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Leistungsmessung und Felgenbremstest auf der Grossglockner-Hochalpenstrasse

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Christian Barthel

unread,
Aug 8, 2022, 2:21:29 PM8/8/22
to
tl;dr: (a) Tour zur Edelweissspitze mit Bildern, (b) Leistungsmessung und
(c) Felgenbremstest.

---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ----

(a) Vor ein paar Tagen hab ich ein kleines Fahrradprojekt beendet, dass
ich schon länger vor hatte: die Großglockner-Hochalpenstraße. Ein paar
Fotos liegen hier:

<https://barthel.ch/pv/20220804/index.html>
(funktioniert auch ohne JavaScript, lädt eine Galerie mit
16 MB)

Am Anfang war es schon ein witziges Gefühl, wenn man unten am Berg
steht und weiß, dass man +1700 Hm fahren muss bzw. darf. Letztlich
lief es so gut, dass ich viel schneller oben war als geplant und
nichtmal eine Pause zwischendurch einlegen musste.

Fahrzeit von Ferleiten bis zur Edelweissspitze war 1.5h (von 06:57 bis
08:25 Uhr). Meistens bei tollem Asphalt und etwa 9-13% Steigung -
also relativ human für mein “bergauf” empfinden.

Die letzten 2km bis zur Edelweissspitze sind auf einem Pflaster. Da
merkt man schnell, welche Leistung ein schlechter Belag wegfressen
kann; insgesamt aber auch problemlos machbar. Hier im unteren Teil
des Bildes zu sehen (evtl. auf ‘Enlarge’ klicken):

<https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0842.jpg.html>

(b) Angeblich habe ich vom Start weg (Bruck an der Großglocknerstraße)
fast 300 Watt (für 2:13h, was in etwa 5 W/kg bei mir sind) geleistet
mit maximal 330 Watt/20min. 300 Watt/20min in der Ebene schaffe ich
nur unter sehr großer Anstrengung. Warum ist das am Berg so einfach
möglich?

<https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0836.jpg.html>

(c) Parallel dazu habe ich auch einen Blick auf die Wärmeentwicklung
der Felgen geworfen. Meine Schläuche sind vorne und hinten geflickt
und ich bin mit den Reifen 7000 Kilometer gefahren. Zudem hatte ich
noch ordentlich Gepäck dabei (Schlafsack, Biwaksack, Kleidung etc, siehe
<https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220626_0716.jpg.html>).

In <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0854.jpg.html>
sieht man die Felge nach der Auffahrt: Felge war da bei ca. 17 Grad
(ich startete bei 13 Grad im Tal und am Gipfel waren es dann ungefähr
20 Grad in der Sonne; im Tal wars dann schon deutlich wärmer).

Die 2km Abfahrt auf dem Pflaster habe ich fast die ganze Zeit gebremst.
Die Felge war dann bei 35 Grad.
<https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0922.jpg.html>

Nochmal 10 Minuten später bei der Abfahrt veränderte sich die
Temperatur kaum:
<https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0931.jpg.html>

Bergab bin ich meistens zwischen 50-60km/h gefahren und habe relativ oft
und stark gebremst. Nach 9 Uhr würde ich diese Straße wegen des dichten
Verkehrs nicht mehr unbedingt fahren wollen.

Zusammenfassend kann ich zu Felgenbremsen nur sagen: “works for me”.

Trotzdem finde ich die Tipps, die ich hier gelesen habe, nützlich.
Diese waren, soweit ich das im Überblick habe:

1. halbwegs gute Schläuche und Reifen nutzen
2. gelegentlich einen Hitzetest machen
3. sinnvolle Bremsstrategie
4. Fahrrad nicht unbedingt in die Sonne stellen
(meine Felgen sind unglüchlicherweise auch noch schwarz :-/ )

Noch etwas vergessen?

--
Christian Barthel

Gerald Eіscher

unread,
Aug 8, 2022, 5:30:19 PM8/8/22
to
Am 08.08.22 um 20:20 schrieb Christian Barthel:
>
> Am Anfang war es schon ein witziges Gefühl, wenn man unten am Berg
> steht und weiß, dass man +1700 Hm fahren muss bzw. darf. Letztlich
> lief es so gut, dass ich viel schneller oben war als geplant und
> nichtmal eine Pause zwischendurch einlegen musste.

Es sollte schon längst ein drf-Treffen auf der Edelweißspitze geben.
Leider hat Markus M. aus .ch, obwohl er dazu freiwillig gemeldet wurde,
noch immer keines organisiert ;-)

> Fahrzeit von Ferleiten bis zur Edelweissspitze war 1.5h (von 06:57 bis
> 08:25 Uhr).

Ups, das war ziemlich schnell. Im Mai 2009 habe ich ohne Gebäck bis
Fuscher Törl netto ca. 1,5 h benötigt.

> Bergab bin ich meistens zwischen 50-60km/h gefahren und habe relativ oft
> und stark gebremst.

Das war grob flcash. Richtig wäre, so wie einmal der ehemalige hiesige
Flachverständige Rainer M., sich über die Harley-Deppen beschweren, die
sich bergab mit 50 km/h einparken ;-) Der war seinerzeit mit Reiserad
und richtigem Gepäck unterwegs.

> Nach 9 Uhr würde ich diese Straße wegen des dichten
> Verkehrs nicht mehr unbedingt fahren wollen.

Im Mai kurz nach der Schneeräumung ist noch nicht so viel los.

> Zusammenfassend kann ich zu Felgenbremsen nur sagen: “works for me”.

Ich bin damals mit 340 g leichten Schlauchreifenfelgen gefahren und die
sind runter nicht so heiß geworden, dass der Kleber weich geworden wäre.

Beim Rauffahren war ich übrigens richtig froh, dass ich keine
Hochprofilfelgen hatte. Knapp unterhalb vom Fuscher Törl hätte mich der
Wind fast von der Straße geweht. Selbst mit den flachen Felgen gab es
Probleme beim Lenken.

> Trotzdem finde ich die Tipps, die ich hier gelesen habe, nützlich.
> Diese waren, soweit ich das im Überblick habe:
>
> 1. halbwegs gute Schläuche und Reifen nutzen

Schläuche sind eh retro.

> 2. gelegentlich einen Hitzetest machen

Wozu?

> 3. sinnvolle Bremsstrategie

Ja. Gebremst wird nur vor Kurven.

2009 habe ich eine Kamera mitlaufen lassen, dem damligen Stand der
Technik entsprechend mit geringer Auflösung, herumwackelnder
Bildstabilisierung und Windgeräuschen als Ton:
https://fex.flupp.org/dox/nutz...@gmx.at/public/gallery/GrGlHaSt.mp4
(ca. 200 MB, ca. 26 min)

Falls jemand eine geeignete Filmmusik mit einer CC-Lizenz kennt, bitte
her damit.

> Noch etwas vergessen?

Ein drf-Treffen auf der Edelweißspitze organisieren :-)

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Markus Merkl

unread,
Aug 9, 2022, 2:53:57 AM8/9/22
to
On 08.08.22 23:30, Gerald Eіscher wrote:
> Am 08.08.22 um 20:20 schrieb Christian Barthel:
>>
>> Am Anfang war es schon ein witziges Gefühl, wenn man unten am Berg
>> steht und weiß, dass man +1700 Hm fahren muss bzw. darf. Letztlich
>> lief es so gut, dass ich viel schneller oben war als geplant und
>> nichtmal eine Pause zwischendurch einlegen musste.
>
> Es sollte schon längst ein drf-Treffen auf der Edelweißspitze geben.
> Leider hat Markus M. aus .ch, obwohl er dazu freiwillig gemeldet wurde,
> noch immer keines organisiert ;-)

Das funktioniert kann schon deswegen nicht funktionieren, da der für den
Balkan kein Visum bekommt.

--
Markus

“Perl is the only language that looks the same before and after RSA
encryption.”
(Keith Bostic)


Matthias Frank

unread,
Aug 9, 2022, 6:40:18 AM8/9/22
to
Am 08.08.2022 um 20:20 schrieb Christian Barthel:

> (b) Angeblich habe ich vom Start weg (Bruck an der Großglocknerstraße)
> fast 300 Watt (für 2:13h, was in etwa 5 W/kg bei mir sind) geleistet
> mit maximal 330 Watt/20min. 300 Watt/20min in der Ebene schaffe ich
> nur unter sehr großer Anstrengung. Warum ist das am Berg so einfach
> möglich?
>
> <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0836.jpg.html>

Mit Wattmesser gemessen?


In der Ebene musst du halt ne hohe Trittfrequenz fahren und dann wird
das alles auch ineffektiver ausser du hättest vorne ne riesen Scheibe
drauf.

Wenn du mit ner 75er Trittfrequenz z.b. an einer
10% Steigung fährst dann bist du am effektivsten. Auch die Körper-
haltung ist ein bisschen anders.
Die Erfahrung zeigt am Berg kann man höhere Leistungen länger fahren aus
div. Gründen.

>
> (c) Parallel dazu habe ich auch einen Blick auf die Wärmeentwicklung
> der Felgen geworfen. Meine Schläuche sind vorne und hinten geflickt
> und ich bin mit den Reifen 7000 Kilometer gefahren. Zudem hatte ich
> noch ordentlich Gepäck dabei (Schlafsack, Biwaksack, Kleidung etc, siehe
> <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220626_0716.jpg.html>).
> Du bist mit dem ganzen Gepäck von Bruck in 2:13 da hoch gefahren?
Respekt. Du bist fitt!


Ich hab ohne Gepäck 2.05 gebraucht, beim Rennen (Glocknerkönig).

Anton Ertl

unread,
Aug 9, 2022, 8:46:26 AM8/9/22
to
Christian Barthel <b...@online.de> writes:
>Fahrzeit von Ferleiten bis zur Edelweissspitze war 1.5h (von 06:57 bis
>08:25 Uhr).

Bravo! WIMRE habe ich bei meiner besten Auffahrt von der Nordseite
2.5h von der Mautstelle Ferleiten zum Fuschertoerl gebraucht.
Pfannberger brauchte bei der 59. Oesterreich-Radrundfahrt (2007)
dafuer 47'23" (damals Rekord).

>Meistens bei tollem Asphalt und etwa 9-13% Steigung -
>also relativ human für mein “bergauf” empfinden.

Wie waren die Radstreifen, von denen ich vor ein Paar Jahren gelesen
habe (war seither nicht dort).

>(b) Angeblich habe ich vom Start weg (Bruck an der Großglocknerstraße)
>fast 300 Watt (für 2:13h, was in etwa 5 W/kg bei mir sind) geleistet
>mit maximal 330 Watt/20min. 300 Watt/20min in der Ebene schaffe ich
>nur unter sehr großer Anstrengung. Warum ist das am Berg so einfach
>möglich?

Es geht mir auch so, dass es mir viel leichter faellt, auf Steigungen
viel Leistung zu bringen

Meine Theorie dazu ist:

In der Ebene wirkt sich ein Leistungsabfall um z.B. 9% nur mit ca. 3%
in der Geschwindigkeit und in der Trittfrequenz aus, die benoetigte
Kraft (das wohl unmittelbarste unangenehme Gefuehl bei hoher Leistung)
sinkt aber um 6%. Umgekehrt musst Du 6% mehr Kraft und 9% mehr
Leistung aufwenden, um 3% schneller zu fahren. Das ist nicht sehr
motivierend, um hoehere Leistung zu bringen, und weil die
Trittfrequenz und Geschwindigkeit kaum variiert, merkst Du einen
kleinen Leistungsabfall kaum. Du musst Dich also schon richtig darauf
konzentrieren, um dauerhaft hohe Leistung zu bringen.

Bei starken Steigungen wirkt sich ein Leistungsabfall von 9% mit 9% in
der Geschwindigkeit und Trittfrequenz aus, und ueberhaupt nicht in der
benoetigten Kraft. Dementsprechen merkst Du mehr oder weniger
Leistung viel motivierender in Trittfrequenz und Geschwindigkeit, und
es gibt keine Motivation, durch weniger Leistung die Kraft zu reduzieren,
weil weniger Leistung die noetige Kraft nicht reduziert.

Ich habe auch Experimente damit gemacht, eine Steigung mit einem
kuerzeren Gang (also hoehere Trittfrequenz) zu fahren als ich sonst
gemacht haette; ging aehnlich schnell, ich musste mich aber mehr
darauf konzentrieren, nicht nachzulassen.

>Die 2km Abfahrt auf dem Pflaster habe ich fast die ganze Zeit gebremst.
>Die Felge war dann bei 35 Grad.
><https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0922.jpg.html>

Ist natuerlich eine Frage, wie Du gebremst hast, aber bei 20 Grad
Aussentemperatur ist das erstaunlich wenig.

>Nochmal 10 Minuten später bei der Abfahrt veränderte sich die
>Temperatur kaum:
><https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0931.jpg.html>
>
>Bergab bin ich meistens zwischen 50-60km/h gefahren und habe relativ oft
>und stark gebremst.

Du bist hinunter wieder zurueck auf die Nordseite? Da hat mein Tacho
bei meiner letzten Abfahrt eine Spitzengeschwindigkeit von 86.5km/h
gemessen. Da landete bei Dir also relativ viel in den Felgen. Bei
1.5Hm/s Hoehenverlust (54km/h bei 10%) und 100kg Masse hat Dir die
Umwandlung der potentiellen Energie 1471.5W an Leistung beschert.
Wenn davon die Haelfte in den Luftwiderstand ging, ging immer noch
700W in die Felgen.

>Nach 9 Uhr würde ich diese Straße wegen des dichten
>Verkehrs nicht mehr unbedingt fahren wollen.

Ist es inzwischen so schlimm? Da bin ich dann in gluecklicheren
Jahren gefahren.

>Zusammenfassend kann ich zu Felgenbremsen nur sagen: “works for me”.

Klar, bei Trockenheit funktionieren die auch. Ich bin den Glockner
immer nur mit Felgenbremsen (und Trockenheit bei der Abfahrt)
gefahren.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben.
Ist der Radverkehr erst separiert, diskriminiert man ihn voellig ungeniert.

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 9, 2022, 10:08:03 AM8/9/22
to
Am Mon, 08 Aug 2022 20:20:47 +0200 schrieb Christian Barthel
<b...@online.de>:

Danke für den Bericht!

>Bergab bin ich meistens zwischen 50-60km/h gefahren und habe relativ oft
>und stark gebremst.

Das dürfte mit ein Grund für die begrenzte Erwärmung sein, denn 50-60
km/h bedeuten bei 9-13% Gefälle, dass die meiste Energie in den
Luftwiderstand geht, so lange man mit dem Tempo rollt.

>Nach 9 Uhr würde ich diese Straße wegen des dichten
>Verkehrs nicht mehr unbedingt fahren wollen.

>
>Zusammenfassend kann ich zu Felgenbremsen nur sagen: “works for me”.

Es würde IMHO auch funktionieren, wenn du mit weniger als 50-60 km/h
fahren würdest, aber nicht, wenn du keine Kontrolle darüber hast, wie
schnell oder langsam du fährst. Kfz können ihre Motorbremse einsetzen
(d.h. die thermische Kapazität und das Abstrahlvermögen ihres Motors
nutzen), mit dem Fahrrad geht das nicht.

>
>Trotzdem finde ich die Tipps, die ich hier gelesen habe, nützlich.
>Diese waren, soweit ich das im Überblick habe:
>
>1. halbwegs gute Schläuche und Reifen nutzen

Geflickte Schläuche meiden, wenn man soche Abfahrten vorhat. Fragen, die
sich mir noch stellen: Gibt es Felgenbänder, für die explizit eine
Temperaturfestigkeit versprochen wird? Haben schlauchlose Reifen hier
Vorteile? Das Felgenband bzw. die Abdichtung zu den Speichen hin scheint
mir hier eine neue bzw. wichtigere Schwachstelle zu sein.

>2. gelegentlich einen Hitzetest machen

D.h. entsprechend den bewältigten Höhenmetern dranpacken.

>3. sinnvolle Bremsstrategie

Wobei es gar nicht so einfach ist, dafür ein generelles Rezept zu geben.
Grundsätzlich: so schnell wie möglich, und, sofern das nicht reicht,
Pausen oder Quasipausen einschieben.

>4. Fahrrad nicht unbedingt in die Sonne stellen
> (meine Felgen sind unglüchlicherweise auch noch schwarz :-/ )

Schwarz strahlt aber auch gut ab.

>
>Noch etwas vergessen?

Generelle Regel: man muss so etwas habitualisieren, sonst vergisst man
es im Eifer des Gefechts.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Thomas Bliesener

unread,
Aug 9, 2022, 10:08:05 AM8/9/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Es sollte schon längst ein drf-Treffen auf der Edelweißspitze geben.

Seit April 2018! Wo kann ich mich beschweren?
--
bli

Anton Ertl

unread,
Aug 9, 2022, 1:40:25 PM8/9/22
to
Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> writes:
>Kfz können ihre Motorbremse einsetzen
>(d.h. die thermische Kapazität und das Abstrahlvermögen ihres Motors
>nutzen),

M.W. wird dabei in erster Linie die angesaugte Luft aufgeheizt. Der
Kuehler des Motors ist auch noch relevant.

>Geflickte Schläuche meiden, wenn man soche Abfahrten vorhat.

Vielleicht wenn man Punkt 3 nicht beachtet. Ich bin die
Glocknerstrasse schon mehrmals gefahren und habe dabei nie auf sowas
geachtet, und vermutlich waren da geflickte Schlaeuche dabei.

>Fragen, die
>sich mir noch stellen: Gibt es Felgenbänder, für die explizit eine
>Temperaturfestigkeit versprochen wird?

Ich verwende Velox Felgenband. Auf <https://speedwareshop.de/Velox> steht:

|Ein weiter Vorteil der Velox Felgenbänder ist die hohe Temperatur
|Beständigkeit

Das Versprechen

|Die Velox Felgenbänder sind relativ dick und isolieren die Hitze gut,
|so kann diese nicht bis zum Schlauch vordringen und ein versagen kann
|durch ein Velox Felgenband verhindert werden.

wuerde ich aber so ernst nehmen wie "Helme koennen Kopfverletzungen
verhindern". Das Felgenband bedeckt die Felge nicht bis zum Horn,
daher kommt der Schlauch mit der heissen Felge direkt in Kontakt,
Velox hin oder her. Wovor Velox schuetzt, ist das Weichwerden des
Felgenbands (was mir bei einem Kunststoff-Felgenband passiert ist und
einen Patschen zur Folge hatte).

Aehnliches Produkt eines anderen Herstellers
<https://www.bike24.at/p1177780.html>:

|Es besteht aus verstärkter Baumwolle, die hohem Druck und hohen
|Temperaturen widersteht

>>3. sinnvolle Bremsstrategie
>
>Wobei es gar nicht so einfach ist, dafür ein generelles Rezept zu geben.
>Grundsätzlich: so schnell wie möglich, und, sofern das nicht reicht,
>Pausen oder Quasipausen einschieben.

Ja. Und wenn es Anlass zur Sorge gibt (wenn man also dauernd bremsen
muss, schon ab 50Hm), beide Bremsen verwenden.

>>4. Fahrrad nicht unbedingt in die Sonne stellen
>> (meine Felgen sind unglüchlicherweise auch noch schwarz :-/ )
>
>Schwarz strahlt aber auch gut ab.

Ich bezweifle, dass das einen nennenswerten Anteil zur Kuehlung
leistet.

Thomas Bliesener

unread,
Aug 9, 2022, 3:08:05 PM8/9/22
to
Christian Barthel schrieb:
> <https://barthel.ch/pv/20220804/index.html>
> (funktioniert auch ohne JavaScript, lädt eine Galerie mit
> 16 MB)

Danke. Irgend etwas sagt mir, daß ich da hoch muß.

> Fahrzeit von Ferleiten bis zur Edelweissspitze war 1.5h (von 06:57 bis
> 08:25 Uhr).

Laut Google Maps 45 Minuten. Oh, falsche Richtung. Knapp drei Stunden
berechnet Google für bergauf. Sie verkneifen sich sogar "mostly flat".

> Meistens bei tollem Asphalt und etwa 9-13% Steigung -
> also relativ human für mein “bergauf” empfinden.

Mal 9 - 13 % geht ja noch, aber anderthalb Stunden lang (oder für
Normalsterbliche auch etwas länger), das hört sich nach Arbeit an.

Laut Google sollen es 1405 hm von Ferleiten bis zur Edelweißspitze sein.
300 hm kann ich in 20 Minuten. Hochgerechnet auf den gesamten Aufstieg
wären das 93 Minuten. Ich fürchte jedoch, daß meine Beine die Hochrechnung
nicht mitmachen. Ich müßte kräftig trainieren und zehn Jahre jünger
werden.

> 300 Watt/20min in der Ebene schaffe ich nur unter sehr großer
> Anstrengung. Warum ist das am Berg so einfach möglich?

Geht mir ähnlich (mit anderen Werten). Flachland ist öde, da fehlt mir
die Motivation.

> 1. halbwegs gute Schläuche und Reifen nutzen
> 2. gelegentlich einen Hitzetest machen
> 3. sinnvolle Bremsstrategie
> 4. Fahrrad nicht unbedingt in die Sonne stellen
> (meine Felgen sind unglüchlicherweise auch noch schwarz :-/ )
>
> Noch etwas vergessen?

5. seinen Wanst in den Fahrtwind halten
--
bli

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 9, 2022, 5:25:35 PM8/9/22
to
In article <87fsi6i...@online.de>,
Christian Barthel <b...@online.de> wrote:

> (a) Tour zur Edelweissspitze mit Bildern, (b) Leistungsmessung und (c)
> Felgenbremstest.

An sowas hatte ich auch schon einmal gedacht. Allerdings hatte ich dann
Bedenken wegen der eigentlichen Messung. Wie soll man die denn
vornehmen, wenn man selbst auf dem Fahrrad hockt? Ich denke, daß ein
Versuchsstand hierfür besser geeignet ist. Ein Vergleich von
verschiedenen Felgentypen und -größen mit verschiedenen Bremsscheiben
hinsichtlich der Wärmeentwicklung hätte mich interessiert, habe bis
heute aber nichts dazu gefunden.

> ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ---- ----

> (a) Vor ein paar Tagen hab ich ein kleines Fahrradprojekt beendet, dass
> ich schon länger vor hatte: die Großglockner-Hochalpenstraße. Ein paar
> Fotos liegen hier:

> <https://barthel.ch/pv/20220804/index.html>
> (funktioniert auch ohne JavaScript, lädt eine Galerie mit
> 16 MB)

> Am Anfang war es schon ein witziges Gefühl, wenn man unten am Berg
> steht und weiß, dass man +1700 Hm fahren muss bzw. darf. Letztlich
> lief es so gut, dass ich viel schneller oben war als geplant und
> nichtmal eine Pause zwischendurch einlegen musste.

