die münsteraner Krankenhäuser haben scheinbar ihre bei Radunfällen
Verletzten gezählt:
"... Nach der Studie wurden allein im Jahr 2007 mehr als 2000 [bei
Fahrradunfällen] Verletzte in den münsterischen Krankenhäusern behandelt
- die Polizei hatte lediglich 662 Unfallopfer registriert. 'Dass das
Dunkelfeld so hoch ist, hätte ich nie vermutet.' bekennt Udo Weiss
[Leiter der Direktion Verkehr im Polizeiprädium Münster]." [Westfälische
Nachrichten, 2.11.2009]
Grüße
Christoph
... da haut doch unser Jenaer Umfrageergebnis auch halbwegs hin: von
108 Radunfᅵllen 15 der Polizei gemeldet (bei denen ein paar ohne
behandlungsbedᅵrftige Verletzungen abgingen), aber bei denselben 108
Unfᅵllen 38 ᅵrztlich behandelte verletzte Radfahrer. Die
Zahlenverhᅵltnisse sind nun mal ungefᅵhr so.
--
Viele Grᅵᅵe, Thomas
> Christoph Brinkmann schrieb:
>> Hallo Radler,
>>
>> die münsteraner Krankenhäuser haben scheinbar ihre bei Radunfällen
>> Verletzten gezählt:
>>
>> "... Nach der Studie wurden allein im Jahr 2007 mehr als 2000 [bei
>> Fahrradunfällen] Verletzte in den münsterischen Krankenhäusern
>> behandelt - die Polizei hatte lediglich 662 Unfallopfer registriert. '
>
> ... da haut doch unser Jenaer Umfrageergebnis auch halbwegs hin: von 108
> Radunfällen 15 der Polizei gemeldet (bei denen ein paar ohne
> behandlungsbedürftige Verletzungen abgingen), aber bei denselben 108
> Unfällen 38 ärztlich behandelte verletzte Radfahrer. Die
> Zahlenverhältnisse sind nun mal ungefähr so.
... und die Unfallzahlen registriert ./. nicht registriert waren auch bei
Unfällen von Kfz ähnlich hoch, oder hatte ich Beutenberg nicht richtig
gelesen?
ervin
--
"Hätte er einen Helm aufgehabt, wäre er ohne jetzt tot!"
> die m�nsteraner Krankenh�user haben scheinbar ihre bei Radunf�llen
> Verletzten gez�hlt:
>
> "... Nach der Studie wurden allein im Jahr 2007 mehr als 2000 [bei
> Fahrradunf�llen] Verletzte in den m�nsterischen Krankenh�usern behandelt
> - die Polizei hatte lediglich 662 Unfallopfer registriert. 'Dass das
> Dunkelfeld so hoch ist, h�tte ich nie vermutet.' bekennt Udo Weiss
Solange keine anderen Verkehrsteilnehmer in den Unfall verwickelt
ist und keine Haftungsfragen auftauchen, braucht man die Polizei ja
auch nicht benachrichtigen. Wer den Kotfl�gel seines Autos an der
eigenen Garageneinfahrt demoliert, wird auch nicht die Polizei rufen.
Genausowenig hab ich die Polizei gerufen, als ich mir als Radfahrer
bei einem Alleinunfall drei Rippen gebrochen hatte. Ich bin ja
zun�chst auch weitergefahren und wurde erst von der Person, mit der
ich verabredet war, ins Krankenhaus geschickt.
mfG,
L.W.
-------------------------------------------------------
Mehr Brutto! Lohnverzicht lohnt sich nicht!
> .... und die Unfallzahlen registriert ./. nicht registriert waren auch bei
> Unfᅵllen von Kfz ᅵhnlich hoch, oder hatte ich Beutenberg nicht richtig
> gelesen?
So ᅵhnlich, aber statistisch unsicher; waren wohl insgesamt um die
10 bis 15 Kfz-Unfᅵlle, fᅵr begrᅵndete Aussagen zuwenig.
Also auch bei Autounfällen etwa 1:3? Wurde die Dunkelziffer bei
verletzten Autofahrern mal untersucht? Sonst lässt sich dieses
Verhältnis schlecht mit den Fahrradunfällen vergleichen. Dort wurde ja
die Zahl *verletzter* Radfahrer, die polizeilich erfasst wurden, mit
jener verglichen, die in Krankenhäusern festgestellt wurde.
BTW: Wenn Kankenhäuser (zumindest einige), entgegen anderslautenden
Vermutungen in d.r.f. solche Zahlen erfassen, müssten sie halbwegs
brauchbare Angaben zum Anteil der Kopfverletzungen machen können.
--
CU Christoph Maercker.
RADWEGE sind TOD-SICHER!
[...]
> BTW: Wenn Kankenh�user (zumindest einige), entgegen anderslautenden
> Vermutungen in d.r.f. solche Zahlen erfassen,
Wo wurde das vermutet, au�er von dir? :-}
In jedem Krankenhaus wird so etwas standardm��ig erfasst (klar, wenn der
Patient es nicht angibt, dann nicht), siehe die Klassifikation E8xx im
ICD-9.
