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Er-Fahr-rungsbericht Liegeräder

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Thomas Heier

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Jul 5, 1999, 3:00:00 AM7/5/99
to
Hallo Freunde,

meine Liebste und ich interessieren uns schon länger für Liegeräder.
Leider habe ich noch nie ein Modell gesehen, wo mir nicht sofort
"Kettenschaltungen sind Scheiße" durch den Kopf ging. Letztes Jahr haben
wir uns einige Modelle angesehen (Flux V200) und Elke ist sogar mal die
Straße rauf und wieder runter gefahren.

Vorletztes Wochenende waren wir in Itzehoe um die Bevo-Bikes bei Voss
probezufahren. Diese Räder haben Sachs-7-Gang Naben am Vorderrad, vorn
und hinten Federung und breite Netzsitze. Die Probefahrt dauerte ca. 65
Minuten.

Mein Eindruck: Es eiert wie auf Schmierseife. Ich habe keine gerade
Fahrweise hinbekommen. Das Handling ist ungewohnt (klar), die Federung
war auf Radweg und Straße bemerkbar. Allerdings nicht so sehr, das ich
allein deswegen einen Lieger kaufen würde.

Etwas außerhalb von IZ haben wir einen für normale Räder leicht
fahrbaren Feldweg benutzt. Hier hat die Federung voll zugeschlagen, ich
kam mir vor wie ein Springbock, das Rad war mehr in die Luft als auf dem
Boden. Es war sehr schwierig anzufahren (Sand, bergauf) und noch
schwieriger geradeaus zu fahren.

Sicher, 35 Jahre auf dem "normalem" Rad gesammelte Erfahrung und eine
Stunde Liegerad sind nicht 1:1 vergleichbar, trotzdem ist dieses Rad
nichts für mich. Es könnte sein, das so ein Rad mit 20" oder größeren
Rädern besser zu handhaben ist, nur hatte ich keine Möglichkeit das zu
probieren. (Das Bevo hat 16"er Räder.). Die miserable Übersetzung lasse
ich außen vor, da mit anderen Ritzeln und Kettenblättern "mein"
Tretrhythmus sicher wieder einstellbar ist.

Mein (Elke) Kommentar zu obigem Absatz: Mit ebenfalls 35 Jahren
Fahrpraxis auf einem Liegerad fällt der Vergelich zwischen einem
Liegerad und einem herkömmlich Fahrrad sicher anders aus! Thomas Heier
ist nicht das Maß aller Dinge - der Bericht ist eben subjektiv.
Ende Elkes Kommentar.

An letztem Wochenende hat sich meine Liebste ein Quantum Toxy aus
Hörnerkirchen ausgeliehen (Fr.- Di. für 50 DM). Das Rad hat einen
schmalen Glasfibersattel, 2 20" Laufräder, einen extrem breitem Lenker,
eine 3*7 Schaltung und vorn ein 2fach Kettenblatt ohne Umwerfer. Am
selbem Abend haben wir eine Probefahrt gemacht. Ich hatte es schon vor
30 Jahren festgestellt, aber heute wurde es wieder bestätigt:
Kettenschaltungen taugen nichts. Es war ein einziger Krampf, mit dem
Rad anzufahren. Die Kettenschaltung lief ohne Zutun der Fahrerin von
selbst über mehrer Zahnräder, die vorn von Hand auf das große
Kettenblatt gelegte Kette lief von allein wieder auf das kleine
Kettenblatt.

Wenn das Rad erst einmal in Gang war, dann fuhr es einigermaßen. Leider
ist dann die effektiv nutzbare 3-Gang Schaltung etwas wenig.

Bei einem 10cm langem Sandstreifen (wegen Baustelle aufgerissener Weg)
bin ich mit meinem 28"er ohne einen Gedanken zu verlieren rübergefahren.
Meine Elke legte sich erst einmal auf die Seite. Schuld scheinen die arg
kleinen Laufräder zu haben. Hat jemand der Mitleser einen Vergleich 20
und 24/26" bezüglich dieser Problemfälle?

Bei dieser Gelegenheit scheint sich das nur nach MTB-Manier aufgesteckte
Schutzblech gelockert zu haben, es ging wenig später verloren
(eingesammelt).

Leider war dieses micht der einzige Unfall. Heute waren wir wieder
unterwegs, ein schräg überquerter Kantstein (Auffahrt, ich bemerke
solche 1cm-Höhenunterschiede nicht bewußt) hat ihr den zweiten Sturz
beschert.

Problematisch scheinen auch Hunde zu sein: der Hund, der mich nur
desinteressiert ansah, wollte sie in die Hand beißen.

Am Nachmittag habe ich dann die mistige Kettenschaltung von Hand auf
"Mitte" gestellt und auch zwei Runden gedreht. Vom Fahrgefühl
(Verbundpflaster) und Wendigkeit war kein großer Unterschied zum
normalem Rad zu bemerken, nur das mit links schalten war etwas
ungewohnt. Unangemehm war die Sitzposition auf dem schmalem Sitz,
wesentlich besser war der Netzsitz vom Bevo.

Das letzte Problem, das ich heute mit dem Toxy hatte war der Platz. Das
Rad ist nur unwesentlich länger, aber extrem ungünstig breiter als ein
28er (Lenker). Auch läßt es sich im Keller (3 mal um die Ecke bis in
meinen Keller) extrem schlecht schieben.

Mein Fazit: Ein Liegerad mit Netzsitz, 7 oder 12/14 Gang Nabenschaltung
*mit* Rücktrittbremse, 24" oder 26" (gibt es doch, oder?) Laufrädern,
2-Bein-Ständer und einem Lenker, an dem ich auch meine Hupe,
Radlaufklingelauslöser, Tacho, mehrer Griffpositionen haben kann wäre
mir schon einiges wert. Allerdings nicht die 3 oder 4 Tausend DM, die
derzeit verlangt werden.

Hat schon jemand einen Unterlenker mit Brezellenker ausgestattet?

Elkes Kommentar: Der Untenlenker mit Hörnchen ist nach meiner kurzen
Liegeradfahrprobe eine superbequeme Alternative. Als bessere
Schaltmöglichkeit im Vergleich zu der Drehschaltung kann ich mir
Lenkerendschalter vorstellen, die zu mehr Komfort beitragen. - Gibt es
auch Frauen, die Erfahrungen mit der Street-Machine oder einem
Lepus-Dreirad gesammelt haben? Welches Liegerad ist für kleinere
Menschen (ich bin 165 cm lang) geeignet? - Das getestete Bevo-Bike
sagte mir persönlich nicht so zu, da mir der Vorderradantrieb bergauf zu
anstrengend ist. Gut gefiel mir die hohe Sitzposition und die
wartungsfreie Nabenschaltung. Insgesamt betrachtet scheinen Liegeräder
grundsätlich nur für Asphahltstraßen geeignet zu sein. Für meine Zwecke
suche ich ein schnelles und leichtes Kurz-Liegerad, das gleichermaßen
für mehrtägige Touren als auch für den Stadtverkehr geeignet ist, mit
Nabenschaltung und Untenlenker. Gibt es solch ein Rad? Über zahlreiche
Antworten würde ich mich freuen!
Ende Elkes Kommentar.

Vielleicht treffen wir uns zu einem persönlichen Erfahrungsaustausch
beim Liegeradstammtsich am Mittwoch in Hamburg?

Und zum Schluß etwas für die Bach-Blumensammler: Wir fuhren mit Helm.

Bye


--
Fahrrad: 0171-4069933, Arbeitszimmer: 040-83018052. Computer: Thomas
Heier @hh2.maus.de oder Tho...@thomas-heier.de. Mailbox Maus HH2
(040- 83932234), analog & ISDN, hier liegen einige hundert Bilder zu S-
/U- und Eisenbahn, Hamburg, Hafen, Elbe und Radfahren. Gruppe "Bilder".

Kurt Fischer

unread,
Jul 5, 1999, 3:00:00 AM7/5/99
to
Hallo Elke und Thomas,

Thomas Heier schrieb:




> Sicher, 35 Jahre auf dem "normalem" Rad gesammelte Erfahrung und eine
> Stunde Liegerad sind nicht 1:1 vergleichbar, trotzdem ist dieses Rad
> nichts für mich. Es könnte sein, das so ein Rad mit 20" oder größeren
> Rädern besser zu handhaben ist, nur hatte ich keine Möglichkeit das zu
> probieren. (Das Bevo hat 16"er Räder.). Die miserable Übersetzung lasse
> ich außen vor, da mit anderen Ritzeln und Kettenblättern "mein"
> Tretrhythmus sicher wieder einstellbar ist.

Also Thomas, zwei Dinge:

- zunaechst musst du dir fuer eine Umstellung auf das neue Fahrgefuehl
wesentlich mehr Zeit lassen, umso mehr je aelter und eingefahren du
bist. Allein der niedrigere Schwerpunkt erfordert eine geraume Zeit
der Umgewoehnung, wenn dann noch noch andere abweichende Faktoren
hinzukommen, verzoegert sich der Prozess natuerlich noch weiter. Bis
ich mich so richtig wohl auf meinem ersten Liegerad fuehlte, vergingen
schon mehrere Tausend Kilometer. Bis man sich halbwegs wohl und sicher
fuehlt, dauert nicht ganz so lang, ist aber eher eine Sache von Tagen
als von Stunden.

- zweitens musst du unterscheiden zwischen den Problemen die dir das
Konzept Liegerad bereitet und den Schwierigkeiten, die dir Komponenten
und aehnliches bereiten. Beides hat erst mal gar nichts miteinander zu
tun. Dafuer dass du keine Kettenschaltungen leiden kannst, koennen Liege-
raeder gar nichts. Du kannst dir einen Rahmensatz kaufen und ihn nach
deinem Gutduenken ausruesten, ganz wie du es fuer richtig haeltst,
allein die Kosten und deine Bastelfaehigkeiten begrenzen diesen Indivi-
dualismus.

Von einer Ruecktrittbremse wuerde ich aber abraten, da du beim Anfahren
das Pedal nicht in die optimale Stellung bringen kannst. Gerade das Los-
fahren bereitet Anfaengern haeufig Schwierigkeiten, hier entscheidet die
richtige Gangwahl und ein kraeftiger Schwung, der dir genuegend Antriebs-
schub verleiht. Es ist dabei keineswegs ueblich, dass die Kette wandert
oder gar herunterfaellt, das sind Einstellungsprobleme,

Nicht ohne Grund wird bei Liegeraedern gern auf die 3x7 Nabe zurueckge-
griffen: ich kann so im Stand zurueckschalten und meinen Start erleichtern.
Wir warten ja alle sehnlich auf Erfahrungsberichte mit der neuen Rohloff,
sie koennte eine ideale Liegeradschaltung werden, vom Preis mal abgesehen.

Dann ist noch zu beachten, dass es "das Liegerad" nicht mehr gibt. Es
existieren heute soviele unterschiedliche Modelle, dass es selbst fuer
Insider schwierig ist den Ueberblick zu wahren. Ein Kurzlieger unter-
scheidet sich wesentlich mehr von einem Langlieger als ein Rennrad von
einem MTB.

> Mein (Elke) Kommentar zu obigem Absatz: Mit ebenfalls 35 Jahren
> Fahrpraxis auf einem Liegerad fällt der Vergelich zwischen einem
> Liegerad und einem herkömmlich Fahrrad sicher anders aus! Thomas Heier
> ist nicht das Maß aller Dinge - der Bericht ist eben subjektiv.
> Ende Elkes Kommentar.

Na also, was ich immer sage: Frauen sind ganz einfach vernuenftiger! :-)

Was glaubt ihr wie ich mich fuehle wenn ich mich nach 9 Jahren auf dem
Liegerad mal schnell auf ein "Hochrad" setzte? Abgesehen von der
"wackeligen" , nach vorn gebeugten Position, die mich argwoehnen laesst,
dass ich jetzt gleich nach vorne ueber den Lenker falle, scheint sich das
ganze Rad um seine Achse zu drehen. Die Liegeraeder, die ich fahre(kurz
und lang mit Tourengeometrie) liegen wie ein Brett auf der Strasse und
fahren wunderbar geradeaus. Alles andere waere bei langen Strecken auch
eine Zumutung.



>
> Bei einem 10cm langem Sandstreifen (wegen Baustelle aufgerissener Weg)
> bin ich mit meinem 28"er ohne einen Gedanken zu verlieren rübergefahren.
> Meine Elke legte sich erst einmal auf die Seite. Schuld scheinen die arg
> kleinen Laufräder zu haben. Hat jemand der Mitleser einen Vergleich 20
> und 24/26" bezüglich dieser Problemfälle?

Groessere Raeder koenne eindeutig Schlagloecher und Unebenheiten besser
schlucken, fuer das Fahrverhalten ist die Geometrie entscheidender.
Liegeraedern erfordern teilweise eine andere Fahrtechnik, die einem sehr
schnell und meist auch ohne Stuerze in Fleisch und Blut uebergeht.

