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Radhose und Hygiene

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Max Lueerssen

unread,
Feb 21, 2003, 7:45:20 AM2/21/03
to
Hallo NG!
Ich habe mal eine Frage: Wie gehe ich mit meiner Radhose am besten um,
damit diese möglichst lange ihrer Bestimmung nachkommen kann? Ich
meine jetzt speziell: Mit oder ohne Unterhose fahren? Wie und wie oft
waschen? Ist eine Gonso (modell weiß ich nicht) mit einem ziemlich
modern aussehenden Kunststoff(?)polster.
Ciao,
Max

Ingo Jahns

unread,
Feb 21, 2003, 8:24:49 AM2/21/03
to
Max Lueerssen <ma...@lueerssen.com> wrote:

> Hallo NG!
> Ich habe mal eine Frage: Wie gehe ich mit meiner Radhose am besten um,
> damit diese möglichst lange ihrer Bestimmung nachkommen kann? Ich
> meine jetzt speziell: Mit oder ohne Unterhose fahren?

Ohne (Verhindert Blasen/Scheuern)

> Wie

Nach Anleitung, vor allem nicht zu heiß. Seife o.ä. schadet nicht.
Öfter mal mit der Hand ist auch OK.

> und wie oft waschen?

Rieche und entscheide!

Schönes Wochenende Ingo

Michael Haase

unread,
Feb 21, 2003, 8:34:30 AM2/21/03
to
Hallo,

> > Ich habe mal eine Frage: Wie gehe ich mit meiner Radhose am besten um,
> > damit diese möglichst lange ihrer Bestimmung nachkommen kann? Ich
> > meine jetzt speziell: Mit oder ohne Unterhose fahren?
>
> Ohne (Verhindert Blasen/Scheuern)

Oder mit einer Boxer-Short aus angenehmem Stoff und ohne Nähte an
'strategisch ungünstigen Stellen'.
Mangels Vergleichsmöglichkeit weiß ich nicht was besser ist, einfach
ausprobieren!
Aber die Boxer-Short-Lösung hat sich auch auf langen Touren bei mir bewährt.

Grüße,
Michael

Matthias Frank

unread,
Feb 21, 2003, 8:57:40 AM2/21/03
to

Max Lueerssen schrieb:

> Hallo NG!
> Ich habe mal eine Frage: Wie gehe ich mit meiner Radhose am besten um,
> damit diese möglichst lange ihrer Bestimmung nachkommen kann? Ich
> meine jetzt speziell: Mit oder ohne Unterhose fahren?

Natürlich ohne!

> Wie und wie oft
> waschen?

Wenn sie dreckig ist schmeiss ich sie in die Waschmaschine.
Die Nähte sind schneller durch als das Polster rauh und trocken.
MfG
Matthias

Lars Birlenbach

unread,
Feb 21, 2003, 8:11:22 AM2/21/03
to
Max Lueerssen schrieb:

> Ich habe mal eine Frage: Wie gehe ich mit meiner Radhose am besten um,
> damit diese möglichst lange ihrer Bestimmung nachkommen kann? Ich
> meine jetzt speziell: Mit oder ohne Unterhose fahren?

Hängt von Dir ab. Ich fahre auch >100km mit Unterhose ohne
Beschwerden, und auf schmerzende Handgelenke hat diese
Frage keinen Einfluß :-) Wenn Du keine wunden Stellen kriegst,
spricht nichts gegen eine Unterhose drunter.

> Wie

Ich pack meine in die Waschmaschine bei 40°C.

> und wie oft waschen?

Im Sommer normalerweise jeden 2. Tag, wenn ich zwischen 1-2 Stunden
pro Tag unterwegs bin .Bei geringerer Schwitzbelastung halt etwas
seltener, nach einer langen Tour sofort.

Clemens M. Hürten

unread,
Feb 21, 2003, 9:18:12 AM2/21/03
to
In news:jm7c5vca2h36f7set...@4ax.com schrieb Max
Lueerssen:


Ich habe gar keine Radhose. Ich hatte mehrere ausprobiert. Alle haben
Falten gebildet, auf denen ich dann die ganze Fahrt über aushalten
musste. Dazu kam das Problem mit dem Schwitzen. Viele der Polsterungen
machten da Probleme, weil sie zu kleben oder zu "matschen" begannen.
Dazu noch das "männliche" Problem. Nie waren die "Kronjuwelen" dort, wo
sie sein sollten, also in einem quetschfreien Bereich.
Für so viel Geld so'n Scheixxx!

Für mein Fitness-Training suchte ich ebenfalls eine gut sitzende Hose.
Schließlich bin bei einer Laufhose für Dauerläufer oder so hängen
geblieben. Das ist eine Funktionshose der Firma ASICS und nennt sich
ASICS Duotech. Die kann patschnass sein, fühlt sich aber niemals so an.
Weiß der Teufel, wie die das hinkriegen. Eigentlich war ich ja immer
gegen so'n Plastik-Zeugs.
Aber diese Hose hat mich echt überzeugt. Da ist ein Innenteil drin, das
hält Schwanz und Sack dort, wo kein Quetschgefahr lauert. Die Nähte sind
so verarbeitet, dass sie ganz flach sind und mit den umgeschlagenen
rauheren Seiten nach außen zeigen.

Dann habe ich die Hose auch auf dem MTB probiert. Klasse! Sieht zwar
ungewöhnlich aus mit dem kurzbeinigen Schnitt. Ich finde es aber
wunderbar luftig und bequem, besonders bei heißem Wetter.

Dann haben mich Radler gefragt, ob ich mir die Oberschenkel-Innenseite
nicht wund fahre. Nix! Kein Problem. Ich fahre übrigens auf einem nach
vorne schmal geformten Gel-Sattel, also weich aber dennoch sportlich
geformt. Da gibt es auch keine Druckstellen auf der Hauptsitzzone
(Sitzhöcker).

Den Sattel neige ich um fast 2 cm nach vorne, weil ich deutlich nach
vorne geneigt fahre (Sattel gleich hoch wie Lenker). So krieg ich
optimale Power auf die Pedale. Fühlt sich fast so an, als ob ich mich
mit den Oberschenkeln gegen den Sattel stemmen kann, um mehr Kraft auf
die Pedale zu bekommen.

Pflege:
Nach jeder Fahrt wasche ich die Hose in Handwäsche mit Sanso im
Wschbecken. Habe ich mal vergessen. Da bildeten sich sofort weißgraue
Schweißränder. OK, ich fahre auch so, dass die Hose richtig
durchgeschwitzt wird. Beim Spinning im Fitness sowieso.

Für die kalte Jahreszeit habe ich noch nix Richtiges gefunden. Da
knubbelt alles, egal ob Jogging-Anzug oder sonst was. Und dann noch das
Problem mit der Temperatur-"Regelung". Wenn's zu warm wird, kann ich
schlecht was ablegen, ist es zu kalt, kann ich schlecht noch mehr drüber
ziehen.
Ich bin eh mehr ein Sommer-Typ.

Mal sehen, ob ich mich am Wochenende jetzt raus traue. Soll ja bis zu 9
Grad warm werden und nich regenen.

Schönes Wochenende auch!

Clemens


Gabriele Dirks

unread,
Feb 21, 2003, 10:05:19 AM2/21/03
to
Ingo Jahns <ja...@uni-mainz.de> wrote:
> Max Lueerssen <ma...@lueerssen.com> wrote:

>> Ich habe mal eine Frage: Wie gehe ich mit meiner Radhose am besten um,

>> Wie

> Nach Anleitung, vor allem nicht zu heiß. Seife o.ä. schadet nicht.
> Öfter mal mit der Hand ist auch OK.

>> und wie oft waschen?

> Rieche und entscheide!

Die neuesten Erkenntnisse, vielleicht besonders interessant für Frauen, die
sich schnell man Pilzinfektionen holen, weil man diese Hosen nun mal nicht
heiß genug waschen kann um da vorzubeugen: In Drogerien kann man günstig
einen Hygienespüler namens "Impresan" erstehen. Damit bin ich sehr
zufrieden, das Sportzeug braucht danach viel länger, bis es unappetittlich
müffelt.


Gabriele

Oliver Voß

unread,
Feb 21, 2003, 12:10:39 PM2/21/03
to

Tja, das ist so eine Sache. Die einen fahren mit Unterhose, die anderen
ohne (ich z.B. fahre immer mit Unterhose, weil ich das halt hygienischer
finde und die Radhose nicht so oft waschen muß). Aber wenn du es ohne
Unterhose angenehmer findest (vielleicht weil es mit Unterhose zwickt),
dann fahr eben ohne.

Gruß,

Oliver

--
Ham Radio Station DL1YOV: http://www.qsl.net/dl1yov

Christian Volk

unread,
Feb 21, 2003, 12:39:46 PM2/21/03
to
Lars Birlenbach wrote:

> Wenn Du keine wunden Stellen kriegst,
> spricht nichts gegen eine Unterhose drunter.

Feuchtigkeitsabgabe nach außen?
Oder hast du ne Radlunterhose aus
einer Synthetikmischung?

Das sind jetzt ernsthafte Fragen von mir, ich
habe seit heute eine Radhose und trage
gerade keine Unterhose drunter.

Christian

Andreas Randolf

unread,
Feb 21, 2003, 12:39:48 PM2/21/03
to
Hallo Oliver,

ich benutze diese "Funktionsunterwäsche" von Odlo,
die saugen Flüssigkeit nicht auf (bzw. nur minimal),
sondern lassen sie durch.

Ob ich eine Rad-Unterhose benutze, hängt von der
Außentemperatur ab, ganz einfach.

Gruß,

Sven Chowanietz

unread,
Feb 21, 2003, 1:06:53 PM2/21/03
to
Oliver Voß meinte:

> Tja, das ist so eine Sache. Die einen fahren mit Unterhose, die anderen
> ohne (ich z.B. fahre immer mit Unterhose, weil ich das halt hygienischer
> finde und die Radhose nicht so oft waschen muß). Aber wenn du es ohne
> Unterhose angenehmer findest (vielleicht weil es mit Unterhose zwickt),
> dann fahr eben ohne.
Wer fährt hier mit Radhose und Unterhose? *lol*
Ich finde es ekelig, diese Vorstellung einer vollgesaugten Unterhose.
*BÄÄÄÄÄÄH*
Radhosen zieht man einmal an und dann wäscht man sie. Schließlich sind sie
am nächsten Tag ja wieder trocken. Für die ganz harten mit Pilz im Darm gibt
es auch noch antibakteriellen Spray. *lol*

Sven


Martin Appel

unread,
Feb 21, 2003, 1:39:35 PM2/21/03
to
bi...@pciii-8.chemie.uni-siegen.de (Lars Birlenbach) schrieb:

> Max Lueerssen schrieb:
>
>> Ich habe mal eine Frage: Wie gehe ich mit meiner Radhose am besten um,
>> damit diese möglichst lange ihrer Bestimmung nachkommen kann? Ich
>> meine jetzt speziell: Mit oder ohne Unterhose fahren?
>
> Hängt von Dir ab. Ich fahre auch >100km mit Unterhose ohne
> Beschwerden

das hört sich ein bisschen komisch an... die allermeisten Leute, die
(beschwerdefrei) *richtig*viel fahren, tun dies nicht trotzdem, sondern
*weil* sie Radhosen "schottisch" benutzen.

Martin

Marten Hoffmann

unread,
Feb 21, 2003, 3:38:54 PM2/21/03
to
pael...@hotmail.com schreef ...

> Oder mit einer Boxer-Short aus angenehmem Stoff und ohne Nähte an
> 'strategisch ungünstigen Stellen'.
> Mangels Vergleichsmöglichkeit weiß ich nicht was besser ist, einfach
> ausprobieren!
> Aber die Boxer-Short-Lösung hat sich auch auf langen Touren bei mir bewährt.

Es gibt auch spezielle Radler-Unterhosen die man unter einem normalen
Short tragen kann. Da kombiniert man die Vorteile der Radlerhose mit dem
"dezenten" Aussehen des Shorts.

--
Mfg,
Marten

Marten Hoffmann

unread,
Feb 21, 2003, 3:43:25 PM2/21/03
to
clemens...@t-online.de schreef ...

> Ich habe gar keine Radhose. Ich hatte mehrere ausprobiert. Alle haben
> Falten gebildet, auf denen ich dann die ganze Fahrt über aushalten
> musste. Dazu kam das Problem mit dem Schwitzen. Viele der Polsterungen
> machten da Probleme, weil sie zu kleben oder zu "matschen" begannen.
> Dazu noch das "männliche" Problem. Nie waren die "Kronjuwelen" dort, wo
> sie sein sollten, also in einem quetschfreien Bereich.
> Für so viel Geld so'n Scheixxx!

Du bist da wirklich die Ausnahme, also nur für dich war's es Scheixxx.
Aber du hast offenbar eine Lösung gefunden die *für dich* gut
funktioniert. Gratuliere!

< SNIP Asics-Hose usw. >

> Für die kalte Jahreszeit habe ich noch nix Richtiges gefunden. Da
> knubbelt alles, egal ob Jogging-Anzug oder sonst was. Und dann noch das
> Problem mit der Temperatur-"Regelung". Wenn's zu warm wird, kann ich
> schlecht was ablegen, ist es zu kalt, kann ich schlecht noch mehr drüber
> ziehen.
> Ich bin eh mehr ein Sommer-Typ.

Vielleicht solltest du doch noch mal im Fahrradladen gehen und lange
Radlerhosen ohne Polster kaufen. Oder auch lange "Läuferhosen" (z.B. von
Asics oder Nike) anschaffen und darunter deine kurze Hose tragen. Selbst
mache ich das auch so, sei es denn mit kurzen Radlerhosen unter den
langen.

--
Mfg,
Marten

Joachim A. Netz

unread,
Feb 21, 2003, 6:51:17 PM2/21/03
to

Ich find es total dufte, wie ihr so offen eure Gefühle zeigt.

;-))) (net bös sein, aber der Dialog ist echt Gold wert)

Gruß,
Joachim A. Netz
--

">Wenn Du keine wunden Stellen kriegst, spricht nichts
>gegen eine Unterhose drunter.

Hast du ne Radlunterhose aus einer Synthetikmischung?
(Ich) trage gerade keine Unterhose drunter." (aus drf)

Clemens M. Hürten

unread,
Feb 21, 2003, 6:38:06 PM2/21/03
to
In news:b35o97$1j6hdm$1...@ID-70309.news.dfncis.de schrieb Andreas Randolf:


Witzig!
Genau von Odlo war eine von denen, die nach meinem Gefühl überhaupt
keine Passform hatten. Diese Hose war gedacht, als Unterhose getragen zu
werden und dann was drüber eben.