Was es meines Wissens nicht gibt ist eine deutschlandweite
Zusammenf�hrung der Daten, weder anonym noch personengebunden.
BASt-Bericht M 200 k�nnte dich interessieren - ob er sein Geld wert ist
weiss ich aber nicht.
Ingo.
--
GeorgeSLO: We all know what happens to evil villans in the end.
Kevin C: They leave their jobs at Goldman Sachs, Haliburton, etc and
take positions in the federal government.
(user comments on Yehuda Moon)
Gruß
Dietmar
Es gab in den vergangenen Wochen diverse Threads zu Kopfverletzungen. In
einem davon hatte ich die Annahme ge�u�ert, Krankenh�user w�rden bei
Unfallpatienten die Unfallursache erfassen und landes- bzw. bundesweit
statistisch auswerten. Dem wurde widersprochen.
> In jedem Krankenhaus wird so etwas standardm��ig erfasst (klar, wenn der
> Patient es nicht angibt, dann nicht), siehe die Klassifikation E8xx im
> ICD-9.
> Was es meines Wissens nicht gibt ist eine deutschlandweite
> Zusammenf�hrung der Daten, weder anonym noch personengebunden.
OK, nur darin bestand also meine Fehlannahme. Wozu taugen die Daten
aber, au�er f�r einzelne Promotionen, wenn sie nur krankenhausweise
vorliegen?
> BASt-Bericht M 200 k�nnte dich interessieren - ob er sein Geld wert ist
> weiss ich aber nicht.
Danke, ich recherchiere mal bei der BASt nach dem Abstract.
Danke. Bevor ich recherchiere. Kommen die zu �hnlichen Ergebnissen, also
erfasste Unf�lle : Dunkelziffer = ca. 1:3? Dann lie�e sich dieser Wert
vielleicht als allg. Richtwert verwenden.
> Das �berraschtsein passt gut zu seinem sonstigen Vorgehen. Aber es
> sagt mehr �ber ihn als �ber die Sache.
Die in d.r.f. versammelte Expertenrunde scheint dazu aber �hnlich wenig
zu wissen. Das Thema Dunkelziffer bei Fahrradunf�llen war hier in den
letzten Wochen �fter dran, ohne dass jemand Licht ins Dunkel gebracht h�tte.
> Ingo Keck wrote:
[...]
> > Was es meines Wissens nicht gibt ist eine deutschlandweite
> > Zusammenf�hrung der Daten, weder anonym noch personengebunden.
>
> OK, nur darin bestand also meine Fehlannahme. Wozu taugen die Daten
> aber, au�er f�r einzelne Promotionen, wenn sie nur krankenhausweise
> vorliegen?
Dokumentation der Behandlung/Pflege (ist Vorschrift) und Abrechung.
Ingo.
Gruß
Dietmar
Die Einzelf�lle jeder f�r sich, klar. Aber statistische Erfassung und
Auswertung?
Hab eben den Abstract von BASt M200 gefunden. Folgende Aussage fiel mir
ins Auge:
"Je nach Art der Verkehrsbeteiligung zeigen sich sehr unterschiedliche
Verletzungsmuster. Verletzungen des Kopfes sind bei Radfahrern und
Fu�g�ngern dominierend (�ber 70 %), w�hrend Motorradfahrer hier die
g�nstigsten Raten zeigen (45 %)."
Bezugswert ist vermutlich die Gesamtzahl der in Krankenh�usern
behandelten Unf�lle. Das hie�e, bei schwerverletzten Radfahrern (=
solchen, die einer Krankenhausbehandlung bed�rfen) w�re der hohe Anteil
an Kopfverletzungen nicht v�llig aus der Luft gegriffen. dgl. nat�rlich
bei Fu�g�ngern. Die zweifelhaften Zahlen aus dem Gesch�ftsbericht der
HKS sahen ganz anders aus. Dort war der Anteil der Kraftfahrer
wesentlich h�her.
Wurde hierzugroups nicht k�rzlich behauptet, Motorradhelme w�rden wenig
nutzen? Die genannten 45% vs. 70% sprechen eher dagegen, falls die
Untersuchung keine systematischen Fehler aufweist.
Au�erdem steht zu lesen, dass Daten des Traumaregisters der Deutschen
Gesellschaft f�r Unfallchirurgie verwendet wurden. Haben die eine
bundesweite Datensammlung?
Schade "M13" findet die Suchmaschine der BASt nicht (mehr?). Die von
Ingo Keck genannte M200 wurde gefunden.
Alle BASt-Studien kann man in Bergisch-Gladbach in der Bibliothek
einsehen. Manche auch in manchen anderen öffentlichen
Fachbibliotheken. Und ansonsten gilt: Graue Literatur und wirklich
wichtige Dinge findet man fast nur in den Regalen einiger weniger
Privatbibliotheken. Wenn man die Sachen nicht rechtzeitig gekauft hat,
hat man ein Problem. Bücher sind (was den Handel angeht) ein
schnelllebiges Produkt. Jeder, der hier die Möglichkeit hat, die
Ankaufspolitik eines Verbandes oder einer sonstigen Institution zu
beeinflussen, möge das bedenken.
