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Profillose Reifen fuer MTB

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Philipp Florschuetz

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Jul 30, 1998, 3:00:00 AM7/30/98
to
In article <6pp2p3$t9b$1...@nnrp1.dejanews.com>,
mlau...@my-dejanews.com writes:

> da ich in letzter Zeit mit meinem MTB häufig längere Straßentouren
> unternehme, spiele ich mit dem Gedanken, meine Geländereifen durch profillose
> Straßenreifen zu ersetzen. Haben diese Reifen einen spürbar geringeren
> Rollwiderstand ? Wie groß sind die Rollwiderstands-Werte ? Irgendwelche
> anderen Erfahrungen oder Tips ?

Bin mehrere Strassentouren mit MTB mit c*rratec diamant slick
vo u. hi gefahren (der ohne Querstege). Erfahrungen: leichtlaufend und
gut geeignet, Diamantprofil bringt gute Haftung in Kurven und beim Bremsen,
in schnellen Kurven spuert man das Einsetzen der Seitenstoppel was
mich aber nicht wesentlich gestoert hat (biegen sich wohl weg).
Bei sehr hohem Luftdruck ist dieser Reifen aber empfindlich gegen
spitze Steine usw. Dann leidet die aeussere Beschichtung. Mussten
dann die Steine rauspicken, um Platten zu vermeiden.
Ich selber fahre aber geringeren Druck und damit hatte ich nie
Platten o.ae. auch nicht bei Regen (wo Rennradreifen immer besonders
plattenempfindlich sind). Bemerkung: ich fahre die Billigversion.
Gruesse, Philipp
--
e-mail p...@gmx.net der tag beginnt morgends und endet
http://www.muc.de/~pf/ abends und mittags machen wir mittag
-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-


mlau...@my-dejanews.com

unread,
Jul 30, 1998, 3:00:00 AM7/30/98
to
Hallo Fahrradfreunde,

da ich in letzter Zeit mit meinem MTB häufig längere Straßentouren
unternehme, spiele ich mit dem Gedanken, meine Geländereifen durch profillose
Straßenreifen zu ersetzen. Haben diese Reifen einen spürbar geringeren
Rollwiderstand ? Wie groß sind die Rollwiderstands-Werte ? Irgendwelche
anderen Erfahrungen oder Tips ?

Vielen Dank im voraus,

Marc

-----== Posted via Deja News, The Leader in Internet Discussion ==-----
http://www.dejanews.com/rg_mkgrp.xp Create Your Own Free Member Forum

Udo Quast

unread,
Jul 30, 1998, 3:00:00 AM7/30/98
to
mahlzeit erstmal,

hatte auf meinem bike ein paar alte schwalbe reifen, so ein richtiges kl"otzchen-
profil ohne integrierte lauffl"ache. f"ur's gel"ande waren die ganz gut, aber auf
der stra"se nur laut und zudem noch recht schwammig.


ich fahr jetzt auf der strasse conti slicks. 100% slicks ohne alles. die dinger
gehn ab wie sau und geben au"serdem ein sehr angenehmes fahrgef"uhl.
ein sch"oner nebeneffekt das rad rollt sogar und bleibt nicht stehn wenn man
aufh"ort zu treten. also mein fahrrad f"ahrt sich erschreckend leicht.

noch ein tip: ein bi"schen an der "ubersetzung fummeln und du kannst mit jedem
rennradfahrer zanken. kommt besonders gut wenn noch ein gep"acktr"ager am
fahrrad ist.


gruss

udo (kein bike mit gep"achtr"ager wird schneller bewegt als meins)


Jens Arne Männig

unread,
Jul 30, 1998, 3:00:00 AM7/30/98
to
mlau...@my-dejanews.com schrieb in Nachricht
<6pp2p3$t9b$1...@nnrp1.dejanews.com>...

>Hallo Fahrradfreunde,
>
>da ich in letzter Zeit mit meinem MTB häufig längere Straßentouren
>unternehme, spiele ich mit dem Gedanken, meine Geländereifen durch
profillose
>Straßenreifen zu ersetzen. Haben diese Reifen einen spürbar geringeren
>Rollwiderstand ? Wie groß sind die Rollwiderstands-Werte ? Irgendwelche
>anderen Erfahrungen oder Tips ?


Kleiner Tip: Schmälere Reifen haben einen geringeren Rollwiederstands-Wert.
Der nächste sinnvolle Schritt wäre dann vielleicht, den Rahmen durch einen
passenden für die Straße zu ersetzen und dann den Lenker usw. ...

Jens

Rolf-Martin Mantel

unread,
Jul 30, 1998, 3:00:00 AM7/30/98
to
Jens Arne Männig wrote:

Hallo, Jens!

Da liegst du leider falsch: bei gleicher Gummimischung, gleichem Profil,
gleichem Innenleben und gleichem Druck haben breitere Reifen einen geringeren
Rollwiderstand, allerdings haben schmalere Reifen ein geringeres Gewicht und
einen geringeren Luftwiderstand (und dann gibt es noch das kleine Problem,
dass es keine 54-559 Reifen gibt, die auf 10 bar aufgepumpt werden koennen).

Fuer Strassentouren kann ein entsprechend umgebautes MTB schon sehr gut sein,
siehe z.B. die Bridgestone Hybrid bikes von 1996 (MTB Rahmen, Strassenlenker
und Slicks). Die 622er Reifengroesse wird allmaehlich genauso altmodisch wie
die 630er das vor zehn Jahren war: bei 559ern gibt es unheimlich viel mehr an
Reifenauswahl fuer Alltagsraeder, vom 23mm Slick bis zum 54mm Stollenreifen
fuer extreme Eisverhaeltnisse; num im Strassenrennsports gibt's (wie vor
Jahren beim 630er) noch keine Alternative.

Rolf


Ingo Reise

unread,
Jul 31, 1998, 3:00:00 AM7/31/98
to
Rolf-Martin Mantel <man...@ima.umn.edu> writes:

> Jens Arne Männig wrote:
> .... Die 622er Reifengroesse wird allmaehlich genauso altmodisch wie


> die 630er das vor zehn Jahren war: bei 559ern gibt es unheimlich viel mehr an
> Reifenauswahl fuer Alltagsraeder, vom 23mm Slick bis zum 54mm Stollenreifen
> fuer extreme Eisverhaeltnisse; num im Strassenrennsports gibt's (wie vor

> Jahren beim 630er) noch keine Alternative....

Ich hoffe doch nicht! Ich wuerde mein Rad schon der Optik wegen lieber mit
30" Raedern (was ist das in mm?) fahren als mit 28" (622). Aber 30" gibts
wirklich nur sehr selten. Aber irgendwo moechte ich eine gewisse Groessen-
beziehung zwischen Rahmengroesse und Radgroesse behalten.

--


Mit sonnigen Gruessen,

Ingo

__o
\<,
___________________()/ ()____________________________________________________
TELE ATLAS, DG/PTP-ire Ingo Reise
mail : Robert-Bosch-Strasse 200 ---- 31139 Hildesheim ---- Eilers Teich 6
e-mail: re...@digitalmap.hi.bosch.de


Hartmut Pohl

unread,
Jul 31, 1998, 3:00:00 AM7/31/98
to
mlau...@my-dejanews.com wrote:
>
> Hallo Fahrradfreunde,
>
> da ich in letzter Zeit mit meinem MTB häufig längere Straßentouren
> unternehme, spiele ich mit dem Gedanken, meine Geländereifen durch profillose
> Straßenreifen zu ersetzen. Haben diese Reifen einen spürbar geringeren
> Rollwiderstand ? Wie groß sind die Rollwiderstands-Werte ? Irgendwelche
> anderen Erfahrungen oder Tips ?

Sie haben einen geringeren Rollwiderstand, natuerlich.
Ich habe bis jetzt 2 mal meine Stollenreifen durch "Slicks" ersetzt, um
groessere Radtouren auf der Strasse zu machen. Tolle Sache.
Du solltest Dir aber darueber im klaren sein, dass Du mit solchen Reifen
auf feuchtem Gras oder matschigem Waldboden keine Chance hast.

Es gibt auch Reifen, die einen Laufsteg in der Mitte haben, bzw. welche,
wo das Profil quasi nach innen geht. Beide Reifensorten haben auch einen
geringeren Rollwiderstand.

Viele Gruesse,
Hartmut
--
Hartmu...@hp.com
--
Marketing is the business of selling projects to management.

Heiko Bacher

unread,
Jul 31, 1998, 3:00:00 AM7/31/98
to

mlau...@my-dejanews.com wrote in message
<6pp2p3$t9b$1...@nnrp1.dejanews.com>...

>Hallo Fahrradfreunde,
>
>da ich in letzter Zeit mit meinem MTB häufig längere Straßentouren
>unternehme, spiele ich mit dem Gedanken, meine Geländereifen durch
profillose
>Straßenreifen zu ersetzen. Haben diese Reifen einen spürbar geringeren
>Rollwiderstand ? Wie groß sind die Rollwiderstands-Werte ? Irgendwelche
>anderen Erfahrungen oder Tips ?
>


Zuerst unbedingt ueberpruefen, ob Du genug Gaenge "in Reserve" hast. Mein
44er Blatt vorne war nach der Umruestung zu klein, sodass ich den Vorteil
durch den geringeren Rollwiderstand gar nicht ausnutzen konnte.

Ciao,
--heiko--

Olaf

unread,
Jul 31, 1998, 3:00:00 AM7/31/98
to
Hallo Marc,

habe auf meinem neuen MTB die DoubleFighter von Conti drauf und bin sehr
zufrieden. Die DoubleFighter haben zudem ein leichtes Profiul an den
Außenseiten, so daß man in Kurven und bei weichem und feuchten Untergrund
ein wenig Haftung hat.

MfG,
Olaf Hoech
email: ol...@snafu.de

mlau...@my-dejanews.com schrieb in Nachricht


<6pp2p3$t9b$1...@nnrp1.dejanews.com>...
>Hallo Fahrradfreunde,
>
>da ich in letzter Zeit mit meinem MTB häufig längere Straßentouren
>unternehme, spiele ich mit dem Gedanken, meine Geländereifen durch
profillose
>Straßenreifen zu ersetzen. Haben diese Reifen einen spürbar geringeren
>Rollwiderstand ? Wie groß sind die Rollwiderstands-Werte ? Irgendwelche
>anderen Erfahrungen oder Tips ?
>

Marcel Wilks

unread,
Jul 31, 1998, 3:00:00 AM7/31/98
to
<mlau...@my-dejanews.com> schrieb:

> profillose Straßenreifen zu ersetzen. Haben diese Reifen einen spürbar
> geringeren Rollwiderstand ? Wie groß sind die Rollwiderstands-Werte ?

Fuer Strassentouren ziehe ich bei meinem MTB Vredestein StreetRazor auf.
Rollen wirklich prima. Positiver Nebeneffekt: Superleise.

Bye,
Marcel
--
PGP-Schluessel auf Anfrage.

Hans Peter Markus

unread,
Jul 31, 1998, 3:00:00 AM7/31/98
to
> udo (kein bike mit gep"achtr"ager wird schneller bewegt als meins)

Hah!

Mathias

unread,
Jul 31, 1998, 3:00:00 AM7/31/98
to
Udo Quast <eed...@eed.ericsson.se> wrote:

> noch ein tip: ein bi"schen an der "ubersetzung fummeln und du kannst mit jedem
> rennradfahrer zanken. kommt besonders gut wenn noch ein gep"acktr"ager am
> fahrrad ist.

Ich find's auch immer wieder spaßig, mit vollbepacktem Esel (Pseudo-MTB
mit Alltagsausrüstung), also vier bis fünf randvollen Packtaschen an
bunten Hobby-Rennfahrern vorbeizuziehen...

Ach ja, ich fahre Conti Goliath, sind zwar vergleichsweise teuer, auf
Asphalt ist das Fahrgefühl aber wie mit Slicks. Ich hatte mal welche
(Slicks) von Conti gefahren (Modellbezeichnung habe ich vergessen) und
ca. alle 200km geflickt :-(

Mathias
--
inzwischen auch ohne signature

Steffen Heinz

unread,
Jul 31, 1998, 3:00:00 AM7/31/98
to

mlau...@my-dejanews.com schrieb in Nachricht
<6pp2p3$t9b$1...@nnrp1.dejanews.com>...
>Hallo Fahrradfreunde,
>
>da ich in letzter Zeit mit meinem MTB häufig längere Straßentouren
>unternehme, spiele ich mit dem Gedanken, meine Geländereifen durch
profillose
>Straßenreifen zu ersetzen. Haben diese Reifen einen spürbar geringeren
>Rollwiderstand ? Wie groß sind die Rollwiderstands-Werte ? Irgendwelche
>anderen Erfahrungen oder Tips ?


ich fahre die teile nur!
natürlich ist der rollwiderstand geringer (hört mensch schon ;-)
nimm den schmalsten reifen den du kriegen kannst.
nimm den reifen, den du am meisten aufpumpen kannst: 6 bar sollten es
schom sein - DAS veringert den rollwiderstand!

steffen


Phillip Oertel

unread,
Aug 1, 1998, 3:00:00 AM8/1/98
to
> ...

> Ach ja, ich fahre Conti Goliath, sind zwar vergleichsweise teuer, auf
> Asphalt ist das Fahrgefühl aber wie mit Slicks. Ich hatte mal welche
> (Slicks) von Conti gefahren (Modellbezeichnung habe ich vergessen) und
> ca. alle 200km geflickt :-(
>
> Mathias
> --
> inzwischen auch ohne signature

Nicht vergessen sollte man den Gewichtseffekt, wenn man das MTB von 2.1er auf einen
schmalen Slick umbaut.
In der Ebene nicht ausschlaggebend, aber am Berg bringt ein Halbes Kilo weniger
bewegte Masse eine ganze Menge.
Das kann als Rennradler UND Mountainbiker nicht kräftig genug betonen ;-)
Phillip


Wolfram Sauerteig

unread,
Aug 1, 1998, 3:00:00 AM8/1/98
to
Hallo Ingo,

>> .... Die 622er Reifengroesse wird allmaehlich genauso altmodisch wie
>> die 630er das vor zehn Jahren war: bei 559ern gibt es unheimlich viel mehr
>> an
>> Reifenauswahl fuer Alltagsraeder, vom 23mm Slick bis zum 54mm Stollenreifen

IR>[...]
IR> Ich hoffe doch nicht! Ich wuerde mein Rad schon der Optik wegen lieber mit
IR> 30" Raedern (was ist das in mm?) fahren als mit 28" (622). Aber 30" gibts
IR> wirklich nur sehr selten. Aber irgendwo moechte ich eine gewisse Groessen-
IR> beziehung zwischen Rahmengroesse und Radgroesse behalten.
IR>
abgesehen davon ist der Fahrkomfort bei groesseren Raedern doch deutlich
besser.
26"-Raeder "hoppeln" deutlich mehr bei holperigem Untergrund als 28"-Raeder.
Ich, verstehe nicht, was der Trend zu "Kinderrad-Groessen" bringen soll, und
kann mich Deinem Bedauern nur anschliessen, dass es keine 30"-Raeder mehr gibt.


tschoe wa
Wolfram

gro...@kompit.com.pl

unread,
Aug 2, 1998, 3:00:00 AM8/2/98
to
Vorsicht! Mein Deutsch ist nicht so stark, aber ich hoffe, Sie koennen
das verstechen:
Ich brauche die Reifen von Corratec, Modell DiamantGrip (rot). Kann man
pumpen die zwischen 45 und 80 PSI, und die rollen echt! Im Gealende die
sind bischen problematisch; beim niedriger Luftdruck (45 ) die sind auch
OK, aber dann am Weg zurueck auf die Strasse sind nicht komfortabel(?).
Eine grosse vorteil: DiamantGrips (rot-Faltreifen) sind sehr leicht.
Gruesse aus Krakau
wojtek g

Wolfgang Dinter

unread,
Aug 2, 1998, 3:00:00 AM8/2/98
to
Hallo Steffen,

SH>ich fahre die teile nur!
SH>natürlich ist der rollwiderstand geringer (hört mensch schon ;-)
SH>nimm den schmalsten reifen den du kriegen kannst.
SH>nimm den reifen, den du am meisten aufpumpen kannst: 6 bar sollten es
SH>schom sein - DAS veringert den rollwiderstand!

Kann ich nur bestätigen.
Es gibt eine Menge Fahrer,die fast nur auf der Strasse fahren und überhaupt
nicht wissen,wie gross der Rollwiderstand mit grossen Profil ist!
Ausserdem spart ein schmaler Reifen noch an Gewicht,was an rotierenden
Teilen nicht unerheblich ist.
Wer nicht gerade auf extremen Pisten radelt,sondern Waldwege,beschissene
Radwege(zuhauf),der kann ja auch diese Reifen fahren,die in der Mitte
ohne Profil und an den Aussenrändern welches haben.
Ich fahre im Moment den Conti "Goliath".Rollt sehr gut.Ist allerdings
wegen seiner Breite(44mm)auch nicht sehr leicht.Aufpumpen kann man ihn
bis 4.5Bar.
Allerdings beeinflusst den Rollwiderstand auch die Gummimischung und die
Lagerung(wie alt)des Reifens.

Was kannst Du denn an schmalen,profillosen Reifen empfehlen?

Gruß Wolfgang

Steffen Heinz

unread,
Aug 3, 1998, 3:00:00 AM8/3/98
to

Wolfgang Dinter schrieb in Nachricht <199808020...@du.maus.de>...

>Ich fahre im Moment den Conti "Goliath".Rollt sehr gut.Ist allerdings
>wegen seiner Breite(44mm)auch nicht sehr leicht.Aufpumpen kann man ihn
>bis 4.5Bar.

von conti bin ich abgekommen! alle (!) reifen von denen sind geplatzt!
und
zwar hat sich der drahrring von der karkasse getrennt ( nein! die
bremsen sind richtig eingestellt) auch von anderen hab ich erfahren, das
es ihnen ähnlich ergangen ist. conti hatte (?) wohl probleme mit der uv
stabilität (?)
das profil sah jedesmal noch fast wie neu aus, also nicht wesentlich
abgefahren. die reifen waren immer mit maximalem druck aufgepumpt


>Was kannst Du denn an schmalen,profillosen Reifen empfehlen?


moment ... schau mal nach ...

... schwalbe citymarathon
ist zwar kein "MTB" reifen sondern n standart 26" reifen - dafür kostet
der aber auch nur unter 30 dm und läßt sich mit 6 bar aufpumpen.
wenn die mal runter sind werde ich wohl auf rennradreifen (triatlon)
26" umsteigen

steffen

Hermann Roettgen

unread,
Aug 3, 1998, 3:00:00 AM8/3/98
to
bac...@spam.co.at meinte am 31.07.98
zum Thema "Re: Profillose Reifen fuer MTB":

b>
b> Zuerst unbedingt ueberpruefen, ob Du genug Gaenge "in Reserve" hast. Mein
b> 44er Blatt vorne war nach der Umruestung zu klein, sodass ich den Vorteil
b> durch den geringeren Rollwiderstand gar nicht ausnutzen konnte.
b>

Du trittst wirklich 44 x 11 in der Ebene bei 100 U/min ???

Das sind fast 50 km/h !

Willst du demnächst den Stundenweltrekord brechen ?

m.f.g. Hermann Roettgen Internet: ICE...@ACCESS.OWL.DE

--- Gestern ist Vergangenheit, Morgen Zukunft und Heute eine Chance ---
## CrossPoint v3.1 ##

Hermann Roettgen

unread,
Aug 3, 1998, 3:00:00 AM8/3/98
to
eed...@eed.ericsson.se meinte am 30.07.98

zum Thema "Re: Profillose Reifen fuer MTB":

e> mahlzeit erstmal,
e>
e> hatte auf meinem bike ein paar alte schwalbe reifen, so ein richtiges
e> kl"otzchen- profil ohne integrierte lauffl"ache. f"ur's gel"ande waren die
e> ganz gut, aber auf der stra"se nur laut und zudem noch recht schwammig.
e>
e>
e> ich fahr jetzt auf der strasse conti slicks. 100% slicks ohne alles. die
e> dinger gehn ab wie sau und geben au"serdem ein sehr angenehmes fahrgef"uhl.
e> ein sch"oner nebeneffekt das rad rollt sogar und bleibt nicht stehn wenn
e> man aufh"ort zu treten. also mein fahrrad f"ahrt sich erschreckend leicht.
e>
e> noch ein tip: ein bi"schen an der "ubersetzung fummeln und du kannst mit
e> jedem rennradfahrer zanken. kommt besonders gut wenn noch ein
e> gep"acktr"ager am fahrrad ist.
e>

Wie groß ist denn der Geschwindkeitsvorteil in km/h und/oder Prozent ?

Mit meinen Klötzchen komme ich auf 25 km/h auf der Straße bei 50 - 100 km
Streckenlänge im aueroben Bereich. Bei Abfahrten ist bei ca. 60 km/h
Schluß, da nützt dann auch die beste Aerohaltung nichts mehr :-(

Für die nächste Saison habe ich geplant mir einen zweiten Laufradsatz mit
Slicks zuzulegen, weil ich immer mehr auf der Straße fahre aber die
Anschaffung eines Rennrades für mich (noch ?) nicht in Frage kommt (man
hat ja noch andere Hobbies).

Sven Marcus

unread,
Aug 5, 1998, 3:00:00 AM8/5/98
to
Steffen Heinz wrote:
[...]

> ... schwalbe citymarathon
> ist zwar kein "MTB" reifen sondern n standart 26" reifen - dafür kostet
> der aber auch nur unter 30 dm und läßt sich mit 6 bar aufpumpen.
> wenn die mal runter sind werde ich wohl auf rennradreifen (triatlon)
> 26" umsteigen

Da wäre ich vorsichtig. MTB-26"-Reifen/Felgen sind ja 559er (ETRTO),
Triathlonräder werden zwar auch 26" gerufen, sind aber meines Wissens
571er (ETRTO), dürften also nicht auf eine MTB-Felge passen.