Wo bist Du denn losgefahren? Ich war damals am frühen Morgen in Fusch
gestartet. Allerdings kann ich sowas auf Grund meiner beiden Hüften
nicht mehr treten (Schmerzen). Ich muß sowas schieben.

> Fahrzeit von Ferleiten bis zur Edelweissspitze war 1.5h (von 06:57 bis
> 08:25 Uhr). Meistens bei tollem Asphalt und etwa 9-13% Steigung -
> also relativ human für mein ”bergauf• empfinden.

Das war aber verdammt schnell. Ich hatte mir damals die Fahrzeiten nicht
notiert gehabt, war aber erst so gegen Mittag oben.

> Die letzten 2km bis zur Edelweissspitze sind auf einem Pflaster. Da
> merkt man schnell, welche Leistung ein schlechter Belag wegfressen
> kann; insgesamt aber auch problemlos machbar. Hier im unteren Teil
> des Bildes zu sehen (evtl. auf Enlarge‘ klicken):

> <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0842.jpg.html>

Kopfsteinpflaster war bei meinem Kagu mit seinem 60 mm breiten
Ballonreifen nie ein Thema.

> (b) Angeblich habe ich vom Start weg (Bruck an der Großglocknerstraße)
> fast 300 Watt (für 2:13h, was in etwa 5 W/kg bei mir sind) geleistet
> mit maximal 330 Watt/20min. 300 Watt/20min in der Ebene schaffe ich
> nur unter sehr großer Anstrengung. Warum ist das am Berg so einfach
> möglich?

> <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0836.jpg.html>

> (c) Parallel dazu habe ich auch einen Blick auf die Wärmeentwicklung
> der Felgen geworfen. Meine Schläuche sind vorne und hinten geflickt
> und ich bin mit den Reifen 7000 Kilometer gefahren. Zudem hatte ich
> noch ordentlich Gepäck dabei (Schlafsack, Biwaksack, Kleidung etc, siehe
> <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220626_0716.jpg.html>).

Das Gesamtgewicht dürften bei mir ca. 100 kg gewesen sein (Fahrer 60 kg,
Fahrrad 16 kg, Gepäck nochmals ca. 20 kg).

> In <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0854.jpg.html>
> sieht man die Felge nach der Auffahrt: Felge war da bei ca. 17 Grad
> (ich startete bei 13 Grad im Tal und am Gipfel waren es dann ungefähr
> 20 Grad in der Sonne; im Tal wars dann schon deutlich wärmer).

> Die 2km Abfahrt auf dem Pflaster habe ich fast die ganze Zeit gebremst.
> Die Felge war dann bei 35 Grad.
> <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0922.jpg.html>

Wie und mit welchem Gerät hast Du die Messung vorgenommen? Vermutlich
bist Du dafür stehen geblieben, d. h. die Messung zeigt nicht die
tatsächliche Temperatur der Felge während der Abfahrt.

Während der Abfahrt auf der Großglockner-Hochalpenstraße war ich noch
sehr vorsichtig. Ich hatte öfters schon von überhitzten Felgen gehört,
und es war ja das erste Mal, daß ich in dieser Höhe war. Ich war öfter
stehen geblieben und hatte an die Felgen gegriffen. Mehr als lauwarm
geworden waren die aber nicht.

> Nochmal 10 Minuten später bei der Abfahrt veränderte sich die
> Temperatur kaum:
> <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0931.jpg.html>

> Bergab bin ich meistens zwischen 50-60km/h gefahren und habe relativ oft
> und stark gebremst. Nach 9 Uhr würde ich diese Straße wegen des dichten
> Verkehrs nicht mehr unbedingt fahren wollen.

Im oberen Bereich hatte ich mich oft an den Abgrund gedrückt, weil
irgend welche Busse kamen. 1 m Sicherheitsabstand waren da sicherlich
nicht drin, insbesondere nicht in den Reiben, wo man nicht herumsieht.
Mein Großvater hatte immer gemeint, die Großglocknerstraße wäre nichts
für Radfahrer - eben wegen dem hohen Verkehrsaufkommen.

> Zusammenfassend kann ich zu Felgenbremsen nur sagen: ”works for me•.

Für mich auch. Nach der Großglocknerüberquerung im Jahre 2016 hatte ich
noch das Timmelsjoch 2017 und den Albulapass 2019 gemacht und nie
irgendwelche Probleme mit überhitzten Felgen bei der Abfahrt gehabt.

> Trotzdem finde ich die Tipps, die ich hier gelesen habe, nützlich.
> Diese waren, soweit ich das im Überblick habe:

> 1. halbwegs gute Schläuche und Reifen nutzen
> 2. gelegentlich einen Hitzetest machen
> 3. sinnvolle Bremsstrategie
> 4. Fahrrad nicht unbedingt in die Sonne stellen
> (meine Felgen sind unglüchlicherweise auch noch schwarz :-/ )

Um ganz ehrlich zu sein: nach den Erfahrungen mit der
Großglockner-Hochalpenstraße hatte mich die ganze Thematik nicht mehr
interessiert. Ich bin einfach gefahren und hatte ohne irgendeine
Rücksicht auf irgendwas während der gesamten Abfahrt gebremst und nie
irgendwelche Probleme gehabt. Vermutlich war das mit den überhitzten
Felgen wieder nur so ein typisches Gerücht ohne jede Begründung.

Allerdings: mein Fahrrad hat auch entsprechend fette Reifen und damit
fette Felgen. Inzwischen auch harteloxierte. Dazu fette
Freerideschläuche und eher geringer Luftdruck im Vergleich zum Rennrad
(3 bar). Die Felgenflanken liegen 21 mm auseinander. Vielleicht ein
Unterschied zu dünnen Rennradfelgen, wo es um Gewicht geht.

Ich denke aber grundsätzlich, daß eine Felgenbremse bei der
Wärmeentwicklung gegenüber einer Scheibenbremse wegen der größeren
Masse, der wesentlich größeren Oberfläche (Kühlung) und der wesentlich
besseren Kräfteverteilung (Mechanik) fast immer im Vorteil sein wird.
Eine Felge dürfte vermutlich nie so heiß werden wie eine Bremsscheibe,
obwohl es auch hier Unterschiede je nach Bauart der Felge geben wird.
Blöd ist allerdings, daß die Felge direkten Kontakt mit dem Schlauch und
Reifen hat. Speziell bei meinem Fahrrad schien das aber nie eine Rolle
gespielt zu haben.

Ich weiß nicht, warum oft etwas schlechtgeredet wird, nur weil es
"veraltet" oder anders ist, obwohl es zweckmäßig funktioniert. Ein
völlig anderes Beispiel sind z. B. die Smartphones von Planet Computers
mit eingebauter Tastatur. Was ich negatives darüber - und zwar von
Fachzeitschriften! - im Netz gelesen habe, kann ich als Eigentümer eines
solchen Gerätes einfach nicht nachvollziehen.

Mit persönlich jedenfalls reichen Felgenbremsen bis heute völlig aus. Ich
hatte nie irgendwelche Probleme damit gehabt. Wenn ich auf Scheibenbremsen
umsteigen würde, bekäme ich dafür Probleme, die ich sonst nicht habe. Wie
z. B. automatische Schmierung der Bremsscheibe durch eine undichte
Getriebenabe (Rohloff). Also was soll das?

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/

Anton Ertl

unread,
Aug 9, 2022, 6:11:19 PM8/9/22
to
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> writes:
>Wo bist Du denn losgefahren?

Bruck, soweit ich ihn verstanden habe.

>Ich hatte mir damals die Fahrzeiten nicht
>notiert gehabt, war aber erst so gegen Mittag oben.

Meine Erinnerung ist, dass Du gepostet hast, dass Du >5h gebraucht hast.

Und das ist auch die Antwort auf die Poster, die behaupten, wenn man
mit 5km/h auf dem Fahrrad faehrt, koenne man auch gleich schieben: Ich
bin da mit 5km/h in 2,5h raufgefahren. Du hast gleich geschoben, und
hast doppelt so lange gebraucht. Ist ja nicht so, als wuerde man da
so locker und flott wie in der Ebene gehen, wenn man da hinaufschiebt.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 9, 2022, 10:55:50 PM8/9/22
to
Alexander Ausserstorfer<bavari...@chiemgau-net.de> wrote:

> Ich weiß nicht, warum oft etwas schlechtgeredet wird, nur weil es
> "veraltet" oder anders ist, obwohl es zweckmäßig funktioniert. Ein
> völlig anderes Beispiel sind z. B. die Smartphones von Planet Computers
> mit eingebauter Tastatur.

Wobei der Begriff "SmartPhone" zumindest für den Gemini-PDA in meinen Augen völlig unzutreffend ist. Das Gerät baut zwar auf dieser Technik auf, läßt sich jedoch nicht wie ein übliches SmartPhone verwenden, weil es zum Bedienen immer aufgeklappt werden muß. Und 'ne Simkarte zum Telefonieren bekam ich für das Gerät ja auch nicht.

A.

--
Usenet Reader for Android
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Christian Barthel

unread,
Aug 10, 2022, 5:41:01 AM8/10/22
to
On Tuesday, August 09, 2022, Matthias Frank wrote:

> Am 08.08.2022 um 20:20 schrieb Christian Barthel:
>
>> (b) Angeblich habe ich vom Start weg (Bruck an der Großglocknerstraße)
>> fast 300 Watt (für 2:13h, was in etwa 5 W/kg bei mir sind) geleistet
>> mit maximal 330 Watt/20min. 300 Watt/20min in der Ebene schaffe ich
>> nur unter sehr großer Anstrengung. Warum ist das am Berg so einfach
>> möglich?
>>
>> <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0836.jpg.html>
>
> Mit Wattmesser gemessen?

Genau. Ich fahre mit den Garmin Rally XC.

[..]
> Ich hab ohne Gepäck 2.05 gebraucht, beim Rennen (Glocknerkönig).

Auch eine gute Zeit. Ich hätte vielleicht auch erst zum Fuschler Törl
fahren sollen und die Edelweißspitze erst danach. Die meisten
Rennradler scheinen das so zu machen.

Man kann anscheinend auch eine Versicherung und/oder Zeitticket kaufen
und wird dann in eine Rangliste aufgenommen:
<https://www.grossglockner.at/gg/de/service/rangliste>
Bei der Radfahrerspur hatte ich aber nicht gesehen wo das gegangen
wäre und ich wollte mich nicht länger aufhalten.

--
Christian Barthel

Christian Barthel

unread,
Aug 10, 2022, 5:41:02 AM8/10/22
to
On Tuesday, August 09, 2022, Anton Ertl wrote:

[..]
>>Meistens bei tollem Asphalt und etwa 9-13% Steigung - also relativ
>>human für mein “bergauf” empfinden.
>
> Wie waren die Radstreifen, von denen ich vor ein Paar Jahren gelesen
> habe (war seither nicht dort).

Ach ja, gut das du es erwähnst: tatsächlich gibt es von Bruck bis Fusch
einen Radweg. Wie so oft habe ich den erst erkannt als es schon zu spät
war. Ab Bruck gibt es aber, soweit ich gesehen habe, keine weiteren
Radwege mehr. Ein paar Abschnitte waren 3-spurig was wohl auf ein hohes
Verkehrsaufkommen deutet.


[Leistung am Berg]
> Es geht mir auch so, dass es mir viel leichter faellt, auf Steigungen
> viel Leistung zu bringen
>
> Meine Theorie dazu ist:
>
> In der Ebene wirkt sich ein Leistungsabfall um z.B. 9% nur mit ca. 3%
> in der Geschwindigkeit und in der Trittfrequenz aus, die benoetigte
> Kraft (das wohl unmittelbarste unangenehme Gefuehl bei hoher Leistung)
> sinkt aber um 6%. Umgekehrt musst Du 6% mehr Kraft und 9% mehr
> Leistung aufwenden, um 3% schneller zu fahren. Das ist nicht sehr
> motivierend, um hoehere Leistung zu bringen, und weil die
> Trittfrequenz und Geschwindigkeit kaum variiert, merkst Du einen
> kleinen Leistungsabfall kaum. Du musst Dich also schon richtig darauf
> konzentrieren, um dauerhaft hohe Leistung zu bringen.
>
> Bei starken Steigungen wirkt sich ein Leistungsabfall von 9% mit 9% in
> der Geschwindigkeit und Trittfrequenz aus, und ueberhaupt nicht in der
> benoetigten Kraft. Dementsprechen merkst Du mehr oder weniger
> Leistung viel motivierender in Trittfrequenz und Geschwindigkeit, und
> es gibt keine Motivation, durch weniger Leistung die Kraft zu
> reduzieren, weil weniger Leistung die noetige Kraft nicht reduziert.

Motivation hätte ich auch als einen möglichen Grund vermutet. Den
Zusammenhang von Kraft und Leistung muss ich mir nochmal durchüberlegen.
Ganz interessant in diesem Zusammenhang fand ich auch diesen Artikel:
<https://cyclingtips.com/2013/09/climbing-and-time-trialling-how-power-outputs-are-affected/>


[..]

> Du bist hinunter wieder zurueck auf die Nordseite?

Genau

> Da hat mein Tacho bei meiner letzten Abfahrt eine
> Spitzengeschwindigkeit von 86.5km/h gemessen.

Respekt, das ist weit jenseits dessen was ich mich
traue. Max war bei mir 65km/h und ich war vermutlich
der einzige der mit Jacke gefahren ist und trotzdem
gefroren hat.

[..]
>>Nach 9 Uhr würde ich diese Straße wegen des dichten Verkehrs nicht
>>mehr unbedingt fahren wollen.
>
> Ist es inzwischen so schlimm? Da bin ich dann in gluecklicheren
> Jahren gefahren.

Für mein Empfinden schon: Bergab haben sich immer schnell 3-4 Autos
hinter Radfahrern gesammelt, wenn sie nicht überholen konnten.
4 Reisebusse kamen mir während der Abfahrt entgegen.

--
Christian Barthel

Christian Barthel

unread,
Aug 10, 2022, 5:41:02 AM8/10/22
to
On Tuesday, August 09, 2022, Alexander Ausserstorfer wrote:

[..]
> Wo bist Du denn losgefahren? Ich war damals am frühen Morgen in Fusch
> gestartet. Allerdings kann ich sowas auf Grund meiner beiden Hüften
> nicht mehr treten (Schmerzen). Ich muß sowas schieben.

Bruck. Der Campingplatz in Fusch war bereits voll weswegen ich meinen
Plan etwas ändern musste. Bei der Durchfahrt durch Fusch habe ich aber
noch ein paar “Zimmer frei” Schilder gesehen.

Bei der Auffahrt habe ich auch einige Wildcamper angetroffen.

[Gepäck]
> Das Gesamtgewicht dürften bei mir ca. 100 kg gewesen sein (Fahrer 60 kg,
> Fahrrad 16 kg, Gepäck nochmals ca. 20 kg).

60kg Fahrer,
14kg Fahrrad,
10kg Gepäck

Ich war knapp 3 Tage unterwegs und habe relativ sorgfältig ausgewählt,
was ich tatsächlich brauche und was nicht. Mit 20 kg warst du sicher
wesentlich länger unterwegs?

>> In <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0854.jpg.html>
>> sieht man die Felge nach der Auffahrt: Felge war da bei ca. 17 Grad
>> (ich startete bei 13 Grad im Tal und am Gipfel waren es dann ungefähr
>> 20 Grad in der Sonne; im Tal wars dann schon deutlich wärmer).
>
>> Die 2km Abfahrt auf dem Pflaster habe ich fast die ganze Zeit gebremst.
>> Die Felge war dann bei 35 Grad.
>> <https://barthel.ch/pv/20220804/20220804/20220804_0922.jpg.html>
>
> Wie und mit welchem Gerät hast Du die Messung vorgenommen? Vermutlich
> bist Du dafür stehen geblieben, d. h. die Messung zeigt nicht die
> tatsächliche Temperatur der Felge während der Abfahrt.

Das ist richtig: ich bin stehen geblieben und habe ein Foto mit der
Wärmebildkamera gemacht.

> Während der Abfahrt auf der Großglockner-Hochalpenstraße war ich noch
> sehr vorsichtig. Ich hatte öfters schon von überhitzten Felgen gehört,
> und es war ja das erste Mal, daß ich in dieser Höhe war. Ich war öfter
> stehen geblieben und hatte an die Felgen gegriffen. Mehr als lauwarm
> geworden waren die aber nicht.

Bei mir ähnlich. Ich bin ein paar mal die Roßfeld-Panoramastraße
gefahren aber sonst habe ich nicht soviel Erfahrung mit langen
Abfahrten.

[..]
> Im oberen Bereich hatte ich mich oft an den Abgrund gedrückt, weil
> irgend welche Busse kamen. 1 m Sicherheitsabstand waren da sicherlich
> nicht drin, insbesondere nicht in den Reiben, wo man nicht herumsieht.
> Mein Großvater hatte immer gemeint, die Großglocknerstraße wäre nichts
> für Radfahrer - eben wegen dem hohen Verkehrsaufkommen.

Ich bin zwar auch aus Bayern aber Reiben habe ich auch noch nicht
gehört :-) <https://www.bayrisches-woerterbuch.de/reiben-die/>
Soweit ich in Erinnerung habe, konnte man oft schon einen Blick auf
die nächste Gerade werfen (bevor man in die Kurve einfährt).
Dann weiß man, ob man in der Kurve mit Gegenverkehr zu rechnen hat
oder nicht.

Hilfreich war auch die Karte auf dem Edge (Fahrradcomputer/Navi).
Dort kann man schön sehen, wann eine lange Gerade oder eine Kurve
kommt. Nicht hilfreich fand ich hingegen den Rückspiegel bei der
Abfahrt (nicht genutzt).

> Nach der Großglocknerüberquerung im Jahre 2016 hatte ich
> noch das Timmelsjoch 2017 und den Albulapass 2019 gemacht und nie
> irgendwelche Probleme mit überhitzten Felgen bei der Abfahrt gehabt.

Ich danke für die Anregung. :-)

[..]
> Ich denke aber grundsätzlich, daß eine Felgenbremse bei der
> Wärmeentwicklung gegenüber einer Scheibenbremse [..]

Ich wollte mich mit diesem Versuch ein bisschen von der anderen Seite
der Thematik ``Wärmeentwicklung'' nähern. Ein Vergleich von Disc-
und Felgenbremsen war nicht mein Ziel und überlasse das lieber anderen:
[1]. Ich denke, dass beide Systeme gut funktionieren, jeweils
spezifische Vor-/Nachteile haben und es schön ist, eine Auswahl zu
haben (ich hoffe das bleibt auch noch länger so).


[1] Z.B. <https://www.tour-magazin.de/kaufberatung/komponenten/bremsen/was-ist-besser-felgen-oder-scheibenbremse-am-rennrad-bremssysteme-fuer-rennraeder-im-vergleich/>

--
Christian Barthel

Christian Barthel

unread,
Aug 10, 2022, 5:44:42 AM8/10/22
to
On Wednesday, August 10, 2022, Christian Barthel wrote:

> Ab Bruck gibt es aber, soweit ich gesehen habe, keine weiteren

Ab Fusch... nicht Bruck.

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 10, 2022, 6:39:29 AM8/10/22
to
Am Tue, 09 Aug 2022 16:39:22 GMT schrieb
an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl):

>Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> writes:
>>Kfz können ihre Motorbremse einsetzen
>>(d.h. die thermische Kapazität und das Abstrahlvermögen ihres Motors
>>nutzen),
>
>M.W. wird dabei in erster Linie die angesaugte Luft aufgeheizt. Der
>Kuehler des Motors ist auch noch relevant.

Das war auch mein erster Gedanke. Allerdings kühlt die bei der
Dekompression auch wieder ab. Der Kühler kühlt i.W. den Motor, insofern
ja, es es ist nicht bloß Abstrahlvermögen.

>
>>Geflickte Schläuche meiden, wenn man soche Abfahrten vorhat.
>
>Vielleicht wenn man Punkt 3 nicht beachtet. Ich bin die
>Glocknerstrasse schon mehrmals gefahren und habe dabei nie auf sowas
>geachtet, und vermutlich waren da geflickte Schlaeuche dabei.

Ich habe nicht behauptet, dass man mit geflickten Schläuchen
zwangsläufig verunglückt. Allerdings ist es eine vergleichsweise
preiswerte, einfache und nicht störende Maßnahme, solche Aktivitäten mit
nicht geflickten Schläuchen zu starten.

Für einen Versuch fehlt mir der Prüfstand bzw. das Interesse,
herauszufinden, bei welchen Temperaturen und Betriebsbedingungen sich
Flicken tatsächlich lösen und ob die Flickmethode einen Einfluss hat.
Mich wundert aber, dass noch niemand solche einfachen Früchte gepflückt
hat, ohne dafür auf den Großglockner hinaufzufahren.

>
>>Fragen, die
>>sich mir noch stellen: Gibt es Felgenbänder, für die explizit eine
>>Temperaturfestigkeit versprochen wird?
>
>Ich verwende Velox Felgenband. Auf <https://speedwareshop.de/Velox> steht:
>
>|Ein weiter Vorteil der Velox Felgenbänder ist die hohe Temperatur
>|Beständigkeit
>
>Das Versprechen

Ohne Bezifferung ist das wenig wert.

>
>|Die Velox Felgenbänder sind relativ dick und isolieren die Hitze gut,
>|so kann diese nicht bis zum Schlauch vordringen und ein versagen kann
>|durch ein Velox Felgenband verhindert werden.
>
>wuerde ich aber so ernst nehmen wie "Helme koennen Kopfverletzungen
>verhindern".

Sehe ich auch so. Aber siehe
<https://www.sheldonbrown.com/brandt/descending.html>, letzter Absatz.


>Das Felgenband bedeckt die Felge nicht bis zum Horn,
>daher kommt der Schlauch mit der heissen Felge direkt in Kontakt,
>Velox hin oder her. Wovor Velox schuetzt, ist das Weichwerden des
>Felgenbands (was mir bei einem Kunststoff-Felgenband passiert ist und
>einen Patschen zur Folge hatte).
>
>Aehnliches Produkt eines anderen Herstellers
><https://www.bike24.at/p1177780.html>:
>
>|Es besteht aus verstärkter Baumwolle, die hohem Druck und hohen
>|Temperaturen widersteht

Ich benutze Kunststofffelgenbänder (Typ müsste ich nachschauen),
vermeide aber heißlaufende Felgen. Die Gegend hier gibt nicht genügend
lange und gerade Abfahrten her, um das zu einem Problem zu machen und
unsere Urlaubsregionen auch nicht.

