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Liegerad als Alltagsrad?

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Volkmar Nissen

unread,
Feb 21, 2001, 12:56:02 PM2/21/01
to
Hallo,

ich fahre jeden Tag 2*20 km zur Arbeit. Auch im Winter und bei Regen. Die
Strecke ist weitgehend eben und gerade.

Da mir die Fahrt ein wenig zu lange dauert (45-55 min pro Tour), frage ich
mich, ob ich mit einem Liegerad bei gleichem Energieaufwand schneller fahren
könnte. Und ob ein Liegerad als Alltagsrad geeignet ist.
Ist es reparatur/wartungsanfälliger als ein normales Tourenrad mit
Kettenschaltung.

Ist es auch im Winter bei Kälte/Nässe angenehm zu fahren? ...


Gruß

Volkmar


Stefan Brandtner

unread,
Feb 20, 2001, 2:08:19 PM2/20/01
to

Volkmar Nissen <v_ni...@nexgo.de> schrieb in im Newsbeitrag:
96ucof$ctn$1...@newsread2.nexgo.de...

das ein Liegerad besonders schneller fährt halte ich für eine Legende. Also
ich fahre seit 10 jahren ein peer gynt das zeichnet sich besonders durch
hohes gewicht aus und ist daher eher eine lahme Ente. Meine Frau fährt ein
Lightning, mit dem Lightning wurde mal ein Sprintweltrekord gefahren, das
Ding ist zwar sehr leicht und geht auf kurze Strecken bei entsprechenden
Krafteinsatz ab wie eine Rakete, aber lange halte ich die gefahrenen
Geschwindigkeiten nicht durch.
Fazit bei mir: wenn ich schnell zur Arbeit fahre nehme ich bei trockener
Witterung die Rennmaschine und bei feuchter Wetterlage ein Liegerad mit
Schutzblech.

Gruß
Stefan
--
http://www.fahrradurlaub.de
http://www.bettundbike.com jetzt mit Datenbankabfrage


Thomas Heier

unread,
Feb 20, 2001, 2:39:52 PM2/20/01
to
Volkmar Nissen <v_ni...@nexgo.de> wrote:

> Und ob ein Liegerad als Alltagsrad geeignet ist.

Ja, eingeschränkt. Von/zur Arbeit (bei mir 25km eine Tour) ist gut,
Touren auch, aber schon beim Gebäckträger gibt es ggf. Probleme. Auf dem
Billigrad hat der Gebäckträger eine Klammer, so daß die Brötchen ohne
weitere Hilfsmittel befestigt werden können. Bei (meinem!) Lieger ist es
so eine Art MTB-Träger - nur Roh - keine Klammer. Da brauchen die
Brötchen dann noch ein Gummi o.ä.

Auch negativ: Man kann nicht mal eben eine Tüte an den Lenker hängen.
Anfahren ist für manche Leute (ich sage nicht, das ich meine Frau meine)
echt ein Krampf.

Trotzdem würde ich meine Streetmachine GT nicht wieder hergeben. Für die
Brötchentour (800 Meter?) und ALDI (2,3km) habe ich noch "das Alte".

> Ist es reparatur/wartungsanfälliger als ein normales Tourenrad mit
> Kettenschaltung.

Da es noch kein Massenteil ist hat man (insbesondere ich) noch leichte
Probleme mit div. Kleinteilen und dem Händler. Du solltest eine gewisse
Zeit zu Anfang mit Nacharbeiten einplanen. Und da ich grundsätzlich nur
Nabenschaltung fahre habe ich mit Kettenschaltung(sprobs.) kein
Vergleich.

> Ist es auch im Winter bei Kälte/Nässe angenehm zu fahren? ...

Ja - wenn man die spezifischen Unterschiede kennt. Es weht von vorn in
die Hosenbeine, bei Regen tut es kein Fahrradponcho. Trotzdem fahre ich
auch bei Kälte oder Regen.

--
Gruß aus Schleswig-Holstein

"Ich benutze einen Power Macintosh - Taktfrequenz ist irrelevant!"

Anton Ertl

unread,
Feb 20, 2001, 3:36:38 PM2/20/01
to
In article <96ucof$ctn$1...@newsread2.nexgo.de>,

"Volkmar Nissen" <v_ni...@nexgo.de> writes:
>Hallo,
>
>ich fahre jeden Tag 2*20 km zur Arbeit. Auch im Winter und bei Regen. Die
>Strecke ist weitgehend eben und gerade.
>
>Da mir die Fahrt ein wenig zu lange dauert (45-55 min pro Tour), frage ich
>mich, ob ich mit einem Liegerad bei gleichem Energieaufwand schneller fahren
>könnte.

Nicht nennenswert, solange es nicht verkleidet ist. Du kannst
uebrigens auch einen Zzipper fuer's Upright probieren; soll auch ein
paar km/h bringen.

> Und ob ein Liegerad als Alltagsrad geeignet ist.

Ich verwende als Alltagsrad ein Upright, wegen der besseren
Uebersicht. Aber ich fahre auch nur 2*2.5km zur Arbeit.

>Ist es reparatur/wartungsanfälliger als ein normales Tourenrad mit
>Kettenschaltung.

Nein.

>Ist es auch im Winter bei Kälte/Nässe angenehm zu fahren? ...

Da soll eine Frontverkleidung hilfreich sein. Dann gibt's auch noch
welche, bei denen man eine Plane bis zum Hals ziehen kann oder so.

Bei Regen bleibt bei mir, wenn ich mein unverkleidetes Liegerad fahre,
das Wasser auf der Jacke liegen, und rinnt dann irgendwann ueber den
Zip rein. Ausserdem kann man so nette wasserdichte Jacken mit
Belueftungsschlitzen am Ruecken nicht nutzen, weil man da ja
draufliegt. Und die Belueftungsschlitze unter der Achsel zeigen in
die falsche Richtung.

- anton
--
M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed
an...@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html

Kurt Fischer

unread,
Feb 20, 2001, 4:17:19 PM2/20/01
to
Volkmar Nissen <v_ni...@nexgo.de> wrote:

Vorbemerkung: *Das* Liegerad gibt es nicht, es existieren nur die
unterschiedlichsten Modelle für alle möglichen Einsatzzwecke.


> ich fahre jeden Tag 2*20 km zur Arbeit. Auch im Winter und bei Regen. Die
> Strecke ist weitgehend eben und gerade.

Mit anderen Worten: einer der klassischen Anwendungsbereiche für
ein Liegerad.


> Da mir die Fahrt ein wenig zu lange dauert (45-55 min pro Tour), frage ich
> mich, ob ich mit einem Liegerad bei gleichem Energieaufwand schneller fahren
> könnte.

Die Schnelligkeit hängt vom Modell ab, aber selbst mit einem eher
langsamen Langlieger dürfte der obige Zeitrahmen auf ebener
Strecke kaum ein Problem darstellen.
Auf jeden Fall läßt sich auf einem passenden Liegerad eine solche
Strecke komfortabler und entspannter bewältigen, so daß man
sozusagen "gut ausgeruht" am Ziel anlangt, und das ist bei
gemäßigtem Tempo keine Übertreibung.


> Und ob ein Liegerad als Alltagsrad geeignet ist.

Hängt vom Alltag ab. Ein Liegerad hat seine Stärken auf längeren,
ebenen Strecken, ist aber weniger für Kurzstrecken in der Stadt
geeignet, obwohl auch da zunehmend passende Modelle auf den Markt
kommen, etwa die sog. Scooterbikes wie das BikeE et al.
Das Faszinierende am Liegerad ist die Möglichkeit hohes Tempo und
entspanntes Fahren zu kombinieren, und all das mit Panoramablick.


> Ist es reparatur/wartungsanfälliger als ein normales Tourenrad mit
> Kettenschaltung.

Hängt vom Modell ab, aber im Prinzip nicht. Auf Kettenreinigung
sollte allerdings schon Wert gelegt werden, die meisten
bevorzugen als Schutz Teflonrohre. Ansonsten ist bis auf wenige
Spezialteile die Technik identisch.


> Ist es auch im Winter bei Kälte/Nässe angenehm zu fahren? ...

Absolut, allerdings ist dabei eine Frontverkleidung aus GFK,
ISO-Matte oder Textil zu empfehlen. Größter Vorteil selbst ohne
Verkleidung: Die Füße werden nicht so schnell naß, da nicht im
Spritzbereich des Vorderrades/Rahmens.
So ein Wetterschutz muß gar nicht schwer sein und verschlechtert
meist auch nur wenig die Aerodynamik, d.h. die Vorteile
überwiegen meist bei schlechtem Wetter ab einer bestimmten
Streckenlänge.

ciao,
Kurt

eddy

unread,
Feb 20, 2001, 5:29:31 PM2/20/01
to
seit gut zwei jahren fahre ich liegerad taeglich zur arbeit und abends nochn
paar stunden. zur dienst gut 12 km. bei regen isses nass, aber das kommt nur
10 mal im jahr vor. sonst ist es so bequem - und auch schneller - dass ich
sogar bei naesse lieber im leichten regen liege statt auf m mtb zu radeln.
von regenschutz halte ich nix, weils zu wenig belueftung gibt. schwitzen ist
eben immer.
teurer muss ein liegerad kaum sein. ich fahr ein chalange (nl-produktion)
fuer ca. 3000,- neupreis. nur berge solls nicht geben, die machen das rad
langsamer als ein mtb.
ich wills nicht mehr missen.


Mark van Gorkom

unread,
Feb 20, 2001, 7:46:32 PM2/20/01
to
Da gibt's erhebliche unterschiede; mein Streetmachine (hoch,
vollfederung, nabenschaltung, nabendynamo, regenschutz, heckkoffer)
ist ganz besonders komfortabel auch bei regen, dafur aber kaum
schneller als ein randonneur, und schwer.
Ein Lowracer ist deutlich schneller als ein rennrad aber nur bedingt
alltagtauglich. Irgendwo dazwischen gibt's dein idealrad : )
Beim wartung gilt's die extra kettenlange zu berucksichtigen.
Falls es ein *bischen* teuerer sein darf: ein Quest oder Limiet
(verkleiderter 3-rader) sind auf flacher weg sehr schnell, und voll
winterfest (braucht's nur noch ein sudwester...)

Mark van Gorkom

Olaf Schultz

unread,
Feb 21, 2001, 3:28:24 AM2/21/01
to
Volkmar Nissen wrote:
>
> Hallo,
>
> ich fahre jeden Tag 2*20 km zur Arbeit. Auch im Winter und bei Regen. Die
> Strecke ist weitgehend eben und gerade.
Ideale Vorraussetzungen. Wenn jetzt noch wenig Stadtverkehr dazukommt:
Letz fetz. Mit der Leistung eines Brems-/ Anfahrvorganges kann man
mehrere hundert meter mit 30~km/h fahren.</Uberlegung während einer
Fahrt nach mehreren solchen Anlässen>

Problem bei der Beschaffung kann aber sein: Spikereifen gibt's nicht für
20'' (es sei denn, man ist bereit und das Rad schafft es die 57er Nokia
AKA Hantelringe, die nur noch in Restexemplaren verfügbar sind, zu
montieren)
Allerdings machen mir Stürze mit'm Lieger i.A. wenig aus, man fällt halt
nicht tief und dann auch noch weich:)

>
> Da mir die Fahrt ein wenig zu lange dauert (45-55 min pro Tour), frage ich
> mich, ob ich mit einem Liegerad bei gleichem Energieaufwand schneller fahren
> könnte. Und ob ein Liegerad als Alltagsrad geeignet ist.

Das es _das_ Liegerad nicht gibt wurde ja schon erwähnt. Schau Dich mal
nach den Holländern um. Die Tieflieger sind als Einstiegsdroge schon
ziemlich heftig (die normale HPV-Karriere war früher
Langlieger>Kurzlieger>Tieflieger, heute kann man den Langlieger
weglassen oder durch Scooterbike ersetzen) und nicht alle können sich
mit Tiefliegern andreunden. Alleine die Streitgespräche unter den
Liegeradler ob Tillersteering oder ,,normaler'' Lenker können einen zum
Verzweifeln bringen. Entscheident ist der eigene Wille.

Einfach mal Probefahren auf einem Liegeradtreffen oder z.B. in
Germersheim (das Wochenende nach Ostern?)

Meine Erfahrung beim Baron: Geniale Geometrie, fährt sogar freihändig:)
Wäre mein Rad für solche Distanzen. Inzwischen hat er 'n Heckkoffer
(soll +10 % Geschwindigkeit bringen) und wird deswegen nicht mehr auf
meinen alltäglichen Kurzstrecken (2,5~km) eingesetzt sondern für alles
über 10~km. Das ATB setze ich nur noch bis 4--5~km ein, das Flevo
normalerweise bis 50 km. Die enhydra (ungefederter Kurzlieger) wie den
Baron, das Dino für langsame Touren wo die Mindestgeschwindigkeit des
Flevos für's entspannte Fahren fehlt...


> Ist es reparatur/wartungsanfälliger als ein normales Tourenrad mit
> Kettenschaltung.

Kommt drauf an. Es ist mehr Kette (und gegebenenfalls Kettenumlenkung)
da. Die Kette kann durch Schutzschläuche relativ gut vor Regen geschützt
werden, frißt dann bloß ein _bißchen_ der Leistung. Der Rest sollte
gleich(un)anfällig sein. Die Federungen sind an Liegern schon länger
erprobt und wenn man Scheibenbremsen und SON verwendet, dann läuft es
auf wenig Wartung hinaus.

Wenn jetzt jemand behauptet Gepäcktransport auf Tiefliegern beschränge
sich auf Gebäcktransport so spinnt er:-)


>
> Ist es auch im Winter bei Kälte/Nässe angenehm zu fahren? ...

Vollverkleidet: Quests wurden ja schon erwähnt:) Ist auch schnell.
Vollverkleidet und langsamer: Leitra (www.leitra.de). Als Zwischenstufe
'ne Allewedder (aus zweiter Hand?)

Unverkleidet: Kommt drauf an. Bei Tiefliegern mit Vorderradhaube bleiben
zumindest die Oberschenkel und der Rücken trocken:)

Verkleidet: Je nach Verkleidungsgrad bringt's umsomehr Spaß, je mehr es
regnet und das Thermometer fällt (aber noch über 0 Grad hängen bleibt,
sonst schlucken die notwendigen Spikereifen so viel Leistung) Wobei man
bei Schnee und Glatteis, überschneiten tauenden Eisspurrillen etc. auch
erstaunlich gut mit Liegern umgehen kann:)


Olaf, kein Schnee+Glatteis, also mit dem Flevo zur Arbeit geschwebt,
Schultz
--
Olaf Schultz TU Hamburg Harburg, AB 5-03
Denickestraße 15 21073 Hamburg-Harburg
Tel.: 040/42878 2516 email: O.Sc...@tu-harburg.de
http://experte.kt2.tu-harburg.de http://www.tu-harburg.de/~kt2os

Stefan Barnikow

unread,
Feb 20, 2001, 2:48:17 PM2/20/01
to
Volkmar Nissen <v_ni...@nexgo.de> wrote:
>ich fahre jeden Tag 2*20 km zur Arbeit. Auch im Winter und bei Regen. Die
>Strecke ist weitgehend eben und gerade.
>
>Da mir die Fahrt ein wenig zu lange dauert (45-55 min pro Tour), frage ich
>mich, ob ich mit einem Liegerad bei gleichem Energieaufwand schneller fahren
>könnte. Und ob ein Liegerad als Alltagsrad geeignet ist.

Ob Du mit dem Lieger wesentlich schneller bist hängt wohl auch von der
Stetigkeit Deiner Fahrt ab.
In der Stadt wird Dir die höhere Endgeschwindigkeit weniger bringen
als wenn Du am Anfang einmal Schwung holst und erst am Ziel wieder
bremst. Aus Deinem Schnitt (22-27 km/h) kann ich nicht erkennen, was
zutrifft.

>Ist es reparatur/wartungsanfälliger als ein normales Tourenrad mit
>Kettenschaltung.

Viele Lieger haben Federung, die etwas Wartung benötigt.

Da Du von Kettenschaltung schreibst: reicht für "weitgehend eben und
gerade" nicht eine deutlich wartungsärmere 7-Gang-Nabenschaltung?