Dietmar
Herr Weiss hat
"...zwei Videofahrr�der [...], die zur repressiven Video�berwachung von
Radfahrern innerhalb der einj�hrigen Probephase dienen sollen...", siehe
<http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11187/1518178/polizei_muenster>
1543 Verletzte im Stra�enverkehr, darunter 635 verletzte Radfahrer 2007
nachzulesen in:
<http://www.polizei-nrw.de/muenster/stepone/data/downloads/db/00/00/fachbericht-2007-pp-ms.pdf>
bedeuten, dass mit 41% der Anteil an Verletzten in etwa dem Anteil der
Radfahrer im Modalsplit entspricht.
Die Schlussfolgerung "Radfahren ist nicht gef�hrlicher als Autofahren"
ist dann aber gewagt, wenn man Videofahrr�der begr�nden will. Da muss
Handlungsbedarf nachgewiesen werden.
"Die Polizei will nun ihre f�r 2010 geplanten Ma�nahmen den neuen,
teilweise erschreckenden Erkenntnissen anpassen" heisst es dann auch
weiter in der vom OP genannten Meldung.
Ich bef�rchte aber in Zukunft noch schlimmeres:
<http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11187/1358806/polizei_muenster>
Gru� aus M�nster,
Christoph
> > > Hautzinger u.a.,Dunkelzifferbei Unf�llen mit Personenschaden, BASt-
> > > Studie M13, 1993
> >
> > Schade "M13" findet die Suchmaschine der BASt nicht (mehr?).
>
> Alle BASt-Studien kann man in Bergisch-Gladbach in der Bibliothek
> einsehen. Manche auch in manchen anderen �ffentlichen
> Fachbibliotheken. Und ansonsten gilt: Graue Literatur und wirklich
> wichtige Dinge findet man fast nur in den Regalen einiger weniger
> Privatbibliotheken. Wenn man die Sachen nicht rechtzeitig gekauft hat,
> hat man ein Problem.
Das oben angef�hrte Werk findet man im Katalog der Deutschen
Nationalbibliothek unter
> <http://d-nb.info/931653924>
Die Reihe unter <http://d-nb.info/017034787>
"Graue" Literatur ist das nicht, sondern in einem kommerziellen
Verlag erschienen (Wirtschaftsverlag NW; Verlag f�r Neue
Wissenschaften).
MfG,
Gruß
Dietmar
Viel besser w�re es, die als PDF ins Netz zu stellen.
Immerhin wurden diese Studien mit Steuergeldern finanziert ...
> angemessen, wenn die BASt die Sachen dann bis zum letzten Exemplar im
> Keller lagerte und (von mir aus gegen richtig viel Geld, wie ein
> Antiquar) an Interessenten verkauft.
Ich fände es besser wenn diese Dinge bei Verkaufsende der Printversion
als kostenfreies pdf zur Verfügung stünden.
> Dietmar Kettler am Thu, 26 Nov 2009 00:45:31 -0800:
>
> > angemessen, wenn die BASt die Sachen dann bis zum letzten Exemplar im
> > Keller lagerte und (von mir aus gegen richtig viel Geld, wie ein
> > Antiquar) an Interessenten verkauft.
>
> Ich f�nde es besser wenn diese Dinge bei Verkaufsende der Printversion
> als kostenfreies pdf zur Verf�gung st�nden.
Darf ich dann um baldige Mitzeichnung von
<https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;p
etition=7922> bitten?
"Text der Petition
Der Deutsche Bundestag m�ge beschlie�en, dass wissenschaftliche
Publikationen, die aus �ffentlich gef�rderter Forschung hervorgehen,
allen B�rgern kostenfrei zug�nglich sein m�ssen. Institutionen, die
staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag
auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen
Voraussetzungen zu schaffen. "
Ingo.
> Wurde hierzugroups nicht k�rzlich behauptet, Motorradhelme w�rden wenig
> nutzen?
wo war das, habe ich jetzt nicht in Erinnerung.
Ich w�sste nicht, dass Motorradhelme (gehen wir mal von Integralhelmen
aus) nichts nutzen, h�tte aber vitales interesse an solchen Informationen
> Die genannten 45% vs. 70% sprechen eher dagegen, falls die
> Untersuchung keine systematischen Fehler aufweist.
Vermutung: Motorradfahrer werden schwerer weiter unten verletzt, daf�r
aber h�ufiger eingewiesen.
Anders ausgedr�ckt: ein hinfallender Radfahrer tut sich nicht so schwer
am Bein weh, wie ein Motorradfahrer, der deswegen ins KKH muss.
Gru�, Ekkart.
[...]