Resultate:
1.) Das Polster fühlte sich immer an wie eine Pampers. Gegen
Druckstellen an den Sitzknochen / Sitzhöckern half die Hose gar nix.
Also hätte ich auch ohne Polsterung fahren können.

2.) Das Polster wurde immer feuchter auf so einer Tour (ca. 4 Stunden im
Sommer durch Wald und Feld). Dabei begann der Sitzbereich immer mehr
Falten zu entwickeln. Und das tut verdammt weh bzw. führt zu
Taubheitsgefühl, wenn die Falte einen Nerv erwischt.

3.) Die "Kronjuwelen" wanderten frei hin und her bzw. in die
"Quetschzone".

Nach zig Versuchen (ich dachte ich hätte nur ungeschickte
Wäschekombinationen angezogen) habe ich das Ding in den Hasumüll getan.
Schade ums Geld, war damals so um die 80 DEM.

Während der Odlo-Versuche hatte ich auch den Sattel gegen den Gelsattel
getauscht. Das brachte am meisten Verbesserung.

Nachdem ich nicht mehr drauf achten musste, eine gepolsterte Hose
auswählen zu müssen, war ich relativ frei in der Auswahl.
Bald merkte ich, dass je dünner der Stoff ist, desto unkritischer ist
auch eine dennoch mal eine auftretende Falte.
Also suchte ich nach dünnen aber strapazierfähigen Hosen. Und dann kam
ich auf die Laufhosen, weil die Läufer wegen der ständigen
Scheuerbewegungen von Textil auf Haut etwas ganz leichtes brauchen mit
sehr guter Verarbeitung der Nähte.

Wenn ich über die ASICS-Hose etwas drüber ziehe, wie z.B. Jogging-Anztug
bei kühleren Temperaturen, ist sofort jeder positive Effekt dahin. Es
knubbelt und faltet mal wieder und nach spätestens 1 Stunde Fahrt wird's
mir zu ungemütlich.

Ich meine, jeder muss selbt herausfinden, womit er / sie am besten zu
Recht kommt. Für Anregungen bei kühlen Temperaturen bin ich jedoch stets
offen.

Schönes Wochenende auch! SWR 3 meldete heute abend Spitzenwerte von bis
zu 11 Grad morgen und evtl. auch am Sonntag. Nix wie raus!

Clemens


Gerald Eischer

unread,
Feb 21, 2003, 7:27:04 PM2/21/03
to
Max Lueerssen <ma...@lueerssen.com> schrieb:

>Ich habe mal eine Frage: Wie gehe ich mit meiner Radhose am besten um,
>damit diese möglichst lange ihrer Bestimmung nachkommen kann?

Die eingenähte Pflegeanleitung beachten.

>Ich
>meine jetzt speziell: Mit oder ohne Unterhose fahren?

Ohne! Oder stehst du auf zwickende Gummis und scheuernde Nähte?

>Wie und wie oft waschen?

30°C, Feinwaschmittel
Waschen sobald sie verschwitzt oder dreckig ist.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |

Christian Volk

unread,
Feb 22, 2003, 2:32:15 AM2/22/03
to
Joachim A. Netz wrote:

>> Das sind jetzt ernsthafte Fragen von mir, ich
>> habe seit heute eine Radhose und trage
>> gerade keine Unterhose drunter.

(Ich kam gerade von ner Radtour, als ich das sagte.)

> Ich find es total dufte, wie ihr so offen eure Gefühle zeigt.

Hm, so im Nachhinein betrachtet verstehe ich, was du meinst ;o)


> ;-))) (net bös sein, aber der Dialog ist echt Gold wert)

Ich bin dir nicht bös, denn...

>> gegen eine Unterhose drunter.
> Hast du ne Radlunterhose aus einer Synthetikmischung?
> (Ich) trage gerade keine Unterhose drunter." (aus drf)

... du hast mich wenigstens nicht namentlich erwähnt ;o)


Tschö, Christian

Gerald Eischer

unread,
Feb 22, 2003, 5:45:34 AM2/22/03
to
wp...@nospam4me.de (Wolfgang Paul) schrieb:

>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Max Lueerssen <ma...@lueerssen.com> schrieb:


>>> Mit oder ohne Unterhose fahren?
>
>> Ohne! Oder stehst du auf zwickende Gummis und scheuernde Nähte?
>

>Mensch Gerald ..., es gibt doch wohl inzwischen auch in .at noch andere
>Modelle als die "klassischen Feinripp" mit dem selbst zusätzlich
>durchgezogenem Gummiband und den dicken Doppelnähten! <vbg>

Jaja, gibt es. Bei Slips scheuern die Beinabschlüsse.

Tobias Bertels

unread,
Feb 22, 2003, 6:16:18 AM2/22/03
to
Hi!

Sven Chowanietz schrieb:

> Radhosen zieht man einmal an und dann wäscht man sie. Schließlich sind sie
> am nächsten Tag ja wieder trocken.

Nicht unbedingt. Auf einer Radtour mit Zelt und nicht sonnigem,
womöglich sogar noch feuchtem Wetter ist das durchaus ein Problem.

cu Tobias

--

http://www.tobias-bertels.de

Clemens M. Hürten

unread,
Feb 22, 2003, 11:55:04 AM2/22/03
to
Hallo,

nun ist es doch nur um die knapp 8 Grad warm geworden bei Stuttgart und
ich bin rund 2 Stunden von 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr gefahren.

Habe eine ganz "normale" lange Unterhose und darüber eine zweischichtige
Trainingshose (innen Viskose drüber "Plastik") getragen. Oben rum ein
ärmelloses Sportshirt, darüber ein "Plastik"-Oberteil von Aldi vom
letzten Frühjahr, darüber das Oberteil zur Trainingshose
(Viskose/Plastik).

Eine Stunde war es ja ganz passabel warm, aber dann bekam ich 'nen
kalten Hintern und kalte Schultern: Beide Stellen waren durchgeschwitzt
und das gibt sofort "Kältebrücken".

Und sobald die Hose / Unterhose durchgeschwitzt ist, geht auch die
Knubbelei wieder los. Und die Unterhose hat auch nicht die Passform, die
für "aufgeräumte Verhältnisse" zwischen den Beinen sorgen.

Ich habe also noch keine Lösung für die Radhose bei diesen Temperaturen.
Auf jeden Fall muss alles jetzt in die Wäsche, weil es müffelt.

Vielleicht muss ich mich doch noch mal durch das unübersichtlich,
vielfältige Angebot an Funktionsbekleidung durchwühlen?

Was sind Eure Erfahrungen? Was tragt Ihr so bei diesem Wetter (sonnig
aber frisch und bei Wind schneidend kalt)?

Clemens


Andreas Randolf

unread,
Feb 22, 2003, 12:03:54 PM2/22/03
to
Hallo Clemens,

> Vielleicht muss ich mich doch noch mal durch das unübersichtlich,
> vielfältige Angebot an Funktionsbekleidung durchwühlen?
>
> Was sind Eure Erfahrungen? Was tragt Ihr so bei diesem Wetter (sonnig
> aber frisch und bei Wind schneidend kalt)?

Wie ich schon schrieb, ich verwende bei Kälte Odlo-Unterwäsche und
bin zufrieden damit (auch auf dem Liegerad, wo der Abtransport von
Feuchtigkeit prinzipiell schwieriger ist, wegen des Sitzes). Je
nach Temperatur nur die kurze oder die kurze _und_ die lange
Unterhose. Außerdem natürlich ein Odlo-Unterhemd (falsch herum
angezogen, damit der Kragen vorne höher ist als hinten), wahlweise
mit langen oder kurzen Ärmeln.

Gruß,
Andreas R

Markus Merkl

unread,
Feb 22, 2003, 12:58:57 PM2/22/03
to
Clemens M. Hürten schrieb:
> Hallo,
>

Hi,

[unzureichende Radbekleidung]

meine 'Erfahrung' ist die, daß es bis kurz vor +0°C reicht, zur kurzen
Rennhose (ohne Unterwäsche...) die dicken Beinlinge zu tragen und bei
geringeren Temp. *darüber* noch 'ne dünne Hose, die ich aus meinen
Läufertagen habe; 'oben 'rum' Funktionsunterhemd langärmlig, kurzes
Trikot, langes Trikot (je nach Bedingung dick oder eher dünn) und bei
Bedarf darüber noch 'ne ungefütterte oder gefütterte 'Windhalt'-Jacke
(jedenfalls zusammengerollt in einer der Taschen).
Mit dieser Ausrüstung fahr ich ~4h ohne Frostbeulen 'rum...

HTH

Weiterhin happy biking

Markus

Armin Mann

unread,
Feb 22, 2003, 2:38:25 PM2/22/03
to

"Clemens M. Hürten" schrieb:

> Schönes Wochenende auch! SWR 3 meldete heute abend Spitzenwerte von bis
> zu 11 Grad morgen und evtl. auch am Sonntag. Nix wie raus!

Neid! Unter der Nebelglocke war heute haum mehr drin als mollige -3°C.
Ohne Radhose *als* Unterhose geht da gar nix ;-)

Armin

Winfried Gottschalk

unread,
Feb 22, 2003, 2:47:21 PM2/22/03
to
"Clemens M. Hürten" <clemens...@t-online.de> schrieb:

>Was sind Eure Erfahrungen? Was tragt Ihr so bei diesem Wetter (sonnig
>aber frisch und bei Wind schneidend kalt)?

Jeans, Gore-Tex-Jacke oder Lederjacke, Unterhemd, Hemd, Pullover,
Winterschuhe und warme Winterhandschuhe.
Und da Sport eh Mord ist, schwitze ich bei dem Wetter auch nicht. :-)

--
Gruß
Winfried

Zeit ist ein großartiger Lehrer,
Aber leider tötet sie alle ihre Schüler.
--Hector Berlioz

Juergen Heinzl

unread,
Feb 22, 2003, 8:42:09 PM2/22/03
to
[-]
Seh' es so - in der Chirugie im Krankenhaus um die Ecke betreibt
der mit dem Skalpel wahrscheinlich weniger Aufwand als viele
Hausfrauen Zuhause.

I.d.R. duerfte normal und nach Anleitung bei modernen Polstern
wirklich reichen und am Ende gesuender sein, als so manche
Supersauberhygiene Produkte.

Als Otto-Normalo Radler bevorzuge ich persoenlich Rad Unterwaesche,
die nach Gebrauch in die Maschiene kommt, denn wenn mal kaputt
billiger als eine komplette Radhose (mal davon abgesehen, dass ich
auch nicht so windschnittig sein muss und so). Ditto wuerde ich eine
Radhose allerdings ebenso behandeln, denn ob nun Tigerslip oder
Shimano Knickers - die Folgen der Foerderung des Baumwachstums
waehrend der Tour sind eh die gleichen.

Daneben sind manche "Hygiene" Produkte selbst nicht gerade der
Gesundheit foerderlich.

"Mit Unterhose" sollte aber auch bei passender U-Hose mit Flachnaehten
und so auch kein Problem mehr darstellen. Jedenfalls bin ich so bei
den < -10 Minusgraden hier so mehrfach isoliert gefahren ohne Probleme
mit Scheuern und aehnlichem zu haben.

Last but not least - selbst probieren.

Ta',
Juergen

--
\ Real name : Juergen Heinzl \ no flames /
\ EMail Private : jue...@manannan.org \ send money instead /

Clemens M. Hürten

unread,
Feb 23, 2003, 4:55:32 AM2/23/03
to
Hallo,

und Einen hab ich noch...

Meine Asics Funktionshose (aber auch andere Spezialklamotten) haben erst
so ungefähr nach der zehnten Wäsche aufgehört, Farbe abzusondern.
Wahrscheinlich war es aber wesentlich mehr als nur Farbe dadrin! Da gab
es mal vor rund einem Jahr einen Bericht im TV (Report oder so), wo man
nachgewiesen hat, dass in moderner Sportwäsche, besonders
Funktionsklamotten, Tinbutyl und andere sehr bösartige Substanzen drin
sind.

Es wurde dringend geraten, neue Klamotten mehrfach intensiv zu waschen,
damit so ein Chemiekram nicht durch die Haut in den Körper dringen kann.


und noch Einen...

gestern, eingepackt, wie ich war, habe ich unterwegs feststellen müssen,
wie schwierig es war, "verbrauchte" Energiedrinks wieder los zu werden,
wenn man keine kurze Hose an hat. :-)

Clemens


Walter Janné

unread,
Feb 23, 2003, 5:36:54 AM2/23/03
to
Max Lueerssen schrieb:

>Hallo NG!
>Ich habe mal eine Frage: Wie gehe ich mit meiner Radhose am besten um,
>damit diese möglichst lange ihrer Bestimmung nachkommen kann? Ich
>meine jetzt speziell: Mit oder ohne Unterhose fahren? Wie und wie oft
>waschen? Ist eine Gonso (modell weiß ich nicht) mit einem ziemlich
>modern aussehenden Kunststoff(?)polster.

Nach jeder Nutzung waschen - 30/40° - kein Weichspüler
Ohne Unterhose fahren
Den "Sitzfleck" bei Bedarf mit Vaseline fetten
Nach etwa zwei Jahren sind die Hosen sowieso hinüber...


Walter
--
Langsam verstehe ich Albert Einstein,
er verliess Ulm und sprach nie
mehr ein gutes Wort ueber die Stadt.
(U. Borchert in drf)

Walter Janné

unread,
Feb 23, 2003, 5:51:29 AM2/23/03
to
Clemens M. Hürten schrieb:

>Was sind Eure Erfahrungen? Was tragt Ihr so bei diesem Wetter (sonnig
>aber frisch und bei Wind schneidend kalt)?

Unterhemd aus "Funktionsstoff"
Langarmhemd dazu passend
Goretexjacke mit innen Vlies
Kurze/lange Radhose
Darüber Goretexhose /Material wie Jacke)

Wer darin noch friert, fährt zu langsam :o)


Walter
--
Gut: Dein Sohn wird langsam erwachsen
Schlecht: Er hat eine Affäre mit dem Mädchen von gegenüber
Hässlich: Du auch

Helmut Springer

unread,
Feb 23, 2003, 6:09:42 AM2/23/03
to
"Clemens M. Hürten" <clemens...@t-online.de> wrote:
> 1.) Das Polster fühlte sich immer an wie eine Pampers. Gegen
> Druckstellen an den Sitzknochen / Sitzhöckern half die Hose gar nix.

Klar: das ist kein Polster im Sinne einer Sattelpolsterung, der
Name taeuscht. Der Einsatz ist gegen Wundreiben gedacht.


> 2.) Das Polster wurde immer feuchter auf so einer Tour (ca. 4
> Stunden im Sommer durch Wald und Feld). Dabei begann der
> Sitzbereich immer mehr Falten zu entwickeln. Und das tut verdammt
> weh bzw. führt zu Taubheitsgefühl, wenn die Falte einen Nerv
> erwischt.
>
> 3.) Die "Kronjuwelen" wanderten frei hin und her bzw. in die
> "Quetschzone".