>
>>>3. sinnvolle Bremsstrategie
>>
>>Wobei es gar nicht so einfach ist, dafür ein generelles Rezept zu geben.
>>Grundsätzlich: so schnell wie möglich, und, sofern das nicht reicht,
>>Pausen oder Quasipausen einschieben.
>
>Ja. Und wenn es Anlass zur Sorge gibt (wenn man also dauernd bremsen
>muss, schon ab 50Hm), beide Bremsen verwenden.

Das ist die Essenz. Hinzufügen würde ich aber: vor und nach den ersten
50Hm anhalten und an beide Felgen packen. Das sagt einem dann ungefähr,
wie viel Spielraum man hat.

>
>>>4. Fahrrad nicht unbedingt in die Sonne stellen
>>> (meine Felgen sind unglüchlicherweise auch noch schwarz :-/ )
>>
>>Schwarz strahlt aber auch gut ab.
>
>Ich bezweifle, dass das einen nennenswerten Anteil zur Kuehlung
>leistet.


Ungefähr so wie bzgl. der Einstrahlung.

HC Ahlmann

unread,
Aug 10, 2022, 8:16:36 AM8/10/22
to
Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> wrote:

> Am Tue, 09 Aug 2022 16:39:22 GMT schrieb
> an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl):
>
> >Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> writes:
> >>Kfz können ihre Motorbremse einsetzen (d.h. die thermische Kapazität und
> >>das Abstrahlvermögen ihres Motors nutzen),
> >
> >M.W. wird dabei in erster Linie die angesaugte Luft aufgeheizt. Der
> >Kuehler des Motors ist auch noch relevant.
>
> Das war auch mein erster Gedanke. Allerdings kühlt die bei der
> Dekompression auch wieder ab. Der Kühler kühlt i.W. den Motor, insofern
> ja, es es ist nicht bloß Abstrahlvermögen.

Ein Verbrennungsmotor führt Wärme auf drei Arten ab: Auspuffgase,
Wasser-, Öl- oder Luftkühlung (darunter Heizung), Abstrahlung und
Luftstrom.

Die Motorbremse wirkt durch dreierlei bremsend – durch die innere
Reibung des Motors* und seiner Nebenaggregate, durch erhöhte
Leistungsentnahme der Nebenaggregate (Lichtmaschine, Klimakompressor,
neuerdings Rekuperation bei Hybriden) und ein kleines bisschen durch den
Übergang der Kompressionswärme auf den Kühlkreislauf.

* Die Nullleistung, um einen Vierzylinder-Motor auf Touren zu bringen,
ohne dass er Leistung an das Getriebe (oder den Klimakompressor) abgibt,
ist proportional zur Drehzahl und beträgt ganz grob 1l/h pro 1000/min
bei Benzinern oder etwa 8,5kW thermischer Leistung pro 1000/min. Bei
einem Wirkungsgrad der Verbrennungsmotoren von um 25% ergibt es ein
Viertel als Bremsleistung (also 8,5kW bei 4000/min).

Auch Autos werden bergab durch Luftwiderstand gebremst, jedoch
vernachlässigbar wenig.
--
Munterbleiben
HC

Frank Möller

unread,
Aug 10, 2022, 9:44:35 AM8/10/22
to
Alexander Ausserstorfer:

> Ich denke aber grundsätzlich, daß eine Felgenbremse bei der
> Wärmeentwicklung gegenüber einer Scheibenbremse wegen der größeren
> Masse, der wesentlich größeren Oberfläche (Kühlung) und der wesentlich
> besseren Kräfteverteilung (Mechanik) fast immer im Vorteil sein wird.
> Eine Felge dürfte vermutlich nie so heiß werden wie eine Bremsscheibe,

Gewiß, _*muß*_ ja so sein. Daß wir am Fuße einer Abfahrt standen - mehr als
100 hm, es war sehr heiß, es war sehr steil, es war _*durchgängig*_ sehr
steil - und gerade sinnierten wir noch, trotz der Umstände usw. wäre es ja
doch gar nicht sooo arg, als an dem 28er Trekkingradl direkt neben mir mit
lautem Knall dessen Schwalbe Marathon Plus sich von der Vorderradfelge
löste und einen ca. 30 - 40 cm langen Schlatz hatte, aus dem der geplatzte
Schlauch raushing, das ist also gar nicht passiert. Bremse war eine HS 33.
Handprobe ergab, daß die Felge _*sehr*_ heiß war. Aba chlor: Is nich
möchlich.

> Ich weiß nicht, warum oft etwas schlechtgeredet wird,

Genau, alles nur Einbildung. Wahrscheinlich war'n's die Drogen (welche die
Anwesenden und auch ich gar nicht nehmen). Is chlor.

--

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 9:54:41 AM8/10/22
to
Am 09.08.22 um 18:39 schrieb Anton Ertl:
>
> Aehnliches Produkt eines anderen Herstellers
> <https://www.bike24.at/p1177780.html>:
>
> |Es besteht aus verstärkter Baumwolle, die hohem Druck und hohen
> |Temperaturen widersteht

Dass Zéfal das Felgenband selbst herstellt, halte ich für
unwahrscheinlich. Das sieht dem Velox derart ähnlich, dass ich denselben
Hersteller vermute.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 10:25:07 AM8/10/22
to
Am 10.08.22 um 11:23 schrieb Christian Barthel:
> On Tuesday, August 09, 2022, Alexander Ausserstorfer wrote:
>
> [..]
>> Wo bist Du denn losgefahren? Ich war damals am frühen Morgen in Fusch
>> gestartet. Allerdings kann ich sowas auf Grund meiner beiden Hüften
>> nicht mehr treten (Schmerzen). Ich muß sowas schieben.
>
> Bruck. Der Campingplatz in Fusch war bereits voll weswegen ich meinen
> Plan etwas ändern musste. Bei der Durchfahrt durch Fusch habe ich aber
> noch ein paar “Zimmer frei” Schilder gesehen.
>
> Bei der Auffahrt habe ich auch einige Wildcamper angetroffen.
>
> [Gepäck]
>> Das Gesamtgewicht dürften bei mir ca. 100 kg gewesen sein (Fahrer 60 kg,
>> Fahrrad 16 kg, Gepäck nochmals ca. 20 kg).
>
> 60kg Fahrer,

So jung und leicht war ich auch einmal ;-(

> 14kg Fahrrad,

Traction-King aufschwatzen lassen?

> 10kg Gepäck
>
> Ich war knapp 3 Tage unterwegs und habe relativ sorgfältig ausgewählt,
> was ich tatsächlich brauche und was nicht. Mit 20 kg warst du sicher
> wesentlich länger unterwegs?

Du kennst Alexander anscheinend schlecht. Alexander nimmt auf seinen
Radtouren seinen halben Hausrat mit.
Bei meiner zweiten Fahrt auf den Großglockner gemeinsam mit Anton haben
wir halb Österreich durchgequert, und ich bin ebenfalls mit 10 kg Gebäck
ausgekommen (Anton nicht, aber er ist anschließend in den sonnigen Süden
weiter gefahren). Wir haben allerdings in Hotels und Pensionen
übernachtet, in Fusch in einem am Berghang gelegenen Bauernhof am
südlichen Ortsrand.

> Bei mir ähnlich. Ich bin ein paar mal die Roßfeld-Panoramastraße
> gefahren aber sonst habe ich nicht soviel Erfahrung mit langen
> Abfahrten.

Ich auch nicht, aber Erfahrung mit kurzen Abfahrten reicht. Wenn man
500 Hm abfahren kann, kann man auch 2000 Hm abfahren.

> Ich bin zwar auch aus Bayern aber Reiben habe ich auch noch nicht
> gehört :-) <https://www.bayrisches-woerterbuch.de/reiben-die/>

Heißt schließlich (Spitz-)Kehre oder Reith :-)
https://de.wiktionary.org/wiki/Haarnadelkurve

> Soweit ich in Erinnerung habe, konnte man oft schon einen Blick auf
> die nächste Gerade werfen (bevor man in die Kurve einfährt).
> Dann weiß man, ob man in der Kurve mit Gegenverkehr zu rechnen hat
> oder nicht.

Bei ausreichend Sicht auf den Gegenverkehr lassen sich Outos gut innen
in der Kehre überholen.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 10:41:29 AM8/10/22
to
Am 10.08.22 um 11:14 schrieb Christian Barthel:
> On Tuesday, August 09, 2022, Anton Ertl wrote:
>
>> Du bist hinunter wieder zurueck auf die Nordseite?
>
> Genau
>
>> Da hat mein Tacho bei meiner letzten Abfahrt eine
>> Spitzengeschwindigkeit von 86.5km/h gemessen.
>
> Respekt, das ist weit jenseits dessen was ich mich
> traue. Max war bei mir 65km/h und ich war vermutlich
> der einzige der mit Jacke gefahren ist und trotzdem
> gefroren hat.

Das Runterfahren ist doch der ganze Spass an der Sache. Da bin ich ja
gestern im Wienerwald von Schwarzensee runter schneller gefahren. Und
nein, ich habe nicht auf die Geschwindigkeit geachtet, sondern einfach
rollen lassen.
https://connect.garmin.com/modern/activity/9370944181

> Für mein Empfinden schon: Bergab haben sich immer schnell 3-4 Autos
> hinter Radfahrern gesammelt, wenn sie nicht überholen konnten.

Die Radfahrer machten aber alle etwas grob flacsh, denn üblicherweise
kommt man mit dem Fahrrad schneller durch die Kehren und wird von
Outofahrern behindert. Am Schlimmsten sind Holländer, Einheimische
hingegen kein Problem.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 10:47:15 AM8/10/22
to
Am 09.08.22 um 21:02 schrieb Thomas Bliesener:
> Christian Barthel schrieb:
>> <https://barthel.ch/pv/20220804/index.html>
>> (funktioniert auch ohne JavaScript, lädt eine Galerie mit
>> 16 MB)
>
> Danke. Irgend etwas sagt mir, daß ich da hoch muß.

Selbstverständlich willst du da rauf. Und mit 80 km/h wieder runter :-)

> Laut Google sollen es 1405 hm von Ferleiten bis zur Edelweißspitze sein.

Ferleiten ist die Mautstation. Losgefahren wird von Bruck oder Fusch.
Fusch liegt ca. 350 Hm tiefer als Ferleiten.

> 300 hm kann ich in 20 Minuten. Hochgerechnet auf den gesamten Aufstieg
> wären das 93 Minuten. Ich fürchte jedoch, daß meine Beine die Hochrechnung
> nicht mitmachen. Ich müßte kräftig trainieren und zehn Jahre jünger
> werden.

Ich müsste 10 kg leichter werden...

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 10:50:20 AM8/10/22
to
Am 09.08.22 um 08:53 schrieb Markus Merkl:
> On 08.08.22 23:30, Gerald Eіscher wrote:
>>
>> Es sollte schon längst ein drf-Treffen auf der Edelweißspitze geben.
>> Leider hat Markus M. aus .ch, obwohl er dazu freiwillig gemeldet wurde,
>> noch immer keines organisiert ;-)
>
> Das funktioniert kann schon deswegen nicht funktionieren, da der für den
> Balkan kein Visum bekommt.

Du musst nur die Sprache lernen, dann kriegst du ein Visum für
Vorarlberg[1]. Das reicht, am Arlbergpass kontrolliert eh keiner.


[1] Liegt eigentlich hinter dem Arlberg, aber in der Hinsicht sind die
Vorarlberger erklärungsresistent.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 10:53:14 AM8/10/22
to
Am 09.08.22 um 15:35 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Es sollte schon längst ein drf-Treffen auf der Edelweißspitze geben.
>
> Seit April 2018!

Schon vieeeel länger.

> Wo kann ich mich beschweren?

Leider nur am Salzamt.
<uggcf://qr.jvxvcrqvn.bet/jvxv/Fnymnzg#%R2%80%9RFnymnzg%R2%80%9P_vz_urhgvtra_Fcenputroenhpu>

Anton Ertl

unread,
Aug 10, 2022, 10:55:33 AM8/10/22
to
Frank =?iso-8859-1?Q?M=F6ller?= <butterspiege...@protonmail.com> writes:
>Daß wir am Fuße einer Abfahrt standen - mehr als
>100 hm, es war sehr heiß, es war sehr steil, es war _*durchgängig*_ sehr
>steil - und gerade sinnierten wir noch, trotz der Umstände usw. wäre es ja
>doch gar nicht sooo arg, als an dem 28er Trekkingradl direkt neben mir mit
>lautem Knall dessen Schwalbe Marathon Plus sich von der Vorderradfelge
>löste und einen ca. 30 - 40 cm langen Schlatz hatte, aus dem der geplatzte
>Schlauch raushing

Schlatz? Damit verbinde ich eine ekelerregende Fluessigkeit wie
Spucke oder Rotz <https://www.ostarrichi.org/wort/1466/Schlatz>.

Das klingt nach einem Reifenabschaeler, wie er klassischerweise bei
hakenloser Felge passiert. Ist mir mit so einer Felge passiert, und
ist einem Reisegefaehrten mit so einer Felge mehrmals passiert, sobald
er mehr als 5 bar in den Reifen gepumpt hat. Die Abschaeler sind
jeweils passiert, nachdem wir nach einer Abfahrt zum Stehen gekommen
waren (in meinem Fall war es eine laecherliche Abfahrt von maximal
20Hm, an der Temperatur ist es da sicher nicht gelegen).

Meine Theorie dazu ist, dass die Fliehkraefte bei hoeheren
Geschwindigkeiten im Zusammenhang mit einer existierenden Unwucht und
eventuell einer Druckerhoehung durch die hoehere Temperatur dafuer
sorgt, dass der Reifen in eine Richtung rutscht. Solange man rollt,
sorgt das Rollen dafuer, dass der herausrutschende Reifen soweit
zurueckgedrueckt wird, dass es nicht knallt. Sobald man steht, kann
der Reifen ohne Hindernis von der Felge rutschen, und dann knallt's.

Anton Ertl

unread,
Aug 10, 2022, 11:20:12 AM8/10/22
to
Christian Barthel <b...@online.de> writes:
>On Tuesday, August 09, 2022, Anton Ertl wrote:
>Ach ja, gut das du es erwähnst: tatsächlich gibt es von Bruck bis Fusch
>einen Radweg. Wie so oft habe ich den erst erkannt als es schon zu spät
>war. Ab Bruck gibt es aber, soweit ich gesehen habe, keine weiteren
>Radwege mehr.

Gut.

>Ganz interessant in diesem Zusammenhang fand ich auch diesen Artikel:
><https://cyclingtips.com/2013/09/climbing-and-time-trialling-how-power-outputs-are-affected/>

Was dort steht, finde ich wenig plausibel. Bei Fahren in der Ebene
gibt es keine Grund, bei der selben Trittfrequenz eine kuerzere,
staerkere Kraftspitze aufzubringen als am Berg. Abgesehen davon war
ich in der Schule immer gut im Sprint und schlecht beim Dauerlauf, und
trete auch auf dem Rad staerker an als andere, die aehnliche
Geschwindigkeiten fahren, und bin daher wohl eher ein fast-twitch-Typ.
Trotzdem finde ich es schwierig, mich in der Ebene so zu belasten wie
am Berg, anders als der Artikel vorhersagt.

Aber das mit der kinetischen Energie unterstuetzt meine
Motivationstheorie: Wenn man ein bischen weniger oder ein bisschen
mehr Leistung bringt, merkt man das Ergebnis erst mit deutlicher
Verzoegerung (zusaetzlich zu dem Effekt, dass es selbst ohne die
kinetische Energie einen im Vergleich zum Leistungsunterschied nur
kleinen Effekt auf die Geschwindigkeit hat), am Berg merkt man es
sofort.

>> Da hat mein Tacho bei meiner letzten Abfahrt eine
>> Spitzengeschwindigkeit von 86.5km/h gemessen.
>
>Respekt, das ist weit jenseits dessen was ich mich
>traue.

Da ist nichts dabei, ausser Vertrauen in mein Rad und seine Bremsen.
Als ich ein wackliges Rad hatte, bin ich bei wesentlich geringeren
Geschwindigkeiten nervoes geworden, besonders auf einer ruppigen
Abfahrt.

Frank Möller

unread,
Aug 10, 2022, 11:23:11 AM8/10/22
to
Anton Ertl:
> Frank =?iso-8859-1?Q?M=F6ller?= <butterspiege...@protonmail.com> writes:

>> Daݠwir am Fuޥ einer Abfahrt standen - mehr als
>> 100 hm, es war sehr heiݬ es war sehr steil, es war _*durchg㭧ig*_ sehr
>> steil - und gerade sinnierten wir noch, trotz der Umst㭤e usw. w㱥 es ja
>> doch gar nicht sooo arg, als an dem 28er Trekkingradl direkt neben mir mit
>> lautem Knall dessen Schwalbe Marathon Plus sich von der Vorderradfelge
>> l�� und einen ca. 30 - 40 cm langen Schlatz hatte, aus dem der geplatzte
>> Schlauch raushing

> Schlatz?

Gesprochen eher Schlaatz. Da, wo ich herkommen, ist das ein länglicher Riß.

> Das klingt nach einem Reifenabschaeler, wie er klassischerweise bei
> hakenloser Felge passiert.

Das war ein klassischer Marathon Plus (Drahtreifen) auf einer klassischen
622er Hakenflege.

Aber dann hatte er eben bestimmt über die Zeit ein paar Dutzend Snake Bites
immer nah an der gleichen Stelle gesammelt, bis die Flanke des Reifens so
"durchpunktiert" war, daß sie am Ende eben_*deswegen*_ der Länge nach
aufriß. Muß ja so sein, die Hitze (zusammen mit den anderen Widrigkeiten)
kann und darf es ja nicht sein.

Daß ich bei derselben Gelegenheit _*zum absichtlichen Test*_ meine Hope V2
bis kurz vor's Totalversagen gebracht habe (nur vorne gebremst, Bremsbelag
schmierte letztlich weg bis kurz vor den Totalausfall, aber Fading war das
noch längst nicht), _*das*_ liegt auch nicht etwa an der Hitze und den
anderen gleichzeitigen Begleitumständen an diesem Tag, nein, sondern
_*das*_ zeigt dann eben nur, daß Scheibenbremsen scheiße sind. Looooogisch.

Daß ich dieses Problem mit dem Wechsel von organischen Belägen zu
gesinterten dann stante pede komplett eliminiert habe, zeigt freilich auch
nur, wie scheiße Scheibenbremsen sind. Is doch chlor.

> ... Sobald man steht, kann der Reifen ohne Hindernis von der Felge
> rutschen, und dann knallt's.

Da war nix "von der Felge gerutscht". Der Rest des längs aufgerissenen
Drahtreifens saß noch ganz normal im Felgenbett.

Aber wie gesagt, was nicht sein darf, das kann dann eben auch nicht sein.

--

Markus Merkl

unread,
Aug 10, 2022, 11:42:37 AM8/10/22
to
On 10.08.22 16:50, Gerald Eіscher wrote:
> Am 09.08.22 um 08:53 schrieb Markus Merkl:
>> On 08.08.22 23:30, Gerald Eіscher wrote:
>>>
>>> Es sollte schon längst ein drf-Treffen auf der Edelweißspitze geben.
>>> Leider hat Markus M. aus .ch, obwohl er dazu freiwillig gemeldet wurde,
>>> noch immer keines organisiert ;-)
>>
>> Das funktioniert kann schon deswegen nicht funktionieren, da der für den
>> Balkan kein Visum bekommt.
>
> Du musst nur die Sprache lernen, dann kriegst du ein Visum für
> Vorarlberg[1]. Das reicht, am Arlbergpass kontrolliert eh keiner.

Jaja, das kenn ich schon: kaum daß ich da ankomm springt ein
uniformierter aus dem Gebüsch und wills Visum sehen.

8-)

--
Markus

“Perl is the only language that looks the same before and after RSA
encryption.”
(Keith Bostic)


Anton Ertl

unread,
Aug 10, 2022, 11:50:12 AM8/10/22
to
Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> writes:
>Am Tue, 09 Aug 2022 16:39:22 GMT schrieb
>an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl):
>
>>Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> writes:
>>>Kfz können ihre Motorbremse einsetzen
>>>(d.h. die thermische Kapazität und das Abstrahlvermögen ihres Motors
>>>nutzen),
>>
>>M.W. wird dabei in erster Linie die angesaugte Luft aufgeheizt. Der
>>Kuehler des Motors ist auch noch relevant.
>
>Das war auch mein erster Gedanke. Allerdings kühlt die bei der
>Dekompression auch wieder ab.

Ja, aber der Motor erwaermt sich in der komprimierten Phase, und die
naechste Ladung Luft nimmt dann einen Teil dieser Waerme auf. Der
Motor erwaermt sich so weit, bis ein Gleichgewicht zwischen Erwaermung
durch Kompression und Kuehlung durch Ansaugluft und Kuehler eintritt.

>Ich habe nicht behauptet, dass man mit geflickten Schläuchen
>zwangsläufig verunglückt. Allerdings ist es eine vergleichsweise
>preiswerte, einfache und nicht störende Maßnahme, solche Aktivitäten mit
>nicht geflickten Schläuchen zu starten.

Es wuerde mich schon stoeren, eine laengere Radtour durch Gebirge mit
mehr als einem Ersatzschlauch statt mit Flickzeug zu starten. Und bei
mir hat noch kein Flicken aufgrund von Temperatur versagt, ein
Felgenband schon und ein Schlauch auch.

>>>Fragen, die
>>>sich mir noch stellen: Gibt es Felgenbänder, für die explizit eine
>>>Temperaturfestigkeit versprochen wird?
>>
>>Ich verwende Velox Felgenband. Auf <https://speedwareshop.de/Velox> steht:
>>
>>|Ein weiter Vorteil der Velox Felgenbänder ist die hohe Temperatur
>>|Beständigkeit
>>
>>Das Versprechen
>
>Ohne Bezifferung ist das wenig wert.

Wenn Du das haben willst:

Hitzeschafen ohne Velox: Felgenband weich geworden, Patschen, weil der
Schlauch in ein Speichenloch hineinexpandiert ist.

Hitzeschafen mit Velox: Felgenband nicht weich geworden, Patschen,
weil's dem Schlauch offenbar zu heiss geworden ist (vermutlich bei
einer hoeheren Temperatur als in ersterem Fall; jedenfalls war das
Felgenband da nicht das Problem).

>Ich benutze Kunststofffelgenbänder (Typ müsste ich nachschauen),
>vermeide aber heißlaufende Felgen. Die Gegend hier gibt nicht genügend
>lange und gerade Abfahrten her,

Lange und gerade Abfahrten sind nicht das Problem (ausser fuer
Angstbremser).

>>>>4. Fahrrad nicht unbedingt in die Sonne stellen
>>>> (meine Felgen sind unglüchlicherweise auch noch schwarz :-/ )
>>>
>>>Schwarz strahlt aber auch gut ab.
>>
>>Ich bezweifle, dass das einen nennenswerten Anteil zur Kuehlung
>>leistet.
>
>
>Ungefähr so wie bzgl. der Einstrahlung.

