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"Fahrradfreundliche" Kreuzung in Darmstadt

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Dirk Wagner

unread,
Apr 8, 2021, 6:34:00 AM4/8/21
to
https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html

Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.
Insbesondere wenn Rad- und Abbiegeverkehr auf der Fahrbahn gleichzeitig
grün haben...

Warum traut sich kein Verkehrspolitiker Tempo 30 mit verpflichtender
Fahrbahnbenutzung zu propagieren?

Ciao

Dirk

Stefan Wiens

unread,
Apr 8, 2021, 6:45:06 AM4/8/21
to
usenet...@diwasoft.de (Dirk Wagner) writes:

> https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html
>
> Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
> Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.
> Insbesondere wenn Rad- und Abbiegeverkehr auf der Fahrbahn gleichzeitig
> grün haben...

| Bei der niederländischen Variante könnten auch Radfahrende aktiv dazu
| beitragen, Unfälle zu vermeiden.

--
Stefan

Ralph Angenendt

unread,
Apr 8, 2021, 6:55:44 AM4/8/21
to
Well, Dirk Wagner <usenet...@diwasoft.de> wrote:
> https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html
>
> Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
> Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.

Vor allem komme ich mir da als Fußgänerg verarscht vor, da ich nicht
einfach geradeaus gehen kann, sondern an jeder Kreuzung diesen blöden
Schwenk mitmachen muss. Ganz extrem kann man das in Barcelona sehen, das
Beispiel hier ist meiner Meinung nach aber schon schlimm genug.

Ralph
--
Übervaterlandverräter und Mutterkornblumenblau

Chr. Maercker

unread,
Apr 8, 2021, 7:34:22 AM4/8/21
to
Dirk Wagner wrote:
> https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html

> Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
> Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.

Ich auch nicht. Sollen die Inselchen Rechtsabbieger zum Umschauen
verleiten oder wozu sollen die gut sein?

> Insbesondere wenn Rad- und Abbiegeverkehr auf der Fahrbahn gleichzeitig
> grün haben...

Mit anderem Ampeltiming wäre keine niederländische oder sonstige
Sonderlocke notwendig. Aber das bremst ja den Verkehr aus ...

> Warum traut sich kein Verkehrspolitiker Tempo 30 mit verpflichtender
> Fahrbahnbenutzung zu propagieren?

Weil das Radverkehrsförderung wäre statt der üblichen Randverkehrsförderung.

--


CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Thomas Sçhlueter

unread,
Apr 8, 2021, 7:48:21 AM4/8/21
to
Dirk Wagner schrieb am Donnerstag, 8. April 2021 um 12:34:00 UTC+2:
> https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html
>
> Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
> Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.

Man beachte die Mittelinseln, die an 2 Kreuzungsarmen so schmal sind, dass
ein Fahrrad kaum quer darauf Platz hätte. Wenn so ein Fehler schon bei der
gefeierten Musterlösung eingeplant ist...

Eine Kreuzung, die noch Radwege braucht, kann nicht "fahrradfreundlich" sein.
Sowas ist immer primär autofreundlich (und im Optimalfall dann halt etwas
weniger fahrradfeindlich als herkömmlicher Bockmist).

(Womöglich auch noch benutzungspflichtige) Radwege schließlich wären eine
Bankrotterklärung des Verkehrsplaners. Radwege dienen dem Ausgleich
von Sicherheitsmängeln, die zu Problemen im Fahrbahnmischverkehr
führen. Wer diese Mängel von Anfang an mitplant, begeht offensichtlich
einen schweren Kunstfehler und gehört gefeuert.

Tom

Sepp Ruf

unread,
Apr 8, 2021, 8:03:15 AM4/8/21
to
Gaehn. In gewissen deutschen Staedten ein Standardmodell seit Jahrzehnten,
mit altmodisch kantigeren Bordsteinwinkeln sogar "noch sicherer" - weil
langsamere Ueberfahrt des Radverkehrs bewirkend. Achso,
"Radentscheid-Aktivisten": woher sollten die das wissen?

>> Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
>> Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.

Das "Grundproblem" eines Radentscheid-Hubers scheint oft, dass er (m/d/w)
noch keinen komfortablen Posten in einer Behoerde besetzt.

>> Insbesondere wenn Rad- und Abbiegeverkehr auf der Fahrbahn gleichzeitig
>> grün haben...
>
> | Bei der niederländischen Variante könnten auch Radfahrende aktiv dazu
> | beitragen, Unfälle zu vermeiden.

Falls Du den vom Redakteur unterlassenen Bezug nacherklaeren wolltest, ist
das irgendwie misslungen. Aber es war wohl "bremsen, im Zweifel bis zum
Stillstand" gemeint.

Unfallvermeidend ungebremst hinterm Zweitakter vorbeiziehen bringen nur
erfahrenere RadfahrerTM, keine "auch Radfahrende":
<https://www.hessenschau.de/gesellschaft/geschuetzte-kreuzung-insel-100~_t-1617789477891_v-16toX__medium.jpg>

Bodo G. Meier

unread,
Apr 8, 2021, 8:24:15 AM4/8/21
to
Am 08. Apr.. 2021 um 13:57 schrieb Martin Τrautmann:
> On Thu, 8 Apr 2021 12:33:58 +0200, Dirk Wagner wrote:
>> https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html
>>
>> Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
>> Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.
>> Insbesondere wenn Rad- und Abbiegeverkehr auf der Fahrbahn gleichzeitig
>> grün haben...
>
>
> +++
> Beim Prinzip der Fahrradweiche, wie es auf vielen großen deutschen
> Kreuzungen angewendet wird, sei der Radfahrende abhängig vom Verhalten
> und der Wahrnehmung der Auto- und Lkw-Fahrer. "Menschen machen Fehler",
> sagt Schwendy, "die Infrastruktur muss aber so angelegt sein, dass
> trotzdem Unfälle vermieden werden".
>
> Bei der niederländischen Variante könnten auch Radfahrende aktiv dazu
> beitragen, Unfälle zu vermeiden. Vor allem in Innenstädten sei diese
> Variante an viel befahrenen Kreuzungen gut umsetzbar.
> +++
>
> So ein Schmarrn. Man rückt die Radfahrer noch mehr aus der
> Sichtbeziehung zur Hauptverkehrsrichtung raus. Man unterstellt den
> Radfahrern, sie können selbst aktiv beitragen, indem man sie auf einen
> Slalom-Parcours schickt, wo sie sich selbst darum kümmern sollen, auf
> ihr Vorfahrtsrecht zu verzichten. Denn wenn sie sich dann überfahren
> lassen, sind sie schlicht selbst schuld.

Dem ist in seiner Deutlichkeit nichts hinzuzufügen.

Gruß,
Bodo



--
Postheroische Vampirkartoffel! (Sepp Ruf in de.rec.fahrrad)

Anton Ertl

unread,
Apr 8, 2021, 8:48:35 AM4/8/21
to
usenet...@diwasoft.de (Dirk Wagner) writes:
>https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html
>
>Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
>Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.

Das einzige Grundproblem, das Verkehrsplaner in Betracht ziehen, ist,
den Kfz-Durchsatz zu maximieren. Alles andere ist nice-to-have, wird
aber ohne Wimpernzucken beiseitegelassen, wenn es zu Nachteilen beim
Grundproblem fuehrt.

