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250 Watt (Pedelec bzw. e-Bike) vs. 350 Watt (S-Pedelec bzw. E-Bike), Definition

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Thomas H.

unread,
Oct 11, 2015, 11:31:58 PM10/11/15
to
Ein Pedelecmotor darf maximal 250 Watt leisten, die S-Pedelec Motoren
von BOSCH sind auf 350 Watt limitiert. Aber wie ist das mit der
Tretleistung? Auf dem Fahrradergometer schaffe ich 75 Watt Dauerleistung
(1 Stunde) und 250 Watt im Sprit (1 min). Wie verhält sich das
mathematisch? Kommt die Tretleistung beim S-Pedelec noch dazu und wird
sie beim 25 km/h Pedelec von den 250 Watt abgezogen? Ein Pedelec ist
nämlich auf 25 km/h abgeriegelt, d.h. bei 250 Watt Antriebsleistung
müsste es noch etwas mehr Tempo schaffen (29 km/h?). Die S-Pedelec
schaffen hingegen ca. 35 km/h. Grob betrachtet steigt die benötigte
Leistung zum Quadrat der Geschwindigkeit. Genauer:

http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm

=> D.h. bei 29 km/h zu 35 km/h entsprechend 250 Watt zu 350 Watt + 75
Watt Tretleistung passt die Geschichte mathematisch betrachtet. Für 45
km/h (Abriegelung) würden utopische 875 Watt benötigt!?

Ervin Peters

unread,
Oct 12, 2015, 2:40:58 AM10/12/15
to
Der Motorelektronik ist es vermutlich egal was Du leistest. Sie schlatet
den motor in der gewünschten Leistungsstufe dazu, wenn Du trittst und die
Geschweindigkeit unter 25 km/h ist und schaltet ihn aus, wenn die
Geschwindigkeit 25 km/h überschreitet.

Wenn Du schneller als 25 km/h fahren willst mußt Du die Leistung komplett
selber bringen, unter 25 km/h kannst Du den Motor die Arbeit verrichten
lassen und ihm durch Mittreten einschalten.

Ervin

Thomas H.

unread,
Oct 12, 2015, 3:10:04 AM10/12/15
to
Am 12.10.2015 um 08:40 schrieb Ervin Peters:

> Wenn Du schneller als 25 km/h fahren willst mußt Du die Leistung komplett
> selber bringen, unter 25 km/h kannst Du den Motor die Arbeit verrichten
> lassen und ihm durch Mittreten einschalten.
>
> Ervin
>

Ja, aber du beantwortest meine Frage nicht! Wie verhält es sich mit
Motorleistung + Tretleistung = ???

Thomas H.

unread,
Oct 12, 2015, 3:38:30 AM10/12/15
to
Am 12.10.2015 um 09:18 schrieb Andreas Oehler:

> Falsch. Vorgeschrieben ist eine "Maximale Nenn-Dauerleistung" von 250W.
> Diese Größe ist aber nicht exakt definiert (und wird von niemandem
> überprüft) - ausser dass der Hersteller Sie in die Unterlagen schreiben
> muß. Es handelt sich wohl um die Leistung, die im Dauerbetrieb ohne
> Überhitzung möglich ist. Das führt dazu, dass ein Bionx-Pedelec-Antrieb
> 750Watt am Berg zieht und aktuelle Bosch-Antriebe immer noch weit über 500
> Watt.
>

Am Berg, am Berg. Was kümmern mich die Berge? Ich lebe im Flachland,
flach wie ein Tisch!!!

>> die S-Pedelec Motoren
>> von BOSCH sind auf 350 Watt limitiert. Aber wie ist das mit der
>> Tretleistung? Auf dem Fahrradergometer schaffe ich 75 Watt Dauerleistung
>
> Das wäre erstaunlich wenig - also gerade mal 17.5 km/h mit dem Hollandrad
> in der Ebene. Bist Du wirklich so gemütlich unterwegs? Wo steckt das
> gesundheitliche Problem? Bedenke zudem: Mit 75 Watt erreichst Du auf einem
> halbwegs aerodynamisch optimierten Rennrad oder Liegerad bereits über 25
> km/h in er Ebene.

Das ist das was der Fahrradergometer nach 1 Stunde als Durchschnitt
anzeigt. Wobei ich da schon äußerst gemütlich strampele und den Eindruck
habe, dass er auch etwas zu wenig anzeigt. Ich habe schwache Muskeln
denke ich, denn die anderen im Fitnessstudio treten wesentlich schneller
als ich. Dafür schwitze ich nur minimal.

>> (1 Stunde) und 250 Watt im Sprit (1 min). Wie verhält sich das
>> mathematisch? Kommt die Tretleistung beim S-Pedelec noch dazu und wird
>> sie beim 25 km/h Pedelec von den 250 Watt abgezogen?
>
> Zu geringe Leistung ist bei allen Pedelec-Modellen nicht das Problem -
> eher das Gegenteil.
>
>> Ein Pedelec ist
>> nämlich auf 25 km/h abgeriegelt, d.h. bei 250 Watt Antriebsleistung
>> müsste es noch etwas mehr Tempo schaffen (29 km/h?).
>
> Wenn der Hersteller sich an die Vorschrift hält, dann wird die
> Motorleistung spätestens oberhalb 25 km/h auf 0 Watt abgeregelt. Das macht
> die Sache zumindest in der Ebene deshalb wenig reizvoll, weil selbst
> kränkliche Menschen mit nur 75 Watt in den Beinen bei halbwegs sinnvoll
> aufgebautem Fahrzeug bereits 25 km/h aus eigener Kraft schaffen. Fazit:
> Erstmal die ergonomischen und technischen Potentiale des Fahrrad
> optimieren! Also Kaugummireifen wie MArathon Plus runterwerfen,
> Sitzposition optimieren, Flatterklamotten ersetzen und - ab gehts!

Mhm, mit einem Rennrad bekomme ich aber keinen Einkauf o.ä.
transportiert. Mein 25 km/h Pedelec wiegt ca. 26 kg. Das wird aber
kompensiert durch den E-Motor, der die elektrische Energie aus dem Akku
zieht. Ist der Akku leer, fällt das Treten superschwer. Abhilfe: 612 Wh
Akku für 749 EUR. Siehe hier:

www.ebay.de/itm/262079814673

>> Die S-Pedelec
>> schaffen hingegen ca. 35 km/h.
>
> Diese elektrischen Kleinkrafträder dürfen bis 500 Watt Dauerleistung
> ziehen und bis 45 km/h antreiben. Da ist dann eher der teure, schwere Akku
> der begrenzende Faktor.

Also 612 Wh wiegen 3,3 kg. Schwer ist das nicht, sondern eine tolle
Kapazitätsdichte. Der 300 Wh Akku von BOSCH wiegt 2,4 kg.

>> Grob betrachtet steigt die benötigte
>> Leistung zum Quadrat der Geschwindigkeit. Genauer:
>>
>> http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm
>>
>> => D.h. bei 29 km/h zu 35 km/h entsprechend 250 Watt zu 350 Watt + 75
>> Watt Tretleistung passt die Geschichte mathematisch betrachtet. Für 45
>> km/h (Abriegelung) würden utopische 875 Watt benötigt!?
>
> Was heißt da utopisch. Du sprichts schließlich von einem Motorfahrzeug und
> eigentlich hat diese Diskussion damit nichts mit "Fahrrad" zu tun. Um 45
> km/h in der Ebene zu fahren, brauchst Du mit einem halbwegs optimierten
> Liegerad 260 Watt Antriebsleistung. Mit einem vollverkleideten Velomobil
> kämest Du mit 190 Watt auf dieses Tempo.

Das 25 km/h Pedelec ist ein "Fahrrad". 260 Watt Dauerstramplen? Ohne
mich, ich darf nicht schwitzen;-)

> Sprich Fahrrad etwas optimieren und ein paar Monate täglich fahren - dann
> klappen die 35 km/h in der Ebene auch ohne kurzlebige und teure
> Ökoschweinerei.

