Pflicht Radwege zu benutzen?

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Andreas Müller

unread,
Dec 26, 2003, 5:31:17 PM12/26/03
to
Hallo NG,

kann mir jemand sagen wie die Rechtslage in Sachen Radwege benutzen/nicht
benutzen ist? Ich bin selbst Hobby Rennradfahrer und habe immer wieder das
Problem mit Radwegen. In der Regel bin ich froh über alle Radwege und
versuche diese auch zu benutzen. Da es jedoch auch viele Radwege gibt die
für Radfahrer einfach nicht zumutbar sind (Schlaglöcher, Bodenwellen,
ständige Auf- und Absenken, usw.) Geschweige denn für Rennradfahrer, kommt
es auch vor das ich auf die "normalen" Straßen ausweiche. Da kommt es nicht
gerade selten vor das man sich die übelsten Beschimpfungen anhören muß
(Schreien aus den vorbeifahrenden Autos, Hupen bis hin zu gefährlichem
schneiden) Ich würde nun gerne wissen ob ich als Radfahrer verpflichtet bin
die Radwege zu benutzen oder ob mir dies freigestellt ist.

Vielen Dank
Andreas

--
Andreas Müller
Icq: 60359036
Mail: and...@web.de


Stefan Schulze

unread,
Dec 26, 2003, 7:11:19 PM12/26/03
to
* "Andreas Müller" <and...@web.de> wrote:

> kann mir jemand sagen wie die Rechtslage in Sachen Radwege
> benutzen/nicht benutzen ist?

Das ist eine FAQ und findet sich natürlich auch in jener ;-)
<http://drffaq.freezope.org/drf/faq/alltagsradler/verkehrsrecht/deutschlan
d/index.html>. Außerdem empfehlenswert ist
<http://bernd.sluka.de/Radfahren/rechtlich.html>.

> Da es jedoch auch viele Radwege gibt die für Radfahrer einfach nicht
> zumutbar sind (Schlaglöcher, Bodenwellen, ständige Auf- und Absenken,
> usw.) Geschweige denn für Rennradfahrer, kommt es auch vor das ich
> auf die "normalen" Straßen ausweiche.

Ich habe zwar nicht den Vergleich, gehe aber davon aus, daß es nicht
unangenehmer ist, ein derartigen Weg mit dem Rennrad zu nutzen, als mit
einem normalen Fahrrad, das vollgepackt ist.

> Da kommt es nicht gerade selten vor das man sich die übelsten
> Beschimpfungen anhören muß (Schreien aus den vorbeifahrenden Autos,
> Hupen bis hin zu gefährlichem schneiden) Ich würde nun gerne wissen
> ob ich als Radfahrer verpflichtet bin die Radwege zu benutzen oder ob
> mir dies freigestellt ist.

Dein Problem ist nicht rechtlicher Natur.

> --
> Andreas Müller

BTW: Hinter dem Sigtrenner fehlt ein Leerzeichen.
--
Stefan

Harald Meyer

unread,
Dec 27, 2003, 3:07:53 AM12/27/03
to
[ACHTUNG! Popcorngefahr!]
Stefan Schulze <stefan_...@despammed.com> schrieb:

>* "Andreas Müller" <and...@web.de> wrote:
>
>> kann mir jemand sagen wie die Rechtslage in Sachen Radwege
>> benutzen/nicht benutzen ist?
>
>Das ist eine FAQ und findet sich natürlich auch in jener ;-)
><http://drffaq.freezope.org/drf/faq/alltagsradler/verkehrsrecht/deutschland/index.html>.

^^==> Einklich schade, daß X-News das trotz gesetzter "< >" umbricht.
Ich habe mal versucht das zu reparieren :-)

> Außerdem empfehlenswert ist
><http://bernd.sluka.de/Radfahren/rechtlich.html>.
>
>> Da es jedoch auch viele Radwege gibt die für Radfahrer einfach nicht
>> zumutbar sind (Schlaglöcher, Bodenwellen, ständige Auf- und Absenken,
>> usw.) Geschweige denn für Rennradfahrer, kommt es auch vor das ich
>> auf die "normalen" Straßen ausweiche.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Du meinst sicher die Fahrbahn, der Rad_weg! ist Teil der Straße.



>
>Ich habe zwar nicht den Vergleich, gehe aber davon aus, daß es nicht
>unangenehmer ist, ein derartigen Weg mit dem Rennrad zu nutzen, als mit
>einem normalen Fahrrad, das vollgepackt ist.

Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung mit dem RR sogar deutlich
unangenehmer, weil die angebotene "Fahrbahnqualität" i.d.R. nicht
zum möglichen Geschwindigkeitspotenzial des RR adäquat erscheint.
Von der allgem. Gefährlichkeit solcher Sonderwege mal ganz abgesehen.

>
>> Da kommt es nicht gerade selten vor das man sich die übelsten
>> Beschimpfungen anhören muß (Schreien aus den vorbeifahrenden Autos,
>> Hupen bis hin zu gefährlichem schneiden) Ich würde nun gerne wissen
>> ob ich als Radfahrer verpflichtet bin die Radwege zu benutzen oder ob
>> mir dies freigestellt ist.
>
>Dein Problem ist nicht rechtlicher Natur.

Primär vermutlich nicht ;-), sekundär, als Folge nicht vorhersehbarer
Autistenreaktionnen, aber eventuell schon. Beispiele hatten wir, denke
ich, hier schon reichlich.

>
>> --
>> Andreas Müller
>
>BTW: Hinter dem Sigtrenner fehlt ein Leerzeichen.

Stymmt, das funzt mit seinem veralteten OjE auch nicht, dazu müßte er
erst einmal updaten, oder eine Hilfsweichware einsetzen.

Beste Grüße -Harald-

--
FAQ zu drf: http://drffaq.freezope.org/drf/faq
FAQ zu Zitieren: http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/
FAQ zu "OjE-Viren": http://piology.org/ILOVEYOU-Signature-FAQ.html
FAQ zu OjE: http://oe-faq.de + http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html

Peter Fronteddu

unread,
Dec 27, 2003, 3:43:29 AM12/27/03
to
Harald Meyer wrote:

> Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung mit dem RR sogar deutlich
> unangenehmer, weil die angebotene "Fahrbahnqualität" i.d.R. nicht
> zum möglichen Geschwindigkeitspotenzial des RR adäquat erscheint.

*Das* ist aber nun genau *kein* Argument gegen Radwege. So wie man vom
Autofahrer, egal ob Porsche oder Entenfahrer die Anpassung der
Geschwindigkeit an die Strassen und Verkehrsverhältnisse fordert, gilt
das auch fuer Radfahrer, egal ob Rennrad, MTB oder Alltagsrad.

> Von der allgem. Gefährlichkeit solcher Sonderwege mal ganz abgesehen.

Das wiederum *ist* ein Argument :-)

Gruesse
Peter

Wolfgang Strobl

unread,
Dec 27, 2003, 4:47:56 AM12/27/03
to
"Andreas Müller" <and...@web.de>:

>Hallo NG,

Das ist überflüssig. Die Artikel in der Zeitung fangen ja auch nicht
mit "Hallo Leser" an.

>kann mir jemand sagen wie die Rechtslage in Sachen Radwege benutzen/nicht
>benutzen ist?

Die Faq http://drffaq.freezope.org/ verweist auf die Seiten von Bernd
Sluka Hättest Du "radwege" in das Suchfeld rechts oben eingetippt,
hättest Du's gleich gefunden.

>Ich bin selbst Hobby Rennradfahrer und habe immer wieder das
>Problem mit Radwegen.

Wer hat die nicht. Sogar Profi-Alltagsfahrer wie ich haben mit Radwegen
immer wieder Probleme, wenn vielleicht auch etwas weniger Probleme als
Hobby-Rennradfahrer.

>In der Regel bin ich froh über alle Radwege

Wie kommt's? Nagelst Du Dir auch gelegentlich Nägel durch die Füße -
wegen des schönen Gefühls, wenn der Schmerz wieder nachläßt? :-}

>und
>versuche diese auch zu benutzen.

Ich hingegen empfehle die "50 Gründe". Inzwischen fast zehn Jahre alt,
aber immer noch taufrisch.

http://www.swb.de/personal/elch/50-gruende.html


--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Wolfgang Strobl

unread,
Dec 27, 2003, 5:05:43 AM12/27/03
to
"Peter Fronteddu" <nopi...@web.de>:

>Harald Meyer wrote:
>
>> Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung mit dem RR sogar deutlich
>> unangenehmer, weil die angebotene "Fahrbahnqualität" i.d.R. nicht
>> zum möglichen Geschwindigkeitspotenzial des RR adäquat erscheint.
>
>*Das* ist aber nun genau *kein* Argument gegen Radwege. So wie man vom
>Autofahrer, egal ob Porsche oder Entenfahrer die Anpassung der
>Geschwindigkeit an die Strassen und Verkehrsverhältnisse fordert, gilt
>das auch fuer Radfahrer, egal ob Rennrad, MTB oder Alltagsrad.
>

Das ist sehr wohl ein gewichtiges, wenn nicht sogar das Argument
überhaupt gegen Radwege.

Man kann in der Tat nicht nur vom Autofahrer, egal ob Porsche oder
Entenfahrer, meist ziemlich erfolglos, die Anpassung der
Geschwindigkeit an die Straßenverhältnisse oder Verkehrsverhältnisse
fordern, sondern Gleiches auch vom Radfahrer, auch wenn die analoge
Forderung angesichts der inhärenten Begrenzung durch Fahrzeuggewicht
und Antrieb beim Radfahrer evtl. ein wenig rechhaberisch und
unmotiviert erschiene. Aber man kann, man darf, und man tut's.

Also zum Bespiel, daß auch er, der Radfahrer in geschlossenen
Ortschaften nicht schneller als 50 fährt, an Schulen höchstens 30, und
in speziellen Verkehrslagen (Kinder in der Nähe) gelegentlich auch
deutlich langsamer. Aber nicht mehr.

Vor allem ist es nicht akzeptabel, erst künstlich unterschiedliche
(sprich: gefährlichere) Verkehrsverhältnisse für Radfahrer und
Kfzbenutzer zu schaffen (sprich: Radwege), um diese _dann_ als Benutzer
derselben Straße mit dem Verweis auf diesen Unterschied zu erhöhter
Wachsamkeit und geringerem Tempo zu verpflichten.

Tucholsky schrieb in seinen Schnipseln "Nationalökonomie ist der
Mißbrauch einer zu diesem Zweck erfundenen Terminologie". Auf die
Benutzungspflicht der Radwege paßt das auch: sie ist der Mißbrauch
eines zu diesem Zweck erfundenen verkehrstechnischen Konzepts.

Walter Janné

unread,
Dec 27, 2003, 5:13:32 AM12/27/03
to
Andreas Müller schrieb:

>Ich würde nun gerne wissen ob ich als Radfahrer verpflichtet bin
>die Radwege zu benutzen oder ob mir dies freigestellt ist.

Rechtlich gesehen wohl schon - siehe Ausnahmen, die in anderen Posting
erklärt werden.

Ich fahre hier bei meinen Trainingsstreckenn _nie_ auf sog."Radegen".
Sie sind nach meinem Dafürhalten _alle_ unbenutzbar. Ein Grund findet
sich im Bedarfsfall (Belästigung durch Grüne) immer:
"Da hinten parkt ein Laster/liegen Scherben/sind Löcher/..." Falls das
nicht stimmt und der Trachtenspezi das erwähnt: "Ach., jetzt ist er weg?
Vorhin war er noch da."

Abgesehen von den Fällen, wo angeblich ein sog. "Radweg" dort ist, aber
die einschlägigen Lollies fehlen.

Es gibt nur zwei wichtige Gründe, auf einem sog. "Radweg" zu fahren,
dann wegen der Gefahren auf selbigen aber nur sehr vorsichtig:
1. Straße ist eine Gefahr fürs Material
2. Es führt kein anderer Weg da hin, wo ich hin will.