Und darauf ist diese Kreuzungsart hinoptimiert. Steht ja auch schoen im Text:

|Bei der niederländischen Variante könnten auch Radfahrende aktiv dazu
|beitragen, Unfälle zu vermeiden

M.a.W., Radfahrer sollen bei Gruen stehenbleiben und die Kfz sollen
fahren. Deswegen ist ja auch Jo-erg ("einfach einmal die Hebelchen
ziehen") so begeistert von solchen Kreuzungen.

Und selbst wenn einmal faelschlicherweise ein abbiegender Autofahrer
auf einen Radfahrer warten sollte, dann sorgt dieses Kreuzungsdesign
dafuer, dass dieser Fehler des Autofahrers den geradeausfahrenden
"Verkehr" nicht aufhaelt, wie man schoen auf diesem Bild sehen kann:

<https://www.hessenschau.de/gesellschaft/geschuetzte-kreuzung-insel-100~_t-1617789477891_v-16toX__medium.jpg>

>Insbesondere wenn Rad- und Abbiegeverkehr auf der Fahrbahn gleichzeitig
>grün haben...

Natuerlich muss das so sein, nur das maximiert den Kfz-Durchsatz.

>Warum traut sich kein Verkehrspolitiker Tempo 30 mit verpflichtender
>Fahrbahnbenutzung zu propagieren?

Weil sie selber gerne 50 und mehr fahren? Weil sie fuer was anderes
bezahlt werden bzw. Verguenstigungen bekommen? Weil die Autolobby gut
organisiert ist und sofort eine Leserbriefwelle lostritt, die auch
gerne abgedruckt werden? Weil praktisch alle Waehler motorisierten
Verkehr als "der Verkehr" sehen, und alle anderen als
Verkehrshindernisse, und von daher nur wenige Waehler mit solchen
Forderungen bedient werden koennen. Und es denken wohl viele wie
Ralph Angenendt: "Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch
Autofahren" (kein O-Ton).

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben.
Ist der Radverkehr erst separiert, diskriminiert man ihn voellig ungeniert.

Wolfgang Strobl

unread,
Apr 8, 2021, 10:22:52 AM4/8/21
to
Das stimmt. Vornehmlich dadurch, dass sie auf ein Kfz umsteigen.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Thomas Bliesener

unread,
Apr 8, 2021, 12:08:05 PM4/8/21
to
Anton Ertl schrieb:
>>Warum traut sich kein Verkehrspolitiker Tempo 30 mit verpflichtender
>>Fahrbahnbenutzung zu propagieren?
>
> Weil sie selber gerne 50 und mehr fahren? Weil sie fuer was anderes
> bezahlt werden bzw. Verguenstigungen bekommen? Weil die Autolobby gut
> organisiert ist und sofort eine Leserbriefwelle lostritt, die auch
> gerne abgedruckt werden? Weil praktisch alle Waehler motorisierten
> Verkehr als "der Verkehr" sehen, und alle anderen als
> Verkehrshindernisse, und von daher nur wenige Waehler mit solchen
> Forderungen bedient werden koennen.

Das ist die eine Seite, aber auch von der großen Mehrheit der Radfahrer
kann er keinen Zuspruch erwarten. Beim Reizwort "Fahrbahnbenutzung"
stimmt der ADFC großes Wehklagen an.

> Und es denken wohl viele wie Ralph Angenendt: "Wenn sie kein Brot
> haben, sollen sie doch Autofahren" (kein O-Ton).

?
--
bli

Martin Wohlauer

unread,
Apr 8, 2021, 12:21:31 PM4/8/21
to
Am 08.04.21 um 12:33 schrieb Dirk Wagner:
Aus denselben Gründen, wieso ich hier inzwischen endgültig keine Lust
mehr habe: Weil man am Ende doch wieder nur weg ignoriert wird, selbst
wenn man nachweisen kann, dass das die bessere Lösung ist. Selbst leute
mit wissenschaftlicher Ausbildung kommen einem dann mit irgendwelchen
Pseudo-Abwägungen, die wir hierzugruppen zur recht als »Fallen stellen«
bezeichnenn. Weil man dann ggf. noch betitelt wird, auch wenn man
eigentlich™ nur das Richtige tut/fordert. Irgendwann hast einfach keine
Lust mehr, Energie in ein Fass ohne Boden zu werfen. Es ist für
gewöhnlich viel einfacher, anderen nach dem Mund zu reden, damit man
nicht politisch abgesägt wird.

Grüßle,

Martin.

Martin Wohlauer

unread,
Apr 8, 2021, 12:22:34 PM4/8/21
to
Am 08.04.21 um 12:45 schrieb Stefan Wiens:
Das können sie bei allen anderen Kreuzungen auch: Einfach nicht Fahrrad
fahren. Wenn das jetzt die Maßgabe ist... Aber vermutlich wäre es so
einigen auch völlig recht, wenn das die Reaktion des Radverkehrs auf das
Problem wäre.

Grüßle,

Martin.

Anton Ertl

unread,
Apr 8, 2021, 1:07:00 PM4/8/21
to
Thomas Bliesener <use...@xabs.de> writes:
>Anton Ertl schrieb:
>>>Warum traut sich kein Verkehrspolitiker Tempo 30 mit verpflichtender
>>>Fahrbahnbenutzung zu propagieren?
>>
>> Weil sie selber gerne 50 und mehr fahren? Weil sie fuer was anderes
>> bezahlt werden bzw. Verguenstigungen bekommen? Weil die Autolobby gut
>> organisiert ist und sofort eine Leserbriefwelle lostritt, die auch
>> gerne abgedruckt werden? Weil praktisch alle Waehler motorisierten
>> Verkehr als "der Verkehr" sehen, und alle anderen als
>> Verkehrshindernisse, und von daher nur wenige Waehler mit solchen
>> Forderungen bedient werden koennen.
>
>Das ist die eine Seite, aber auch von der großen Mehrheit der Radfahrer
>kann er keinen Zuspruch erwarten.

Das habe ich schon oben geschrieben. Das ist klar: Sogar in Wien
bezeichnen sich bei Umfragen 60% der Befragten als Radfahrer, und von
denen sind wohl viele auch Waehler.

Allerdings kannst Du schon an dieser Zahl sehen, dass es nicht viel
heisst, wenn sich jemand als Radfahrer bezeichnet, schliesslich war
der Radverkehrsanteil in Wien 2019 bei 7%. Die meisten sind also eher
Auch-Radfahrer.

>Beim Reizwort "Fahrbahnbenutzung"
>stimmt der ADFC großes Wehklagen an.

Klar, das ist halt auch so ein Auch-Radfahrer-Klub. Der Vorsitzende
gibt ja selbst zu, dass er nicht rad faehrt, und repraesentiert den
Klub somit ideal.

>> Und es denken wohl viele wie Ralph Angenendt: "Wenn sie kein Brot
>> haben, sollen sie doch Autofahren" (kein O-Ton).
>
>?

Arno Welzel (sorry fuer die Verwechlung) schreibt zum Thema
Verkehrssegregation <fuqpj7...@mid.individual.net>:

|Radfahrer koennen sich jederzeit entscheiden, eben nicht Rad zu fahren.

Das ist doch eine schoene Auch-Radfahrer-Einstellung zum Thema.

