Gerald Eіscher schrieb:
> Am 30-12-21 um 01:23 schrieb Stephan Gerlach:
>> Bei einem Hinterrad mit einer Shimano 8-Gang-Narbenschaltung (genaue
>> Bezeichung der Nabe leider momentan unbekannt bzw. nicht verfügbar)
>> mußte ich den Schlauch wechseln. Zu diesem Zweck wurde das Hinterrad
>> ausgebaut, aber der Schaltzug *nicht* entfernt (war mir zu umständlich),
>> da sich das aufgrund der vorliegenden Konstellation als unnötig erwies.
>
> Bitte vorher das Handbuch von Shimano lesen. Der Schaltzug ist samt
> Gegenhalter mit einem Handgriff von der Nabe entfernt.
Nachdem mir der Schlauch nach dem Rausnehmen des Hinterrades quasi fast
in die Hände fiel, fand ich die (zusätzliche) Demontage des Schaltzuges
trotzdem unnötig :-) .
Nichtmal die Kette mußte ich abnehmen. Alles unnötiger Aufwand.
>> Der Wieder-Einbau des Hinterrades verlief offenbar(?) unproblematisch.
>> Narben habe ich beim Schlauchwechsel zwar glücklicherweise keine
>> bekommen, aber:
>
> Für solche Patienten ebenfalls empfehlenswert sind die
> Knackwurst-Schläuche von Gaadi, die ersparen viel Arbeit:
>
https://gaadi.de/gaadi-fahrradschlauch-2/
Noch nie gesehen, interessanter Ansatz. Verrutschen diese Schläuche
während der Fahrt an der "Kontaktstelle"? Laut Werbe-Aussage gibt's
zumindest keine Unwucht.
(JFTR: Ich kenne es, daß zumindest bei von der Größe her unpassenden
Schläuchen ein unrunder Lauf auftreten kann.)
>> Nach der ganzen Aktion stellte ich fest, daß beim Drehen des Hinterrades
>> die Kette samt Kurbel mitdreht.
>
> Nachgesehen, ob irgendwo zwischen Ritzel und Nabe ein Fremdkörper klemmt?
Nein, aber werde ich bei Gelegenheit tun.
Theoretisch muß die zu große Reibung tatsächlich zwischen Nabe und
Ritzel auftreten. Zu große Reibung in der Kette wäre unlogisch; selbst
zu große Reibung nur in der Nabe, da sich dann die Kette nicht mitdrehen
dürfte, sondern "einfach nur" das Hinterrad beim Drehen schneller
stehenbleibt.
Kann es hilfreich sein, zusätzilich zu Säuberung und Entfernung
eventueller Fremdlörper irgendein Schmiermittel zwischen Nabe und Ritzel
zu kippen/sprühen? Z.B. dünnflüssiges Öl oder WD-40. Wobei ich bei
letzterem die Befürchtung hätte, daß das in die Nabe kommt.
>> Kann es sein, daß diese Form der Schwergängigkeit doch durch irgendeinen
>> Fehler beim Einbau passiert ist? Z.B. sowas wie Achsmuttern zu fest
>> angezogen (halte ich aber für unwahrscheinlich bzw. unlogische Ursache).
>
> Die Achsmuttern zu fest ist tatsächlich unwahrscheinlich, die sollen mit
> einem weitaus höherem Drehmoment angezogen werden, als das eigene Gefühl
> sagt. Siehe Handbuch.
Bei Schnellspannern kenne ich es tatsächlich, daß man bei vorher stramm
eingestellten Konusnaben durch (zusätzlich) sehr festes Anziehen des
Schnellspanners die "Freigängigkeit" der Nabe etwas vermindern kann.
Bei beidseitig(!) festzudrehenden Radmuttern (z.B. Hutmuttern) erscheint
mir das generell unlogisch, da hier die Klemmung direkt zwischen
Hutmutter und der auf dem Teil der Nabe direkt hinter der Achsaufnahme
"erzeugt" wird.
Nicht (wie beim Schnellspanner) zwischen den beiden Enden des
Schnellspanners, wo quasi die ganze Nabe eingeklemmt wird.