Also ich finde das eine tolle Lösung. Wobei es allerdings die über
70-jährigen auffallend häufig "reißt":

http://www.adac.de/_mmm/pdf/statistik_5_2_Fahrrad_Pedelecfahrer_42808.pdf


Martin Wohlauer

unread,
Oct 12, 2015, 3:44:29 AM10/12/15
to
Am 12.10.2015 um 09:38 schrieb Thomas H.:
> Wobei es allerdings die über 70-jährigen auffallend häufig "reißt":
Das ist ohne Motor dasselbe. Kinder und alte erwischt es am ehesten.

Grüßle,

Martin.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 12, 2015, 3:56:41 AM10/12/15
to
Am 12.10.2015 um 09:49 schrieb Andreas Oehler:
> Mon, 12 Oct 2015 09:38:27 +0200, Thomas H.:
>> 260 Watt Dauerstramplen? Ohne
>> mich, ich darf nicht schwitzen;-)
>
> Das ist natürlich bedauerlich. Arzt wechseln? Zudem sorgt Training (im
> Sinne von regelmäßig fahren, nicht Wettkampf-Orientiertem Sport) dafür,
> dass das mit de mSchwitzen bald nachläßt.

Davon hat mein Körper noch nicht so viel gehört... Während der Fahrt ist
das immer noch ganz nett, weil einem da der Fahrtwind vieles an Schweiß
weg weht. Aber kaum stehe ich, läuft mir sprichwörtlich das Wasser
runter. Das hört zwar schnell auf, aber der regelmäßige Schnellfahrer
läuft im Zweifelsfalle genau so aus, wie der Seltenfahrer.

Grüßle,

Martin.

Thomas H.

unread,
Oct 12, 2015, 4:07:37 AM10/12/15
to
Am 12.10.2015 um 09:49 schrieb Andreas Oehler:
> Mon, 12 Oct 2015 09:38:27 +0200, Thomas H.:
>
>> Am 12.10.2015 um 09:18 schrieb Andreas Oehler:
>>> Das führt dazu, dass ein Bionx-Pedelec-Antrieb
>>> 750Watt am Berg zieht und aktuelle Bosch-Antriebe immer noch weit über 500
>>> Watt.
>>>
>> Am Berg, am Berg. Was kümmern mich die Berge? Ich lebe im Flachland,
>> flach wie ein Tisch!!!
>
> Und was braucst Du dann ein Kfz für Kurzstrecken?

Ich habe es hierfür gekauft:

Besuch bei der Mutti: 2x 14 km, 3x pro Woche (Mai bis Ende September)
Arbeitsstelle: 2x 16 km, 5x pro Woche (Mai bis Ende September)

Macht dann 5.333 km Jahresfahrleistung.

>
[...]
>
> Vermutlich wird Dein Pedelec Mitursache sein. Sowas macht abhängig und
> erzieht dazu, selber nur noch symbolisch in die Pedale zu treten. Das
> sieht man auch daran, dass viele Pedelec-Nutzer sehr unergonomisch auf
> ihren Gefährten hocken: Zu niedriger Sattel, zu hoher Lenker, teilweise
> eher sogar nach hinten gerichteter Rücken. So kann niemand Leistung
> erbringen.

Vielleicht ist es auch eine Erbkrankheit? Könnte ALS (amyotrophe
Lateralsklerose) sein, wobei ich mich momentan noch recht gut bewegen kann.

[...]

>> Mhm, mit einem Rennrad bekomme ich aber keinen Einkauf o.ä.
>> transportiert.
>
> Wieso nicht? Nimm etwas im Stile eines Cross-Rades mit 28-32mm breiten,
> dünnwandigen, unprofilierten Rennreifen, guten Bremsen, Schutzblechen und
> Gepäckträger, pumpe die Reifen ordentlich auf und ab gehts!
>
>> Mein 25 km/h Pedelec wiegt ca. 26 kg.
>
> DAs Gewicht sorgt zwar dafür, das das Fahrzeug unangenehm Träge wird, aber
> in der Ebene spielt das kaum eine Rolle.
>
>> Das wird aber
>> kompensiert durch den E-Motor, der die elektrische Energie aus dem Akku
>> zieht. Ist der Akku leer, fällt das Treten superschwer.
>
> Sitzposition, Reifen und Leerlaufverluste des Motors?

Sitzposition: angenehm
Bereifung: Schwalbe Energizer, reflex, 40-622
Wirkungsgrad des E-Motors: > 90%

>
>> Das 25 km/h Pedelec ist ein "Fahrrad".
>
> Nein. Es wird nur rechtlich dem Fahrrad gleichgestellt. Ein Fahrrad ist
> ein durch Pedalantrieb per Muskelkraft bewegtes Fahrzeug - und nicht ein
> durch symbolisches Zappeln aktiviertes Motorfahrzeug.

Ich plädiere dafür, dass 25 km/h Pedelec einem Mofa gleichzustellen.
Dann gibt es ne Helmpflicht die sich gewaschen hat. Zu Recht wie ich
nach meinem 1. Asphaltkuss bei 25 km/h befinde;-)

[...]

Johann Mayerwieser

unread,
Oct 12, 2015, 6:20:05 AM10/12/15
to
Am Mon, 12 Oct 2015 09:10:01 +0200 schrieb Thomas H.:

> Ja, aber du beantwortest meine Frage nicht! Wie verhält es sich mit
> Motorleistung + Tretleistung = ???

Motorleistung nach der von dir gewählten Stufe *plus* deine Tretleistung.

Thomas H.

unread,
Oct 12, 2015, 6:36:25 AM10/12/15
to
Ja, aber wie ist das mit der Limitierung?

125 Watt E-Motorleistung + 75 Watt Treteigenbeitrag = 250 Watt

ODER

250 Watt E-Motorleistung + 75 Watt Treteigenleistung = 325 Watt


Ersteres ergibt bei meinem Pedelec bereits ca. 25 km/h. Der Akku hat 288
Wh und ist bei 25 km/h nach ziemlich genau 2 Stunden komplett leer. Also
gilt:

288 Wh / 2 h => 144 Watt Dauerleistung + ?? Watt Tretleistung

Folglich müssen sich die beiden Leistungen zu 250 Watt Abregelgrenze
summieren. Aber ist das beim S-Pedelec (45 km/h) auch so?

H0Iger SchuIz

unread,
Oct 12, 2015, 7:10:05 AM10/12/15
to
Thomas H. <thomas...@gmx.de> wrote:

> Motorleistung + Tretleistung = ???

... = Gesamtleistung

würd' ich sagen.

hs

H0Iger SchuIz

unread,
Oct 12, 2015, 7:10:05 AM10/12/15
to
Thomas H. <thomas...@gmx.de> wrote:

> Am 12.10.2015 um 09:18 schrieb Andreas Oehler:
>
> > Falsch. Vorgeschrieben ist eine "Maximale Nenn-Dauerleistung" von 250W.
> > Diese Größe ist aber nicht exakt definiert (und wird von niemandem
> > überprüft) - ausser dass der Hersteller Sie in die Unterlagen schreiben
> > muß. Es handelt sich wohl um die Leistung, die im Dauerbetrieb ohne
> > Überhitzung möglich ist. Das führt dazu, dass ein Bionx-Pedelec-Antrieb
> > 750Watt am Berg zieht und aktuelle Bosch-Antriebe immer noch weit über 500
> > Watt.
> >
>
> Am Berg, am Berg. Was kümmern mich die Berge? Ich lebe im Flachland,
> flach wie ein Tisch!!!

Deine "!"-Taste prellt. Im Flachland verstehe ich noch weniger, wofür
man einen Motor braucht. Liegt eine körperliche Einschränkung vor, die
es dir nicht ermöglicht zu radln, so dass du ein Pedelec wählst?
Vielleicht liefe die Diskussion etwas gezielter, wenn die benannt wäre.

