hat einer von euch zufaellig gestern gegen 18:00 uhr auf BR die
Abendschau gesehen? da gab es ein paar berichte bezueglich fahrrad
fahren lernen fuer aeltere personen und ein bericht ueber das fit-machen
des radls fuer'n fruehling/sommer.
da wurde behauptet, dass das fahrrad waschen zu hause genauso verboten
sei wie das waschen des autos. man solle das beim radl-haendler oder
einer speziellen rald-waschanlage erledigen. so eine wurde auch in dem
bericht gezeigt.
ich habe dann noch ein wenig mit google gesucht, konnte aber nichts finden.
gibt es wirklich so ein verbot?
ct,
--
Das Abspringen einer Begrenzungsmauer dient nicht dem direkten
Zurücklegen des Arbeitsweges.
http://rz-amper.homeunix.net
Das duerfte vom erzeugten Abwasser abhaengen. Wer hingebungsvoll
das Altoel von der Kette schrubt oder mit harten Reinungsmitteln zu
Werke geht, sollte das mit einem Oelabscheider und sonstigen
Auffangeinrichtungen machen...
So generell halte ich das aber fuer falsch, mit warmem Wasser ist
das einem Regenguss vergleichbar.
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
gestern oder Donnerstag vor vier Wochen?
>
> da wurde behauptet, dass das fahrrad waschen zu hause genauso verboten
> sei wie das waschen des autos. man solle das beim radl-haendler oder
> einer speziellen rald-waschanlage erledigen. so eine wurde auch in dem
> bericht gezeigt.
Haben Radhändler einen Ölabscheider? Eine Radlwaschanlage habe ich
noch nie gesehen. Die Autowaschboxen soll man ja nicht verwenden, weil
das Wasser in die Dichtungen eindringen kann.
Wenn ich nur Biologisch abbaubare Öle und Reinigungsmittel verwende,
sehe ich auch keinen Grund, warum ich mein Rad nicht waschen dürfte.
Ich darf ja mein Rad (oder auch mein Auto) im Regen stehen lassen. Und
zB Scheibenwaschmittel sind bei KfZ ja sogar vorgeschrieben.
> ich habe dann noch ein wenig mit google gesucht, konnte aber nichts finden.
>
> gibt es wirklich so ein verbot?
Mal beim KVR in München oder beim Landesamt für Umweltschutz
nachfragen.
Ich reibe mein Fahrrad gewöhnlich nur mit nem Lappen ab und fahre bei
seltener Vermatschung langsam durch eine saubere Pfütze. Bisher bin
ich dafür nicht verhaftet worden...
Gruß,
Georg
Mein Händler hat keine. :-)
> gibt es wirklich so ein verbot?
Steht in der betr. Vorschrift evtl. "Fahrzeuge" statt "Kraftfahrzeuge"?
--
CU Christoph Maercker.
RADWEGE sind TOD-SICHER!
Mir hat dafür bisher eine alte Zeitung gereicht. :-)
> So generell halte ich das aber fuer falsch, mit warmem Wasser ist
> das einem Regenguss vergleichbar.
ACK, ölige Teile putze ich fast nie mit Wasser, sondern entweder
(selten) mit benzingetränkten Lappen oder nur mit trockenem Tuch. Darf
ich annehmen, dass in Müllverbrennungsanlagen Schlimmeres durch die Esse
gejagt wird als ölverschmierte Lappen?
> da wurde behauptet, dass das fahrrad waschen zu hause genauso
> verboten sei wie das waschen des autos.
Das waere erstaunlich. Beim Waschen eines Schnauferls faellt doch
richtig gefaehrlicher und giftiger Dreck an, waehrend es beim
Waschen des Fahrrads nur um etwas Staub und vielleicht ein paar
eingetrocknete Matschreste geht.
> man solle das beim radl-haendler oder einer speziellen
> rald-waschanlage erledigen. so eine wurde auch in dem
> bericht gezeigt.
Auch sehr eigenartig. Abgesehen davon, dass das `Waschen' eines
Fahrrads recht ueberfluessig ist, habe ich auch noch nie eine
Waschanlage dafuer gesehen. Dass man mit einem Schnauferl in eine
Schnauferlwaschanlage gehen sollte, ist klar. Die sollte es
eigentlich auch bei Schnauferl-Haendlern geben, doch da kenne
ich mich nicht so aus. Mit dem Fahrrad sollte man da aber nicht
hin. Fuer die Reinigung des Fahrrads ist ein Lappen besser.
Hans Crauel
> Abgesehen davon, dass das `Waschen' eines
> Fahrrads recht ueberfluessig ist
Kann ich so nicht bestätigen; für ein richtig verkeimtes Fahrrad
ist warmes Wasser mit Spülmittel (plus Lappen und Bürste) das
einzig Wahre, natürlich sollte man Kette, Antriebsteile und Lager
nicht damit behandeln.
