Die ist überhaupt nicht fahrbar, da die B30 zwar keine Autobahn ist, aber
eine autobahnähnlich ausgebaute Kraftfahr-Strasse (zwei Fahrspuren für
jede Fahrtrichtung, mit Leitplanken im Mittelstreifen). Jedenfall so
ungefähr bis Biberach.
Über die Käffer fährt sichs ganz gut, aber da müsste man schon genau
planen, wo man langfährt und eine Karte dabeihaben. Kann leider nicht
mit besseren Tipps dienen, weil ich schon lange nicht mehr da wohne.
ciaole
schmadde
Mittlerweile auch weiter südlich, teilweise noch im Bau, ab
Bavendorf/Weingarten/Ravensburg bzw. ein Kaff davor ist es auf jeden
Fall wieder so, da wird die B30 zur Umgehungsstrasse.
> Über die Käffer fährt sichs ganz gut, aber da müsste man schon genau
> planen, wo man langfährt und eine Karte dabeihaben. Kann leider nicht
> mit besseren Tipps dienen, weil ich schon lange nicht mehr da wohne.
Die Karte sollte wirklich nicht fehlen, oft sind die kleinen Straßen in
einem recht guten Zustand und sollten auch mit einem Rennrad etc.
fahrbar sein. Planen sollte man das allerdings schon ein bisschen...
Viel Spass,
P.
Übertreibt's nicht so mit der Planung - der Donau-Bodensee-Radweg (ja, von
Ulm nach Friedrichshafen) ist einigermaßen brauchbar ausgeschildert.
Einigermaßen deswegen, weil zumindest an einer Stelle die Abzweigung nach
links nicht beschildert ist und an einer anderen Stelle das Schild zwar da
ist (schön groß), aber in ca. 5m Höhe mitten auf dem Platz neben der Straße
hängt...
Das Gemeine an der ersten Stelle ist, daß die Straße und Fahrtrichtung nach
Süden geht, die Radführung aber (aus Osten kommend) zunächst nach Norden und
dann 20m weiter wieder nach Westen abbiegt. 10m weiter ginge es dann auf der
Parallelstraße zur Hauptstraße wieder nach Süden, aber das Schild fe lt
dann... und die nach Westen weiter führende Straße sieht auch recht
fahrradfreundlich aus und ist auch als Teil einer Radroute beschildert (aber
eben nicht der richtigen)...
Ansonsten ist die Strecke zumindest bis zum Federsee gut zu fahren, das
Hochwasser sollte jetzt auch wieder weg sein. Zum größten Teil geteert (ein
kurzer Abschnitt führt, von Ulm aus bergab, auf einer Schotterstraße durch
einen Wald), der größte Nachteil (je nach Lust und Laune - ich kenn' da ein
oder zwei Leute, die sehen das als Vorteil...) gegenüber der B30 dürfte das
ausgeprägtere Höhenprofil sein.
Gruß
Markus
Na, das ist ja dann schonmal was. Ist das der, der von Ulm aus erstmal ne
ganze Weile an der Donau entlangführt?
> Ansonsten ist die Strecke zumindest bis zum Federsee gut zu fahren, das
> Hochwasser sollte jetzt auch wieder weg sein. Zum größten Teil geteert (ein
> kurzer Abschnitt führt, von Ulm aus bergab, auf einer Schotterstraße durch
> einen Wald), der größte Nachteil (je nach Lust und Laune - ich kenn' da ein
> oder zwei Leute, die sehen das als Vorteil...) gegenüber der B30 dürfte das
> ausgeprägtere Höhenprofil sein.
Gegenüber den Strecken, die mit dem Fahrrad befahrbar sind, dürfte das wohl
keinen grossen Unterschied machen. Hügelig ist es in der Gegend eigentlich
überall.
ciaole
schmadde
Also nachts würde ich da jetzt nicht unbedingt fahren wollen.
ciaole
schmadde
Richtig. In Ulm nach Süden bis zur Donau, dann flußaufwärts (Westen - mehr
oder weniger) bis kurz vor Erbach. Kurz nach Ulm verzweigen zwei
Alternativrouten, die linke Schleife ist schöner, aber auch etwas länger.