> Das ist das was der Fahrradergometer nach 1 Stunde als Durchschnitt
> anzeigt. Wobei ich da schon äußerst gemütlich strampele

Versuch's mal mit Treten. Du musst die Karft schon in die richtige
Richtung ausüben.


> und den Eindruck
> habe, dass er auch etwas zu wenig anzeigt. Ich habe schwache Muskeln
> denke ich, denn die anderen im Fitnessstudio treten wesentlich schneller
> als ich. Dafür schwitze ich nur minimal.

Warum gehst du in Fitnessstudio?

> Mhm, mit einem Rennrad bekomme ich aber keinen Einkauf o.ä.
> transportiert.

Ist denn da die Geschwindigkeit so wichtig? Im Ausgangsposting erwecktes
du den Eindruck, es ginge irgendwie um das Erreichen hoher
Geschwindigkeiten. Ich fahre übrigens auch kein Rennrad, weil mir das im
Alltag zu unpraktisch ist, z.B. beim Warentransport. Trotzdem wäre ein
Motorfahrzeug nicht meine Alternative. Ich erledige meine Einkäufe --
eben auch aus praktischen Gründen -- mit dem Fahrrad. Die
Geschwindigkeit ist dabie eher nachrangig. Ich habe seit langem keinen
Tacho mehr am Rad und für die Tretleistung habe ich mich noch nie
interessiert. Ich trete und das Rad rollt, fertig. Ich achte allenfalls
auf eine nicht zu neidrige Trittfrequenz, früher elektrisch, jetzt aus
dem Bauch. Wegen die Knie!

Ich wohne im Übrigen nicht im Flachland und die Lage des Wohnhauses
erfordert, dass eigentlich jede meiner Alltagsstrecken mit Steigungen
verbunden ist.

Im Übrigen kann man auch auf Nicht-Rennern Andreas' Tipps zur
Wirkungsgrad-Optimierung anwenden.

> Mein 25 km/h Pedelec wiegt ca. 26 kg. Das wird aber
> kompensiert durch den E-Motor, der die elektrische Energie aus dem Akku
> zieht. Ist der Akku leer, fällt das Treten superschwer.

Klingt irgendwie nicht praktisch.

> Abhilfe: 612 Wh
> Akku für 749 EUR.

Das ist 'ne ordentliche Stange Geld, für die man schon ein brauchbares
Radl bekommt. Oder ein Zubehör zu einem richtig guten Radl, z.B. eine
Rohloff Speedhub.

> >> Die S-Pedelec
> >> schaffen hingegen ca. 35 km/h.
> >> > Diese elektrischen Kleinkrafträder dürfen bis 500 Watt Dauerleistung
> > ziehen und bis 45 km/h antreiben. Da ist dann eher der teure, schwere Akku
> > der begrenzende Faktor.
>
> Also 612 Wh wiegen 3,3 kg. Schwer ist das nicht, sondern eine tolle
> Kapazitätsdichte.

Naja, immerhin 3,3 kg, die du _immer_ mitschleppen musst. Ich will mich
da nicht aus dem Fenster lehnen. Eine meiner Ortlieb-Taschen ist
eigentlich immer mit Klamotten, Werkzeug und Kram voll. Aber die hätte
ich auf einem E-Mofa sicherlich auch mit, so dass da die Akku-Masse noch
hinzu käme. Warum willste so 'was mitschleppen?

> >> Grob betrachtet steigt die benötigte
> >> Leistung zum Quadrat der Geschwindigkeit. Genauer:
> >>
> >> http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm
> >>
> >> => D.h. bei 29 km/h zu 35 km/h entsprechend 250 Watt zu 350 Watt + 75
> >> Watt Tretleistung passt die Geschichte mathematisch betrachtet. Für 45
> >> km/h (Abriegelung) würden utopische 875 Watt benötigt!?
> >
> > Was heißt da utopisch. Du sprichts schließlich von einem Motorfahrzeug und
> > eigentlich hat diese Diskussion damit nichts mit "Fahrrad" zu tun. Um 45
> > km/h in der Ebene zu fahren, brauchst Du mit einem halbwegs optimierten
> > Liegerad 260 Watt Antriebsleistung. Mit einem vollverkleideten Velomobil
> > kämest Du mit 190 Watt auf dieses Tempo.
>
> Das 25 km/h Pedelec ist ein "Fahrrad".

Ich bewundere deine Zeichensetzung in diesem Fall, aber ein "Fahrrad"
ist eben noch kein Fahrrad. Der Unterschied zwischen Antrieb aus
_reiner_ Körperkraft und Motorantrieb ist hierbei schon wichtig.

> 260 Watt Dauerstramplen?

Treten, nicht strampeln. Eine Dauerleistung von 260 Watt erwartet auch
keiner. Warum stresst du dich so sehr mit Watt und Zeug? Ich habe nichts
dagegen, wenn man sich mit physikalischen Grundlagen beschäftigt, da bin
ich sogar sehr für. Aber davon würde ich mich doch meine Radl-Vorlieben
nicht bestimmen lassen. Treten und sich freuen, dass man vorankommt. Das
ist das ganze Geheimnis. Diese Leistungszentrierung (in mehrerlei Sinn)
könnt mir echt den Spaß am Radln vermiesen. Und es klingt fast, als dir
genau das passiert.

> Ohne
> mich, ich darf nicht schwitzen;-)

Sagt wer? Ist das eine religiöse Vorschrift? Oder hat dir der Hautarzt
das geraten? Und was machst du im Sommer, wenn's mal heiß ist?

> > Sprich Fahrrad etwas optimieren und ein paar Monate täglich fahren - dann
> > klappen die 35 km/h in der Ebene auch ohne kurzlebige und teure
> > Ökoschweinerei.
>
> Also ich finde das eine tolle Lösung.

Dann mach' das doch.


hs

H0Iger SchuIz

unread,
Oct 12, 2015, 7:10:05 AM10/12/15
to
Andreas Oehler <andreas...@gmx.de> wrote:

> Das
> sieht man auch daran, dass viele Pedelec-Nutzer sehr unergonomisch auf
> ihren Gefährten hocken: Zu niedriger Sattel, zu hoher Lenker, teilweise
> eher sogar nach hinten gerichteter Rücken.

Und häufig treten die mit erschreckend niedriger Frequenz. Bleibt nut zu
hoffen, dass sie tatsächlich keine Krfat auf die Piddadells ausüben.

> Nein. Es wird nur rechtlich dem Fahrrad gleichgestellt.

Diese Explikation im Gesetz war übrigens notwendig, weil ein Pedelec
eben kein Fahrrad ist. Wäre das so, müsste man es nicht extra
dazuschreiben.

hs

H0Iger SchuIz

unread,
Oct 12, 2015, 7:10:06 AM10/12/15
to
Thomas H. <thomas...@gmx.de> wrote:

> Am 12.10.2015 um 09:49 schrieb Andreas Oehler:

> > Und was braucst Du dann ein Kfz für Kurzstrecken?
>
> Ich habe es hierfür gekauft:
>
> Besuch bei der Mutti: 2x 14 km, 3x pro Woche (Mai bis Ende September)
> Arbeitsstelle: 2x 16 km, 5x pro Woche (Mai bis Ende September)
>
> Macht dann 5.333 km Jahresfahrleistung.

Jo, auf eine solche komme ich in etwa durch die Arbeitswege, die etwa so
lang sind, wie die deinen. Aber ich beschränke mich dabei nicht auf die
Monate, deren Wärme mich am ehesten zum Schwitzen bringt, ich habe
dummerweise eine Gnazjahresjob. Alle anderen Wege kommen dann noch dazu.
Mit Hügeln, ohne Motor. Scheint zu gehen. Aber vielleicht täuscht das
nur, weil ich es nicht genau durchgerechnet habe. =:-)

> Ich plädiere dafür, dass 25 km/h Pedelec einem Mofa gleichzustellen.
> Dann gibt es ne Helmpflicht die sich gewaschen hat. Zu Recht wie ich
> nach meinem 1. Asphaltkuss bei 25 km/h befinde;-)

Einen Helm aufsetzen darfst Du auch ohne Pflicht. Ich rate aber eher
dazu, mal zu überlegen, wie es zu diesem Unfall kam, um solche zukünftig
zu vermeiden.

hs

H0Iger SchuIz

unread,
Oct 12, 2015, 7:12:22 AM10/12/15
to
Thomas H. <thomas...@gmx.de> wrote:

> Ja, aber wie ist das mit der Limitierung?

