Nachdem ich mir gerade die Mühe machte, eine persönliche Anfrage zu
Erfahrungen mit einem Biomega Copenhagen umfassend zu beantworten,
nachdem der Frager Beiträge von mir zu diesem Thema im Netz gefunden
hatte, möchte ich hier für andere Interessenten meine Erfahrungen
und Erkenntnisse weitergeben.
Mir selbst fehlten vorher dazu einschlägige Informationen und es gab
hier einige Diskussionen, mittlerweile habe ich die Erfahrungen selbst
machen können und Erkenntnisse gewonnen, was ja noch besser ist.
Letztendlich kann ich behaupten dass ich das für mich optimale Fahrrad
gefunden habe. Genaueres in der Antwort wie folgt.
Das in der Mail angehängte Bild (nicht schön, aber besser als nix) habe
ich mal eben hier abgelegt:
http://jpegclub.org/articles/biomega_guido.jpg
Vielleicht gibt es weitere Fragen und Kommentare dazu, dann wäre das
hier die passende Gelegenheit, da ich nicht regelmäßig hier sein werde.
Hallo Adrian
Kurz gesagt:
Das Biomega ist das beste Fahrrad, das ich jemals gefahren bin.
Wenn ich wieder ein Rad anzuschaffen hätte, dann wäre es auf jeden Fall
ein Biomega, entweder wieder das Copenhagen oder das neue Amsterdam
(am besten beide zusammen :-).
Angehängt ein Bild von dem von mir benutzten Copenhagen. Dazu später mehr.
Zur Vorgeschichte:
Ich suchte das perfekte Rad für möglichst langes und wartungsarmes Fahren
unter Alltags- und Tourbedingungen (keine Rennen).
Zunächst stieß ich auf das Modell Potsdam von Patria. Das war damals (vor
2 Jahren) das einzige voll ausgestattete Rad welches meine Anforderungen
erfüllte.
In der Praxis erwies sich das Potsdam allerdings nicht so perfekt,
hauptsächlich wegen dem Vollkettenschutz. Einerseits erschwert dieser
erheblich den Hinterradaus- und einbau (die damalige Generation Big-Apple
Reifen schienen recht pannenanfällig, ich hatte mehrere Platten -
mittlerweile habe ich auf die neuere Generation umgerüstet und es scheint
besser zu laufen), und andererseits lässt sich ein Klappern durch Schlagen
der Kette gegen den Plastikkasten bei holprigem Untergrund kaum vermeiden.
Also war dann klar dass der Kettenantrieb prinzipielle Schwächen für den
geforderten Einsatz hat, und nachdem ich zufällig in einem Laden ein
Biomega Copenhagen erstmals in Natura gesehen hatte, wusste ich sehr
schnell, dass es so eines sein müsse.
Das Problem mit dem Biomega, weswegen es zunächst aus meiner Wahl
herausfiel, war die mangelnde Alltagsausstattung.
Allerdings habe ich nun gesehen dass alle erforderlichen Komponenten
nachgerüstet werden konnten, und das setzte ich dann Schritt für Schritt
um.
Also: Für Schutzbleche und Gepäckträger sind die nötigen Montageösen
vorhanden, das ist kein Problem. Dann brauchte ich aber auf jeden Fall
noch eine Lichtanlage mit Nabendynamo. Das war etwas aufwändiger, aber
letztlich auch kein Problem.
Dazu habe ich das Vorderrad neu einspeichen lassen mit dem passenden
Nabendynamo: Shimano HB-NX70 für Scheibenbremse.
Die Scheibenbremse habe ich eine Weile probiert, aber dann wollte ich
doch auf die Rollenbremse umsteigen, um auch diese Komponente voll
gekapselt zu haben (und Scheibenbremsen machen prinzipiell witterungs-
abhängige Geräusche, was bei Trommel-/Rollenbremsen nicht auftritt).
Zum Glück gibt es von Shimano die Variante BR-IM75-F der Rollenbremse
mit vorhandener Scheibenbremsaufnahme an der Gabel. Die Umrüstung von
Scheibenbremse auf BR-IM75-F war dann also kein Problem, nebst Wechsel
des Nabendynamos:
Statt HB-NX70 musste nun ein rollenbremskompatibler DH-3R40 her (wie
am Patria Potsdam). Also neues Vorderrad einspeichen lassen. Bei der
Gelegenheit bin ich dann auch gleich auf andere Felgen umgestiegen
(schwarze Rigida Taurus), aus designerischen Aspekten im Zusammenspiel
(Kontrast) mit den geplanten Weißwandreifen, so dass nun letztlich sowohl
Vorder- als auch Hinterrad neu eingespeicht sind - vorne und hinten neue
Felge und vorne neue Nabe und neue Bremse.
Damit war nun die wesentliche Ausstattung abgeschlossen, und ich war
optisch und funktionell zufrieden.
An dem Bild sieht man dass ich noch ein paar andere Kleinigkeiten
ändern musste: Ein Kickständer wurde angebaut (gab's damals von Biomega
noch nicht), Pedale ausgetauscht (Gummiblock), Sattel ausgetauscht (Sixt
Air Seat Sport), Lenker ausgetauscht (Moon), Griffe ausgetauscht, Klingel
und Rückspiegel angebaut.
Der Scheinwerfer ist der D'Lumotec Topal Senso Plus (Diode) von Busch
und Müller, Rücklicht Seculite Plus. Noch nicht auf dem Bild ist ein
zusätzlicher E6-Z Zweitscheinwerfer von Schmidt in Reihe für 12-Volt
System bei höheren Geschwindigkeiten, den ich danach noch hinzufügte
(am Lenker montiert) um die Fahreigenschaften im Dunkeln zu verbessern,
was sehr gut funktioniert.
Der Austausch des Lenkers verbesserte die Fahreigenschaften und Sitz-
haltung enorm - der Originallenker war mir zu kurz und zu gerade und
sorgte für unruhige Steuerung und sehr gestreckte Sitzhaltung.
Der Moon-Lenker ist breiter (62cm) und leicht gebogen für ergonomischere
Hand- und Sitzhaltung, ohne den sportlichen Charakter zu beeinträchtigen.
Die Sitzhaltung ist vorne ohnehin recht sportlich tief, und ein nach oben
gekröpfter Lenker käme wohl wegen der sehr knapp bemessenen Brems-/
Schaltzüge nicht in Frage. Der Moonlenker scheint daher der optimale
Kompromiss zu sein.
Die Originallenkergriffe (Moosgummi oder so) nutzten sich schnell ab und
habe ich durch edlere Ledergriffe ersetzt.
Nach all den Anpassungen hat es nun bei mir einen stabilen Zustand
erreicht, und ich bin schon etwa 8000 km damit gefahren, bei jedem
Wetter und zu jeder Jahreszeit (Winter, Regen, Schnee, Frost), wobei
es noch genau so gut fährt wie am ersten Tage, ohne dass ich irgendetwas
am Antrieb machen musste! (Beim Potsdam wie gesagt musste ich dagegen
schon mehrmals die Kette nachspannen um die Klappergeräusche zu
verringern - Fahrleistung hier bisher etwa 12000 km.)
Das Bild wurde gemacht vor einem Jahr direkt nach einer 120 km Tagestour.
Nun nochmal konkret zu den Fragen:
> -Wie sind sie Allgemein mit dem Fahren zufrieden ? (Widerstand, Geräusche)
Absolut zufrieden, nach den Umbauten. Das bestmögliche Fahrrad zur Zeit.
Laufeigenschaften des Antriebs sehr leicht und glatt (Kombination Kardan+S7
läuft leichter und glatter als Kombination gekapselte Kette + Nexus 8 am
Potsdam!).
Keine ungewöhnlichen Geräusche (nach Wechsel von Scheibenbremse auf
Rollerbrake).
> -Ist es wirklich fast wartungsfrei? (Wenn nein, welche Reparaturen)
Ja, bestmöglich wartungsfrei. Die Scheibenbremsbeläge schienen nach dem Ausbau
nach kurzer Benutzung schon recht abgenutzt. Die Rollerbrake ist da deutlich
besser (bisher einmal nachgeschmiert wie am Potsdam, Lebensdauer laut
Herstellerangabe mindestens 50000 km ohne Wechsel).
Der Antrieb läuft nach 8000 km (1,5 Jahren) immer noch wie am ersten Tag,
ohne irgendwelche Wartung oder Nachstellen.
Lediglich äußere Reinigung des Fahrrades mit Wasser.
> -Reichen die Gänge, um auch Steigungen zu bewältigen?
Die Gänge reichen mir völlig aus. Der 7.Gang wird nur selten benötigt, ebenso
wie der erste für größere Steigungen. Die meisten Steigungen lassen sich mit
dem ersten Gang bewältigen, für die wenigen Ausnahmen kann man auch absteigen
und schieben (ist dann auch nicht langsamer).
> -Schwierigkeiten beim Ausbau des Hinterrades?
Leichter und sauberer als an jedem Kettenrad. Im Vergleich dazu ist der
Vollkettenkasten beim Potsdam die reinste Tortur! Beim Potsdam mache ich
den Hinterradausbau im Keller (wegen Kette und Dreck), beim Biomega im
Flur in der Wohnung (kaum Dreck).
Das Hinterrad lässt sich nach leichtem Lösen einiger Teile (Bremszug,
Schaltbox, Schutzblechstreben, Kegelritzelabdeckung) einfach nach hinten
abziehen.
> -Handelt es sich wirklich um ein altagstaugliches Velo oder eher um ein
> schönes designer Objekt?
Beides! Es ist in meinen Augen das schönste Designerrad und gleichzeitig
das alltagstauglichste Velo das ich kenne. Wie gesagt, nach den Umbauten!
> -Benutzen sie das Copenhagen häuffig? (Ev. auch "Offroad")
Ca. 500 km pro Monat Fahrleistung. Stadtfahrten, Straße, Wald, Touren.
Auch schlechte Wald- und Feldwege, und alle Wetterbedingungen und Jahres-
zeiten (Winter, Regen, Schnee, Eis).
Es ist das Rad das ich am liebsten und häufigsten und für alle Zwecke nutze.
Das Patria ist nun das Zweitrad, das ich auch noch gelegentlich nutze, denn
es hat auch einiges Geld gekostet und kann ich mir nicht leisten ungenutzt
stehen zu lassen.
> -Würden sie es nochmals kaufen?
Ich würde mir momentan nur noch ein Biomega kaufen, entweder das Copenhagen
oder das neue Amsterdam.
Allerdings muss man wie gesagt einige Umbauten einplanen um es angenehm und
alltagstauglich zu machen.
Es hat jedoch dafür mit dem Kardanantrieb die beste Basis, was man nach
meinen Erfahrungen mit keinem anderen Rad erreichen kann, auch wenn diese
von vornherein "alltagstauglich" angegeben werden.
Und unter den verfügbaren Kardanrädern lässt sich auch nur das Biomega so
ausstatten, insbesondere mit den voll gekapselten Bremsen und Lichtanlage.
Da gibt es bei anderen Kardanangeboten Mängel die sich nicht ohne weiteres
abstellen lassen.
Deshalb ist aus meiner Sicht, sowohl funktional als auch optisch/
designerisch, Biomega momentan die einzige Wahl.
Viele Grüße
Guido
Solange das Rad problemlos läuft wie es jetzt tut, mache ich mir darüber
keine Sorgen.