Kurz vor der Abzweigung nach Erbach geht's dann (Beschildert) über eine
Brücke links ab, Richtung Achstetten. Wenn Du am WLZ an der Donau
vorbeikommst, dann hast Du die Brücke (um ein paar hundert Meter) verpaßt.
Im ersten Dorf nach der Brücke ist diese bescheuerte
rechts-links-zurück-Schleife.
Nach Achstetten weiß ich dann auch nicht mehr weiter - da bin ich dieses
Jahr erst einmal gefahren. Der spiralgebundene (Bike-Line?) Tourenführer
hilft da weiter.
Alternativ wäre möglich, wenn Du nachts fahren willst und Dich nicht darauf
verlassen kannst, die postkartengroßen Schilder rechtzeitig zu sehen, anhand
der Tourenbeschreibung die Ortschaften heranzunehmen und die Landstraßen zu
verwenden. Zu den Berufsverkehrszeiten sind die allerdings auch stark
befahren, die daran teilweise geführten Radwege von Ortsunkundigen nachts
nicht immer zu finden, gerade im Bereich Biberach.
Gruß
Markus
Wieso, sowas ist nachts doch gut fahrbar?
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |
>>> Fahrspuren für jede Fahrtrichtung, mit Leitplanken im
>>> Mittelstreifen).
>>
>> So ähnlich hatte ich das schon befürchtet.
>
> Wieso, sowas ist nachts doch gut fahrbar?
...wenn man sich nicht erwischen läßt (Z.331). Bedenke dabei aber, daß diese
Straße zum guten Teil über bayerisches Hoheitsgebiet führt.
Gruß
Markus
> Die ist überhaupt nicht fahrbar, da die B30 zwar keine Autobahn ist, aber
> eine autobahnähnlich ausgebaute Kraftfahr-Strasse (zwei Fahrspuren für
> jede Fahrtrichtung, mit Leitplanken im Mittelstreifen).
Das einzig stoerende daran ist "Kraftfahr-Strasse" -- "zwei Fahrspuren für
jede Fahrtrichtung, mit Leitplanken im Mittelstreifen" sind fuer
Radfahrer keine Problem.
Die Strasse unterscheidet sich lediglich von der Beschilderung her von
einer normalen Bundesautobahn. Und zumindest, als ich dort noch gewohnt
habe, fuhren dort die zahlreichen Mitglieder der "Golf GTI Clubs Biberach"
mit so um die 200 km/h lang, besonders nachts. Da möchtest Du ernsthaft
mit dem Fahrrad fahren? Ich zumindest mag zwar verrückt sein, aber nicht
so lebensmüde. Empfehlen würde ich das auch niemandem. YMMV (obwohl ich das
nicht glaube).
ciaole
schmadde
Nein, die Straße ist gerade nicht auf viele hundert Meter
überschaubar. Sie besteht zwar aus zwei Fahrspuren je Richtung,
Standstreifen und Leitplanken im Mittelstreifen. Die Kurvenradien aber
sind deutlich enger als auf Autobahnen. Wer dort mit 200 km/h
rumfährt, sieht nicht wo er hinfährt. Und dort wird so schnell
gefahren. Tagsüber und nachts.
Eine Alternative für das Fahrrad könnte die "alte B30" sein. Über
Gögglingen (Laupheimer Str, Bertholdstr), Donaustetten, Dellmensingen,
Achstetten, Laupheim... Teilweise schön breite Fahrbahn überwiegend
ohne Radweg.
Die B30 führt doch nur im Stadtgebiet von Neu_Ulm über bayerisches
Hoheitsgebiet. Nämlich zwischen Adenauerbrücke, NU-Mitte und der
Illerbrücke.