Darf natuerlic nicht passieren. Wenn's passiert, passt's nicht.


--
MfG/Best regards
helmut springer

Helmut Springer

unread,
Feb 23, 2003, 6:20:41 AM2/23/03
to
"Clemens M. Hürten" <clemens...@t-online.de> wrote:
> Ich habe also noch keine Lösung für die Radhose bei diesen
> Temperaturen.

Bzgl. Hose bleibt wohl nur die Suche nach einer mit passender Form
bzw. Schnitt...


> Was sind Eure Erfahrungen? Was tragt Ihr so bei diesem Wetter
> (sonnig aber frisch und bei Wind schneidend kalt)?

Entweder lange Hose mit Einsatz vom Kaffeeroester (die mir im
Gegensatz zu dessen kurzen Hosen passt) oder kurze Hose (Gore,
Gonso) mit Einsatz und lange Traegerhose ohne darueber. Dazu
HH-Unterhemd und Pearl Izumi Kodiak, aber das ist schon recht warm.
Die oberste Schicht sollte ausreichend winddicht sein, die unteren
den Schweiss gut nach aussen transportieren. Wenn ich auf die Alb
fuehre, haette ich eine Windjacke dabei (Pearl Zephrr, passt in die
Trikotasche).

Gabriele Dirks

unread,
Feb 23, 2003, 7:13:23 AM2/23/03
to
Clemens M. Hürten" <clemens...@t-online.de> wrote:

> 2.) Das Polster wurde immer feuchter auf so einer Tour (ca. 4 Stunden im
> Sommer durch Wald und Feld). Dabei begann der Sitzbereich immer mehr
> Falten zu entwickeln. Und das tut verdammt weh bzw. führt zu
> Taubheitsgefühl, wenn die Falte einen Nerv erwischt.

> 3.) Die "Kronjuwelen" wanderten frei hin und her bzw. in die
> "Quetschzone".

Weil es noch keiner gesagt hat:
Diese Hosen funktionieren dann erst richtig gut, wenn sie unanständig eng
sitzen. D.h. diese Unterhosen mit Sitzpolster taugen für viele Leute nicht,
weil sie eben nicht elastisch-stramm sitzen. Besser nimmt man eine normale
kurze Radhose, auch für drunter. Und die kauft man dann wirklich eng und
wirft sie weg, wenn sie ausleiert.


Gabriele

Laurent Wirmer

unread,
Feb 23, 2003, 8:08:20 AM2/23/03
to
> Nach jeder Nutzung waschen - 30/40° - kein Weichspüler

Wieso kein Weichspüler?

--
Grüße Laurent Wirmer

Homepage: http://www.foto-im-quadrat.de

This posting is a natural product. The slight variations in
spelling and grammar enhance its individual character and
beauty and in no way are to be considered flaws or defects.

Gerald Eischer

unread,
Feb 23, 2003, 9:57:17 AM2/23/03
to
Laurent Wirmer <ne...@wirmer.de> schrieb:

>> Nach jeder Nutzung waschen - 30/40° - kein Weichspüler
>
>Wieso kein Weichspüler?

Vermindert die Saugfähigkeit und hat daher in Sportbekleidung nichts
verloren.

Lars Birlenbach

unread,
Feb 23, 2003, 8:59:22 AM2/23/03
to
Christian Volk schrieb:

> Lars Birlenbach wrote:
>
>> Wenn Du keine wunden Stellen kriegst,
>> spricht nichts gegen eine Unterhose drunter.
> Feuchtigkeitsabgabe nach außen?

Nicht so gut wie ohne, aber (für mich) ausreichend. Die Gefahr
einer Hautreizung durch Scheuern ist wohl größer, aber da dieses
Problem bei mir nicht auftritt, spricht aus meiner Sicht nichts
gegen eine Unterhose.

> Oder hast du ne Radlunterhose aus
> einer Synthetikmischung?

Nö.

Lars Birlenbach

unread,
Feb 23, 2003, 9:02:37 AM2/23/03
to
Martin Appel schrieb:

> bi...@pciii-8.chemie.uni-siegen.de (Lars Birlenbach) schrieb:

>> Hängt von Dir ab. Ich fahre auch >100km mit Unterhose ohne
>> Beschwerden
> das hört sich ein bisschen komisch an... die allermeisten Leute, die
> (beschwerdefrei) *richtig*viel fahren, tun dies nicht trotzdem, sondern
> *weil* sie Radhosen "schottisch" benutzen.

Das schrub ich doch. Die Gefahr eine Reizung ist mit Unterhose
größer, aber wenn man ein Problem nicht hat, muß man es nicht lösen.

Stefan Barnikow

unread,
Feb 21, 2003, 4:02:19 PM2/21/03
to
begin quoting Sven Chowanietz <cho...@ietz.de>:
>Oliver Voß meinte:
>> Tja, das ist so eine Sache. Die einen fahren mit Unterhose, die anderen
>> ohne (ich z.B. fahre immer mit Unterhose, weil ich das halt hygienischer
>> finde und die Radhose nicht so oft waschen muß). Aber wenn du es ohne
>> Unterhose angenehmer findest (vielleicht weil es mit Unterhose zwickt),
>> dann fahr eben ohne.
>
>Wer fährt hier mit Radhose und Unterhose? *lol*

Ich. Finde ich angenehmer als ohne.


>Ich finde es ekelig, diese Vorstellung einer vollgesaugten Unterhose.
>*BÄÄÄÄÄÄH*

Die Vorstellung eines vollgesaugten Sitzpolsters ist genauso eklig.

>Radhosen zieht man einmal an und dann wäscht man sie. Schließlich sind sie
>am nächsten Tag ja wieder trocken.

Wo ist da der Unterschied zu Unterhosen?


Ciao,
Stefan

Lars Birlenbach

unread,
Feb 23, 2003, 9:26:52 AM2/23/03
to
Sven Chowanietz schrieb:

> Wer fährt hier mit Radhose und Unterhose?

Ich.

> *lol*

Tu Dir keinen Zwang an.

> Ich finde es ekelig, diese Vorstellung einer vollgesaugten Unterhose.
> *BÄÄÄÄÄÄH*

Wo war gleich noch der Unterschied zur vollgesauten (sic) Radhose?


> Schließlich sind sie
> am nächsten Tag ja wieder trocken.

Genau. Und die Waschmaschine freut sich über die 150g Beladung.

> Für die ganz harten mit Pilz im Darm gibt
> es auch noch antibakteriellen Spray. *lol*

Voll der Experte, wa?

Gerald Eischer

unread,
Feb 23, 2003, 10:58:58 AM2/23/03
to
ci...@web.de (Stefan Barnikow) schrieb:

>Die Vorstellung eines vollgesaugten Sitzpolsters ist genauso eklig.

Solange man am Rad sitzt und fährt, kein Problem.
Um Missverständnisse zu vermeiden, vollgesaugte Sitzpolster gibt es bei
mir nur bei Regen ;-)

Holger Rudolph

unread,
Feb 23, 2003, 12:43:51 PM2/23/03
to
Tobias Bertels wrote:


>> Radhosen zieht man einmal an und dann wäscht man sie. Schließlich sind
>> sie am nächsten Tag ja wieder trocken.
>
> Nicht unbedingt. Auf einer Radtour mit Zelt und nicht sonnigem,
> womöglich sogar noch feuchtem Wetter ist das durchaus ein Problem.
>

Hallo,
eben aus diesem Grund habe ich zwei Radhosen dabei, wenn ich mit Zelt
unterwegs bin. Dadurch hat man länger Zeit zum trocknen (natürlich nicht
für sich, sondern für die Radhose:-))
Gruß,
Holger


--
*** http://www.montivagus.de
*** Alpenpässe mit dem Rad
*** Passes of the alps by bicycle

Walter Janné

unread,
Feb 23, 2003, 1:45:16 PM2/23/03
to
Gerald Eischer schrieb:

>Laurent Wirmer <ne...@wirmer.de> schrieb:
>
>>> Nach jeder Nutzung waschen - 30/40° - kein Weichspüler
>>
>>Wieso kein Weichspüler?
>
>Vermindert die Saugfähigkeit und hat daher in Sportbekleidung nichts
>verloren.

Außerdem ist Weichspüler für das Material nicht gut. Die Elastizität
leidet und der Stoff wird schneller dünn und reißt.

Sven Chowanietz

unread,
Feb 23, 2003, 1:49:44 PM2/23/03
to
Gerald Eischer meinte:

> Solange man am Rad sitzt und fährt, kein Problem.
> Um Missverständnisse zu vermeiden, vollgesaugte Sitzpolster gibt es bei
> mir nur bei Regen ;-)
Lass es, man muss nicht alle Ungläubige gekehren. *lol*
Lass sie mit Unterhose fahren. ;-)
Das Radhosen speziell zum Radfahren gemacht sind, juckt die Leute nicht.
Was ich mir vorstelle. Eine Boxer-Shorts unter der Radhose. hihi
Aber vielleicht ging es ja auch nicht um eine lange Radtour, sondern um die
Fahrt Sonntags zum Bäcker.
Da zieh ich auch eine Unterhose an, unter den Schlafanzug. ;-))

Sven


Sven Chowanietz

unread,
Feb 23, 2003, 1:53:36 PM2/23/03
to
Lars Birlenbach meinte:

> Wo war gleich noch der Unterschied zur vollgesauten (sic) Radhose?
Ja da ist ein Unterschied. Microfaser nimmt nur 4% Feuchtigkeit auf und gibt
sie gut an die Aussenwelt wieder ab. Ledereinsatz gibt es schon lange nicht
mehr.
Aber tu was Du tuen mußt.

> > Schließlich sind sie
> > am nächsten Tag ja wieder trocken.
>
> Genau. Und die Waschmaschine freut sich über die 150g Beladung.

Achso du ziehst die Unterhose am nächsten Tag nochmal an. ;-)

Sven


Michael Buege

unread,
Feb 23, 2003, 2:42:53 PM2/23/03
to
Sven Chowanietz machte sich lächerlich über:

...Leute, die etwas anders machen als er.

Hast du noch mehr Clowns im Kühlschrank, oder war der zum Frühstück heute
der letzte?

Michael


Jochen Jansen

unread,
Feb 23, 2003, 7:29:16 PM2/23/03
to
Helmut Springer wrote:

> Entweder lange Hose mit Einsatz vom Kaffeeroester (die mir im
> Gegensatz zu dessen kurzen Hosen passt)

Meine Beste kommt von "Radsport Albrecht" ...
--
Tschö,
Jochen

* "He rides a bike, instead of a car - I wanna be his friend!" Going to the
run (Golden Earring) *

Ewald Pfau

unread,
Feb 23, 2003, 6:22:56 PM2/23/03
to
Andreas Oehler wrote:
> Sat, 22 Feb 2003 17:55:04 +0100, Clemens M. Hürten:

>
>>Was sind Eure Erfahrungen? Was tragt Ihr so bei diesem Wetter (sonnig
>>aber frisch und bei Wind schneidend kalt)?
>
> Am Nachmittag haben wir eine 80km-Runde mit dem Pino gedreht. In bin mit
> Baumwollunterwäsche, Jeans und Wollpulli gut zurechtgekommen. Wichtig sind
> mir dicke Wollsocken in robusten Lederschuhen
[..]

Habe aehnliche Erfahrung fuer Hosen und Schuhe, Baumwolle und stabiles
Leder. Baumwolle am Oberkoerper hat mir dagegen schon einmal eine
massive Erkaeltung eingebracht - tagsueber bergauf bei viel Sonne, und
ein festes Baumwollpolo war durchgeschwitzt. Am Abend ohne Sonne, wenig
ueber null Grad und schnell bergab. Waeren die Hemdenschichten schon
trocken gewesen, so haette ich das wohl ohne Erkaeltung weggesteckt.
Seitdem Mikrofaser am Oberkoerper und windfeste Jacke drueber. Aber auch
bei den Baumwollhosen gibt es fuer mich Einschraenkungen. Bei mehr
Kaelte braucht es wohl eine weitere Schicht, auf dass die Knie nicht zu
sehr auskuehlen. Und solange man faehrt, ist alles fein, auch wenn in
der Oberschenkelbeuge wenig Luft vorbeikommt (lange Jacke, gebeugte
Haltung) und sich Feuchtigkeit ansammelt. Solange die Beine in Bewegung
sind und dank Krafteinsatz fuer Waermenachschub gesorgt ist. Dann aber
koennte man sich eine Blasenerkaeltung einhandeln, wenn beim Trocknen am
Koerper zuviel Waerme entzogen wird. Fuer Mikrofaserhosenunterwaesche
wuerde ich, wie bei Hemdenunterwaesche, ganz normalen Schnitt, ganz
normale Machart erwarten, kann aber genauso gut damit leben, nach
laengerer Fahrt, wenn das eine Rolle spielt, mich umzuziehen.

Das mit den Polstern versteh ich nicht. Also das mit den gepolsterten
Hosen, wo 'Fahrrad' draufsteht, und man offenbar demonstrativ mit einem
besonderen Koerpergefuehl kokettieren darf. Ausreichend bequem wird der
Sitzzustand auf dem Sattel schliesslich ganz von selbst, nach
Grundtraining bzw. Gewoehnung, schaetze etwa ein Jahr oder so mit
woechentlich 100 km. Diesen Komfort kann man nicht kaeuflich erwerben,
das braucht Geduld stattdessen. Als Kundschaft fuer solche Produkte ist
man im Grunde doch nur in dieser Gewoehnungszeit ansprechbar?

Salut...

Gabriele Dirks

unread,
Feb 24, 2003, 2:36:08 AM2/24/03
to
Eva Kornmann <eva.ko...@gmx.de> wrote:

> Ich auch nicht. Zumal diese Polster einen Bereich von jeglicher
> Luftzirkulation abschließen, dem das überhaupt nicht gut tut.

DA man auf diesem Bereich sitzt, ist mir jetzt nicht ganz klar, wo die
Luftzirkulation herkommen soll?


> Mit einer Naliniledereinlage ohne Windeleinsatz wäre ich sehr viel besser
> bedient, diese dicken Dinger könnte ich alle 15 km waschen.

Für derart kurze Strecke brauche ich auch keinen Einsatz. Die Einsätze sind
allerdings tatsächlich konzipiert wie moderne Windeln: Direkt auf der Haut
sind sie trocken, die Feuchtigkeit wird erst innnen, dann nach außen
weitergereicht. Die Haut weicht nicht auf und bleibt damit unempfindlicher.
Die Lederflecken hatten nur die Aufgabe, sozusagen auf der feuchten Haut zu
kleben und so die Reibung zu mindern.