Sven


--
Sven Marcus glu...@uni-paderborn.de
FB 17/Informatik Uni-GH Paderborn Germany

Ralph Sontag

unread,
Aug 5, 1998, 3:00:00 AM8/5/98
to
"Steffen Heinz" <stef...@online.de> writes:

>von conti bin ich abgekommen! alle (!) reifen von denen sind geplatzt!
>und
>zwar hat sich der drahrring von der karkasse getrennt ( nein! die
>bremsen sind richtig eingestellt) auch von anderen hab ich erfahren, das
>es ihnen ähnlich ergangen ist. conti hatte (?) wohl probleme mit der uv
>stabilität (?)
>das profil sah jedesmal noch fast wie neu aus, also nicht wesentlich
>abgefahren. die reifen waren immer mit maximalem druck aufgepumpt

Die Erfahrungen kann ich bestätigen. Aber ich habe leichte Zweifel,
ob das nur UV-Probleme sind. Unsere Räder stehen die meiste Zeit,
wenn sie nicht gefahren werden, im Keller. Dort sollte so ein Problem
nicht so drastisch auf die Lebensdauer durchschlagen. Vielleicht sind
es doch allgemeine Alterungserscheinungen?

Ralph.
--
Ralph Sontag | Reichenhainer Str. 39/704 | 09126 Chemnitz |
e-mail: son...@mathematik.tu-chemnitz.de | Tel. +49 371 531 4103 |

Hermann Rochholz

unread,
Aug 5, 1998, 3:00:00 AM8/5/98
to
Phillip Oertel wrote:

> > Ach ja, ich fahre Conti Goliath, sind zwar vergleichsweise teuer, auf
> > Asphalt ist das Fahrgefühl aber wie mit Slicks. Ich hatte mal welche
> > (Slicks) von Conti gefahren (Modellbezeichnung habe ich vergessen) und
> > ca. alle 200km geflickt :-(

Vorschlag: Auf-Pumpen!Die Slicks von Conti haben einen so geringen Rollwiderstand,
dass man zu geringen Luftdruck nur am
Weggehen in der Kurve bemerkt.

Auf 750km in den Alpen mit ca. 10kg Gepaeck
hatte ich gerade 1 Platten und den am Vorderrad.
Das war ein einzelnes Loch, also kein Durchschlag.
War bei 60km/h, 14% Gefaelle
und Naesse nur ein bisschen aergerlich.....

> Nicht vergessen sollte man den Gewichtseffekt, wenn man das MTB von 2.1er auf einen
> schmalen Slick umbaut.
> In der Ebene nicht ausschlaggebend, aber am Berg bringt ein Halbes Kilo weniger

Das bringt mehr Gewicht:MTB=2x550g+2x180g=1460g (Die meisten MTB-Reifen sind
schwerer!)
STrasse(Conti GP)
2x195g+2x100g=590g (Das ist NICHT ultimativ, siehe
http://www.contitires.com/aisle/tiredata/grandprix.html)

Delta == 870g

Wenn man dann den kleineren Zahnkreanz
hinten und die reduzierten/duenneren Speichen
und die schmalere Felge einbezieht,
hat man fast 1.5kg gewonnen.
Da muss man viel Edelteile kaufen,
um das Gewicht anderweitig so zu druecken.

Hermann

Andreas Weickenmeier

unread,
Aug 5, 1998, 3:00:00 AM8/5/98
to
Phillip Oertel wrote:
>
> Nicht vergessen sollte man den Gewichtseffekt, wenn man das MTB von 2.1er auf einen
> schmalen Slick umbaut.
> In der Ebene nicht ausschlaggebend, ...

Du reduzierst das Traegheitsmoment.
Resultat: bessere Beschleunigung.
Auch in der Ebene.

Gruss
Andreas

Andreas Peeck

unread,
Aug 5, 1998, 3:00:00 AM8/5/98
to
Steffen Heinz <stef...@online.de> wrote:

> von conti bin ich abgekommen! alle (!) reifen von denen sind geplatzt!
> und
> zwar hat sich der drahrring von der karkasse getrennt ( nein! die
> bremsen sind richtig eingestellt) auch von anderen hab ich erfahren, das
> es ihnen ähnlich ergangen ist. conti hatte (?) wohl probleme mit der uv
> stabilität (?)

Mir ist das 1986 nach 250 gefahrernen km passiert. Seither hatte ich
keinen Conti mehr auf dem Rad. Allerdings hatte mir neulich jemand
erzählt, Conti gehöre heute zum besten. Und meine Geschichte ist
schließlich verjährt. Daher die Frage: Wann hast du die Reifen gekauft?
Wieviele waren es? Hat jemand neuere Erfahrungen dieser Art mit Conti?
(Ich will noch dazusagen: Ich bekam damals einen neuen Reifen geschickt,
habe den aber jemand anderem für´s Alltagsrad geschenkt.)

Gruss,
AP

roland neueder

unread,
Aug 6, 1998, 3:00:00 AM8/6/98
to
Ralph Sontag wrote:

>
> "Steffen Heinz" <stef...@online.de> writes:
>
> >von conti bin ich abgekommen! alle (!) reifen von denen sind geplatzt!
> >und
> >zwar hat sich der drahrring von der karkasse getrennt ( nein! die
> >bremsen sind richtig eingestellt) auch von anderen hab ich erfahren, das
> >es ihnen ähnlich ergangen ist. conti hatte (?) wohl probleme mit der uv
> >stabilität (?)
> >das profil sah jedesmal noch fast wie neu aus, also nicht wesentlich
> >abgefahren. die reifen waren immer mit maximalem druck aufgepumpt
>
> Die Erfahrungen kann ich bestätigen. Aber ich habe leichte Zweifel,
> ob das nur UV-Probleme sind. Unsere Räder stehen die meiste Zeit,
> wenn sie nicht gefahren werden, im Keller. Dort sollte so ein Problem
> nicht so drastisch auf die Lebensdauer durchschlagen. Vielleicht sind
> es doch allgemeine Alterungserscheinungen?
>
> Ralph.
> --
> Ralph Sontag | Reichenhainer Str. 39/704 | 09126 Chemnitz |
> e-mail: son...@mathematik.tu-chemnitz.de | Tel. +49 371 531 4103 |


UV-Probleme kann ich mir nicht vorstellen.
Conti Traction Pro (1 Woche alt, 150 km gefahren) zerstoert.
Ich dachte zuerst die Bremse waere falsch eingestellt und
haette die Mantelseiteflaeche beschaedigt. Dem war aber nicht so. Nach
den Informationen hier, wird mir jetzt so einiges klarer.

--

Roland Neueder

Hermann Rochholz

unread,
Aug 6, 1998, 3:00:00 AM8/6/98
to
roland neueder wrote:

> UV-Probleme kann ich mir nicht vorstellen.
> Conti Traction Pro (1 Woche alt, 150 km gefahren) zerstoert.
> Ich dachte zuerst die Bremse waere falsch eingestellt und
> haette die Mantelseiteflaeche beschaedigt. Dem war aber nicht so. Nach
> den Informationen hier, wird mir jetzt so einiges klarer.

Ich verstehe das nicht--Seit JAHREN fahre ich NUR Contis auf allen Raedern
(Ausgenomen mein Wulstreifenrad)
und mir ist so etwas noch nie passiert.
Auf meinem MTB ist der Vorderreifen ca 5 Jahre alt
Das Muster gibt es gar nicht mehr, 1.95''
Baja heisst er, glaube ich.
Der Super Comp II mit 2.1'' (ca. 3 Jahre)
fahre ich hinten teilweise mit 0.8bar(!),
da walken die Reifen wie verrueckt
und da ist noch nie etwas passiert.

Auf dem 28'' Rennrad, das sporadisch benutzt wird,
habe ich seit ca. 10 Jahren einen 18er oder 20mm-Reifen
Super-Sport drauf.

Auf dem Stadt- bzw. Tourenrad die 26'' Grand Prix.

(Im Urlaub hatte ich uebrigens mit dem 2 Jahre alten Schlauch Probleme,
der nur bis 1.75'' Mantel Zugelassen ist und der hat 2.1''.
Der Schlauch ist mir immer
aufgerissen. Jetzt habe ich einen dickeren Schlauch drin)

Hermann

Vielleicht haengt es ja an der scharfkantigen Felge.
Die Contis haben zur Reduktion des Walkens
extrem wenige Gummi zur Bindung der Faeden.

boe...@csd.de

unread,
Aug 6, 1998, 3:00:00 AM8/6/98
to
Fröhlichen Tag, zusammen!

Flankenbruch an Reifen hat verschiedene Ursachen:

Falsch eingestellte Bremsgummis - scheiden hier wohl aus
Falsche Kombination von Reifen und Felgen ist die nächste Möglichkeit.
Wenn die Felge für den Reifen zu schmal ist (siehe ETRTO), gibt es
erhöhte Walkarbeit. Das führt zu Flankenbruch, wenn der Reifen noch
anderen Streßfaktoren ausgeliefert ist. Dazu zählen insbesondere
hohe Belastung in kg und niedriger Luftdruck. Nach Aussage von Conti hat
ein Reifen bei halben Luftdruck nur noch die halbe Tragfähigkeit.

Das bedeutet z.B.:
Ein Reifen mit 100 kg Tragfähigkeit, für 5 Bar Luftdruck verkraftet mit 4
bar nur noch 80 kg auf die Dauer. Ich wiege 95 kg (und habe auch die
passende Größe dazu). Durch den kurzen Hinterbau meines Rades sind auf
dem Hinterrad gut 70 kg. Mit den richtigen Felgen geht es gut. Mit
falschen Felgen gibt das in kürzester Zeit Flankenbruch.

Auf unserem Tandem haben die Reifen bei korrektem Luftdruck teilweise
nichtmal 200 km gehalten, bis Reifenhersteller (Schwalbe und Conti und
Vredestein) mir erklärt haben, daß ich die Felge wechseln sollte. Jetzt
ist Ruh!

Bis denn, Georg Böger.

Steffen Heinz

unread,
Aug 6, 1998, 3:00:00 AM8/6/98
to

Hermann Rochholz schrieb in Nachricht <35C965DA...@inr.fzk.de>...

>Ich verstehe das nicht--Seit JAHREN fahre ich NUR Contis auf allen
Raedern
>(Ausgenomen mein Wulstreifenrad)
>und mir ist so etwas noch nie passiert.
>Auf meinem MTB ist der Vorderreifen ca 5 Jahre alt
>Das Muster gibt es gar nicht mehr, 1.95''
>Baja heisst er, glaube ich.
>Der Super Comp II mit 2.1'' (ca. 3 Jahre)
>fahre ich hinten teilweise mit 0.8bar(!),
>da walken die Reifen wie verrueckt
>und da ist noch nie etwas passiert.

tja, bei so wenig druck! was soll da passieren?

>Vielleicht haengt es ja an der scharfkantigen Felge.
>Die Contis haben zur Reduktion des Walkens
>extrem wenige Gummi zur Bindung der Faeden.


wieso halten dann andere reifen von anderen firmen? wenn der grund zu
wenig gummi sein sollte ist das halt ein großer fehler! und was für
einer! wenns auf die sicherheit geht!
der fehler trat bei mir NUR bei contis auf! bei allen!

steffen


Wolfgang Lazen

unread,
Aug 7, 1998, 3:00:00 AM8/7/98
to
In <35C9FC...@csd.de> erwaehnt Georg:>
>
>Ein Reifen mit 100 kg Tragfdhigkeit, f|r 5 Bar Luftdruck verkraftet mit 4
>bar nur noch 80 kg auf die Dauer.

