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Shimano 8-Gang Nabe: Kurbel dreht sich mit

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Stephan Gerlach

unread,
Dec 29, 2021, 8:08:22 PM12/29/21
to
Bei einem Hinterrad mit einer Shimano 8-Gang-Narbenschaltung (genaue
Bezeichung der Nabe leider momentan unbekannt bzw. nicht verfügbar)
mußte ich den Schlauch wechseln. Zu diesem Zweck wurde das Hinterrad
ausgebaut, aber der Schaltzug *nicht* entfernt (war mir zu umständlich),
da sich das aufgrund der vorliegenden Konstellation als unnötig erwies.
Der Wieder-Einbau des Hinterrades verlief offenbar(?) unproblematisch.
Narben habe ich beim Schlauchwechsel zwar glücklicherweise keine
bekommen, aber:

Nach der ganzen Aktion stellte ich fest, daß beim Drehen des Hinterrades
die Kette samt Kurbel mitdreht. Hält man die Kurbel fest, so dreht sich
das Hinterrad, bleibt aber relativ schnell stehen.
Rücktritt hat die Nabe nicht.

Kann es sein, daß diese Form der Schwergängigkeit doch durch irgendeinen
Fehler beim Einbau passiert ist? Z.B. sowas wie Achsmuttern zu fest
angezogen (halte ich aber für unwahrscheinlich bzw. unlogische Ursache).
Ich kenne es nur, daß man bei "normalen" Naben mit von vornherein stramm
eingestellten Konuslagern durch sehr festes Anziehen des Schnellspanners
diese Schwergängigkeit erzeugen kann; allerdings dürfte sich dann die
Kurbel nicht mitdrehen.

Oder ist irgendeine andere "Fehlerquelle" zu vermuten? Leider habe ich
vor dem Schlauchwechsel diesen Hinterrad-Dreh-Test nicht gemacht, so daß
ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob der Zustand vielleicht sogar
vorher schon so war.

--
> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Karl Müller

unread,
Dec 30, 2021, 2:18:45 AM12/30/21
to
Tipp: einfach nochmal nach folgender Anleitung aus- und wieder einbauen

https://www.youtube.com/watch?v=282XblUS13g

Eventuell dabei auch

https://www.youtube.com/watch?v=TZc6HMirzG8

beachten

mfg

Karl

Gerald Eіscher

unread,
Dec 30, 2021, 10:18:30 AM12/30/21
to
Am 30-12-21 um 01:23 schrieb Stephan Gerlach:
> Bei einem Hinterrad mit einer Shimano 8-Gang-Narbenschaltung (genaue
> Bezeichung der Nabe leider momentan unbekannt bzw. nicht verfügbar)
> mußte ich den Schlauch wechseln. Zu diesem Zweck wurde das Hinterrad
> ausgebaut, aber der Schaltzug *nicht* entfernt (war mir zu umständlich),
> da sich das aufgrund der vorliegenden Konstellation als unnötig erwies.

Bitte vorher das Handbuch von Shimano lesen. Der Schaltzug ist samt
Gegenhalter mit einem Handgriff von der Nabe entfernt.

> Der Wieder-Einbau des Hinterrades verlief offenbar(?) unproblematisch.
> Narben habe ich beim Schlauchwechsel zwar glücklicherweise keine
> bekommen, aber:

Für solche Patienten ebenfalls empfehlenswert sind die
Knackwurst-Schläuche von Gaadi, die ersparen viel Arbeit:
https://gaadi.de/gaadi-fahrradschlauch-2/

> Nach der ganzen Aktion stellte ich fest, daß beim Drehen des Hinterrades
> die Kette samt Kurbel mitdreht.

Nachgesehen, ob irgendwo zwischen Ritzel und Nabe ein Fremdkörper klemmt?

> Kann es sein, daß diese Form der Schwergängigkeit doch durch irgendeinen
> Fehler beim Einbau passiert ist? Z.B. sowas wie Achsmuttern zu fest
> angezogen (halte ich aber für unwahrscheinlich bzw. unlogische Ursache).

