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Wie erkennt man eine „durchgebremste” Felge ?

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"Jörg W."

unread,
Oct 19, 2014, 3:59:40 PM10/19/14
to
Hallo,

hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:

Woran erkannt man dass?

Grüße

Jörg

Dirk Moebius

unread,
Oct 19, 2014, 4:04:01 PM10/19/14
to
On 19/10/14 21:59 , "Jörg W." wrote:
> Hallo,
>
> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>
> Woran erkannt man dass?

Am besten bereits beim Kauf. Die besseren Felgen haben durchgehend eine
kleine Nut. Wenn die Felge bis auf diese Nut abgeschliffen ist, sollte
man sie wechseln.
Bei Felgen ohne visuelle Pruefmoeglichkeit merkst Du es, wenn sie durch
ist :-/

Dirk

Joerg

unread,
Oct 19, 2014, 4:31:38 PM10/19/14
to
Jörg W. wrote:
> Hallo,
>
> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>
> Woran erkannt man dass?
>

An einem Knall :-)

So war das jedenfalls bei einem Verwandten. Ist zum Glueck gutgegangen,
ohne Abflug.

Man koennte die Felgenaussenweite vor und nach dem Aufpumpen messen,
falls der Hersteller darueber Angaben macht. Oder hinten und vorn
vergleichen. Wenn man wie ueblich vorn mehr bremst und es dort
irgendwann deutlich mehr Unterschied in der Weite macht, wird es Zeit.
Auch greifen die Bremsgummis nicht bis ganz an die Oberkanten und dann
ist die Abnutzung zumindest ein wenig zu sehen.

Eine ungewollte Vollbremsung ist was ekliges, ist mir mal mit
Scheibenbremsen passiert. Zum Glueck hinten und das ganze endete
schweissgebadet in einer imposanten Staubwolke.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Joerg

unread,
Oct 19, 2014, 4:39:13 PM10/19/14
to
Nachtrag: Hier sieht man die klassische "Einbauchung", die Bremsgummis
reiben in der Mitte Material weg und oben drueckt der Luftdruck im
Reifen die Flanken auseinander:

http://pardo.net/bike/pic/fail-026/RIM-002.html

"Jörg W."

unread,
Oct 19, 2014, 4:40:56 PM10/19/14
to
Besten Dank, so weiß ich nun wofür diese Nut ist, die ich oft staunend
und etwas ratlos bewundert habe ;-)

Grüße

Jörg

Patrick Kibies

unread,
Oct 19, 2014, 5:27:40 PM10/19/14
to
Jörg W. wrote:

> Hallo,
>
> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>
> Woran erkannt man dass?


Das kommt nun drauf an: Bei mir bisher daran, dass die Felgenbremse
einmal pro radumdrehung gehumpelt hat und eine kurze Inspektion ergab:
Das soll so nich sein, dass sich da die Flanken nach außen biegen.
Machen wir mal besser eine neue Felge dran...

Bei dem Rad einer Kollegin, das ich neu bereift hatte daran, dass es
eine Vierteltstunde nach dem Aufpumpen auf Maximaldruck ein deutlich
vernehmbares Geräusch[1] und eine mächtige Talkumwolke im Büro gab.
Ersteres sorgt im Gebäude einer Chemiefakultät quasi zwangsläufig zu
einem Menschenauflauf (ohne Käse).
Jedenfalls war die Felgenflanke auf ca 1/3 des Umfangs vom Felgenbett
gelöst. Das war nicht zu übersehen. Wirklich nicht.


viele Grüße

Patrick

[1] Wenn ein Luftballon *peng* und eine Knallgasprobe im normalen
Reagensglas *piff* macht, macht ein bisschen Iodstickstoff "PENG" und
durchgebremste Felge *BUMMMMMMMMMMMMMMMMMmmmmmmmpieeeeeeeeeeeeeeep*.

"Jörg W."

unread,
Oct 19, 2014, 6:00:40 PM10/19/14
to
Danke, aber wer sägt schon seine Felgen auf ;-)
Wenn die Flanken nicht mehr plan sind, wird's also Zeit für neue Räder.
Das ist ja dann eine Kriterium für Felgen ohne Rille. Wie viele
Millimeter darf die Felge rund sein?

Jörg

"Jörg W."

unread,
Oct 19, 2014, 6:08:27 PM10/19/14
to
On 19.10.2014 23:27, Patrick Kibies wrote:
> Jörg W. wrote:
>
>> Hallo,
>>
>> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>>
>> Woran erkannt man dass?
>
>
> Das kommt nun drauf an: Bei mir bisher daran, dass die Felgenbremse
> einmal pro radumdrehung gehumpelt hat und eine kurze Inspektion ergab:
> Das soll so nich sein, dass sich da die Flanken nach außen biegen.
> Machen wir mal besser eine neue Felge dran...

Rumpeln durch 'nach außen biegen' hatte ich immer bei Stahlfelgen, mit
denen ich Bordsteinkanten mitgenommen habe. Das war aber damals keine
Abnutzung. Stahlfelgen gibt es heute so nicht mehr.
>
> Bei dem Rad einer Kollegin, das ich neu bereift hatte daran, dass es
> eine Vierteltstunde nach dem Aufpumpen auf Maximaldruck ein deutlich
> vernehmbares Geräusch[1] und eine mächtige Talkumwolke im Büro gab.
> Ersteres sorgt im Gebäude einer Chemiefakultät quasi zwangsläufig zu
> einem Menschenauflauf (ohne Käse).
> Jedenfalls war die Felgenflanke auf ca 1/3 des Umfangs vom Felgenbett
> gelöst. Das war nicht zu übersehen. Wirklich nicht.
>
>
> viele Grüße
>
> Patrick
>
> [1] Wenn ein Luftballon *peng* und eine Knallgasprobe im normalen
> Reagensglas *piff* macht, macht ein bisschen Iodstickstoff "PENG" und
> durchgebremste Felge *BUMMMMMMMMMMMMMMMMMmmmmmmmpieeeeeeeeeeeeeeep*.
>
Danke für Deinen Bericht. Du hast es also auch nicht von außen leicht
erkennen können. Daher meine Frage.

Jörg

Joerg

unread,
Oct 19, 2014, 7:51:34 PM10/19/14
to
Das ueberlasse ich lieber den Experten und ich bin inzwischen mehr mit
Scheibenbremsen unterwegs, wo man das Problem nicht mehr hat. Von
Fahrern habe ich gehoert, dass sie die Aussenmassaenderung leer zu
Nenndruck auf in metrisch gesehen etwa 0.3mm gehen lassen. Keine Ahnung,
ob das der Weisheit letzter Schluss ist, aber dann speichten die eine
neue Felge ein.

Bei mir war am alten MTB das Problem schlimmer. Manchmal hatte man nach
nur einer einzelnen Fahrt eine neue tiefe Furche auf einer Seite, weil
sich mal wieder ein Steinchen ins Gummi gebettet hat, ich aber aufgrund
des Gefaelles nicht von der Bremse lassen konnte. Ich bekam fast
Gaensehaut, dabei zuzuhoeren, wie die Felge teilweise gemordet wurde.

Ervin Peters

unread,
Oct 20, 2014, 1:47:42 AM10/20/14
to
Am Sun, 19 Oct 2014 21:59:40 +0200 schrieb Jörg W.:

> Hallo,
>
> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>
> Woran erkannt man dass?

Wenn das Rad eine Felgenbremse besitzt, deutliche Abriebspuren und riefen
zu sehen sind, die Bremse bei straffer Einstellung (1-2 mm Luft der
Belege) nach dem Aufpumpen (4-5bar bei 47mm) partiell schleift, dann ist
das ein Zeichen, das das Felgenhorn sich nach außen gebogen hat.
Auch ein plötzliches Auftreten von Bremsenrubbeln, insbesonder nach dem
Aufpumpen kann ein Zeichen dafür sein, das die Felge einen
Versagenszustand zelebriert. In beiden Fällen ist es angesagt nach
Inspektion und Kenntnisnahme des Versagensbildes den Luftruck abzusenken
und vorsichtig einen geeigneten werkstattlichen Ort aufzusuchen.
Hier habe ich auch ein paar Bilder:

http://www.ervnet.de/rad/felgentod.shtml

Olaf hat die obere, die Vorderradfelge dann im Kasten noch vermessen, da
war dann noch etwas Wandstärke vorhanden, 0.1mm oder so, schrieb er
damals, an den dünneren Stellen.

ervin

Patrick Rammelt

unread,
Oct 20, 2014, 2:40:16 AM10/20/14
to
"Jörg W." wrote:
> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>
> Woran erkannt man dass?

Zu den schon gemachten Schilderungen kann ich noch hinzufügen:
Es gibt auch innenliegende Verschleißanzeigeriefen, die erst sichtbar
werden wenn es eben soweit ist, dass man die Felge tauschen soll.
Aufbiegende Felgen erkennt man oft schon allgemein daran, dass die
Bremsflanken leicht konkav werden. Es gibt (oder gab) aber zumindest
auch Felgen deren Bremsflanken von Natur aus schon konkav sind (mehrere
Campa-Modelle sind mir da in Erinnerung). Erst später wird das dann so
schlimm, dass die Bremsen daran hängenbleiben (jedenfalls bei
Cantis/V-Brakes, die sich um den Canti-Sockel drehen), bzw. dass es
völlig unregelmäßig bremst, weil sich die Felge oft nicht rundum
gleichmäßig aufbiegt. Bei meinen zwei oder drei Felgenrissen, blieb
übigens die Luft immer drin, aber die Gefahr eines kapitalen
Reifenplatzers ist natürlich groß. Sah bei mir dann jeweils in etwa so aus:
<http://www.patricks-seite.de/bicycle/Felge3.jpg>
Also ein eher kurzer Riss von wenigen Zentimetern Länge.

--
Patrick

Chr. Maercker

unread,
Oct 20, 2014, 6:58:20 AM10/20/14
to
"Jörg W." wrote:
> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>
> Woran erkannt man dass?

Zusatzfrage: Ab wieviel Megameter muss man sich darüber Gedanken machen,
unter den Voraussetzungen
1. Fahrrad wird fast nur im Flachland eingesetzt und
2. Fahrer ist bestrebt, die Zahl der Bremsungen zu minimieren?

Eigene Erfahrungen zu diesem Thema sind nicht mehr zeitgemäß:
- Stahlfelgen werden nicht "durchgebremst", dafür bremsen sie schlechter.
- billige Alu-Felgen gehen eher durch unebene Fahrstrecken kaputt als
durch Bremsen. In meinem speziellen Fall waren sie nach 3..4 Jahren bzw.
12..15 Megametern regelmäßig hin. Durchgebremst habe ich davon keine
einzige.
--


CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren

Bernhard Kraft

unread,
Oct 20, 2014, 7:18:59 AM10/20/14
to
Am 20.10.2014 12:58, schrieb Chr. Maercker:
>
> Zusatzfrage: Ab wieviel Megameter muss man sich darüber Gedanken machen,
> unter den Voraussetzungen
> 1. Fahrrad wird fast nur im Flachland eingesetzt und
> 2. Fahrer ist bestrebt, die Zahl der Bremsungen zu minimieren?
>

Da gibt es bestimmt noch ein Dutzend Punkte, die bei jedem individuell
sind. Ich habe den Verdacht, dass V-Brakes bessere Felgenkiller sind als
klassische Felgenbremsen. In den Fängen einer Magura Bremse möchte ich
auch ungern eine Felge sein.

> - billige Alu-Felgen gehen eher durch unebene Fahrstrecken kaputt als
> durch Bremsen. In meinem speziellen Fall waren sie nach 3..4 Jahren bzw.
> 12..15 Megametern regelmäßig hin. Durchgebremst habe ich davon keine
> einzige.


Wenn du "billige" durch historische Alufelgen ersetzt, dann entspricht
das auch meiner Erfahrung. Ich habe meine Felgen immer mit anderen
Methoden kaputt gekriegt, jedoch nie durchgebremst. Das spricht nicht
gerade für meine Fahrstil.

Gerald E:scher

unread,
Oct 20, 2014, 9:45:17 AM10/20/14
to
Am 20.10.14 um 13:18 schrieb Bernhard Kraft:
>
> Da gibt es bestimmt noch ein Dutzend Punkte, die bei jedem individuell
> sind. Ich habe den Verdacht, dass V-Brakes bessere Felgenkiller sind als
> klassische Felgenbremsen.

Liegt mMn daran, dass in V-Bremsen meist aggressive Bremsbeläge
verwendet werden.

> In den Fängen einer Magura Bremse möchte ich
> auch ungern eine Felge sein.

