da ich diesen Sommer sehr gerne noch eine kleine Radreise unternehmen
möchte (weniger als eine Woche, nur Berlin - Ostsee), sich aber meine
bisherigen Pläne bezüglich des Rades und des Gepäcktransports etwas
zerschlagen haben, suche ich nun einen Radverleiher, der ein vernünftig
ausgestattetes Reiserad verleiht. Das sollte über alle üblichen
Ausstattungsmerkmale verfügen (StVO-konforme Ausstattung, Gepäckträger
hinten und vorne, bequeme Reisegeometrie) und mich samt Gepäck tragen
können. Das wären so etwa 150kg.
Idealerweise sitzt dieser Verleiher hier in Berlin oder nicht weit weg
von hier. Meine bisherige Suche hat nichts in dieser Richtung ergeben.
Nicht einmal deutschlandweit habe ich einen entsprechenden Verleiher
gefunden. Aus Verzweiflung habe ich bereits überlegt, ein dickes
Transportrad zu mieten, so etwas wie das Long Harry[1] z.B., aber das
ist ja auch nicht gerade ideal zum verreisen.
Gibt es so etwas denn gar nicht? Wundern würde mich das nicht. Aber ein
Rest Hoffnung ist noch da.....
Gruß
Ben
[1]http://www.pedalpower.de/produkte/lastenraeder/long_harry/
Ein Hollandrad nenn ich bereits mein eigen. Aber längere Strecken will
bzw. kann ich damit nicht fahren. Deswegen die Suche nach einem
reisetauglichen Rad.
> Wichtiger ist, dass Du ergonomisch und bequem sitzt. Das tollste
> High-Tech-Reiserad macht Dich nur unglücklich, wenn Lenker und Sattel
> sowie deren Position nicht zu Dir passen. Vor jeder größeren Radreise
> sollte man Sitzposition, Sattelneigung, Stellung der Lenkergriffe etc. auf
> sich einjustiert haben. Das bedeutet auch ein wenig Ungemach, weil sich
> sowas wie Nacken-, Knie- oder Gesäßschmerzen i.A. erst nach einigen
> Stunden Fahrt einstellen. Dies alles ist aber mit einem geliehenen Rad
> kaum machbar. Warum nimmst Du nicht schlicht Dein eigenes, bewährtes
> Fahrrad? Gepäcktransportmöglichkeit - ggf. in Form eines Anhängers - ist
> leicht geschaffen.
Ich wollte nicht ins Detail gehen, aber genau das hat es mir erstmal
verhagelt. Anhänger ist vorhanden, sollte auch genutzt werden, macht
aber Zicken. Selbst eine so anspruchslose Strecke von etwa 250km
Flachland fahr ich derzeit nicht damit.
Hintergrund für die Leih-Option ist, mich an das aktuelle Equipment
heranzutasten bevor ich dann vielleicht 1500€ oder 2000€ für ein eigenes
Gefährt hinlege. Auf einer Überschaubaren Strecke kann ich dann gut
feststellen, was mich stört, was ich wirklich will, was optional wäre
oder was gar nicht sein darf.
>> Das wären so etwa 150kg.
>
> 150kg "Zuladung" sind schon eher reichlich. Für Dahinrollen in der Ebene
> bei eher hoher Trittfrequenz hält das aber auch das gute alte
> 3-Gang-Tourenrad mit Links aus.
Das ist die gesamte Zuladung für das Fahrrad, nicht reines Gepäck. Logo.
Meine Hollandmöhre mit 3-Gang Nexus bringt mich in Berlin auch
zuverlässig von A nach B. Ab einer Distanz von vielleicht 30km schmerzen
dann aber doch die Gelenke. Auf dem RR nicht. Auf dem MTB eher anders.
Aber weder RR noch MTB sind tourentauglich. Da fehlt die Gepäckoption
und nur mit Rucksack fahr ich unter gar keinen Umständen.
>> Aus Verzweiflung habe ich bereits überlegt, ein dickes
>> Transportrad zu mieten, so etwas wie das Long Harry[1] z.B., aber das
>> ist ja auch nicht gerade ideal zum verreisen.
>
> Willst Du einen Umzug damit Abwickeln?
Wäre eine Option, wenn es sowieso schon mal da ist ... ;)
Nein, aber die Dinger sind zumindest stabil. Für längere Touren aber
sicher genauso wenig geeignet wie meine Hollandmöhre.
>> Gibt es so etwas denn gar nicht? Wundern würde mich das nicht. Aber ein
>> Rest Hoffnung ist noch da.....
>
> Es gibt genug Fahrradverleiher in Berlin. Kaum einer wird spezielle
> Schwerlastgefährte verleihen. Den Vorteil eines Leihrad für die Reise sehe
> ich aber nicht.
Der Vorteil liegt genau da wo er auch bei Leihwagen oder Leihrad für die
Stadt liegt: Kunde muss nicht selbst kaufen sondern nur leihen. Spart
enorm viel Geld. Und wenn Kunde mit geliehenem Gerät nicht zufrieden
ist, muss er es anschließend nie wieder fahren. Nicht mal verscheuern.
Nur zurückgeben.
Wie gesagt: es geht nicht um ne Weltreise mit hochoptimierter
Ausstattung sondern eher um eine Arte verlängerter Probefahrt. Ich kann
mir dann darüber klar werden, wie mir das Rad gefällt und wie dann ein
eigenes beschaffen sein sollte. Deswegen möchte ich auch explizit eines
leihen und nicht von einem kulanten Händler aus dem Sortiment eines
"Probefahren" und danach an sein Sortiment gebunden sein. Nette Händler
gibt es zu Hauf in Berlin, aber jeder hat eben sein begrenztes Angebot
und Extrawünsche können da schnell sehr teuer werden.
Gerne würde ich ja auch mal so eine stufenlose Nabenschaltung[1] testen,
allein mir fehlt ein Händler der so etwas fahrbereit stehen hat.
Gruß
Ben
>Berlin-Ostsee ist keine besonders anspruchsvolle Strecke... Da tut es
>prinzipiell ein 70er-Jahre 3-Gang Tourenrad oder ein Hollandrad.
Das sehen die etwas untrainierteren Fahrer auf diesem Weg etwas
anders. Die kleinen niggeligen Hügel veranlassen diese Fahrer die von
dir genannten Rädern zu schieben.
Viele Grüße
Stephan
--
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/buch_abfrage.php?menuid=18
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/CD_abfrage.php?menuid=19
http://www.blog.gitarrenunterricht-frankfurt.de/
http://www.radreisen.stephan-zitzmann.de/2007/09/27/velotraum-erfahrungsbericht/
> Aber weder RR noch MTB sind tourentauglich. Da fehlt die Gepᅵckoption
> und nur mit Rucksack fahr ich unter gar keinen Umstᅵnden.