Mich wuerde ja mal interessieren, ob Ihr alle nur Sprueche klopft, oder
ob Ihr das ernst meint. Ich kenne nur zwei Leute, die mal ein Stueck
mit dem Fahrrad auf einer mittelstark befahrenen Autobahn oder
autobahnaehnlich ausgebauten Bundesstrasse gefahren sind und beide gehoeren
keineswegs zu den aengstlichen Naturen. Aber beide haben dringend von
der Nachahmung abgeraten und meinten, es waere ihnen nicht besonders wohl
dabei gewesen.
ciaole
schmadde
Also zumindest bis Laupheim verlaeuft der Donau-Bodensee-Radweg nach meiner
Karte entweder genau auf oder ziemlich nah neben dieser Strasse, sollte
also kein Umweg sein. Danach scheint er jedoch groessere Umwege zu ergeben.
In der Biberacher Gegend habe ich mich auch schon ein paarmal verfahren,
da sollte man dann schon wissen, wo man lang will.
Nach Wegweisern kann man da kaum fahren, sonst landet man ruckzuck wieder
auf der B30. Ich wuerde auch schauen, dass Du nicht allzuweit ins Allgaeu
abdriftest, koennte sonst anstrengend werden ;)
ciaole
schmadde
Habe ich in den USA gemacht, kein Problem:
<http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/usa03/usa2003-small/img_0780.jpg>
In .de bin ich einmal versehentlich auf eine Autobahn gekommen, das
war etwas anstrengend; ungefaehr jeder zweite Autofahrer hat gehupt.
>oder
>autobahnaehnlich ausgebauten Bundesstrasse gefahren
Ich fahre taeglich auf eine Bundesstrasse mit zwei getrennten
Richtungsfahrbahnen mit jeweils drei Fahrstreifen (plus zwei
Nebenfahrbahnen, aber da fahre ich nicht); das ist der angenehmste
Teil meines Arbeitsweges.
- anton
--
M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed
an...@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html
> Mich wuerde ja mal interessieren, ob Ihr alle nur Sprueche klopft,
> oder ob Ihr das ernst meint. Ich kenne nur zwei Leute, die mal ein
> Stueck mit dem Fahrrad auf einer mittelstark befahrenen Autobahn oder
> autobahnaehnlich ausgebauten Bundesstrasse gefahren sind
Du kennst jetzt drei.
Ist mir in der Schweiz mal passiert; ich wollte auf einem Feldweg einen
Tunnel umfahren. was ich aber nicht wußte, war, dass sich im Berg die
Landstrasse und die Autobahn kreuzten, so dass die Landstrasse, die vor dem
Tunnel links lief, *nach* dem Tunnel rechts war.
Gemeinerweise kam noch hinzu, dass die Autobahn am Tunnelausgang wg.
Baustelle einspurig geführt wurde und die Landstrasse an der Stelle ausser
Sicht war.
Jedenfalls habe ich Autobahn und Landstrasse verwechselt und habe das erst
am Baustellenende gemerkt. Leider zäunen die Schweizer ihre Autobahnen ein,
so dass es nicht möglich war, das Rad mal schnell eben über die Leitplanke
zu wuchten, sondern ich mußte bis zur nächsten Ausfahrt weiterfahren. Ich
weiß heute noch nicht, ob ich damals im Schweizer Verkehrsfunk war oder
nicht :-) Angenehm war das allerdings nicht.
Martin
PS: In Andalusien gibt es Autobahnen, die vom Radler benutzt werden dürfen,
zB nach Cadiz hinaus - einzige Möglichkeit, da hinzukommen.
Wo bitte ist da irgendwas autobahnaehnlich ausgebaut? Damit meine ich nicht
blos ne Kraftfahrstrasse mit mehreren Spuren pro Fahrtrichtung, also
Heerstrasse zaehlt nicht (da bin ich auch schon gefahren, bis auf das
staendige Gehupe ist das problemlos). Sondern: sieht aus wie ne Autobahn
und wird auch so genutzt. Also: Leitplanke und Sichtschutz im Mittelstreifen,
Beschleunigungs- und Verzoegerungsstreifen an jeder Ein/Ausfahrt, kein
Tempolimit, Geschwindigkeiten von 200 km/h sind dort ueblich.
Die Randbedingung "gestoerte Landjugend, die besoffen aus Ulmer Prolldiskos
in tiefergelegten Karren nach Hause faehrt stellt einen signifikanten Teil
der Reisenden" lasse ich jetzt mal aussen vor, das macht den Bock auch nicht
mehr fett.