Nebeneffekt: Ich kenne eine Frau, die sich eine Polsterhose gekauft hat,
weil sie durch die Kälte beim Fahren im Gebirge Hämorrhoiden bekommen hatte:
das Polster schützt defintiv auch vor dem Auskühlen. Besonders bei Sätteln
wie dem Terry Butterfly oder TransAM ldy oder max kann das wichtig werden.


> Fazit: Zieh ich nicht mehr an, viel zu eklig.

*shrug*
Einige Frauen fahren mit normalen Microfaser-Unterhöschen ("nur die") in der
Radhose, andere versehen das Polster mit Slipeinlagen.


> Ich nehme allerdings an,
> dass das Problem bei Männern nicht gar so stark ist

:-) Ich bin hier für die Wäsche zuständig. Es ist bei Männern kein bißchen
besser: Eine Geruchsprobe muß nicht dringend sein.

Gabriele

Helmut Springer

unread,
Feb 24, 2003, 3:12:28 AM2/24/03
to
Ewald Pfau <cecica...@gmx.net> wrote:
> Das mit den Polstern versteh ich nicht. Also das mit den
> gepolsterten Hosen, wo 'Fahrrad' draufsteht, und man offenbar
> demonstrativ mit einem besonderen Koerpergefuehl kokettieren darf.

Wenn Du sie nicht brauchst, weil Du ohne genauso gut klarkommst,
brauchst Du sie nicht. Anderen geht es eben anders.


> Ausreichend bequem wird der Sitzzustand auf dem Sattel
> schliesslich ganz von selbst, nach Grundtraining bzw. Gewoehnung,

Das ist kein Polster im Sinne von Sattelpolsterung, das ist ein
Einsatz gegen Wundreiben.


> schaetze etwa ein Jahr oder so mit woechentlich 100 km. Diesen
> Komfort kann man nicht kaeuflich erwerben, das braucht Geduld
> stattdessen. Als Kundschaft fuer solche Produkte ist man im Grunde
> doch nur in dieser Gewoehnungszeit ansprechbar?

Wenn Du Dich mal unter denen umsiehst, die locker 100km mit 30km/h
Schnitt am Stueck fahren, koennte es Dir einkommen, dass diese
Vorstellung nicht ganz realitaetskonform sein koennte...

Lars Birlenbach

unread,
Feb 24, 2003, 2:18:44 AM2/24/03
to
Sven Chowanietz schrieb:
> Lars Birlenbach meinte:

>> Wo war gleich noch der Unterschied zur vollgesauten (sic) Radhose?
> Ja da ist ein Unterschied. Microfaser nimmt nur 4% Feuchtigkeit auf und gibt
> sie gut an die Aussenwelt wieder ab.

Eben. Baumwolle nimmt mehr auf und hält. Wenn ich nur 10km bis zur
Arbeit fahre, dann reicht die Aufnahmekapazität der Unterhose für
die anfallende Gesamteschweißmenge. Die Radhose bleibt weitgehend
trocken und somit länger frisch. _Und_ die Unterhosen lassen sich
mit höherer Temperatur waschen.


>> Genau. Und die Waschmaschine freut sich über die 150g Beladung.
> Achso du ziehst die Unterhose am nächsten Tag nochmal an. ;-)

Du hast genausoviele Radhosen wie Unterhosen? Wow. Da kann ich
freilich nicht mithalten. Ich wechsle 2-3mal am Tag und wasche, wenn
die Waschmaschine mindestens halb voll ist.

Boris Wagner

unread,
Feb 24, 2003, 3:25:46 AM2/24/03
to
Jochen Jansen wrote ...

>
>Helmut Springer wrote:
>
>> Entweder lange Hose mit Einsatz vom Kaffeeroester (die mir im
>> Gegensatz zu dessen kurzen Hosen passt)
>
>Meine Beste kommt von "Radsport Albrecht" ...

Na also, "Radsport Albrecht" ist ja der grösste Kaffeeröster
in Deutschland.

Mathias Böwe

unread,
Feb 24, 2003, 4:11:28 AM2/24/03
to
Michael Buege <michae...@epost.de> wrote:

> Sven Chowanietz machte sich lächerlich über:
>
> ...Leute, die etwas anders machen als er.

Nicht, weil sie es anders machen, sondern weil sie den Sinn und Zweck
einer Fahrradhose nicht begriffen haben. Wer eine Unterhose unter der
Radhose anzieht, der zieht auch eine Socke unter das teure, garantiert
gefühlsechte Kondom, weil er das Gefühl von Latex auf seinem besten
Stück nicht mag.

Mathias
--
> Macht mir nix, OS 9 ist eh ein Auslaufmodell.
Mag sein, aber meine Eltern haben mich damals auch nicht in den Graben
geschmissen, als meine Brüder da waren :-)
Gerhard Hölscher und Michael Himsolt in dcsmm

Lars Birlenbach

unread,
Feb 24, 2003, 5:30:36 AM2/24/03
to
Mathias Böwe schrieb:

> Michael Buege <michae...@epost.de> wrote:
>
>> Sven Chowanietz machte sich lächerlich über:
>>
>> ...Leute, die etwas anders machen als er.
>
> Nicht, weil sie es anders machen, sondern weil sie den Sinn und Zweck
> einer Fahrradhose nicht begriffen haben.

Verstanden, gelacht, anders gemacht.

Ich trage eine Radhose nicht wegen der Einlage, die ist mir
weitgehend egal. Es geht um den Schnitt, die Paßform also. Ich
hatte auch mal eine Hose mit vergleichbarem Schnitt ohne Einlage,
die war aber nach 1000km durchgescheuert. Deswegen bleibe ich bei
Radhosen. Unterhosen deshalb, weil ich 4 Radhosen habe, aber
$BIG_NUMBER Unterhosen. Die kann ich also öfter wechseln, ohne alle
halbe Woche eine ganz leere Waschmaschine anschmeißen zu müssen.
Mit wunden Stellen habe ich keine Probleme, jedenfalls nicht beim
Radfahren.

> Wer eine Unterhose unter der
> Radhose anzieht, der zieht auch eine Socke unter das teure, garantiert
> gefühlsechte Kondom, weil er das Gefühl von Latex auf seinem besten
> Stück nicht mag.

Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt:

Genoppt ist für Warmduscher, oder:
Nicht alles was sich reibt ist ein Vergleich.

Helmuth Schutzeich

unread,
Feb 24, 2003, 7:02:01 AM2/24/03
to
Hi Mathias,

You (Mathias Böwe) wrote:
> weil sie den Sinn und Zweck
> einer Fahrradhose nicht begriffen haben. Wer eine Unterhose unter der

> Radhose anzieht, der [...]
>
Nur nackert ist schöner. ;-)

Unterwäsche erfüllt durchaus einen Zweck, da Mensch nun einmal nicht
auslaufsicher gebaut ist. Im horizontalen Gewerbe mag der Verzicht
darauf noch Sinn machen, ansonsten ist es mir lieber, wenn die Hygiene
länger dauert als die ersten zwei Stunden des Tages.

Das ganze Blabla um Scheuerstellen usw ist nur eine Folge der falschen
Auswahl von Unterhosen. Sinn und Zweck einer Fahrradhose ist die
Abstimmung auf den Sport - Vermeidung des ungehinderten Einflugs von
Insekten oder des Scheuerns durch Geschlabber. Ansonsten ist und bleibt
sie eine *Ober*bekleidung, die im Interesse der Mitmenschen von
Gerüchen und optischen Hinweisen auf den Stoffwechsel verschont bleiben
sollte.

Lieben Gruß, Helmuth

--
Home page: http://www.schutzeich.de/index.htm
Virtual Access 5.51 build 315, Windows 2000 build 2600
Edited: Mon, 24 Feb 2003 12:46 +0100 CET
Antworten bitte nur in der NG

Helmut Springer

unread,
Feb 24, 2003, 7:32:48 AM2/24/03
to
Helmuth Schutzeich <busi...@schutzeich.de> wrote:
> Das ganze Blabla um Scheuerstellen usw ist nur eine Folge der
> falschen Auswahl von Unterhosen.

Was Du immer so ueber andere weisst...warum sollte jemand unbedingt
etwas in seinen Augen ueberfluessiges/stoerendes unter eine Radhose
drunterziehen, wenn er's ohne nunmal angenehmer findet?


> Sinn und Zweck einer Fahrradhose ist die Abstimmung auf den Sport

Korrekt.


> Ansonsten ist und bleibt sie eine *Ober*bekleidung, die im

Beweis durch Fussaufstampfen? Sie ist, angepasst oder ergaenzt fuer
die jeweiligen Temperaturen, als ausreichende Bekleidung ausgelegt
und optimiert.


> Interesse der Mitmenschen von Gerüchen und optischen Hinweisen auf
> den Stoffwechsel verschont bleiben sollte.

Was Du an interessanten Dinge in Deinen Radhosen machst, ist Dir
ueberlassen. Die meisten Leute fahren damit Rad. Sich und seine
Klamotten angemessen zu waschen, ist davon unabhaengig.

Gerald Eischer

unread,
Feb 24, 2003, 8:13:45 AM2/24/03
to
Helmuth Schutzeich <busi...@schutzeich.de> schrieb:

>Ansonsten ist und bleibt
>sie eine *Ober*bekleidung, die im Interesse der Mitmenschen von
>Gerüchen und optischen Hinweisen auf den Stoffwechsel verschont bleiben
>sollte.

Ohne dich wüssten Radsportler nun nicht, dass sie sich seit Jahrzehnten
falsch kleiden.
Du trägst auch unter der Badehose eine Unterhose?

Gabriele Dirks

unread,
Feb 24, 2003, 8:10:44 AM2/24/03
to
Helmuth Schutzeich <busi...@schutzeich.de> wrote:

> Unterwäsche erfüllt durchaus einen Zweck, da Mensch nun einmal nicht
> auslaufsicher gebaut ist. Im horizontalen Gewerbe mag der Verzicht
> darauf noch Sinn machen, ansonsten ist es mir lieber, wenn die Hygiene
> länger dauert als die ersten zwei Stunden des Tages.

Entschuldige mal gerade, irgendwas entgeht mir hier: Du wechselst alle zwei
Stunden die Unterwäsche? Auch unterwegs?


> Sinn und Zweck einer Fahrradhose ist die
> Abstimmung auf den Sport - Vermeidung des ungehinderten Einflugs von
> Insekten oder des Scheuerns durch Geschlabber.

Soweit nachvollziehbar.


> Ansonsten ist und bleibt sie eine *Ober*bekleidung, die im Interesse der
> Mitmenschen von Gerüchen und optischen Hinweisen auf den Stoffwechsel
> verschont bleiben sollte.

Jetzt wird es aber ganz kryptisch: Was genau treibst Du so auf Deinen
Radtouren? Ansonsten ist die Radhose genauso Oberbekleidung wie eine
Badehose. Trägst Du im Interesse Deiner Mitmenschen darunter auch einen
Slip? Wenn nein: Warum nicht?


Gabriele

H. Birthler

unread,
Feb 24, 2003, 9:05:18 AM2/24/03
to
Gerald Eischer wrote:
>
> Helmuth Schutzeich <busi...@schutzeich.de> schrieb:
>
> >Ansonsten ist und bleibt
> >sie eine *Ober*bekleidung, die im Interesse der Mitmenschen von
> >Gerüchen und optischen Hinweisen auf den Stoffwechsel verschont bleiben
> >sollte.
>
> Ohne dich wüssten Radsportler nun nicht, dass sie sich seit Jahrzehnten
> falsch kleiden.
> Du trägst auch unter der Badehose eine Unterhose?

Genau, die langen beuligen, ist ja Oberbekleidung drüber!

SCNR Heinz ;-)

Helmuth Schutzeich

unread,
Feb 24, 2003, 9:46:19 AM2/24/03
to
Hi Gerald,

You (Gerald Eischer) wrote:
> Ohne dich wüssten Radsportler nun nicht, dass sie sich seit Jahrzehnten
> falsch kleiden.
> Du trägst auch unter der Badehose eine Unterhose?
>

Mal an Dich, stellvertretend auch für die Kommentare von Helmut und
Gabriele:

Ihr stellt Unterwäsche *generell* infrage, vorausgesetzt, die als solche
verstandene "Oberbekleidung" wird täglich gereinigt? Oder, bei
irgendeinem Malheur, auch mal gleich? Mit der, zB für Urinstein oder
Keime aus dem Darm, erforderlichen Temperatur? Hauptsache, es riecht
erstmal nicht mehr so streng?

Vergleiche mit der Badehose finde ich dabei nicht sonderlich passend - in
der Radlerhose sitzt man schließlich nicht nur strampelnd im Sattel,
sondern besichtigt auch mal Städte, geht in Restaurants oder so. Die
Badehose ist, wie schon der Name sagt, ein für's Baden gedachtes
Kleidungsstück. Daß es nach dem Baden nicht gewechselt wird und der
Hygiene durch eine Teilentsorgung ins Badewasser Genüge getan wird, halte
ich nicht für vorbildfähig.

Und nein, ich wechsle meine Unterhosen nicht alle zwei Stunden. Dann
würden sie ihren Zweck als "Zwischenspeicher" verfehlen. Aber ich wechsle
sie bei Bedarf und habe daher auch immer eine zum Wechseln dabei. Wobei
man darüber nachdenken kann, ob man nicht, wie das viele Mädels machen,
Slipeinlagen verwendet. Für diverse Situationen, nicht nur bei Mädels,
wird das ja auch empfohlen.

Nein, den hygienischen Wert von Unterwäsche werdet ihr mir nicht ausreden
können. Aber echte [tm] Radler rasieren sich ja auch wegen des
Luftwiderstands die Beine, und Berufsrennfahrer dürfen auch unterm Fahren
pinkeln, oder wie war das?

Lieben Gruß, Helmuth

--
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Edited: Mon, 24 Feb 2003 15:17 +0100 CET

Gabriele Dirks

unread,
Feb 24, 2003, 10:39:22 AM2/24/03
to
Helmuth Schutzeich <busi...@schutzeich.de> wrote:

> Ihr stellt Unterwäsche *generell* infrage

Nein. Ich stelle nur infrage, daß Unterwäsche Hygiene und Komfort erhöht.
Solange ich das betreffende Zeug anhabe ist alles gleich hygienisch,
vorrausgesetzt es war beim Anziehen auch so (Ferkel gibt es überall).


> vorausgesetzt, die als solche
> verstandene "Oberbekleidung" wird täglich gereinigt?

Ja sicher. Ganz egal, was ich beim Radfahren trage, es wird wahrscheinlich
feucht (durchgeschwitzt) eine ganze Weile auf Körpertemperatur gehalten.
Bessere Lebensbedingungen gibt es für Pilze und Bakterien nicht, gleich ob
sie sich auf Baumwolle oder Funktionsfasern befinden. Baumwolle scheint mir
sogar kritischer, weil sie länger feucht bleibt, wenn man keine Gelegenheit
zum wechseln findet.

In dieser Situation ziehe ich persönlich Mikrofasern oder andere
Funktionsfasern vor, weil meine Haut darin trockener und damit weniger
anfällig für Mikroverletzungen ist. So hygienisch kochbare Baumwollwäsche
scheinen mag, mir scheint sie dabei ungemütlich und derzeit ist mir
nassgeschwitzte Baumwolle auch zu kalt.


> Oder, bei irgendeinem Malheur, auch mal gleich?

Was meinst Du damit?


> Mit der, zB für Urinstein oder Keime aus dem Darm, erforderlichen
> Temperatur? Hauptsache, es riecht erstmal nicht mehr so streng?

Teebaumöl oder Hygienespüler im letzten Spülgang sind eine veritable Option,
auf die ich auch schon hingewiesen haben. Aber hinreichende Mengen
Feinwaschmittel erledigen schon einiges an herkömmlichen Störenfrieden.
Da Radhosen fast nur durch Gebrauch altern, kann man sich ohne schlechtes
Gewissen ein paar mehr davon zulegen, so daß es nicht mal wichtig ist, wie
schnell sie trocknen: Trägt man mehrere im Wechsel, halten sie entsprechend
länger als eine, die dauernd getragen wird.


> Vergleiche mit der Badehose finde ich dabei nicht sonderlich passend - in
> der Radlerhose sitzt man schließlich nicht nur strampelnd im Sattel,
> sondern besichtigt auch mal Städte, geht in Restaurants oder so.

Ich würde ja gern wissen, was an Radhosen unhygienischer ist als an anderer
verschwitzter Kleidung, in der ich ein paar Stunden / einen Tag aktiv war?
Solange es mir nicht müffelt, reicht es für die Stadtbesichtigung, den Imbiß
oder die Eisdiele, für ein Restaurant würde ich mich immer umziehen und
wenns mir müffelt, würde ich in jedem Fall duschen und frisches Zeug wollen
bevor ich irgendwas anderes mache. Das ist doch völlig unabhängig davon, ob
ich in Jeans und Unterhose oder Radhose unterwegs bin.

> Die Badehose ist, wie schon der Name sagt, ein für's Baden gedachtes
> Kleidungsstück.

Wie die Radhose fürs Radfahren.


> Daß es nach dem Baden nicht gewechselt wird und der
> Hygiene durch eine Teilentsorgung ins Badewasser Genüge getan wird, halte
> ich nicht für vorbildfähig.

:-) Ich ziehe ja auch den Nacktbadestrand vor, das ist allerdings keine
Option beim Radfahren.

> Wobei man darüber nachdenken kann, ob man nicht, wie das viele Mädels
> machen, Slipeinlagen verwendet. Für diverse Situationen, nicht nur bei
> Mädels, wird das ja auch empfohlen.

Soweit sie den Sitz der Hose nicht kompromittieren - klar, warum nicht?


> Nein, den hygienischen Wert von Unterwäsche werdet ihr mir nicht ausreden
> können.

Ich dagegen schwöre auf den hygienischen Wert sauberer Kleidung. Welcher Art
und in wievielen Lagen auch immer.


Gabriele

Sven Chowanietz

unread,
Feb 24, 2003, 12:58:51 PM2/24/03
to
Gabriele Dirks meinte:

> > Die Badehose ist, wie schon der Name sagt, ein für's Baden gedachtes
> > Kleidungsstück.
> Wie die Radhose fürs Radfahren.
Das hast Du schön gesagt.
Das trift den Nagel auf den Kopf.

> :-) Ich ziehe ja auch den Nacktbadestrand vor, das ist allerdings keine
> Option beim Radfahren.

uihuihuih
Behalte solche delikaten Sachen lieber für dich. ;-)


> Ich dagegen schwöre auf den hygienischen Wert sauberer Kleidung. Welcher
Art
> und in wievielen Lagen auch immer.

Ja, da pflichte ich zu.

Sven


Sven Chowanietz

unread,
Feb 24, 2003, 1:03:00 PM2/24/03
to
Lars Birlenbach schrieb:

> Eben. Baumwolle nimmt mehr auf und hält. Wenn ich nur 10km bis zur
> Arbeit fahre, dann reicht die Aufnahmekapazität der Unterhose für
> die anfallende Gesamteschweißmenge. Die Radhose bleibt weitgehend
> trocken und somit länger frisch. _Und_ die Unterhosen lassen sich
> mit höherer Temperatur waschen.
Auf dem Weg zur Arbeit zieh ich auch keine Radhose an.
Das geht schon in Ordnung.
Doch der Weg zur Arbeit ist was anderes wie eine Radtour über mehrere
Stunden.

> Du hast genausoviele Radhosen wie Unterhosen? Wow. Da kann ich
> freilich nicht mithalten. Ich wechsle 2-3mal am Tag und wasche, wenn
> die Waschmaschine mindestens halb voll ist.

Nein ganz so viele Radhosen hab ich dann nun auch wieder nicht.
Doch ich wasche genauso das Trikot, die Socken, die Windjacke und andere
Radbekleidung nach jeder Radtour. Da füllt sich die Waschmaschine nach 3
Tagen. Und schließlich kann man auch normale Sachen mit in die Trommel
werfen.

Sven

Sven Chowanietz

unread,
Feb 24, 2003, 1:05:31 PM2/24/03
to
Helmuth Schutzeich schrieb:

> Nein, den hygienischen Wert von Unterwäsche werdet ihr mir nicht ausreden
> können. Aber echte [tm] Radler rasieren sich ja auch wegen des
> Luftwiderstands die Beine, und Berufsrennfahrer dürfen auch unterm Fahren
> pinkeln, oder wie war das?
Nein die Beine werden nicht wegen des Luftwiedersandes rasiert.
Ein Grund ist die tägliche Massage. Eine Haarwurzel Entzündung kann weh tun
und der Masseur bedankt sich wenn die Beine rasiert sind.
Aber eigentlich ist das nur wegen der Optik.

Sven


Mathias Böwe

unread,
Feb 24, 2003, 1:53:58 PM2/24/03
to
Helmuth Schutzeich <busi...@schutzeich.de> wrote:

> You (Mathias Böwe) wrote:
> > weil sie den Sinn und Zweck
> > einer Fahrradhose nicht begriffen haben. Wer eine Unterhose unter der
> > Radhose anzieht, der [...]
> >
> Nur nackert ist schöner. ;-)

Alles eine Frage des Kontextes. dtl ist nebenan, und auf dem Rad fühle
ich mich wohler, wenn ich zumindest partiell bekleidet bin.

> Unterwäsche erfüllt durchaus einen Zweck, da Mensch nun einmal nicht
> auslaufsicher gebaut ist.

Ja, nämlich den, als Zwischenspeicher zu dienen, damit die Tuchhose, die
bis vor etlichen Jahren bei dem Job, den ich derzeit mache, angesagt
war, nicht jeden Tag in die Reinigung gegeben werden muß. Eine solche
trage ich aber nicht auf dem Rad, und auch sonst empfinde ich als fauler
Sack die Möglichkeit, meine Jeans nicht jeden Tag in die Waschmaschine
stecken zu müssen, als sehr angenehm.

> Im horizontalen Gewerbe mag der Verzicht darauf noch Sinn machen,
> ansonsten ist es mir lieber, wenn die Hygiene länger dauert als die ersten
> zwei Stunden des Tages.

Und das erreichst Du wie? Daß Du nicht nach zwei Stunden die Unterhose
wechselst hast Du ja schon geklärt.

> Das ganze Blabla um Scheuerstellen usw ist nur eine Folge der falschen
> Auswahl von Unterhosen.

Wenn Du das so siehst... *Wenn* ich denn einmal in die fesche Radlbüx
steige, dann eben auch deshalb, weil ich sozusagen "optimalen
Fahrradkontakt" haben will, und da stören weitere Stofflagen in jedem
Fall, zumal sie bei höheren Temperaturen auch die Feuchtigkeitsabfuhr
beeinträchtigen.

> Sinn und Zweck einer Fahrradhose ist die Abstimmung auf den Sport -

Einverstanden.

> Vermeidung des ungehinderten Einflugs von Insekten oder des Scheuerns
> durch Geschlabber.

Das sind nur einige Aspekte. U. a. gehört dazu noch der
Feuchtigkeitstransport nach außen, die optimierte Nutzung des
Mensch-Maschine-Interfaces (aka "Sattel"), und sicher fallen anderen
dazu noch weitere Aspekte ein.

> Ansonsten ist und bleibt sie eine *Ober*bekleidung,

Ebenso wie die auf Funktion hin ausgelegte Badehose, wie schon andere
hier aufführten. Eine Fahrradhose ist nun mal daraufhin ausgelegt, ihren
optimalen Eigenschaften "pur" zu entwickeln, während andere Bekleidung
darauf ausgelegt ist, in Kombination mit weiteren Schichten getragen zu
werden.

> die im Interesse der Mitmenschen von Gerüchen und optischen Hinweisen auf
> den Stoffwechsel verschont bleiben sollte.

Ich verstehe nicht, warum eine vollgeschissene Fahrradhose weniger
durchdringend riechen soll, wenn man zusätzlich noch eine Slip
drunterträgt. Und auch wenn ich richtig in Schweiß geraten bin, dann
riecht es mit und ohne Unterhose - aber eben nur, wenn ich auf dem Rad
sitze, wo mir (hoffentlich!) niemand allzunahe kommt, und die paar Meter
vom Keller unter die Dusche. Die Hose ist kurz danach wieder
ausgewaschen, wobei ich bekenne, Hose und Trikot eben mal von Hand
durchzuwaschen.

Mathias
--
Mit dem Stehen beim Liegen bekomme ich nur dann Schwierigkeiten,
wenn ich einen sitzen habe, drum trinke ich nur, wenn ich schwer
bekniet werde.
Kurt 'DOC' Fischer in dtl

Stefan Barnikow

unread,
Feb 24, 2003, 1:18:47 PM2/24/03
to
begin quoting Sven Chowanietz <cho...@ietz.de>:

>Gerald Eischer meinte:
>> Solange man am Rad sitzt und fährt, kein Problem.
>> Um Missverständnisse zu vermeiden, vollgesaugte Sitzpolster gibt es bei
>> mir nur bei Regen ;-)
>
>Lass es, man muss nicht alle Ungläubige gekehren. *lol*

Was willst Du denn? Mit Glauben hat das nix zu tun, und deswegen hilft
Dir Labern hier genau gar nicht weiter. Bring mir 'ne Radhose vorbei,
die sich ohne Unterhose angenehmer fährt als mit. Meine drei tun's für
mich nicht, und ich werde mir sicher keine vierte kaufen, bevor eine
der drei aus den Nähten geht.


>Das Radhosen speziell zum Radfahren gemacht sind, juckt die Leute nicht.
>Was ich mir vorstelle. Eine Boxer-Shorts unter der Radhose. hihi
>Aber vielleicht ging es ja auch nicht um eine lange Radtour, sondern um die
>Fahrt Sonntags zum Bäcker.
>Da zieh ich auch eine Unterhose an, unter den Schlafanzug. ;-))

Wie süß. Wenn ich das nächste Mal an einem Bäcker vorbeifahre, kauf
ich mir 'ne Brezel und denke an Dich. :->


Ciao,
Stefan

Stefan Barnikow

unread,
Feb 24, 2003, 2:01:19 PM2/24/03
to
begin quoting Ewald Pfau <cecica...@gmx.net>:
[...]

>Habe aehnliche Erfahrung fuer Hosen und Schuhe, Baumwolle und stabiles
>Leder. Baumwolle am Oberkoerper hat mir dagegen schon einmal eine
>massive Erkaeltung eingebracht - tagsueber bergauf bei viel Sonne, und
>ein festes Baumwollpolo war durchgeschwitzt. Am Abend ohne Sonne, wenig
>ueber null Grad und schnell bergab.

Ich kenne jemanden, der aus solchen Gründen mit Radtrikot und Jeans
fährt. Sieht zwar erstmal *sehr* gewöhnungsbedürftig aus, ist aber
nicht so abwegig wie es auf den ersten Blick scheint.
Vor allem für kürzere Strecken (20-30km Einkaufsrunde am Samstag o.ä.)
ist das für mich auch eine Option, wie ich mittlerweile ausprobiert
habe. Die Hose wird zwischen zwei Läden sowieso nicht naß, und das
Trikot kann immer wieder trocknen. Und wenn man T-Shirt, Hemd und/oder
Pulli in der Tasche mitnimmt, kann man damit auch abends irgendwohin.

[...]


>Das mit den Polstern versteh ich nicht. Also das mit den gepolsterten
>Hosen, wo 'Fahrrad' draufsteht, und man offenbar demonstrativ mit einem
>besonderen Koerpergefuehl kokettieren darf.

Was für ein Körpergefühl? Du sollst mit 'ner Radhose kein besonderes
Körpergefühl bekommen, sondern Du sollst damit möglichst beschwerdefrei
fahren. Und Leuten, die sich ohne einen Wolf fahren, kann das Polster
dabei eben helfen. Abgesehen davon funktioniert Funktionskleidung nur,
wenn sie am Körper anliegt, denn sonst kann sie ja den Schweiß nicht
aufnehmen, den sie nach außen tragen soll. Das ist der Grund, aus dem
Radhosen einen (für Männer) ungewöhnlich körperbetonten Schnitt haben.


>Ausreichend bequem wird der Sitzzustand auf dem Sattel schliesslich
>ganz von selbst, nach Grundtraining bzw. Gewoehnung, schaetze etwa ein
>Jahr oder so mit woechentlich 100 km.

Nein. An meinen ersten Sattel auf dem vorigen Tourer konnte ich mich
mit einer guten Portion Strecke soweit gewöhnen, daß ich 2h gut drauf
fahren konnte, aber auf jeder längeren Tour hat es die ersten beiden
Tage wehgetan, als wollte mir jemand den Ar*** auseinanderreißen.
Der Sattel war für mich einfach zu schmal.

>Diesen Komfort kann man nicht kaeuflich erwerben,

Mein Liegerad kann man sicherlich auch woanders einsortieren, aber
der Ledersattel am Upright geht ziemlich genau in Richtung "Komfort
käuflich erwerben"...


Ciao,
Stefan

Markus Merkl

unread,
Feb 24, 2003, 3:13:48 PM2/24/03
to
Sven Chowanietz schrieb:

[rasierte Radfahrerbeine]

wer genießt heute schon das Privileg, seine Beine - womöglich auch noch
regelmäßig - massiert zu bekommen, ausgenommen die (Rad-)fahrenden
Angestellten von Coast, Geroldsteiner etc.?
Nein, ich denke vielmehr, daß diese Sorte von Beinen vielmehr die
Zugehörigkeit der Gruppe 'Radsportler' kundtun (neben den ästhetischen
Gründen).

Nacktbeinige Grüße

Markus

Manfred Albat

unread,
Feb 24, 2003, 3:28:19 PM2/24/03
to
Gabriele Dirks wrote:

> > Ihr stellt Unterwäsche *generell* infrage
>
> Nein.

Ist mir ziemlich egal... .-)

> :-) Ich ziehe ja auch den Nacktbadestrand vor, das ist allerdings keine
> Option beim Radfahren.

*Das* interessiert mich brennend!
Besonders die geografischen Details und wahrscheinliche
Datums- und Uhrzeitinfos... ;-)

--
MfG
Manfred Albat
der computer rechnet, der mensch zaehlt!

Michael Buege

unread,
Feb 24, 2003, 3:31:20 PM2/24/03
to
Mathias Böwe wrote:

> Michael Buege <michae...@epost.de> wrote:
>
>> Sven Chowanietz machte sich lächerlich über:
>>
>> ...Leute, die etwas anders machen als er.
>
> Nicht, weil sie es anders machen, sondern weil sie den Sinn und Zweck
> einer Fahrradhose nicht begriffen haben.

Na, zum Glück finden sich ja für diesen Fall immer wieder unermüdliche
Prediger, die das Evangelium des einzig wahren Radoutfits predigen.

Du sollst die Beine rasieren!
Du sollst keine Unterwäsche unter der Radhose tragen!
Du sollst keine anderen Teile neben Campa haben!
Du bist sonst kein richtiger Radfahrer.

Fortsetzung nach Belieben.

Dies ist ein freies Land und wenn jemand meint, er müsse eine Unterhose
tragen und er kommt auch damit zu recht, dann ist das ganz allein sein
Thema.
Er hat andere Erfahrungen und Ansprüche als du, andere Lebensumstände und
andere Radhosen.
Und darüber kann man reden
Aber all das ist kein Grund, sich einem permanenten Heiterkeitsausbruch
hinzugeben und die Gewohnheiten anderer Leute in`s Lächerliche zu ziehen.

> Wer eine Unterhose unter der
> Radhose anzieht, der zieht auch eine Socke unter das teure, garantiert
> gefühlsechte Kondom, weil er das Gefühl von Latex auf seinem besten
> Stück nicht mag.

Da ich seit 25 Jahren monogam liebe und lebe, habe ich diesbezüglich keine
Erfahrungswerte.

>
> Mathias

Mich"nerven diese Radlerklischees"ael

Elke Bock

unread,
Feb 24, 2003, 4:49:28 PM2/24/03
to
Manfred Albat <m.a...@gmx.de> schrieb:

>Gabriele Dirks wrote:
>> :-) Ich ziehe ja auch den Nacktbadestrand vor, das ist allerdings keine
>> Option beim Radfahren.
>
>*Das* interessiert mich brennend!

Wieso, sie will doch gar nicht nackt radfahren.

>Besonders die geografischen Details und wahrscheinliche
>Datums- und Uhrzeitinfos... ;-)

Hier gibt es gar keinen "Nacktbadestrand". Ausgewiesen sind
Textilstrände, also die Stellen, wo man nur bekleidet darf.
;-)


mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.

Ewald Pfau

unread,
Feb 24, 2003, 8:08:25 PM2/24/03
to
Helmut Springer wrote:

> Ewald Pfau <cecica...@gmx.net> wrote:
>>Ausreichend bequem wird der Sitzzustand auf dem Sattel
>>schliesslich ganz von selbst, nach Grundtraining bzw. Gewoehnung,
>
> Das ist kein Polster im Sinne von Sattelpolsterung, das ist ein
> Einsatz gegen Wundreiben.
>

Es gaebe da einen Vergleich mit Musikern, die z.T. lang andauernd und
auch mit Krafteinsatz ein Instrument bedienen. Gitarristen bekommen eine
Hornhaut an den Fingern, Blechblaeser haben durchtrainierte Lippen usw.
Das wird hingenommen bzw. ist erwuenscht. Bei durchtrainierten Sportlern
nicht? Radfahren ist so ein Zwischending, mit einerseits industriellen
Denkschablonen, andererseits sehr viel konkrete Koerpererfahrung. Im
Zweifelsfall bin ich skeptisch, glaub ersterer erstmal wenig und befrage
letzteres. Bei Mikrofaser hab ich mich ueberzeugen lassen. Bei z.B.
angeschraubten Fuessen nicht. (Kurbeln, ausser ziehen, laesst sich auch
mit Gummi auf Gummi. Ja, ich fahre auch schon mal 12 Stunden. Schmaler
MTB-Sattel, nichts besonderes. Mit Hilfsmitteln haette ich bestimmt
Probleme. Mit einfacher Strassenkleidung an den Beinen nicht.)

>>schaetze etwa ein Jahr oder so mit woechentlich 100 km. Diesen
>>Komfort kann man nicht kaeuflich erwerben, das braucht Geduld
>>stattdessen. Als Kundschaft fuer solche Produkte ist man im Grunde
>>doch nur in dieser Gewoehnungszeit ansprechbar?
>
> Wenn Du Dich mal unter denen umsiehst, die locker 100km mit 30km/h
> Schnitt am Stueck fahren, koennte es Dir einkommen, dass diese
> Vorstellung nicht ganz realitaetskonform sein koennte...

Dass das so fix sein soll, da wuerde ich genauso auch nach Konsensdruck
fragen und nicht nur nach technischer Sinnhaftigkeit. Dass staendig neu
ausprobiert wird, nehm ich mal an. Dann bleibt aber nicht immer nur das
haengen, was gut und vernuenftig ist. Vielleicht ist es in diesem Fall
wirklich so, dass, wenn man anfaengt und in eine enganliegende zweite
Haut schluepft, dass dann weitere Probleme kommen - dann wird eine
extra Polsterung installiert, und dann verrutscht die wieder, usw... Das
waere dann offensiv und entspricht wohl auch eher dem, wie normalerweise
gewirtschaftet wird. Hatte gedacht, dass so ein
Problematisierungskreislauf auch defensiverweise abgehandelt werden kann.

****

Bevor man drei Stunden und mehr mit ueber 30 km/h durchhaelt, braucht es
doch eine massive Vorbereitungszeit. Werden in der langen Zeit nur
aesthetische Ziele abgesteckt - also nur darauf abgestellt, dass so die
klassischen griechischen Tugenden Kraft, Geschmeidigkeit usw. ein
weiteres Mal gut in Szene gesetzt sind? ;) Oder wird in der Zeit auch
reflektiert, wie der Koerper mit den Notwendigkeiten des Geraetes
zurande kommt?

Wenn ich versuche, die Bruecke zu laesterlichen Annahmen so zu schlagen:
Man kann sich daran gewoehnen, allfaellig vorkommendes Fieber halbwegs
korrekt an der Temperatur abzuschaetzen, die die Luft beim Ausatmen hat
(weil das spuert man). Dann wird man von einem womoeglich zu Rate
gezogenen Mediziner wohl gefrotzelt, weil diese Art Erfahrung aus dem
Stand der Kulturtechniken stark ausgeblendet ist - und bringt ihm dann
doch einen gemessenen Zahlenwert mit (wie im Abendland seit Galilei
einsichtiger Konsens, ich meine den Vorzug fuer die von ausserhalb
gemessene Groesse).

Beim Rad ist nun die Radlersperson, rein theoretisch, eine ueberaus
subversive Gestalt, weil bei seiner Taetigkeit eben jener Konsens (also,
sich vowiegend an Messergebnissen zu orientieren) in vielen Details
absurd anmutet, soweit eine profunde Koerpererfahrung sich ja partout
nicht leugnen laesst. Er taugt einfach nur bedingt zum Objekt der
Untersuchung, soweit er gleichzeitig als selbst Untersuchender
unbestreitbare Kompetenz hat.

Wenn ich des Sonntags garso viele sich windschluepfrig gebende Gestalten
auf ihren jeweiligen Spezialraedern sehe, dann kommt mir das genau so
vor: Ziemlich schroffe Leugnung eben dieser Art von Subversivitaet,
anstatt deren alltaeglicher Integration.

Wenn es, also dieses Kleidungsstueck, tatsaechlich nur eben seinen Zweck
erfuellen sollte, haette ich nichts einzuwenden. Mir kommt aber eher
vor, dass die Unberechenbarkeit chaotisch sich verschiebender
Luftpolster unter lose amliegendem Stoff nur konterkariert wird mit
quasi angeschweissten Isolierflaechen, die Berechenbarkeit,
kontrollierte Machbarkeit signalisieren sollen, ohne eigentliche
technische Notwendigkeit. Kurz, dass es sich also eher um eine Mode
handelt, bzw. um eine Bekundung von Livestyle-Gruppenzugehoerigkeit (die
ich dann als zu aufdringlich vorgetragen empfinde).

Das sind nunmal diese anderen Parameter der Betrachtung, die ich
andeuten wollte, und so ist dies etwas laenglicher geworden.

Salut...

Gerald Eischer

unread,
Feb 24, 2003, 9:12:42 PM2/24/03
to
Ewald Pfau <cecica...@gmx.net> schrieb:

>Bei z.B.
>angeschraubten Fuessen nicht. (Kurbeln, ausser ziehen, laesst sich auch
>mit Gummi auf Gummi.

Die Füße werden nicht angeschraubt, du meinst wohl Clips und Riemen
bzw. Systempedale. Klar, dass die unnötig sind, im Radrennsport machen
sie seit rund einem Jahrhundert etwas falsch.

Sven Chowanietz

unread,
Feb 25, 2003, 8:12:45 AM2/25/03
to
Markus Merkl fragte:

> wer genießt heute schon das Privileg, seine Beine - womöglich auch noch
> regelmäßig - massiert zu bekommen, ausgenommen die (Rad-)fahrenden
> Angestellten von Coast, Geroldsteiner etc.?
*meld*

Sven


Markus Merkl

unread,
Feb 25, 2003, 10:02:05 AM2/25/03
to
Sven Chowanietz schrieb:

[massierte Radbeine]

> *meld*
>

Privatmasseurin?

Markus

Sven Chowanietz

unread,
Feb 25, 2003, 12:39:48 PM2/25/03
to
Markus Merkl fragte:
> Privatmasseurin?
Auch! ;-)

Sven


Bernd H. Stein

unread,
Feb 25, 2003, 5:09:28 PM2/25/03
to
On 25 Feb 2003 02:12:42 GMT, Dein-H...@liebt-dich.info (Gerald
Eischer) wrote:

>Ewald Pfau <cecica...@gmx.net> schrieb:
>
>>Bei z.B.
>>angeschraubten Fuessen nicht. (Kurbeln, ausser ziehen, laesst sich auch
>>mit Gummi auf Gummi.
>
>Die Füße werden nicht angeschraubt, du meinst wohl Clips und Riemen
>bzw. Systempedale. Klar, dass die unnötig sind, im Radrennsport machen
>sie seit rund einem Jahrhundert etwas falsch.

Genau! Freiheit für den Fuss! Weg mit den Pedalen!

Gabriele Dirks

unread,
Feb 26, 2003, 1:57:49 AM2/26/03
to

/me too


Gabriele

Marten Hoffmann

unread,
Feb 26, 2003, 4:45:53 AM2/26/03
to
cecica...@gmx.net schreef ...

> Es gaebe da einen Vergleich mit Musikern, die z.T. lang andauernd und
> auch mit Krafteinsatz ein Instrument bedienen. Gitarristen bekommen eine
> Hornhaut an den Fingern, Blechblaeser haben durchtrainierte Lippen usw.
> Das wird hingenommen bzw. ist erwuenscht. Bei durchtrainierten Sportlern
> nicht? Radfahren ist so ein Zwischending, mit einerseits industriellen
> Denkschablonen, andererseits sehr viel konkrete Koerpererfahrung. Im
> Zweifelsfall bin ich skeptisch, glaub ersterer erstmal wenig und befrage
> letzteres. Bei Mikrofaser hab ich mich ueberzeugen lassen. Bei z.B.
> angeschraubten Fuessen nicht. (Kurbeln, ausser ziehen, laesst sich auch
> mit Gummi auf Gummi. Ja, ich fahre auch schon mal 12 Stunden. Schmaler
> MTB-Sattel, nichts besonderes. Mit Hilfsmitteln haette ich bestimmt
> Probleme. Mit einfacher Strassenkleidung an den Beinen nicht.)

Du "haettest" Probleme, also du hast keine Erfahrung damit?

< SNIP >

Sag mall Ewald, hast du eine Bibliothek geschluckt oder kannst du auch
noch einfaches Deutsch schreiben? [fragte der Holländer ;-) ]

--
Mfg,
Marten

Uwe Borchert

unread,
Feb 26, 2003, 6:27:53 AM2/26/03
to
Hi,

Marten Hoffmann <mmh...@xs4all.nl> wrote:

>< SNIP >
>
>Sag mall Ewald, hast du eine Bibliothek geschluckt oder kannst du auch
>noch einfaches Deutsch schreiben? [fragte der Holländer ;-) ]
>

Wie war das mit dem Porzellanhaus und Elefanten schmeiszen? Das heist
doch: "Sach mall Ehhhwald"!
^^ Bitte beachten! ;-p

MfG / MvG

Uwe Borchert

Ewald Pfau

unread,
Feb 26, 2003, 7:56:41 AM2/26/03
to
Marten Hoffmann wrote:
> cecica...@gmx.net schreef ...
>
>>Es gaebe da einen Vergleich mit Musikern, die z.T. lang andauernd und
>>auch mit Krafteinsatz ein Instrument bedienen. Gitarristen bekommen eine
>>Hornhaut an den Fingern, Blechblaeser haben durchtrainierte Lippen usw.
>>Das wird hingenommen bzw. ist erwuenscht. Bei durchtrainierten Sportlern
>>nicht? Radfahren ist so ein Zwischending, mit einerseits industriellen
>>Denkschablonen, andererseits sehr viel konkrete Koerpererfahrung. Im
>>Zweifelsfall bin ich skeptisch, glaub ersterer erstmal wenig und befrage
>>letzteres. Bei Mikrofaser hab ich mich ueberzeugen lassen. Bei z.B.
>>angeschraubten Fuessen nicht. (Kurbeln, ausser ziehen, laesst sich auch
>>mit Gummi auf Gummi. Ja, ich fahre auch schon mal 12 Stunden. Schmaler
>>MTB-Sattel, nichts besonderes. Mit Hilfsmitteln haette ich bestimmt
>>Probleme. Mit einfacher Strassenkleidung an den Beinen nicht.)
>
>
> Du "haettest" Probleme, also du hast keine Erfahrung damit?
>
Ich erinnere mich an eng anliegende Kleidung. Da kann der Stoff soviel
Feuchtigkeit abfuehren wie er will, aber diese Art, wie der Stoff auf
der Haut aufliegt, ist nicht mein Fall. Da bleib ich bei der gaengigen
Mode fuer Beinkleider, weil die funktioniert auch in diesem Fall. Die
Kombination Mikrofaserwaesche (mit normalem Schnitt) und Baumwollhose
wuerde mich vielleicht ueberzeugen, kommt auf den Versuch an. Aber ich
muss es nicht haben.

