Alternativvorschläge?
>
> Vorne am fast unbelasteten Hollandrad nicht stur an "4 Mindestbar"
> halten.
>
> Es gibt schon etwas mehr als nur die antisuomischen Dumpingpuschen
> "deutscher" Marken. U.a. in 35mm Routa TLR mit Semi- oder
> Vollbespikung.
>
>> Ich kenne nur die Conti Spike Claw (für MTBs), und das sind
>> waschechte Hakka W240 von Nokian (OEM-Fertigung Made in Finland).

Ich wage die Behauptung, dass Nokian Tyres gar keine Fahrradreifen mehr
produziert. Auf der Webseite von Suomi Tyres liest sich das so, als
hätten die die Fahrradreifenfabrik in Lieksa übernommen.

Der Kide W106 sieht aus wie der alte Hakkapeliitta W106 von Nokia(n).
https://www.suomityres.fi/en/products/kide-w106

Gruß,
Bodo
--
Postheroische Vampirkartoffel! (Sepp Ruf in de.rec.fahrrad)

Gerald Eіscher

unread,
Oct 8, 2021, 2:13:09 PMOct 8
to
Am 08.10.21 um 16:00 schrieb Frank Möller:
> Gerald Eіscher:
>> Am 07.10.21 um 10:12 schrieb Helmut Fischer:
>
>> Weshalb tauscht du nicht einfach die Spikes aus, vorzugsweise gegen
>> welche aus Wolframcarbid?
>
> Hast Du das mal gemacht?

Ich hab's ausprobiert.

> Sind die Ersatz-Spikes nicht eher dafür gedacht,
> verlorengegangene Spikes zu ersetzen?

Ist doch beides das Gleiche.

> Wenn man vorhandene Spikes mutwillig
> rausholt, wird dann das Loch im Reifengummi nicht unnötig ausgenaggelt und
> nimmt Schaden bzw. hält einen Ersatz-Spike dann nicht mehr so gut?

Nein.

Gerald Eіscher

unread,
Oct 8, 2021, 2:20:11 PMOct 8
to
Am 08.10.21 um 16:55 schrieb Andre Eiger:
>
> Allerdings schätze ich, dass man für die Anzahl Ersatz-Spikes mehr als
> einen neuen Reifen bekommt.

Nein, 50 Schwalbe-Spikes samt Werkzeug kosten nicht gar so viel.
https://www.bike24.at/p139567.html

> Wenn man überhaupt die richtigen Spikes bekommt,

Ersatzspikes gibt/gab es auch von Nokian, und ich würde mich auch im
Kfz-Bereich umsehen, ob deren Spikes nicht eh von identischer Bauart sind.

> denn die von Schwalbe sind wenig tauglich.

Um an das Einsetzwerkzeug zu kommen, wird man eine Packung
Schwalbe-Spikes nicht vermeiden können.

Gerald Eіscher

unread,
Oct 8, 2021, 3:12:23 PMOct 8
to
Am 08.10.21 um 20:20 schrieb Gerald 'Ingrid' Eіscher:
> Am 08.10.21 um 16:55 schrieb Andre Eiger:
>>
>> Wenn man überhaupt die richtigen Spikes bekommt,
>
> Ersatzspikes gibt/gab es auch von Nokian, und ich würde mich auch im
> Kfz-Bereich umsehen, ob deren Spikes nicht eh von identischer Bauart sind.

Fahrrad-Spikes sind kürzer als Outo-Spikes, ein Hersteller ist die Fa.
Sitek.
https://www.sitek.de/produkte/spikes.html

Die 500er Schachtel kriegt man wohl am ehesten über einen Reifenhändler,
der selber Outoreifen bespiket, sofern solche Händler in .de überhaupt
existieren.

Sascha Dungs

unread,
Oct 8, 2021, 5:34:26 PMOct 8
to
Am 07.10.2021 um 12:21 schrieb Frank Möller:

> Bei dem Krempel von z. B. Schwalbe sind die Töpfe hingegen nur aus Alu und
> die Spikes aus Edelstahl. Das taugt net.