Was hältst du davon, das mal den Hersteller zu fragen? Der hat die
Steuerelektronik programmiert und müsste eigentlich wissen, wie's
gemacht wird?

hs

Volker Bartheld

unread,
Oct 12, 2015, 7:16:59 AM10/12/15
to
Hallo!

On Mon, 12 Oct 2015 10:07:33 +0200, Thomas H. wrote:
> Am 12.10.2015 um 09:49 schrieb Andreas Oehler:
>> Mon, 12 Oct 2015 09:38:27 +0200, Thomas H.:
>>> Am 12.10.2015 um 09:18 schrieb Andreas Oehler:
>>>> Das führt dazu, dass ein Bionx-Pedelec-Antrieb
>>>> 750Watt am Berg zieht und aktuelle Bosch-Antriebe immer noch weit über 500
>>>> Watt.
>>> Am Berg, am Berg. Was kümmern mich die Berge? Ich lebe im Flachland,
>>> flach wie ein Tisch!!!
>> Und was brauchst Du dann ein Kfz für Kurzstrecken?
> Ich habe es hierfür gekauft:
> Besuch bei der Mutti: 2x 14 km, 3x pro Woche (Mai bis Ende September)
> Arbeitsstelle: 2x 16 km, 5x pro Woche (Mai bis Ende September)
> Macht dann 5.333 km Jahresfahrleistung. [...]
> Ich plädiere dafür, dass 25 km/h Pedelec einem Mofa gleichzustellen.
> Dann gibt es ne Helmpflicht die sich gewaschen hat. Zu Recht wie ich
> nach meinem 1. Asphaltkuss bei 25 km/h befinde;-)

Du nimmst aber auch wirklich alles mit. Jetzt bitte noch Zeltleuchten und
Sicherheitslichter in die Diskussion einfließen lassen, daß unser
Radwegenetz wegen des Sicherheitsplus ausgedehnt gehört und schon haben wir
das ideale Thema für die Saure-Gurken-Zeit.

Ciao,
Volker

P.S.: Womit fährst Du gegenwärtig den Katzensprung in die Arbeit? Ist ja
immerhin schon Oktober und damit tiefster Winter. Vermutlich X6 mit
Ganzjahresreifen.

--
@: W E B 2 0 1 5 at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

Thomas H.

unread,
Oct 12, 2015, 7:17:34 AM10/12/15
to
Ja, aber die Abregelung beim S-Pedelec!?

[hr. Maer[ker

unread,
Oct 12, 2015, 7:33:55 AM10/12/15
to
Thomas H. wrote:
> Am Berg, am Berg. Was kümmern mich die Berge? Ich lebe im Flachland,
> flach wie ein Tisch!!!

Also nicht unbedingt eine Gegend, in der man beim Radfahren ins
Schwitzen kommt. ;-)

> Das ist das was der Fahrradergometer nach 1 Stunde als Durchschnitt
> anzeigt. Wobei ich da schon äußerst gemütlich strampele und den Eindruck
> habe, dass er auch etwas zu wenig anzeigt. Ich habe schwache Muskeln
> denke ich, denn die anderen im Fitnessstudio treten wesentlich schneller
> als ich. Dafür schwitze ich nur minimal.

Das erlebe ich mit meiner Rohloff-Nabe bei 20 km/h Gesamt- und 25 km/h
Streckenschnitt ähnlich. Mit 5G-Nabe sinkt der Gesamtschnitt um 2 km/h,
dafür kostet das Rad wesentlich weniger als das Rohloff-Gerät.

>>> Ein Pedelec ist
>>> nämlich auf 25 km/h abgeriegelt, d.h. bei 250 Watt Antriebsleistung
>>> müsste es noch etwas mehr Tempo schaffen (29 km/h?).

Im Flachland.

>> Wenn der Hersteller sich an die Vorschrift hält, dann wird die
>> Motorleistung spätestens oberhalb 25 km/h auf 0 Watt abgeregelt. Das
>> macht
>> die Sache zumindest in der Ebene deshalb wenig reizvoll, weil selbst
>> kränkliche Menschen mit nur 75 Watt in den Beinen bei halbwegs sinnvoll
>> aufgebautem Fahrzeug bereits 25 km/h aus eigener Kraft schaffen.

Auf jeden Fall mit einer guten Schaltung und/oder einem nicht zu
schweren Rad.

> Mhm, mit einem Rennrad bekomme ich aber keinen Einkauf o.ä. transportiert.

Von einem Rennrad war nicht die Rede. Mein Patria hat soliden
Gebäckträger und ist ziemlich schwer, nicht zuletzt dank der
Rohloffnabe, die das Tempo bringt. Damit transportiere ich locker 5..8
kg Einkäufe oder sonstige Lasten, die in Ortliebs oder auf den
Gepäckträger passen. Wenn es schwerer wird, ist der Hänger angesagt.

> Mein 25 km/h Pedelec wiegt ca. 26 kg. Das wird aber
> kompensiert durch den E-Motor, der die elektrische Energie aus dem Akku
> zieht. Ist der Akku leer, fällt das Treten superschwer.

Wird dann der E-Motor zum Generator? ;-)
Die unzureichende Zuverlässigkeit aktueller Akkus ist für mich ein Grund
mehr, auf E-Mopeds aller Art zu verzichten.

>> Diese elektrischen Kleinkrafträder dürfen bis 500 Watt Dauerleistung
>> ziehen und bis 45 km/h antreiben. Da ist dann eher der teure, schwere
>> Akku der begrenzende Faktor.

> Also 612 Wh wiegen 3,3 kg. Schwer ist das nicht, sondern eine tolle
> Kapazitätsdichte. Der 300 Wh Akku von BOSCH wiegt 2,4 kg.

In puncto Kapazität haben Akkus in den letzten Jahren einiges zugelegt.
Sie bleiben aber kleine Chemie-Reaktoren, mit all ihren Problemen.

> Das 25 km/h Pedelec ist ein "Fahrrad". 260 Watt Dauerstramplen? Ohne
> mich, ich darf nicht schwitzen;-)

Hat's der Onkel Doktor verboten?

>> Sprich Fahrrad etwas optimieren und ein paar Monate täglich fahren - dann
>> klappen die 35 km/h in der Ebene auch ohne kurzlebige und teure
>> Ökoschweinerei.

> Also ich finde das eine tolle Lösung. Wobei es allerdings die über
> 70-jährigen auffallend häufig "reißt":

> http://www.adac.de/_mmm/pdf/statistik_5_2_Fahrrad_Pedelecfahrer_42808.pdf

Die Zahlen verleiten zu der Annahme, Pedelecs wären vor allem für die
Rentenversicherer gut und weniger für Senioren. Nebenbei sind sie Indiz
dafür, dass Pedelecs deutlich mehr außerorts genutzt werden als
Fahrräder. Ob für Alltagsverkehr oder touristisch, ist natürlich die Frage.
Was die Ursachen für die hohen Verletzungsraten bei Senioren sind, egal
ob mit Fahrrädern oder E-Mopeds, scheint mir Untersuchungsbedarf zu
bestehen. Allein mit dem Nachlassen körperlicher Fähigkeiten ist das
nicht zu erklären. Eher schon damit, dass nur gelegentlich Rad gefahren
wird und obendrein bekannte Todsünden wie Geisterradeln praktiziert werden.
--


CU [hr. Maer[ker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Thomas H.