Mal angenommen es läuft 5 oder 10 oder 15 oder 20 Jahre so weiter (je nach
Laufleistung), dann könnte man auch wieder ein neues Rad kaufen.
Das ganze Gerät sieht jetzt auch sehr stabil aus - eine "Lasche" scheint
da nicht einfach so abbrechen zu können.
Der Kardan mit dem darauf abgestimmten Rahmen ist nun einmal das spezielle
Feature und die Basis dieses besonderen Rades - alle anderen Teile wie
Naben und Laufräder lassen sich immerhin durch Standardkomponenten
anpassen.
Die Kommunikation schien zumindest damals (vor einem Jahr) etwas verzwickt.
Ich fragte an nach Verfügbarkeit eines passenden Kickständers von Biomega.
Man teilte mir mit, ich solle doch auf dem Markt nach einem passenden Teil
gucken und Biomega selber hätte sowas nicht. Einige Zeit später kam von
jemand anders eine Antwort: Alles falsch, Biomega sei dabei einen eigenen
zu entwickeln, und ob ich noch ein paar Wochen/Monate warten könne. Dann
nach ein paar Monaten: Kommando zurück, irgendwie sei wohl die Entwicklung
verzögert und ich solle doch ein Fremdteil nehmen. Das hab' ich dann gemacht.
Guckt man nun auf die neue 2006er Biomega Website, so kann man nun endlich
offenbar einen Kickständer optional bekommen.
Zu spät, nun habe ich schon einen: Ein Teil "NUVO pat." von Profex aus der
Fahrradabteilung des Supermarktes erwies sich als tauglich: Die Klemmhülse
aus Plastik musste ich durchsägen, dann passte er prima an die
Hinterbaustrebe und tut seinen Dienst.
> Andreas - in Kopenhagen viel minimalistisch-schicke Stadträder gesehen,
> aber kein Biomega...
Naja, minimalistisch-schick allein reicht eben nicht. Für die Alltags-
ausstattung muss es schon etwas mehr sein. Und das kann man eben auf
Basis des Biomega erreichen. Nach meinen Erfahrungen gibt es da
momentan keine Alternative. Die Alternative wäre, sich mit den bekannten
Schwächen der Kettenantriebe herumzuschlagen: Selbst mit einem Hebie
Chainglider kommt man wohl nicht um ein gelegentliches Nachspannen
wegen Längung der Kette umhin. Diese Aktion entfällt beim Kardan völlig
- da längt sich nichts, da klappert nichts, da bleibt alles fix und
statisch an seinem Platz; nur die Laufräder, Kurbeln und Achsen bewegen
sich.
Deshalb nenne ich mein Modell auch "Nummer 7" - nicht weil es 7 Gänge
hat, sondern weil es 7 definierte sich drehende Achsen hat: 2 Laufrad-
achsen, 1 Tretlagerachse, 1 Steuerrohrachse, 2 Pedalachsen und 1
Antriebsachse. Deshalb spricht man auch eher vom Achsantrieb (engl.
"shaft drive") als Kardanantrieb.
Viele Grüße
Guido
> Wed, 28 Jun 2006 18:11:55 +0200, Guido Vollbeding:
>>Mir selbst fehlten vorher dazu einschlägige Informationen und es gab
>>hier einige Diskussionen, mittlerweile habe ich die Erfahrungen selbst
>>machen können und Erkenntnisse gewonnen, was ja noch besser ist.
>
> Wie sieht es denn mittlerweile mit Service/Kommunikation mit
> Hersteller/Importeur aus - darüber wurde hier ja schon geklagt (wenn
> wieder mal die Lasche am "Kardan"-Gehäuse abbricht)?
Interessanter: ist diese Lasche schon einmal abgebrochen? 12000 km sind
doch schon einmal eine Ansage und mehr, als bisher über diese
Konstruktion in Erfahrung zu bringen war.
Günther
12000 km bezog sich auf das Patria Potsdam, was ich etwas länger (2 Jahre)
habe.
Das Biomega Copenhagen sind bisher 8000 km (1,5 Jahre).
Interessant hieran ist, dass der Achsantrieb des Biomega nach dieser Zeit
keinerlei Veränderung zeigt, während die sich längende Kette mir beim
Potsdam allmählich Sorgen bereitet. Erstmalig nachspannen musste ich sie
definitiv schon vor 8000 km, weil sie schon am unteren Rand des Kastens
schliff.
Mittlerweile scheint nur noch sehr wenig Spiel für das Nachspannen im
Ausfallende verfügbar zu sein - was mache ich wenn hier der Anschlag
erreicht ist?
Diese Sorgen habe ich mit dem Achsantrieb nicht.
Viele Grüße
Guido
> Günther Schwarz schrieb:
>>
>> Interessanter: ist diese Lasche schon einmal abgebrochen? 12000 km
>> sind doch schon einmal eine Ansage und mehr, als bisher über diese
>> Konstruktion in Erfahrung zu bringen war.
>
> 12000 km bezog sich auf das Patria Potsdam, was ich etwas länger (2
> Jahre) habe.
> Das Biomega Copenhagen sind bisher 8000 km (1,5 Jahre).
Auch das ist mehr, als ich als typische Laufleistung für so ein
"Designerrad" erwarten würde.
> Interessant hieran ist, dass der Achsantrieb des Biomega nach dieser
> Zeit keinerlei Veränderung zeigt, während die sich längende Kette mir
> beim Potsdam allmählich Sorgen bereitet. Erstmalig nachspannen musste
> ich sie definitiv schon vor 8000 km, weil sie schon am unteren Rand
> des Kastens schliff.
> Mittlerweile scheint nur noch sehr wenig Spiel für das Nachspannen im
> Ausfallende verfügbar zu sein - was mache ich wenn hier der Anschlag
> erreicht ist?
Man montiert eine neue Kette. Die kostet nicht viel, und ohne den
Klapperkasten von Patria geht das ganz fix ;-)
> Diese Sorgen habe ich mit dem Achsantrieb nicht.
Wie Andreas schon gepostet hat: wenn etwas kaputt oder verschlissen ist,
wird es halt gleich richtig aufwendig und teuer. Ich will aber nicht
noch einmal rumunken, da ich selbst keine Erfahrungen mit diesem
Wellenantrieb habe.
Günther
Ah, ja, noch was. Wenn die Kette an deinem Patria sich so gelängt hat,
dass die Laufradachse den Anschlag der Achsaufnahme erreicht, iss'
meistens endgültig Zeit für 'ne neue Kette. Das iss nämlich 'ne gute
Messlatte für eine verschlissene Kette (manche Leut nehmen einfach 'n
Kettenglied raus und sparen sich die neue Kette, was aba ein gaaanz
anderes Thema wäre). Was mich aba hier wundert iss, warum so 'ne
geschützte Kette sich so schnell verschleißt. Hast sie richtig
geölt?
Schönes Rad, dein Biomega.
Gruß, Arnold
> Mich haben schon imma Antriebe intressiert die die olle Kette endlich
> arbeitslos machen. Die Kette iss doch 'ne Technik von vorgestern. Es
> gibt sie nur deswegen immer noch, weil sie ein' wahnsinnigen
> Wirkungsgrad hat. Wie steht's mit dem Wirkungsgrad von einem
> Kardanantrieb? Iss der nich doch schlechter als bei 'ner Kette? Und
> wenn ja, um viel viel? Und iss der spürbar beim Fahren?
Es gibt Leute, die messen und Theorien befolgen, und es gibt Leute,
die fühlen und Intuition haben. Ich gehöre zu letzteren, und meine
Wahrnehmung sagt mir, dass der Kardan- oder Achsantrieb nicht weniger
effizient läuft als ein Kettenantrieb. Da mögen die Leute sonstwas
messen und theoretisieren, das ist alles irrelevant, wenn die Erfahrung
dagegen spricht. Punkt. Keine Diskussion. Keine Argumente.
Wissen im Sinne von Weisheit ist eine Dimension höher als der logische
Verstand. Der logische Verstand ist immer unvollständig, lückenhaft,
und irrt sich. Leute, die über den Verstand hinausgewachsen sind, haben
ein vollständigeres intuitives Wissen - das ist auch die Quelle aller
Innovation und Intelligenz. Leider wissen wir ja, dass in der Welt die
Dummheit überwiegt und mittels rein intellektueller Bildung heutzutage
eher noch gefördert wird, während Intuition und Intelligenz Mangelware
sind.
Mich erinnert das auf meinem Fachgebiet an die ganze Diskussion um dieses
leidliche JPEG-2000 Format. Da haben Hunderte von sogenannten "Experten"
ein Machwerk zusammengebraut, welches in der Praxis absolut untauglich
und noch dazu minderwertig gegenüber dem altbekannten JPEG-Format ist.
Natürlich merken sie das nicht, denn nach ihren Theorien sollte das
besser sein. Das Problem dieser Leute ist, dass sie ihre Erkenntnisse
nur anhand von messtechnischen Parametern (sogenannte "PSNR" und "Rate-
Distortion" Werte) gewinnen, ohne mit ihren eigenen Augen die Bildqualität
zu bewerten. Das zählt für diese Typen nicht, denn das sei ja "subjektiv".
Aber was diesen Leuten fehlt ist einfach die praktische Erfahrung, und
mit ihrem logischen Verstand allein laufen sie nur in die Irre, was sie
nicht merken können, solange sie sich mit ihrem Verstand identifizieren.
Man muss aber darüber hinausgehen! Die Formel dazu lautet: Intelligenz =
Intellekt + Intuition. Was wir heute überall erleben ist ein irrelaufender
Intellekt, weil die höhere Intuition fehlt.
> Ah, ja, noch was. Wenn die Kette an deinem Patria sich so gelängt hat,
> dass die Laufradachse den Anschlag der Achsaufnahme erreicht, iss'
> meistens endgültig Zeit für 'ne neue Kette. Das iss nämlich 'ne gute
> Messlatte für eine verschlissene Kette (manche Leut nehmen einfach 'n
> Kettenglied raus und sparen sich die neue Kette, was aba ein gaaanz
> anderes Thema wäre). Was mich aba hier wundert iss, warum so 'ne
> geschützte Kette sich so schnell verschleißt. Hast sie richtig
> geölt?
Meine schlichte Vorstellung von Wartungsfreiheit und Sorglosigkeit bestand
gerade darin, dass ich nicht ständig die Kette ölen und mir darum Sorgen
machen muss.
Mit dem Kardanantrieb funktioniert diese Vorstellung bisher, beim
Kettenantrieb hat sie nachweislich nicht funktioniert. Also ein ganz
klares Ergebnis für mich, wenn man die praktische Realität sieht.
Leute, die die Realität nicht sehen wollen, erfinden dann natürlich
alle möglichen Gründe, warum sie dennoch einen Kettenantrieb bevorzugen:
der sei ja zumindest theoretisch immer noch effizienter, und wenn was
kaputt geht könne man es einfacher austauschen (beachte das Wörtchen
"wenn"!). So funktioniert normalerweise der unkontrollierte Verstand:
Er findet für jede unvernünftige Handlung eine vernünftige Begründung!
Weise Menschen sind sich dessen bewusst und schmunzeln über deren
Argumente, denn vom Gegenteil kann man sie sowieso nicht überzeugen,
solange sie ihrem mangelhaften Verstand verhaftet sind.
Merke: Solange die Basis deiner Kompetenz nur deinem Verstand entspringt,
bist du verloren!
> Schönes Rad, dein Biomega.