Als Gemeinde kann man im übrigen die absurdesten Verbote
erlassen. Hierzustadt (Jena) wurden im letzten Jahr Leute
polizeilich gesucht, die in gewissen Abständen einen ziemlich
naturbelassenen Bach mit (nachgewiesenermaßen)
Haushalts- Spülmittel in ein wild schäumendes Gewässer verwandelt
haben (zuerst wurde irgendeine gefährliche Chemikalie vermutet).
War wohl letztendlich eine Hausmeisterfirma, die benutztes
Wischwasser von der Reinigung der Hausflure in den
Straßengully gekippt hat. Das war ein Neubaugebiet mit getrennter
Regen- und Abwasserkanalisation, wobei die Regenwasserabläufe
(Gullys in der Straße) direkt in den Bach mündeten; die
Abwasserrohre dagegen in die Kläranlage. Wer hier in der Runde
weiß, dass er sich ggf. strafbar macht, wenn er einen Eimer
klares Wasser mit einem Fingerhut Priel, Fit oder was er gerade
hat, in den Gully kippt? (Weil am anderen Ende der Stadt ggf.
Schaumberge auf einem Bach oder Fluss entstehen.) Mir war das neu.
--
Viele Grüße, Thomas
Abwasser ist Abwasser, das sollte jeder wissen.
> (Weil am anderen Ende der Stadt ggf. Schaumberge auf einem Bach
> oder Fluss entstehen.)
Dir ist aber schon klar, das Reinigungsmittel nicht nur optische
Auswirkungen haben?
> Mir war das neu.
Das ist schlecht.
Das war IIRC Grundschulstoff...
> Marcus Endberg <nu...@nueb.de> wrote:
>> Ich habe schon als Kind gelernt, dass Regenwasser vielerorts direkt
>> ueber die Kanalisation in naheliegende Gewaesser (z. B. den Rhein, an
>> dessen Ufern ich aufgewachsen bin) abgeleitet wird, waehrend
>> verschmutztes Abwasser in separaten Leitungen den Klaerwerken
>> zugefuehrt wird.
>
> Das war IIRC Grundschulstoff...
Es gibt aber auch Gründe auch die Regenwässer, die in Straßen und Plätzen
eingesammelt werden zu klären. Grad die, die so in den ersten Minuten
anfallen sind auch nicht harmlos.
Auch lieben die Abwasserbetriebe die Spülwirkung eines Regenschauers im
System - in den Zeiten wo es wegen Wassersparens und Bevölkerungsrückgang
zu mehr Liegengeblieben kommt.
Hierzustadt werden öfter Menschen vom Umweltamt aufgeklärt, das
Reinigungsabwässer nichts für die Bäume am Straßenrand sind...
Es scheint mir aber ein Reinigungsmäßiges Kulturgut, ja fast ein Ritual
zu sein, das man den Wischeimer 'draussen' entleert - anstatt den Inhalt
ihn z.B. übers WC der Kanalisation zuzuführen.
ervin
--
"Regeln sind nur dort notwendig, wo sich die Menschen nicht einigen
wollen..."
"Hätte er einen Helm aufgehabt, wäre er ohne jetzt tot!"
Ich habe gelernt, den Wischeimer ins WC zu entleeren und vor der
nächsten Benutzung zu bürsten. WG macht faul...
Haibe
--
Offizielles Mitglied der Killfiles von:
Wolfgang Gerber, Ralf Gunkel, Walter Sparbier
> Das war IIRC Grundschulstoff...
Da hatte der Osten einen Nachteil. Grundsätzlich
Mischwasser-Kanalisation (wurde bis Anfang der 90er Jahre
gebaut), und entweder gar keine Klärung außer Absetzbecken, also
Abwasser mit in die Flüsse, oder in den nicht sehr vielen voll
ausgebauten Kläranlagen wurde das Regenwasser mit geklärt (was
unnötig große Anlagen nach sich zog). Da war in der Schule keine
Verhaltensregel zu vermitteln. Deshalb schrieb ich oben
"Neubaugebiet", wo es schon anders war, aber den Leuten nicht
bewusst.
--
Viele Grüße, Thomas
Vielen Dank. Ist auch sonst allerbestes Bildzeitungsniveau, auf dem da
berichtet wird. Da ist die Fahrradwashchanlage quasi die Krönung der
Desinformation.
Tja, in Wien wird das Wasser von den Strassen in die Kanalisation
geleitet, wobei die Hauptkaenaele entlang von Baechen und Fluessen
verlaufen, aber nicht direkt darin einmuenden; stattdessen wird das
Wasser in der Kanalisation zuerst durch die Klaeranlage geleitet.
