eine Kollegin, die ca. 140 kg wiegt, mᅵchte sich ein Gebrauchtrad
zulegen. Anforderungen stellt sie eigentlich nur an die Festigkeit und es
sollte einen tiefen Einstieg haben.
Gibt es Hersteller, die sich mit besonders stabilen Rᅵdern hervorgetan
haben?
Und welche Gebrauchtrᅵder sollte sie auf keinen Fall kaufen?
C.
Mir fᅵllt noch Utopia London ein:
<http://www.utopia-fahrrad.de/Fahrrad_Html/Kapitel_Html/81_London_104.html>
>>Und welche Gebrauchtrᅵder sollte sie auf keinen Fall kaufen?
Jedes. Bei den Anforderungen soll sie sich vom Gedanken, dass es etwas
passendes am Gebrauchtmarkt gibt, gleich wieder verabschieden.
Stattdessen sollte sie sich damit anfreunden, fᅵr ein geeignetes neues
Rad etwa 2,5 kEUR in die Hand zu nehmen.
> Gebraucht sehe ich da eigentlich wenig Optionen. Es sei denn, sie erweitert
> die Suche auf MTB-Hardtails aus groᅵvolumigen Alurohren, die ggf. mit
> passenden Reifen usw. auf Verkehrsmittel umstrickbar sind.
Umgestrickt im wahrsten Sinne des Wortes, denn es mᅵssten Speichen vom
Kaliber DT swiss Alpine oder Sapim strong und breitere Felgen rein. Die
Hoppelgabel muss soundso raus. Ob sich der Aufwand lohnt?
Im Prinzip braucht sie ein einsitziges Tandem.
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
> Fᅵr Leute, die weniger als einen Tausender ausgeben wollen, gibt es seit
> einigen Jahren das Agattu XXL mit verstᅵrktem Rahmen und serienmᅵᅵig
> verstᅵrkten Federn:
> http://www.kalkhoff-bikes.com/de/de/modelle/modelle-2011/category/allround-2/subcategory/activity-2/model/agattu-xxl-8.html
Das ist grundsᅵtzlich ok, ja. Aaaaaaaber ;)
Trotz der verstᅵrkten Federn halte ich die verbaute Suntour Hoppelgabel
fᅵr insgesamt 160kg Systemgewicht fᅵr wenig geeignet
Bremsen gibts auch bessere
Die Last auf dem Tretlager ist viel hᅵher, als bei einem Leichtgewicht
auf dem Rad - das im Agattu ist IIRC ein 0815 Ding aus dem einfachen
Shimao Teileregal. Ok, kann man tauschen, kost nicht viel, aber ich
erwᅵhns eben.
Die Parallelogramm Sattelstᅵtze mag auf Dauer (!) auch keine 140kg. Mir
wᅵrde das Geschaukel ja sofort auf den Senkel gehn, und ich wiege 60Kilo
weniger, aber das ist Geschmacksache.
Jetzt kommts eben drauf an, was die Dame will. Fᅵr "einfach so ein Rad
fᅵr die Stadt" ists ok. Fᅵr Touren und/oder regelmᅵᅵige und umfangreiche
Alltagsradfahrerei eher nicht. Aber da muss sie einfach mehr Geld auf
den Tisch legen. Punkt. Da gibts nichts dazwischen.
Und was vor lauter ᅵberflᅵssiger political correctness regelmᅵᅵig unter
den Tisch fᅵllt - die ᅵblichen Fahrrᅵder sind einfach nicht fᅵr Leute
gebaut, die jenseits der 100 Kilo wiegen. Das ist halt so. Und auch ein
Sumo bekommt ein 140 Kilo Fahrer oder Fahrerin schnell an den Kollaps,
wenn man damit nicht angemessen umgeht.
Man muss also damit leben, dass grundsᅵtzlich je mehr Defekte auftreten,
je schwerer der Fahrer ist. Und je billiger das Rad, desto mehr gilt
das. No way out, alles andere ist Geeier.
Was auf kurz heiᅵt: Die Dame sollte abnehmen, wenn sie Radfahren mᅵchte.
Radfahren kann dazu (begrenzt) beitragen. Aber bis dahin sollte man von
einem Rad nicht mehr erwarten, als es leisten kann.
