Wie viele Kettenglieder können kaputt gehen

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Stephan Zitzmann

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Jul 2, 2022, 7:38:38 AMJul 2
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Hallo,

ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen Kettenschlösser?

Viele Grüße
Stephan

Olaf Schultz

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Jul 2, 2022, 8:22:33 AMJul 2
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Am 02.07.22 um 13:38 schrieb Stephan Zitzmann:
Zwei Kettenschlösser und ein Innenglied+Kettennietdrücker.

meinem bisherigen Leben auf:
-Radreise: Nie gebraucht. Auch nicht wo Murphy so richtig zugeschlagen
hätte.
-Innerstädtisch: IIRC zwei mal.

Olaf

Arno Welzel

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Jul 2, 2022, 8:39:20 AMJul 2
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Stephan Zitzmann:

> ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
> Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen Kettenschlösser?

Wenn die Kette reißt, ist logischerweise genau *ein* Kettenglied kaputt.
Genau das muss dann halt ersetzt werden. In der Regel ist der Defekt,
dass eine Außenlasche vom Bolzen getrennt wurde, weshalb ein
Kettenschloss vermutlich als Notfallmaßnahme ausreicht. Dass ein
Innenteil mit Rollen kaputtgeht, habe ich noch nicht gesehen.


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Gerald Eіscher

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Jul 2, 2022, 11:06:51 AMJul 2
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Am 02.07.22 um 13:38 schrieb Stephan Zitzmann:
>
> ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
> Kettenglieder können maximal kaputtgehen?

Eine Kette kann sich beim Schalten vorne unter Gewaltanwendung
verdrehen. Dann sind z.B. ein Glied gerissen und zwei weitere verbogen.
Von daher schlage ich 5 Kettenglieder (Innenlaschen an den Enden) und
zwei Kettenschlösser vor.
Betroffen sind vor allem Mauntenbeiker, die unbedingt im Steilhang das
Kettenblatt schalten wollen anstatt davor.

> Oder reichen Kettenschlösser?

Zur Not kann man die verbogenen Kettenglieder mit einem
Kettennietdrücker entfernen und mit zu kurzer Kette weiter fahren.
Es sollte einem dann aber absolut bewusst sein, dass keinesfalls auf
großes Kettenblatt und größtes/zweitgrößtes Ritzel geschaltet werden
darf, sonst hat man den nächsten Defekt.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Alexander Ausserstorfer

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Jul 3, 2022, 10:39:26 AMJul 3
to
In article <t9pant$2jpr0$1...@dont-email.me>,
Stephan Zitzmann <zs.h...@gmx.de> wrote:

> ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
> Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen
> Kettenschlösser?

Was? Du schleppst immer eine ganze Kette mit Dir rum?

Kettenschloß schlug mein Vater auch schon vor. Ich weiß aber nicht, was
das bringen soll: die Kette kann ja schließlich überall aufgehen. Ein
Kettennieter muß da also auch noch mit.

Normalerweise passiert sowas aber nicht. Es sei denn, man hat
Kettenschaltung und schaltet völlig falsch oder kann das Schalten nicht.
So erlebt in einer Gruppe bei anderen auf einer Radtour von Ingolstadt
nach Preßburg im August 1998. Ich war der einzige, der einen
Kettennieter mit hatte. Da hatte ich was zu tun. Meinem eigenen Fahrrad
dagegen fehlte nichts.

Mir ist in meinem Leben ein einziges Mal die Kette unterwegs kaputt
gegangen. Da war sie aber auch schon über ein Jahr drauf und mir
durchaus bewußt, daß sie gewechselt gehört. Ich hatte zu lange gewartet.
Gott sei Dank passierte das dann einige hundert Meter vor der Haustür
und hatte ich noch eine Ersatzkette zuhause rumliegen, denn ich mußte am
nächsten Tag ja wieder in die Arbeit. Also am Abend in der Dunkelheit
noch schnell eine Notreparatur durchgeführt. Bei der Gelegenheit
gleich noch das Ritzel durch ein neues ersetzt. (Die Werkstätten kann
man ja leider vergessen - die hätten vermutlich schon allein wegen dem
Ritzel für die Rohloff wieder Wochen gebraucht.) Damals hatte ich aber
auch noch einen Kettenspanner an der Rohloff und eine damit verbundene
offen laufende Kette.

Die derzeitige (Schaltungs-)Kette ist bei mir seit 2016 im Einsatz und
hat momentan knapp 25.500 km drauf. Es werden fast täglich mehr. Ohne
Kettenspanner und mit Hebie Chainglider. Bisher keine Probleme. Ich bin
überzeugt, daß die Lebensdauer durch geschickte Konstruktion
(geschlossener Kettenkasten und Schwerlastkette) noch erheblich erhöht
werden könnte.

Ist halt das Übliche: Es wird kaum was Gescheites verkauft. Statt dessen
versuchen sie einem noch, ein Fahrrad mit einem Riemenantrieb
anzudrehen, also eine Unkonstruktion. (Die beiden Hauptprobleme dieser
Konstruktion sind ein Rahmenschloß, also geteilter Rahmen zum Einfädeln
des Riemens, und die vom Riemen benötigte Vorspannung. Bei einer Kette
müssen beide Nachteile ja nicht sein.) Hauptsache, was Neues verkaufen.
Die tun gerade so, als ob die Kunden blöd wären.

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Frank Möller

unread,
Jul 3, 2022, 11:07:36 AMJul 3
to
Alexander Ausserstorfer:

> Die derzeitige (Schaltungs-)Kette ist bei mir seit 2016 im Einsatz und
> hat momentan knapp 25.500 km drauf. Es werden fast täglich mehr. Ohne
> Kettenspanner und mit Hebie Chainglider. Bisher keine Probleme. Ich bin
> überzeugt, daß die Lebensdauer durch geschickte Konstruktion
> (geschlossener Kettenkasten und Schwerlastkette) noch erheblich erhöht
> werden könnte.

> Ist halt das Übliche: Es wird kaum was Gescheites verkauft. ...

Du hast halt Deine Prioritäten, andere haben _*andere*_ Prioritäten.

Das Ergebnis ist dann, daß Du bergauf schiebst, während andere bergauf
fahren.

Dafür sehen diese "Deppen" dann eben Ketten als Verschleißteile an und ergo
wechseln sie ihre Verschleißteile sachgerecht und turnusmäßig, während Du
zwar regelmäßig den Zigtausendkilometerrekord pro Kette gewinnst (wer
vergibt da eigentlich die Medaillien?), aber bergauf schiebst. *GEIL*

Ich jedenfalls bin so'n Kettenwechsler und _*fahre bergauf*_ . Hahahaaa.

--

Nico Hoffmann

unread,
Jul 3, 2022, 3:27:28 PMJul 3
to
Olaf Schultz schreibt:

> Am 02.07.22 um 13:38 schrieb Stephan Zitzmann:
>> Hallo,
>>
>>  ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
>> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
>> Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen Kettenschlösser?
>>
>> Viele Grüße
>> Stephan
>>
>
> Zwei Kettenschlösser und ein Innenglied+Kettennietdrücker.

Eine Ersatzkette habe nichtmal ich dabei. Und ich hätte sie auch noch
nie gebraucht.