Liegeraeder sind keine Offroad-Spezialisten, aber selbst ich bin immer
wieder verwundert, wo sich ueberall mit ihnen durchkommen laesst. Gerade
auf schlechten Wegstrecken fuehle ich mich auf ihnen wesentlich sicherer,
da ich meine Fuesse sofort am Boden habe und auch nicht so weit herunter-
falle.( Ja, Ja, ich weiss, echte Maenner(tm) haben davor keine Angst) :-)


> Problematisch scheinen auch Hunde zu sein: der Hund, der mich nur
> desinteressiert ansah, wollte sie in die Hand beißen.

Die Hunde in unserer Gegend(Chiemgau) riskieren wegen eines Liegeradlers
meist keinen mueden Blick mehr, auch die Pferde haben aufgehoert zu scheuen
und durchzugehen. Reine Gewoehnung.


> Am Nachmittag habe ich dann die mistige Kettenschaltung von Hand auf
> "Mitte" gestellt und auch zwei Runden gedreht. Vom Fahrgefühl
> (Verbundpflaster) und Wendigkeit war kein großer Unterschied zum
> normalem Rad zu bemerken, nur das mit links schalten war etwas
> ungewohnt. Unangemehm war die Sitzposition auf dem schmalem Sitz,
> wesentlich besser war der Netzsitz vom Bevo.

Netzsitz ist meist bequemer und laesst auch den Ruecken nicht so schnell
nass weren.

> Das letzte Problem, das ich heute mit dem Toxy hatte war der Platz. Das
> Rad ist nur unwesentlich länger, aber extrem ungünstig breiter als ein
> 28er (Lenker). Auch läßt es sich im Keller (3 mal um die Ecke bis in
> meinen Keller) extrem schlecht schieben.

Uebungssache. Lieger mit Obenlenkung lassen sich leichter schieben.


> Hat schon jemand einen Unterlenker mit Brezellenker ausgestattet?

Erscheint mir nicht notwendig, waere aber sicherlich machbar, solange
er den Oberschenkeln nicht in die Quere kommt

> Elkes Kommentar:

> Welches Liegerad ist für kleinere
> Menschen (ich bin 165 cm lang) geeignet? -

Jedes Rad, das dir zusagt und bei dem du einwandfrei die Fuesse auf den
Boden bekommst. Nicht bei allen untengelenkten Kurzliegern problemlos.
Streetmachine duerfte gehen, auch Hornet,


> Für meine Zwecke
> suche ich ein schnelles und leichtes Kurz-Liegerad, das gleichermaßen
> für mehrtägige Touren als auch für den Stadtverkehr geeignet ist, mit
> Nabenschaltung und Untenlenker. Gibt es solch ein Rad?

Das nehme ich schon an, aber im Endeffekt hilft nur Probefahren, Probe-
fahren, Probefahren...

Schau dir auch einmal ein Flux S-RX an, gut fuer Kurzbeiner geeignet, hat
aber Obenlenkung.

Zu bedenken moechte ich noch geben, dass Untenlenkung und Stadtverkehr
wegen des eingeschraenkten Lenkeinschlags nicht immer zusammenpasssen.
Es gibt allerdings Fahrer, die damit keine Probleme haben

Viel Glueck euch beiden!

ciao
Kurt


Jens Seemann

unread,
Jul 6, 1999, 3:00:00 AM7/6/99
to
> Mein Eindruck: Es eiert wie auf Schmierseife. Ich habe keine gerade
> Fahrweise hinbekommen.

Ich fuhr damals das erste mal ein Radius Hornet und hatte das gleiche
Gefühl. Heute fahr ich außer Flevo wohl alles ohne Probleme. Nur das
Ruderrad ist auch etwas ungewohnt ( http://www.zeelandnet.nl/thys/ ).

> Etwas außerhalb von IZ haben wir einen für normale Räder leicht
> fahrbaren Feldweg benutzt. Hier hat die Federung voll zugeschlagen, ich
> kam mir vor wie ein Springbock, das Rad war mehr in die Luft als auf dem
> Boden. Es war sehr schwierig anzufahren (Sand, bergauf) und noch
> schwieriger geradeaus zu fahren.

Bevo mit Frontantrieb dreht eben auf Sand durch, das Vorderrad ist nicht gut
belastet.

> An letztem Wochenende hat sich meine Liebste ein Quantum Toxy aus
> Hörnerkirchen ausgeliehen (Fr.- Di. für 50 DM). Das Rad hat einen
> schmalen Glasfibersattel, 2 20" Laufräder, einen extrem breitem Lenker,
> eine 3*7 Schaltung und vorn ein 2fach Kettenblatt ohne Umwerfer. Am
> selbem Abend haben wir eine Probefahrt gemacht. Ich hatte es schon vor
> 30 Jahren festgestellt, aber heute wurde es wieder bestätigt:
> Kettenschaltungen taugen nichts. Es war ein einziger Krampf, mit dem
> Rad anzufahren. Die Kettenschaltung lief ohne Zutun der Fahrerin von
> selbst über mehrer Zahnräder, die vorn von Hand auf das große
> Kettenblatt gelegte Kette lief von allein wieder auf das kleine
> Kettenblatt.

Ich finde Ketteschaltungen gut, wenig Widerstand, Schalten unter Last...
naja, ok, ist aber Geschmackssache. Dann laß eben ne Nabenschaltung
einbauen.

> Bei einem 10cm langem Sandstreifen (wegen Baustelle aufgerissener Weg)
> bin ich mit meinem 28"er ohne einen Gedanken zu verlieren rübergefahren.
> Meine Elke legte sich erst einmal auf die Seite. Schuld scheinen die arg
> kleinen Laufräder zu haben. Hat jemand der Mitleser einen Vergleich 20
> und 24/26" bezüglich dieser Problemfälle?

Sicher steigen 28 Zoller besser, habe aber keine Probleme mit 20 Zoll.

> Leider war dieses micht der einzige Unfall. Heute waren wir wieder
> unterwegs, ein schräg überquerter Kantstein (Auffahrt, ich bemerke
> solche 1cm-Höhenunterschiede nicht bewußt) hat ihr den zweiten Sturz
> beschert.

Schräg überqueren ist nie gut. Meine Frau stürzte auch mit 28 Zoll
(Trekkingrad) bei sowas.

> Problematisch scheinen auch Hunde zu sein: der Hund, der mich nur
> desinteressiert ansah, wollte sie in die Hand beißen.

Immerhin nicht in den Fuß...:-)

> Am Nachmittag habe ich dann die mistige Kettenschaltung von Hand auf
> "Mitte" gestellt und auch zwei Runden gedreht. Vom Fahrgefühl
> (Verbundpflaster) und Wendigkeit war kein großer Unterschied zum
> normalem Rad zu bemerken, nur das mit links schalten war etwas
> ungewohnt. Unangemehm war die Sitzposition auf dem schmalem Sitz,
> wesentlich besser war der Netzsitz vom Bevo.

Beim Schalensitz gibt es inzwischen auch luftige Polster. Kann ich ja am Mi.
mal mitnehmen zum Stammtisch.

> Das letzte Problem, das ich heute mit dem Toxy hatte war der Platz. Das
> Rad ist nur unwesentlich länger, aber extrem ungünstig breiter als ein
> 28er (Lenker). Auch läßt es sich im Keller (3 mal um die Ecke bis in
> meinen Keller) extrem schlecht schieben.

Geometrieabhängig. Nimm doch sonst Obenlenker, ist in der Stadt ohnehin
praktischer.

> Allerdings nicht die 3 oder 4 Tausend DM, die
> derzeit verlangt werden.

Toxy kostet weniger als 3000,- Als ich es mal kurz probierte, fand ich es
nervös. M5 Speedliner ab 1600,-.

> Hat schon jemand einen Unterlenker mit Brezellenker ausgestattet?

Kenne ich nicht. Untenlenker finde ich mit hochstehenden Enden am besten.

> Menschen (ich bin 165 cm lang) geeignet?

Probiere mal das Flux S-RX. Warst Du mal bei RBK in Harburg, Denickestr.
25? Da mußte mal gucken.(Flux, Radius, Streetmachine, Hase-Dreirad..(nicht
Lepus, weiß gerade nicht den Namen)). Evtl. komme ich am Mi. mit meinem Flux
S-RX. Gut sind auch Challenge-Räder und M5...http://www.ligfiets.net/m5
http://www.ligfiets.net/flevobike
http://www.ligfiets.net/challenge
http://www.liegerad.com/zox/ (Flux,Zox etc.)
weitere Räder:
http://www.ihpva.org/SourceGuide/Vehicles/
http://www.optima-cycles.nl

> Vielleicht treffen wir uns zu einem persönlichen Erfahrungsaustausch
> beim Liegeradstammtsich am Mittwoch in Hamburg?

Mal sehen, ich versuche zu kommen (Bin der einzige Gehörlose dort).

Ciao
Jens


Steffen H.

unread,
Jul 6, 1999, 3:00:00 AM7/6/99
to

Thomas Heier <tho...@thomas-heier.de> schrieb in im Newsbeitrag:
1duhfo9.1gh...@dialup-324.germany.ecore.net...

hallo ihr...

erstmal toll das ihr was neues ausprobiert... nur aller anfang ist schwer
;-)

> meine Liebste und ich interessieren uns schon länger für Liegeräder.
> Leider habe ich noch nie ein Modell gesehen, wo mir nicht sofort
> "Kettenschaltungen sind Scheiße" durch den Kopf ging.

warum eigentlich?

> Vorletztes Wochenende waren wir in Itzehoe um die Bevo-Bikes bei Voss
> probezufahren. Diese Räder haben Sachs-7-Gang Naben am Vorderrad, vorn
> und hinten Federung und breite Netzsitze.

> Mein Eindruck: Es eiert wie auf Schmierseife. Ich habe keine gerade
> Fahrweise hinbekommen.

nun n bischen übung mehr brauchst du schon ...

ich habe mir vor ein airbike gekauft, mit knicklenkung , ich habe schon n
ppar stunden gebraucht um halbwegs fahren zu können ... allerdings bin ich
nach einer halben woche schon ne größere tour gefahen ... nach einigen
monaten war auch freihändigfahren kein problem mehr.
also, du wirst noch ein bis 2 stunden brauchen um vernünftig (??) fahren zu
können


>as Handling ist ungewohnt (klar), die Federung
> war auf Radweg und Straße bemerkbar. Allerdings nicht so sehr, das ich
> allein deswegen einen Lieger kaufen würde.

>(...)ehr schwierig anzufahren (Sand, bergauf) und noch
> schwieriger geradeaus zu fahren.

sand,schlamm, schnee, anfahren bei steigungen, aus dem stand anfahren ist
mit dem liegerad immer schwiriger als mit dem "normal"rad - ein legerad hat
seine stärken auf längeren strecken, auf befestigten wegen, die mindestens
festgefahren sein sollten.
der grund ist der niedrigere schwerpunkt, ein ausgleichen ist schwiriger,
das die pendelfrequenz höher ist. ( balacier al auf dem finger einen
bleistift bzw einen besenstiel...)


> Stunde Liegerad sind nicht 1:1 vergleichbar,

klar ... wie denn auch!


>trotzdem ist dieses Rad
> nichts für mich. Es könnte sein, das so ein Rad mit 20" oder größeren
> Rädern besser zu handhaben ist, nur hatte ich keine Möglichkeit das zu
> probieren.

an den kleinen rädern muß es nicht liegen ... mein rad hat 2 26" räder und
ich habe ähnliche erfahrungen gemacht, bzw mache sie... ein "normal"rad ist
wendiger und geländegängiger, in der stadt beweglicher ... dafür bin ich auf
dem lieger einiges schneller und fahre wesentlich konfortabler

> (Das Bevo hat 16"er Räder.). Die miserable Übersetzung lasse
> ich außen vor, da mit anderen Ritzeln und Kettenblättern "mein"
> Tretrhythmus sicher wieder einstellbar ist.

vielleicht doch besser kettenschaltung?

>. Ich hatte es schon vor
> 30 Jahren festgestellt, aber heute wurde es wieder bestätigt:
> Kettenschaltungen taugen nichts.

mit 30 jahren fahrpraxis kann ich nur sagen: nabenschaltungen taugen nichts
(vielleicht von der 14 gang rohloff abgesehen) grund: viel zu große
gangsprünge, übersetzungsbereich zu gering


> Es war ein einziger Krampf, mit dem
> Rad anzufahren. Die Kettenschaltung lief ohne Zutun der Fahrerin von
> selbst über mehrer Zahnräder, die vorn von Hand auf das große
> Kettenblatt gelegte Kette lief von allein wieder auf das kleine
> Kettenblatt.

hört sich nach falsch eingestellter schaltung an. ist kein generelles
problem der kettenschaltung. außerdem schalten will geübt sein. bis du mit
ner kettenschaltung richtig fahren kannst brauchst du schon n "paar" km.