Die Achsmuttern zu fest ist tatsächlich unwahrscheinlich, die sollen mit
einem weitaus höherem Drehmoment angezogen werden, als das eigene Gefühl
sagt. Siehe Handbuch.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Stephan Gerlach

unread,
Jan 3, 2022, 8:30:43 PM1/3/22
to
Karl Müller schrieb:
Den schwierigen Teil, also den Schaltzug ein- und wieder-ausbauen, habe
ich wie beschrieben gar nicht(!) durchgeführt. Der Schaltzug war
stattdessen während des gesamten Schlauchwechsels montiert.

Mir ist nicht klar, wie eine Demontage und anschließende Montage des
Schaltzuges das beschriebene Problem verbessern könnte.

> Eventuell dabei auch
>
> https://www.youtube.com/watch?v=TZc6HMirzG8
>
> beachten

Das einzige, was ich gleich wie bei dieser Anleitung gemacht habe, ist,
vorher den 1. Gang einzustellen, damit das Schaltseil entspannt ist.

Ansonsten nur die Hutmuttern gelockert und das Hinterrad soweit
rausgenommen, daß der Schlauch auch so entfernt werden konnte. Nichtmal
die Kette mußte ich abnehmen.

Beim Einbau habe ich (natürlich) beachtet, daß die beiden auf der
Radachse befindlichen Sicherungsringe (rechts und links) nach vorne zeigen.

Stephan Gerlach

unread,
Jan 3, 2022, 8:45:13 PM1/3/22
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Am 30-12-21 um 01:23 schrieb Stephan Gerlach:
>> Bei einem Hinterrad mit einer Shimano 8-Gang-Narbenschaltung (genaue
>> Bezeichung der Nabe leider momentan unbekannt bzw. nicht verfügbar)
>> mußte ich den Schlauch wechseln. Zu diesem Zweck wurde das Hinterrad
>> ausgebaut, aber der Schaltzug *nicht* entfernt (war mir zu umständlich),
>> da sich das aufgrund der vorliegenden Konstellation als unnötig erwies.
>
> Bitte vorher das Handbuch von Shimano lesen. Der Schaltzug ist samt
> Gegenhalter mit einem Handgriff von der Nabe entfernt.

Nachdem mir der Schlauch nach dem Rausnehmen des Hinterrades quasi fast
in die Hände fiel, fand ich die (zusätzliche) Demontage des Schaltzuges
trotzdem unnötig :-) .
Nichtmal die Kette mußte ich abnehmen. Alles unnötiger Aufwand.

>> Der Wieder-Einbau des Hinterrades verlief offenbar(?) unproblematisch.
>> Narben habe ich beim Schlauchwechsel zwar glücklicherweise keine
>> bekommen, aber:
>
> Für solche Patienten ebenfalls empfehlenswert sind die
> Knackwurst-Schläuche von Gaadi, die ersparen viel Arbeit:
> https://gaadi.de/gaadi-fahrradschlauch-2/

Noch nie gesehen, interessanter Ansatz. Verrutschen diese Schläuche
während der Fahrt an der "Kontaktstelle"? Laut Werbe-Aussage gibt's
zumindest keine Unwucht.

(JFTR: Ich kenne es, daß zumindest bei von der Größe her unpassenden
Schläuchen ein unrunder Lauf auftreten kann.)

>> Nach der ganzen Aktion stellte ich fest, daß beim Drehen des Hinterrades
>> die Kette samt Kurbel mitdreht.
>
> Nachgesehen, ob irgendwo zwischen Ritzel und Nabe ein Fremdkörper klemmt?

Nein, aber werde ich bei Gelegenheit tun.
Theoretisch muß die zu große Reibung tatsächlich zwischen Nabe und
Ritzel auftreten. Zu große Reibung in der Kette wäre unlogisch; selbst
zu große Reibung nur in der Nabe, da sich dann die Kette nicht mitdrehen
dürfte, sondern "einfach nur" das Hinterrad beim Drehen schneller
stehenbleibt.