> meinem bisherigen Leben auf:
> -Radreise: Nie gebraucht. Auch nicht wo Murphy so richtig zugeschlagen
> hätte.
> -Innerstädtisch: IIRC zwei mal.

Das Kettenschloss brauchte ich schon mal auf einer Reise. Aber
Achtung, nicht alle 8-fach Kettenschlösser passen auf alle 8-fach
Ketten.

N.
--
God Save the Queen

Thomas Bliesener

unread,
Jul 3, 2022, 4:08:05 PMJul 3
to
Alexander Ausserstorfer schrieb:
> Kettenschloß schlug mein Vater auch schon vor. Ich weiß aber nicht, was
> das bringen soll: die Kette kann ja schließlich überall aufgehen. Ein
> Kettennieter muß da also auch noch mit.
>
> Normalerweise passiert sowas aber nicht. Es sei denn, man hat
> Kettenschaltung und schaltet völlig falsch oder kann das Schalten nicht.

Es gibt noch einen weiteren Anwendungsfall für einen Kettennieter, den
ich schon öfter gesehen habe: wenn das (zu häufig gerichtete?)
Schaltauge bricht.

Ich führe ein Universal-Schaltauge mit und müßte mal ausprobieren, ob
das überhaupt taugt.
--
bli

Andreas Oehler

unread,
Jul 3, 2022, 5:34:08 PMJul 3
to
Am 02.07.2022 um 14:22 schrieb Olaf Schultz:
> Am 02.07.22 um 13:38 schrieb Stephan Zitzmann:
>>   ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
>> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
>> Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen Kettenschlösser?
>>
> Zwei Kettenschlösser und ein Innenglied+Kettennietdrücker.

Innenglieder sind mir noch nie beschädigt worden. Aufgegangene
Vernietung und von der Nietung her eingerissene Aussenlaschen hatte ich
schon ein paar. Einmal spektakulär beim Beschleunigen mit dem Tandem
bergauf auf der Bundesstraße um im dichten Verkehr links abzubiegen -
einmal bergauf zu Beginn einer Tour noch in Tübingen. Beides mal halt
unter Teillast die Kettenschaltung hinten betätigt :-( Ansonsten waren
das Korrosions-Risse an Edelstahl-Aussenlaschen von Wippermann-Ketten,
die je einen Winter lang Salzmatsch gesehen hatten.

Seit in der Familie auf größeren Touren nur noch Nabenschaltungen im
Einsatz sind, gab es kein überraschendes Kettenversagen mehr. Von daher
nehme ich auch kein Kettenschloß mehr mit.

Andreas

Ulli Horlacher

unread,
Jul 3, 2022, 6:46:47 PMJul 3
to
Andreas Oehler <andreas...@gmx.de> wrote:

> Seit in der Familie auf größeren Touren nur noch Nabenschaltungen im
> Einsatz sind, gab es kein überraschendes Kettenversagen mehr.

Mir ist am Tandem mal eine Nabenschaltungskette gerissen.
Zum Glueck hatte ich ein Kettenschloss dabei.


--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +

Gerald Eіscher

unread,
Jul 4, 2022, 2:35:26 AMJul 4
to
Am 03.07.22 um 23:34 schrieb Andreas Oehler:
> Am 02.07.2022 um 14:22 schrieb Olaf Schultz:
>> Am 02.07.22 um 13:38 schrieb Stephan Zitzmann:
>>>   ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
>>> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
>>> Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen Kettenschlösser?
>>>
>> Zwei Kettenschlösser und ein Innenglied+Kettennietdrücker.
>
> Innenglieder sind mir noch nie beschädigt worden.
Mauntenbeiker schaffen das. Einfach bei einem Kettenklemmer diesen
beheben versuchen, indem man mit Gewalt in die Pedale tritt.

Gerald Eіscher

unread,
Jul 4, 2022, 2:47:20 AMJul 4
to
Am 03.07.22 um 21:31 schrieb Thomas Bliesener:
>
> Es gibt noch einen weiteren Anwendungsfall für einen Kettennieter, den
> ich schon öfter gesehen habe: wenn das (zu häufig gerichtete?)
> Schaltauge bricht.
>
> Ich führe ein Universal-Schaltauge mit und müßte mal ausprobieren, ob
> das überhaupt taugt.

Das Gewinde fürs Schaltwerk befindet sich bei den Universal-Schaltaugen
weiter außen, d.h. es muss im freien Feld die Schaltung komplett neu
eingestellt werden. Falls man darauf verzichtet, besteht die Gefahr,
dass der Patient die Kette zwischen Ritzel und Rahmen legt.

Weshalb führst du nicht das zu deinem Rahmen passende Schaltauge mit?
https://www.schaltauge.com/

Jens Herrmann

unread,
Jul 4, 2022, 8:28:52 AMJul 4
to
On 02.07.22 13:38, Stephan Zitzmann wrote:
> ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
> Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen Kettenschlösser?
Es ist auch möglich, daß die Vernietung am Bolzen aufgeht oder die Röllchen brechen. Eine 9-fach-Kette die ich kürzlich getauscht habe: https://ibb.co/tZY1Nnp
Wie man sieht sind da gleich eine ganze Reihe Kettenglieder nebeneinander betroffen und es gab weitere Stellen dieser Art. Vermutlich ein Materialfehler.

Mit einem kurzen Kettenstück und einem Kettenschloss bist du schonmal gut dabei solange du dich in der Zivilisation bewegst. Eine komplette Kette würde ich nur mitnehmen wenn die Fahrt über viele Tausend Km geht und damit zu rechnen ist dass du unterwegs keine Ersatzteile bekommst.

Markus Merkl

unread,
Jul 4, 2022, 9:04:45 AMJul 4
to
On 04.07.22 14:28, Jens Herrmann wrote:
> On 02.07.22 13:38, Stephan Zitzmann wrote:
>> ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
>> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
>> Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen Kettenschlösser?
> Es ist auch möglich, daß die Vernietung am Bolzen aufgeht oder die
> Röllchen brechen. Eine 9-fach-Kette die ich kürzlich getauscht habe:
> https://ibb.co/tZY1Nnp

Bei dem Verschleisbild tät ich ernsthaft meine Wartungsstrategie überdenken.

--
Markus

“Perl is the only language that looks the same before and after RSA
encryption.”
(Keith Bostic)

Sepp Ruf

unread,
Jul 4, 2022, 10:22:50 AMJul 4
to
Am 03.07.22 um 16:39 schrieb Alexander Ausserstorfer:

> Die tun gerade so, als ob die Kunden blöd wären.

Sind manche vielleicht auch. Lassen einen Kanadier mit Entfetterspray
(Bremsenreiniger?) an ihrer verdreckten Kette rummachen:
<https://fstatic1.mtb-news.de/v3/26/2656/2656969-r11e9zfwn7vz-03cinachaincleaning-original.jpg>
(Maximalgrosse Version, um "degrease ... no wipe ... heavy duty"
entziffern zu koennen.)

Bodo G. Meier

unread,
Jul 4, 2022, 10:35:12 AMJul 4
to
Am 04. Juli. 2022 um 15:04 schrieb Markus Merkl:
> On 04.07.22 14:28, Jens Herrmann wrote:
>> On 02.07.22 13:38, Stephan Zitzmann wrote:
>>> ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
>>> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
>>> Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen Kettenschlösser?
>> Es ist auch möglich, daß die Vernietung am Bolzen aufgeht oder die
>> Röllchen brechen. Eine 9-fach-Kette die ich kürzlich getauscht habe:
>> https://ibb.co/tZY1Nnp
>
> Bei dem Verschleisbild tät ich ernsthaft meine Wartungsstrategie überdenken.