Und juengst wurde der (IIRC) Donausammelkanal wieder kraeftig
ausgebaut, sodass er auch bei extrem starken Regenfaellen nicht
uebergeht und die Donau verschmutzt (was man frueher in Kauf genommen
hat).
>Die Gruende dafuer sind auch nicht nicht schwer zu=20
>verstehen.
Die Kanalbauer und Gewaesserschuetzer haben in diesen Gemeinden keine
so gute Lobby.
- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
ganz toll. so wie's ausshieht gibt es kein verbot sein radl zu hause vor
der tuer zu waschen. wozu zahle ich dann eigentlich GEZ-gebuehren!? um
so desinformiert zu werden? ist das die staatsgebundene aufgabe der sender?
> Ich habe schon als Kind gelernt, dass Regenwasser vielerorts direkt
> ueber die Kanalisation in naheliegende Gewaesser (z. B. den Rhein, an
> dessen Ufern ich aufgewachsen bin) abgeleitet wird, waehrend
Igitt. Ohne Vorkl�rung? Also wenigstens Leichtstoffabscheider und Sandfang?
> verschmutztes Abwasser in separaten Leitungen den Klaerwerken
> zugefuehrt wird. Die Gruende dafuer sind auch nicht nicht schwer zu
> verstehen.
Damit die Stadtreinigung regelm��ig f�r teuer Geld die Kan�le sp�len
kann, um das dem B�rger in Rechnung zu stellen? Der Wasserverbrauch pro
Person sinkt seit Jahren. Als EW wird immer noch 200l/E*d angenommen.
Mancherorts werden nichtmal 90l/E*d gebraucht. Da kommt der Regen grade
recht.
Kristian
--
They send us in front with a fuse an' a mine
To blow up the gates that are rushed by the line,
from Sappers (Royal Engineers) by Rudyard Kipling
Hab mir auch mal den Bericht angeschaut und dann gegoogelt: Die
Reporterin Conny Kleinschroth verortet man leicht in Würzburg, und
siehe da, dort gibt es auch eine Fahrradwaschanlage (eine von 11 in
D). Ein generelles Verbot habe ich aber auch nicht gefunden.
Beim LK-Starnberg findet man:
"<...>Autowaschen auf Privatgrundstücken
Sofern ein öffentlicher Regenwasserkanal nicht betroffen ist,
versickert das Abwasser auf dem Privatgrundstück
oder gelangt möglicherweise direkt in ein Oberflächengewässer. Aus
Sicht des Gewässerschutzes ist die
Autowäsche auf Privatgrundstücken nur unter folgenden Bedingungen
hinnehmbar:
• Das Fahrzeug ist mit klarem Wasser und mechanischen Hilfsmitteln
ohne Zusatz von chemischen Reinigungsmitteln
(z. B. Kaltreiniger) zu reinigen.
• Es darf nur eine Oberwäsche der Karosserie durchgeführt werden. Eine
Motorwäsche sowie das Waschen
von Ladeflächen und Laderäumen, die zum Transport wassergefährdender
Stoffe verwendet werden, ist
nicht zulässig.
• Heißwasserhochdruckreiniger bzw. Dampfstrahlgeräte dürfen nicht
verwendet werden.
• Das Waschwasser ist über die belebte Bodenzone zu versickern, darf
keinem Versickerungsschacht zufließen
bzw. darf nicht direkt in ein Oberflächengewässer eingeleitet werden.
• In Wasserschutzgebieten ist auf alle Fälle die
Schutzgebietsverordnung zu beachten, es wird empfohlen, in
diesen Gebieten grundsätzlich auf das Autowaschen zu verzichten."
Also prinzipiell verboten kann's scheinbar nicht sein.
Gruß
Sissy
Den Putzkᅵbel oder das Klo?
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Welche der drei Mᅵglichkeiten genutzt wird, ᅵberlasse ich dem geneigten
Leser...
Ja, der Staat belügt uns ständig. Wahlen ändern nichts.
Der Staat?
Was ist das?
Oder eher diejenigen, die sich als Vertreter eines Staates darstellen?
Also 'Menschen, wie Du und ich' um mal wertvolle Kulturschaffende zu
zitieren.
Ok, aber das Bewusstsein der generellen Frage sollte weiterhin da
sein. Im Zweifel wird man verdrecktes Abwasser eben als solches
behandeln...
> Da war in der Schule keine Verhaltensregel zu vermitteln. Deshalb
> schrieb ich oben "Neubaugebiet", wo es schon anders war, aber den
> Leuten nicht bewusst.
Die Gemeinden scheinen sich auch nicht unbedingt mit Informationen
hervorzutun *seufz*