Das wage ich zu bezweifeln. Sowohl bei meinem letzten Satz Marathon
Winter war nach 6 oder 7 Saisons Benutzung an den Spikes keinerlei
Abnutzung zu erkennen und bei dem aktuellen Satz ebenfalls noch nicht.

Außerdem schreibt die Firma Schwalbe auf ihrer Homepage:

Spikereifen Fahrrad: sicher durch den Winter

Wir bei Schwalbe glauben, dass die einzig sichere Art, bei eisglatten
Straßen Rad zu fahren, die Verwendung von Spikereifen ist: Deshalb sind
Schwalbe Fahrradreifen für den Winter mit griffigen Spikes ausgerüstet,
die selbst bei Kurvenlage sicheren Grip bieten. Mit dem Schwalbe Ice
Spiker Pro haben wir darüber hinaus einen Winterreifen speziell für
Mountainbikes entwickelt, der dank seiner hohen Anzahl an Spikes
zuverlässig ins Eis greift und dennoch leicht bleibt. Denn die Kerne der
leichten Aluminium-Spikes besteht aus Wolframcarbid – ein Material, das
besonders verschleißresistent und belastbar ist.


--
Gruß, Sascha

Helmut Fischer

unread,
Oct 9, 2021, 12:10:16 PMOct 9
to
Am 07.10.21 um 12:21 schrieb Frank Möller:

> Ich kenne nur die Conti Spike Claw (für MTBs), und das sind waschechte
> Hakka W240 von Nokian (OEM-Fertigung Made in Finland).
>
> Bei denen sind die Spike-Töpfe aus Edelstahl und die darin eingespreßten
> Spikes aus extrem hartem Wolframkarbid. Diese Kombination sorgt für eine
> sehr gute Haltbarkeit und gleichfalls für eine sehr gute Salzresistenz.
>
> Bei dem Krempel von z. B. Schwalbe sind die Töpfe hingegen nur aus Alu und
> die Spikes aus Edelstahl. Das taugt net.

Lt.
<https://www.schwalbe.com/blog/neuigkeiten/produktneuheiten/schnee-und-eis-spike-reifen/>

"Mit unseren Spikereifen kann man einige Tausend Kilometer fahren. Die
Spikes haben einen Kern aus extrem verschleißresistentem Hartmetall
(Wolframcarbid). Normal ist: Die Spikes drücken sich auf die Dauer etwas
tiefer ein und die Ecken schleifen sich rund."

Das passt zu meinen Erfahrungen. Die Reifen haben zwischen 1 und 2 Mm
und 10 Jahre hinter sich, die Spikes haben mittlerweile keinen Grip
mehr. Diese Lebensdauer ist für mich tolerabel, bei den nächsten würde
ich dann früher mal nach dem Zustand schauen und nicht warten bis ich,
wie letzten Winter gehabt, an einer Spurrille den Abgang mache.

>
> Insofern würde ich herauskriegen wollen, wie das bei den Conti Contact
> Spike geregelt ist. Original Hakka W240 von Nokian sind mittlerweile in D
> leider kaum mehr zu bekommen.

Anfrage an Conti nach Material der Spikes ist gestellt, bisher keine
Antwort.
Grüße, Helmut

Helmut Fischer

unread,
Oct 9, 2021, 12:11:26 PMOct 9
to
Am 08.10.21 um 12:32 schrieb Gerald Eіscher:

> Weshalb tauscht du nicht einfach die Spikes aus, vorzugsweise gegen
> welche aus Wolframcarbid?

darüber hatte ich nachgedacht, hatte auch schon mal, nach Verlust
einiger Spikes nicht lange der Montage, ein paar von Schwalbe
nachgelieferte eingesetzt - es geht, und sie halten. Aber die Aussicht,
2 mal 240 Spikes reinfummeln zu müssen, ist nicht sehr attraktiv.
M.a.W.: ich bin zu faul :-)

Und ich weiß auch nicht ob das Alter (10 Jahre) der Reifen nicht dagegen
spricht.

Grüße, Helmut

Helmut Fischer

unread,
Oct 9, 2021, 12:14:51 PMOct 9
to
Am 07.10.21 um 15:19 schrieb HC Ahlmann:

> Wer widerstandsarm schnell fahren und nur ein Sicherungsnetz vor
> Abflügen in Kurven haben will, wählt außen liegende Spikes. Wer
> Traktions- und Führungsprobleme durch einen Anhänger* hat, wählt innen
> liegende und kann mangels Schräglage auf die außen liegenden verzichten.

klingt plausibel, danke. Und ich will, auch ohne Hänger, bei Glatteis
beschleunigen und bremsen können (und das geht mit den 4-reihigen).

Grüße, Helmut

Sascha Dungs

unread,
Oct 9, 2021, 6:28:48 PMOct 9
to
Am 09.10.2021 um 18:10 schrieb Helmut Fischer:

> Das passt zu meinen Erfahrungen. Die Reifen haben zwischen 1 und 2 Mm
> und 10 Jahre hinter sich, die Spikes haben mittlerweile keinen Grip
> mehr.

Interessant. Mein allererster Satz Spikereifen (Marathon Winter) hat
nach 6 oder 7 Wintern die Kündigung eingereicht, und zwar nicht, weil
sich an den Spikes irgendwas verändert hätte, sondern weil die
Elastizität der Gummimischung mittlerweile nachgelassen hatte und sich
die Spikes teilweise nach innen gearbeitet haben. Die haben dort zwar
keine Schäden am Schlauch verursacht, aber in die "Slots" von verlorenen
Spikes haben sich auch Splitkörner gesetzt und dann den Schlauch
beschädigt. Als ich mir während der Flickarbeit die Innenseite des
Mantels angeschaut habe, war mir sofort klar, dass das selbst
mittelfristig zu nichts mehr führt. Aber wie gesagt: die eigentlichen
Spikes waren kein Problem, die sahen noch aus wie neu.

--
Gruß, Sascha

Frank Möller

unread,
Oct 11, 2021, 5:57:22 AMOct 11
to
Sascha Dungs:
Da sthet ja, daß die Töpfe nur aus Alu sind.

Und hier steht, daß die Spikes nur aus Stahl sind:
<https://www.komponentix.de/licht-diverses/reifen/371/marathon-winter?c=92>

Wer weiß, vielleicht haben sie mal was geändert.

--

Frank Möller

unread,
Oct 11, 2021, 6:03:23 AMOct 11
to
Helmut Fischer:
> Am 07.10.21 um 12:21 schrieb Frank Möller:

>> Ich kenne nur die Conti Spike Claw (für MTBs), und das sind waschechte
>> Hakka W240 von Nokian (OEM-Fertigung Made in Finland).

>> Bei denen sind die Spike-Töpfe aus Edelstahl und die darin eingespreßten
>> Spikes aus extrem hartem Wolframkarbid. Diese Kombination sorgt für eine
>> sehr gute Haltbarkeit und gleichfalls für eine sehr gute Salzresistenz.

>> Bei dem Krempel von z. B. Schwalbe sind die Töpfe hingegen nur aus Alu und
>> die Spikes aus Edelstahl. Das taugt net.

> Lt.
> <https://www.schwalbe.com/blog/neuigkeiten/produktneuheiten/schnee-und-eis-spike-reifen/>

> "Mit unseren Spikereifen kann man einige Tausend Kilometer fahren. Die
> Spikes haben einen Kern aus extrem verschleißresistentem Hartmetall
> (Wolframcarbid).

Vielleicht haben sie da mal was geänadert.