Ja, übrigens, die Weißwandreifen (billige chinesische Teile für 5/6 Euro
aus dem Supermarkt, die aber nach meinen Erfahrungen auch nicht schlechter
laufen als teure Markenteile mit allerlei "Pannenschutz") sind immer noch
drauf, zwar nicht mehr ganz so strahlend, aber doch noch ansehnlich.
Ich erinnere mich noch an den verächtlichen Kommentar in der Werkstatt
als ich die Räder umbauen ließ: Die Dinger blieben sowieso nicht lange
weiß. Tja, die Leute wissen eben nicht, dass ich mein Fahrrad gelegentlich
gründlich wasche und dabei auch die Reifen mit einer Bürste abschrubbe,
so dass sie eben doch weiß bleiben, auch nach den dollsten Dreckfahrten.
Genauso mache ich das mit meinen (Sport-)Schuhen, die eine weiße Sohle haben.
Das war überhaupt der Anlass für die Aktion, denn so passt das Rad zu meinen
Schuhen.
Viele Grüße
Guido Vollbeding
Organisator Independent JPEG Group
Extremen Schwachsinn....
Platsch - tats im Killfile
mfG
Michael
[x] de.rec.fahrrad.esoterik now!
--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Oh, Michael, das find ich nich gerad nett von dir. Auch wenn mir auch
nich alles zuspricht, was der Guido da schreibt, find ich seine
Lebensfilosofie echt sympatisch un manches davon nachdenkenswert.
Adè, Arnold, der nun Nachdenkliche
> Es gibt Leute, die messen und Theorien befolgen, und es gibt Leute,
> die fühlen und Intuition haben. Ich gehöre zu letzteren, und meine
> Wahrnehmung sagt mir, dass der Kardan- oder Achsantrieb nicht weniger
> effizient läuft als ein Kettenantrieb.
Kleine Wirkungsgradunterschiede merkt man durchaus nicht und der Antrieb
deines konkreten Fahrrads mit Wellenantrieb kann durchaus effizienter sein
als der eines anderen konkreten Fahrrads mit Kettenantrieb, an das du dich
erinnerst.
> Da mögen die Leute sonstwas
> messen und theoretisieren, das ist alles irrelevant, wenn die Erfahrung
> dagegen spricht. Punkt. Keine Diskussion. Keine Argumente.
Weißt du, neben diversen Irrglauben ist es diese Überheblichkeit, die mich an
Esoterikern wie dir stört.
> [Bildformatbeispiel]
Da zählt selbstverständlich auch der subjektive Eindruck und irgendwelche
berechneten Werte können vielleicht hilfreich sein, bleiben aber doch nur
eine Krücke.
> Intelligenz = Intellekt + Intuition.
Da hast du grundsätzlich recht.
Wenn es um den Wirkungsgrad von Antriebssystemen geht, nützt Intuition aber
nichts. Dass der Wellenantrieb einen geringeren Wirkungsgrad hat als
ein /optimaler/ Kettenantrieb, musst auch du anerkennen. Der Wirkungsgrad
ist eine rein technische Größe, die hier ihre Berechtigung hat. Natürlich
ist der Wirkungsgrad nicht das einzige Kriterium und deshalb kannst du den
Wellen- einem Kettenantrieb vorziehen.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz
>Oh, Michael, das find ich nich gerad nett von dir. Auch wenn mir auch
>nich alles zuspricht, was der Guido da schreibt, find ich seine
>Lebensfilosofie echt sympatisch un manches davon nachdenkenswert.
Entschuldige ich fand vorher auch vieles ganz spannend was er schrieb,
als er aber anfing seine merkbefreiten Physikdarlegungen von der
Überlegenheit seines Intellektes von sich zu geben mußte ich mich
erst übergeben und ihn dann meinem Killfile übergeben.
mfG
Michael
> Entschuldige ich fand vorher auch vieles ganz spannend was er schrieb,
> als er aber anfing seine merkbefreiten Physikdarlegungen von der
> Überlegenheit seines Intellektes von sich zu geben mußte ich mich
> erst übergeben und ihn dann meinem Killfile übergeben.
Ja n' bisserl dogmatisch hört sich's schon an, was der Guido da
schreibt, aba er akzeptiert wenigstens, dass andere ne andere
Vorstellung haben als er, was ich bei andern Esoterikern ganz anders
erlebt hab. Un ich denke scho, dass zu oft das menschliche subjektive
Empfinden dem objektiven technischen "Messwert" hintangestellt wird.
Das iss vor Jahren bei der Hifi-Musikwiedergabe erkannt worden. Keiner
heutzutage kauft sich ne teure Anlage rein nach technischen Werten. Da
wird erst genau hingehört, was aus den Boxen kommt, egal was die
Messwerte sagen.
Andreas Oehler schrieb:
> Kardan" sollte man dazu nur in Anführungszeichen sagen. Es sind halt zwei
> Winkelgetriebe bestehend aus Kegelrädern. Besser als 95% Wirkungsgrad (pro
> Kegelradgetriebe) kann man so etwas bei den erforderlichen Dimensionen
> kaum ausführen. Eher schlechter...
Das hab ich auch irgendwo gehört. Vielleicht wenn der "Kardanantrieb"
fürs Radl auch so viel Entwicklungshilfe bekommen hätte wie der
Kettenantrieb, wäre der Wirkungsgrad wesentlich besser.
Adà, Arnold
Es gibt ja nicht "den Kardanantrieb", und es gibt nicht "die Kegelräder".
Da gibt es durchaus nennenswerte Unterschiede und Variationen.
Der Biomega-Kardanantrieb (oder Wellenantrieb oder Achsantrieb) ist eine
Spezialanfertigung, die sich von herkömmlichen deutlich unterscheidet.
Wer weiß denn schon, welche konstruktiven Details da Einfluss haben und
den entscheidenden Unterschied ausmachen können?
Beispielsweise ist die Verzahnung der Kegelräder beim Biomega-Antrieb
nicht wie man vermuten würde radial gerade, sondern "spiralförmig"
angelegt, was man beim Hinterradausbau beobachten kann.
> fürs Radl auch so viel Entwicklungshilfe bekommen hätte wie der
> Kettenantrieb, wäre der Wirkungsgrad wesentlich besser.
Eben.
Aber wie gesagt: Der "Wirkungsgrad" als "technische Größe" ist in der
Praxis ohnehin wenig relevant - das ist sozusagen lediglich eine
Verstandesgeburt und hat keine reale Existenz, außer als Spielwiese
für Messtechniker und Theoretiker ;-).
Ich behaupte übrigens nicht, dass der "Kardan" nun das Non-Plus-Ultra
des Fahrradantriebs ist, aber ich halte ihn in der Biomega-Form
für einen breiten Anwendungsbereich zumindest für sinnvoller als
den Kettenantrieb.
Ich selbst habe eine ganz neue Idee für einen Fahrradantrieb, der
wahrscheinlich noch besser (und noch einfacher!) als der Kardanantrieb
ist! Es ist eine geradezu genial einfache Idee, deshalb ist anscheinend
noch niemand darauf gekommen, wie das nunmal so ist. Ich habe mit
verschiedenen Fachleuten darüber gesprochen und noch keinen Widerspruch
gefunden. Allerdings muss ich dazu noch ein paar Experimente anstellen
und werde das daher später angehen, gegenwärtig bin ich noch damit
beschäftigt die JPEG-Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken...
Und dann gibt es natürlich die, wie ihr sagt, "esoterische" Erklärung:
Der Verstand liebt es normalerweise, ja er lebt überhaupt davon, sich
an Problemen festbeißen zu können. Er ist an wirklichen Lösungen gar
nicht so sehr interessiert - merkt euch das bitte - denn dann würde er
ja arbeitslos. Daher löst er ein Problem nie vollständig, sondern nur
teilweise, und erzeugt mit jeder Teillösung zehn neue Probleme.
Dadurch hält er sich beschäftigt. Deshalb hat der Kettenantrieb so
großen Erfolg: Er erzeugt eine Menge Probleme. Der Kardan löst bereits
ein Großteil der Probleme, wie ich feststelle, aber an einer wirklichen
Lösung sind die meisten Leute wie gesagt gar nicht interessiert.
Das muss man verstehen. Das sind meist unbewusst ablaufende Prozesse,
die man erst mit mehr Bewusstsein (jenseits des Verstandes!) erkennen
kann.
Habt ihr mal kleine Kinder beobachtet, wenn sie zu sprechen anfangen?
Wenn sie lernen, Fragen zu bilden, stellen sie über alles und jedes
Fragen. Sie sind an deiner Antwort gar nicht interessiert, vergiss das
nicht! Schaut mal einem Kind zu, wenn es Fragen stellt: Es interessiert
sich gar nicht für deine Antwort, darum gib ihm bitte keine langen
Erklärungen aus dem Lexikon. Gibst du dem Kind eine Antwort, so bildet
es sofort eine neue Frage. Das Kind interessiert sich weniger für deine
Antwort als für die Freude, die ihm das Fragen bereitet.
Es hat eine neue Fähigkeit erworben.
Ebenso liebt es der Verstand, Probleme zu erzeugen. Er ist an einer
Lösung gar nicht interessiert, bedenkt das bitte! Hierbei handelt es
sich sozusagen um ein Kindesstadium in der Entwicklung des Bewusstseins.
Du kannst die Probleme erst dann lösen, wenn du deinen Verstand soweit
entwickelt hast, dass du über ihn hinausgewachsen bist. Deshalb kommen
die Lösungen niemals aus dem Verstand, merkt euch das bitte!
Die Lösungen kommen erst dann, wenn der Verstand überwunden ist.
Die Probleme lösen sich damit auf.
Die Lösung ist einfach ein neuer Zustand von Bewusstsein,
in dem es keine Probleme mehr gibt.
Viele Grüße
Guido
> Es gibt ja nicht "den Kardanantrieb", und es gibt nicht "die Kegelräder".
> Da gibt es durchaus nennenswerte Unterschiede und Variationen.
> Der Biomega-Kardanantrieb (oder Wellenantrieb oder Achsantrieb) ist eine
> Spezialanfertigung, die sich von herkömmlichen deutlich unterscheidet.
Meinst du, er unterscheidet sich von „herkömmlichen Fahrrad-Wellenantrieben“?
Welche wären dann diese „herkömmlichen Fahrrad-Wellenantrieben“?
Oder meinst du, er unterscheidet sich von „herkömmlichen Wellenantrieben“
allgemein? Das würde ich auch nicht verstehen, weil Kegelräder mit
Bogenverzahnung nichts besonderes sind.
> Aber wie gesagt: Der "Wirkungsgrad" als "technische Größe" ist in der
> Praxis ohnehin wenig relevant - das ist sozusagen lediglich eine
> Verstandesgeburt und hat keine reale Existenz, außer als Spielwiese
> für Messtechniker und Theoretiker ;-).
Oh, wenn ein Gerät so beschaffen ist, dass man technisch einen Wirkungsgrad
von 0,9 ermittelt und ein anderes so, dass man technisch einen Wirkungsgrad
von nur 0,3 feststellt, dann wirst auch du den Unterschied zwischen den
Geräten spüren, ohne das dir jemand diese rein technischen Größen vorher
unter die Nase gebunden hat. Der Wirkungsgrad /ist/ in der Praxis relevant.
Der Wirkungsgradunterschied zwischen heutigen Wellen- und Kettenantrieben
ist nur sehr klein und daher für dich anscheinend nicht relevant, aber
immerhin so groß, dass Wellenantriebe im Leistungssport nicht in Frage
kommen.
