ich plane Ende Februar von Glasgow nach Harwich zu radeln, um dort die Fähre
nach Dänemark zu nehmen. Bislang sieht es wohl so aus, dass ich den Forth-
Clyde-Kanal bis Edinburgh nehmen werde und ab dort dann den
Nordseeküstenradweg. Insgesamt dürften das wohl so etwa 900-1000 km sein,
wobei ich leider nicht genau weiß wie nah der Radweg/die Straße(?) an der
Küste verläuft, was eine genaue Kilometerangabe erschwert.
Da ich die Fähre im Voraus buchen muss, stellt sich mir nun die Frage, wie
viele Tage man sich für ca. 1000 km nehmen sollte. Ich bin schon mehrere
längere Touren gefahren, an denen ich 130-150 km pro Tag gefahren bin,
allerdings nie länger als drei Tage am Stück. Sicherlich hat hier jemand
Langzeiterfahrung und kann eine grobe Einschätzung machen? Man möchte ja an
einem schönen Ort vielleicht auch etwas verweilen bzw. sich etwas angucken,
mal einen Kaffee trinken, was essen etc., andererseits habe ich während der
Tour ja den ganzen Tag auch nichts anderes zu tun als zu radeln.
Wäre toll, ein paar Erfahrungswerte zu bekommen, damit ich die Fähre
möglichst passend buchen kann.
Beste Grüße aus Glasgow,
Lutz
> Wäre toll, ein paar Erfahrungswerte zu bekommen, damit ich die Fähre
> möglichst passend buchen kann.
ich hatte mir bei einem längerem Urlaub mal 100km pro Tag vorgenommen
und die auch ruhig geschafft. Das sind im Zweifelsfall 5 Stunden bei 20
km/h, das ist machbar.
Mehr fände ich persönlich schon sehr sportlich. Kommt aber auch auf
Gepäck, Trainingszustand etc. an.
Gruß, Ekkart.
Lutz Horn schrieb:
> Da ich die Fähre im Voraus buchen muss, stellt sich mir nun die Frage, wie
> viele Tage man sich für ca. 1000 km nehmen sollte. Ich bin schon mehrere
> längere Touren gefahren, an denen ich 130-150 km pro Tag gefahren bin,
> allerdings nie länger als drei Tage am Stück.
Hallo,
ich bin mal in Holland an der Küste Rad gefahren, wenn man da
ordentlichen Gegenwind hatte kam man kaum voran. Wie das an diesem
Nordseeküstenradweg mit dem Wind ist kann ich nicht sagen, aber eine
windarme Gegend wird es nicht sein. Man könnte die meterologischen
Hauptwindrichtungen nachfragen und mit der Richtung des Radwegs
vergleichen ob es wenigstens überwiegend Seitenwind bis Rückenwind sein
müsste. Bei sehr ungünstigen Wind wird man schon doppelt so lange
brauchen wie bei Windstille.
Bye
Dann schaffst Du das auch eine Woche lang. Allerdings geht's auf
Radwegen nach meiner Erfahrung deutlich langsamer und die zu fahrenden
Entfernungen sind deutlich groesser als auf der Fahrbahn bzw. einer
Strasse zwischen den gleichen Orten. Gerade Kuesten sind nach meiner
Erfahrung oft recht zermuerbend.
> Sicherlich hat hier jemand
>Langzeiterfahrung und kann eine grobe Einschätzung machen?
Ich wuerde mir im Sommer 8 Tage Zeit nehmen, und schauen, dass ich es
in 7 schaffe, und dann einen Tag lesen entspannen, o.ae. Ausserdem
wuerde ich mir einen Plan B festlegen, falls es aus irgendwelchen
Gruenden nicht in der Zeit zu schaffen ist (z.B. Bahnfahren). Da ich
nicht gern im Dunklen fahre, wuerde im mir im Februar noch mindestens
einen Tag mehr Zeit nehmen. Bezueglich Temperatur kann ich Dir wenig
sagen, so lange Touren bin ich im Winter noch nicht gefahren.