> < SNIP >
>
> Sag mall Ewald, hast du eine Bibliothek geschluckt oder kannst du auch
> noch einfaches Deutsch schreiben? [fragte der Holländer ;-) ]

... um Genauigkeit bemueht. Wenn man das Terrain betritt, wo Kleidung
angepriesen wird dann machen sich dort wohl gleich auch ziemlich
abstrakte Zusammenhaenge geltend ;) - da sind leicht Missverstaendnisse
moeglich (antworte ich aus dem brabant wallon ;) ).

Ewald Pfau

unread,
Feb 26, 2003, 8:04:50 AM2/26/03
to

Saggichdoch! Also, 25 km mit nur einem Fussnichtfestschraub-Pedal sind
mir schon untergekommen (das andere war aus dem Gewinde gefallen).
Vielleicht hab ich dabei Verbesserungsmoeglichkeiten uebersehen? ;)

Ewald Pfau

unread,
Feb 26, 2003, 12:04:38 PM2/26/03
to
Stefan Barnikow wrote:
> begin quoting Ewald Pfau <cecica...@gmx.net>:
> [...]
>
>>Am Abend ohne Sonne, wenig
>>ueber null Grad und schnell bergab.
>
> Ich kenne jemanden, der aus solchen Gründen mit Radtrikot und Jeans
> fährt. Sieht zwar erstmal *sehr* gewöhnungsbedürftig aus, ist aber
> nicht so abwegig wie es auf den ersten Blick scheint.
> Vor allem für kürzere Strecken (20-30km Einkaufsrunde am Samstag o.ä.)
> ist das für mich auch eine Option, wie ich mittlerweile ausprobiert
> habe. Die Hose wird zwischen zwei Läden sowieso nicht naß, und das
> Trikot kann immer wieder trocknen. Und wenn man T-Shirt, Hemd und/oder
> Pulli in der Tasche mitnimmt, kann man damit auch abends irgendwohin.
>
> [...]
>
Eine Tasche! Hatte damals keine dabei, ausser einer Lenkertasche (und da
passt keine Kleidung rein). Fahre zwar gern und viel, aber weniger als
Alltagsradler. Dazu muesste ich mir erstmal einen moderaten Krafteinsatz
angewoehnen, um nicht staendig verschwitzt zu sein. Das 'trocknende
Trikot' hab ich mit Mikrofaserkleidung am Oberkoerper auch, also das
haengt nicht davon ab, dass es eng anliegt.

> Was für ein Körpergefühl? Du sollst mit 'ner Radhose kein besonderes
> Körpergefühl bekommen, sondern Du sollst damit möglichst beschwerdefrei
> fahren. Und Leuten, die sich ohne einen Wolf fahren, kann das Polster
> dabei eben helfen. Abgesehen davon funktioniert Funktionskleidung nur,
> wenn sie am Körper anliegt, denn sonst kann sie ja den Schweiß nicht
> aufnehmen, den sie nach außen tragen soll. Das ist der Grund, aus dem
> Radhosen einen (für Männer) ungewöhnlich körperbetonten Schnitt haben.

Das mit dem 'anliegen' scheint mir recht relativ. Da sind sicherlich zu
viele chaotischen Prozesse involviert, als dass der Anschein von
Berechenbarkeit so einfach haltbar waere (wie es 'Funktions-irgendwas'
suggeriert). Da bleib ich doch gleich bei der Feststellung des (doch
wohl zumindest betraechtlichen) modischen Einflusses. Und das animiert
nun einmal zur laesterlichen Redefuehrung, wenn das garso nett
ausschaut, wenn die bekennenden Funktionszeitgenossen in Rudeln
einfallen... ;)

> Nein. An meinen ersten Sattel auf dem vorigen Tourer konnte ich mich

> mit einer guten Portion Strecke soweit gewöhnen, daß ich 2h gut drauf
> fahren konnte, aber auf jeder längeren Tour hat es die ersten beiden
> Tage wehgetan, als wollte mir jemand den Ar*** auseinanderreißen.
> Der Sattel war für mich einfach zu schmal.

>>Diesen Komfort kann man nicht kaeuflich erwerben,

> Mein Liegerad kann man sicherlich auch woanders einsortieren, aber
> der Ledersattel am Upright geht ziemlich genau in Richtung "Komfort
> käuflich erwerben"...

Das hab ich wohl zu eng ausgedrueckt. Natuerlich ist die
Materialschlacht sowieso mit im Spiel, manche Dinge passen, manche
nicht. Aber der Stellenwert der feinen Empfindlichkeiten laesst deutlich
nach, wenn man einmal in Uebung ist. Am Anfang projiziert man wohl viele
Unbequemlichkeiten als Unzulaenglichkeiten des Materials und blaettert
dann Kataloge. Ich meinte nur, dass sich das dann, auch was das
Sitzfleisch anbelangt, in den meisten Faellen von selbst erledigen
duerfte und entsprechend weiter vermutet, dass man sich nach dieser Zeit
kaum fuer ein Polster in der Trikot-Hose entscheiden wuerde. Es sei
denn, der Wunsch habe sich verselbstaendigt und ueberlebe den
eigentlichen Bedarf.

Zum Aspekt 'Mode' seh ich wohl ein, dass im real existierenden
gesellschaftlichen Kontext mit dem Aufwand der Materialschlacht auch das
Ansehen steigt. Aber solange die Zielsetzungen nicht so erstarrt sind
wie zum Beispiel beim Bergabrutschen auf dem Schnee, lohnt es sich
vielleicht noch, wenn man dumm fragt, z.B. ob etwas, von dem gesagt
wird, es ist so, auch so ist. Es ist dann oft nicht so oder nur halbwegs
ziemlich. Oder so.

Ich denke, den Begriff 'Mode' kann man bestimmt weit fassen. In Graz in
der Steiermark z.B. (von wo ich es kenne, aehnlich wohl auch z.B. in
Aachen, von wo ich es als Autofahrer kenne) wird man das Rad bei jedem
Wetter als ganz normales Alltagsverkehrsmittel vorfinden. Dann motiviert
das weiterhin, wenn dazugehoerige Unzulaenglichkeiten (z.B. leicht
verschwitzt sein) im alltaeglichen Kontext integriert sind. Damit sind
Kataloge und aehnliche Projektionsflaechen zur Kompensation
anfaenglicher Unsicherheiten relativ unwichtig. Suedlich von Bruessel
dagegen (von wo ich es auch kenne) sind Alltagsradler eine recht seltene
Spezies (allerdings mit einem fuer gewoehnlich gut informierten 'harten
Kern' und mit auffaellig zunehmender Tendenz, wie mir vorkommt) - damit
kann dann ein Haendler eher mit imagebildenden Masznahmen ein gutes
Geschaeft machen. Und enganliegende Trikots (aehnlich wie z.B. Radeln
auf dem Gehweg) ordne ich doch eher einem Konsens-Mikroklima wie dem
letzteren zu.

So flexibel wird der Konsens sich kaum irgendwo einstellen, dass man
sich umziehen und frisch machen kann, vielleich auch Kleidung zum
durchlueften deponieren, als normaler oeffentlich zugaenglicher urbaner
Komfort. Wenn es das gaebe: ob dann solche Trikotkleidung als
alltagstauglich herausstellen koennten? Das glaube ich eben nicht.

Salut...

Marten Hoffmann

unread,
Feb 26, 2003, 12:45:21 PM2/26/03
to
cecica...@gmx.net schreef ...

> Marten Hoffmann wrote:

> > Du "haettest" Probleme, also du hast keine Erfahrung damit?
> >
> Ich erinnere mich an eng anliegende Kleidung. Da kann der Stoff soviel
> Feuchtigkeit abfuehren wie er will, aber diese Art, wie der Stoff auf
> der Haut aufliegt, ist nicht mein Fall. Da bleib ich bei der gaengigen
> Mode fuer Beinkleider, weil die funktioniert auch in diesem Fall. Die
> Kombination Mikrofaserwaesche (mit normalem Schnitt) und Baumwollhose
> wuerde mich vielleicht ueberzeugen, kommt auf den Versuch an. Aber ich
> muss es nicht haben.

Ich benutze seit über 15 Jahre diese eng anliegende Radbekleidung und
bin darüber voll begeistert. Der Feuchtigkeitsabfuhr funktioniert
tatsächlich, ebenso wie Sachen wie die Einlagen in Radlerhosen. Ist
vermutlich meist Geschmackssache.



> > < SNIP >
> >
> > Sag mall Ewald, hast du eine Bibliothek geschluckt oder kannst du auch
> > noch einfaches Deutsch schreiben? [fragte der Holländer ;-) ]
>
> ... um Genauigkeit bemueht. Wenn man das Terrain betritt, wo Kleidung
> angepriesen wird dann machen sich dort wohl gleich auch ziemlich

> abstrakte Zusammenhaenge geltend ;) ...

Bei dir offenbar, bei mir nicht. Ist vermutlich Angesichtssache.

> ...- da sind leicht Missverstaendnisse

> moeglich (antworte ich aus dem brabant wallon ;) ).

Ich deute auch nicht auf die von dir gemeinte Genauigkeit, aber schon
der enorme Wortflut die du dazu brauchst ;-)

--
Mfg,
Marten

Marten Hoffmann

unread,
Feb 26, 2003, 12:46:32 PM2/26/03
to
wetter...@yahoo.com schreef ...

Der Doppel-L hatte ich glatt übersehen, aber ich möchte für ein
Familienmitglied von Rudi Carrell angesehen werden :-D

--
Mfg,
Marten

Markus Merkl

unread,
Feb 26, 2003, 2:41:04 PM2/26/03
to
Sven Chowanietz schrieb:

> Markus Merkl fragte:
>
>>Privatmasseurin?
>
> Auch! ;-)

*seufz*


<Neid>
pffft na ja - die mit den dicken Beinen, die vor Kraft kaum laufen
können haben's nötig :-P
</Neid>

Zufriedene Grüße

Mar"der nächste Berg kommt bestimmt"kus

Helmut Springer

unread,
Feb 27, 2003, 5:26:01 AM2/27/03
to
Ewald Pfau <cecica...@gmx.net> wrote:
> andererseits sehr viel konkrete Koerpererfahrung. Im Zweifelsfall
> bin ich skeptisch, glaub ersterer erstmal wenig und befrage
> letzteres. Bei Mikrofaser hab ich mich ueberzeugen lassen. Bei

Gut, also probier's aus und entscheide fuer Dich, das ist natuerlich
immer am sinnvollsten.

Wenn ich stundenlang mit dabei durchgeschwitzen Sachen unterwegs
bin, habe ich mit einer Radhose mit Einsatz keine Probleme. Mit
allem anderen schon. Das reicht mir als Grundlage fuer meine
Entscheidung, und einer Menge Leute mit aehnlichem Anwendungsprofil
geht's genauso.


> Bevor man drei Stunden und mehr mit ueber 30 km/h durchhaelt,
> braucht es doch eine massive Vorbereitungszeit.

Ein paar Jahre fahren aus Spass reicht uU voellig aus. Die
Geschwindigkeit als solche ist kein Mass, die subjektive Anstrengung
und Erfahrung/Gewoehnung ist natuerlich auch bei individuell anderen
Geschwindigkeiten gegeben. Die schnellen fahren nur eindeutiger
entsprechend viel 8)


> Werden in der langen Zeit nur aesthetische Ziele abgesteckt - also

Das mag jeder selber entscheiden, einige fahren einfach nur aus
Spass und offensichtlich/glaubhaft relativ unbeeinfusst von
Modeerscheinungen...


> Oder wird in der Zeit auch reflektiert, wie der Koerper mit den
> Notwendigkeiten des Geraetes zurande kommt?

Hast Du einen kleinen Einblick, wie Leistunssport funktioniert? Ja,
da bleibt auch Ueberfluessiges und Modeerscheinungen uebrig und
Profisport ist sponsoren/marktorientiert. Aber es gibt sehr wenig
hinderliches, dessen man sich nicht zumindest bewusst ist (weil
jemand probiert hat, ohne/anders schneller zu sein).


> Wenn ich des Sonntags garso viele sich windschluepfrig gebende
> Gestalten auf ihren jeweiligen Spezialraedern sehe, dann kommt mir
> das genau so vor: Ziemlich schroffe Leugnung eben dieser Art von
> Subversivitaet, anstatt deren alltaeglicher Integration.

Du wirst bei erneutem Lesen des OP vielleicht bemerken, dass von
sportlichem Radfahren die Rede war. Eine Menge Leute, die >5000km/y
so zuruecklegen wissen grob, mit welcher Kleidung sie gut fahren und
wie die sitzen muss, um Probleme zu vermeiden.

--
MfG/Best regards
helmut springer

Stefan Barnikow

unread,
Feb 26, 2003, 3:50:40 PM2/26/03
to
begin quoting Ewald Pfau <cecica...@gmx.net>:
>Stefan Barnikow wrote:
>> begin quoting Ewald Pfau <cecica...@gmx.net>:
>> [...]
>>
>>>Am Abend ohne Sonne, wenig
>>>ueber null Grad und schnell bergab.
>>
>> Ich kenne jemanden, der aus solchen Gründen mit Radtrikot und Jeans
>> fährt. Sieht zwar erstmal *sehr* gewöhnungsbedürftig aus, ist aber
>> nicht so abwegig wie es auf den ersten Blick scheint.
>> Vor allem für kürzere Strecken (20-30km Einkaufsrunde am Samstag o.ä.)
>> ist das für mich auch eine Option, wie ich mittlerweile ausprobiert
>> habe. Die Hose wird zwischen zwei Läden sowieso nicht naß, und das
>> Trikot kann immer wieder trocknen. Und wenn man T-Shirt, Hemd und/oder
>> Pulli in der Tasche mitnimmt, kann man damit auch abends irgendwohin.
>>
>> [...]
>>
>Eine Tasche! Hatte damals keine dabei, ausser einer Lenkertasche (und da
>passt keine Kleidung rein).

Ein T-Shirt und ein leichter Pullover würde da bei mir reinpassen.
Aber das Problem sollte sich doch sowieso nicht stellen, wenn...

> Fahre zwar gern und viel, aber weniger als Alltagsradler. Dazu
>muesste ich mir erstmal einen moderaten Krafteinsatz angewoehnen, um
>nicht staendig verschwitzt zu sein.