Als "armer"/"geiziger" Student habe ich es auch mal so weit kommen lassen.
Ob ich danach auch mindestens das mittlere Kettenblatt und die
meistgefahrenen Ritzel tauschen musste, erinnere ich nicht mehr, halte
es aber für sehr wahrscheinlich.

Gruß,
Bodo


Gerald Eіscher

unread,
Jul 4, 2022, 11:26:49 AMJul 4
to
Am 04.07.22 um 14:28 schrieb Jens Herrmann:
> Es ist auch möglich, daß die Vernietung am Bolzen aufgeht oder die
> Röllchen brechen. Eine 9-fach-Kette die ich kürzlich getauscht habe:
> https://ibb.co/tZY1Nnp Wie man sieht sind da gleich eine ganze Reihe
> Kettenglieder nebeneinander betroffen und es gab weitere Stellen
> dieser Art. Vermutlich ein Materialfehler.

Gebrochene Röllchen habe ich noch nie gesehen. Welcher Hersteller,
welches Modell?
Sind die Röllchen ausgestanzt (kein sichtbarer Spalt) oder aus
Vierkantdraht gebogen (sichtbarer Spalt)?

Ulli Horlacher

unread,
Jul 4, 2022, 11:37:47 AMJul 4
to
Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Am 04.07.22 um 14:28 schrieb Jens Herrmann:
> > Es ist auch möglich, daß die Vernietung am Bolzen aufgeht oder die
> > Röllchen brechen. Eine 9-fach-Kette die ich kürzlich getauscht habe:
> > https://ibb.co/tZY1Nnp Wie man sieht sind da gleich eine ganze Reihe
> > Kettenglieder nebeneinander betroffen und es gab weitere Stellen
> > dieser Art. Vermutlich ein Materialfehler.
>
> Gebrochene Röllchen habe ich noch nie gesehen. Welcher Hersteller,
> welches Modell?

Ich hatte mehrere an einer Rohloff 8-fach Kette.

Gerald Eіscher

unread,
Jul 4, 2022, 3:13:01 PMJul 4
to
Am 04.07.22 um 17:32 schrieb Ulli Horlacher:
> Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>> Am 04.07.22 um 14:28 schrieb Jens Herrmann:
>> > Es ist auch möglich, daß die Vernietung am Bolzen aufgeht oder die
>> > Röllchen brechen. Eine 9-fach-Kette die ich kürzlich getauscht habe:
>> > https://ibb.co/tZY1Nnp Wie man sieht sind da gleich eine ganze Reihe
>> > Kettenglieder nebeneinander betroffen und es gab weitere Stellen
>> > dieser Art. Vermutlich ein Materialfehler.
>>
>> Gebrochene Röllchen habe ich noch nie gesehen. Welcher Hersteller,
>> welches Modell?
>
> Ich hatte mehrere an einer Rohloff 8-fach Kette.

Ich nicht, meine Rohloff war vorher verschlissen.
Rohloff verwendet aus Vierkantdraht gebogene Röllchen, bei einem Bruch
fallen die herunter. Jens' Kette ist aber keine Rohloff.

Olaf Schultz

unread,
Jul 4, 2022, 3:26:19 PMJul 4
to
Am 04.07.22 um 21:12 schrieb Gerald Eіscher:
> Am 04.07.22 um 17:32 schrieb Ulli Horlacher:
>> Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>>> Am 04.07.22 um 14:28 schrieb Jens Herrmann:
>>>> Es ist auch möglich, daß die Vernietung am Bolzen aufgeht oder die
>>>> Röllchen brechen. Eine 9-fach-Kette die ich kürzlich getauscht habe:
>>>> https://ibb.co/tZY1Nnp Wie man sieht sind da gleich eine ganze Reihe
>>>> Kettenglieder nebeneinander betroffen und es gab weitere Stellen
>>>> dieser Art. Vermutlich ein Materialfehler.
>>>
>>> Gebrochene Röllchen habe ich noch nie gesehen. Welcher Hersteller,
>>> welches Modell?
>>
>> Ich hatte mehrere an einer Rohloff 8-fach Kette.
>
> Ich nicht, meine Rohloff war vorher verschlissen.
> Rohloff verwendet aus Vierkantdraht gebogene Röllchen, bei einem Bruch
> fallen die herunter. Jens' Kette ist aber keine Rohloff.
>

Ich hatte schon mal beim Bahnhofsrennrad (Bremer Winter) an der
Sachs/SRAM Kette verstärkten Rollenverlust. Kette könnte so von 2002
gewesen sein.

Olaf

Juergen

unread,
Jul 4, 2022, 3:49:46 PMJul 4
to
Am Mon, 4 Jul 2022 17:26:46 +0200 schrieb Gerald E?scher

>Gebrochene Röllchen habe ich noch nie gesehen. Welcher Hersteller,
>welches Modell?

Ich hatte sowas schon. Denke es war irgendwas altes von Shimano, was
sich damals Super- oder Hyperglide nannte.
Dann hatte ich mal einen Schraubkranz mit Zahnverlust und einen
gebrochenen Kurbelarm aus Alu (soweit ich mich erinnere am Pedalauge).

Dann gab es noch eine gerissene 9-fach-Kette am MTB. War wohl eine HG
53. Glücklicherweise hatte ich ein Kettenschloss SRAM Powerlink und
meine Begleitung ein Multitool mit Kettennieter dabei. Sie war tief
beeindruckt, dass sich sowas unterwegs reparieren lässt.
Auch einen anderen MTBler hab ich damit unterwegs mal aus der Patsche
geholfen. Seither sind Kettendrücker und zum Rad passendes
Schnellschloss genauso wie ein Ersatzschlauch und Pumpe oder Patrone
Pflicht.

Jens Herrmann

unread,
Jul 4, 2022, 4:23:43 PMJul 4
to
On 04.07.22 17:26, Gerald Eіscher wrote:
> Gebrochene Röllchen habe ich noch nie gesehen. Welcher Hersteller,
> welches Modell?
> Sind die Röllchen ausgestanzt (kein sichtbarer Spalt) oder aus
> Vierkantdraht gebogen (sichtbarer Spalt)?
Ich meine das war irgendeine billige Shimano-Kette. Die Röllchen sind vermutlich aus Draht gebogen. Gab an der Kette noch weitere Stellen wo das Röllchen noch drauf war aber bereits gebrochen.

Gerald Eіscher

unread,
Jul 4, 2022, 4:27:33 PMJul 4
to
Am 04.07.22 um 21:26 schrieb Olaf Schultz:
> Am 04.07.22 um 21:12 schrieb Gerald Eіscher:
>>
>> Rohloff verwendet aus Vierkantdraht gebogene Röllchen, bei einem Bruch
>> fallen die herunter. Jens' Kette ist aber keine Rohloff.
>
> Ich hatte schon mal beim Bahnhofsrennrad (Bremer Winter) an der
> Sachs/SRAM Kette verstärkten Rollenverlust. Kette könnte so von 2002
> gewesen sein.

Gibt es irgendwas, das du nicht kaputt kriegst :-?
Von Sachs/Sedis habe ich noch einige Kettenreste, aber alle mit
gestanzten Rollen.
Gestanzte Rollen müssten an zwei Stellen brechen, dass sie verloren gehen.

Thomas Bliesener

unread,
Jul 4, 2022, 9:08:06 PMJul 4
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Das Gewinde fürs Schaltwerk befindet sich bei den Universal-Schaltaugen
> weiter außen, d.h. es muss im freien Feld die Schaltung komplett neu
> eingestellt werden. Falls man darauf verzichtet, besteht die Gefahr,
> dass der Patient die Kette zwischen Ritzel und Rahmen legt.

Das hört sich nicht sehr viel komplizierter an, als das Schaltwerk zu
amputieren und die Kette exklusiv für ein Ritzel zu kürzen.

> Weshalb führst du nicht das zu deinem Rahmen passende Schaltauge mit?
> https://www.schaltauge.com/

Tue ich doch: eingebaut. Ohne Scheiß: ich hatte mir ein zweites
Schaltauge besorgt (nach einem Fehlkauf) ... und es dann lieber
eingebaut, weil ich dem Original nicht mehr traute. Natürlich könnte ich
das alte Schaltauge mitführen. Das paßt aber nicht so schön in die
Plastikbox des Flickzeugs wie das universelle Schaltauge. Außerdem kann
ich so ggf. einem Mitfahrer aus der Patsche helfen. Falls niemand einen
Kettentrenner mitführt, habe ich das Problem nämlich mit am Hacken.
--
bli

Arno Welzel

unread,
Jul 5, 2022, 2:36:37 AMJul 5
to
Jens Herrmann:

> On 02.07.22 13:38, Stephan Zitzmann wrote:
>> ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
>> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie
>> viele Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen
>> Kettenschlösser?
> Es ist auch möglich, daß die Vernietung am Bolzen aufgeht oder die
> Röllchen brechen. Eine 9-fach-Kette die ich kürzlich getauscht habe:
> https://ibb.co/tZY1Nnp Wie man sieht sind da gleich eine ganze Reihe
> Kettenglieder nebeneinander betroffen und es gab weitere Stellen
> dieser Art. Vermutlich ein Materialfehler.

Die übrigen Rollen sind auch schon sehr deutlich abgenutzt. Oder waren
die im Neuzustand auch schon mit konkaven Oberflächen?

Für mich sieht das eher nach "komplett verschlissen" aus und einige der
Rollen sind dann halt endgültig zerbröselt.

Gerald Eіscher

unread,
Jul 5, 2022, 10:06:10 AMJul 5
to
Am 05.07.22 um 03:05 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Das Gewinde fürs Schaltwerk befindet sich bei den Universal-Schaltaugen
>> weiter außen, d.h. es muss im freien Feld die Schaltung komplett neu
>> eingestellt werden. Falls man darauf verzichtet, besteht die Gefahr,
>> dass der Patient die Kette zwischen Ritzel und Rahmen legt.
>
> Das hört sich nicht sehr viel komplizierter an, als das Schaltwerk zu
> amputieren und die Kette exklusiv für ein Ritzel zu kürzen.

Mit dem passenden Schaltauge wird es aber vieeeeel einfacher. Bei
geführten Mauntenbeik-Touren in den Alpen wird von den Teilnehmern das
Mitführen eines passenden Schaltauges verlangt, die haben wohl zu viele
schlechte Erfahrungen mit verbogenen und gerissenen Schaltaugen gemacht.

>> Weshalb führst du nicht das zu deinem Rahmen passende Schaltauge mit?
>> https://www.schaltauge.com/
>
> Tue ich doch: eingebaut. Ohne Scheiß: ich hatte mir ein zweites
> Schaltauge besorgt (nach einem Fehlkauf) ... und es dann lieber
> eingebaut, weil ich dem Original nicht mehr traute.

Das originale habe ich am Rennrad ebenfalls ersetzt, weil der Ersatz von
Pilo https://pilo.co.il/ ist
a) schwarz
b) gefräst und damit präziser

Weil für meinen Rahmen nur schwer erhältlich, habe ich mittlerweile drei
Schaltaugen gesammelt und nach Murphy noch keines wirklich benötigt.

> Natürlich könnte ich
> das alte Schaltauge mitführen. Das paßt aber nicht so schön in die
> Plastikbox des Flickzeugs wie das universelle Schaltauge.

Aber das universelle Schaltauge passt nicht so gut an den Rahmen.

> Außerdem kann
> ich so ggf. einem Mitfahrer aus der Patsche helfen.

Soviel Altruismus muss nicht sein. Für Mitfahrer ohne Schaltauge gibt es
Taxis und Ehefrauen mit Outo.

Selber habe ich am Rennrad aber auch nie ein Schaltauge dabei, das wurde
noch nie ernsthaft verbogen.

Ulf Kutzner

unread,
Jul 5, 2022, 11:05:57 AMJul 5
to
Gerald Eіscher schrieb am Dienstag, 5. Juli 2022 um 16:06:10 UTC+2:
> Am 05.07.22 um 03:05 schrieb Thomas Bliesener:

> > Das hört sich nicht sehr viel komplizierter an, als das Schaltwerk zu
> > amputieren und die Kette exklusiv für ein Ritzel zu kürzen.

> Mit dem passenden Schaltauge wird es aber vieeeeel einfacher. Bei
> geführten Mauntenbeik-Touren in den Alpen wird von den Teilnehmern das
> Mitführen eines passenden Schaltauges verlangt, die haben wohl zu viele
> schlechte Erfahrungen mit verbogenen und gerissenen Schaltaugen gemacht.

> >> Weshalb führst du nicht das zu deinem Rahmen passende Schaltauge mit?
> >> https://www.schaltauge.com/
> >
> > Tue ich doch: eingebaut. Ohne Scheiß: ich hatte mir ein zweites
> > Schaltauge besorgt (nach einem Fehlkauf) ... und es dann lieber
> > eingebaut, weil ich dem Original nicht mehr traute.

> Das originale habe ich am Rennrad ebenfalls ersetzt, weil der Ersatz von
> Pilo https://pilo.co.il/ ist
> a) schwarz
> b) gefräst und damit präziser
>
> Weil für meinen Rahmen nur schwer erhältlich, habe ich mittlerweile drei
> Schaltaugen gesammelt und nach Murphy noch keines wirklich benötigt.

Wenn dann doch, beschuldigst Du aber auch wieder den armen Murphy. Es
wird ja nicht auf dem letzten Meter vor Deiner heimischen Fahrradreparaturstätte
nach ansonsten problemlos absolvierter Tour passieren.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Jul 5, 2022, 12:38:18 PMJul 5
to


Frank Möller<butterspiege...@protonmail.com> wrote:
> Alexander Ausserstorfer:
> > Die derzeitige (Schaltungs-)Kette ist bei mir seit 2016 im Einsatz und
> > hat momentan knapp 25.500 km drauf. Es werden fast täglich mehr. Ohne
> > Kettenspanner und mit Hebie Chainglider. Bisher keine Probleme. Ich bin
> > überzeugt, daß die Lebensdauer durch geschickte Konstruktion
> > (geschlossener Kettenkasten und Schwerlastkette) noch erheblich erhöht
> > werden könnte.
> > Ist halt das Übliche: Es wird kaum was Gescheites verkauft. ...
> Du hast halt Deine Prioritäten, andere haben _*andere*_ Prioritäten.
> Das Ergebnis ist dann, daß Du bergauf schiebst, während andere bergauf
> fahren.