>Man möchte ja an
>einem schönen Ort vielleicht auch etwas verweilen bzw. sich etwas angucken,
>mal einen Kaffee trinken, was essen etc., andererseits habe ich während der
>Tour ja den ganzen Tag auch nichts anderes zu tun als zu radeln.
Je nachdem, wieviel Du verweilen willst, musst Du das
u.U. draufschlagen (falls der Koerper die Grenze setzt und nicht die
Zeit, dann eventuell nur teilweise).
Viel Spass.
- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
>ich bin mal in Holland an der K�ste Rad gefahren, wenn man da
>ordentlichen Gegenwind hatte kam man kaum voran.
ACK. Diesen Sommer erlebt: in Deutschland w�re schon fast Sturmwarnung,
da steigt der gew�hnliche Holl�nder aufs Rennrad und dreht eine Runde.
Die Schr�glage war schon beachtlich, ging uns aber auf dem Tandem nicht
anders. Nach 60km Kampf gegen den Wind und einem Schnitt so um die
12km/h haben wir es dann aufgegeben.
>Wie das an diesem Nordseek�stenradweg mit dem Wind ist kann ich nicht
>sagen, aber eine windarme Gegend wird es nicht sein. Man k�nnte die
>meterologischen Hauptwindrichtungen nachfragen und mit der Richtung des
>Radwegs vergleichen ob es wenigstens �berwiegend Seitenwind bis
>R�ckenwind sein m�sste.
Tolle Theorie. Leider gibt es ja das Gesetz, dass an der K�ste immer
Gegenwind ist ;). Was ich damit sagen m�chte: lieber mit Tagesetappen
von 70-80km planen. Notfalls kann man ja noch was abschauen, oder einen
Ruhetag einlegen, wenn es gut l�uft.
Alex
--
__ __ ___ _ http://flickr.com/photos/hydaspischaos/
| \ \ ___ ___ | | '| | http://www.de-soc-mac.de/
| |/ . \/ . \| |- |_/
|_|_|_|\___/\___/|_| <_> GPG-Key available: 0x6418AC9F
Salᅵ Lutz
Ich kenne die Strecke nicht, aber wie einge Poster schon geschrieben
haben: Bei ungᅵnstigen Windverhᅵltnissen kommt man nur halb so gut
vorwᅵrts wie wenn's gut lᅵuft.
Bei 80 km Tagesleistung sind dies 12 Tage, dazu kommt das Wetter.
Februar / Mᅵrz kann es einige Tage Schietwetter geben, wo man kaum
fahren mag / kaum vorwᅵrts kommt.
Dazu kommen Pausen (nach einer Woche mind. 1 Tag) => ich wᅵrde 14 Tage
fᅵr diese Tour planen.
Natᅵrlich mit Plan B (wenn etwas schief lᅵuft).
Viel Spass bei dieser Tour!
Herzliche Grᅵsse aus der Schweiz
Christopher
--
Frᅵher hiess es:
"Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefᅵlscht hast".
Heute heisst es:
"Traue keinem Wikipedia-Artikel, den Du nicht selber gefᅵlscht hast"...
Das stimmt, andererseits habe ich mich an das Wetter nach nunmehr vier
Monaten und 2,500 km Radfahren in und um Glasgow gewöhnt und
kleidungstechnisch angepasst. Allerdings fahre ich aus eigener Erfahrung mit
Gepäck *im Durchschnitt* nicht schneller als 15 km/h.
> Dazu kommen Pausen (nach einer Woche mind. 1 Tag) => ich würde 14 Tage
> für diese Tour planen.
> Natürlich mit Plan B (wenn etwas schief läuft).
Plan B ist denke ich jederzeit möglich. Ich könnte beispielsweise abkürzen
indem ich nicht in *jede* der vielen Buchten und Ausläufer fahre (dann
vermindert sich die Strecke doch erheblich) oder in den Zug steigen.