Und was die Autisten angeht: Hupen, Pöbeln und dergl. wird ignoriert
oder mit fröhlichem Winken quittiert. Manchmal sind auch sinnfreie
Antworten ganz lustig: "Jaja, ich finde auch, daß sibirischer Spargel
dieses Jahr zu teuer ist." Oder: "Sie haben recht, chinesische Rennmäuse
verlieren ihre Spurtqualitäten, wenn man sie blau einfärbt." Ruft immer
recht lustige dumme Gesichter hervor und man hat richtig Spaß beim
Fahren.

Diskutiert wird mit solchen Elementen nicht - deren Hirnmasse ist zu
gering...

Bei gefährlicheren Dingen gibt es eben eine Anzeige.

Walter
--
Erotik [im Internet] ist das sinnliche Streicheln der Tastatur,
daß solch poetische Worte wie "beschreip dihc Mal",
"hst du pics" und "bis du auch an real inresiert?" entstehen läßt.
(Steffi Abel in dciwpm)

Andreas Müller

unread,
Dec 27, 2003, 5:16:13 AM12/27/03
to
Hallo,

danke für den Link!

> Ich habe zwar nicht den Vergleich, gehe aber davon aus, daß es nicht
> unangenehmer ist, ein derartigen Weg mit dem Rennrad zu nutzen, als mit
> einem normalen Fahrrad, das vollgepackt ist.

Nicht unbedingt für den Fahrer, sondern auch für das Rad, wenn man mit 8-9
Bar Reifendruck durch ein Schlagloch fährt ist das beim RR etwas
unangenehmer als mit "normalen Rädern"!!!

> Dein Problem ist nicht rechtlicher Natur.

Ist mir schon klar, nur wenn man die Rechtslage kennt, kann man wenigsten
guten Gewissens die Straße benutzen oder eben nicht.


> BTW: Hinter dem Sigtrenner fehlt ein Leerzeichen.

Bitte?


Andreas Müller

unread,
Dec 27, 2003, 5:42:07 AM12/27/03
to
Hallo Wolfgang,

ich finde es immer wieder erstaunlich, man postet neutral und sachlich ein
Frage in eine Newsgroup und bekommt dann solche Antworten.

> Das ist überflüssig. Die Artikel in der Zeitung fangen ja auch nicht
> mit "Hallo Leser" an.

Was muß den mit einem los sein, sich über so was aufzuregen?

>Die Faq http://drffaq.freezope.org/ verweist auf die Seiten von Bernd
>Sluka Hättest Du "radwege" in das Suchfeld rechts oben eingetippt,
>hättest Du's gleich gefunden.

Bekommst du im Traum die Erleuchtung und ein Geist sagt dir die Webadressen,
oder wie?
Ich kannte diese Seite nicht!

> Wie kommt's? Nagelst Du Dir auch gelegentlich Nägel durch die Füße -
> wegen des schönen Gefühls, wenn der Schmerz wieder nachläßt? :-}

Werd hier nicht weiter kommentieren, bist schon arm dran

Andreas


Gerald Eischer

unread,
Dec 27, 2003, 6:13:26 AM12/27/03
to
"Andreas M³ller" <and...@web.de> schrieb:
^Bitte keine Umlaute im From-Header, wenn der Newsreader dazu
zu blöd ist.

>Nicht unbedingt für den Fahrer, sondern auch für das Rad, wenn man mit 8-9
>Bar Reifendruck durch ein Schlagloch fährt ist das beim RR etwas
>unangenehmer als mit "normalen Rädern"!!!

Wieso? Über ein Schlagloch springt man einfach drüber.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |

Christian Volk

unread,
Dec 27, 2003, 6:42:51 AM12/27/03
to
Hi,

Andreas Müller wrote:

> Hallo Wolfgang,
>
> ich finde es immer wieder erstaunlich, man postet neutral

Hat er, wie ich finde.

> und
> sachlich ein Frage in eine Newsgroup und bekommt dann solche
> Antworten.

>> Das ist überflüssig. Die Artikel in der Zeitung fangen ja auch nicht
>> mit "Hallo Leser" an.

Ein wenig merkwürdige Einstellung, aber neutral geäußert.

>> Die Faq http://drffaq.freezope.org/ verweist auf die Seiten von Bernd
>> Sluka Hättest Du "radwege" in das Suchfeld rechts oben eingetippt,
>> hättest Du's gleich gefunden.

> Bekommst du im Traum die Erleuchtung und ein Geist sagt dir die
> Webadressen, oder wie?
> Ich kannte diese Seite nicht!

Geht auch mit Google:
<http://www.google.com/search?sourceid=navclient&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=drf+faq
>
Hit #1.

>> Wie kommt's? Nagelst Du Dir auch gelegentlich Nägel durch die Füße -
>> wegen des schönen Gefühls, wenn der Schmerz wieder nachläßt? :-}

Hast du dich inzwischen ein wenig eingelesen?

> Werd hier nicht weiter kommentieren, bist schon arm dran

War eine rhetorische, sarkastische Frage, die seine Einstellung zu
Radwegen, aber nicht seine Meinung zu dir ausdrückt.
"bist schon arm dran" ist hingegen schon nicht ganz fein,
findet zumindest:

Christian


Elke Bock

unread,
Dec 27, 2003, 6:47:21 AM12/27/03
to
"Andreas Müller" <and...@web.de> schrieb:

>Hallo NG,

Hallo Andreas. :-)

>kann mir jemand sagen wie die Rechtslage in Sachen Radwege benutzen/nicht
>benutzen ist?

Da wurde ja schon einiges genannt.

>Ich bin selbst Hobby Rennradfahrer und habe immer wieder das
>Problem mit Radwegen.

Ich bin selbst ehemalige "Profi-"Radrennfahrerin und habe
sie damals meist einfach ignoriert. Heute benutze ich das
Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel, und suche mir nach
Möglichkeit Straßen ohne Radfahrerbehinderungsanlagen aus.

>In der Regel bin ich froh über alle Radwege und
>versuche diese auch zu benutzen.