> Ich behaupte übrigens nicht, dass der "Kardan" nun das Non-Plus-Ultra
> des Fahrradantriebs ist, aber ich halte ihn in der Biomega-Form
> für einen breiten Anwendungsbereich zumindest für sinnvoller als
> den Kettenantrieb.
Spannend fänd ich ja mal einen Langzeitvergleich zwischen voll
abgeschlossenem Kettenantrieb und Wellenantrieb.
> Ich selbst habe eine ganz neue Idee für einen Fahrradantrieb, der
> wahrscheinlich noch besser (und noch einfacher!) als der Kardanantrieb
> ist! Es ist eine geradezu genial einfache Idee, deshalb ist anscheinend
> noch niemand darauf gekommen, wie das nunmal so ist.
Kannst du schon mal ganz kurz das Prinzip erklären?
> Und dann gibt es natürlich die, wie ihr sagt, "esoterische" Erklärung:
> Der Verstand liebt es normalerweise, ja er lebt überhaupt davon, sich
> an Problemen festbeißen zu können. Er ist an wirklichen Lösungen gar
> nicht so sehr interessiert - merkt euch das bitte - denn dann würde er
> ja arbeitslos.
Ich kann das nicht beurteilen, da ich meinen Verstand nicht von meiner
restlichen Existenz trennen kann. Du scheinst das dagegen recht gut zu
können: Erst machst du die Rechnung „Intelligenz = Intellekt + Intuition“
auf und beschwerst dich über die herrschende Strömung um dann selber auf der
anderen Seite vom Pferd zu fallen. Nein, Guido, ich seh da keine Weisheit,
sondern nur ein Gedankengebäude.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz
Nun, das wäre eine konkrete Situation und hat wiederum nichts mit der
allgemeinen Aussage zu tun, dass "der Wirkungsgrad" "des Kardanantriebs"
grundsätzlich geringer wäre als der eines Kettenantriebs.
Wer hat denn das konkret mit dem Biomega-Antrieb gemessen?
Und selbst wenn dann 31 km/h herauskämen, wäre das angesichts anderer
Kriterien in vielen Fällen kaum relevant. Dann dürfte ja auch niemand
ein Nabengetriebe fahren, aber das wird hier sogar oft empfohlen.
Der Kardanantrieb anstelle eines Kettenantriebs ist im Prinzip vergleichbar
mit dem Einsatz eines Nabengetriebes anstelle einer Kettenschaltung.
Es hat ähnliche Vor- und Nachteile, wobei in vielen Fällen die Nachteile
gern in Kauf genommen werden.
Übrigens, *wenn* eine Schaltnabe kaputt geht, dann ist auch guter Rat
teuer, wie der Thread zur Spectro S7 (die ja auch im Biomega verbaut
ist) zeigt. Nur ist das eben unter "normalen" Umständen offenbar eher
unwahrscheinlich, dass das keinen davon abhält das Teil zu benutzen.
Bei der Kette weißt du jedoch *vorher* mit Sicherheit was nachzustellen
und spätestens nach soundsoviel Kilometer auszutauschen ist.
> Die Unterschiede in den Verlusten einer gepflegten
> Kettenschaltung zu einem "Kardanantireb" dürfte bei 200 Watt
> Antriebsleistung noch erheblich größer sein.
Naja, die Problematik der "gepflegten Kettenschaltung" dürfte ja zur Genüge
bekannt sein, während der spezielle Biomega-Antrieb jedoch anscheinend den
meisten nicht bekannt ist. Bei letzterem werden lediglich verbreitete
Vorurteile über "den Kardanantrieb" übernommen.
> Trotzdem komm ich mit
> SON XS100 im Renn-Reiserad merklich schneller voran als mit dem früher mal
> montierten Pioneer ELS100 (1.2 Watt gegenüber >12 Watt Leerlaufverluste
> bei 30 km/h).
Nach dieser Logik (!) kommst du auch mit dem Auto schneller voran als mit
jedem Fahrrad. Warum benutzt du dann nicht ein Auto anstatt deines Fahrrades?
Du wirst deine Gründe dafür haben. Siehst du. Das "schneller vorankommen"
ist ein ganz typischer und hinterhältiger logischer Fallstrick! "Esoterisch"
gesehen kommen heute die meisten Leute nur schneller in den Tod voran.
Das ist der ganze Fortschritt. Aber da sind sie auf der falschen Spur!
Der Mystiker meditiert und erreicht dadurch das ewige Leben! Er überwindet
den Tod. Nicht durch Geschwindigkeitswahn, sondern im Gegenteil durch
Geruhsamkeit!
Aber man kann das auch weltlich argumentieren:
Ich hatte bereits mal auf den Text "Energie und Gerechtigkeit" von Ivan
Illich aus dem Werk "Fortschrittsmythen" hingewiesen, der auch das
"Narrenlob des Fahrrads" enthält:
http://www.pudel.uni-bremen.de/pdf/Illich_2620id.pdf
Ich kann das nur jedem wärmstens empfehlen!
Illich kommt darin durch soziologische Analyse zu dem Schluss, dass du im
Endeffekt mit dem Auto sogar *langsamer* vorankommst als mit dem Fahrrad,
wenn du die Zeit zur Aufbringung der ganzen Kosten mit einrechnest, die
du dir ja irgendwie erarbeiten musst. Schon Henry David Thoreau hat eine
ähnliche Rechnung im 19.Jh. aufgemacht in Bezug auf das Zu-Fuß-Gehen vs.
Benutzung der gerade aufgekommenen Eisenbahn.
Soweit können jedoch die wenigsten Leute denken, das ist die ganze Tragik
des heutigen Verkehrszustandes.
Ich fahre deshalb Fahrrad und kein Auto, weil ich *weiß*, u.a. durch solche
Analysen von Illich, die natürlich nicht weiter publiziert werden, dass das
Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel aller Zeiten ist! Und, um mit Illich
zu sprechen: "Produktive Sozialbeziehungen unter freien Menschen bleiben
auf das Fahrradtempo beschränkt."
Nun kannst du eine ähnliche Analyse bezüglich deines Kettenschaltungsgerassels
aufstellen: Während du damit beschäftigt bist, deine Kette zu ölen und alle
soundsoviel Kilometer irgendwelche Antriebskomponenten nachzustellen und
auszutauschen, fahre ich gemütlich mit meinem Sorglos-Kardanantrieb und
-Nabengetriebe weiter. Ich fahre jetzt so 1 1/2 Jahre ohne dass irgendwelche
Zeit und Aufmerksamkeit auf den Antrieb ver(sch)wendet werden musste.
Genauso hatte ich mir das vorgestellt, und mit der Kette hat das jedenfalls
nicht funktioniert.
Ach übrigens, wenn es mal einen SON mit gekapselter Nabenbremse für mein
Rad gibt, lass es mich bitte wissen (ja ich weiß es gibt eine i-brake
Version, aber die passt nicht an meine Biomega-Gabel).
Dann schmeiß ich das Shimano-Teil raus...
Auch die Verkabelung mit dem E6-Z wäre dann angenehmer.
Viele Grüße
Guido
mfG
Michael
Das ist mir klar und den Leistungssport nehme ich als Anwendungsgebiet
heraus. Aber auch das muss nicht mit dem Gebilde "Wirkungsgrad" erklärt
werden, ich glaube die haben eher Probleme mit dem Gewicht.
> Spannend fänd ich ja mal einen Langzeitvergleich zwischen voll
> abgeschlossenem Kettenantrieb und Wellenantrieb.
Genau das ist es ja was ich absolviere, aus praktischer Sicht,
und weiter verfolge.
Der Kettenantrieb hat bei mir jedenfalls schon verloren.
> Kannst du schon mal ganz kurz das Prinzip erklären?
Ich fang da jetzt lieber keine neue Diskussion zu an, das dürfte etwas
ausufern, da ja auch noch einige Experimente ausstehen und Punkte zu
klären sind.
Hätte ich nicht vorher ähnlich "geniale" Erkenntnisse auf anderem Gebiet
gewonnen (JPEG), ich glaube ich hätte die Idee wegen Einfachheit verworfen.
Aber nun weiß ich, dass oftmals genau die einfachsten Lösungen lange Zeit
übersehen werden, insbesondere von den Fachleuten (man nennt das auch
"Betriebsblindheit"), und dann von eher Außenstehenden gefunden werden.
Habt ihr gewusst, dass es zwei professionelle Musiker und fotografische
Amateure waren, Leopold Mannes und Leopold Godowsky, die den ersten
analogen Farbfilm erfanden (Kodachrome 1935). Das nachdem viele bekannte
Wissenschaftler über ein halbes Jahrhundert lang vergeblich nach einem
brauchbaren Farbprozess gesucht haben!
Wenn ihr also jemals (analog) fotografiert habt, dann verdankt ihr die
Ergebnisse der grundlegenden Entdeckung von Mannes/Godowsky:
http://www.bu.edu/prc/GODOWSKY/godowsk2.htm
Ich bin nun momentan dabei, im Digitalbildbereich die Weichen zu stellen,
nachdem ich feststellen musste, dass die ganze Entwicklung sonst fehlläuft.
Wer da mal reinsehen möchte, kann hier eine Vorstellung von den laufenden
Entwicklungen bekommen:
direkt: http://jpegclub.org/temp/ITU-T-JPEG-Plus-Proposal_R3.doc
oder auch hier:
Da kann ich jetzt nicht so einfach die Fahrradentwicklung dazwischenschieben,
das werde ich danach in Angriff nehmen...
Ich brauch da zum Experimentieren auch noch ein paar Teile die ich mir erst
besorgen muss, z.B. ein Tandem oder ein "Bi Bici", und muss dann etwas basteln.
> Ich kann das nicht beurteilen, da ich meinen Verstand nicht von meiner
> restlichen Existenz trennen kann. Du scheinst das dagegen recht gut zu
> können: Erst machst du die Rechnung "Intelligenz = Intellekt + Intuition"
> auf und beschwerst dich über die herrschende Strömung um dann selber auf der
> anderen Seite vom Pferd zu fallen. Nein, Guido, ich seh da keine Weisheit,
> sondern nur ein Gedankengebäude.
Gut, ich kann versuchen das klarer auszudrücken. Bitte lies den folgenden
Konsens aller Mystiker nach Meditation und versuche deinen wertenden und
analysierenden Verstand etwas beiseite zu nehmen, damit dein tieferes Wesen
erreichbar wird.
Das Problem ist nicht der Verstand an sich, sondern die Identifikation mit
demselben. Dadurch werden Gedanken zwanghaft. Jeden Computer kann man ein-
und ausschalten, aber den Verstand kannst du nicht ausschalten. Er hat keinen
Schalter. Und es findet sich nirgendwo ein Hinweis, dass Gott, als er die
Welt und den Menschen erschuf, auch einen Schalter für den Verstand erschaffen
hätte, den man ein- und ausschalten kann. Es gibt keinen Schalter, und darum
rattert unser Verstand pausenlos, von der Geburt bis zum Tod.
Die Unfähigkeit, das Denken anzuhalten, ist eine schlimme Krankheit, aber
wir sehen das nicht so, wir halten es für normal, weil fast jeder darunter
leidet. Identifikation mit dem Verstand erschafft einen dunklen Schleier
von Konzepten, Bezeichnungen, Vorstellungen, Wörtern, Urteilen und
Definitionen, der jede wahre Beziehung behindert. Er gerät zwischen dich
und dein Selbst, zwischen dich und deine Mitmenschen, zwischen dich und
die Natur, zwischen dich und Gott.