HTH,
Stefan

tilman wetter

unread,
Feb 21, 2001, 5:53:02 AM2/21/01
to
Mark van Gorkom wrote:

> Da gibt's erhebliche unterschiede; mein Streetmachine (hoch,
> vollfederung, nabenschaltung, nabendynamo, regenschutz, heckkoffer)
> ist ganz besonders komfortabel auch bei regen, dafur aber kaum
> schneller als ein randonneur, und schwer.
> Ein Lowracer ist deutlich schneller als ein rennrad aber nur bedingt
> alltagtauglich. Irgendwo dazwischen gibt's dein idealrad : )
> Beim wartung gilt's die extra kettenlange zu berucksichtigen.
> Falls es ein *bischen* teuerer sein darf: ein Quest oder Limiet
> (verkleiderter 3-rader) sind auf flacher weg sehr schnell, und voll
> winterfest (braucht's nur noch ein sudwester...)
>

Ebben, habs mir den winter mal wieder kurz ausgeborgt und kam in den Regen.
Sollte man schon bedenken.
100 x beschissener im Liegerad in den Regen zu kommen als auf dem Upright,
ausser du hast goße Brillen mit Scheibenwischer.
Und einen garantiert nassen Hosenboden, da hilft eigentlich nur sperrige
Motorradbekleidung. (den Friesennerz bläst es dir von unten auf)

Probiers mal mit einem vollverkleideten Lightning (mörderisch bei Seitenwind),
sowas hatt´ ich mal auf Cape Cod ausgeborgt.

Til

--
Which is worse: ignorance or apathy? Who knows? Who cares?!? ^


Uwe Borchert

unread,
Feb 21, 2001, 11:12:40 AM2/21/01
to
Hallo,

>seit gut zwei jahren fahre ich liegerad taeglich zur arbeit und abends nochn
>paar stunden. zur dienst gut 12 km.

..[...]...

>teurer muss ein liegerad kaum sein. ich fahr ein chalange (nl-produktion)
>fuer ca. 3000,- neupreis.

Das ist aber sehr teuer! Das 4fache eines preiswerten Leichtlaufrades.

> nur berge solls nicht geben, die machen das rad langsamer als ein mtb.

Nooch langsamer als ein MTB? Geht das ueberhaupt? Dann ist das aber
Muell. Ein MTB ist am Berg (auf der Strasse, festen Wegen) viel zu
langsam. Da ist ein gutes 6 oder 7 Gang Sportrad mit schmalen Reifen
wesentlich schneller, mindestens 30% schneller gegen den Berg. Damit
meine ich moderate Steigungen von 10 bis 15%.

>ich wills nicht mehr missen.
>

Aber nur fuer Flaechlaender zu empfehlen?

MfG

Uwe Borchert

Niels Groth

unread,
Feb 21, 2001, 2:57:24 PM2/21/01
to
Olaf Schultz wrote:
>Einfach mal Probefahren auf einem Liegeradtreffen oder z.B. in
>Germersheim (das Wochenende nach Ostern?)
Wo ist das ?

>Meine Erfahrung beim Baron: Geniale Geometrie, fährt sogar freihändig:)
>Wäre mein Rad für solche Distanzen. Inzwischen hat er 'n Heckkoffer
>(soll +10 % Geschwindigkeit bringen) und wird deswegen nicht mehr auf
>meinen alltäglichen Kurzstrecken (2,5~km) eingesetzt sondern für alles
>über 10~km. Das ATB setze ich nur noch bis 4--5~km ein, das Flevo
>normalerweise bis 50 km. Die enhydra (ungefederter Kurzlieger) wie den
>Baron, das Dino für langsame Touren wo die Mindestgeschwindigkeit des
>Flevos für's entspannte Fahren fehlt...

Hast Du evtl. für einen Liegeradintessierten Diamant-Fahrer zu Deinen
Rädern gerade ein paar passene links (mit Bildern) parat ?

>> Ist es reparatur/wartungsanfälliger als ein normales Tourenrad mit
>> Kettenschaltung.
>Kommt drauf an. Es ist mehr Kette (und gegebenenfalls Kettenumlenkung)
>da. Die Kette kann durch Schutzschläuche relativ gut vor Regen geschützt
>werden, frißt dann bloß ein _bißchen_ der Leistung.

Hast Due eine Schätzung, wieviel das ist ?

>Der Rest sollte
>gleich(un)anfällig sein. Die Federungen sind an Liegern schon länger
>erprobt und wenn man Scheibenbremsen und SON verwendet, dann läuft es
>auf wenig Wartung hinaus.

Und wohl viel Geld...

Niels

Markus Imhof

unread,
Feb 22, 2001, 3:18:14 AM2/22/01
to
Uwe Borchert wrote:
>
> Hallo,
>
> In <3a92f...@news.arcor-ip.de>, "eddy" <eddy...@surfeu.de> writes:
>
...
>
> >teurer muss ein liegerad kaum sein. ich fahr ein chalange (nl-produktion)
> >fuer ca. 3000,- neupreis.
>
> Das ist aber sehr teuer! Das 4fache eines preiswerten Leichtlaufrades.
>
> > nur berge solls nicht geben, die machen das rad langsamer als ein mtb.
>
> Nooch langsamer als ein MTB? Geht das ueberhaupt? Dann ist das aber
> Muell. Ein MTB ist am Berg (auf der Strasse, festen Wegen) viel zu
> langsam. Da ist ein gutes 6 oder 7 Gang Sportrad mit schmalen Reifen
> wesentlich schneller, mindestens 30% schneller gegen den Berg. Damit
> meine ich moderate Steigungen von 10 bis 15%.

Jetzt vergleichst Du aber Äpfel mit Birnen. Oben redest Du von einem
'Preiswerten Leichtlaufrad' in der Preislage 750.- DM, hier von einem
'guten Sportrad'.

Aber das mal beiseite - es kommt drauf an. Ein Liegerad ist halt
konstruktionsbedingt schwerer als ein _vergleichbares_ Upright (es gibt
auch leichtlaufende Sportlieger, und ob die dann bei gleicher Leistung
am Berg langsamer sind als ein MTB wage ich doch zu bezweifeln. Aber im
Sprint und am Berg ist auch ein Rennlieger langsamer als ein
entsprechendes Rennrad - auf der Strecke dagegen schneller.). Aber es
ging hier ja auch nicht um leichte Sporträder, sondern um Alltags- (und
ggf. Touren-?) Lieger.

Leider ist auch hier ein Liegerad meistens teurer als ein vergleichbares
Upright - beim Lieger schlägt halt die 'Economy of Scale' noch nicht zu,
soll heißen, die meisten in .eu zu kriegenden Lieger sind entweder
Kleinserie oder Überseeimport oder beides - und damit gehen halt auch
die enstprechenden Preise einher. Wenn Du 'fair' vergleichen willst,
stell einen Lieger neben ein Rad z.B. der Fahrradmanufaktur oder einer
ähnlichen Handbauschmiede.

Was das Fahren angeht: es ist halt bequem. Und wenn Du in
Geschwindigkeits-/Strecken-/Anwendungsbereiche hineinkommst, in denen
das eine Rolle spielt, kann ein Lieger diesen Vorteil ausspielen. Ich
habe hier im Keller stehen:
2 Lieger (Touren/Einkauf und Spaß)
2 Falt-Tretroller (gut, die stehen in der Wohnung)
1 Upright

Für praktisch alles innerorts nehme ich einen Roller und Rucksack. Für
die kurzen Strecken ist es mir einfach zu mühsam, einen Lieger aus dem
Keller zu tragen.
Der Einkaufslieger kommt für größeres Gepäck und/oder Anhänger zum
Einsatz (seit ich den Wassersprudler habe, sehr selten), oder zum
Ausgleichssport bei nassen/salzigen Straßen. Oder eben für die
Urlaubstouren.
Der Spaßlieger ist für Ausgleichssport, Wochenendtouren und - wenn ich
wieder mitmachen darf - die Eustaff 2001. Aber ehrlich gesagt - es ist
einfach geil, so tief über die Straße zu heizen, daß Du beim Handzeichen
geben aufpassen mußt, Dir nicht die Fingernägel am Asphalt abzuschleifen
:-)
Das Upright würde ich gerne verkaufen, aber für Räder dieses Typs
(normales Herrenrad) besteht hier (im Land der Hollandräder/Fietsen)
kein Markt.

>
> >ich wills nicht mehr missen.
> >
> Aber nur fuer Flaechlaender zu empfehlen?

Jein. Wenn Du Rennen fahren willst - ja. Speziell, weil bei UCI-Rennen
keine Lieger zugelassen sind (und auch viele Vereine sich mit Liegern
ziemlich schwer tun). Bei Langstreckenrennen?
(Langstreckenliegeradrennen finden normalerweise in der Ebene statt).
Wenn Du längere Alltagsstrecken außerhalb von Städten fahren willst -
nein. Im Stadtverkehr - bedingt tauglich, aber gewöhnungsbedürftig (auf
beiden Seiten). Wenn Du eine Wetterschutzverkleidung willst - nein.

Aber Du mußt bei Bergstrecken mit dem Lieger halt eine andere Technik
fahren/lernen. Runterschalten und Hochkurbeln - mit Kraft kommst Du
nicht weit.

Gruß
Markus

Olaf Schultz

unread,
Feb 22, 2001, 4:00:32 AM2/22/01
to
Markus Imhof wrote:
>
> Uwe Borchert wrote:
...

> Aber das mal beiseite - es kommt drauf an. Ein Liegerad ist halt
> konstruktionsbedingt schwerer als ein _vergleichbares_ Upright (es gibt
> auch leichtlaufende Sportlieger, und ob die dann bei gleicher Leistung
> am Berg langsamer sind als ein MTB wage ich doch zu bezweifeln.
Streiche das MTB setze Rennrad. Im Münchener Raum haben sich einige
Aufrechte da an so einer Fraktion Liegeradler schon häufiger blutige
Lippen (draufgebissen, da die HPVs am Berg weggefahren sind) geholt:)
OK, so 'ne Kreuzotter wird aber auch meist nicht unter 10~kDM, wenn
überhaupt, gehandelt. Aber auf Flachlandstrecken hat sich auch dort
zumindest im Winter 'n Quest durchgesetzt (größte Questdichte
Deutschlands AFAIR, 4 Stück demnächst.


> Aber im
> Sprint und am Berg ist auch ein Rennlieger langsamer als ein
> entsprechendes Rennrad - auf der Strecke dagegen schneller.). Aber es
>

Siehe oben.

> ging hier ja auch nicht um leichte Sporträder, sondern um Alltags- (und
> ggf. Touren-?) Lieger.

Alltagslieger sind an Sprintbergen Uprights meist unterlegen, an langen
Bergen (gibt's hier eher selten) ist das Systemgewicht interessant und
da sind's dann nur nach +3% oder so, die man dann fast 1:1 auf die
Bergzeit draufschlagen kann. Dafür wird's in der Ebene locker
wettgemacht, von der entspannten Haltung ganz zu schweigen.

...


> wieder mitmachen darf - die Eustaff 2001. Aber ehrlich gesagt - es ist
> einfach geil, so tief über die Straße zu heizen, daß Du beim Handzeichen
> geben aufpassen mußt, Dir nicht die Fingernägel am Asphalt abzuschleifen
> :-)

:-) Auch schon erlebt, ist wirklich irritierend.


> Das Upright würde ich gerne verkaufen, aber für Räder dieses Typs
> (normales Herrenrad) besteht hier (im Land der Hollandräder/Fietsen)
> kein Markt.

Für mein aufrechtes Rennrad, Stahlrahmen... auch:(

....


> (Langstreckenliegeradrennen finden normalerweise in der Ebene statt).

Jein. Wir suchen auch immer noch Mitstreiter für die diesjährige
Eustaff:)
http://www.hpv.org/event/eustaff00/?lang=de Die letztjährige
Generalprobe verlief schon erfolgreich und Dänemark ist nicht flach,
zumindest nicht an der Ostküste:(

Olaf

Olaf Schultz

unread,
Feb 22, 2001, 4:06:08 AM2/22/01
to
Niels Groth wrote:
>
> Olaf Schultz wrote:
> >Einfach mal Probefahren auf einem Liegeradtreffen oder z.B. in
> >Germersheim (das Wochenende nach Ostern?)
> Wo ist das ?
Zwischen Mannheim und Karlsruhe, südlich Speyer


> >Meine Erfahrung beim Baron: Geniale Geometrie, fährt sogar freihändig:)
> >Wäre mein Rad für solche Distanzen. Inzwischen hat er 'n Heckkoffer
> >(soll +10 % Geschwindigkeit bringen) und wird deswegen nicht mehr auf
> >meinen alltäglichen Kurzstrecken (2,5~km) eingesetzt sondern für alles
> >über 10~km. Das ATB setze ich nur noch bis 4--5~km ein, das Flevo
> >normalerweise bis 50 km. Die enhydra (ungefederter Kurzlieger) wie den
> >Baron, das Dino für langsame Touren wo die Mindestgeschwindigkeit des
> >Flevos für's entspannte Fahren fehlt...
>
> Hast Du evtl. für einen Liegeradintessierten Diamant-Fahrer zu Deinen
> Rädern gerade ein paar passene links (mit Bildern) parat ?

http://experte.kt2.tu-harburg.de/Fahrrad/HPV-Bilder/OlafSchultz/ sollte
funktionieren, wenn ich mich nicht verschrieben habe:-)


> >> Ist es reparatur/wartungsanfälliger als ein normales Tourenrad mit
> >> Kettenschaltung.
> >Kommt drauf an. Es ist mehr Kette (und gegebenenfalls Kettenumlenkung)
> >da. Die Kette kann durch Schutzschläuche relativ gut vor Regen geschützt
> >werden, frißt dann bloß ein _bißchen_ der Leistung.
> Hast Due eine Schätzung, wieviel das ist ?

Nö und ist auch meßtechnisch schwer zu erfassen (gut, meine Priortitäten
liegen derzeit anders:=) Es kommt auf das Gesamtsystem an und wenn c_wA
deutlich runter geht, dann akezeptiert man halt eine höhere
Verlustleistung im Antriebsstrang... Sind ja nicht gleich die 40 Watt
oder so, die 'ne Motorrad-0-Ring-Kette bei 100~km/h verheizen dürfte
(wenn ich mir das Reibmoment der Kettenglieder etc. angucke)

>
> >Der Rest sollte
> >gleich(un)anfällig sein. Die Federungen sind an Liegern schon länger
> >erprobt und wenn man Scheibenbremsen und SON verwendet, dann läuft es
> >auf wenig Wartung hinaus.
> Und wohl viel Geld...

Weniger als 'ne Dose. Der Hauptteil des Geldes steckt normalerweise in
den Komponenten (wenn man nicht gerade einen teuren Rahmenbausatz kauft)
und hat keiner vom Verbot des Selberbauens gesprochen. Gut, dann kostet
es kein Geld sondern Zeit, aber man lernt auch was...

Olaf, gerade Schneeregen in HH, Schultz

Helmut Springer

unread,
Feb 22, 2001, 4:04:31 AM2/22/01
to
Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> wrote:
> aber Muell. Ein MTB ist am Berg (auf der Strasse, festen Wegen)
> viel zu langsam. Da ist ein gutes 6 oder 7 Gang Sportrad mit

[ ] Du kennst fuer primaere nutzung dieser art aufgebaute MTBs

--
MfG/best regards, helmut springer

Bo-En Lo

unread,
Feb 22, 2001, 7:46:40 AM2/22/01
to
Volkmar Nissen <v_ni...@nexgo.de> wrote:

> Ist es reparatur/wartungsanfälliger als ein normales Tourenrad mit
> Kettenschaltung.

Ich kann nur für mich reden, weil es viele unterschiedliche Liegeräder
gibt.

Ich fahre mit 2 x 406er (Marathon oder Conti TT2000), die natürlich eher
verschleißen als ihre großen 622er Brüder.
Irgendwann kommt noch eine neue Sitzbespannung hinzu, je nach
Kilometerleistung und Körpergewicht hält sie wohl auch +/- 5 Jahre. Da
ich ein zusätzliches Zwischengetriebe habe, habe ich damit auch ein
zusätzliches Verschleiß- und Putzteil. BTW, viele Alltagslieger haben
jedoch die wartungsfreundlichere Sachs/SRAM 3 x 7 Schaltung. Einmal pro
Monat, wenn ich die Kette putze, schmiere ich die beiden Kugelgelenke
der Lenkstange (indirekte Lenkung) mit etwas Fett.

Ansonsten fällt mir nix spezifisches ein. Gefedert wird bei mir
wartungsfrei mit Gummi (Rahmen und Vordergabel).

> Ist es auch im Winter bei Kälte/Nässe angenehm zu fahren? ...

IMO sehr sogar.
Outfitmäßig trage ich eine Regenjacke, Fahrrad-Regenhose (mit
Klettverschluß für den Abschluß an den Hosenbeinen) und ein Cap - ganz
wie auf dem Upright. Pfützenfahrten machen richtig Spaß, weil sich die
Schuhe/Füße außerhalb des Spritzraumens befinden. :-)

Gruß,
Bo-En

PS
<http://www.hpv.org/>

--
Hardshell - Das Fahrradhelm Magazin:
<http://Hardshell.home.pages.de/>
Kiwis und Fahrradhelme, Fakten:
<http://www.ingokeck.de/publikationen/radhelm/>

Steffen H.

unread,
Feb 21, 2001, 7:14:54 AM2/21/01
to

"Anton Ertl" <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> schrieb im Newsbeitrag
news:96ukgm$l59$1...@news.tuwien.ac.at...