Das verstehe ich nicht. Ich habe die Dinger schon immer
gehaßt, solange ich mich zurückerinnere. Woher kommt das,
über eine Einrichtung froh zu sein, die in vielen Fällen
leicht erkennbar Sch*** ist?

Schon alleine das damit verbundene indirekte Linksabbiegen,
man kommt sich vor wie in den Kindergarten zurückversetzt.


mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.

Harald Meyer

unread,
Dec 27, 2003, 6:45:17 AM12/27/03
to
"Andreas Müller" <and...@web.de> schrieb:

>ich finde es immer wieder erstaunlich, man postet neutral und sachlich ein
>Frage in eine Newsgroup und bekommt dann solche Antworten.
>
>> Das ist überflüssig. Die Artikel in der Zeitung fangen ja auch nicht
>> mit "Hallo Leser" an.
>
>Was muß den mit einem los sein, sich über so was aufzuregen?

Was geht in einem Newbie vor, der sich so in eine Newsgroup einführt?

>
>>Die Faq http://drffaq.freezope.org/ verweist auf die Seiten von Bernd
>>Sluka Hättest Du "radwege" in das Suchfeld rechts oben eingetippt,
>>hättest Du's gleich gefunden.
>

[Nicht angebrachtes Geflame gelöscht.]


>Ich kannte diese Seite nicht!

Wenigstens bist du ehrlich. Die meisten Neulinge in einer Newsgroup
lesen sich erst mal `n büschen ein, oder fragen, wenn sie etwas weiter
denken, schon mal nach `ner FAQ für die Group.


>
>> Wie kommt's? Nagelst Du Dir auch gelegentlich Nägel durch die Füße -
>> wegen des schönen Gefühls, wenn der Schmerz wieder nachläßt? :-}
>
>Werd hier nicht weiter kommentieren, bist schon arm dran

Nein, arm 'dran bist leider du, wenn du diese Zeilen nicht
sinnentnehmend zu lesen weißt. :-(

BTW: Wenn du nicht weißt, wie ein Signaturtrenner funktioniert, das ist
keine Schande, aber du kannst es begreifen lernen, wenn du gelegentlich
mal die Links in meiner .sig anklickst. Und wenn wir schon dabei sind,
ein Subjekt wird auch nicht ohne Not geändert, so wie du das in M-ID
<bsjm5g$aiv$07$1...@news.t-online.com> zudem noch fehlerhaft gestaltet
hast.

Bevor du nun antwortest lies bitte ganz, ganz dringend hier:
<http://www.springstubbe.net/usenet/quote.htm>

Herzlichen Glückwunsch zum gelungenem Einstand in drf.

Walter Janné

unread,
Dec 27, 2003, 8:24:10 AM12/27/03
to
Gerald Eischer schrieb:

>Wieso? Über ein Schlagloch springt man einfach drüber.

Psst - nicht so laut. Nicht daß die Grünen das mitbekommen. Sonst hätte
man ein Argument weniger gege sog. "Radwege".

Walter
--
Ausführungsbestimmungen ist die Erklärung zu den
Erklärungen, mit denen man eine Erklärung erklärt.
(Abraham Lincoln)

Raimund Huemmer

unread,
Dec 27, 2003, 9:54:54 AM12/27/03
to
"Andreas Müller" <and...@web.de> writes:

> Hallo Wolfgang,

Usenet ist weder Mail noch Chat und ich heisse nicht Wolfgang!



> ich finde es immer wieder erstaunlich, man postet neutral und sachlich ein
> Frage in eine Newsgroup und bekommt dann solche Antworten.
>
> > Das ist überflüssig. Die Artikel in der Zeitung fangen ja auch nicht
> > mit "Hallo Leser" an.
>
> Was muß den mit einem los sein, sich über so was aufzuregen?

Wieso aufregen?

> >Die Faq http://drffaq.freezope.org/ verweist auf die Seiten von Bernd
> >Sluka Hättest Du "radwege" in das Suchfeld rechts oben eingetippt,
> >hättest Du's gleich gefunden.
>
> Bekommst du im Traum die Erleuchtung und ein Geist sagt dir die
> Webadressen, oder wie? Ich kannte diese Seite nicht!

Das man sich über die FAQ einer Gruppe informiert, bevor man anfängt
zu schreiben ist ja wohl das mindeste.


Gruss
Raimund

--
Life's too short to read boring signatures

Stefan Schulze

unread,
Dec 27, 2003, 12:44:39 PM12/27/03
to
* "Andreas Müller" <and...@web.de>:
| Stefan Schulze:

>> Dein Problem ist nicht rechtlicher Natur.
>
> Ist mir schon klar, nur wenn man die Rechtslage kennt, kann man wenigsten
> guten Gewissens die Straße benutzen oder eben nicht.

Das gute Gewissen ist relativ wertlos, zumal gefährdendes bzw.
beleidigendes Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer nicht von der
Einhaltung der StVO abhängt.

Ein Beispiel: Ich fahre häufig eine Straße entlang, die über ein
relativ hohes Verkehrsaufkommen und eine schmale Fahrbahn verfügt.
Neben der Fahrbahn befindet sich ein Fußweg, der für den Radverkehr
freigegeben [1], aber nicht benutzungspflichtig ist. Hier erlebe ich
bei Nutzung der Fahrbahn regelmäßig gefährdendes Verhalten durch
Autofahrer.
Durch ein Dorf, durch das ich häufig fahre, führt die Bundesstraße 1,
die über eine breite Fahrbahn verfügt, neben der ein als
benutzungspflichtig ausgeschilderter Radweg verläuft. Hier ist noch
nie jemand auf die Idee gekommen, mich bei Nutzung der Fahrbahn zu
schneiden oder anzuquatschen.

Deine Eigenbezeichnung "Hobby-Rennradfahrer" impliziert, daß Du nicht
primär irgendwelche Ziele mit dem Fahrrad ansteuerst, sondern zum Spaß
Deine Runden drehst. Falls Du Wert auf Einhaltung der Gesetze *und*
Vermeidung von Radwegen legst, können die Fahrradkarten des BDR eine
Planungshilfe sein (Straßen mit fahrbahnbegleitenden Radwegen haben in
diesen Karten eine spezielle Signatur.).