Woher weiss man denn die maximale Tragfaehigkeit eines Reifens ?
Mir sind bisher keine diesbezueglichen Angaben aufgefallen, also weder auf
dem Reifen noch am "Beipackzettel", da steht nur der Luftdruck.

BTW.: Ich fahre seit ca. 500 km den Vreedestein Street Razor 26 x 1.9, bis 4,5 bar
am MTB, vorwiegend mit 17 kg-Sohnemann am Kindersitz.

Bin bis jetzt recht zufrieden damit: Slick mit Negativprofil am Aussenrand, rollt gut,
keine Panne, packt auch mal eine nasse Bergwiese.
Scheint uns beide auszuhalten.

Gruesse aus Wien

Wolfgang


boe...@csd.de

unread,
Aug 7, 1998, 3:00:00 AM8/7/98
to
Wolfgang Lazen wrote:
>
> In <35C9FC...@csd.de> erwaehnt Georg:>
> >
> >Ein Reifen mit 100 kg Tragfdhigkeit, f|r 5 Bar Luftdruck verkraftet mit 4
> >bar nur noch 80 kg auf die Dauer.Wolfgang schrieb:

>
> Woher weiss man denn die maximale Tragfaehigkeit eines Reifens ?
> Mir sind bisher keine diesbezueglichen Angaben aufgefallen, also weder auf
> dem Reifen noch am "Beipackzettel", da steht nur der Luftdruck.

Die Prospekte geben manchmal Aufschluß. Doch wie schon gesagt, diese
Angaben gelten nur für die richtigen Felgen. Das heißt z.B. bei 559x50
muß die Felge eine Maulweite von 21 mm haben (Die Außenbreite ist 5-6 mm
größer). Heutzutage werden die meisten Räder mit schönen schicken
schmalen Felgen ausgerüstet. Da ist der Ärger vorprogrammiert. Mich würde
mal interessieren, was die Produkhaftung dazu sagt. Uns ist ein Reifen
(Vredestein) bei Tempo 50 geplatzt. Er war gerademal 600 km gelaufen. Das
Tandem hatte die falschen Felgen für die in der Erstausstattung
gelieferten Reifen. Ich habe jetzt von einem Tandempaar gehört, daß wegen
eines Flankenbruchs schwer gestürzt ist...

Eine kleine von mir zusammengesammelte Statistik über etwa 20 Reifen sagt
ganz eindeutig: Reifen auf nach ETRTO zu schmalen Felgen gehen auf dem
Tandem samt und sonders durch Flankenbruch zugrunde. Das Profil ist dann
meist noch wie neu und die Kilometerleistung liegt zwischen 200 und 3000
km. Auf passender Felge halten die Reifen. Punkt.

Die falsche Felgenwahl der Fahrradhersteller wird so konsequent gemacht,
daß es die richtigen Felgen kaum noch zu kaufen gibt. Oder kennt
irgendjemand z.B. aktuelle Felgen mit 25 mm Maulweite mit
Bremsgummifläche für Reifen dicker als 50 mm? Meist sind an 26" Rädern
nur Felgen 559x17. Deshalb gehen auch so viele Reifen kaputt, wenn man
ein MTB als Reiserad nutzt.

Conti gibt für die meisten Reifen ungefähr 100 kg an. Bohle gibt für
Schwalbe Marathon 140 kg an. Also wieder kein Wunder, daß es mehr Klagen
über Flankenbruch bei Conti gibt.

Jetzt mußt Du nur noch das Gewicht von Fahrrad, Fahrer und Gepäck (lebend
oder nicht lebend) addieren und berücksichtigen, daß davon 60-80% auf dem
Hinterrad lasten. Wenn Du es genau wissen willst, stell einfach eine
Personenwaage unter das Hinterrad. Dann weißt Du warum passende Felgen
sinnvoll sind.

Bis denn, Georg.

Mathias

unread,
Aug 8, 1998, 3:00:00 AM8/8/98
to
Hermann Roettgen <ICE...@ACCESS.owl.de> wrote:

> Du trittst wirklich 44 x 11 in der Ebene bei 100 U/min ???
>
> Das sind fast 50 km/h !
>
> Willst du demnächst den Stundenweltrekord brechen ?

Es soll dem Vernehmen nach Gegenden geben, in denen gelegentlich ein
leichtes Gefälle vorzufinden ist oder entgegen der allgemeinen Erfahrung
der Wind auch mal nicht von vorn kommt. Zumindest zeitweise sind
Geschwindigkeiten deutlich oberhalb von 60km/h nichts ungewöhliches.

BTW: Warum eigentlich diese Spielzeugzahnräder, oder ist das 44er das
mittlere? Und warum tritts Du bei eienm Zwischenspurt nur mit 100 U/min?

Christian Schaller

unread,
Aug 8, 1998, 3:00:00 AM8/8/98
to
ich hab schon mal (MTB) 56x11 getreten!!

CS

Hermann Roettgen schrieb in Nachricht <6z9ks...@iceman.access.owl.de>...
>bac...@spam.co.at meinte am 31.07.98


>zum Thema "Re: Profillose Reifen fuer MTB":
>

>b>
>b> Zuerst unbedingt ueberpruefen, ob Du genug Gaenge "in Reserve" hast.
Mein
>b> 44er Blatt vorne war nach der Umruestung zu klein, sodass ich den
Vorteil
>b> durch den geringeren Rollwiderstand gar nicht ausnutzen konnte.
>b>
>

>Du trittst wirklich 44 x 11 in der Ebene bei 100 U/min ???
>
>Das sind fast 50 km/h !
>
>Willst du demnächst den Stundenweltrekord brechen ?
>
>
>

Wolfram Sauerteig

unread,
Aug 8, 1998, 3:00:00 AM8/8/98
to
Hallo Hermann,

HR>
HR> Du trittst wirklich 44 x 11 in der Ebene bei 100 U/min ???
HR>
HR> Das sind fast 50 km/h !
HR>
HR> Willst du demnaechst den Stundenweltrekord brechen ?
HR>
wie rechnest Du das? Ich komme bei genannten Verhaeltnissen auf 84,3 km/h
(559mm-Rad) bzw 93,7km/h (622mm-Rad).


tschoe wa
Wolfram

Sven Marcus

unread,
Aug 10, 1998, 3:00:00 AM8/10/98
to
Hermann Roettgen wrote:
[...]

> Wie groß ist denn der Geschwindkeitsvorteil in km/h und/oder Prozent ?

Klein

>
> Mit meinen Klötzchen komme ich auf 25 km/h auf der Straße bei 50 - 100 km
> Streckenlänge im aueroben Bereich. Bei Abfahrten ist bei ca. 60 km/h
> Schluß, da nützt dann auch die beste Aerohaltung nichts mehr :-(

[...]

Bei 25 km/h merkst du den Rollwiederstand evtl sogar noch, aber bei 60
km/h ist es halt die Aerodynamik, die bremst.

boe...@csd.de

unread,
Aug 10, 1998, 3:00:00 AM8/10/98
to
RainerMai wrote:
>
> boe...@csd.de meinte:

>
> >> Woher weiss man denn die maximale Tragfaehigkeit eines Reifens ?
> >> Mir sind bisher keine diesbezueglichen Angaben aufgefallen, also weder auf
> >> dem Reifen noch am "Beipackzettel", da steht nur der Luftdruck.
> >
> >Die Prospekte geben manchmal Aufschluß. Doch wie schon gesagt, diese
> >Angaben gelten nur für die richtigen Felgen. Das heißt z.B. bei 559x50
> >muß die Felge eine Maulweite von 21 mm haben (Die Außenbreite ist 5-6 mm
>
> Soll heißen, weder auf der Verpackung noch auf dem auf dem besonders
> empfindlichen Produkt selbst (es soll ja Reifen geben, die bei allen
> möglichen Felgenbreiten nicht vorzeitig mürbe werden, die meisten
> Hersteller betreffend) wird der Fachmensch[tm] oder Verbraucher[tm]
> darüber aufgeklärt, für welche Felgen dieses eingeschränkt geeignete
> Produkt überhaupt geeignet ist?

Richtig, genau das heißt es. Und wenn man es den Menschen sagt, wollen
sie's nicht glauben. Das Wissen wird von den Reifenherstellern
vorausgesetzt. Von den Felgenherstellern übrigens auch. Siehe doch mal
auf der Homepage von Mavic nach, aber bitte nur bei den 28" (622'er)
Felgen. Bei MTB Felgen sind die Hinweise ersatz- und sinnlos gestrichen
als ob ein 63 mm kleinerer Felgendurchmesser alles ändern würde.

Reifenhersteller entwickeln und produzieren für und testen auf Felgen,
die nach ETRTO zu dem jeweiligen Reifen passen. Übrigens, nicht nur die
Verbraucher, auch 90% der Fahrradhändler wissen das nicht.

Ich spreche auch nicht von einer porösen Seitenwand, sondern von einem
Flankenbruch. Das heißt, nicht das Elastomer wird spröde, sondern die
Fäden der Karkasse geben auf. Die Flanke bricht knapp oberhalb der
Felgenkannte durch. Das passiert durch Walkarbeit. Die nimmt mit
schmalerer Felge zu. Außerdem sind die MTB-Felgen erst in den letzten
Jahren immer schmaler geworden. Die ersten MTB's hatten noch ordentliche
Felgen. Ich denke da zum Beispiel an eine Rando M5. Doch die Wege der
Mode sind unergründlich und oft unsinnig.

Ich habe zuhause ein 26" Hollandtandem stehen. Das hat Stahlfelgen von
Schürmann in Überbreite und die billigsten Reifen halten ewig. Jetzt
könnte ich also jeden Billigreifen als Langlaufgepäcktourenreifen
empfehlen. Schließlich hält er sogar auf dem Tandem.

Folglich gilt: Jeglicher Hinweis, - der und der Reifen hält - ist völlig
sinnlos, wenn nicht genannt wird, auf welcher Felge (und bei welchem
Luftdruck) er hält. Ansonsten kann man höchstens über
Durchstichfestigkeit reden.

Außerdem finde ich es frappierend, daß fast alle Flankenbrüche von denen
ich höre, mit Reifen passieren, die auf nach ETRTO zu schmalen Felgen
montiert sind. Sicher gibt es auch Fahrer, bei denen halten auch auf den
falschen Felgen die Reifen. Doch sobald Gewicht auf schmale Felgen
gebracht wird, gibt es immer Flankenbruch - es sei denn, man fährt
rechtzeitig durch eine schöne große Scherbe und muß den Reifen vorher
wechseln. Es gab nur eine Ausnahme (Flankenbruch auf passender Felge) und
da war eine Felge mit einer sehr scharfer Kante im Spiel. Also auch
wieder die Felge - doch diesmal ein akzeptierter Grund. Daß Felgen und
Reifen zueinander passen müssen wie Schuh und Fuß, wird in das Reich der
Sagen verwiesen.

Wenn ihr Reifen betrachtet müßt ihr auch über die Felgen reden. Sonst ist
das, als ob ich mich beklage, daß der Hutrand vom Strohhut immer abreißt,
wenn ich versuche ihn aufzusetzen. Bei meiner Frau hält er ewig -
gleiches Modell, gleiche Größe, woran liegt das bloß? Ist doch klar: Sie
hat ihren in den 80'ern gekauft und die Hüte sind einfach schlechter
geworden!