Die Beläge der Maguras sind im Gegenteil vergleichsweise Felgen schonend.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Thomas Rechberger

unread,
Oct 20, 2014, 10:08:20 AM10/20/14
to
Das kommt auf den Luftdruck an, bei 8bar hab ich im Neuzustand von
0.2mm. Bei einer gut gelaufenen Felge sind es schon 0.4-0.5mm mit
gemessener Wandstärke von 1.1mm.

An einer dünnen MTB Discfelge waren es 0.2mm mit 4bar und normalen MTB
Reifen.

Fulcrum gab früher an das man die Felgen beim Innenmaß von 15.5mm
tauschen sollte.

Martin Ginkel

unread,
Oct 20, 2014, 10:14:26 AM10/20/14
to
Am Sonntag, 19. Oktober 2014 21:59:40 UTC+2 schrieb Jörg W.:
> hier ist öfters von "durchgebremsten" Felgen die Rede. Meine Frage:
>
> Woran erkannt man dass?

Bei mir bisher immer daran, dass die Felge beim Bremsen "humpelt"
(tock, tock, tock )

Alternativ hab ich ca. 0.6 - 0.7mm Restmaterial gemessen, aber das ist
bei Hakenfelgen nicht so einfach zu messen:
* an eine Bremsflanke kommst Du schlecht von beiden Seiten ran,
* das Felgenmaul weitet sich immer durch den Luftdruck, wenn man vorher-nachher Vergleiche machen aussen wollte
* Die Abnutzung erzeugt tiefe Riefen, Messschieber an der duennsten Stelle ansetzen ist daher auch kompliziert.

Wenn denn die Safety-Nut an der Felge ist, ist sie ein ziemlich guter Indikator, wenn die irgendwo nicht mehr tastbar ist, sollte die nexte Felge schon im Keller bereitliegen.

HTH
Martin

Martin Ginkel

unread,
Oct 20, 2014, 10:20:47 AM10/20/14
to
Am Montag, 20. Oktober 2014 12:58:20 UTC+2 schrieb Chr. Maercker:
> "Jörg W." wrote:
> > hier ist öfters von "durchgebremsten" Felgen die Rede. Meine Frage:
> > Woran erkannt man dass?
>
> Zusatzfrage: Ab wieviel Megameter muss man sich darüber Gedanken machen,
> unter den Voraussetzungen
>
> 1. Fahrrad wird fast nur im Flachland eingesetzt und
> 2. Fahrer ist bestrebt, die Zahl der Bremsungen zu minimieren?

Schwer zu sagen, kommt auf sehr viele Randbedingungen an:

ich hatte 2 mal Defekte am Hinterrad (11-15Mm), obwohl ich
definitiv mehr vorn bremse. Das HR bekommt aber mehr Dreck ab.
Vorn hat die Felge ~30Mm mitgemacht. Das alles bei 20" am Lieger im Alltagseinsatz, teilweise mit Haenger.

Martin

Chr. Maercker

unread,
Oct 20, 2014, 11:12:44 AM10/20/14
to
Bernhard Kraft wrote:
> Da gibt es bestimmt noch ein Dutzend Punkte, die bei jedem individuell
> sind. Ich habe den Verdacht, dass V-Brakes bessere Felgenkiller sind als
> klassische Felgenbremsen. In den Fängen einer Magura Bremse möchte ich
> auch ungern eine Felge sein.

In meinem Fall V-Brakes. Dass sie bessere Felgenkiller sind als
klassische Felgenbremsen und evtl. auch Cantilevers, könnte stimmen:
schließlich bremsen sie besser.

> Wenn du "billige" durch historische Alufelgen ersetzt, dann entspricht
> das auch meiner Erfahrung.

Danke, das passendere Attribut "historisch" war mir vorhin nicht
eingefallen.

> Ich habe meine Felgen immer mit anderen
> Methoden kaputt gekriegt, jedoch nie durchgebremst. Das spricht nicht
> gerade für meine Fahrstil.

Wenn Du nicht d.r.f.-Regular wärst, würde ich annehmen, Du benutzt den
falschen Straßenteil. ;-)
--


CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Chr. Maercker

unread,
Oct 20, 2014, 11:15:23 AM10/20/14
to
Gerald E:scher wrote:
> Die Beläge der Maguras sind im Gegenteil vergleichsweise Felgen schonend.

Bei Bremsen wird es einen Kompromiss zwischen "felgenschonend" und
"bester Bremswirkung" geben. In diesem Zusammenhang wäre es interessant
zu wissen, warum das Optimum bei Maguras an einer anderen Stelle liegen
kann als bei V-Brakes.

Patrick Rammelt

unread,
Oct 20, 2014, 11:37:04 AM10/20/14
to
Chr. Maercker wrote:
> Gerald E:scher wrote:
>> Die Beläge der Maguras sind im Gegenteil vergleichsweise Felgen schonend.
>
> Bei Bremsen wird es einen Kompromiss zwischen "felgenschonend" und
> "bester Bremswirkung" geben. In diesem Zusammenhang wäre es interessant
> zu wissen, warum das Optimum bei Maguras an einer anderen Stelle liegen
> kann als bei V-Brakes.

Ist hier auch schon oft und eher kontrovers diskutiert worden. Ich war
mit der Nassbremswirkung der verschiedenen Magura-Beläge, die ich
durchprobiert habe nie auch nur annähernd zufrieden, während die
berühmten Sh*m*n*-Felgenfresser bei Nässe wirklich gut sind (also bei
mir zumindest) - aber eben um den Preis des Felgenfressens.

--
Patrick

Patrick Rammelt

unread,
Oct 20, 2014, 11:41:35 AM10/20/14
to
Bei mir so 20-35Mm. Am HR weniger als am VR. Allerdings sind mir auch
deutlich mehr Felgen an ausgerissenen Speichen oder gerissenen
Hohlkammern verendet - wirklich durchgebremst habe ich nur 2 oder 3.

--
Patrick

Bernhard Kraft

unread,
Oct 20, 2014, 11:47:15 AM10/20/14
to
Am 20.10.2014 08:40, schrieb Patrick Rammelt:
> "Jörg W." wrote:
>> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>>
>> Woran erkannt man dass?
>
> Zu den schon gemachten Schilderungen kann ich noch hinzufügen:
> Es gibt auch innenliegende Verschleißanzeigeriefen, die erst sichtbar
> werden wenn es eben soweit ist, dass man die Felge tauschen soll.

Der dann außen zum Vorschein kommt oder wie?

Ich war nämlich enttäuscht, dass mein neuer Laufradsatz von Fulcrum
keine Riefe mehr hatte. Nach kurzer Internetrecherche habe ich
ermittelt, dass es bei Fulcrum wohl keinen Verschleißindikator gibt.
Vielleicht kommt da aber doch noch was zum Vorschein?
Message has been deleted

Martin Wohlauer

unread,
Oct 20, 2014, 1:53:53 PM10/20/14
to
Ja, der Schlauch. =) SCNR.

Grüßle,

Martin.

Olaf Schultz

unread,
Oct 20, 2014, 2:16:21 PM10/20/14
to
Jörg W. wrote:
> Hallo,
>
> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>
> Woran erkannt man dass?

Felgenprofil/Hersteller ablesen, auf die Webseite des Hersteller gehen
und Felgensoll-profil dort suchen.

Ist außen eine Nut eingeprägt (gelegentlich sind auch in paar
Kugeleindrücke (über den Umfang verteilt?) und die Weg: Verschlissen.

Bei einigen Felgen wird die Hohlkammer/Stiftkanal freigelegt und wenn
der dann zu sehen ist: Verschlissen.

Ansonsten: Reifen runter, Speiche innen in das Horn einlegen, mit einem
Meßschieber die Dicke Felgenhorn inkl. Speiche messen und die
Speichendicke davon abziehen... sollte mindestens 0.8 mm sein. Dadrunter
würde ich sowas nicht mehr lange fahren.
Anstatt der Speiche kann auch ein Zahnstocher o.ä. verwendet werden,
sollte nur dicker sein als der heutzutage überliche Harken am Horn...

Olaf

Bernhard Kraft

unread,
Oct 20, 2014, 2:39:48 PM10/20/14
to
Die kann man schlauchlos fahren.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 20, 2014, 2:40:57 PM10/20/14
to
Dann merkt mans wohl am Platten.

Grüßle,

Martin.
Message has been deleted

Patrick Rammelt

unread,
Oct 20, 2014, 4:22:15 PM10/20/14
to
Bernhard Kraft wrote:
> Am 20.10.2014 08:40, schrieb Patrick Rammelt:
>> "Jörg W." wrote:
>>> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>>>
>>> Woran erkannt man dass?
>>
>> Zu den schon gemachten Schilderungen kann ich noch hinzufügen:
>> Es gibt auch innenliegende Verschleißanzeigeriefen, die erst sichtbar
>> werden wenn es eben soweit ist, dass man die Felge tauschen soll.
>
> Der dann außen zum Vorschein kommt oder wie?

Genau. Tomas hat parallel ein Bild gepostet, wo man das schön sieht.

> Ich war nämlich enttäuscht, dass mein neuer Laufradsatz von Fulcrum
> keine Riefe mehr hatte. Nach kurzer Internetrecherche habe ich
> ermittelt, dass es bei Fulcrum wohl keinen Verschleißindikator gibt.
> Vielleicht kommt da aber doch noch was zum Vorschein?

Keine Ahnung. Eine Kurzgurgelei meinerseits ergab auch, dass wohl keine
Verschleißindikatoren vorhanden sind.

--
Patrick

Thomas Bliesener

unread,
Oct 20, 2014, 4:40:57 PM10/20/14
to
Bernhard Kraft schrieb:
> Ich war nämlich enttäuscht, dass mein neuer Laufradsatz von Fulcrum
> keine Riefe mehr hatte. Nach kurzer Internetrecherche habe ich
> ermittelt, dass es bei Fulcrum wohl keinen Verschleißindikator gibt.
> Vielleicht kommt da aber doch noch was zum Vorschein?

Du könntest vorsichtig etwas abflexen, und uns berichten.
--
bli

Gerald E:scher

unread,
Oct 20, 2014, 5:25:20 PM10/20/14
to
Am 20.10.14 um 17:15 schrieb Chr. Maercker:
> Gerald E:scher wrote:
>> Die Beläge der Maguras sind im Gegenteil vergleichsweise Felgen schonend.
>
> Bei Bremsen wird es einen Kompromiss zwischen "felgenschonend" und
> "bester Bremswirkung" geben.

Nein, wenn schon ein Kompromiss, dann zwischen "felgenschonend" und
"Nassbremswirkung". Bei Trockenheit bremsen aggressive, mit harten
Partikeln durchsetzte Beläge eher schlechter als normale.

> In diesem Zusammenhang wäre es interessant
> zu wissen, warum das Optimum bei Maguras an einer anderen Stelle liegen
> kann als bei V-Brakes.

Vermutlich weil es die Maguras länger gibt als aggressive Beläge und sie
bzw. deren Bremsbelaglieferanten (Swissstop und Koolstop) sich am
Felgenmord nie beteiligen wollten.

Gerald E:scher

unread,
Oct 20, 2014, 5:26:23 PM10/20/14
to
Am 20.10.14 um 17:12 schrieb Chr. Maercker:
>
> In meinem Fall V-Brakes. Dass sie bessere Felgenkiller sind als
> klassische Felgenbremsen und evtl. auch Cantilevers, könnte stimmen:
> schließlich bremsen sie besser.

Dein Schluss ist lafcsh.

Gerald E:scher

unread,
Oct 20, 2014, 5:41:57 PM10/20/14
to
Am 20.10.14 um 17:32 schrieb Andreas Oehler:
>
> Wer sich hingegen Koolstop Salmon, DualCopound oder Grau leistet, der wird
> mit Mittelklasse-Trekkingfelgen problemlos 50.000 km zurücklegen, so er
> die Felge nicht anderweitig schrottet.

Gilt leider nicht uneingeschränkt. Aus den Felgen von Remerx an meinem
Alltagsrennrad reißen sogar Koolstop bei Nässe kleine Späne heraus.
Geholfen haben die noch teuereren silbergrauen Beläge von Fibrax.
Ein Stück aus einer dieser Felgen befindet sich nun irgendwo in Südschweden.

>> In den Fängen einer Magura Bremse möchte ich
>>auch ungern eine Felge sein.
>
> Die lachsroten Magura Bremsgummis behandeln Rigida/Ryde Felge sehr
> schonend. Nach knapp 20.000 km am Reiserad sieht man gerade mal leichten
> Verschleiß.

Kann ich für die Felgen auf meinem Alltagsrad (Ritchey Rock Pro) bestätigen.