> Wurde hierzugroups nicht k�rzlich behauptet, Motorradhelme w�rden wenig
> nutzen? Die genannten 45% vs. 70% sprechen eher dagegen, falls die
> Untersuchung keine systematischen Fehler aufweist.
Die Knackigkeit und Farbe von Karotten spricht auch eher daf�r, �pfel
unter der Erde zu z�chten, falls meine Fotos keine systematischen Fehler
aufweisen. Aber die Weisspunktanpassung meiner Kamera ist sonst
eigentlich ganz ok.
Anders ausgedr�ckt: Beschreibe detailliert wie du zu diesem Schluss
kommst, dann kann man auch detailliert erkl�ren, ob er richtig ist oder
nicht.
Ingo.
> Anders ausgedr�ckt: Beschreibe detailliert wie du zu diesem Schluss
> kommst, dann kann man auch detailliert erkl�ren, ob er richtig ist oder
> nicht.
Wenn 70% der in Krankenh�user eingelieferten Radfahrer, aber nur 45% der
dort wegen Verkehrsunf�llen erfassten Motorradfahrer Kopfverletzungen
hatten, treten entweder beim Radfahren generell mehr Kopfverletzungen
auf oder aber bei den Motorradfahrern hatten die Helme eine gewisse
Wirkung. Welche Faktoren spielen sonst noch eine Rolle?
�brigens, Du hattest k�rzlich darauf, verwiesen, dass sich das
Verletzungsrisiko von Radfahrern am ehesten durch Vergleich der
get�teten Rad- bzw. Kraftfahrer bestimmen l�sst. Grund war WIMRE die
hohe Dunkelziffer bei Verletzten (nur Radfahrern?). Ich hatte mich schon
im damaligen Thread gewundert, wieso sich dazu nichts aus
Krankenhausstatistiken herauslesen l�sst und mich mit der Auskunft
zufrieden gegeben, dass es keine bundesweite Erfassung und Auswertung
g�be. Nun hat die BASt ihre Studie M200 aber mit Daten des
Traumaregisters der Deutschen Gesellschaft f�r Unfallchirurgie
gef�ttert. Sind das keine bundesweiten Daten? Die Dunkelziffern bei
Leichtverletzten bleiben nat�rlich, aber zu Schwerverletzten, sollten
die Zahlen der DGU doch einiges hergeben, oder?
So was in der Art war zu bef�rchten. Ich frage auf jeden Fall in der
hiesigen Unfallchirurgie, ob sie dort Zugang zu den Daten der DGU haben.
Damit bek�men wir vielleicht wenigstens f�r Schwerverletzte
aussagekr�ftiges Material, f�r eine wesentlich gr��ere Gruppe als die
Unfalltoten und mit geringerer Dunkelziffer als bei Polizeistatistiken.
Einzelne, z.B. die Radwegstudie von 1993, hatten wir per Fernleihe in
Magdeburg. Wobei ich eigentlich nie vorhatte, mich derart tief in
Unfallstatistik reinzuknien.
Damit sollen sie mal die �berholabst�nde �berpr�fen. Oder den Zustand
von "Radwegen", falls die Kameras so was durchhalten. ;-)
> 1543 Verletzte im Stra�enverkehr, darunter 635 verletzte Radfahrer 2007
> nachzulesen in:
> <http://www.polizei-nrw.de/muenster/stepone/data/downloads/db/00/00/fachbericht-2007-pp-ms.pdf>
> bedeuten, dass mit 41% der Anteil an Verletzten in etwa dem Anteil der
> Radfahrer im Modalsplit entspricht.
Danke f�r den Hinweis, ich hatte vom Thread "Renitente Radfahrer" her
noch Hannover im Hinterkopf und wollte schon energisch widersprechen. ;-)
> Die Schlussfolgerung "Radfahren ist nicht gef�hrlicher als Autofahren"
> ist dann aber gewagt, wenn man Videofahrr�der begr�nden will. Da muss
> Handlungsbedarf nachgewiesen werden.
Gibt es, siehe meine Anmerkungen oben.
> Ich bef�rchte aber in Zukunft noch schlimmeres:
> <http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11187/1358806/polizei_muenster>
Hm, sie werden vermutlich und wie so oft schon die Verkehrsanteile
unber�cksichtigt lassen.
> Ervin Peters <ervin....@ervnet.de> wrote:
>
> Darf ich dann um baldige Mitzeichnung von
> <https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;p
> etition=7922> bitten?
[x] done Nr 750...
> Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche
> Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen,
> allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die
> staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag
> auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen
> Voraussetzungen zu schaffen. "
ervin
Bei Motorradfahrern treten mehr Nicht-Kopfverletzungen auf (und AFAIK
auch mehr Kopfverletzungen, aber offenbar nicht im gleichen Ausmass).
Ich war schon zweimal wegen Bein/Fussverletzungen im Krankenhaus, die
ich mir beim Motorradfahren zugezogen habe (Motorraeder sind schwer,
und wenn sie einem auf den Fuss fallen ...). Mit Verletzungen, die
ich mir beim Radfahren geholt habe, war ich noch nie im Krankenhaus.
- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Den Prozentsatz der Verunfallten, die das Krankenhaus aufsuchen. Der
wird so einfach nicht rauszufinden sein, da ja nicht alle Unf�lle
aktenkundig werden. Wie ja weiter oben schon festgestellt.
Ich z.B. hatte in den letzten drei Jahren drei Unf�lle, von denen keiner
aktenkundig wurde. Warum auch, waren ja alles Alleinunf�lle und die paar
blauen Flecken - �brigens ausnahmelos an den unteren Extremit�ten -
heilen auch ohne Formulare auszuf�llen.
Das schon, aber gibt es Gr�nde, warum sich der Anteil bei Radfahrern und
Motorradfahrern stark unterscheidet? Meines Erachtens h�ngt es vor allem
von der Schwere einer Verletzung ab, ob jemand ins Krankenhaus geht oder
nicht. Das wiederum w�rde bedeuten, die Krankenhausstatistiken k�nnten
einen gewissen Aufschluss dar�ber geben, wieviele Schwerverletzte es bei
den verschiedenen Fahrzeugarten gibt.
> Ich z.B. hatte in den letzten drei Jahren drei Unf�lle, von denen keiner
> aktenkundig wurde. Warum auch, waren ja alles Alleinunf�lle und die paar
> blauen Flecken - �brigens ausnahmelos an den unteren Extremit�ten -
> heilen auch ohne Formulare auszuf�llen.
Das ist klar. Leichtverletzte erfasst keine Krankenhaus-Statistik. Um
die geht aus auch nicht. Wenn wenigstens �ber die Schwerverletzten
Aussagen m�glich w�ren, ist das schon weit mehr als wenn man nur die
Zahlen der Unfalltoten verwenden kann. Allein schon von der
statistischen Masse her.
> Den Prozentsatz der Verunfallten, die das Krankenhaus aufsuchen. Der
> wird so einfach nicht rauszufinden sein, da ja nicht alle Unf�lle
> aktenkundig werden.
Es geht nicht jeder ins Krankenhaus, und auch nicht jeder zum
niedergelassenen Arzt.
Wenn zwei Radfahrer ineinander rasseln gibt's �blicherweise keine
Versicherung, also l��t man gew�hren. "Es wird schon nix passiert sein"
...beschäftigen will. Dass man solche -
> m.E. wichtigen - Titel dann nach 20 Jahren (oder nach 10 oder 30) schon
> nicht mehr bekommen kann, finde ich misslich.
Ich kenn ein ehemalige Feuerwehrwache in Reykjavik, in der viel
Regalmeter der grünen Reihe stehen:-)
Vielleicht könnte man die dortigen Radfahrer als Quelle anzapfen:-)
Olaf
In der deutschen Motorrad-Todesstatistik gab es keinen Knick nach
Einfᅵhrung der H*lmpflicht. Den Knick gab es erst mit dem
Stufenfᅵhrerschein.
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Mehr aktenkundige Nicht-Kopfverletzungen. Zum Bleistif ziehen sich
Krawallradler gerne Knieverletzungen[1] und Knochenbrᅵche[2] zu, wenn
sie aus geringer Geschwindigkeit oder gar im Stand umfallen. Mit dem
Fahrrad gibt es da schlimmstenfalls blaue Flecken und kleinerer
Hautabschᅵrfungen und die landen in keiner Statistik.
[1] Ein Spezialistin aus drm schaffte ein paar Tage nach
Fᅵhrerscheinerwerb zu ein paar Wochen Krᅵcken. Nein, Frau Sch. war
es nicht ;-)
[2] Habe mal jemanden kennengelernt, dessen Unterschenkel war der
Schᅵrze seiner umfallenden Kloschᅵssel im Weg. Trᅵmmerbruch.
Das sagt ja bereits der Abstract der BASt-Untersuchung aus. Nur nicht warum:
> Krawallradler gerne Knieverletzungen[1] und Knochenbrᅵche[2] zu, wenn
> sie aus geringer Geschwindigkeit oder gar im Stand umfallen. Mit dem
> Fahrrad gibt es da schlimmstenfalls blaue Flecken und kleinerer
> Hautabschᅵrfungen und die landen in keiner Statistik.
OK, vom Gewicht des eigenen Fahrrads ist noch niemandem Hand oder Fuᅵ
zerquetscht worden (oder etwa doch ;-), mit einer 1000Kubik-Maschine
kann das schon mal vorkommen.
Wobei ich nicht ausschlieᅵen wᅵrde, dass Motorradhelme wenigstens bei
niedrigen Geschwindigkeiten einige Kopfverletungen abmildern bis ganz
verhindern. Aber dazu mᅵssen wir bei nᅵchster Gelegenheit wohl doch mal
ins Innere von BASt M200 schauen oder was Krankenhᅵuser sonst noch so
rausrᅵcken.
