On 3/24/21 2:33 PM, Olaf Schultz wrote:
> On 3/24/21 8:43 PM, Joerg wrote:
>> On 3/24/21 10:52 AM, Olaf Schultz wrote:
>
[...]
>>> Frag mal, was ein Zahnriemen kostet inkl. Ritzelscheibe und
>>> Riemenscheibe vorne, die sind auch irgendwann auf.
>>>
>>
>> Dann die Frage, was man macht, wenn einem der Riemen ausgerechnet in der
>> Wueste 100km suedlich von Fort Zinderneuf gerissen ist.
>>
>
> Mit Glück jede Menge Zwirn und Nadel dabei? ...
Bei manchen Leuten mit guten Beinmuskeln haelt das vermutlich nur wenige
Kurbelumdrehungen :-)
> ... Wenn die Kette ist tut es
> notfall wohl eine kleine Wapuzange und Glied einkürzen... wenn man nicht
> diese sche... Shimano-Ketten mit den Kragenbolzen hat.
>
Das Fabrikat ist ziemlich egal, frueher habe ich das so gemacht: Ein
kleiner Nagel aus Germanien (die guten, fuer Beton) und eine alte kleine
Stahlmutter fuhren mit. Ist einem die Kette zerdoemmelt, angehalten,
zwei kleine Steine gesucht sowie ein kleines einigermassen frisches
Aestchen. Das Aestchen am Ende mit dem Taschenmesser angeschlitzt,
Fahrrad gelegt, groesseren Stein unter die Kette, Stahlmutter drauf,
Gelenk darauf, Nagel in Astschlitz, mit dem anderen Stein auf den Nagel
gekloppt, bis der Niet raus war. Das ganze nochmals am anderen Ende der
defekten Stelle. Niet moeglichst dabei nicht verlieren, oder wenigstens
einen davon. Dann die Kette kuerzer wieder vernieten, indem der Niet mit
dem kleineren Stein wieder reingekloppt wird. An Ende die Kette direkt
auf den Stein und nachmal sanft klopfen. Falls sie dabei steif wurde,
mit dem Nagel plus Stein dezent lockern. Aehnlich habe ich frueher in
meiner Studentenbude Ketten gewechselt, weil es damals keine mit dem KMC
"Missing Link" gab, zumindest nicht zum Studententarif. Statt Nagel
hatte ich aber einen kleinen Punzen.
Inzwischen ist das nicht mehr noetig, weil ein Crankbrothers Tool
mitfaehrt. Das ist allerdings recht schwer.
Vor einigen Monaten brauchte ich die Methode nochmal, weil ich ein
Leih-MTB ohne "Kofferraum" fuhr und jemand sagte, er haette schon einen
Chain Breaker (Kettentrenner?) dabei. Dieser stellte sich jedoch als
voellig minderwertig heraus, der Pin kruemmte sich. Es hat eine halbe
Stunde gedauert, bis ich aus einem alten Hinweisschild einen rostigen
Nagel rausgeprokelt hatte. Repariert, aber am Ende kam, was kommen
musste. Der Fahrer hat sich irgendwann verschaltet, vergessen, dass die
Kette fuer das grosse Ritzel hinten nun zu kurz war ... KRACKS ... hat
es das Schaltwerk zerbrezelt. Also nochmal kuerzen und ein Eingang-Rad
draus gemacht. Je nach MTB muss man dann hinten die Federung abschalten.
>
>>
>>> Gut, es ist inzwischen der zweite Chainglider im Einsatz, auf 53+ Mm.
>>>
>>> Da mache ich mir keinen Kopf über geringe Wirkungsgradvor-/Nachteile.
>>>
>>
>> Same here. Was wuerde ich drum geben, wenn es fuer Fahrraeder Ketten mit
>> O-Ringen gaebe so wie fuer Motorraeder. Plus dickere Ritzel und dafuer
>> eben weniger.
>>
>
> Du hast schon mal an einer Motorradkette mit O-Ringen die Glieder
> gegeneinander verdreht? ...
Ja :-)
> ... Das will ich nicht am Fahrrad haben mit vier
> Auf/Abläufen an Kettenschaltungen. Das ist schon ernsthaft Leistung.
> Außerdem verschleißen Ritzel auch durch einfaches auf/ablaufen der Kette
> selbst wenn die kein Moment übertragen. Hatte am Baron ein gutes 600er
> UG-Ritzel... über einige km richtig gut eingeläppt...
>
Die verschleissen doch ohnehin. Nach 2-3 Ketten ist meine Kassette
soweit abgenudelt, dass ich eine neue brauche oder die wichtigsten
Ritzel umdrehen muss (heutzutage nach Runterschleifen von Nutmaterial).
Bei Motorraedern haelt das alles weit laenger.