Also die B5 lasse ich nicht gelten. A10 wuerde ich gelten lassen. Bist da
auch schon rumgefahren?
ciaole
schmadde
In den USA wird normalerweise recht gesittet gefahren, lasse ich also
auch nicht uneingeschraenkt gelten.
>>oder
>>autobahnaehnlich ausgebauten Bundesstrasse gefahren
>
> Ich fahre taeglich auf eine Bundesstrasse mit zwei getrennten
> Richtungsfahrbahnen mit jeweils drei Fahrstreifen (plus zwei
> Nebenfahrbahnen, aber da fahre ich nicht); das ist der angenehmste
> Teil meines Arbeitsweges.
Das hoert sich auch nicht nach Autobahn-Aequivalent an. Nur die Tatsache,
dass sie mehrspurig ist, wuerde mich auch nicht dran hindern, dort zu fahren.
Sonst duerfte ich hier ja nirgends mehr fahren ;)
ciaole
schmadde
Ja, so aehnlich ist das meinen beiden Bekannten auch passiert. Der eine ist
war mit dem Rennrad unterwegs und wollte nach Hause (fuer die Ulmer: es war
entweder in Dornstadt oder in Lehr), hat nen gelben Wegweiser nach Ulm
gesehen und schwupps war er auf der B10, die auch so autobahnmaessig
ausgebaut ist. Allerdings ist dort Tempolimit 80 oder 100 und weil dort
oft geblitzt wird, haelt sich so ziemlich jeder dran. Und weils dort bergab
geht, konnte er wohl ganz gut im Verkehr mitschwimmen. Er war trotzdem froh,
als er runter war.
Der andere ist auf einer Radreise abends vor einer Autobahnbruecke gestanden,
daneben die Faehre hatte schon Feierabend und die naechste Bruecke war ewig
weit weg. Die Autobahn hatte auf der Bruecke keine Standspur. Er meinte,
so schnell waere er mit Gepaeck noch nie gefahren...
Ich selber habe damit keine Erfahrungen, verzichte aber auch dankend darauf
> Angenehm war das allerdings nicht.
Danke, das wollte ich nur wissen ;)
> PS: In Andalusien gibt es Autobahnen, die vom Radler benutzt werden dürfen,
> zB nach Cadiz hinaus - einzige Möglichkeit, da hinzukommen.
In der Naehe von Portland (Oregon) habe ich auch schon Radfahrer auf dem
Freeway gesehen. Schien dort geduldet zu werden, hat sich keiner beschwert.
Vermutlich gabs auch in der Gegend keine andere Strasse in die Richtung.
Deutsche Autobahnen sind aber schon ein anderes Kaliber. Dort ist man ja
auch als Autofahrer manchmal froh, wenn man sie hinter sich gelassen hat.
ciaole
schmadde
> Deutsche Autobahnen sind aber schon ein anderes Kaliber. Dort ist man ja
> auch als Autofahrer manchmal froh, wenn man sie hinter sich gelassen
> hat.
Wenn ich mal in die Büchse kletter bin ich eher froh wenn ich auf der
Autobahn angekommen bin. So entspannt fährt es sich nirgendwo anders.
Klar gibt es auch hier den typischen BMW-Drängler aber der ist zum Glück
selten.
Aber wir von der Ruhr haben sowieso ein anderes Verhältnis als die
Ostwestfalen oder andere Ländlicheregionenbewohner. das liegt daran, dass
hier Anschlusstellen keine Rarität und fast Attraktion sind sondern im
Schnitt alle 2km eine kommt...
--
P@rick
Es stimmt nicht, dass Kühe Milch geben - sie wird ihnen von den Melkern
weggenommen
[Kroppach, D.; Ich will lernen wie man Kinder pflegt und kocht; Eichborn]
Einige Verbindungsstücke im Brabant in Belgien frequentierte ich des
öfteren. Der Unterschied ist einfach auszumachen: Generelle Beschränkung ist
sowieso 120 km/h auf Schnellstraßen, solche lassen sich als zu Vermeidende
ansehen (B dürfte immer noch das weltweit dichteste Schnellstraßennetz
haben). Auf einigen Strecken ist Landstraßengeschwindigkeit angesagt, die
ist generell 90 km/h, da lässt es sich gut aushalten.