> >Da mir die Fahrt ein wenig zu lange dauert (45-55 min pro Tour), frage
ich
> >mich, ob ich mit einem Liegerad bei gleichem Energieaufwand schneller
fahren
> >könnte.
>
> Nicht nennenswert, solange es nicht verkleidet ist.

was heißt nennenswert? plus 3 kmh ist für mich schon nennenswert, weil ne
ganze menge

> >Ist es auch im Winter bei Kälte/Nässe angenehm zu fahren? ...

ja, die nässe, das problem. bin noch nie so nass geworden wie mit dem
liegerad! das problem ist das radkleidung nicht für liegeräder optimiertist.
dort wo der hosengürtel ist kommt wasser durch :-( beim liegerad ist dort
eine tiefste stelle...

steffen

Steffen H.

unread,
Feb 21, 2001, 7:10:31 AM2/21/01
to

"Volkmar Nissen" <v_ni...@nexgo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:96ucof$ctn$1...@newsread2.nexgo.de...

> Hallo,
>
> ich fahre jeden Tag 2*20 km zur Arbeit. Auch im Winter und bei Regen. Die
> Strecke ist weitgehend eben und gerade.
>
> Da mir die Fahrt ein wenig zu lange dauert (45-55 min pro Tour), frage ich
> mich, ob ich mit einem Liegerad bei gleichem Energieaufwand schneller
fahren
> könnte.

kommt ein bischen auf die bauform an: je weniger windangiffsfläche du
bietest, umso schneller bist du: also, je flacher du sitzt um so besser

Und ob ein Liegerad als Alltagsrad geeignet ist.

auf jeden fall!


--
steffen
www.qrv.de
thema fahrrad, gesetzliche regelungen in europa
www.airbike.de
airbike liegerad

Uwe Borchert

unread,
Feb 22, 2001, 1:22:19 PM2/22/01
to
Hallo,

Markus Imhof <markus...@gmx.de> writes:
>
>Uwe Borchert wrote:
>
..[...]...


>
>> Nooch langsamer als ein MTB? Geht das ueberhaupt? Dann ist das aber
>> Muell. Ein MTB ist am Berg (auf der Strasse, festen Wegen) viel zu
>> langsam. Da ist ein gutes 6 oder 7 Gang Sportrad mit schmalen Reifen
>> wesentlich schneller, mindestens 30% schneller gegen den Berg. Damit
>> meine ich moderate Steigungen von 10 bis 15%.
>

>Jetzt vergleichst Du aber =C4pfel mit Birnen. Oben redest Du von einem


>'Preiswerten Leichtlaufrad' in der Preislage 750.- DM, hier von einem
>'guten Sportrad'.
>

Ist eigentlich beides recht nahe beieinander. Mit etwas Glueck findet
man fuer 700 bis 800 DM ein brauchbares "Sport-Touren-Rad" oder wie man
das im Moment nennen will. Marketing...

Und vergleichen tu ich nur HPVs mit der Funktionaliatet von A nach B
zu kommen und dem Fahren am Berg. Ich vergleiche nach Funktion und
nicht Morphologie. ;-)=)

>Aber das mal beiseite - es kommt drauf an. Ein Liegerad ist halt
>konstruktionsbedingt schwerer als ein _vergleichbares_ Upright (es gibt
>auch leichtlaufende Sportlieger, und ob die dann bei gleicher Leistung
>am Berg langsamer sind als ein MTB wage ich doch zu bezweifeln.

Aber diese Lieger sind preislich jenseits von gut und boese... Damit
sind diese Raeder fuer den Alltagsbetrieb eigentlich ungeeignet.

> Aber im Sprint und am Berg ist auch ein Rennlieger langsamer als ein
>entsprechendes Rennrad - auf der Strecke dagegen schneller.). Aber es

>ging hier ja auch nicht um leichte Sportr=E4der, sondern um Alltags-
>(und ggf. Touren-?) Lieger.

Rennraeder mit geringen Modifikationen taugen notfalls auch fuer den
normalen Alltagsbetrieb. Rennradrahmen, 28-622er Reifen auf 13er Felgen
und eine einfache 6/7/8-Gangschaltung als Basis reichen ganz gut. Man
braucht nur noch einen Gepaecktraeger, Beleuchtung u.U. Schutzbleche.

>
>Leider ist auch hier ein Liegerad meistens teurer als ein vergleichbares

>Upright - beim Lieger schl=E4gt halt die 'Economy of Scale' noch nicht zu,
>soll hei=DFen, die meisten in .eu zu kriegenden Lieger sind entweder
>Kleinserie oder =DCberseeimport oder beides - und damit gehen halt auch


>die enstprechenden Preise einher. Wenn Du 'fair' vergleichen willst,
>stell einen Lieger neben ein Rad z.B. der Fahrradmanufaktur oder einer

>=E4hnlichen Handbauschmiede.
>
Neee, sowas ist fuer ein Alltagsrad zu teuer. Oder anders: im Preis-
segment "Alltagsrad" (Preis < 1000 DM) werden keine Lieger angeboten.

..[...]...

>Das Upright w=FCrde ich gerne verkaufen, aber f=FCr R=E4der dieses Typs
>(normales Herrenrad) besteht hier (im Land der Hollandr=E4der/Fietsen)
>kein Markt.
>
Was ist fuer Dich ein normales Herrenrad? Damit kann ich nix anfangen.
Ich meinte den Begriff "normales Herrenrad".

..[...]...


>> >
>> Aber nur fuer Flaechlaender zu empfehlen?
>
>Jein. Wenn Du Rennen fahren willst - ja.

Ich? Rennen? Neeee....

> Bei Langstreckenrennen?

Auch nicht!!!

..[...]...

> Im Stadtverkehr - bedingt tauglich, aber gew=F6hnungsbed=FCrftig
> (auf beiden Seiten).

Das ist fuer mich beim jetzigen Einsatzprofil aussichtslos...

>Aber Du mu=DFt bei Bergstrecken mit dem Lieger halt eine andere Technik


>fahren/lernen. Runterschalten und Hochkurbeln - mit Kraft kommst Du
>nicht weit.
>

Soweit runterschalten um bei 20% noch hochzukommen? Wieviel Gaenge
braucht man den dafuer? Das treibt den Preis unsinnig hoch. Bei einem
normalen "Leichtlaufrad" reichen 6/7/8 Gaenge mit 200 bis 250%
Gesamtuebersetzung recht weit und sind schoen billig. Sowas nennt
man dan "angepasste Technologie".

MfG

Uwe Borchert

Uwe Borchert

unread,
Feb 22, 2001, 1:27:24 PM2/22/01
to
Hallo,

In <0t3a94d5b...@delta.citecs.de>, Helmut Springer <nospa...@faveve.uni-stuttgart.de> writes:
>Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> wrote:
>> aber Muell. Ein MTB ist am Berg (auf der Strasse, festen Wegen)
>> viel zu langsam. Da ist ein gutes 6 oder 7 Gang Sportrad mit
>
>[ ] Du kennst fuer primaere nutzung dieser art aufgebaute MTBs
>

[ ] Du kennst die Preise fuer die guten MTBs

Die Teile, die Du wohl meinst, sind sind nicht mehr im Segment
"Alltagsrad". Damit bleiben nur die "Billigst-MTBs" fuer unter
1000 bis max 1500 DM im Vergleich. Und da sehen die Teile schoen
alt aus.

MfG

Uwe Borchert

Volkmar Nissen

unread,
Feb 22, 2001, 4:39:20 PM2/22/01
to

Niels Groth <Niels...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9716ta$n3tad$1...@ID-61516.news.dfncis.de...

> Olaf Schultz wrote:
> >Einfach mal Probefahren auf einem Liegeradtreffen oder z.B. in
> >Germersheim (das Wochenende nach Ostern?)
> Wo ist das ?
http://www.spezialradmesse.de/ etwas südlich von Ludwigshafen.

Das ist nicht weit von hier. Ich werde ich "das" Liegeradfahren dort mal
ausprobieren.

>
> >Meine Erfahrung beim Baron: Geniale Geometrie, fährt sogar freihändig:)

Ist das ein Tieflieger?


>
> Hast Du evtl. für einen Liegeradintessierten Diamant-Fahrer zu Deinen
> Rädern gerade ein paar passene links (mit Bildern) parat ?


http://www.hpv.org/ die Web-Seiten des Human Powered Vehicles Deutschland
e.V.
http://www.velotrix.de/Liegerader/Baron/baron.html

Volkmar


Volkmar Nissen

unread,
Feb 22, 2001, 2:07:37 PM2/22/01
to

Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 3a955...@news.unibw-muenchen.de...

> Hallo,
>
> Markus Imhof <markus...@gmx.de> writes:
> >
> >Uwe Borchert wrote:
> >
> ..[...]...
> >
> Aber diese Lieger sind preislich jenseits von gut und boese... Damit
> sind diese Raeder fuer den Alltagsbetrieb eigentlich ungeeignet.

Wenn man als Alternative zum Alltagsrad ein Auto nimmt, ist ein exklusives
Rad immer noch billiger.
> ..[...]...


Volkmar

Markus Imhof

unread,
Feb 23, 2001, 3:29:27 AM2/23/01
to
Uwe Borchert wrote:
>
> Hallo,
>
...

> >
> Ist eigentlich beides recht nahe beieinander. Mit etwas Glueck findet
> man fuer 700 bis 800 DM ein brauchbares "Sport-Touren-Rad" oder wie man
> das im Moment nennen will. Marketing...
>
> Und vergleichen tu ich nur HPVs mit der Funktionaliatet von A nach B
> zu kommen und dem Fahren am Berg. Ich vergleiche nach Funktion und
> nicht Morphologie. ;-)=)

Na ja - ein HPV, mit dem ich von A nach B und über jeden Berg komme,
sind meine Wanderschuhe auch. Möglicherweise schneller ist ein
entsprechendes Upright. Definitiv bequemer ein Liegerad. Und ich bin nun
mal ein fauler/bequemer Sack :-)

....


> >
> Neee, sowas ist fuer ein Alltagsrad zu teuer. Oder anders: im Preis-
> segment "Alltagsrad" (Preis < 1000 DM) werden keine Lieger angeboten.

Dann hast Du andere Vorstellungen von einem 'Alltagsrad' als ich - oder
einen anderen Einsatzbereich. Aber unter 1000.- wirst Du (in .eu - .us
sieht es anders aus) wirklich keinen Lieger finden. Das unterste Ende
markiert AFAIK das Oke-Ja bei etwa 1300.-.

> >Das Upright w=FCrde ich gerne verkaufen, aber f=FCr R=E4der dieses Typs
> >(normales Herrenrad) besteht hier (im Land der Hollandr=E4der/Fietsen)
> >kein Markt.
> >
> Was ist fuer Dich ein normales Herrenrad? Damit kann ich nix anfangen.
> Ich meinte den Begriff "normales Herrenrad".

Das 'klassische' Rad - CroMo-Diamantrahmen, 28x1.75er Bereifung,
Schutzbleche, Licht, Nabenschaltung, Gepäckträger... (Schauff Cruiser,
wenn Dir das was sagt). Hat damals zusammen mit dem Schloß auch schon
1000.- gekostet, dazu diverse an- und umbauten.


...
> >Aber Du mu=DFt bei Bergstrecken mit dem Lieger halt eine andere Technik
> >fahren/lernen. Runterschalten und Hochkurbeln - mit Kraft kommst Du
> >nicht weit.
> >
> Soweit runterschalten um bei 20% noch hochzukommen? Wieviel Gaenge
> braucht man den dafuer? Das treibt den Preis unsinnig hoch.

Jein - die 'klassische' Liegeradschaltung ist die Sachs/SRAM 3x7,
gelegentlich modifiziert auf 3x8, mit Hoffen auf die neue 3x9 und bei
manchen Spezialisen auch noch mit mehrfach-Kettenblatt vorne :-).
Stadträder wie das Oke-Ja auch oft mit einer 7-Gang Nabe.

> Bei einem
> normalen "Leichtlaufrad" reichen 6/7/8 Gaenge mit 200 bis 250%
> Gesamtuebersetzung recht weit und sind schoen billig. Sowas nennt
> man dan "angepasste Technologie".

Ich sag' ja nicht, daß ich mit der 5-Gang Nabe keine Berge hochgekommen
wäre. Aber es liegt vielleicht auch eine andere Philosophie dahinter.

Gruß
Markus

Heinz Birthler

unread,
Feb 23, 2001, 3:55:35 AM2/23/01
to

Nun noch meinen Senf

Volkmar Nissen wrote:

> ich fahre jeden Tag 2*20 km zur Arbeit. Auch im Winter und bei Regen. Die
> Strecke ist weitgehend eben und gerade.

2 * ~14 seit 8 Jahren, 5 Jahre Liegerad.

> Da mir die Fahrt ein wenig zu lange dauert (45-55 min pro Tour), frage ich
> mich, ob ich mit einem Liegerad bei gleichem Energieaufwand schneller fahren
> könnte.

Du könntest, musst dann aber konsequent in Richtung Tiefliege gehen.
Unter http://www.kreuzotter.de kannst du feststellen, dass eine
Tiefliege in etwa soviel Leistung frisst, wie die Triathlon-Haltung.
Letzteres ist viel billiger erreichbar, aber auch ggf. unbequemer.

Schneller sein wollte ich einst auch, die zweite Intention war der
Wetterschutz, siehe unten.

> Und ob ein Liegerad als Alltagsrad geeignet ist.

Es ist. Der Großteil ist Gewohnheit.

> Ist es reparatur/wartungsanfälliger als ein normales Tourenrad mit
> Kettenschaltung.

Nein.
Teflonrohre als Kettenschutz und die längere Kette haben den angenehmen
Nebeneffekt die Wartungsintervalle erheblich zu verlängern. Die Verluste
durch Reibung sind kaum feststellbar, und spielen im Alltagsbetrieb
keine Rolle.

> Ist es auch im Winter bei Kälte/Nässe angenehm zu fahren? ...

Ja, im Grunde kein Unterschied. Unangenehm sind tiefer Schnee und das
kleine Vorderrad, mühselig. Ich steige dann meist auf mein
Spike-Normalrad um, denke aber irgendwann auf eine Tiefliege (damit
geht's auch) zu wechseln. Und noch nicht erwähnt: Bei hohen
Geschwindigkeiten sind Stürze eher lästig, aber kaum gefährlich.

Man kann aber an vielen Modellen eine Fronthaube montieren, und dann ist
es _erheblich_ angenehmer. Es ist dann nur noch eine Regenjacke/ Mütze
nötig. Egal ob eiskalter Wind oder Regen: Hände, Schuhe und Hose bleiben
trocken und warm. Auch bei 30min strömenden Regens (was selten
vorkommt), aber vor allem an Tagen wie (was häufiger vorkommt):
Regenhose an? Regenhose aus? doch an? doch aus? trifft man nie die
falsche Entscheidung. Hinzu kommt, dass man mit Regenhaube bei miesem
Wetter gleichschnell wie immer fährt: Keine Regenhose die hemmt oder den
Schweiß vermehrt. Sehr, sehr angenehm.

BTW: Ein Bekannter (2*25km) hat letztens wg. Verspannungen vom Triathlon
auf Tiefliege umgerüstet. Er ist etwas (IMO unwesentlich) schneller,
aber vor allem vom Komfort und der Atmungsfreiheit begeistert.

Unter dem reinen Geschwindigkeitsaspekt lohnt sich ein Liegerad nur,
wenn man sich konsequent auf Tiefliegen einlässt, alltagstaugliche Renn-
oder Tria-Räder sind i.A. billiger zu erzeugen. Hinsichtlich Komfort und
Wetterschutz ist eine Liege immer interessant.

Was noch nicht erwähnt wurde: Der Exotenfaktor macht einen meist
sichtbarer als den Normalradler. Zusammen mit dem "Sturzfaktor" fühle
ich mich sicherer als auf dem Normalrad. Hinzu kommt, dass mit vielen
Modellen auch Vollbremsungen einhändig! gemacht werden können und keine
Überschlag zu befürchten ist.

Heinz

Uwe Borchert

unread,
Feb 23, 2001, 7:21:47 AM2/23/01
to
Hallo,

..[...]...
>
>Na ja - ein HPV, mit dem ich von A nach B und =FCber jeden Berg komme,
>sind meine Wanderschuhe auch. M=F6glicherweise schneller ist ein


>entsprechendes Upright. Definitiv bequemer ein Liegerad. Und ich bin nun
>mal ein fauler/bequemer Sack :-)
>

Registriert ... Herr Autofahrer in Spe! ;-)=)

..[...]...