>> BTW: Hinter dem Sigtrenner fehlt ein Leerzeichen.
>
> Bitte?

"--" vs. "-- ". Wird mit Sicherheit irgendwo in den vielen
lesenswerten Links, die Harald Meyer gepostet hat, ausführlich
erklärt.

[1] Allerdings in keinster Weise benutzbar, da der Fußweg als
Treffpunkt deutscher Erwachsener, die dort in Begleitung ihrer Hunde
alkoholische Erfrischungsgetränke konsumieren, sowie als Spielplatz
türkischer Kinder genutzt wird.
--
Stefan

Stefan Schulze

unread,
Dec 27, 2003, 12:13:35 PM12/27/03
to
* Harald Meyer <haral...@rtlworld.de>:

> Stefan Schulze <stefan_...@despammed.com> schrieb:
>> * "Andreas Müller" <and...@web.de> wrote:

>> Ich habe zwar nicht den Vergleich, gehe aber davon aus, daß es nicht
>> unangenehmer ist, ein derartigen Weg mit dem Rennrad zu nutzen, als mit
>> einem normalen Fahrrad, das vollgepackt ist.
>
> Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung mit dem RR sogar deutlich
> unangenehmer, weil die angebotene "Fahrbahnqualität" i.d.R. nicht
> zum möglichen Geschwindigkeitspotenzial des RR adäquat erscheint.

Den Punkt hatte ich übersehen, stimmt. Allerdings empfinde ich
schlechte Fahrwegqualitäten mit zunehmender Ladung als zunehmend
problematischer. Wege, die mit dem Fahrer als einziger Zuladung noch
gut befahrbar sind, sind mit zusätzlich gefüllten Packtaschen und
Bierkiste auf dem Gepäckträger völlig unbefahrbar.



>>> Da kommt es nicht gerade selten vor das man sich die übelsten
>>> Beschimpfungen anhören muß (Schreien aus den vorbeifahrenden Autos,
>>> Hupen bis hin zu gefährlichem schneiden) Ich würde nun gerne wissen
>>> ob ich als Radfahrer verpflichtet bin die Radwege zu benutzen oder ob
>>> mir dies freigestellt ist.
>>
>> Dein Problem ist nicht rechtlicher Natur.
>
> Primär vermutlich nicht ;-), sekundär, als Folge nicht vorhersehbarer
> Autistenreaktionnen, aber eventuell schon. Beispiele hatten wir, denke
> ich, hier schon reichlich.

Speziell in den letzten Monaten. Beschimpfungen und Gefährdungen sind
jedoch IMO wenig von der rechtlichen Situation abhängig, sondern
hängen von anderen Faktoren wie Verkehrsdichte, Breite der Fahrbahn,
generelle Radwegdichte u.a. ab. Ein Indiz hierfür ist, daß ein
Hobby-Rennradfahrer sich nicht mit der Frage der Benutzungspflicht
auskennt. Analog ist davon auszugehen, daß die wenigsten
Gaspedalritter wissen, in welchen Fällen eine Radwegbenutzungspflicht
gilt.
--
Stefan

Walter Janné

unread,
Dec 27, 2003, 5:21:03 PM12/27/03
to
Stefan Schulze schrieb:

>ist davon auszugehen, daß die wenigsten
>Gaspedalritter wissen, in welchen Fällen eine Radwegbenutzungspflicht
>gilt

Noch wissen die Autisten, daß es überhaupt spezielle sog."Radwege" gibt.
Ich wurde schon mehrfach aufgefordert "gefälligst auf dem Radweg" zu
fahren. Da war aber überhaupt keiner - nur ein normaler Fußweg.

Wegen der allgemeinen dummen Unsitte von Torkelradlern, auf allem zu
fahren, nur nicht auf der Fahrbahn, nehmen viele Autisten mit ihrem
beschränkten Horizont an, Radler müssen, wenn möglich auf jedem
erdenklichen Seitenstreifen fahren...

Walter
--
Werden die Kinder in der Schule das Einmaleins anhand von
Punktetabellen und Tordifferenzen lernen? Geografie:
"Heinz-Marcel, wasw eißt Du über Kamerun?"
"Die Nejer ham wa plattjemacht." (T. Müller in datu)

Martin Klaiber

unread,
Dec 27, 2003, 7:10:05 PM12/27/03
to
Walter Janné <inden...@hotmail.com> wrote:

> Ich wurde schon mehrfach aufgefordert "gefälligst auf dem Radweg" zu
> fahren. Da war aber überhaupt keiner - nur ein normaler Fußweg.

Ich wurde von 'Autisten' schon mehrfach aufgefordert, den Fußweg zu
benutzen, wenn es keinen Radweg gebe.

Martin

Walter Janné

unread,
Dec 28, 2003, 4:11:38 AM12/28/03
to
Martin Klaiber schrieb:

Ja, das ist eine von den oben beschriebenen Situationen. Nur verschärft.
"Fahr auf dem Radweg" - obwohl da keiner war. Oder verschärfte Version:
"Fahr auf dem Fußweg".

Mögliche Antworten darauf:
Sachlich: "Fahren Sie doch auf der Autobahn" - führt meistens zu
erhöhtem Blutdruck und rotem Kopf (beim Dosentreiber), recht lustig das.
Noch sachlicher: "Sie fordern mich also zu einer Ordnungwidrigkeit auf?"
- obwohl die meisten Autisten das nicht verstehen.
Beste Antwort:"Ja, ich finde auch, daß die Champignons in Arizona dieses
Jahr schlecht wachsen" - oder ähnlich. Reaktionen darauf immer köstlich.

Walter
--
Gegen einen kleinen Pimmel und Impotenz
hilft leider auch kein Mercedes Benz.

Message has been deleted

Ulli Horlacher

unread,
Dec 28, 2003, 7:24:26 AM12/28/03
to
Udo Steinbach <udo.st...@ewetel.net> wrote:

> gleich sein sollen. Wenn ich permant daran gehindert werde, mein Maximum
> zu fahren, welches zudem deutlich unter dem der Autofahrer liegt, werde
> ich benachteiligt.