So ganz stimmt das ja nicht. Ich muß jeden Tag ca. 100 Höhenmeter in die Arbeit überwinden. Diese fahre ich durchaus auch mit meiner Nabenschaltung. Schieben tue ich nur bei richtigen Bergen, wenn es halt zu steil wird. Nicht im Flachland.

> Dafür sehen diese "Deppen" dann eben Ketten als Verschleißteile an und ergo
> wechseln sie ihre Verschleißteile sachgerecht und turnusmäßig, während Du
> zwar regelmäßig den Zigtausendkilometerrekord pro Kette gewinnst (wer
> vergibt da eigentlich die Medaillien?), aber bergauf schiebst. *GEIL*
> Ich jedenfalls bin so'n Kettenwechsler und _*fahre bergauf*_ . Hahahaaa.

Das Geschriebene ergibt für mich keinen Sinn.

Nur wenn es zu steil wird, steige ich ab. Und das ist auch gut so, weil man dann mal vom Sattel herunterkommt, sich anders bewegt und das Material schont.

Mit entsprechend hoher Untersetzung könnte man vielleicht auch noch stärkere Steigungen rauffahren. Nur wird man dann so langsam, daß man dann genauso gut gleich zu Fuß gehen kann. Ich sehe keinen Sinn darin. Und freilich lassen sich mit Kettenschaltungen wie auch mit Nabenschaltungen gleichermaßen hohe Untersetzungen realisieren. Die Kettenschaltung hat in der Regel halt einen größeren Übersetzungsbereich.

A.

--
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Frank Möller

unread,
Jul 5, 2022, 1:30:05 PMJul 5
to
Alexander Ausserstorfer:

> [ ... ]

> Mit entsprechend hoher Untersetzung könnte man vielleicht auch noch
> stärkere Steigungen rauffahren. Nur wird man dann so langsam, daß man
> dann genauso gut gleich zu Fuß gehen kann.

Kann man. Aber _*will*_ man das? Diesen Punkt finde ich viel wichtiger, und
ich will das nicht.

> Und freilich lassen sich mit Kettenschaltungen wie auch mit
> Nabenschaltungen gleichermaßen hohe Untersetzungen realisieren.

Nein. Bei Nabenschaltungen - nicht zuletzt bei Rohloff - darf man unter
eine bestimmte Kettenblattgröße und über eine bestimmte Ritzelgröße nicht
kommen.

Zwar hat Rohloff da ein bißchen nachgebessert und erlaubt inzwischen ein
kleines bißchen mehr als früher, aber eine brutale Untersetzung für eine
richtige Bergziege darf man eben nach wie vor nicht nutzen.

Bei einer Kettenschaltung hingegen hängt es nur vom Freilauf ab, ob der das
aushalten kann. Und da gibt es einiges an bäriigem Material, nicht zuletzt
etwa DT Swiss Zahnscheiben.

> Die Kettenschaltung hat in der Regel halt einen größeren
> Übersetzungsbereich.

Das kommt noch _*dazu*_.

--

Thomas Bliesener

unread,
Jul 5, 2022, 2:08:04 PMJul 5
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Soviel Altruismus muss nicht sein. Für Mitfahrer ohne Schaltauge gibt es
> Taxis und Ehefrauen mit Outo.

Und für Mitfahrerinnen gibt es Mitfahrer mit Universal-Schaltauge. ;-)

> Selber habe ich am Rennrad aber auch nie ein Schaltauge dabei, das wurde
> noch nie ernsthaft verbogen.

Ich hatte auch noch nie ernste Probleme damit, aber ich habe schon
einige Male gesehen, wie es bei Mitfahrern urplötzlich krachte und
hinten dann ganz häßlich aussah. Vermutlich hatte aber jeder Fall seine
Vorgeschichte.
--
bli

Gerald Eіscher

unread,
Jul 5, 2022, 2:33:31 PMJul 5
to
Am 05.07.22 um 19:44 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Soviel Altruismus muss nicht sein. Für Mitfahrer ohne Schaltauge gibt es
>> Taxis und Ehefrauen mit Outo.
>
> Und für Mitfahrerinnen gibt es Mitfahrer mit Universal-Schaltauge. ;-)

Weißer-Ritter-Syndrom? ;o) Mit etwas Pech bist du dann der Depp, der
beim nächsten technischen Problem gerufen wird. Ein Schlaufon mit Taxi-
und Fahrplan-Äpp reicht ;-)

>> Selber habe ich am Rennrad aber auch nie ein Schaltauge dabei, das wurde
>> noch nie ernsthaft verbogen.
>
> Ich hatte auch noch nie ernste Probleme damit, aber ich habe schon
> einige Male gesehen, wie es bei Mitfahrern urplötzlich krachte und
> hinten dann ganz häßlich aussah.

Grundlos abfallende Schaltaugen habe ich noch nie erlebt.

> Vermutlich hatte aber jeder Fall seine
> Vorgeschichte.

Der Klassiker wäre ein ins Schaltwerk geratener Ast worauf sich das
Schaltwerk nach hinten wickelt. Aber außer in Alexanders Universum
kommen auf Straßen eher wenig in die Fahrlinie ragende Äste vor.

Thomas Bliesener

unread,
Jul 5, 2022, 6:08:06 PMJul 5
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Grundlos abfallende Schaltaugen habe ich noch nie erlebt.

Naja, also beim Schalten. Ob die vorher einen Knoten in der Kette hatten
oder irgendeinen Scheiß gemacht haben, kann ich nicht sagen.

Meine Annahme ist, daß das Schaltwerk vorher so oft oder aus extremer
Lage gerichtet wurde, daß das Schaltauge einen Riß hat, der sich
irgendwann bzw. bei maximaler Entfernung vom Zuhause bemerkbar macht.

> Der Klassiker wäre ein ins Schaltwerk geratener Ast worauf sich das
> Schaltwerk nach hinten wickelt.

Nein, ich kenne das ohne Femdeinwirkung von außen.
--
bli

Jens Herrmann

unread,
Jul 6, 2022, 2:38:36 AMJul 6
to
On 05.07.22 08:36, Arno Welzel wrote:
> Für mich sieht das eher nach "komplett verschlissen" aus und einige
> der Rollen sind dann halt endgültig zerbröselt.
Das Rad stammt von einem Jugendlichen der sich da null drum gekümmert hat. Normalerweise kann man eine Kette aber fahren bis sie extrem springt ohne dass die Rollen brechen. Ich selber hatte in nunmehr 25 Jahren noch nie einen solchen Fall oder auch nur irgendeinen Bruch an der Kette.