> Normal ist: Die Spikes drücken sich auf die Dauer etwas tiefer ein und
> die Ecken schleifen sich rund."

> Das passt zu meinen Erfahrungen. Die Reifen haben zwischen 1 und 2 Mm
> und 10 Jahre hinter sich, die Spikes haben mittlerweile keinen Grip
> mehr.

Was genau meinst Du mir "keinen Grip mehr"? Sind die Spikes zu kurz
geworden, weil sie mittlerweile zu tief in die Stollen eingedrückt wurden?

--

Frank Möller

unread,
Oct 11, 2021, 6:09:25 AMOct 11
to
Gerald Eіscher:
> Am 08.10.21 um 16:00 schrieb Frank Möller:

>> Wenn man vorhandene Spikes mutwillig rausholt, wird dann das Loch im
>> Reifengummi nicht unnötig ausgenaggelt und nimmt Schaden bzw. hält
>> einen Ersatz-Spike dann nicht mehr so gut?

> Nein.

Das wäre natürlich gut.

--

Frank Möller

unread,
Oct 11, 2021, 6:15:26 AMOct 11
to
Andre Eiger:
> Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:
>> Gerald Eіscher:
>>> Am 07.10.21 um 10:12 schrieb Helmut Fischer:

>>>> wie ich letzten Winter beim Versuch, mich auf einem zugefrorenen
>>>> Wasserlauf unter die Schlittschuhläufer zu mischen, feststellen konnte,
>>>> waren die Spikes meiner 2011 am Winterrad montierten Marathon Winter
>>>> stumpf geworden, das bestätigte dann auch die Lupe. Also muss jetzt
>>>> langsam Ersatz her.

>>>> Einsatzort ist Stadt und Umland im Flachen, das Rad soll bei Schnee und
>>>> Eis den Einkauf nach hause und mich ins Grüne tragen. Es ist eine alte
>>>> Gazelle, passen würden da wieder der Schwalbe in 37-622, jetzt gibt es
>>>> von Continental mit dem Contact Spike auch vergleichbares.

>>> Weshalb tauscht du nicht einfach die Spikes aus, vorzugsweise gegen
>>> welche aus Wolframcarbid?

>> Hast Du das mal gemacht? Sind die Ersatz-Spikes nicht eher dafür gedacht,
>> verlorengegangene Spikes zu ersetzen? Wenn man vorhandene Spikes mutwillig
>> rausholt, wird dann das Loch im Reifengummi nicht unnötig ausgenaggelt und
>> nimmt Schaden bzw. hält einen Ersatz-Spike dann nicht mehr so gut?

> Ich hatte mir mal von jemandem aus dem (Auto-)Reifenvertrieb erzählen lassen,
> wie für die nordischen Märkte Spikesreifen hergestellt werden. Die Spikes
> sind nicht einvulkaisiert, sondern werden später manuell in die Löcher
> eingeschossen.

Das ist richtig. Es werden bei der Herstellung kleine Löcher/Aussparungen
an den Stellen in die Reifen eingebracht, an denen später die Spikes samt
ihren THaltetöpfen eingepreßt werden.

> Demnach sollte es kein Problem sein, sie rauszuholen und passende neue
> einzusetzen.

Üblicherweise wird auch Gummi bei wiederholter Aufweitung etwas
ausgeleiert, was nach meinem Verständnis dann dazu führen könnte, daß ein
bereits ersetzter Spike nicht mehr mit derselben Haltekraft im Reifen
steckt wie einer aus der Originalfertigung.

Praktisch überprüfen mußte ich das noch nicht. Meine Spike-Reifen werden
gut eingefahren und später werden ihnen keine Bremsmanöver mit stehendem
Hinterrad o. ä. abverlangt.

--

Helmut Fischer

unread,
Oct 11, 2021, 1:18:41 PMOct 11
to
Am 11.10.21 um 12:02 schrieb Frank Möller:

> Was genau meinst Du mir "keinen Grip mehr"? Sind die Spikes zu kurz
> geworden, weil sie mittlerweile zu tief in die Stollen eingedrückt wurden?