Wobei ich auch dazu sagen sollte, dass der Weg nicht das Ziel ist, sondern
Harwich. D.h. der Fokus liegt doch primär auf dem Vorankommen.
> Viel Spass bei dieser Tour!
Danke! Den werde ich bestimmt haben (hoffe ich zumindest)!
Grüße aus Glasgow,
Lutz.
Dann bist du auf einem Rad_weg! ziemlich flacsh.
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
...
> Wäre toll, ein paar Erfahrungswerte zu bekommen, damit ich die Fähre
> möglichst passend buchen kann.
Überschlägig: 100 km/tag
Du weißt, das die Strecke gut rollt (up and down)...das senkt den Schnitt.
Ich würde da den Nordseeküstenweg wohl ,,links'' liegen lassen und
einfach ruhige Landstraße fahren.
Olaf
In einer Woche 1000km sind wenn man fit ist kein Problem.
In zwei Wochen 2000km sind schon sportlicher.
In drei Wochen 3000km finde ich sehr sportlich.
In einem Monat 4000km sind mir (deutlich) zu viel.
Gemütlich, mit einem Ruhetag pro Woche, über beliebige Zeiträume und
auch auf schlechten Straßen würde ich(!) mit 500km in der Woche rechnen.
Gruß,
Beni (man ist ja auch nicht mehr 18...)
> ich plane Ende Februar
Ohje, mitten im Winter...
> von Glasgow nach Harwich zu radeln, um dort die Fähre
> nach Dänemark zu nehmen.
... und dann auch noch in so einer Gegend, die nicht gerade
radfahrerfreundliches Wetter zu bieten hat.
> Bislang sieht es wohl so aus, dass ich den Forth-
> Clyde-Kanal bis Edinburgh nehmen werde und ab dort dann den
> Nordseeküstenradweg.
Stelle ich mir - auch mental - schwierig vor: +1°C, leichter
Nieselregen, böiger Kantenwind...
Das ist schon was anderes, als bei strahlendem Sonnenschein, nahezu
Windstille und +30^C durch Italien zu fahren; das kann schließlich jeder
(sogar ich...).
> Insgesamt dürften das wohl so etwa 900-1000 km sein,
> wobei ich leider nicht genau weiß wie nah der Radweg/die Straße(?) an der
> Küste verläuft, was eine genaue Kilometerangabe erschwert.
Es kann (muß nicht) natürlich passieren, daß der Radweg um einen
beliebig großen Faktor länger ist als die Straße, da er praktisch jeder
"Küsten-Rundung" folgen könnte.
> Da ich die Fähre im Voraus buchen muss, stellt sich mir nun die Frage, wie
> viele Tage man sich für ca. 1000 km nehmen sollte. Ich bin schon mehrere
> längere Touren gefahren, an denen ich 130-150 km pro Tag gefahren bin,
> allerdings nie länger als drei Tage am Stück. Sicherlich hat hier jemand
> Langzeiterfahrung und kann eine grobe Einschätzung machen?
Ich könnte jetzt sagen "selbst bei 100-200 km pro Tag (große Streuung)
über 2 Wochen bleibt noch genug Zeit für entspanntes Sightseeing", aber
das bezieht sich bei mir auf Rennradtouren (vorzugsweise in der Gruppe)
im Sommer, wobei das Gepäck im LKW transportiert wurde.
Also allein, im Februar und mit Gepäck wären mir derartige
Kilometerleistungen wahrscheinlich nicht so locker-flockig vorgekommen.
> Man möchte ja an
> einem schönen Ort vielleicht auch etwas verweilen bzw. sich etwas angucken,
> mal einen Kaffee trinken, was essen etc., andererseits habe ich während der
> Tour ja den ganzen Tag auch nichts anderes zu tun als zu radeln.
Ich persönlich würde für mich unter den gegebenen Bedingungen die
100-200 km (die ja quasi unter 'optimalen Bedingungen' zustande kamen)
halbieren.