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 6, 2022, 4:44:01 AMJul 6
to
Am Tue, 5 Jul 2022 16:06:07 +0200 schrieb Gerald E?scher
<Dein-H...@liebt-dich.info>:

>Am 05.07.22 um 03:05 schrieb Thomas Bliesener:
>> Gerald E?scher schrieb:
>>> Das Gewinde fürs Schaltwerk befindet sich bei den Universal-Schaltaugen
>>> weiter außen, d.h. es muss im freien Feld die Schaltung komplett neu
>>> eingestellt werden. Falls man darauf verzichtet, besteht die Gefahr,
>>> dass der Patient die Kette zwischen Ritzel und Rahmen legt.
>>
>> Das hört sich nicht sehr viel komplizierter an, als das Schaltwerk zu
>> amputieren und die Kette exklusiv für ein Ritzel zu kürzen.
>
>Mit dem passenden Schaltauge wird es aber vieeeeel einfacher. Bei
>geführten Mauntenbeik-Touren in den Alpen wird von den Teilnehmern das
>Mitführen eines passenden Schaltauges verlangt, die haben wohl zu viele
>schlechte Erfahrungen mit verbogenen und gerissenen Schaltaugen gemacht.

Faszinierend. Ich habe an keinem meiner Räder jemals ein Schaltauge
verbogen oder abgerissen, nur einmal ein Schaltwerk mit einer gerissenen
Kette zerstört, am Reiserad. Lange her.

...

>
>Selber habe ich am Rennrad aber auch nie ein Schaltauge dabei, das wurde
>noch nie ernsthaft verbogen.

Da bin ich ja beruhigt. :-)
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Gerald Eіscher

unread,
Jul 6, 2022, 9:27:48 AMJul 6
to
Am 04.07.22 um 22:23 schrieb Jens Herrmann:
> On 04.07.22 17:26, Gerald Eіscher wrote:
>> Gebrochene Röllchen habe ich noch nie gesehen. Welcher Hersteller,
>> welches Modell? Sind die Röllchen ausgestanzt (kein sichtbarer
>> Spalt) oder aus Vierkantdraht gebogen (sichtbarer Spalt)?
> Ich meine das war irgendeine billige Shimano-Kette.

Nach einer Shimano sieht die Kette aufgrund der abgeschrägten
Außenlaschen nicht aus. Hast du die Kette noch und kannst bitte nach
einen Herstellerlogo suchen?

> Die Röllchen sind vermutlich aus Draht gebogen.

Solche Röllchen kenne ich nur von der Rohloff Kette, aber weder sieht
die Kette nach Rohloff aus noch ist es aus preislichen Gründen
wahrscheinlich, dass eine solche drauf war.

Bodo G. Meier

unread,
Jul 6, 2022, 9:43:18 AMJul 6
to
Am 06. Juli. 2022 um 10:09 schrieb Wolfgang Strobl:
> Am Tue, 5 Jul 2022 16:06:07 +0200 schrieb Gerald E?scher
> <Dein-H...@liebt-dich.info>:
>
>>Am 05.07.22 um 03:05 schrieb Thomas Bliesener:
>>> Gerald E?scher schrieb:
>>>> Das Gewinde fürs Schaltwerk befindet sich bei den Universal-Schaltaugen
>>>> weiter außen, d.h. es muss im freien Feld die Schaltung komplett neu
>>>> eingestellt werden. Falls man darauf verzichtet, besteht die Gefahr,
>>>> dass der Patient die Kette zwischen Ritzel und Rahmen legt.
>>>
>>> Das hört sich nicht sehr viel komplizierter an, als das Schaltwerk zu
>>> amputieren und die Kette exklusiv für ein Ritzel zu kürzen.
>>
>>Mit dem passenden Schaltauge wird es aber vieeeeel einfacher. Bei
>>geführten Mauntenbeik-Touren in den Alpen wird von den Teilnehmern das
>>Mitführen eines passenden Schaltauges verlangt, die haben wohl zu viele
>>schlechte Erfahrungen mit verbogenen und gerissenen Schaltaugen gemacht.
>
> Faszinierend. Ich habe an keinem meiner Räder jemals ein Schaltauge
> verbogen oder abgerissen, nur einmal ein Schaltwerk mit einer gerissenen
> Kette zerstört, am Reiserad. Lange her.

In meinem Fall war es eine simple Plastiktüte, vom Wind auf meine Kette
geblasen, dann im Schaltwerk gelandet und dieses nachhaltig blockierend.
Geschehen beim etwas kräftigeren Antritt an einer gerade grün gewordenen
Ampel im Innenstadtverkehr. Ich habe sofort aufgehört zu treten.
Das Schaltwerk, ein Deore XT RD-M73x hat es überlebt.
Das Schaltauge an meinem Motobécane Mirage? Monaco? Stahlrahmen
(Hauptrohre Vitus 172) war kräftig nach innen verbogen. Ich konnte es
mit Hilfe eines mit seiner Achse eingeschraubten und mit Schnellspanner
gesicherten 2. Hinterrades als Lehre wieder richten.
(Der Rahmen ist wenige Jahre später am Übergang des Sitzrohres in die
Tretlagermuffe gebrochen. Das Schaltwerk wurde von einem Arschloch
fachgerecht demontiert und geklaut.)

Gruß,
Bodo

Arno Welzel

unread,
Jul 7, 2022, 9:12:31 AMJul 7
to
Jens Herrmann:
Ich habe zumindest noch nie Rollen gesehen, die konkave Verschleißrillen
haben, wie man sie auf den noch vorhandenen Rollen in
<https://i.ibb.co/gvtcXQZ/IMG-20220621-203654-Gebrochene-Kettenrollen-02.jpg>
sehen kann.

Dass die Kette in diesem Zustand nicht durchrutscht ist bei kräftigen
Antritten, glaube ich nicht. Das muss dan schon ein sehr seltener Zufall
sein in Kombination mit ebenso stark abgenutzten Ritzeln und
Kettenblättern, die mit ebenso abgefressenen Zähnen zufällig noch genug
Halt geboten haben.

Gerald Eіscher

unread,
Jul 7, 2022, 10:28:14 AMJul 7
to
Am 05.07.22 um 23:44 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Grundlos abfallende Schaltaugen habe ich noch nie erlebt.
>
> Naja, also beim Schalten. Ob die vorher einen Knoten in der Kette hatten
> oder irgendeinen Scheiß gemacht haben, kann ich nicht sagen.
>
> Meine Annahme ist, daß das Schaltwerk vorher so oft oder aus extremer
> Lage gerichtet wurde, daß das Schaltauge einen Riß hat, der sich
> irgendwann bzw. bei maximaler Entfernung vom Zuhause bemerkbar macht.

Könnte sein. Selbst schuld, kein Mitleid -> Autobus oder Taxi

Vielleicht hilft es fürs nächste Mal, indem man ihnen
https://www.schaltauge.com/Schaltaugen
https://pilo.co.il/derailleur-hangers-new.html
und diesseits des großen Teiches
https://wheelsmfg.com/derailleur-hangers.html
einprügelt.

Wobei kurioserweise die Pilo bei schaltauge.com deutlich billiger sind,
als bei Pilo selbst.

Im Übrigen habe ich die Theorie aufgestellt, dass die gefrästen
Schaltaugen von Pilo und Wheels Mfg. aufgrund einer Alu-Legierung mit
höherer Festigkeit weniger leicht verbiegen als billige, geschmiedete
Schaltaugen.