Michael Neumann

unread,
Apr 8, 2021, 1:35:10 PM4/8/21
to
Am Thu, 08 Apr 2021 12:33:58 +0200, Dirk Wagner schrieb:

> https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-
kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-
darmstadt-100.html
>
Besonders gelungen ist auch das Zusammenspiel mit den Fußgängern.
Zebrastreifen, um den Radweg zu überqueren und dann Warten (auf dem
Radweg, weil dahinter kein Platz ist) um die echten Verkehrsteilnehmer
nicht zu stören.

Dirk Wagner

unread,
Apr 8, 2021, 1:46:01 PM4/8/21
to
Michael Neumann <mich...@guter-wille.de> wrote:

> Besonders gelungen ist auch das Zusammenspiel mit den Fußgängern.
> Zebrastreifen, um den Radweg zu überqueren und dann Warten (auf dem
> Radweg, weil dahinter kein Platz ist) um die echten Verkehrsteilnehmer
> nicht zu stören.

Das hat man aber doch aktuell auch schon - nur ohne Zebrastreifen.

Der Radweg ist nunmal der Teil, der näher zur Fahrbahn hin platziert ist
- und die Ampeln stehen in der Regel direkt neben diesem.

Hier um die Ecke gibt es eine Kreuzung, an der die Radien in die
Seitenstraße schon fast so aussehen, wie für Darmstadt geplant:
<https://www.google.com/maps/@50.0993404,8.669108,99m/data=!3m1!1e3>

Wenn ich da mit dem Auto nach rechts in die Gartenstraße einbiege, muss
ich mich ganz schön verrenken, um zu erkennen, ob da ein Radfahrer auf
dem Radweg entlang der Stresemannallee gefahren kommt.
99% der Radfahrer kommen dort den Weg lang auch wenn der gar nicht
benutzungspflichtig ist und vor der Fußgängerampel über die
Stresemanallee häufig viele Fußgänger auf dem Radweg warten -
insbesondere, wenn gerade eine Straßenbahn in der Gartenstraße hielt.

Die Krönung der Situation sind aber die Radfahrer, die dort gegen die
Richtung von der Friedensbrücke runter kommen und hier ebenfalls die
Gartenstraße queren.

Ciao

dirk

Gerald Eіscher

unread,
Apr 8, 2021, 1:48:45 PM4/8/21
to
Am 08.04.21 um 12:33 schrieb Dirk Wagner:
> https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html
>
> Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
> Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.

Radfahrer werden zusätzlich, dass sie auf Rad_weg_en ausgebremst werden,
an Kreuzungen zu lustigen Verschwenkungen gezwungen, Fussgänger
ebenfalls. Outofahrer werden selbstverständlich fast nicht eingeschränkt.

> Warum traut sich kein Verkehrspolitiker Tempo 30 mit verpflichtender
> Fahrbahnbenutzung zu propagieren?

Weil sie sich dann grün angehauchte Radfahrbewegte *und* Outofahrer zum
Feind machen würden. Das war einfach.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Chr. Maercker

unread,
Apr 8, 2021, 3:01:40 PM4/8/21
to
Martin Τrautmann wrote:
> Bei der niederländischen Variante könnten auch Radfahrende aktiv dazu
> beitragen, Unfälle zu vermeiden. Vor allem in Innenstädten sei diese
> Variante an viel befahrenen Kreuzungen gut umsetzbar.

Prinzipiell könnten sie das an jedem stinknormalen Knoten. Voraussetzung
wäre freilich, dass sie nicht mehr der Super-Sicherheit von "Radwegen"
vertrauen ...

> So ein Schmarrn. Man rückt die Radfahrer noch mehr aus der
> Sichtbeziehung zur Hauptverkehrsrichtung raus. Man unterstellt den
> Radfahrern, sie können selbst aktiv beitragen, indem man sie auf einen
> Slalom-Parcours schickt, wo sie sich selbst darum kümmern sollen, auf
> ihr Vorfahrtsrecht zu verzichten. Denn wenn sie sich dann überfahren
> lassen, sind sie schlicht selbst schuld.

Im Grunde sind das jene Verschwenkungen, die auch hierzulande viele
Randwege auszeichnen, insbesondere außerörtliche. Und es ist sogar
Verkehrtplanern und Behörden seit Jahren bekannt, dass eben diese
Verschwenkungen schlecht für die Sicherheit sind.

Chr. Maercker

unread,
Apr 8, 2021, 3:06:00 PM4/8/21
to
Martin Wohlauer wrote:
> Das können sie bei allen anderen Kreuzungen auch: Einfach nicht Fahrrad
> fahren.
Etwas Umsicht d.h. Beobachtung der Kfz nebenan und Bremsbereitschaft
(oder aber schneller sein als der LKW) könnten etliche Abbiegeunfälle
vielleicht wirklich verhindern. Nur wird genau das niemand tun, der an
die Scheinsicherheit von Randwegen glaubt. Und die wenigen, die *nicht*
drauf vertrauen, benutzen sie möglichst nicht.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 8, 2021, 4:18:19 PM4/8/21
to
Dirk Wagner schrieb am Donnerstag, 8. April 2021 um 12:34:00 UTC+2:
Mainz hat auf der Rheinallee Tempo 30 (recht neuerdings) mit verpflichtender
Hochbordnutzung (schon länger).

Dirk Wagner

unread,
Apr 9, 2021, 3:11:15 AM4/9/21
to
Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:

> Mainz hat auf der Rheinallee Tempo 30 (recht neuerdings) mit verpflichtender
> Hochbordnutzung (schon länger).

Bei uns um die Ecke haben sie jetzt die Stresemannallee wegen einer
Baustelle auf Tempo 30 beschränkt - und da der Radstreifen nun Teil der
Baustelle ist, den Radverkehr mit Z.254 gleich ganz ausgeschlossen...

Ciao

dirk

Wolfram Jahn

unread,
Apr 9, 2021, 3:23:32 AM4/9/21
to
Am 08.04.21 um 12:33 schrieb Dirk Wagner:
> https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html
>
> Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
> Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.
> Insbesondere wenn Rad- und Abbiegeverkehr auf der Fahrbahn gleichzeitig
> grün haben...

Wie üblich geht es darum, die eigentliche Quelle allen Übels im Verkehr
(das sind alle Nicht-Autofahrer) aus dem Weg zu räumen und nach Kräften
zu behindern.

Man kann darauf warten, dass bald die erste 12jährige Schülerin, an der
Linse wartend, wie das Gesetz es befahl, vom nachhängedem Aufleger eines
langen Sattelschleppzuges zu Brei gematscht wird.

Das kostet den Fahrer dann € 750,- Geldstrafe, und wenn es das erste Mal
innerhalb der letzten 8 Jahre war, dann auf Bewährung, und da er ja
nichts anderes 'kann', darf er sofort weiterfahren.

Text angepasst an die Hamburger 'Recht'sprechung, wo kürzlich ein LKW
Fahrer nach dem zweiten Mord wieder Bewährung bekam, weil der erste
schon mehr als 8 Jahre her war.

Chr. Maercker

unread,
Apr 9, 2021, 6:19:58 AM4/9/21
to
Dirk Wagner wrote:
> https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html

> Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
> Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.
> Insbesondere wenn Rad- und Abbiegeverkehr auf der Fahrbahn gleichzeitig
> grün haben...

