Am Sat, 26 May 2012 12:24:24 +0200 schrieb H0Iger SchuIz:
> Winfried <
w-buechs...@web.de> wrote:
>
>> Es wäre schon hilfreich,wenn das Bashing sachlich begründet wäre, dann
>> könnte man auch entsprechend replizieren.
>
> Ja mei, der größte ADFC-Basher ist doch der ADFC selbst mit seinen
> widersprüchlichen und uneideutigen Aussagen und seiner unterschwelligen
> bis gelegentlich offenen Zustimmung zu Radverkehrsbehinderungsmaßnahmen
> wie Todesstreifen. Bestenfalls wissen die selbst nicht, was sie wollen.
> Eventuell wollen sie irgendetwas, dann aber nur um des Wollens Willen,
> damit der Verein etwas zu tun hat und die hauptamtlichen Jobs gesichert
> sind.
"Der ADFC" im Sinne einer Meinungsführerschaft oder Entitität mit einer
umfassend abgestimmten radverkehrspolitischen Position und Entwürfen für
eine fahrradzentrierte Mobilität der Zukunft existierte bisher nicht.
Die aktiven ADFC Mitglieder sind sehr heterogen, was ihre Kompetenz in
Sachen Radverkehr angeht, aber auch den Umgang mit den eigenen Ansichten,
Handlungsroutinen und Bedürfnissen, die ja meist von der autogeilen
Nachkriegszeit geprägt sind. Und da es sehr viel Aufwand ist manche schon
in Kindesalter gesetzten Prägungen zu überarbeiten und zu ändern, ist es
auch für manche ADFC Aktive schwer, diese Spannungen zwischen Gefühlen
als Ausdruck gelebter Vergangenheit und den sozialen und kulturellen
Prägungen, und dem was vernünftig ist, auszuhalten. Von daher wird der
Bearbeitung dieses Spannungsfeldes gern aus dem Weg gegangen.
Hinzu kommt auch in der der Tat die Geschäftsstellenmotivation und damit
die Motivation viele Mitglieder zu haben. Diese wirft die Frage auf,
inwieweit man sich gegen 'gängige Meinungen' positionierten will, z.B.
'Radwege sind böse', oder die anspruchsvollere Aufgabe der Vermittlung
der Sachverhalte um potenzielle Mitglieder nicht vor den Kopf zu schlagen.
Wenn da jemand eine Lösung weiss, möge er sie bitte im Verein einbringen.
> Die Interessen der Radfahrer vertreten sie jedenfalls nicht, nur
> leider trägt einer Namen, der so etwas andeutet.
Der Name öffnet Türen, für Leute die etwas für den Radverkehr und die
Interessen der Radfahrer tun wollen - intern im Sinne von Aufklärung,
Wissensvermittlung und programatischer Gestaltung - und extern als
Fachkompetenz in Sachen Radverkehr.
Dieses kann man Nutzen - in der einen oder anderen Richtung - muß es aber
nicht.
>> Wundert mich dann nur, daß hierzugroups um diesen "Touristikverein"
>> soviel Aufhebens gemacht wird.
Man kann Radverkehrspolitik auch im ADAC machen, kommt dann allerdings
nicht unbedingt an die Stellen wo man was bewirken kann, weil die von
Hauptamtlichen wahrgenommen werden, die in einer straffe Organisation
eingebunden sind - die noch dazu auch darauf achtet bestimmte Klientele
nicht zu verprellen.
Es gab aber in letzter Zeit insbesondere auf Bundesebene des ADFC
positivie Veränderungen, die Menge deutlich kritikwürdiger Äusserungen
hat abgenommen...
ervin