>
Bei mir hat am Rennrad ein chinesischer Nachbau des BOB Yak
(http://cgi.ebay.de/FAHRRADANHANGER-TRANSPORTANHANGER-ANHANGER-FAHRRAD-NEU-/350476271812?pt=Sport_Radsport_Fahrrad_Anh%C3%A4nger&hash=item519a0380c4)
zwei Wochen Urlaub gut ᅵberstanden.
Die Verarbeitung dieses Einspuranhᅵngers taugt zwar nicht viel
(Verriegelung des Hᅵngers passte am Anfang nicht richtig [Feile regelt],
Farbbeschichtung lᅵst sich ab), die Fahreigenschaften haben mich
allerdings positiv ᅵberrascht.
Gruᅵ Frank
>
> Berlin-Ostsee ist keine besonders anspruchsvolle Strecke... Da tut es
> prinzipiell ein 70er-Jahre 3-Gang Tourenrad oder ein Hollandrad.
wos weniger anspruchsvoll ist ist meist der Wind nicht zu verachten!
3 Gang ist vielleicht was für Innnenstädte auf dem flachen LAnd.
Ic bin am Niederrhein aufgewachsen - 3 GAng ist einfach untauglich - mir
fehlten immer die !zwischengänge"
> Wichtiger ist, dass Du ergonomisch und bequem sitzt.
ist die Frage was du damit meinst! aufrechte Haltung mag ja bequem sein,
aber ergonomisch?
> Das tollste
> High-Tech-Reiserad macht Dich nur unglücklich, wenn Lenker und Sattel
> sowie deren Position nicht zu Dir passen.
das ist so bei jedem Rad wenns länger benutzt wird
>Vor jeder größeren Radreise
> sollte man Sitzposition, Sattelneigung, Stellung der Lenkergriffe etc. auf
> sich einjustiert haben. Das bedeutet auch ein wenig Ungemach, weil sich
> sowas wie Nacken-, Knie- oder Gesäßschmerzen i.A. erst nach einigen
> Stunden Fahrt einstellen. Dies alles ist aber mit einem geliehenen Rad
> kaum machbar.
warum?
>Warum nimmst Du nicht schlicht Dein eigenes, bewährtes
> Fahrrad?
und wenns "falsch" gekauft wurde?
Grüße aus der Eifel
Steffen
> Bei mir hat am Rennrad ein chinesischer Nachbau des BOB Yak
> <http://cgi.ebay.de/FAHRRADANHANGER-TRANSPORTANHANGER-ANHANGER-FAHRRAD-
NEU-/350476271812?pt=Sport_Radsport_Fahrrad_Anh%C3%
A4nger&hash=item519a0380c4)>
> zwei Wochen Urlaub gut überstanden.
Schwenkt das Ding auch in der Höhe (Randsteinauffahrt) oder sind die drei
Räder hintereinander fix?
Wie funktionert das mit dem Schnellspanner für hinten, wenn man hinten
eine fixe Achse hat?
Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
> Schwenkt das Ding auch in der Hᅵhe (Randsteinauffahrt) oder sind die drei
> Rᅵder hintereinander fix?
Die Hᅵngergabel ist auf dem Schnellspanner drehbar aufgesetzt, siehe
http://cgi.ebay.de/Ersatz-Schnellspannsystem-Einrad-Anhanger-640080-/310297016390?pt=Sport_Radsport_Fahrrad_Anh%C3%A4nger&var=&hash=item8e07e4040f.
>
> Wie funktionert das mit dem Schnellspanner fᅵr hinten, wenn man hinten
> eine fixe Achse hat?
Wie meinst Du das? Dieser spezielle Schnellspanner ersetzt den
vorhandenen. Bei einer Nabe mit Vollachse muss man auf diese Art von
Anhᅵnger verzichten.
Gruᅵ Frank
Selbst hier in Berlin fehlt mir manchmal der richtige Gang, aber hier
komme ich mit drei Gängen eigentlich gut aus. Auf dem Flachland kann das
bei Wind tatsächlich anders aussehen. Und auf einer langen Strecke will
ich nicht permanent im ersten Gang fahren, weil schon für den mittleren
die Kraftreserven fehlen.
>> Wichtiger ist, dass Du ergonomisch und bequem sitzt.
>
> ist die Frage was du damit meinst! aufrechte Haltung mag ja bequem sein,
> aber ergonomisch?
Genau da sollen Reiseräder doch optimiert sein, als Kompromiss zwischen
sportlich-gebeugter und bequem-aufrechter Haltung. Oder ist das nicht
generell so? Zudem mit einem vernünftigen Lenker auch mehr als eine
Griffposition möglich sein sollte. Das setze ich mal als Standard voraus.
>> Das tollste
>> High-Tech-Reiserad macht Dich nur unglücklich, wenn Lenker und Sattel
>> sowie deren Position nicht zu Dir passen.
>
> das ist so bei jedem Rad wenns länger benutzt wird
Korrekt, deswegen sind meine drei vorhandenen Räder auch "aus dem Rennen".
>> Vor jeder größeren Radreise
>> sollte man Sitzposition, Sattelneigung, Stellung der Lenkergriffe etc.
>> auf
>> sich einjustiert haben. Das bedeutet auch ein wenig Ungemach, weil sich
>> sowas wie Nacken-, Knie- oder Gesäßschmerzen i.A. erst nach einigen
>> Stunden Fahrt einstellen. Dies alles ist aber mit einem geliehenen Rad
>> kaum machbar.
> warum?
gute Frage. Standardwerkzeug ist selbstverständlich dabei und wenn die
Geometrie nicht völlig daneben ist, sollten die Feinheiten auf den
ersten 50-80km regulierbar sein.
>> Warum nimmst Du nicht schlicht Dein eigenes, bewährtes
>> Fahrrad?
>
> und wenns "falsch" gekauft wurde?
Gekauft ist es schon richtig. Nur kommt jetzt ein neuer Einsatzzweck
hinzu, für den es nicht geeignet ist.
Gruß
Ben
Ein Anhänger ist vorhanden (zweispurig). Mit diesem sollte ursprünglich
auch gefahren werden. Das klappt jetzt aber nicht und ich kauf mir
keinen zweiten Anhänger, vor allem keinen China-Nachbau. Da habe ich
schon übelste Geschichten gelesen.
> Die Verarbeitung dieses Einspuranhängers taugt zwar nicht viel
Super! Ist also Glückssache, ob der an der Ostsee ankommt oder unterwegs
schon auf dem Müll landet.
> (Verriegelung des Hängers passte am Anfang nicht richtig [Feile regelt],
> Farbbeschichtung löst sich ab),
Ich will an einem Anhänger nicht erst herumfeilen müssen, damit er sich
nutzen lässt. Gruslig!
> die Fahreigenschaften haben mich allerdings positiv überrascht.
Da kann ein einspuriger Anhänger auch nicht sehr viel falsch machen.