--
> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)
Lutz Horn schrieb:
> ich plane Ende Februar von Glasgow nach Harwich zu radeln, um dort die Fähre
> nach Dänemark zu nehmen. Bislang sieht es wohl so aus, dass ich den Forth-
> Clyde-Kanal bis Edinburgh nehmen werde und ab dort dann den
> Nordseeküstenradweg. Insgesamt dürften das wohl so etwa 900-1000 km sein,
> wobei ich leider nicht genau weiß wie nah der Radweg/die Straße(?) an der
> Küste verläuft, was eine genaue Kilometerangabe erschwert.
> Da ich die Fähre im Voraus buchen muss, stellt sich mir nun die Frage, wie
> viele Tage man sich für ca. 1000 km nehmen sollte. Ich bin schon mehrere
> längere Touren gefahren, an denen ich 130-150 km pro Tag gefahren bin,
wenn Du diese Strecken schon gefahren bist, dann rechne einfach weiter
damit.
Ohne hier in irgendeiner Weise den Angeber spielen zu wollen, es geht
auch mehr. Ich bin im Sommer 2009 von Leipzig zum Nordkapp gefahren. Das
waren ca. 3400 bis 3500 km (laut Tacho) und habe 17 Tage gebraucht. Den
Schnitt kannst Du Dir ausrechnen. Das hiess aber 12 Stunden radeln, also
teilweise 14 h unterwegs. Wuerde ich wahrscheinlich nicht wieder so
machen. Nebenbei in Schweden ca. 1000 km auf der E4 nach Norden. Sehr
unschoen. Aber ich wollte schnell sein.
Desweiteren habe ich mal in England/GB eine Tour abgebrochen, weil das
Fahren dort wirklich beschissen war. In 3 Tagen habe ich 3 Radler
getroffen. Der Streifen links neben der weissen Linie (in De rechts
daneben:)) war oft nur 10 cm breit. Als mich zum x-tem Mal ein LKW fast
ungenietet haette, bin ich 5 km zum naechsten Ort gelaufen/gesschoben.
Aber: Es gibt Radwege in GB.
mfg. klaus.
> Der Streifen links neben der weissen Linie (in De rechts
> daneben:)) war oft nur 10 cm breit.
Nicht alles was neben einer Fahrbahnmarkierung ist, ist ein Radweg.
Noch viel weniger von dem, was sich rechts (oder links) einer
Fahrbahnrandmarkierung ist, ist zu befahren. Ich denke, auch in GB gibt
es die Einsicht notwendige seitliche Sicherheitsabstände einzuhalten,
'plenty of room' heisst es in den Gesetzestexten...
> Aber: Es gibt Radwege in GB.
Ich glaube, Du solltest Deine FAhrbahnphobie behandeln lassen.
Grüße,
ervin
--
"Hätte er einen Helm aufgehabt, wäre er ohne jetzt tot!"
Ervin Peters schrieb:
> Klaus Herzberg am Tue, 12 Jan 2010 21:45:45 +0100:
>
>> Der Streifen links neben der weissen Linie (in De rechts
>> daneben:)) war oft nur 10 cm breit.
>
> Nicht alles was neben einer Fahrbahnmarkierung ist, ist ein Radweg.
>
> Noch viel weniger von dem, was sich rechts (oder links) einer
> Fahrbahnrandmarkierung ist, ist zu befahren. Ich denke, auch in GB gibt
> es die Einsicht notwendige seitliche Sicherheitsabstände einzuhalten,
> 'plenty of room' heisst es in den Gesetzestexten...
du bist schon in GB gefahren entnehme ich deiner Antwort und hast andere
Erfahrungen gemacht?
>
>> Aber: Es gibt Radwege in GB.
>
> Ich glaube, Du solltest Deine FAhrbahnphobie behandeln lassen.
da warte ich Deine Antwort ab, bevor ich antworte.
mfg. klaus.
Das ist kein Radweg.
auf .is sind das teilweise 1 m und das wird von langsamen Lkw mitbenutzt
bzw. man wird durch dritteweltfahrer als Radfahrer dadrauf gedrängt.