Man kann es aber auch so sehen, da fahren ganz wenige ordentlich frech
dahin, vor denen sollte man sich hüten (mit 120 km/h durch die Stadt und so;
im wallonischen Teil - im flämischen mischt sich das wieder anders; dort ist
auch das Ghettowesen rigider durchgezogen). Anders kann ich mir die recht
panische Angst vieler Radfahrer vor dem Autoverkehr nicht erklären, gemessen
an dem, wieviel zuvorkommende Rücksicht ich stattdessen erlebt habe (bei
einigen Mm, die ich dort in der Gegend abspulte).
Dazu kommt mir der Mix mit 120/90 km/h angenehmer vor, als der mit 130/100
km/h. Die 10 km/h auf dem Schild Unterschied für Landstraßentempo machen in
der Praxis eher mehr als 20 km/h aus (bis zu etwa 130 km/h statt bis zu etwa
110 km/h, womit man als alltägliche Gepflogenheit rechnen muss).
>Mich wuerde ja mal interessieren, ob Ihr alle nur Sprueche klopft, oder
>ob Ihr das ernst meint. Ich kenne nur zwei Leute, die mal ein Stueck
>mit dem Fahrrad auf einer mittelstark befahrenen Autobahn oder
>autobahnaehnlich ausgebauten Bundesstrasse gefahren sind und beide gehoeren
>keineswegs zu den aengstlichen Naturen. Aber beide haben dringend von
>der Nachahmung abgeraten und meinten, es waere ihnen nicht besonders wohl
>dabei gewesen.
Ich hätte da die B95 von Leipzig bis Borna, streckenweise
mit Radfahren verboten (auf 100 beschränkt, woran sich die
meisten nicht halten).
Na ja, es ist ziemlich laut mit vielen schnellen Autos, und
insoweit für Spaßtouren nicht empfehlenswert. Dazu kommt,
daß "autobahnähnlich" normal laaaaange Geraden mit gaaaanz
langgezogenen Kurven, im Zweifel noch eingedämmt oder gar
mit Wänden versehen bedeutet. Also stinklangweilig. Wenn
sich sowas irgendwie ohne große Verluste (längere Strecke,
mehr Steigung) vermeiden läßt, fahre ich auch lieber
woanders.
Aber die Tatsache, daß bei den breiten Spuren PKW ganz ohne
Spurwechsel einen sehr komfortablen Abstand halten können
und das auch tun, gibt schon das Gefühl, daß die Straße
sicher ist. In der Nacht tät ich sowas einer kurvigen
Landstraße vorziehen.
mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.
> Dazu kommt mir der Mix mit 120/90 km/h angenehmer vor, als der mit 130/100
> km/h. Die 10 km/h auf dem Schild Unterschied für Landstraßentempo machen in
> der Praxis eher mehr als 20 km/h aus (bis zu etwa 130 km/h statt bis zu etwa
> 110 km/h, womit man als alltägliche Gepflogenheit rechnen muss).
Wie hoch sind denn jeweils die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten?
Ich weiß zumindest aus .de, daß beispielsweise Tempi von ca. 150 auf
außerörtlichen Straßen nicht wirklich selten vorkommen.
Mathias
Es gibt bestimmt ein paar extrem hurtige Zeitgenossen (und dazu gedankenlose
wie überall sonst), aber in der ersten Annäherung darf man eine gute Portion
Phlegma annehmen. ;) Ich hatte schon mal vermutet, ob nicht auch die gut
verwurzelte Konvention des RvL eine Rolle spielt (es könnte jede
unspezifizierte Einmündung ja auch Vorfahrt haben: das bremst die sture
Selbstgewissheit und hebt damit die Lebensqualität der Anwohner).