Lässt sich dagegen irknwie Widerspruch einlegen? Also so gerichtsfest,
dass eine Klage nach dem ersten Unfall möglich wird? Die zuständige
Behörde wäre ja dann auf die Gefahr hingewiesen worden und hätte sie
wissentlich nicht beseitigt. Dito Nutzpflicht des zugehörigen Randwegs.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 9, 2021, 8:45:17 AM4/9/21
to
Das hatten sie bei uns mal vor Jahrzehnten auf der Alicebrücke am Hauptbahnhof
geschafft (Hochbordweg gesperrt); man hätte das Fahrrad ersatzweise über acht(!)
signalisierte Fußgängerüberwege schieben dürfen, um Richtung Münsterplatz zu kommen.

Gruß, ULF

Ulf Kutzner

unread,
Apr 9, 2021, 9:05:34 AM4/9/21
to
Chr. Maercker schrieb am Freitag, 9. April 2021 um 12:19:58 UTC+2:

> > Insbesondere wenn Rad- und Abbiegeverkehr auf der Fahrbahn gleichzeitig
> > grün haben...
> Lässt sich dagegen irknwie Widerspruch einlegen? Also so gerichtsfest,
> dass eine Klage nach dem ersten Unfall möglich wird? Die zuständige
> Behörde wäre ja dann auf die Gefahr hingewiesen worden und hätte sie
> wissentlich nicht beseitigt.

Papiernes Hinweisschreiben ist schonmal nicht schlecht; Widerspruch
löst ggf. Gebühren aus.

Ich schrub hier an die Verwaltung, die auf einer Fahrbahn mit Breite für drei
Spuren einrichtete:

- Haltestellenspur für Fernlinienbusse
- Fahrspur aufwärts
- (anstelle einer Linksparkerbuszwischenlagerspur:) Busspur abwärts.

Alles schön und gut? Bis am linken Gepäckfach Ladegeschäft herrscht,
dort also Bushelfer und Fahrgäste herumwuseln, Kraftverkehr nicht
wartet, sondern über die Gegenbusspur vorbeizieht, bis dort der fällige
Gegenbus auftaucht...

(Hab's mal so erwähnt, obwohl dort Radverkehr nicht speziell gefährdet wird,
der ist infolge Pflasterung und Steigung an der Stelle eher langsam und zudem spärlich
unterwegs).

Martin Wohlauer

unread,
Apr 9, 2021, 10:34:05 AM4/9/21
to
Am 09.04.21 um 09:11 schrieb Dirk Wagner:
Hast bei der zuständigen Behörde mal nachgehakt, ob das so gewollt ist?
Hierzustadt werden die Baustellenbetreiber zumindest regelmäßig »kreativ«...

Grüßle,

Martin.

Dirk Wagner

unread,
Apr 9, 2021, 11:48:17 AM4/9/21
to
Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:

> Hast bei der zuständigen Behörde mal nachgehakt, ob das so gewollt ist?
> Hierzustadt werden die Baustellenbetreiber zumindest regelmäßig »kreativ«...

Ja, die Anfrage wartet noch auf Bearbeitung...

ciao

dirk

Martin Wohlauer

unread,
Apr 10, 2021, 4:30:51 AM4/10/21
to
Am 09.04.21 um 17:48 schrieb Dirk Wagner:
Bei uns scheint sich auf solche Schreiben hin eigentlich immer recht
schnell was zu tun.

Grüßle,

Martin.

Dirk Wagner

unread,
Apr 10, 2021, 7:45:28 AM4/10/21
to
Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:

> Bei uns scheint sich auf solche Schreiben hin eigentlich immer recht
> schnell was zu tun.

meine Anfrage ging erst Mittwoch raus...

ciao

dirk

Mathias Weierganz

unread,
Apr 12, 2021, 4:56:48 AM4/12/21
to
Am 08.04.2021 um 13:34 schrieb Chr. Maercker:
>
> Mit anderem Ampeltiming wäre keine niederländische oder sonstige
> Sonderlocke notwendig. Aber das bremst ja den Verkehr aus ...
>

In erster Linie allerdings den Radverkehr: 4s grün, 100s rot

Mathias Weierganz

unread,
Apr 12, 2021, 5:04:16 AM4/12/21
to
Am 08.04.2021 um 13:57 schrieb Martin Τrautmann:
>
> So ein Schmarrn. Man rückt die Radfahrer noch mehr aus der
> Sichtbeziehung zur Hauptverkehrsrichtung raus. Man unterstellt den
> Radfahrern, sie können selbst aktiv beitragen, indem man sie auf einen
> Slalom-Parcours schickt, wo sie sich selbst darum kümmern sollen, auf
> ihr Vorfahrtsrecht zu verzichten. Denn wenn sie sich dann überfahren
> lassen, sind sie schlicht selbst schuld.
>
In allen bunten Bildchen zu dieser neuen Mode werden nie LKW gezeigt.
Der Fahrer sieht, wenn er halb abgebogen ist, im rechten Hauptspiegel
seinen Anhänger und vielleicht kann er in irgendeinem Weitwinkelspiegel
klitzeklein einen Radfahrer entdecken, der angefahren kommt.

Mathias Weierganz

unread,
Apr 12, 2021, 5:07:54 AM4/12/21
to
Am 08.04.2021 um 21:01 schrieb Chr. Maercker:
> Im Grunde sind das jene Verschwenkungen, die auch hierzulande viele
> Randwege auszeichnen, insbesondere außerörtliche. Und es ist sogar
> Verkehrtplanern und Behörden seit Jahren bekannt, dass eben diese
> Verschwenkungen schlecht für die Sicherheit sind.
>

Der Sinn ist ja auch keine erhöhte Sicherheit, sondern schlicht eine
geringere Behinderung des "Verkehrs" auf der Hauptstraße, denn ein
abbiegender PKW bremst ja den Verkehr auf der Hauptstraße nicht mehr
aus.

Chr. Maercker

unread,
Apr 12, 2021, 9:03:56 AM4/12/21
to
Mathias Weierganz wrote:
[Verschwenkungen]
> Der Sinn ist ja auch keine erhöhte Sicherheit, sondern schlicht eine
> geringere Behinderung des "Verkehrs" auf der Hauptstraße, denn ein
> abbiegender PKW bremst ja den Verkehr auf der Hauptstraße nicht mehr
> aus.

Die Erfinder der Verschwenkungen sind meines Wissens davon ausgegangen,
dass Radfahrer auf verschwenkten Furten vor der Windschutzscheibe der
abbiegenden Kfz erscheinen statt an ihrer Flanke. Prinzipiell ist diese
Idee nicht falsch, das Problem ist, dass Abbieger regelmäßig vergessen,
dass die abgesetzten Randwege zur gleichen Straße gehören, die sie eben
verlassen haben. Schlecht für den Vorrang, den Radfahrer dort
eigentlich haben. Die StVBn haben konsequenterweise den Vorrang mit
VZ205 auf den Randwegen beseitigt - und damit die betr. Randwege für
selbständig statt straßenbegleitend erklärt. Benutzungspflicht hat sich
damit.

Chr. Maercker

unread,
Apr 12, 2021, 9:07:31 AM4/12/21
to
Mathias Weierganz wrote:
> In allen bunten Bildchen zu dieser neuen Mode werden nie LKW gezeigt.
> Der Fahrer sieht, wenn er halb abgebogen ist, im rechten Hauptspiegel
> seinen Anhänger und vielleicht kann er in irgendeinem Weitwinkelspiegel
> klitzeklein einen Radfahrer entdecken, der angefahren kommt.