> Das 'klassische' Rad - CroMo-Diamantrahmen, 28x1.75er Bereifung,

> Schutzbleche, Licht, Nabenschaltung, Gep=E4cktr=E4ger... (Schauff


> Cruiser, wenn Dir das was sagt).

Nein.

> Hat damals zusammen mit dem Schlo=DF auch schon 1000.- gekostet,


> dazu diverse an- und umbauten.

Aber das waere mit 28x622er Reifen schon nahe am Sporttourenrad,
Leichtlaufrad oder wie Du das nennen willst. Mit einer Pentasport
sollte das ausreichen.

>
>Jein - die 'klassische' Liegeradschaltung ist die Sachs/SRAM 3x7,
>gelegentlich modifiziert auf 3x8, mit Hoffen auf die neue 3x9 und bei
>manchen Spezialisen auch noch mit mehrfach-Kettenblatt vorne :-).

>Stadtr=E4der wie das Oke-Ja auch oft mit einer 7-Gang Nabe.
>
Schaun mer mal...

>> Bei einem
>> normalen "Leichtlaufrad" reichen 6/7/8 Gaenge mit 200 bis 250%
>> Gesamtuebersetzung recht weit und sind schoen billig. Sowas nennt
>> man dan "angepasste Technologie".
>

>Ich sag' ja nicht, da=DF ich mit der 5-Gang Nabe keine Berge hochgekommen
>w=E4re. Aber es liegt vielleicht auch eine andere Philosophie dahinter.
>
Am Upright? Zu lange Uebersetzung? IdR haben Nabenschaltungen viel
zu lange Uebersetzungen ab Werk. Aber das ist schon seit 30 Jahren
oder laenger so.

MfG

Uwe Borchert

Mathias Böwe

unread,
Feb 24, 2001, 5:57:48 AM2/24/01
to
Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> wrote:

> Aber diese Lieger sind preislich jenseits von gut und boese... Damit
> sind diese Raeder fuer den Alltagsbetrieb eigentlich ungeeignet.

Meinst Du? Ich kenne genügend Leute, die für ihr Alltags-Stadtgefährt
deutlich fünfstellige Summen hingeblättert haben. Daß Du nicht bereit
oder in der Lage bist, dasselbe zu tun, sei dahingestellt, aber sehr
viele Menschen sind dazu durchaus in der Lage.

> Neee, sowas ist fuer ein Alltagsrad zu teuer. Oder anders: im Preis-
> segment "Alltagsrad" (Preis < 1000 DM) werden keine Lieger angeboten.

Ih kenne genügend Leute, deren Alltagsrad z. T. deutlich über 2TDM
kostete. In diesen Preis- und Qualitätsregionen kann übrigens der
Gebrauchtkauf eine interessante Sache sein, egal ob upright oder
downleft.

Mathias
--
inzwischen auch ohne signature

Kurt Fischer

unread,
Feb 24, 2001, 9:22:32 AM2/24/01
to
Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:

> Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> wrote:

> > Neee, sowas ist fuer ein Alltagsrad zu teuer. Oder anders: im Preis-
> > segment "Alltagsrad" (Preis < 1000 DM) werden keine Lieger angeboten.
>
> Ih kenne genügend Leute, deren Alltagsrad z. T. deutlich über 2TDM
> kostete. In diesen Preis- und Qualitätsregionen kann übrigens der
> Gebrauchtkauf eine interessante Sache sein, egal ob upright oder
> downleft.

Ich denke, dies gilt für Liegeräder sogar in verstärktem Maß. Auf dem
Gebrauchtmarkt finden sich sehr viele hochwertige, praktisch ungefahrene
Lieger zu einem sehr günstigen Preis, dafür sind mehrere Faktoren
verantwortlich:

- Viele Anfänger kaufen Liegeräder per Katalog mangels Möglichkeit zur
Probefahrt, was zu Fehlkäufen führen kann

- Gerade bei Liegerädern haben Einsteiger völlig falsche, meist
unrealistisch überzogene Erwartungen. Auch ein Lieger ist ein
Muskelfahrzeug, dessen Geschwindigkeit von der Leistung des
Fahrers abhängig ist.
Nicht selten ist den Neulingen auch das Aufsehen und die Neugier der
Umwelt zuviel und das Rad verschwindet still und leise im Keller.

- die Entwicklung geht bei den Liegern rasend schnell, die Freaks
wollen natürlich stets die neuesten Modelle, können die alten aber
nicht immer behalten und stoßen sie deshalb günstig ab.

- Einige Radgeschäfte halten Probefahrräder bereit, die sie ebenfalls
sehr günstig abgeben

Fazit: Wo ein Wille ist, ist auch ein (günstiges) Liegerad

ciao,
Kurt
--
Empfehlenswert für Einsteiger ins Usenet:
Richtiges Zitieren: http://learn.to/quote oder http://got.to/quote
FAQ für OE: http://oe-faq.de
news:de.newusers.infos (Texte), news:de.newusers.questions (Diskussion)

Anton Ertl

unread,
Feb 24, 2001, 1:19:05 PM2/24/01
to
In article <3A94CB46...@gmx.de>,

Markus Imhof <markus...@gmx.de> writes:
>Aber das mal beiseite - es kommt drauf an. Ein Liegerad ist halt
>konstruktionsbedingt schwerer als ein _vergleichbares_ Upright (es gibt
>auch leichtlaufende Sportlieger, und ob die dann bei gleicher Leistung
>am Berg langsamer sind als ein MTB wage ich doch zu bezweifeln. Aber im
>Sprint und am Berg ist auch ein Rennlieger langsamer als ein
>entsprechendes Rennrad

Beim Sprint wahrscheinlich, auf richtigen Bergen nicht nennenswert
(halt gerade das, was sich aus den paar % Gewichtsunterschied ergibt).
Ich selbst kann's nicht richtig vergleichen, beim Upright hatte ich
eine Uebersetzung, mit der ich richtige Berge nur raufschieben konnte.
Aber ein Freund hat auf dem Hocheck (ca. 550 Hoehenmeter) sowohl mit
Upright als auch mit dem Liegerad ca. 35 min gebraucht.

>Aber Du mu=DFt bei Bergstrecken mit dem Lieger halt eine andere Technik


>fahren/lernen. Runterschalten und Hochkurbeln - mit Kraft kommst Du
>nicht weit.

Ich komme auch auf dem Upright mit Kraft nicht weit, und ich denke,
ich bin nicht der einzige; auf meiner letzten Alpentour war ich mit
einem Freund unterwegs: er auf einem Treckingbike, ich auf einem
Langlieger; bergab bin ich ihm davon gerollt (mehr Gewicht und
besserer Luftwiderstand), in der Ebene war er eher schneller (er hatte
offenbar mehr Leistung), am ersten Berg einer Etappe war er auch
schneller, aber am zweiten Berg einer Etappe war ich schneller; ich
denke, da hat sein hoeherer Krafteinsatz sich geraecht.

Anton Ertl

unread,
Feb 24, 2001, 1:42:16 PM2/24/01
to
In article <97324l$3mi$2...@news.cityweb.de>,

"Steffen H." <steffe...@cityweb.de> writes:
>
>"Anton Ertl" <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> schrieb im Newsbeitrag
>news:96ukgm$l59$1...@news.tuwien.ac.at...
>
>> >Da mir die Fahrt ein wenig zu lange dauert (45-55 min pro Tour), frage
>ich
>> >mich, ob ich mit einem Liegerad bei gleichem Energieaufwand schneller
>fahren
>> >könnte.
>>
>> Nicht nennenswert, solange es nicht verkleidet ist.
>
>was heißt nennenswert? plus 3 kmh ist für mich schon nennenswert, weil ne
>ganze menge

Naja, kommt daruf an, womit man's vergleicht:

Einer meiner Freunde rollt bergab mit seinem Rennrad in
Abfahrtshaltung mir auf einem Peer Gynt und auch auf einer Street
Machine davon, obwohl er weniger wiegt und sein Rad auch (also weniger
Energie aufwendet). Der Geschwindigkeitsunterschied war allerdings
gering.

Andererseits bin ich mit dem Peer Gynt schon deutlich schneller bergab
gerollt als ein anderer Freund, der ein Treckingrad fuhr; da hat aber
auch wieder das hoehere Gewicht auf meiner Seite mitgeholfen.

Naja, jedenfalls wuerde es mich sehr wundern, wenn der urspruengliche
Poster mit einem unverkleideten Liegerad (ausser vielleicht
Tieflieger; da habe ich keine Erfahrung) auf seiner Strecke im
Durchschnitt fuenf Minuten schneller waere; und wahrscheinlich wuerde
er einen aehnlich grossen Effekt mit einer billigeren Massnahme wie
einen Zzipper erzielen.

Volkmar Nissen

unread,
Feb 25, 2001, 5:34:14 AM2/25/01
to

Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> schrieb in im Newsbeitrag:
978va8$9vn$1...@news.tuwien.ac.at...

> In article <97324l$3mi$2...@news.cityweb.de>,
> "Steffen H." <steffe...@cityweb.de> writes:
> >
> >"Anton Ertl" <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> schrieb im Newsbeitrag
> >news:96ukgm$l59$1...@news.tuwien.ac.at...
> >
> Naja, jedenfalls wuerde es mich sehr wundern, wenn der urspruengliche
> Poster mit einem unverkleideten Liegerad (ausser vielleicht
> Tieflieger; da habe ich keine Erfahrung) auf seiner Strecke im
> Durchschnitt fuenf Minuten schneller waere; und wahrscheinlich wuerde
> er einen aehnlich grossen Effekt mit einer billigeren Massnahme wie
> einen Zzipper erzielen.
>
Was ist ein Zzipper?

Volkmar

Andreas Borutta

unread,
Feb 25, 2001, 7:32:55 AM2/25/01
to
Volkmar Nissen wrote:

> Was ist ein Zzipper?

Eine "Frontverkleidung" für ein Upright aus durchsichtigem
Polycarbonat, welche mit Klettverschluß z. B. an den Rennbremsgriffen
befestigt wird.
Höhe (geschätzt): ~50cm
Breite: ~10cm mehr als der Lenker.

An *Berliner können den Zzipper gerne bei mir borgen* dreas

Gerald Eischer

unread,
Feb 25, 2001, 10:02:37 AM2/25/01
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:

> Volkmar Nissen wrote:
>
> > Was ist ein Zzipper?
>
> Eine "Frontverkleidung" für ein Upright aus durchsichtigem

Gibt es in größerer Ausführung auch für Liegeräder.

--
Gerald |FAQ zu de.rec.fahrrad: http://ntklotz.gmd.de/drf/faq/ |
|Für OE-luser: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |
|Hamster: http://www.realhamster.com |
> Bitte Mehl-Adresse im Reply-To-Header verwenden <

Andreas Stiasny

unread,
Feb 25, 2001, 12:35:55 PM2/25/01
to
Volkmar Nissen wrote:

> Was ist ein Zzipper?

Ein aerodynamisches Hilfsmittel, siehe http://www.zzipper.com.
Der reduzierte Luftwiderstand ist bei Geschwindigkeiten jenseits
von 30, bei Gegenwind und natürlich besonders bergab deutlich zu
spüren. Ein gewisser Schutz gegen Kälte und Nässe ist auch vorhanden.
Bei 2 Grad Aussentemperatur und Nieselregen fahre ich sonst nicht
ohne Handschuhe. Auf Langstreckenfahrten verwende ich den Zzipper
immer wieder gerne. Auf Kurzstrecken oder im Alltag verwende ich ihn
weniger gern.


- Andreas

Niels Groth

unread,
Feb 25, 2001, 5:12:47 PM2/25/01
to
Kurt Fischer wrote:

>> In diesen Preis- und Qualitätsregionen kann übrigens der
>> Gebrauchtkauf eine interessante Sache sein, egal ob upright oder
>> downleft.
>
>Ich denke, dies gilt für Liegeräder sogar in verstärktem Maß. Auf dem
>Gebrauchtmarkt finden sich sehr viele hochwertige, praktisch ungefahrene
>Lieger zu einem sehr günstigen Preis, dafür sind mehrere Faktoren
>verantwortlich:

Gibts irgendwo ne Übersicht / "Marktplatz" für Gebrauchtlieger ?
Wäre ja interessant.

Niels

Andreas Stiasny

unread,
Feb 25, 2001, 7:23:00 PM2/25/01
to
Niels Groth wrote:

> Gibts irgendwo ne Übersicht / "Marktplatz" für Gebrauchtlieger ?


War aber schwer zu erraten :-)

http://www.liegerad.com/gebraucht/

Unsere österreichische Liste ist zur Zeit eher kurz:

http://fahrradstudio.at/gebraucht.htm


- Andreas

C Ascheberg

unread,
Feb 26, 2001, 1:57:32 AM2/26/01
to
Im Artikel <3A962587...@gmx.de>, Heinz Birthler <birt...@gmx.de>
schreibt:

>> Ist es auch im Winter bei Kälte/Nässe angenehm zu fahren? ...

ja,
das Schutzblech am 20" vorne wirkt besser als das der 28"er. Weniger Dreck
auf Kette und Schaltung, sowie Hinterrad. Die Kette selbst läuft im Teflonrohr.
Nach einer Regentour sa mein Triatlon aus, wie Sau. dem Lieger war nur wenig
anzusehen. (Ich fahre 5km je Strecke auf Feldwegen).
Gamaschen für die Füße können zu Hause bleiben, statt dessen empfiehlt sich
für extremen Regen eine Regenhose.

>Man kann aber an vielen Modellen eine Fronthaube montieren, und dann ist
>es _erheblich_ angenehmer. Es ist dann nur noch eine Regenjacke/ Mütze
>nötig. Egal ob eiskalter Wind oder Regen: Hände, Schuhe und Hose bleiben
>trocken und warm. Auch bei 30min strömenden Regens (was selten
>vorkommt), aber vor allem an Tagen wie (was häufiger vorkommt):
>Regenhose an? Regenhose aus? doch an? doch aus? trifft man nie die
>falsche Entscheidung. Hinzu kommt, dass man mit Regenhaube bei miesem
>Wetter gleichschnell wie immer fährt: Keine Regenhose die hemmt oder den
>Schweiß vermehrt. Sehr, sehr angenehm.
>
>BTW: Ein Bekannter (2*25km) hat letztens wg. Verspannungen vom Triathlon
>auf Tiefliege umgerüstet. Er ist etwas (IMO unwesentlich) schneller,
>aber vor allem vom Komfort und der Atmungsfreiheit begeistert.

hey, das bin ja ich.

>
>Unter dem reinen Geschwindigkeitsaspekt lohnt sich ein Liegerad nur,
>wenn man sich konsequent auf Tiefliegen einlässt, alltagstaugliche Renn-
>oder Tria-Räder sind i.A. billiger zu erzeugen. Hinsichtlich Komfort und
>Wetterschutz ist eine Liege immer interessant.

ja.


>Heinz
Christian


Heinz Birthler

unread,
Feb 26, 2001, 3:25:36 AM2/26/01
to
Andreas Stiasny wrote:
>
> Volkmar Nissen wrote:
> > Was ist ein Zzipper?
>
> Ein aerodynamisches Hilfsmittel, siehe http://www.zzipper.com.
> Der reduzierte Luftwiderstand ist bei Geschwindigkeiten jenseits
> von 30, bei Gegenwind und natürlich besonders bergab deutlich zu
> spüren.

Kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe den Streamer von HP-Velotechnik
(der weniger voluminös als ein Zzipper ist) zwei Jahre im Einsatz
gehabt, und habe auch einen Zzipper zur Hand gehabt. Ich würde den
aerodynamischen Vorteil als vernachlässigbar beurteilen (max. 1min auf
30 min Fahrt, nur bei idealer Montage). Der Wetterschutz hingegen ist
grandios.

Heinz

Heinz Birthler

unread,
Feb 26, 2001, 3:19:57 AM2/26/01
to
Anton Ertl wrote:

> [Geschwindigkeitserhöhung an Liegerad]

> wahrscheinlich wuerde
> er einen aehnlich grossen Effekt mit einer billigeren Massnahme wie
> einen Zzipper erzielen.

Nein.

Der Zzipper (ca. Halb-Ei-Form, USA) und auch der Streamer (ca. halbe
Röhre mit Kugelfront) bieten sehr guten Regen- und Windschutz. Aber als
aerodynamische Hilfe taugen sie nicht. Der Luftstrom greift fließt viel
zu sehr drumherum, und die auftretenden Verwirbelungen werden nicht
verhindert. Dafür müsste schon die komplette Radfront bis zum Fahrer
geschlossen werden. Eine Heckhutze ist da erheblich effektiver.