Denken ist heute zu einer Krankheit geworden. Krankheit entsteht, wenn
Dinge aus dem Gleichgewicht geraten. Zum Beispiel ist es normal, wenn
Zellen sich im Körper teilen und vermehren, aber wenn dieser Prozess
sich unkontrolliert ohne Bezug zur Ganzheit des Körpers fortsetzt, dann
wuchern diese Zellen und Krankheit entsteht.
Der Verstand ist ein hervorragendes Instrument, wenn er richtig benutzt
wird. Bei falschem Gebrauch kann er allerdings sehr destruktiv werden.
Genauer gesagt ist es nicht so, dass du deinen Verstand falsch gebrauchst -
du gebrauchst ihn normalerweise überhaupt nicht. Er gebraucht dich. Das ist
die Krankheit. Du hältst dich für deinen Verstand. Das ist die Wahnidee.
Das Instrument hat die Macht über dich gewonnen.
Nur weil du ein Kreuzworträtsel lösen oder eine Atombombe bauen kannst,
bedeutet das nicht, dass du deinen Verstand benutzt. Genauso wie Hunde
es lieben, auf Knochen herumzukauen, liebt der Verstand es, sich an
Problemen festzubeißen. Darum mag er Kreuzworträtsel und baut Atombomben.
(Aktuell ist überall die Sudoku-Manie ausgebrochen. Immerhin hat mich das
zu einer guten Idee inspiriert, siehe Dokument oben).
DU (als Wesen) hast nicht das geringste Interesse an Kreuzworträtseln
oder Atombomben. Wenn du nicht in der Lage bist, deinen Verstand
abzuschalten, dann benutzt der Verstand dich. Du bist unbewusst mit
ihm identifiziert, deshalb weisst du nicht einmal, dass du sein Sklave
bist. Es ist fast so, als seist du besessen ohne es zu wissen, und deshalb
hältst du das Wesen, das dich besetzt, für dich selbst. Freiheit beginnt,
wenn du erkennst, dass du mit dem Verstand, dem Denker, der dich im
Zustand der Besessenheit hält, nicht identisch bist. Diese Erkenntnis
befähigt dich, den Denker zu beobachten. Sobald du beginnst, den Denker
zu beobachten, wird eine höhere Bewusstseinsebene aktiviert. Dann beginnst
du zu erkennen, dass es einen enormen Bereich von Intelligenz jenseits des
Denkens gibt, dass dein Denken nur einen winzig kleinen Aspekt dieser
Intelligenz ausmacht. Du erkennst auch, dass alles, was dem Leben wahren
Wert verleiht - Schönheit, Liebe, Kreativität, Freude, innerer Friede -,
seinen Ursprung jenseits des Verstandes hat. Du beginnst zu erwachen.
Fast jeder hört dauernd Stimmen in seinem Kopf: die unwillkürlichen
Gedankengänge, von denen du noch nicht weißt, dass es in deiner Macht
steht, sie anzuhalten. Ständige Monologe oder Dialoge. Sicher bist du
schon "Verrückten" auf der Straße begegnet, die unaufhörlich mit sich
selber reden oder murmeln. Das ist gar nicht so verschieden von dem,
was du und all die anderen "Normalen" tun, ihr tut es nur nicht laut.
Die Stimme kommentiert, spekuliert, urteilt, vergleicht, mag, mag nicht
und so weiter. Die Stimme hat nicht unbedingt mit der Situation zu tun,
in der du dich gerade befindest; es kann sein, dass sie nahe oder ferne
Vergangenheit wieder aufleben lässt oder für mögliche Situationen in der
Zukunft schon mal übt. Dabei stellt sie sich oft vor, dass Dinge schief
gehen oder schlecht ausgehen; das nennt man "sich sorgen". Manchmal wird
diese Tonspur von Bildern begleitet, wie im Kino. Selbst wenn die Stimme
für die augenblickliche Situation Relevanz hat, wird sie Interpretationen
anbringen, die sich an der Vergangenheit orientieren. Das geschieht, weil
diese Stimme zu deinem konditionierten Verstand gehört, der aus deiner
gesamten Vergangenheit entstanden ist und aus den von dir geerbten
kollektiven Verhaltensmustern. Du siehst und beurteilst die Gegenwart
durch die Augen der Vergangenheit - das verzerrt die Sicht völlig.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass diese Stimme zum größten Feind des
Menschen wird. Viele Menschen leben mit einem Peiniger im Kopf, der sie
ununterbrochen angreift und bestraft und ihnen die Lebensenergie abzieht.
Hier liegt die Ursache für unzähliges Leid, für Unglück und auch für
Krankheit.
Die gute Nachricht ist, dass du dich von deinem Verstand befreien *kannst*.
Das ist die einzig wahre Befreiung. Fange an, sooft du kannst, auf die
Stimme in deinem Kopf zu hören. Sei besonders aufmerksam bei allen sich
wiederholenden Gedankenmustern, diesen alten Schallplatten, die
wahrscheinlich viele Jahre lang in deinem Kopf gespielt wurden. Das ist
gemeint mit "den Denker beobachten" - man könnte auch sagen: Höre auf die
Stimme in deinem Kopf, sei als Beobachter gegenwärtig. Wenn du dieser
Stimme zuhörst, dann tue das vorurteilslos. Beurteile oder verdamme nicht,
was du hörst, denn das würde bedeuten, dass dieselbe Stimme durch die
Hintertür wieder hereingekommen ist. Du wirst bald erkennen: *Da ist*
die Stimme und hier *bin ich* - und höre ihr zu, beobachte sie. Dieses
Erkennen von *Ich bin*, dieses Gefühl deiner eigenen Gegenwärtigkeit ist
kein Gedanke. Es hat seinen Ursprung jenseits des Verstandes.
Wenn du also einem Gedanken zuhörst, dann bist du dir des Gedankens
bewusst, und zugleich auch deiner selbst als Zeuge des Gedankens.
Eine neue Dimension von Bewusstheit ist entstanden.
Während du dem Gedanken zuhörst, fühlst du eine bewusste Gegenwärtigkeit
- dein tieferes Selbst - sozusagen hinter oder unter dem Gedanken.
Der Gedanke verliert so an Macht über dich und lässt schnell nach, denn
du bestärkst den Verstand nicht mehr durch deine Identifikation mit ihm.
Das ist der Anfang vom Ende des unbeabsichtigten und zwanghaften Denkens.
Wenn ein Gedanke nachlässt, erlebst du eine Unterbrechung im Strom der
Gedanken - eine Lücke von "No-Mind". Zunächst werden diese Lücken kurz
sein, ein paar Sekunden vielleicht, aber allmählich werden sie länger.
Wenn diese Lücken stattfinden, dann fühlst du eine gewisse Stille und
einen Frieden in dir. Das ist der Beginn deines natürlichen Zustands
von empfundenem Einssein mit dem Sein, das normalerweise vom Verstand
getrübt ist. Durch Übung wird sich dieses Gefühl von Stille und Frieden
vertiefen. Tatsächlich ist seine Tiefe ohne Ende. Du wirst auch eine
feine Ausstrahlung von Freude aufsteigen fühlen, von tief innen: die
Freude des Seins. Dieser Zustand hat nichts mit Trance zu tun, absolut
nicht. Die Bewusstheit lässt nicht nach, im Gegenteil. Wäre der Preis
für diesen Frieden ein Nachlassen an Bewusstheit und wäre der Preis
für die Stille ein Mangel an Vitalität und Wachsamkeit, dann wären sie
wertlos. Im Zustand innerer Verbundenheit bist du wesentlich aufmerksamer,
wacher, als wenn du mit deinem Verstand identifiziert bist. Du bist
völlig gegenwärtig. Und auch die Schwingung des Energiefeldes, welches
den physischen Körper am Leben erhält, wird erhöht.
Wenn du in diesen Bereich von No-Mind, wie er manchmal im Osten genannt
wird, tiefer eintauchst, erreichst du den Zustand reiner Bewusstheit.
In diesem Zustand spürst du deine eigene Gegenwärtigkeit mit solcher
Intensität und Freude, dass im Vergleich dazu alles Denken, alle
Emotionen, dein physischer Körper und auch die ganze Welt relativ
unbedeutend werden. Und doch ist dies kein selbstbezogener, sondern ein
selbstloser Zustand. Er bringt dich jenseits von dem, was du bislang
als "dein Selbst" bezeichnet hast. Diese Präsenz bist im Wesentlichen
du, und gleichzeitig ist sie unvorstellbar größer als du.
Die Vorherrschaft des Verstandes ist nichts weiter als ein Stadium in
der Evolution des Bewusstseins. Es ist eine absolute Notwendigkeit,
dass wir jetzt zur nächsten Phase weitergehen; andernfalls werden wir
vom Verstand, der zu einem Monster herangewachsen ist, zerstört werden.
Denken und Bewusstsein sind nicht sysnonym. Denken ist nur ein kleiner
Aspekt des Bewusstseins. Gedanken können ohne Bewusstsein nicht
existieren, aber Bewusstsein benötigt keine Gedanken.
Erleuchtung bedeutet, sich über die Gedanken zu erheben, sie bedeutet
nicht, auf eine Ebene unterhalb der Gedanken zurückzufallen, auf die
Ebene der Tiere oder Pflanzen. Im erleuchteten Zustand wirst du den
Verstand immer noch benutzen, wenn nötig, aber auf wesentlich
konzentriertere und effektivere Weise als vorher. Du benutzt ihn dann
hauptsächlich für praktische Zwecke, aber du bist frei von dem
unwillkürlichen inneren Dialog, und innere Stille ist gegenwärtig.
Wenn du deinen Verstand dann gebrauchst, besonders zu Zeiten, wo eine
kreative Lösung gefragt ist, dann schwankst du alle paar Minuten
zwischen Gedanken und Stille, zwischen Verstand und Nicht-Verstand
hin und her. No-mind ist Bewusstheit ohne Gedanken. Nur auf diese
Weise ist kreatives Denken möglich, denn nur dann ist das Denken
wirklich kraftvoll.
Denken allein, nicht länger mit der Weite von Bewusstsein verbunden,
wird schnell sinnlos, krank, zerstörerisch.
Der Verstand ist grundsätzlich eine Überlebensmaschinerie. In Angriff
und Verteidigung gegenüber einem anderen Verstand, im Sammeln,
Speichern und Analysieren von Informationen - darin ist er gut, aber
er ist absolut nicht schöpferisch. Alle wahren Künstler, ob es ihnen
bewusst ist oder nicht, erschaffen auf einer Ebene von No-Mind, von
innerer Stille. Der Verstand gibt den kreativen Impulsen oder
Erkenntnissen dann eine Form. Den meisten Wissenschaftlern mangelt es
nicht deshalb an Kreativität, weil sie nicht denken können, sondern
weil sie nicht aufhören können zu denken!
Es war nicht der denkende Verstand, der das Wunder des Lebens auf der
Erde und dieses Körpers erschaffen hat und immer noch aufrechterhält.
Da ist eindeutig eine Intelligenz am Werk, die wesentlich größer ist
als der Verstand. Je mehr wir über die Funktionsweise des Körpers
lernen, desto mehr erkennen wir, wie unendlich groß die Intelligenz
sein muss, die in ihm wirkt, und wie wenig wir noch verstehen.