ACK, bei so wenig Verschwenkung müssen Auto- und LKW-Fahrer nochmal
zusätzlich nach rechts schauen, um Radfahrer zu sehen. Der Unterschied
zur Gattung gemeiner Randweg besteht also nur darin, dass sie Radfahrer
eher durch die Seitenscheibe statt in (einem der) rechten Außenspiegel
sehen. Das Problem, dass sie *hinschauen* müssen, bleibt.

Bernhard Kraft

unread,
Apr 13, 2021, 8:57:06 AM4/13/21
to
Am 08.04.2021 um 19:48 schrieb Gerald Eіscher:
> Am 08.04.21 um 12:33 schrieb Dirk Wagner:
>> https://www.hessenschau.de/gesellschaft/modellprojekt-so-will-darmstadt-kreuzungen-fahrradfreundlicher-machen,niederlaendische-kreuzung-darmstadt-100.html
>>
>> Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses
>> Kreuzungsdesign das Grundproblem lösen soll.
>
> Radfahrer werden zusätzlich, dass sie auf Rad_weg_en ausgebremst werden,
> an Kreuzungen zu lustigen Verschwenkungen gezwungen, Fussgänger
> ebenfalls.

Radfahrer haben immer die falsche Geschwindigkeit. Auf der Fahrbahn vor
dem Auto sind sie unglaublich langsam, aber sobald sie auf den Radweg
gelangen, sind sie nah an der Lichtgeschwindigkeit.

Deswegen werden Radfahrer immer übersehen. Wer rechnet schon damit, dass
ein Fahrzeug mal langsam und mal schnell fährt?

Außerdem haben Radfahrer den Nachteil, dass sie beim Abbremsen nicht die
Fahrspur blockieren und einen Stau verursachen. Dadurch stehen sie
plötzlich irgendwo herum und fahren ebenso plötzlich los, ohne das man
sie bemerkt. Dieses Problem kann das Kreuzungsdesign nicht lösen.


Chr. Maercker

unread,
Apr 14, 2021, 6:53:25 AM4/14/21
to
Im Prinzip ja (Jerevan), aber der Einwand stammt von einem
Verkehrtplaner. Der behauptete auch, ohne Zwangsrandwege müssten die
Räumzeiten von Ampeln verlängert werden und das wäre ja nachteilig für alle.

Thomas Bliesener

unread,
Apr 18, 2021, 12:08:06 AM4/18/21
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Radfahrer werden zusätzlich, dass sie auf Rad_weg_en ausgebremst werden,
> an Kreuzungen zu lustigen Verschwenkungen gezwungen,

Verschwenkungen an Kreuzungen? Verschwenkungen *nur* an Kreuzungen? Wie
rückständig! In Mexiko ist man da schon weiter, hier baut man
Verschwenkungen auch auf der Strecke ein:
<http://melix.mx/~bli/misc/DSC00537.webp>. Auf den 200 m des vor
wenigen Monaten eingeweihten Wegelchen gibt es drei Stück davon. Auf der
Gegenseite sieht es ähnlich aus: <http://melix.mx/~bli/misc/DSC00541.webp>.

Das wäre ja noch normal, aber mich erschüttert, daß viele Radfahrer
total glücklich damit sind. Ein sicherer geschützer Radweg, extra für
uns Radfahrer gebaut. Preiset den Herrn!

Heute, als ich die Fotos machte, habe ich den Nachteil zu breiter PBLs
verstanden. Das Wegelchen stadtauswärts auf dem ersten Fotos ist für
Autos zu schmal, um darauf zu parken. Ich habe dort kein parkendes Auto
gesehen, nur weiter hinten ein Motorrad. Stadteinwärts ist die PBL
breiter. Dort parkte konsequenterweise ein Lieferwagen. Die
Radwegfans lernen dann, das der "Schutz" in beide Richtungen wirkt.

Wo kein Platz für horizonale Verschwenkungen ist, sorgt man gerne
vertikal für Abwechslung: <http://melix.mx/~bli/misc/DSC00544.webp>,
<http://melix.mx/~bli/misc/DSC00293.webp>.
--
bli

Wolfgang Strobl

unread,
Apr 18, 2021, 8:08:04 AM4/18/21
to
Am Sat, 17 Apr 2021 23:01:24 -0500 schrieb Thomas Bliesener
<use...@xabs.de>:

>Gerald E?scher schrieb:
>> Radfahrer werden zusätzlich, dass sie auf Rad_weg_en ausgebremst werden,
>> an Kreuzungen zu lustigen Verschwenkungen gezwungen,
>
>Verschwenkungen an Kreuzungen? Verschwenkungen *nur* an Kreuzungen? Wie
>rückständig! In Mexiko ist man da schon weiter, hier baut man
>Verschwenkungen auch auf der Strecke ein:
><http://melix.mx/~bli/misc/DSC00537.webp>. Auf den 200 m des vor
>wenigen Monaten eingeweihten Wegelchen gibt es drei Stück davon. Auf der
>Gegenseite sieht es ähnlich aus: <http://melix.mx/~bli/misc/DSC00541.webp>.

Webp mag ja etwas effizienter komprimieren, ich frage mich allerdings,
ob sich das bei so kleinen Bildchen lohnt. Jedenfalls hat es den
Nachteil, dass es aussichtslos ist, bei Diaspora/Pluspora damit etwas
anzufangen. Das JavaScript-Gedöns, das da die Webseite erzeugt, der
Viewer mag die nämlich nicht anzeigen.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Robert Latest

unread,
Apr 19, 2021, 9:21:54 AM4/19/21
to
Chr. Maercker wrote:
> Mathias Weierganz wrote:
> [Verschwenkungen]
>> Der Sinn ist ja auch keine erhöhte Sicherheit, sondern schlicht eine
>> geringere Behinderung des "Verkehrs" auf der Hauptstraße, denn ein
>> abbiegender PKW bremst ja den Verkehr auf der Hauptstraße nicht mehr
>> aus.
>
> Die Erfinder der [Radverkehrseinrichtung] sind [...]davon ausgegangen,
> dass Radfahrer [...]

Das sieht man leider überall.

--
robert

Robert Latest

unread,
Apr 19, 2021, 9:27:34 AM4/19/21
to
Bernhard Kraft wrote:
> Außerdem haben Radfahrer den Nachteil, dass sie beim Abbremsen nicht die
> Fahrspur blockieren

Sollten sie aber tunlichst. Ich kenne keine Spur, in der 1 Auto und 1 Radfahrer
unter Einhaltung aller notwendigen Sicherheitsabstände nebeneinander passen.

--
robert

Robert Latest

unread,
Apr 19, 2021, 9:36:01 AM4/19/21
to
Dirk Wagner wrote:
> Warum traut sich kein Verkehrspolitiker Tempo 30 mit verpflichtender
> Fahrbahnbenutzung zu propagieren?

Weil er in einer Hinsicht leider, leider recht hat: Die meisten RadfahrerInnen
trauen sich nicht so recht auf die Fahrbahn. Und wenn sie es dann doch tun,
drücken sie sich zu weit rechts herum. Ich habe meine Kinder von Anfang an zu
selbstbewusstem, zügigen Fahren auf der Fahrbahn erzogen. Auf verkehrssicheren
Rädern. Der Großteil ihrer Mitschüler hampelt noch mit 15 auf Baumarktschrott
ohne Licht, Luft und Bremsen auf dem Gehewg rum. Aber mit Helm!