Das beste Mittel zur Geschwindigkeiterhöhung bleibt die
Querschnittsverminderung, entweder TriaHaltung oder Tiefliege d.h. Beine
erhöht und vor dem Körper. Das bringt gleichzeitig einen besseren
cw-Wert, wobei sich die Tria-Haltung kaum von einer Tiefliege
unterscheidet. An letzterer hat man allerdings den Vorteil völlig
unproblematisch ein deutliches Plus durch eine Heckhutze zu schaffen.

Auf den Web-Seiten von M5 ist ein Vergleich zu notwendigen Leistung
gezeigt, auffindbar über http://www.ligfiets.net.

> Naja, jedenfalls wuerde es mich sehr wundern, wenn der urspruengliche
> Poster mit einem unverkleideten Liegerad (ausser vielleicht
> Tieflieger; da habe ich keine Erfahrung) auf seiner Strecke im
> Durchschnitt fuenf Minuten schneller waere;

Bei Tiefliege vs. Rennrad durchaus denkbar, bei Tria-Haltung kaum ein
Unterschied.

Heinz

Steffen H.

unread,
Feb 25, 2001, 10:49:06 AM2/25/01
to

"Anton Ertl" <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> schrieb im Newsbeitrag
news:978va8$9vn$1...@news.tuwien.ac.at...

> In article <97324l$3mi$2...@news.cityweb.de>,
> "Steffen H." <steffe...@cityweb.de> writes:


>
> Naja, jedenfalls wuerde es mich sehr wundern, wenn der urspruengliche
> Poster mit einem unverkleideten Liegerad (ausser vielleicht
> Tieflieger; da habe ich keine Erfahrung) auf seiner Strecke im
> Durchschnitt fuenf Minuten schneller waere;

ist doch schon was...
der unterschied (liege)rad ist hier auf dem land gegenüber auto (!) be1 10
km um die 10 minuten....

und wahrscheinlich wuerde
> er einen aehnlich grossen Effekt mit einer billigeren Massnahme wie
> einen Zzipper erzielen.

den kannst auch an den lieger bauen...
aber wie beschrieben: viiiiiiel bringt das nicht
aber andererseits ist liegeradfahren einfach entspannender, erst recht bei
gegenwind.

steffen


Volkmar Nissen

unread,
Feb 26, 2001, 4:28:32 PM2/26/01
to

Niels Groth <Niels...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
97c109$ojkqa$1...@ID-61516.news.dfncis.de...
z.B. www.hpv.org
Volkmar
>
> Niels


Steffen H.

unread,
Feb 26, 2001, 5:47:30 AM2/26/01
to

"Andreas Stiasny" <use...@stiasny.priv.at> schrieb im Newsbeitrag
news:97bfpr$dh$1...@fyrine.stiasny.priv.at...

> Volkmar Nissen wrote:
>
> > Was ist ein Zzipper?
>
> Ein aerodynamisches Hilfsmittel, siehe http://www.zzipper.com.
> Der reduzierte Luftwiderstand ist bei Geschwindigkeiten jenseits
> von 30,

jenseits von etwa 16 kmh!
schon bei 20 überwiegt der luftwiderstand

steffen


Uwe Borchert

unread,
Feb 28, 2001, 8:00:38 AM2/28/01
to
Hallo,

Mathia...@t-online.de (=?ISO-8859-1?Q?Mathias_B=F6we?=) writes:
>
>Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> wrote:
>
>> Aber diese Lieger sind preislich jenseits von gut und boese... Damit
>> sind diese Raeder fuer den Alltagsbetrieb eigentlich ungeeignet.
>
>Meinst Du? Ich kenne genügend Leute, die für ihr Alltags-Stadtgefährt
>deutlich fünfstellige Summen hingeblättert haben. Daß Du nicht bereit
>oder in der Lage bist, dasselbe zu tun, sei dahingestellt, aber sehr
>viele Menschen sind dazu durchaus in der Lage.
>

Einspruch! Da scheinst Du Dich zu taeuschen. Viele Alltagsradler sind
Studenten oder andere Geringverdiener. Bereits ein normaler Verdiener
ist kaum in der Lage mal auf die Schnelle eine 5stellige Summe auf den
Tisch zu legen. Und die allerwenigsten sind es dann auch noch bereit.

>> Neee, sowas ist fuer ein Alltagsrad zu teuer. Oder anders: im Preis-
>> segment "Alltagsrad" (Preis < 1000 DM) werden keine Lieger angeboten.
>
>Ih kenne genügend Leute, deren Alltagsrad z. T. deutlich über 2TDM
>kostete. In diesen Preis- und Qualitätsregionen kann übrigens der
>Gebrauchtkauf eine interessante Sache sein, egal ob upright oder
>downleft.
>

Ich kenne zwar einige dieser 2tDM-Radler, aber viele der Alltagsfahrer
haben alte, meistens einfacherer oder Sperrmuellraeder fuer weit unter
1000 DM. Ich halte das auch fuer eine sinnvolle Preisklasse. Ein
Reise- oder Sportrad kann durchaus teurer sein, beim Alltagsrad lohnt
es sich aber kaum (Ausnahme sind da vielleicht Sonderausstattungen wie
Nabendynamos und Hydraulikbremsen).

MfG

Uwe Borchert

Heinz Birthler

unread,
Feb 28, 2001, 9:59:15 AM2/28/01
to
Uwe Borchert wrote:

>Mathia...@t-online.de (=?ISO-8859-1?Q?Mathias_B=F6we?=) writes:
> >Ih kenne genügend Leute, deren Alltagsrad z. T. deutlich über 2TDM
> >kostete.

> Ich kenne zwar einige dieser 2tDM-Radler, aber ... beim Alltagsrad lohnt


> es sich aber kaum (Ausnahme sind da vielleicht Sonderausstattungen wie

> Nabendynamos und Hydraulikbremsen)... viele der Alltagsfahrer


> haben alte, meistens einfacherer oder Sperrmuellraeder fuer weit unter
> 1000 DM.

Das stimmt doch nur, wenn der Alltagsradler wenige km und vor allem
kurze Distanzen fährt.
Alle Vielradler im Bekanntenkreis, auch die wenigen (armen) Studenten
darunter, besitzen meist mehr als ein Rad, und dazu meist mehr als ein
teures Rad, d.h. wer viele km und vor allem lange Wege zurücklegt,
tendiert zum Höherwertigen.

Auf kurzen Distanzen spielt die Qualität (und der Preis) eines Rades IMO
eine viel geringere Rolle. Den einen km in die Stadt kann ich auch mit
der Klappmühle fahren.

Heinz

Holger Schauer

unread,
Feb 28, 2001, 11:29:08 AM2/28/01
to
>>>>"HB" == Heinz Birthler schrieb am Wed, 28 Feb 2001 15:59:15 +0100:

> Auf kurzen Distanzen spielt die Qualität (und der Preis) eines
> Rades IMO eine viel geringere Rolle. Den einen km in die Stadt kann
> ich auch mit der Klappmühle fahren.

Können kann man, ja. Wollen will man nicht.

Holger

--
--- http://www.coling.uni-freiburg.de/~schauer/ ---
"Hi ! I'm a .signature virus!
Copy me into your ~/.signature to help me spread!"

Uwe Borchert

unread,
Feb 28, 2001, 1:31:02 PM2/28/01
to
Hallo,

Heinz Birthler <birt...@gmx.de> writes:


>
>Uwe Borchert wrote:
>>
>> Ich kenne zwar einige dieser 2tDM-Radler, aber ... beim Alltagsrad lohnt
>> es sich aber kaum (Ausnahme sind da vielleicht Sonderausstattungen wie
>> Nabendynamos und Hydraulikbremsen)... viele der Alltagsfahrer
>> haben alte, meistens einfacherer oder Sperrmuellraeder fuer weit unter
>> 1000 DM.
>
>Das stimmt doch nur, wenn der Alltagsradler wenige km und vor allem
>kurze Distanzen fährt.

1000 DM ist auch noch fuer 10 oder mehr km gut. Natuerlich darf dann
kein unnoetiger, preistreibender Schnickschnack am Rad sein.

>Alle Vielradler im Bekanntenkreis, auch die wenigen (armen) Studenten
>darunter, besitzen meist mehr als ein Rad, und dazu meist mehr als ein
>teures Rad, d.h. wer viele km und vor allem lange Wege zurücklegt,
>tendiert zum Höherwertigen.
>

Kenn ich nur im geringen Umfang.

>Auf kurzen Distanzen spielt die Qualität (und der Preis) eines Rades IMO
>eine viel geringere Rolle. Den einen km in die Stadt kann ich auch mit
>der Klappmühle fahren.
>

Der Bereich um die 10 km ist der interessante Teil. Und da geht es
wirklich billiger. Das Problem ist nur die richtige Anpassung ohne
unnoetigen Schnickschnack und Kram.

MfG

Uwe Borchert

Mathias Böwe

unread,
Feb 28, 2001, 1:56:14 PM2/28/01
to
Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> wrote:

> Einspruch! Da scheinst Du Dich zu taeuschen. Viele Alltagsradler sind
> Studenten oder andere Geringverdiener. Bereits ein normaler Verdiener
> ist kaum in der Lage mal auf die Schnelle eine 5stellige Summe auf den
> Tisch zu legen. Und die allerwenigsten sind es dann auch noch bereit.

Naja, aber wenn ich sehe, daß allein auf deutschen Straße über vierzig
Millionen dieser Teile herumfahren (auch wenn zugegebenermaßen nicht
alle das Ding neu gekauft haben), können es sooo wenige dann doch nicht
sein.

Volkmar Nissen

unread,
Feb 28, 2001, 4:42:52 PM2/28/01
to
Hallo,

Heute hat mit ein Tieflieger überholt und nach ca 5 km abgehängt.
Das hat mich in meiner Überzeugung bestärkt auch einen Tieflieger mal
auszuprobieren. Vielleicht ist das ja illusorisch gleich mit einem
Tieflieger anzufangen, aber einen Versuch ist es wohl wert. Die Strecke, die
ich fahre ist ziemlich unkompliziert. Wenig Kurven, drei Ampeln, fast alles
geradeaus.

Der Tieflieger, der mich überholt hat, hatte hinten eine Federung/Dämpfung,
die beim Überfahren von Unebenheiten auch sichtbar gewirkt haben muss. Ich
hatte den Eindruck, daß die Federung zum
Fahrkomfort beitragen kann. Habt Ihr Erfahrungen, ob sich der Einsatz eines
gefederten Tiefliegers lohnt?

Rahmenbruch? Inzwischen habe ich einiges über Liegeräder gelesen (z.B.
Enhydra, Baron). Aufgrund der
Rahmenkonstruktion des heutigen normalen Tiefliegers mit einem dicken
Hauptrohr, durch das das
Steuerrohr durchgeführt wird, ist dieser Punkt besonders kritisch. Kommen
Ermüdungsbrüche dort bei
allen Modellen vor? Oder sind diese Probleme bei neuen Modellen gelöst?

Andernfalls könnte man sich ja auch ein Liegerad bauen, wo das
Hauptrahmenrohr im Bereich des
Steuerrohrs geschlitzt wird. Dieser Schlitz kann aufgeweitet und mit einem
Blech wieder verschlossen werden, um so das Widerstandsmoment des Rohres an
der kritischen Stelle zu erhöhen,
ohne den Rahmen wesentlich schwerer zu machen. Es wäre dann sogar möglich,
innen Verstärkungsdreiecke einzusetzen. Hat das schon mal jemand probiert?


Volkmar

Kurt Fischer

unread,
Feb 27, 2001, 5:15:22 PM2/27/01
to
Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:

Das Geld ist zweifelsfrei da, nur, die Prioritäten werden meist anders
gesetzt. Für das Rad geben eigentlich nur diejenigen Geld aus, die es
als Hobby und Sport betreiben, und die können innerhalb ihres Umfeldes
damit auch durchaus Eindruck schinden.

Insgesamt gesehen ist das Rad als Verkehrsmittel aber keineswegs ein
Statussymbol, im Gegenteil, es hat den Ruch des Ärmlichen.

Ein Auto dagegen halten viele für essentiell notwendig und zwar nicht
nur irgendeines, sondern durchaus ein bestimmtes Modell, mit dem man
seinen Status adäquat präsentieren will.

Und dieses Auto, oft überdimensioniert für die eigentlichen Bedürfnisse,
bindet eine Menge Kapital, für ein Fahrrad, das nur gelegentlich bewegt
wird, bleibt da nicht mehr viel übrig.

Einfache Rechnung:
Statt eines 50kDM Auto eines für 20KDM. Mit den verbleibenden 30kDM läßt
sich die gesamte Familie mit Luxus(liege)rädern ausstatten und da sind
dann schon Kleidung, Reparatur und Material auf Jahre inklusive.

Okay, ist Träumerei, ich weiß, aber im Prinzip machbar.

Ciao,

Andreas Borutta

unread,
Feb 28, 2001, 6:11:26 PM2/28/01
to
Kurt Fischer wrote:

> Insgesamt gesehen ist das Rad als Verkehrsmittel aber keineswegs ein
> Statussymbol

Was meinst Du was für ein Geschrei losginge, wenn ich beginnen würde
das äußere Erscheinungsbild von den Rädern einiger Radler aus dieser
Gruppe zu verändern.
Sie würden mich lynchen, nein schlimmer, mit Helm auf Radwege zwingen.

Ich glaube, die meisten die hier lesen, mich ausdrücklich
eingeschlossen, sind schon recht fahrradtechnikverliebt.

Somit stellt das Präsentieren dieser Technik immer auch einen gewissen
Status her.

Aber gut, im engen Sinne repräsentiert es keinen gesellschaftlichen
Status. Sondern eher den Status des technisch kompetenten und die
richtigen (tm) Prioritäten setzenden Verkehrsteilnehmers.

Und Du kennst es sicher als Liegeradler. Dein Radtyp verleiht Dir
(ohne Dich zu fragen) den Status des Extrovertierten.

Andreas

Mathias Böwe

unread,
Mar 1, 2001, 1:19:06 AM3/1/01
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

> Somit stellt das Präsentieren dieser Technik immer auch einen gewissen
> Status her.

Du hast nicht ganz unrecht, aber der Unterschied ist der: Wenn ich einen
Zweieinhalbtonner bewege sieht jeder, daß das ein Zweieinhalbtonner ist.
Aber wer ahnt schon, was für feine Technik ich spazierenfahre? Da sieht
fast niemand hinterher, wenn ich nicht gerade Birdy fahre.

Olaf Schultz

unread,
Mar 1, 2001, 4:08:45 AM3/1/01
to
Volkmar Nissen wrote:
...

> die beim Überfahren von Unebenheiten auch sichtbar gewirkt haben muss. Ich
> hatte den Eindruck, daß die Federung zum
> Fahrkomfort beitragen kann. Habt Ihr Erfahrungen, ob sich der Einsatz eines
> gefederten Tiefliegers lohnt?
Wenn ich mir die Berichte der Kreuzotterfraktion (ein Teil ist im Winter
inzwischen allerding auf Quests unterwegs:) anhöre, dann bringt die
Federung viel. Kommt halt auf die Strecken an. Grobes Steifpflaster
bringt eindeutig keinen Spaß. Glattes Pflaster ist auch mit dem Baron
gut zu ertragen, teilweise besser als mit einem hohen Lieger (mein
Gefühl). _Richtig_ fetzen tut's aber erst bei glattem Asphalt in
Serpentinen bergab, davor bringt's nur jede Menge Spaß:=)


> Rahmenbruch? Inzwischen habe ich einiges über Liegeräder gelesen (z.B.
> Enhydra, Baron). Aufgrund der

Enhydra ist Eigenbau und am Anfang unterdimensioniert. War ja auch mein
erstes Rad:) Inzwischen hält's.

Der Optima Baron soll wenig Probleme haben. Meines halt; und eventuell
geistert da noch ein anderer Rahmenbruch rum (kann aber auch meiner
sein, der mir da über Umwege zu Ohren gekommen ist). Aber auch andere
Rahmen, auch Uprights, sind nicht dauerbruchfest (gerade neulich in
einem Vortrag wieder so einen Fall, Stahlrahmen, keine 500~km alt,
gesehen).

> Rahmenkonstruktion des heutigen normalen Tiefliegers mit einem dicken
> Hauptrohr, durch das das
> Steuerrohr durchgeführt wird, ist dieser Punkt besonders kritisch. Kommen

Nicht unbedingt die Stelle. Der haariger (Haarriß war's nicht mehr) war
relativ weit vom Steurrohr weg in einer Wechselspannungsbereich (Nicht
treten Zug, Treten Druck).