Selbst mein zweispuriger läuft ruhig und sauber hinter mir her. An
gewisse Eigenschaften muss man sich erst einmal gewöhnen (Auflauf beim
bremsen, Kurvenverhalten und vor allem bremsen in Kurven), aber auf
ruhiger, gerader Strecke merke ich nicht einmal mehr, dass der hinten
dran hängt.
Gruß
Ben
> Am 19.07.2011, 12:16 Uhr, schrieb Johann Mayerwieser
> Die Hängergabel ist auf dem Schnellspanner drehbar aufgesetzt, siehe
> <http://cgi.ebay.de/Ersatz-Schnellspannsystem-Einrad-
Anhanger-640080-/310297016390?pt=Sport_Radsport_Fahrrad_Anh%C3%
A4nger&var=&hash=item8e07e4040f>
>
>
>> Wie funktionert das mit dem Schnellspanner für hinten, wenn man hinten
>> eine fixe Achse hat?
>
> Wie meinst Du das? Dieser spezielle Schnellspanner ersetzt den
> vorhandenen. Bei einer Nabe mit Vollachse muss man auf diese Art von
> Anhänger verzichten.
Danke
In dem von dir verlinkten Artikel ist auch eine Vorrichtung für
Vollachsen angeführt - im Prinzip 2 längere Muttern mit der Aufnahme für
den Anhänger.
Im Prinzip ja. Wobei solche Räder generell eine zwar bequeme, dafür aber
eigentlich nicht langstreckentaugliche Geometrie aufweisen. Ausnahmen
bestätigen die Regel. Es gibt auch Menschen (Holländer, sic!), die die
vier Tage von Nijmegen mit original Klompen laufen (das sind 4x50km!).
'Normalen' Wanderern würden darin schon nach einer halben Etappe die
Füße explodieren.
>> Deswegen die Suche nach einem
>> reisetauglichen Rad.
>
> Für eine Reise braucht es ein Rad, mit dem Du
>
> a) das für die Reise nötige Gepäck transportiert bekommst (abhängig von
> der Menge Deines Gepäcks)
> b) den überwiegenden Teil der Strecke in angenehmer Trittfrequenz treten
> kannst (abhängig von Deinen Preferenzen und der Topographie sowie vom
> Wind)
> c) ohne größere Schmerzen oder unnötige Anspannung die erforderliche
> Fahrzeit auf dem Rad verbringst (hängt von Deinen Proportionen und
> Gewohnhieten ab)
> d) bei nennenswert Nachtfahranteil oder -Risiko Beleuchtungsanlage
> e) bei nennenswert Regenwahrscheinlichtkeit oder matschig/sandiger Strecke
> wirksame Schutzbleche
> f) wenn das Rad häufiger mal unbewacht in der Öffentlichkeit steht
> (Besichtigungen, Baden, Zelten) ersetzt leicht abgeschabte Optik evtl.
> teuer/schwerem Diebstahlschutz
Alles völlig richtig und bekannt.
>> Ich wollte nicht ins Detail gehen, aber genau das hat es mir erstmal
>> verhagelt. Anhänger ist vorhanden, sollte auch genutzt werden, macht
>> aber Zicken.
>
> Vielerlei Fahrradkram will erst eine Weile an die eigene Nutzung angepaßt
> oder gar erst vernünftig tauglich gemacht werden. Wenn man erst kurz vor
> der Fahrt etwas ausleiht und unterwegs eingeschränkt in den
> Bastelmöglichkeiten ist, macht *mich*das nicht so recht glücklich.
Sooo eingeschränkt ist man ja auch nicht. Standardwerkzeug
vorausgesetzt, kann man eigentlich an jeder Ecke etwas verstellen. Und
da wo es nicht verstellbar ist, müsste sowieso Material getauscht werden.
>> Hintergrund für die Leih-Option ist, mich an das aktuelle Equipment
>> heranzutasten bevor ich dann vielleicht 1500€ oder 2000€ für ein eigenes
>> Gefährt hinlege. Auf einer Überschaubaren Strecke kann ich dann gut
>> feststellen, was mich stört, was ich wirklich will, was optional wäre
>> oder was gar nicht sein darf.
>
> Das ist natürlich ein sinnvoller Ansatz. Er läuft aber dem üblichen
> Leihrad-Konzept zuwider. Ein Leihrad ist i.A. darauf ausgelegt, besonders
> robust zu sein, für eine große Zahl unterschiedlicher Menschen halbwegs zu
> passen, auf städtischen Kurzstrecken oder einfachen Tourismusrouten
> anspruchslosen Nutzern wenig Ärger zu bereiten.
>
> Ein schickes Reiserad mit schlankem, langstreckentauglichen Sattel,
> gegenwindtauglicher Sitzposition, leichten aber etwas empfindlicheren
> Bauteilen wird man ungerne verleihen, weil sich einerseits nur wenig Leute
> darauf wohlfühlen und die Wahrscheinlichkeit für eine Beschädigung durch
> unvorsichtige Nutzung zu hoch ist.
Deswegen suche ich ja auch nach Spezial-Verleihern, die eben genau
solche Räder anbieten. Letztlich nur ein Preisfrage bzw eine Sache der
richtigen Versicherung. Leihwagen kommen meist auch mit Teilkasko und
bei Bedarf Vollkasko daher. Warum nicht auch bei Fahrrädern? Eine SB von
vielleicht 200€, damit man auch pfleglich mit dem Teil umgeht sollte
ebenfalls durchsetzbar sein. Wenn es keine Versicherung für solche Fälle
gibt, dann haftet der Ausleihende eben voll für Schäden. Ganz normal.
>> Der Vorteil liegt genau da wo er auch bei Leihwagen oder Leihrad für die
>> Stadt liegt: Kunde muss nicht selbst kaufen sondern nur leihen. Spart
>> enorm viel Geld. Und wenn Kunde mit geliehenem Gerät nicht zufrieden
>> ist, muss er es anschließend nie wieder fahren. Nicht mal verscheuern.
>> Nur zurückgeben.
>
> Ein Leih-Reiserad wäre IMHO eher sowas wie ein Leih-Wanderschuh für eine
> mehrtägige Hüttenwanderung. Das tut schon so irgendwie - man muß halt mit
> den Blasen leben...
Schräger Vergleich. Fahrräder sind zwar unterschiedlich und jeder Mensch
hat so seine Lieblingsgeometrie, aber so massiv deplatziert wie in einem
fremden, bereits eingelaufenen Schuh kann man auf einem Rad kaum sein.
Wie gesagt, vorhandene Verstellmöglichkeiten sollte man schon nutzen.
>> Wie gesagt: es geht nicht um ne Weltreise mit hochoptimierter
>> Ausstattung sondern eher um eine Arte verlängerter Probefahrt.