> Als mich zum x-tem Mal ein LKW fast
> ungenietet haette, bin ich 5 km zum naechsten Ort gelaufen/gesschoben.
Häh? Zwischen 1990 und 2000 hatte sich das Verkehrsklima Dose-Radfahrer
verschlechtert...war aber immer noch um Klassen besser als das in .de
>
> Aber: Es gibt Radwege in GB.
Die, die ich z.B. 2000 in Newcastle upon Tyne gesehen hatte möchte ich
nicht benutzen...abgesenkte Kanststeine Fehlanzige.
Olaf
Michael Wilch schrieb:
> Klaus Herzberg wrote:
>> Ervin Peters schrieb:
>>> Klaus Herzberg am Tue, 12 Jan 2010 21:45:45 +0100:
>>>
>>>> Der Streifen links neben der weissen Linie (in De rechts
>>>> daneben:)) war oft nur 10 cm breit.
>>> Nicht alles was neben einer Fahrbahnmarkierung ist, ist ein Radweg.
>> du bist schon in GB gefahren entnehme ich deiner Antwort und hast andere
>> Erfahrungen gemacht?
>
> Ja.
das freut mich. Dann erzaehle mal wo?
mfg. klaus.
> Häh? Zwischen 1990 und 2000 hatte sich das Verkehrsklima Dose-Radfahrer
> verschlechtert...war aber immer noch um Klassen besser als das in .de
Ist meiner Erfahrung sehr Abhängig von der Region in der man sich befindet.
In Glasgow benehmen sich viele Autofahrer schon sehr assozial und sind an
Fahrradfahrer im Alltagsverkehr wenig gewöhnt. Wobei man als Fußgänger in
deren Augen noch weniger zu melden hat.
>> Aber: Es gibt Radwege in GB.
>
> Die, die ich z.B. 2000 in Newcastle upon Tyne gesehen hatte möchte ich
> nicht benutzen...abgesenkte Kanststeine Fehlanzige.
Hier muss man denke ich unterscheiden zwischen städtischen "Radwegen" und
Fernradwegen. Die städtischen finde ich hier eine Katastrophe (in D-Land ja
meist auch) und die boykottiere ich konsequent. Vor allem, da es sich in der
Regel um freigegebene Fußgängerwege handelt. Abgesenkte Bordsteine scheinen
wirklich unbekannt zu sein.
Mit den Fernradwegen habe ich aber eigentlich ganz gute Erfahrung gemacht,
und was spricht dagegen, einen Fernradweg durch reizvolle Landschaft einer
stark befahrenen Straße vorzuziehen. Auch wenn ich gerne auf Straßen fahre,
und diese in der Regel bevorzuge, so finde ich einige A und B Straßen hier
durchaus mit Stress durch Lärmbelästigung verbunden, vor allem wenn sie
autobahnähnlich ausgebaut sind. Gut um von A nach B zu kommen, aber mit viel
Freude ist das nicht verbunden.
Alexander Johannes schrieb:
> Tolle Theorie. Leider gibt es ja das Gesetz, dass an der K�ste immer
> Gegenwind ist ;).
Hallo,
dieses Gesetz wird jedenfalls von den gef�lschten Statistiken gest�tzt
die man aus seiner gef�rbten Erinnerung aufstellt. L�ngeres m�hsames
strampeln gegen den Wind bleibt halt im Ged�chtnis mehr haften als
geruhsames Fahren bei Windstille oder leichtem R�ckenwind.
Bye
> Alexander Johannes schrieb:
>
>> Tolle Theorie. Leider gibt es ja das Gesetz, dass an der Küste immer
>> Gegenwind ist ;).
>
> Hallo,
>
> dieses Gesetz wird jedenfalls von den gefälschten Statistiken gestützt
> die man aus seiner gefärbten Erinnerung aufstellt. Längeres mühsames
> strampeln gegen den Wind bleibt halt im Gedächtnis mehr haften als
> geruhsames Fahren bei Windstille oder leichtem Rückenwind.