unread,
Oct 12, 2015, 7:42:09 AM10/12/15
to
Am 12.10.2015 um 13:33 schrieb [hr. Maer[ker:
>
>> Also ich finde das eine tolle Lösung. Wobei es allerdings die über
>> 70-jährigen auffallend häufig "reißt":
>
>> http://www.adac.de/_mmm/pdf/statistik_5_2_Fahrrad_Pedelecfahrer_42808.pdf
>
> Die Zahlen verleiten zu der Annahme, Pedelecs wären vor allem für die
> Rentenversicherer gut und weniger für Senioren. Nebenbei sind sie Indiz
> dafür, dass Pedelecs deutlich mehr außerorts genutzt werden als
> Fahrräder. Ob für Alltagsverkehr oder touristisch, ist natürlich die Frage.
> Was die Ursachen für die hohen Verletzungsraten bei Senioren sind, egal
> ob mit Fahrrädern oder E-Mopeds, scheint mir Untersuchungsbedarf zu
> bestehen. Allein mit dem Nachlassen körperlicher Fähigkeiten ist das
> nicht zu erklären. Eher schon damit, dass nur gelegentlich Rad gefahren
> wird und obendrein bekannte Todsünden wie Geisterradeln praktiziert werden.
>

https://www.youtube.com/watch?v=mXjOur0KZgI

http://www.songtexte.com/songtext/alligatoah/trauerfeier-lied-2b521086.html


hr schafft den Rest allein
Wem ist heute keine Träne in die Hände geflossen?
Ihr schafft den Rest allein
Der ist ein schlechter Mensch und wird von Engeln erschossen <===
ENGELEINFLUSS, ganz klare Sache! Sie holen die Pedelec-Opas heim.

Ihr schafft den Rest allein
Doch es wird alles wieder gut
Ihr schafft den Rest allein
Denn ihr hört dieses Lied im Loop
Meine letzten Worte, bevor ich zu den Sternen schweb: Gern geschehen

Christian Steins

unread,
Oct 12, 2015, 8:41:51 AM10/12/15
to
Am 12.10.2015 um 08:40 schrieb Ervin Peters:

> Wenn Du schneller als 25 km/h fahren willst mußt Du die Leistung komplett
> selber bringen, unter 25 km/h kannst Du den Motor die Arbeit verrichten
> lassen und ihm durch Mittreten einschalten.

Bei dem Pedelec meines Vaters (Kalkhoff) habe ich den Eindruck, dass der
Motor ab 25 km/h sogar bremst. Es war jedenfalls sehr schwierig das
Rad auf 30 km/h in der Ebene zu halten.

Christian

H0Iger SchuIz

unread,
Oct 12, 2015, 8:45:07 AM10/12/15
to
Volker Bartheld <news...@bartheld.net> wrote:

> Womit fährst Du gegenwärtig den Katzensprung in die Arbeit? Ist ja
> immerhin schon Oktober und damit tiefster Winter.

Das wäre dann ja die Jahreszeit, in der das Radln am meisten Spaß macht.

hs

H0Iger SchuIz

unread,
Oct 12, 2015, 8:45:07 AM10/12/15
to
Thomas H. <thomas...@gmx.de> wrote:

> Ja, aber die Abregelung beim S-Pedelec!?

Das früge ich tatsächlich den Hersteller oder Händler. Wenn die's nicht
wissen, kann dir hier keiner helfen.

hs

Anton Ertl

unread,
Oct 12, 2015, 9:10:10 AM10/12/15
to
"Thomas H." <thomas...@gmx.de> writes:
>Am 12.10.2015 um 09:49 schrieb Andreas Oehler:
>> Mon, 12 Oct 2015 09:38:27 +0200, Thomas H.:
>>
>>> Am 12.10.2015 um 09:18 schrieb Andreas Oehler:
>>>> Das führt dazu, dass ein Bionx-Pedelec-Antrieb
>>>> 750Watt am Berg zieht und aktuelle Bosch-Antriebe immer noch weit über 500
>>>> Watt.
>>>>
>>> Am Berg, am Berg. Was kümmern mich die Berge? Ich lebe im Flachland,
>>> flach wie ein Tisch!!!
>>
>> Und was braucst Du dann ein Kfz für Kurzstrecken?
>
>Ich habe es hierfür gekauft:
>
>Besuch bei der Mutti: 2x 14 km, 3x pro Woche (Mai bis Ende September)
>Arbeitsstelle: 2x 16 km, 5x pro Woche (Mai bis Ende September)
>
>Macht dann 5.333 km Jahresfahrleistung.

Mit soviel Training und einem leichtlaufenden Rad (also kein Pedelec)
duerftest Du nach einigen Wochen die 25km/h als Reisegeschwindigkeit
ohne Motor uebertreffen. Dass Du 75W am Fahrradergometer als
Dauerleistung erzielt hast, deutet m.E. nicht auf ein gesundheitliches
Problem, sondern auf Untrainiertheit hin, und die gibt sich mit dem
Training, vor allem, wenn man nicht davon demotiviert wird, dass es ab
25km/h auf einmal extrem viel schwerer wird.

>Ich plädiere dafür, dass 25 km/h Pedelec einem Mofa gleichzustellen.
>Dann gibt es ne Helmpflicht die sich gewaschen hat. Zu Recht wie ich
>nach meinem 1. Asphaltkuss bei 25 km/h befinde;-)

Wieso? Hattest Du eine Kopfverletzung? Im uebrigen brauchst Du keine
Helmpflicht, wenn Du einen tragen willst, das darfst Du auch so.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/

Ewald Pfau

unread,
Oct 12, 2015, 10:46:41 AM10/12/15
to
H0Iger SchuIz <q...@gmx.net>:
> Thomas H. <thomas...@gmx.de> wrote:

>> Ich plädiere dafür, dass 25 km/h Pedelec einem Mofa gleichzustellen.
>> Dann gibt es ne Helmpflicht die sich gewaschen hat.

Und niemand will es dann mehr. Noch weniger als jetzt schon. Was Wunder, die
alte Verlogenheit zu retten gesucht und mit Begriffs-Akrobatik dann ein
neues Spiel angesetzt wird? Die Welt der Propaganda hat immer wieder neue
Überraschungen. Manchmal sind sie nurmehr unverschämt. Manchmal sind sie
albern. Viel zu vielen verdreht es damit aber immer wieder einmal die
Hirnwindungen ihres Verstands. Und dann geht das hirnlose Plappern los.
Einmal an den Fingern nachzählen, was Sache ist, hilft oft ungemein.

>> Zu Recht wie ich nach meinem 1. Asphaltkuss bei 25 km/h befinde;-)
>
> Einen Helm aufsetzen darfst Du auch ohne Pflicht. Ich rate aber eher
> dazu, mal zu überlegen, wie es zu diesem Unfall kam, um solche zukünftig
> zu vermeiden.

Die Anmerkung mit der bequemen Sitzposition (nebenan) weist den Weg zu einem
notorischerweise verwurzelten Zusammenhang.

Ich lese da den Anspruch heraus, dass der Automobilist seine per
Gaspedalbedienung erworbene Prägung auf das Zweirad übertragen möchte. Die
Verhaltensprägung in der rollenden Kabine hat sich seit geraumer Zeit dahin
entwickelt, dass man sich zurücklehnt und die Landschaft konsumiert.

Landschaft plus Fahrzeug sind auf diese Art in die in hiesigen breiten
dominanten Verhaltensmuster des Warenkonsums integriert.

Es gibt dann nicht wirklich eine Geographie mit dem freien Himmel über dem
Kopf, es gibt nicht wirklich Personen, deren Verschub in der nackten
Geographie bewerkstelligt wird. Es domimiert stattdessen die Illusion, der
Verschub von Personen in der Landschaft sei ein Unterhaltungsprogramm oder
allenfalls das Kino zur Bestätigung der Wirkmächtigkeit des dazu
eingesetzten Materials.

Das Irre daran ist, dass man sich an diese Utopie um so mehr klammert, je
genervter ringsum alle in einem Stau stehen, oder wenn dem Vehikel
irgendeine Art von Hexenschuss zu schaffen macht. Dann fängt das Kino im
Kopf, von der Utopie der wunderbar berauschenden Form von Fortbewegung, erst
richtig an, zusammengestutzt auf ein Wunschdenken, dem die Wirklichkeit so
nahe scheint.

