Andreas Borutta <
bor...@gmx.de> wrote:
> Ich habe da einen älteren Feld-Wald-und-Wiesen-Stahlrahmen, dessen
> Hinterbau nicht breit genug für eine SRAM-7-Gang-Nabe (vom Schrott
> gezogen) ist.
Wie weit müßtest Du den Hinterbau denn aufweiten? Bei wenigen
Millimetern und Stahl hätte ich genau gar keine Bedenken.
> Haltet ihr es für kritisch, den Hinterbau selber aufzuweiten?
Nö, jedenfalls nicht unter den o. g. Randbedingungen. Die zweite ist ja
offensichtlich erfüllt, jetzt kommt es nur auf die erste an. Stahl ist
aber grundsätzlich sehr gutmütig.
> Hat das jemand von Euch schonmal improvisiert, mit 'ner
> Gewindestange ...?
BTDTGTT, IIRC von 126mm auf 130mm. Mittels Gewindestange, zwei Muttern,
zwei soliden Karosserieschrauben und etwas Gefühl geht das relativ fix.
Weil Stahl recht elastisch ist, mußt Du, um die gewünschte Weite zu
erzielen, übers Ziel hinausschießen, also weiter spreizen als die
endgültige Breite sein soll. Also heißt es: Weiten, entspannen, messen,
weiter weiten bis es paßt. Am Ende ist es *sehr* zu empfehlen, die
Auffallenden wieder parallel auszurichten, damit die Nabe (oder genauer:
deren Achse) später nicht unter einer Biegevorspannung leidet. Es gibt
passendes Werkzeug, bei weniger festen Stahlsorten kann man aber auch
mit Gewindestange, Nuttern und Karosseriescheiben (oder, falls
verfügbar, besser etwas Soliderem) problemlos improvisieren. Hier ist
ein wenig mehr Fingerspitzengefühl gefordert. Die Ausrichtung kann man
überprüfen, indem man einseitig auf der Außenseite ein Vorderrad mit
Schnellspanner einklemmt. Durch den großen Raddurchmesser fällt eine
Schiefstellung deutlich ins Auge.
Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur