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Meinungen zu alten Gazelle- und Gitane-Rahmen

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Stephan Gerlach

unread,
Mar 15, 2015, 2:18:05 PM3/15/15
to
Voriges Jahr wurde mir mein Haupt-Alltagsrad (Kettler) geklaut.
Momentan fahre ich mit einem Backup herum.

Mittelfristig will ich ein neues Haupt-Alltagsrad besorgen.
Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
alltagstauglich machen (lassen). Dabei kommt es nicht auf historische
Exaktheit an; auch "moderne" Komponenten wie Shimano-9-Gang Schaltungen
seien erlaubt.

Als Rahmen schwebt mir prinzipiell sowas vor (sind nur 2 Beispiele):
<http://www.ebay.de/itm/Franzoesischer-Stahlklassiker-Gitane-Reynolds-531-Rh-58-/191534287298>
oder [Achtung, viele Bilder]
<http://www.ebay.de/itm/Gazelle-Champion-Mondial-A-Frame-56-cm-c-t-54-5-cm-c-c-Reynolds-531c-/291403704553>.

Gibt es Meinungen zu genannten Rahmen?
Z.B. könnte es grundsätzliche Probleme beim Anbau von Schutzblechen,
Licht, Gebäckträger, Ständer, Hosenschutz (umgangssprachlich:
Kettenschutz) geben?
Oder muß man damit rechnen, daß z.B. "neue" Tretlager oder Schaltungen
aus den unerwartetsten Gründen nicht passen.
Muß man mit ungewöhnlichen Rahmengeometrien rechnen.
Sind jemandem möglicherweise "Gazelle" oder "Gitane" als damals
besonders hoch- oder minderwertig bekannt? Beide Namen sind mir
zumindest grundsätzlich ein Begriff.
Oder sollte man Peugeot oder Motobecane vorziehen.

Und natürlich noch eine wichtige Frage:
Welcher der beiden Rahmen ist schöner? ;-)
Etwas Patina wäre mir egal.

--
> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Gerald E:scher

unread,
Mar 15, 2015, 3:04:51 PM3/15/15
to
Am 15.03.15 um 19:17 schrieb Stephan Gerlach:
>
> Mittelfristig will ich ein neues Haupt-Alltagsrad besorgen.
> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
> alltagstauglich machen (lassen).

Einkaufen möchtest du damit nicht? So einen windelweicher Stahlrahmen
kriegst du nicht alltagstauglich, jedenfalls nicht, wenn du Gepäck
transportieren möchtest.

> Dabei kommt es nicht auf historische
> Exaktheit an; auch "moderne" Komponenten wie Shimano-9-Gang Schaltungen
> seien erlaubt.

9-fach ist an Rennrädern bereits ziemlich retro.

> Als Rahmen schwebt mir prinzipiell sowas vor (sind nur 2 Beispiele):
> <http://www.ebay.de/itm/Franzoesischer-Stahlklassiker-Gitane-Reynolds-531-Rh-58-/191534287298>

Vermutlich franz. Tretlagergewinde und franz. Steuersatzabmessungen.
Passende Tretlager kriegst du bei Spezialités T.A. oder Phil Wood. Das
wird ein teurer Spass!
Um den Preis kriegst du auch einen modernen Rahmen, bei dem weniger
Kompromisse nötig sind.
http://www3.custtec.de/Default.aspx?page=rrsupertour&type=bike
http://www.intec-bikes.de/f05basic0.html?&L=cbjvehjl

> Gibt es Meinungen zu genannten Rahmen?
> Z.B. könnte es grundsätzliche Probleme beim Anbau von Schutzblechen,
> Licht, Gebäckträger, Ständer, Hosenschutz (umgangssprachlich:
> Kettenschutz) geben?

Probleme könnte es nicht nur geben, sondern wird es geben.

> Oder muß man damit rechnen, daß z.B. "neue" Tretlager

Siehe oben.

> oder Schaltungen
> aus den unerwartetsten Gründen nicht passen.

Das Schaltauge ist zu weit vorne plaziert.

> Muß man mit ungewöhnlichen Rahmengeometrien rechnen.

Der Gazelle ist ziemlich kurz.

> Sind jemandem möglicherweise "Gazelle" oder "Gitane" als damals
> besonders hoch- oder minderwertig bekannt? Beide Namen sind mir
> zumindest grundsätzlich ein Begriff.
> Oder sollte man Peugeot oder Motobecane vorziehen.

Man sollte nur dann versuchen, aus einem alten *Renn*radrahmen ein
*Alltags*rad aufzubauen, wenn man weiß, was man tut.

--
Gerald

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Nico Hoffmann

unread,
Mar 15, 2015, 3:14:14 PM3/15/15
to
Stephan Gerlach schreibt:

> Mittelfristig will ich ein neues Haupt-Alltagsrad besorgen.
> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
> alltagstauglich machen (lassen). Dabei kommt es nicht auf historische
> Exaktheit an; auch "moderne" Komponenten wie Shimano-9-Gang Schaltungen
> seien erlaubt.
>
> Als Rahmen schwebt mir prinzipiell sowas vor (sind nur 2 Beispiele):
><http://www.ebay.de/itm/Franzoesischer-Stahlklassiker-Gitane-Reynolds-531-Rh-58-/191534287298>
> oder [Achtung, viele Bilder]
><http://www.ebay.de/itm/Gazelle-Champion-Mondial-A-Frame-56-cm-c-t-54-5-cm-c-c-Reynolds-531c-/291403704553>.
>
> Gibt es Meinungen zu genannten Rahmen?

Beide Rahmen haben keine Cantisockel.

Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?

Überhaupt scheint mir das Angebot Nr 1 wenig aussagekräftig.

N.
--
"Prächtig amüsiert sich Generaldirektor Haffenloher im Kreise seiner Freunde."
Message has been deleted

Gerald E:scher

unread,
Mar 15, 2015, 3:33:01 PM3/15/15
to
Am 15.03.15 um 20:14 schrieb Nico Hoffmann:
> Stephan Gerlach schreibt:
>
>> Als Rahmen schwebt mir prinzipiell sowas vor (sind nur 2 Beispiele):
>><http://www.ebay.de/itm/Franzoesischer-Stahlklassiker-Gitane-Reynolds-531-Rh-58-/191534287298>
>> oder [Achtung, viele Bilder]
>><http://www.ebay.de/itm/Gazelle-Champion-Mondial-A-Frame-56-cm-c-t-54-5-cm-c-c-Reynolds-531c-/291403704553>.
>>
>> Gibt es Meinungen zu genannten Rahmen?
>
> Beide Rahmen haben keine Cantisockel.

Was Stephan sicherlich nicht entgangen ist. Solange keine vollphätten
Reifen gefragt sind, haben Zangenbremsen gegenüber Cantis eh nur Vorteile.

> Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
> beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?

Eine für 5-fach Schraubkranz ;-)
Der Gazelle ist nur für ein Single Speed brauchbar, in 120 mm passen
ohne Bastelei nur Bahnnaben.

Gerald E:scher

unread,
Mar 15, 2015, 5:43:02 PM3/15/15
to
Am 15.03.15 um 20:17 schrieb Markus Merkl:
> Am 15.03.2015 um 20:04 schrieb Gerald E:scher:
>> 9-fach ist an Rennrädern bereits ziemlich retro.
>
> Waswaswas - nur weil man nicht jeden Unfug mitmacht ists plötzlich retro??

Selbstverständlich :-) Ohne Not würde ich auf einen Neuaufbau nicht mehr
9-fach montieren, schon alleine weil es 9-fach in hochwertig fast nur
mehr antiquarisch gibt und wegen späterer Ersatzteilversorgung.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 15, 2015, 7:01:59 PM3/15/15
to
Gerald E:scher schrieb:
> Am 15.03.15 um 19:17 schrieb Stephan Gerlach:
>> Mittelfristig will ich ein neues Haupt-Alltagsrad besorgen.
>> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
>> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
>> alltagstauglich machen (lassen).
>
> Einkaufen möchtest du damit nicht?

Doch. Allerdings lege ich mit schweren Einkäufen meist nur Strecken
unter 3km zurück.

> So einen windelweicher Stahlrahmen
> kriegst du nicht alltagstauglich, jedenfalls nicht, wenn du Gepäck
> transportieren möchtest.

Seit dem Kettler Alurad bin ich weiche Rahmen gewöhnt, auch mit
Einkäufen, transportiert im Einkaufskorb.
Die Reynolds-531-Rahmen werden doch nicht noch weicher sein?!

>> Dabei kommt es nicht auf historische
>> Exaktheit an; auch "moderne" Komponenten wie Shimano-9-Gang Schaltungen
>> seien erlaubt.
>
> 9-fach ist an Rennrädern bereits ziemlich retro.

Gab's das schon in den 80er Jahren?

>> Als Rahmen schwebt mir prinzipiell sowas vor (sind nur 2 Beispiele):
>> <http://www.ebay.de/itm/Franzoesischer-Stahlklassiker-Gitane-Reynolds-531-Rh-58-/191534287298>
>
> Vermutlich franz. Tretlagergewinde und franz. Steuersatzabmessungen.
> Passende Tretlager kriegst du bei Spezialités T.A. oder Phil Wood. Das
> wird ein teurer Spass!

Übermäßig teuer soll es nicht werden.
Ich habe einen recht vertrauenswürdigen FdgM; mal sehen, was der dazu
sagt bzw. in der Grabbelkiste hat.

>> oder [Achtung, viele Bilder]
>> <http://www.ebay.de/itm/Gazelle-Champion-Mondial-A-Frame-56-cm-c-t-54-5-cm-c-c-Reynolds-531c-/291403704553>.
>
> Um den Preis kriegst du auch einen modernen Rahmen, bei dem weniger
> Kompromisse nötig sind.

Das ist wohl der Oldtimer-Aufpreis.
Daher tendiere ich wohl eher zu sowas Ähnlichem wie dem Gitane.

> http://www3.custtec.de/Default.aspx?page=rrsupertour&type=bike
> http://www.intec-bikes.de/f05basic0.html?&L=cbjvehjl

Ist leider nicht Retro :-) .
BTW: Sind die Masse-Angaben wie z.B. auf
<http://www3.custtec.de/pdf/rrsupertourgeo.pdf> eigentlich mit oder ohne
Gabel?

>> oder Schaltungen
>> aus den unerwartetsten Gründen nicht passen.
>
> Das Schaltauge ist zu weit vorne plaziert.

Huch?!
Selbst an das alte Kettler konnte mein FdgM damals ein 9-fach Shimano
105 Shaltwerk schrauben. Gibt es tatsächlich Rahmen, die aufgrund
ungünstig positionierten Schaltauges komplett inkompatibel damit sind?!
Wie man sieht, hat der Gitane-Rahmen ja immerhin "variable"
Ausfallenden, d.h. man könnte das Hinterrad theoretisch ein wenig nach
vorn verschieben.

>> Muß man mit ungewöhnlichen Rahmengeometrien rechnen.
>
> Der Gazelle ist ziemlich kurz.

Stimmt; 54cm, wie ich jetzt erst gerade sehe. Und das bei 56cm Rahmenhöhe.
Am Rennrad (mit Rennlenker) habe ich AFAIR 56,5 cm Oberrohrlänge (müßte
mal nachmessen).

Bei 54cm und einem Lenker wie z.B. diesem hier
<http://sella-berolinum.de/media/image/thumbnail/moustage-flach-153124a573ac89_285x255.jpg>
bräuchte ich dann einen extrem langen Vorbau.

>> Sind jemandem möglicherweise "Gazelle" oder "Gitane" als damals
>> besonders hoch- oder minderwertig bekannt? Beide Namen sind mir
>> zumindest grundsätzlich ein Begriff.
>> Oder sollte man Peugeot oder Motobecane vorziehen.
>
> Man sollte nur dann versuchen, aus einem alten *Renn*radrahmen ein
> *Alltags*rad aufzubauen, wenn man weiß, was man tut.

Im Zweifelsfall muß mir sowieso mein FdgM damit weiterhelfen :-) .

Ich hatte ja bei meiner Erst-Suche extra schon drauf geachtet, daß Ösen
für Schutzbleche und Gebäckträger dran sind.
Und natürlich auf das Qualitätsmerkmal "Reynolds 531"...

Apropos: Passen bei solchen alten Rennradrahmen (dünne
Plastik-)Schutzbleche idR zwischen Rahmen und hinteres Laufrad mit 28mm
Reifen?
Bei meinem "neuen" Rennrad würde das nicht passen.
Ich meine aber, schonmal Leute mit alten Stahl-Rennradrahmen,
Schutzblechen und Reifenbreiten größer als 23mm herumfahren gesehen zu
haben.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 15, 2015, 7:23:04 PM3/15/15
to
Nico Hoffmann schrieb:
> Stephan Gerlach schreibt:
>
>> Mittelfristig will ich ein neues Haupt-Alltagsrad besorgen.
>> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
>> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
>> alltagstauglich machen (lassen). Dabei kommt es nicht auf historische
>> Exaktheit an; auch "moderne" Komponenten wie Shimano-9-Gang Schaltungen
>> seien erlaubt.
>>
>> Als Rahmen schwebt mir prinzipiell sowas vor (sind nur 2 Beispiele):
>> <http://www.ebay.de/itm/Franzoesischer-Stahlklassiker-Gitane-Reynolds-531-Rh-58-/191534287298>
>> oder [Achtung, viele Bilder]
>> <http://www.ebay.de/itm/Gazelle-Champion-Mondial-A-Frame-56-cm-c-t-54-5-cm-c-c-Reynolds-531c-/291403704553>.
>>
>> Gibt es Meinungen zu genannten Rahmen?
>
> Beide Rahmen haben keine Cantisockel.

Tatsache, hab ich nicht drauf geachtet. Dann müßten eben Rennradbremsen
oder irgendwas andres kompatibles dran. Oder man müßte mit irgendwelchen
Adaptern rumpfuschen; aber dann wohl lieber Rennradbremsen.

> Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
> beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?

Ist noch unklar. Womöglich ein Shimano WH-R500
<http://bike.shimano.com.sg/publish/content/global_cycle/en/sg/index/products/wheels/road_wheels/product.-code-WH-R500.-type-..html>
o.ä. Damals am Kettler hatte ich irgendwann auch sowas. Möglicherweise
hatte mein FdgM diesen Rahmen sogar etwas aufgebogen, um das hintere
Laufrad reinzukriegen.
Der 1cm sollte doch aufbiegbar sein?!

Gibt's auch Laufräder vom Design wie die Shimano WH-R500, wo man alte
Schaltungen wie z.B. Shimano 600 oder Positron dran kriegt?

> Überhaupt scheint mir das Angebot Nr 1 wenig aussagekräftig.

Immerhin steht die Oberrohrlänge da; die würde ziemlich gut passen.
Ich nehme an, daß der (Privat-)Verkäufer diesen Rahmen irgendwo in einer
"Rumpelkammer" o.ä. wiedergefunden hat und nun loswerden will. Evtl.
weiß er auch nicht, welche Angaben wichtig wären.
Man sollte wohl in diesem Fall mal den Verkäufer kontaktieren.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 15, 2015, 7:24:40 PM3/15/15
to
Nico Hoffmann schrieb:
> Stephan Gerlach schreibt:
>
>> Mittelfristig will ich ein neues Haupt-Alltagsrad besorgen.
>> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
>> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
>> alltagstauglich machen (lassen). Dabei kommt es nicht auf historische
>> Exaktheit an; auch "moderne" Komponenten wie Shimano-9-Gang Schaltungen
>> seien erlaubt.
>>
>> Als Rahmen schwebt mir prinzipiell sowas vor (sind nur 2 Beispiele):
>> <http://www.ebay.de/itm/Franzoesischer-Stahlklassiker-Gitane-Reynolds-531-Rh-58-/191534287298>
>> oder [Achtung, viele Bilder]
>> <http://www.ebay.de/itm/Gazelle-Champion-Mondial-A-Frame-56-cm-c-t-54-5-cm-c-c-Reynolds-531c-/291403704553>.
>>
>> Gibt es Meinungen zu genannten Rahmen?
>
> Beide Rahmen haben keine Cantisockel.

Da hab' ich jetzt so keinen großen Wert drauf gelegt.
Dann müßten eben Rennradbremsen oder irgendwas andres kompatibles dran.

> Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
> beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?

Ist noch unklar. Womöglich ein Shimano WH-R500
<http://bike.shimano.com.sg/publish/content/global_cycle/en/sg/index/products/wheels/road_wheels/product.-code-WH-R500.-type-..html>

o.ä. Damals am Kettler hatte ich irgendwann auch sowas. Möglicherweise
hatte mein FdgM diesen Rahmen sogar etwas aufgebogen, um das hintere
Laufrad reinzukriegen.
Der 1cm sollte doch aufbiegbar sein?!

Gibt's auch Laufräder vom Design wie die Shimano WH-R500, wo man alte
Schaltungen wie z.B. Shimano 600 oder Positron dran kriegt?

> Überhaupt scheint mir das Angebot Nr 1 wenig aussagekräftig.