Gerald E:scher

unread,
Oct 20, 2014, 5:46:54 PM10/20/14
to
Am 20.10.14 um 16:14 schrieb Martin Ginkel:
>
> Alternativ hab ich ca. 0.6 - 0.7mm Restmaterial gemessen, aber das ist
> bei Hakenfelgen nicht so einfach zu messen:

Mit geeignetem Messwerkzeug ganz einfach zu messen, gibt's im
freundlichen Dentistenbedarf:
<http://www.dentale-instrumente.de/de/tasterzirkel/iwanson-caliper-wachs-wax-tasterzirkel-zahntechnik-messzirkel>

Jens Wahnes

unread,
Oct 20, 2014, 6:50:59 PM10/20/14
to
Gerald E:scher schrieb am 20. Oktober 2014 23:41:57 CEST folgendes:

> Am 20.10.14 um 17:32 schrieb Andreas Oehler:
>> Die lachsroten Magura Bremsgummis behandeln Rigida/Ryde Felge sehr
>> schonend. Nach knapp 20.000 km am Reiserad sieht man gerade mal leichten
>> Verschleiß.

> Kann ich für die Felgen auf meinem Alltagsrad (Ritchey Rock Pro) bestätigen.

Bei den Felgen von Exal bei meinem momentanen Alltagsrad waren die
lachsroten Bremsgummis sogar so felgenschonend, dass sie bei Regen
praktisch gar nicht bremsten. Gegen die Bremswirkung, die diese
Bremsgummis bei nassem Wetter und nassen Felgen mit kräftigst
angezogener Vorderradbremse erzeugen, konnte ich locker mit den Pedalen
"antreten", d.h. das Fahrrad wurde bei gleichzeitigem Treten einfach
nicht langsamer. Mit anderen Worten: auch bei einer "Vollbremsung" käme
man bei starkem Gefälle mit nur einer Bremse in diesem Fall nicht zum
stehen.

Die schwarzen Magura-Beläge sind in der Situation mit Nässe bei mir
sogar etwas besser, während die roten schon bei trockenem Wetter eine
deutlich geringere Verzögerung produzieren, als ich das zuvor von
HS33-Bremsen gewohnt war. Mit den grünen Belägen ist die Bremswirkung
bei Regen jetzt so einigermaßen OK.


Jens

Anton Ertl

unread,
Oct 21, 2014, 3:11:03 AM10/21/14
to
Andreas Oehler <andreas...@gmx.de> writes:
>Die Bremsgummis "klassischer" Bremsen waren relativ schonend zum Alu,
>hatten dafür schlechte Nassbrems-Wirkung.

Die Bremsbelaege ganz wegzulassen ist noch schonender zum Alu, und hat
eine aehnliche Nassbremswirkung wie solche Bremsbelaege. Und wie
dieser Thread <m23a5v$t91$1...@online.de>
<slrnm4b4e...@message-id.wahnes-world.de> zeigt, bin ich nicht
der einzige, der schlechte Erfahrungen mit Felgenbremsen, besonders
Magura gemacht hat.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/

Anton Ertl

unread,
Oct 21, 2014, 3:17:38 AM10/21/14
to
Patrick Rammelt <map...@web.de> writes:
>während die
>berühmten Sh*m*n*-Felgenfresser bei Nässe wirklich gut sind (also bei
>mir zumindest) - aber eben um den Preis des Felgenfressens.

Ja, den Eindruck hatte ich zuerst auch. Spaeter hatte ich dann auch
mit Shimano-Belaegen Probleme bei Naesse. Ich bin mir nicht sicher,
ob die Belaege schon aus der Fabrik anders waren, oder ob die mit dem
Altern in der Nassbremswirkung schlechter wurden. Jedenfalls habe ich
den Felgenbremsen jetzt abgeschworen und verwende sie nur mehr fuer
die Zweitbremse (also hinten); fuer die Vorderradbremse verwende ich
jetzt Scheibenbremsen (Avid BB7 beim Alltagsrad) und bin damit
zufrieden. Und felgenschonender sind sie auch.
Message has been deleted

Chr. Maercker

unread,
Oct 21, 2014, 6:57:28 AM10/21/14
to
Gerald E:scher wrote:
> Dein Schluss ist lafcsh.

Gefühlt nicht. Aber nehmen wir an, Du hättest recht: Wozu wurden dann
die guten alten Felgenbremsen zu Cantilever und V-Brakes
weiterentwickelt? Das Einzige, was ansonsten wenigstens bei V-Brakes
deutlich besser ist als bei Felgenbremsen, ist ihre Einstellbarkeit.

Chr. Maercker

unread,
Oct 21, 2014, 7:06:50 AM10/21/14
to
Andreas Oehler wrote:
> Welche Bremsgummis? Wieviel Fahrt bei Nässe? Welche Gesteinsart ist
> vorherrschend in der Gegend?

1. war im Angebot nicht angegeben.
2. Durchschnittlich. Die Gegend ist hier zwar ziemlich regenarm, lt.
Klimaprognose Tendenz zur Versteppung, aber ich fahre halt nahezu täglich.
3. Asphalt, seltener "Radwege" oder Split.

> Als ganz simpler Test hilft es, den Reifen mal auf 25% über angegebenem
> Maximaldruck aufzupumpen und (mittels Messschieber) zu beobachten,
> inwieweit die Felge unter Last in die Breite geht. Mehr als ein paar
> Zehntel sollte es nicht sein. Wenn sich bei diesem Test die Felge zerlegt,
> dann war es Zeit...

OK, das kann ich ja mal versuchen.

> Die Bremsgummis "klassischer" Bremsen waren relativ schonend zum Alu,

ACK, das scheint ziemlich simpler Hartgummi gewesen zu sein.

> hatten dafür schlechte Nassbrems-Wirkung.

Damit hatte ich so gut wie nie Probleme. Es regnet hier wohl wirklich zu
selten. ;-)

> Wer sich hingegen Koolstop Salmon, DualCopound oder Grau leistet, der wird
> mit Mittelklasse-Trekkingfelgen problemlos 50.000 km zurücklegen, so er
> die Felge nicht anderweitig schrottet.

Da hätte ich also noch einige Jahre Luft.

> Wer noch Felgen ohne Verschleiß-Indikator fährt sollte sich halt einen
> Zahntechniker-Tastzirkel besorgen. Damit kann man ganz einfach die
> Wandstärke messen. Wenn an der dünnsten Stelle weniger als 0.8mm erreicht
> sich, dann wird es hächste Zeit. Vor großen Reisen sollte man 1,0mm an der
> dünnsten Stelle als Kriterium wählen. Ultraleicht-Felgen kommen allerdings
> bereits ab Werk mit 1.1mm Wandstärke...

OK, so was fahre ich nicht.

Patrick Rammelt

unread,
Oct 21, 2014, 9:13:52 AM10/21/14
to
an...@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) wrote:
> Patrick Rammelt <map...@web.de> writes:
>> während die
>> berühmten Sh*m*n*-Felgenfresser bei Nässe wirklich gut sind (also bei
>> mir zumindest) - aber eben um den Preis des Felgenfressens.
>
> Ja, den Eindruck hatte ich zuerst auch. Spaeter hatte ich dann auch
> mit Shimano-Belaegen Probleme bei Naesse. Ich bin mir nicht sicher,
> ob die Belaege schon aus der Fabrik anders waren, oder ob die mit dem
> Altern in der Nassbremswirkung schlechter wurden.

Waren es denn die gleichen Beläge? Die haben ja auch unterschiedliche
Mischungen im Programm. Am RR mit der Ultegra-Bremse greife ich bei
Nässe erstmal auch komplett ins Leere (aber es ist ja das Schönstwetterrad).

> Jedenfalls habe ich
> den Felgenbremsen jetzt abgeschworen und verwende sie nur mehr fuer
> die Zweitbremse (also hinten); fuer die Vorderradbremse verwende ich
> jetzt Scheibenbremsen (Avid BB7 beim Alltagsrad) und bin damit
> zufrieden. Und felgenschonender sind sie auch.

Die allermeisten Felgen habe ich nicht durchgebremst, sondern anders
kapott bekommen. Von daher bin ich nicht sicher, ob dieses Argument für
mich wirklich relevant ist. Die Hitzeentwicklung auf Passabfahrten macht
mir eher Sorgen, aber da kann man mit einer
unterdimensionierten/fehlkonstruierten Scheibenbremsanlage ja genauso
(bloß anders) reinfallen.
Mechanische Scheibenbremsen sind jedenfalls auch nicht mein Geschmack.
Wenn ich dereinst die historisch wertvolle Magura Johnny T am Mompti
doch nicht mehr instand halten kann, kommt aber wahrscheinlich eine
hydraulische Scheibenbremse (vermutlich an einem komplett neuen Rad).
Und die niedlichen Scheibchen die derzeit an RRs in Mode kommen sitze
ich auf jeden Fall aus...

--
Patrick

Patrick Rammelt

unread,
Oct 21, 2014, 9:31:14 AM10/21/14
to
Chr. Maercker wrote:
> Gerald E:scher wrote:
>> Dein Schluss ist lafcsh.
>
> Gefühlt nicht. Aber nehmen wir an, Du hättest recht: Wozu wurden dann
> die guten alten Felgenbremsen zu Cantilever und V-Brakes
> weiterentwickelt?

Ich glaube es ging darum, dass bessere Bremswirkung nicht mit höherem
Felgenverschleiß gleichzusetzen ist. Der Verschleiß kommt doch vom Dreck
(auch dem der ab Werk eingearbeitet ist um die Nassbremswirkung zu
verbessern), nicht davon, dass die Bremse die Felge zerquetschen würde.

> Das Einzige, was ansonsten wenigstens bei V-Brakes
> deutlich besser ist als bei Felgenbremsen, ist ihre Einstellbarkeit.

Du meinst Zangenbremsen? (Felgenbremsen sind das alles) Die einzigen
Bremsen wo man wirklich was einstellen kann sind doch Cantis, wo man das
Bremszugdreieck variieren kann (leider variiert es sich dann mit
zunehmendem Verschleiß auch selbst). Oder meinst du das elende Gefummel
mit der Justierung der Bremsschuhe. Da ist die Magura gut: erst elendes
Gefummel mit der Justierung der Bremskörper, aber dann nur noch
Ein-/Ausklippsen der Bremsbeläge. Die Cartridge-Systeme für
Canti/V-Brakes helfen mir da nur bedingt - ich justiere jedenfalls
zwischendurch mal nach, weil irgenwann zumindest die Höhe nicht mehr passt.

--
Patrick

Chr. Maercker

unread,
Oct 21, 2014, 12:41:45 PM10/21/14
to
Patrick Rammelt wrote:
> Ich glaube es ging darum, dass bessere Bremswirkung nicht mit höherem
> Felgenverschleiß gleichzusetzen ist. Der Verschleiß kommt doch vom Dreck
> (auch dem der ab Werk eingearbeitet ist um die Nassbremswirkung zu
> verbessern), nicht davon, dass die Bremse die Felge zerquetschen würde.

Wobei der Dreck ab Werk ja angeblich eingearbeitet wird, um die
Bremswirkung bei Nässe zu erhöhen.

>> Das Einzige, was ansonsten wenigstens bei V-Brakes
>> deutlich besser ist als bei Felgenbremsen, ist ihre Einstellbarkeit.

> Du meinst Zangenbremsen? (Felgenbremsen sind das alles)

Bis ca. Mitte 1980er gab es nur die, jedenfalls im deutschen Osten,
deswegen wurden sie stets nur "Felgenbremsen" genannt.

> Die einzigen Bremsen wo man wirklich was einstellen kann sind doch Cantis, wo man das
> Bremszugdreieck variieren kann (leider variiert es sich dann mit
> zunehmendem Verschleiß auch selbst).

Bei Cantis habe ich es nie hinbekommen, die Bremse so zu symmetrieren,
dass sich nicht irgendwas anderes verstellt hätte. Bei Felgenbremsen
ging das im Prinzip gar nicht, die arbeiteten fast immer asymmetrisch.

> Oder meinst du das elende Gefummel mit der Justierung der Bremsschuhe.

Seit ich den Trick mit dem Stück starker Pappe kenne, ist das nicht mehr
so schwierig. Vorher war es natürlich etwas fummelig, aber man konnte
immerhin bei sämtlichen Bauarten die Bremsschuhe relativ unabhängig
voneinander einstellen. Den Kompromiss zwischen min. Abstand zur Felge,
ohne dass irgendwo was schleift, finde ich viel nerviger. Zu DDR-Zeiten
war das noch schlimmer, weil die Felgen fast immer einen Schlag hatten.
So oft konnte man die gar nicht zentrieren (lassen).

> Da ist die Magura gut: erst elendes
> Gefummel mit der Justierung der Bremskörper, aber dann nur noch
> Ein-/Ausklippsen der Bremsbeläge.