Kann es hilfreich sein, zusätzilich zu Säuberung und Entfernung
eventueller Fremdlörper irgendein Schmiermittel zwischen Nabe und Ritzel
zu kippen/sprühen? Z.B. dünnflüssiges Öl oder WD-40. Wobei ich bei
letzterem die Befürchtung hätte, daß das in die Nabe kommt.

>> Kann es sein, daß diese Form der Schwergängigkeit doch durch irgendeinen
>> Fehler beim Einbau passiert ist? Z.B. sowas wie Achsmuttern zu fest
>> angezogen (halte ich aber für unwahrscheinlich bzw. unlogische Ursache).
>
> Die Achsmuttern zu fest ist tatsächlich unwahrscheinlich, die sollen mit
> einem weitaus höherem Drehmoment angezogen werden, als das eigene Gefühl
> sagt. Siehe Handbuch.

Bei Schnellspannern kenne ich es tatsächlich, daß man bei vorher stramm
eingestellten Konusnaben durch (zusätzlich) sehr festes Anziehen des
Schnellspanners die "Freigängigkeit" der Nabe etwas vermindern kann.

Bei beidseitig(!) festzudrehenden Radmuttern (z.B. Hutmuttern) erscheint
mir das generell unlogisch, da hier die Klemmung direkt zwischen
Hutmutter und der auf dem Teil der Nabe direkt hinter der Achsaufnahme
"erzeugt" wird.

Nicht (wie beim Schnellspanner) zwischen den beiden Enden des
Schnellspanners, wo quasi die ganze Nabe eingeklemmt wird.

Karl Müller

unread,
Jan 4, 2022, 1:47:33 AM1/4/22
to
Nachdenken kann hilfreich sein - Versuch macht klug

>> Eventuell dabei auch
>>
>> https://www.youtube.com/watch?v=TZc6HMirzG8
>>
>> beachten
>
> Das einzige, was ich gleich wie bei dieser Anleitung gemacht habe, ist,
> vorher den 1. Gang einzustellen, damit das Schaltseil entspannt ist.
>
> Ansonsten nur die Hutmuttern gelockert und das Hinterrad soweit
> rausgenommen, daß der Schlauch auch so entfernt werden konnte. Nichtmal
> die Kette mußte ich abnehmen.
>
> Beim Einbau habe ich (natürlich) beachtet, daß die beiden auf der
> Radachse befindlichen Sicherungsringe (rechts und links) nach vorne
> zeigen.

Wenn Du immer noch unsicher bist über den Erfolg Deiner Tätigkeit dann
fahre mal die Selbsthilfe-Werkstatt oder die Werkstatt Deines Vertrauens
an und frage mal nach, ob sich das jemand mal anschauen kann

Oder einfach: fahr erst mal!

mfg

Karl

Arno Welzel

unread,
Jan 4, 2022, 7:31:07 PM1/4/22
to
Stephan Gerlach:

> Karl Müller schrieb:
>> Am Thu, 30 Dec 2021 01:23:45 +0100 schrieb Stephan Gerlach:
[...]
>>> Oder ist irgendeine andere "Fehlerquelle" zu vermuten? Leider habe ich
>>> vor dem Schlauchwechsel diesen Hinterrad-Dreh-Test nicht gemacht, so daß
>>> ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob der Zustand vielleicht sogar
>>> vorher schon so war.
>>
>> Tipp: einfach nochmal nach folgender Anleitung aus- und wieder einbauen
>>
>> https://www.youtube.com/watch?v=282XblUS13g
>
> Den schwierigen Teil, also den Schaltzug ein- und wieder-ausbauen, habe
> ich wie beschrieben gar nicht(!) durchgeführt. Der Schaltzug war
> stattdessen während des gesamten Schlauchwechsels montiert.

Genau deswegen ja der Tip.

> Mir ist nicht klar, wie eine Demontage und anschließende Montage des
> Schaltzuges das beschriebene Problem verbessern könnte.

Dass der Schaltzug dann wieder korrekt justiert ist.