Immerhin steht die Oberrohrlänge da; die würde ziemlich gut passen.
Ich nehme an, daß der (Privat-)Verkäufer diesen Rahmen irgendwo in einer
"Rumpelkammer" o.ä. wiedergefunden hat und nun loswerden will. Evtl.
weiß er auch nicht, welche Angaben wichtig wären.
Man sollte wohl in diesem Fall mal den Verkäufer kontaktieren.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 15, 2015, 7:33:55 PM3/15/15
to
Gerald E:scher schrieb:
> Am 15.03.15 um 20:14 schrieb Nico Hoffmann:
>> Stephan Gerlach schreibt:
>>
>>> Als Rahmen schwebt mir prinzipiell sowas vor (sind nur 2 Beispiele):
>>> <http://www.ebay.de/itm/Franzoesischer-Stahlklassiker-Gitane-Reynolds-531-Rh-58-/191534287298>
>>> oder [Achtung, viele Bilder]
>>> <http://www.ebay.de/itm/Gazelle-Champion-Mondial-A-Frame-56-cm-c-t-54-5-cm-c-c-Reynolds-531c-/291403704553>.
>>>
>>> Gibt es Meinungen zu genannten Rahmen?
>> Beide Rahmen haben keine Cantisockel.
>
> Was Stephan sicherlich nicht entgangen ist. Solange keine vollphätten
> Reifen gefragt sind, haben Zangenbremsen gegenüber Cantis eh nur Vorteile.

28mm Conti GP 4Season. Das ist wohl das einzige Bauteil, bei dem ich
jetzt schon mit ziemlicher Sicherheit weiß, was es werden soll :-) .
Diese Reifen in Weißwand- oder Gelbwand-Optik wären schön; aber da ist
wohl nix zu machen.
Ich kenne jemanden, der hat sogar Conti GP4000 in Weißwand-Optik.

>> Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
>> beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?
>
> Eine für 5-fach Schraubkranz ;-)
> Der Gazelle ist nur für ein Single Speed brauchbar, in 120 mm passen
> ohne Bastelei nur Bahnnaben.

Früher[tm] hatten die ächten Rennfahrer doch aber auch schon
Schaltungen?! Dabei gehe ich davon aus, daß der Gazelle ein
Straßen-Rennrahmen war.

Hans CraueI

unread,
Mar 15, 2015, 7:35:12 PM3/15/15
to
Stephan Gerlach schrieb

> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
> alltagstauglich machen (lassen).

Muss es unbedingt ein *Renn*radrahmen sein? Ich faende einen
guten Alltagsradrahmen, etwa einen VSF, dafuer passender. Mit
BSA-Tretlagergewinde und mindestens 126 mm Hinterbaubreite.

> Z.B. könnte es grundsätzliche Probleme beim Anbau von Schutzblechen,
> Licht, Gebäckträger, Ständer, Hosenschutz (umgangssprachlich:
> Kettenschutz) geben?

Fuer Schutzbleche kann es (zu) eng sein, Gebaecktraeger muessen
mangels angeloeteter Gewindeoesen moeglicherweise mit notwendig
behelfsweisen Schellenloesungen befestigt werden.
Reynolds-Rohre muessen nicht sein, Mannesmann geht auch, oder
auch ansonsten namenloses CrMo. Fahren laesst sich auch HiTen.

Welche Reifenabmessungen willst du fahren?

> Etwas Patina wäre mir egal.

Sowieso.

Hans CraueI

Stephan Gerlach

unread,
Mar 15, 2015, 8:31:49 PM3/15/15
to
Hans CraueI schrieb:
> Stephan Gerlach schrieb
>
>> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
>> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
>> alltagstauglich machen (lassen).
>
> Muss es unbedingt ein *Renn*radrahmen sein?

Nicht zwingend. Ist halt (vermutlich?) etwas leichter; der ebenfalls
antike Kettler-Rahmen war da wohl eine Ausnahme.

Und der Kultfaktor ist nicht zu vergessen :-) .

>> Z.B. könnte es grundsätzliche Probleme beim Anbau von Schutzblechen,
>> Licht, Gebäckträger, Ständer, Hosenschutz (umgangssprachlich:
>> Kettenschutz) geben?
>
> Fuer Schutzbleche kann es (zu) eng sein,

Ich hab' grad' noch einen schönen alten Rahmen gefunden; da sieht es auf
dem Bild so aus, als könnten Schutzbleche (müssen eh nur schmale
Rennrad-Schutzbleche sein) passen.

> Gebaecktraeger muessen
> mangels angeloeteter Gewindeoesen moeglicherweise mit notwendig
> behelfsweisen Schellenloesungen befestigt werden.

Auf Gewindeösen habe ich bei allen Such-Versuchen explizit geachtet.

> Reynolds-Rohre muessen nicht sein, Mannesmann geht auch, oder
> auch ansonsten namenloses CrMo. Fahren laesst sich auch HiTen.

Ein schweres Stahlrad hab' ich jetzt schon. Ein ca. 17kg schweres
Damenrad, welches eigentlich nur als Übergangslösung gedacht war.

Außerdem ein etwas leichteres Stahl-Trainings-Trekking-Rad, das auch
schon als Reiserad herhalten mußte.

Das reicht aber nicht.
Quasi als Ersatz für das geklaute Kettler (welches vorwiegend als
Alltagsrad genutzt wurde) wollte ich (wieder) etwas historisches; mit
einigen modernen Komponenten "getunt".

> Welche Reifenabmessungen willst du fahren?

28mm.

Jakob Krieger

unread,
Mar 15, 2015, 9:50:25 PM3/15/15
to
- Stephan Gerlach / Mon, 16 Mar 2015 01:31:37 +0100

>> Welche Reifenabmessungen willst du fahren?

> 28mm.

Meine Rollschuhe haben schon 78 mm ...



Spaß beiseite: Das Gitane-Dings schätze ich auf späte 1970er,
und es ist wohl kein echtes Rennrad, sondern mehr eines für
die Straße - dann hat es Schrauben-Aufnahmen (damals sicher
ohne Gewinde) für Schutzbleche und leichte Gepäckträger
(muss man allerdings ordentlich montieren, sonst scheren
die Schrauben ab).

Ob hinten ein Neungang Platz hat, bezweifle ich (Zehngang
in FOrm von 2x5 war üblich); die großen Ritzel hinten
braucht man eh nicht. Da ist allerdings noch etliches
historisches Material in gutem Zustand übrig - und die
Zeit überdauert haben eh nur die besseren Schaltungen.

Dynamo ist nach offizieller Erlaubnis von Akku-Beleuchtung
nebst LED hinfällig, vor allem weil LED-Licht viel, viel
weniger Strom frisst.

[LED-Scheinwerfer mit durchaus brauchbarer Lichtausbeute
brauchen keine 6 Volt, sondern sind bei 3,5 schon maximal
hell und begnügen sich mit 1/3 Ampère]


Tretlager - da gab es mal welche, die steckten in einer
Hülse und wurden über diese verschraubt (also nicht am
Gewinde in der Tretlager-Aufnahme), gibt es sogar noch:

<http://www.custom-junkies.de/yst-bb-993-universal-reparatur-innenlager-bottom-bracket>

<http://www.bruegelmann.de/shimano-saint-sm-bb71-press-fit-innenlager-83-mm-330174.html>

Außerdem ist die Renovierung eines Alt-Tretlagers auch
kein Kunststück. Mit Ventilschleifpaste vom Mopped-Laden
bekommt man die Lagerschalen wunderschön glatt, passende
Kugellager-Kränze gibt es auch, und mit gescheitem schwarzen
LKW-Fett (gleicht auch Macken aus) laufen die besser als neu
(damals nahm man dünnflüssige Hanseline).


Ich habe mal einen Peugeot-Rahmen hergeschenkt, da könnte
ich mich heute noch in den Arsch beißen, wenn ich entsprechend
gelenkig wäre. Gelötete Muffen statt automatengeschweißt und
hingedengelt - die Dinger waren in so vielen Belangen dermaßen
gut ... aber nein, man wollte ja ein Dregging-Ding.
Ich hätte damals lieber gescheite Felgen kaufen sollen statt
der Dachrinnen, die da montiert waren ... egal, weg, vorbei.


Problempunkt ist eigentlich nur die Achsbreite (Aufnahme),
da sind mit der wachsenden Zahl üblich vorhandener Ritzel
die schmalen Bauformen selten geworden.



jk




--
no sig

Gerald E:scher

unread,
Mar 15, 2015, 9:52:20 PM3/15/15
to
Am 16.03.15 um 00:01 schrieb Stephan Gerlach:
> Gerald E:scher schrieb:
>> Am 15.03.15 um 19:17 schrieb Stephan Gerlach:
>>> Mittelfristig will ich ein neues Haupt-Alltagsrad besorgen.
>>> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
>>> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
>>> alltagstauglich machen (lassen).
>>
>> Einkaufen möchtest du damit nicht?
>
> Doch. Allerdings lege ich mit schweren Einkäufen meist nur Strecken
> unter 3km zurück.

Dann vergiss einen Rennradrahmen aus dünnen Stahlrohren.

>> So einen windelweicher Stahlrahmen
>> kriegst du nicht alltagstauglich, jedenfalls nicht, wenn du Gepäck
>> transportieren möchtest.
>
> Seit dem Kettler Alurad bin ich weiche Rahmen gewöhnt,

Deswegen möchtest du dir diese Zumutung weiterhin antun?

> auch mit
> Einkäufen, transportiert im Einkaufskorb.
> Die Reynolds-531-Rahmen werden doch nicht noch weicher sein?!

Mein Rahmen aus konifiziertem Columbus Cromor wackelte mit 10 kg Gebäck
wie ein Lämmerschwanz. Damalige Stahlrahmen waren aufgrund der dünnen
Rohre alle nicht sehr steif.

>>> Dabei kommt es nicht auf historische
>>> Exaktheit an; auch "moderne" Komponenten wie Shimano-9-Gang Schaltungen
>>> seien erlaubt.
>>
>> 9-fach ist an Rennrädern bereits ziemlich retro.
>
> Gab's das schon in den 80er Jahren?

Nein, 90er.

>>> Als Rahmen schwebt mir prinzipiell sowas vor (sind nur 2 Beispiele):
>>> <http://www.ebay.de/itm/Franzoesischer-Stahlklassiker-Gitane-Reynolds-531-Rh-58-/191534287298>
>>
>> Vermutlich franz. Tretlagergewinde und franz. Steuersatzabmessungen.
>> Passende Tretlager kriegst du bei Spezialités T.A. oder Phil Wood. Das
>> wird ein teurer Spass!
>
> Übermäßig teuer soll es nicht werden.
> Ich habe einen recht vertrauenswürdigen FdgM; mal sehen, was der dazu
> sagt bzw. in der Grabbelkiste hat.

Stiehl ihm bitte nicht seine Zeit, franz. Anschlussmaße sind längst
historisch, du kriegst auch keine Vorbauten mehr.
Tretlager schon, wenn du unbedingt willst:
<http://www.singlespeedshop.com/Singlespeed---Fixed-Gear/Kurbellager---Zubehoer/Specialites-T-A--Axix-light-Innenlager.html>

>>> oder [Achtung, viele Bilder]
>>> <http://www.ebay.de/itm/Gazelle-Champion-Mondial-A-Frame-56-cm-c-t-54-5-cm-c-c-Reynolds-531c-/291403704553>.
>>
>> Um den Preis kriegst du auch einen modernen Rahmen, bei dem weniger
>> Kompromisse nötig sind.
>
> Das ist wohl der Oldtimer-Aufpreis.

Nein, das ist Deppensteuer für Hipster, die daraus ein Fixie basteln wollen.

> Daher tendiere ich wohl eher zu sowas Ähnlichem wie dem Gitane.

Aber bitte nicht aus Frankreich.
Die Intec sind ziemlich Retro, aber wenigstens derart, dass moderne
Komponenten drauf passen.

> BTW: Sind die Masse-Angaben wie z.B. auf
> <http://www3.custtec.de/pdf/rrsupertourgeo.pdf> eigentlich mit oder ohne
> Gabel?

Ohne Gabel und ohne Lack. Im Gegensatz zu den alten 2,x kg schweren
Stahlrahmen ist der allerdings bocksteif.

>>> oder Schaltungen
>>> aus den unerwartetsten Gründen nicht passen.
>>
>> Das Schaltauge ist zu weit vorne plaziert.
>
> Huch?!
> Selbst an das alte Kettler konnte mein FdgM damals ein 9-fach Shimano
> 105 Shaltwerk schrauben.

Sicher kann man's reinschrauben. Die Position des Schaltauges entspricht
halt nicht den Vorgaben der Schaltwerkshersteller und man handelt sich
eher Probleme mit der Schaltfunktion ein.

> Wie man sieht, hat der Gitane-Rahmen ja immerhin "variable"
> Ausfallenden, d.h. man könnte das Hinterrad theoretisch ein wenig nach
> vorn verschieben.

Nicht nur theoretisch, für eine moderne Rasterschaltung *muss* das
Hinterrad ganz nach vorne verschoben werden.

>>> Muß man mit ungewöhnlichen Rahmengeometrien rechnen.
>>
>> Der Gazelle ist ziemlich kurz.
>
> Stimmt; 54cm, wie ich jetzt erst gerade sehe. Und das bei 56cm Rahmenhöhe.
> Am Rennrad (mit Rennlenker) habe ich AFAIR 56,5 cm Oberrohrlänge (müßte
> mal nachmessen).
>
> Bei 54cm und einem Lenker wie z.B. diesem hier
> <http://sella-berolinum.de/media/image/thumbnail/moustage-flach-153124a573ac89_285x255.jpg>

Auch das noch! Klemmdurchmesser 25,4 mm, geeignete Rennradvorbauten
kannst du mit der Lupe suchen. Du möchtest wirklich in jede dir sich
bietende Schwierigkeit hineinrennen?

>>> Sind jemandem möglicherweise "Gazelle" oder "Gitane" als damals
>>> besonders hoch- oder minderwertig bekannt? Beide Namen sind mir
>>> zumindest grundsätzlich ein Begriff.
>>> Oder sollte man Peugeot oder Motobecane vorziehen.
>>
>> Man sollte nur dann versuchen, aus einem alten *Renn*radrahmen ein
>> *Alltags*rad aufzubauen, wenn man weiß, was man tut.
>
> Im Zweifelsfall muß mir sowieso mein FdgM damit weiterhelfen :-) .

Der wird jetzt im Frühjahr, wenn ihm die aus dem Winterschlaf
aufgewachten Schönwetterradler die Bude einrennen, ganz bestimmt
ausreichend Zeit für solchen Unfug haben.

> Apropos: Passen bei solchen alten Rennradrahmen (dünne
> Plastik-)Schutzbleche idR zwischen Rahmen und hinteres Laufrad mit 28mm
> Reifen?

Kann sein, kann auch nicht sein. Du suchst einen Rennradrahmen mit dem
längeren Bremsmaß, die zwar vor 30 Jahren häufiger waren, aber ob ein
28er Reifen samt Kotflügel durchpasst, kann dir sicher niemand auf
Anhieb sagen.
Wenigsten brauchst du keine passenden Bremsen suchen, Shimano BR-R600
kann ich dir über die Alpen schmeißen :-)

Gerald E:scher

unread,
Mar 15, 2015, 10:04:49 PM3/15/15
to
Am 16.03.15 um 00:33 schrieb Stephan Gerlach:
> Gerald E:scher schrieb:
>>
>> Was Stephan sicherlich nicht entgangen ist. Solange keine vollphätten
>> Reifen gefragt sind, haben Zangenbremsen gegenüber Cantis eh nur Vorteile.
>
> 28mm Conti GP 4Season. Das ist wohl das einzige Bauteil, bei dem ich
> jetzt schon mit ziemlicher Sicherheit weiß, was es werden soll :-) .

Und ich kann dir mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es mit 28er
Reifen und Kotflügel knapp werden wird.

>>> Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
>>> beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?
>>
>> Eine für 5-fach Schraubkranz ;-)
>> Der Gazelle ist nur für ein Single Speed brauchbar, in 120 mm passen
>> ohne Bastelei nur Bahnnaben.
>
> Früher[tm] hatten die ächten Rennfahrer doch aber auch schon
> Schaltungen?!

Schrieb ich doch, 5-fach Schraubkranz.

> Dabei gehe ich davon aus, daß der Gazelle ein
> Straßen-Rennrahmen war.

Sicherlich. Die einzigen passenden Naben die du noch kriegst, sind aber
Bahnnaben. Aus so einem Rahmen baut man sich ein Fixie, aber kein
Alltagsrad mit Gebäckkorb, wie du es anscheinend vor hast.

Christoph Strauch

unread,
Mar 16, 2015, 2:15:48 AM3/16/15
to
On Monday, March 16, 2015 at 12:23:04 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
> Nico Hoffmann schrieb:
> > Stephan Gerlach schreibt:
> >
> > Beide Rahmen haben keine Cantisockel.
>
> Tatsache, hab ich nicht drauf geachtet. Dann müßten eben Rennradbremsen
> oder irgendwas andres kompatibles dran. Oder man müßte mit irgendwelchen
> Adaptern rumpfuschen; aber dann wohl lieber Rennradbremsen.

Das geht sich mit den Kotflügeln nicht aus. Bei 28mm Reifen und Kotflügeln
brauchst du mind. Bremsenmaß 57mmm, besser mehr. Da ist die Mafac Racer
die Bremse der Wahl.


> > Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
> > beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?
>
> Ist noch unklar. Womöglich ein Shimano WH-R500
> <http://bike.shimano.com.sg/publish/content/global_cycle/en/sg/index/products/wheels/road_wheels/product.-code-WH-R500.-type-..html>
> o.ä. Damals am Kettler hatte ich irgendwann auch sowas. Möglicherweise
> hatte mein FdgM diesen Rahmen sogar etwas aufgebogen, um das hintere
> Laufrad reinzukriegen.
> Der 1cm sollte doch aufbiegbar sein?!

Ja, klar irgendwie wird das gehen, aber wozu der ganze Aufwand?


> Gibt's auch Laufräder vom Design wie die Shimano WH-R500, wo man alte
> Schaltungen wie z.B. Shimano 600 oder Positron dran kriegt?
>
> > Überhaupt scheint mir das Angebot Nr 1 wenig aussagekräftig.
>
> Immerhin steht die Oberrohrlänge da; die würde ziemlich gut passen.
> Ich nehme an, daß der (Privat-)Verkäufer diesen Rahmen irgendwo in einer
> "Rumpelkammer" o.ä. wiedergefunden hat

Korrekt, auf dem Sperrmüll. Die Gabel sieht auch nicht gerade original aus.

Christoph Strauch

unread,
Mar 16, 2015, 2:19:05 AM3/16/15
to
On Monday, March 16, 2015 at 1:31:49 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
> Hans CraueI schrieb:
> > Stephan Gerlach schrieb
> >
> >> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
> >> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
> >> alltagstauglich machen (lassen).
> >
> > Muss es unbedingt ein *Renn*radrahmen sein?
>
> Nicht zwingend. Ist halt (vermutlich?) etwas leichter; der ebenfalls
> antike Kettler-Rahmen war da wohl eine Ausnahme.

Das Rahmengewicht spielt doch bei all den Teilen, die du anbauen willst,
kaum eine Rolle.

Christoph Strauch

unread,
Mar 16, 2015, 2:21:42 AM3/16/15
to
On Monday, March 16, 2015 at 2:50:25 AM UTC+1, Jakob Krieger wrote:
> - Stephan Gerlach / Mon, 16 Mar 2015 01:31:37 +0100
>
> >> Welche Reifenabmessungen willst du fahren?
>
> > 28mm.
>
>
> Spaß beiseite: Das Gitane-Dings schätze ich auf späte 1970er,
> und es ist wohl kein echtes Rennrad, sondern mehr eines für
> die Straße -

Ja, ein Straßenrennrad

> dann hat es Schrauben-Aufnahmen (damals sicher
> ohne Gewinde) für Schutzbleche

Das war damals üblich.


Christoph Strauch

unread,
Mar 16, 2015, 2:27:42 AM3/16/15
to
On Monday, March 16, 2015 at 1:31:49 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
> Hans CraueI schrieb:
> > Stephan Gerlach schrieb
> >
> >> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
> >> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
> >> alltagstauglich machen (lassen).
> >
> > Muss es unbedingt ein *Renn*radrahmen sein?
>
> Und der Kultfaktor ist nicht zu vergessen :-) .

Wenn der Kultfaktor wichtig ist, liegst du sowohl mit Gitane als auch mit
Gazelle auf jeden Fall richtig. Bei dem was du vor hast, wird dir das fertige
Rad allerdings von der Stilpolizei aus dem Verkehr gezogen werden, so dass es der Rahmen auch nicht herausreißt.


Bernhard Kraft

unread,
Mar 16, 2015, 7:42:07 AM3/16/15
to
Am Sonntag, 15. März 2015 19:18:05 UTC+1 schrieb Stephan Gerlach:
>
> Gibt es Meinungen zu genannten Rahmen?
...
> Sind jemandem möglicherweise "Gazelle" oder "Gitane" als damals
> besonders hoch- oder minderwertig bekannt?


> Oder sollte man Peugeot oder Motobecane vorziehen.

Bei Motobecane sind mir aus dem Bekannten- und
Famlienkreis einige Ausfälle bekannt. Das waren aber
Rahmen mit Vitus oder No-Name Rohren.

Peugeots fahren nicht ohne Grund noch so viele herum. Die
sind meist auch schwerer.

Rahmen mit Reynolds 531 waren damals relativ teuer. Ich habe
1985 mal einen für 550DM gekauft. Es ist anzunehmen, dass
die meisten dieser Schätzchen eher nur bei schönem Wetter
gefahren wurden.

Gazelle war damals außerhalb meiner finanziellen Reichweite.
Mein Radhändler konnte sich damals so etwas als Crossrad leisten.
Das Rad auf Ebay sieht gut aus, der Preis ist aber für ein so
altes Rad nur zu rechtfertigen, wenn der Rahmen in Topzustand
ist. Da die Ösen für die Schutzbleche vorhanden sind, gehe ich
davon aus, dass Platz genug für 23er-Reifen+Schutzbleche gibt.

Über Gitane kann ich nichts sagen.

Jakob Krieger

unread,
Mar 16, 2015, 8:06:45 AM3/16/15
to
- Stephan Gerlach / Mon, 16 Mar 2015 01:31:37 +0100

Nachtrag ---


>> Welche Reifenabmessungen willst du fahren?

> 28mm.

Besser als sich auf eine Breite festzulegen ist, erst einmal
passende Laufräder aufzutreiben und die Felge auszumessen.

Die Dinger wurden damals keineswegs nur mit Schlauchreifen
gefahren (gerade auf der Straße, weil die Kleber nicht das
waren, was das Wort impliziert), aber 28 mm waren Sportrad-
Größen, die ist man nur nachts gefahren, wenn es keiner sieht.
23 oder 25 mm kommt dem ursprünglich erwünschten Fahrverhalten
schon viel näher, macht m.E. mehr Spaß. Federwirkung wie bei
Niederdruck-Wurstreifen kann man eh vergessen, das rollt viel
schlechter und passt nicht zur Charakteristik.

Mit der ausgebauten Gabel zum Händler zu gehen, und zu
schauen, was von der Breite her reinpasst, ist auch eine
gute Idee. Ging es bei der Größen-Wahl um Verfügbarkeit
und Preis? Da würde ich mir so etwas in der Art überlegen:

<http://www.rosebikes.de/artikel/michelin-lithion2-rennradreifen/aid:554080>



jk




--
no sig

Jakob Krieger

unread,
Mar 16, 2015, 8:14:53 AM3/16/15
to
- Bernhard Kraft / Mon, 16 Mar 2015 12:42:06 +0100


>> Oder sollte man Peugeot oder Motobecane vorziehen.

> Bei Motobecane sind mir aus dem Bekannten- und
> Famlienkreis einige Ausfälle bekannt. Das waren aber
> Rahmen mit Vitus oder No-Name Rohren.

<http://en.wikipedia.org/wiki/Motobécane#Bicycles>

Von Motobécane gab es verschiedene Qualitätsklassen.

Dadurch, dass sie schon früh Shimano-Teile verbauten,
ist die Chance, dass heute gängige Teile passen, größer.


> Peugeots fahren nicht ohne Grund noch so viele herum. Die
> sind meist auch schwerer.

Etwas schwerer, aber deutlich unterhalb damaliger
Sport- oder Tourenräder.



jk


--
no sig

Christoph Strauch

unread,
Mar 16, 2015, 8:23:04 AM3/16/15
to
On Monday, March 16, 2015 at 1:14:53 PM UTC+1, Jakob Krieger wrote:
> - Bernhard Kraft / Mon, 16 Mar 2015 12:42:06 +0100
>
> >> Oder sollte man Peugeot oder Motobecane vorziehen.
>
> > Bei Motobecane sind mir aus dem Bekannten- und
> > Famlienkreis einige Ausfälle bekannt. Das waren aber
> > Rahmen mit Vitus oder No-Name Rohren.
>
> <http://en.wikipedia.org/wiki/Motobécane#Bicycles>
>
> Von Motobécane gab es verschiedene Qualitätsklassen.

Korrekt, von Peugeot ebenfalls.

> Dadurch, dass sie schon früh Shimano-Teile verbauten,
> ist die Chance, dass heute gängige Teile passen, größer.

Das ist Unsinn. Auch von Shimano gab es Teile mit frz. Gewindedimensionen,
die heute kaum zu bekommen sind.

>
> > Peugeots fahren nicht ohne Grund noch so viele herum. Die
> > sind meist auch schwerer.

Das ist ebenfalls Unsinn. Beide waren Massenhersteller und haben die gesamte
Breite abgedeckt.

Jakob Krieger

unread,
Mar 16, 2015, 8:33:48 AM3/16/15
to
- Christoph Strauch / Mon, 16 Mar 2015 13:23:03 +0100


>> <http://en.wikipedia.org/wiki/Motobécane#Bicycles>
>>
>> Von Motobécane gab es verschiedene Qualitätsklassen.

> Korrekt, von Peugeot ebenfalls.


>> Dadurch, dass sie schon früh Shimano-Teile verbauten,
>> ist die Chance, dass heute gängige Teile passen, größer.

> Das ist Unsinn. Auch von Shimano gab es Teile mit frz. Gewindedimensionen,
> die heute kaum zu bekommen sind.

Zitat aus obigem Link:

»Unlike most French makers of the era, Motobecane used Swiss thread bottom brackets for most models.«

Übrigens kann man statt 'Unsinn' auch 'stimmt so nicht' sagen.



jk






--
no sig

Christoph Strauch

unread,
Mar 16, 2015, 8:56:12 AM3/16/15
to
On Monday, March 16, 2015 at 1:33:48 PM UTC+1, Jakob Krieger wrote:
> - Christoph Strauch / Mon, 16 Mar 2015 13:23:03 +0100
>
> >> <http://en.wikipedia.org/wiki/Motobécane#Bicycles>
> >>
> >> Von Motobécane gab es verschiedene Qualitätsklassen.
>
> > Korrekt, von Peugeot ebenfalls.
>
> >> Dadurch, dass sie schon früh Shimano-Teile verbauten,
> >> ist die Chance, dass heute gängige Teile passen, größer.
>
> > Das ist Unsinn. Auch von Shimano gab es Teile mit frz. Gewindedimensionen,
> > die heute kaum zu bekommen sind.
>
> Zitat aus obigem Link:
>
> »Unlike most French makers of the era, Motobecane used Swiss thread bottom brackets for most models.«

Ja, schrieb ich doch. Frz. und schweizerisch sind beide 35x1.

>
> Übrigens kann man statt 'Unsinn' auch 'stimmt so nicht' sagen.

Ja meinetwegen. Aber mir ist dein Argument wirklich nicht klar. Shimano hat
für den frz. Markt eben die dort üblichen Dimensionen geliefert, wir viele
andere japanische Hersteller auch. Das 70er Jahre Motobecane in meinem Keller
hat allerdings ein BSA Tretlager, aber nicht von Shimano.

Bernhard Kraft

unread,
Mar 16, 2015, 9:59:35 AM3/16/15
to
Am Sonntag, 15. März 2015 19:18:05 UTC+1 schrieb Stephan Gerlach:
> Oder muß man damit rechnen, daß z.B. "neue" Tretlager oder Schaltungen
> aus den unerwartetsten Gründen nicht passen.

Wenn du Schalthebel am Unterrohr befestigen willst, geht das beim
Gitane mit einer Schelle. Beim Gazelle sind Campa-Sockel
drauf. Eine Geschmacks- und vielleicht auch Kostenfrage.

Christoph Strauch

unread,
Mar 16, 2015, 10:21:03 AM3/16/15
to
On Monday, March 16, 2015 at 12:01:59 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
> Gerald E:scher schrieb:
> > Am 15.03.15 um 19:17 schrieb Stephan Gerlach:

> > Man sollte nur dann versuchen, aus einem alten *Renn*radrahmen ein
> > *Alltags*rad aufzubauen, wenn man weiß, was man tut.
>
> Im Zweifelsfall muß mir sowieso mein FdgM damit weiterhelfen :-) .
>
> Ich hatte ja bei meiner Erst-Suche extra schon drauf geachtet, daß Ösen
> für Schutzbleche und Gebäckträger dran sind.
> Und natürlich auf das Qualitätsmerkmal "Reynolds 531"...

R531 ist nicht besser als ein Vitus oder Columbus Rohr aus dieser Zeit. Für
deine Zwecke besser geeignet wäre ein Rohr mit etwas größerer Wandstärke, auch
wenn das dann ein paar Gramm mehr wiegt. Peugeot-Rahmen aus Reynolds 501
oder auch ganze Räder aus Anfang der 90er bekommst du für kleines Geld, weil
da keine Hipstersteuer fällig wird. Bzgl. der Farbe mußt du aber schmerzfrei
sein. Wenn du ein fertiges Rad nimmst, hast du sogar passende Bremsen, Lenker
etc...

Gerald E:scher

unread,
Mar 16, 2015, 1:22:06 PM3/16/15
to
Am 16.03.15 um 13:33 schrieb Jakob Krieger:
> - Christoph Strauch / Mon, 16 Mar 2015 13:23:03 +0100

>>> Dadurch, dass sie schon früh Shimano-Teile verbauten,
>>> ist die Chance, dass heute gängige Teile passen, größer.
>
>> Das ist Unsinn. Auch von Shimano gab es Teile mit frz. Gewindedimensionen,
>> die heute kaum zu bekommen sind.
>
> Zitat aus obigem Link:
>
> »Unlike most French makers of the era, Motobecane used Swiss thread bottom brackets for most models.«

Schweizer Gewinde mit Linksgewinde rechts ist zwar vernünftiger als
französisches, die passenden Tretlager[1] aber noch schwerer zu bekommen.


[1] Das Reparaturlager von YST ausgenommen, aber ohne Not würde ich das
nicht verbauen.
Message has been deleted

Joerg

unread,
Mar 16, 2015, 2:07:48 PM3/16/15
to
On 2015-03-15 11:17 AM, Stephan Gerlach wrote:
> Voriges Jahr wurde mir mein Haupt-Alltagsrad (Kettler) geklaut.
> Momentan fahre ich mit einem Backup herum.
>
> Mittelfristig will ich ein neues Haupt-Alltagsrad besorgen.
> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
> alltagstauglich machen (lassen). Dabei kommt es nicht auf historische
> Exaktheit an; auch "moderne" Komponenten wie Shimano-9-Gang Schaltungen
> seien erlaubt.
>
> Als Rahmen schwebt mir prinzipiell sowas vor (sind nur 2 Beispiele):
> <http://www.ebay.de/itm/Franzoesischer-Stahlklassiker-Gitane-Reynolds-531-Rh-58-/191534287298>
Wow! Dann waere der Rahmen an meinem Stahlrenner rund 350 Euro wert! Das
kann ich kaum glauben.

>
> Gibt es Meinungen zu genannten Rahmen?


Ich fahre immer noch meinen Gazelle Trim Trophy Rahmen aus den 80ern.
Sieht fast so aus wie im zweiten Link, ebenfalls blau, aber etwas
angeblichen. Die Bueckelchen auf dem Oberrohr hat meiner nicht, faende
ich auch zu gefaehrlich, die gehoeren da IMHO nicht hin.


> Z.B. könnte es grundsätzliche Probleme beim Anbau von Schutzblechen,
> Licht, Gebäckträger, Ständer, Hosenschutz (umgangssprachlich:
> Kettenschutz) geben?


Ich habe einen ESGE Gepaecktraeger dran, auch Licht. Staender und
Hosenschutz sind bei RR-Rahmen unueblich, Kettenschutz geht bei
Umwerfern und Schaltwerken eh kaum.


> Oder muß man damit rechnen, daß z.B. "neue" Tretlager oder Schaltungen
> aus den unerwartetsten Gründen nicht passen.


Das kaum, aber 10-Gang wird wohl nicht gehen. Wuerde ich nie brauchen,
daher waere mir das egal. Mein MTB hat zwar eine 10-Gang Kassette, aber
nur, weil es das nicht anders gab.


> Muß man mit ungewöhnlichen Rahmengeometrien rechnen.


Es gibt Unterschiede. Z.B. ist Gazelle Trim Trophy mehr "slack", weiss
nicht wie es in Deutsch heisst. Die Gebel schwingt weiter nach vorn und
der Radstand ist groesser. Aber immer noch rund 15cm kuerzer als an
meinem MTB. Italienische Rahmen sind oft gedrungener, da haette ich
beinahe Bedenken, beim harten Bremsen vorn rueberzugehen. Sollen dafuer
mehr "Biss" am Berg haben.

Ganz wichtig: Der Rahmen muss zumindest einigermassen zu Deinen
Koerpermassen passen. Standover-Height (Hoehe Oberrohr ueber Fahrbahn),
Oberrohrlaenge, und so weiter.


> Sind jemandem möglicherweise "Gazelle" oder "Gitane" als damals
> besonders hoch- oder minderwertig bekannt? Beide Namen sind mir
> zumindest grundsätzlich ein Begriff.


Gitane kenne ich nur als Zigarettenmarke von damals. Oder war es
"Gitanes"? Gazelle war frueher ein Begriff im Radsport und auch nicht
gerade billig. Ich hatte den Rahmen nach einiger Recherche anderen
vorgezogen und auf Mass bestellt. Aber wie gesagt, das ist 30 Jahre her.