Es gibt da noch einen anderen Aspekt, der sich aus der Relativbewegung
ergibt. Für einen konsequent gefälschten Nachweis brauche ich dafür aber
eine Häufigkeitsverteilung der Windgeschwindigkeit über ein Jahr und
interessant wäre auch die Häufigkeitsverteilung der Windrichtung über ein
Jahr.
Arbeitsthese: Je schneller man fährt desto häufiger wehen einem die Haare
nach hinten.
Wo findet man solche Daten?
Hab grad kurz gesucht, aber nichts gefunden und mu jetzt mal was anderes
machen ;)
>
>
> Alexander Johannes schrieb:
>
>> Tolle Theorie. Leider gibt es ja das Gesetz, dass an der K�ste immer
>> Gegenwind ist ;).
>
> Hallo,
>
> dieses Gesetz wird jedenfalls von den gef�lschten Statistiken gest�tzt
> die man aus seiner gef�rbten Erinnerung aufstellt.
Das Gesetz ist richtig, wenn man "an der K�ste" rausnimmt.
> L�ngeres m�hsames
> strampeln gegen den Wind bleibt halt im Ged�chtnis mehr haften als
> geruhsames Fahren bei Windstille oder leichtem R�ckenwind.
Bei Windstille ist es eindeutig, und auch bei *leichtem* R�ckenwind kommt
mehr Luft von vorne als von hinten: Der Wind kommt immer von vorn.
Das ist einklich *nur* an der K�ste und auf dem Gipfel anders, dort ist der
Wind dann �fter mal schneller als der Radfahrer f�hrt.
Michael Wilch schrieb:
> Auf mehreren Tausend Kilometern kreuz und quer durch GB. Oder soll
> ich Dir jetzt die Nummern der A und B-roads plus die Unmengen
> unclassified roads raussuchen?
also dann scheinen Deine Erfahrungen gaenzlich anders sein als meine.
Ich fand, dass die Briten/Englaender als Autofahrer eher selten auf
Radfahrer treffen. In doppel-streifigen Kreisverkehrer groesserer
Strassen wussten die nichts mit mit anzufangen.
Und auf der A17 hinter King's Lynn habe ich dann aufgegeben, als bei
recht starken Wind mehrere LKW so nah an mir vorbeigefahren sind, dass
ich beinahe umgefallen waere.
Dabei wuerde ich mich nicht als Fahrbahnphobiker bezeichnen. Die 800 km
E4 (abgesehen von 2 - 3 fuer Radler gesperrten Abschnitte) in Schweden
letztes Jahr waren aber erheblich angenehmen zu fahren.
mfg. klaus.
Meine auch. Ist schon einige Jahre her, aber ich hab mit meinem Cousin
mal eine Radtour durch Suedengland gemacht (Dover-London-Suedkueste-
Isle of Wright- zurueck nach Dover) und wir hatten da wenig Probleme.
Einmal hat uns jemand im Kreisverkehr die Vorfahrt genommen (deutsches
Kennzeichen...); einmal mussten wir leider den Verkehr etwas aufhalten
(groessere Baustelle an vielbefahrener Strasse; Fahrstreifen zu eng,
nur in eine Richtung und rechts und links gings direkt runter in die
unbefestigte Baustelle; Das ging ein paar Kilometer ohne
Ueberholmoeglichkeit; gehupt hat aber keiner)
Unser schlimmstes Problem war eigentlich der Kauf eines Sirups, der
kurzerhand "Kotz" getauft wurde und selbst nach heftigem Verduennen
ungeniessbar war - dafuer billig, denn Kotz hat uns eine Woche lang
gereicht....
bjoern
Das wurde hier ja schon mal erwaehnt:
http://homepage.ntlworld.com/pete.meg/wcc/facility-of-the-month/
bjoern
>Hallo,
>
>ich plane Ende Februar von Glasgow nach Harwich zu radeln, um dort die F�hre
>nach D�nemark zu nehmen. Bislang sieht es wohl so aus, dass ich den Forth-
>Clyde-Kanal bis Edinburgh nehmen werde und ab dort dann den
>Nordseek�stenradweg. Insgesamt d�rften das wohl so etwa 900-1000 km sein,
>wobei ich leider nicht genau wei� wie nah der Radweg/die Stra�e(?) an der
>K�ste verl�uft, was eine genaue Kilometerangabe erschwert.
http://www.radreisen.stephan-zitzmann.de/radreise-2007/northsea-cycle-route/
sollte helfen. Wenn Du mit GPS vertraut bist unter
http://www.northsea-cycle.com/ gipt es GPS Tracks.