> Ermüdungsbrüche dort bei
> allen Modellen vor? Oder sind diese Probleme bei neuen Modellen gelöst?

Frag mich nicht, habe inzwischen 'n neuen Rahmen und fange erst wieder
mit dem Lastwechselsammeln an. Die Einflüsse sind zu komplex: Kann
Konstruktion sein, kann Fertigung sein. Ich hoffer Fertigung (Schweißer,
Alu auslagern... halt alles schwer zu erfassende Randbedingungen).

>
> Andernfalls könnte man sich ja auch ein Liegerad bauen, wo das
> Hauptrahmenrohr im Bereich des
> Steuerrohrs geschlitzt wird. Dieser Schlitz kann aufgeweitet und mit einem
> Blech wieder verschlossen werden, um so das Widerstandsmoment des Rohres an
> der kritischen Stelle zu erhöhen,
> ohne den Rahmen wesentlich schwerer zu machen. Es wäre dann sogar möglich,
> innen Verstärkungsdreiecke einzusetzen. Hat das schon mal jemand probiert?

Au ja. Wer bezahlt mir das IHU-Werkzeug für solche Rahmen aus Stahl in
der Baron-Geometrie? Mal im Ernst: Es ist mit Heimwerkermitteln nahezu
unmöglich 'ne Muffer herzustellen, es sei denn, man läßt massiv den
Schweißbrenner walten. Da ist der Ansatz mit Schlitz und auffüllen zwar
nett, aber die Steifigkeit bracht man in dem Bereich nicht unbedingt
horizontal sondern vertikal (Kettenzugkräfte), da liegt das Rohr aber
nicht im Weg. Bloß bei <1000 Stk oder so und Formbaukosten von mehreren
Einfamilienhäusern.... (man muß ja auch erstmal dünnwandiges Präsirohr
in ein Z biegen...

Olaf, nur mein Baulieger läßt sich nicht freihändig fahren, Schultz
--
Olaf Schultz TU Hamburg Harburg, AB 5-03
Denickestraße 15 21073 Hamburg-Harburg
Tel.: 040/42878 2516 email: O.Sc...@tu-harburg.de
http://experte.kt2.tu-harburg.de http://www.tu-harburg.de/~kt2os

Markus Imhof

unread,
Mar 1, 2001, 4:04:25 AM3/1/01
to
Volkmar Nissen wrote:
>
....

> Der Tieflieger, der mich überholt hat, hatte hinten eine Federung/Dämpfung,
> die beim Überfahren von Unebenheiten auch sichtbar gewirkt haben muss. Ich
> hatte den Eindruck, daß die Federung zum
> Fahrkomfort beitragen kann. Habt Ihr Erfahrungen, ob sich der Einsatz eines
> gefederten Tiefliegers lohnt?

Kommt drauf an, wofür. Komfort ja - aber bei Rennen drehen die meisten
die Federung zu oder fahren ungefedert. Aber da Du in aller Regel einen
ziemlich harten Sitz haben wirst und gerade bei einem Tieflieger flach
auf der Wirbelsäule liegst und damit die Stöße aus einer Richtung
kommen, in der Du praktisch nichts mehr selbst abfedern kannst, lohnt
sich IMO eine Federung schon.

>
> Rahmenbruch? Inzwischen habe ich einiges über Liegeräder gelesen (z.B.
> Enhydra, Baron).

Na ja, Olaf kriegt halt alles kaputt ;-). Die Enhydra ist auf der Basis
eines 'normalen' Fahrradrahmens gebaut, und das Baron ist - für
Liegeräder - ein ziemlicher Leichtbau. Bei meinen Raädern hatte ich
bisher keine Probleme mit dem Rahmen. Das Flevo Basic ist allerdings
auch ein ziemlicher Panzer und auch Challenge ist nicht unbedingt dafür
berühmt, besonders leichte Räder zu bauen.

Gruß
Markus

Kurt Fischer

unread,
Feb 28, 2001, 4:06:08 AM2/28/01
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

> Kurt Fischer wrote:
>
> > Insgesamt gesehen ist das Rad als Verkehrsmittel aber keineswegs ein
> > Statussymbol

[...]


> Ich glaube, die meisten die hier lesen, mich ausdrücklich
> eingeschlossen, sind schon recht fahrradtechnikverliebt.
>
> Somit stellt das Präsentieren dieser Technik immer auch einen gewissen
> Status her.

Richtig, aber diese Gruppe hier ist ja nicht einmal für alle Radfahrer
repräsentativ, geschweige denn für einen Großteil der Gesellschaft. Die
meisten Menschen orientieren sich aber an der Mehrheit oder was sie
dafür halten, bzw an ihrem direkten Umfeld, und da wieder vor allem an
denen, die ihnen an Rang überlegen sind. Menschen haben viel mehr von
Schafen an sich, als sie sich gerne eingestehen wollen. Das Mitlaufen in
der Herde ist eben nicht nur bequem, da es eigenes Denken erspart, es
gewährt auch so etwas wie Sicherheit, auch wenn sie nur trügerisch ist.


> Aber gut, im engen Sinne repräsentiert es keinen gesellschaftlichen
> Status. Sondern eher den Status des technisch kompetenten und die
> richtigen (tm) Prioritäten setzenden Verkehrsteilnehmers.

In einem bestimmten Umfeld: Ja.
In der Gesellschaft allgemein: Nein.

Das Image der Radfahrer war schon einmal wesentlich besser, vor allem zu
Zeiten des aufkeimenden Umweltschutzgedankens, als sich das Radfahren
als saubere, leise, gesunde, nicht zu vergessen auch konstengünstige
Fortbewegungsart anbot. Nun, mittlerweile sind die Radfahrer eher zu
Prügelknaben und Sündenböcken geworden: Brutal, menschenverachtend,
rücksichtlos, fanatisch, umweltschädlich auf dem MTB, und dergleichen
Komplimente mehr sind es die heute vor allem auch in den Medien mit den
Radfahrern assoziiert werden. Dagegen werden die eigentlichen Schäden
und Gefahren, die unsere Zukunft bedrohen, verschwiegen und unter den
Tisch gekehrt.

Vor allem wird gerne verschwiegen, welche Folgen unsere Lebensweise und
unser Verhalten für die Umwelt haben, aller Augen richten sich auf
scheinbar unabwendbare und globale Bedrohungen wie die Klimakatastrophe
oder Tierseuchen, ohne zu bedenken, daß vieles davon hausgemacht ist.


> Und Du kennst es sicher als Liegeradler. Dein Radtyp verleiht Dir
> (ohne Dich zu fragen) den Status des Extrovertierten.

"Extrovertiert" ist ein sehr sympatischer Begriff für Spinner, danke.
;-)

Tatsächlich wird es mit dem Radfahren erst dann wieder aufwärts gehen,
sobald es einen Status in der Bevölkerung genießt, der die Menschen dazu
ermutigt, sich aufs Rad zu setzen, und zwar nicht nur in der Freizeit,
sondern auch im Alltag als Verkehrsmittel. De facto kann das Fahrrad
gerade auf Kurzstrecken viele Verkehrs- _und_ Gesundheitsprobleme lösen,
aber eben nur dann wenn auch die richtigen Weichen gestellt werden. Dazu
sehe ich derzeit aber leider kaum einen Ansatz, eher im Gegenteil.

Wenn wir nicht aufpassen, werden wir über kurz oder lang ganz von der
Straße verdrängt sein.

ciao,
Kurt

Andreas Borutta

unread,
Mar 1, 2001, 3:59:21 AM3/1/01
to
Mathias Böwe wrote:
> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:
>
>> Somit stellt das Präsentieren dieser Technik immer auch einen gewissen
>> Status her.
>
> Du hast nicht ganz unrecht, aber der Unterschied ist der: Wenn ich einen
> Zweieinhalbtonner bewege sieht jeder, daß das ein Zweieinhalbtonner ist.
> Aber wer ahnt schon, was für feine Technik ich spazierenfahre?

Ja, Autos sind (leider noch) etwas populärer als Fahrräder. Daher sind
die Preise bestimmter Automarken der Masse eher geläufig als die von
Rahmen und Fahrradkomponenten.

Wo der Preis auch von Laien geahnt wird, sind z. B. vollgefederte MTB
mit den neuesten spacigen Carbonrahmen.

Aber Du hast auf jeden Fall Recht: es gibt einen riesigen Unterschied
zwischen Status durch Fahrradtechnik in Insiderkreisen und dem
gegenüber der autofahrenden Masse. Das sehe ich ähnlich wie Kurt. Dem
Fahrrad haftet, außerhalb des Sports, etwas Ärmliches an.
Nochmal gesteigert, wenn derjenige das Ganze Jahr über fährt. Ich habe
schon viele mitleidige Blicke geerntet.
"Du Armer, bei diesem Wetter mußt Du Fahrrad fahren!" "Ähmm, ich darf.
Ich bin einfach zu bequem für Autos oder Öffis." "Aber ..." ...


Ein Fahrrad ist nicht so hip für die Young Urban Proffessionals wie
ein Kickboard oder Skater.
Vielleicht bringt bei dieser Zielgruppe ein fliegendes HPV mit
integrierter Kommunikationstechnologie den Durchbruch.
Aber um die nötige Dauerleistung zu erreichen müßten sie wohl ziemlich
lange trainieren. Also wieder nix.

Ein Beispiel zum Status durch Fahrrad fällt mir noch ein. Vor dem
Geschäft eines Ladens für Wasserbetten in der Nähe, wo mich mal
gewohnt habe, steht meistens ein vollverkleidetes Einspur Downleft.
Die Verkleidung war aus festem glänzenden Material. Sah richtig klasse
aus. Ich sprach den Mann mal an und er erklärte mir, daß er sich das
Ding angeschafft habe, als er vor Kurzem Vater geworden sei (jetzt
verstand ich das Schaffell im hinteren Teil des Liegers). Er wolle
seinem Sohn gegenüber nicht ins Stottern kommen, wenn der später
wissen wolle, warum er mit dem Auto herumgestunken habe.

Der Mann fuhr übrigends in einem edlen Anzug in seinem Gefährt täglich
24 km hin und 24 km zurück.
Das Rad vor dem Laden (mit Logo des Ladens) machte unter
Marketinggesichtspunkten jedenfalls ordentlich was her.

An *apropo: wenn doch sowieso niemand ahnt, was für Technik Du
spazierenfährst, dürfte ich dann vielleicht ein bißchen...* dreas

Steffen H.

unread,
Feb 28, 2001, 11:27:49 AM2/28/01
to

"Uwe Borchert" <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> schrieb im
Newsbeitrag news:3a9cf...@news.unibw-muenchen.de...
> Hallo,

> Ich kenne zwar einige dieser 2tDM-Radler, aber viele der Alltagsfahrer
> haben alte, meistens einfacherer oder Sperrmuellraeder fuer weit unter
> 1000 DM. Ich halte das auch fuer eine sinnvolle Preisklasse.

ist wohl sehr gegendbedingt!
da wo ich herkomme (bis vor 3 jahren) aachen fuhren die meisten die ich
kanne hochwertige räder, jenseits n ganzes stück über 1000 dm,
sperrmüllrederwaren selten, ebnso räder unter 1000dm.
auffällig was das gerade studenten und andere wenigverdiener sehr
hochwertiges material führen.

hier (niederrhein) ist es mehr als gegensätzlich: viel sperrmüllräder,
weiniger räder unter 1000dm, selten hochwertiges material (alles in allem
hab ich vielleicht 20 bis 30 teurere räder in 3 jahren gesehen, liegeräder
mal ausgenommen, mit teuer mein ich so ab sagen wir mal 1500 dm)

auch das angebot der läden ist hier sehr mies.

ein radhändler sagte zu mir: die wollen hier billig, je mehr die verdienen
um so weniger wollen die für ein rad ausgeben.

>Ein
> Reise- oder Sportrad kann durchaus teurer sein, beim Alltagsrad lohnt

> es sich aber kaum .

stimmt einfach nicht...
alles im allem rächt sich das auf die dauer.

steffen

Andreas Borutta

unread,
Mar 1, 2001, 6:15:36 AM3/1/01
to
Kurt Fischer wrote:
> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

[Betrachtungen zum Image der Radfahrer heute]

Sehe ich auch so.
Leider nützt es praktisch gar nichts, wenn sich Menschen austauschen,
die dazu eine ähnliche Auffassung haben. So kuschelig es gelegentlich
auch sein mag :-)

> "Extrovertiert" ist ein sehr sympatischer Begriff für Spinner, danke.

Extrovertiert = nach außen Gewendete [1] = alle Freiluftradfahrer [2]
Spinner = von engl. to spin = schnell kurbelnde Radfahrer

Sind doch beides sehr schöne Begriffe.

> Tatsächlich wird es mit dem Radfahren erst dann wieder aufwärts gehen,
> sobald es einen Status in der Bevölkerung genießt, der die Menschen dazu
> ermutigt, sich aufs Rad zu setzen, und zwar nicht nur in der Freizeit,
> sondern auch im Alltag als Verkehrsmittel.

Genau. Aber ich bin so ratlos wie Du, wie man diesen Status fördern
kann. Meine eigene Überzeugungskraft, selbst im engen aufgeschlossenen
Bekanntenkreis, ist nahe Null. Wobei ich heute praktisch nie mehr
missioniere ;-), also ungefragt meine Meinung kundtue.
Meine Umgebung sieht an mir, daß sich ohne Auto gut leben läßt. Auch
anerkennen sie meine (Schwer)Transporte von Gütern mit dem Rad.
Aber nachahmen: nein.
Es scheint eine unglaublich tief "eingebrannte Prägung auf das Auto"
vorzuherrschen.

Meinen Respekt haben alle verkehrspolitisch Engagierten für das
Fahrrad als vollwertiges Verkehrsmittel. Mir liegt dies leider nicht
besonders.

Andreas

[1] beim besonders entspannten Liegeradeln führt dies wohl zur
verstärkten Innenschau
[2] In Bielefeld gibt es z. B. den Stadtindianer Erni, der diese
Idee sehr wörtlich nimmt. Er ist regelmäßig nur mit Schuhen
bekleidet auf seinem Rad unterwegs.

Heiner Theofel

unread,
Mar 1, 2001, 6:21:54 AM3/1/01
to

"Andreas Borutta" <bor...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag

> ... Vor dem


> Geschäft eines Ladens für Wasserbetten in der Nähe, wo mich mal
> gewohnt habe, steht meistens ein vollverkleidetes Einspur Downleft.

> .. Das Rad vor dem Laden (mit Logo des Ladens) machte unter


> Marketinggesichtspunkten jedenfalls ordentlich was her.

Marketinggesichtspunkte? Hat es denn einen Wasserbetten-Liegesitz? Muss
doch sauschwer sein, das Teil.

Heiner

Andreas Borutta

unread,
Mar 1, 2001, 6:53:03 AM3/1/01
to
Heiner Theofel wrote:
> "Andreas Borutta" <bor...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag

>> .. [Downleft] vor dem Laden (mit Logo des Ladens) machte unter


>> Marketinggesichtspunkten jedenfalls ordentlich was her.
>
> Marketinggesichtspunkte? Hat es denn einen Wasserbetten-Liegesitz?

:-) Wer weiß vielleicht Wasser in Gelform?

Aber für Wüstendurchquerung ist Deine Idee sicher spitze.

Je länger Du reist, desto _härter_ wird's.
Wüste und Grenzerfahrungen durch Askese haben ja eine lange Tradition.

Andreas

Heiner Theofel

unread,
Mar 1, 2001, 7:15:45 AM3/1/01
to

"Andreas Borutta" <bor...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:97lgng.3...@borumat.myfqdn.de...

> Heiner Theofel wrote:
> > Hat es denn einen Wasserbetten-Liegesitz?
>
> Aber für Wüstendurchquerung ist Deine Idee sicher spitze.

Ja natürlich: Der C*amelback Liegesitz. Sollten wir uns vielleicht
einen Musterschutz drauf eintragen lassen.

Gruß, Heiner

Andreas Borutta

unread,
Mar 1, 2001, 7:25:13 AM3/1/01
to
Heiner Theofel wrote:
> "Andreas Borutta" <bor...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:97lgng.3...@borumat.myfqdn.de...

>>> Hat es denn einen Wasserbetten-Liegesitz?


>>
>> Aber für Wüstendurchquerung ist Deine Idee sicher spitze.
>
> Ja natürlich: Der C*amelback Liegesitz.

Stell Dir vor das Downleft trinkt sogar selbstätig an der Tränke.
Rüssel down, nach left ins frische Wasser der Oase geschwenkt.