Vorsicht! GEFAEHRLICHE Argumentation!

Ich hab nicht erst einen BMW-Fahrer sagen hoeren "Wenn ich permanent daran
gehindert werde, mein Maximum zu fahren, welches zudem deutlich unter dem
der Porschefahrer liegt, werde ich benachteiligt" um damit gegen "fahrende
Verkehrshindernisse (=Radfahrer)" und "ueberfluessige
Geschwindigkeitsbegrenzungen" zu argumentieren!

Natuerlich werden Radfahrer auf Radwegen viel mehr behindert, aber auf so
eine Argumentationslinie sollte man sich erst gar nicht einlassen. Fuer
intelektuelle Grobmotoriker ist der Unterschied zu diffiziel. Das
begreifen sie nicht.

Was dagegen ankommt, ist der Hinweis auf das deutlich erhoehte
Gefahrenrisiko. Meine Lieblingsfangfrage dafuer ist:

"Wenn Sie in eine vorfahrsberechtigte Strasse einbiegen wollen, was machen
Sie da?"
"Na, ich fahre bis vorne hin, schaue nach links und ..."
"... und schon haben Sie den vorfahrtberechtigten Radfahrer umgefahren, der
auf dem benutzungspflichtigen linken Radweg fuhr."
"Woher soll ich denn wissen, dass da ein Radweg ist?!"
"E-B-E-N!"

Das hat bisher noch alle ueberzeugt bzw zumindest nachdenklich gemacht.


--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +

Michael Buege

unread,
Dec 28, 2003, 7:47:20 AM12/28/03
to
Walter Janné wrote:

"Darf ich Sie damit bei Gelegenheit zitieren?" schafft schnell Unsicherheit
auf der Belehrerseite.
Zumal es alle Optionen offen laesst.
Manchmal aber begreift der Blockwart erst gar nicht, wovon ich rede.
Dann sind sowieso die Bierzutaten verloren und man sollte ihn oder sie
einfach dumm stehen lassen.

Michael

--
!Wichtiger Hinweis
----------------------
Fuer den sicheren und angenehmen Umgang mit dem Geraet,
lesen Sie bitte das Handbuch fuer sicheres und angenehmes Arbeiten.

Walter Janné

unread,
Dec 28, 2003, 8:36:38 AM12/28/03
to
Michael Buege schrieb:

>"Darf ich Sie damit bei Gelegenheit zitieren?" schafft schnell Unsicherheit
>auf der Belehrerseite.

Oh ja, der ist auch gut.Merk ich mir. Werde ich bei nächst passender
Gelegenheit mal anwenden. Oder erhebst Du Copyright? :o)

Walter
--
Das Netz hat einen Riesenvorteil: Jeder darf publizieren. Das Netz hat
einen Riesennachteil: Jeder darf publizieren.
(R. Kersten in dciwam)

Wolfgang Strobl

unread,
Dec 28, 2003, 9:52:59 AM12/28/03
to
Ulli Horlacher <fram...@tandem-fahren.de>:

>Udo Steinbach <udo.st...@ewetel.net> wrote:
>
>> gleich sein sollen. Wenn ich permant daran gehindert werde, mein Maximum
>> zu fahren, welches zudem deutlich unter dem der Autofahrer liegt, werde
>> ich benachteiligt.
>
>Vorsicht! GEFAEHRLICHE Argumentation!
>
>Ich hab nicht erst einen BMW-Fahrer sagen hoeren "Wenn ich permanent daran
>gehindert werde, mein Maximum zu fahren, welches zudem deutlich unter dem
>der Porschefahrer liegt, werde ich benachteiligt" um damit gegen "fahrende
>Verkehrshindernisse (=Radfahrer)" und "ueberfluessige
>Geschwindigkeitsbegrenzungen" zu argumentieren!

Denkfehler. Niemand hat etwas dagegen, wenn z.B. von einem
Panasonic-Fahrer wie mir verlangt wird, zusätzlich zu den für alle
geltenden Einschränkungen zusätzliche, in der Natur des Fahrzeugs
liegende Einschränkungen bei der Wahl der Fahrgeschwindigkeit zu
berücksichtigen.

Wenn ich, beispielsweise, aufgrund der Geometrie des Rennrads nur mit 6
m/s² bremsen kann, muß ich vom vor mir fahrenden Fahrzeug evtl. einen
größeren Abstand halten als der Porschefahrer mit seinen - theoretisch-
fast 10 m/s² es tun müsste, und dazu meine Fahrgeschwindigkeit ggfs.
entsprechend anpassen, also reduzieren. Umgekehrt wird man vom
Porschefahrer aber auch verlangen dürfen und verlangen müssen, aufgrund
der schlechteren Sichtlinie, bei zu berücksichtigendem Querverkehr
ggfs. langsamer zu fahren als ein Radfahrer an gleicher Stelle.
Dasselbe gilt auch, wenn man Panasonic durch BMW ersetzt, oder Porsche
durch Peugeot.

Darum geht es hier aber gar nicht, sondern um die Frage, mit welchem
Recht man von einem Radfahrer verlangen darf, in gleicher (!) Situation
lästige Einschränkungen hinzunehmen, die sich weder aus den
Eigenschaften des Fahrers noch denen des Fahrzeugs ergeben, sondern die
rein willkürlich sind.

Das ist etwas völlig anderes.

Genau so gut könnte man Fußgängern verbieten, Schuhe zu tragen, und
ihnen dann verbieten, die Straße zu betreten. Weil sie dreckige Füße
haben.