Nein, sie sind rund geworden (mit der Lupe deutlich sichtbar). Ich hatte
mir das letzten Winter angeschaut nachdem ich mich auf einer Eisfläche
nicht halten konnte. Außerdem hatte mich eine Spurrille auf
festgefahrenem Schnee zu Fall gebracht, das war mir vorher auch noch nie
passiert. Vorher ging auf Eis zu fahren - mein erster Test nach Montage
war, auf einer zugefrorenen großen Pfütze Achten zu drehen, ging
wunderbar. Und bei Blitzeis bin ich mal besser per Rad als zu Fuß über
den Garagenhof gekommen.

Stollen haben die Marathon Winter nicht. Und Probleme damit, dass die
Spikes sich nach innen durchdrücken, hatte ich bisher auch nicht.

Conti hat auf meine Anfrage nach dem Material der Spikes bisher nicht
geantwortet. Ich tendiere also zu den mir bekannten Marathon Winter Plus
(mit 4 Reihen Spikes), damit sollte dann die nächsten 5 Jahre Ruhe sein.
Meine alten Reifen kann dann gerne jemand haben um neue Spikes
einzusetzen ;-)

Grüße, Helmut

Sascha Dungs

unread,
Oct 11, 2021, 1:19:34 PMOct 11
to
Am 11.10.2021 um 11:55 schrieb Frank Möller:

> Da sthet ja, daß die Töpfe nur aus Alu sind.

Das stimmt und wurde von mir auch nicht bestritten. Ich habe im Betrieb
der letzten 10 Jahre noch nichts festgestellt, wo sich Alu als
Spiketopfmaterial nachteilig gezeigt hätte. Wo siehst Du die Nachteile?

> Und hier steht, daß die Spikes nur aus Stahl sind:
> <https://www.komponentix.de/licht-diverses/reifen/371/marathon-winter?c=92>

Tja, vielleicht findet man mit viel Suche auch irgendeinen Onlineshop,
in dem man Fehlinformationen über Conti-Spikereifen findet.

> Wer weiß, vielleicht haben sie mal was geändert.

Wenn, dann vor mehr als 9 Jahren.

--
Gruß, Sascha

Frank Möller

unread,
Oct 11, 2021, 3:54:45 PMOct 11
to
Helmut Fischer:
> Am 11.10.21 um 12:02 schrieb Frank Möller:

>> Was genau meinst Du mir "keinen Grip mehr"? Sind die Spikes zu kurz
>> geworden, weil sie mittlerweile zu tief in die Stollen eingedrückt wurden?

> Nein, sie sind rund geworden (mit der Lupe deutlich sichtbar).

Hm, das ist AFAIS völlig OK. Ich habe noch einen ungefahrenen Conti Spike
Claw 240 26x2.1" in Reserve da (das ist ein Nokian Hakka W240, nur eben mit
2,1" Breite statt 1,9" Breite wie beim Original-Hakka), und der hat ab Werk
halbrund-flache Spike-Spitzen.

IIRC war das auch bei meinen Original-Hakkas W240 und W106 ab Werk so.
Spitzen an den Spikes gibt's AFAIK nur bei Sport- resp. Wettkampfreifen.

> Ich hatte mir das letzten Winter angeschaut nachdem ich mich auf einer
> Eisfläche nicht halten konnte. Außerdem hatte mich eine Spurrille auf
> festgefahrenem Schnee zu Fall gebracht, das war mir vorher auch noch nie
> passiert.

Mag das evtl. doch andere Ursachen haben als die Spike-Spitzen?

--

Frank Möller

unread,
Oct 11, 2021, 3:54:45 PMOct 11
to
Sascha Dungs:
> Am 11.10.2021 um 11:55 schrieb Frank Möller:

>> Da sthet ja, daß die Töpfe nur aus Alu sind.

> Das stimmt und wurde von mir auch nicht bestritten. Ich habe im Betrieb
> der letzten 10 Jahre noch nichts festgestellt, wo sich Alu als
> Spiketopfmaterial nachteilig gezeigt hätte. Wo siehst Du die Nachteile?

Bei der mangelnden Salzresistenz. Die "lutschen" sich weg und dann fallen
sie samt Spikes heraus.

>> Wer weiß, vielleicht haben sie mal was geändert.

> Wenn, dann vor mehr als 9 Jahren.

Das kann hinkommen, der letzte echte Winter, um längerfristig mit Spikes
unterwegs zu sein, war hier 2009/10.

--

Sascha Dungs

unread,
Oct 11, 2021, 5:07:01 PMOct 11
to
Am 11.10.2021 um 21:54 schrieb Frank Möller:

> Bei der mangelnden Salzresistenz. Die "lutschen" sich weg und dann fallen
> sie samt Spikes heraus.

Hm, aber sollte man da nicht nach 6 oder 7 Wintern schon eine
Veränderung erkennen können?

--
Gruß, Sascha

Ulli Horlacher

unread,
Oct 11, 2021, 6:29:14 PMOct 11
to
Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:

> Das kann hinkommen, der letzte echte Winter, um längerfristig mit Spikes
> unterwegs zu sein, war hier 2009/10.

Du lebst im falschen "hier" :-)


--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +

Frank Möller

unread,
Oct 13, 2021, 5:14:16 AMOct 13
to
Sascha Dungs:
Hm, vielleicht fährst Du noch dezenter als ich?

--

Frank Möller

unread,
Oct 13, 2021, 5:29:11 AMOct 13
to
Ulli Horlacher:
> Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:

>> Das kann hinkommen, der letzte echte Winter, um längerfristig mit Spikes
>> unterwegs zu sein, war hier 2009/10.

> Du lebst im falschen "hier" :-)

Wir haben hier so ein seltsames "Schneeloch". Rundherum hat es im Winter
öfters mal etliche Dutzend cm Neuschnee über Nacht, aber hier ist dann oft
nur die Oberfläche geweißelt. Da ist dann auch kaum Eis auf der Oberfläche.

--

Helmut Fischer

unread,
Oct 13, 2021, 6:38:38 AMOct 13
to
Am 11.10.21 um 21:54 schrieb Frank Möller:

> Mag das evtl. doch andere Ursachen haben als die Spike-Spitzen?

Du meinst, ob sich die Spikes zu tief in die Lauffläche eindrücken? Das
könnte durchaus sein, lässt sich aber für mich nur schwer nachprüfen.

Das würde aber genauso das Ende der Gebrauchsfähigkeit der Reifen
bedeuten, die sich dann auch nicht durch Austausch der Spikes beheben ließe.

Mittlerweile kam Antwort auf meine Anfrage bei Conti:

"die Spikes bestehen aus 2 Materialien. Der Grundkörper ist aus
Aluminium und der Kern (die Spitze) ist aus Wolframcarbid.
Der Kern ist sehr widerstandfähig und hält normalerweise die komplette
Laufleistung des Fahrradreifens (mehrere tausend Kilometer) aus."

Liest sich ganz ähnlich wie bei Schwalbe:

"Mit unseren Spikereifen kann man einige Tausend Kilometer fahren. Die
Spikes haben einen Kern aus extrem verschleißresistentem Hartmetall
(Wolframcarbid). Normal ist: Die Spikes drücken sich auf die Dauer etwas
tiefer ein und die Ecken schleifen sich rund."

Grüße, Helmut

Sascha Dungs

unread,
Oct 13, 2021, 10:50:35 AMOct 13
to
Am 13.10.2021 um 11:10 schrieb Frank Möller:

> Hm, vielleicht fährst Du noch dezenter als ich?

Also jedenfalls umfahre ich gesalzene Strecken nicht vorsätzlich.