Wenn der Verstand sich damit wieder verbindet, wird er zum
wunderbarsten Werkzeug. Dann dient er etwas größerem als sich selbst.
Das ständige Geschnatter unseres Verstandes ist das Ergebnis unserer
ganzen Erziehung. Unsere Erziehung ist grundlegend falsch, denn sie
lehrt uns nur die eine Hälfte des Vorgangs: den Verstand zu gebrauchen.
Sie lehrt uns jedoch nicht, das Denken anzuhalten, damit es sich auch
mal entspannen kann. Selbst im Schlaf rattert der Verstand weiter.
Er kennt keine Ruhe. Siebzig, achtzig Jahre lang arbeitet er pausenlos.
Man muss die Menschen lehren, das Denken anzuhalten. Es ist möglich.
Man nennt das Meditation.
Es ist möglich, einen Schalter anzubringen, um den Verstand abzuschalten,
wenn er nicht gebraucht wird. Das bringt zwei Vorteile: Es bringt dir
einen Frieden und eine Stille, wie du sie noch nie zuvor gekannt hast,
und es bringt dir eine Erkenntnis deiner selbst, die wegen des ständig
schnatternden Verstandes bisher nicht möglich war. Er hält dich ständig
auf Trab.
Und außerdem bringt es dem Verstand mal eine Ruhepause. Und wenn man dem
Verstand Ruhepausen gibt, kann er alles viel effizienter und intelligenter
erledigen.
Du wirst also in zweifacher Hinsicht davon profitieren - für den Verstand
und für das Sein. Du musst nur lernen, wie du den Verstand anhalten kannst.
Wie du zu ihm sagen kannst: "Jetzt ist es genug. Geh schlafen! Ich bleibe
wach, mach dir keine Sorgen."
Du solltest den Verstand nur gebrauchen, wenn er benötigt wird, dann bleibt
er frisch und jung, voller Energie und Schwung. Dann wird alles, was du
sagst, nicht bloß triviales Zeug sein, sondern voller Leben und Autorität,
voller Wahrheit und Aufrichtigkeit, und es wird sehr bedeutungsvoll sein.
Selbst wenn du die gleichen Worte verwendest, wird der ausgeruhte Verstand
eine solche Kraft haben, dass jedes Wort zu einer Flamme wird, zu einer
starken Macht.
Was die Welt "Charisma" nennt, ist nichts Besonderes. Es rührt von einem
Verstand, der sich zu entspannen weiß und Energie gesammelt hat. Dann ist
sein Reden Poesie oder ein Evangelium und er hat keine Beweise und keine
Logik nötig, weil allein seine Energie ausreicht, um andere zu beeinflussen.
Die Menschen haben schon immer gespürt, dass es da etwas gibt, aber sie
konnten nie genau sagen, was "Charisma" ist.
Wenn der Verstand Tag und Nacht in Aktion ist, wird er zwangsläufig
kraftlos und stumpf, langweilig und uninteressant. Er ist höchstens
nützlich und praktisch, etwa um Gemüse einzukaufen. Aber für mehr hat er
nicht die Kraft. So beschränken sich Millionen von Menschen, die voller
Charisma sein könnten, darauf, farblos und blass, kraftlos und ohne
Autorität zu sein.
Wenn es möglich wird, den Verstand zum Schweigen zu bringen und ihn nur
zu benutzen, wenn er gebraucht wird - und das *ist* möglich -, dann äußert
er sich sehr machtvoll. Er hat soviel Energie gesammelt, dass jedes
ausgesprochene Wort direkt ins Herz geht. Die Menschen sind der Meinung,
charismatische Persönlichkeiten hätten eine hypnotische Ausstrahlung, aber
es hat nichts mit Hypnose zu tun. Sie haben eine solche Frische, eine
solche Energie. Bei ihnen ist immer Frühling. So viel zum Verstand.
Was nun das Sein angeht: In der Stille wird dir ein ganzes Universum von
Zeitlosigkeit und Todlosigkeit zugänglich - aller Segen und alle Wohltaten,
die du dir nur vorstellen kannst!
Meditation ist die Essenz aller Religion, Meditation ist die wahre Religion.
Nichts anderes ist nötig. Alles andere sind Rituale, die nichts mit der
Essenz zu tun haben.
Meditation ist die Essenz, die reine Essenz. Man kann davon nichts mehr
weglassen.
Und sie bringt dir beide Welten: Sie bringt dir die jenseitige Welt - das
Göttliche, das Reich Gottes -, aber ebenso bringt sie dir die diesseitige
Welt. Dann bist du nicht mehr arm, sondern du hast einen Reichtum, der sich
nicht in Geld ausdrückt.
Es gibt viele Arten von Reichtum. Ein Mensch, der reich an Geld ist, gehört
in die unterste Kategorie des Reichtums. Man kann es so sagen: Der
Wohlhabende ist der ärmste der Reichen. Aus der Perspektive des Armen ist
er der reichste der Armen. Aus der Perspektive des kreativen Künstlers,
Tänzers, Musikers, Wissenschaftlers ist er der ärmste der Reichen. Und
aus der Perspektive des höchsten Erwachens kann man ihn nicht einmal reich
nennen.
Meditation wird dich absolut reich machen, indem sie dir die Welt deines
innersten Seins erschließt, aber auch relativ reich, denn sie wird deine
geistigen Fähigkeiten für bestimmte Begabungen, die du hast, freisetzen.
Die Erfahrung ist, dass jeder mit einem bestimmten Talent geboren wird,
und solange er nicht dieses Talent voll ausschöpft, wird ihm immer etwas
fehlen. Er wird immer das Gefühl haben, dass ihm etwas abgeht, das ihm
eigentlich zusteht.
Gönne deinem Verstand Ruhepausen - er hat sie so nötig!
Und es ist ganz einfach: Werde zum beobachtenden Zeugen deines Denkens.
Das bringt dir beide Vorteile: Mit der Zeit wird der Verstand lernen,
still zu werden. Und wenn er erst einmal weiß, wie er durch Stille Kraft
gewinnt, dann werden die Worte nicht mehr nur Worte sein; sie erhalten
eine Gültigkeit, eine Fülle und eine Qualität wie nie zuvor. Sie werden
so direkt wie Pfeile; sie umgehen die logischen Barrieren und treffen
mitten ins Herz.
Dann wird der Verstand zu einem guten Diener von immenser Kraft im
Dienste der Stille.
Dann wird das Sein zum Herrn und Meister, der den Verstand benutzt, wenn
er gebraucht wird, und ihn abschaltet, wenn er nicht gebraucht wird.
Viele Grüße
Guido
> Ich bin nun momentan dabei, im Digitalbildbereich die Weichen zu stellen,
> nachdem ich feststellen musste, dass die ganze Entwicklung sonst fehlläuft.
Oh Mann! Bist Du nicht DER berühmte "Foveon vs. Bayer"-GUIDO von
Foto-NGs???
Marc
Viele Grüße und Adè, Arnold
> Hannes Kuhnert schrieb:
>
>> Der Wirkungsgradunterschied zwischen heutigen Wellen- und Kettenantrieben
>> ist nur sehr klein und daher für dich anscheinend nicht relevant, aber
>> immerhin so groß, dass Wellenantriebe im Leistungssport nicht in Frage
>> kommen.
>
> Das ist mir klar und den Leistungssport nehme ich als Anwendungsgebiet
> heraus. Aber auch das muss nicht mit dem Gebilde "Wirkungsgrad" erklärt
> werden, ich glaube die haben eher Probleme mit dem Gewicht.
Ich kann dir gut abnehmen, dass es im Leistungssport ein Problem mit dem
Gebilde „Gewicht“ gibt. Genauso gibt es aber auch ein Problem mit der hinter
dem Wirkungsgrad stehenden Realität.
Hältst du etwa eine Betrachtung wie „Ich steck Energie rein, auf dem Weg geht
ein Viertel verloren und hinten kommen drei Viertel raus.“ bei Fahrradan-
trieben nicht für sinnvoll? „Wirkungsgrad=75%“ bedeutet doch nichts weiter.
Bei der Effizienzfrage Wellen-/Kettenantrieb ist dein Vergleich mit Naben-/
Kettenschaltung sehr gut. Bei Wellenantrieb und Nabenschaltung ist die
Effizienz ein Stück schlechter als bei der Konkurrenz, aber das macht sie
nicht überflüssig. Ich fahr auch mit einer Siebengangnabe und nehm damit die
gegenüber einer Kettenschaltung geringere Effizienz in Kauf, auch wenn ich
nicht merke, dass der Antrieb schwerer ginge als der eines anderen Fahrrads
mit Kettenschaltung, das ich auch manchmal benutz.
Das liegt doch alles auf der Hand. Ich schreib nur so länglich, weil du
versuchtest, den Wirkungsgrad als „Spielwiese für Messtechniker“
hinzustellen.
>> Spannend fänd ich ja mal einen Langzeitvergleich zwischen voll
>> abgeschlossenem Kettenantrieb und Wellenantrieb.
>
> Genau das ist es ja was ich absolviere, aus praktischer Sicht,
> und weiter verfolge.
Schön, berichte bitte weiter. Du fährst ja viel damit, daher ist das sehr
interessant. Hat das Patria-Rad einen geschlossenen Kettenschutz?
>> Kannst du schon mal ganz kurz das Prinzip erklären?
>
> Ich fang da jetzt lieber keine neue Diskussion zu an, das dürfte etwas
> ausufern, da ja auch noch einige Experimente ausstehen und Punkte zu
> klären sind.
Eine Diskussion will ich gar nicht erzwingen, aber kannst du nicht ganz kurz
die Idee skizzieren? Ich bin da erstmal auch gegenüber abgedrehten Ideen
(von wegen „freie Energie“ und so) offen. Wenn du befürchtest, dass deine
Idee hier zerissen wird, dann schick mir doch eine E-Mail, in der du in zwei
Sätzen erklärst, worum es geht. Ich bin wirklich sehr gespannt und werde das
nicht breitstreuen, wenn du das nicht willst.
> Hätte ich nicht vorher ähnlich "geniale" Erkenntnisse auf anderem Gebiet
> gewonnen (JPEG), ich glaube ich hätte die Idee wegen Einfachheit verworfen.
> Aber nun weiß ich, dass oftmals genau die einfachsten Lösungen lange Zeit
> übersehen werden, insbesondere von den Fachleuten (man nennt das auch
> "Betriebsblindheit"), und dann von eher Außenstehenden gefunden werden.
Das erinnert mich dran, dass ich lange Zeit das Dezimalsystem für ein
„unnatürliches“ Zahlensystem hielt. Vor ein paar Monaten fiel mir dann auf,
dass ich zehn Finger habe.
– ab hier „off-topic“ –
>> Ich kann das nicht beurteilen, da ich meinen Verstand nicht von meiner
>> restlichen Existenz trennen kann. Du scheinst das dagegen recht gut zu
>> können: Erst machst du die Rechnung "Intelligenz = Intellekt + Intuition"
>> auf und beschwerst dich über die herrschende Strömung um dann selber auf
>> der anderen Seite vom Pferd zu fallen. Nein, Guido, ich seh da keine
>> Weisheit, sondern nur ein Gedankengebäude.
>
> Gut, ich kann versuchen das klarer auszudrücken. Bitte lies den folgenden
> Konsens aller Mystiker nach Meditation und versuche deinen wertenden und
> analysierenden Verstand etwas beiseite zu nehmen, damit dein tieferes Wesen
> erreichbar wird.