> Oder sollte man Peugeot oder Motobecane vorziehen.
>

Weiss ich nicht, kommt auch drauf an welchen. Bei Peugeot gibt es eine
Sorte, die hier (US Westkueste) selbst in ziemlich abgerocktem Zustand
Liebhaberpreise hat.


> Und natürlich noch eine wichtige Frage:
> Welcher der beiden Rahmen ist schöner? ;-)
> Etwas Patina wäre mir egal.
>

Da muss ich mich der Stimme enthalten, weil natuerlich parteiisch :-)

Meine Erfahrung: Wenn ich mit dem RR an Renn-Teams vorbeiziehe,
wuerdigen die mich keines grossen Blickes. Mag aber auch an der Tatsache
liegen, dass ich keine Papageienkluft trage. Wenn jedoch andere Leute
mit alten Klassikern wie Coronado-Rahmen und so auftauchen, wird sogar
aufgefordert, zum Kloen anzuhalten. "Boah, wo hast Du den Rahmen
aufgegabelt? Und die Schaltung, und die Bremsen, schoen" ...
<augentupf>. Kann ich nicht so ganz nachvollziehen, fuer mich sind
Fahrzeuge immer Gebrauchsgegenstaende und mein Renner sieht entsprechend
schlammbeschmutzt aus.

Ein Nachteil alter Rahmenkonzepte sind Schwingungen. Im Bereich
51-52km/h faengt meiner an, selbst bei leichten Unebenheiten in der
Fahrbahn im Lenkkopfbereich zu wabern. Ist unangenehm und ich nehme dann
immer was Dampf weg. Doch so schnell faehrt man ja selten und nicht sehr
lange.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Joerg

unread,
Mar 16, 2015, 2:16:55 PM3/16/15
to
On 2015-03-15 4:33 PM, Stephan Gerlach wrote:
> Gerald E:scher schrieb:
>> Am 15.03.15 um 20:14 schrieb Nico Hoffmann:

[...]

> 28mm Conti GP 4Season. Das ist wohl das einzige Bauteil, bei dem ich
> jetzt schon mit ziemlicher Sicherheit weiß, was es werden soll :-) .
> Diese Reifen in Weißwand- oder Gelbwand-Optik wären schön; aber da ist
> wohl nix zu machen.
> Ich kenne jemanden, der hat sogar Conti GP4000 in Weißwand-Optik.
>

Ich habe Conti Gatorskin raufgemacht.


>>> Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
>>> beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?
>>
>> Eine für 5-fach Schraubkranz ;-)
>> Der Gazelle ist nur für ein Single Speed brauchbar, in 120 mm passen
>> ohne Bastelei nur Bahnnaben.


Pffft.

>
> Früher[tm] hatten die ächten Rennfahrer doch aber auch schon
> Schaltungen?! Dabei gehe ich davon aus, daß der Gazelle ein
> Straßen-Rennrahmen war.
>

Klar. In meinem Gazelle Rahmen sitzt ein 6-fach Kranz. War schon immer
einer drin, seit rund 30 Jahren. Ist alles Shimano 600.

Joerg

unread,
Mar 16, 2015, 2:21:13 PM3/16/15
to
Die Chain Stays (Ausfallenden?) hinten sind wichtiger. Das ist es, was
bei meinem Gazelle-Rahmen der Reifenbreite enge Grenzen setzt. 25mm geht
problemlos, 28mm wuerde schon eng.

Christoph Strauch

unread,
Mar 16, 2015, 2:30:19 PM3/16/15
to
On Mon, 16 Mar 2015 11:16:53 -0700
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

> On 2015-03-15 4:33 PM, Stephan Gerlach wrote:
> > Gerald E:scher schrieb:
> >> Am 15.03.15 um 20:14 schrieb Nico Hoffmann:
>
>
>
> >>> Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht
> >>> angegeben, beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für
> >>> eine Nabe rein?
> >>
> >> Eine für 5-fach Schraubkranz ;-)
> >> Der Gazelle ist nur für ein Single Speed brauchbar, in 120 mm
> >> passen ohne Bastelei nur Bahnnaben.
>
>
> Pffft.
>
> >
> > Früher[tm] hatten die ächten Rennfahrer doch aber auch schon
> > Schaltungen?! Dabei gehe ich davon aus, daß der Gazelle ein
> > Straßen-Rennrahmen war.
> >
>
> Klar. In meinem Gazelle Rahmen sitzt ein 6-fach Kranz. War schon
> immer einer drin, seit rund 30 Jahren. Ist alles Shimano 600.

Ja,und 126mm Hinterbaubreite im Gegensatz zu den 120mm des Gitane um
den es hier geht.

Joerg

unread,
Mar 16, 2015, 2:49:05 PM3/16/15
to
Gerald schrieb, Zitat "Der Gazelle ist nur für ein Single Speed brauchbar".

--
Gruesse, Joerg (Gazelle mit 6-speed fahrend)

http://www.analogconsultants.com/

Bernhard Kraft

unread,
Mar 16, 2015, 2:49:53 PM3/16/15
to
Am 16.03.2015 um 13:23 schrieb Christoph Strauch:
>>> Peugeots fahren nicht ohne Grund noch so viele herum. Die
>>> sind meist auch schwerer.
>
> Das ist ebenfalls Unsinn. Beide waren Massenhersteller und haben die gesamte
> Breite abgedeckt.
>

Wenn ich so etwas schreibe, meine ich natürlich dass Rahmen mit
vergleichbaren Rohrsatz (z.B 531) und/oder vergleichbaren Preis bei
Peugeot schwerer waren als bei Motobecane, Raleigh oder italienischen
Herstellern. Außerdem gab es Rohrsätze, die ich nur bei Peugeot gesehen
habe, aber auch von Reynolds waren.

Gerald E:scher

unread,
Mar 16, 2015, 3:14:52 PM3/16/15
to
Am 16.03.15 um 18:55 schrieb Markus Merkl:
> Am 15.03.2015 um 22:43 schrieb Gerald E:scher:
>> Am 15.03.15 um 20:17 schrieb Markus Merkl:
>>> Am 15.03.2015 um 20:04 schrieb Gerald E:scher:
>>>> 9-fach ist an Rennrädern bereits ziemlich retro.
>>>
>>> Waswaswas - nur weil man nicht jeden Unfug mitmacht ists plötzlich retro??
>>
>> Selbstverständlich :-) Ohne Not würde ich auf einen Neuaufbau nicht mehr
>> 9-fach montieren, schon alleine weil es 9-fach in hochwertig fast nur
>> mehr antiquarisch gibt und wegen späterer Ersatzteilversorgung.
>
> Umsichtige Naturen haben sich das Zentrale Teil (Schrems) eh in
> ausreichender Zahl ans Lager genommen.

Für einen Neuaufbau?

Gerald E:scher

unread,
Mar 16, 2015, 3:24:25 PM3/16/15
to
Am 16.03.15 um 02:50 schrieb Jakob Krieger:
>
> Tretlager - da gab es mal welche, die steckten in einer
> Hülse und wurden über diese verschraubt (also nicht am
> Gewinde in der Tretlager-Aufnahme), gibt es sogar noch:
>
> <http://www.custom-junkies.de/yst-bb-993-universal-reparatur-innenlager-bottom-bracket>

Das YST lässt sich zur Not in Rahmen mit ausgestorbenen Gewinden verwenden.

> <http://www.bruegelmann.de/shimano-saint-sm-bb71-press-fit-innenlager-83-mm-330174.html>

Press-fit ist ein recht neuer Standard und passt ausschließlich in dafür
ausgerüstete Rahmen.


> Außerdem ist die Renovierung eines Alt-Tretlagers auch
> kein Kunststück. Mit Ventilschleifpaste vom Mopped-Laden
> bekommt man die Lagerschalen wunderschön glatt,

Pittings kannst du mit Schleifpaste vielleicht verhübschen, die
Unebenheiten bleiben aber. Und weshalb soll man sich das antun, wenn's
um gleiches Geld einen neuen Rahmen gibt?
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Jakob Krieger

unread,
Mar 16, 2015, 6:13:11 PM3/16/15
to
- scher / Mon, 16 Mar 2015 20:24:27 +0100


>> <http://www.bruegelmann.de/shimano-saint-sm-bb71-press-fit-innenlager-83-mm-330174.html>

> Press-fit ist ein recht neuer Standard und passt ausschließlich in dafür
> ausgerüstete Rahmen.

Aha, wieder was gelernt.


>> Außerdem ist die Renovierung eines Alt-Tretlagers auch
>> kein Kunststück. Mit Ventilschleifpaste vom Mopped-Laden
>> bekommt man die Lagerschalen wunderschön glatt,

> Pittings kannst du mit Schleifpaste vielleicht verhübschen, die
> Unebenheiten bleiben aber. Und weshalb soll man sich das antun, wenn's
> um gleiches Geld einen neuen Rahmen gibt?

Solche Altteile aufzubauen, ist natürlich _nie_
rentabel, aber wenn man es sich in den Kopf gesetzt hat ...



jk




--
no sig

Jakob Krieger

unread,
Mar 16, 2015, 6:20:00 PM3/16/15
to
- Joerg / Mon, 16 Mar 2015 19:21:13 +0100


>>>> Welche Reifenabmessungen willst du fahren?

>>> 28mm.

>> ... Mit der ausgebauten Gabel zum Händler zu gehen, und zu
>> schauen, was von der Breite her reinpasst, ist auch eine
>> gute Idee. Ging es bei der Größen-Wahl um Verfügbarkeit
>> und Preis? Da würde ich mir so etwas in der Art überlegen:
>>
>> <http://www.rosebikes.de/artikel/michelin-lithion2-rennradreifen/aid:554080>


> Die Chain Stays (Ausfallenden?) ...

Kettenstreben (das andere wäre 'drop out')

> ... hinten sind wichtiger. Das ist es, was
> bei meinem Gazelle-Rahmen der Reifenbreite enge Grenzen setzt. 25mm geht
> problemlos, 28mm wuerde schon eng.

Würde ich mit der Gabelbreite vergleichen und trotzdem
das handlichere Teil zum Anpassen mitnehmen.

Außer man hat einen Händler (mit Werkstatt und Ahnung) ums Eck.


jk



--
no sig

Jakob Krieger

unread,
Mar 16, 2015, 6:24:37 PM3/16/15
to
- Christoph Strauch / Mon, 16 Mar 2015 13:56:11 +0100


>>>> <http://en.wikipedia.org/wiki/Motobécane#Bicycles>
>>>>
>>>> Von Motobécane gab es verschiedene Qualitätsklassen.
>>
>>> Korrekt, von Peugeot ebenfalls.
>>
>>>> Dadurch, dass sie schon früh Shimano-Teile verbauten,
>>>> ist die Chance, dass heute gängige Teile passen, größer.
>>
>>> Das ist Unsinn. Auch von Shimano gab es Teile mit frz. Gewindedimensionen,
>>> die heute kaum zu bekommen sind.
>>
>> Zitat aus obigem Link:
>>
>> »Unlike most French makers of the era, Motobecane used Swiss thread bottom brackets for most models.«

> Ja, schrieb ich doch. Frz. und schweizerisch sind beide 35x1.

Dann ist allerdings der Text falsch.


>> Übrigens kann man statt 'Unsinn' auch 'stimmt so nicht' sagen.

> Ja meinetwegen. Aber mir ist dein Argument wirklich nicht klar. Shimano hat
> für den frz. Markt eben die dort üblichen Dimensionen geliefert, wir viele
> andere japanische Hersteller auch. Das 70er Jahre Motobecane in meinem Keller
> hat allerdings ein BSA Tretlager, aber nicht von Shimano.

Es ist nicht mein Argument, sondern eine Angabe aus der
allwissenden Müllhalde. Im Einzelfall zählt natürlich der
reale Aufbau, nicht was diese oder jene Firma meistens
gemacht hat.



jk




--
no sig

Hans CraueI

unread,
Mar 16, 2015, 6:48:28 PM3/16/15
to
Nico Hoffmann schrieb

> Stephan Gerlach schreibt:
[alter Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern]

> Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
> beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?

Mittlerweile auch mal ein GUI angeworfen.
Beim zweiten (Gazelle) erscheint mir die 120mm-Angabe erstmal
zweifelhaft. Auf dem Oberrohr liegende Zugfuehrungen kamen
m.W. erst nach Aussterben der 120mm-Hinterraeder in Mode. Und
auch die Farbgebung passt nicht zu den 120mm.
Ansonsten: hypsch, aber viel zu toier.

> Überhaupt scheint mir das Angebot Nr 1 wenig aussagekräftig.

Da stimme ich zu.
Auf jeden Fall wuerde ich mir (sowieso und immer) vor einem
Kauf die Zustaende aller Gewinde mitteilen lassen.

Hans CraueI

Hans CraueI

unread,
Mar 16, 2015, 6:59:05 PM3/16/15
to
Christoph Strauch schrieb
Fuer das Einschreiten der Stilpolizei reicht da bereits der
`Kettenschutz'.

Hans CraueI

Joerg

unread,
Mar 16, 2015, 7:06:02 PM3/16/15
to
Dabei muss ich an die abfaelligen Blicke denken, wenn die
Papageienklufttruppe meine klobigen MTB-Pedale am Renner sieht ...

Gerald E:scher

unread,
Mar 16, 2015, 7:58:42 PM3/16/15
to
Am 16.03.15 um 23:47 schrieb Hans CraueI:
> Nico Hoffmann schrieb
>
>> Stephan Gerlach schreibt:
> [alter Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern]
>
>> Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
>> beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?
>
> Mittlerweile auch mal ein GUI angeworfen.
> Beim zweiten (Gazelle) erscheint mir die 120mm-Angabe erstmal
> zweifelhaft. Auf dem Oberrohr liegende Zugfuehrungen kamen
> m.W. erst nach Aussterben der 120mm-Hinterraeder in Mode. Und
> auch die Farbgebung passt nicht zu den 120mm.

Den Hinterbau kann auch ein gewalttätiger Hipster für sein Bahnhinterrad
zusammengebogen haben.

> Ansonsten: hypsch, aber viel zu toier.

lasFhce Farbe, ansonsten ja.

>> Überhaupt scheint mir das Angebot Nr 1 wenig aussagekräftig.
>
> Da stimme ich zu.

Es fe lt der Hinweis: "Frisch vom Schrottplatz!"

Jakob Krieger

unread,
Mar 16, 2015, 8:17:23 PM3/16/15
to
- Joerg / Tue, 17 Mar 2015 00:06:01 +0100


> Dabei muss ich an die abfaelligen Blicke denken, wenn die
> Papageienklufttruppe meine klobigen MTB-Pedale am Renner sieht ...

Ihr habt in den USA ja auch entsprechende Waffengesetze,
da kann man sich sowas trauen.


Ich habe mal (als Schüler, also bedingt strafmündig)
bei einem alten Herren-Sportrad (Bauer) die Torpedo-
Dreigang-Nabenschaltung mit einem doppelten Kettenblatt
vorne zum 6-Gang ergänzt (natürlich mit Umwerfer und
einem Schaltwerk als Kettenspanner). Das Ritzel musste ich
schmaler schleifen, damit die Kette passt - Bohrmaschine,
Schleifstein und viel Zeit - funktionierte dann aber
prächtig (man konnte dank Torpedo-Leerlauf auch im
Stand vorne schalten), bis zum ungefragten Wechsel des
Besitzers. Damals hochmoderne Plastik-Schutzbleche waren
auch dran, die hatte der Vorbesitzer schon montiert (war
aber fürchterliches Glump, hat nur gewackelt.


jk


--
no sig

Ralph Angenendt

unread,
Mar 17, 2015, 9:53:03 AM3/17/15
to
Well, Gerald E scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Am 16.03.15 um 02:50 schrieb Jakob Krieger:
>> <http://www.custom-junkies.de/yst-bb-993-universal-reparatur-innenlager-bottom-bracket>
>
> Das YST lässt sich zur Not in Rahmen mit ausgestorbenen Gewinden verwenden.
>
>> <http://www.bruegelmann.de/shimano-saint-sm-bb71-press-fit-innenlager-83-mm-330174.html>
>
> Press-fit ist ein recht neuer Standard und passt ausschließlich in dafür
> ausgerüstete Rahmen.

Die Orangen aus den USA haben da auch was:
http://store.velo-orange.com/index.php/components/bottom-brackets/grand-cru-threadless-bottom-brackets.html

Teurer, aber als ich so was brauchte, habe ich nur das von Mavic
gefunden, von dem hier glaube ich abgeraten wurde. Steckt bei mir im
Fixie, seit knapp 6 Jahren ohne Probleme.

Ralph
--
His goal in life was to be an echo

Mathias Böwe

unread,
Mar 17, 2015, 1:36:32 PM3/17/15
to
Christoph Strauch <cstr...@freenet.de> wrote:

> Für deine Zwecke besser geeignet wäre ein Rohr mit etwas größerer
> Wandstärke, auch wenn das dann ein paar Gramm mehr wiegt.