--
Gruß, Sascha

Frank Möller

unread,
Oct 20, 2021, 5:22:38 AMOct 20
to
Helmut Fischer:
> Am 11.10.21 um 21:54 schrieb Frank Möller:

>> Mag das evtl. doch andere Ursachen haben als die Spike-Spitzen?

> Du meinst, ob sich die Spikes zu tief in die Lauffläche eindrücken?

Möglich. Vielleicht war zusätzlich die Oberfläche angetaut oder der
Kurvenradius einen Tick zu eng oder eine Kombination daraus oder was auch
immer.

> Das würde aber genauso das Ende der Gebrauchsfähigkeit der Reifen
> bedeuten, die sich dann auch nicht durch Austausch der Spikes beheben ließe.

Wenn es hauptsächlich zu tief eingedrückte Spikes wären, dann ja.

> Mittlerweile kam Antwort auf meine Anfrage bei Conti:

> "die Spikes bestehen aus 2 Materialien. Der Grundkörper ist aus
> Aluminium und der Kern (die Spitze) ist aus Wolframcarbid.
> Der Kern ist sehr widerstandfähig und hält normalerweise die komplette
> Laufleistung des Fahrradreifens (mehrere tausend Kilometer) aus."

> Liest sich ganz ähnlich wie bei Schwalbe:

> "Mit unseren Spikereifen kann man einige Tausend Kilometer fahren. Die
> Spikes haben einen Kern aus extrem verschleißresistentem Hartmetall
> (Wolframcarbid). Normal ist: Die Spikes drücken sich auf die Dauer etwas
> tiefer ein und die Ecken schleifen sich rund."

Dann scheinen wohl inzwischen Spike-Töpfe aus Edelstahl das Zeitliche zu
segnen.

--

Hannes Kuhnert

unread,
Oct 20, 2021, 3:47:13 PMOct 20
to
Frank Möller hat geschrieben:
> Sascha Dungs:
>> Am 07.10.2021 um 12:21 schrieb Frank Möller:
>>
>>> Bei dem Krempel von z. B. Schwalbe sind die Töpfe hingegen nur aus Alu und
>>> die Spikes aus Edelstahl. Das taugt net.
>>
>> Das wage ich zu bezweifeln. Sowohl bei meinem letzten Satz Marathon
>> Winter war nach 6 oder 7 Saisons Benutzung an den Spikes keinerlei
>> Abnutzung zu erkennen und bei dem aktuellen Satz ebenfalls noch nicht.
>>
>> Außerdem schreibt die Firma Schwalbe auf ihrer Homepage:
>>
>> Spikereifen Fahrrad: sicher durch den Winter
>>
>> Wir bei Schwalbe glauben, dass die einzig sichere Art, bei eisglatten
>> Straßen Rad zu fahren, die Verwendung von Spikereifen ist: Deshalb sind
>> Schwalbe Fahrradreifen für den Winter mit griffigen Spikes ausgerüstet,
>> die selbst bei Kurvenlage sicheren Grip bieten. Mit dem Schwalbe Ice
>> Spiker Pro haben wir darüber hinaus einen Winterreifen speziell für
>> Mountainbikes entwickelt, der dank seiner hohen Anzahl an Spikes
>> zuverlässig ins Eis greift und dennoch leicht bleibt. Denn die Kerne der
>> leichten Aluminium-Spikes besteht aus Wolframcarbid – ein Material, das
>> besonders verschleißresistent und belastbar ist.

Da geht es um den Ice Spiker Pro.

> Und hier steht, daß die Spikes nur aus Stahl sind:
> <https://www.komponentix.de/licht-diverses/reifen/371/marathon-winter?c=92>

Dort ist vom Marathon Winter die Rede.

Denkbar, dass es gleichzeitig Schwalbe-Reifen mit verschiedenen Arten
von Spikes gab oder gibt!
--
Hannes Kuhnert
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