Bis denn, Georg.

Andreas Weickenmeier

unread,
Aug 10, 1998, 3:00:00 AM8/10/98
to
boe...@csd.de wrote:
>
> Richtig, genau das heißt es. Und wenn man es den Menschen sagt, wollen
> sie's nicht glauben. Das Wissen wird von den Reifenherstellern
> vorausgesetzt. Von den Felgenherstellern übrigens auch. Siehe doch mal
> auf der Homepage von Mavic nach, aber bitte nur bei den 28" (622'er)
> Felgen. Bei MTB Felgen sind die Hinweise ersatz- und sinnlos gestrichen
> als ob ein 63 mm kleinerer Felgendurchmesser alles ändern würde.
>
> Reifenhersteller entwickeln und produzieren für und testen auf Felgen,
> die nach ETRTO zu dem jeweiligen Reifen passen. Übrigens, nicht nur die
> Verbraucher, auch 90% der Fahrradhändler wissen das nicht.

Interessanter Beitrag.

Gerade mal auf die Mavic-Seite geschaut. Trecking, Felge T217.
Empfohlene Reifenbreite 22-28/622.

Ich habe darauf montiert einen 32er Monte Carlo (vorn) und einen 37er
City-Marathon. Flanken reissen auf, obwohl die Maentel vielleicht 6
Monate alt sind und *bestimmt nicht* mit Unterdruck gefahren werden. Mit
Wissen meines FdVs.

Gruebelnd
Andreas

Wolfgang Lazen

unread,
Aug 10, 1998, 3:00:00 AM8/10/98
to
In <35CED6...@csd.de>schreibt Georg:

>Reifenhersteller entwickeln und produzieren f|r und testen auf Felgen,
>die nach ETRTO zu dem jeweiligen Reifen passen. \brigens, nicht nur die
>Verbraucher, auch 90% der Fahrradhdndler wissen das nicht.

Leider bin ich erst jetzt auf Deine sehr informative Webseite
http://www.uni-stuttgart.de/tandem/Technik/reifentips.html
(Kompliment !) gestossen:
Zu spaet - jetzt steh' ich da mit meinem Street Razor 26 x 1.9 auf der
Mavic 559 x 17.
Ich dachte, wenn ich den originalen Knobbie Quake 7.0 mit 26 x 2.0 durch einen
schmaeleren Slick ersetze, muesste eigentlich alles passen. Ich hab noch mal am
"Beipackzettel" von Vredestein nachgeschaut: Ueber Felgendimensionen
steht da gar nichts und als Luftdruck werden 3 Bar (bei max 4,5) empfohlen !
Jetzt bin ich ziemlich verunsichert, wenn ich daran denke, wie ich im jugendlichen
Ueberschwang mit Philipp hinten drauf mit 64 km/h bergab gesaust bin ...

Daher meine Fragen:
1) Kuendigt sich so ein Flankenbruch irgendwie an ? Ich meine, sieht man da
vorher was am Reifen oder spuert man das rechtzeitig beim Fahren?

2) Nach Deinen Ueberlegungen komm ich bei 80% des Gesamtgewichtes
von ca. 125 kg auf 100 kg am Hinterrad. Macht es Sinn, nur die hintere Felge
durch eine breitere zu ersetzen ? (Ist ja auch eine Kostenfrage.)

Leicht geknickt

Wolfgang aus Wien

boe...@csd.de

unread,
Aug 10, 1998, 3:00:00 AM8/10/98
to

Fröhlichen Tag, Andreas!

Der Flankenbruch durch Walkarbeit wegen falscher Felgen zeigt sich knapp
oberhalb der Felgenkante. Ein 32'er und ein 37'er Reifen sollte auf eine
Felge 622x17 noch ohne Flankenbruch laufen. Nach ETRTO ist 37 mm die
Obergrenze für 622x17'er Felgen.

Allerdings ist die Mavic 217 die einzige Ausnahmefelge von der Regel!
Durch die Bearbeitung der Bremsflanken können Grate entstehen, die die
Reifen killen. Hier sollte Schmiergelpapier helfen. Schon ein kleiner
Grat genügt, um beim Einfedern des Reifens bei einer Wurzel etc. die
Flanke anzukabbern. Auf die Dauer geht's dann durch.

Bis denn, Georg.

boe...@csd.de

unread,
Aug 10, 1998, 3:00:00 AM8/10/98
to
Wolfgang Lazen wrote:
>
> In <35CED6...@csd.de>schreibt Georg:
>
> >Reifenhersteller entwickeln und produzieren f|r und testen auf Felgen,
> >die nach ETRTO zu dem jeweiligen Reifen passen. \brigens, nicht nur die

> >Verbraucher, auch 90% der Fahrradhdndler wissen das nicht.
>
> Leider bin ich erst jetzt auf Deine sehr informative Webseite
> http://www.uni-stuttgart.de/tandem/Technik/reifentips.html
> (Kompliment !) gestossen:
> Zu spaet - jetzt steh' ich da mit meinem Street Razor 26 x 1.9 auf der
> Mavic 559 x 17.
> Ich dachte, wenn ich den originalen Knobbie Quake 7.0 mit 26 x 2.0 durch einen
> schmaeleren Slick ersetze, muesste eigentlich alles passen. Ich hab noch mal am
> "Beipackzettel" von Vredestein nachgeschaut: Ueber Felgendimensionen
> steht da gar nichts und als Luftdruck werden 3 Bar (bei max 4,5) empfohlen !
> Jetzt bin ich ziemlich verunsichert, wenn ich daran denke, wie ich im jugendlichen
> Ueberschwang mit Philipp hinten drauf mit 64 km/h bergab gesaust bin ...
>
> Daher meine Fragen:
> 1) Kuendigt sich so ein Flankenbruch irgendwie an ? Ich meine, sieht man da
> vorher was am Reifen oder spuert man das rechtzeitig beim Fahren?
>
> 2) Nach Deinen Ueberlegungen komm ich bei 80% des Gesamtgewichtes
> von ca. 125 kg auf 100 kg am Hinterrad. Macht es Sinn, nur die hintere Felge
> durch eine breitere zu ersetzen ? (Ist ja auch eine Kostenfrage.)
>
> Leicht geknickt
>
> Wolfgang aus Wien

Fröhlichen Tag, Wolfgang!

Es gibt zwei Möglichkeiten:

Erstens ein schmalerer Reifen!
Zweitens eine breitere Felge!

Uns ist ein Vredestein bei Tempo 50 geplatzt. Ohne Vorwarnung, nach nur
grob 600 km. Ein preiswerter Ersatzreifen unterwegs hat keine 200 km
erlebt. Der hat eine Beule gebildet, die wir zufällig (trotz
Kopfsteinpflaster) bemerkt haben. Aus Erfahrung kann ich jedoch sagen: Je
besser der Reifen, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit, daß es eine
Beule gibt, bevor der Reifen platzt. Doch wer gibt eine Garantie?

Eine gute Felge kostet nicht mehr als ein guter Reifen.
Mit einer passenden Felge hält der Reifen viel länger.
Das ist auf die Dauer billiger!

Mit 100 kg auf dem Hinterrad (mehr sind es auf dem Tandem auch nicht)
würde ich auf gar keinen Fall mit der falschen Felge weiterfahren. Schon
gar nicht, wenn ich die Verantwortung für jemand anderes mitübernehme.

Ich bin kein Sicherheitsfanatiker, eher das Gegenteil. Aber es gibt
Risiken, die sind einfach sinnlos. Außerdem hasse ich Pannen. Die halten
viel mehr auf, als eine 100 Gramm schwerere Felge und kommen immer zur
unpassensten Gelegenheit.

Wenn Dein Fahrradhändler die passende Felge nicht beschaffen kann
oder will, wird er Dir den größten Kohl erzählen, daß das alles Unfug
ist. Einer hat mir sogar eine schmalere Felge empfohlen... Geh' zum
nächsten. Gerade in 26" ist es sehr schwer die passende Felge zu
bekommen. Ansonsten weiß ich in Darmstadt eine Quelle für die gute Mavic
Rando M5 559x25 - tut mir Leid, daß es so weit ist, aber ich wohne nicht
in Wien.

Nur die Hinterradfelge zu ersetzen macht zunächstmal Sinn. Dort ist die
größte Last und dort passieren die meisten Flankenbrüche. Andererseits,
für DM 120-150 kriegst Du schon zwei Felgen - und Einspeichen ist nicht
so schwer - und in der Mittagspause habe ich am MTB eines Kollegen einen
Bruch der äußeren Fadenschicht am Vorderrad gesehen - rate mal auf
welcher Felgengröße*.

Wenn Du z.B. den Fernseher abmeldest hast Du das Geld schnell gespart und
mehr Zeit um mit Philipp Rad zu fahren.

Bis denn, Georg.

*Als ich es ihm sagte meinte er: Wenn ich über 70 km/h fahre halten die
Fliehkräfte den Reifen in Form. Wenn es soweit ist, bin ich gespannt, wie
lange er das durchhält.

Marcel Wilks

unread,
Aug 10, 1998, 3:00:00 AM8/10/98
to
<boe...@csd.de> schrieb:

> Wenn die Felge für den Reifen zu schmal ist (siehe ETRTO), gibt es

Was ist denn unter ETRTO zu verstehen?

Bye,
Marcel
--
PGP-Schluessel auf Anfrage.

Wolfgang Dinter

unread,
Aug 10, 1998, 3:00:00 AM8/10/98
to
Hallo Steffen,

SH>von conti bin ich abgekommen! alle (!) reifen von denen sind geplatzt!
SH>und
SH>zwar hat sich der drahrring von der karkasse getrennt ( nein! die
SH>bremsen sind richtig eingestellt) auch von anderen hab ich erfahren, das
SH>es ihnen ähnlich ergangen ist. conti hatte (?) wohl probleme mit der uv
SH>stabilität (?)
SH>das profil sah jedesmal noch fast wie neu aus, also nicht wesentlich
SH>abgefahren. die reifen waren immer mit maximalem druck aufgepumpt

Also,ich bin SEHR zufrieden speziell mit DIESEN Reifen.

>Was kannst Du denn an schmalen,profillosen Reifen empfehlen?


SH>moment ... schau mal nach ...

SH>... schwalbe citymarathon
SH>ist zwar kein "MTB" reifen sondern n standart 26" reifen - dafür kostet
SH>der aber auch nur unter 30 dm und läßt sich mit 6 bar aufpumpen.
SH>wenn die mal runter sind werde ich wohl auf rennradreifen (triatlon)
SH>26" umsteigen

Nicht schlecht,aber da ich auch mal Waldwege und schlechte Radwege fahre,
kommt bei mir wiederum nur ein "Misch"-Reifen in frage.

Gruss Wolfgang

Patrick Schelauske

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to

44x11 ist genau 4:1
aus 100 U/min an der Kurbel werden so 400 U/min am Hinterrad

Radumfang: 2m (+- 0,18 m bei all meinen 26'' und 28'' Raedern)

macht 800 m/min

800m/min x 60 min/h = 48000 m/h = 48 km/h

Eine Plausibilitaestpruefung mit den an deinem Rad vorhandenen
Komponenten und deinen Geschwindigkeiten haette den Fehler vorher
schon aufgedeckt (oder schafst du 90km/h mit einem MTB? ) .