Ach so, beim Händler sah es nämlich so aus, als müsste bei denen gar
nichst mehr justiert werden: Bügel rein, Halterung zu, fertig. Gut zu
wissen.

Patrick Rammelt

unread,
Oct 21, 2014, 3:10:39 PM10/21/14
to
Chr. Maercker wrote:
> Patrick Rammelt wrote:
>> Ich glaube es ging darum, dass bessere Bremswirkung nicht mit h�herem
>> Felgenverschlei� gleichzusetzen ist. Der Verschlei� kommt doch vom Dreck
>> (auch dem der ab Werk eingearbeitet ist um die Nassbremswirkung zu
>> verbessern), nicht davon, dass die Bremse die Felge zerquetschen w�rde.
>
> Wobei der Dreck ab Werk ja angeblich eingearbeitet wird, um die
> Bremswirkung bei N�sse zu erh�hen.

Das schrieb ich doch(?)

>>> Das Einzige, was ansonsten wenigstens bei V-Brakes
>>> deutlich besser ist als bei Felgenbremsen, ist ihre Einstellbarkeit.
>
>> Du meinst Zangenbremsen? (Felgenbremsen sind das alles)
>
> Bis ca. Mitte 1980er gab es nur die, jedenfalls im deutschen Osten,
> deswegen wurden sie stets nur "Felgenbremsen" genannt.

Bist du der n�chste der den Wortschatz der 80er f�r alle Zeiten
zementiert sehen will?

>> Die einzigen Bremsen wo man wirklich was einstellen kann sind doch
>> Cantis, wo man das
>> Bremszugdreieck variieren kann (leider variiert es sich dann mit
>> zunehmendem Verschlei� auch selbst).
>
> Bei Cantis habe ich es nie hinbekommen, die Bremse so zu symmetrieren,
> dass sich nicht irgendwas anderes verstellt h�tte. Bei Felgenbremsen
> ging das im Prinzip gar nicht, die arbeiteten fast immer asymmetrisch.

Das was ich schrieb ging bei vielen Cantis normal auch nicht, weil eine
Seite des Bremszugdreiecks fest vorgegeben wurde. Ich habe da an meinem
Stadtrad aber ein bisschen improvisiert, so dass ich das Bremszugdreieck
flacher bekommen konnte (aka "meh' Pauer")

>> Oder meinst du das elende Gefummel mit der Justierung der Bremsschuhe.
>
> Seit ich den Trick mit dem St�ck starker Pappe kenne, ist das nicht mehr
> so schwierig. Vorher war es nat�rlich etwas fummelig, aber man konnte
> immerhin bei s�mtlichen Bauarten die Bremsschuhe relativ unabh�ngig
> voneinander einstellen. Den Kompromiss zwischen min. Abstand zur Felge,
> ohne dass irgendwo was schleift, finde ich viel nerviger. Zu DDR-Zeiten
> war das noch schlimmer, weil die Felgen fast immer einen Schlag hatten.
> So oft konnte man die gar nicht zentrieren (lassen).
>
>> Da ist die Magura gut: erst elendes
>> Gefummel mit der Justierung der Bremsk�rper, aber dann nur noch
>> Ein-/Ausklippsen der Bremsbel�ge.
>
> Ach so, beim H�ndler sah es n�mlich so aus, als m�sste bei denen gar
> nichst mehr justiert werden: B�gel rein, Halterung zu, fertig. Gut zu
> wissen.

Wenn alles fein justiert ist, ist wie gesagt nichts mehr zu tun.
Abnehmen des einen Bremsk�rpers mit Schnellspanner (zum Ausbau des
Laufrades), geht so fluffig wie von dir beschrieben. Aber bei der
Montage einer neuen Bremsanlage muss man es schon noch auf die Felge
ausrichten. Bei mir ist das, jedenfalls vorne, auch deswegen ein
"elendes Gefummel", weil ich eine "Reverse Arch" Federgabel habe und
deshalb die Bremse eine Montageplatte (so nannte es der H�ndler), also
eine Art zweiten Booster braucht, wie sie es neuere Maguras seit langem
alle haben. Das Ding beschr�nkt nun aber leider die Freiheitsgrade,
wodurch ich die Bremskolben zu ihren Halterungen sehr schr�g stellen
muss und wodurch sich das beim Festziehen wiederum gerne verstellt. Aber
wenn erstmal alles sitzt, hat man lange Ruhe (ich musste neulich nur ran
weil ein Nehmerkolben nach 16 Jahren undicht wurde - zuvor hatte es
allerdings auch schon beide Hebel/Geberzylinder dahingerafft; kurz davor
musste ich aber schonmal ran, weil ich die Gabel getauscht habe *�rks*)

--
Patrick

Gerald E:scher

unread,
Oct 21, 2014, 3:10:31 PM10/21/14
to
Am 21.10.14 um 12:57 schrieb Chr. Maercker:
> Gerald E:scher wrote:
>> Dein Schluss ist lafcsh.
>
> Gefᅵhlt nicht.

Gefᅵhle trᅵgen oft. V-Bremsen bremsen aufgrund ihrer Hebelverhᅵltnisse
besser als normale Cantis.

> Wozu wurden dann
> die guten alten Felgenbremsen zu Cantilever

Weil Zangenbremsen im Schlamm verstopfen und bei Reifenbreiten jenseits
von irgendwo bei 35 mm zu weich werden.

> und V-Brakes weiterentwickelt?

Weil die eine bessere Bremswirkung haben. Bezᅵglich Schlamm waren die
allerdings ein Rᅵckschritt.

> Das Einzige, was ansonsten wenigstens bei V-Brakes
> deutlich besser ist als bei Felgenbremsen, ist ihre Einstellbarkeit.

[ ] Du hast jemals eine moderne (<30 Jahre) Zangenbremse an einem
Rennrad eingestellt.

Gerald E:scher

unread,
Oct 21, 2014, 3:20:00 PM10/21/14
to
Am 21.10.14 um 18:41 schrieb Chr. Maercker:
> Patrick Rammelt wrote:
>> Ich glaube es ging darum, dass bessere Bremswirkung nicht mit hᅵherem
>> Felgenverschleiᅵ gleichzusetzen ist. Der Verschleiᅵ kommt doch vom Dreck
>> (auch dem der ab Werk eingearbeitet ist um die Nassbremswirkung zu
>> verbessern), nicht davon, dass die Bremse die Felge zerquetschen wᅵrde.
>
> Wobei der Dreck ab Werk ja angeblich eingearbeitet wird, um die
> Bremswirkung bei Nᅵsse zu erhᅵhen.

Nein, nicht angeblich, tatsᅵchlich.

>>> Das Einzige, was ansonsten wenigstens bei V-Brakes
>>> deutlich besser ist als bei Felgenbremsen, ist ihre Einstellbarkeit.
>
>> Du meinst Zangenbremsen? (Felgenbremsen sind das alles)
>
> Bis ca. Mitte 1980er gab es nur die, jedenfalls im deutschen Osten,
> deswegen wurden sie stets nur "Felgenbremsen" genannt.

Im Osten (also im Norden) wurden keine Querfeldeinrennen veranstaltet?
Glaube ich dir nicht.

>> Die einzigen Bremsen wo man wirklich was einstellen kann sind doch Cantis, wo man das
>> Bremszugdreieck variieren kann (leider variiert es sich dann mit
>> zunehmendem Verschleiᅵ auch selbst).
>
> Bei Cantis habe ich es nie hinbekommen, die Bremse so zu symmetrieren,
> dass sich nicht irgendwas anderes verstellt hᅵtte.

Cantis, die nicht unter Billigdreck fallen, lassen sich ganz einfach
symmetrieren ...
Diese, zum Bleistift:
http://www.tektro-usa.com/category.php?productid=1143&catid=185&subcat=0

> Bei Felgenbremsen
> ging das im Prinzip gar nicht, die arbeiteten fast immer asymmetrisch.

... und billige Zangenbremsen kᅵnnen einseitig schleifen, dass es eine
Freude ist.

> Ach so, beim Hᅵndler sah es nᅵmlich so aus, als mᅵsste bei denen gar
> nichst mehr justiert werden: Bᅵgel rein, Halterung zu, fertig.

Du meintest ernsthaft, die Maguras erraten selbststᅵndig Felgenbreite,
Abstand der Cantisockel, usw?

Gerald E:scher

unread,
Oct 21, 2014, 3:28:32 PM10/21/14
to
Am 21.10.14 um 00:50 schrieb Jens Wahnes:
> Gerald E:scher schrieb am 20. Oktober 2014 23:41:57 CEST folgendes:
>
>> Am 20.10.14 um 17:32 schrieb Andreas Oehler:
>>> Die lachsroten Magura Bremsgummis behandeln Rigida/Ryde Felge sehr
>>> schonend. Nach knapp 20.000 km am Reiserad sieht man gerade mal leichten
>>> Verschleiß.
>
>> Kann ich für die Felgen auf meinem Alltagsrad (Ritchey Rock Pro) bestätigen.
>
> Bei den Felgen von Exal bei meinem momentanen Alltagsrad waren die
> lachsroten Bremsgummis sogar so felgenschonend, dass sie bei Regen
> praktisch gar nicht bremsten.

Kann ich nicht bestätigen, es kommt aber immer auch auf die
Alu-Legierung der Felge an.
Klassische Cantilever bremsen dermaßen b*sch*ss*n, dass im
Querfeldeinkreisen Tabellen mit brauchbaren Belag-Felgen-Kombinationen
kursieren, mit denen wenigstens einigermaßen brauchbare Bremswirkung
rauskommt.

> Gegen die Bremswirkung, die diese
> Bremsgummis bei nassem Wetter und nassen Felgen mit kräftigst
> angezogener Vorderradbremse erzeugen, konnte ich locker mit den Pedalen
> "antreten", d.h. das Fahrrad wurde bei gleichzeitigem Treten einfach
> nicht langsamer.

Allerspätestens nach zwei Felgenumdrehungen greifen meine auch im
strömenden Regen. Versagt haben die ein einziges Mal, bei auf der Felge
festfrierendem Schneeregen. Sowas kommt aber nur alle Jubeljahre vor.

> Die schwarzen Magura-Beläge sind in der Situation mit Nässe bei mir
> sogar etwas besser, während die roten schon bei trockenem Wetter eine
> deutlich geringere Verzögerung produzieren,

Welche roten? Die aktuellen knallroten, originalen Maguras? Oder die
klassischen lachsfarbigen Koolstop, seit einiger Zeit wegen
ausgelaufender Patente auch direkt von Koolstop erhältlich.

> Mit den grünen Belägen ist die Bremswirkung
> bei Regen jetzt so einigermaßen OK.

Sind die nicht für Keramikfelgen?

Jens Wahnes

unread,
Oct 21, 2014, 4:42:46 PM10/21/14
to
Andreas Oehler schrieb am 21. Oktober 2014 12:35:09 CEST folgendes:

> Mon, 20 Oct 2014 22:50:59 +0000 (UTC), Jens Wahnes:
>>Gerald E:scher schrieb am 20. Oktober 2014 23:41:57 CEST folgendes:
>>> Am 20.10.14 um 17:32 schrieb Andreas Oehler:
>>>> Die lachsroten Magura Bremsgummis behandeln Rigida/Ryde Felge sehr
>>>> schonend. Nach knapp 20.000 km am Reiserad sieht man gerade mal leichten
>>>> Verschleiß.
>>> Kann ich für die Felgen auf meinem Alltagsrad (Ritchey Rock Pro) bestätigen.
>>Bei den Felgen von Exal bei meinem momentanen Alltagsrad waren die
>>lachsroten Bremsgummis sogar so felgenschonend, dass sie bei Regen
>>praktisch gar nicht bremsten.

> Du sprichst von den teuren Original lachsroten "Koolstop"-Bremsgummis von
> Magura?

Ich spreche von den lachsroten von Kool Stop für Magura. Also die
Variante, die (im Neuzustand) auf den Bremsbelägen "KOOL STOP USA"
stehen hat und eben eher lachsrot ist. So sehen die aus:
<http://www.bike24.de/i/p/7/0/52107_01_c.jpg>

Die stehen für mich im Gegensatz zu den knallroten mit Einkerbungen in
der Bremsfläche, die Magura unter ihrem eigenen Namen vertreibt,
beispielsweise mit den Bestellnummer 0720423 im 4er-Pack.
<http://images.internetstores.de/products/bremsbelag_rot_std_magura%5B1470x849%5D.jpg>
(die Farbe kommt da allerdings nicht so ganz richtig rüber)

> Es gibt ja auch Nachbauten in eher quietschbunten Farben...
> http://www.roseversand.de/artikel/magura-bremskloetze-40421/aid:40423

Just diese Variante sieht für mich jetzt nach "Original Magura" aus, da
auch mit deren Herstellersymbol gekennzeichnet.