Wieso glaubst Du das?

Die Sonne strahlt ca. 1400W/m^2 ein (von denen nicht alles an der
Erdoberflaeche ankommt); laut der Tabelle neben
<https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_K%C3%B6rper#Geschichtliche_Bedeutung>
strahlt ein schwarzer Strahler bei 50 Grad 617W/m^2 aus, bei 100 Grad
1097W/m^s. Solange die Felge weniger als 100 Grad hat, ist die
schwarze Farbe also ein Nachteil.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 10, 2022, 1:06:18 PM8/10/22
to
In article <100822.172...@m-id.net.gr.vu>,
Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:

[Felgenbremsen vers Scheibenbremsen]

> Aber wie gesagt, was nicht sein darf, das kann dann eben auch nicht sein.

Mit so einer Diskussion kommt man nicht weiter. Gibt es belastbare
Daten? Reifendruck, Umgebungstemperatur, Felgen-, Reifenbreite usw.? Wie
wurde gebremst und aus welcher Geschwindigkeit? Gefälle? Das ist ja auch
nicht alles gleich. 100 hm fahre ich oft runter. Eigentlich ist das
nichts.

Logisch ist für mich jedenfalls, daß eine Bremsscheibe heißer werden
dürfte als eine Felge aus den schon genannten Umständen. Ich selbst
hatte mit meinen Felgenbremsen nie irgendwelche Probleme gehabt - trotz
20 kg Zuladung und Abfahrten, welche zum Teil mehr als 2.000 hm waren.

A.

--
Die Wahrheit hat immer Recht.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 10, 2022, 1:06:19 PM8/10/22
to
In article
<4b38de4c-7e01-ac2c...@ID-37099.user.uni-berlin.de>,
Gerald Eöscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Am 08.08.22 um 20:20 schrieb Christian Barthel:

>> Am Anfang war es schon ein witziges Gefühl, wenn man unten am Berg
>> steht und weiß, dass man +1700 Hm fahren muss bzw. darf. Letztlich
>> lief es so gut, dass ich viel schneller oben war als geplant und
>> nichtmal eine Pause zwischendurch einlegen musste.

> Es sollte schon längst ein drf-Treffen auf der Edelweißspitze geben.
> Leider hat Markus M. aus .ch, obwohl er dazu freiwillig gemeldet
> wurde, noch immer keines organisiert ;-)

Ende September hätte ich vielleicht sogar Zeit dazu.

>> Fahrzeit von Ferleiten bis zur Edelweissspitze war 1.5h (von 06:57
>> bis 08:25 Uhr).

> Ups, das war ziemlich schnell. Im Mai 2009 habe ich ohne Gebäck bis
> Fuscher Törl netto ca. 1,5 h benötigt.

Das ergäbe einen Schnitt von 10 km / h und ist wesentlich mehr, als ich
jemals schaffen würde. Liegt jedenfalls deutlich über
Schrittgeschwindigkeit. Das ist aber schon heftig.

>> Bergab bin ich meistens zwischen 50-60km/h gefahren und habe relativ
>> oft und stark gebremst.

Ich bremse bei solchen Abfahrten eigentlich die ganze Zeit. Dafür fahre
ich nicht so schnell (30 km/h - 40 km/h). Man will ja was sehen. Hat der
Bereifung jedenfalls nicht weh getan.

> Das war grob flcash. Richtig wäre, so wie einmal der ehemalige hiesige
> Flachverständige Rainer M., sich über die Harley-Deppen beschweren,
> die sich bergab mit 50 km/h einparken ;-) Der war seinerzeit mit
> Reiserad und richtigem Gepäck unterwegs.

>> Nach 9 Uhr würde ich diese Straße wegen des dichten Verkehrs nicht
>> mehr unbedingt fahren wollen.

> Im Mai kurz nach der Schneeräumung ist noch nicht so viel los.

Versperren einem da nicht noch Schneewände die Sicht?

> 2009 habe ich eine Kamera mitlaufen lassen, dem damligen Stand der
> Technik entsprechend mit geringer Auflösung, herumwackelnder
> Bildstabilisierung und Windgeräuschen als Ton:
> https://fex.flupp.org/dox/nutz...@gmx.at/public/gallery/GrGlHaSt.mp4
> (ca. 200 MB, ca. 26 min)

Wie hast du es geschafft, Wackler zu vermeiden?

> Falls jemand eine geeignete Filmmusik mit einer CC-Lizenz kennt, bitte
> her damit.

>> Noch etwas vergessen?

> Ein drf-Treffen auf der Edelweißspitze organisieren :-)

Was muß man dafür denn organisieren? Man kann sich ja verabreden.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 10, 2022, 1:06:19 PM8/10/22
to
In article <2022Aug...@mips.complang.tuwien.ac.at>,
Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
> Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> writes:
> >Wo bist Du denn losgefahren?

> Bruck, soweit ich ihn verstanden habe.

> >Ich hatte mir damals die Fahrzeiten nicht
> >notiert gehabt, war aber erst so gegen Mittag oben.

> Meine Erinnerung ist, dass Du gepostet hast, dass Du >5h gebraucht hast.

> Und das ist auch die Antwort auf die Poster, die behaupten, wenn man
> mit 5km/h auf dem Fahrrad faehrt, koenne man auch gleich schieben: Ich
> bin da mit 5km/h in 2,5h raufgefahren. Du hast gleich geschoben, und
> hast doppelt so lange gebraucht. Ist ja nicht so, als wuerde man da
> so locker und flott wie in der Ebene gehen, wenn man da hinaufschiebt.

Wenn man 35 kg vor sich herschiebt. Da gehen vielleicht mal 3 km / h,
mal 5 km / h. Die fünf Stunden waren damals sicher von Fusch aus
gezählt. Von Ferleiten weg dürfte es vermutlich schon eine Stunde
weniger gewesen sein. Ich bin unterwegs sicher auch einige Male stehen
geblieben. Die genauen Zeiten hatte ich mir damals aber anscheinend
nicht notiert.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 10, 2022, 1:06:19 PM8/10/22
to
In article <87mtcc1...@online.de>,
Christian Barthel <b...@online.de> wrote:
> On Tuesday, August 09, 2022, Alexander Ausserstorfer wrote:

> [..]
>> Wo bist Du denn losgefahren? Ich war damals am frühen Morgen in Fusch
>> gestartet. Allerdings kann ich sowas auf Grund meiner beiden Hüften
>> nicht mehr treten (Schmerzen). Ich muß sowas schieben.

> Bruck.

Dort hatte ich auch einmal übernachtet, aber der Zeltplatz war mit 20
Euro sehr teuer gewesen. Außerdem übervoll. Und der Platzzuweiser mit
seinem Golfmobil hatte mich auch einfach stehen gelassen und gar nicht
weiter beachtet.

> Der Campingplatz in Fusch war bereits voll weswegen ich meinen Plan
> etwas ändern musste. Bei der Durchfahrt durch Fusch habe ich aber
> noch ein paar ”Zimmer frei• Schilder gesehen.

Ende September 2016 war ich dort der einzige Gast. Wie auch nachts zuvor
schon in Unken. Ob man in Ferleiten übernachten kann, fragte ich mich.

> Bei der Auffahrt habe ich auch einige Wildcamper angetroffen.

> [Gepäck]
> > Das Gesamtgewicht dürften bei mir ca. 100 kg gewesen sein (Fahrer 60 kg,
> > Fahrrad 16 kg, Gepäck nochmals ca. 20 kg).

> 60kg Fahrer,
> 14kg Fahrrad,
> 10kg Gepäck

> Ich war knapp 3 Tage unterwegs und habe relativ sorgfältig ausgewählt,
> was ich tatsächlich brauche und was nicht. Mit 20 kg warst du sicher
> wesentlich länger unterwegs?

Bist du auf der gleichen Seite wieder runter? Ich bin über Kärnten,
Winkel, Lienz, das Pustertal und Brenner wieder heim. (Gut 1 Woche)

War eigentlich eine spontane Tour. Ich war in Waldkraiburg gestartet, zu
meiner Mutter nach Siegsdorf geradelt und hatte einen Tag später meinem
Vater in Freilassing den vergessenen Regenschirm gebracht. Am gleichen
Tag schauten wir noch zu seinem Onkel, der gerade in Bad Reichenhall im
Krankenhaus lag. Da ich alles dabei hatte und es schon recht spät war,
war ich dann weiter nach Unken, wo meine Mutter herstammte, und hatte
dort gezeltet. Am nächsten Tag bin ich dann auf Grund des guten
Wetters einfach weiter Richtung Großglockner. Meine Oma war in Gföll
aufgewachsen und im April 2016 gestorben. Ich hatte mit ihr beim
Frühstück oft über die Großglocknerhochalpenstraße gesprochen, war die
aber noch immer nicht geradelt. Ich dachte mir an jenem Tag, das wäre
eine gute Gelegenheit, mich noch einmal von ihr zu verabschieden. Meine
Mutter mußte dann halt sieben Tage warten, bis ich zum Abendbrot wieder
daheim war. So bin ich nun mal.

>> Nach der Großglocknerüberquerung im Jahre 2016 hatte ich
>> noch das Timmelsjoch 2017 und den Albulapass 2019 gemacht und nie
>> irgendwelche Probleme mit überhitzten Felgen bei der Abfahrt gehabt.

> Ich danke für die Anregung. :-)

Das Timmelsjoch war für mich wesentlich schöner. Weniger Verkehr.

> [..]
>> Ich denke aber grundsätzlich, daß eine Felgenbremse bei der
>> Wärmeentwicklung gegenüber einer Scheibenbremse [..]

> Ich wollte mich mit diesem Versuch ein bisschen von der anderen Seite
> der Thematik ``Wärmeentwicklung'' nähern. Ein Vergleich von Disc-
> und Felgenbremsen war nicht mein Ziel und überlasse das lieber anderen:
> [1]. Ich denke, dass beide Systeme gut funktionieren, jeweils
> spezifische Vor-/Nachteile haben und es schön ist, eine Auswahl zu
> haben (ich hoffe das bleibt auch noch länger so).

Entweder oder gibt es nicht. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Leider ist
es so, daß es selten bei einer sachlichen / belastbaren Argumentation
bleibt.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 1:41:49 PM8/10/22
to
Am 10.08.22 um 15:40 schrieb Frank Möller:
>
> Gewiß, _*muß*_ ja so sein. Daß wir am Fuße einer Abfahrt standen - mehr als
> 100 hm, es war sehr heiß, es war sehr steil, es war _*durchgängig*_ sehr
> steil - und gerade sinnierten wir noch, trotz der Umstände usw. wäre es ja
> doch gar nicht sooo arg, als an dem 28er Trekkingradl direkt neben mir mit
> lautem Knall dessen Schwalbe Marathon Plus sich von der Vorderradfelge
> löste und einen ca. 30 - 40 cm langen Schlatz hatte, aus dem der geplatzte
> Schlauch raushing,

Zu hoher Druck im Schlauch, dass der Reifen über das Felgenhorn
abgehoben wurde. Sowas kann auch passieren, wenn ein bis zum Maxium
aufgepumpter Reifen nur in der prallen Sonne steht.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 1:44:52 PM8/10/22
to
Am 10.08.22 um 17:22 schrieb Frank Möller:
>
> Daß ich bei derselben Gelegenheit _*zum absichtlichen Test*_ meine Hope V2
> bis kurz vor's Totalversagen gebracht habe (nur vorne gebremst, Bremsbelag
> schmierte letztlich weg bis kurz vor den Totalausfall, aber Fading war das
> noch längst nicht), _*das*_ liegt auch nicht etwa an der Hitze und den
> anderen gleichzeitigen Begleitumständen an diesem Tag, nein, sondern
> _*das*_ zeigt dann eben nur, daß Scheibenbremsen scheiße sind.

Du prügelst einen Strohmann. Aktuell werden hier *nur* Scheibenbremsen
an *Rennrädern* kritisiert. Verglichen mit deiner Hope sind die zudem
Spielzeug.

Frank Möller

unread,
Aug 10, 2022, 1:59:38 PM8/10/22
to
Alexander Ausserstorfer:
> Frank Möller <butterspiege...@protonmail.com> wrote:

> [Felgenbremsen vers Scheibenbremsen]

>> Aber wie gesagt, was nicht sein darf, das kann dann eben auch nicht sein.

> Mit so einer Diskussion kommt man nicht weiter.

Natürlich nicht. Wir wissen doch: Felgenbremsen braaaaaaav, niiieee kaputt,
Scheibenbremsen scheiße.

> Gibt es belastbare Daten?

Ist doch völlig wurscht.

> Reifendruck, Umgebungstemperatur, Felgen-, Reifenbreite usw.?

Und? Was machst Du dann damit? Stellst Du dann fest, daß es solche Umstände
waren, daß sie nie außer bei diesem einen Fall jemals wieder auftreten,
außer vielleicht im Death Valley? Aber dort auch nicht, seitdem dort
landunter ist vor lauter Regen. Also, was soll's?

> Wie wurde gebremst und aus welcher Geschwindigkeit?

Hatte ich alles schon vor Jahren ausführlich dargelegt.

> Gefälle?

Hatte ich alles schon vor Jahren ausführlich dargelegt.

> Das ist ja auch nicht alles gleich. 100 hm fahre ich oft runter.
> Eigentlich ist das nichts.

Ja, wenn nicht gewisse Umstände zusammenkommen.

> Logisch ist für mich jedenfalls, daß eine Bremsscheibe heißer werden
> dürfte als eine Felge aus den schon genannten Umständen.

Merkwürdigerweise zerreißt's an einer heißen Bremsscheibe keinen Reifen.
Wie das wohl nur kommt? Ach sooooo, der zerrissene Reifen war ja nur 'ne
Erfindung, is chlor...

> Ich selbst hatte mit meinen Felgenbremsen nie irgendwelche Probleme
> gehabt - trotz 20 kg Zuladung und Abfahrten, welche zum Teil mehr als
> 2.000 hm waren.

Und Du wirst auch weiter keine Probleme haben, wenn die entsprechenden
Umstände nicht zusammenkommen. Das Dumme daran ist nur: Wenn sie dann
blöderweise doch mal zusammenkommen, kann es sein, daß Du erst im Tiefflug
mit 80 Sachen ins Geröllfeld gehst und dann im Krankenhaus aufwachst - oder
auch gar nicht mehr.

Ach so, das war ja auch nur so' ne Märchenstory von 'nem Bekannten, die
eigentlich gar nicht passiert ist...

--

Frank Möller

unread,
Aug 10, 2022, 2:17:42 PM8/10/22
to
Gerald Eіscher:
> Am 10.08.22 um 17:22 schrieb Frank Möller:

>> Daß ich bei derselben Gelegenheit _*zum absichtlichen Test*_ meine Hope V2
>> bis kurz vor's Totalversagen gebracht habe (nur vorne gebremst, Bremsbelag
>> schmierte letztlich weg bis kurz vor den Totalausfall, aber Fading war das
>> noch längst nicht), _*das*_ liegt auch nicht etwa an der Hitze und den
>> anderen gleichzeitigen Begleitumständen an diesem Tag, nein, sondern
>> _*das*_ zeigt dann eben nur, daß Scheibenbremsen scheiße sind.

> Du prügelst einen Strohmann. Aktuell werden hier *nur* Scheibenbremsen
> an *Rennrädern* kritisiert.

LOL. Nee, ich such' jetzt nicht die entsprechenden Zitate alleine der
letzten Zeit raus.

Außerdem ist klar, daß jede Art von Fahrradbremse bei Zusammenkommen der
passenden Umstände in entsprechenden Ausmaßen versagen kann und auch
letztlich wird - nur Felgenbremsen nicht, denn Reifen platzen ja schonmal
nicht, die springen höchstens mal ab. *GRÖL*

> Verglichen mit deiner Hope sind die zudem Spielzeug.

Sicher - wobei ich die Hope doch nur fahre, weil sie teuer ist (haben
gewisse Großmeister hier schon _*mehrfach*_ festgestellt).

--

Frank Möller

unread,
Aug 10, 2022, 2:17:42 PM8/10/22
to
Gerald Eіscher:
> Am 10.08.22 um 15:40 schrieb Frank Möller:

>> Gewiß, _*muß*_ ja so sein. Daß wir am Fuße einer Abfahrt standen - mehr als
>> 100 hm, es war sehr heiß, es war sehr steil, es war _*durchgängig*_ sehr
>> steil - und gerade sinnierten wir noch, trotz der Umstände usw. wäre es ja
>> doch gar nicht sooo arg, als an dem 28er Trekkingradl direkt neben mir mit
>> lautem Knall dessen Schwalbe Marathon Plus sich von der Vorderradfelge
>> löste und einen ca. 30 - 40 cm langen Schlatz hatte, aus dem der geplatzte
>> Schlauch raushing,

> Zu hoher Druck im Schlauch, dass der Reifen über das Felgenhorn
> abgehoben wurde. Sowas kann auch passieren, wenn ein bis zum Maxium
> aufgepumpter Reifen nur in der prallen Sonne steht.

Ja ja. Nur hätte es dann nicht den Riß in der Seitenwand des Reifens
gegeben. Aba is chlor: Was nicht sein darf, das kann einfach nicht sein.

--

Christian Barthel

unread,
Aug 10, 2022, 2:32:37 PM8/10/22
to
On Wednesday, August 10, 2022, Gerald Eіscher wrote:

[..]
>>> Da hat mein Tacho bei meiner letzten Abfahrt eine
>>> Spitzengeschwindigkeit von 86.5km/h gemessen.
>>
>> Respekt, das ist weit jenseits dessen was ich mich traue. Max war
>> bei mir 65km/h und ich war vermutlich der einzige der mit Jacke
>> gefahren ist und trotzdem gefroren hat.
>
> Das Runterfahren ist doch der ganze Spass an der Sache.

Findest du? Mein Credo ist eher zügig hochfahren und beim Runterfahren
genießen. Ich hätte lieber noch eine zweite Auffahrt gemacht als die
Abfahrt.

Kurz nach Ferleiten bei der Abfahrt hat mich ein Rennradler eingeholt,
der bei der Auffahrt schon verzweifelt den Motor an meinem Rad gesucht
hat. Letztlich waren wir dann gleichzeitig wieder in Fusch. ¯\_(ツ)_/¯

Naja, jedenfalls habe ich schon ziemlich Lust eine Wiederholung der
ganzen Sache zu machen. Idee wäre es einen 200km-Brevet daraus zu
machen:

<https://brouter.de/brouter-web/#map=9/46.9665/13.9334/standard,Waymarked_Trails-Cycling&lonlats=12.821045,47.279229;12.914429,46.857843;13.172607,46.99049;13.120422,47.089694;13.054504,47.791351&straight=2>

> Da bin ich ja gestern im Wienerwald von Schwarzensee runter schneller
> gefahren. Und nein, ich habe nicht auf die Geschwindigkeit geachtet,
> sondern einfach rollen lassen.
> https://connect.garmin.com/modern/activity/9370944181

Bei der Geschwindigkeit brauchst du ja mindestens 2 Fahrradhelme oder?

Funktioniert das GearField?

--
Christian Barthel

Thomas Bliesener

unread,
Aug 10, 2022, 4:08:05 PM8/10/22
to
Alexander Ausserstorfer schrieb:
> Ich denke aber grundsätzlich, daß eine Felgenbremse bei der
> Wärmeentwicklung gegenüber einer Scheibenbremse wegen der größeren
> Masse, der wesentlich größeren Oberfläche (Kühlung) und der wesentlich
> besseren Kräfteverteilung (Mechanik) fast immer im Vorteil sein wird.
> Eine Felge dürfte vermutlich nie so heiß werden wie eine Bremsscheibe,

Dein letzter Satz relativiert das zuvorgeschriebene oder kehrt es sogar
um. Eine Scheibenbremse kann problemlos erheblich heißer als eine Felge
werden. Und da die Wärmeabgabe etwa mit dem Quadrat der
Temperaturdifferenz steigt, kann eine Scheibenbremse trotz kleinerer
Fläche unter Umständen mehr Wärme abgeben.
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Aug 10, 2022, 4:08:07 PM8/10/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Und mit 80 km/h wieder runter :-)

Da sprechen schon vorher die Lebenserhaltungssysteme an ...

> Ich müsste 10 kg leichter werden...

10 kg abnehmen kann ich nicht. Ein 10 kg leichteres Fahrrad gibt es
nicht. Ich beneide Dich.
--
bli

Gerald Eіscher

unread,
Aug 10, 2022, 4:31:19 PM8/10/22
to
Am 10.08.22 um 20:30 schrieb Christian Barthel:
> On Wednesday, August 10, 2022, Gerald Eіscher wrote:
>
> [..]
>>>> Da hat mein Tacho bei meiner letzten Abfahrt eine
>>>> Spitzengeschwindigkeit von 86.5km/h gemessen.
>>>
>>> Respekt, das ist weit jenseits dessen was ich mich traue. Max war
>>> bei mir 65km/h und ich war vermutlich der einzige der mit Jacke
>>> gefahren ist und trotzdem gefroren hat.
>>
>> Das Runterfahren ist doch der ganze Spass an der Sache.
>
> Findest du?

Sicherlich :-)

> Mein Credo ist eher zügig hochfahren

Ja, eh. Bei mir derzeit halt nur bei geeigneter Definition von "zügig".

> Naja, jedenfalls habe ich schon ziemlich Lust eine Wiederholung der
> ganzen Sache zu machen.

Abgesehen von dem Schweizer Immigranten, der immer neue Ausreden
erfindet, könnten sich dafür sicher noch bin paar Leute finden. Aber
bitte erst nächstes Jahr, ich möchte vorher 10 kg abnehmen.
Wenn man in Mallnitz eh schon im Zug durch den Tauerntunnel sitzt, kann
man dann nicht gleich bis Salzburg weiter fahren ;-?
Mir persönlich reicht es, an einem Tag rauf und wieder runter fahren.
Man kann ja zusätzlich auch zum Hochtor fahren.

>> Da bin ich ja gestern im Wienerwald von Schwarzensee runter schneller
>> gefahren. Und nein, ich habe nicht auf die Geschwindigkeit geachtet,
>> sondern einfach rollen lassen.
>> https://connect.garmin.com/modern/activity/9370944181
>
> Bei der Geschwindigkeit brauchst du ja mindestens 2 Fahrradhelme oder?

Oder. Ich brauche nur eine Kappe passender Größe, dass sie nicht vom
Kopf fliegt.

> Funktioniert das GearField?

Teilweise. Mit der Unterscheidung von 50/25 versus 36/18 und zwei
weiteren nicht identischen aber knapp beieinander liegenden
Übersetzungen hat es Probleme und versucht erst gar nicht, das richtige
Kettenblatt zu erraten.