>
> Sehr sinnvoll. Vielleicht ist es sinnvoller, wenn Du eher nach Läden
> schaust, die Räder *verkaufen*, wie Du sie Dir wünschst. Dort läßt Du Dich
> beraten und zeigst Kaufinteresse. Vielleicht leiht Dir der Händler ja dann
> ausser der Reihe ein Gebrauchtrad des gewünschten Typ für ein paar Tage?
Siehe unten ....
>> Ich kann
>> mir dann darüber klar werden, wie mir das Rad gefällt und wie dann ein
>> eigenes beschaffen sein sollte. Deswegen möchte ich auch explizit eines
>> leihen und nicht von einem kulanten Händler aus dem Sortiment eines
>> "Probefahren" und danach an sein Sortiment gebunden sein. Nette Händler
>> gibt es zu Hauf in Berlin, aber jeder hat eben sein begrenztes Angebot
>> und Extrawünsche können da schnell sehr teuer werden.
>
> Andereseits sollten diese Händler dann auch sehr daran interessiert sein,
> Dich zum Kauf zu motivieren - und Dir dazu evtl. für ne Woche ein Rad zu
> leihen - auch wenn Sie das sonst eher nicht machen.
Was hilft mir das Interesse des Händlers mir etwas zu verkaufen (was er
ohnehin schon hat, wenn sein Geschäftsmodell stimmt), wenn er einfach
nicht das anbieten kann was ich haben will?
Nur mal als Beispiel: ich fahre ein Rad eines Händlers und stelle fest,
dass ich statt mit der Federgabel lieber mit dickeren Reifen unterwegs
wäre. Aber alle Tourenräder die der Händler anbieten kann sind mit
Federgabel versehen, weil er das für besser hält. Da kommen wir nicht
zueinander.
Sollte ich einen Händler finden, bei dem ich unbedingt kaufen will,
dann lässt sich da sicher auch etwas regeln, dass ich das Rad kaufe und
ggf nach einer Tour tauschen kann, wenn etwas doch nicht so gut passt.
Aber dafür müsste der Händler feststehen.
Aber da sich bisher niemand gemeldet hat, der einen solchen Leihservice
kennt, gehe ich mal davon aus, dass er auch nicht existiert. also muss
ich mir etwas anderes einfallen lassen.
>> Gerne würde ich ja auch mal so eine stufenlose Nabenschaltung[1] testen,
>> allein mir fehlt ein Händler der so etwas fahrbereit stehen hat.
>
> Für einen Schwerlasttransporter würde ich bei Nabenschaltung auf bewährte
> Technik setzen: Speedhub.
Die NuVinci ist durchaus für Touren geeignet. Und im Vergleich zur
Rohloff kostet sie nur etwa die Hälfte. Kompletträder mit der NuVinci
sind bereits ab 1000€ zu haben, Auslaufmodelle noch billiger.
Gruß
Ben
Gegenbeispiel: Ich bin mir sicher, auch falls du etwas so groß sein
solltest wie ich (knapp 1,80 m), würdest du auf diesem Alltags- und
Reiserennrad
<http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/bilder/europa2009/webq/2009-07-26-10:15:45_r1074927.jpg>
ziemlich leiden müssen. Jeder Schuh ist schneller eingelatscht, als man
die für eine vorgebeugte Sitzposition nötige Rückenmuskulatur aufgebaut hat.
> Wie gesagt, vorhandene Verstellmöglichkeiten sollte man schon nutzen.
Bei den meisten heutigen Rädern lässt sich außer dem Sattel nicht viel
verstellen.
Deine Frage aus dem Subject würde ich mit "nein" beantworten. Deine
Wünsche scheinen mir zu speziell, dass jemand ein derartiges Rad
verleihen würde.
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Ich bin über 190cm lang. Und grundsätzlich auch nicht ungewohnt in einer
vorgebeugten Sitzhaltung zu fahren. aber eben auf dem RR oder dem MTB,
nicht auf einem beladenen Reiserad. Das ist durchaus ein Unterschied.
>> Wie gesagt, vorhandene Verstellmöglichkeiten sollte man schon nutzen.
>
> Bei den meisten heutigen Rädern lässt sich außer dem Sattel nicht viel
> verstellen.
Das ist aber schon eine ganze Menge: Höhe, Neigung, Position in
Längsrichtung, damit kann man viel korrigieren.
> Deine Frage aus dem Subject würde ich mit "nein" beantworten. Deine
> Wünsche scheinen mir zu speziell, dass jemand ein derartiges Rad
> verleihen würde.
Es kam vielleicht durch die anschliessende Diskussion sehr speziell
rüber aber eigentlich suche ich nur einen Fahrradverleih, der Räder
verleiht, die für mehr als "nur" Stadtrundfahrten tauglich sind.
In Süddeutschland gibt es Verleiher die auch MTB verleihen. Das ist doch
auch sehr speziell, unfallträchtig und zielt auf Radler ab, die
eigentlich eine ganz eigene Geometrie fahren wollen. Und es klappt trotzdem.
Ich bin wirklich erstaunt, dass es gerade hier in Deutschland, wo in den
letzten Jahren so viele Radwanderwege eröffnet oder saniert wurden, es
noch kein flächendeckendes Netz an Fahrradstationen gibt, wo jeder sich
ein Rad leihen und eben mal ein paar Tage an der Oder, der ehemaligen
Grenze oder im Taunus fahren kann. Die restliche Infrastruktur ist ja
vorhanden. Nur das Fahrzeug muss sich jeder selbst besorgen. Verstehe
ich nicht.
Marktlücke!!
Gruß
Ben
Ja, da ich eben erst wieder anfangen möchte, würde ich erstmal
geniessend fahren wollen. Was dann kommt hängt davon ab, wie die
Gesundheit und Fitness aussieht und wie das Rad aussieht.
> Ich fahre seit einem Vierteljahrhundert fast alle Touren¹ mit dem Reiserad.
> Aber für dein Projekt würde ich notfalls auch irgendein Rad mit anständigen
> Gebäckträgern nehmen (siehe Hints von Andreas).
> Zumal ein vernünftiges Reiserad Geld kostet. Und auch nicht mal eben schnell
> in perfekt bedürfnisgerechtem Zustand gekauft werden kann. Es kann Jahre
> dauern, bis alles endlich stimmt ...
Richtig. Und ein erster Schritt sollte jetzt eine kleine, gemütliche
Tour zur Ostsee werden. Da ich nichts habe, was ich verbessern oder
überhaupt testen könnte, brauche ich eben irgendein Startpaket. Und wenn
ich dabei so tief in's Klo greife, dass ich keine zwei Stunden am Stück
fahren kann, dann ist das eben so. Dann läuft die Reise eben etwas
anders und statt an der Ostsee lande ich dann eben an der Müritz oder am
Müggelsee. Egal, mich hetzt ja keiner. Dann habe ich aber die Erfahrung
beim nächsten mal sagen zu können: dieses und jenes geht nicht und das
da muss auf jeden Fall so.