Das macht nicht so furchtbar viel aus, weder hinsichtlich des Gewichts
noch der Steifigkeit. Das, was wirklich etwas bringt, ist ein größerer
Rohrdurchmesser. Hier habe ich ein Guylaine WL und ein WL oversize.
Obwohl letzteres einen etwas höheren Rahmen hat, ist es *wesentlich*
steifer - bei nur 3,2mm mehr Rohrdurchmesser an Ober- und Unterrohr.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur

Mathias Böwe

unread,
Mar 17, 2015, 1:36:33 PM3/17/15
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:

> Dann müßten eben Rennradbremsen oder irgendwas andres kompatibles dran.

Rückschrittbremse hinten, Stempelbremse vorn? Dann ist auch das
Reifenmaß nicht mehr so knapp zu kalkulieren, wenn noch Schutzbleche
montiert werden sollen.

Gerald E:scher

unread,
Mar 17, 2015, 4:07:24 PM3/17/15
to
Am 17.03.15 um 18:36 schrieb Mathias Böwe:
>
> Das macht nicht so furchtbar viel aus, weder hinsichtlich des Gewichts
> noch der Steifigkeit. Das, was wirklich etwas bringt, ist ein größerer
> Rohrdurchmesser. Hier habe ich ein Guylaine WL und ein WL oversize.
> Obwohl letzteres einen etwas höheren Rahmen hat, ist es *wesentlich*
> steifer - bei nur 3,2mm mehr Rohrdurchmesser an Ober- und Unterrohr.

Steife Cola-Dosen waren aber bis in die 80er ziemlich bäh, von dem
damaligen Dünngeröhr lässt man besser die Finger. Außer man ist Hipster
und weiß, was man tut, SSFG ohne Gebäck zum Bleistift.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 17, 2015, 8:56:52 PM3/17/15
to
Gerald E:scher schrieb:
> Am 16.03.15 um 00:01 schrieb Stephan Gerlach:
>> Gerald E:scher schrieb:
>>
>>> So einen windelweicher Stahlrahmen
>>> kriegst du nicht alltagstauglich, jedenfalls nicht, wenn du Gepäck
>>> transportieren möchtest.
>> Seit dem Kettler Alurad bin ich weiche Rahmen gewöhnt,
>
> Deswegen möchtest du dir diese Zumutung weiterhin antun?

Die Weichheit des Rahmens kam v.a. beim Einkaufen zum Vorschein.
Ansonsten konnte ich das Problem durch meine oft gefühlvolle Fahrweise
sowie nicht vorhandenes Übergewicht meinerseits weitgehend unterdrücken.

>> auch mit
>> Einkäufen, transportiert im Einkaufskorb.
>> Die Reynolds-531-Rahmen werden doch nicht noch weicher sein?!
>
> Mein Rahmen aus konifiziertem Columbus Cromor wackelte mit 10 kg Gebäck
> wie ein Lämmerschwanz. Damalige Stahlrahmen waren aufgrund der dünnen
> Rohre alle nicht sehr steif.

BTW: Für (längere) Fahrten mit schwerem Gebäck nutze ich ja das bereits
vorhandene, recht robuste (Stahl-)Diamant von ca. 2001.
Wollte nur wieder zusätzlich etwas historisch angehauchtes wie das
Kettler haben.
>>> Um den Preis kriegst du auch einen modernen Rahmen, bei dem weniger
>>> Kompromisse nötig sind.
>> Das ist wohl der Oldtimer-Aufpreis.
>
> Nein, das ist Deppensteuer für Hipster, die daraus ein Fixie basteln wollen.
>
>> Daher tendiere ich wohl eher zu sowas Ähnlichem wie dem Gitane.
>
> Aber bitte nicht aus Frankreich.

Hab' mittlerweile einen wesentlich preiswerteren Gazelle-Rahmen mit
passenderer Größe in sehr schöner Farbe im Visier. Gazelle sollte doch
idR aus den Niederlanden sein?!

>> Bei 54cm und einem Lenker wie z.B. diesem hier
>> <http://sella-berolinum.de/media/image/thumbnail/moustage-flach-153124a573ac89_285x255.jpg>
>
> Auch das noch! Klemmdurchmesser 25,4 mm, geeignete Rennradvorbauten
> kannst du mit der Lupe suchen.

Beim Kettler trat seinerzeit, als ich einen neuen Lenker wollte,
dasselbe Problem auf. Damals haben wir ein Stück rauhes Blech zwischen
Lenker und Vorbau geklemmt und festgezogen; dabei hatte das Blech einen
kleinen Knick an der Stelle des Lenkers, wo der Vorbau ein paar mm
"offen" ist.
Hat gehalten und ist nicht verrutscht.

> Du möchtest wirklich in jede dir sich
> bietende Schwierigkeit hineinrennen?

Nein, nicht *jede*. Daher habe ich ja z.B. bereits extra auf Ösen für
Schutzbleche und Gebäckträger geachtet. Und darauf, ob - natürlich nur
dem Ansehen nach - Schutzbleche und 28mm Reifen gemeinsam in den Rahmen
passen.

>>> Man sollte nur dann versuchen, aus einem alten *Renn*radrahmen ein
>>> *Alltags*rad aufzubauen, wenn man weiß, was man tut.
>> Im Zweifelsfall muß mir sowieso mein FdgM damit weiterhelfen :-) .
>
> Der wird jetzt im Frühjahr, wenn ihm die aus dem Winterschlaf
> aufgewachten Schönwetterradler die Bude einrennen, ganz bestimmt
> ausreichend Zeit für solchen Unfug haben.

Hat wie gesagt keine Eile. Ich hab' ja noch Backups bis dahin.

> Wenigsten brauchst du keine passenden Bremsen suchen, Shimano BR-R600
> kann ich dir über die Alpen schmeißen :-)

Ich werd' im Falle des Falles drauf zurückkommen :-) .
Wahrscheinlicher ist aber, daß es mein FdgM irgendwie schafft, moderne
Bremsen zu finden, die dran passen.


--
> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Stephan Gerlach

unread,
Mar 17, 2015, 9:20:17 PM3/17/15
to
Mathias Böwe schrieb:
> Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:
>
>> Dann müßten eben Rennradbremsen oder irgendwas andres kompatibles dran.
>
> Rückschrittbremse hinten, Stempelbremse vorn?

Natürlich nicht.

> Dann ist auch das
> Reifenmaß nicht mehr so knapp zu kalkulieren, wenn noch Schutzbleche
> montiert werden sollen.

Laut Bildern, z.B.
<http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.velospace.org/files/rando1_notxt.jpg&imgrefurl=http://velospace.org/node/19118&h=693&w=600&tbnid=jM51IfDUo26rVM:&zoom=1&tbnh=90&tbnw=78&usg=__l0OdqeMNMaXajL_whh-t9uy1804=&docid=-PmBL7lDK2Hq9M&hl=de&sa=X&ei=_9EIVbKKJs6xPO29gYgB&ved=0CCYQ9QEwAQ>,
sollten auch 28mm Contis + Schutzbleche passen.
Im Notfall halt das Schutzblech an der kritischen Stelle seitlich etwas
aufbiegen.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 17, 2015, 9:31:48 PM3/17/15
to
Hans CraueI schrieb:
> Nico Hoffmann schrieb
>
>> Stephan Gerlach schreibt:
> [alter Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern]
>
>> Die Einbaubreite hinten ist beim ersten Rahmen gar nicht angegeben,
>> beim zweiten Rahmen sind es 120mm. Was soll da für eine Nabe rein?
>
> Mittlerweile auch mal ein GUI angeworfen.
> Beim zweiten (Gazelle) erscheint mir die 120mm-Angabe erstmal
> zweifelhaft. Auf dem Oberrohr liegende Zugfuehrungen kamen
> m.W. erst nach Aussterben der 120mm-Hinterraeder in Mode. Und
> auch die Farbgebung passt nicht zu den 120mm.

Laut Aussage des Verkäufers (hat die Rahmennummer genau ausgelesen), ist
der Rahmen von 1974. Das kommt hin, wenn man mit den lesbaren Ziffern
der Rahmennummer anguckt.

> Ansonsten: hypsch, aber viel zu toier.

Und mir auch etwas zu klein, was die Länge betrifft.

>> Überhaupt scheint mir das Angebot Nr 1 wenig aussagekräftig.
>
> Da stimme ich zu.
> Auf jeden Fall wuerde ich mir (sowieso und immer) vor einem
> Kauf die Zustaende aller Gewinde mitteilen lassen.

Was wohl hauptsächlich das Tretlagergewinde betrifft. Da ist wohl beim
(Gebraucht-)Kauf wohl etwas Glück dabei, sofern man nicht vor Ort
nachgucken kann.

Hat da schonmal jemand einen Reinfall erlebt?

Stephan Gerlach

unread,
Mar 17, 2015, 9:39:19 PM3/17/15
to
Bernhard Kraft schrieb:
> Am Sonntag, 15. März 2015 19:18:05 UTC+1 schrieb Stephan Gerlach:
>> Oder muß man damit rechnen, daß z.B. "neue" Tretlager oder Schaltungen
>> aus den unerwartetsten Gründen nicht passen.
>
> Wenn du Schalthebel am Unterrohr befestigen willst, geht das beim
> Gitane mit einer Schelle. Beim Gazelle sind Campa-Sockel
> drauf. Eine Geschmacks- und vielleicht auch Kostenfrage.

Es gibt auch noch (altmodischen) Schalthebel am Vorbau; das ist das
gleiche "Schalt-Gefühl", aber etwas leichter erreichbar.

Was für historische Schaltungen gibt es denn grundsätzlich? Gesehen habe
ich AFAIR schon
Shimano 600
Simplex
Shimano Positron
Shimano Centeron
...
Mit welcher davon kann man Leichtbau betreiben ;-) .

Evtl. kommt aber auch eine "schwere" moderne Schaltung ran; mal sehen.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 17, 2015, 9:52:46 PM3/17/15
to
Jakob Krieger schrieb:

> Spaß beiseite: Das Gitane-Dings schätze ich auf späte 1970er,
> und es ist wohl kein echtes Rennrad, sondern mehr eines für
> die Straße - dann hat es Schrauben-Aufnahmen (damals sicher
> ohne Gewinde) für Schutzbleche und leichte Gepäckträger
> (muss man allerdings ordentlich montieren, sonst scheren
> die Schrauben ab).

Die fehlenden Gewinde stören nicht. Kommen eben Muttern auf der anderen
Seite dran.

> Dynamo ist nach offizieller Erlaubnis von Akku-Beleuchtung
> nebst LED hinfällig, vor allem weil LED-Licht viel, viel
> weniger Strom frisst.

Gibt's unauffällige LED-Lampen in historischer Optik, bei denen man
genau einen(!) Akku für vorn *und* hinten benutzen kann?
Ansonsten stört mich der (meist nur auf Kurzstrecken genutzte) Dynamo
nicht; der am Kettler war mittels Adapter an der Vorderradgabel befestigt.

> Problempunkt ist eigentlich nur die Achsbreite (Aufnahme),
> da sind mit der wachsenden Zahl üblich vorhandener Ritzel
> die schmalen Bauformen selten geworden.

Aufbiegen!?

Stephan Gerlach

unread,
Mar 17, 2015, 9:58:55 PM3/17/15
to
Christoph Strauch schrieb:
> On Monday, March 16, 2015 at 1:31:49 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
>> Hans CraueI schrieb:
>>> Stephan Gerlach schrieb
>>>
>>>> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
>>>> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
>>>> alltagstauglich machen (lassen).
>>> Muss es unbedingt ein *Renn*radrahmen sein?
>> Nicht zwingend. Ist halt (vermutlich?) etwas leichter; der ebenfalls
>> antike Kettler-Rahmen war da wohl eine Ausnahme.
>
> Das Rahmengewicht spielt doch bei all den Teilen, die du anbauen willst,
> kaum eine Rolle.

Allerdings gehe ich davon aus, daß es beim Kettler das niedrige
Gesamtgewicht von ca. 12,5kg begünstigt hat.

Mit einem modernen Rahmen eines Billig-Rades von $Discounter(*) wäre das
vermutlich (Spekulation) 2-3 kg schwerer gewesen.
Das nervt; v.a. wenn man oft Treppen hoch und runter schleppen muß.

(*) Hat mal jemand eine solchen Rahmen inklusive Gabel gewogen?

Stephan Gerlach

unread,
Mar 17, 2015, 10:08:14 PM3/17/15
to
Joerg schrieb:
Zur Not gehen auch 25mm Reifen.

Auf
<http://www.studiobrisant.com/fahrraeder/rennrad-raritaeten/gazelle-champion-mondial/index.htm>
haben sie angeblich einem Gazelle Champion Mondial Rahmen 28mm Contis
verpaßt. Auf den Bildern kann man halbwegs erkennen, wieviel Platz noch
seitlich zwischen Reifen und Rahmen ist.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 17, 2015, 10:15:24 PM3/17/15
to
Hans CraueI schrieb:
Und wie bitte schön verhindert man, daß die Hose vom Kettenblatt dreckig
wird?

BTW, Stilpolizei:
Hier
<http://www.studiobrisant.com/fahrraeder/rennrad-raritaeten/index.htm>
hat man auch historische Rahmen mit teilweise nicht originalen
Komponenten versehen. Wie man sieht, wurde an einem der Fahrräder auch
mit Korb verbaut.

Jakob Krieger

unread,
Mar 17, 2015, 11:02:50 PM3/17/15
to
- Stephan Gerlach / Wed, 18 Mar 2015 02:52:36 +0100


>> ... dann hat es Schrauben-Aufnahmen (damals sicher
>> ohne Gewinde) für Schutzbleche und leichte Gepäckträger
>> (muss man allerdings ordentlich montieren, sonst scheren
>> die Schrauben ab).

> Die fehlenden Gewinde stören nicht. Kommen eben Muttern auf der anderen
> Seite dran.

Das meinte ich mit 'schert ab'.

Um den Unterschied zwischen Verschraubung mit Gewinde im
massiven Stück und Steckverschraubung zu verstehen, müsste
man mit dem Prinzip des Hebels und der schiefen Ebene auf
gut Freund sein.

Verschraubungs-Türmchen mit Gebäckträger-Strebe und
Schutzblech-Haltern taugen nichts.


>> Dynamo ist nach offizieller Erlaubnis von Akku-Beleuchtung
>> nebst LED hinfällig, vor allem weil LED-Licht viel, viel
>> weniger Strom frisst.

> Gibt's unauffällige LED-Lampen in historischer Optik, bei denen man
> genau einen(!) Akku für vorn *und* hinten benutzen kann?

Du kannst _bei_ jedem Gehäuse Akkus benutzen.

Mir erschließt sich der Sinn deiner Frage nicht.


>> Problempunkt ist eigentlich nur die Achsbreite (Aufnahme),
>> da sind mit der wachsenden Zahl üblich vorhandener Ritzel
>> die schmalen Bauformen selten geworden.

> Aufbiegen!?

Klar. Aber ganz parallel aufbiegen, dann fährt es noch geradeaus.


jk




--
no sig

Mathias Böwe

unread,
Mar 18, 2015, 1:40:14 AM3/18/15
to
scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> Steife Cola-Dosen waren aber bis in die 80er ziemlich bäh, von dem
> damaligen Dünngeröhr lässt man besser die Finger.

Naja, ob das gleiche Material, nur mit einem um wenige Millimeter
größeren Durchmesser die Robustheit so sehr beeinträchtigt, daß die
Alltagstauglichkeit in frage gestellt wird, wage ich zu bezweifeln.
Anders ist das natürlich bei Alugeraffel, aber sowas will man als Ästhet
nicht fahren.

Mathias Böwe

unread,
Mar 18, 2015, 1:40:14 AM3/18/15
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:

> Laut Bildern, z.B.
>
<http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.velospace.org/files/rando
1_notxt.jpg&imgrefurl=http://velospace.org/node/19118&h=693&w=600&tbnid=
jM51IfDUo26rVM:&zoom=1&tbnh=90&tbnw=78&usg=__l0OdqeMNMaXajL_whh-t9uy1804
=&docid=-PmBL7lDK2Hq9M&hl=de&sa=X&ei=_9EIVbKKJs6xPO29gYgB&ved=0CCYQ9QEwA
Q>,
> sollten auch 28mm Contis + Schutzbleche passen.

Das sieht auf dem Bild schon recht kanpp aus, und laut Beschreibung sind
dort Panaracer Pasela in 25mm montiert. Zumindest die 32er dieses
Reifens fallen recht schmal aus, wesahlb die 25er sicher keine
Vollfettreifen sein dürften. Dort dann einen 28er zu montieren (wie
breit fallen die Contis aus?) könnte *zu* knapp werden.

Christoph Strauch

unread,
Mar 18, 2015, 1:50:58 AM3/18/15
to
On Tuesday, March 17, 2015 at 6:36:32 PM UTC+1, Mathias Böwe wrote:
> Christoph Strauch <cstr...@freenet.de> wrote:
>
> > Für deine Zwecke besser geeignet wäre ein Rohr mit etwas größerer
> > Wandstärke, auch wenn das dann ein paar Gramm mehr wiegt.
>
> Das macht nicht so furchtbar viel aus, weder hinsichtlich des Gewichts
> noch der Steifigkeit.