An meinem alten Fahrrad hatte ich mal "Nachbauten" von BBB (BBS-19HP),
die waren blau und eigentlich sehr gut. Leider passen sie an dem neuen
Fahrrad nicht.

> Ordentlich entlüftetes System?

Das kann ich nicht so recht beurteilen, ich wüsste nicht, wie ich das
herausfinden kann, wäre aber für jeden Tipp dankbar.

Bei meinem alten Rad hat der FdgM einmal das Bremssystem entlüftet; das
gehört für mich zu den Sachen, an die ich mich nicht selbst heranwage.
Wenn man da einen Fehler macht und die Bremse danach nicht richtig
funktioniert, bezahlt man das im Zweifelsfall mit einem längeren
Krankenhausaufenthalt. Daher lasse ich da doch lieber den Profi ran.

> Gabel steif genug im Bereich der Bremse?

Ich hoffe es. Es handelt sich in meinem Fall um die Firmtech-Version
der HS33, die, ähnlich wie auf deinem Foto, auf der "Rückseite" der
Gabel montiert ist. Daher würde ich eigentlich schon erwarten, dass die
Gabel passend gebaut ist.

> Bei mir war die Bremswirkung mit schwazen Gummis schlechter. Mit den
> lachroten quietschte es zunächst furchtbar. Mit ein bißchen Gefummel an
> der Ausrichtung und etwas Geduld hat sich das aber bis auch weniger
> "nebelfeuchte" Situationen auf erträgliches Maß reduziert.

Ich wüsste bei mir nicht, was ich da noch groß justieren soll. Ich
drehe ab und zu an den Belag-Nachstellschrauben, aber sonst?

Bei den "roten" (nicht den lachsfarbenen) war es bei mir übrigens sogar
so, dass ich selbst bei Trockenheit das Vorderrad aus leichter Fahrt
nicht zum Blockieren bekommen konnte. Nicht, dass ich das im Normalfall
wollte, aber diese Art von Verzögerung würde ich von der Bremse schon
erwarten.

>> Mit den grünen Belägen ist die Bremswirkung
>>bei Regen jetzt so einigermaßen OK.

> Und was sagen die Felgen dazu?

Keine Ahnung. Die grünen Bremsbeläge habe ich erst knapp ein halbes
Jahr (ca. 3500 km). Allerdings sind die in dieser Zeit offenbar auch
schon so weit abgenutzt, dass man mit der Nachstellschraube nichts mehr
ausrichten kann. Das finde ich ziemlich kurz.

Vielleicht spricht das ja auch tatsächlich für ein nicht ordnungsgemäß
entlüftetes System, dass man nichts mehr nachstellen kann, obwohl der
Belag an sich (also der grüne Teil) noch nicht vollständig
"weggebremst" ist? Oder anders gefragt: wieviele Millimeter
Bremsbelag sollten denn normalerweise von einem "bis zum Ende"
abgenutzten Belag übrigbleiben?

> Exal hat häufig solche popelige Verschleißschutz-Indikator-Rillen aussen
> in der Bremsflanke. Die sorgen eher für Ärger/Verschleiß als für
> Erkenntnisgewinn.

Danke für den Hinweis - da muss ich dann mal auf die sonstigen in
diesem Thread genannten Indikatoren achten. Ich hatte eigentlich vor,
die Felge noch so lange zu fahren, bis die Rille nicht mehr zu sehen
ist und es danach mal mit einer keramikbeschichteten Felge zu
versuchen, damit sich die grünen Bremsbeläge wie zu Hause fühlen. Auf
einer Messe bin ich nämlich mal ein Rad mit einer solchen Felge und
HS33-Bremsen probegefahren. *Das* nenne ich eine ordentliche
Bremswirkung und die hätte ich auch gerne an meinem Fahrrad.


Jens

Jens Wahnes

unread,
Oct 21, 2014, 4:50:51 PM10/21/14
to
Gerald E:scher schrieb am 21. Oktober 2014 21:28:32 CEST folgendes:

> Am 21.10.14 um 00:50 schrieb Jens Wahnes:

>> Bei den Felgen von Exal bei meinem momentanen Alltagsrad waren die
>> lachsroten Bremsgummis sogar so felgenschonend, dass sie bei Regen
>> praktisch gar nicht bremsten.

> Kann ich nicht bestätigen, es kommt aber immer auch auf die
> Alu-Legierung der Felge an.

Vermutlich. Mich hat das ja auch gewundert, weil ich von meinem alten
Rad eigentlich eine bessere Bremswirkung der HS33 gewohnt war.

>> Die schwarzen Magura-Beläge sind in der Situation mit Nässe bei mir
>> sogar etwas besser, während die roten schon bei trockenem Wetter eine
>> deutlich geringere Verzögerung produzieren,

> Welche roten? Die aktuellen knallroten, originalen Maguras?

Ja, genau die knallroten. Die hatte ich zwischendurch auch mal
probiert.

>> Mit den grünen Belägen ist die Bremswirkung bei Regen jetzt so
>> einigermaßen OK.

> Sind die nicht für Keramikfelgen?

Dafür sind sie vorgesehen, aber der FdgM empfahl sie mir nach meinem
Wegklagen eben für meine jetztige Situation, nachdem ich schon fast
alle anderen Beläge durchprobiert hatte. Und er hat ja auch insofern
recht, dass die von allem, was ich zwischenzeitlich probiert habe, noch
die beste Bremswirkung (bei Trockenheit und bei Nässe) haben.


Jens

Nico Hoffmann

unread,
Oct 21, 2014, 5:07:04 PM10/21/14
to
Jens Wahnes schreibt:

> Andreas Oehler schrieb am 21. Oktober 2014 12:35:09 CEST folgendes:

>> Bei mir war die Bremswirkung mit schwazen Gummis schlechter. Mit den
>> lachroten quietschte es zunächst furchtbar. Mit ein bißchen Gefummel an
>> der Ausrichtung und etwas Geduld hat sich das aber bis auch weniger
>> "nebelfeuchte" Situationen auf erträgliches Maß reduziert.
>
> Ich wüsste bei mir nicht, was ich da noch groß justieren soll. Ich
> drehe ab und zu an den Belag-Nachstellschrauben, aber sonst?
>
> Bei den "roten" (nicht den lachsfarbenen) war es bei mir übrigens sogar
> so, dass ich selbst bei Trockenheit das Vorderrad aus leichter Fahrt
> nicht zum Blockieren bekommen konnte. Nicht, dass ich das im Normalfall
> wollte, aber diese Art von Verzögerung würde ich von der Bremse schon
> erwarten.

Ich nicht :-) Denn eher überschlägst du dich, vorausgesetzt, du fährst
kein Liegerad oder so was.

Das Fahrrad sollte sich aber mit der Vorderradbremse so stark bremsen
lassen, dass das Hinterrad in die Luft gehoben wird - habe ich hier
vernommen. Das schaffe ich mit meinen Maguras nur im Extremfall (wenn
das Adrenalin mitbremst). Ich habe schon verschiedene Magura-Systeme
und Felgen durch.

Die Bremswirkung ist ordentlich, aber keinesfalls überragend.


> Die grünen Bremsbeläge habe ich erst knapp ein halbes
> Jahr (ca. 3500 km). Allerdings sind die in dieser Zeit offenbar auch
> schon so weit abgenutzt, dass man mit der Nachstellschraube nichts mehr
> ausrichten kann. Das finde ich ziemlich kurz.
>
> Vielleicht spricht das ja auch tatsächlich für ein nicht ordnungsgemäß
> entlüftetes System, dass man nichts mehr nachstellen kann, obwohl der
> Belag an sich (also der grüne Teil) noch nicht vollständig
> "weggebremst" ist? Oder anders gefragt: wieviele Millimeter
> Bremsbelag sollten denn normalerweise von einem "bis zum Ende"
> abgenutzten Belag übrigbleiben?

Witzig. Das Problem habe ich auch immer wieder. Ich versuche dann, die
Nehmerkolben enger zu montieren, d.h. Neujustage.


Der große Vorteil der HS liegt für mich in der guten Dosierbarkeit und
der Zuverlässigkeit. Bremswirkung ist guter Durchschnitt, Montage und
Wartung ist zum Davonlaufen.


> Ich hatte eigentlich vor,
> die Felge noch so lange zu fahren, bis die Rille nicht mehr zu sehen
> ist und es danach mal mit einer keramikbeschichteten Felge zu
> versuchen, damit sich die grünen Bremsbeläge wie zu Hause fühlen. Auf
> einer Messe bin ich nämlich mal ein Rad mit einer solchen Felge und
> HS33-Bremsen probegefahren. *Das* nenne ich eine ordentliche
> Bremswirkung und die hätte ich auch gerne an meinem Fahrrad.

Hm, ich habe erst letztes Jahr neue Felgen eingespeicht, die noch kaum
abgefahren sind. Will ich jetzt nicht schon wieder tauschen. Trotzdem
sind Langzeiterfahrungen interessant.

N.
--
Signaturen - die wichtigste Nebensache der Welt

Jens Wahnes

unread,
Oct 21, 2014, 5:48:00 PM10/21/14
to
Nico Hoffmann schrieb am 21. Oktober 2014 23:07:04 CEST folgendes:

> Jens Wahnes schreibt:
>> Bei den "roten" (nicht den lachsfarbenen) war es bei mir übrigens sogar
>> so, dass ich selbst bei Trockenheit das Vorderrad aus leichter Fahrt
>> nicht zum Blockieren bekommen konnte. Nicht, dass ich das im Normalfall
>> wollte, aber diese Art von Verzögerung würde ich von der Bremse schon
>> erwarten.

> Ich nicht :-) Denn eher überschlägst du dich, vorausgesetzt, du fährst
> kein Liegerad oder so was.

Ich meine jetzt schon ein Upright.

> Das Fahrrad sollte sich aber mit der Vorderradbremse so stark bremsen
> lassen, dass das Hinterrad in die Luft gehoben wird - habe ich hier
> vernommen. Das schaffe ich mit meinen Maguras nur im Extremfall (wenn
> das Adrenalin mitbremst). Ich habe schon verschiedene Magura-Systeme
> und Felgen durch.

Bei meinem alten Fahrrad mit HS33 war genau das (Bremsen, bis das
Hinterrad abhebt, wenn man es darauf anlegt) mit schwarzen, roten oder
eben blauen Belägen vorne kein Problem. Daher habe ich das für
diese Art von Bremse einfach immer für normal gehalten.

Eine garantiert-nicht-blockier-Rollenbremse habe ich an meinem
Holland-Zweitrad. An deren (Nicht-)Wirkung muss ich mich jedes Mal aufs
Neue gewöhnen. Das ist für meinen Geschmack einfach nicht das, was ich
im Alltag brauchen kann.

> Witzig. Das Problem habe ich auch immer wieder. Ich versuche dann, die
> Nehmerkolben enger zu montieren, d.h. Neujustage.

Etwas in diese Richtung hatte ich an meinem alten Fahrrad auch mal
versucht, nur dass nach dieser Aktion dann "frische" Bremsbeläge auch
bei vollständig zurückgedrehter Schraube gar nicht mehr passten. Daher
habe ich das ganz schnell wieder seingelassen.


Jens

Patrick Rammelt

unread,
Oct 22, 2014, 2:21:42 AM10/22/14
to
Jens Wahnes wrote:
> Andreas Oehler schrieb am 21. Oktober 2014 12:35:09 CEST folgendes:

[Magura]

>> Ordentlich entlüftetes System?
>
> Das kann ich nicht so recht beurteilen, ich wüsste nicht, wie ich das
> herausfinden kann, wäre aber für jeden Tipp dankbar.
>
> Bei meinem alten Rad hat der FdgM einmal das Bremssystem entlüftet; das
> gehört für mich zu den Sachen, an die ich mich nicht selbst heranwage.
> Wenn man da einen Fehler macht und die Bremse danach nicht richtig
> funktioniert, bezahlt man das im Zweifelsfall mit einem längeren
> Krankenhausaufenthalt. Daher lasse ich da doch lieber den Profi ran.