Weiter hilfreich http://www.bikehike.co.uk/mapview.php
In dem rechten Kartenfenster werden die Routen des
NationalCycleNetwork als gr�ngepunktete Linien ab einem bestimmten
Ma�stab angezeigt.
�bersicht des Netztes unter
http://www.sustrans.org.uk/assets/files/general/sustrans-map-2009.pdf
GS
--
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/buch_abfrage.php?menuid=18
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/CD_abfrage.php?menuid=19
http://www.blog.gitarrenunterricht-frankfurt.de/
http://www.radreisen.stephan-zitzmann.de/2007/09/27/velotraum-erfahrungsbericht/
> Meine auch. Ist schon einige Jahre her, aber ich hab mit meinem Cousin
> mal eine Radtour durch Suedengland gemacht (Dover-London-Suedkueste-
> Isle of Wright- zurueck nach Dover) und wir hatten da wenig Probleme.
Ich glaube die Engländer sind Fahrräder im Alltagsverkehr auch viel mehr
gewöhnt als die Schotten. Oxford war gegenüber Glasgow ja regelrecht ein
Paradies für Fahrradfahrer, und es waren zich mal so viele Radler unterwegs.
Außerhalb der Stadt hat man in Schottland auch nicht wirklich Probleme, auf
manchen vielbefahrenen Straßen ist es halt unschön, v.a. wegen dem Lärm.
Andere sind kaum befahren und trotzdem in gutem Zustand und machen richtig
Spaß
> Unser schlimmstes Problem war eigentlich der Kauf eines Sirups, der
> kurzerhand "Kotz" getauft wurde und selbst nach heftigem Verduennen
> ungeniessbar war - dafuer billig, denn Kotz hat uns eine Woche lang
> gereicht....
Haha, den gleichen Fehler habe ich auch gleich in der ersten Woche begangen.
Dachte das wäre Orangensaft, und habe mich über den ekelhaften Geschmack,
der einem ja wirklich den Schmelz von den Zähnen fräst, gewundert. ;-)
Lutz.
> Tolle Theorie. Leider gibt es ja das Gesetz, dass an der K�ste immer
> Gegenwind ist ;).
Das ist falsch; richtig ist, da� immer Wind ist und so in etwa der
H�lfte aller Fahrten erh�hter Widerstand durch geostrophischen Wind zu
�berwinden ist, weil er eher vorlich als achterlich eintrifft.
Allerdings gibt es auch diese Gl�cksmomente, in denen man mit
vollgepacktem Rad den 30km langen Afsluitdijk des IJsselmeers in einer
Stunde abreissen kann, ohne zur�ckfahren zu m�ssen. Merke: Die
Niederlande werden bevorzugt im Uhrzeigersinn durchfahren.
--
Munterbleiben
HC
<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, T�rnberichte
Ein anderer Gluecksmoment war, als wir die eher steile Suedkueste von
Kreta entlangfuhren, und dabei sehr starken (IIRC ablandigen) Wind
hatten, der die Gefaelle oft recht gut ausgeglichen hat (also bergauf
Rueckenwind, bergab Gegenwind). Bild von der Kueste:
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/photos/europa2006/full/img_3503.jpg
Ich habe mit einem Kollegen die NSCR von Harwich nach Edinburgh bereits
hinter mir. Wir waren mit ca 20 kg Gepäck beladen und haben so zwischen
60 und 120 km/day geschafft. Das hängt natürlich stark von Topographie,
Sehenswürdigkeiten und Windrichtung ab. In Yorkshire habe wir mal nur 60
km geschafft (da waren aber auch Steigungen über 30 % dabei).