> Bei einem 10cm langem Sandstreifen (wegen Baustelle aufgerissener Weg)
> bin ich mit meinem 28"er ohne einen Gedanken zu verlieren rübergefahren.
> Meine Elke legte sich erst einmal auf die Seite. Schuld scheinen die arg
> kleinen Laufräder zu haben. Hat jemand der Mitleser einen Vergleich 20
> und 24/26" bezüglich dieser Problemfälle?

siehe oben grund ist die unerfahrenheit und der niedrige schwerpunkt ...

> Leider war dieses micht der einzige Unfall. Heute waren wir wieder
> unterwegs, ein schräg überquerter Kantstein (Auffahrt, ich bemerke
> solche 1cm-Höhenunterschiede nicht bewußt) hat ihr den zweiten Sturz
> beschert.

ja, kenn ich auch ... leider besteht beim liegerad nicht die möglichkeit bei
solchen hindernissen das vorderrad hochzusiehen

>
> Problematisch scheinen auch Hunde zu sein: der Hund, der mich nur
> desinteressiert ansah, wollte sie in die Hand beißen.

ja, kenn ich auch ... ungewohntes bild für den hund .(aber beißen ... eher
angiften)...mitlerweile bleib ich stehen bei hundeanflug, damit das tier
mich begutauchen kann allerdings besteht dann die gehahr eine hundezunge
quer durchs gesicht ;-)
wegen mir ist mal n pferd vor ner kutsche duchgegangen, obwohl ich
sicherheitshalber stehen geblieben bin.
ein anderes mal ist ein autofahrer vor erstaunen in den graben gefahren ...

>Für meine Zwecke
> suche ich ein schnelles und leichtes Kurz-Liegerad, das gleichermaßen
> für mehrtägige Touren als auch für den Stadtverkehr geeignet ist,

stadtverkehr ist nicht so besonders fürs liegerad ... es ist einiges
"träger" eine schwirigkeit der rücksicht ... nach hinten umsehen geht nicht
, spiegel sind wichtig.

ich habe bis vor 3 jahren bei aachen gewohnt ... dort war mir klar das ich
im alltagseinsatz nie ein liegerad zulegeb würde. jetz wohne ich am
niederrhein, plattes land, kleine städte ... hier ist ein iderales revier.
hier habe ich mir sehr schnell ein liegerad zugelegt.


>
> Und zum Schluß etwas für die Bach-Blumensammler: Wir fuhren mit Helm.

tu ich auch ... obwohl ich mich auf dem liegerad sicherer fühle. ich werde
auch dabei bleiben ... ich habe keine möglichkeit der spiegelbefestigung
gefunden als am helm ;-)


steffen
www.qrv.de
thema fahrrad, gesetze fürs fahrrad in europa


Volker Weidmann

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Jens Seemann schrieb:

>
> Probiere mal das Flux S-RX. Warst Du mal bei RBK in Harburg, Denickestr.
> 25? Da mußte mal gucken.(Flux, Radius, Streetmachine, Hase-Dreirad..(nicht
> Lepus, weiß gerade nicht den Namen)). Evtl. komme ich am Mi. mit
^^^^^^ Kettwiesel?
wg. Liege(drei)rad schau mal bei Anthrotech (http://www.antrotech.de)
vorbei: Liegedreirad mit 2 gelenkten Rädern vorn und ein Antriebsrad
hinten, 3x7 Kette-/Nabenschaltung.
Damit fällt man normalerweise nicht auf die Nase, aber bei drei
Fahrspuren findet man jedes Schlagloch ;-).

Gruß Volker Weidmann


Rainer H. Rauschenberg

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
On Mon, 5 Jul 1999, Kurt Fischer wrote:

> Thomas Heier schrieb:

> - zweitens musst du unterscheiden zwischen den Problemen die dir das
> Konzept Liegerad bereitet und den Schwierigkeiten, die dir Komponenten
> und aehnliches bereiten. Beides hat erst mal gar nichts miteinander zu
> tun. Dafuer dass du keine Kettenschaltungen leiden kannst, koennen Liege-
> raeder gar nichts. Du kannst dir einen Rahmensatz kaufen und ihn nach
> deinem Gutduenken ausruesten, ganz wie du es fuer richtig haeltst,
> allein die Kosten und deine Bastelfaehigkeiten begrenzen diesen Indivi-
> dualismus.

Gute Fahrradhaendler sollten das auch koennen -- von der Stange kaufen
kann man schliesslich auch im Baumarkt (naja, stimmt nicht ganz).

> Von einer Ruecktrittbremse wuerde ich aber abraten, da du beim Anfahren
> das Pedal nicht in die optimale Stellung bringen kannst. Gerade das Los-

Stimmt nicht. Ich ziehe bei meinem Flevo trotz ohne Ruecktritt auch die
Pedale nie hoch, sondern rolle einfach rueckwaerts -- das geht auch bei
Ruecktritt.

> schub verleiht. Es ist dabei keineswegs ueblich, dass die Kette wandert
> oder gar herunterfaellt, das sind Einstellungsprobleme,

Es sollte eigentlich nicht ueblich sein.

> > Hat schon jemand einen Unterlenker mit Brezellenker ausgestattet?

Was ist ein Brezellenker? Ich habe auf dem Flevo einen englischen /
hollaendischen / schweizerischen Tourenlenker (vgl.
http://www.wiwi.uni-frankfurt.de/~rainerh/fl_umm02.jpg).

> > Elkes Kommentar:
>
> > Welches Liegerad ist für kleinere
> > Menschen (ich bin 165 cm lang) geeignet? -
>
> Jedes Rad, das dir zusagt und bei dem du einwandfrei die Fuesse auf den
> Boden bekommst. Nicht bei allen untengelenkten Kurzliegern problemlos.
> Streetmachine duerfte gehen, auch Hornet,
>
> > Für meine Zwecke
> > suche ich ein schnelles und leichtes Kurz-Liegerad, das gleichermaßen
> > für mehrtägige Touren als auch für den Stadtverkehr geeignet ist, mit
> > Nabenschaltung und Untenlenker. Gibt es solch ein Rad?
>
> Das nehme ich schon an, aber im Endeffekt hilft nur Probefahren, Probe-
> fahren, Probefahren...
>
> Schau dir auch einmal ein Flux S-RX an, gut fuer Kurzbeiner geeignet, hat
> aber Obenlenkung.

Dalli Allrounder? Auf Wunsch wird Bernd Buschmeier sicherlich auch ein
Paar nabenschaltungskompatible hintere Ausfallenden einbauen.

> Zu bedenken moechte ich noch geben, dass Untenlenkung und Stadtverkehr
> wegen des eingeschraenkten Lenkeinschlags nicht immer zusammenpasssen.
> Es gibt allerdings Fahrer, die damit keine Probleme haben

Naja, ich schlaengel mich halt nicht zwischen Autos durch.

Rainer "Problem auf meinem neuen Dalli ist bei engen Kurven auch eher,
dass es nicht fersenfrei ist" Rauschenberg


Thomas Heier

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Steffen H. <steffe...@cityweb.de> wrote:

> warum eigentlich?

Hallo Steffen,

unmöglich zu bedienen,
ewig dreckig,
wartungsaufwendig,
ständig verstellt,
von (z.B.) 21 Gängen nur 10 oder 11 wirklich vorhanden,
kein Rücktritt,
ewiges kurbeln an den Griffen behindert den Fahrgenuß,
total unmögliche Abstufung.

Ich habe selbst folgende Fahrten mit Kettenschaltungen unternommen:

in den 70ern einige km (um 10) mit Freudesrad,
1995 6,8km Überführung einer 26er mit 21 Gängen - 3 Fastunfälle in 10
Minuten,
gestern 20km mit dem Liegerad.

Den Punkt Wartungsaufwand (incl. Verschleiß) kenne ich aus den
Erzähungen der Freunde und aus dieser Gruppe.

> dafür bin ich auf
dem lieger einiges schneller und fahre wesentlich konfortabler

Gerade diese Punkte kann *ich* nicht bestätigen. Denn wenn das mit dem
schneller stimmen würde hätte ich für die Strecke deutlich weniger Zeit
gebrauchen müssen, es war (bis auf 2 Minuten = Ampelstopschwankungen)
exakt die gleiche Zeit wie immer. Der Bequemlichkeitsfaktor ist
zumindest noch nicht in Erscheinung getreten.

>vielleicht doch besser kettenschaltung?

Man reiche mir Knoblauch, Kruzifix und Weihrauch!

> nabenschaltungen taugen nichts
(vielleicht von der 14 gang rohloff abgesehen) grund: viel zu große
gangsprünge, übersetzungsbereich zu gering

Ich widerspreche mit Vergnügen: Beides stimmt nicht. Siehe auch oben.

>außerdem schalten will geübt sein. bis du mit
ner kettenschaltung richtig fahren kannst brauchst du schon n "paar" km.

Wie ich immer sage: Taugt nichs...

>mitlerweile bleib ich stehen bei hundeanflug,

Wegen eines Köters anhalten? Ich bin doch nicht verrückt! Noch ein
Vorteil eines "normalen" Rades: der Tritt mit den Stahlkappenschuehen
ist einfacher auszuführen.

>ein anderes mal ist ein autofahrer vor erstaunen in den graben gefahren
...

Endlich mal was wirklich positives... ;-))

Sven Bauer

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Thomas Heier wrote:
>
> Steffen H. <steffe...@cityweb.de> wrote:
[...]

> > nabenschaltungen taugen nichts
> (vielleicht von der 14 gang rohloff abgesehen) grund: viel zu große
> gangsprünge, übersetzungsbereich zu gering
>
> Ich widerspreche mit Vergnügen: Beides stimmt nicht. Siehe auch oben.

Welche Nabenschaltung bietet 545% Uebersetzungsbereich? (Standard
22-32-42 und 11-30)

> >außerdem schalten will geübt sein. bis du mit
> ner kettenschaltung richtig fahren kannst brauchst du schon n "paar" km.
>

> Wie ich immer sage: Taugt nichs...

Und deswegen ist auch ein Liegerad nichts fuer Dich - denke ich mal.
Man muss sich umgewoehnen (mir viel letztens die Fahrt mit dem
Ruecktrittrad auch nicht so leicht). Wenn Du das nicht magst, faehrst
Du fuer Dich wahrscheinlich besser, wenn du beim bewaehrten bleibst.
Lobenswert, dass du trotzdem mal was neues ausprobierst.

Sven

--
Man kann keine Helmpflicht einführen.
Man kann lediglich Radfahren ohne Helm verbieten.

Rolf Mantel

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
>>>>> "Steffen" == Steffen H <steffe...@cityweb.de> writes:

Steffen> Thomas Heier <tho...@thomas-heier.de> schrieb in im
Steffen> Newsbeitrag:
Steffen> 1duhfo9.1gh...@dialup-324.germany.ecore.net...


>> Und zum Schluß etwas für die Bach-Blumensammler: Wir fuhren mit
>> Helm.

Steffen> tu ich auch ... obwohl ich mich auf dem liegerad sicherer
Steffen> fühle. ich werde auch dabei bleiben ... ich habe keine
Steffen> möglichkeit der spiegelbefestigung gefunden als am helm ;-)

Da gibt es ganz schöne Spiegel zur Befestigung an der Brille (bei
Helmut Walle); beim Liegerad gehört die Sonnenbrille sowieso zur
Standardausrüstung.

Rolf Mantel

Kurt Fischer

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Rainer H. Rauschenberg schrieb:

>
> On Mon, 5 Jul 1999, Kurt Fischer wrote: >

> > Von einer Ruecktrittbremse wuerde ich aber abraten, da du beim Anfahren
> > das Pedal nicht in die optimale Stellung bringen kannst. Gerade das Los-
>

> Stimmt nicht. Ich ziehe bei meinem Flevo trotz ohne Ruecktritt auch die
> Pedale nie hoch, sondern rolle einfach rueckwaerts -- das geht auch bei
> Ruecktritt.

Stimmt, habe ich nicht bedacht aus Mangel an Erfahrung mit Ruecktritt.
Probleme sehe ich aber dennoch, wenn ich z.B. aus einer Einfahrt ausfahren
will, aber durch das Rueckwaertsrollen meine Sicht eingeschraenkt wird. Auch
bei Fahrten durch Fussgaengerzonen und belebte Wege, auf denen ich staendig
anhalten muss, stelle ich mir diese Methode etwas nervig vor.