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 10, 2022, 5:25:51 PM8/10/22
to
Am Wed, 10 Aug 2022 15:21:02 GMT schrieb
an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl):

>Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> writes:
>>Am Tue, 09 Aug 2022 16:39:22 GMT schrieb
>>an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl):
>>
>>>Wolfgang Strobl <ne...@mystrobl.de> writes:
>>>>Kfz können ihre Motorbremse einsetzen
>>>>(d.h. die thermische Kapazität und das Abstrahlvermögen ihres Motors
>>>>nutzen),
>>>
>>>M.W. wird dabei in erster Linie die angesaugte Luft aufgeheizt. Der
>>>Kuehler des Motors ist auch noch relevant.
>>
>>Das war auch mein erster Gedanke. Allerdings kühlt die bei der
>>Dekompression auch wieder ab.
>
>Ja, aber der Motor erwaermt sich in der komprimierten Phase, und die
>naechste Ladung Luft nimmt dann einen Teil dieser Waerme auf. Der
>Motor erwaermt sich so weit, bis ein Gleichgewicht zwischen Erwaermung
>durch Kompression und Kuehlung durch Ansaugluft und Kuehler eintritt.

Wir können uns jetzt weiter in die Details der Verteilung der qua
Motorbremse entzogenen Energie in Motor, Fahrzeug, Insassen und
Umgebungsluft vertiefen, aber das führt nur weiter vom Thema weg. Ich
wollte lediglich darauf hinweisen, dass sämtliche von der Motorbremse
aufgenommene Energie schließlich als Erwärmung des Fahrzeuges und
schließlich der Umgebung auftaucht. Die Details sind hier völlig
irrelevant.

>
>>Ich habe nicht behauptet, dass man mit geflickten Schläuchen
>>zwangsläufig verunglückt. Allerdings ist es eine vergleichsweise
>>preiswerte, einfache und nicht störende Maßnahme, solche Aktivitäten mit
>>nicht geflickten Schläuchen zu starten.
>
>Es wuerde mich schon stoeren, eine laengere Radtour durch Gebirge mit
>mehr als einem Ersatzschlauch statt mit Flickzeug zu starten.

Ich nehme auf meinen Touren, die aber selten die 100 km und 1000 Hm
nennenswert überschreiten, häufig 2 Schläuche und Flickzeug mit, sofern
irgendwo noch ein Schlauch reinpasst. Schwer abzuschätzen, was
gefährlicher für Reifen ist, deine Gebirgstouren oder die Gegend hier.
:-}


>Und bei
>mir hat noch kein Flicken aufgrund von Temperatur versagt, ein
>Felgenband schon und ein Schlauch auch.

Ich hatte noch keinen auf Überhitzung zurückzuführenden Defekt. Aber
reichlich welche, die auf Reifenkiller wie Dornen, Drähte, Glas und
Kanten zurückzuführen waren. Und das, obwohl ich Radwege, Feldwege und
Waldwege meide wie die sprichwörtliche Pest. In der Reihenfolge.

>
>>>>Fragen, die
>>>>sich mir noch stellen: Gibt es Felgenbänder, für die explizit eine
>>>>Temperaturfestigkeit versprochen wird?
>>>
>>>Ich verwende Velox Felgenband. Auf <https://speedwareshop.de/Velox> steht:
>>>
>>>|Ein weiter Vorteil der Velox Felgenbänder ist die hohe Temperatur
>>>|Beständigkeit
>>>
>>>Das Versprechen
>>
>>Ohne Bezifferung ist das wenig wert.
>
>Wenn Du das haben willst:

Nein, ich meine Bezifferung der Temperaturfestigkeit durch den
Hersteller, in °C, nicht Mutmaßungen über Defekte, bei denen es keine
Messwerte gibt.

>
>Hitzeschafen ohne Velox: Felgenband weich geworden, Patschen, weil der
>Schlauch in ein Speichenloch hineinexpandiert ist.
>
>Hitzeschafen mit Velox: Felgenband nicht weich geworden, Patschen,
>weil's dem Schlauch offenbar zu heiss geworden ist (vermutlich bei
>einer hoeheren Temperatur als in ersterem Fall; jedenfalls war das
>Felgenband da nicht das Problem).
>
>>Ich benutze Kunststofffelgenbänder (Typ müsste ich nachschauen),
>>vermeide aber heißlaufende Felgen. Die Gegend hier gibt nicht genügend
>>lange und gerade Abfahrten her,
>
>Lange und gerade Abfahrten sind nicht das Problem (ausser fuer
>Angstbremser).

Ich habe nicht geschrieben, dass lange und gerade Abfahrten das Problem
seien, sondern dass es in Reichweite keine Abfahrten gibt, die lang
genug und gerade genug sind, um überhaupt auf Tempo zu kommen und das
mehrfach. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

Ich habe hier eine einzige, rund 30 km entfernte Abfahrt, auf der ich
auf etwa 75 km/h komme, wenn der Wind mitspielt und ich mich verausgabe.
Häufig mache ich das eh nicht, weil die Fahrbahn da so kaputt ist, das
ich um meine Knochen fürchte, falls ich eines der Schlaglöcher übersehen
sollte. Dieses Jahr erst einmal, und dabei wird es vmtl. auch bleiben.
Nicht weil mich das ängstigt, sondern weil der kurze Spaß zu viel
Anstrengung kostet und mit Schmerzen verbunden ist.


>
>>>>>4. Fahrrad nicht unbedingt in die Sonne stellen
>>>>> (meine Felgen sind unglüchlicherweise auch noch schwarz :-/ )
>>>>
>>>>Schwarz strahlt aber auch gut ab.
>>>
>>>Ich bezweifle, dass das einen nennenswerten Anteil zur Kuehlung
>>>leistet.
>>
>>
>>Ungefähr so wie bzgl. der Einstrahlung.
>
>Wieso glaubst Du das?

Weil ich mir noch nie die Finger an der Felge verbrannt habe, nachdem
das Rad lange in der Sonne gestanden hat. Empirie.

>
>Die Sonne strahlt ca. 1400W/m^2 ein (von denen nicht alles an der
>Erdoberflaeche ankommt); laut der Tabelle neben
><https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_K%C3%B6rper#Geschichtliche_Bedeutung>
>strahlt ein schwarzer Strahler bei 50 Grad 617W/m^2 aus, bei 100 Grad
>1097W/m^s. Solange die Felge weniger als 100 Grad hat, ist die
>schwarze Farbe also ein Nachteil.

Die Felge ist aber auf beiden Seiten schwarz und über den größeren Teil
ihres Umfangs nicht von der Sonne beschienen.

Ich stelle mein Rad nach Mögichkeit so oder so nicht in der prallen
Sonne ab, weil _ich_ dann nämlich ein Hitzeproblem bekomme, wenn ich
mich danebenstelle. Insofern finde ich das ziemlich akademisch.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Anton Ertl

unread,
Aug 11, 2022, 2:24:35 AM8/11/22
to
Thomas Bliesener <use...@xabs.de> writes:
>Und da die Wärmeabgabe etwa mit dem Quadrat der
>Temperaturdifferenz steigt

Erzaehle naeheres. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die
Waermeabgabe durch Konvektion (und auch durch Leitung) linear mit der
Temperaturdifferenz steigt, waehrend die Waermeabgabe durch Strahlung
mit der vierten Potenz der absoluten Temperatur steigt (davon muss man
natuerlich dann die Waermeeinstrahlung abziehen).

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 11, 2022, 12:20:30 PM8/11/22
to
In article <slrntf82ph...@bli.melix.mx>,
Absolut gesehen dürfte eine Felgenbremse unter gleichen Umständen
trotzdem niemals so heiß wie eine Scheibenbremse werden. Hin oder her.
Ob das natürlich was macht, weiß ich nicht. Ist ja eine andere
Konstruktion. Allerdings erlebte ich persönlich einen Fall, wo jemand
stehen bleiben mußte, weil ihm die Scheibe überhitzt war. Jedoch rate
ich davon ab, diesen Vorfall zu verallgemeinern. Es gibt inzwischen
vielleicht auch bessere Systeme.

Überhaupt würde ich gerne wissen, wie man es fertig bringt, eine Felge
zu überhitzen. Ich bin in den Bergen groß geworden, aber in den 35
Jahren, seit dem ich hier in den Bergen herumfahre, habe ich sowas noch
nicht selbst erlebt. Weder bei mir, noch bei anderen. Meine Felgen
wurden immer nur lauwarm; aber das stellte ich freilich erst fest,
nachdem ich stehen geblieben war. Allzu oft scheint es also nicht
vorzukommen. Leider fand ich hierzu bisher auch keine Untersuchungen oder
belastbare Aussagen (damit man sowas nachvollziehen oder gar wiederholen
kann). Ich hab's bisher jedenfalls nicht geschafft.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 11, 2022, 12:49:31 PM8/11/22
to
In article <5a165eacfbb...@chiemgau-net.de>,
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:

> Überhaupt würde ich gerne wissen, wie man es fertig bringt, eine Felge
> zu überhitzen.

Die bisher brutalste Abfahrt, an die ich mich momentan erinnern kann, das
war die Tatzelwurmstraße. Laut !RiscOSM geht es da auf 400 m 100 m den
Berg runter:

http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-08-11/Tatzelwurmstrasse.pdf (230 kB)

Das wäre doch ein Gefälle von 25 %? Meinen Felgen hat das trotzdem nichts
ausgemacht.

Kennt jemand noch eine heftigere Abfahrt?

Anton Ertl

unread,
Aug 11, 2022, 1:48:44 PM8/11/22
to
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> writes:
>Die bisher brutalste Abfahrt, an die ich mich momentan erinnern kann, das
>war die Tatzelwurmstraße. Laut !RiscOSM geht es da auf 400 m 100 m den
>Berg runter:
>
>http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-08-11/Tatzelwurmstrasse.pdf (230 kB)

Also auf dem Diagramm ist nur ein Hoehenunterschied von vielleicht 90m
zu sehen, auf knapp ueber 800m. Wobei da einige heftige Rampen
drinnen sind, z.B. vielleicht 20Hm auf relativ kurzer Strecke bei km
0.6.

Axel Reichert

unread,
Aug 11, 2022, 2:02:32 PM8/11/22
to
an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) writes:

> Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> writes:
>>Die bisher brutalste Abfahrt, an die ich mich momentan erinnern kann, das
>>war die Tatzelwurmstraße. Laut !RiscOSM geht es da auf 400 m 100 m den
>>Berg runter:
>>
>>http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-08-11/Tatzelwurmstrasse.pdf
>> (230 kB)
>
> Also auf dem Diagramm ist nur ein Hoehenunterschied von vielleicht 90m
> zu sehen, auf knapp ueber 800m. Wobei da einige heftige Rampen
> drinnen sind, z.B. vielleicht 20Hm auf relativ kurzer Strecke bei km
> 0.6.

Kommt hin. Unten ist ein 18-%-Schild, aber mehr als 16 % habe ich dort
weder weiland auf meiner Lenkerwasserwaage noch diversen
Fahrradcomputern gesehen. Von 25 % ist das meilenweit entferntes
Radlerlatein und auch mit dem Brompton gut fahrbar. Weitaus schwieriger
sind die diversen Abfahrten von der Zillertaler Hoehenstrasse. Und an
Buitonnaz

https://www.quaeldich.de/paesse/alpe-l-erie/#suedostauffahrt-von-saxe

habe ich mich nach der Moerderauffahrt gar nicht erst versucht, sondern
habe fuer die Abfahrt aus Sicherheitsgruenden die Weicheitrasse
genommen.

Tschoe!

Axel

Gerald Eіscher

unread,
Aug 11, 2022, 4:44:31 PM8/11/22
to
Am 10.08.22 um 21:10 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Und mit 80 km/h wieder runter :-)
>
> Da sprechen schon vorher die Lebenserhaltungssysteme an ...

Nur die von meinem Hamster, weil der nicht so schnell rennen kann.

>> Ich müsste 10 kg leichter werden...
>
> 10 kg abnehmen kann ich nicht.

Als ich mit dem Rennradfahren angefangen habe, war ich 20 kg leichter.
Aber man muss nicht alles übertreiben, 10 kg weniger reichen.

> Ein 10 kg leichteres Fahrrad gibt es
> nicht.

Meines müsste dann aus -2,5 kg Antimaterie bestehen.

> Ich beneide Dich.

Dass ich dick geworden bin?

Ulli Horlacher

unread,
Aug 11, 2022, 5:32:13 PM8/11/22
to
Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> Als ich mit dem Rennradfahren angefangen habe, war ich 20 kg leichter.

Sag ich doch die ganze Zeit: Radfahren macht dick! :-}


--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +

Frank Möller

unread,
Aug 12, 2022, 8:38:10 AM8/12/22
to
Alexander Ausserstorfer:

> Absolut gesehen dürfte eine Felgenbremse unter gleichen Umständen
> trotzdem niemals so heiß wie eine Scheibenbremse werden.

Absolut gesehen hält eine vernünftige[TM] Scheibenbremse auch viel höhere
Temperaturen völlig unbeschadet aus.

> Überhaupt würde ich gerne wissen, wie man es fertig bringt, eine Felge
> zu überhitzen.

Na, gut, Also, stell Dir vor, Du bist Hobbykoch, ein guter, also bist Du
ein Hobbykoch mit Berufsfigur. Stell's Dir nur vor.

Dann nimmst Du noch Flickzeug und 'ne Luftpumpe und 'n Keks und 'ne volle
Trinkflasche mit und Dein Radl hat einen Stahlrahmen. So kommst Du
insgesamt auf ca. 120 kg Systemgewicht. Das ist übrigens jenes Gewicht, für
das sämtliche Standardkomponenten üblicherweise _*mindestens*_ ausgelegt
sind. Es kann also niemand sagen, Du wärest angeblich zu schwer für das,
was kommt.

Außerdem hat's da, wo Du gleich runterrollst, 17% Gefälle. Und es sind so
um 140 Höhenmeter bis runter. Sagt jedenfalls die Karte vom Bayerischen
Vermessungsamt.

Tja, außerdem ist das ein schmales Sträßchen und liegt genau in
Ost-West-Richtung. Asphaltiert ist es, das Sträßchen. Asphalt ist schnell.

Jetzt hat es außerdem seit 'ner Woche jeden Tag mehr als 35 Grad im
Schatten am Nachmittag. Das Gefälle des Sträßchens zeigt genau nach Westen.
Da knallt jetzt jeden Tag ab Mittag die Sonne drauf bis Sonnenuntergang.
Nachts kühlt sich der Asphalt auch nicht so wei runter wie etwa im Herbst,
er hat also schon morgens eine gewisse Grundhitze drin. Jetzt ist es 18:30
Uhr, also der Höhepunkt der täglich reinknallenden Bullenhitze.

Es gibt ein bißchen spärlichen Bewuchs am Sträßchen, kaum der Rede wert,
ein paar kleinere Zwetschgenbäume. Die bieten kaum Schatten für den Asphalt
des Sträßchens, wo jeden Tag ab Mittag die Sonne draufknallt bei über 35
Grad ab Nachmittag.

Es ist windstill die letzte Zeit, kein Lufthauch. Oben auf der Hochebene
hattest Du noch ein ganz leichtes, laues Lüftchen, aber hier steht die
Hitze wie in einem Backofen und das bißchen Bewuchs hält die Sonne nicht
ab, die ab Mittag reinknallt, sondern eher staut sich dadurch die Hitze
auch noch, zumal's ja direkt Westseite ist und auch noch Gefälle nach
Westen, sodaß sich ab Mittag die Hitze förmlich wie im Death Valley staut.
Nur ist es dort im Death Valley wenigstens offen, denn es hat keine
Stauden, die die Hitze auch noch über dem Asphalt zusammenhalten.

Das Sträßchen ist schmal, so um 2,50 bis 2,75 m breit. Außerdem gibt's
immer wieder leichte Schlenker, sodaß Du nicht allzu weit schauen kannst.
Wenn da jemand um die Ecke kommt und wenn das ein Bauer mit dem Trecker mit
aufgepflanzter Schaufel mit Spitzen wäre, willst Du noch anhalten können,
bevor was passiert. Auch bei einer normalen Dose würdest Du eigentlich noch
anhalten können wollen.

Nun ist das aber Asphalt, der ist ohnehin schnell. Du mußt schon wegen des
schnellen Asphalts und dann auch noch wegen der Kurven alle paar Meter
schon wieder bremsen. Außerdem _*willst*_ Du auch schnell wieder bremsen,
denn dank des schnellen Asphalts hast Du bei 17% im Nu gleich wieder
richtig Tempo drauf, was für das schmale Sträßchen und bei den Kurven
ordentlich gefährlich ist.

Dummerweise können sich Deine Felgen in der kurzen Zeit, in der Du jeweils
nicht bremsen mußt, nicht so schnell abkühlen, wie sie das auf einem netten
Alpenpaß könnten. Dort hast Du breite Fahrbahnen, keinen solchen Hitzestau
und auch _*kein solches*_ Gefälle. Ein Alpenpaß ist gegen das hier ein
Kindergeburtstag. Deswegen kannst Du an einem Alpenpaß auch immer schön die
Serpentinen runterrollen bis zur nächsten Kehre und das über etliche
hundert Höhenmeter weiter und weiter.

Und selbst dann, wenn Du auch auf dem Alpenpaß zwischendurch wieder bremsen
mußt, ist das nicht so arg wie hier auf dem kleinen Sträßchen im
Bayerischen Wald mitten im Backoffen um 18:30 Uhr auf dem seit 'ner vollen
Woche aufgeheizten Asphalt bei über 35 Grad im Schatten. Schatten hast Du
aber keinen, sondern volle Sonne und Westseite und Backofen.

Ergo heizen Deine Bremsen resp. Felgen sich bei jedem Bremsvorgang mehr auf
und werden heißen als vorher.

Tja, dann stehst Du unten nach der Abfahrt und denkst gerade, daß das dann
ja doch paßt, trotz Hitze usw. - und in dem Moment macht Dein Vorderreifen
an der Flanke mit lautem Knall einen Riß auf und der Schlauch hängt in
Fetzen raus.

Jetzt stellst Du Dir unwillkürlich die Frage, was passiert wäre, wenn das
nicht hier unten im Stehen passiert wäre, sondern wenn Du noch voll in der
Abfahrt gewesen wärest...

> Ich bin in den Bergen groß geworden, aber in den 35 Jahren, seit dem ich
> hier in den Bergen herumfahre, habe ich sowas noch nicht selbst erlebt.

Genau, Du hast sowas noch nie erlebt, deswegen kann es auch nicht sein und
kann auch anderen nicht passieren, das weißt Du genau, denn Du kennst ja
die Alpenpässe, auch wenn die hier gar keine Rolex spülen.

Und überhaupt haben ja alle Vollauskenner auch längst erklärt, daß der
geplatzte Reifen gar nicht geplatzt ist, der ist "nur von der Felge
gesprungen", was ja auch bei einer Abfahrt den _*totalen Unterschied*_
macht, ob ein Reifen platzt oder "nur von der Felge springt", nä.

So, ich schmeiß mich jetzt erst mal hinter'n Zug...

--

Frank Möller

unread,
Aug 12, 2022, 9:32:21 AM8/12/22
to
Alexander Ausserstorfer:

> Absolut gesehen dürfte eine Felgenbremse unter gleichen Umständen
> trotzdem niemals so heiß wie eine Scheibenbremse werden.

Absolut gesehen hält eine vernünftige[TM] Scheibenbremse auch viel höhere
Temperaturen völlig unbeschadet aus.

> Überhaupt würde ich gerne wissen, wie man es fertig bringt, eine Felge
> zu überhitzen.

Na, gut, Also, stell' Dir vor, Du bist Hobbykoch, ein guter, also bist Du
ein Hobbykoch mit Berufsfigur. Stell's Dir nur vor.

Dann nimmst Du noch Flickzeug und 'ne Luftpumpe und 'n Keks und 'ne volle
Trinkflasche mit und Dein Radl hat einen Stahlrahmen. So kommst Du
insgesamt auf ca. 120 kg Systemgewicht. Das ist übrigens jenes Gewicht, für
das sämtliche Standardkomponenten üblicherweise _*mindestens*_ ausgelegt
sind. Es kann also niemand sagen, Du wärest angeblich zu schwer für das,
was kommt.

Außerdem hat's da, wo Du gleich runterrollst, 17% Gefälle. Und es sind so
um 140 Höhenmeter bis runter. Sagt jedenfalls die Karte vom Bayerischen
Vermessungsamt.

Tja, außerdem ist das ein schmales Sträßchen und liegt genau in
Ost-West-Richtung. Asphaltiert ist es, das Sträßchen. Asphalt ist schnell.

Jetzt hat es außerdem seit 'ner Woche jeden Tag mehr als 35 Grad im
Schatten am Nachmittag. Das Gefälle des Sträßchens zeigt genau nach
Westen. Da knallt jetzt jeden Tag ab Mittag die Sonne drauf bis
Sonnenuntergang. Nachts kühlt sich der Asphalt auch nicht so weit runter
wie etwa im Herbst, er hat also schon morgens eine nicht zu knappe
Grundhitze drin. Jetzt ist es 18:30 Uhr, der Höhepunkt der täglich
reinknallenden Bullenhitze.

Es gibt ein bißchen spärlichen Bewuchs am Sträßchen, kaum der Rede wert,
ein paar kleinere Zwetschgenbäume. Die bieten kaum Schatten für den Asphalt
des Sträßchens, wo jeden Tag ab Mittag die Sonne draufknallt bei über 35
Grad ab Nachmittag.

Es ist windstill die letzte Zeit, kein Lufthauch. Oben auf der Hochebene
hattest Du noch ein ganz leichtes, laues Lüftchen, aber hier steht die
Hitze wie in einem Backofen und das bißchen Bewuchs hält die Sonne nicht
ab, die ab Mittag reinknallt, sondern eher staut sich dadurch die Hitze
Bayerischen Wald mitten im Backofen um 18:30 Uhr auf dem seit 'ner vollen
Woche aufgeheizten Asphalt bei über 35 Grad im Schatten. Schatten hast Du
aber keinen, sondern volle Sonne und Westseite und Backofen.

Ergo heizen Deine Bremsen resp. Felgen sich bei jedem Bremsvorgang mehr auf
und werden heißen als vorher.

Tja, dann stehst Du unten nach der Abfahrt und denkst gerade, daß das dann
ja doch paßt, trotz Hitze usw. - und in dem Moment macht Dein Vorderreifen
an der Flanke mit lautem Knall einen Riß auf und der Schlauch hängt in
Fetzen raus.

Jetzt stellst Du Dir unwillkürlich die Frage, was passiert wäre, wenn das
nicht hier unten im Stehen passiert wäre, sondern wenn Du noch voll in der
Abfahrt gewesen wärest...

> Ich bin in den Bergen groß geworden, aber in den 35 Jahren, seit dem ich
> hier in den Bergen herumfahre, habe ich sowas noch nicht selbst erlebt.