An *ich will'n Sitz mit zwei Höckern* dreas

Heiner Theofel

unread,
Mar 1, 2001, 7:43:53 AM3/1/01
to

"Andreas Borutta" <bor...@gmx.de> schrieb

> Stell Dir vor das Downleft trinkt sogar selbstätig an der Tränke.
> Rüssel down, nach left ins frische Wasser der Oase geschwenkt.

Also, ehrlich gesagt - und um wieder auf das Subject zurückzukommen: als
Alltagsrad bleibe ich doch bei meinem Upright, weil mir die Datteln
rechts oben lieber sind.

Heiner

Olaf Schultz

unread,
Mar 1, 2001, 9:06:43 AM3/1/01
to
Heiner Theofel wrote:
>
> "Andreas Borutta" <bor...@gmx.de> schrieb
>
> > Stell Dir vor das Downleft trinkt sogar selbstätig an der Tränke.
> > Rüssel down, nach left ins frische Wasser der Oase geschwenkt.
Alte Erfindung. Was meinst'e, wie früher Dampfloks teilweise Wasser
genommen hatten: Großes/langes Becken zwischen den Schienen und dann
einfach bei der Überfahrt Rüssel reingehalten. Dies wird durch die
Sitzform von Downlefts gleich begünstigt:)

>
> Also, ehrlich gesagt - und um wieder auf das Subject zurückzukommen: als
> Alltagsrad bleibe ich doch bei meinem Upright, weil mir die Datteln
> rechts oben lieber sind.
sind zu hoch, geht schlecht während der Fahrt. Außerdem wachsen Datteln
eh gleich in Papiertüten (nach meiner Erfahrung in Kalifornien: Eine
Seite der Straße Dattelhain, andere Artischockenfeld)

Nur bremsen schon 5~cm Pfützen bei 40 km/h doch erheblich und 22~cm sind
echt schweißtreibend (aber ansonsten trocken zu durchqueren:=)
(Zumindest auf'm Flevo:=)

Olaf

Uwe Borchert

unread,
Mar 1, 2001, 9:42:24 AM3/1/01
to
Hallo,

*kopfschuettel*

Also ganz von vorne: das ist vielleicht die Zahl der Verkauften Raeder
in dieser Preisklasse. Diese Raeder stehen groessten Teils in den
bundesdeutsche Lightkulturkellern rum und werden 4 bis 7 mal im Jahr
in eine Eisdiele oder Biergarten gefahren. Die Hauptlast der Alltags-
kilometer liegt sicherlich nicht auf diesen Raedern. Alles klar?

MfG

Uwe Borchert

Markus Imhof

unread,
Mar 1, 2001, 9:51:35 AM3/1/01
to
Olaf Schultz wrote:
>
...

>
> Nur bremsen schon 5~cm Pfützen bei 40 km/h doch erheblich und 22~cm sind
> echt schweißtreibend (aber ansonsten trocken zu durchqueren:=)
> (Zumindest auf'm Flevo:=)

Na ja - vollverkleidet schwimmt in dieser Situation entweder auf (wenn
unten zu - für kurze gibt's angeblich das Quest in so einer
Konfiguration), oder Du hörst es im Gehäuse laut dröhnen, wenn der
Fahrer flucht <g>. Die normalen Bodenschlitze bei einem 'Velomobil'
haben anscheinend etwa die strömungstechnische Wirkung des
angesprochenen Saugrüssels...

Gruß
Markus

Uwe Borchert

unread,
Mar 1, 2001, 9:56:17 AM3/1/01
to
Hallo,

"Steffen H." <steffe...@cityweb.de> writes:
>
>"Uwe Borchert" <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> schrieb im
>Newsbeitrag news:3a9cf...@news.unibw-muenchen.de...
>> Hallo,
>
>> Ich kenne zwar einige dieser 2tDM-Radler, aber viele der Alltagsfahrer
>> haben alte, meistens einfacherer oder Sperrmuellraeder fuer weit unter
>> 1000 DM. Ich halte das auch fuer eine sinnvolle Preisklasse.
>
>ist wohl sehr gegendbedingt!

Moeglich bis wahrscheinlich.

>da wo ich herkomme (bis vor 3 jahren) aachen fuhren die meisten die ich
>kanne hochwertige räder, jenseits n ganzes stück über 1000 dm,
>sperrmüllrederwaren selten, ebnso räder unter 1000dm.
>auffällig was das gerade studenten und andere wenigverdiener sehr
>hochwertiges material führen.
>

Wie zahlen? Oder sind das reiche Studenten? So ueber 200 DM nach Abzug
der Miete zum Leben im Monat ist IMHO bereits bessergestellt.

>hier (niederrhein) ist es mehr als gegensätzlich: viel sperrmüllräder,
>weiniger räder unter 1000dm, selten hochwertiges material (alles in allem
>hab ich vielleicht 20 bis 30 teurere räder in 3 jahren gesehen, liegeräder
>mal ausgenommen, mit teuer mein ich so ab sagen wir mal 1500 dm)
>

Dort kommt man auch mit Muell ueber die Runden. Ist hier aehnlich,
deshalb gibt es hier massig Muellraeder.

>auch das angebot der läden ist hier sehr mies.
>
>ein radhändler sagte zu mir: die wollen hier billig, je mehr die verdienen
>um so weniger wollen die für ein rad ausgeben.
>

Es gibt eine Untergrenze aus den technischen Gegebenheiten und Not-
wendigkeiten die man kaum unterschreiten kann ohne massive Einbussen
in Kauf zu nehmen.

>>Ein
>> Reise- oder Sportrad kann durchaus teurer sein, beim Alltagsrad lohnt
>> es sich aber kaum .
>
>stimmt einfach nicht...

Aber natuerlich stimmt das! Ein gutes Alltagsrad muss kein 2k DM
kosten. 1k DM wuerde bereits vollkommen ausreichen.

>alles im allem rächt sich das auf die dauer.
>

Nur wenn man nicht weiss was man tut oder trotzdem das falsche tut.
800 DM Ladenpreis sind ausreichend fuer die Dimensionierung eines guten
Alltagsrades. Nur weil es nicht so gemacht wird ist es noch lange nicht
falsch, logo?

MfG

Uwe Borchert

Olaf Schultz

unread,
Mar 1, 2001, 10:26:53 AM3/1/01
to
Markus Imhof wrote:
>
...

> Na ja - vollverkleidet schwimmt in dieser Situation entweder auf (wenn
> unten zu - für kurze gibt's angeblich das Quest in so einer
> Konfiguration), oder Du hörst es im Gehäuse laut dröhnen, wenn der
> Fahrer flucht <g>. Die normalen Bodenschlitze bei einem 'Velomobil'
> haben anscheinend etwa die strömungstechnische Wirkung des
> angesprochenen Saugrüssels...
Man kann ja Lenzer einbauen:)

Olaf, Nordlicht und ehemaliger Jollensegler, Schultz

Holger Schauer

unread,
Mar 1, 2001, 9:27:57 AM3/1/01
to
>>>>"AB" == Andreas Borutta schrieb am Thu, 01 Mar 2001 12:15:36 +0100:

> Sehe ich auch so. Leider nützt es praktisch gar nichts, wenn sich
> Menschen austauschen, die dazu eine ähnliche Auffassung haben. So
> kuschelig es gelegentlich auch sein mag :-)

> [2] In Bielefeld [...]

Einweisung nach detebe?

Holger

"The different versions of the UN*X brand operating system are numbered in a
logical sequence: 5, 6, 7, 2, 2.9, 3, 4.0, III, 4.1, V, 4.2, V.2, and 4.3."
-- Unix Hater's Handbook

Andreas Borutta

unread,
Mar 1, 2001, 12:24:35 PM3/1/01
to

Fasten kann man ordentlich lange, aber ohne Wasser geht es schnell zu
Ende. Also klarer Alltagsvorteil des Wüstendownlefts.

Andreas

Andreas Borutta

unread,
Mar 1, 2001, 12:28:41 PM3/1/01
to
Olaf Schultz wrote:

> Man kann ja Lenzer einbauen:)

Du bist bestimmt schnell genug um den erforderlichen Unterdruck zu
erzeugen. Nur ob die Oase lang genug ist ...

> Olaf, Nordlicht und ehemaliger Jollensegler, Schultz

An *Nordseeliebhaber und Seekajakfahrer, zu lahm für Lenzer* dreas

Andreas Borutta

unread,
Mar 1, 2001, 12:23:00 PM3/1/01
to
Holger Schauer wrote:
>>>>> "AB" == Andreas Borutta schrieb am Thu, 01 Mar 2001 12:15:36 +0100:

[nackt radfahrender Ernie aus Bielefeld]

>> [2] In Bielefeld [...]
>
> Einweisung nach detebe?

Nein, Ernie wurde schon so oft irgendwo eingewiesen.
Doch gegen seinen freien Geist sind auch SIE machtlos.

Andreas

Volkmar Nissen

unread,
Mar 1, 2001, 2:27:10 PM3/1/01
to

Olaf Schultz <O.Sc...@tu-harburg.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3A9E119D...@tu-harburg.de...

> Schweißbrenner walten. Da ist der Ansatz mit Schlitz und auffüllen zwar
> nett, aber die Steifigkeit bracht man in dem Bereich nicht unbedingt
> horizontal sondern vertikal (Kettenzugkräfte), da liegt das Rohr aber
> nicht im Weg. Bloß bei <1000 Stk oder so und Formbaukosten von mehreren
> Einfamilienhäusern.... (man muß ja auch erstmal dünnwandiges Präsirohr
> in ein Z biegen...
geht das nicht mit einem hydraulischen Rohrbieger, wie er im Heizungsbau
eingesetzt wird? Damit kann man z.B. auch V2A Rohr biegen.

Volkmar


Mathias Böwe

unread,
Mar 1, 2001, 3:10:42 PM3/1/01
to
Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> wrote:

> Also ganz von vorne: das ist vielleicht die Zahl der Verkauften Raeder
> in dieser Preisklasse.

Wer spricht denn von Fahrrädern? Und nun lies meine letzten Postings in
diesem Thread nochmal :-)

Mathias Böwe

unread,
Mar 1, 2001, 3:10:38 PM3/1/01
to
Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> wrote:

> Wie zahlen? Oder sind das reiche Studenten?

Schau Dir an, wieviele sich ein Auto halten. Wer *das* finanzieren kann,
der sollte keine allzugroßen Probleme bei der Finanzierung eines Rades
haben.

Mathias Böwe

unread,
Mar 1, 2001, 3:10:39 PM3/1/01
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

> wenn doch sowieso niemand ahnt, was für Technik Du
> spazierenfährst, dürfte ich dann vielleicht ein bißchen...

Ich nehme an, daß Du ich meinst, nachdem Du auf mein Posting geantwortet
hast. Aaalso:

Nicht fahrbereit ist meine Holladrübe, ein Koga-Miyata Silver Ace, denn
die Felgen sind dermaßen butterweich, daß sich da nix mehr richten läßt.
Außerdem sind die Mäntel durch fünf Jahre Aufenthalt im Freien morsch,
die halten keine zwei bar Druck mehr aus... Sobald ich etwas Muße habe
werde ich einen Stilbruch begehen und *stabile* Felgen aufziehen.
Dummerweise ist es mit der ersten Serie der Rollerbrake ausgerüstet, die
sich in erster Linie durch ihrer Geräuschentwicklung hervortut. Dafür
ist die Bremsleistung vernachlässigbar. Ersteres gilt auch für die
Shimano-Siebengangnabe. Naja, für den Stadtverkehr mag es reichen...

Ebenfalls (für mich) nicht fahrbereit ist mein Ex-Reiserad, daß ich vor
elf Jahren auf einem etwas längeren MTB-Rahmen aufgebaut habe. Nicht
leicht, aber grundsolide, mit der alten DX-Schaltung, die inzwischen
aber doch Verschleißerscheinungen zeigt. as Fahrverhalten ist sowas von
gutmütig, daß ich den Rahmen auf jeden Fall behalten werde. Denn
irgendwann werde ich es komplett zerlegen, die Komponenten nach
"Schrott" und "Reservekiste" sortieren, den Rahmen pulverbeschichten
lassen und dann alles wieder neu zusammendröseln - für die nächsten
zigtausend Kilometer :-) Ach ja: Es ist deshalb nicht fahrbereit, weil
es 400km entfernt steht,in der alten Heimat ;-)

Als bekennender Warmduscher setze ich mich nur bei schönem Wetter auf
das Rennrad. Nix wirklich aufregendes, aber überaus funktional, mit der
noch leidlich ansehnlichen 105-Gruppe von 1989 - das Jahr, in dem sie
blau-grau wurde und zum ersten Mal unter sieben Ritzeln wählen durfte.
Ernsthaft fahren tue ich damit nicht, aber zum spazierenfahren - gerne
auch zügig - ist es ganz nett.

Vor drei Jahren habe ich einen alten Traum verwirklicht und endlich ein
klassisches Reiserad gekauft. Basis ist ein Guylaine WL oversized mit
Campa-Ausstattung. Auch nicht übermäßig leicht, aber (hoffentlich)
saustabil. Mangels geeigneten Gefälles konnte ich den
Geschwindigkeitsbereich oberhalb von 70km/h nicht ausprobieren, aber bis
dahin liegt das Rad wie ein Brett auf der Straße, mit Gebäck sogar noch
deutlich stabiler.

Als ich vor vier Monaten bei meinem Radhändler die Felgen kaufen wollte,
um die Hollandrübe aufzumöbeln, wurde ich dadurch gehindert, daß mich
ein ganzes Rad anlachte: Ein gebrauchtes Guylaine WL (ohne "oversized"),
diesmal mit XT-Ausstattung. Geschätztes Baujahr 1996, geschätzte
Laufleistung 100km(!), zum halben Preis. Ich habe mir die ganze Zeit
gesagt, daß ich ja *eigentlich* wirklich genug Räder habe. Eigentlich...

Ach ja: Wenn ich mit dem ICE oder meiner Großraumlimousine (Cinquecento)
unterwegs bin und auch am Zielort noch mobil sein möchte, dann kommt das
Birdy mit auf große Fahrt.

Irgendwann werde ich mir mal - just for fun - ein auf Gewicht
optimiertes Minimalfahrrad zusammenbauen. Entweder Monogear oder
höchstens einen mäßig eng gestuften Rennkranz hinten. Mal sehen, was
sich da an Gewicht alles einsparen läßt...

Gerald Eischer

unread,
Mar 1, 2001, 3:17:06 PM3/1/01
to
"Heiner Theofel" <tan...@gmx.de> schrieb:

> Marketinggesichtspunkte? Hat es denn einen Wasserbetten-Liegesitz? Muss
> doch sauschwer sein, das Teil.

Ist es. Aber du benötigst dann keinen Traktion King[tm] mehr.

--
Gerald |FAQ zu de.rec.fahrrad: http://ntklotz.gmd.de/drf/faq/ |
|Für OE-luser: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |
|Hamster: http://www.realhamster.com |
> Bitte Mehl-Adresse im Reply-To-Header verwenden <

Gerald Eischer

unread,
Mar 1, 2001, 3:17:03 PM3/1/01
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:

> [2] In Bielefeld gibt es z. B. den Stadtindianer Erni, der diese
> Idee sehr wörtlich nimmt. Er ist regelmäßig nur mit Schuhen
> bekleidet auf seinem Rad unterwegs.

Das ist absolut unmöglich!
Es sollte sich langsam herumsprechen, dass es B**l*f*ld gar nicht gibt.

Andreas Borutta

unread,
Mar 1, 2001, 3:42:20 PM3/1/01
to
Mathias Böwe wrote:
> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

> Ich nehme an, daß Du ich meinst, nachdem Du auf mein Posting geantwortet

^^^
Ich mache die Ingrid auf das Posting eines anderen? Huch! :-)

Meine Begehrlichkeit richtete sich auf Dein bestes (tm) Rad.

Denn als bekennender Federfetischist ist meine einzige Befriedigung
die Beplusterung von muskelgetriebenen zweirädrigrigen Statussymbolen,
Deines besten Fahrrades also.
Von dem doch sowieso niemand ahnt, was Du da spazierenfährt.

[Hollandrübe, Ex-Reiserad, Rennrad, Guylaine-Campa Rad, Guylaine WL,
Birdy]

Das drittletzte vermag Dich vermutlich am ehesten in die Statusfalle
zu locken. Das würde ich gerne behandeln.

Andreas

Andreas Borutta

unread,
Mar 1, 2001, 3:44:51 PM3/1/01
to
Gerald Eischer wrote:
> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:
>
>> [2] In Bielefeld gibt es z. B. den Stadtindianer Erni, der diese
>> Idee sehr wörtlich nimmt. Er ist regelmäßig nur mit Schuhen
>> bekleidet auf seinem Rad unterwegs.
>
> Das ist absolut unmöglich!
> Es sollte sich langsam herumsprechen, dass es B**l*f*ld gar nicht gibt.