Man kann es auch so sehen, dass Disziplin nur eine Form von Faulheit ist,
wenn man keine Lust hat, sich aufzuregen. So kenne ich es, wenn ich mich
dessen entsinne, wie dem korrekten, entspannten Stil in Belgien wohl eher
der Vorzug gegeben wird (ich schreibe hier von südlich des Alpenhauptkamms).
Und weil man sich nicht so gern reglementieren lässt, ist es alltäglicher
Stil, dass man auch recht viel ad hoc untereinander ausmacht. Das macht
bestimmt einen Unterschied, verglichen mit D und mit A gleichermaßen.
Die mehrspurigen 90er-Strecken kenne ich mit dem Fahrrad nur als Ausnahmen,
z.B. zwischen großen Kreisverkehrsrondellen, oder dort, wo stückweise
abwechselnd 2- und 4-spurig ausgebaut ist, usw. Wenn mehrspurige
90er-Strecken über weitere Entfernungen geführt werden, wäre ich doch wieder
etwas skeptischer, ob ich auch bestimmt wahrgenommen würde.
Man kann bestimmt davon ausgehen, dass der Verkehr auf den Schnellstraßen um
einiges ruhiger fließt als in D. Dafür aber (siehe hurtig) Überraschungen
birgt, mit denen man anderswo kaum rechnen würde. (Eine harmlose solche am
Rande: wenn sich am hellen Tag unter einer Autobahnbrücke einer auf dem
Standstreifen zum Pinkeln hinstellt, da lässt irnkwie der Surrealismus
grüßen, wie er aus den Ritzen des Alltags lugt.)
Dass manche 150 auf Landstraßen fahren gibt es bestimmt auch. Und wenn das
dort gemacht wird, dann ist es wahrscheinlich gefährlicher als anderswo,
weil riskanter betrieben (eher auf die Art 'einer spinnt immer'). Dafür wird
aber so das weltverlorene Dahinkutschieren mit konstanten 65 kaum als
Ärgernis empfunden werden - laissez vivre, warum nicht (damit fährt man über
Land ein bißchen zu langsam und in den Ortschaften ein bißchen zu schnell,
muss sich dafür nicht ständig auf ein anderes Tempo einstellen ... was
soll's?), von der Sorte mag es auch nicht viel weniger als Schnellfahrer
geben.
Koexistenz - die ist in B manchmal ein wenig schwieriger, deshalb hat man
darin Übung. In A kommt stattdessen vielleicht so etwas wie Konsensbedürfnis
zur Geltung (gepaart mit einer eigenartigen Form von beredter
Sprachlosigkeit) - und wenn's gar der Konsens mit der Natur ist, dann rast
man gleich wie der Teufel, es wird eh nix passiern, in D vielleicht eher so
etwas wie ein immanenter Rechtfertigungsdruck, und wenn in der Kurve noch
ein Stück mehr Schlupf drin ist dann braucht es ein gutes Argument, warum
man das nicht ausnutzt, für ein paar km/h mehr. Hmm. Aber bevor das ein
Katalog mit Vorurteilen wird, sollte ich mich einbremsen. Ein paar
Unterschiede sind bestimmt signifikant, nur, wo die sich auswirken, das kann
man nicht so leicht vorwegnehmen.
> Rainer H. Rauschenberg schrob:
> > On Fri, 26 Aug 2005, Martin Schmachtel wrote:
> >
> >> Die ist überhaupt nicht fahrbar, da die B30 zwar keine Autobahn ist, aber
> >> eine autobahnähnlich ausgebaute Kraftfahr-Strasse (zwei Fahrspuren für
> >> jede Fahrtrichtung, mit Leitplanken im Mittelstreifen).
> >
> > Das einzig stoerende daran ist "Kraftfahr-Strasse" -- "zwei Fahrspuren für
> > jede Fahrtrichtung, mit Leitplanken im Mittelstreifen" sind fuer
> > Radfahrer keine Problem.
>
> Die Strasse unterscheidet sich lediglich von der Beschilderung her von
> einer normalen Bundesautobahn. Und zumindest, als ich dort noch gewohnt
> habe, fuhren dort die zahlreichen Mitglieder der "Golf GTI Clubs Biberach"
> mit so um die 200 km/h lang, besonders nachts. Da möchtest Du ernsthaft
> mit dem Fahrrad fahren?