Ich erinnere mich an einen Test in der tour in der die Stahlrahmen aus Gara
mit Abstand die steifsten (unter den Stahlrahmen) waren. Und wenn man nicht
von modernen Rahmen verwöhnt ist, fahren sich ja auch die leichten Stahlrahmen
problemlos.

> Das, was wirklich etwas bringt, ist ein größerer
> Rohrdurchmesser.

Das gibt dann aber Punktabzug!

> Hier habe ich ein Guylaine WL und ein WL oversize.
> Obwohl letzteres einen etwas höheren Rahmen hat, ist es *wesentlich*
> steifer - bei nur 3,2mm mehr Rohrdurchmesser an Ober- und Unterrohr.

Eh klar.

Christoph Strauch

unread,
Mar 18, 2015, 1:52:02 AM3/18/15
to
On Wednesday, March 18, 2015 at 6:40:14 AM UTC+1, Mathias Böwe wrote:
> scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
> > Steife Cola-Dosen waren aber bis in die 80er ziemlich bäh, von dem
> > damaligen Dünngeröhr lässt man besser die Finger.
>
> Naja, ob das gleiche Material, nur mit einem um wenige Millimeter
> größeren Durchmesser die Robustheit so sehr beeinträchtigt, daß die
> Alltagstauglichkeit in frage gestellt wird, wage ich zu bezweifeln.

Beulempfindlichkeit?

Christoph Strauch

unread,
Mar 18, 2015, 1:54:30 AM3/18/15
to
On Wednesday, March 18, 2015 at 2:20:17 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
> Mathias Böwe schrieb:
> > Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:
> >
> >> Dann müßten eben Rennradbremsen oder irgendwas andres kompatibles dran.
> >
> > Rückschrittbremse hinten, Stempelbremse vorn?
>
> Natürlich nicht.
>
> > Dann ist auch das
> > Reifenmaß nicht mehr so knapp zu kalkulieren, wenn noch Schutzbleche
> > montiert werden sollen.
>
> Laut Bildern, z.B.
> <http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.velospace.org/files/rando1_notxt.jpg&imgrefurl=http://velospace.org/node/19118&h=693&w=600&tbnid=jM51IfDUo26rVM:&zoom=1&tbnh=90&tbnw=78&usg=__l0OdqeMNMaXajL_whh-t9uy1804=&docid=-PmBL7lDK2Hq9M&hl=de&sa=X&ei=_9EIVbKKJs6xPO29gYgB&ved=0CCYQ9QEwAQ>,
> sollten auch 28mm Contis + Schutzbleche passen.
> Im Notfall halt das Schutzblech an der kritischen Stelle seitlich etwas
> aufbiegen.

Die dort montierten Mafac Racer sind aber das genaue Gegenteil einer modernen
Rennradbremse. Nicht dass ich davon abraten würde, aber man sollte wissen,
worauf man sich einläßt.

Christoph Strauch

unread,
Mar 18, 2015, 2:00:20 AM3/18/15
to
On Wednesday, March 18, 2015 at 2:58:55 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
> Christoph Strauch schrieb:
> > On Monday, March 16, 2015 at 1:31:49 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
> >> Hans CraueI schrieb:
> >>> Stephan Gerlach schrieb
> >>>
> >>>> Plan: Einen alten Rennradrahmen aus den 70ern oder 80ern (Peugeot,
> >>>> Gazelle, Motobecane, Gitane,...) mit möglichst leichten Komponenten
> >>>> alltagstauglich machen (lassen).
> >>> Muss es unbedingt ein *Renn*radrahmen sein?
> >> Nicht zwingend. Ist halt (vermutlich?) etwas leichter; der ebenfalls
> >> antike Kettler-Rahmen war da wohl eine Ausnahme.
> >
> > Das Rahmengewicht spielt doch bei all den Teilen, die du anbauen willst,
> > kaum eine Rolle.
>
> Allerdings gehe ich davon aus, daß es beim Kettler das niedrige
> Gesamtgewicht von ca. 12,5kg begünstigt hat.

Sicher, aber hätten dich 1 kg mehr wirklich gestört wenn du dafür einen
fahrstabileren Rahmen bekommen hättest?

Die Frage ist doch wo du sinnvollerweise Gewicht sparen kannst. Wenn das
Gewicht so wichtig ist, kannst du bei Reifen und Felgen, Stütze, Gebäckträger
schon eine Menge sparen ohne funktionale Einbußen hinnehmen zu müssen.
sparen

Christoph Strauch

unread,
Mar 18, 2015, 2:03:36 AM3/18/15
to
On Wednesday, March 18, 2015 at 3:15:24 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
> Hans CraueI schrieb:
> > Christoph Strauch schrieb
> >
> >> On Monday, March 16, 2015 at 1:31:49 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
> >>> Und der Kultfaktor ist nicht zu vergessen :-) .
> >> Wenn der Kultfaktor wichtig ist, liegst du sowohl mit Gitane als auch mit
> >> Gazelle auf jeden Fall richtig. Bei dem was du vor hast, wird dir das fertige
> >> Rad allerdings von der Stilpolizei aus dem Verkehr gezogen werden, so dass
> >> es der Rahmen auch nicht herausreißt.
> >
> > Fuer das Einschreiten der Stilpolizei reicht da bereits der
> > `Kettenschutz'.
>
> Und wie bitte schön verhindert man, daß die Hose vom Kettenblatt dreckig
> wird?

Gegen etwas Kettenöl am Hosenbein hat die Stilpolizei nichts einzuwenden.
Anderenfalls gibt es Hosenklammern oder notfalls krempelt man die Hosenbeine
hoch.

>
> BTW, Stilpolizei:
> Hier
> <http://www.studiobrisant.com/fahrraeder/rennrad-raritaeten/index.htm>
> hat man auch historische Rahmen mit teilweise nicht originalen
> Komponenten versehen. Wie man sieht, wurde an einem der Fahrräder auch
> mit Korb verbaut.

Hüstel

Christoph Strauch

unread,
Mar 18, 2015, 2:06:34 AM3/18/15
to
On Wednesday, March 18, 2015 at 2:39:19 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
> Bernhard Kraft schrieb:
> > Am Sonntag, 15. März 2015 19:18:05 UTC+1 schrieb Stephan Gerlach:
> >> Oder muß man damit rechnen, daß z.B. "neue" Tretlager oder Schaltungen
> >> aus den unerwartetsten Gründen nicht passen.
> >
> > Wenn du Schalthebel am Unterrohr befestigen willst, geht das beim
> > Gitane mit einer Schelle. Beim Gazelle sind Campa-Sockel
> > drauf. Eine Geschmacks- und vielleicht auch Kostenfrage.
>
> Es gibt auch noch (altmodischen) Schalthebel am Vorbau; das ist das
> gleiche "Schalt-Gefühl", aber etwas leichter erreichbar.
>
> Was für historische Schaltungen gibt es denn grundsätzlich? Gesehen habe
> ich AFAIR schon
> Shimano 600
> Simplex
> Shimano Positron
> Shimano Centeron
> ...
> Mit welcher davon kann man Leichtbau betreiben ;-) .

Mit dieser hier: <http://www.disraeligears.co.uk/Site/Huret_Jubilee_derailleur_%282248%29.html>

Bernhard Kraft

unread,
Mar 18, 2015, 7:53:32 AM3/18/15
to
Am Mittwoch, 18. März 2015 02:52:46 UTC+1 schrieb Stephan Gerlach:
>
> Gibt's unauffällige LED-Lampen in historischer Optik, bei denen man
> genau einen(!) Akku für vorn *und* hinten benutzen kann?

Warum nur einen Akku? Willst du unbedingt Kabel verlegen? Die Kabellosigkeit
ist doch der größte Vorteil vom Akku/Batterie-Licht.

Ansonsten gerade das gefunden:

<http://www.amazon.de/Retro-Fahrradlicht-Scheinwerfer-Licht-drahtlos/dp/B00AIMKZA0/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1426679118&sr=8-2&keywords=LED+fahrrad+dynamo+scheinwerfer>

Bernhard Kraft

unread,
Mar 18, 2015, 8:47:22 AM3/18/15
to
Am Mittwoch, 18. März 2015 02:39:19 UTC+1 schrieb Stephan Gerlach:


> Was für historische Schaltungen gibt es denn grundsätzlich? Gesehen habe
> ich AFAIR schon
> Shimano 600
> Simplex
> Shimano Positron
> Shimano Centeron


Echt doll dieses Internet, was es da alles gibt:

http://www.velovilles.com/fahrradteile/schaltung-hebel/

Shimano 600 und Dura Ace sind sicherlich schön, funktional
und leicht. Das Shimano Positron Schaltwerk ist schwer. Man spart
aber Gewicht weil der Zug (Gestänge) leicht ist. Gibt es
aber nur für 5- oder 6-fach.

Huret Jublee ist die Leichteste, habe ich aber noch nie
gefahren. Ich vermute es ist wie das meiste französiche Zeugs
funktional unbefriedigend und wenig haltbar. Bei den
billigen Huret- und Simplex-Schaltungen war das so.

Die goldene Simplex ist leicht und schön, aber ob man
damit schalten kann weiß ich nicht.

SunTour waren die ersten mit dem Parallelogramm. Sie sehen deshalb
moderner aus als sie sind. Ganz hübsche Schaltungen, aber
bei mir hielten sie nicht lange.

Mein Favorit für ein Retro-Rad wäre Campa Nuovo Record, oder
wenn man es sich leisten kann Campa Super Record.

Die Ofmega mit Kunststoffgehäuse ist wirklich voll die Exotin.
Hatte schon vergessen, dass es so etwas gab.

Gipiemme war damals Billigkram, Miche glaube ich auch.

Joerg

unread,
Mar 18, 2015, 10:22:34 AM3/18/15
to
On 2015-03-18 5:47 AM, Bernhard Kraft wrote:
> Am Mittwoch, 18. März 2015 02:39:19 UTC+1 schrieb Stephan Gerlach:
>
>
>> Was für historische Schaltungen gibt es denn grundsätzlich? Gesehen habe
>> ich AFAIR schon
>> Shimano 600
>> Simplex
>> Shimano Positron
>> Shimano Centeron
>
>
> Echt doll dieses Internet, was es da alles gibt:
>
> http://www.velovilles.com/fahrradteile/schaltung-hebel/
>
> Shimano 600 und Dura Ace sind sicherlich schön, funktional
> und leicht. Das Shimano Positron Schaltwerk ist schwer. Man spart
> aber Gewicht weil der Zug (Gestänge) leicht ist. Gibt es
> aber nur für 5- oder 6-fach.
>

Shimano 600 haelt lange und schaltet sauber. Ich habe 600 (kein
Positron), da koennte man auch Kassetten mit mehr als sechs Ritzeln
schalten, aber einen deutlichen Nachteil hat das gegenueber neueren
MTB-faehigen Schaltungen: Mehr als 26-28 Zaehne am groessten Ritzel
gehen nicht recht, selbst wenn man das Hinterrad ein wenig nach vorn
bugsiert. D.h. fuer sehr bergige Gegenden wuerde ich was anderes nehmen,
selbst wenn es Stilbruch ist.

[...]

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Joerg

unread,
Mar 18, 2015, 10:29:09 AM3/18/15
to
On 2015-03-17 7:08 PM, Stephan Gerlach wrote:
> Joerg schrieb:
>> On 2015-03-16 5:06 AM, Jakob Krieger wrote:
>>
>>> Mit der ausgebauten Gabel zum Händler zu gehen, und zu
>>> schauen, was von der Breite her reinpasst, ist auch eine
>>> gute Idee. Ging es bei der Größen-Wahl um Verfügbarkeit
>>> und Preis? Da würde ich mir so etwas in der Art überlegen:
>>>
>>> <http://www.rosebikes.de/artikel/michelin-lithion2-rennradreifen/aid:554080>
>>>
>>>
>>
>> Die Chain Stays (Ausfallenden?) hinten sind wichtiger. Das ist es, was
>> bei meinem Gazelle-Rahmen der Reifenbreite enge Grenzen setzt. 25mm
>> geht problemlos, 28mm wuerde schon eng.
>
> Zur Not gehen auch 25mm Reifen.
>
> Auf
> <http://www.studiobrisant.com/fahrraeder/rennrad-raritaeten/gazelle-champion-mondial/index.htm>
> haben sie angeblich einem Gazelle Champion Mondial Rahmen 28mm Contis
> verpaßt. Auf den Bildern kann man halbwegs erkennen, wieviel Platz noch
> seitlich zwischen Reifen und Rahmen ist.
>

Viel wuerde ich das nicht nennen, aber wenn Du nur Strasse und Radwege
faehrst, sollte es gehen. Wenn man Offroad-Abschnitte oder Lehmstrassen
dabei hat, sammelt sich nach Schlechtwetterphasen bei zu enger Oeffnung
Schlamm an dieser Selle und backt fest. Muss man staendig anhalten und
rausprokeln, zumal RR-Reifen meist filigrane Flanken.

Christoph Strauch

unread,
Mar 18, 2015, 1:32:01 PM3/18/15
to
On Wednesday, March 18, 2015 at 1:47:22 PM UTC+1, Bernhard Kraft wrote:
> Am Mittwoch, 18. März 2015 02:39:19 UTC+1 schrieb Stephan Gerlach:
>
>
> > Was für historische Schaltungen gibt es denn grundsätzlich? Gesehen habe
> > ich AFAIR schon
> > Shimano 600
> > Simplex
> > Shimano Positron
> > Shimano Centeron
>
>
> Echt doll dieses Internet, was es da alles gibt:
>
> http://www.velovilles.com/fahrradteile/schaltung-hebel/

Hier gibt's noch mehr: <http://velobase.com/ListComponents.aspx?Category=108>

>
> Shimano 600 und Dura Ace sind sicherlich schön, funktional
> und leicht. Das Shimano Positron Schaltwerk ist schwer. Man spart
> aber Gewicht weil der Zug (Gestänge) leicht ist. Gibt es
> aber nur für 5- oder 6-fach.
>
> Huret Jublee ist die Leichteste, habe ich aber noch nie
> gefahren. Ich vermute es ist wie das meiste französiche Zeugs
> funktional unbefriedigend und wenig haltbar. Bei den
> billigen Huret- und Simplex-Schaltungen war das so.

Die Huret Success schaltete sehr gut.

> Die goldene Simplex ist leicht und schön, aber ob man
> damit schalten kann weiß ich nicht.
>
> SunTour waren die ersten mit dem Parallelogramm. Sie sehen deshalb
> moderner aus als sie sind. Ganz hübsche Schaltungen, aber
> bei mir hielten sie nicht lange.
>
> Mein Favorit für ein Retro-Rad wäre Campa Nuovo Record, oder
> wenn man es sich leisten kann Campa Super Record.

Aber bitte nicht zu den Preisen, die dort aufgerufen werden.

>
> Die Ofmega mit Kunststoffgehäuse ist wirklich voll die Exotin.
> Hatte schon vergessen, dass es so etwas gab.
>
> Gipiemme war damals Billigkram, Miche glaube ich auch.

Gipiemme wurde von Simplex produziert und war kein Billichkram.
Die Gian Robert ist sehr hypsch und man sieht sie nicht sooo oft.

Gerald E:scher

unread,
Mar 18, 2015, 2:32:47 PM3/18/15
to
Am 18.03.15 um 01:56 schrieb Stephan Gerlach:
> Gerald E:scher schrieb:
>> Am 16.03.15 um 00:01 schrieb Stephan Gerlach:
>>> Gerald E:scher schrieb:
>>>
>>>> So einen windelweicher Stahlrahmen
>>>> kriegst du nicht alltagstauglich, jedenfalls nicht, wenn du Gepäck
>>>> transportieren möchtest.
>>> Seit dem Kettler Alurad bin ich weiche Rahmen gewöhnt,
>>
>> Deswegen möchtest du dir diese Zumutung weiterhin antun?
>
> Die Weichheit des Rahmens kam v.a. beim Einkaufen zum Vorschein.

Das meinte ich, nur weshalb willst du dir die Wackelei antun?

> Ansonsten konnte ich das Problem durch meine oft gefühlvolle Fahrweise
> sowie nicht vorhandenes Übergewicht meinerseits weitgehend unterdrücken.

Bei sachgerechter Nutzung, also als Rennrad, sind diese Rahmen
unproblematisch.

> BTW: Für (längere) Fahrten mit schwerem Gebäck nutze ich ja das bereits
> vorhandene, recht robuste (Stahl-)Diamant von ca. 2001.
> Wollte nur wieder zusätzlich etwas historisch angehauchtes wie das
> Kettler haben.

Was historisch angehauchtes kriegst du von Intec (= Fort). Was du
willst, ist nicht Fleisch nicht Fisch, nämlich auf einen historischen,
für deinen Zweck überhaupt nicht gebauten, Rahmen einigermaßen moderne
Komponenten drauf klatschen, die jede Menge Montageprobleme verursachen.

> Hab' mittlerweile einen wesentlich preiswerteren Gazelle-Rahmen mit
> passenderer Größe in sehr schöner Farbe im Visier. Gazelle sollte doch
> idR aus den Niederlanden sein?!

Ja, die sind aus den Niederlanden, da passen wenigstens noch erhältliche
Tretlager und Steuersätze.