> Am 26.11.2009 12:08 Uhr schrieb Ekkart Kleinod:
> >
> > wo war das, habe ich jetzt nicht in Erinnerung.
> > Ich w�sste nicht, dass Motorradhelme (gehen wir mal von Integralhelmen
> > aus) nichts nutzen, h�tte aber vitales interesse an solchen Informationen
>
> In der deutschen Motorrad-Todesstatistik gab es keinen Knick nach
> Einf�hrung der H*lmpflicht. Den Knick gab es erst mit dem
> Stufenf�hrerschein.
Die Zahl der Motorradfahrer ist nach seinem absoluten Tief Ende der
1960er Jahre oder so in einem st�ndigen Wachstum begriffen.
Ist die Zahl der verunfallten Motorradfahrer in den o.g. Statistiken
auch als Ma�zahl auf die Anzahl von zugelassenen Motorr�dern bezogen?
Auf die Jahreskilometerleistung?
> In der deutschen Motorrad-Todesstatistik gab es keinen Knick nach
> Einfᅵhrung der H*lmpflicht. Den Knick gab es erst mit dem
> Stufenfᅵhrerschein.
Aha. Das ist doch mal interessant. Gibt es ᅵhnliche Untersuchungen auch
zu nicht-tᅵdlichen Kopfverletzungen?
Danke, Ekkart.
>Wurde hierzugroups nicht k�rzlich behauptet, Motorradhelme w�rden wenig
>nutzen? Die genannten 45% vs. 70% sprechen eher dagegen, falls die
>Untersuchung keine systematischen Fehler aufweist.
Dagegen spricht zB ein Anstieg t�dlicher Kopfverletzungen nach
Aufhebung einer Helmpflicht im Bundesstaat Pennsylvania, USA:
http://www.motorradonline.de/de/news/vermischtes/helmpflicht-in-den-usa/96589
--
Bei Antwort per email: bitte den Absender in @gmx.de �ndern
Antworten an gmx.net behandle ich wie automatisierten spam.
> Ist die Zahl der verunfallten Motorradfahrer in den o.g. Statistiken
> auch als Ma�zahl auf die Anzahl von zugelassenen Motorr�dern bezogen?
> Auf die Jahreskilometerleistung?
Ein Motorrad ist doch heutzutage kein Verkehrsmittel mehr. Von daher
halte ich den Bezug zu Kilometerleistung oder der schieren Anzahl f�r
irrelevant. Ich w�rde als Bezugsgr��e eher "Anzahl sonniger
Wochenendtage" nehmen.
> Herr Willms schrieb:
Ich hatte vor einigen Jahren im Unfallkrankenhaus einen
Zimmernachbarn, der mit seinem Montorrad auf dem Weg zur Arbeit
verunfallt war. Und der ist nicht der einzige, der sein Motorrad nicht
als Freizeitvehikel, sondern als das Standard- oder einzige Fahrzeug
f�r seine t�gliche Wege benutzt. Man sollte da nicht vom Fahrrad auf
das Motorrad schlie�en. Dazu sind Motorr�der zu teuer...
> Man sollte da nicht vom Fahrrad auf
> das Motorrad schlie�en. Dazu sind Motorr�der zu teuer...
Gerade dieser Vergleich hinkt doch sehr stark. Das Fahrrad wird
wesentlich st�rker als ein Motorrad als Verkehrsmittel genutzt, allen
gegenl�ufigen Bestrebungen wie Radtourismusf�rderung, Radrennen und
Schlammspringen zum Trotz. Gehe mal auf einen Firmenparkplatz und z�hle
Fahrr�der und Motorr�der. Wiederhole diese �bung vor Schulen,
Superm�rkten, Beh�rden und Universit�ten. Oder stelle Dich
innerst�dtisch einfach mal an irgendeine Stra�e und z�hle die
vorbeikommenden Motorr�der und Fahrr�der.
Die Gegenprobe macht man am besten in den l�ndlichen Gegenden in
Gro�stadtn�he. F�r K�ln mag das Bergisches Land, Sauerland, Westerwald
oder Eifel sein. Des Winters oder bei Regen ein Idyll. Kommt aber die
Sonne hervor, bricht die H�lle los: Dann knattert, blubbert und wummert
es an allen Ecken und Enden und gegen Anfang der Saison heulen dazu noch
die Martinsh�rner der �berlasteten Krankenwagen. Ich mag deswegen schon
nicht mehr ausflugsm��ig an sonnigen Wochenenden mit dem Fahrrad ein
bisschen herumkurven, weil mir die allgegenw�rtigen Moppeds einfach auf
den Geist gehen. Die �berholen n�mlich noch dichter & schneller als
Autos. Und dank Navigationsger�ten kennen die mittlerweile auch
abgelegene Strecken, die fr�her motorradfrei waren.
Das auch. Wenn ein Radfahrer eine Platzwunde erleidet, erst in die
Ambulanz und dann in die Statistik verfrachtet wird, dann kriegt ein
Motorradfahrer hᅵchstens Kopfweh und darf sich einen neuen leHm kaufen,
da nun kaputt.