Insofern machen diese albernen "Schutzstreifen" Sinn: Sie suggerieren
unsicheren Radfahrern, dass es völlig OK ist, der gefährlichen Tätigkeit
Radfahren auf der gefährlichen Straße mit den gefährlichen Autos nachzugehen.
Die Linie verführt zu meiner Überraschung die Autofahrer *nicht* dazu,
Reifenkante-Linienkante zu fahren. Ich nehme mit Schutzstreifen keine
verschlechterte Abstandsdisziplin wahr.

--
robert

Robert Latest

unread,
Apr 19, 2021, 9:45:55 AM4/19/21
to
Chr. Maercker wrote:
>
> Mit anderem Ampeltiming wäre keine niederländische oder sonstige
> Sonderlocke notwendig. Aber das bremst ja den Verkehr aus ...

Meine Erfahrung aus 10 Tagen Kopenhagen: Zur *dänischen* Sonderlocke gehört
*auch* eine fahrradkompatible Ampelschaltung. Ob es des Extra-Bordsteins bedarf
mal dahin gestellt, aber das Auto+Radfahrkonzept ist insgesamt durchdacht und
konsequent (!) umgesetzt. Wenn man sich auf dem Rad mit max 25 km/h begnügt.

Meine Erfahrung aus Hamburg: Wann immer mal ein paar 100m Straße renoviert
werden, denkt sich jemand was Neues zum Thema Fahrrad aus. Zuletzt Langenfelder
Damm. Alle 100m ne andere Idee.

--
robert

Wolfgang Strobl

unread,
Apr 19, 2021, 10:32:43 AM4/19/21
to
Mit den pauschalen 1,50 m, die oft zu wenig sind, oft aber auch zu viel,
hat man den Radfahrern einen Bärendienst erwiesen. Ein Schelm ...

Wolfgang Strobl

unread,
Apr 19, 2021, 10:59:31 AM4/19/21
to
Am 19 Apr 2021 13:35:59 GMT schrieb Robert Latest <bobl...@yahoo.com>:

>Dirk Wagner wrote:
>> Warum traut sich kein Verkehrspolitiker Tempo 30 mit verpflichtender
>> Fahrbahnbenutzung zu propagieren?
>
>Weil er in einer Hinsicht leider, leider recht hat: Die meisten RadfahrerInnen
>trauen sich nicht so recht auf die Fahrbahn. Und wenn sie es dann doch tun,
>drücken sie sich zu weit rechts herum. Ich habe meine Kinder von Anfang an zu
>selbstbewusstem, zügigen Fahren auf der Fahrbahn erzogen. Auf verkehrssicheren
>Rädern. Der Großteil ihrer Mitschüler hampelt noch mit 15 auf Baumarktschrott
>ohne Licht, Luft und Bremsen auf dem Gehewg rum. Aber mit Helm!
>
>Insofern machen diese albernen "Schutzstreifen" Sinn: Sie suggerieren
>unsicheren Radfahrern, dass es völlig OK ist, der gefährlichen Tätigkeit
>Radfahren auf der gefährlichen Straße mit den gefährlichen Autos nachzugehen.

Als ich die Tage mit meiner Frau spazieren ging und die Strasse den
örtlichen Hügel hoch gequert hatte, bei der ich mich immer wieder über
den beschissenen neuen Schmutzstreifen ärgere, blickte ich mich aus
irgend einem Grunde um. Was sah ich da: einen Rennradfahrer in voller
Montur, den dort keinen Meter breiten Bürgersteig hochfahrend und dabei
angestrengt auf sein an den Lenker und vmtl. als Navi dienendes Handy
starrend.

Links neben sich den etwas breiteren Schutzstreifen, auf einer zu dem
Zeitpunkt erstaunlich wenig befahrenen Straße.

Unsicheren Radfahrern mögen Suggestivstreifen, die man dann in
Schutzstreifen umgetauft hat, vielleicht suggerieren, dass sie da
geschützt seien. Jedoch bricht diese Illusion schnell genug zusammen,
nicht zuletzt, weil genau diese Schutzstreifen aufgrund ihrer oft
mangelnden Breite (dafür wurden sie ja letztlich erfunden) auch
suggerieren, dass man nahe am Bordstein fahren solle - mit den zu
erwartenden Folgen, etwa wenn ein Fußgänger auf die Fahrbahn tritt,
jemand eine Autotüre öffnet oder nach einem Schlenker um eine Hindernis
die Bremsen eines vorbeifahrenden Autos kreischen (dessen Fahrer sich ja
an der Trennlinie orientiert, sobald eine da ist, nicht an irgendwelchen
abstrakten Abstandsregeln). Danach weiss der unsichere Radfahrer, dass
Radfahren auf der Fahrbahn saugefährlich ist und wir deswegen "protected
bike lanes" brauchen oder besser noch, doch wieder die Hochbordradwege.

Danach sieht es dann jedenfalls so aus, wie ich es vor vielen Jahren mal
dokumentiert habe, als die Schmutzstreifen noch neu waren:

<https://www.mystrobl.de/ws/fahrrad/rwbilder/radstreifen6/03_1.html>

Man beachte den Radfahrer auf dem Bürgersteig (eine frühe PBL, btw.!)
sowie das durch diesen teilweise verdeckte Lieferfahrzeug weiter hinten.

>Die Linie verführt zu meiner Überraschung die Autofahrer *nicht* dazu,
>Reifenkante-Linienkante zu fahren. Ich nehme mit Schutzstreifen keine
>verschlechterte Abstandsdisziplin wahr.

Ich schon. Dein Irrtum ergibt sich möglicherweise daraus, dass insb.
nach Einführung der 1,50 m-Regel gerne in demonstrativ weitem Bogen
überholt wird, sofern das einfach möglich ist. Zum Ausgleich wird dann
aber gelegentlich auch besonders dicht überholt, wenn es _nicht_ möglich
ist, so nach dem Motto "ist ja jetzt sowieso egal und verboten".

Richtig ärgerlich ist es aber, wenn Schutzstreifen so wie vorgesehen
gepinselt werden, also da, wo der Platz für einen regelkonformen
richtigen Radstreifen schon auf gerader Strecke nicht ausreicht. Da
werden diese Schutzstreifen dann gnadenlos auch um die Kurve
durchgezogen - und das wird dann wirklich gefährlich, selbst wenn
seitens eines Autofahrers weder grobe Nachlässigkeit noch böser Wille im
Spiel ist. Wer als Radfahrer einigermaßen bei Verstand ist, weiss,
dass man möglichst nicht in tote Winkel hineinfährt, vor allem nicht
dort, wo schnell gefahren wird. Dies bedeutet, dass man bei einer Kurve
vor und in der Kurve mehr Abstand vom Strassenrand halten muss als auf
gerader Strecke, insb. aber bei Rechtskurven. Schutzstreifen erschweren
das erheblich. Man muss schon sehr robust sein, um in einem Anstieg,
der in eine Rechtskurve mündet, den Schutzstreifen vor so einer Kurve
komplett zu verlassen. Es ist aber trotzdem anzuraten. Lieber gesehen
und angehupt werden, als in der Kurve mit hohem Tempo umgenietet zu
werden und dann zu hören, das man "plötzlich aufgetaucht" sei.


Ich empfehle, die oben verlinkte Bildfolge mal komplett durchzusehen.