Gruß
Ben
Also auch noch übergroßer Rahmen nötig. Vergiss dein Ansinnen bitte.
Jeder weitere Gedanke an ein für dich passendes Reiserad aus einem
Verleih wäre Zeitverschwendung.
> Und grundsätzlich auch nicht ungewohnt in einer
> vorgebeugten Sitzhaltung zu fahren. aber eben auf dem RR oder dem MTB,
> nicht auf einem beladenen Reiserad. Das ist durchaus ein Unterschied.
Der Unterschied besteht worin? Gerade bei einem beladenen Reiserad wird
man gelegentlich mit Krafteinsatz fahren wollen und da ist eine nach
vorgebeute Sitzposition ziemlich hilfreich.
>>> Wie gesagt, vorhandene Verstellmöglichkeiten sollte man schon nutzen.
>>
>> Bei den meisten heutigen Rädern lässt sich außer dem Sattel nicht viel
>> verstellen.
>
> Das ist aber schon eine ganze Menge: Höhe, Neigung, Position in
> Längsrichtung, damit kann man viel korrigieren.
Und die Lenkerhöhe?
> Es kam vielleicht durch die anschliessende Diskussion sehr speziell
> rüber aber eigentlich suche ich nur einen Fahrradverleih, der Räder
> verleiht, die für mehr als "nur" Stadtrundfahrten tauglich sind.
Nein, du suchst ein Rad mit zwei Gepäckträgern, das eine ungewöhnlich
hohe Nutzlast tragen kann in Übergröße. Glaubst du ernsthaft, dass sich
ein Verleih soetwas hinstellt, weil viellicht alle paar Jahre ein Kunde
danach frägt?
> In Süddeutschland gibt es Verleiher die auch MTB verleihen. Das ist doch
> auch sehr speziell,
MTBs sind nicht speziell sondern sehr gängig.
> unfallträchtig und zielt auf Radler ab, die
> eigentlich eine ganz eigene Geometrie fahren wollen.
MTBs im Verleih zielen auf Biermischgetränke, die kein eigenes besitzen
und ohnehin nicht genau wissen, was sie wollen, außer ein bisschen in
den Bergen herumgurken.
> Und es klappt trotzdem.
Ja, weil von einem festen Quartier aus in den Bergen herumgurken im
Gegensatz zum Verreisen per Fahrrad eine Massensportart ist.
> Ich bin wirklich erstaunt, dass es gerade hier in Deutschland, wo in den
> letzten Jahren so viele Radwanderwege eröffnet oder saniert wurden, es
> noch kein flächendeckendes Netz an Fahrradstationen gibt, wo jeder sich
> ein Rad leihen und eben mal ein paar Tage an der Oder, der ehemaligen
> Grenze oder im Taunus fahren kann.
Ei, freilich gibt es sowas, aber das, was da angeboten wird, entspricht
abgesehen von der Anzahl der Laufräder in so ziemlich keinem Punkt
Deinen Anforderungen. Die Menschen, an die sich derartige Angebote
richten, werden meistenteils als "Genußradler" umschrieben. Denen geht
es vor allem darum, so wenig Einsatz wie irgend möglich aufzubringen,
und die Möhre soll ja auch vor allem bequem sein - bequem in Sinne
dessen, der keine 20 Tage im Jahr auf dem Sattel sitzt. Das Ergebnis
sind jämmerliche Schaukelmühlen, mit denen eine Runde um den Baggersee
das höchste der Gefühle darstellt.
IOW: Forget it.
Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
> vielleicht drehst du mal an der Kilo-Schraube und überdenkst, wieviel
> Gepäck im Sommer auf einer kleinen Radreise wirklich nötig ist
>
> für ganz grosse Reisen können ca. 8 kg + Fahrrad- + Fahrer-Gewicht
> genügen: http://ultralightcycling.blogspot.com/
Wieso, das sind doch 150 kg... :-} Hier schreiben nicht nur Hänflinge.
> * Ben Dietze <die...@informatik.hu-berlin.de>:
>
>> suche ich nun einen Radverleiher, der ein vernünftig
>> ausgestattetes Reiserad verleiht. Das sollte über alle üblichen
>> Ausstattungsmerkmale verfügen (StVO-konforme Ausstattung, Gepäckträger
>> hinten und vorne, bequeme Reisegeometrie) und mich samt Gepäck tragen
>> können. Das wären so etwa 150kg.
>
> Ohne eigene Erfahrung: Ich würde mal bei der Fahrradstation (Leipziger
> Straße) anfragen.
Und ich würd mal bei Pedalpower fragen. Den Link hast Du ja schon selbst
gebracht. Immerhin bieten sie Spezialfahrräder auf Anfrage an.
Peter
Bei Beschränkung auf 8kg Gepäck komme ich zwar noch nicht auf 150kg aber
ich bin definitiv einiges über meinem Idealgewicht. ;)
Gerechnet hatte ich aber schon mit etwa 20kg Zuladung.
Bissl viel, oder?
Oh Mann, der letzte Radlurlaub liegt etwa 20 Jahre zurück und da bin ich
fröhlich pfeifend durch's Jura gestrampelt.
Gruß
Ben
Hab verstanden. Werde mir also doch irgendetwas anderes überlegen
müssen. Vielleicht muss ich doch versuchen, den Anhänger aufzupimpen.
Dann hätte sich das alles quasi erledigt.
>> Und grundsätzlich auch nicht ungewohnt in einer
>> vorgebeugten Sitzhaltung zu fahren. aber eben auf dem RR oder dem MTB,
>> nicht auf einem beladenen Reiserad. Das ist durchaus ein Unterschied.
>
> Der Unterschied besteht worin? Gerade bei einem beladenen Reiserad wird
> man gelegentlich mit Krafteinsatz fahren wollen und da ist eine nach
> vorgebeute Sitzposition ziemlich hilfreich.
Ungenau ausgedrückt: bei beladenem Rad möchte ich gerne mehrere
Sitzpositionen zur Verfügung haben. Also die Wahl haben zwischen leicht
geneigt und auf dem Lenker liegend. Und alles dazwischen.
Ja, ich tendiere momentan eher zum Genussradeln, auch wenn das hier
etwas abfällig konnotiert sein mag.
>>>> Wie gesagt, vorhandene Verstellmöglichkeiten sollte man schon nutzen.
>>>
>>> Bei den meisten heutigen Rädern lässt sich außer dem Sattel nicht viel
>>> verstellen.
>>
>> Das ist aber schon eine ganze Menge: Höhe, Neigung, Position in
>> Längsrichtung, damit kann man viel korrigieren.
>
> Und die Lenkerhöhe?
In gewissem Rahmen kann die auch variiert werden. Meist hat man doch ein
paar Zentimeter Luft nach oben oder unten.
>> Es kam vielleicht durch die anschliessende Diskussion sehr speziell
>> rüber aber eigentlich suche ich nur einen Fahrradverleih, der Räder
>> verleiht, die für mehr als "nur" Stadtrundfahrten tauglich sind.