...Du Deine Fahrtstrecken nicht wegen der Fahrziele zurücklegst. Das
Schwitz-Problem habe ich übrigens als (naja, zumindest ehemaliger)
Alltagsradler genauso. Nur kommt es bei mir daher, daß ich auch
"im Alltag" viel mit Funktionskleidung fahre.

>Das 'trocknende Trikot' hab ich mit Mikrofaserkleidung am Oberkoerper
>auch, also das haengt nicht davon ab, dass es eng anliegt.

Richtig. Davon hängt auch nur ab, wo der Schweiß hinwandert, bevor er
von der Kleidung aufgesaugt wird. Ein eng anliegendes T-Shirt saugt
den Schweiß auch auf, und ein weites Mikrofaserhemd läßt ihn genauso
bis zum Hosenbund runterlaufen wie ein weites T-Shirt.


>> Was für ein Körpergefühl? Du sollst mit 'ner Radhose kein besonderes
>> Körpergefühl bekommen, sondern Du sollst damit möglichst beschwerdefrei
>> fahren. Und Leuten, die sich ohne einen Wolf fahren, kann das Polster
>> dabei eben helfen. Abgesehen davon funktioniert Funktionskleidung nur,
>> wenn sie am Körper anliegt, denn sonst kann sie ja den Schweiß nicht
>> aufnehmen, den sie nach außen tragen soll. Das ist der Grund, aus dem
>> Radhosen einen (für Männer) ungewöhnlich körperbetonten Schnitt haben.
>
>Das mit dem 'anliegen' scheint mir recht relativ. Da sind sicherlich zu
>viele chaotischen Prozesse involviert, als dass der Anschein von
>Berechenbarkeit so einfach haltbar waere (wie es 'Funktions-irgendwas'
>suggeriert).

Wie kommst Du jetzt auf Berechenbarkeit, und wozu brauchst Du die da?
Mach zwei Tropfen Wasser auf Deinen Unterarm und lege in den einen ein
Stück 'Funktions-irgendwas', dann siehst Du, was ich mit "Aufsaugen"
meine.


>Da bleib ich doch gleich bei der Feststellung des (doch
>wohl zumindest betraechtlichen) modischen Einflusses.

Ich kann nicht ausschließen, daß das der Grund für die Existenz meiner
Radklamotten ist. Der Grund dafür, daß sie jetzt mein Eigentum sind,
ist es aber sicher nicht.

[...]


>So flexibel wird der Konsens sich kaum irgendwo einstellen, dass man
>sich umziehen und frisch machen kann, vielleich auch Kleidung zum
>durchlueften deponieren, als normaler oeffentlich zugaenglicher urbaner
>Komfort. Wenn es das gaebe: ob dann solche Trikotkleidung als
>alltagstauglich herausstellen koennten? Das glaube ich eben nicht.

Dann gibt's mich in Deiner Vorstellungswelt eben nicht.


Ciao,
Stefan

Ewald Pfau

unread,
Feb 27, 2003, 7:09:25 PM2/27/03
to
Helmut Springer wrote:
> Ewald Pfau <cecica...@gmx.net> wrote:
>
> Gut, also probier's aus und entscheide fuer Dich, das ist natuerlich
> immer am sinnvollsten.

Gut, ich hab mit einfachem Strassenoutfit an den Beinen keine Probleme
und hab daraus geschlossen, das sei normal. Vielleicht finde ich bei
Gelegenheit einmal den link, warum da Probleme entstehen koennen, die
ich nicht habe (bei mir die Routen in der Umgebung: jedes Wetter, Tempo
wenn es normal dahin geht 25-35 kmh, wenn ich faul bin ein Stueck
weniger, so 4 bis 8 Stunden).

>>Werden in der langen Zeit nur aesthetische Ziele abgesteckt - also
>
> Das mag jeder selber entscheiden, einige fahren einfach nur aus
> Spass und offensichtlich/glaubhaft relativ unbeeinfusst von
> Modeerscheinungen...

(das war durchaus leicht ironisch gemeint von mir...)

Salut...


Ewald Pfau

unread,
Feb 28, 2003, 4:06:00 AM2/28/03
to
Stefan Barnikow wrote:
> begin quoting Ewald Pfau <cecica...@gmx.net>:

>>Das 'trocknende Trikot' hab ich mit Mikrofaserkleidung am Oberkoerper


>>auch, also das haengt nicht davon ab, dass es eng anliegt.
>
> Richtig. Davon hängt auch nur ab, wo der Schweiß hinwandert, bevor er
> von der Kleidung aufgesaugt wird. Ein eng anliegendes T-Shirt saugt
> den Schweiß auch auf, und ein weites Mikrofaserhemd läßt ihn genauso
> bis zum Hosenbund runterlaufen wie ein weites T-Shirt.

Ich stell mir das nicht so statisch vor (wie ein Vorhang), das ist immer
auch in Bewegung. Wenn es denn nicht zusehr schlabbert dann wird der
vorgesehene Zweck sicherlich erfuellt. All die Generationen von
Wuestennomaden koennen doch nicht so grundsaetzlich irren?

> Wie kommst Du jetzt auf Berechenbarkeit, und wozu brauchst Du die da?
> Mach zwei Tropfen Wasser auf Deinen Unterarm und lege in den einen ein
> Stück 'Funktions-irgendwas', dann siehst Du, was ich mit "Aufsaugen"
> meine.

Mir ging es da um irrationale Beweggruende, mit Berechenbarkeit als
modischem Argument. So wie oben: Die vielen chaotischen Prozesse des
Faltenwurfs im Detail lassen sich eigentlich nicht berechnen. Bzw. wenn
man da rechnen will dann kaum mit den rechten Winkeln von Baukloetzchen,
eher z.B. mit Statistik. Der Zweck wird trotzdem erfuellt. Dazu gehoert
auch, am Stoff kurz mal zu zupfen oder zu schuetteln, wenn denn der
chaotische Regelprozess aus dem Lot kommt. Kann also sein dass Dein
Tropfen 1 Sekunde ueberlebt oder vielleicht auch 20. Wenn es viel
laenger ist, dann sollte man von schlabbern sprechen. ;)

>>So flexibel wird der Konsens sich kaum irgendwo einstellen, dass man
>>sich umziehen und frisch machen kann, vielleich auch Kleidung zum
>>durchlueften deponieren, als normaler oeffentlich zugaenglicher urbaner
>>Komfort. Wenn es das gaebe: ob dann solche Trikotkleidung als
>>alltagstauglich herausstellen koennten? Das glaube ich eben nicht.

> Dann gibt's mich in Deiner Vorstellungswelt eben nicht.

Ja eben doch [gruess Dich]. Diesen urbanen Komfort gibt es ja (leider)
nicht. Wenn es solche Einrichtungen gaebe, das waere wohl auch eine
Mode (bzw., wenn es fuer laenger ueberlebt eine Konvention), wenn es das
gaebe, und das faende ich doch wesentlich praktischer
(vorausgesetzt es funktionierte). Und wenn es das gaebe, dann gaebe es
einen starken (rein praktischen) Grund _fuer_ solche Trikots: man
koennte sie dann unterwegs ablegen. Ich habe nur ueberlegt, was fuer
einen Einfluss solch eine staendige Einrichtung fuer die
Kleidungsgewohneit haette. Und bin eben trotzdem skeptisch.

Salut...

Stefan Barnikow

unread,
Mar 3, 2003, 1:45:13 PM3/3/03
to
begin quoting Ewald Pfau <e...@ear.co.at>:

>Stefan Barnikow wrote:
> > begin quoting Ewald Pfau <cecica...@gmx.net>:
>
> >>Das 'trocknende Trikot' hab ich mit Mikrofaserkleidung am Oberkoerper
> >>auch, also das haengt nicht davon ab, dass es eng anliegt.
> >
> > Richtig. Davon hängt auch nur ab, wo der Schweiß hinwandert, bevor er
> > von der Kleidung aufgesaugt wird. Ein eng anliegendes T-Shirt saugt
> > den Schweiß auch auf, und ein weites Mikrofaserhemd läßt ihn genauso
> > bis zum Hosenbund runterlaufen wie ein weites T-Shirt.
>
>Ich stell mir das nicht so statisch vor (wie ein Vorhang), das ist immer
>auch in Bewegung. Wenn es denn nicht zusehr schlabbert dann wird der
>vorgesehene Zweck sicherlich erfuellt.

Möglich. Ich stell mir da nicht allzu viel vor. Ich hab das Zeug
probiert und fand's besser als T-Shirts. Das mit dem Runterlaufen war
extrapoliert von denen, denn die flattern am Rücken auch rum; wenn es
bei Deinem Mikrofaserhemd nicht auftritt oder Du weniger schwitzt als
ich (was nicht schwer sein dürfte), dann "funktioniert" das bei Dir
auch ausreichend gut.


>All die Generationen von
>Wuestennomaden koennen doch nicht so grundsaetzlich irren?

Ich wage zu behaupten, daß die nicht soviel Leistung abgeben wie ein
Radfahrer, wenn er schnell fährt. Daher dient ihre Kleidung vielleicht
mehr als winddurchlässiger Sonnenschutz als als Schweißtransporter.
Gab es denn überhaupt Funktionsfasern ähnliche Materialien, als
diese Kleidung entstand?


> > Wie kommst Du jetzt auf Berechenbarkeit, und wozu brauchst Du die da?
> > Mach zwei Tropfen Wasser auf Deinen Unterarm und lege in den einen ein
> > Stück 'Funktions-irgendwas', dann siehst Du, was ich mit "Aufsaugen"
> > meine.
>
>Mir ging es da um irrationale Beweggruende, mit Berechenbarkeit als
>modischem Argument. So wie oben: Die vielen chaotischen Prozesse des
>Faltenwurfs im Detail lassen sich eigentlich nicht berechnen.

Das gilt auch für die Bewegung der Luftmoleküle an einem Flügel, und
trotzdem lassen sich viele Eigenschaften des Systems berechnen.


> >>So flexibel wird der Konsens sich kaum irgendwo einstellen, dass man
> >>sich umziehen und frisch machen kann, vielleich auch Kleidung zum
> >>durchlueften deponieren, als normaler oeffentlich zugaenglicher urbaner
> >>Komfort. Wenn es das gaebe: ob dann solche Trikotkleidung als
> >>alltagstauglich herausstellen koennten? Das glaube ich eben nicht.
>
> > Dann gibt's mich in Deiner Vorstellungswelt eben nicht.
>
>Ja eben doch [gruess Dich]. Diesen urbanen Komfort gibt es ja (leider)
>nicht.

In eine Richtung nehme ich diesen Komfort manchmal mit. Bevor ich aus
dem Stadtzentrum wieder die 200Hm nach Hause rauffahre, ziehe ich meine
Radklamotten dann an. Ins Zentrum hinein ist das Langsamfahren kein
großer Zeitverlust, sonst wäre es tatsächlich ein Problem, die danach
feuchten Sachen irgendwo zu lüften.
Auf Funktionskleidung bin ich übrigens nicht durch Sport gekommen,
sondern durch die tägliche Fahrt zur Arbeit (bzw. durch den Tip, das
doch einfach mal zu probieren). Mit dem Zeug kam ich schneller und
weniger verschwitzt an, und da es da Waschbecken und Spinde gab, war
das Umziehen kein Problem. Büroklamotten zum Wechseln habe ich bei
Bedarf in der zweiten Packtasche mitgenommen.


> Wenn es solche Einrichtungen gaebe, das waere wohl auch eine
>Mode (bzw., wenn es fuer laenger ueberlebt eine Konvention), wenn es das
>gaebe, und das faende ich doch wesentlich praktischer
>(vorausgesetzt es funktionierte). Und wenn es das gaebe, dann gaebe es
>einen starken (rein praktischen) Grund _fuer_ solche Trikots: man
>koennte sie dann unterwegs ablegen.

Warum eigentlich? Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß man in
solchen Sachen Einkaufen gehen kann. Schief angeguckt wirst Du nur,
wenn Du Dich damit komisch bewegst, oder wenn Du die Sachen den 2./3.
Tag an hast, so daß sie schon muffeln. Und vielleicht, wenn Du einen
Anzug kaufen gehst, das habe ich nun noch nicht probiert...


Ciao,
Stefan

Tim Botzelmann

unread,
Mar 5, 2003, 4:32:10 AM3/5/03
to
On Mon, 3 Mar 2003, Stefan Barnikow wrote:

> begin quoting Ewald Pfau <e...@ear.co.at>:

> >Ich stell mir das nicht so statisch vor (wie ein Vorhang), das ist immer
> >auch in Bewegung. Wenn es denn nicht zusehr schlabbert dann wird der
> >vorgesehene Zweck sicherlich erfuellt.
>
> Möglich. Ich stell mir da nicht allzu viel vor. Ich hab das Zeug
> probiert und fand's besser als T-Shirts. Das mit dem Runterlaufen war
> extrapoliert von denen, denn die flattern am Rücken auch rum; wenn es
> bei Deinem Mikrofaserhemd nicht auftritt oder Du weniger schwitzt als
> ich (was nicht schwer sein dürfte), dann "funktioniert" das bei Dir
> auch ausreichend gut.
>
>
> >All die Generationen von
> >Wuestennomaden koennen doch nicht so grundsaetzlich irren?
>
> Ich wage zu behaupten, daß die nicht soviel Leistung abgeben wie ein
> Radfahrer, wenn er schnell fährt. Daher dient ihre Kleidung vielleicht
> mehr als winddurchlässiger Sonnenschutz als als Schweißtransporter.
> Gab es denn überhaupt Funktionsfasern ähnliche Materialien, als
> diese Kleidung entstand?

Echte(tm) Wuestennomaden haben eine "High-Tech"-Kleidung aus eng
anliegender, heller innerer Schicht, die Wasserdampf gut in den
Zwischenraum der beiden Schichten lässt und somit für Kühlung auf der
Haut sorgt (Schweiß verdampft leicht und kühlt so), und eine
"schlabbernde", dunkle (meist schwarze) äussere Schicht, die das
Dampfpolster aufrecht erhält und durch die Farbgebung die durch das
Schwitzen transportierte Wärme gut in die Umgebung abstrahlt (Schwarz
absorbiert Wärmestrahlung gut, strahlt sie aber auch sehr gut ab. Weiß
kann beides nur schlecht). Damit ertragen die auch Temperaturen von über
50°C ohne übermäßigen Wasserverlust. Und brauchen dafür noch nicht mal
teure Funktionsfasern.

Fuers Radfahren bei mitteleuropäischen Sommertemperaturen eignet sich
das allerdings wirklich nicht. Eher zum Aufwärmen bei winterlichen
Temperaturen und Sonnenschein :)

Gruß,

Tim


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