>>> Bei 54cm und einem Lenker wie z.B. diesem hier
>>> <http://sella-berolinum.de/media/image/thumbnail/moustage-flach-153124a573ac89_285x255.jpg>
>>
>> Auch das noch! Klemmdurchmesser 25,4 mm, geeignete Rennradvorbauten
>> kannst du mit der Lupe suchen.
>
> Beim Kettler trat seinerzeit, als ich einen neuen Lenker wollte,
> dasselbe Problem auf. Damals haben wir ein Stück rauhes Blech zwischen
> Lenker und Vorbau geklemmt und festgezogen; dabei hatte das Blech einen
> kleinen Knick an der Stelle des Lenkers, wo der Vorbau ein paar mm
> "offen" ist.

Pfuschen kann man immer, bei einem Neuaufbau ist es aber nicht angebracht.

>> Du möchtest wirklich in jede dir sich
>> bietende Schwierigkeit hineinrennen?
>
> Nein, nicht *jede*. Daher habe ich ja z.B. bereits extra auf Ösen für
> Schutzbleche und Gebäckträger geachtet.

Das sind Ösen für Schutzbleche, Gebäckträger haben an den beiden von dir
präsentierten Rahmen nichts verloren.

> Und darauf, ob - natürlich nur
> dem Ansehen nach - Schutzbleche und 28mm Reifen gemeinsam in den Rahmen
> passen.

Dein Augenmaß möchte ich haben...

>> Wenigsten brauchst du keine passenden Bremsen suchen, Shimano BR-R600
>> kann ich dir über die Alpen schmeißen :-)
>
> Ich werd' im Falle des Falles drauf zurückkommen :-) .
> Wahrscheinlicher ist aber, daß es mein FdgM irgendwie schafft, moderne
> Bremsen zu finden, die dran passen.

Die BR-R600 sind moderne Bremsen, die Nachfolger BR-R650 haben sich nur
in Details geändert.

Gerald E:scher

unread,
Mar 18, 2015, 2:37:40 PM3/18/15
to
Am 18.03.15 um 06:40 schrieb Mathias Böwe:
> scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Steife Cola-Dosen waren aber bis in die 80er ziemlich bäh, von dem
>> damaligen Dünngeröhr lässt man besser die Finger.
>
> Naja, ob das gleiche Material, nur mit einem um wenige Millimeter
> größeren Durchmesser die Robustheit so sehr beeinträchtigt, daß die
> Alltagstauglichkeit in frage gestellt wird, wage ich zu bezweifeln.

Umgekehrt, das gleiche Material in klassischen Abmessungen ergibt weiche
Rahmen, leicht vergrößerte Rohrdurchmesser ausreichend steife Rahmen.

> Anders ist das natürlich bei Alugeraffel, aber sowas will man als Ästhet
> nicht fahren.

Das verbuchen wir unter "Kindermund". Zufällig kenne ich den Unterschied
zwischen einem klassischen Rahmen mit 10 kg Gebäck (Wackelgurke) und
einer modernen, um ca. 3/4 kg leichteren Aludose mit ebenfalls 10 kg
Gebäck (bocksteif). Form follows function!

Gerald E:scher

unread,
Mar 18, 2015, 2:40:10 PM3/18/15
to
Am 18.03.15 um 06:50 schrieb Christoph Strauch:
> On Tuesday, March 17, 2015 at 6:36:32 PM UTC+1, Mathias Böwe wrote:
>> Christoph Strauch <cstr...@freenet.de> wrote:
>>
>> > Für deine Zwecke besser geeignet wäre ein Rohr mit etwas größerer
>> > Wandstärke, auch wenn das dann ein paar Gramm mehr wiegt.
>>
>> Das macht nicht so furchtbar viel aus, weder hinsichtlich des Gewichts
>> noch der Steifigkeit.
>
> Ich erinnere mich an einen Test in der tour in der die Stahlrahmen aus Gara
> mit Abstand die steifsten (unter den Stahlrahmen) waren.

Verwundert nicht, bei gleichem Außendurchmesser hat das bessere
Wasserleitungsrohr Gara eine größere und konstante Wanddicke als die
konifizierten Cromor, SL und SLX.

> Und wenn man nicht
> von modernen Rahmen verwöhnt ist, fahren sich ja auch die leichten Stahlrahmen
> problemlos.

Nicht mit Gebäck, wie von Stephan gewünscht.

Gerald E:scher

unread,
Mar 18, 2015, 2:46:02 PM3/18/15
to
Am 18.03.15 um 02:20 schrieb Stephan Gerlach:
> Mathias Böwe schrieb:
>
>> Dann ist auch das
>> Reifenmaß nicht mehr so knapp zu kalkulieren, wenn noch Schutzbleche
>> montiert werden sollen.
>
> Laut Bildern, z.B.
> <http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.velospace.org/files/rando1_notxt.jpg&imgrefurl=http://velospace.org/node/19118&h=693&w=600&tbnid=jM51IfDUo26rVM:&zoom=1&tbnh=90&tbnw=78&usg=__l0OdqeMNMaXajL_whh-t9uy1804=&docid=-PmBL7lDK2Hq9M&hl=de&sa=X&ei=_9EIVbKKJs6xPO29gYgB&ved=0CCYQ9QEwAQ>,
> sollten auch 28mm Contis + Schutzbleche passen.

Das sieht knapper aus als bei meinem Alltagsrennrad mit knapp 27 mm
breiten Schwalbe Durano 25-622.

> Im Notfall halt das Schutzblech an der kritischen Stelle seitlich etwas
> aufbiegen.

Das hilft dir an Bremssteg und Quersteg hinter dem Tretlager gar nichts.
Du kriegst Probleme beim Ein- und Ausbau des Hinterrades, es bleibt dir
Dreck unter dem Kotflügel stecken und schleift lästig. Diese Probleme
habe ich bereits bei meinem Alltagsrennrad mit mehr Platz über den
Reifen als dein gegurgeltes Rad.
Wenn du unbedingt 28er Reifen möchtest, solltest du dich nach einem
Querfeldeinrahmen umsehen, die bieten mehr Reifenfreiheit.

Gerald E:scher

unread,
Mar 18, 2015, 2:48:40 PM3/18/15
to
Am 18.03.15 um 02:31 schrieb Stephan Gerlach:
>
> Was wohl hauptsächlich das Tretlagergewinde betrifft. Da ist wohl beim
> (Gebraucht-)Kauf wohl etwas Glück dabei, sofern man nicht vor Ort
> nachgucken kann.
>
> Hat da schonmal jemand einen Reinfall erlebt?

Am ehesten kannst du einen Reinfall vermeiden, indem du bei einem
Händler kaufst, der sich auf alte Rahmen für Hipster spezialisert hat
und sich auskennt (siehe das Gazelle auf ibäh).
Dass du ums gleiche Geld einen *neuen* Rahmen kriegst, auf den aktuelle
Teile passen, wurdest du bereits hingewiesen.

Gerald E:scher

unread,
Mar 18, 2015, 2:50:17 PM3/18/15
to
Am 18.03.15 um 03:15 schrieb Stephan Gerlach:
>
> BTW, Stilpolizei:
> Hier
> <http://www.studiobrisant.com/fahrraeder/rennrad-raritaeten/index.htm>
> hat man auch historische Rahmen mit teilweise nicht originalen
> Komponenten versehen.

Die haben mit viel Liebe alte Rahmen restauriert. Die versuchen nicht,
historische Rahmen mit modernen Teilen zu vergewaltigen, wie du es vor hast.

Mathias Böwe

unread,
Mar 18, 2015, 3:58:07 PM3/18/15
to
Ich habe da Stahlrohre mit Wanddicken im Bereich 0,7 bis 1,0mm im Sinn,
und ob der Sprung von 28,6mm Außendurchmesser auf 31,8mm aus einem
soliden Rohr eine labberige Büchse macht, wage ich zu bezweifeln. Mein
"Oversize"-Rahmen zeigt jedenfalls keinerlei Anstalten, zu verbeulen.

Daß die Situation bei 0,5mm Alublech mit mehr als 50mm Durchmesser
anders aussehen mag, das ist dann wieder ein ganz anderes Thema.

Gerald E:scher

unread,
Mar 18, 2015, 5:51:58 PM3/18/15
to
Am 18.03.15 um 20:58 schrieb Mathias Böwe:
>
> Daß die Situation bei 0,5mm Alublech mit mehr als 50mm Durchmesser
> anders aussehen mag, das ist dann wieder ein ganz anderes Thema.

Aus einem solchen Rohr kannst du dir einen Strohmann basteln ;-)
Message has been deleted

Joerg

unread,
Mar 18, 2015, 8:15:26 PM3/18/15
to
On 2015-03-18 3:04 PM, Kaí ŧeranskí wrote:
> Christoph Strauch schrieb:
>
>> On Monday, March 16, 2015 at 12:01:59 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
>>> Gerald E:scher schrieb:
>>>> Am 15.03.15 um 19:17 schrieb Stephan Gerlach:
>>
>>>> Man sollte nur dann versuchen, aus einem alten *Renn*radrahmen ein
>>>> *Alltags*rad aufzubauen, wenn man weiß, was man tut.
>>>
>>> Im Zweifelsfall muß mir sowieso mein FdgM damit weiterhelfen :-) .
>>>
>>> Ich hatte ja bei meiner Erst-Suche extra schon drauf geachtet, daß Ösen
>>> für Schutzbleche und Gebäckträger dran sind.
>>> Und natürlich auf das Qualitätsmerkmal "Reynolds 531"...
>>
>> R531 ist nicht besser als ein Vitus oder Columbus Rohr aus dieser Zeit. Für
>> deine Zwecke besser geeignet wäre ein Rohr mit etwas größerer Wandstärke, auch
>> wenn das dann ein paar Gramm mehr wiegt. Peugeot-Rahmen aus Reynolds 501
>> oder auch ganze Räder aus Anfang der 90er bekommst du für kleines Geld, weil
>> da keine Hipstersteuer fällig wird. Bzgl. der Farbe mußt du aber schmerzfrei
>> sein. Wenn du ein fertiges Rad nimmst, hast du sogar passende Bremsen, Lenker
>> etc...
>
> Nee, Anfang 90er Rennräder werden jetzt auch schon gesucht. Die Fixiewelle
> ebbt langsam ab und der neue Hype heisst Retrostahlrenner. Stichwort
> Shimano Ultegra "Tricolor". Da gehen die Preise für runtergerockten
> Schrott auch gerade schön nach oben. Pech für Stephan.
>

Mich hat es voll geplaettet, als ein RR-Fahrer unterwegs meine recht
alte Kiste interessiert beaeugte. "Wow, you've got Reynolds 531
tubing!". Sein ebenfalls betagtes (und ausgesprochen schoenes) RR aus
Italien mit Coronado-Rahmen haette nur Columbus-Rohre, meinte er.
Spaeter bei einer Gerstenkaltschale sagte er, dass er endlich einen
bestimmten Peugeot-Rahmen gefunden habe. Beim Preis bin ich fast vom
Stuhl gefallen. Duerfen natuerlich nur antike Teile dran und er meinte,
es wuerde "nicht teuer", "nur" $1k-2k ... <schluck> ... Da gibt es hier
schon Vorjahresmodelle Carbon-Renner fuer, mit allem Schicki-Micki.

Was ich nie verstanden habe: Was ist an Reynolds 531 so speziell, dass
die Leute dafuer richtig Geld hinblaettern?

Stephan Gerlach

unread,
Mar 18, 2015, 8:30:57 PM3/18/15
to
Mathias Böwe schrieb:
> Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:
>
>> Laut Bildern, z.B.
>>
> <http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.velospace.org/files/rando
> 1_notxt.jpg&imgrefurl=http://velospace.org/node/19118&h=693&w=600&tbnid=
> jM51IfDUo26rVM:&zoom=1&tbnh=90&tbnw=78&usg=__l0OdqeMNMaXajL_whh-t9uy1804
> =&docid=-PmBL7lDK2Hq9M&hl=de&sa=X&ei=_9EIVbKKJs6xPO29gYgB&ved=0CCYQ9QEwA
> Q>,
>> sollten auch 28mm Contis + Schutzbleche passen.
>
> Das sieht auf dem Bild schon recht kanpp aus, und laut Beschreibung sind
> dort Panaracer Pasela in 25mm montiert.

Stimmt; ich war wohl bei der Auswahl dieses Bildes der Ansicht, da noch
etwa 3mm Platz gesehen zu haben :-) .

Hier ist ein Bild eines Gazelle Rahmens mit (laut Beschreibung)
Panaracer 28mm Reifen
<http://www.studiobrisant.com/fahrraeder/studio-brisant-singlespeed/gazelle-champion-mondial-gruen/index.htm>
und noch eines mit Continental (Sport Contact, nicht GP 4Season) 28mm
Reifen
<http://www.studiobrisant.com/fahrraeder/rennrad-raritaeten/gazelle-champion-mondial/index.htm>.
In beiden Fällen sieht es so aus, als wäre für Schutzbleche noch Platz.

> Zumindest die 32er dieses
> Reifens fallen recht schmal aus, wesahlb die 25er sicher keine
> Vollfettreifen sein dürften. Dort dann einen 28er zu montieren (wie
> breit fallen die Contis aus?) könnte *zu* knapp werden.

Im Vergleich zu alten 28mm Schwalbe Weißwand-Reifen (aus den 80er
Jahren) sowie 28mm Bontrager Reifen (hatte ich mal) sind die Conti GP
4Season AFAIR etwas schmaler.

Laut <https://www.lfgss.com/conversations/202053/> soll es für Gazelle
Typ-A-Rahmen (mit den Ösen) wohl passen; ist natürlich keine Garantie,
daß es unter *allen* Umständen mit 28mm Reifen paßt. Im Notfall würde
ich dann einfach andere (d.h. seitlich schmalere) Reifen nehmen.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 18, 2015, 8:44:05 PM3/18/15
to
Jakob Krieger schrieb:
> - Stephan Gerlach / Wed, 18 Mar 2015 02:52:36 +0100
>
>
>>> ... dann hat es Schrauben-Aufnahmen (damals sicher
>>> ohne Gewinde) für Schutzbleche und leichte Gepäckträger
>>> (muss man allerdings ordentlich montieren, sonst scheren
>>> die Schrauben ab).
>
>> Die fehlenden Gewinde stören nicht. Kommen eben Muttern auf der anderen
>> Seite dran.
>
> Das meinte ich mit 'schert ab'.
>
> Um den Unterschied zwischen Verschraubung mit Gewinde im
> massiven Stück und Steckverschraubung zu verstehen, müsste
> man mit dem Prinzip des Hebels und der schiefen Ebene auf
> gut Freund sein.
>
> Verschraubungs-Türmchen mit Gebäckträger-Strebe und
> Schutzblech-Haltern taugen nichts.

Ach so, darauf willst du hinaus.
Mir ist noch nie auf diese Weise ein Gebäckträger abgebrochen (d.h.
Schraube an Öse abgebroche).
Allerdings habe ich derart (mit Schraube+Mutter) montierte
Gebäckträger-Schutzblech-Kombinationen wohl nicht hinreichend stark und
dauerhaft genug belastet.

Hat jemand schon einen derartigen Vorfall erlebt?

Ich habe allerdings schon Schrauben verloren, die im Gewinde des
(Alu-)Rahmens des Kettler verschraubt waren.

>>> Dynamo ist nach offizieller Erlaubnis von Akku-Beleuchtung
>>> nebst LED hinfällig, vor allem weil LED-Licht viel, viel
>>> weniger Strom frisst.
>
>> Gibt's unauffällige LED-Lampen in historischer Optik, bei denen man
>> genau einen(!) Akku für vorn *und* hinten benutzen kann?
>
> Du kannst _bei_ jedem Gehäuse Akkus benutzen.
>
> Mir erschließt sich der Sinn deiner Frage nicht.

Ich meinte folgendes:
Fest verbaute Vorder- und Rückleuchte.
Im Gehäuse der z.B. Vorderleuchte ist eine Vorrichtung für einen Akku.
Die Vorderleuchte ist einfach über ein Kabel mit der Rückleuchte
verbindbar, so daß die Rückleuchte den Akku der Vorderleuchte mit nutzen
kann.

D.h. beide Leuchten benutzen einunddieselbe Spannungsquelle, wie beim
Dynamo.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 18, 2015, 8:51:02 PM3/18/15
to
Bernhard Kraft schrieb:
> Am Mittwoch, 18. März 2015 02:52:46 UTC+1 schrieb Stephan Gerlach:
>> Gibt's unauffällige LED-Lampen in historischer Optik, bei denen man
>> genau einen(!) Akku für vorn *und* hinten benutzen kann?
>
> Warum nur einen Akku?

Weil mich wahrscheinlich das Akku-Wechseln in doppelter Ausführung
nerven würde. Außerdem wiegen 2 Akkus zuviel; wo bleibt denn da der
Massen-Vorteil gegenüber dem Dynamo :-) .

> Willst du unbedingt Kabel verlegen?

"Unbedingt" nicht, aber es stört auch nicht sonderlich. Ich bin generell
ein Freund von Kabeln. Die Dinger muß man ja nicht jeden Tag verlegen.
Auch bei Tachos bevorzuge ich kabelgebundene Exemplare.