Neben dem Losfahren kann es bei untengelenkten Kurzliegern uebrigens auch
Anfangsprobleme beim Anhalten geben, besonders wenn sich Lenker und Unter-
seite der Oberschenkel in die Quere kommen. Wenn dann noch der Untergrund
mit losen Kieseln bedeckt ist und man glatte Schuhsohlen hat, dann rutscht
man mit dem Fuss weg und legt sich unfreiwillig hin. Tut nicht sehr weh,
aber das Selbstbewusstsein kann schon einen Knacks kriegen. :-)

Re eingeschraenkter Lenkeinschlag: Gerade Kurzlieger mit Untenlenkung
bieten eine sehr elegante und schnelle Moeglichkeit der Richtungsaenderung:
schnell aufstehen, das Rad am Lenker in die Hoehe heben und in die
gewuenschte Richtung drehen. Geht mit etwas Uebung ruckzuck.


> >
> > Schau dir auch einmal ein Flux S-RX an, gut fuer Kurzbeiner geeignet, hat
> > aber Obenlenkung.
>

> Dalli Allrounder? Auf Wunsch wird Bernd Buschmeier sicherlich auch ein
> Paar nabenschaltungskompatible hintere Ausfallenden einbauen.

Die Modelle von Dalli boeten noch einen anderen Vorteil: sie sind meist
sowohl auf Oben- wie auf Untenlenkung umruestbar. Der Preis ist zwar genauso
hoch wie das Tretlager, aber sie sind ihn sicherlich wert.

ciao
Kurt

P.S. Bald Fahrbericht auf de-hpv, Rainer?


Anton Ertl

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
In article <1duhfo9.1gh...@dialup-324.germany.ecore.net>,

tho...@thomas-heier.de (Thomas Heier) writes:
> Etwas außerhalb von IZ haben wir einen für normale Räder leicht
> fahrbaren Feldweg benutzt. Hier hat die Federung voll zugeschlagen, ich
> kam mir vor wie ein Springbock, das Rad war mehr in die Luft als auf dem
> Boden.

Dann stimmt die Abstimmung nicht, wahrscheinlich zuwenig Daempfung
(Elastomerfederung?). Eigentlich sollte eine Federung mehr
Bodenkontakt bieten als ein ungefedertes Rad.

> Kettenschaltungen taugen nichts. Es war ein einziger Krampf, mit dem
> Rad anzufahren. Die Kettenschaltung lief ohne Zutun der Fahrerin von
> selbst über mehrer Zahnräder,

Offenbar schlecht eingestellt. Seit es Indexschaltungen und unter
Last schaltbare Schaltungen gibt, braucht man auch kaum mehr ein
Training dafuer (wobei ich vorne von der Indizierung abrate). Ich
kann's verstehen, dass jemand Nabenschaltungen aus Wartungsgruenden
bevorzugt, aber funktionieren tun Kettenschaltungen auch, sogar meine
zusammengeschusterte Version (Lenkerendschalter von irgendeiner
Rennradschaltung (hinten indiziert), LX-Schaltwerk, Rest Sachs).

> Bei einem 10cm langem Sandstreifen (wegen Baustelle aufgerissener Weg)
> bin ich mit meinem 28"er ohne einen Gedanken zu verlieren rübergefahren.
> Meine Elke legte sich erst einmal auf die Seite. Schuld scheinen die arg
> kleinen Laufräder zu haben. Hat jemand der Mitleser einen Vergleich 20
> und 24/26" bezüglich dieser Problemfälle?

Naja, tiefer Grund war auf beiden Liegeraedern, die ich bisher hatte,
ein Problem. Aber 10cm? Da hat man ja wieder Asphalt unter dem Rad,
bevor irgendwas passieren kann (bei 18km/h z.B. nach 0.02s).

> Leider war dieses micht der einzige Unfall.

Ich habe auf den ca. 13Mm, die ich bisher auf Liegeraedern gefahren
bin, einen Sturz hingelegt (in einer Kurve die Haftfaehigkeit der
Reifen ueberschaetzt).

> Problematisch scheinen auch Hunde zu sein: der Hund, der mich nur
> desinteressiert ansah, wollte sie in die Hand beißen.

Und was ist dann passiert? Mich hat noch keiner belaestigt.

> Unangemehm war die Sitzposition auf dem schmalem Sitz,
> wesentlich besser war der Netzsitz vom Bevo.

Wenn schon Schalensitz, dann schmal. Netzsitz finde ich allerding
auch besser. Zum Thema Bevo kenne ich aber jemanden, der mit dem
Sattel, den er unten hat, Probleme hat.

> Elkes Kommentar: Der Untenlenker mit Hörnchen ist nach meiner kurzen
> Liegeradfahrprobe eine superbequeme Alternative.

Ja, und mehrere Griffpositionen sind ueberfluessig. Man sollte
allerdings den Lenker bequem erreichen; am Peer Gynt war er mir ein
bisschen zu weit unten, da wurden auf Dauer die Arme lang und die
Schultern verspannt.

> Als bessere
> Schaltmöglichkeit im Vergleich zu der Drehschaltung kann ich mir
> Lenkerendschalter vorstellen, die zu mehr Komfort beitragen.

Auf jeden Fall.

> Welches Liegerad ist für kleinere
> Menschen (ich bin 165 cm lang) geeignet?

Die alte Street Machine ist da schon ziehmlich kritisch. An der Ampel
stehen ist schon fuer mich (176cm) nicht ganz bequem. Die GT-Version
kann natuerlich anders sein.

> Insgesamt betrachtet scheinen Liegeräder
> grundsätlich nur für Asphahltstraßen geeignet zu sein.

Zumindest fuer einigermassen festen Untergrund. Schotterstrassen
(Australien, Umbrailpass) und enge Waldwege bin ich schon gefahren,
aber 5cm hoch Split auf einer Asphaltstrasse sind unbedingt zu
vermeiden.

> Für meine Zwecke
> suche ich ein schnelles und leichtes Kurz-Liegerad, das gleichermaßen
> für mehrtägige Touren als auch für den Stadtverkehr geeignet ist, mit
> Nabenschaltung und Untenlenker.

Fuer die Nabenschaltung musst Du Dir wahrscheinlich einen
Liegeradrahmen entsprechend ausruesten lassen. Ich verwende meine
Street Machine fuer Touren. Fuer die Stadt nehme ich ein Upright,
v.a. wegen der besseren Uebersicht. Kurzliegeraeder mit Untenlenker
haben im allgemeinen einen grossen Wendekreis, aber es ist nicht so
schlimm, dass es mich bei meiner Art, in der Stadt zu fahren (ohne
Radwege), stoeren wuerde.

> Und zum Schluß etwas für die Bach-Blumensammler: Wir fuhren mit Helm.

Ah, da haben wir die Erklaerung fuer die Stuerze:-).

- anton
--
M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed
an...@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html

Stefan Barnikow

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Thomas Heier wrote:
> > nabenschaltungen taugen nichts
> (vielleicht von der 14 gang rohloff abgesehen) grund: viel zu große
> gangsprünge, übersetzungsbereich zu gering
>
> Ich widerspreche mit Vergnügen: Beides stimmt nicht. Siehe auch oben.
>
> >außerdem schalten will geübt sein. bis du mit
> ner kettenschaltung richtig fahren kannst brauchst du schon n "paar" km.
>
> Wie ich immer sage: Taugt nichs...

Mit so einem geballten "und es stimmt doch!" landest Du
bestenfalls eine Lachnummer. Hat es einen besonderen Grund,
dass Du so allergisch reagierst?

Das einzige sinnhaltige an Deinem Posting war die Aussage,
dass Kettenschaltungen mehr Wartung erfordern.


Ciao,
Stefan

Jens Seemann

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
> > warum eigentlich?
>
> Hallo Steffen,
>
> unmöglich zu bedienen,

find ich nich

> ewig dreckig,

och, ich putze selten und es läuft dennoch gut. Allerdings versaut man sich
leichter mal die Hosenbeine.(fahre MTB ohne Kettenschutz)

> wartungsaufwendig,

Auch Nabenschaltungen können ihre Einstellung verlieren und ein Gang fehlt
dann.

> ständig verstellt,

Nö, find ich nicht. Man muß ja nicht die einfachste Schaltung kaufen, ab LX
ist auf jeden Fall ganz ok.

> von (z.B.) 21 Gängen nur 10 oder 11 wirklich vorhanden,

Kein Problem.

> kein Rücktritt,

Urghs! Ich komme mit Rücktritt nicht mehr gut klar. Man reagiert damit doch
später, weil der Fuß in der richtigen Stellung sein muß. Wenn man sich
umgewöhnt hat auf Handbremsen, sind diese doch viel sicherer.

> ewiges kurbeln an den Griffen behindert den Fahrgenuß,

Kurbeln sollte man den Füßen überlassen...:-)

> total unmögliche Abstufung.

Achwas, geht doch wunderbar.

> Ich habe selbst folgende Fahrten mit Kettenschaltungen unternommen:
>
> in den 70ern einige km (um 10) mit Freudesrad,

In den 70ern waren Kettenschaltungen viel schlechter als heute.

> 1995 6,8km Überführung einer 26er mit 21 Gängen - 3 Fastunfälle in 10
> Minuten,

Wegen der Schaltung??

> gestern 20km mit dem Liegerad.

Na, bitte, schon mehr...:-)

> Den Punkt Wartungsaufwand (incl. Verschleiß) kenne ich aus den
> Erzähungen der Freunde und aus dieser Gruppe.

Man spricht auch mehr über Probleme als über Zufriedenheit. Die geht wohl
eher unter...Es fahren sicher mehr Menschen Kettenschaltungen als
Nabenschaltungen.

> > dafür bin ich auf
> dem lieger einiges schneller und fahre wesentlich konfortabler
>

> Gerade diese Punkte kann *ich* nicht bestätigen. Denn wenn das mit dem
> schneller stimmen würde hätte ich für die Strecke deutlich weniger Zeit
> gebrauchen müssen, es war (bis auf 2 Minuten = Ampelstopschwankungen)
> exakt die gleiche Zeit wie immer.

Ja, das ist nicht ganz einfach... man sollte schon die entsprechenden
Mukkies ausgebildet haben, also km gefahren sein.In der City ist der Lieger
nicht schneller, meine ich, aber das kommt eben auf die Strecke an
(Ampeldichte). Und es kommt auf den Lieger an. Ein hoher Lieger mit
aufrechtem Sitz, Lenkung weit unten, tiefes Tretlager... ist auch nicht
schneller als ein Trekkingbike. Fährst Du aber ein stadttaugliches
Sportliegerad, biste auf einigen Strecken wohl schneller (nach der
Anpassungszeit der Muskulatur), Z.B. mit M5 20/20, siehe dazu auch
http://www.ligfiets.net/m5/2020.htm
http://www.ligfiets.net/m5/snelheid.htm
http://www.ligfiets.net/m5/images/srmgrafiek.jpg

> Der Bequemlichkeitsfaktor ist
> zumindest noch nicht in Erscheinung getreten.

Vielleicht sitzt Du noch etwas verspannt wegen ungewohnter Position?

> >vielleicht doch besser kettenschaltung?
>
> Man reiche mir Knoblauch, Kruzifix und Weihrauch!

Und 'ne Dura Ace...

> > nabenschaltungen taugen nichts
> (vielleicht von der 14 gang rohloff abgesehen) grund: viel zu große
> gangsprünge, übersetzungsbereich zu gering
>

> Ich widerspreche mit Vergnügen: Beides stimmt nicht. Siehe auch oben.

Challenge baut oft Nabenschaltungen ein, z.B. beim Twister oder
Wizardhttp://www.ligfiets.net/challenge/ und dann modellen und Twister
anklicken

> >mitlerweile bleib ich stehen bei hundeanflug,

> Wegen eines Köters anhalten? Ich bin doch nicht verrückt! Noch ein
> Vorteil eines "normalen" Rades: der Tritt mit den Stahlkappenschuehen
> ist einfacher auszuführen.

Du solltest es mal mit Schlagringen versuchen...;-)

> >ein anderes mal ist ein autofahrer vor erstaunen in den graben gefahren
> ...
>

> Endlich mal was wirklich positives... ;-))

Echt, hab ich noch nicht geschafft, vielleicht, wenn ich mir ein Ruderrad
kaufe... mal sehen...

Ciao
Jens


Andreas Weickenmeier

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Stefan Barnikow wrote:
>
> Mit so einem geballten "und es stimmt doch!" landest Du
> bestenfalls eine Lachnummer.


[x] Ich habe gelacht.

> Das einzige sinnhaltige an Deinem Posting war die Aussage,
> dass Kettenschaltungen mehr Wartung erfordern.

Also, ich fand, dass er die Situation garn nicht soooo schlecht
dargestellt hat.
Schaumermal:

>> unmöglich zu bedienen,
>> ewig dreckig,
>> wartungsaufwendig,
>> ständig verstellt,

>> von (z.B.) 21 Gängen nur 10 oder 11 wirklich vorhanden,

Da ist doch was dran.