Der Trick mit der Plausibilaetskontrolle ist es, der Physiker und
Ingenieur den Mathematikern/Computern in der realen Welt so ueberlegen
macht :)


Patrick "der sich auch schon mal verrechnet" Schelauske

Andreas Weickenmeier

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
Wolfram Sauerteig wrote:
>
> Hallo Hermann,
>
> HR>
> HR> Du trittst wirklich 44 x 11 in der Ebene bei 100 U/min ???
> HR>
> HR> Das sind fast 50 km/h !
> HR>
> HR> Willst du demnaechst den Stundenweltrekord brechen ?
> HR>
> wie rechnest Du das? Ich komme bei genannten Verhaeltnissen auf 84,3 km/h
> (559mm-Rad) bzw 93,7km/h (622mm-Rad).

Warum hast Du uns Deinen Rechenweg nicht verraten?

Also denn:
622mm Laufrad, 32er Reifen. Abrollumfang = pi*(622+2*32)mm= 2.16m

Er tritt 100/min bei einer Uebersetzung von 44/11.

Der pro Minute zurueckgelegte Weg ist also
100*2.16*44/11 Meter/Minute = 864 m/min = 52 km/h

Alles klar?

Andreas

Georg Böger

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
Wolfgang Lazen wrote:
>
> In <35CED6...@csd.de>schreibt Georg:Fröhlichen Tag, Wolfgang.

> "Beipackzettel" von Vredestein nachgeschaut: Ueber Felgendimensionen
> steht da gar nichts und als Luftdruck werden 3 Bar (bei max 4,5) empfohlen !

Nochmal zu dem empfohlenen Luftdruck. Die Empfehlung bezieht sich auf
einen "normalgewichtigen" Menschen ohne Gepäck bei einer Lastverteilung
von 40% zu 60% oder so. Das dürfte auch noch von Reifenhersteller zu
Reifenhersteller differieren. Sie soll einen "optimalen" Kompromiß
zwischen Federung, Rollreibung und Laufleistung gewährleisten. Die Angabe
ist also völlig irreführend.

Was Fakt ist, ist daß ein Reifen mit dem halben Luftdruck nur die halbe
Last verkraftet. Also ein Reifen mit 2/3 des Luftdrucks verträgt auch nur
ein drittel der Last.

Bei Reifen gibt es viel Unfug und Verschleierung... und bei Felgen ist es
noch schlimmer. Bei Blechbüchsen wird immer sehr auf Insassensicherheit
geachtet. Von daher kann man sie in diesem Fall mal folgenden Vergleich
anstellen: Falls Du ein Auto hast kannst Du ja mal versuchen auf
"schmale" Felgen Breitreifen aufziehen zu lassen und dann zum TÜV zu
fahren, falls es Dein Reifenhändler überhaupt montiert.

Bis denn, Georg.

Sven Marcus

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
boe...@csd.de wrote:
>
> Andreas Weickenmeier wrote:
> >
> > boe...@csd.de wrote:
[...]

> > > Reifenhersteller entwickeln und produzieren für und testen auf Felgen,
> > > die nach ETRTO zu dem jeweiligen Reifen passen. Übrigens, nicht nur die
> > > Verbraucher, auch 90% der Fahrradhändler wissen das nicht.
> >
> > Interessanter Beitrag.
> >
> > Gerade mal auf die Mavic-Seite geschaut. Trecking, Felge T217.
> > Empfohlene Reifenbreite 22-28/622.
[...]

Das habe ich auch gerade mal gemacht. Die Erstausstattung meines Rades
waren billige Kastenfelgen mit 40mm breiten Reifen. Allerdings ist die
Felge auch schoen breit, gemessen habe ich zwar nicht, aber das
koennte wohl passen.
Als ich den Hoehenschlag aus meinem Hinterrad nicht mehr
herausgekriegt habe, bin ich zu P@t@r B*rn (grosser Haendler in
Paderborn, zu dem ich aber schon aus anderen Gruenden normalerweise
nicht mehr gehe), ich brauche eine neue Felge fuer mein TREKKINGrad.
Man verkaufte mir eine Mavic MA40 (RENNradfelge, wie ich inzwischen
weiss), die mir schon sehr schmal vorkam.
Nachfrage meinerseits: "Aehm, ich habe ein Trekkingrad mit breiten
Reifen Groesse 700x38C" (ETRTO 40-622 kannte ich zwar schon, wusste
aber noch nicht, dass das das Mass der Masse ist)
Antwort: "Das passt schon" (Auf die Mavic Seite habe ich auch gerade
geschaut, empfohlene Reifenbreite 19-25 mm !)
Es passte zwar auch drauf, bei einem Platten aber kaum mehr runter.
Interessanterwiese hielt der Reifntrotzdem so lange, dass ich die
Laufflaeche abgefahren habe, aber halt nie mit besonders viel Gepaeck.
Jetzt habe ich einen 37er Reifen drauf, also immer noch zu breit. Auch
der haelt noch, aber was kommt bei meiner naechsten Fahrt mit Gepaeck?

Kann ich die Felge jetzt noch reklamieren deswegen? Wohl eher nicht,
aber verarscht kome ich mir trotzdem mal wieder vor...


Gruss,

Dieter Schulz

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
Andreas Weickenmeier wrote:
>
> Wolfram Sauerteig wrote:
> >
> > Hallo Hermann,
> > [..] (Berechnung Geschwindigkeit aus Trittfrequenz)

> Warum hast Du uns Deinen Rechenweg nicht verraten?
>
> Also denn:
> 622mm Laufrad, 32er Reifen. Abrollumfang = pi*(622+2*32)mm= 2.16m

^^ ^^
Interessant. Sind die beiden "32" identisch oder Zufall? Bisher war ich
der Meinung, dass 622-32 die Bezeichnung eines (ca.) 32 mm _breiten_
(nicht: hohen) Reifen ist.
Abgesehen davon: mein 622-42 _hat_ 2,16m Umfang, der 622-35 am Rad
meiner Frau 2,15m. Damit stimmt die obige Rechnung doch.

Dieter

Andreas Weickenmeier

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
Dieter Schulz wrote:

>
> Andreas Weickenmeier wrote:
> >
> > Also denn:
> > 622mm Laufrad, 32er Reifen. Abrollumfang = pi*(622+2*32)mm= 2.16m
> ^^ ^^
> Interessant. Sind die beiden "32" identisch oder Zufall? Bisher war ich
> der Meinung, dass 622-32 die Bezeichnung eines (ca.) 32 mm _breiten_
> (nicht: hohen) Reifen ist.

Der Ball ist rund, der Reifen auch. In guter Naeherung ist Breite =
Hoehe.

Selbst wenn Du um 5 mm falsch liegst, schaetzt Du Deine Geschwindigkeit
und auch die zurueckgelegte Wegstrecke gerade mal um 1.5 Prozent falsch
ein.

Nur der Vollstaendigkeit halber moechte ich an die Senf- oder
Ketchup-Methode erinnern. Dabei wird auch die Verringerung des
effektiven Abrollumfanges durch das Einsinken des Reifens bei Belastung
beruecksichtigt. Zudem macht es Spass, und man lernt die Nachbarn
kennen.

Gruss
Andreas

Patrick Schelauske

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
In article <35D01B...@mch5.sni.de>, Dieter Schulz <dieter...@mch5.sni.de> writes:
>Andreas Weickenmeier wrote:
>> Also denn:
>> 622mm Laufrad, 32er Reifen. Abrollumfang = pi*(622+2*32)mm= 2.16m
> ^^ ^^
>Interessant. Sind die beiden "32" identisch oder Zufall? Bisher war ich
>der Meinung, dass 622-32 die Bezeichnung eines (ca.) 32 mm _breiten_
>(nicht: hohen) Reifen ist.

Ein Fahradreifen ist (naeherungsweise) genauso hoch wie breit.

Das liegt an der Physik und daran, das Fahrradreifen "Diagonalreifen"
sind; im Gengensatz zu Radialreifen wie sie beim Auto Verwendung finden.

Bei Radialreifen sind Breite und Hoehe unabhaengig voneinander.

Dank an die Physik, sonst haette das Rennrad/MTB-Marketing uns auch
beim Fahrrad schon Niederquerschnittsreifen beschert.


Patrick Schelauske

Georg Böger

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
Fröhlichen Tag, Sven Marcus!

Sven Marcus wrote:
> Das habe ich auch gerade mal gemacht. Die Erstausstattung meines Rades
> waren billige Kastenfelgen mit 40mm breiten Reifen. Allerdings ist die
> Felge auch schoen breit, gemessen habe ich zwar nicht, aber das
> koennte wohl passen.

Je billiger das Rad, desto eher sind die Felgen von der richtigen Breite.
Dort nimmt man halt das billigste Material und das ist in der Regel nicht
die Mode von heute. Fahrräder sind eben ein Modeartikel.


> Es passte zwar auch drauf, bei einem Platten aber kaum mehr runter.

Das ist aber nicht ein Problem der Maulweite, sondern wie tief das
Felgenbett ausgeformt ist. Alesa macht schön tiefe Felgenbetten, da kann
man den Mantelheber getrost zuhause lassen. Mavic hat eher ein flaches
Felgenbett. Das gibt mehr Stabilität, aber der Mantel läßt sich
schlechter montieren.

> Interessanterwiese hielt der Reifntrotzdem so lange, dass ich die
> Laufflaeche abgefahren habe, aber halt nie mit besonders viel Gepaeck.
> Jetzt habe ich einen 37er Reifen drauf, also immer noch zu breit. Auch
> der haelt noch, aber was kommt bei meiner naechsten Fahrt mit Gepaeck?

Tja, manchmal hält's. Deswegen nimmt es auch fast keiner ernst (das war
ein Montagsreifen, hatten Sie auch immer den richtigen Luftdruck, sind
Sie vielleicht mal über einen Bordstein gehoppelt ... oder vielleicht ein
Schlagloch übersehen, oder stand das Fahrrad zu lange in der Sonne ...
wohl eher der Händler!)

Übrigens, wie dick ist Dein Reifen wirklich? Die Reifenhersteller sind
nämlich auch nicht dumm. Sie passen sich der Mode an und schreiben
manchmal falsche Größen auf den Reifen. Dann paßt es wieder. Doch wer
garantiert's? Ein Schwalbe Marathon x47 hielt 9000 km auf einer
Tandemfelge x17. Des Rätsels Lösung: in Wirklichkeit ist der Reifen ein
x37! Jetzt ist es Dein Problem, herauszufinden, welcher Reifenhersteller
bei welchem Reifen wieviel schummelt, wenn Du den passenden Reifen zur
Felge suchst. Die Marathon XR halten sich z.B. besser an die Größenangabe
auf dem Reifen.

>
> Kann ich die Felge jetzt noch reklamieren deswegen? Wohl eher nicht,
> aber verarscht kome ich mir trotzdem mal wieder vor...

Hier zu dem Thema die Meinung des Entwicklungsleiters von Conti:

"Da viele der Tandemräder von Fachhändlern individuell zusammengestellt
werden, gilt dieser Fachhändler vor dem Gesetz als Produzent dieses
Rades.
Wenn ein Produzent die Vorgaben der für seinen Artikel geltenden
technischen Anforderungen nicht einhält, ist er für eventuelle Schäden
haftbar zu machen (europäisches Produkthaftungsgesetz in der gültigen
Fassung). Die Beweispflicht liegt inzwischen nicht mehr beim Kunden
sondern beim Produzenten. Hierbei ist es unerheblich, ob der Hersteller
das wußte oder nicht (Unwissenheit schützt nicht vor Strafe)."