Thomas Bliesener

unread,
Apr 20, 2021, 1:00:05 AM4/20/21
to
Martin Gerdes schrieb:
> Das ist doch auch deutsche Standardbauart! Die Outler müssen schließlich
> ohne große Hoppelei aus ihren Garageneinfahrten herauskommen.

Jein. Die Ausfahrten, wie ich sie aus BS kenne, sind sanfter. Das wird
aber dadurch wettgemacht, daß sie schräg und oft mit Basalt gepflastert
sind. Das ist bei Nässe sauglatt.
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Apr 20, 2021, 1:00:06 AM4/20/21
to
Wolfgang Strobl schrieb:
> Webp mag ja etwas effizienter komprimieren, ich frage mich allerdings,
> ob sich das bei so kleinen Bildchen lohnt.

Das erste Bild belegt mit 217 kibyte nur die Hälfte der 425 kibyte, die
es als JPEG belegen würde.

> Jedenfalls hat es den Nachteil, dass es aussichtslos ist, bei
> Diaspora/Pluspora damit etwas anzufangen. Das JavaScript-Gedöns, das
> da die Webseite erzeugt, der Viewer mag die nämlich nicht anzeigen.

Ich verstehe jetzt zwar nicht den Bezug, aber bei so brandneuen
Formaten, die erst gut zehn Jahre auf der Welt sind, muß man halt einige
Einschränkungen in Kauf nehmen. Meines Wissens wird WEBP jedoch von
allen gängigen Browsern unterstützt, seit 2020 sogar von Safari.
--
bli

Robert Latest

unread,
Apr 20, 2021, 6:43:29 AM4/20/21
to
Wolfgang Strobl wrote:
>>Die Linie verführt zu meiner Überraschung die Autofahrer *nicht* dazu,
>>Reifenkante-Linienkante zu fahren. Ich nehme mit Schutzstreifen keine
>>verschlechterte Abstandsdisziplin wahr.
>
> Ich schon. Dein Irrtum ergibt sich möglicherweise daraus, dass insb.
> nach Einführung der 1,50 m-Regel gerne in demonstrativ weitem Bogen
> überholt wird, sofern das einfach möglich ist. Zum Ausgleich wird dann
> aber gelegentlich auch besonders dicht überholt, wenn es _nicht_ möglich
> ist, so nach dem Motto "ist ja jetzt sowieso egal und verboten".

Kann gut sein. Ich werde im Stadtverkehr eher selten überholt.

> Man muss schon sehr robust sein, um in einem Anstieg,
> der in eine Rechtskurve mündet, [...]

Hast sicher recht. In Hamburg gibt es so gut wie keine in was auch immer
mündende Anstiege ;-)

--
robert

Wolfgang Strobl

unread,
Apr 20, 2021, 8:54:19 AM4/20/21
to
Am Mon, 19 Apr 2021 23:36:25 -0500 schrieb Thomas Bliesener
<use...@xabs.de>:
Ich meine damit das hier,
<https://pluspora.com/>
<https://diasporafoundation.org/>
Ab und zu schreibe ich da was, insb. wenn es nicht nur um Text geht, bin
da gelandet, nachdem Google+ zugemacht wurde und viele der
G+-Flüchtlinge dahin umzogen.

Ein Beispiel, das ich schon mal verlinkt hatte:

<https://pluspora.com/posts/40c85f6073dd0139cc39005056264835>

Das Problem sind nicht die Browser, der Firefox hier kann webp perfekt
zeigen. Aber warum auch immer und wie ich schon schrieb, die verlinkte
Seite (die man ohne Anmeldung anschauen kann) ist im Grunde kein HTML,
sondern ein banaler HTML-Rahmen, in dem der Text nur als CDATA in einem
Script-Tag enthalten ist und/oder in allen möglichen Meta-Tags, die dann
ein Viewer-Script interpretiert. Warum auch immer, zwar kann die
Vorschau, die man beim Formulieren eines Postings nutzt, .webp anzeigen,
das fertige Posting hingegen kann damit nichts anfangen. Wo das Problem
genau sitzt, weiß ich nicht und halte von JavaScript auch zu viel
Distanz, als dass ich das im Detail untersuchen wollte.

Jedenfalls verhindert es, dass ich eines deiner Fotos unverändert dazu
benutze, um über Radwege zu lästern. Ich müsste es also umkodieren,
selber hosten oder Pluspora es hosten lassen. Das möchte ich aber nicht.

Aus div. Gründen compiliere ich meine ursprünglich in Markdown
formulierten Postings in eine Schattenkopie aus einfachem statischem
HTML mit ein wenig CSS, die dann natürlich überall funktioniert. Da
werden bzw. würden Deine Bilder dann problemlos angezeigt. Da ich diese
Schattenseiten aber eigentlich nur für den Eigenbedarf produziere (so
viel Vertrauen habe ich in das dispora-Netz auch nciht), wäre damit
nicht viel gewonnen: wer an dem Netz teilnimmt, sähe da nur einen Text,
der sich auf nichtvorhandene Bilder bezieht und würde sich bestenfalls
über den Unsinn wundern.

Martin Wohlauer

unread,
Apr 20, 2021, 9:48:16 AM4/20/21
to
Am 18.04.21 um 06:01 schrieb Thomas Bliesener:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Radfahrer werden zusätzlich, dass sie auf Rad_weg_en ausgebremst werden,
>> an Kreuzungen zu lustigen Verschwenkungen gezwungen,
>
> Verschwenkungen an Kreuzungen? Verschwenkungen *nur* an Kreuzungen? Wie
> rückständig! In Mexiko ist man da schon weiter, hier baut man
> Verschwenkungen auch auf der Strecke ein:
> <http://melix.mx/~bli/misc/DSC00537.webp>. Auf den 200 m des vor
> wenigen Monaten eingeweihten Wegelchen gibt es drei Stück davon. Auf der
> Gegenseite sieht es ähnlich aus: <http://melix.mx/~bli/misc/DSC00541.webp>.

Schaut jetzt nicht so grundlegend anders aus, als bei uns, wo man dann
noch dazu einfach auf dem Hochbord geführt wird.

> Wo kein Platz für horizonale Verschwenkungen ist, sorgt man gerne
> vertikal für Abwechslung: <http://melix.mx/~bli/misc/DSC00544.webp>,
> <http://melix.mx/~bli/misc/DSC00293.webp>.

Auch so was findest du hierzulande problemlos...

Grüßle,

Martin.

Sascha Dungs

unread,
Apr 20, 2021, 12:46:24 PM4/20/21
to
Am 19.04.2021 um 16:57 schrieb Wolfgang Strobl:

> Ich schon. Dein Irrtum ergibt sich möglicherweise daraus, dass insb.
> nach Einführung der 1,50 m-Regel gerne in demonstrativ weitem Bogen
> überholt wird, sofern das einfach möglich ist. Zum Ausgleich wird dann
> aber gelegentlich auch besonders dicht überholt, wenn es _nicht_ möglich
> ist, so nach dem Motto "ist ja jetzt sowieso egal und verboten".

Das kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Dichtüberholmanöver
traten "hier" nach meinem subjektiven Erleben weder gehäufter auf als in
den Jahren davor, noch waren sie dichter. Nach wie vor erlebe ich
besonders dichte Überholmanöver fast ausschließlich auf schmalen
Schutzstreifen.

--
Gruß, Sascha

Thomas Bliesener

unread,
Apr 24, 2021, 5:00:06 PM4/24/21
to
Robert Latest schrieb:
> Meine Erfahrung aus 10 Tagen Kopenhagen: Zur *dänischen* Sonderlocke gehört
> *auch* eine fahrradkompatible Ampelschaltung.