Bei „du“ fühl ich mich jetzt mal angesprochen und antworte entsprechend.
> Das Problem ist nicht der Verstand an sich, sondern die Identifikation mit
> demselben.
> Der Verstand ist ein hervorragendes Instrument, wenn er richtig benutzt
> wird. Bei falschem Gebrauch kann er allerdings sehr destruktiv werden.
> Genauer gesagt ist es nicht so, dass du deinen Verstand falsch gebrauchst -
> du gebrauchst ihn normalerweise überhaupt nicht. Er gebraucht dich. Das ist
> die Krankheit. Du hältst dich für deinen Verstand.
/Ich/ tu das nicht.
> Du erkennst auch, dass alles, was dem Leben wahren
> Wert verleiht - Schönheit, Liebe, Kreativität, Freude, innerer Friede -,
> seinen Ursprung jenseits des Verstandes hat.
Das ist mir keineswegs unbekannt.
> Ständige Monologe oder Dialoge.
> Die Stimme kommentiert, spekuliert, urteilt, vergleicht, mag, mag nicht
> und so weiter.
> Die gute Nachricht ist, dass du dich von deinem Verstand befreien *kannst*.
> Das ist die einzig wahre Befreiung.
Du meinst also, dich selbst befreien bzw. erlösen zu können bzw. es schon
getan zu haben?
> Sei besonders aufmerksam bei allen sich
> wiederholenden Gedankenmustern, diesen alten Schallplatten, die
> wahrscheinlich viele Jahre lang in deinem Kopf gespielt wurden. Das ist
> gemeint mit "den Denker beobachten" - man könnte auch sagen: Höre auf die
> Stimme in deinem Kopf, sei als Beobachter gegenwärtig.
> Du wirst bald erkennen: *Da ist*
> die Stimme und hier *bin ich* - und höre ihr zu, beobachte sie. Dieses
> Erkennen von *Ich bin*, dieses Gefühl deiner eigenen Gegenwärtigkeit ist
> kein Gedanke. Es hat seinen Ursprung jenseits des Verstandes.
Dass „Ich bin“ seinen Ursprung außerhalb des Verstandes hat, versteht sich
von selbst. Ich seh aber nicht, wozu ich mich speziell von meinem Verstand
distanzieren sollte. Mindestens solange ich auf der Erde lebe habe ich einen
Körper und einen Verstand.
> Es ist möglich, einen Schalter anzubringen, um den Verstand abzuschalten,
> wenn er nicht gebraucht wird. Das bringt zwei Vorteile: Es bringt dir
> einen Frieden und eine Stille, wie du sie noch nie zuvor gekannt hast,
> und es bringt dir eine Erkenntnis deiner selbst, die wegen des ständig
> schnatternden Verstandes bisher nicht möglich war.
Ich kenne den Schöpfer des Himmels und der Erde persönlich. Womit also willst
du mich hinter dem Ofen hervorholen?
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz
Es käme ja auch noch eine Form von Nabengetriebe hinzu. Zumindest im
Straßenrennsport benutzen sie ja auch keine Rohloff-Nabe, trotz ihres
optimierten Wirkungsgrades.
> Genauso gibt es aber auch ein Problem mit der hinter dem Wirkungsgrad
> stehenden Realität.
> Hältst du etwa eine Betrachtung wie "Ich steck Energie rein, auf dem Weg geht
> ein Viertel verloren und hinten kommen drei Viertel raus." bei Fahrradan-
> trieben nicht für sinnvoll? "Wirkungsgrad=75%" bedeutet doch nichts weiter.
Was weiß denn der "gewöhnliche" Techniker über "Energie" und die dahinter
stehende "Realität"?
Aus "erleuchteter" Sicht hat er nicht die geringste Ahnung davon, was
Energie überhaupt ist, wo sie herkommt, was die Quelle der Energie ist,
was die "Realität" der Energie ist.
Gehe mal zu einem Mystiker und lasse dir etwas über Energie erzählen.
Da wirst du ganz andere Einsichten bekommen.
Was der gewöhnliche Techniker unter Energie zu verstehen glaubt betrifft nur
die unterste Ebene. Das ist nichts im Vergleich zu höheren Erkenntnisquellen.
Die heutige etablierte Wissenschaft beispielsweise glaubt dogmatisch an eine
Kraft namens "Gravitation". Dabei haben sie nicht die geringste Ahnung um
was es sich dabei handelt, und mittlerweile hat sich unter allen Mystikern
und anderen intelligenten Leuten die Existenz einer Gegenkraft namens
"Levitation" herumgesprochen, wovon die etablierte Wissenschaft bis
heute nichts wissen will.
> Bei der Effizienzfrage Wellen-/Kettenantrieb ist dein Vergleich mit Naben-/
> Kettenschaltung sehr gut. Bei Wellenantrieb und Nabenschaltung ist die
> Effizienz ein Stück schlechter als bei der Konkurrenz, aber das macht sie
> nicht überflüssig. Ich fahr auch mit einer Siebengangnabe und nehm damit die
> gegenüber einer Kettenschaltung geringere Effizienz in Kauf, auch wenn ich
> nicht merke, dass der Antrieb schwerer ginge als der eines anderen Fahrrads
> mit Kettenschaltung, das ich auch manchmal benutz.
>
> Das liegt doch alles auf der Hand. Ich schreib nur so länglich, weil du
> versuchtest, den Wirkungsgrad als "Spielwiese für Messtechniker"
> hinzustellen.
Wie gesagt, aus "mystischer" Sicht weiß der Messtechniker gar nichts,
er ist ein Kind das im Sand der Zeit spielt.
Dieselbe Siebengangnabe (SRAM/Spectro S7) ist im Biomega verbaut, und
es läuft in dieser Kombination sehr glatt und leicht.
Würde ich sonst längere Touren mit dem Biomega unternehmen, wenn ich
merkliche Verluste spüren würde?
> >> Spannend fänd ich ja mal einen Langzeitvergleich zwischen voll
> >> abgeschlossenem Kettenantrieb und Wellenantrieb.
> >
> > Genau das ist es ja was ich absolviere, aus praktischer Sicht,
> > und weiter verfolge.
>
> Schön, berichte bitte weiter. Du fährst ja viel damit, daher ist das sehr
> interessant. Hat das Patria-Rad einen geschlossenen Kettenschutz?
Ja. Das Patria-Rad ist ein solides Rad und benutze ich auch noch. Es
hat aber seine Schwächen.
Das Biomega-Rad mit der von mir verpassten Ausstattung ist derzeit mein
Favorit.
Gerade ist mir übrigens bewusst geworden dass die vorhandenen Bremsgriffe
unpassend sind. Es ist ja allgemein bekannt dass Trommel-/Rollenbremsen
stärkere Handkräfte als V-Brake/Scheibenbremsen benötigen bzw. als schwächer
empfunden werden, und nun stelle ich fest, dass die verbauten Tektro-Hebel
fest auf V-Brake eingestellt sind (geringere Hebelübersetzung). Es gibt zwar
im Hebel eine Cantilever-Einstellung, aber das lässt sich bei den billigen
Tektro-Hebeln nicht nachträglich umstellen, da fest ab Werk vernietet.
Also werde ich jetzt auf Shimano-Bremsgriffe mit Canti/Rollerbrake-Einstellung
umstellen, wie auch an dem Patria-Rad, was besser wirkt. Die Shimano-Hebel
(Nexus/Nexave) erlauben auch nachträgliche Umstellung und sind deutlich
teurer als die Tektro-Teile.
Die hintere Trommelbremse in der SRAM-S7-Nabe erschien mir schon immer recht
schwach, und laut SRAM-Anleitung verlangt sie eine entsprechend hohe Hebel-
übersetzung (~4). Das dürfte sich also nun etwas verbessern...
> Eine Diskussion will ich gar nicht erzwingen, aber kannst du nicht ganz kurz
> die Idee skizzieren? Ich bin da erstmal auch gegenüber abgedrehten Ideen
> (von wegen "freie Energie" und so) offen. Wenn du befürchtest, dass deine
> Idee hier zerissen wird, dann schick mir doch eine E-Mail, in der du in zwei
> Sätzen erklärst, worum es geht. Ich bin wirklich sehr gespannt und werde das
> nicht breitstreuen, wenn du das nicht willst.
Naja, mit "freier Energie" hat das eigentlich nichts zu tun. Der Mystiker ist
auch durchaus praktisch veranlagt und kann auch nachvollziehbare Lösungen
finden.
Das Problem ist, ich will wirklich keine Diskussion auslösen bevor ich nicht
den Ansatz praktisch verifiziert habe. Bisher ist es nur eine Idee im Kopf,
die noch keinen Widerspruch gefunden hat. Aber das reicht nicht. Alle guten
Ideen fangen im Kopf an, aber nicht alles erweist sich als praktikabel.
Daher bin ich vorsichtig.
Was ich aber hier machen kann: Ich kann ein bisschen die Motivation zur
Entstehung der Idee beschreiben und die Lösung als Rätsel überlassen.
Vielleicht kommt dann ja auch jemand anders von selbst drauf, das wäre
auch spannend.
Also die Idee entstand vor ungefähr einem Jahr und hat mit der "Nummer 7"
Bezeichnung für mein Biomega zu tun, wie schon mal erwähnt.
Schaut man sich sowohl den Kettenantrieb als auch den (Biomega)-Kardanantrieb
an, so stellt man fest, dass er am Rad *unsymmetrisch*, oder *einseitig*,
angebracht ist. Irgendwie scheint das unschön. Der Kardanantrieb sieht zwar
in der Praxis gegenüber dem Kettenantrieb sehr "schön" (elegant) aus, aber er
ist eben immer noch *einseitig*, *unsymmetrisch*. Während die Pedalbewegung
symmetrisch (oder anti-symmetrisch) erfolgt, entsprechend den 2 symmetrischen
Beinen des Menschen, erfolgt die Übertragung zum Hinterrad nur einseitig,
unsymmetrisch.
Als entsprechend symmetrische (oder anti-symmterische), jedenfalls zwei-seitige,
Lösung fand ich nun die "Nummer 8" Lösung. Das heißt, ich habe im Endeffekt 8
Achsen statt 7 beim Kardanantrieb (und 6 Achsen plus Kette beim Kettenantrieb -
Kettenräder hießen also dann bei mir "Nummer 6").
Das ist zwar eine Achse mehr als beim Kardanrad, aber insgesamt einfacher denke
ich. Denn die spezielle Achse Nr.7 des Kardan fällt weg, und stattdessen werden
zwei "normale" Achsen hinzugefügt (ohne Kegel- oder sonstige Zahnräder!).
So, das soll nun zum Rätseln reichen, wer eine Lösung findet kann es mir ja
mitteilen...
Interessanterweise spielt die Zahl 8 auch bei JPEG eine besondere Rolle
(Standard DCT Größe bei JPEG), wobei ich mit den Weiterentwicklungen auch
andere Zahlen in der Umgebung (von 1 bis 16) mit einbeziehe.
Weiterhin spielen diese Zahlen auch bei den Nabengetrieben eine Rolle:
Populäre 8-Gang-Nabe von Shimano (Nexus Inter-8), daneben 7-Gang (Shimano
und SRAM/Sachs), sowie neue 9-Gang I-Motion-Nabe von SRAM. Maximum 14-Gang
(<= 16) von Rohloff, daneben existierende 2,3,4,5-Gang-Naben.