Ausser man klemmt sich dahinter. Dann klappt's auch mit der
Kettenschaltung, und man kann die Vorteile nutzen.


Gruss
Andreas

H. Birthler

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Thomas Heier wrote:

> [Kettenschaltungen sind ätzend]
> unmöglich zu bedienen,

welches Modell?
GripShift? RapidFire? LenkerEnd? SunTourWipp?
Wie auch Elke erwähnte ist Bullhorn+LenkerEnd vom Feinsten.

> ewig dreckig,
> wartungsaufwendig,
Ja. _Der_ Vorteil einer Nabenschaltung.

> ständig verstellt,
Seltsam, ich stelle die Schaltung vielleicht 1x/5000km ein.

> von (z.B.) 21 Gängen nur 10 oder 11 wirklich vorhanden,

12, wer will kann auch mehr haben.

> kein Rücktritt,
Eine Frage der Gewohnheit.

> ewiges kurbeln an den Griffen behindert den Fahrgenuß,

siehe oben, welcher Schaltgriff? Hoffentlich musst du bei der
Sachs-Super-Sieben nicht auch soviel kurbeln.

> total unmögliche Abstufung.
Das liegt am Anwender. Man kann die Abstufung sogar wählen, was
bei Nabenschaltungen nicht so möglich ist.



> Ich habe selbst folgende Fahrten mit Kettenschaltungen unternommen:

> in den 70er...1995...gestern ...3 Fastunfälle in 10 Minuten
Wer den Rücktritt verinnerlicht hat, braucht sich nicht zu wundern,
wenn er keine Bremse findet.

[Komfort/Schnelligkeit]


> Gerade diese Punkte kann *ich* nicht bestätigen.

> Man reiche mir Knoblauch, Kruzifix und Weihrauch!

Niemand zwingt dich auf Nabenschaltung zu verzichten, oder sogar ein
Liegerad zu kaufen.

Mein Tip: Lass es doch einfach, und freu' dich über dein Rad oder kauf'
ein Sattelrad mit Nabenschaltung und Federung.

Heinz

Thomas Heier

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to

Hallo Freunde,

hier der Nachtrag zu den Probefahrten.

Wegen angeschwollenem Knöchel bei Elke habe ich das Liegerad von
Schenefeld nach norderstedt zurückgefahren (20km), weil dort das Auto
zum Rücktransport stand.

Ich konnte ohne Probleme aus dem Stand anfahren und auch halten ohne
auf- oder abzusteigen. Die erreichbare Geschindigkeit kann ich nur
anhand der benötigten Zeit abschätzen, da kein Tacho montiert war. Ich
brauche für die Strecke üblicherweise zwischen 60 und 65 Minuten, mit
dem Liegerad 70. Das kann an den Ampeln gelegen haben, daher sage ich,
ich war gleichschnell.

Das Liegerad fährt sich wesentlich eieriger, die Schaltung sprang
ständig von einem Ritzel auf das andere. Ich konnte keine
Gesetzmäßigkeit feststellen, ein Sandkorn auf der Straße reichte
manchmal, oder ein leichter Wechsel aus der Senkrechten nach links oder
rechts (selbst beim Geradeausfahren) ließ die Kette von allein das
Zahnrad wechseln.

Das war besonders ärgerlich in der Oldesloher Str., vor mir ein
25-Tonner, hinter mir ein Linienbus. Ich eierte da rum (diesmal wegen
der springenden Kette) wie ein Auto auf Glatteis.

Spiegel scheint Pflicht zu sein, trotzdem waren mir die zwei Spiegel
(Helm und Lenkerende) zu wenig, ich konnte mich nicht umsehen ohne über
die hable Straße zu kurven.

Ich bin auf den 20km wesentlich sicherer und problemloser mit dem Rad
zurechtgekommen als Elke in den 3 Tagen (ca. 80-100km).

Was ich mit Sicherheit sagen kann: Nie Kettenschaltung. Das ist die
zweitgrößte menschliche Fehlentwicklung nach der Atombombe.

Wir haben das Rad am Nachmittag zurückgebracht und ich habe Herrn Klütz
einen Ausdruck meiner ersten Mail (Ursprungsnachricht dieses Baumes)
gegeben. Er wollte sich dazu äüßern, es kann aber 4 Wochen dauern.

Andreas Weickenmeier

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Thomas Heier wrote:
>
> Was ich mit Sicherheit sagen kann: Nie Kettenschaltung. Das ist die
> zweitgrößte menschliche Fehlentwicklung nach der Atombombe.


Ach.

Und ich dachte immer, das waere das wachsimpraegnierte, einlagige
Toilettenpapier, das in manchen Universitaetstoiletten dem Studenten-
und Dozentenhintern angeboten wird.


SCNR
Andreas

Kurt Fischer

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Thomas Heier schrieb:


> Das Liegerad fährt sich wesentlich eieriger, die Schaltung sprang
> ständig von einem Ritzel auf das andere. Ich konnte keine
> Gesetzmäßigkeit feststellen, ein Sandkorn auf der Straße reichte
> manchmal, oder ein leichter Wechsel aus der Senkrechten nach links oder
> rechts (selbst beim Geradeausfahren) ließ die Kette von allein das

Also vorneweg, ich bin noch nie auf einem Toxy gesessen, aber ich nehme
doch stark an, dass sich das "Eiern" mit wachsender Uebung gibt.

Was die Kettenschaltung betrifft: entweder ist sie miserabel justiert,
falsch montiert oder du beleidigst sie dermassen mit deiner negativen
Einstellung, dass sie streikt. Wie auch immer: dies ist *kein* Liegerad-
spezifisches Problem. Ich fahre seit ueber 20 Jahren ausschliesslich
Kettenschaltungen(Einschraenkung: seit 4Jahren auch 3x7) und hatte bisher
nie derart gravierende Probleme wie du, schon gar nicht an Neuteilen.

Bevor du saemtliche Kettenschaltungen verdammst. solltest du zuerst
einmal ein Rad mit einer funktionierenden, hochwertigen Ausstattung
probieren.

> Spiegel scheint Pflicht zu sein, trotzdem waren mir die zwei Spiegel
> (Helm und Lenkerende) zu wenig, ich konnte mich nicht umsehen ohne über
> die hable Straße zu kurven.

Nach kurzer Eingewoehnungszeit gehoert Umschauen zu den leichteren
Uebungen, zumindest solange die Lehne nicht allzu flach steht.
Ich kann mittlerweile mit einem Bein treten, mit dem Arm derselben Seite
lenken _und_ mich dabei umschauen und bin alles andere als ein Bewegungs-
talent. Freihaendigfahren geht bei den meisten Modellen allerdings leider
nicht, ist aber auch nicht so notwendig.


> Was ich mit Sicherheit sagen kann: Nie Kettenschaltung. Das ist die
> zweitgrößte menschliche Fehlentwicklung nach der Atombombe.

Also ich kenne da schlimmere, aber troeste dich: Kein Mensch zwingt dich
dazu. Ich sehe eigentlich nur einen liegeradspezifischen Grund dafuer:

Auf dem Liegerad kann eine groessere Bandbreite der Uebersetzung not-
wendig werden als auf einem Sattelrad. Du bist bergauf zwar nicht zwangs-
laeufig langsamer, aber du solltest weiter herunterschalten und schneller
treten als auf einem Rennrad(hoeheres Gewicht, kein Einsatz des Koerper-
gewichts), in der Ebene und bergab kommst du aber eher auf hoeheres Tempo.
Eine 7-Gang-Nabe kann diesen Schaltbereich nicht bieten.

Im Alltagsbetrieb benoetige aber selbst ich hier im huegeligen Alpenvor-
land bis auf Ausnahmen nur den mittleren Zahnkranz vorn(2.Gang bei 3x7).
Mit 40 vorne und 13/34 hinten komme ich auch vollbepackt noch 12% hoch und
trete bergab bis etwa 45 mit, dann lasse ich`s laufen.

Das heisst, dass du fuer deine Gegend mir einer Nabenschaltung gut bedient
sein solltest.

Jedem das Seine


ciao
Kurt


Steffen H.

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to

Thomas Heier <tho...@thomas-heier.de>

> > warum eigentlich?
>(gegen kettenschaltung)


>
> Hallo Steffen,
>
> unmöglich zu bedienen,

nö ... bedienung ähnlich wie nabenschaltung

> ewig dreckig,

ja

> wartungsaufwendig,

ja

> ständig verstellt,

nein


> von (z.B.) 21 Gängen nur 10 oder 11 wirklich vorhanden,

stimmt so in etwa ...

> kein Rücktritt,

ZUM GLÜCK!

> ewiges kurbeln an den Griffen behindert den Fahrgenuß,

nö - denke nicht beim schalten, genau so wenig wie beim treten - geht
gewissermaßen automatisch

> total unmögliche Abstufung.

was sind unmögliche abstufungen?


>
> Ich habe selbst folgende Fahrten mit Kettenschaltungen unternommen:
>

> in den 70ern einige km (um 10) mit Freudesrad,

> 1995 6,8km Überführung einer 26er mit 21 Gängen - 3 Fastunfälle in 10
> Minuten,

> gestern 20km mit dem Liegerad.

tja, was soll ich dazu sagen? mir wir es genau so gehen mit ner
nabenschaltung und rücktritt: unmögliche gangabstufungen, schalten nicht
unter last, schwirig einzustellen, rücktritt unzureichend. usw

mir fehlen bei einer nabenschaltung immer zwischengänge - die stufung ist
einfach zu groß ... ich bin als kind eben nur nabenschaltung gefahren, 3gang
und hab immer zwischengänge vermißt - hab das fahrrad dann ganz schnell
vergessen. zum radfahren bin ich erst vor 15 jahren wieder gekommen aber
dann mit kettenschaltung - für mich optimal eben wegen den geringen
gangsprüngen und den ausgezeichneten felgenbremsen

>
> Den Punkt Wartungsaufwand (incl. Verschleiß) kenne ich aus den
> Erzähungen der Freunde und aus dieser Gruppe.

sooooooo schlimm ist auch nicht, im grunde hal ich mehr mit reifenflicken zu
tun als schaltungspflege - ab und an kette ölen reicht im grunde und einmal
im jahr schalt und bremszüge wechseln ....


>
> > dafür bin ich auf
> dem lieger einiges schneller und fahre wesentlich konfortabler
>

> Gerade diese Punkte kann *ich* nicht bestätigen. Denn wenn das mit dem
> schneller stimmen würde hätte ich für die Strecke deutlich weniger Zeit
> gebrauchen müssen, es war (bis auf 2 Minuten = Ampelstopschwankungen)

> exakt die gleiche Zeit wie immer. Der Bequemlichkeitsfaktor ist


> zumindest noch nicht in Erscheinung getreten.

hab ich eigentlich auf anhieb festgestellt - ich bin einiges schneller
(durchschnitt 2 bis 4 kmh!) das mag sich weinig anhören, ist aber viel. (der
luftwiderstand steigt glaube ich in der dritten potenz)

>
> >vielleicht doch besser kettenschaltung?


>
> Man reiche mir Knoblauch, Kruzifix und Weihrauch!

au gut, knoblauch : lecker ;-) (das andere ist bäääää)


>
>
> >ein anderes mal ist ein autofahrer vor erstaunen in den graben gefahren
> ...
>

> Endlich mal was wirklich positives... ;-))

ich konnte mir ein lächeln auch nicht verkneifen ...


tschööö
steffen


Mathias Böwe

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Auweia, da hast Du die denkbar schlechtesten Erfahrungen gemacht. Meine
sehen da deutlich anders aus:

Thomas Heier <tho...@thomas-heier.de> wrote:

> unmöglich zu bedienen,

Mit geeignetem Schalthebel (Topshifter, Lenkerendschalter...) einfachst,
allerdings sind erstere praktisch nicht mehr zu kriegen und letztere
auch nur, wenn man *deutlich* diesen Wunsch äußert.

> ewig dreckig,

Nicht anders als bei jeder nicht gekapselten Kette (Hollandrad!)

> wartungsaufwendig,

Ab und zu Kette tauschen und alle Jubeljahre, meistens wenn mich der
Trieb zur Grundwartung gepackt hat, die Züge.

> ständig verstellt,

Nie nich! Einmal eingestellt, nach wenigen Tagen (Längung der Züge?)
einmal nachjustieren, fertig.

> von (z.B.) 21 Gängen nur 10 oder 11 wirklich vorhanden,

Eher 14 bis 16 (bei selbstgemachter Abstufung), und hier sehe ich als
Argument nicht "14 bis 16 von theoretisch 21" sondern "14 bis 16"! Im
Zeitalter vor der Rohloff Speedhub IMHO *das* Argument.