> Gerade dieser Vergleich hinkt doch sehr stark. Das Fahrrad wird
> wesentlich stᅵrker als ein Motorrad als Verkehrsmittel genutzt, allen
> gegenlᅵufigen Bestrebungen wie Radtourismusfᅵrderung, Radrennen und
> Schlammspringen zum Trotz. Gehe mal auf einen Firmenparkplatz und zᅵhle
> Fahrrᅵder und Motorrᅵder. Wiederhole diese ᅵbung vor Schulen,
> Supermᅵrkten, Behᅵrden und Universitᅵten. Oder stelle Dich
> innerstᅵdtisch einfach mal an irgendeine Straᅵe und zᅵhle die
> vorbeikommenden Motorrᅵder und Fahrrᅵder.
Es kommt noch etwas auf die Definition von Motorrad an. Vom Thema
"Unfallstatistik" her sollte man alles oberhalb der Mofa-Klasse in
einen Topf werfen kᅵnnen, und die kleinen Hubrᅵume (50er und 125er)
sind sehr oft Alltagsfahrzeuge. In meiner Gegend besonders die aus
DDR-Zeiten ᅵberkommenen schnellen 50er, deren Bestand sich leider
durch Diebstᅵhle stᅵndig umverteilt.
> Die ᅵberholen nᅵmlich noch dichter & schneller als
> Autos.
Kann ich aus meiner Ecke nicht bestᅵtigen; wenn mir Motorradfahrer
im ᅵberlandverkehr aus irgendeinem Grund _nicht_ auf den Geist
gehen, dann wegen des ᅵberholabstands, der oft das Doppelte oder
Dreifache des mindestens Nᅵtigen ist.
--
Viele Grᅵᅵe, Thomas
>Am Fri, 27 Nov 2009 11:31:46 +0100 schrieb Thorsten Gretenkordt:
>> Christoph Maercker <cm-spa...@gmx.net> schrieb:
>>
>> >Wurde hierzugroups nicht k�rzlich behauptet, Motorradhelme w�rden wenig
>> >nutzen? Die genannten 45% vs. 70% sprechen eher dagegen, falls die
>> >Untersuchung keine systematischen Fehler aufweist.
>>
>> Dagegen spricht zB ein Anstieg t�dlicher Kopfverletzungen nach
>> Aufhebung einer Helmpflicht im Bundesstaat Pennsylvania, USA:
>> http://www.motorradonline.de/de/news/vermischtes/helmpflicht-in-den-usa/96589
>
>Gegen was einklich? Der verlinkte Artikel ist untauglich f�r einen
>Nachweis in beiden Richtungen, da er sich nur �ber absolute Zahlen und
>Zulassungszahlen, nicht aber �ber Verhaltens�nderungen und
>Nutzungsdauern ausl�sst. Das einzige, was er m�glicherweise zeigen kann,
>ist dass bei Aufhebung der Helmpflicht die Todesart sich zu anteilig mehr
>Kopfverletzungen verschoben hat. �ber die Gr�nde sagt er nichts.
Nein, �ber die Gr�nde sagt der Artikel nichts. Aber er st�tzt erstmal
der These, da� Motorradhelme eine gewisse Schutzwirkung h�tten. Das
m��te dann gegebenenfalls widerlegt werden. Man k�nnte in der Tat eine
vermehrte Motoradnutzung ohne den ungeliebten Helm annehmen, wof�r
auch der Anstieg der Motorradzulassungen spricht. Allerdings ist "die
Zahl der sonstigen t�dlichen K�rperverletzungen bei Motorradunf�llen,
zulassungsbereinigt, gleich blieb" (Zitatende). Und mir f�llt kein
Grund ein, warum die dann nicht ebenfalls angestiegen sind. Das
gleiche gilt f�r eine m�gliche Verhaltens�nderung.
Thorstenn.
> Christoph Maercker <cm-spa...@gmx.net> schrieb:
>
> >Wurde hierzugroups nicht k锟絩zlich behauptet, Motorradhelme w锟絩den wenig
> >nutzen? Die genannten 45% vs. 70% sprechen eher dagegen, falls die
> >Untersuchung keine systematischen Fehler aufweist.
>
> Dagegen spricht zB ein Anstieg t锟絛licher Kopfverletzungen nach
> Aufhebung einer Helmpflicht im Bundesstaat Pennsylvania, USA:
> http://www.motorradonline.de/de/news/vermischtes/helmpflicht-in-den-usa/96589
Dagegen das dem Helm zuzuschreiben spricht wiederrum, dass auch in den
anderen L锟絥dern, in denen die Helmpflicht nicht aufgehoben wurde, die
Todeszahlen angeblich nach oben gingen. Mehr als in den L锟絥dern, in
denen sie aufgehoben wurde. Quelle:
<http://groups.google.com/group/uk.rec.cycling/msg/99c5d233a0432ca6?dmod
e=source>
Auch eine ausf锟絟rliche Untersuchung der R锟絚knahme der Helmpflicht in
Florida kam zum Schluss dass kein positiver Effekt der Motorradhelme
sichtbar war: <http://erx.sagepub.com/cgi/content/abstract/27/2/131>
Spontan w锟絩de ich vermuten, dass in Pennsylvania wohl andere Effekte
eine Rolle spielen und nur zuf锟絣lig die Helmpflicht-Aufhebung genau in
den Zeitrahmen fiel. Beispiel: Wenn Helme gar keinen Einfluss haben, ist
die Wahrscheinlichkeit, im Zufall in einen der 23 Staaten einen
"signifikanten Effekt (95%-Level)" zu finden schon 69%.