Soooo schwierig ist das nicht. Es gibt ein Wartungskit, das man aber
auch selbst bauen kann (Spritze, 2 Schläuche und zwei Anschlussstutzen -
genaueres findet man hier und im Netz). Als Öl nehme ich immer das
Hydrauliköl von der Dose (LHM+) - irgendwo hatte ich mal gelesen, dass
das offiziell zugelassen wäre (bei mir tuts jedenfalls) - ist jedenfalls
billiger als eine homöopathische Menge royales Blut von Magura. Eine
zweite Person ist hilfreich um am Bremshebel den Schlauch und
Auffangbehälter zu halten, aber alleine gehts auch. Ansonsten habe ich
noch festgestellt, dass es gut ist das Öl mit viel Druck durchzudrücken
- da kommt eher noch mal ein Luftbläschen mit raus. Die komplette
Anleitung schreibe ich jetzt nicht, die findet man aber leicht.
Meine wollte schon immer alle paar Jahre mal entlüftet werden, bzw.
nachgefüllt (es drücken sich an nicht mehr ganz perfekten Kolben
schonmal kleine Mengen Öl raus, ohne dass (dieselbe Menge) Luft
nachkommt. Das würde dann auch erklären, warum die Belagnachstellung
nicht reicht. Schau mal ob die Kolben von außen (soweit sichtbar)
furztrocken oder ölig sind (bei mir gaben zuerst beide Geberkolben auf -
dieses Jahr aber auch noch ein Nehmerkolben - der klägliche Rest ist 16
Jahre und ca 75Mm alt).

>> Gabel steif genug im Bereich der Bremse?
>
> Ich hoffe es. Es handelt sich in meinem Fall um die Firmtech-Version
> der HS33, die, ähnlich wie auf deinem Foto, auf der "Rückseite" der
> Gabel montiert ist. Daher würde ich eigentlich schon erwarten, dass die
> Gabel passend gebaut ist.

Mit Boostern? Ansonsten zieh mal kräftig am Hebel und schau auf die
Bremskörper. Bewegen die sich deutlich sichtbar?

> Danke für den Hinweis - da muss ich dann mal auf die sonstigen in
> diesem Thread genannten Indikatoren achten. Ich hatte eigentlich vor,
> die Felge noch so lange zu fahren, bis die Rille nicht mehr zu sehen
> ist und es danach mal mit einer keramikbeschichteten Felge zu
> versuchen, damit sich die grünen Bremsbeläge wie zu Hause fühlen. Auf
> einer Messe bin ich nämlich mal ein Rad mit einer solchen Felge und
> HS33-Bremsen probegefahren. *Das* nenne ich eine ordentliche
> Bremswirkung und die hätte ich auch gerne an meinem Fahrrad.

Als ich das letzte mal nach Keramikfelgen geschaut habe fand ich die
recht teuer, insbes. angesichts dessen, dass die meisten Felgen bei mir
ohnehin nicht durchgebremst wurden, sondern an Speichenausrissen und
Hohlkammerrissen eingegangen sind.

--
Patrick

Martin Ginkel

unread,
Oct 22, 2014, 7:35:11 AM10/22/14
to
Am Dienstag, 21. Oktober 2014 23:07:04 UTC+2 schrieb Nico Hoffmann:
> Die Bremswirkung ist ordentlich, aber keinesfalls überragend.

d Accord,

> > Die grünen Bremsbeläge habe ich erst knapp ein halbes
> > Jahr (ca. 3500 km). Allerdings sind die in dieser Zeit offenbar auch
> > schon so weit abgenutzt, dass man mit der Nachstellschraube nichts mehr
> > ausrichten kann. Das finde ich ziemlich kurz.
>
> > Vielleicht spricht das ja auch tatsächlich für ein nicht ordnungsgemäß
> > entlüftetes System, dass man nichts mehr nachstellen kann, obwohl der
> > Belag an sich (also der grüne Teil) noch nicht vollständig
> > "weggebremst" ist? Oder anders gefragt: wieviele Millimeter
> > Bremsbelag sollten denn normalerweise von einem "bis zum Ende"
> > abgenutzten Belag übrigbleiben?
>
> Witzig. Das Problem habe ich auch immer wieder. Ich versuche dann, die
> Nehmerkolben enger zu montieren, d.h. Neujustage.

Magura HS haben keinen Ausgleichbehaelter. Das gesamte Oel befindet sich in
Kolben und Leitung.
Wenn durch Kriechleckage ein wenig Oel abhanden kommt, bleibt der Geberkolben einfach tiefer im Zylinder stecken.
Wenn man dann bis zum Anschlag nachstellen will, fehlt das Oelvolumen.

Ich hab bei meinen HS11, 22, 33 oefter mal beim einsetzen der neuen Belaege ein wenig Oel nachschieben muessen. Luft war keine im System, aber mit neuen Belaegen und <= 2mm Belagsspiel sollte der Handhebel bei zurueckgedrehter Belagsnachstellung fast kein Spiel zum Geberkolben haben.

Martin

Martin Ginkel

unread,
Oct 22, 2014, 7:40:06 AM10/22/14
to
Am Montag, 20. Oktober 2014 23:46:54 UTC+2 schrieb Gerald E:scher:
> Am 20.10.14 um 16:14 schrieb Martin Ginkel:
> > Alternativ hab ich ca. 0.6 - 0.7mm Restmaterial gemessen, aber das ist
> > bei Hakenfelgen nicht so einfach zu messen:
>
> Mit geeignetem Messwerkzeug ganz einfach zu messen, gibt's im
> freundlichen Dentistenbedarf:
>
> <http://www.dentale-instrumente.de/de/tasterzirkel/iwanson-caliper-wachs-wax-tasterzirkel-zahntechnik-messzirkel>

Danke fuer den Hinweis. Allerdings hab ich nur einen Keller, keine Werkstatthalle --- deshalb darf ich nicht alles Werkzeug haben, das ich mir wuensche. ;-)

Ich hab auch die Differenzmethode mit Messchieber und Drahtstueck benutzt (aehnlich der von Olaf).

Martin
Message has been deleted

Joerg

unread,
Oct 22, 2014, 10:26:19 AM10/22/14
to
Patrick Rammelt wrote:
> Jens Wahnes wrote:
>> Andreas Oehler schrieb am 21. Oktober 2014 12:35:09 CEST folgendes:
>
> [Magura]
>
>>> Ordentlich entlüftetes System?
>> Das kann ich nicht so recht beurteilen, ich wüsste nicht, wie ich das
>> herausfinden kann, wäre aber für jeden Tipp dankbar.
>>
>> Bei meinem alten Rad hat der FdgM einmal das Bremssystem entlüftet; das
>> gehört für mich zu den Sachen, an die ich mich nicht selbst heranwage.
>> Wenn man da einen Fehler macht und die Bremse danach nicht richtig
>> funktioniert, bezahlt man das im Zweifelsfall mit einem längeren
>> Krankenhausaufenthalt. Daher lasse ich da doch lieber den Profi ran.
>
> Soooo schwierig ist das nicht. Es gibt ein Wartungskit, das man aber
> auch selbst bauen kann (Spritze, 2 Schläuche und zwei Anschlussstutzen -
> genaueres findet man hier und im Netz).


Apropos Selbstbau: Hast Du eine Idee, wie man sich die Gewindestutzen
friemeln kann, wenn man nicht ueber eine Drehbank verfuegt? Meine
Bremsen brauchen 5mm, aber die sitzen recht tief und die herausguckende
Laenge bei den ueblichen Kits wie Formula sind zu kurz. 5mm Messing
Gewindestutzen durchbohren und irgendeine duenn geschliffene
Huelse/Mutter drueberdrehen oder so?

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Gerald E:scher

unread,
Oct 22, 2014, 11:53:26 AM10/22/14
to
Am 22.10.14 um 08:22 schrieb Patrick Rammelt:
>
> Soooo schwierig ist das nicht. Es gibt ein Wartungskit, das man aber
> auch selbst bauen kann (Spritze, 2 Schläuche und zwei Anschlussstutzen -
> genaueres findet man hier und im Netz).

Doch, Selbstbau ist schwierig, weil zumindest hier die Apotheken keine
geeigneten Spritzen haben. Die Spritzen für Spritzenpumpen (Perfusor)
sind zwar ausreichend groß, haben allerdings eine Kolben mit
Gummidichtung, die vom Öl aufquillt. Eine solche Spritze lässt sich nur
einmal verwenden, dann ist der Kolben schwergängig.
Bei einem Versand für Medizintechnik bestellen lohnt von den
Frachtkosten her nicht.

Gerald E:scher

unread,
Oct 22, 2014, 11:55:04 AM10/22/14
to
Am 22.10.14 um 13:40 schrieb Martin Ginkel:
> Am Montag, 20. Oktober 2014 23:46:54 UTC+2 schrieb Gerald E:scher:
>> Am 20.10.14 um 16:14 schrieb Martin Ginkel:
>>> Alternativ hab ich ca. 0.6 - 0.7mm Restmaterial gemessen, aber
>>> das ist bei Hakenfelgen nicht so einfach zu messen:
>>
>> Mit geeignetem Messwerkzeug ganz einfach zu messen, gibt's im
>> freundlichen Dentistenbedarf:
>>
>> <http://www.dentale-instrumente.de/de/tasterzirkel/iwanson-caliper-wachs-wax-tasterzirkel-zahntechnik-messzirkel>
>
> Danke fuer den Hinweis. Allerdings hab ich nur einen Keller, keine
> Werkstatthalle --- deshalb darf ich nicht alles Werkzeug haben, das
> ich mir wuensche. ;-)

???
So ein Tastzirkel kostet nicht viel und benötigt kaum Platz.

Patrick Rammelt

unread,
Oct 22, 2014, 12:45:09 PM10/22/14
to
Andreas Oehler wrote:
> Wed, 22 Oct 2014 08:22:10 +0200, Patrick Rammelt:
>
>> Jens Wahnes wrote:
>>> Andreas Oehler schrieb am 21. Oktober 2014 12:35:09 CEST folgendes:
>
>>>> Gabel steif genug im Bereich der Bremse?
>>>
>>> Ich hoffe es. Es handelt sich in meinem Fall um die Firmtech-Version
>>> der HS33, die, ähnlich wie auf deinem Foto, auf der "Rückseite" der
>>> Gabel montiert ist. Daher würde ich eigentlich schon erwarten, dass die
>>> Gabel passend gebaut ist.
>>
>> Mit Boostern? Ansonsten zieh mal kräftig am Hebel und schau auf die
>> Bremskörper. Bewegen die sich deutlich sichtbar?
>
> Bei Firmtech ist kein Booster vorgesehen. Firmtech ist ein elegantes
> System - bis auf die mangelnden Einstellmöglichkeiten für unterschiedlich
> hohe Felgen.Da die Bremszylinder dichter an der Gabel sitzen und zudem
> vernünftigerweise auf deren Rückseite, hat man bei korrekter
> Dimensionierung ein leichtes und zugleich steifes System. Der übliche
> Pfusch mit Magura-Adapteritis auf Cantisockeln verlangt hingegen eher mal
> nach Boostern.

Ja jetzt habe ich das Bild auf das sich Jens bezog auch gefunden 8-)
Wenn so eine Gabel so weich ist wie der Hinterbau am Originalrahmen
meines Mompties, dann dürfte aber auch Firmtech nicht helfen - da haben
sich wirklich die Sattelstreben auseinandegebogen - nicht nur verdreht.
Ist die Position hinten nicht Dreckempfindlicher? Bei mir hängt in dem
Bereich oft ein ziemlicher Schlammpfropf.

--
Patrick

Patrick Rammelt

unread,
Oct 22, 2014, 1:01:23 PM10/22/14
to
Ich nicht. Bin ja seit fünfunddrölfzig Jahren stolzer Besitzer des
originalen Servicekits (ich war jung und hatte das Geld). Und selbst
wenn ich eine geeignete Spritze (ohne Gummidichtung - danke Gerald) und
Schläuche anderweitig aufgetrieben hätte, hätte ich wohl die beiden
originalen Anschlussstutzen für je 2 Euronen einzeln gekauft. Im
Servicekit sind übrigens auch noch andere Teile enthalten (mehrere
Quetscholiven, Verschlussschrauben, zwei Blöcke zu festklemmen eines zu
kürzenden Schlauchs, etc). Wieauchimmer, Diese Magura-Anschlussstutzen
dürften für dich wohl eh nicht passen (sind M6).

--
Patrick

Joerg

unread,
Oct 22, 2014, 6:30:24 PM10/22/14
to
Da habe ich fuer meine Bremsen bisher keine gefunden :-(


> ... Im
> Servicekit sind übrigens auch noch andere Teile enthalten (mehrere
> Quetscholiven, Verschlussschrauben, zwei Blöcke zu festklemmen eines zu
> kürzenden Schlauchs, etc). Wieauchimmer, Diese Magura-Anschlussstutzen
> dürften für dich wohl eh nicht passen (sind M6).
>

Warum das bei Fahrraedern alles so kompliziert sein muss, leuchtet mir
auch nicht ein. Bei Autos ist es so einfach, aufdrehen, Pedal druecken,
festhalten, zudrehen, loslassen, nochmal ... bis keine Basen mehr
kommen. Ok, ist bei Fahrraedern ein geschlossenes System, aber man kann
das Reservoir ja oeffnen. Geht bei Fahrraedern auf die unorthodoxe wohl
auch mit Gummiband.