Karl Müller

unread,
Aug 12, 2022, 11:22:04 AM8/12/22
to
Am Fri, 12 Aug 2022 15:32:18 +0200 schrieb Frank Möller:


> Und überhaupt haben ja alle Vollauskenner auch längst erklärt, daß der
> geplatzte Reifen gar nicht geplatzt ist, der ist "nur von der Felge
> gesprungen", was ja auch bei einer Abfahrt den _*totalen Unterschied*_
> macht, ob ein Reifen platzt oder "nur von der Felge springt", nä.
>
> So, ich schmeiß mich jetzt erst mal hinter'n Zug...

Halt, nicht so schnell...

Also es macht schon einen Unterschied, ob der Reifen platzt oder der
Reifen nur von der Felge springt und dadurch der Schlauch platzt

Anhalten - Ersatzschlauch einfädeln, aufpumpen

und weiter geht's

mfg

Karl

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 12, 2022, 12:08:23 PM8/12/22
to
In article <120822.153...@m-id.net.gr.vu>, Frank Möller
<butterspiege...@protonmail.com> wrote:
> Alexander Ausserstorfer:

>> Absolut gesehen dürfte eine Felgenbremse unter gleichen Umständen
>> trotzdem niemals so heiß wie eine Scheibenbremse werden.

> Absolut gesehen hält eine vernünftige[TM] Scheibenbremse auch viel
> höhere Temperaturen völlig unbeschadet aus.

>> Überhaupt würde ich gerne wissen, wie man es fertig bringt, eine
>> Felge zu überhitzen.

[Teil geschnippt]

> Und selbst dann, wenn Du auch auf dem Alpenpaß zwischendurch wieder
> bremsen mußt, ist das nicht so arg wie hier auf dem kleinen Sträßchen
> im Bayerischen Wald mitten im Backofen um 18:30 Uhr auf dem seit 'ner
> vollen Woche aufgeheizten Asphalt bei über 35 Grad im Schatten.
> Schatten hast Du aber keinen, sondern volle Sonne und Westseite und
> Backofen.

Was hat das jetzt mit der Felge zu tun?

Man sollte ein Fahrrad übrigens generell nicht in der Sonne stehen
lassen.

Im übrigen empfehle ich, die Touren am frühen Morgen zu beginnen. Damals
in Landshut fuhr ich in der Regel auch immer so gegen 3:00 Uhr los,
damit ich dann so gegen Mittag zuhause war. Das weiß jeder Einheimische,
der auf den Berg geht. Nur die Zugereisten sind so dumm und steigen zur
Mittagszeit auf die Gipfel.

>> Ich bin in den Bergen groß geworden, aber in den 35 Jahren, seit dem
>> ich hier in den Bergen herumfahre, habe ich sowas noch nicht selbst
>> erlebt.

> Genau, Du hast sowas noch nie, deswegen kann es auch nicht sein und
> kann auch anderen nicht passieren, das weißt Du genau, denn Du kennst
> ja die Alpenpässe, auch wenn die hier gar keine Rolex spülen.

Ich will es nur nachvollziehen können. Und das konnte ich bisher
jedenfalls nicht. Ich befürchte aber, daß das Problem tatsächlich
_nicht_ nur an der Felge liegt.

Danke für Deine Erläuterungen.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 12, 2022, 12:08:23 PM8/12/22
to
In article <874jyie...@axel-reichert.de>,
Axel Reichert <ma...@axel-reichert.de> wrote:
> an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) writes:

>> Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> writes:
>>> Die bisher brutalste Abfahrt, an die ich mich momentan erinnern
>>> kann, das war die Tatzelwurmstraße. Laut !RiscOSM geht es da auf 400
>>> m 100 m den Berg runter:
>>>
>>> http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-08-11/Tatzelwurmstrasse.pdf
>>> (230 kB)
>>
>> Also auf dem Diagramm ist nur ein Hoehenunterschied von vielleicht
>> 90m zu sehen, auf knapp ueber 800m. Wobei da einige heftige Rampen
>> drinnen sind, z.B. vielleicht 20Hm auf relativ kurzer Strecke bei km
>> 0.6.

> Kommt hin. Unten ist ein 18-%-Schild, aber mehr als 16 % habe ich dort
> weder weiland auf meiner Lenkerwasserwaage noch diversen
> Fahrradcomputern gesehen. Von 25 % ist das meilenweit entferntes
> Radlerlatein und auch mit dem Brompton gut fahrbar.

Vielleicht hatte ich das falsch gemessen, ich dachte aber, ich hätte
22,5° abgelesen.

> Weitaus schwieriger sind die diversen Abfahrten von der Zillertaler
> Hoehenstrasse.

Laut

https://www.quaeldich.de/paesse/zillertaler-hoehenstrasse/

soll die brutalste Rampe die von Aschau sein. Mehr als 12 % soll die
laut obiger Seite aber auch nicht haben. Im Vergleich zur
Tatzelwurmstraße ist sie halt nur länger. Danke für die vielen Tips. Ich
schau' mich jedenfalls weiterhin um.

> Tschoe!

Stammst aus Nordwestdeutschland?

Frank Möller

unread,
Aug 12, 2022, 2:55:23 PM8/12/22
to
Alexander Ausserstorfer:
> In article <120822.153...@m-id.net.gr.vu>, Frank Möller

>> Und selbst dann, wenn Du auch auf dem Alpenpaß zwischendurch wieder
>> bremsen mußt, ist das nicht so arg wie hier auf dem kleinen Sträßchen
>> im Bayerischen Wald mitten im Backofen um 18:30 Uhr auf dem seit 'ner
>> vollen Woche aufgeheizten Asphalt bei über 35 Grad im Schatten.
>> Schatten hast Du aber keinen, sondern volle Sonne und Westseite und
>> Backofen.

> Was hat das jetzt mit der Felge zu tun?

Hätte ich wohl wissen müssen, daß Du nicht einmal in der Lage bist, Dir
vorzustellen, daß Bremswärme zur Umgebungstemperatur _*noch obendrauf*_
kommt.

Wenn Du also bei netten 17 °C auf Deinem Alpenpaß Bremswärme entwickelst,
ist das was völlig anderes, als wenn Du das in einem Backofen tust, wo die
Umgebung bereits 35 °C im Schatten hat, es jedoch keinen Schatten gibt und
somit schon die _*bloße Umgebungsbungstemeratur*_ auf Höhe Deiner
Felgenbremse in der Backofensonnenglut letztlich irgendwo um 50 °C oder
mehr liegt und _*dazu*_ die Bremswärme dann erst noch dazukommt.

Alle anderen Faktoren kommen _*dann erst noch dazu*_.

<Harald_Lesch>
Sind Sie noch da?
</Harald_Lesch>

[Rest ungelesen entsorgt]

Ich geb's auf.

--

Thomas Bliesener

unread,
Aug 12, 2022, 4:08:06 PM8/12/22
to
Anton Ertl schrieb:
> Thomas Bliesener <use...@xabs.de> writes:
>>Und da die Wärmeabgabe etwa mit dem Quadrat der
>>Temperaturdifferenz steigt
>
> Erzaehle naeheres.

Nein. ;-)

> Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die Waermeabgabe durch
> Konvektion (und auch durch Leitung) linear mit der Temperaturdifferenz
> steigt,

Ja. Der Temperaturabfall ist in gewissem Bereich ungefähr quadratisch,
die Wärmeabgabe, auf die es hier ankommt, jedoch linear zur
Temperaturdifferenz. Danke für die Korrektur.

> waehrend die Waermeabgabe durch Strahlung mit der vierten Potenz der
> absoluten Temperatur steigt

In dem Bereich, wo das eine Rolle spielt, sind wir leider nicht.
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Aug 12, 2022, 5:00:05 PM8/12/22
to
Alexander Ausserstorfer schrieb:
> Absolut gesehen dürfte eine Felgenbremse unter gleichen Umständen
> trotzdem niemals so heiß wie eine Scheibenbremse werden.

Ja. Damit ist die Temperaturdifferenz zur Umgebung geringer und die
Wärmeabgabe *pro* *Fläche* geringer.

> Allerdings erlebte ich persönlich einen Fall, wo jemand
> stehen bleiben mußte, weil ihm die Scheibe überhitzt war.

Ich habe auch schon mit Felgenbremse ein paar Minuten Pause gemacht,
weil ich sie nicht mehr anfassen konnte.

> Überhaupt würde ich gerne wissen, wie man es fertig bringt, eine Felge
> zu überhitzen.

3 km / 300 hm / 25 °C. Töchterchen dabei, deshalb noch mehr als sonst
gebremst. Unten angekommen, Fahrrad abgestellt und genau in dem Moment:
"Pffffffffffft!". Ein Flicken, der zuvor einige Mm unauffällig war,
hatte sich verabschiedet. Ist ganz einfach.

(Die weitere Geschichte: Eigentlich hätte ich am Bach ganz wunderbar den
geflickten Flicken in Ruhe auf Dichtigkeit prüfen können. Normalerweise
ist es sehr einsam dort unten, aber jenen Sonntag hatten sich ein paar
Jugendliche ins Gebüsch verdrückt, um in Ruhe ihre Joints zu rauchen,
und ein abgewrackter älterer Mann mit wirrem Blick kam vorbei, um uns
Pitayas (https://de.wikipedia.org/wiki/Drachenfrucht) zu verkaufen. In
einer Hand hielt er den Korb mit den Früchten, in der anderen eine Tube
Pattex zum Schnüffeln. Das führte dazu, daß die Töchterin ziemlich
hysterisch wurde und sofort dort wegwollte. Sofort!

Mit einem keifenden Weib im Nacken kann ich nicht ordentlich und
gewissenhaft einen Schlauch dichtbekommen. Mit dem hastig aufgepappten
Flicken war dann nach wenigen Minuten die Luft raus. Und da ich 300 hm
nicht in fünf Minuten mache, habe ich während des Aufstiegs noch dreimal
versucht, diesen verf*ckten China-Schlauch dichtzubekommen. Und anstatt,
daß die Töchterin während des Aufpumpens schon mal vorgefahren wäre (die
hole ich eh wieder ein), hing sie mir am Hinterrad, und wehe ich bin zu
weit vorgeprescht, um die begrenzte Zeit besser zu nutzen. Kurz vor
Erreichen der Peripherie waren die Intervalle des Nachpumpens auf ca.
200 m geschrumpft, und die wütende Töchterin ist alleine nach Hause
gefahren.

Ich habe dann die restlichen sieben oder acht Kilometer geschoben. Mit
Fahrradschuhen ist nicht gut laufen. Also habe ich sie an den Lenker
gehängt und bin in Strümpfen gelaufen. Das ergab das nächste Problem:
unter der bereits ziemlich senkrecht stehenden Sonne waren die
beschienenen Stellen des Gehwegs verdammt heiß. Auch in Strümpfen. Dicht
an den Häusern gab es aber noch Schatten.

Die Stahltreppe der Fußgängerbrücke über die Peripherie war das erste
größere Hindernis. Die war kochend heiß, so daß ich mit Fahrradschuhen
und dem Rad unterm Arm wankend dort hochgestakst bin. So ähnlich muß es
sich in Stöckelschuhen anfühlen.

Die Kreuzungen waren auch übel. Dort gab es nämlich keinen Schatten.
Irgendwann zu Hause angekommen hatte ich trotz einiger Hornhaut
Brandblasen am Hacken. Die Strümpfe dagegen hatten den Marsch
erstaunlicherweise unbeschadet überstanden.

Das war eines meiner beiden Fahrradtraumen. Das andere war auch mit
einer Frau.

Meine Schlußfolgerung: ruckelige Touren fahre ich wenn überhaupt nur
noch mit robuster und mit allen Wassern gewaschener Begleitung. Und ich
achte darauf, daß der Ersatzschlauch nicht löchrig ist.)
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Aug 12, 2022, 6:08:06 PM8/12/22
to
Frank Möller schrieb:
> Dann nimmst Du noch Flickzeug und 'ne Luftpumpe und 'n Keks und 'ne volle
> Trinkflasche mit und Dein Radl hat einen Stahlrahmen. So kommst Du
> insgesamt auf ca. 120 kg Systemgewicht.

Keine 75 kg hier.

> Außerdem hat's da, wo Du gleich runterrollst, 17% Gefälle.

10 % bei meinem Abenteuer.

> Jetzt hat es außerdem seit 'ner Woche jeden Tag mehr als 35 Grad im
> Schatten am Nachmittag. Das Gefälle des Sträßchens zeigt genau nach Westen.
> Da knallt jetzt jeden Tag ab Mittag die Sonne drauf bis Sonnenuntergang.
> Nachts kühlt sich der Asphalt auch nicht so wei runter wie etwa im Herbst,
> er hat also schon morgens eine gewisse Grundhitze drin. Jetzt ist es 18:30
> Uhr, also der Höhepunkt der täglich reinknallenden Bullenhitze.

Knallige Sonne und stellenweise angewärmten Asphalt hatte ich auch.

> Nun ist das aber Asphalt, der ist ohnehin schnell. Du mußt schon wegen des
> schnellen Asphalts und dann auch noch wegen der Kurven alle paar Meter
> schon wieder bremsen.

Ja, reicht. Pfffft!
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Aug 12, 2022, 6:08:08 PM8/12/22
to
Alexander Ausserstorfer schrieb:
> Die bisher brutalste Abfahrt, an die ich mich momentan erinnern kann, das
> war die Tatzelwurmstraße. Laut !RiscOSM geht es da auf 400 m 100 m den
> Berg runter:
>
> http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-08-11/Tatzelwurmstrasse.pdf (230 kB)
>
> Das wäre doch ein Gefälle von 25 %?

Das kommt darauf an, ob die 400 m horizontal gemessen sind oder sich auf
die Schräge beziehen.

> Meinen Felgen hat das trotzdem nichts ausgemacht.

Ist die Strecke geradlinig oder kurvig und mit schlechtem Belag? Kann
man da einfach hinunterrollen (und bei hoher Geschwindigkeit viel
Energie an die Luft abgeben) oder muß man vor jeder Kehre abbremsen?
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Aug 12, 2022, 6:08:10 PM8/12/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Als ich mit dem Rennradfahren angefangen habe, war ich 20 kg leichter.

Ach du Scheiße! Was ist passiert? Vielleicht kann Yadgar Dir ein paar
Tips geben?

>> Ich beneide Dich.
>
> Dass ich dick geworden bin?

Um wesentlich zuzulegen, müßte ich wochenlang hart trainieren, täglich
mehrmals einige Hügel raufkurbeln, tausende von Höhenmetern machen. Etwa
soviel, bis ich mein Fahrrad hasse.

Du dagegen kannst für denselben Effekt einfach 10 kg Ballast abwerfen.
Du mußt gar nichts dafür machen. Nicht einmal essen.
--
bli

Gerald Eіscher

unread,
Aug 13, 2022, 12:45:10 PM8/13/22
to
Am 11.08.22 um 23:27 schrieb Ulli Horlacher:
> Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Als ich mit dem Rennradfahren angefangen habe, war ich 20 kg leichter.
>
> Sag ich doch die ganze Zeit: Radfahren macht dick! :-}

Nicht ganz, schwimmen macht dick.
Die Reißverschluss der teuren Radjacken geht über der Wampe noch
problemlos zu und dann zwicken sie unter den Achseln...

Gerald Eіscher

unread,
Aug 13, 2022, 12:57:16 PM8/13/22
to
Am 12.08.22 um 23:15 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Als ich mit dem Rennradfahren angefangen habe, war ich 20 kg leichter.
>
> Ach du Scheiße! Was ist passiert?

Schwimmtraining, Knock-Down, ...
Ich bin halt von der absoluten Untergrenze meines Idealgewichts in den
oberen Bereich abgedriftet ;-(

> Vielleicht kann Yadgar Dir ein paar Tips geben?

Wie ich noch dicker werde?

>>> Ich beneide Dich.
>>
>> Dass ich dick geworden bin?
>
> Um wesentlich zuzulegen,

Zunehmen oder abnehmen?

> müßte ich wochenlang hart trainieren, täglich
> mehrmals einige Hügel raufkurbeln, tausende von Höhenmetern machen.

So wirst du zu Haut und Knochen. Mach doch Urlaub im schönen Fusch an
der Glocknerstraße und fahr täglich auf die Edelweißspitze :-)

> Du dagegen kannst für denselben Effekt einfach 10 kg Ballast abwerfen.
> Du mußt gar nichts dafür machen. Nicht einmal essen.

Stymmt. Ich könnte einfach das Essen einstellen.

Martin Klaiber

unread,
Aug 15, 2022, 9:53:10 AM8/15/22
to
Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:

> Und das ist auch die Antwort auf die Poster, die behaupten, wenn man
> mit 5km/h auf dem Fahrrad faehrt, koenne man auch gleich schieben: Ich
> bin da mit 5km/h in 2,5h raufgefahren. Du hast gleich geschoben, und
> hast doppelt so lange gebraucht. Ist ja nicht so, als wuerde man da
> so locker und flott wie in der Ebene gehen, wenn man da hinaufschiebt.

So extrem ist es nicht. Ich habe gerade mal in die GPS-Daten meiner
letzten Tour geschaut. Da hatte ich bei 10% Steigung und 25 kg Gepäck
mit gemittelten 4 km/h geschoben. Das ist vielleicht nicht ganz so
schnell wie zu Fuß in der Ebene, aber nicht viel langsamer.

Martin

Martin Klaiber

unread,
Aug 15, 2022, 9:53:10 AM8/15/22
to
Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> Du prügelst einen Strohmann. Aktuell werden hier *nur* Scheibenbremsen
> an *Rennrädern* kritisiert.

Was ist denn das Problem mit Scheibenbremsen an Rennrädern? Außer den
diskutierten möglichen Problemen beim Radwechsel bei Rennen. Aber bei
uns Alltagsfahrern, was sind da die Probleme und warum treten sie
gerade bei Rennradbremsen und nicht bei anderen Scheibenbremsen auf?

Und eine Zusatzfrage: werden diese Rennrad-Scheibenbremsen hydraulisch
oder klassisch per Bremszug betätigt?

Danke
Martin

Ulli Horlacher

unread,
Aug 15, 2022, 10:12:23 AM8/15/22
to
Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> wrote:

> Was ist denn das Problem mit Scheibenbremsen an Rennrädern?

Ueberfluessiges Gewicht. Ein Rennrad soll leicht sein!



> Aber bei uns Alltagsfahrern, was sind da die Probleme

Ein Bremsscheibe kann sich leicht verbiegen, insbesondere im
Fahrradstaender. Dann muss man sie tauschen (lassen).
Scheibenbremsewn neigen zum Schleifen und Quietschen.


> Und eine Zusatzfrage: werden diese Rennrad-Scheibenbremsen hydraulisch
> oder klassisch per Bremszug betätigt?

Gibts sowohl als auch. Selten gleichzeitig.

Martin Klaiber

unread,
Aug 15, 2022, 10:38:10 AM8/15/22
to
Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> wrote:
> Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> wrote:

>> Was ist denn das Problem mit Scheibenbremsen an Rennrädern?

> Ueberfluessiges Gewicht. Ein Rennrad soll leicht sein!

Ok, verständlich.

>> Aber bei uns Alltagsfahrern, was sind da die Probleme

> Ein Bremsscheibe kann sich leicht verbiegen, insbesondere im
> Fahrradstaender. Dann muss man sie tauschen (lassen).
> Scheibenbremsewn neigen zum Schleifen und Quietschen.

Das betrifft aber alle Scheibenbremsen, oder? Ich dachte jetzt an die
speziellen Probleme bei RR, die Gerald offenbar meinte.

>> Und eine Zusatzfrage: werden diese Rennrad-Scheibenbremsen hydraulisch
>> oder klassisch per Bremszug betätigt?

> Gibts sowohl als auch. Selten gleichzeitig.

Wenn hydraulisch: Gibt es dafür auch Bremsschalthebel mit hydraulischer
Ansteuerung, oder läuft das weiterhin per Zug und irgendwo unterwegs
wird auf hydraulisch umgesetzt?

Danke
Martin

Markus Merkl

unread,
Aug 15, 2022, 10:57:01 AM8/15/22
to
On 15.08.22 16:37, Martin Klaiber wrote:
> Wenn hydraulisch: Gibt es dafür auch Bremsschalthebel mit hydraulischer
> Ansteuerung,

<https://www.bike24.de/p1396235.html> z.B.;alter Hut - HTH

--
Markus

“Perl is the only language that looks the same before and after RSA
encryption.”
(Keith Bostic)


Axel Reichert

unread,
Aug 15, 2022, 10:57:17 AM8/15/22
to
Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> writes:

> Was ist denn das Problem mit Scheibenbremsen an Rennrädern?

Je nach Systemgewicht kommt man mit den dort verbauten 160-mm-Scheiben
nicht hin, geschweige denn mit den 140ern fuer
Gewichtsfetischisten. Groessere Durchmesser, wie am MTB ueblich, verbaut
am Rennrad kaum ein Hersteller (Ausnahme: Velotraum Speedster, wenn das
noch als Rennrad durchgeht). Grund: Das erforderte massivere Gabeln. Und
dabei muesste wegen der hoeheren Geschwindigkeiten am Renner noch
deutlich mehr kinetische Energie in Waerme umgewandelt werden als am
MTB.

Detailliert wird das alles im hier kuerzlich empfohlenen Buch "Radfahren
- Das Kleingedruckte" von Peter Appeltauer
durchgerechnet/-exerziert. Das ganze Kapitel ueber Bremsen ist
ernuechternd, aber alleine den Buchpreis wert.

Tschoe!

Axel

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 15, 2022, 11:09:56 AM8/15/22
to
In article <5a15de9a1bb...@chiemgau-net.de>,
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:

> Die fünf Stunden waren damals sicher von Fusch aus gezählt. Von
> Ferleiten weg dürfte es vermutlich schon eine Stunde weniger gewesen
> sein. Ich bin unterwegs sicher auch einige Male stehen geblieben. Die
> genauen Zeiten hatte ich mir damals aber anscheinend nicht notiert.

Im übrigen war es damals so, daß dort immer wieder Informationstafeln
standen.

https://www.grossglockner.at/gg/de/hochalpenstrasse/erlebniswelt


Die hatte ich mir halt auch noch angesehen. Die Hochalpenstraße einfach
nur rauf- und runterzurennen, das war viel zu schade. Schade nur, daß ganz
oben alles abgeholzt war. Da stand kein einziger Baum mehr.

A.

--
Der schon wieda.