Da bei einem Tandem das Hinterrad auch nicht mit viel mehr als 100 kg
belastet wird, gilt gleiches für Reiseräder oder Räder mit Kindersitzen.
Beim Tandem wird hauptsächlich das Vorderrad stärker belastet. Es trägt
40-45% der Last. Ich hatte halt wegen Reifenproblemen am Tandem
angefangen zu forschen. Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt haben wir
keine Probleme mehr.

Bis denn, Georg.

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
On Sat, 8 Aug 1998, Christian Schaller wrote:

> ich hab schon mal (MTB) 56x11 getreten!!

Boah, Ey!

Sven Marcus

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
Georg Böger wrote:
>
> Fröhlichen Tag, Sven Marcus!

Danke, auch ich wuensche allen Lesern viel Freude an diesem schoenen
Sommertag!

>
> Sven Marcus wrote:
[...]


> "Da viele der Tandemräder von Fachhändlern individuell zusammengestellt
> werden, gilt dieser Fachhändler vor dem Gesetz als Produzent dieses
> Rades.

Nur habe ich ja kein komplettes Fahrrad gekauft, ja noch nicht mal ein
Laufrad mit Reifen, sondern nur ein Laufrad (das aus neuer Felge,
neuen Speichen und meiner alten Nabe bestand). Den Reifen habe ich
dann ja selber draufgezogen, somit duerfte ich rechtlich auch selber
Produzent sein. Ausserdem ist das ganze schon reiclich lange her, ich
weiss nicht mal, ob ich noch die Quittung habe.

> Wenn ein Produzent die Vorgaben der für seinen Artikel geltenden
> technischen Anforderungen nicht einhält, ist er für eventuelle Schäden
> haftbar zu machen (europäisches Produkthaftungsgesetz in der gültigen
> Fassung). Die Beweispflicht liegt inzwischen nicht mehr beim Kunden
> sondern beim Produzenten. Hierbei ist es unerheblich, ob der Hersteller
> das wußte oder nicht (Unwissenheit schützt nicht vor Strafe)."

Ich werde mich wohl mal auf die Suche nach einem besser passenden
Mantel machen.

Wolfgang Lazen

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
In <35D026...@csd.de> schreibt Georg:

>Bei Reifen gibt es viel Unfug und Verschleierung... und bei Felgen ist es
>noch schlimmer.

Hallo Georg!
Fassen wir einmal zusammen:
- Reifenhersteller wissen, welche Felgen passen wuerde, sie sagen's aber nicht,
die Luftdruckempfehlung ist eine Hausnummer;
- Felgenhersteller wissen, welche Reifen passen wuerden, sie sagen's aber nicht
(zumindest bei MTB Felgen);
- Fahrradhaendler haben einen Katalog, in dem alles drinsteht, kennen sich aber
zu 90% nicht aus und wollen dir irgendwas verkaufen;
- Fahrradhersteller kombinieren irgendwelche Reifen mit irgendwelchen Felgen
so dass es schick aussieht;

-> Ich sitze auf einer tickenden Zeitbombe namens Hinterrad,
die jederzeit platzen kann.

Das darf doch nicht wahr sein!

Ich weiss noch nicht wie ich aus dem Dilemma rauskomm, aber vorerst
vielen Dank fuer Deine Tips. Wahrscheinlich ist es wirklich am besten, selber
die Felge zu tauschen, dazu brauch ich aber neben der Felge noch einen
Zentrierstaender, das Buch von Jobst und eine Menge Zeit.

Gruesse aus Wien

Wolfgang

Georg Böger

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
Fröhlichen Tag, Wolfgang!

Deine Zusammenfassung ist gut.

Die Zahl von 90% Ahnungslosen halte ich eigentlich eher für untertrieben.
Der Anteil der "Ignoranten" ist jedoch auch sehr groß. Nach dem Motto,
daß nicht sein darf, was nicht sein soll. Fahrradhändler haben genauso
wie Du Beschaffungsprobleme und dann helfen Scheuklappen recht gut. Das
ist durchaus menschlich und nicht böswillig.

Schwalbe hat auf einer Vertreterschulung im letzten Jahr seine Leute
angewiesen, auf den Sachverhalt hinzuweisen. Großes Lob!!!

Einen Zentrierständer kannst Du Dir sparen. Die Bremsklötze eignen sich
gut zum Zentrieren. Stell das Fahrrad einfach auf den Kopf und lege los.
Wie's geht? Es gibt genügend Anleitungen, möglicherweise auch in der
Leihbücherei.

Oder, wie schon gesagt, schmalere Reifen beheben das Problem auch.

Bis denn, Georg.

Jobst Brandt

unread,
Aug 11, 1998, 3:00:00 AM8/11/98
to
M Lauter schreibt:

>> da ich in letzter Zeit mit meinem MTB häufig längere
>> Straßentouren unternehme, spiele ich mit dem Gedanken, meine
>> Geländereifen durch profillose Straßenreifen zu ersetzen.
>> Haben diese Reifen einen spürbar geringeren Rollwiderstand? Wie
>> groß sind die Rollwiderstands-Werte? Irgendwelche anderen
>> Erfahrungen oder Tips?

Rollwiderstand entsteht beinahe voellig aus Walkarbeit in den
elastischen Bestandteilen des Reifens und nicht durch Reibung zwischen
Profilgummi und Strasse, wie so oft angedeutet wird. Diese Walkarbeit
wird erhoeht durch Leerraueme im Profil, in die sich das Profilgummi
ausbreitet unter belastung. Diese Verformung wird durch glattem
Profil (slicks) voellig beseitigt da Gummi nicht kopressibel ist.

Wer sich fuer Rollwiderstandswerte interessiert kann die anligende
Tabelle bearbeiten und in einem Schaubild auftragen. Alle Reifen in
diesem Test wurden auf einer glatten Stahlwalze unter gleicher
Belastung und den gleichen Luftdruckstufen getestet.

Was man hier sieht, ist dass gute Reifen ein niederen Rollwiderstand
aufweisen der sich wneiger verbessert mit steigendem Druck als bei
Reifen mit hoeherem Rollwiderstand und das sollte auch verstaendlich
sein da Rennreifen duennere Maentel mit feinem Gewebe und wenig
Profilgummi haben. Allerdings, die Schlauchreifen schneiden
schlechter ab als ihre verwandten Drahtreifen weil sie in ihrem
Felgenkleber ersichtlich grosse Verluste einbussen. Der Form ihrer
Kennlinie ist also flacher als ihre absoluten Lage unter den anderen
sein sollte. Diese Tastsache deutet auf eine konstante Verschiebung
nach oben durch den Kleberverlust.

Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>
-----------------------------------------------------------------------
Tires, AVOCET and SPECIALIZED, 18 Apr 86
Rolling resistance (g) vs. inflation pressure (kg/cm2) @ 50 kg load
Tire ID Size Sample Nominal wt Measured wt Width +-0.2 TPI
------- ---- ------ ---------- ----------- ----------- ---
Col 1 - Air Pressure (kg/cm2)
Col 2 - S Turbo/LR 700x25C (A) 205 234 21.4 116
Col 3 - S Turbo/LR 700x25C (B)
Col 4 - S Turbo/LS 700x25C (A) 205 243 21.4 106
Col 5 - S Turbo/LS 700x25C (B)
Col 6 - A Criterium/20 700x25C (A) 225 236 23.1 66
Col 7 - A Criterium/20 700x25C (B)
Col 8 - A Timetrial/20 700x20C (A) 215 214 21.0 116
Col 9 - A Timetrial/20 700x20C (B)
Col 10 - S Turbo/LR 700x28C (A) 225 291 24.9 66
Col 11 - S Turbo/LR 700x28C (B)
Col 12 - S Turbo/LS 700X28C (A) 225 299 24.9 66
Col 13 - S Turbo/LS 700X28C (B)
Col 14 - A Road/20 700x28C (A) 265 272 25.2 66
Col 15 - A Road/20 700x28C (B)
Col 16 - S Turbo/R 700x25C (A) 180 188 21.0 116
Col 17 - S Turbo/R 700x25C (B)
Col 18 - S Turbo/S 700x25C (A) 180 193 21.0 116
Col 19 - S Turbo/S 700x25C (B)
Col 20 - A Criterium/30 700x25C (A) 190 182 22.6 66
Col 21 - A Criterium/30 700x25C (B)
Col 22 - A Timetrial/30 700x20C (A) 165 168 20.2 106
Col 23 - A Timetrial/30 700x20C (B)
Col 24 - S Turbo/R 700x28C (A) 220 248 24.8 66
Col 25 - S Turbo/R 700x28C (B)
Col 26 - S Turbo/S 700x28C (A) 220 253 24.8 66
Col 27 - S Turbo/S 700x28C (B)
Col 28 - A Road/30 700x28C (A) 230 241 25.0 66
Col 29 - A Road/30 700x28C (B)

c1 c2 c3 c4 c5 c6 c7 c8 c9 c10 c11 c12 c13 c14 c15 c16 c17 c18 c19 c20 c21 c22 c23 c24 c25 c26 c27 c28 c29
3.5 356 365 395 369 367 392 348 347 430 443 423 432 423 406 355 364 382 386 378 387 361 369 419 432 427 442 394 403
4.0 322 329 360 343 337 361 319 316 393 401 391 393 386 376 325 333 352 356 350 357 325 331 390 390 395 401 360 363
4.5 298 302 330 319 316 336 296 290 366 373 362 368 354 347 297 309 326 332 322 329 301 302 364 362 369 375 334 331
5.0 279 282 311 298 294 314 280 271 341 348 335 345 335 320 275 289 311 311 302 307 282 284 340 339 342 351 311 310
5.5 265 268 293 287 279 297 265 255 324 329 319 327 319 305 262 276 295 296 284 295 268 267 320 322 325 333 290 289
6.0 255 253 282 274 267 282 249 242 310 312 306 310 303 293 248 260 283 285 269 281 253 252 305 304 311 318 275 273
6.5 244 242 274 264 254 269 239 230 297 294 292 297 290 283 237 253 275 277 257 270 244 242 292 291 298 309 266 262
7.0 238 232 263 255 247 256 229 221 287 284 282 288 280 273 231 245 267 270 247 261 235 232 281 283 286 299 254 249
7.5 231 226 255 250 238 247 222 213 272 277 272 279 272 264 222 236 260 260 238 249 228 224 272 272 274 289 248 242
8.0 222 219 248 244 233 239 215 205 265 267 266 272 264 258 216 230 253 253 231 241 223 217 263 264 273 281 243 235
8.5 216 212 244 237 226 231 209 201 259 259 259 266 257 252 208 223 245 246 223 233 216 209 256 257 0 274 235 229
9.0 213 211 241 236 223 224 204 195 255 256 259 259 254 245 204 219 245 245 222 231 212 208 252 256 0 273 233 226

Georg Böger

unread,
Aug 12, 1998, 3:00:00 AM8/12/98
to

Die ETRTO ist die Abkürzung für:

European Tire and Rim Technical Organisation

Es ist also ein Verband, der Versucht Reifen und Felgenhersteller an
einen Tisch zu bekommen, damit die Produkte zusammen passen.