"Jörg W."

unread,
Oct 22, 2014, 10:38:37 PM10/22/14
to
On 19.10.2014 21:59, "Jörg W." wrote:
> Hallo,
>
> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>
> Woran erkannt man dass?
>
> Grüße
>
> Jörg
>
Im Artikel

http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradfelge

steht „Daher empfiehlt der ADFC, Felgen mit Verschleißindikator zu
verwenden.”

Aber leider gibt es keine Info, wie der besagte Verschleißindikator
aussieht (z.B. Rille). Gibt es noch andere Arten von
Verschleißindikatoren, als eine Rille in der Felgenwand?

Grüße

Jörg

"Jörg W."

unread,
Oct 22, 2014, 10:57:48 PM10/22/14
to
On 19.10.2014 21:59, "Jörg W." wrote:
> Hallo,
>
> hier ist öfters von „durchgebremsten” Felgen die Rede. Meine Frage:
>
> Woran erkannt man dass?
>
> Grüße
>
> Jörg
>
Verschleißindikator:

Sollten Felgen im Katalog also eine Angabe tragen, wieviel Material zum
Bremsen zur Verfügung steht? Dass würde ja die Lebensdauer begrenzen.

Gibt es Felgen, welche aus Gewichtsersparnis nur mit Scheibe gebremst
werden dürfen, auf den Flanken also nichts abgebremst werden darf?

Jörg

"Jörg W."

unread,
Oct 22, 2014, 11:12:20 PM10/22/14
to
On 22.10.2014 08:22, Patrick Rammelt wrote:
> Jens Wahnes wrote:
>> Andreas Oehler schrieb am 21. Oktober 2014 12:35:09 CEST folgendes:
>
> [Magura]
>
>>> Ordentlich entlüftetes System?
>>
>> Das kann ich nicht so recht beurteilen, ich wüsste nicht, wie ich das
>> herausfinden kann, wäre aber für jeden Tipp dankbar.
>>
>> Bei meinem alten Rad hat der FdgM einmal das Bremssystem entlüftet; das
>> gehört für mich zu den Sachen, an die ich mich nicht selbst heranwage.
>> Wenn man da einen Fehler macht und die Bremse danach nicht richtig
>> funktioniert, bezahlt man das im Zweifelsfall mit einem längeren
>> Krankenhausaufenthalt. Daher lasse ich da doch lieber den Profi ran.
>
> Soooo schwierig ist das nicht. Es gibt ein Wartungskit, das man aber
> auch selbst bauen kann (Spritze, 2 Schläuche und zwei Anschlussstutzen -
> genaueres findet man hier und im Netz). Als Öl nehme ich immer das
>[...]

Da gibt es doch bestimmt etwas auf YOUTUBE ?

Jörg


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Patrick Rammelt

unread,
Oct 23, 2014, 1:36:11 PM10/23/14
to
Andreas Oehler schrieb:
> Thu, 23 Oct 2014 04:57:45 +0200, Jörg W.:
>
>> Gibt es Felgen, welche aus Gewichtsersparnis nur mit Scheibe gebremst
>> werden dürfen, auf den Flanken also nichts abgebremst werden darf?
>
> Leicht-Felgen - auch für Felgenbremse - haben ab Werk schon so dünne
> Flanken, dass nicht mehr viel Fleisch zum Bremsen da ist. Bei üblichem
> Rennradbetrieb (wenig Bremsen, keine Nutzung in Nässe/Salz/Dreck) ist das
> aber wenig relevant. Disc-Felgen haben entweder keine ausreichend hohen
> Bremsflanken und/oder diese sind zu dünn und zudem oft auch noch glatt
> eloxiert.

Bzw. haben in dem Sinn überhaupt keine Bremsflanken, weil die lustig
gebogen, lackiert und mit Aufklebern verziert sind...

--
Patrick

Chr. Maercker

unread,
Oct 24, 2014, 10:55:25 AM10/24/14
to
Gerald E:scher wrote:
> Am 21.10.14 um 12:57 schrieb Chr. Maercker:
>> Gerald E:scher wrote:
>>> Dein Schluss ist lafcsh.
>>
>> Gefühlt nicht.
>
> Gefühle trügen oft. V-Bremsen bremsen aufgrund ihrer Hebelverhältnisse
> besser als normale Cantis.

Und besser als Zangen, weil die meist reine Gummibeläge hatten. Was wohl
nicht zwangsläufig so sein.

>> Wozu wurden dann
>> die guten alten Felgenbremsen zu Cantilever

> Weil Zangenbremsen im Schlamm verstopfen und bei Reifenbreiten jenseits
> von irgendwo bei 35 mm zu weich werden.

Was heißt zu weich? Die Zangen, die Bremsgummis oder was?

>> und V-Brakes weiterentwickelt?

> Weil die eine bessere Bremswirkung haben. Bezüglich Schlamm waren die
> allerdings ein Rückschritt.

Also scheint ja was dran zu sein an der besseren Bremswirkung, von der
ich schrub.

Deine Frage in der Parallelantwort bzgl. Radrennen im Osten bezieht sich
übrigens auf Geländerennen in der DDR? Wie gesagt, ich habe in der DDR
nur zwei Sorten Bremsen zu Gesicht bekommen: Stempelbremsen (MIFA) und
Felgen- aka Zangenbremsen (Diamant). Selbst im Friedensfahrt-Museum
Klein-Mühlingen habe ich an Rennrädern nichts anderes gesehen.
Mountainbikes waren in der DDR ein Fremdwort, es gab nichts
Vergleichbares zu kaufen.

>> Das Einzige, was ansonsten wenigstens bei V-Brakes
>> deutlich besser ist als bei Felgenbremsen, ist ihre Einstellbarkeit.

> [ ] Du hast jemals eine moderne (<30 Jahre) Zangenbremse an einem
> Rennrad eingestellt.

Ich fahre keine Rennräder. Von was für Stückzahlen sprechen wir da
übrigens? Ich vermute mal, ein bis zwei Größenordnungen weniger als
Cantis + V-Brakes, wie sie an Alltagsrädern verbaut werden.
--


CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Anton Ertl

unread,
Oct 24, 2014, 12:03:29 PM10/24/14
to
"Chr. Maercker" <Zwei...@gmx-topmail.de> writes:
>> Weil Zangenbremsen im Schlamm verstopfen und bei Reifenbreiten jenseits
>> von irgendwo bei 35 mm zu weich werden.
>
>Was heißt zu weich? Die Zangen, die Bremsgummis oder was?

Die Zangen. Lange Hebel, Aufhaengung weit weg von den Bremsgummis, da
kommt dann die Elastizitaet des Zangenmaterials deutlich zum
Vorschein. Die Bremsbelaege sind ja die gleichen.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/

Gerald E:scher

unread,
Oct 24, 2014, 4:40:26 PM10/24/14
to
Am 24.10.14 um 16:55 schrieb Chr. Maercker:
> Gerald E:scher wrote:
>> Am 21.10.14 um 12:57 schrieb Chr. Maercker:
>>> Gerald E:scher wrote:
>>>> Dein Schluss ist lafcsh.
>>>
>>> Gefühlt nicht.
>>
>> Gefühle trügen oft. V-Bremsen bremsen aufgrund ihrer Hebelverhältnisse
>> besser als normale Cantis.
>
> Und besser als Zangen, weil die meist reine Gummibeläge hatten.

Bitte vergiss deine Ostblock-Zangenbremsen, die sind mit guten
Rennradbremsen nicht annähernd vergleichbar. Von der Dosierbarkeit
werden letztere unter Felgenbremsen nur von den Maguras übertroffen.

>>> und V-Brakes weiterentwickelt?
>
>> Weil die eine bessere Bremswirkung haben. Bezüglich Schlamm waren die
>> allerdings ein Rückschritt.
>
> Also scheint ja was dran zu sein an der besseren Bremswirkung, von der
> ich schrub.

Ja, aber nicht wegen der dort üblichen aggressiven Bremsgummis. Gute
Bremswirkung bei Trockenheit muss *nicht* mit Felgenmord einhergehen.
Bremsbeläge mit guter Nassbremswirkung sind leider meist, mit wenigen
Ausnahmen, Felgenmörder.

> Deine Frage in der Parallelantwort bzgl. Radrennen im Osten bezieht sich
> übrigens auf Geländerennen in der DDR?

In Tschechien war und ist Querfeldeinsport beliebt, in der DDR nicht?

> Wie gesagt, ich habe in der DDR
> nur zwei Sorten Bremsen zu Gesicht bekommen: Stempelbremsen (MIFA) und
> Felgen- aka Zangenbremsen (Diamant). Selbst im Friedensfahrt-Museum
> Klein-Mühlingen habe ich an Rennrädern nichts anderes gesehen.

Querfeldeinrad =/= Rennrad. Bei der Friedensfahrt sind die nicht
mitgefahren.

> Mountainbikes waren in der DDR ein Fremdwort, es gab nichts
> Vergleichbares zu kaufen.

Cantileverbremsen gab es an Querfeldeinrädern, da waren diese
kalifornischen Hippies vom Mount Tamalpais noch lange nicht geboren.


>>> Das Einzige, was ansonsten wenigstens bei V-Brakes
>>> deutlich besser ist als bei Felgenbremsen, ist ihre Einstellbarkeit.
>
>> [ ] Du hast jemals eine moderne (<30 Jahre) Zangenbremse an einem
>> Rennrad eingestellt.
>
> Ich fahre keine Rennräder.

Merkt man.
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Gerald E:scher

unread,
Oct 26, 2014, 1:26:09 PM10/26/14
to
Am 26.10.14 um 14:24 schrieb Kaí ŧeranskí:
> Chr. Maercker schrieb:
>
>> Gerald E:scher wrote:
>>> Die Beläge der Maguras sind im Gegenteil vergleichsweise Felgen schonend.
>>
>> Bei Bremsen wird es einen Kompromiss zwischen "felgenschonend" und
>> "bester Bremswirkung" geben. In diesem Zusammenhang wäre es interessant
>> zu wissen, warum das Optimum bei Maguras an einer anderen Stelle liegen
>> kann als bei V-Brakes.
>
> Die Magura Beläge sind relativ schnell durch.

Kann ich nicht bestätigen, bei mir halten sowohl die schwarzen als auch
die lachs mehrere Mm. Felgenfresser-Gummis sind deutlich kurzlebiger.
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Gerald E:scher

unread,
Oct 26, 2014, 5:13:36 PM10/26/14
to
Am 26.10.14 um 20:54 schrieb Kaí ŧeranskí:
> Gerald E:scher schrieb:
>
>> Am 26.10.14 um 14:24 schrieb Kaí ŧeranskí:
>>>
>>> Die Magura Beläge sind relativ schnell durch.
>>
>> Kann ich nicht bestätigen, bei mir halten sowohl die schwarzen als auch
>> die lachs mehrere Mm. Felgenfresser-Gummis sind deutlich kurzlebiger.
>
> Ein Jahr oder eine kleine einstellige Mm-Zahl (es waren ca. 3-7 Mm) finde
> ich schon relativ kurz.

Finde ich nicht. Du wirst doch nicht den Joerg machen und mit
Outo-Belägen vergleichen wollen?
Mauntenbeiker konnten von ganz anderen Lebensdauern von V-Brems-Gummis
berichten. Ein Rennen oder eine Bergabfahrt oder so.

Gerald E:scher

unread,
Oct 26, 2014, 5:21:40 PM10/26/14
to
Am 26.10.14 um 21:16 schrieb Kaí ŧeranskí:
> Gerald E:scher schrieb:
>
>> Am 22.10.14 um 08:22 schrieb Patrick Rammelt:
>>>
>>> Soooo schwierig ist das nicht. Es gibt ein Wartungskit, das man aber
>>> auch selbst bauen kann (Spritze, 2 Schläuche und zwei Anschlussstutzen -
>>> genaueres findet man hier und im Netz).
>>
>> Doch, Selbstbau ist schwierig, weil zumindest hier die Apotheken keine
>> geeigneten Spritzen haben. Die Spritzen für Spritzenpumpen (Perfusor)
>> sind zwar ausreichend groß, haben allerdings eine Kolben mit
>> Gummidichtung, die vom Öl aufquillt. Eine solche Spritze lässt sich nur
>> einmal verwenden, dann ist der Kolben schwergängig.
>> Bei einem Versand für Medizintechnik bestellen lohnt von den
>> Frachtkosten her nicht.
>
> Gut dass meine Apotheke das nicht wusste.