HC Ahlmann

unread,
Aug 15, 2022, 11:28:14 AM8/15/22
to
"Ganz oben" ist oberhalb der Baumgrenze, da wachsen keine Bäume, die man
abholzen könnte.
--
Munterbleiben
HC

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 15, 2022, 11:53:26 AM8/15/22
to
Am Mon, 15 Aug 2022 15:45:27 +0200 schrieb Martin Klaiber
<usenet....@gmx.de>:

>Gerald E?scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Du prügelst einen Strohmann. Aktuell werden hier *nur* Scheibenbremsen
>> an *Rennrädern* kritisiert.
>
>Was ist denn das Problem mit Scheibenbremsen an Rennrädern? Außer den
>diskutierten möglichen Problemen beim Radwechsel bei Rennen. Aber bei
>uns Alltagsfahrern, was sind da die Probleme und warum treten sie
>gerade bei Rennradbremsen und nicht bei anderen Scheibenbremsen auf?

Geht das jetzt schon wieder los? Die Fragen wurden alle längst
beantwortet.


--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Anton Ertl

unread,
Aug 15, 2022, 12:09:29 PM8/15/22
to
Axel Reichert <ma...@axel-reichert.de> writes:
>Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> writes:
>
>> Was ist denn das Problem mit Scheibenbremsen an Rennrädern?
>
>Je nach Systemgewicht kommt man mit den dort verbauten 160-mm-Scheiben
>nicht hin, geschweige denn mit den 140ern fuer
>Gewichtsfetischisten. Groessere Durchmesser, wie am MTB ueblich, verbaut
>am Rennrad kaum ein Hersteller (Ausnahme: Velotraum Speedster, wenn das
>noch als Rennrad durchgeht). Grund: Das erforderte massivere Gabeln. Und
>dabei muesste wegen der hoeheren Geschwindigkeiten am Renner noch
>deutlich mehr kinetische Energie in Waerme umgewandelt werden als am
>MTB.

Wenn man Dir Glauben schenkt, ist es also unmoeglich, mit einer
Scheibenbremse die Tour de France zu absolvieren. Reality Check: Die
sind 2022 mit Scheibenbremsen gefahren, sogar mit kleinen Rotoren (z.B.:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Tour_de_France_2022_-_7._Etappe_-_Lennard_K%C3%A4mna.jpg>).

>Detailliert wird das alles im hier kuerzlich empfohlenen Buch "Radfahren
>- Das Kleingedruckte" von Peter Appeltauer
>durchgerechnet/-exerziert. Das ganze Kapitel ueber Bremsen ist
>ernuechternd, aber alleine den Buchpreis wert.

Was behauptet er denn da?

>
>Tschoe!
>
>Axel

--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben.
Ist der Radverkehr erst separiert, diskriminiert man ihn voellig ungeniert.

Ulf Kutzner

unread,
Aug 15, 2022, 12:15:05 PM8/15/22
to
Gerald Eіscher schrieb am Mittwoch, 10. August 2022 um 16:50:20 UTC+2:
> Am 09.08.22 um 08:53 schrieb Markus Merkl:
> > On 08.08.22 23:30, Gerald Eіscher wrote:
> >>
> >> Es sollte schon längst ein drf-Treffen auf der Edelweißspitze geben.
> >> Leider hat Markus M. aus .ch, obwohl er dazu freiwillig gemeldet wurde,
> >> noch immer keines organisiert ;-)
> >
> > Das funktioniert kann schon deswegen nicht funktionieren, da der für den
> > Balkan kein Visum bekommt.

> Du musst nur die Sprache lernen, dann kriegst du ein Visum für
> Vorarlberg[1]. Das reicht, am Arlbergpass kontrolliert eh keiner.
>
>
> [1] Liegt eigentlich hinter dem Arlberg, aber in der Hinsicht sind die
> Vorarlberger erklärungsresistent.

Die hier maßgeblich gewesene Stammburg der
Habsburger ist weiter westlich zu finden, passt
also schon.

Gruß, ULF

Ulli Horlacher

unread,
Aug 15, 2022, 12:17:44 PM8/15/22
to
Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> wrote:

> >> Und eine Zusatzfrage: werden diese Rennrad-Scheibenbremsen hydraulisch
> >> oder klassisch per Bremszug betätigt?
>
> > Gibts sowohl als auch. Selten gleichzeitig.
>
> Wenn hydraulisch: Gibt es dafür auch Bremsschalthebel mit hydraulischer
> Ansteuerung, oder läuft das weiterhin per Zug und irgendwo unterwegs
> wird auf hydraulisch umgesetzt?

Gibts beides.
Moderner sind rein hydraulische Bremschalthebel.
Also (rein) hydralisch ist da nur die Bremse.
Hydraulische Schaltungen gibts nicht mehr.
Die sind heutzutage (Seilzug-)mechanisch oder elektrisch.

Anton Ertl

unread,
Aug 15, 2022, 12:28:11 PM8/15/22
to
Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> writes:
>Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> wrote:
>
>> Was ist denn das Problem mit Scheibenbremsen an Rennrädern?
>
>Ueberfluessiges Gewicht. Ein Rennrad soll leicht sein!

Nicht wenn's nach der UCI geht. Da gibt's ein Mindestgewicht.

>> Aber bei uns Alltagsfahrern, was sind da die Probleme
>
>Ein Bremsscheibe kann sich leicht verbiegen, insbesondere im
>Fahrradstaender.

Ich hatte zwar schon eine Felgen, die so verbogen war, dass man zwar
noch damit fahren, aber nicht mehr mit der Felgenbremse bremsen
konnte, aber bisher noch keine verbogene Bremsscheibe.

>Scheibenbremsewn neigen zum Schleifen und Quietschen.

Hatte ich zwar schon mal, aber bei Felgenbremsen auch.

>> Und eine Zusatzfrage: werden diese Rennrad-Scheibenbremsen hydraulisch
>> oder klassisch per Bremszug betätigt?
>
>Gibts sowohl als auch. Selten gleichzeitig.

"Gleichzeitig" gibt es auch: Seilzug bis zur Bremse, dort dann
Hydraulik fuer die Selbstnachstellung: TRP HY/RD. Ich habe derzeit so
eine.

- anton

Anton Ertl

unread,
Aug 15, 2022, 12:42:45 PM8/15/22
to
Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> writes:
>Wenn hydraulisch: Gibt es dafür auch Bremsschalthebel mit hydraulischer
>Ansteuerung,

Ja. Z.B. <https://www.bike24.at/p1276662.html>

>oder läuft das weiterhin per Zug und irgendwo unterwegs
>wird auf hydraulisch umgesetzt?

Das gibt's auch. <https://www.bike24.at/p1225097.html>

Martin Klaiber

unread,
Aug 16, 2022, 5:53:10 AM8/16/22
to
Marcus Jodorf <tr...@killfile.de> wrote:
> Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> schrieb:

>> Was ist denn das Problem mit Scheibenbremsen an Rennrädern?

> Grundproblematik ist einfach, daß RR Fahrer halt meist Weight Weenies
> sind. Deshalb gehen die Hersteller auch ungünstige Kompromisse ein und
> die Situation ist nicht ganz dieselbe wie bei den MTBlern, wo kein
> Mensch mehr seit Jahren auf die Idee kommt, überhaupt noch über
> Scheibenbremsen zu diskutieren.

Ok, verstehe. Herzlichen Dank Dir und den anderen für die gute
Zusammenfassung und Übersicht!

Der Hintergrund meiner Frage war übrigens, dass ich für nächstes Jahr
den Kauf eines neuen Reiserahmens geplant habe und mich noch nicht
entschieden habe, ob ich bei Felgenbremsen bleiben möchte oder auf
Scheibenbremsen umsteigen sollte. Und da ich mit Rennlenker fahre,
war ich etwas verunsichert, ob die Probleme mit Scheibenbremsen bei
Rennrädern etwas mit den Rennbremshebeln zu tun haben könnten.

Also, herzlichen Dank nochmal
Martin

Martin Klaiber

unread,
Aug 16, 2022, 6:08:10 AM8/16/22
to
Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
> Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> writes:

>> Ein Bremsscheibe kann sich leicht verbiegen, insbesondere im
>> Fahrradstaender.

> Ich hatte zwar schon eine Felgen, die so verbogen war, dass man zwar
> noch damit fahren, aber nicht mehr mit der Felgenbremse bremsen
> konnte, aber bisher noch keine verbogene Bremsscheibe.

Zumindest bei V-Brakes und Cantis sind die Arme der Bremse ja völlig
unabhängig von der Gegenseite und folgen der Verformung der Felge. Das
schleift dann zwar während des Fahrens, aber Bremsen ist noch möglich.

Denkbar wäre auch, dass man die Felge einfach neu zentriert, das geht
auch unterwegs. Speichenschlüssel muss man natürlich dabei haben.

Das einzige Mal, dass Bremsen (und Fahren) unmöglich waren war, als ich
mir eine Felge durchgebremst hatte. Die platzte dann seitlich auf und
dann ging nichts mehr. Ich glaube, ich hatte die Bremse dann ausgehängt
und konnte so noch bis nach Hause fahren, weiß es aber nicht mehr, ist
lange her. Aber immerhin gibt es diese Lösung auch noch.

Martin

Anton Ertl

unread,
Aug 16, 2022, 6:55:19 AM8/16/22
to
Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> writes:
>Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
>> Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de> writes:
>
>>> Ein Bremsscheibe kann sich leicht verbiegen, insbesondere im
>>> Fahrradstaender.
>
>> Ich hatte zwar schon eine Felgen, die so verbogen war, dass man zwar
>> noch damit fahren, aber nicht mehr mit der Felgenbremse bremsen
>> konnte, aber bisher noch keine verbogene Bremsscheibe.
>
>Zumindest bei V-Brakes und Cantis sind die Arme der Bremse ja völlig
>unabhängig von der Gegenseite und folgen der Verformung der Felge.

Und eine Zangenbremse kann mit einem Seitenschlag genauso notduerftig
umgehen.

Es geht aber nicht um einen Seitenschlag, sondern die Felge wurde an
beiden Hoernern auseinandergebogen, sodass bei Betaetigung der Bremse
an dieser Stelle eine starke Bremswirkung einsetzte, waehrend am Rest
der Felge nur eine sehr geringe Bremswirkung auftrat. Ich habe dann
nicht weiter zugepackt, aus Angst davor, das Rad (ein Vorderrad) zu
blockieren. Entsprechend war das Vorderrad zum Bremsen praktisch
nutzlos.

>Denkbar wäre auch, dass man die Felge einfach neu zentriert, das geht
>auch unterwegs. Speichenschlüssel muss man natürlich dabei haben.

Speichenschluessel war dabei. Zu zentrieren war da aber nichts.

Jedenfalls praesentieren uns Felgenbremsenfans die Geschichte, dass
sich die Bremsscheiben verbiegen, sobald man einen Fahrradstaender
benutzt, jedesmal, wenn's um Thema "Scheibenbremsen" geht. Aber hier
hat sich noch keiner gemeldet, der so ein Problem tatsaechlich selbst
gehabt hat.

Martin Klaiber

unread,
Aug 16, 2022, 7:53:10 AM8/16/22
to
Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
> Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> writes:
>> Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:

>>> Ich hatte zwar schon eine Felgen, die so verbogen war, dass man zwar
>>> noch damit fahren, aber nicht mehr mit der Felgenbremse bremsen
>>> konnte, aber bisher noch keine verbogene Bremsscheibe.

>> Zumindest bei V-Brakes und Cantis sind die Arme der Bremse ja völlig
>> unabhängig von der Gegenseite und folgen der Verformung der Felge.

> Es geht aber nicht um einen Seitenschlag, sondern die Felge wurde an
> beiden Hoernern auseinandergebogen, sodass bei Betaetigung der Bremse
> an dieser Stelle eine starke Bremswirkung einsetzte, waehrend am Rest
> der Felge nur eine sehr geringe Bremswirkung auftrat.

Das ist krass. Kannst Du nachvollziehen, wie das passiert ist? Über
eine Bordsteinkante gefahren oder so? Aber auch das gibt ja eher
Höhenschlag. Was Du beschreibst, kenne ich, wie geschrieben, nur von
durchgebremsten Felgen, dann aber extrem.

> Ich habe dann nicht weiter zugepackt, aus Angst davor, das Rad (ein
> Vorderrad) zu blockieren. Entsprechend war das Vorderrad zum Bremsen
> praktisch nutzlos.

Das ist klar.

>> Denkbar wäre auch, dass man die Felge einfach neu zentriert, das geht
>> auch unterwegs. Speichenschlüssel muss man natürlich dabei haben.

> Speichenschluessel war dabei. Zu zentrieren war da aber nichts.

Natürlich nicht. An so ein Szenario hatte ich aber auch gar nicht
gedacht.

> Jedenfalls praesentieren uns Felgenbremsenfans die Geschichte, dass
> sich die Bremsscheiben verbiegen, sobald man einen Fahrradstaender
> benutzt, jedesmal, wenn's um Thema "Scheibenbremsen" geht. Aber hier
> hat sich noch keiner gemeldet, der so ein Problem tatsaechlich selbst
> gehabt hat.

Ok, alles klar, dazu kann ich nichts beitragen.

Grüße
Martin

Alexander Ausserstorfer

unread,
Aug 16, 2022, 5:22:42 PM8/16/22
to
In article <5a16e1c8fbb...@chiemgau-net.de>,
Alexander Ausserstorfer <bavari...@chiemgau-net.de> wrote:
> In article <874jyie...@axel-reichert.de>,
> Axel Reichert <ma...@axel-reichert.de> wrote:

> > Weitaus schwieriger sind die diversen Abfahrten von der Zillertaler
> > Hoehenstrasse.

> Laut

> https://www.quaeldich.de/paesse/zillertaler-hoehenstrasse/

> soll die brutalste Rampe die von Aschau sein. Mehr als 12 % soll die
> laut obiger Seite aber auch nicht haben. Im Vergleich zur
> Tatzelwurmstraße ist sie halt nur länger. Danke für die vielen Tips. Ich
> schau' mich jedenfalls weiterhin um.

Ich weiß, daß jemand auf der Abfahrt vom Achensee nach Jenbach (alte
Straße) Probleme mit Scheibenbremsen gehabt hatte (überhitzt). Ich hatte
dort keinerlei Probleme gehabt. Allerdings war er mit Hänger und
Liegerad unterwegs gewesen. Dadurch hatte er natürlich völlig andere
Voraussetzungen als ich. Laut RiscOSM dürfte die dortige Steigung bei
ungefähr 10 % liegen.

Am Sonntagnachmittag hatte ich die Strecke übern Jochbergsattel
genommen:

http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/Temp/2022-08-16/Jochbergstrasse.pdf
(519 kB)

Als ich unten in Weißbach an der deutschen Alpenstraße stand, hatte ich
interessehalber 'mal an die Felgen gegriffen: sie waren eiskalt (kein
Witz!).

Ich befürchte, das wird bei mir nur was werden, wenn ich den Hinterher
(Anhänger) mitnehme und oben ganz viel Steine zulade... aber eine
Alltagsanwendung ist das bei mir eigentlich nicht. Ich meine, wenn man
es darauf anlegt, kriegt man ja alles irgendwie kaputt. Spricht sowas
dann gegen Felgenbremsen?

Gruß,

Anton Ertl

unread,
Aug 17, 2022, 4:03:49 AM8/17/22
to
Martin Klaiber <usenet....@gmx.de> writes:
>Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
>> Es geht aber nicht um einen Seitenschlag, sondern die Felge wurde an
>> beiden Hoernern auseinandergebogen, sodass bei Betaetigung der Bremse
>> an dieser Stelle eine starke Bremswirkung einsetzte, waehrend am Rest
>> der Felge nur eine sehr geringe Bremswirkung auftrat.
>
>Das ist krass. Kannst Du nachvollziehen, wie das passiert ist? Über
>eine Bordsteinkante gefahren oder so?

Zweiteres: Es war ein Stein. Wenn man auf einem Radstreifen faehrt
(aus dem Jura nach Biel), ist sowas natuerlich wesentlich haeufiger
als auf der Fahrbahn.

>Aber auch das gibt ja eher
>Höhenschlag.

Hoehenschlag war da wohl auch dabei (zumindest waren die Speichen an
der Stelle locker), aber das war im Vergleich ein vernachlaessigbares
Problem. Ich kann mir auch nur schwer einen Ablauf vorstellen, bei
dem die Felge einen Hoehenschlag bekommt, die die Felgenhoerner aber
nicht verbogen werden. Gegen den Hoehenschlag wirken immerhin die
ganzen Speichen mit ihrer Zugfestigkeit, gegen das Verbiegen des
Felgenhorns nur die Festigkeit des Felgenhorn selbst. Jetzt, wo Du
mich erinnerst: Ich hatte mir schon vorher einmal ein verbogenes
Felgenhorn eingefangen, auf aehnliche Art (aber bei einer Stahlfelge),
da war's aber nicht so schlimm, und ich bin die Felge noch einige Zeit
weiter gefahren.

Axel Reichert

unread,
Aug 17, 2022, 2:50:00 PM8/17/22
to
an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) writes:

> Axel Reichert <ma...@axel-reichert.de> writes:
>>
>>Je nach Systemgewicht kommt man mit den dort verbauten 160-mm-Scheiben
>>nicht hin, geschweige denn mit den 140ern fuer
>>Gewichtsfetischisten. Groessere Durchmesser, wie am MTB ueblich,
>>verbaut am Rennrad kaum ein Hersteller (Ausnahme: Velotraum Speedster,
>>wenn das noch als Rennrad durchgeht). Grund: Das erforderte massivere
>>Gabeln. Und dabei muesste wegen der hoeheren Geschwindigkeiten am
>>Renner noch deutlich mehr kinetische Energie in Waerme umgewandelt
>>werden als am MTB.
>
> Wenn man Dir Glauben schenkt, ist es also unmoeglich, mit einer
> Scheibenbremse die Tour de France zu absolvieren.

1. "Je nach Systemgewicht". Hier im Urlaub mit dem Randonneur 115 kg,
dort oft unter 75 kg.

2. Die bei der Tour de France gefahrenen Paesse sind weit weniger steil
und schmal als die Abfahrten, die ich in Oesterreich oder Italien
gefahren bin.

3. Ich fahre nicht auf abgesperrten Strassen, sondern muss damit
rechnen, dass mir an der
https://www.quaeldich.de/paesse/schlappold-alpe/ der Bergbauer mit SUV
samt Anhaenger entgegen kommt. Dadurch muss ich weit vorsichtiger fahren
und liege oft naeher am "Hitze-Maximum", das bei etwa 2/3 der
ungebremsten Geschwindigkeit liegt. (Ungebremst = kein Hitzeproblem, 1
km/h = auch kein Hitzeproblem)

Die Tests im tour-Magazin vor Jahren bestaetigten das (waren fast schon
dramatisch), aber dann hoerte das Geschrei dort auf, obwohl ich trotz
Abo nie einen Test gelesen habe, der die ersten Ergebnisse revidieren
konnte. Dennoch wurde dort Jahre spaeter von der Kanzel verfuegt, dass
Scheiben ueberlegen seien. Auf welcher Datenbasis bleibt
schleierhaft. Auch Tests im bike-Magazin (eine bocksteile Asphaltabfahrt
nach Bozen mit Gewichtsrucksack) bestaetigten, dass mit 160er-Scheiben
und meinem Urlaubssystemgewicht solche Rattenwege nicht standfest
fahrbar sind.

[7. Etappe 2022]

Zumindest bei der Etappe wurden offenbar nur 3 km lange 6-Prozenter
abgefahren. Das ist natuerlich kein Haertetest.

>>Detailliert wird das alles im hier kuerzlich empfohlenen Buch
>>"Radfahren - Das Kleingedruckte" von Peter Appeltauer
>>durchgerechnet/-exerziert. Das ganze Kapitel ueber Bremsen ist
>>ernuechternd, aber alleine den Buchpreis wert.
>
> Was behauptet er denn da?

Puh, das Kapitel hat mehr als 70 Seiten!

Sein Fazit etwa: Vom MTB-Bereich unzulaessig verallgemeinerte
untaugliche "Loesung" eines am Renner kaum vorhandenen Problems.

Tschoe!

Axel

Gerald Eіscher

unread,
Aug 17, 2022, 3:22:42 PM8/17/22
to
Am 17.08.22 um 20:49 schrieb Axel Reichert:
> an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) writes:
>
>> Wenn man Dir Glauben schenkt, ist es also unmoeglich, mit einer
>> Scheibenbremse die Tour de France zu absolvieren.
>
> 1. "Je nach Systemgewicht". Hier im Urlaub mit dem Randonneur 115 kg,
> dort oft unter 75 kg.
>
> 2. Die bei der Tour de France gefahrenen Paesse sind weit weniger steil
> und schmal als die Abfahrten, die ich in Oesterreich oder Italien
> gefahren bin.
>
> 3. Ich fahre nicht auf abgesperrten Strassen, sondern muss damit
> rechnen, dass mir an der
> https://www.quaeldich.de/paesse/schlappold-alpe/ der Bergbauer mit SUV
> samt Anhaenger entgegen kommt. Dadurch muss ich weit vorsichtiger fahren
> und liege oft naeher am "Hitze-Maximum", das bei etwa 2/3 der
> ungebremsten Geschwindigkeit liegt. (Ungebremst = kein Hitzeproblem, 1
> km/h = auch kein Hitzeproblem)

4. Radrennfahrer können abfahren und bremsen nur vor Kurven.

> Die Tests im tour-Magazin vor Jahren bestaetigten das (waren fast schon
> dramatisch), aber dann hoerte das Geschrei dort auf, obwohl ich trotz
> Abo nie einen Test gelesen habe, der die ersten Ergebnisse revidieren
> konnte. Dennoch wurde dort Jahre spaeter von der Kanzel verfuegt, dass
> Scheiben ueberlegen seien. Auf welcher Datenbasis bleibt
> schleierhaft.
Derartige Zeitschriften leben weniger von ihren Abonnenten und Käufern
am Kiosk sondern hauptsächlich von ihren Anzeigenkunden.
Wessen Interessen werden sie also vertreten? Die des treuen Abonnenten,
dessen felgengebremstes Rennrad problemlos noch gut genug für weitere 10
Jahre Einsatz wäre oder die der Anzeigen schaltenden Rennrad- und
Komponentenhersteller, die ihre neuen Produkte verkaufen wollen?

--
Gerald
"Journalisten sind sowieso die größten Huren auf dem Planeten."
HC Strache, 24. Juli 2017, Ibiza

Axel Reichert

unread,
Aug 17, 2022, 4:19:16 PM8/17/22
to
Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:

> 4. Radrennfahrer können abfahren und bremsen nur vor Kurven.

Ja. Mache ich tendenziell auch, aber

5. steile Rattenwege haben oft deutlich schlechteren Belag als die
frisch asphaltierten Buegelpisten fuer Profis, so dass selbst bei
gerader Strecke das sonst von mir bevorzugte Laufenlassen keine so gute
Idee ist, auch nicht bei womoeglich unsauber verlegten
Wasserablaufrinnen alle 20 m. Bin kein Anfaenger, sondern habe ein sehr
umfangreiches alpines Palmares.

> Derartige Zeitschriften leben weniger von ihren Abonnenten und Käufern
> am Kiosk sondern hauptsächlich von ihren Anzeigenkunden. Wessen
> Interessen werden sie also vertreten?

Schon klar.

Tschoe!

Axel

Axel Reichert

unread,
Aug 18, 2022, 3:05:55 AM8/18/22
to
Marcus Jodorf <tr...@killfile.de> writes:

> Gewicht geht nicht wie Geschwindigkeit quadratisch in die Bewegungenergie
> ein.

Klar.

> Spielt also im Verhältnis keine wirklich kriegsentscheidende Rolle.

LOL.

Analog zu "Ein Zugseil, das 1000 N Last aushaelt, schafft auch 1500 N"?

> Falls Du wegen der Steilheit der Pässe allerdings tatsächlich schneller
> oder annähernd so schnell unterwegs warst wie die Tour Fahrer,

Ja. Bei 15 % Gefaelle wirst du sehr schnell sehr schnell, waehrend man
vom Lautaret nach Briancon nur gelangweilt den Lenker festhalten
muss. Am Iseran hat der steilste km nach Norden 7 %, im Schnitt sind es
4 %. Ich rede ueber Kaliber wie den Mortirolo, Zoncolan oder das
Kitzbueheler Horn.

> dann hätte Deine Bremse wirklich mehr zu leisten.

Sag ich doch.

> Schlimmste denkbare Situation ist eher Gewaltbremsung und dann stehen
> bleiben.

Das ist zwar ein harter Test (wird in der Autoindustrie auch gemacht),
aber die Szenarien "AMS" (0 bis 100, 100 bis 0, wiederholen)
bzw. "Dienstwagenfahrer" (80 bis 180, 180 bis 80, wiederholen) sind WEIT
haerter. Bei den Temperaturkurven ist auch nach 10 Wiederholungen noch
ein weiterer Anstieg zu erkennen. Das Analogon fuer Radler ist
Laufenlassen bis 65 km/h, in der Kehre auf 30 km/h abbremsen,
wiederholen. Wird im Appeltauer vorgerechnet, aber ich wiederhole mich.
(-:

> Solange man in Bewegung bleibt, wird die Hitze meist auch schon wieder
> so schnell abgegeben, daß es sich kaum aufschaukeln kann.

Je nach Steilheit leider umgekehrt: Es muss so schnell so viel
kinetische Energie dissipiert werden, dass die Konvektionskuehlung nicht
mehr reicht.

> ganz gutes Alltagsbeispiel (zufälligerweise auch ca. 3km mit etwa 6%
> Gefälle). Gemessen und nicht vermutet:
>
> <https://www.youtube.com/watch?v=8cP73PyI_Wk>
>
> Interessanterweise ist z.B. das Ergebnis einer Gewaltbremsung aus 40km/h
> (25mph) nur mit der Vorderradbremse und 160mm Scheibe auch nur 82°C
> (180F). Das ist nicht gerade die sprichwörtlich glühende Bremse.

Nein, die Beispiele sind zwar nett (Danke!), aber weder schnell noch
steil.

[6-Prozenter]

> Wenn Du die mit dem Tempo der Tour Fahrer fährst und bremst, dann ist
> das exakt der Härtetest.

Bei 6 % kommst du rollend laut kreuzotter.de vielleicht auf 65 km/h, bei
12 % auf 90 km/h.

> Nochmal, die Geschwindigkeit ist letzlich der entscheidende
> Eingangswert: ½mv²

Danke, mit diesem Wissen verdiene ich mein Geld. Und E_kin ist dann bei
12 % fast doppelt so hoch wie bei 6 %. Und bei schmalen, steilen
Rattenwegen kommt die naechste Kehre auch schneller als in Kalifornien,
also weniger Zeit zum Abkuehlen. Dazu 50 % hoeheres Systemgewicht.

Tschoe!

Axel

Markus Merkl

unread,
Aug 18, 2022, 4:31:31 AM8/18/22
to
On 17.08.22 21:22, Gerald Eіscher wrote:
> Am 17.08.22 um 20:49 schrieb Axel Reichert:
>> an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) writes:
>>
>>> Wenn man Dir Glauben schenkt, ist es also unmoeglich, mit einer
>>> Scheibenbremse die Tour de France zu absolvieren.
>>
>> 1. "Je nach Systemgewicht". Hier im Urlaub mit dem Randonneur 115 kg,
>> dort oft unter 75 kg.
>>
>> 2. Die bei der Tour de France gefahrenen Paesse sind weit weniger steil
>> und schmal als die Abfahrten, die ich in Oesterreich oder Italien
>> gefahren bin.
>>
>> 3. Ich fahre nicht auf abgesperrten Strassen, sondern muss damit
>> rechnen, dass mir an der
>> https://www.quaeldich.de/paesse/schlappold-alpe/ der Bergbauer mit SUV
>> samt Anhaenger entgegen kommt. Dadurch muss ich weit vorsichtiger fahren
>> und liege oft naeher am "Hitze-Maximum", das bei etwa 2/3 der
>> ungebremsten Geschwindigkeit liegt. (Ungebremst = kein Hitzeproblem, 1
>> km/h = auch kein Hitzeproblem)
>
> 4. *einige* Radrennfahrer können abfahren und bremsen nur vor Kurven.

Ich habs jetzt mal korrigierend ergänzt.

Gerald Eіscher

unread,
Aug 18, 2022, 9:07:30 AM8/18/22
to
Am 18.08.22 um 10:31 schrieb Markus Merkl:
> On 17.08.22 21:22, Gerald Eіscher wrote:
>> Am 17.08.22 um 20:49 schrieb Axel Reichert:
>>> an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) writes:
>>>
>>>> Wenn man Dir Glauben schenkt, ist es also unmoeglich, mit einer
>>>> Scheibenbremse die Tour de France zu absolvieren.
>>>
[...]
>>
>> 4. *einige* Radrennfahrer können abfahren und bremsen nur vor Kurven.
>
> Ich habs jetzt mal korrigierend ergänzt.

Im obigen Kontext können *alle* Radrennfahrer (bewusst nicht
"Rennradfahrer" geschrieben) abfahren. Auch Thibaut Pinot hat es längst
gelernt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Thibaut_Pinot#Karriere

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

steiniplatte

unread,
Aug 20, 2022, 7:01:03 AM8/20/22
to
Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

>….
> Derartige Zeitschriften leben weniger von ihren Abonnenten und Käufern
> am Kiosk sondern hauptsächlich von ihren Anzeigenkunden.
> Wessen Interessen werden sie also vertreten? Die des treuen Abonnenten,
> dessen felgengebremstes Rennrad problemlos noch gut genug für weitere 10
> Jahre Einsatz wäre oder die der Anzeigen schaltenden Rennrad- und
> Komponentenhersteller, die ihre neuen Produkte verkaufen wollen?
>
Ja, das war bei den Audio. und Hifi Magazinen in der Zeit wo ich einen
großen Teil meines Studentenbudgets in Plattenspieler und Verstärker
versenkt habe, genau so. Da sind mir Geralds Tipp lieber, gerade z.B. im
strömenden Regen die weissen Elvedes auf der Magurafelgenbremse
eingebremst, um zum Threadthema zurück zu lenken. Mal sehen, ob die auch
als Ersatz für Koolstop grün für Keramikbeschichtete Felge auf der
Stadtmöhre taugen.


Marc Stibane

unread,
Aug 21, 2022, 5:31:46 AM8/21/22
to
Christian Barthel <b...@online.de> wrote:

> Den Zusammenhang von Kraft und Leistung muss ich mir nochmal
> durchüberlegen.

Ich habe das gerade getan, und mach mal den Erklärbär:

> Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
>> In der Ebene wirkt sich ein Leistungsabfall um z.B. 9% nur mit ca. 3%
>> in der Geschwindigkeit und in der Trittfrequenz aus, die benoetigte
>> Kraft (das wohl unmittelbarste unangenehme Gefuehl bei hoher
>> Leistung) sinkt aber um 6%. Umgekehrt musst Du 6% mehr Kraft und 9%
>> mehr Leistung aufwenden, um 3% schneller zu fahren.

Rechenweg:
Luftwiderstand nimmt quadratisch zu, für 3% mehr Speed braucht man 9%
mehr Leistung. Leistung ist Drehmoment mal Drehzahl.
1,09 geteilt durch 1,03 (Kadenz) ergibt 1,058, also rund 6% mehr Kraft.

Schneller treten braucht also auch eine deutlich höhere Kraft. Langsamer
treten verringert die Kraft viel mehr als die Geschwindigkeit.


>> Das ist nicht sehr motivierend, um hoehere Leistung zu bringen, und
>> weil die Trittfrequenz und Geschwindigkeit kaum variiert, merkst Du
>> einen kleinen Leistungsabfall kaum. Du musst Dich also schon richtig
>> darauf konzentrieren, um dauerhaft hohe Leistung zu bringen.

>> Bei starken Steigungen wirkt sich ein Leistungsabfall von 9% mit 9%
>> in der Geschwindigkeit und Trittfrequenz aus, und ueberhaupt nicht in
>> der benoetigten Kraft.

Am Berg ist die gefahrene Geschwindigkeit so klein dass der Luftwider-
stand keine Rolle spielt ggü der Hebearbeit, für 3% mehr Speed braucht
man auch nur 3% mehr Leistung. Die benötigte Leistung ist somit pro-
portional zur Geschwindigkeit und Kadenz. Die Kraft bleibt konstant.


>> Dementsprechen merkst Du mehr oder weniger Leistung viel motivieren-
>> der in Trittfrequenz und Geschwindigkeit, und es gibt keine
>> Motivation, durch weniger Leistung die Kraft zu reduzieren, weil
>> weniger Leistung die noetige Kraft nicht reduziert.

Oder andersrum: Am Berg steigt die Leistung proportional zur Kadenz
während die Kraft gleich bleibt. Schneller treten erhöht die Geschwin-
digkeit 1:1 ohne dass man mehr Kraft braucht. Langsamer treten
verringert nur die Geschwindigkeit, nicht die Kraft.
Das kennt man ja selber aus Erfahrung: Wenn man versucht am Berg einfach
nur schwächer zu treten ohne runterzuschalten sinkt sofort die Kadenz
brutal und man muss doch wieder reintreten, sonst bleibt man stehen.
D.h. rechtzeitig runterschalten...


>> Ich habe auch Experimente damit gemacht, eine Steigung mit einem
>> kuerzeren Gang (also hoehere Trittfrequenz) zu fahren als ich sonst
>> gemacht haette; ging aehnlich schnell, ich musste mich aber mehr
>> darauf konzentrieren, nicht nachzulassen.

Die benötigte Kraft am Berg ist ausschließlich vom gewählten Gang
abhängig (jedenfalls solange man so langsam fährt dass der quadratisch
wachsende Luftwiderstand klein ist ggü der Hebearbeit), und ändert sich
nicht mit der Kadenz.

Die Geschwindigkeit (und somit Kadenz) ist am Berg proportional zur
erbrachten Leistung, während in der Ebene die benötigte Leistung
quadratisch (Luftwiderstand) zur Geschwindigkeit wächst.

Antons Vermutung dass am Berg schneller treten motivierender ist als in
der Ebene ist somit plausibel und nachvollziehbar.

--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?

Marc Stibane

unread,
Aug 21, 2022, 6:19:31 AM8/21/22
to
Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:
> Christian Barthel <b...@online.de> wrote:

>> Den Zusammenhang von Kraft und Leistung muss ich mir nochmal
>> durchüberlegen.
> Ich habe das gerade getan, und mach mal den Erklärbär:
>> Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
>>> In der Ebene wirkt sich ein Leistungsabfall um z.B. 9% nur mit ca.
>>> 3% in der Geschwindigkeit und in der Trittfrequenz aus, die
>>> benoetigte Kraft (das wohl unmittelbarste unangenehme Gefuehl bei
>>> hoher Leistung) sinkt aber um 6%. Umgekehrt musst Du 6% mehr Kraft
>>> und 9% mehr Leistung aufwenden, um 3% schneller zu fahren.
> Rechenweg:
> Luftwiderstand nimmt quadratisch zu, für 3% mehr Speed braucht man 9%
> mehr Leistung. Leistung ist Drehmoment mal Drehzahl.

Ähh - das ist nicht richtig.
Bei einer Geschwindigkeitssteigerung um 3% steigt der Luftwiderstand um
6% - nicht um 9%:
1,03 * 1,03 = 1,0609


> 1,09 geteilt durch 1,03 (Kadenz) ergibt 1,058, also rund 6% mehr Kraft.

Die benötigte Leistung muss also nur um 6% steigen, nicht 9%.
3% mehr Speed heißt ja 3% mehr Kadenz, und somit auch nur 3% mehr Kraft
(nicht 6%).

Die restlichen Überlegungen stimmen aber, insbesondere für Bergfahrten
wo ja keine quadratischen Faktoren auftreten.

Anton Ertl

unread,
Aug 21, 2022, 6:53:15 AM8/21/22
to
spamf...@arcor.de (Marc Stibane) writes:
>Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:
>> Christian Barthel <b...@online.de> wrote:
>
>>> Den Zusammenhang von Kraft und Leistung muss ich mir nochmal
>>> durchüberlegen.
>> Ich habe das gerade getan, und mach mal den Erklärbär:
>>> Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
>>>> In der Ebene wirkt sich ein Leistungsabfall um z.B. 9% nur mit ca.
>>>> 3% in der Geschwindigkeit und in der Trittfrequenz aus, die
>>>> benoetigte Kraft (das wohl unmittelbarste unangenehme Gefuehl bei
>>>> hoher Leistung) sinkt aber um 6%. Umgekehrt musst Du 6% mehr Kraft
>>>> und 9% mehr Leistung aufwenden, um 3% schneller zu fahren.
>> Rechenweg:
>> Luftwiderstand nimmt quadratisch zu, für 3% mehr Speed braucht man 9%
>> mehr Leistung. Leistung ist Drehmoment mal Drehzahl.
>
>Ähh - das ist nicht richtig.
>Bei einer Geschwindigkeitssteigerung um 3% steigt der Luftwiderstand um
>6% - nicht um 9%:
>1,03 * 1,03 = 1,0609

Luftwiderstand ist eine Kraft; die ist um 6% hoeher. Energie ist
Kraft*Weg; der Weg pro Sekunde ist bei 3% mehr Geschwindigkeit um 3%
laenger, daher ist die Leistung (Energie pro Sekunde) um 9% hoeher,
wenn die Geschwindigkeit um 3% und der Luftwiderstand um 6% hoeher
ist. Oben hast Du es richtig beschrieben.

Marc Stibane

unread,
Aug 21, 2022, 2:00:06 PM8/21/22
to
Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
> spamf...@arcor.de (Marc Stibane) writes:
>> Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:
>>>> Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:

>>>>> In der Ebene wirkt sich ein Leistungsabfall um z.B. 9% nur mit ca.
>>>>> 3% in der Geschwindigkeit und in der Trittfrequenz aus, die
>>>>> benoetigte Kraft (das wohl unmittelbarste unangenehme Gefuehl bei
>>>>> hoher Leistung) sinkt aber um 6%. Umgekehrt musst Du 6% mehr Kraft
>>>>> und 9% mehr Leistung aufwenden, um 3% schneller zu fahren.
>>> Rechenweg:
>>> Luftwiderstand nimmt quadratisch zu, für 3% mehr Speed braucht man
>>> 9% mehr Leistung. Leistung ist Drehmoment mal Drehzahl.
>> Ähh - das ist nicht richtig.
>> Bei einer Geschwindigkeitssteigerung um 3% steigt der Luftwiderstand
>> um 6% - nicht um 9%:
>> 1,03 * 1,03 = 1,0609
> Luftwiderstand ist eine Kraft; die ist um 6% hoeher. Energie ist
> Kraft*Weg; der Weg pro Sekunde ist bei 3% mehr Geschwindigkeit um 3%
> laenger, daher ist die Leistung (Energie pro Sekunde) um 9% hoeher,
> wenn die Geschwindigkeit um 3% und der Luftwiderstand um 6% hoeher
> ist.

OK. Dafür ist man ja schneller am Ziel, muss die Leistung also eine
kürzere Zeit lang erbringen. *)


> Oben hast Du es richtig beschrieben.

Aber da hatte ich den Rechenweg falsch erklärt. Also nochmal:
Luftwiderstand nimmt quadratisch zu, für 3% mehr Speed braucht man
(1,03^2 = 1,0609) rund 6% mehr Kraft.
Weil man in derselben Zeit auch 3% weiter kommt, braucht man
(1,03^2 * 1,03 = 1,0927) rund 9% mehr Leistung.
Der Leistungsbedarf steigt also nicht quadratisch mit der Geschwin-
digkeit, sondern kubisch!
Diese kubische Leistung muss aber nur eine kürzere Zeit erbracht werden,
die benötigte Energie steigt also nur quadratisch.


*) Verbrauchswerte werden nach dem Weg (z.B. kWh pro 100km) und nicht
nach der Zeit gemessen. Bei Flugzeugen hingegen schon, Liter pro Stunde
ist da die normale Einheit. Aber da ist auch jedem klar dass man bei
Rückenwind weniger verbraucht als bei Gegenwind, was bei Bodenfahrzeugen
typischerweise ignoriert wird.

Thomas Bliesener

unread,
Aug 21, 2022, 6:08:06 PM8/21/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Ich bin halt von der absoluten Untergrenze meines Idealgewichts in den
> oberen Bereich abgedriftet ;-(

Was auch immer man als oberen Bereich definiert. ;) Bei Rennradfahrern
beginnt die Adipositas bei BMI 22.

>> Vielleicht kann Yadgar Dir ein paar Tips geben?
>
> Wie ich noch dicker werde?

Yadgar nimmt gerade *ab*!

> Stymmt. Ich könnte einfach das Essen einstellen.

Das ist für Fortgeschrittene. Du könntest erstmal das Frühstück
ausfallen lassen. Wenn man morgens aufwacht, hat man ohnehin die letzten
acht, neun Stunden völlig problemlos nichts gegessen. Warum den Tag mit
einer schlechten Angewohnheit beginnen?

Ich habe das in Spanien gelernt. Die Spanier frühstücken auch nicht oder
höchsten einen Keks mit einem Klecks Marmelade und dazu schwarzen
Kaffee. Brr, dafür stehe ich nicht früher auf. Mittagessen gibt es dann
erst um 14 oder gar 15 Uhr. Ist anfangs etwas ungewohnt, aber man
gewöhnt sich schnell daran.

Kein Frühstück, mittags die Reste aus dem Töpfen, die
die Kinder übriggelassen haben, nachmittags 'ne Banane und abends
zeitig vor der Tour ein nicht zu üppiges Abendbrot. Damit bin ich
seinerzeit in wenigen Wochen auf ein RR-taugliches Gewicht gekommen.
--
bli

Ulli Horlacher

unread,
Aug 21, 2022, 8:02:46 PM8/21/22
to
Thomas Bliesener <use...@xabs.de> wrote:

> > Stymmt. Ich könnte einfach das Essen einstellen.
>
> Das ist für Fortgeschrittene. Du könntest erstmal das Frühstück
> ausfallen lassen. Wenn man morgens aufwacht, hat man ohnehin die letzten
> acht, neun Stunden völlig problemlos nichts gegessen. Warum den Tag mit
> einer schlechten Angewohnheit beginnen?

Bringt bei mir nix.
Werktags fruehstuecke ich nie was. Trotzdem nehm ich zu, insbesondere
wenn ich mehr Fahrrad fahre :-}

Ulf Kutzner

unread,
Aug 22, 2022, 6:30:52 AM8/22/22
to
Thomas Bliesener schrieb am Montag, 22. August 2022 um 00:08:06 UTC+2:
> Gerald Eіscher schrieb:

> > Stymmt. Ich könnte einfach das Essen einstellen.
>
> Das ist für Fortgeschrittene. Du könntest erstmal das Frühstück
> ausfallen lassen. Wenn man morgens aufwacht, hat man ohnehin die letzten
> acht, neun Stunden völlig problemlos nichts gegessen. Warum den Tag mit
> einer schlechten Angewohnheit beginnen?
>
> Ich habe das in Spanien gelernt. Die Spanier frühstücken auch nicht oder
> höchsten einen Keks mit einem Klecks Marmelade und dazu schwarzen
> Kaffee. Brr, dafür stehe ich nicht früher auf. Mittagessen gibt es dann
> erst um 14 oder gar 15 Uhr. Ist anfangs etwas ungewohnt, aber man
> gewöhnt sich schnell daran.
>
> Kein Frühstück, mittags die Reste aus dem Töpfen, die
> die Kinder übriggelassen haben, nachmittags 'ne Banane und abends
> zeitig vor der Tour ein nicht zu üppiges Abendbrot. Damit bin ich
> seinerzeit in wenigen Wochen auf ein RR-taugliches Gewicht gekommen.

Andere empfehlen, gerade das Abendessen ausfallen zu lassen.
Andererseits kenne ich jemanden, der mit Frühstücksverweigerung
glücklich ist, allerdings ohne Radtouren.

Wolfgang Strobl

unread,
Aug 23, 2022, 8:16:53 AM8/23/22
to
Am Sun, 21 Aug 2022 16:50:14 -0500 schrieb Thomas Bliesener
<use...@xabs.de>:

>Gerald E?scher schrieb:
>> Ich bin halt von der absoluten Untergrenze meines Idealgewichts in den
>> oberen Bereich abgedriftet ;-(
>
>Was auch immer man als oberen Bereich definiert. ;) Bei Rennradfahrern
>beginnt die Adipositas bei BMI 22.

Uff. Dann bin ich ja so gerade noch drunter. :)


--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Gerald Eіscher

unread,
Aug 23, 2022, 12:39:02 PM8/23/22
to
Am 21.08.22 um 23:50 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Ich bin halt von der absoluten Untergrenze meines Idealgewichts in den
>> oberen Bereich abgedriftet ;-(
>
> Was auch immer man als oberen Bereich definiert. ;) Bei Rennradfahrern
> beginnt die Adipositas bei BMI 22.

Danke für die Bestätigung, dass ich dick bin (BMI 24) ;-(

>>> Vielleicht kann Yadgar Dir ein paar Tips geben?
>>
>> Wie ich noch dicker werde?
>
> Yadgar nimmt gerade *ab*!

Gefühlt nimmt der in 6 Monaten so viel ab wie ich in 6 Wochen. Es gibt
bessere Vorbilder.

>> Stymmt. Ich könnte einfach das Essen einstellen.
>
> Das ist für Fortgeschrittene. Du könntest erstmal das Frühstück
> ausfallen lassen.

Wenn überhaupt, dann gibt es zum Frühstück eh nur Hamsterfutter mit
Flüssignahrung für Baby-Kühe.
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