Gerald Eіscher

unread,
Jul 7, 2022, 10:33:51 AMJul 7
to
Am 06.07.22 um 10:09 schrieb Wolfgang Strobl:
> Am Tue, 5 Jul 2022 16:06:07 +0200 schrieb Gerald E?scher
> <Dein-H...@liebt-dich.info>:
>
>>Mit dem passenden Schaltauge wird es aber vieeeeel einfacher. Bei
>>geführten Mauntenbeik-Touren in den Alpen wird von den Teilnehmern das
>>Mitführen eines passenden Schaltauges verlangt, die haben wohl zu viele
>>schlechte Erfahrungen mit verbogenen und gerissenen Schaltaugen gemacht.
>
> Faszinierend. Ich habe an keinem meiner Räder jemals ein Schaltauge
> verbogen oder abgerissen,

Ich schon, war am Mauntenbeik. Geringfügig verbogen ist ein Schaltauge
allerdings schnell, dazu muss das Fahrrad nur blöd umfallen. Dies äußert
sich meist nur in einer unpräzisen Schaltung, aber mit etwas Pech legt
es die Kette zwischen Zahnkranz und Speichen.

Umgekehrt sollte man bei Schaltproblemen als erstes das Schaltauge
kontrollieren. Dazu auf eine mittlere Übersetzung schalten und das
Schaltwerk von hinten betrachten, ob der Käfig parallel zum Laufrad steht.

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 7, 2022, 12:37:48 PMJul 7
to
Am Thu, 7 Jul 2022 16:33:49 +0200 schrieb Gerald E?scher
<Dein-H...@liebt-dich.info>:

>Am 06.07.22 um 10:09 schrieb Wolfgang Strobl:
>> Am Tue, 5 Jul 2022 16:06:07 +0200 schrieb Gerald E?scher
>> <Dein-H...@liebt-dich.info>:
>>
>>>Mit dem passenden Schaltauge wird es aber vieeeeel einfacher. Bei
>>>geführten Mauntenbeik-Touren in den Alpen wird von den Teilnehmern das
>>>Mitführen eines passenden Schaltauges verlangt, die haben wohl zu viele
>>>schlechte Erfahrungen mit verbogenen und gerissenen Schaltaugen gemacht.
>>
>> Faszinierend. Ich habe an keinem meiner Räder jemals ein Schaltauge
>> verbogen oder abgerissen,
>
>Ich schon, war am Mauntenbeik. Geringfügig verbogen ist ein Schaltauge
>allerdings schnell, dazu muss das Fahrrad nur blöd umfallen. Dies äußert
>sich meist nur in einer unpräzisen Schaltung, aber mit etwas Pech legt
>es die Kette zwischen Zahnkranz und Speichen.
>
>Umgekehrt sollte man bei Schaltproblemen als erstes das Schaltauge
>kontrollieren. Dazu auf eine mittlere Übersetzung schalten und das
>Schaltwerk von hinten betrachten, ob der Käfig parallel zum Laufrad steht.

Ungefähr so:
<https://www.mystrobl.de/ws/pic/20210606/P1010889a.jpg>

;-)

Joerg

unread,
Jul 7, 2022, 1:12:38 PMJul 7
to
On 7/2/22 4:38 AM, Stephan Zitzmann wrote:
> Hallo,
>
>  ich überlege bei meinem Gepäck die Ersatzkette durch ein kleines
> Kettenteilstück zu ersetzen. Bloß wie lange soll das sein? Wie viele
> Kettenglieder können maximal kaputtgehen? Oder reichen Kettenschlösser?
>

Wenn es ein Fahrrad mit Schaltwerk hinten ist. dann reicht ein
Kettenschloss. Man kann ja die Kette kuerzen, falls es mehrere
Kettenglieder hintereinander zermalmt hat. Das habe ich mehrmals (fuer
andere Fahrer) gemacht oder dabei mitgeholfen. Danach nicht mehr auf die
grossen Ritzel hinten schalten. Oder wenigstens nicht, wenn es auch vorn
auf dem grossen ist, was ja eh wenig Sinn macht.

Inzwischen habe ich auch einen Kettentrenner dabei, weil er Teil des
Crankbrothers Werkzeugs ist. Frueher hatte ich dafuer nur einen
flachgeflexten Stahlnagel (die Sorte zum Einschlagen in Beton) und eine
M8 Stahlmutter dabei. Da habe ich Steine zum Unterlegen und Kloppen
benutzt und ein mit dem Schweizer Messer angeschlitztes Aststueckchen,
um den Nagel zu halten (falls man mal danebenhaut).

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Gerald Eіscher

unread,
Jul 7, 2022, 3:12:03 PMJul 7
to
Am 07.07.22 um 18:37 schrieb Wolfgang Strobl:
> Am Thu, 7 Jul 2022 16:33:49 +0200 schrieb Gerald E?scher
> <Dein-H...@liebt-dich.info>:
>
>>Umgekehrt sollte man bei Schaltproblemen als erstes das Schaltauge
>>kontrollieren. Dazu auf eine mittlere Übersetzung schalten und das
>>Schaltwerk von hinten betrachten, ob der Käfig parallel zum Laufrad steht.
>
> Ungefähr so:
> <https://www.mystrobl.de/ws/pic/20210606/P1010889a.jpg>
>
> ;-)

Ja, wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man, dass der Käfig nicht
exakt parallel steht ;o)

Alexander Ausserstorfer

unread,
Jul 9, 2022, 11:28:41 AMJul 9
to
In article <050722.192...@m-id.net.gr.vu>,
Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:
> Alexander Ausserstorfer:

>> [ ... ]

>> Mit entsprechend hoher Untersetzung könnte man vielleicht auch noch
>> stärkere Steigungen rauffahren. Nur wird man dann so langsam, daß man
>> dann genauso gut gleich zu Fuß gehen kann.

> Kann man. Aber _*will*_ man das? Diesen Punkt finde ich viel
> wichtiger, und ich will das nicht.

Das ist weder logisch, noch rational. Über sowas läßt sich nicht
diskutieren. Man hat dann halt mit den Folgen zu leben.

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Frank Möller

unread,
Jul 9, 2022, 3:01:05 PMJul 9
to
Alexander Ausserstorfer:
> Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:
>> Alexander Ausserstorfer:

>>> Mit entsprechend hoher Untersetzung könnte man vielleicht auch noch
>>> stärkere Steigungen rauffahren. Nur wird man dann so langsam, daß man
>>> dann genauso gut gleich zu Fuß gehen kann.

>> Kann man. Aber _*will*_ man das? Diesen Punkt finde ich viel
>> wichtiger, und ich will das nicht.

> Das ist weder logisch, noch rational.

Geeennnaaauuuuu. Daß man mit einem Fahrrad fährt, ist weder logisch noch
rational.

Logisch und rational ist es, wenn man ein Fahrrad schiebt.

Verstehe...

> Über sowas läßt sich nicht diskutieren.

Nö, überhaupt nicht.

> Man hat dann halt mit den Folgen zu leben.

Jo. Gemein, pöhse und förchterdings. Schlimm. Schlimme Folgen...

--

Thomas Bliesener

unread,
Jul 10, 2022, 12:08:07 AMJul 10
to
Joerg schrieb:
> Danach nicht mehr auf die grossen Ritzel hinten schalten. Oder
> wenigstens nicht, wenn es auch vorn auf dem grossen ist, was ja eh
> wenig Sinn macht.