>> Eventuell dabei auch
>>
>> https://www.youtube.com/watch?v=TZc6HMirzG8
>>
>> beachten
>
> Das einzige, was ich gleich wie bei dieser Anleitung gemacht habe, ist,
> vorher den 1. Gang einzustellen, damit das Schaltseil entspannt ist.

Und nach dem Wiedereinbau des Laufrads sichergestellt, dass die Zughülle
auch überall richtig drinsitzt?



--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Gerald Eіscher

unread,
Jan 5, 2022, 4:58:01 PM1/5/22
to
Am 04-01-22 um 02:00 schrieb Stephan Gerlach:
> Gerald Eіscher schrieb:
>> Am 30-12-21 um 01:23 schrieb Stephan Gerlach:
>>> Bei einem Hinterrad mit einer Shimano 8-Gang-Narbenschaltung (genaue
>>> Bezeichung der Nabe leider momentan unbekannt bzw. nicht verfügbar)
>>> mußte ich den Schlauch wechseln. Zu diesem Zweck wurde das Hinterrad
>>> ausgebaut, aber der Schaltzug *nicht* entfernt (war mir zu umständlich),
>>> da sich das aufgrund der vorliegenden Konstellation als unnötig erwies.

<https://si.shimano.com/api/publish/storage/pdf/en/dm/CASG004/DM-CASG004-00-ENG.pdf>
S. 18
Den abnehmbaren "cassette joint" scheint es bei den allerneuesten
Nexus/Alfine Nabenschaltungen nicht mehr zu geben, bei denen muss der
Schaltzug ausgehängt werden.

>> Bitte vorher das Handbuch von Shimano lesen. Der Schaltzug ist samt
>> Gegenhalter mit einem Handgriff von der Nabe entfernt.
>
> Nachdem mir der Schlauch nach dem Rausnehmen des Hinterrades quasi fast
> in die Hände fiel, fand ich die (zusätzliche) Demontage des Schaltzuges
> trotzdem unnötig :-) .
> Nichtmal die Kette mußte ich abnehmen. Alles unnötiger Aufwand.

Es gibt Werkzeug, um nach lösen nur der linken Achsmutter den Hinterbau
aufzuspreizen und Schlauch und/oder Reifen durchzufädlen. Sollte man aber
nur bei Rahmen aus Stahl machen.

>> Für solche Patienten ebenfalls empfehlenswert sind die
>> Knackwurst-Schläuche von Gaadi, die ersparen viel Arbeit:
>> https://gaadi.de/gaadi-fahrradschlauch-2/
>
> Noch nie gesehen, interessanter Ansatz. Verrutschen diese Schläuche
> während der Fahrt an der "Kontaktstelle"?

Nein, geht doch gar nicht. Der Schlauch steht schließlich unter Druck.

>>> Kann es sein, daß diese Form der Schwergängigkeit doch durch irgendeinen
>>> Fehler beim Einbau passiert ist? Z.B. sowas wie Achsmuttern zu fest
>>> angezogen (halte ich aber für unwahrscheinlich bzw. unlogische Ursache).
>>
>> Die Achsmuttern zu fest ist tatsächlich unwahrscheinlich, die sollen mit
>> einem weitaus höherem Drehmoment angezogen werden, als das eigene Gefühl
>> sagt. Siehe Handbuch.
>
> Bei Schnellspannern kenne ich es tatsächlich, daß man bei vorher stramm
> eingestellten Konusnaben durch (zusätzlich) sehr festes Anziehen des
> Schnellspanners die "Freigängigkeit" der Nabe etwas vermindern kann.

Ja.

> Bei beidseitig(!) festzudrehenden Radmuttern (z.B. Hutmuttern) erscheint
> mir das generell unlogisch, da hier die Klemmung direkt zwischen
> Hutmutter und der auf dem Teil der Nabe direkt hinter der Achsaufnahme
> "erzeugt" wird.

Prinzipiell wäre es denkbar, dass bei schiefen Ausfallenden die Achse
leicht durchgebogen und die Nabe verspannt wird. So wirklich glaube ich
aber nicht daran und auch nicht, dass dadurch das Ritzel beim Schieben
mitdreht.
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