Wenn man diese zivilisatorischen Phänomene an den Fingern zusammenrechnet,
wird man nun diese Art von Erwartung als Schädigung ansetzen können, mit
einem fallweisen Koordinations-Unvermögen als Auswirkung:

Man kann sich da nicht einfach bequem zurücklehnen, in das träge
Verhaltenskonzept des gemeinen Rollsesselbewohners, damit fällt man mit dem
Velo wahrscheinlich auf die Schnauze, wenn sich dies als Übertragung
einstellt.

Umgekehrt sieht man aber auch die notorischen Paniker, die es sich
untersagen, es sich in der zum Velo gehörigen Motorik des Bewegungsapparats
lässig einzurichten, was ja auch komfortabel sein kann, aber gewiss nicht
bequem in dem Sinn, wie in der Rolle einer bewegungsarmen Dummy-Puppe in
einer Blechdose.

Als da nun gerade der grelle Leichtschaum die verschobene Fehl-Erwartung
besonders schön ausdrückt, würde ich denn auch sonderlich die Kandidaten,
die sich damit nachdrücklich als einschlägig zivilsationsgeschädigt outen,
auch als besonders anfällig dafür ansetzen, ohne jede weitere äußere
Einwirkung einfach über die eigenen Füße zu stolpern, sozusagen, bzw. beim
Velo einfach zum Torkeln anzufangen und dann die Gerade nicht mehr finden.

Mit so einem Koordinationsknoten der Unangemessenheit hat es mich auch schon
hingelegt. Es dudelte gar so schöne weitläufige Renaissance-Chormusik über
den Kopfhörer, und vor mir waren Glatteis-Furchen auf einem Ackerweg,
eigentlich keine Überraschungsmomente mit im Spiel, nur eben ein andauernder
Balanceakt. Das wollte partout nicht zusammenpassen.

Johann Mayerwieser

unread,
Oct 12, 2015, 11:03:40 AM10/12/15
to
Wikipaedia:
In Deutschland ist ein Pedelec, das bei einem maximal 250 Watt starken
Motor auf 25 km/h konstruktiv begrenzt ist, nach der Straßenverkehrs-
Zulassungs-Ordnung ein Fahrrad.

Johann Mayerwieser

unread,
Oct 12, 2015, 11:04:27 AM10/12/15
to
du kannst aber auch im Pedelec-Forum fragen, wie du dir deine
Steuerelektronik umprogrammierst.

H0Iger SchuIz

unread,
Oct 12, 2015, 11:53:27 AM10/12/15
to
Johann Mayerwieser <johann.ma...@gmail.com> wrote:

> Wikipaedia:
> In Deutschland ist ein Pedelec, das bei einem maximal 250 Watt starken
> Motor auf 25 km/h konstruktiv begrenzt ist, nach der Straßenverkehrs-
> Zulassungs-Ordnung ein Fahrrad.

Wikipedia:

"Die skandinavisch-isländische Koproduktion Tsatsiki – Tintenfische und
erste Küsse (Verweistitel: Tsatsiki, Mama und der Polizist) ist ein
Kinderfilm der schwedischen Regisseurin Ella Lemhagen aus dem Jahr
1999."

hs

Johann Mayerwieser

unread,
Oct 12, 2015, 12:40:02 PM10/12/15
to
Wikipaedia:
Gruppenkasper:
Als Gruppenkaspar wird ein Usenetposter bezeichnet, der mit dem Thread
unzusammenhängende oder sonstig blöde Postings verfasst.

R.Stein-Cadenbach

unread,
Oct 12, 2015, 1:29:28 PM10/12/15
to
Am 12.10.2015 um 13:33 schrieb [hr. Maer[ker:
.....................
>
>> http://www.adac.de/_mmm/pdf/statistik_5_2_Fahrrad_Pedelecfahrer_42808.pdf
>
> Die Zahlen verleiten zu der Annahme, Pedelecs wären vor allem für die
> Rentenversicherer gut und weniger für Senioren. Nebenbei sind sie Indiz
> dafür, dass Pedelecs deutlich mehr außerorts genutzt werden als
> Fahrräder. Ob für Alltagsverkehr oder touristisch, ist natürlich die Frage.

Nach meiner Beobachtung: eindeutig das zweite.

Ralf


Martin Wohlauer

unread,
Oct 12, 2015, 2:10:14 PM10/12/15
to
Am 12.10.2015 um 19:29 schrieb R.Stein-Cadenbach:
> Am 12.10.2015 um 13:33 schrieb [hr. Maer[ker:
> ......................
>>
>>> http://www.adac.de/_mmm/pdf/statistik_5_2_Fahrrad_Pedelecfahrer_42808.pdf
>>
>> Die Zahlen verleiten zu der Annahme, Pedelecs wären vor allem für die
>> Rentenversicherer gut und weniger für Senioren. Nebenbei sind sie Indiz
>> dafür, dass Pedelecs deutlich mehr außerorts genutzt werden als
>> Fahrräder. Ob für Alltagsverkehr oder touristisch, ist natürlich die Frage.
>
> Nach meiner Beobachtung: eindeutig das zweite.

Hält sich hier in der Ecke die Waage. Weiter draußen ist das wieder
bisschen was anderes. Da gibt's zwar auch vereinzelt mal wen, der das
als Fahrzeug zur Arbeit verwendet, aber die meisten dann doch eher um
frische Luft zu schnuppern.

Grüßle,

Martin.

Ewald Pfau

unread,
Oct 12, 2015, 3:55:45 PM10/12/15
to
H0Iger SchuIz <q...@gmx.net>:
- Es ist ein Fahrrad
hat einen anderen Sinn als
- Es ist nach der StV-irnkwas-O ein Fahrrad.

Letzteres ist die Umschreibung von
- Es gilt nach der StV-irnkwas-O als ein Fahrrad

Es glauben ja auch die Wiener, dass es gleich bei ihnen um die Ecke ein
Gebirge gibt, da gibt es sogar ein Brunn am Gebirge. Das ist trotzdem kein
Gebirge. Das gilt nur im dort gegebenen Zusammenhang als ein solches.

Ervin Peters

unread,
Oct 12, 2015, 4:02:58 PM10/12/15
to
Am Mon, 12 Oct 2015 12:36:20 +0200 schrieb Thomas H.:

> Folglich müssen sich die beiden Leistungen zu 250 Watt Abregelgrenze
> summieren. Aber ist das beim S-Pedelec (45 km/h) auch so?

Nein, die Abregelung erfolgt aufgrund der Geschwindigkeit, nicht der
Leistung. Die "Zusatz"leistung ist limitiert.

ervin

Johann Mayerwieser

unread,
Oct 12, 2015, 4:37:52 PM10/12/15
to
Am Mon, 12 Oct 2015 19:55:44 +0000 schrieb Ewald Pfau:

> Es glauben ja auch die Wiener, dass es gleich bei ihnen um die Ecke ein
> Gebirge gibt, da gibt es sogar ein Brunn am Gebirge. Das ist trotzdem
> kein Gebirge. Das gilt nur im dort gegebenen Zusammenhang als ein
> solches.

Im Wiener Ortsteil Mauer gab es (und wird wieder durchgeführt) den
Bittgang um das Gebirge (um die Weinberge - besser Weinhügel für eine
gute Ernte). Die Berge um Mauer sind niedriger als die um Brunn/Geb.
Was nun? Ach ja, im Lauf der Zeit hat man die Berge für das Wort Gebirge
in der Höhe angepasst, jetzt muss die Bergansammlung halt höher sein als
früher, dennoch sind die Berge um Brunn/Geb. und die in Wien-Mauer
Gebirge im ursprünglichen Sinn des Wortes.