Zum Anfahren? Mache ich regelmäßig ...
--
bli

Alexander Ausserstorfer

unread,
Jul 10, 2022, 4:17:58 AMJul 10
to
In article <090722.205...@m-id.net.gr.vu>,
Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:
> Alexander Ausserstorfer:
>> Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:
>>> Alexander Ausserstorfer:

>>>> Mit entsprechend hoher Untersetzung könnte man vielleicht auch noch
>>>> stärkere Steigungen rauffahren. Nur wird man dann so langsam, daß man
>>>> dann genauso gut gleich zu Fuß gehen kann.

>>> Kann man. Aber _*will*_ man das? Diesen Punkt finde ich viel
>>> wichtiger, und ich will das nicht.

>> Das ist weder logisch, noch rational.

> Geeennnaaauuuuu. Daß man mit einem Fahrrad fährt, ist weder logisch noch
> rational.

So allgemein hatte ich das nicht geschrieben. Es kommt immer auf die
Umstände drauf an.

> Logisch und rational ist es, wenn man ein Fahrrad schiebt.

So allgemein hatte ich das auch nicht geschrieben.

Ich verstehe Dich nicht. Was ist das Problem dabei?

Man macht ja das, was möglichst gut funktioniert. Und handelt nicht aus
Stolz, Eifersucht, Scham oder solch einem Mist. Das sind keine reinen
Werte. Sonst tut man sich ja weh.

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Frank Möller

unread,
Jul 11, 2022, 7:13:03 AMJul 11
to
Alexander Ausserstorfer:
> Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:
>> Alexander Ausserstorfer:
>>> Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:
>>>> Alexander Ausserstorfer:

>>>>> Mit entsprechend hoher Untersetzung könnte man vielleicht auch noch
>>>>> stärkere Steigungen rauffahren. Nur wird man dann so langsam, daß man
>>>>> dann genauso gut gleich zu Fuß gehen kann.

>>>> Kann man. Aber _*will*_ man das? Diesen Punkt finde ich viel
>>>> wichtiger, und ich will das nicht.

>>> Das ist weder logisch, noch rational.

>> Geeennnaaauuuuu. Daß man mit einem Fahrrad fährt, ist weder logisch noch
>> rational.

> So allgemein hatte ich das nicht geschrieben. Es kommt immer auf die
> Umstände drauf an.

>> Logisch und rational ist es, wenn man ein Fahrrad schiebt.

> So allgemein hatte ich das auch nicht geschrieben.

> Ich verstehe Dich nicht. Was ist das Problem dabei?

> Man macht ja das, was möglichst gut funktioniert. Und handelt nicht aus
> Stolz, Eifersucht, Scham oder solch einem Mist. Das sind keine reinen
> Werte. Sonst tut man sich ja weh.

Geeennnaaauuuuu. Wer bergauf fährt, macht etwas, was nicht funktioniert.
Das ist weder logisch noch rational. Der handelt nur aus Stolz,
Eifersucht, Scham oder solch einem Mist. Der hat keine reinen Werte und
tut sich nur weh. Und dann haben solche kaputten Typen oft auch noch
Scheibenbremsen. Jo, jetzt versteh' auch ich das langsam...

--

Alexander Ausserstorfer

unread,
Jul 15, 2022, 12:42:17 PMJul 15
to
In article <110722.130...@m-id.net.gr.vu>,
Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:
> Alexander Ausserstorfer:

>> Man macht ja das, was möglichst gut funktioniert. Und handelt nicht aus
>> Stolz, Eifersucht, Scham oder solch einem Mist. Das sind keine reinen
>> Werte. Sonst tut man sich ja weh.

> Geeennnaaauuuuu. Wer bergauf fährt, macht etwas, was nicht funktioniert.
> Das ist weder logisch noch rational. Der handelt nur aus Stolz,
> Eifersucht, Scham oder solch einem Mist. Der hat keine reinen Werte und
> tut sich nur weh. Und dann haben solche kaputten Typen oft auch noch
> Scheibenbremsen. Jo, jetzt versteh' auch ich das langsam...

Du verstehst rein gar nichts: wenn Du nicht aufwärts schieben und damit
den Antrieb schonen _willst_, so ist das Deine Sache. Mit Logik oder
Argumentation hat Wollen nichts zu tun.

Wie ich schon erwähnte: man ist ja bei entsprechender Untersetzung nicht
unbedingt schneller, wenn man in die Pedalen tritt und fährt, als wenn
man schiebt. Welchen Vorteil hat man jetzt, wenn man fährt? Ich sehe
hier keinen. Wenn man läuft und das Fahrrad schiebt, so hat man den
Vorteil, daß man den Antrieb schont und sich Kosten spart. Und sich
außerdem 'mal etwas anders bewegt, was der Muskulatur zugute kommt.
Radfahren ist ja ziemlich monoton, was das Bewegen betrifft. Verspannte
Hände, Nacken und sowas in der Art. Man bewegt sich ja immer ziemlich
gleich.

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Thomas Bliesener

unread,
Jul 15, 2022, 2:59:57 PMJul 15
to
Alexander Ausserstorfer schrieb:
> Wie ich schon erwähnte: man ist ja bei entsprechender Untersetzung nicht
> unbedingt schneller, wenn man in die Pedalen tritt und fährt, als wenn
> man schiebt. Welchen Vorteil hat man jetzt, wenn man fährt?

Man kann sitzen.
--
bli

Frank Möller

unread,
Jul 15, 2022, 4:16:43 PMJul 15
to
Alexander Ausserstorfer:

> Du verstehst rein gar nichts:

Gewiß, Hoheit...

> Mit Logik oder Argumentation hat Wollen nichts zu tun.

Darf ich mal kurz zitieren?


| From: Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de>
| Newsgroups: de.rec.fahrrad
| Subject: Re: Wie viele Kettenglieder koennen kaputt gehen
| Date: Sat, 09 Jul 2022 17:28:33 +0200 (Custom)

| >> Mit entsprechend hoher Untersetzung könnte man vielleicht auch noch
| >> stärkere Steigungen rauffahren. Nur wird man dann so langsam, daß man
| >> dann genauso gut gleich zu Fuß gehen kann.
|
| > Kann man. Aber _*will*_ man das? Diesen Punkt finde ich viel
| > wichtiger, und ich will das nicht.
|
| Das ist weder logisch, noch rational. ...


> Wie ich schon erwähnte: man ist ja bei entsprechender Untersetzung nicht
> unbedingt schneller, wenn man in die Pedalen tritt und fährt, als wenn
> man schiebt. Welchen Vorteil hat man jetzt, wenn man fährt? Ich sehe
> hier keinen. Wenn man läuft und das Fahrrad schiebt, so hat man den
> Vorteil, daß man den Antrieb schont und sich Kosten spart. Und sich
> außerdem 'mal etwas anders bewegt, was der Muskulatur zugute kommt.
> Radfahren ist ja ziemlich monoton, was das Bewegen betrifft. Verspannte
> Hände, Nacken und sowas in der Art. Man bewegt sich ja immer ziemlich
> gleich.

Chlor, und es ist latürnich vollkommen unvorstellbar und eine Frechheit im
Angesicht unseres Hernn Jesu, daß andere Leute womöglich andere Prämissen
oder Präferenzen haben könnten. Ja, was erlaube Strunz...

--

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