Ernie ist eine Realität in der Virtualität.

Andreas

Risto Kowalkowski

unread,
Mar 1, 2001, 11:55:33 PM3/1/01
to

Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb

> [2] In Bielefeld gibt es z. B. den Stadtindianer Erni, der diese
> Idee sehr wörtlich nimmt. Er ist regelmäßig nur mit Schuhen
> bekleidet auf seinem Rad unterwegs.

Wie heisst es so schoen bei den Firebugs :

who's that naked on a bike
who's that flashin day and night
who's that takin'of his clothes
who's that everybody knows
...
He's a schwarzenegger copy and he shows it all
...

aus "ernie", Firebugs, Pinup-Records, 1991

Gruss, Risto

p.s. leider ist meine Pressung so schlecht, dass ich zum abspielen
meinen Tonarm mit Zentnern beschweren muesste... aber das Cover ist
sehenswert ;)

p.p.s. uebrigens: es GIBT Bielefeld. ist so ein Abort von
Steinhagen...


Andreas Borutta

unread,
Mar 2, 2001, 2:57:05 AM3/2/01
to
Risto Kowalkowski wrote:

[sehr netter Ernie Song]

> p.p.s. uebrigens: es GIBT Bielefeld. ist so ein Abort von
> Steinhagen...

Ich bin aus Ummeln :-)

Andreas

Olaf Schultz

unread,
Mar 2, 2001, 7:25:57 AM3/2/01
to
Gerald Eischer wrote:
>
> "Heiner Theofel" <tan...@gmx.de> schrieb:
>
> > Marketinggesichtspunkte? Hat es denn einen Wasserbetten-Liegesitz? Muss
> > doch sauschwer sein, das Teil.
>
> Ist es. Aber du benötigst dann keinen Traktion King[tm] mehr.
Als Nachrrüstung emfpehle ich Dibrompropanol. Hat eine Dichte von 2,1.
OK, dann wird's aber leider untrinkbar und die ,,mindergiftige'' grüne
Flüssigkeit gibt nette blaue Flecken.

Olaf, Havey duty ist dann Hg, Schultz

Uwe Borchert

unread,
Mar 2, 2001, 7:25:37 AM3/2/01
to
Hallo,

Mathia...@t-online.de (=?ISO-8859-1?Q?Mathias_B=F6we?=) writes:

..[...]...

>Dummerweise ist es mit der ersten Serie der Rollerbrake ausgerüstet, die
>sich in erster Linie durch ihrer Geräuschentwicklung hervortut. Dafür
>ist die Bremsleistung vernachlässigbar.

Nachgefettet? Diese Bremsen muessen gefettet werden. Alles weitere
bei Shimano als PDF. Es gibt spezielles Bremsenfett. Suche mal bei
denen unter der Rubrik "Comfort Biking".

MfG

Uwe Borchert

Olaf Schultz

unread,
Mar 2, 2001, 7:37:04 AM3/2/01
to
Hm, das 10x0,5 V2A, was ich Mittwoch gebogen habe war um Welten weicher
als das 25CrMo4 von Tubus mit der gleichen Wandstärke. Da ich so'n
Rahmen aber nicht aus Niro bauen würde sagt's mir jetzt schon knitter
beul. Ich kenne da auch noch einen, bei dem eine Bremer Werft, nein,
nicht Vulkan, erfahren mit Rohrbiegerei, auch in Schweinematerial, mal
einige Meter Nirorrohr 50x1? zerknittert bekommen hat. Endgültig hat er
dann auf Gehrung gesägt und Schottbleche eingesetzt. Solche
Wandstärke/Durchmesser reproduzierbar zu biegen ist nicht mehr trivial:(

Olaf, und mit Heimwerkermitteln erstrecht unmöglich, Schultz

Uwe Borchert

unread,
Mar 2, 2001, 7:51:23 AM3/2/01
to
Hallo,

Mathia...@t-online.de (=?ISO-8859-1?Q?Mathias_B=F6we?=) writes:
>
>Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> wrote:
>
>> Wie zahlen? Oder sind das reiche Studenten?
>
>Schau Dir an, wieviele sich ein Auto halten. Wer *das* finanzieren kann,
>der sollte keine allzugroßen Probleme bei der Finanzierung eines Rades
>haben.
>

Ach so: WER. Ich habe da wohl die falschen Bekannten gehabt und auch
mir selber war es nicht vergoennt sich den Luxus eine Autos, Urlaubs
oder guter und gesunder Ernaehrung zu leisten. Und das waren damals
nicht wenige denen es genauso ging. Mindestens 1/2 aller Studenten
war damals mit 750 DM Monatlich - oder auch weniger - fuer Miete und
Lebenshaltung als arm einzustufen (Statistik des Studentenwerks aus
der Mitte der 90er). Das hat sich aber gebessert, das kapitalschwache
Gesindel wird wohljetzt wieder verstaerk in den Schulen ausselektiert
(Untersuchungen der Humbold-Uni Berlin, Prof Lehmann, keine genauere
Quelle bei der Hand).

MfG

Uwe Borchert

Holger Schauer

unread,
Mar 2, 2001, 8:51:12 AM3/2/01
to
>>>>"AB" == Andreas Borutta schrieb am Thu, 01 Mar 2001 18:23:00 +0100:

> [nackt radfahrender Ernie aus Bielefeld]

[und Kuscheln]


>>> [2] In Bielefeld [...]
>> Einweisung nach detebe?
> Nein, Ernie wurde schon so oft irgendwo eingewiesen. Doch gegen
> seinen freien Geist sind auch SIE machtlos.

Ich meinte eher Dich, denn Dich scheinen SIE ja schon im Griff zu
haben. Bielefeld, wo gibt's denn so was ... ? :-)

Holger

"Deine capslock und '!' Tasten klemmen."
"Nee, ich habe eine Win95 Tastatur."
-- Robin Socha und H.Wulff in de.comp.os.linux.misc

Mathias Böwe

unread,
Mar 2, 2001, 11:12:52 AM3/2/01
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

> > Ich nehme an, daß Du ich meinst, nachdem Du auf mein Posting geantwortet
> ^^^
> Ich mache die Ingrid auf das Posting eines anderen? Huch! :-)

Nö (jüngst in dsnu dazugelernt? :-) Meine Tastatur will nicht mehr ohne
den nötigen Nachdruck. Aber irgendwann werde ich den "richtigen" Rechner
wieder aufgebaut haben, dann werde ich nicht mehr auf dem Laptop
wursteln müssen.

> Das drittletzte vermag Dich vermutlich am ehesten in die Statusfalle
> zu locken. Das würde ich gerne behandeln.

Hast Du schon ein Testament niedergelegt? Das erleichtert den
Hinterbliebenen den Formalkram erheblich >:->

Mathias Böwe

unread,
Mar 2, 2001, 12:43:13 PM3/2/01
to
Uwe Borchert <borc...@informatik.unibw-muenchen.de> wrote:

> Nachgefettet?

Nö.

> Diese Bremsen muessen gefettet werden.

Dann waren sie nicht *vor*gefettet, denn die Brems"leistung" hat sich
seit Neukauf nicht verschlechtert.

Andreas Borutta

unread,
Mar 2, 2001, 8:17:49 PM3/2/01
to
Holger Schauer wrote:
>>>>> "AB" == Andreas Borutta schrieb am Thu, 01 Mar 2001 18:23:00 +0100:
>
>> [nackt radfahrender Ernie aus Bielefeld]
> [und Kuscheln]
>>>> [2] In Bielefeld [...]
>>> Einweisung nach detebe?
>> Nein, Ernie wurde schon so oft irgendwo eingewiesen. Doch gegen
>> seinen freien Geist sind auch SIE machtlos.
>
> Ich meinte eher Dich

Na, da soll einer drauf kommen :-)

> denn Dich scheinen SIE ja schon im Griff zu
> haben. Bielefeld, wo gibt's denn so was ... ? :-)

Ich bin aus Ummeln [1]. Wir haben uns gegen SIE immer recht gut
geschlagen. Die Ummelner Druiden haben immer einen mächtigen
Zaubertrank für alle Dorfbewohner bereitgehalten. Damit ließ sich auch
irre schnell Fahrrad fahren, wenn SIE uns fangen wollten.

Andreas

[1] liegt zwischen Bielefeld und Gütersloh

Andreas Borutta

unread,
Mar 2, 2001, 8:10:46 PM3/2/01
to
Mathias Böwe wrote:
> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

>>> Ich nehme an, daß Du ich meinst, nachdem Du auf mein Posting geantwortet
>> ^^^
>> Ich mache die Ingrid auf das Posting eines anderen? Huch! :-)
>
> Nö (jüngst in dsnu dazugelernt? :-)

<lässiger tonfall> Ach was, "Ingrid machen" kenn ich doch schon
lange...</lässiger tonfall>

>> Das drittletzte vermag Dich vermutlich am ehesten in die Statusfalle
>> zu locken. Das würde ich gerne behandeln.
>
> Hast Du schon ein Testament niedergelegt? Das erleichtert den
> Hinterbliebenen den Formalkram erheblich >:->

*die Augenbrauen sind wirklich gefährlich hoch*
Bekomme ich als Federfetischist im Himmel richtige Flügel angepaßt?
Werde ich als Engel nie wieder wegen Radwegenichtbenutzung angehupt?

Dann würde ich es riskieren.
Wo genau wohnst Du Mathias?

Andreas

Gerald Eischer

unread,
Mar 2, 2001, 9:44:18 PM3/2/01
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:

> [1] liegt zwischen Bielefeld und Gütersloh

*Kann* nicht zwischen B**l*f*ld und Gütersloh liegen, da ersteres
nicht existiert.

Mir kommt der leise Verdacht, du bist einer von IHNEN.

Andreas Borutta

unread,
Mar 3, 2001, 3:50:29 AM3/3/01
to
Gerald Eischer wrote:
> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> schrieb:
>
>> [1] liegt zwischen Bielefeld und Gütersloh
>
> *Kann* nicht zwischen B**l*f*ld und Gütersloh liegen, da ersteres
> nicht existiert.

Ich weiß, die Tarnung ist fast perfekt.
Uns Ummelnern wurde über Jahre was vorgegaukelt. SIE liessen sogar
Radwege anlegen, machten eine Schein-Geschäftsstellen des ADFC, das
Radhaus, auf undsoweiterundsofort.
Doch ich erwähnte ja schon unsere Druiden.
Der Zaubertrank mußte übrigends inkognito als Limo ausgegeben werden.
Bei Bauer Isringhausen.
Etikett auf den Limoflaschen: Ummi-Gold und Ummi-Silber.
Denn die Mainstreamgetränke wurden von IHNEN natürlich mit
bewußtseinsverändernden Substanzen versehen.

> Mir kommt der leise Verdacht, du bist einer von IHNEN.

Wenn das wahr wäre, bist Du durch VEDUKIHOS jetzt fest in meiner Hand.
Vorgeknöpft sozusagen ;-)

Andreas

Mathias Böwe

unread,
Mar 3, 2001, 6:59:23 AM3/3/01
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

> Bekomme ich als Federfetischist im Himmel richtige Flügel angepaßt?
> Werde ich als Engel nie wieder wegen Radwegenichtbenutzung angehupt?

Ehe Du Dir diesbezüglich Hoffnungen machst, empfehle ich Dir *dringend*,
den "Münchner im Himmel" zu Gemüte zu führen. Da wird nämlich sehr
anschaulich geschildert, was für Höllenqualen man dort leiden muß.

> Dann würde ich es riskieren.
> Wo genau wohnst Du Mathias?

Äh - Bielefeld?

Andreas Borutta

unread,
Mar 3, 2001, 8:14:10 AM3/3/01
to
Mathias Böwe wrote:
> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:
>
>> Bekomme ich als Federfetischist im Himmel richtige Flügel angepaßt?
>> Werde ich als Engel nie wieder wegen Radwegenichtbenutzung angehupt?
>
> Ehe Du Dir diesbezüglich Hoffnungen machst

Zum Hupen oder zum Beflügeln?

> empfehle ich Dir *dringend*,
> den "Münchner im Himmel" zu Gemüte zu führen. Da wird nämlich sehr
> anschaulich geschildert, was für Höllenqualen man dort leiden muß.

Nein, leiden will ich nicht. Das tue ich doch schon genug in dieser
<pathisch> bösen Welt der stinkenden, lärmenden und tötenden Outos
</pathetisch>
Ich will Befriedigung meiner Federphilie.
Gelten die Höllenqualen vielleicht nur für die Hölle. Oder nur für
Münchener :o)?

>> Wo genau wohnst Du Mathias?
>
> Äh - Bielefeld?

Nein, nein, det gibbet ja gar nicht.
Du bist gerade umgezogen irgendwo in den Pütt.
Wo ist der Fahrradkeller, wo Dein Guylaine sehnsüchtig auf mich
wartet? Oder hat das Statussymbol etwa einen kuscheligeren Platz?
Doch auch da werde ich es aufstöbern und beplustern.
Selbst wenn Du es unter der Daunendecke versteckst.

Andreas

Mathias Böwe

unread,
Mar 3, 2001, 12:54:50 PM3/3/01
to
Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

> Wo ist der Fahrradkeller, wo Dein Guylaine sehnsüchtig auf mich
> wartet?

Laß es lieber bleiben. Als Ex-Wolfsburger habe ich mir einige Souvenirs
von der damaligen Grenze gesichert und damit meinen Keller gesichert.
Glaube mir: Du willst nicht wirklich gehacktes Schrot im Allerwertesten
haben...

Gerald Eischer

unread,
Mar 3, 2001, 1:06:01 PM3/3/01
to
Mathia...@t-online.de schrieb:

> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:

> > Dann würde ich es riskieren.
> > Wo genau wohnst Du Mathias?
>
> Äh - Bielefeld?

Im Ernst?
Schade, entweder bist du einer von IHNEN oder du existierst gar nicht :o(


Tja, geht nicht anders:

*blong*

Kurt Fischer

unread,
Mar 2, 2001, 1:37:57 PM3/2/01
to
Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:

> Andreas Borutta <bor...@gmx.de> wrote:
>
> > Wo ist der Fahrradkeller, wo Dein Guylaine sehnsüchtig auf mich
> > wartet?
>
> Laß es lieber bleiben. Als Ex-Wolfsburger habe ich mir einige Souvenirs
> von der damaligen Grenze gesichert und damit meinen Keller gesichert.
> Glaube mir: Du willst nicht wirklich gehacktes Schrot im Allerwertesten
> haben...

Eindeutig ein Fall für einen Bauchlieger.

SCNR

Kurt

--
Empfehlenswert für Einsteiger ins Usenet:
Richtiges Zitieren: http://learn.to/quote oder http://got.to/quote
FAQ für OE: http://oe-faq.de
news:de.newusers.infos (Texte), news:de.newusers.questions (Diskussion)

Andreas Borutta

unread,
Mar 3, 2001, 2:58:49 PM3/3/01
to
Kurt Fischer wrote:

[Schrot von Mat *the status symbol protector* hias im Allerwertesten]

> Eindeutig ein Fall für einen Bauchlieger.

Aua! Ich erwartete mitfühlende Worte ob soviel Roheit gegen sensible,
zartfühlende, ja engelgleiche Federfetischisten.

An *zahlt den Lieger die Krankenkasse?* dreas

Mathias Böwe

unread,
Mar 3, 2001, 4:57:38 PM3/3/01
to
Kurt Fischer <Kurt-F...@t-online.de> wrote:

> Eindeutig ein Fall für einen Bauchlieger.

*Nach* dieser Behandlung auf jeden Fall ;-)

Mathias
--
Eine Sig ist genauso überflüssig wie beim Einkaufen die Hose. In irgend-
einem abstrakten Sinne käme man natürlich ohne aus, wenn man sein Porte-
monnaie in die Jeansjacke steckt. Aber es wäre mächtig kühl und man hät-
te das unangenehme Gefühl, daß untenrum irgendwas Wichtiges fehlt.

Mathias Böwe

unread,
Mar 3, 2001, 4:57:42 PM3/3/01
to
Gerald Eischer <use.Re...@utanet.at> wrote:

> > Äh - Bielefeld?
>
> Im Ernst?
> Schade, entweder bist du einer von IHNEN oder du existierst gar nicht :o(

Psst, damit wollte ich Andreas auf eine falsche Fährte locken. Und wenn
er nach Bielefeld sucht, dann sucht er lange. Laaaaange...

Mathias
--
> > Zerschossene Rohlinge wie AOL CD-ROMs taugen gut als Bierfilzersatz.
> und wie bekommst Du die saugfähig?
Ist auf der AOL CD nicht einen Browser?
Nick Müller, Wilhelm Holtmeier und Daniel Krebs in dcsm

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