Im Zweifel: Ja. Insbesondere, da ich wegen "die Strasse unterscheidet sich
lediglich von der Beschilderung her von einer normalen Bundesautobahn"
vermute, dass es eine Standspur (hier vermutlich: Mehrzweckstreifen) gibt.
> Ich zumindest mag zwar verrückt sein, aber nicht so lebensmüde.
> Empfehlen würde ich das auch niemandem. YMMV (obwohl ich das nicht
> glaube).
Meiner Erfahrung nach sind solche Situationen i.d.R. wesentlich
ungefaehrlicher als Stadtverkehr.
Als unangenehm erinnere ich zwei aehnliche Konstellationen in Frankreich,
beide male ohne Standspur/Mehrzweckstreifen, mit Leitplanken auf beiden
Seiten und viel Lkw-Verkehr. Dreispurig waere es vermutlich schon wieder
angenehmer gewesen.
Rainer "auch ich empfinde solche Strecken meist als ungemuetlich, aber
manchmal ist vorankommen wichtiger als Gemuetlichkeit" Rauschenberg
> P.S.: Weiss jemand die Seehöhe von Ulm?
Um die 470+x m über NN. Kommt drauf an wo du bist. Schau einfach unter
www.ulm.de -> Stadtplan Vergößern, fertig. Habe ich gerade so gemacht.
(Hättest auch selber drauf kommen können, oder? :-) )
Hermino
--
----------------------------------------------------------------------
Hermino Neder
neder AT zuv DOT uni-heidelberg DOT de
----------------------------------------------------------------------
> Andreas Stiasny wrote:
>
>
>>Dieses Jahr möchte ich wieder einmal eine Radreise nach der Eurobike
>>beginnen bzw. teilweise schon zur Eurobike mit dem Rad anreisen [...]
>
>
> Falls jemanden interessiert, was draus geworden ist:
>
> http://radtouren.stiasny.priv.at bzw. http://radtouren.stiasny.priv.at/item/31/
Schöne Seite (auch insgesamt), gefällt mir sehr. Insbsondere das Bild
<http://stiasny.priv.at/fotos/2005-urlaub/2005-09-11-valdisotto-glurns/sany0387-800x600.jpg>
weckt Sehnsüchte...
Ich vermisse bei der Mehrtagestour die Möglichkeit direkt von einem Tag
zum nächsten zu springen. Oder bion ich zu blöd^Wblind?
Gruß, Hermino
Geht aber auch bis über 600 m über NN, wenn man den Eselsberg zur Uni
hochfährt. Erfreulich für all die Leute, die das täglich mit dem Rad
fahren ;-) Ich wohne Gott sei Dank schon auf halber Höhe.
Ciao ... Frank
--
-----------------------------------------------------------------------
Frank Kargl Mail: use...@kargl.net Web: http://www.kargl.net/
-----------------------------------------------------------------------
> Geht aber auch bis über 600 m über NN, wenn man den Eselsberg zur Uni
> hochfährt.
Deshalb hat die Uni Ulm auch "the highest level of education" im
deutschsprachigen Raum :-)
> Erfreulich für all die Leute, die das täglich mit dem Rad
> fahren ;-) Ich wohne Gott sei Dank schon auf halber Höhe.
Du koenntest ja ueber Blaustein fahren :-)
--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Schoene Tour, da juckt's mich gleich, bei der naechsten
Schoenwetterphase nochmal fuer ein paar Tage per Rad dem Alltag zu
entschwinden ...
Wieviel kg Zuladung hattest Du denn dabei? Wenn ich mir Dein Packvolumen
anschaue, hattest Du einiges mehr an Material dabei als ich kuerzlich
fuer 13 Tage mitgeschleppt habe[1].
War das Absicht, dass die Bilder so gut versteckt sind? ;)
- Marcus
[1] http://default.nueb.de/reisen/200508/
--
http://www.radsport-bad-lippspringe.de/
http://rad-weg.nueb.de/