Ingo.
>> Die ᅵberholen nᅵmlich noch dichter & schneller als
>> Autos.
>
> Kann ich aus meiner Ecke nicht bestᅵtigen; wenn mir Motorradfahrer
> im ᅵberlandverkehr aus irgendeinem Grund _nicht_ auf den Geist
> gehen, dann wegen des ᅵberholabstands, der oft das Doppelte oder
> Dreifache des mindestens Nᅵtigen ist.
Da tue ich sicherlich der kleinen Gruppe der Motorradfahrer unrecht, die
ihr Fahrzeug als Verkehrsmittel benutzen. Die sind ᅵblicherweise sehr
umsichtig. Weniger umsichtig weil auch weniger geᅵbt, sind die
Wochenendknatterer, deren Adrenalinpegel mit den ersten Sonnenstrahlen
emporsteigt und deren ganze Aufmerksamkeit dem Erleben der motorisierten
Freiheit gilt. Die vergessen in einer Kurve schon mal gerne, daᅵ sich
ihr Gefᅵhrt bei Kurvenfahrten durch Neigung verbreitert. Fᅵr mich als
Radfahrer ist das insbesondere in Rechtskurven gefᅵhrdend, da die
ungeᅵbten Fahrer eh schon vor Angst vor dem Mittelstreifen bzw. dem dort
mᅵglichen Gegenverkehr tendentiell weiter am Kurveninneren fahren und
mit ihrem Helm meinen Ellenbogen sehr nahe kommen. Aber auch in den
Linkskurven wird aus Respekt vor dem eventuellen Gegenverkehr sehr knapp
ᅵberholt. Autos warten da mit dem ᅵberholen schon mal. Motorradfahrer
sehen da noch genug Platz, wo Autos abbremsen und auf bessere Sicht warten.
[weitere Argumente weggelassen]
>Spontan w�rde ich vermuten, dass in Pennsylvania wohl andere Effekte
>eine Rolle spielen und nur zuf�llig die Helmpflicht-Aufhebung genau in
>den Zeitrahmen fiel. Beispiel: Wenn Helme gar keinen Einfluss haben, ist
>die Wahrscheinlichkeit, im Zufall in einen der 23 Staaten einen
>"signifikanten Effekt (95%-Level)" zu finden schon 69%.
Und das selbst dann, wenn es keine anderen Effekte gibt.
Eine weitere Frage, die sich mir bei solchen Angaben stellt, ist
immer, ob da nicht die Methode des texanischen Scharfschuetzen
angewendet wurde, also die beiden verglichenen Jahre so ausgewaehlt
wurden, dass der gewuenchste Effekt sichtbar wird. Dazu muesste man
sich die Studie genauer anschauen, aber bequemerweise gibt's in dem
Artikel keine Referenz darauf.
> Ich bef�rchte aber in Zukunft noch schlimmeres:
> <http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11187/1358806/polizei_muenster>
>
Der Unfallhergang ist doch Bestandteil der Daten. Lie�e sich damit nicht
die Gef�hrlichkeit von Radwegen belegen? Oder sollte die Situation in
M�nster es nicht mehr hergeben, woanders als auf Radwegen zu verkehren?
Das w�re dann wirklich arg.
> Darf ich dann um baldige Mitzeichnung von
> <https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;p
> etition=7922> bitten?
Danke f�r den Link. Ich werde ich auch noch etwas streuen.
Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Finden sind hier:
Grüße
Rolf
Sie liegen aber nahe: Untersuchungen zu technischen Sicherheitsmaᅵnahmen
(Helme, Gurte, ...) haben ergeben, dass deren Anwendung tendenziell zu
riskanterem Verhalten fᅵhrt. Gilt der Umkehrschluss nicht?
Dem vorliegenden Fall (Pennsylvania) kᅵnnte natᅵrlich eine allgemeine
Entwicklung zugrunde liegen, vgl. Beitrag von Ingo Keck am 29.11., 22:31.
--
CU Christoph Maercker.
Dass dieser Zufallsbefund keine wissenschaftliche Untersuchung ersetzt,
wurde inzwischen nicht nur von mir entdeckt. Indes sollte es mich sehr
wundern, wenn es zu Motorradhelmen keinerlei gr�ndliche und mathematisch
"wasserdichte" Statistiken geben sollte??