Thomas Bliesener

unread,
Oct 12, 2015, 9:00:06 PM10/12/15
to
Martin Wohlauer schrieb:
> Davon hat mein Körper noch nicht so viel gehört... Während der Fahrt ist
> das immer noch ganz nett, weil einem da der Fahrtwind vieles an Schweiß
> weg weht. Aber kaum stehe ich, läuft mir sprichwörtlich das Wasser
> runter. Das hört zwar schnell auf, aber der regelmäßige Schnellfahrer
> läuft im Zweifelsfalle genau so aus, wie der Seltenfahrer.

Der regelmäßige Schnellfahrer reduziert gegen Ende der Fahrt das Tempo,
um unspektakulär im Fahrwind abzukühlen. Wenn am Ende eine Steigung
ansteht, ist das natürlich Pech.
--
bli

Ervin Peters

unread,
Oct 13, 2015, 2:37:58 AM10/13/15
to
Am Mon, 12 Oct 2015 15:03:38 +0000 schrieb Johann Mayerwieser:

> Wikipaedia:
> In Deutschland ist ein Pedelec, das bei einem maximal 250 Watt starken
> Motor auf 25 km/h konstruktiv begrenzt ist, nach der Straßenverkehrs-
> Zulassungs-Ordnung ein Fahrrad.

Korrektur: einem Fahrrad gleichgestellt, habe ich auch schon als Änderung
angeregt.

ervin

Martin Wohlauer

unread,
Oct 13, 2015, 5:49:02 AM10/13/15
to
Würde bei mir auf die letzten 500-1000 m bedeuten. Was bei meinen
täglichen Strecken teils massive Anteile der Gesamtstrecke bedeuten
würde. Ins nahe gelegene Gewerbegebiet zum Beispiel ist's nicht mal ein
Kilometer. In die Innenstadt sind's, je nach Streckenwahl, 8-10 km. Wenn
ich so mit meiner Fahrzeit hantieren kann (ja, ich weiß, könnte ich),
würde ich gar nicht mehr so flott fahren brauchen. Aber irgendwie macht
die Zuckelei mir wenig Spaß. =)

Grüßle,

Martin.

[hr. Maer[ker

unread,
Oct 13, 2015, 6:59:42 AM10/13/15
to
R.Stein-Cadenbach wrote:
[Nutzung Pedelecs: Alltagsverkehr oder touristisch?]

> Nach meiner Beobachtung: eindeutig das zweite.

Würde ich auch vermuten. Andererseits wäre die Nutzung von Pedelecs
zwischen Cities und Speckgürteln ein gutes Indiz, ob "Radwege" außerorts
wirklich mehr Radverkehr bringen. Mit E-Moppeds werden evtl. längere
Strecken gefahren als mit Fahrrädern - vorausgesetzt, die Akkus halten.

Thomas Bliesener

unread,
Oct 13, 2015, 10:54:55 AM10/13/15
to
Martin Wohlauer schrieb:
[kontrolliert abkühlen]
> Würde bei mir auf die letzten 500-1000 m bedeuten.

Ja, etwa die Strecke hatte ich im Kopf.

> Was bei meinen täglichen Strecken teils massive Anteile der
> Gesamtstrecke bedeuten würde. Ins nahe gelegene Gewerbegebiet zum
> Beispiel ist's nicht mal ein Kilometer.

Stramm bergauf? Ein Kilometer ist eigentlich keine Strecke, um bei
gemäßigter Witterung richtig naß zu werden und auch keine Distanz, auf
der sich schweißtreibende 10 km/h extra lohnen.

> In die Innenstadt sind's, je nach Streckenwahl, 8-10 km. Wenn ich so
> mit meiner Fahrzeit hantieren kann (ja, ich weiß, könnte ich), würde
> ich gar nicht mehr so flott fahren brauchen. Aber irgendwie macht die
> Zuckelei mir wenig Spaß. =)

Kenn ich. Ich praktiziere das auch nicht konsequent, aber zum Beispiel
bei Kundenterminen oder anderen - hüstel - wichtigen Verabredungen, wo
man nicht in einer Pfütze vor der Tür stehen will, ist es ein probates
Mittel.
--
bli

Martin Wohlauer

unread,
Oct 13, 2015, 11:48:12 AM10/13/15
to
Am 13.10.2015 um 16:47 schrieb Thomas Bliesener:
> Martin Wohlauer schrieb:
> [kontrolliert abkühlen]
>> Würde bei mir auf die letzten 500-1000 m bedeuten.
>
> Ja, etwa die Strecke hatte ich im Kopf.
>
>> Was bei meinen täglichen Strecken teils massive Anteile der
>> Gesamtstrecke bedeuten würde. Ins nahe gelegene Gewerbegebiet zum
>> Beispiel ist's nicht mal ein Kilometer.
>
> Stramm bergauf?

Pfff... Hier hats doch kaum ne Erhebung. Es gibt den Unterschied
zwischen Innenstadt und Umgebung, da ist ein dickerer Anstieg drin. Das
war's dann aber auch so im Wesentlichen.

> Ein Kilometer ist eigentlich keine Strecke, um bei gemäßigter
> Witterung richtig naß zu werden und auch keine Distanz, auf der sich
> schweißtreibende 10 km/h extra lohnen.

Lohnen vermutlich nicht. Spaß macht's trotzdem. =) Bis man halt
ankommt... OK, auf /der/ speziellen Strecke komme ich auch nur mäßig ins
Schwitzen, aber ohne Fahrtwind kann das schon nass genug sein,
insbesondere im Sommer.

>> In die Innenstadt sind's, je nach Streckenwahl, 8-10 km. Wenn ich so
>> mit meiner Fahrzeit hantieren kann (ja, ich weiß, könnte ich), würde
>> ich gar nicht mehr so flott fahren brauchen. Aber irgendwie macht die
>> Zuckelei mir wenig Spaß. =)
>
> Kenn ich. Ich praktiziere das auch nicht konsequent, aber zum Beispiel
> bei Kundenterminen oder anderen - hüstel - wichtigen Verabredungen, wo
> man nicht in einer Pfütze vor der Tür stehen will, ist es ein probates
> Mittel.

Schon richtig. Ist ja jetzt nicht so, als wenn mir das völlig neu wäre. =)

Grüßle,

Martin.

Thomas Bensler

unread,
Oct 13, 2015, 3:31:05 PM10/13/15
to
On 13.10.2015 02:49, Thomas Bliesener wrote:
> Martin Wohlauer schrieb:
>> Davon hat mein Körper noch nicht so viel gehört... Während der Fahrt ist
>> das immer noch ganz nett, weil einem da der Fahrtwind vieles an Schweiß
>> weg weht. Aber kaum stehe ich, läuft mir sprichwörtlich das Wasser
>> runter. Das hört zwar schnell auf, aber der regelmäßige Schnellfahrer
>> läuft im Zweifelsfalle genau so aus, wie der Seltenfahrer.
>
> Der regelmäßige Schnellfahrer reduziert gegen Ende der Fahrt das Tempo,
> um unspektakulär im Fahrwind abzukühlen.

Schaff ich nicht ;) ich roll meist mit Schmackes am Ziel ein ... und
lauf dann aus

Thomas Bensler

unread,
Oct 13, 2015, 4:00:23 PM10/13/15
to
On 12.10.2015 09:49, Andreas Oehler wrote:
> Zudem sorgt Training (im
> Sinne von regelmäßig fahren, nicht Wettkampf-Orientiertem Sport) dafür,
> dass das mit de mSchwitzen bald nachläßt.

bei mir nicht :( ich fahr werktäglich 4 mal 10-15min normalerweise im
gib-alles-mode seit ~5J und am Ziel wenn der Fahrtwind weg ist, läuft
mir das Wasser aus der Haut. Bei einstelligen Temperaturen kann ich mit
der Wahl der Kleidung ein thermisches Gleichgewicht hinbiegen, mit etwas
frösteln am Anfang und nur leicht feucht am Ende.

Ist wohl Typsache, fühle mich in Innenräumen auch schnell
übertemperiert. Hatte bislang eher die These, dass regelmäßiges
Puls-hochjagen langsam den Grundumsatz hochzieht.