>
>Natuerlich werden Radfahrer auf Radwegen viel mehr behindert,

Das ist keineswegs natürlich. Im Gegenteil ist "Radwege sind bequem und
praktisch" eine Fiktion, die sich, egal wo man hinschaut, wie ein roter
Faden durch die ganze Apologetik der Radwege hindurchzieht. Mit der
Demontage dieses Märches wäre schon eine Menge gewonnen. Jedenfalls
habe ich eine Menge dagegen einzuwenden, diese Fiktion unwidersprochen
zu übernehmen, denn damit haben wir m.E. im Wesentlichen unser Recht
schon nahezu aufgegeben. Denn wenn es _nur_ um die Sicherheit geht,
wenn die Freizügigkeit, die Bequemlichkeit und Leistungsfähigkeit des
Radfahrers gar keine Rolle mehr spielt, wohl aber die des Kfzfahrers,
ist das Problem ganz einfach zu lösen: mut du eben langsamer fahren,
oder es ganz bleiben lassen,


>aber auf so
>eine Argumentationslinie sollte man sich erst gar nicht einlassen. Fuer
>intelektuelle Grobmotoriker ist der Unterschied zu diffiziel. Das
>begreifen sie nicht.

Sie begreifen er sehr wohl. Du bist auf einen der ältesten Tricks des
Gewerbes hereingefallen. Als Jefferson schrieb "all men are created
equal", verstand er unter "men" selbstverfreilich nur weiße
middle-class-Bürger männlichen Geschlechts, "Niggern" hat man die
Menschenrechte nicht verweigert, sie _waren_ nach offizieller
Terminologie im gegebenen Kontext eben keine Menschen.

Ein Streit um Resourcen ist viel leichter zu gewinnen, wenn man ihn gar
nicht erst zu führen braucht, z.B. weil man sich der Terminologie
bemächtigt hat, und damit der mit ihr formulierten Regeln.

Christian Volk

unread,
Dec 28, 2003, 9:56:26 AM12/28/03
to
Wolfgang Strobl wrote:

>> Natuerlich werden Radfahrer auf Radwegen viel mehr behindert,
>
> Das ist keineswegs natürlich. Im Gegenteil ist "Radwege sind bequem
> und praktisch" eine Fiktion, die sich, egal wo man hinschaut, wie ein
> roter Faden durch die ganze Apologetik der Radwege hindurchzieht.
> Mit der Demontage dieses Märches wäre schon eine Menge gewonnen.
> Jedenfalls habe ich eine Menge dagegen einzuwenden, diese Fiktion
> unwidersprochen zu übernehmen, denn damit haben wir m.E. im
> Wesentlichen unser Recht schon nahezu aufgegeben. Denn wenn es _nur_
> um die Sicherheit geht, wenn die Freizügigkeit, die Bequemlichkeit
> und Leistungsfähigkeit des Radfahrers gar keine Rolle mehr spielt,
> wohl aber die des Kfzfahrers, ist das Problem ganz einfach zu lösen:
> mut du eben langsamer fahren, oder es ganz bleiben lassen,

ACK!

Allerdings ist deine wichtige Argumentation der angemessenen
Möglichkeit, sich mit Fahrrädern fortzubewegen viel schwieriger zu führen:-(

Christian


Joerg Schuette

unread,
Dec 28, 2003, 5:16:56 PM12/28/03
to
Walter Janné schrieb:
>
> Und was die Autisten angeht: ...

> Diskutiert wird mit solchen Elementen nicht - deren Hirnmasse ist zu
> gering...
>
> Bei gefährlicheren Dingen gibt es eben eine Anzeige.
^^^^^^^^^^^^^^

Vorsicht in Wolfenbuettel, da gibt's Kopfnuesse:

www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2164/artid/2355588

Mann schlug Radfahrer auf den Kopf

"Aus einem wirklich nichtigen Anlass", so die Polizeiinspektion
Wolfenbüttel, wurde am vergangenen Samstag ein 18-jähriger Radfahrer
kurz nach Mitternacht "offensichtlich für ein leichtes Fehlverhalten
im Straßenverkehr ,körperlich gezüchtigt'", heißt es im Pressebericht.
Der Mann habe mit seinem Fahrrad auf der Ahlumer Straße in
Wolfenbüttel nicht den Radweg benutzt.

Das sei Grund genug gewesen, dass er aus einem vorbeifahrenden Auto
heraus durch Hupen zum Anhalten aufgefordert worden sei. Der Beifahrer
sei aus dem Auto ausgestiegen und habe den Radfahrer mit der Faust im
Kopfbereich geschlagen, berichtet die Polizei. Danach sei der Mann
wieder ins Auto gestiegen und habe sich vom Ort des Geschehens
entfernt.

Gegen ihn wird nun ermittelt. Der Radfahrer notierte sich das
Kennzeichen des Autos. Der 18-Jährige musste sich später im
Krankenhaus ärztlich behandeln lassen.
--> mit Helm waere das nicht passiert ;-))

Joerg

Walter Janné

unread,
Dec 29, 2003, 3:33:25 AM12/29/03
to
Joerg Schuette schrieb:

>--> mit Helm waere das nicht passiert ;-))

<gröhl> Also die Kopfnuß schon - nur die Behandlung im Krankenhaus
nicht.

Für solche Fälle gibt es CS-Gas oder massive Luftpumpen...

Walter
--
Die exzessive Akkumulation von Fremdwörtern
suggeriert pseudointellektuelle Kompetenz.

Ewald Pfau

unread,
Dec 29, 2003, 6:12:25 PM12/29/03
to
[xp nach desd]

Joerg Schuette <joergs...@gmx.de> wrote:
[..]


> Wolfenbüttel, wurde am vergangenen Samstag ein 18-jähriger Radfahrer
> kurz nach Mitternacht "offensichtlich für ein leichtes Fehlverhalten
> im Straßenverkehr ,körperlich gezüchtigt'", heißt es im Pressebericht.
> Der Mann habe mit seinem Fahrrad auf der Ahlumer Straße in
> Wolfenbüttel nicht den Radweg benutzt.

Wenn das die Wortwahl derer vom Amte war, dann darf man sie wohl gerne
Amtsbüttel heißen. Und wenn der Schreiberling so formuliert, dann ist es ein
fieser kleiner Amtsbüttel-Verlautbarer.

Dies zur unterschwelligen Politik mit Worten, Abteilung Unverschämtheit:
zwischen den Zeilen damit zu kokettieren, als ob Zucht und Ordnung
herzustellen sei, mit dem Faustrecht gegen Abhängige ("züchtigen", mithin),
wenn es stattdessem um das handfeste Delikt eines tätlichen Übergriffs geht.