> kein Rücktritt,

Das ist nun aber auf der Haben-Seite zu verbuchen ;-)

> ewiges kurbeln an den Griffen behindert den Fahrgenuß,

Ich kurble nur an den Pedalen... Zu den Schalthebeln s. o.

> total unmögliche Abstufung.

Das ist vermutlich so, wenn man den serienmäßig verbauten Krempel fährt.
Da wird oft nicht auf vernünftige Abstufung, sondern auf leichte
Schaltbarkeit geachtet. Der Durchschnittskäufer legt eh bei der ersten
Fahrt den dicksten Gang ein und faßt die Schaltung danach nicht mehr an
:-/

Kettenschaltungen *können* etwas geniales sein - wenn man die Vorgaben
des Herstellers korrigiert.

Mathias
--
inzwischen auch ohne signature

Thomas Heier

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Sven Bauer <Land...@gmx.de> wrote:

> Welche Nabenschaltung bietet 545% Uebersetzungsbereich?

Hallo Sven,

wozu brauche ich die? Mein 1. Gang ist zum Anfahren, den 7. benutze ich
nur bei bergab mit Rückenwind. (Passiert auch in HH-Stadt ein- bis
zweimal im Monat).

Thomas Heier

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Stefan Barnikow <Stefan....@de.bosch.com> wrote:

> Hat es einen besonderen Grund,
> dass Du so allergisch reagierst?

Hallo Stefan,

ja. Das mir die Liegeradverkäufer nach "Liegerad mit Nabenschaltunf -
sonst nichts" unbedingt eine Kettenschaltung verkaufen wollen. Von den
Beinaheunfällen bei den zwei Versuchen, mit so einem Mistding umzugehen
ganz zu schweigen.

Thomas Heier

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Jens Seemann <see...@bbcom-hh.de> wrote:

> Auch Nabenschaltungen können ihre Einstellung verlieren und ein Gang fehlt
> dann.

Hallo Jens,

das ist mir in 30 Jahren (ausschließlich Fichtel&Sachs) nie passiert.
Torpede, Pentasport, Super7.

>Man reagiert damit doch
später, weil der Fuß in der richtigen Stellung sein muß. Wenn man sich
umgewöhnt hat auf Handbremsen, sind diese doch viel sicherer.

Nö. 1. regagiere ich nicht später, sondern sofort (weil ich damit
umgehen kann?) und 2. wenn mal wieder so eine Situation da ist, woc
man/ich mich mit beiden Händen am Lenker festhalten muß, dann habe ich
immer noch die Fußbremse.

>Kurbeln sollte man den Füßen überlassen...:-)

Du sagst es. Deswegen sind Kettenschaltungen ja auch ...

>Wegen der Schaltung??
Ja, nur deswegen. Weil ich nicht wie gewohnt mit einem kurzen Klick von
1.in den 3. Gang kam, sondern erst einmal herumrühren mußte um einen
Gang zu finden.

>Es fahren sicher mehr Menschen Kettenschaltungen als
Nabenschaltungen.

Glaube ich dir nicht. Können wir uns einigen auf: Es werden heute (die
letzen 5-10 Jahre) mehr Kettenschaltungsräder verkauft als
Nabenschaltungsräder? Der Altbestand ist nicht zu vernachlässigen.

Thomas Heier

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
H. Birthler <b...@grs.de> wrote:

> welches Modell?

Hallo ,

keine Ahnung. Hinten 7 Zahnräder, vorne Drehgriffschalter. Warum soll
ich die Dinge, die ich sowieso nicht mag, beim Vornamen kennen?

>Hoffentlich musst du bei der
Sachs-Super-Sieben nicht auch soviel kurbeln.

Nein.

>Wer den Rücktritt verinnerlicht hat, braucht sich nicht zu wundern,
wenn er keine Bremse findet.

Und das, wo ich zu 90% vorne bremse... :-))

Helmuth Schutzeich

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Hi Thomas,

> unmöglich zu bedienen
>
Ich kann mir nichts einfacheres vorstellen als meine RapidFires.

> ewig dreckig
>
Das stimmt.

> wartungsaufwendig,
> ständig verstellt
>
Einmal pro Jahr Wartung durch den Händler, nach ein paar hundert km
an den Schalthebeln nachstellen, das war's.

> von (z.B.) 21 Gängen nur 10 oder 11 wirklich vorhanden
>

Reicht, was um Himmels willen sollte ich mit 21 Gängen???

> kein Rücktritt
>
Eine Bremse, die bei jeder ernsthaften Beanspruchung zu glühen
anfängt? Nein danke.

> ewiges kurbeln an den Griffen behindert den Fahrgenuß

>RapidFire, siehe oben.

> total unmögliche Abstufung
>
Falsche Teile? Meine paßt.

> Ich habe selbst folgende Fahrten mit Kettenschaltungen unternommen:
>
> in den 70ern einige km (um 10) mit Freudesrad,
> 1995 6,8km Überführung einer 26er mit 21 Gängen
>

Ach so. Na denn.

Lieben Gruß, Helmuth

--
Homepage: http://ourworld.compuserve.com/homepages/Helmuth_Schutzeich
Newsreader: Virtual Access 4.52 build 277 (32-bit) unter Win98
Edited: Thu, 08 Jul 1999 08:53 +0200

Antworten bitte nur in der Newsgroup.


Andreas Weickenmeier

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Mathias Böwe wrote:
>
> Eher 14 bis 16 (bei selbstgemachter Abstufung), und hier sehe ich als
> Argument nicht "14 bis 16 von theoretisch 21" sondern "14 bis 16"! Im
> Zeitalter vor der Rohloff Speedhub IMHO *das* Argument.


Hast Du schon mal darueber nachgedacht, was den Rohloff-Fahrer der
zweite Laufradsatz kostet?


Gruss
Andreas

Sven Bauer

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Thomas Heier wrote:
>
> Sven Bauer <Land...@gmx.de> wrote:
>
> > Welche Nabenschaltung bietet 545% Uebersetzungsbereich?
>
> Hallo Sven,
>
> wozu brauche ich die? Mein 1. Gang ist zum Anfahren, den 7. benutze ich
> nur bei bergab mit Rückenwind. (Passiert auch in HH-Stadt ein- bis
> zweimal im Monat).

DU brauchst sie wahrscheinlich nicht. Ich _brauche_ sie auch nicht
unbedingt, finde sie aber sehr angenehm. Da kann ich auch mit Gepaeck
noch zum Hermann hochfahren und auch wieder richtig schnell runter.
HH-Stadt ist wahrscheinlich einiges flacher als PB-Stadt und vor allem
PB-Kreisrand (bis auf Westen).
Aber gerade beim Liegerad ist es mW so, dass man fuers bergauffahren
eher kurze Uebersetzungen braucht, da man keinen Wiegetritt fahren
kann. Ich fahre auf meinem Upright auch lieber eine kurze Uebersetzung
als Wiegetritt. bei einer Nabenschaltung muss man dann die
Gesamtuebersetzung in Richtung kurz verschieben, bei der
Kettenschaltung kann man sich einen "Rettungsring" anschrauben und hat
ansonsten auch noch die langen Uebersetzungen fuer Bergab zur
Verfuegung. Manchmal finde ich es halt schoen, bei >50 noch
beschleunigen zu koennen.

Ingo Zoller

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Thomas Heier wrote:
> Hallo Steffen,
>
> unmöglich zu bedienen,

Wirklich?

> ewig dreckig,

Leichter verschmutzt als eine Nabenschaltung, das ja, aber ewig dreckig
ist sie nur beim MTB im Dauer-Offroadeinsatz.

> wartungsaufwendig,

Noe. Ein Tropfen Oel hier und da tut allerdings gut. Der Rest ist
weniger Aufwand als ich bei meinen Bremsen treiben muss.

> ständig verstellt,

Yepp. War meine alte Sachs-Commander zumindest. Fuer die Sachs-Huret
kann ich da nichts sagen, die hatte keine Rasterung, die Campagnolo
ebenfalls nicht. Die neueren an meinen Raedern (Shimano Deore DX am
Reiserad und die STX am Stadtrad) stelle ich alle 1000 km nach, wenn es
denn ueberhaupt sein mus. Bremsen werden haeufiger nachjustiert.

> von (z.B.) 21 Gängen nur 10 oder 11 wirklich vorhanden,

Sieht bei den meisten Raedern irgendwie etwas anders aus, wenn ich mich
da in meiner Familie umsehe.

> kein Rücktritt,

Ein Vorteil! Die Ruecktrittbremse ist eh' viel zu unsensibel, da ist
eine vernuenftige Felgenbremse vielfach besser. Abgesehen davon, dass
die Bremswirkung hinten eh' nicht viel wert ist.

> ewiges kurbeln an den Griffen behindert den Fahrgenuß,

Lenkerendschalter koennten abhelfen? Am MTB auch Rapidfire.

> total unmögliche Abstufung.

Gute feine Abstufung. Man muss ja nicht immer streng Gang bei Gang
durchschalten...

> Ich habe selbst folgende Fahrten mit Kettenschaltungen unternommen:
>
> in den 70ern einige km (um 10) mit Freudesrad,

> 1995 6,8km Überführung einer 26er mit 21 Gängen - 3 Fastunfälle in 10
> Minuten,
> gestern 20km mit dem Liegerad.

Da habe ich ja glatt mehr Erfahrung mit Nabenschaltung. Und ich fahre
fast ausschliesslich Kettenschaltung.

> Gerade diese Punkte kann *ich* nicht bestätigen. Denn wenn das mit dem
> schneller stimmen würde hätte ich für die Strecke deutlich weniger Zeit
> gebrauchen müssen, es war (bis auf 2 Minuten = Ampelstopschwankungen)
> exakt die gleiche Zeit wie immer. Der Bequemlichkeitsfaktor ist
> zumindest noch nicht in Erscheinung getreten.

20km reichen auch nicht aus, um sich wirklich an einen Lieger zu
gewoehnen.

> >vielleicht doch besser kettenschaltung?
>
> Man reiche mir Knoblauch, Kruzifix und Weihrauch!

Hier. Nur hat es der Kirche auch nichts genuetzt, dass man die Augen vor
der Wahrheit verschliessen wollte. Die Erde war trotzdem keine Scheibe.

> > nabenschaltungen taugen nichts
> (vielleicht von der 14 gang rohloff abgesehen) grund: viel zu große
> gangsprünge, übersetzungsbereich zu gering
>

> Ich widerspreche mit Vergnügen: Beides stimmt nicht. Siehe auch oben.

Die Erde ist 'ne Scheibe?

> Wie ich immer sage: Taugt nichs...

liegt auf dem Ruecken einer Riesenschildkroete, welche durch die Zeit
wandert...

Gruss
Ingo

Stefan Barnikow

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Andreas Weickenmeier wrote:
>
> Stefan Barnikow wrote:
> >
> > Mit so einem geballten "und es stimmt doch!" landest Du
> > bestenfalls eine Lachnummer.
>
> [x] Ich habe gelacht.

<schuechtern> ueber mich? </schuechtern>


> Also, ich fand, dass er die Situation garn nicht soooo schlecht
> dargestellt hat.
> Schaumermal:
>
> >> unmöglich zu bedienen,
> >> ewig dreckig,
> >> wartungsaufwendig,
> >> ständig verstellt,

> >> von (z.B.) 21 Gängen nur 10 oder 11 wirklich vorhanden,
>

> Da ist doch was dran.

Was - ausser dem Wartungsaufwand - trifft denn bei Nabenschal-
tungen nicht zu?
Von den vorhandenen Gaengen sind zwar alle fahrbar, aber mehr als
bei Kettenschaltungen kriegt man trotzdem nicht; Liegerad mit
Kettenvollverkleidung waere mir neu.


Ciao,
Stefan

Andreas Weickenmeier

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Stefan Barnikow wrote:
>
> Andreas Weickenmeier wrote:
> >
> > Stefan Barnikow wrote:
> >
> >
> > [x] Ich habe gelacht.
>
> <schuechtern> ueber mich? </schuechtern>

Nee, ueber Thomas Heiers Posting. Irgendwie beschlich mich das Gefuehl,
dass er beim Schreiben viel Spass gehabt hat.


> > >> unmöglich zu bedienen,
> > >> ewig dreckig,
> > >> wartungsaufwendig,
> > >> ständig verstellt,
> > >> von (z.B.) 21 Gängen nur 10 oder 11 wirklich vorhanden,
> >
> > Da ist doch was dran.
>
> Was - ausser dem Wartungsaufwand - trifft denn bei Nabenschal-
> tungen nicht zu?
> Von den vorhandenen Gaengen sind zwar alle fahrbar,

Eben.


> aber mehr als
> bei Kettenschaltungen kriegt man trotzdem nicht;

Na, so 12 Gaenge schon. Und die liegen alle hintereinander, man braucht
nur einen Schalthebel. Ich nenne das einfache Bedienbarkeit. Du brauchst
auch keinen Ritzelrechner, um geeignete Blatt-Ritzel-Kombis zu finden.
Kettenwechsel alle Schaltjahre.