Martin Wohlauer

unread,
Oct 14, 2015, 6:05:24 AM10/14/15
to
+1

Aber ich arbeite immer noch dran. =)

Grüßle,

Martin.

Roland White

unread,
Oct 14, 2015, 7:38:19 AM10/14/15
to
Thomas Bensler <gu...@bensler.com> schrieb:
Wenn ich meine knappe Viertelstunde zum Bahnhof strample und knapp dran
bin (also praktisch immer...;-) und der Zug pünktlich kommt (was nun
freilich eher die Ausnahme ist), finde ich's im Zug immer amüsant, wenn
die Leute um mich rum in dicken Winterklamotten stehen, während ich mir
eiligst Jacke und Pullover vom Leib reiße, die Ärmel hochkrempele und
mir minutenlang Kühlung zufächle. Es dauert so an die zwanzig Minuten,
bis ich wieder sowas wie Normaltemperatur habe. Schwitzen läßt sich in
dem Fall dennoch nicht ganz vermeiden. So betrachtet ist es dann wieder
von Vorteil, wenn die Bahn wieder verspätet ist und ich in der
morgendlichen Kälte auf dem Bahnsteig etwas abkühlen kann...

Gruß

Ro"Züge sind sowieso fast immer überheizt"land


--
Obenstehender Text kann Informationen beinhalten, die durch Lesen die
inhaltliche Erfassung der Nachricht vereinfachen.

Anton Ertl

unread,
Oct 14, 2015, 1:13:30 PM10/14/15
to
Thomas Bensler <gu...@bensler.com> writes:
>On 12.10.2015 09:49, Andreas Oehler wrote:
>> Zudem sorgt Training (im
>> Sinne von regelmäßig fahren, nicht Wettkampf-Orientiertem Sport) dafür,
>> dass das mit de mSchwitzen bald nachläßt.
>
>bei mir nicht :( ich fahr werktäglich 4 mal 10-15min normalerweise im
>gib-alles-mode seit ~5J und am Ziel wenn der Fahrtwind weg ist, läuft
>mir das Wasser aus der Haut.

So aehnlich geht's mir auch. Der Koerper wird dabei gut erwaermt und
heizt dann noch 15min oder mehr nach. Dass man das mit 1000m lockerem
Fahren wegkriegt, bezweifle ich.

>Hatte bislang eher die These, dass regelmäßiges
>Puls-hochjagen langsam den Grundumsatz hochzieht.

Ich habe bisher von zwei Effekten gelesen: Hoeherer Grundumsatz durch
mehr Muskelmasse, und hoeherer Umsatz fuer 24h durch Nachfuellen der
Glykogenspeicher (dazu muessen sich aber nennenswert verbraucht sein,
also nur kurz den Puls hochjagen wird nicht reichen, aber vier mal
10-15min mit hoher Leistung sollten reichen).

Thomas Bliesener

unread,
Oct 15, 2015, 11:00:05 AM10/15/15
to
Anton Ertl schrieb:
> So aehnlich geht's mir auch. Der Koerper wird dabei gut erwaermt und
> heizt dann noch 15min oder mehr nach. Dass man das mit 1000m lockerem
> Fahren wegkriegt, bezweifle ich.

15 Minuten und länger bin ich danach naß und (angenehm) warm ist mir
noch noch viel länger, aber daß der Schweiß aus allen Poren schießt, das
hält bei mir geschätzt zwei, drei Minuten an. Drei Minuten ist auch die
Zeit, die man für 1 km bei gemütlichen 20 km/h braucht. In der Zeit läßt
nicht nur wie beim bloßen Warten die Wärmeproduktion deutlich nach,
sondern der Schweiß wird aktiv im Fahrtwind verdunstet und kühlt den
Körper ganz erheblich, viel mehr als bei der nun reduzierten Leistung
nötig wäre. Reicht vielleicht nicht bei Leuten, die sehr stark schwitzen
oder ohnehin zu warm angezogen sind, oder wenn der letzte Kilometer
durch den indochinesischen Dschungel bei 100 % rel. Luftfeuchte führt.
YMMV. Wozu trocken theoretisieren: Probieren geht über Studieren. ;-)
--
bli

Martin Wohlauer

unread,
Oct 15, 2015, 5:47:41 PM10/15/15
to
Am 15.10.2015 um 16:58 schrieb Thomas Bliesener:
> Anton Ertl schrieb:
>> So aehnlich geht's mir auch. Der Koerper wird dabei gut erwaermt und
>> heizt dann noch 15min oder mehr nach. Dass man das mit 1000m lockerem
>> Fahren wegkriegt, bezweifle ich.
>
> 15 Minuten und länger bin ich danach naß und (angenehm) warm ist mir
> noch noch viel länger,

So weit normal.

> aber daß der Schweiß aus allen Poren schießt, das hält bei mir
> geschätzt zwei, drei Minuten an. Drei Minuten ist auch die Zeit, die
> man für 1 km bei gemütlichen 20 km/h braucht.

Naja, deswegen ist er aber noch nicht einfach nur weg.

> In der Zeit läßt nicht nur wie beim bloßen Warten die Wärmeproduktion
> deutlich nach, sondern der Schweiß wird aktiv im Fahrtwind verdunstet
> und kühlt den Körper ganz erheblich, viel mehr als bei der nun
> reduzierten Leistung nötig wäre. Reicht vielleicht nicht bei Leuten,
> die sehr stark schwitzen
Genau das. Wenn ich diese Technik anwende, brauche ich schon eine Weile,
bis das wieder trocken ist. Eine gewisse Feuchte entwickelt sich auch
beim Fahren. Nur so richtig™ Nass wird's halt, sobald der Fahrtwind mal
weg ist. Wenn das zufällig direkt nach der Leistungsphase ist, bin ich
in 3 Min nicht wieder trocken, keine Chance.

> oder ohnehin zu warm angezogen sind,

Das versuche ich in letzter Zeit immer zu vermeiden. Fies ist da nur der
Winter. Weil die ersten 5 Minuten ist's einfach noch zu kalt, als dass
man da dünn angezogen sein dürfte. Also zieht man sich doch dick an. Was
aber wieder heißt, man ölt dann doch vor sich hin. Zwar nicht so krass
wie zu den anderen Jahreszeiten, aber durchaus auch.

> oder wenn der letzte Kilometer durch den indochinesischen Dschungel
> bei 100 % rel. Luftfeuchte führt. YMMV. Wozu trocken theoretisieren:
> Probieren geht über Studieren. ;-)
Alles schon gemacht. Ich vergesse nur immer, wie lang so ein km
eigentlich ist. 500 m reicht bei mir nicht unbedingt aus, um da zu
landen, wo ich hin wollte.

Grüßle,

Martin.

Thomas Bliesener

unread,
Oct 16, 2015, 12:08:06 PM10/16/15
to
Martin Wohlauer schrieb:
>> oder ohnehin zu warm angezogen sind,
>
> Das versuche ich in letzter Zeit immer zu vermeiden. Fies ist da nur der
> Winter. Weil die ersten 5 Minuten ist's einfach noch zu kalt, als dass
> man da dünn angezogen sein dürfte. Also zieht man sich doch dick an. Was
> aber wieder heißt, man ölt dann doch vor sich hin. Zwar nicht so krass
> wie zu den anderen Jahreszeiten, aber durchaus auch.

Ich stehe in diesen Wochen abends auch immer vor der schwierigen
Entscheidung, ob ich das kurz- oder langärmelige Oberteil anziehen soll.
Nehme ich die kurzen Ärmel, kann ich nach Mitternacht (< 20 °C) nicht
mehr gemütlich draußen sitzen. Nehme ich die langen, muß ich sie
zunächst hochschieben und den Reißverschluß bis zum Nabel öffnen. Ab
Dezember kommt dann die Qual der Wahl dazu, ob lange oder kurze Hose.

Winterhalbjahr ist Mist.
--
bli
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