Peter
Bei dem Teil muᅵ man auch mal sehen, daᅵ es gerade mal 100 Euro mehr
kostet als die nichtverstᅵrkte Normalausfᅵhrung:
Kalkhoff Agattu ==> UVP 499,-
Kalkhoff Agattu XXL ==> UVP 599,-
Und fᅵr den relativ geringen Mehrpreis gibt es natᅵrlich nicht jedes
Einzelteil in verstᅵrkter Ausfᅵhrung, sondern soweit ich die
Spezifikation lese nur diese Teile:
- stᅵrkerer Rahmen
- stᅵrkere Federgabel (hᅵrtere Federn)
- stabilere/schwerere Felgen
- dickere Speichen
- XXL Federsattelstᅵtze
Fᅵr 100 Euro Mehrpreis finde ich das schon sehr fair kalkuliert, vor
allem wenn man bedenkt, daᅵ es die Suntour-Teile "verstᅵrkte Federgabel"
und Federsattelstᅵtze "NEX XXL" auf dem freien Markt gar nicht als
Einzelteile zu kaufen gibt, sondern daᅵ sich Kalkhoff als
Fahrradhersteller dafᅵr extra Sonderserien auflegen lᅵᅵt.
Der Hersteller bedient damit eine echte Marktlᅵcke.
Und: Dass 140-Kilo-Moppelchen sich ein Fahrrad kaufen um damit fᅵr die
Tour-de-France zu trainieren oder wochenlange Fernradreisen ᅵber
tausende von Kilometern zu unternehmen, steht wohl nicht zu erwarten.
Mit 140 Kilo dᅵrfte es ja auch mit der kᅵrperlichen Fitness erstmal
nicht so weit her sein, dass es gleich fᅵr lᅵngere Touren reicht. Sowas
ist eben ein City-Fahrrad fᅵr Langsam- und Radwegfahrer, die damit in
der Stadt Erledigungen in der nᅵheren Umgebung der Wohnung machen kᅵnnen.
Und man soll sich auch wundern, wie viele Leute ihre Hunde in manchen
Gegenden vom Fahrrad aus ausfᅵhren. Insbesondere in Gegenden, in denen
man mit dem Fahrrad ruckzuck im Grᅵnen ist. Die kommen nicht auf die
Idee sich ein Fahrrad zu kaufen, wenn ihnen ihr eigener Arzt sagt "sie
brᅵuchten mal ein bischen mehr Bewegung", sondern die kaufen sich ein
Fahrrad wenn ihnen der Tierarzt ihres Hundes sagt "ihr Hund braucht mehr
Bewegung". Dann kaufen sie sich ein Fahrrad, weil sie dann nicht so viel
zu Fuᅵ mit ihrem Hund laufen mᅵssen. Da ist das Fahrrad und seine
Eigenschaften dann vᅵllig zweitrangig, solange man bequem sitzen und
fahren kann, Hauptsache Herrchen oder Frauchen ist beim Gassigehen
deutlich mobiler als auf den eigenen Fᅵᅵen.
Jᅵrgen
So ein Systemgewicht hab ich regelmᅵᅵig an/auf meinem
Bahnhofsrad. Nen alter Zeg(ge) Stahlrahmen mit 0815 Vbrakes,
normalen XP 19 36-Loch Felgen in Deore Nabe.
Und das ganz ohne Probleme im Bergischen Land..
Sowas muss ein Rad abkᅵnnen.
ciao
Holger
--
http://holger.outgesourced.org/blog/
Auch glaub ich nicht, dass die Nutzerin regelmᅵsig von 20cm hohen
Bordsteinkanten hypfen wird, was ich allerdings mache.
Am besten wären Bungee-Gummis. Beim hundstypischen stop-schnüffel-go
gibt das bestimmt interessante Bewegungsmuster.
Ralf
Am 10.09.2011 20:57, schrieb Christian Peters:
> Moin,
>
> eine Kollegin, die ca. 140 kg wiegt, möchte sich ein Gebrauchtrad
> zulegen. Anforderungen stellt sie eigentlich nur an die Festigkeit und es
> sollte einen tiefen Einstieg haben.
Tiefer Einstieg und hohes Gewicht passt nicht.
Ich hatte mal ca. 200 Kg und bin jetzt auf 130 runter.
Ich fahre jetzt (seit 6500 Km) ein normales Trecking-Rad von Herkules
und bin happy.
Vorher, bei 200 Kg hatte ein ein Schauff Sumo, das nach ersten
Wehwehchen auch sehr gut ist.
Laut Norm sind alle Räder bis 120 bzw. 130 Kg zugelassen.
Und ein gutes Rad hält meist auch 140 aus.
>
> Gibt es Hersteller, die sich mit besonders stabilen Rädern hervorgetan
> haben?
> Und welche Gebrauchträder sollte sie auf keinen Fall kaufen?
>
gruß
Wulf
Noch ein Kommentar:
Nimm hochwertige Komponenten. Die Last auf Tretlager/Kette/... ist
deutlich höher als bei Otto-normal-Radler, uund mein Kettenverschleiß
ist deutlich!
Bei billig-rädern hab ich auch alle 1000 Km früher das Tretlager
verschlissen.
Gruß
wulf
> C.