> Liegerad mit
> Kettenvollverkleidung waere mir neu.

Ausser mit Nabenschaltung?


Ich will trotzdem keine Nabenschaltung. Aber das ist rein subjektiv.

Gruss
Andreas

Kurt Fischer

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Stefan Barnikow schrieb:



> Was - ausser dem Wartungsaufwand - trifft denn bei Nabenschal-
> tungen nicht zu?
> Von den vorhandenen Gaengen sind zwar alle fahrbar, aber mehr als
> bei Kettenschaltungen kriegt man trotzdem nicht; Liegerad mit
> Kettenvollverkleidung waere mir neu.
>
> Ciao,
> Stefan

Das niederlaendische Oké-Ja kommt IIRC auf Wunsch in der Ausfuehrung
mit Shimano 4-Gang-Nabe mit vollstaendig gekapselter Kette.

Das Oké-Ja ist derzeit eins der billigsten und unkompliziertesten
Liege-, eigentlich eher Sesselraeder. Es hat einen einfachen Rahmen
aus Aluprofil. Gabel mit Antrieb und Lenkereinheit, Hinterbau und
Sitz werden angeschraubt(!).

Wir haben zwei davon als mitwachsende Kinderraeder, der Sitz gleitet
ueber die gesamte Laenge des Rahmens und erlaubt die Einstellung von
Wicht bis Gigant in Sekundenschnelle. Wegen unserer huegeligen Gegend
waehlten wir allerdings die 14-Gang-Variante: hinten 7-fach Zahnkranz,
vorne zwei Kettenblaetter, auf die die Kette durch Zug an den Ketten-
schutzrohren per Hand umgelegt wird. Klappt mit Uebung auch waehrend
des Fahrens. Auch diese Rohre stellen schon einen akzeptablen Schutz
der Kette dar und verhindern ein Verschmutzen der Beine, ohne zu
scheppern oder den Widerstand zu erhoehen.

In Kombination mit den Rollerbrakes ist das Oké-Ja durchaus auf
Alltagstauglichkeit und Wartungsartmut eingestellt. Erst kuerzlich
machte ja die Nachricht die Runde, dass auch diese Rollerbrakes
mit einem speziellen Fett gewartet werden muessen, und eine Alpen-
ueberquerung wuerde ich mit diesen Dingern auch nicht gerade starten,
aber fuer den Normalgebrauch duerften sie ausreichend sein.

Flevobike, der Hersteller des Oké-Ja hatte auch noch ein anderes
Liegerad angekuendigt, bei dem der Antrieb komplett im Rahmen ver-
laufen sollte, aber aus dem ist bis jetzt noch nichts geworden.

Re pro/contra Nabenschaltung:

Eine Bekannte von uns hat ihr RedPepper nach kurzer Zeit von 3x7
auf reine Kettenschaltung umgeruestet. Erstens hat die Sachsschaltung
schlecht funktioniert und zweitens hatte sie den Eindruck, dass sie
vergleichsweise sehr schwer laeuft. Da ich wie gesagt, hautsaechlich
im 2.Gang fahre, habe ich dieses Problem kaum, aber an meinem Flevo-
Bike Basic haut die Dreigangschaltung der 3x7 auch nicht so recht hin.
Kann aber auch am Drehgriffschalter liegen.

Wie auch immer, die Hollaender scheinen eine gute Adresse fuer
alltagstaugliche Raeder mit Nabenschaltung zu sein, schade nur, dass
sie anscheinend noch nie etwas von Leichtbau gehoert haben. :-)

ciao
Kurt


Stefan Barnikow

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Kurt Fischer wrote:
> Das niederlaendische Oké-Ja kommt IIRC auf Wunsch in der Ausfuehrung
> mit Shimano 4-Gang-Nabe mit vollstaendig gekapselter Kette.
>
> Das Oké-Ja ist derzeit eins der billigsten und unkompliziertesten
> Liege-, eigentlich eher Sesselraeder. Es hat einen einfachen Rahmen
> aus Aluprofil. Gabel mit Antrieb und Lenkereinheit, Hinterbau und
> Sitz werden angeschraubt(!).

Ahhh stimmt, an Vorderradantrieb hatte ich nicht gedacht,
als ich das geschreiben habe...
Danke.

> vorne zwei Kettenblaetter, auf die die Kette durch Zug an den Ketten-
> schutzrohren per Hand umgelegt wird. Klappt mit Uebung auch waehrend
> des Fahrens.

:-)) Liegeradspezifische Notlaufeigenschaft?


Ich bin momentan auf der Suche nach Liegeraedern zum Probe-
fahren, weiss aber noch nicht, wie ich das richtig anstelle,
fuer "Probe" muss ich ja "fahren" koennen.
Kennt jemand Adressen in/um Stuttgart, wo ich ueben kann?
(Mir wuerde eMail reichen)


Ciao,
Stefan

Andreas Weickenmeier

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Stefan Barnikow wrote:
>
> Ich bin momentan auf der Suche nach Liegeraedern zum Probe-
> fahren, weiss aber noch nicht, wie ich das richtig anstelle,
> fuer "Probe" muss ich ja "fahren" koennen.
> Kennt jemand Adressen in/um Stuttgart, wo ich ueben kann?
> (Mir wuerde eMail reichen)


Vielleicht bei Pedalkraft in Ditzingen?

Hirschlander Str.2
71254 Ditzingen
Telefon: 07156/8369
Telefax: 07156/34034
E-mail: pedal...@t-online.de
WWW: http://www.liegerad.com/pedalkraft


Andere Auskunft vielleicht beim Doppelaxel. Da haengt im Schaufenster
der Stammtischtermin vom Stuttgarter Liegeradtreffen. Ich kann Dich aber
auch mit einem Stuttgarter Liegeradkonstrukteur bekannt machen.

Gruss
Andreas

Kurt Fischer

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Stefan Barnikow schrieb:


> Kurt Fischer wrote:
> > Das niederlaendische Oké-Ja kommt IIRC auf Wunsch in der Ausfuehrung
> > mit Shimano 4-Gang-Nabe mit vollstaendig gekapselter Kette.
> >
> > Das Oké-Ja ist derzeit eins der billigsten und unkompliziertesten
> > Liege-, eigentlich eher Sesselraeder. Es hat einen einfachen Rahmen
> > aus Aluprofil. Gabel mit Antrieb und Lenkereinheit, Hinterbau und
> > Sitz werden angeschraubt(!).
>
> Ahhh stimmt, an Vorderradantrieb hatte ich nicht gedacht,
> als ich das geschreiben habe...
> Danke.

Sorry, da habe ich mich jetzt missverstaendlich ausgedrueckt: Das Oké-Ja
wird ganz normal hinten angetrieben. Aber es ist in der Tat so, dass der
komplette Antriebsstrang vormontiert geliefert wird. Gabel, Steuerrohr und
daran angeschweisstes Tretlager werden an den Rahmen geschraubt, das Lenk-
rohr mit schmalem, nicht verstellbarem Lenker wird eingesteckt. Die Kette
kommt bereits in den Rohren und in die Schaltung eingefaedelt. Der Hinterbau
gleitet an der Unterseite des Rahmens genauso wie der Sitz auf der Oberseite,
liesse sich also theoretisch verstellen. Die Laenge der Kette gibt seine
Position vor. Das Oké-Ja kommt im handlichen Karton zum Selberzusammen-
schrauben fuer ca.900DM daher. Dauert ca.2-3 Std, je nachdem wieviel Daumen
eure Haende haben. :-)

Dein Gedanke mit dem Frontantrieb hat aber durchaus seine Berechtigung:
Das Flevo, das so heisst wie sein Hersteller, ist ein Kurvenleger, bei dem
das gesamte Vorderteil hin und her schwenkt und aus der Huefte heraus
gelenkt wird. Gibt es als Zwei- und Dreirad. Eigentlich sollte es moeglich
sein, die kurze Kette zu kapseln, aber dafuer ist eher Rainer der Spezialist.
Ich kann mich nur dunkel erinnern, dass es sogar mal ein Flevobike mit
Kardanantrieb gab.



> Ich bin momentan auf der Suche nach Liegeraedern zum Probe-
> fahren, weiss aber noch nicht, wie ich das richtig anstelle,


Also ein guter Tip fuer die Auskundschaftung von Gelegenheiten ist ein
Besuch auf der deutschen hpv-list. Dort sind Liegeradler aus dem deutsch-
sprachigen Raum versammelt, einige aus Stuttgart weiss ich sicher. Du
weisst ja, wir Liegeradler sind ganz gluecklich, wenn sich jemand fuer
unsere Raeder interessiert. :-)

Erst zu http://www.liegerad.com ,dann zu Mailingliste

Uebrigens: Helme und Radwege sind dort tabu! (nahezu) ;-)

ciao
Kurt


Jens Seemann

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
> Ich konnte ohne Probleme aus dem Stand anfahren und auch halten ohne
> auf- oder abzusteigen. Die erreichbare Geschindigkeit kann ich nur
> anhand der benötigten Zeit abschätzen, da kein Tacho montiert war. Ich
> brauche für die Strecke üblicherweise zwischen 60 und 65 Minuten, mit
> dem Liegerad 70. Das kann an den Ampeln gelegen haben, daher sage ich,
> ich war gleichschnell.

Gerade in der Stadt ist Übung im Umgang mit dem Lieger von Vorteil.

> Das Liegerad fährt sich wesentlich eieriger, die Schaltung sprang
> ständig von einem Ritzel auf das andere. Ich konnte keine
> Gesetzmäßigkeit feststellen,

:-)))) Du mußt Talent haben...

> Das war besonders ärgerlich in der Oldesloher Str., vor mir ein
> 25-Tonner, hinter mir ein Linienbus. Ich eierte da rum (diesmal wegen
> der springenden Kette) wie ein Auto auf Glatteis.

Schade, daß ich da nicht gerade mit der Videokamera daneben stand...Ich
fand das Toxy, in Holland probiert, sehr nervös. Schönes Rad, aber die
Geometrie...
Dagegen fand ich das Susp AF3 geometrisch gut, auch das Toxy ZR läuft von
der Geometrie her bestens.
(Echt scharfes Ding, ca. 18 cm Sitzhöhe...nur das Schaltwerk hat Kontakt
mit dem Fuß. Ja, hier würde ich auch ne Nabenschaltung nehmen (Rohloff,
aber ist die ausgereift? Als ich sie probierte in Holland (CycleVision),
war ein Gang nicht immer der richtige. Etwas schwer zu schalten unter Last,
aber sonst ok)).

> Spiegel scheint Pflicht zu sein, trotzdem waren mir die zwei Spiegel
> (Helm und Lenkerende) zu wenig, ich konnte mich nicht umsehen ohne über
> die hable Straße zu kurven.

Nimm Obenlenkung, da ist der Spiegel viel besser im Blick.

> Was ich mit Sicherheit sagen kann: Nie Kettenschaltung. Das ist die
> zweitgrößte menschliche Fehlentwicklung nach der Atombombe.

Bist Du sicher, daß die Reihenfolge nicht umgekehrt war?

Ciao
Jens


Mathias Böwe

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Andreas Weickenmeier <a...@gmx.de> wrote:

> Hast Du schon mal darueber nachgedacht, was den Rohloff-Fahrer der
> zweite Laufradsatz kostet?

<g> Ich habe ja z. Z. vier Laufradsätze, aber alle sind zueinander
inkompatibel... macht auch nichts, alle vier sind, wie sich das gehört,
in einen Rahmen eingebaut ;-)

BTW: Wenn ich sage, daß 16 Gänge *das* Killerargument für die
Kettenschaltung waren, bevor es die Speedhub gab, dann ist damit ja noch
nichts über die Zeit danach ausgesagt. (Da wir in drf ja so gerne mit
Logik arbeiten... :-)

Steffen H.

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to

Andreas Weickenmeier <a...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
378451...@gmx.de...

wrote:
> >
> > Eher 14 bis 16 (bei selbstgemachter Abstufung), und hier sehe ich als
> > Argument nicht "14 bis 16 von theoretisch 21" sondern "14 bis 16"! Im
> > Zeitalter vor der Rohloff Speedhub IMHO *das* Argument.
>
>
> Hast Du schon mal darueber nachgedacht, was den Rohloff-Fahrer der
> zweite Laufradsatz kostet?

in der anschaffung oder über die lebensdauer der komponenten?

steffen


Steffen H.

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to

Thomas Heier <tho...@thomas-heier.de> schrieb in im Newsbeitrag:
1dullqi.a9c...@dialup-80.germany.ecore.net...