Eine folge der Arbeit der ETRTO ist zum Beispiel eine Vereinheitlichung
der Reifen und Felgengrößenbezeichnungen. Die Größenbezeichnung wurde
inzwischen in einer internationalen ISO festgeschrieben, so daß man auch
in den USA danach kaufen kann.

559x17 bedeutet überall auf der Welt das gleiche. Das war früher mit 28"
z.B. nicht so.

Außerdem gibt es von der ETRTO eine Kombinationstabelle. Dort ist
festgelegt, welche Felgen und Reifenbreiten miteinander kombiniert werden
können, ohne daß es kracht. Alles was darüber hinausgeht ist nicht
getestet. Wer es montiert, tut es auf eigene Verantwortung.

Ein Verbraucher, der zum Händler geht und nach einem Reifen für ein
bestimmtes Fahrrad oder auch nach einer Felge für ein bestimmtes Fahrrad
fragt, sollte sich jedoch auf die Kenntnisse des Händlers verlassen
können (Kann er aber de facto nicht). Sprich, der Händler müßte
eigentlich haften, wenn was passiert.

Ich denke, die meisten wissen das nicht, oder haben Scheuklappen. Sonst
könnte kein Händler mehr gut schlafen, der MTB's verkauft. Es kann
halten, muß aber nicht. Besonders wenn der Reifen an der Grenze seiner
Belastung gefahren wird oder wenn der Luftdruck zu gering ist, wird es
kritisch. Lieber ein halbes bar zuviel, als ein halbes bar zu wenig. Doch
2-3 bar zuviel können jedoch auf Dauer die Karkassenfäden kaputt machen
oder die Felge sprengen.

Bis denn, Georg.

Jobst Brandt

unread,
Aug 12, 1998, 3:00:00 AM8/12/98
to
Datei mit Schlauchreifen (Col 9, Col 10):

700x25C, 700x28C Tires and Vittoria and Clement Tubulars
Rolling resistance (g) vs. pressure (kg/cm2) @ 50 kg load
Col 1 - Inflation pressure (kg/cm2)
Col 2 - S Touring 25C
Col 3 - S Touring II 25C
Col 4 - S Ultra L 25C
Col 5 - S Turbo 25
Col 6 - M HiLite Comp 20C
Col 7 - Avocet 20 25C
Col 8 - Avocet 30 25C
Col 9 - Vittoria CX
Col 10 - Clement Seta 250
Col 11 - S Touring 28C
Col 12 - S Touring II 28C
Col 13 - S turbo 28C
Col 14 - M HiLite 23C
Col 15 - Avocet 20 28C
Col 16 - Avocet 30 28C


c1 c2 c3 c4 c5 c6 c7 c8 c9 c10 c11 c12 c13 c14 c15 c16

3.5 576 531 480 444 493 421 417 423 408 531 521 508 434 390 384
4.0 522 483 437 408 440 390 377 398 385 484 472 453 389 360 356
4.5 483 441 399 378 399 365 343 380 366 451 433 415 358 340 331
5.0 452 408 373 353 374 345 326 362 351 423 403 388 339 322 311
5.5 427 379 351 334 350 327 309 348 339 403 381 369 320 307 296
6.0 402 359 334 316 330 312 293 336 330 384 362 351 302 295 283
6.5 379 340 320 301 311 299 281 327 321 370 347 334 287 284 270
7.0 362 324 309 287 296 285 270 321 314 357 333 322 277 274 260
7.5 348 313 297 277 281 274 260 317 307 344 321 311 267 267 250
8.0 335 301 286 267 270 267 254 311 302 335 312 302 260 259 243
8.5 323 294 280 261 259 260 248 306 294 329 305 295 254 252 238
9.0 312 285 273 255 256 256 242 305 289 323 300 290 249 248 234

Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>

Wolfram Sauerteig

unread,
Aug 12, 1998, 3:00:00 AM8/12/98
to
Hallo Patrick,

PS>
PS> Eine Plausibilitaestpruefung mit den an deinem Rad vorhandenen
PS> Komponenten und deinen Geschwindigkeiten haette den Fehler vorher
PS> schon aufgedeckt (oder schafst du 90km/h mit einem MTB? ) .
PS>
PS> Der Trick mit der Plausibilaetskontrolle ist es, der Physiker und
PS> Ingenieur den Mathematikern/Computern in der realen Welt so ueberlegen
PS> macht :)
PS>
ha, ich Depp!
habe ich doch glatt bei der Rechnung nicht beruecksichtigt, dass es sich bei
559mm um den DURCHMESSER und nicht den RADIUS handelt.

Ohweh, die elenden Fluechtigkeitsfehler....

DANKE!!!!


tschoe wa
Wolfram

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Aug 13, 1998, 3:00:00 AM8/13/98
to
On Tue, 11 Aug 1998, Dieter Schulz wrote:

> Andreas Weickenmeier wrote:

> > 622mm Laufrad, 32er Reifen. Abrollumfang = pi*(622+2*32)mm= 2.16m
> ^^ ^^
> Interessant. Sind die beiden "32" identisch oder Zufall? Bisher war ich
> der Meinung, dass 622-32 die Bezeichnung eines (ca.) 32 mm _breiten_
> (nicht: hohen) Reifen ist.

Ich hab ein deja-vu...

Hatten wir doch vor kaum einem Monat erst. Fahrradreifen sind in guter
Naeherung rund. Ja, auch im Querschnitt.

> Abgesehen davon: mein 622-42 _hat_ 2,16m Umfang, der 622-35 am Rad
> meiner Frau 2,15m. Damit stimmt die obige Rechnung doch.

Rainer "so'n Zufall" Rauschenberg

Georg Böger

unread,
Aug 17, 1998, 3:00:00 AM8/17/98
to
> Hallo Steffen,
>
> SH>von conti bin ich abgekommen! alle (!) reifen von denen sind geplatzt!

Wolfgang Dinter wrote:
> Also,ich bin SEHR zufrieden speziell mit DIESEN Reifen.

Fröhlichen Tag, Wolfgang!

Wenn Du nicht schreibst, auf welcher Felge der Reifen bei Dir gehalten
hat, ist Dein Hinweis VÖLLIG SINNLOS!

Mir drücken die Schuhe von Antje immer so, sie läuft prima drin, dabei
laufen wir über die gleichen Wege...

Ach meinen Füße sind anders! Na kein Wunder, ich hätte nicht gedacht, daß
ich Schuhe passend zu den Füßen kaufen muß.

Komisch, oder? Aber wahr.

Bis denn, Georg.

Peter Kage

unread,
Aug 21, 1998, 3:00:00 AM8/21/98
to
mlau...@my-dejanews.com wrote:

>(...) spiele ich mit dem Gedanken, meine Geländereifen durch profillose


>Straßenreifen zu ersetzen. Haben diese Reifen einen spürbar geringeren
>Rollwiderstand ?

Kommt drauf an, was Du bisher fährst. Im Vergleich zu meinen
Nur-Geländehinterreifen (Conti Traction Pro) macht ein Semislick
(Reifenmitte profillos) auf dem Hinterrad oftmals 1 bis 2 Gänge aus.

> Erfahrungen oder Tips ?

Solltest Du trotzdem noch öfter auf unbefestigten Wegen fahren,
empfehle ich unbedingt einen Vorderreifen mit deutlichem Seitenprofil,
da Dir in schotterigen oder sandigen Kurven sonst ständig das
Vorderrad wegrutscht, wenn Du vergißt, Deine Fahrweise drauf
einzustellen. Ich hatte mal kurzzeitig einen Conti Town&Country vorne
drauf, der in dieser Hinsicht eine völlige Katastrophe war . Wenn's
für vorne unbedingt ein Semislick sein soll, ist der Panaracer Mach SS
eine Empfehlung wert, der bietet relativ guten Seitenhalt auf lockerem
Untergrund, ansonsten tendiere ich eher zu leichtrollenden
profilierten Vorderreifen, auch der Bremstraktion auf losem Untergrund
zuliebe.. Für hinten darf und sollte es ruhig weniger Profil sein,
für den Rollwiderstand ist nämlich überwiegend das HR verantwortlich.
Ich selbst fahre hinten einen Schwalbe Hurricane GX, da dieser
aufgrund eines dickeren Mittelstreifens eine längere Lebensdauer
erwarten läßt als andere Semislicks, die von ihrer
Verschleißfestigkeit nur für den gelegentlichen Renneinsatz konzipiert
zu sein scheinen und im übrigen als derzeitige Modeobjekte durchgehend
teurer als die profilierten Kollegen sind.

Für den reinen Straßeneinsatz empfehlen sich dagegen schmale, leichte,
unprofilierte Reifen in 1-1,4 Zoll Breite (von Conti, Ritchey,
Schwalbe u.a.), die hohen Druck vertragen und Dein MTB zum
Rennrad-Konkurrenten machen. Aber vielleicht passen die ganz schmalen
ja gar nicht zu Deiner Felge, sowas muss vor dem Kauf geklärt werden.
Und an neue Schläuche denken....


Georg Böger

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Aug 21, 1998, 3:00:00 AM8/21/98
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Peter Kage wrote:

> Für den reinen Straßeneinsatz empfehlen sich dagegen schmale, leichte,
> unprofilierte Reifen in 1-1,4 Zoll Breite (von Conti, Ritchey,
> Schwalbe u.a.), die hohen Druck vertragen und Dein MTB zum
> Rennrad-Konkurrenten machen. Aber vielleicht passen die ganz schmalen
> ja gar nicht zu Deiner Felge, sowas muss vor dem Kauf geklärt werden.
> Und an neue Schläuche denken....

Falls es sich um eine "standard" MTB-Felge handelt, ist es eine 559x17
(17 mm ist das lichte Maß zwischen den Felgenhörnern, außen sind es grob
6 mm mehr). Die 559x17 ist für Reifen von 25 bis 37 mm Breite gedacht.
Wer das Rad nicht nur sportlich nutzt, sondern ab und zu Gepäck dabei
hat, sollte sich auch daran halten. Für schwere Menschen, gilt das
sowieso (auch wenn ihr Gewicht zu Größe paßt).

Will sagen: die 1-1,4" Reifen sind wahrscheinlich sowieso die
zugelassenen Reifen für die Felgen.

Bis denn, Georg.

Hans-Joachim Zierke

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Aug 21, 1998, 3:00:00 AM8/21/98
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Peter Kage schrieb:


> Für den reinen Straßeneinsatz empfehlen sich dagegen schmale, leichte,
> unprofilierte Reifen in 1-1,4 Zoll Breite (von Conti, Ritchey,
> Schwalbe u.a.), die hohen Druck vertragen und Dein MTB zum
> Rennrad-Konkurrenten machen.

Dafür nähme ich eher den Conti Avenue. Das dürfte der 559-Reifen mit dem
geringsten Rollwiderstand sein. Weniger Rollwiderstand als fast alle
Rennrad-Reifen bei deutlich höherem Druck.

Eine Möglichkeit, ein MTB mit seinem besch... Luftwiderstand zum
Rennrad-Konkurrenten zu machen, gibt es hingegen nicht.


hajo


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