Hat die vielleicht einen Pferdedoktor als Kunden? Die brauchen Spritzen,
in die ein ganzer Hamster rein passen würde.

> Ich habe damals genau solche
> Spritzen ohne Gummidichtung für schmales Geld (IIRC < 50ct) hier vor Ort
> gekauft. Ist allerdings schon 10 Jahre her.

Ich bekam nur eine mit Gummi, die sich dann nur einmal verwenden ließ.

"Jörg W."

unread,
Oct 26, 2014, 6:39:53 PM10/26/14
to
On 23.10.2014 17:54, Andreas Oehler wrote:
> Thu, 23 Oct 2014 04:38:34 +0200, Jörg W.:
>
>>
>>
>> http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradfelge
>>
>> steht „Daher empfiehlt der ADFC, Felgen mit Verschleißindikator zu
>> verwenden.”
>>
>> Aber leider gibt es keine Info, wie der besagte Verschleißindikator
>> aussieht (z.B. Rille). Gibt es noch andere Arten von
>> Verschleißindikatoren, als eine Rille in der Felgenwand?
>
> Das ist die schlechteste Lösung. Zum einen aus Prinzip: Ein
> Sicherheitsfeature, dass als Warnhinweis verschwindet, wird garantiert
> nicht wahrgenommen. Zudem kann bei nicht ganz rundlaufender Nut diese zu
> schnellem Verschleiß der Bremsgummis führen oder auch bei gutem Lauf zum
> Verhaken des Gummis in der Felge führen.
>
> Besser sind lokale Einfräsungen von Innen (bessere Mavic, einige DT), die
> als "Fenster" sich öffnen, wenn die Wandstärke zu dünn wird.
>
> Optimal ist das System von Alesa/Rigid/Ryde, wo ein umlaufender Kanal
> "aufgebremst" wird. Das sieht und spürt man deutlich, ohne dass die Felge
> dadurch kollabiert.
>
> In allen Fällen kann es aber sein, dass die Felge in anderen Bereichen
> stärker verschleißt und kollabiert bevor der Indikator dies anzeigt. Da
> hilft dann nur eigenhändiges messen.
>
> Diesen Vortrag sollte einem der Händelr beim Felgen-/Laufradkauf halten...
>
> Andreas
>
Messen ist aber auch nicht sinnvoll, wenn der Hersteller nicht angibt,
wie viel Material mindestens benötigt wird.

Ich habe gerade zwei Laufräder gekauft und keinen Zettel über die
Beschaffenheit der Felge gefunden.

Grüße

Jörg

Message has been deleted

Patrick Rammelt

unread,
Oct 27, 2014, 2:41:30 AM10/27/14
to
Gerald E:scher wrote:
> Am 26.10.14 um 20:54 schrieb Kaí ŧeranskí:
>> Gerald E:scher schrieb:
>>
>>> Am 26.10.14 um 14:24 schrieb Kaí ŧeranskí:
>>>>
>>>> Die Magura Beläge sind relativ schnell durch.
>>>
>>> Kann ich nicht bestätigen, bei mir halten sowohl die schwarzen als auch
>>> die lachs mehrere Mm. Felgenfresser-Gummis sind deutlich kurzlebiger.
>>
>> Ein Jahr oder eine kleine einstellige Mm-Zahl (es waren ca. 3-7 Mm) finde
>> ich schon relativ kurz.
>
> Finde ich nicht. Du wirst doch nicht den Joerg machen und mit
> Outo-Belägen vergleichen wollen?
> Mauntenbeiker konnten von ganz anderen Lebensdauern von V-Brems-Gummis
> berichten. Ein Rennen oder eine Bergabfahrt oder so.

Aber auch von Scheibenbremsbelagslebensdauern. Die Originalbeläge der
hydraulischen SRAM Red hielten am Krosser eines hiesigen
crossrennfahrenden Händlers nur eine einzige Ausfahrt. Danach hat er
allerdings andere gefunden, die etwas lebenslustiger sind (dass diese
Bremsanlage noch ganz andere Probleme hatte ist ne andere Geschichte).

--
Patrick

Frank Wuest

unread,
Oct 27, 2014, 5:34:20 AM10/27/14
to
Gerald E:scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
> Ich bekam nur eine mit Gummi, die sich dann nur einmal verwenden ließ.
>

Das _kann_ allerdings auch daran gelegen haben, daß das Schmiermittel
in der Spritze weggewaschen wurde. BTDT.

--
To be drolly sentimental is bad enough, as we have just seen in
certain passages of the Culprit Fay, but to be sentimentally
droll is a thing intolerable to men, and Gods, and columns.
- E. A. Poe

Chr. Maercker

unread,
Oct 27, 2014, 7:32:00 AM10/27/14
to
Gerald E:scher wrote:
> Bitte vergiss deine Ostblock-Zangenbremsen,

Bist Du sicher, dass es die nur im Ostblock gab? Ich habe nahezu
identische Bremsen an diversen älteren Westrädern gesehen und bekam Anno
1990 in einem bayrischen Fahrradladen problemlos einen passenden
Ersatzbolzen dafür.

> die sind mit guten Rennradbremsen nicht annähernd vergleichbar. Von der Dosierbarkeit
> werden letztere unter Felgenbremsen nur von den Maguras übertroffen.

Gut möglich, obwohl sie teilweise den einfachen Standartbremsen sehr
ähnlich sahen. Aber beim Leistungssport spielt Geld keine Rolle.

> In Tschechien war und ist Querfeldeinsport beliebt, in der DDR nicht?

Eher mit Knatterrädern aller Art. Wenn überhaupt mit Fahrrädern, dann
mit den paar 0815-Modellen, die es halt normalerweise gab.

> Querfeldeinrad =/= Rennrad. Bei der Friedensfahrt sind die nicht
> mitgefahren.

Das Museum hat einzelne Kuriositäten im Bestand, nicht nur Rennräder,
die an der Friedensfahrt teilgenommen haben.

> Cantileverbremsen gab es an Querfeldeinrädern, da waren diese
> kalifornischen Hippies vom Mount Tamalpais noch lange nicht geboren.

In der DDR wurden wie gesagt, keine speziellen Fahrräder für
Geländesport gebaut. Da das zumindest damals keine olympische Disziplin
war, gab es keinen Grund dafür, welche zu produzieren. ;-)

--


CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
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Anton Ertl

unread,
Oct 27, 2014, 10:40:10 AM10/27/14
to
=?iso-8859-4?Q?Ka=ED_=BCeransk=ED?= <ka...@o2online.de> writes:
>Chr. Maercker schrieb:
>
>> Gerald E:scher wrote:
>>> Die Beläge der Maguras sind im Gegenteil vergleichsweise Felgen schonend.
>>
>> Bei Bremsen wird es einen Kompromiss zwischen "felgenschonend" und
>> "bester Bremswirkung" geben. In diesem Zusammenhang wäre es interessant
>> zu wissen, warum das Optimum bei Maguras an einer anderen Stelle liegen
>> kann als bei V-Brakes.
>
>Die Magura Beläge sind relativ schnell durch.

Ist mir nicht aufgefallen. Die hielten bei mir ewig. Die
Shimano-Felgenmoerder waren dagegen tw. nach 800km Stadtbetrieb
verbraucht, und die letzten V-brake-Belaege (von Point, glaube ich),
die ich hatte, hielten sogar am Reiserad nur ca. 1500km, also wohl
noch kuerzer.

Gerald E:scher

unread,
Oct 27, 2014, 12:38:43 PM10/27/14
to
Am 27.10.14 um 12:31 schrieb Chr. Maercker:
> Gerald E:scher wrote:
>> Bitte vergiss deine Ostblock-Zangenbremsen,
>
> Bist Du sicher, dass es die nur im Ostblock gab?

Habe ich nie behauptet. Ähnlichen Schrott gab es bei uns bis in die
80er. Man bekam aber auch anderes, sofern man das Geld ausgeben wollte.
Wollte außer an Sportgeräten aber fast niemand.

>> die sind mit guten Rennradbremsen nicht annähernd vergleichbar. Von der Dosierbarkeit
>> werden letztere unter Felgenbremsen nur von den Maguras übertroffen.
>
> Gut möglich, obwohl sie teilweise den einfachen Standartbremsen sehr
> ähnlich sahen. Aber beim Leistungssport spielt Geld keine Rolle.

In der DDR vielleicht, da bekamen Radsportler sogar Bananen als
Verpflegung, hier hingegen haben die Sportverbände und -vereine (mit
Ausnahmen) schon immer übers Geld gejammert.

>> In Tschechien war und ist Querfeldeinsport beliebt, in der DDR nicht?
>
> Eher mit Knatterrädern aller Art.

Andere Baustelle.

> Wenn überhaupt mit Fahrrädern, dann
> mit den paar 0815-Modellen, die es halt normalerweise gab.

Querfeldein ist nix 08/15.

> In der DDR wurden wie gesagt, keine speziellen Fahrräder für
> Geländesport gebaut.

Dann haben sie die halt importiert. Meisterschaften wurden jedenfalls
veranstaltet:
<http://www.sport-komplett.de/sport-komplett/sportarten/r/radsport/hst/143.html>

Gerald E:scher

unread,
Oct 27, 2014, 12:39:38 PM10/27/14
to
Am 27.10.14 um 14:55 schrieb Markus Merkl:
> Am 24.10.2014 um 22:40 schrieb Gerald E:scher:
>> Querfeldeinrad =/= Rennrad.
>
> -v

Vergleiche Rahmengeometrie, Bereifung und Bremsen.

HTH

Gerald E:scher

unread,
Oct 27, 2014, 12:43:36 PM10/27/14
to
Am 27.10.14 um 10:34 schrieb Frank Wuest:
> Gerald E:scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>>
>> Ich bekam nur eine mit Gummi, die sich dann nur einmal verwenden ließ.
>
> Das _kann_ allerdings auch daran gelegen haben, daß das Schmiermittel
> in der Spritze weggewaschen wurde. BTDT.

Mag sein, dass auch. Der Gummi hat sich dann klebrig angefühlt, der
wurde vom Öl angegriffen.
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Gerald E:scher

unread,
Oct 27, 2014, 2:29:37 PM10/27/14
to
Am 27.10.14 um 17:44 schrieb Markus Merkl:
> Am 27.10.2014 um 17:39 schrieb Gerald E:scher:
>> Am 27.10.14 um 14:55 schrieb Markus Merkl:
>>> Am 24.10.2014 um 22:40 schrieb Gerald E:scher:
>>>> Querfeldeinrad =/= Rennrad.
>>>
>>> -v
>>
>> Vergleiche Rahmengeometrie, Bereifung und Bremsen.
>
> So platt?

Ja, ächte[1] Querfeldeinreifen sind nach landläufiger Definition "platt" ;-)

> Beide (also Strasse (?) und Radquer) sind Rennräder,

Du definierst halt etwas anders als ich. Die österr. Fahrradverordnung
fasst noch viel weiter und definiert auch dieses Rad
http://members.kabsi.at/eischer/g/bilder/cust-tec/cust-tec4.jpg
als Rennrad, obwohl die Verwendung bei Radrennen nach UCI-Reglement
nicht gestattet ist.


[1] also geklebt
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Patrick Rammelt

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Oct 27, 2014, 3:24:32 PM10/27/14
to
Kaí ŧeranskí wrote:
> Patrick Rammelt schrieb:
>
>> Ja jetzt habe ich das Bild auf das sich Jens bezog auch gefunden 8-)
>> Wenn so eine Gabel so weich ist wie der Hinterbau am Originalrahmen
>> meines Mompties, dann dürfte aber auch Firmtech nicht helfen - da haben
>> sich wirklich die Sattelstreben auseinandegebogen - nicht nur verdreht.
>
> Na und? Vorher hat das Hinterrad schon blockiert. Am Hinterrad ist das
> egal.

Nö, bei dem Rad hat sich auch der hintere Booster spürbar bemerkbar
gemacht. Der Hinterbau war wirklich sehr geschmeidig (recht leichter
Stahlrahmen mit vierfach konifiziertem Geröhr). Beweisen kann ich es
nicht mehr - der Rahmen ist lange tot.
Wobei man natürlich auch ohne Bosster das Rad blockieren kann, es geht
mehr um den knackigen Druckpunkt - und der ist mir extrem wichtig. Das
Verhalten meiner Maguras, wo ich den Bremshebel exakt soweit ziehen kann
bis die Beläge an der Felge sind und danach nur noch minimale
Verwindungseffekte (größtenteils des Bremshebels selbst) feststellbar
sind, ist für mich immer noch das Optimum hinsichtlich Dosierbarkeit
(wehalb ich dem Ding auch die nie zufriedenstellende Nassbremswirkung
verzeihe).

--
Patrick
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