> Sven Bauer <Land...@gmx.de> wrote:
>
> > Welche Nabenschaltung bietet 545% Uebersetzungsbereich?
>
> Hallo Sven,
>
> wozu brauche ich die? Mein 1. Gang ist zum Anfahren, den 7. benutze ich
> nur bei bergab mit Rückenwind. (Passiert auch in HH-Stadt ein- bis
> zweimal im Monat).

nun, auch in der umgebung von HH gibts berge (äääää hügel ... nördlich?)
wie schnell bist du im 7ten gang? und wie schnell trittst du?

bei gutem rückenwind komm ich auf 35 bis 40 ... und ich bin nicht sportlich
und habe astma. viel schneller als 50 kann ich nicht treten (leicht bergab)
übersetztung 42 : 11 26" räder (kettenschaltung, liegerad)


steffen


Steffen H.

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to

Sven Bauer <Land...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
37845A41...@gmx.de...

> Aber gerade beim Liegerad ist es mW so, dass man fuers bergauffahren
> eher kurze Uebersetzungen braucht, da man keinen Wiegetritt fahren
> kann.

kannn ich nicht bestätigen ... mit dem liegerad fahr ich hügelauf ne höhere
ubersetzung als mit meinem mtb (ein oder 2 zahnkränze)
im wiegetritt fahr ich auch mit dem mtb sehr sehr selten (wozu auch ... im
prinzip entlastet der wiegetritt das hinterrad und führt zur verminderten
traktion - im "stehen " dreht das hinterrad also eher durch.
mit dem liegerad brauch ich auch keinen wiegetritt (so steile berge kann ich
eh damit nicht fahren) es gibt eine viel bessere möglichkeit: ich kann mich
mit dem rücken abstützen und bringe so wesentlich größere kraft auf die
pedale als mit ziehen am lenker (was sinn des wiegetritts ist)


steffen

Thomas Meißner

unread,
Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
to
Stefan....@de.bosch.com schreib:

S> Liegerad mit
S> Kettenvollverkleidung waere mir neu.

In Berlin hab' ich eines gesehen (AFAIR das von Clemens "Bucher[?]"); AFAIK
sogar in/aus Carbon.

--
... man liest von einander! _______
/homas
"Evolution" o __o _o _
豹___o /0~ -\<, ^\___ /=\\_/-%
oo~_______ /\ /\______/ \_________O/ O_______________o===>-->O--o____
"" http://caspar.home.pages.de

Thomas Heier

unread,
Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
to
Steffen H. <steffe...@cityweb.de> wrote:

> nö ... bedienung ähnlich wie nabenschaltung

Hallo Steffen,

dann zeige mir doch bitte die Nabenschaltung, die über zwei Drehgiffe
(Hebel/sonstwas), welche noch entgegengesetz wirken geschaltet wird, und
deren Anzeige nach VORNE zeigt. Ich habe eine 7-Gang Nabenschaltung mit
EINEM Griff und kann den Gang ablesen, weil die Beschriftung IMMER in
meine Richtung zeigt.

>was sind unmögliche abstufungen?
Die Gänge/Übersetzungen liegen so dicht nebeneinander, das es mir wie
derselbe vorkam. Dafür fehlte "oben" dann einiges.

Conrad James

unread,
Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
to
On Fri, 9 Jul 1999 10:50:05 +0200, tho...@thomas-heier.de (Thomas
Heier) wrote:

>Dann zeige mir doch bitte die Nabenschaltung, die über zwei Drehgiffe


>(Hebel/sonstwas), welche noch entgegengesetz wirken geschaltet wird, und
>deren Anzeige nach VORNE zeigt. Ich habe eine 7-Gang Nabenschaltung mit
>EINEM Griff und kann den Gang ablesen, weil die Beschriftung IMMER in
>meine Richtung zeigt.

Ohgottogottogott... Wenn man deine Beiträge so liest bekommt man den
Eindruck, irgendjemand steht hinter dir mit einer Peitsche und ZWINGT
dich eine Kettenschaltung zu benutzen.

Also halten wir einfach fest -- du kommst mit Kettenschaltungen nicht
klar und hast auch keine Lust zu lernen, damit klarzukommen (ähnlich
scheint es dir auch mit Liegerädern zu gehen). Das ist dein gutes
Recht.

Nur, wenn du Kettenschaltungen *per se* als Fehlkonstruktion verdammen
möchtest mußt du erst stichhaltig erklären, wieso die große Mehrheit
aller Radfahrer offensichtlich keine Probleme damit hat. Quod erat
demonstrandum...

Meine persönliche Abneigung gegen Nabenschaltungen begründe ich
übrigens damit, daß zuviel Kraft drin verloren geht, alles andere ist
mir schnuppe -- wobei das möglicherweise nicht mehr stimmt. Meine
letzten Erfahrungen damit liegen 20 Jahre zurück und waren mit den
uralten 3-Gang Trumms. Aber da meine jetztige Kettenschaltung so
hervorragend und problemlos funktioniert sehe eigentlich keinen Grund
mein Hinterrad zum Wechsel neu einzuspeichen, um danach weniger Gänge
zu haben... ;)))

Conrad

Jens Seemann

unread,
Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
to
> dann zeige mir doch bitte die Nabenschaltung, die über zwei Drehgiffe

> (Hebel/sonstwas), welche noch entgegengesetz wirken geschaltet wird, und
> deren Anzeige nach VORNE zeigt. Ich habe eine 7-Gang Nabenschaltung mit
> EINEM Griff und kann den Gang ablesen, weil die Beschriftung IMMER in
> meine Richtung zeigt.

Hello Heiner,Du kannst zur größeren Übersetzungsbandbreite auch noch den
Mountaindrive (Tretlagerschaltung) hinzunehmen:
http://www.schlumpf.ch/de_Inhalt.html
Hat 2 Gänge und verdoppelt damit die Ganganzahl, allerdings wird es evtl
wieder Gang-Überschneidungen geben, je nach Kombination der Schaltungen.
Mit Super7 und Mountaindrive (Berggänger) hast Du dann ca. 650%
Übersetzungsbereich (kaum Überschneidungen mit Berggänger, da 2,5fach).
Bei Kombination der Rohloff mit Berggänger-Mountaindrive kommste auf
schlappe 1315 % !
Dürfte ausreichen, um auch mal bei 150 km/h bergab mitzutreten...:-)

Grützli
Jens


Ingo Keck

unread,
Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
to
Thomas Heier <tho...@thomas-heier.de> wrote:

> Jens Seemann <see...@bbcom-hh.de> wrote:
>
> > Auch Nabenschaltungen können ihre Einstellung verlieren und ein Gang fehlt
> > dann.

[...]


> das ist mir in 30 Jahren (ausschließlich Fichtel&Sachs) nie passiert.
> Torpede, Pentasport, Super7.

Das passiert meiner Mutter ständig (Torpedo 3). Und ich darf es dann
wieder einstellen...

Auch ich hatte früher öfters solche Probleme mit Torpedo 3-Gang.

[...]


> Nö. 1. regagiere ich nicht später, sondern sofort (weil ich damit
> umgehen kann?) und 2. wenn mal wieder so eine Situation da ist, woc
> man/ich mich mit beiden Händen am Lenker festhalten muß, dann habe ich
> immer noch die Fußbremse.

Schon mal 2-Finger-Bremshebel ausprobiert?

[...]


> >Es fahren sicher mehr Menschen Kettenschaltungen als
> >Nabenschaltungen.
>
> Glaube ich dir nicht. Können wir uns einigen auf: Es werden heute (die
> letzen 5-10 Jahre) mehr Kettenschaltungsräder verkauft als
> Nabenschaltungsräder? Der Altbestand ist nicht zu vernachlässigen.

Ich würde schätzen, daß das sehr von der Gegend abhängt. Ich sehe in
Regensburg nicht mehr viele Nabenschaltungen rumstehen - viele der alten
Räder sind Rennräder oder scheinen gar keine Schaltung zu haben.

Ingo.

Stefan Barnikow

unread,
Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
to
In article <1dume8o.xr...@rrzras2-93.rz.uni-regensburg.de>,
Ingo...@stud.uni-regensburg.de (Ingo Keck) writes:

>Das passiert meiner Mutter ständig (Torpedo 3). Und ich darf es dann
>wieder einstellen...
>
>Auch ich hatte früher öfters solche Probleme mit Torpedo 3-Gang.

Ich hab so ein Problem mal bei meiner Frau (bzw. damals noch guten
Bekannten...) eingebaut:
Umlenkrolle und Huellenanschlag auf zwei Lagen Isolierband angeklemmt.
Wenn man da zu kraeftig am Hebel zieht, verrutscht die Schelle etwas,
mit der Zeit akkumuliert sich das zu einem halben Gang.


Ciao,
Stefan


Mathias Böwe

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Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
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Ingo Keck <Ingo...@stud.uni-regensburg.de> wrote:

> Das passiert meiner Mutter ständig (Torpedo 3). Und ich darf es dann
> wieder einstellen...

Hast Du es gut - meine Mutter fährt die alte Pentasport (mit den zwei
Zügen) :-} Aber sie fährt, und das noch gar nicht mal wenig, obwohl die
Party zum sechzigsten schon einige Zeit zurückliegt. Da stelle ich auch
gerne mal die Schaltung nach, was noch nicht einmal lange dauert, wenn
man den Kniff raus hat.

Steffen H.

unread,
Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
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Thomas Heier <tho...@thomas-heier.de> schrieb in im Newsbeitrag:
1duo73a.b8c...@dialup-283.germany.ecore.net...

> Steffen H. <steffe...@cityweb.de> wrote:
>
> > nö ... bedienung ähnlich wie nabenschaltung
>
> Hallo Steffen,
>
> dann zeige mir doch bitte die Nabenschaltung, die über zwei Drehgiffe
> (Hebel/sonstwas), welche noch entgegengesetz wirken geschaltet wird,

ok: 99,9 punkte ...
hab ich vergessen ... ich fahr schon so lange kettenschaltung das ich nicht
bewußt schalte. klar, du hast recht - für n umsteiger oder n amfänger kann
das zur verwirrung führen - aber solche vorgänge "automatisiert" der mensch
nach ner woche hättest auch du das verinnerlicht.

> und
> deren Anzeige nach VORNE zeigt. Ich habe eine 7-Gang Nabenschaltung mit
> EINEM Griff und kann den Gang ablesen, weil die Beschriftung IMMER in
> meine Richtung zeigt.

du schaust auf die ganganzeige? wozu? son teil hab ich noch nie vermißt. ich
schalte nach bedarf - also wenn ich zu langsam oder zu schnell trete.

>
> >was sind unmögliche abstufungen?
> Die Gänge/Übersetzungen liegen so dicht nebeneinander, das es mir wie
> derselbe vorkam. Dafür fehlte "oben" dann einiges.

was für eine schaltung war das? in grauer vorzeit gab es solche schaltungen
52/48 und 14 15 16 17 18 aber heute?
eine schaltung sollte gangsprünge - um die, besser unter 15 % besitzen.

bei mir fehlten an kettenschaltungen immer zwischengänge und oben und unten
was - ich erwarte auch mindestens eine 1 : 1 übersetzung und über 42 : 11
(42 ist wirklich einiges zu wenig ... )

steffen


Klaus Fischer

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Jul 11, 1999, 3:00:00 AM7/11/99
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Hallo Steffen,

SH> sand,schlamm, schnee, anfahren bei steigungen, aus dem stand
SH> anfahren ist mit dem liegerad immer schwieriger als mit dem
SH> "normal"rad

Tststs, Du müßtest wissen, daß Du für so eine Aussage einen Widerspruch
von mir kriegst ;-)

Natürlich gehts alles obige mit einem Liegerad viel leichter, und das
eine Mal als ich stecken geblieben bin, wäre mir das mit jedem anderen
Rad sicher auch passiert - vereister Schlamm an einer Steigung...

An der Ampel stehen, ohne die Füße von den Pedalen zu nehmen, beliebig
langsam fahren, in einer Pfütze ohne nasse Füße anhalten - kein Problem.

Grüße Klaus, *think trike* (only Mails <16kB!)

Klaus Fischer

unread,
Jul 11, 1999, 3:00:00 AM7/11/99
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Hallo Heinz,

HB> > [Elke] Welches Liegerad ist für kleinere Menschen (165 cm lang)
HB> > geeignet? -
HB> Hornet-S (20"/26"),

Hm, mit 1,73 finde ich es für mich schon fast zu groß - ich komme damit
gut klar, bei kleineren Leuten habe ich da schon leichte Zweifel.
Standardantwort: Probefahren.

Um aber noch etwas konstruktives beizutragen: Der erste mit einem Ostrad
(Langlieger) hier in der Region war/ist so ca 1,65 groß und kam mit dem
Rad gut klar. AS-Engineering läßt sich auch gut fahren - von der Größe
her.

Grüße Klaus (only Mails <16kB!)

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