Die Streckenführung der NSCR ist fast nur auf Nebenstraßen, die natürlich
autotechnisch weniger gefährlich sind (hint: folge nicht den Sustrans-
Routen die an Dual-Carriageways laufen, das macht genauso viel Spaß, als
wenn man in Deutschland auf dem Standstreifen der Autobahn fahren würde)
Die Nebenstrecken sind zwar nicht die kürzesten, aber die
beschaulichsten - England pur inmitten der Hecken und die crookedest
streets die man sich nur vorstellen kann.
Noch ein Tip zur Navigation: Sustrans bietet zwar einen Satz Karten an,
die zeigen nur in Ausschnitten die Strecke und oben ist auch nicht immer
Norden - das ist sehr nervig und ständig muß man blättern. Am besten sin
noch zusätzliche Übersichtskarten oder noch besser ein GPS. Besonders
hilfreich, da die Bezeichnung der Strecke shr unterschiedlich ist.
Manchmal fast zuviel des guten, dan aber meilenlang wieder gar nicht. Wie
überall sind nur diese Blauroten Klebestreifen an den Schildern. An
kleinen Wegkreuzungen sind auch nicht alle Schilder ider Wegsteine zu
erkennen, da sie schlicht und einfach zugewachsen sind.
Ansonsten kann ich die Strecke nur empfehlen. Wir wollen im September
weiter von Edinburgh nach John'O Groats.
Gruß
Klaus
> du bist schon in GB gefahren entnehme ich deiner Antwort und hast andere
> Erfahrungen gemacht?
Ja, wenn auch nur für AFAIR 3 Tage. Im wesentlichen von der Fähre von
Dover Richtung Landes-Inneres gefahren und dann irgendwann nach London rein.
An größere Probleme mit Autos kann ich mich nicht erinnern. Höchstens
daran, daß selbst diverse Hauptstraßen recht schmal waren.
Wenn man nicht die *Anzahl* der Fahrten ("H�lfte aller Fahrten") als
Grundlage nimmt, sondern die Gesamt-Fahrzeit, so ist tats�chlich
"�fter Gegenwind als R�ckenwind".
> HC Ahlmann schrieb:
> > Das ist falsch; richtig ist, da� immer Wind ist und so in etwa der
> > H�lfte aller Fahrten erh�hter Widerstand durch geostrophischen Wind zu
> > �berwinden ist, weil er eher vorlich als achterlich eintrifft.
>
> Wenn man nicht die *Anzahl* der Fahrten ("H�lfte aller Fahrten") als
> Grundlage nimmt, sondern die Gesamt-Fahrzeit, so ist tats�chlich
> "�fter Gegenwind als R�ckenwind".
Die Idee ist richtig, die Formulierung m.E. nicht, denn "�fter" zielt
wieder auf Anzahl; "l�nger(dauernd) Gegenwind als R�ckenwind" stimmt
dann in beiden Punkten.
>Allerdings gibt es auch diese Gl�cksmomente, in denen man mit
>vollgepacktem Rad den 30km langen Afsluitdijk des IJsselmeers in einer
>Stunde abreissen kann, ohne zur�ckfahren zu m�ssen.
Das ist uns leider nicht gelungen (daher auch die Gegenwind-Theorie).
Der GPS-Track behauptet, dass wir so ca 2h mit kleinen Pausen ben�tigt
haben.
>Merke: Die Niederlande werden bevorzugt im Uhrzeigersinn durchfahren.
Das haben wir allerdings beherzigt.
Alex
--
__ __ ___ _ http://flickr.com/photos/hydaspischaos/
| \ \ ___ ___ | | '| | http://www.de-soc-mac.de/
| |/ . \/ . \| |- |_/
|_|_|_|\___/\___/|_| <_> GPG-Key available: 0x6418AC9F