>
> Nein, du suchst ein Rad mit zwei Gepäckträgern, das eine ungewöhnlich
> hohe Nutzlast tragen kann in Übergröße. Glaubst du ernsthaft, dass sich
> ein Verleih soetwas hinstellt, weil viellicht alle paar Jahre ein Kunde
> danach frägt?
Wenn du das SO ausdrückst, wohl eher nicht ;)
>> In Süddeutschland gibt es Verleiher die auch MTB verleihen. Das ist doch
>> auch sehr speziell,
>
> MTBs sind nicht speziell sondern sehr gängig.
>
>> unfallträchtig und zielt auf Radler ab, die
>> eigentlich eine ganz eigene Geometrie fahren wollen.
>
> MTBs im Verleih zielen auf Biermischgetränke, die kein eigenes besitzen
> und ohnehin nicht genau wissen, was sie wollen, außer ein bisschen in
> den Bergen herumgurken.
>
>> Und es klappt trotzdem.
>
> Ja, weil von einem festen Quartier aus in den Bergen herumgurken im
> Gegensatz zum Verreisen per Fahrrad eine Massensportart ist.
Jetzt sprichst du die Massennachfrage an. Wenn es nur daran läge, hätten
wir doch wieder ein Henne-Ei-Problem: woher kommt die Nachfrage wenn
kein Angebot da ist?
Ich denke bei Reiseradverleihkunden auch weniger an die Hardcore-Radler
die mindestens den halben Kontinent durchqueren wollen, sondern an ganz
normale Radler, die mal für ein (langes) Wochenende mit dem Fahrrad zum
überüberübernächsten Baggersee wollen. Oder auch mal das nächste
Bundesland besuchen ;)
Gruß
Ben
> vor allem keinen China-Nachbau. Da habe ich
> schon übelste Geschichten gelesen.
Der Bob-Yak ist auch im Orignal gemäß madi-in-Hinweis in China
gefertigt. Das ist auch keine neue Entwicklung, sondern war schon
bei meinem Exemplar von 1997 der Fall.
---<)kaimartin(>---
--
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53
Zuladung für das Fahrrad, also meine Wenigkeit und Gepäck und
Trinkflaschen und Elektronik und so weiter. Wird Gesamtgewicht hier
inklusive Fahrrad gerechnet?
>> aber
>> ich bin definitiv einiges über meinem Idealgewicht. ;)
>> Gerechnet hatte ich aber schon mit etwa 20kg Zuladung.
>> Bissl viel, oder?
>
> Für Camping ist das nicht viel. Ich komme oft über 30 - Wildcampingequipment
> inkl. Futtervorräten, Kochzeug, Spares (u.a. Faltreifen, wg. ungewöhnlicher
> Reifengröße), Karten (allein die wiegen bis zu 2kg) für einen Monat. Für ein
> paar Tage in D ist es zwar deutlich, aber nicht weltbewegend weniger.
Ich bin mir auch noch nicht sicher, wie ich das mit den Übernachtungen
regle. Sollte ich sowieso nur von Herberge zu Herberge zuckeln, hat sich
das meiste erübrigt. sollte ich doch campen wollen, wird es natürlich
einiges mehr.
Ursprünglich wollte ich ja den Anhänger nehmen um auch sperrigen Kram
mitnehmen zu können. Einen leichten Klappstuhl, Wurfzelt und ggf.
abschliessbare Kiste für alles. das ist direkt am Rad nicht montierbar.
> Wirklich sparen könnte ich nur am Futter und dem relativ luxuriösen
> Kochzeug: Option weglassen.
>
>> Oh Mann, der letzte Radlurlaub liegt etwa 20 Jahre zurück und da bin ich
>> fröhlich pfeifend durch's Jura gestrampelt.
>
> Das ist ja nun keine wirklich anstrengende Region ;o)
Subjektives Gerücht ;) Es geht ordentlich hoch und runter und ohne
vernünftiges Rad läuft man schnell nebenher und schiebt.
Gruß
Ben
> Bei Beschränkung auf 8kg Gepäck komme ich zwar noch nicht auf 150kg aber
> ich bin definitiv einiges über meinem Idealgewicht. ;)
Ja, ja, die Gebrechen des Alters... Okay, ich bleibe (je nach Fahrrad)
mitsamt Gebäck immer noch spürbar unter 150kg, aber ein gestandenes
Mannsbild, ein solides Fahrrad und etwas mehr Gebäck (für eine Reise,
die deutlich über Berlin-Ostsee hinausgeht) sind nicht so weit von den
150kg entfernt, als daß diese Gewichtsgrenze überreichlich angesetzt
wäre.
> Gerechnet hatte ich aber schon mit etwa 20kg Zuladung.
> Bissl viel, oder?
Je nachdem - wenn Du planst, per Zelt als kompletter Selbstversorger
unterwegs zu sein und für die Pampa nördlich von Berlin auch mit
allfälligem Werkzeug auch für die exotischsten Reparaturen gewappnet zu
sein, dann bis Du schnell spürbar über 20kg. Willst Du dagegen in
Pensionen etc. übernachten, dann fallen schon etliche kg für Zelt und
Penntüte weg, ggf. auch der Kocher (und die Zutaten, die Du Dir dann
nicht brutzelst). Da ist es ein leichtes, die 10kg nicht zu
überschreiten.
Ich schleppe auf *langen* Touren bewußt "unnötig" viel Zeugs herum, z.
B. auch mal etwas zu lesen oder etwas mehr Wechselwäsche, wenn ich
keinen Bock habe, unterwegs öfter mal zu waschen. Bei Deiner geplanten
Reise dürfte aber all das irrelevant sein.
Republik China, bitte.
Wobei das natürlich eher das obere Maximum ist. Mit Gepäck nur auf dem
Fahrrad, also ohne Anhänger, möchte ich eher weniger als mehr mitnehmen,
egal wohin und wie lange. Mit Anhänger darf es auch etwas mehr sein,
wobei dann aber Gabel und Bremsen der Zugmaschine trotzdem entsprechend
dimensioniert sein müssen.
> # Steifer Rahmen, also nicht aus Eisen, Lenkkopfwinkel höchstens 71°
Als nicht-Chemiker muss ich da mal nachfragen. Stahl = Eisen? Wenn kein
Stahlrahmen, was dann? Alu? Carbon? Ich hätte jetzt schon zu einem
Stahlrahmen tendiert, allein schon aus optischen Gründen.
> # Gut gespannte Laufräder mit nicht zu zierlichen Felgen - zumindest hinten
Jupp!
> # Reifendruck: Bei breiten Reifen aufgedrucktes Maximum, bei schmäleren eher
> mehr
Reifen hätte ich gern in der Größenordnung eines Big Apple.