Man kommt immer mit der ersten Grünphase rüber? Aus dem anderen
Radfahrerparadies, den Niederlanden, kenne ich Videos, wo das nur dem
Verkehr auf der Fahrbahn daneben gelingt und die Rad_weg-Nutzer zwei
oder drei Ampelphasen brauchen.

> aber das Auto+Radfahrkonzept ist insgesamt durchdacht und konsequent
> (!) umgesetzt.

In der Tat, dem Kraftverkehr wurden die Hindernisse aus dem Weg geräumt:
<https://www.youtube.com/watch?v=FaySp9i2zMA>.

> Wenn man sich auf dem Rad mit max 25 km/h begnügt.

Auf vielen Strecken auf dem Video dürfte das utopisch sein. Entweder
weil die Rad_wegs zu schmal, zu verwinkelt oder zu voll dazu sind
--
bli

Chr. Maercker

unread,
Apr 30, 2021, 3:48:28 PM4/30/21
to
Thomas Bliesener wrote:
> Man kommt immer mit der ersten Grünphase rüber? Aus dem anderen
> Radfahrerparadies, den Niederlanden, kenne ich Videos, wo das nur dem
> Verkehr auf der Fahrbahn daneben gelingt und die Rad_weg-Nutzer zwei
> oder drei Ampelphasen brauchen.

Und das liegt nicht evtl. an der hohen Radverkehrsdichte? So hoch wie
die in den Niederlanden ist, treten leicht ähnliche Probleme auf, wie
sie hierzulande nur Autofahrer haben. Die dortigen Radwege sind zwar
breiter als hiesige, aber für das Radverkehrsaufkommen beileibe nicht
breit genug. Dort stellt sich mancherorts die Frage, obe die Fahrbahnen
ausreichen würden ...

>> aber das Auto+Radfahrkonzept ist insgesamt durchdacht und konsequent
>> (!) umgesetzt.

> In der Tat, dem Kraftverkehr wurden die Hindernisse aus dem Weg geräumt:
> <https://www.youtube.com/watch?v=FaySp9i2zMA>.

Und die Randwege sind meinen Infos zufolge überwiegend einseitig
geführt. Wenn das dennoch halbwegws unfallarm funktionieren sollte, dann
nur deswegen, weil skandinavische Autofahrer für sachte Fahrweise
bekannt sind und außerdem wegen des starken Radverkehrs überall mit
"Geisterradlern" rechnen müssen. Hinzu kommen satte Bußgelder.

>> Wenn man sich auf dem Rad mit max 25 km/h begnügt.

> Auf vielen Strecken auf dem Video dürfte das utopisch sein. Entweder
> weil die Rad_wegs zu schmal, zu verwinkelt oder zu voll dazu sind

In .dk, .nl wie auch Münster vor allem letzteres.

Chr. Maercker

unread,
Apr 30, 2021, 3:59:18 PM4/30/21
to
Robert Latest wrote:
> Weil er in einer Hinsicht leider, leider recht hat: Die meisten RadfahrerInnen
> trauen sich nicht so recht auf die Fahrbahn. Und wenn sie es dann doch tun,
> drücken sie sich zu weit rechts herum. Ich habe meine Kinder von Anfang an zu
> selbstbewusstem, zügigen Fahren auf der Fahrbahn erzogen. Auf verkehrssicheren
> Rädern. Der Großteil ihrer Mitschüler hampelt noch mit 15 auf Baumarktschrott
> ohne Licht, Luft und Bremsen auf dem Gehewg rum. Aber mit Helm!

Mit Licht ist es deutlich besser geworden, seit es NaDys und LED-Licht
gibt und außerdem Batterielicht erlaubt wurde. Wenigstens Bremsen
bekommen fast alle Fahrräder serienmäßig, manche freilich welche, die
diesen Namen nicht verdienen. Der Rest ist unmögliche Fahrweise und die
ist leider Produkt üblicher "Verkehrserziehung". Sie erfolgt seltenst
durch Leute, die regelmäßig im Alltag oder gar im Mischverkehr fahren.

> Insofern machen diese albernen "Schutzstreifen" Sinn: Sie suggerieren
^^^^^^^^^^^
ACK, sie suggerieren ihnen besondere Sicherheit. Die Folge ist
verminderte Aufmerksamkeit für den Kraftverkehr - und umgekehrt.

> unsicheren Radfahrern, dass es völlig OK ist, der gefährlichen Tätigkeit
> Radfahren auf der gefährlichen Straße mit den gefährlichen Autos nachzugehen.

Radwege tun das letzlich auch und werden dank baulicher Trennung von
manchen Radfahrern besser angenommen als Streifen. Momentan ist sogar
eine Rückentwicklung via "geschützte Radstreifen" hin zum "guten alten"
Hochbordpolter zu beobachten.

> Die Linie verführt zu meiner Überraschung die Autofahrer *nicht* dazu,
> Reifenkante-Linienkante zu fahren. Ich nehme mit Schutzstreifen keine
> verschlechterte Abstandsdisziplin wahr.

Abhängigkeiten von der Straßenbreite sind Dir dabei noch nie
aufgefallen? Mir schon.

Chr. Maercker

unread,
Apr 30, 2021, 4:02:30 PM4/30/21
to
Sascha Dungs wrote:
> Das kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Dichtüberholmanöver
> traten "hier" nach meinem subjektiven Erleben weder gehäufter auf als in
> den Jahren davor, noch waren sie dichter.

ACK, bisher habe ich keine Veränderung wahrgenommen.

> besonders dichte Überholmanöver fast ausschließlich auf schmalen
> Schutzstreifen.

Ich hatte mehrfach Engüberholer im Mischverkehr auf einer vierstreifigen
Straße, obwohl der linke Fahrsreifen frei war. Eindeutig Absicht,
daneben war ein nicht pflichtiger Randweg.

Paul Durand

unread,
May 3, 2021, 6:21:58 PM5/3/21
to
Hallo, ich bin eine Person, die internationale Kredite anbietet. Mit einem Kapital, das zur kurz- und langfristigen Gewährung von Darlehen zwischen Einzelpersonen zwischen 100.000 und 50.000.000 Euro an alle ernsthaften Menschen mit einem echten Bedarf verwendet wird, beträgt der Zinssatz 2%. Ich gebe Finanzdarlehen, Wohnungsbaudarlehen, Investitionsdarlehen, Autokredit, Privatdarlehen. Ich bin verfügbar, um meine Kunden innerhalb von maximal 03 Tagen nach Eingang Ihres Anfrageformulars zufrieden zu stellen.
PS: Sehr ernste Nachrichten, also keine ernsthafte Person, die sich enthalten muss
Mail: pauldu...@gmail.com
Wathsapp: +17757438881

Dirk Wagner

unread,
May 4, 2021, 2:23:58 AM5/4/21
to
Dirk Wagner <usenet...@diwasoft.de> wrote:

> Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:
>
> > Bei uns scheint sich auf solche Schreiben hin eigentlich immer recht
> > schnell was zu tun.
>
> meine Anfrage ging erst Mittwoch raus...

Heute bekam ich die Antwort, dass man dabei sei eine sichere
Verkehrsführung für Radfahrer auszuarbeiten und zeitnah umzusetzen...

Ciao

dirk
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