Ein Virus, der mit Gedankenlosigkeit spielt, der aber viel zu deutlich quer
steht in der Schilderung, als dass man abnehmen möchte, es sei nur beiläufig
entgangen, dass das beileibe nicht harmlos ist, diese Art des Versuchs,
Politik zu machen.

Christoph Maercker

unread,
Dec 30, 2003, 6:51:39 AM12/30/03
to
Andreas Müller wrote:
...
> Problem mit Radwegen. In der Regel bin ich froh über alle Radwege und
> versuche diese auch zu benutzen. Da es jedoch auch viele Radwege gibt die
> für Radfahrer einfach nicht zumutbar sind (Schlaglöcher, Bodenwellen,
> ständige Auf- und Absenken, usw.) Geschweige denn für Rennradfahrer, kommt
> es auch vor das ich auf die "normalen" Straßen ausweiche. Da kommt es nicht

> gerade selten vor das man sich die übelsten Beschimpfungen anhören muß
> (Schreien aus den vorbeifahrenden Autos, Hupen bis hin zu gefährlichem
> schneiden) Ich würde nun gerne wissen ob ich als Radfahrer verpflichtet bin
> die Radwege zu benutzen oder ob mir dies freigestellt ist.

Die Vorschriftenlage kennst Du ja nun: Blaues Schild = Benutzungspflicht. Alles
weitere ist Auslegungssache der jeweiligen Gesetzeshüter. In Magdedorf gab es
Bußgeldverfahren, wo die Vorschrift so streng ausleglegt wurde, dass Du
theoretisch einen Radweg auch dann benutzen musst, wenn er z.B. durch's Wasser
führt.
Bei Benutzung derartiger Radfahrbehinderungen solltest Du wissen:
- Benutzung auf eigene Gefahr, was Zustand der "Radwege" und fehlende
Sichtbeziehung zu Kraftfahrern betrifft
- "Radwege" sind prinzipiell gefährlich, zahlreiche schwere Unfälle aktenkundig
- "Radwege" sind lt. StVO Sonderwege d.h. Wege 2. Klasse, Beschwerden über
schlechten Zustand sind folglich zwecklos. Bei Benutzungspflicht müssen zwar
einige Mindestkriterien erfüllt sein (s. VwV-StVO), das wird allerdings
behördlicherseits nicht so genau genommen bzw. wie Kaugummi ausgelegt.

Fazit: Ignorieren benutzungspflichtiger Radwegen schadet in einigen wenigen
Fällen Deinem Geldbeutel aber nutzt in umso mehr Fällen Deiner Gesundheit. Die
Bußgelder sind möglicherweise geringer als die Schäden am Fahrrad bei
"Radweg"-Benutzung.
--


CU Christoph Maercker.

Radfahren: Erneuerbare Energien statt Krieg um Öl.

H. Birthler

unread,
Dec 31, 2003, 6:59:28 AM12/31/03
to
Joerg Schuette schrieb:

Wobei man hinzufügen muss, dass es dort keine Radweg gibt.
Zumindest Nichts, was benutzungspflichtig wäre.
Zwei mir bekannte Fahrradenthusisasten habe dazu auch
wohlformulierte, unaufgeregte und klare Leserbriefe geschrieben,
die mit dem Missverständnis "Radweg" erstmal aufräumen.

Nixdestotrotz hat ein verständnisvoller Redakteur sich heute über
die beiden Schläger entsetzt, wobei er auch sinngemäß formulierte
"wie kann so etwas passieren, nur weil man einen Radweg nicht
benutzt"

Heinz "früher war das mal benutzungspflichtig, jetzt ist das nur
noch ein Bordsteinfeldweg neben einer sehr breiten Fahrbahn"

Marcel Hicking

unread,
Jan 7, 2004, 9:36:45 PM1/7/04
to
Raimund Huemmer <rai...@baumann-online.net>:

>Das man sich über die FAQ einer Gruppe informiert, bevor man anfängt
>zu schreiben ist ja wohl das mindeste.

Nicht jeder - zumal Usenet- oder gar Internet-Neulinge -
wissen, wie Usenet "funktioniert". Das Finden von FAQs (und
Wissen um die Existenz dieser) gehoert wohl dazu und ist
nicht fuer jeden ersichtlich, der vielleicht nur "irgendwo
geklickt hat" und hier gelandet ist. Insofern irritiert
mich der mitunter schonmal als aggressiv misszuverstehende
Ton einiger erster Antworten doch immer wieder noch...

Gruss, Marcel

Thomas

unread,
Jan 8, 2004, 7:57:43 AM1/8/04
to
Marcel Hicking <sproo...@hichac.de> wrote:
> Nicht jeder - zumal Usenet- oder gar Internet-Neulinge -
> wissen, wie Usenet "funktioniert". Das Finden von FAQs (und
> Wissen um die Existenz dieser) gehoert wohl dazu und ist
> nicht fuer jeden ersichtlich, der vielleicht nur "irgendwo
> geklickt hat" und hier gelandet ist.

Ich finde aber, dass man sehr wohl erwarten kann, dass jemand sich erst mit
einem neuen Medium vertraut macht, bevor er irgendwas damit tut - und das
sollte auch im richtigen Leben nicht anders sein. Die allermeisten Menschen
platzen ja auch nicht einfach in eine ihnen voellig unbekannte Gruppe und
fangen an zu brabbeln... (ja - es gibt Ausnahmen... ;-) ).


> Insofern irritiert
> mich der mitunter schonmal als aggressiv misszuverstehende
> Ton einiger erster Antworten doch immer wieder noch...

Inzwischen kann ich ihn zumindest verstehen (wenn auch nicht unbedingt
gutheissen). Wenn man einige Zeit in solchen Foren verbracht hat, kann es
hal irgendwann nerven.


Cheerio,

Thomas
--
-----------------------------------------------------------------------------
Thomas Ribbrock http://www.ribbrock.org
"You have to live on the edge of reality - to make your dreams come true!"

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