> # Wirksame Bremsen (bei Rennlenker tendenziell problematisch)
*Wirksame* Bremsen sind immer von Vorteil ;)
Aber was hat der Rennlenker mit der Wirksamkeit zu tun? Oder geht es um
die Hebelkraft beim von oben gegriffenen Bremshebel?
> # Gabelschaft dicker als 25.4mm (1")
>
> # Möglichst viel Gewicht nach vorne bringen: Sitzposition nicht zu aufrecht,
> Lowrider mit großen Taschen, wo vorzugsweise die spezifisch schwereren
> Sachen reinkommen.
Das ist jetzt genau das Gegenteil dessen, was allgemein empfohlen wird
und was ich mir auch wünsche, nämlich möglichst wenig Masse auf den
Lowridern zu platzieren.
> # Gefederte Sattelstütze (reduziert Lastspitzen)
So etwas muss ich erst mal testen. Federungen gegenüber bin ich noch
sehr skeptisch. Ich hatte noch nie irgendeine Federung an einem meiner
Räder (von dicken Reifen abgesehen) und erinnere mich mit grausen an die
ersten MTB-Federbeine um 1990.
Allerdings wünsche ich mir hier in Berlin gelegentlich doch eine
Federgabel, denn man kann nicht jedes Kopfsteinpflaster umfahren oder
verwurzelten "Radwegen" ausweichen. Aber definitiv nur eine arretierbare
um auf glatten Strecken keine Energie zu verschwenden.
>> Ursprünglich wollte ich ja den Anhänger nehmen um auch sperrigen Kram
>> mitnehmen zu können.
>
> Simple, pragmatische Lösung. Wenn der Hänger was taugt, also kein oben
> gekuppelter Zweispur-Umkippwilli ist.
Nö, Montage an der Achse, relativ tiefer Schwerpunkt und bei korrekter
Beladung müsste ich schon im spitzen Winkel einen hohen Bordstein
runterbrettern damit er kippt.
>> Einen leichten Klappstuhl,
>
> KLAPPSTUHL??
> Du hast übrigens den Klapptisch und den Fernseher zum Draufstellen vergessen
> ;o)
Aaah, Quatschkram! Dafür gibt's das Smartphone.;)
Aber im Ernst: Ich konnte noch nie lange auf dem Boden sitzen, deswegen
wäre so ein Campingstuhl schon was feines.
>> Wurfzelt
>
> Waren das nicht diese noymodischen Billigheimer für Leute, denen im Urlaub
> die fünf Minuten für den Zeltaufbau fehlen?
Oder für Leute, die geschickt genug sind, ein Zelt beim Aufbau
funktionsuntüchtig zu machen. Oder denen schlicht die dritte und vierte
Hand fehlt.
>> und ggf. abschliessbare Kiste für alles.
>
> Wichtige Option. Das Schloss muss abschrechend groß und schwer sein, weil
> man auf Ostsee-Campingplätzen (unweit von Polen) sonst garantiert beklaut
> wird.
Ich will vielleicht auch mal unterwegs in einen Supermarkt oder mal ne
Kirche von innen angucken. Da ich alleine fahre kann niemand derweil auf
den Kram aufpassen.
(Irgendwie habe ich rückblickend den Eindruck, dein Posting war nicht
wirklich ernst gemeint; hab ich ein Ironie-Tag übersehen?)
Gruß
Ben
Das kommt mir bekannt vor, nach meinem ersten Erfahrungen mit Federgabeln
dachte ich auch 'Furchtbar, faehrt sich wie mit Plattfuss!'.
Da hat sich aber unglaublich viel getan. Ich fahr am MTB unterdessen eine
Rock-Shox SID (meine erste Federgabel ueberhaupt) und hab beim Kauf darauf
geachtet, das man die auf jeden Fall sperren kann, damit ich die nur bei
Abfahrten anmachen muss.
Real hab ich das Floodgate aber unterdessen so eingestellt, dass der
"lockout"-Hebel zwischen 'vernuenftige Federung im sitzen' und
'vernuenftige Federung im Wiegetritt' umstellt. Im Sitzen benutz ich den
nicht, denn auch bei steilen Anstiegen wippt da nichts und das Rad feahrt
sich, wie ich es von einem vernuenftigen Fahrrad erwarte. :)
Nun ist die SID nicht wirklich die Kompfortgabel, denn es macht subjektiv
kaum Unterschied, ob man ohne oder mit dieser Federgabel ueber
Kopfsteinpflaster oder schotter oder so faehrt. Lediglich starke Schlagloecher
oder grosse Wurzeln oder so federt die raus (fuehlt sich dann an wie nen
kleines Schlagloch/kleine Wurzel).
Dennoch moechte ich die zumindest im Gelaende nicht mehr missen, denn gerade
bei schnellen Wurzelstrecken im Wald faehrt man damit doch deutlich sicherer
(bzw. ich einfach im schnitt 2-4 km/h schneller). Macht so einfach mehr
Spass...
FaUl
>Ich denke bei Reiseradverleihkunden auch weniger an die Hardcore-Radler
>die mindestens den halben Kontinent durchqueren wollen, sondern an ganz
>normale Radler, die mal für ein (langes) Wochenende mit dem Fahrrad zum
>überüberübernächsten Baggersee wollen. Oder auch mal das nächste
>Bundesland besuchen ;)
Ich tät meinen, es ist ungefähr so:
Diejenigen, welche unter einen tauglichen, bequemen,
passenden... Rad für solche Anwendungszwecke sich etwas mit
halbwegs sportlicher Geometrie vorstellen, haben meist ein
eigenes Rad, was diesen Anforderungen entspricht. Von daher
wird sich das Vorhalten nur an eher speziellen Orten lohnen,
wo man das eigene Rad nicht unbedingt mitnehmen möchte. Etwa
eine Ferieninsel, welche gewöhnlich nur mit dem Flugzeug
angesteuert wird. ;-)
Reiseveranstalter, welche Radtouren anbieten, haben
vielleicht auch geeigntete Leihräder. Die brauchen sie aber
im Sommer sicher selber.
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.
Wenn es eine nennenswerte Nachfrage nach Reiserädern gäbe, wären die
Fahrradgeschäfte voll damit.
> Du möchtest einen Wohnwagen mit dem Fahrrad ziehen.
>
> Das ist nicht unmöglich - jedenpfalz kann ich mich an einen Werbespot
> (ClenbuteRed Bull?) erinnern, wo das demonstriert wird. Steil bergauf.
> URI leider verloren gegangen.
Per "Fahrrad Planwagen" förderte das unheimliche Lexikon einen in meiner
Sammlung verschütteten Reisebericht wieder zutage:
> Ben Dietze wrote:
>
>> Ursprünglich wollte ich ja den Anhänger nehmen um auch sperrigen Kram
>> mitnehmen zu können. Einen leichten Klappstuhl, Wurfzelt und ggf.
>> abschliessbare Kiste für alles. das ist direkt am Rad nicht
> montierbar.