> Die Kabellosigkeit
> ist doch der größte Vorteil vom Akku/Batterie-Licht.

Ich dachte, daß man keinen Teil seiner Antriebsenergie für die
Beleuchtung vergeuden muß, ist der Vorteil. *Und* daß es bei jeder
Witterung funktioniert.

Jakob Krieger

unread,
Mar 18, 2015, 8:56:54 PM3/18/15
to
- Stephan Gerlach / Wed, 18 Mar 2015 02:52:36 +0100

Nachtrag ---


> Gibt's unauffällige LED-Lampen in historischer Optik, bei denen man
> genau einen(!) Akku für vorn *und* hinten benutzen kann?
> Ansonsten stört mich der (meist nur auf Kurzstrecken genutzte) Dynamo
> nicht; der am Kettler war mittels Adapter an der Vorderradgabel befestigt.

1. LED-Rücklichter brauchen zwischen 0,02 und 0,1 Ampère
und sind schon mit 2,5 Volt zufrieden
(den Rest macht der Regler sowieso weg) -
du kannst also aus praktisch jedem Akku-Scheinwerfer
Kabel nach hinten rausbasteln

2. kleine LED-Scheinwerfer in historische Gehäuse einzubauen,
ist kein großer Akt

3. stellt sich die Frage, ob man Licht haben will oder den
Vorschriften genügen. Einen leistungsfähigen Akku
(»USB-powerbank«), der handelsübliche LED-Dynamo-Beleuchtung
über viele Stunden speisen kann, den kann man gut irgendwo
unauffällig unterbringen, z.B. sowas:
<http://www.pearl.de/a-PX1591-1420.shtml>
(ich speise damit Herrmans H-Diver und H-Track, beide gut
brauchbar hell, für 4-5 Stunden Betriebszeit).
Es gibt so Retro-Batterielampen aus Holland (finde sie nicht
schön), da eine Leitung rauszugühren an ein LED-Rücklicht,
ist keine Kunst.


Wenn du elektrisch etwas basteln willst, bin ich gerne behilflich.


Man muss sich im klaren sein, dass LED im Vergleich zu
Glühlampen nur 1/5 (oder weniger) Energie verbrauchen.
Da stellt sich die Sinnfrage nach einem Dynamo gar nicht mehr.




jk


--
no sig

Stephan Gerlach

unread,
Mar 18, 2015, 8:58:32 PM3/18/15
to
Christoph Strauch schrieb:
> On Wednesday, March 18, 2015 at 2:58:55 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
>> Christoph Strauch schrieb:
>>>
>>> Das Rahmengewicht spielt doch bei all den Teilen, die du anbauen willst,
>>> kaum eine Rolle.
>> Allerdings gehe ich davon aus, daß es beim Kettler das niedrige
>> Gesamtgewicht von ca. 12,5kg begünstigt hat.
>
> Sicher, aber hätten dich 1 kg mehr wirklich gestört wenn du dafür einen
> fahrstabileren Rahmen bekommen hättest?

Stabilität auf Kosten von mehr Masse...
Es ist halt immer ein Kompromiß; ich habe den leichten Kettler-Rahmen
dankend als "Feature" angenommen. Gestört hätte mich 1kg mehr vermutlich
nicht; allerdings war mir bei diesem Rad für hauptsächlich Kurzstrecken
optimale Fahrstabilität auch nicht sooo wichtig. Ich kam damit ganz gut
zurecht :-) .
Bis auf wenige Ausnahmen bin ich damit auch keine Radreisen oder
Radsport-Veranstaltungen gefahren, wo ich tatsächlich auf Stabilität
Wert lege.

> Die Frage ist doch wo du sinnvollerweise Gewicht sparen kannst. Wenn das
> Gewicht so wichtig ist, kannst du bei Reifen und Felgen, Stütze, Gebäckträger
> schon eine Menge sparen ohne funktionale Einbußen hinnehmen zu müssen.
> sparen

Bei diesen Bauteilen werde ich natürlich auch teilweise auf die Masse
achten; bzw. habe dies beim Kettler getan.

Stephan Gerlach

unread,
Mar 18, 2015, 9:01:59 PM3/18/15
to
Christoph Strauch schrieb:
> On Wednesday, March 18, 2015 at 3:15:24 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
>> Hans CraueI schrieb:
>>
>>> Fuer das Einschreiten der Stilpolizei reicht da bereits der
>>> `Kettenschutz'.
>> Und wie bitte schön verhindert man, daß die Hose vom Kettenblatt dreckig
>> wird?
>
> Gegen etwas Kettenöl am Hosenbein hat die Stilpolizei nichts einzuwenden.

Das ist mir neu.

> Anderenfalls gibt es Hosenklammern oder notfalls krempelt man die Hosenbeine
> hoch.

Im Alltagsbetrieb auf Dauer zu umständlich. Da will ich mich idR
draufsetzen und gleich losfahren.

Jakob Krieger

unread,
Mar 18, 2015, 9:36:10 PM3/18/15
to
- Stephan Gerlach / Thu, 19 Mar 2015 01:43:55 +0100


>>> Die fehlenden Gewinde stören nicht. Kommen eben Muttern auf der anderen
>>> Seite dran.

>> Das meinte ich mit 'schert ab'.
>>
>> Um den Unterschied zwischen Verschraubung mit Gewinde im
>> massiven Stück und Steckverschraubung zu verstehen, müsste
>> man mit dem Prinzip des Hebels und der schiefen Ebene auf
>> gut Freund sein.
>>
>> Verschraubungs-Türmchen mit Gebäckträger-Strebe und
>> Schutzblech-Haltern taugen nichts.

> Ach so, darauf willst du hinaus.
> Mir ist noch nie auf diese Weise ein Gebäckträger abgebrochen (d.h.
> Schraube an Öse abgebroche).
> Allerdings habe ich derart (mit Schraube+Mutter) montierte
> Gebäckträger-Schutzblech-Kombinationen wohl nicht hinreichend stark und
> dauerhaft genug belastet.
>
> Hat jemand schon einen derartigen Vorfall erlebt?


Ja, ich, deswegen mein überflüssiger Beitrag.

Gebäckträger an eine Öse in Ausschließlichkeit anknallen,
keine miesen Baumarkt-Schrauben verwenden.


>> Mir erschließt sich der Sinn deiner Frage nicht.

> Ich meinte folgendes:
> Fest verbaute Vorder- und Rückleuchte.
> Im Gehäuse der z.B. Vorderleuchte ist eine Vorrichtung für einen Akku.
> Die Vorderleuchte ist einfach über ein Kabel mit der Rückleuchte
> verbindbar, so daß die Rückleuchte den Akku der Vorderleuchte mit nutzen
> kann.

Da kannst du fast jede LED-Rückleuchte per Kabel anschließen.

Vorher einfach mal testen per Ampèremeter, ob die
längsgeregelt sind (steht hier woanders ausführlicher).



jk

--
no sig

Jakob Krieger

unread,
Mar 18, 2015, 10:00:44 PM3/18/15
to
- Stephan Gerlach / Thu, 19 Mar 2015 01:58:22 +0100


> ... ich habe den leichten Kettler-Rahmen ...

Ich würde auf die Großserien-Hersteller-Teile nie was
Historisches aufbauen wollen. Gerade Kettler hat neben
wenigen besseren Dingen immer viel Schrott verkauft.


Wenn du was schönes altes haben willst, dann schau auf
die Verarbeitung. Damals waren gelötete Muffen ein
Kriterium, direkt angeschweißt hat man da lieber nichts.


Und wenn »Motobecane« draufsteht,
das heißt alles nichts.



jk





--
no sig

Mathias Böwe

unread,
Mar 19, 2015, 1:30:32 AM3/19/15
to
scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> Am 18.03.15 um 06:40 schrieb Mathias Böwe:
>
> > Naja, ob das gleiche Material, nur mit einem um wenige Millimeter
> > größeren Durchmesser die Robustheit so sehr beeinträchtigt, daß die
> > Alltagstauglichkeit in frage gestellt wird, wage ich zu bezweifeln.
>
> Umgekehrt, das gleiche Material in klassischen Abmessungen ergibt weiche
> Rahmen, leicht vergrößerte Rohrdurchmesser ausreichend steife Rahmen.

Steifigkeit ist nicht das Gleiche wie Robustheit. Ein Rohrsatz, der
ausschließlich auf maximale Steifigkeit bei minimalem Gewicht optimiert
ist, der dürfte aus Metallfolie gefertigt sein: Wiegt nichts, ist steif
wie in der Viagra-Werbung und dellt bei scharfem Hinsehen ein.

> > Anders ist das natürlich bei Alugeraffel, aber sowas will man als Ästhet
> > nicht fahren.
>
> Das verbuchen wir unter "Kindermund".

Im Gegentum! Coladosenrahmen sind eine Beleidigung für jedes Auge, das
noch Reste von Sehfähigkeit behalten hat.

> Zufällig kenne ich den Unterschied zwischen einem klassischen Rahmen mit
> 10 kg Gebäck (Wackelgurke) und einer modernen, um ca. 3/4 kg leichteren
> Aludose mit ebenfalls 10 kg Gebäck (bocksteif). Form follows function!

Dann hast Du dort sicher ein Fahrradkörbchen fest installiert, denn die
Form muß ja der Funktion folgen. Außerdem bist Du zu fett, wenn Dein
Rahmen Dir zu weich ist. Abgesehen davon brauche ich meine Plomben noch.

Mathias Böwe

unread,
Mar 19, 2015, 1:30:34 AM3/19/15
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:

> Ich dachte, daß man keinen Teil seiner Antriebsenergie für die
> Beleuchtung vergeuden muß, ist der Vorteil.

Man vergeudet nicht, man nutzt sinnvoll. Und aktuelle NaDys (es muß
nicht zwingend der über jeden Zweifel erhabene SON in seinen
verschiedenen Ausprägungen sein) spürt man während der Fahrt nicht, wenn
man nicht gerade dabei ist, ein Rennen knapp zu gewinnen.

> *Und* daß es bei jeder Witterung funktioniert.

Das tut der NaDy auch, und zwar, anders als Akkus, beliebig lange.

Mathias Böwe

unread,
Mar 19, 2015, 1:30:34 AM3/19/15
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote:

> Stabilität auf Kosten von mehr Masse...
> Es ist halt immer ein Kompromiß; ich habe den leichten Kettler-Rahmen
> dankend als "Feature" angenommen.

Bist Du Dir sicher, daß der Kettler-Rahmen tatsächlich spürbar leichter
ist als ein guter Stahlrahmen? Kettler war ja lage Zeit "berühmt" für
seine wackeligen, bruchempfindlichen Rahmen, die leicht nur im Vergleich
zu Stahlrahmen aus Wasserrohren waren. Der Rahmen meines Basso Astra
wiegt knapp über 1700 Gramm. Gut, der ist *nicht* bocksteif, aber da
wirst Du mit einem Kettler kein Liogramm gut machen, eher drauflegen.
Selbst mein Cinelli "The Machine" liegt nicht allzuweit über 2 kg, und
das ist ein ziemlich solides Stück Maschinenbau.

Wenn ein Rad sehr deutlich über 10 kg wiegt, dann macht der Rahmen nur
einen mehr oder weniger vernachlässigbaren Teil der Gesamtmasse aus. Und
für im Alltag genutzte Fahrräder gilt die eingangs genannte Bedingung
fast immer.

HC Ahlmann

unread,
Mar 19, 2015, 3:10:41 AM3/19/15
to
Mathias Böwe <Mathia...@gmx.de> wrote:

> Und aktuelle NaDys (...) spürt man während der Fahrt nicht, wenn
> man nicht gerade dabei ist, ein Rennen knapp zu gewinnen.

Dieses Rennen würde man ohne Nabendynamo bestenfalls weniger knapp
gewinnen – sofern überhaupt Licht am Rad ist, der Akku ausreichend lange
hält und man nicht mangels Sicht torkeln muss statt rasen kann.

Um den Bogen zu alten Stahlrennern zu schlagen: Am Motobecane Concorde
ist ein Schutzmanntröster und Seitenläufer von Soubitez – beide original
und hell wie der Tag (bezogen auf Freitag, 20.03., gegen 10 Uhr).

> Das tut der NaDy auch, und zwar, anders als Akkus, beliebig lange.

Da gibt's "Coulomb'sche Demenz" weder im Großen (Akku vergessen) noch
im Kleinen (entladen).
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Bernhard Kraft

unread,
Mar 19, 2015, 7:23:00 AM3/19/15
to
Am 19.03.2015 um 02:01 schrieb Stephan Gerlach:
> Christoph Strauch schrieb:
>> On Wednesday, March 18, 2015 at 3:15:24 AM UTC+1, Stephan Gerlach wrote:
>>> Hans CraueI schrieb:
>>>
>>>> Fuer das Einschreiten der Stilpolizei reicht da bereits der
>>>> `Kettenschutz'.
>>> Und wie bitte schön verhindert man, daß die Hose vom Kettenblatt dreckig
>>> wird?
>>
>> Gegen etwas Kettenöl am Hosenbein hat die Stilpolizei nichts einzuwenden.
>
> Das ist mir neu.
>
>> Anderenfalls gibt es Hosenklammern oder notfalls krempelt man die Hosenbeine
>> hoch.
>
> Im Alltagsbetrieb auf Dauer zu umständlich. Da will ich mich idR
> draufsetzen und gleich losfahren.
>
>
Das geht beim Fahrrad sowieso nicht. Man muss doch eine halbe Stunde an
Schlössern herum fummeln und/oder das Rad aus dem Keller holen. Wenn ich
sofort los will, nehme ich das Ersatzfahrzeug mit den vier Rädern.

Rolf Mantel

unread,
Mar 19, 2015, 8:30:01 AM3/19/15
to
Es gibt Fahrräder, die hinreichend billig sind, dass weder eine
Unterbringung im Keller noch eine minutenlange Schlossorgie nötig ist.
Bis ich in die Tiefgarage gelaufen bin, sitze ich auch auf meinem Fahrrad.

Ralph Angenendt

unread,
Mar 19, 2015, 8:45:24 AM3/19/15
to
Weiß nicht. Ich schnapp mir das Brompton das neben der Wohnungstür lebt,
falte das im Hausflur kurz auseinander und schon geht es los.

Ralph
--
His goal in life was to be an echo

Joerg

unread,
Mar 19, 2015, 10:08:16 AM3/19/15
to
On 2015-03-18 10:30 PM, Mathias Böwe wrote:
> scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Am 18.03.15 um 06:40 schrieb Mathias Böwe:
>>
>>> Naja, ob das gleiche Material, nur mit einem um wenige Millimeter
>>> größeren Durchmesser die Robustheit so sehr beeinträchtigt, daß die
>>> Alltagstauglichkeit in frage gestellt wird, wage ich zu bezweifeln.
>>
>> Umgekehrt, das gleiche Material in klassischen Abmessungen ergibt weiche
>> Rahmen, leicht vergrößerte Rohrdurchmesser ausreichend steife Rahmen.
>
> Steifigkeit ist nicht das Gleiche wie Robustheit. Ein Rohrsatz, der
> ausschließlich auf maximale Steifigkeit bei minimalem Gewicht optimiert
> ist, der dürfte aus Metallfolie gefertigt sein: Wiegt nichts, ist steif
> wie in der Viagra-Werbung und dellt bei scharfem Hinsehen ein.
>
>>> Anders ist das natürlich bei Alugeraffel, aber sowas will man als Ästhet
>>> nicht fahren.
>>
>> Das verbuchen wir unter "Kindermund".
>
> Im Gegentum! Coladosenrahmen sind eine Beleidigung für jedes Auge, das
> noch Reste von Sehfähigkeit behalten hat.
>

Bist Du je ein gutes MTB mit Alurahmen gefahren wie Specialized Enduro
oder so? Da verwindet sich nix. An Fahrraedern kritisiere ich ja sonst
alles moegliche, weil es nicht so viel taugt wie es koennte, aber diese
Alurahmen sind beinahe "crash-proof".

Ich bin mir sicher, dass die Firmen das bei RR auch hinkriegen. Obwohl
ich da bei einem Neukauf Kohlefaser nehmen wurde.

[...]

Joerg

unread,
Mar 19, 2015, 10:17:34 AM3/19/15
to
Der Markenname wurde wohl vor langer Zeit vertickt. Jetzt kann man
"Motobecane" Raeder hier kaufen und die sind nicht schlecht:

http://www.bikesdirect.com/products/motobecane/sprintour_xiv.htm

Mein Traum waere jedoch Titan:

http://www.bikesdirect.com/products/motobecane/road_bikes/lechamp_ti_team_da11_xiii.htm

Anton Ertl

unread,
Mar 19, 2015, 10:49:23 AM3/19/15
to
Nur wiegt ein Alu-Rohr mit 50mm Durchmesser und 0.5mm Wandstaerke
weniger als die Haelfte eines 28.6mm-Stahlrohrs mit 0.7mm Wandstaerke.
Wenn Du auf das gleiche Gewicht wie beim 28.6mm/0.7mm-Stahlrohr gehst,
kannst Du dir beim 50mm-Alu-Rohr eine Wandstaerke von 1.15mm leisten.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
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