>
>
> Du möchtest einen Wohnwagen mit dem Fahrrad ziehen.
>
> Das ist nicht unmöglich - jedenpfalz kann ich mich an einen Werbespot
> (ClenbuteRed Bull?) erinnern, wo das demonstriert wird. Steil bergauf.
> URI leider verloren gegangen.
Meintest du den hier:
<http://www.kevincyr.net/index.php?/project/camper-bike/>
--
Kai
> Ben Dietze wrote:
>
>> Ursprünglich wollte ich ja den Anhänger nehmen um auch sperrigen Kram
>> mitnehmen zu können. Einen leichten Klappstuhl, Wurfzelt und ggf.
>> abschliessbare Kiste für alles. das ist direkt am Rad nicht
> montierbar.
>
>
> Du möchtest einen Wohnwagen mit dem Fahrrad ziehen.
>
> Das ist nicht unmöglich - jedenpfalz kann ich mich an einen Werbespot
> (ClenbuteRed Bull?) erinnern, wo das demonstriert wird. Steil bergauf.
> URI leider verloren gegangen.
Nix ClenbuteRed Bull - Fleisch bringts ist die Devise:
http://www.youtube.com/watch?v=A9Ae2QKzd78
Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.
Ein traumhaftes Gefährt. Mir leider zu kurz zum langlegen ;)
Gruß
Ben
Sieht gut aus, aber meine Stuhl muss schon ne Lehne haben. So nen
Faltdreibein hab ich auch aber auf dem kann ich nur kurz sitzen.
Gruß
Ben
Ganz doofe Frage: was ist das weisse Gestell hinten am mittleren Rad?
Aufhängung für das Kinderrad? Wenn ja, was ist das für eine und wie
funktioniert die? Sieht stabiler aus als diese Riesenbügel die das
Lenkrohr greifen.
Gruß
Ben
Großartig! Danke für den Link!
Gruß
Ben
Kannte ich noch gar nicht. Aber ist offenbar sowieso nicht mehr lieferbar.
Gruß
Ben
> Thomas Graser schrieb:
>
>> Ben Dietze wrote:
>>
>>> Ursprünglich wollte ich ja den Anhänger nehmen um auch sperrigen Kram
>>> mitnehmen zu können. Einen leichten Klappstuhl, Wurfzelt und ggf.
>>> abschliessbare Kiste für alles. das ist direkt am Rad nicht
>> montierbar.
>>
>>
>> Du möchtest einen Wohnwagen mit dem Fahrrad ziehen.
>>
>> Das ist nicht unmöglich - jedenpfalz kann ich mich an einen Werbespot
>> (ClenbuteRed Bull?) erinnern, wo das demonstriert wird. Steil bergauf.
>> URI leider verloren gegangen.
>
> Nix ClenbuteRed Bull - Fleisch bringts ist die Devise:
>
> http://www.youtube.com/watch?v=A9Ae2QKzd78
Boah, ist das schlecht gemacht.
--
Kai
Blödsinn, das FollowMe ist *derzeit* nicht lieferbar.
Steht so ähnlich auf der Webseite. Aber korrekterweise hätte ich wohl
zitieren sollen "Derzeit leider nicht verfügbar.", mit Betonung auf
"Derzeit". Ein bisschen ausführlicher könnte das ja erläutert sein. In
manchen Shops ist die Rede davon, dass ab KW31 wieder geliefert wird.
Gruß
Ben
>Ben Dietze wrote:
>> und mich samt Gepäck tragen
>> können. Das wären so etwa 150kg
>vielleicht drehst du mal an der Kilo-Schraube und überdenkst, wieviel
>Gepäck im Sommer auf einer kleinen Radreise wirklich nötig ist
>für ganz grosse Reisen können ca. 8 kg + Fahrrad- + Fahrer-Gewicht
>genügen: http://ultralightcycling.blogspot.com/
Na ja? Bei einem 15 kg schweren Fahrrad bedeutet es, dass er
127 kg wiegt. Oder was dachtest Du, warum er gerne abnehmen m�chte?
Schon allein ein Bierbauch (Kugel mit 0,5m Durchmesser) wiegt 65,4498 kg.
Henning
> Thomas Graser <schmitz...@yahoo.de> writes:
>
>>Ben Dietze wrote:
>
>>> und mich samt Gepäck tragen
>>> können. Das wären so etwa 150kg
>
>>vielleicht drehst du mal an der Kilo-Schraube und überdenkst, wieviel
>>Gepäck im Sommer auf einer kleinen Radreise wirklich nötig ist
>
>>für ganz grosse Reisen können ca. 8 kg + Fahrrad- + Fahrer-Gewicht
>>genügen: http://ultralightcycling.blogspot.com/
>
> Na ja? Bei einem 15 kg schweren Fahrrad bedeutet es, dass er 127 kg
> wiegt. Oder was dachtest Du, warum er gerne abnehmen möchte? Schon
> allein ein Bierbauch (Kugel mit 0,5m Durchmesser) wiegt 65,4498 kg.
>
Sicher?
Für mich klingt das mehr nach einem 4°C kaltem Wasserbauch...
> Am 19.07.2011, 12:16 Uhr, schrieb Johann Mayerwieser
> > Wie funktionert das mit dem Schnellspanner für hinten, wenn man hinten
> > eine fixe Achse hat?
>
> Wie meinst Du das? Dieser spezielle Schnellspanner ersetzt den
> vorhandenen. Bei einer Nabe mit Vollachse muss man auf diese Art von
> Anhänger verzichten.
Nein, es gibt Achsmuttern von TW-Bents, dem Hersteller dieses Anhängers
Convenience I; neueren Exemplaren liegen Schnellspanner und
Vollachsmuttern bei.
BoB-Nutz passen auch, wenn man die Kragenhülsen abnimmt.
--
Munterbleiben
HC
<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Um das mal wieder auszukramen; die Tour startet am kommenden Samstag,
wird vier oder vielleicht auch nur drei Tage dauern und statt an die
Ostsee einfach nur ins Berliner Umland führen. Gefahren wird ein
geliehenes Trekkingrad von der Fahrradstation (müsste das
"fahrradstation Trekking" auf dieser Seite sein [1]). Hintendran kommt
mein Lastenanhänger, dem ich nun doch größere Räder spendiert habe (20"
statt 16"). Damit kann ich alles mitschleifen was ich zu brauchen meine.
Was ich dann tatsächlich brauche weiss ich hinterher. Aber deswegen
mache ich das ja.
Zurück zum Thema: dieses Trekkingrad kommt dem von mir gesuchten schon
sehr nah. Zwar kein Lowrider und ein eher einfacher Lenker aber es fährt
sich gut und Bremsen (Alfine) und Schaltung (XT) sind prima.
Gruß
Ben
[1]
<http://www.fahrradstation.com/fahrradstation.php/cat/247/title/Trekkingradstation>