Sehr mysteriös auch die Tatsache, dass 8 die Zahl der Dimensionen des
Universums entsprechend den vedischen Schriften ist, das sind die ältesten
und interessantesten überlieferten heiligen Schriften der Menschheit!
Das heißt es gibt 7 weltliche Dimensionen (Himmel und Höllen, sozusagen),
sowie 1 Reich Gottes (die sprituelle Dimension).
Das entspricht auch unmittelbar der DCT (Diskrete Cosinus-Transformation)
bei JPEG: Da gibt es 7 AC Komponenten (AC = "Alternate Current" -
"Wechselstrom" - entspricht den 7 veränderlichen Welten, Himmel und Höllen,
der vedischen Schriften), und 1 DC Komponente (DC = "Direct Current" -
"Gleichstrom" - entspricht dem ewigen Reich Gottes).
Die 7 Welten oder 7 Himmel sind natürlich auch im Christentum (Bibel) und
im Volksmund bekannt: "im 7. Himmel schweben" - also eine Etage vor dem
ewigen Reich Gottes :-)...
Mysteriös, mysteriös...
> Das erinnert mich dran, dass ich lange Zeit das Dezimalsystem für ein
> "unnatürliches" Zahlensystem hielt. Vor ein paar Monaten fiel mir dann auf,
> dass ich zehn Finger habe.
Als gelernter Mathematiker kenne ich die Diskussion. Das "Zwölfersystem"
(Duodezimalsystem) erscheint in gewisser Hinsicht attraktiver. Aber letztlich
wäre es kein wirklich fundamentaler Fortschritt, deshalb ist die Diskussion
wenig sinnvoll.
> > Gut, ich kann versuchen das klarer auszudrücken. Bitte lies den folgenden
> > Konsens aller Mystiker nach Meditation und versuche deinen wertenden und
> > analysierenden Verstand etwas beiseite zu nehmen, damit dein tieferes Wesen
> > erreichbar wird.
>
> Bei "du" fühl ich mich jetzt mal angesprochen und antworte entsprechend.
> ...
> /Ich/ tu das nicht.
> ...
Wenn du meine diesbezüglichen Aussagen derart kommentierst, bewertest,
analysierst, hast du es verpasst - du bist an der Essenz dessen, was ich
hiermit auszudrücken versuchte, vorbeigegangen.
Diese Worte waren nicht an deinen Verstand gerichtet, sondern an dein
tieferes Wesen. Schau dir die Reaktion von Arnold Franke an - er hat es
richtig verstanden.
Es geht darum, zu verstehen, was ich sage, und nicht etwa zu lernen, was
ich sage. Wenn du mir hier zuhörst, fang nicht an, Wissen zu sammeln. Fang
nicht an, zu sammeln und zu horten, wie du es sonst gewöhnt bist. Mir hier
zuzuhören sollte ein Experiment im Verstehen sein. Du solltest voller
Intensität zuhören, total und mit so viel Bewusstheit, wie dir nur möglich
ist. In dieser Bewusstheit wirst du es sehen, und dieses Sehen bedeutet
Transformation. Nicht dass du anschließend etwas tun müsstest; das Sehen
selbst bewirkt die Verwandlung.
Wenn du dafür oder dagegen argumentierst, zeigt das nur, dass du es
verfehlt hast.
Während du mir zuhörst, geh einfach mit mir mit.
Während du mir zuhörst, geh in die Räume, in die ich dich zu führen
versuche, und verstehe, was ich sage.
Argumentiere nicht - sag nicht Ja, sag nicht Nein; stimme mir nicht zu,
widersprich mir nicht.
Geh einfach in diesem Augenblick mit mir mit - und plötzlich ist die
Einsicht da. Wenn du aufmerksam liest ... und mit Aufmerksamkeit meine
ich nicht Konzentration; mit Aufmerksamkeit meine ich einfach nur, dass
du mit Bewusstheit liest, nicht mit trübem Geist; dass du mit Intelligenz
liest, mit Lebendigkeit, mit Offenheit. Du liest das hier, jetzt - das
meine ich mit Aufmerksamkeit. Du bist nicht irgendwo anders. Du vergleichst
nicht das, was ich sage, mit deinen alten Gedanken. Du vergleichst überhaupt
nicht, du urteilst nicht. Du sitzt nicht da und beurteilst in dir, in deinem
Innern, ob das, was ich sage, richtig ist oder nicht oder wie viel davon
richtig ist.
Wenn du eine Rose siehst, stimmst du ihr zu oder nicht?
Wenn du einen Sonnenaufgang siehst, stimmst du ihm zu oder nicht?
Wenn du den Mond in der Nacht siehst, dann siehst du ihn einfach nur!
Entweder du siehst ihn oder du siehst ihn nicht, doch dabei geht es nicht
um die Frage von Zustimmung oder Ablehnung.
Ich versuche nicht, dich von irgendetwas zu überzeugen.
Ich versuche nicht, dich zu irgendeiner Theorie zu bekehren, zu einer
Philosophie, einem Dogma, einem Glauben, nein.
Ich teile dir einfach nur mit, was einem Mystiker passiert, und in diesem
Mitteilen kann dasselbe auch dir passieren, wenn du wirklich dabei bist.
Es ist ansteckend.
Einsicht verwandelt.
Wenn ich sage, Wissen, Verstand, ist ein Fluch, kannst du dem zustimmen
oder widersprechen - und hast es verfehlt! Höre einfach nur zu, schau es
dir einfach nur an, geh einfach in den Prozess, den Wissen darstellt.
Dann kannst du sehen, wie dein Wissen zu Distanz führt, wie dein Wissen
zu einer Barriere wird. Wie Wissen immer dazwischen steht, wie Wissen
sich immer weiter vermehrt und die Distanz sich immer weiter vergrößert.
Wie die Unschuld durch Wissen verloren geht, wie das Staunen durch Wissen
zerstört wird, beeinträchtigt wird, abgetötet wird, wie das Leben durch
dein Wissen eine fade und langweilige Angelegenheit wird.
Das Mysterium geht verloren. Das Mysterium verschwindet, weil du anfängst
zu glauben, dass du weißt. Wie kann noch ein Mysterium vorhanden sein,
wenn du weißt? Das Mysterium ist nur möglich, wenn du nicht weißt.
Und denk daran, der Mensch weiß eigentlich überhaupt nichts! Alles, was
wir angesammelt haben, ist nur Schrott. Das Letztendliche bleibt unserem
Zugriff entzogen. Was wir gesammelt haben, sind nur Fakten, die Wahrheit
bleibt von unseren Anstrengungen unberührt.
Und das ist nicht nur die Erfahrung von Jesus oder Buddha, es ist auch die
Erfahrung von Newton und Albert Einstein. Es ist die Erfahrung von Dichtern,
Malern, Musikern und Tänzern. All die großen Intelligenten dieser Welt - ob
sie nun Mystiker waren, Dichter oder Wissenschaftler - stimmen in einer
Sache vollkommen überein: Je mehr wir wissen, desto mehr verstehen wir,
dass das Leben ein absolutes Mysterium ist. Unser Wissen kann dieses
Mysterium niemals auflösen.
Es sind nur die dummen Menschen, die denken, es gäbe kein Mysterium mehr
im Leben, weil sie jetzt ein bisschen Wissen haben.
Es ist nur der mittelmäßige Verstand, der sich zu sehr ans Wissen hängt;
der intelligente Verstand bleibt über dem Wissen. Er verwendet es,
natürlich verwendet er es - es ist nützlich, es lässt sich gut einsetzen -,
aber er weiß sehr wohl, dass alles, was Wahrheit ist, verborgen ist und
verborgen bleibt. Wir können immer weiter wissen und wissen, doch das
Mysterium bleibt unerschöpflich.
Lausche mit Einsicht, mit Aufmerksamkeit, total. Wenn du auf diese Weise
ganz dabei bist, wirst du etwas sehen. Und dieses Sehen verändert dich -
du fragst nicht mehr, wie. Einsicht negiert Wissen. Und wenn etwas negiert
wird und nichts stattdessen postuliert wird, wurde etwas zerstört und
nichts an seine Stelle gesetzt. Dann herrscht Stille, denn es ist Raum
vorhanden. Es herrscht Stille, denn das Alte wurde entfernt und das Neue
ist noch nicht aufgetaucht. Diese Stille ist Leere, ist Nichts. Und nur
dieses Nichts funktioniert in der Welt der Wahrheit.
Gedanken können dort nicht funktionieren. Gedanken funktionieren nur in
der Welt der Dinge, weil auch Gedanken Dinge sind - sehr subtil, aber doch
materiell. Darum können Gedanken aufgezeichnet werden, darum können sie
übermittelt und übertragen werden.
Ich kann dir einen Gedanken zuwerfen, und du kannst ihn auffangen, du
kannst ihn haben. Er kann genommen und gegeben werden, er ist übertragbar,
denn er ist ein Ding. Er ist ein materielles Phänomen.
Leere kann nicht gegeben werden, Leere kann dir nicht zugeworfen werden.
Du kannst an der Leere teilhaben, du kannst dich in die Leere begeben,
doch niemand kann sie dir geben. Sie ist nicht übertragbar. Und nur die
Leere funktioniert in der Welt der Wahrheit.
Die Wahrheit wird nur erkannt, wenn der Verstand nicht aktiv ist.
Um die Wahrheit zu erkennen, muss der Verstand aufhören zu funktionieren.
Er muss ruhig sein, still, unbewegt.
Gedanken funktionieren nicht in der Welt der Wahrheit, doch die Wahrheit
lässt sich durch Gedanken ausdrücken.
Die Wahrheit lässt sich nicht durch Denken erkennen, doch wenn man sie
erkannt hat, kann man das Denken für sie einspannen. Das ist es, was ich
mache, das ist es, was alle Mystiker gemacht haben.
Was ich sage, ist ein Gedanke, doch hinter diesem Gedanken ist Leere.
Diese Leere wurde nicht durch Gedanken erzeugt, diese Leere ist jenseits
von Gedanken. Gedanken können sie nicht berühren, Gedanken können sie
nicht einmal sehen. Die Gedanken müssen gehen, damit Leere auftauchen
kann; beide können sich niemals begegnen. Doch wenn die Leere erst
einmal aufgetaucht ist, kann sie alle möglichen Hilfsmittel verwenden,
um sich auszudrücken.
Einsicht ist ein Zustand ohne Gedanken. Wann immer du etwas einsiehst,
siehst du es in dem Augenblick, in dem keine Gedanken mehr da sind.
Auch hier, während du mir zuhörst und das liest, kommt es manchmal vor,
dass du *siehst* - doch diese Momente sind Lücken, Zwischenräume.
Ein Gedanke ist gegangen, ein anderer ist noch nicht gekommen, und
dazwischen ist eine Lücke; und in dieser Lücke kann etwas geschehen,
beginnt etwas zu vibrieren. Es ist, wie wenn jemand auf einer Trommel
spielt - die Trommel ist innen leer; darum kann man auf ihr spielen.
Diese Leere vibriert. Der wunderbare Klang, der dabei entsteht,
entsteht aus der Leere.
Wenn du *bist*, ohne einen Gedanken, dann wird etwas möglich,
unmittelbar möglich. Dann kannst du sehen, was ich sage. Dann wird es
nicht nur ein Wort sein, das du liest, dann wird es zu einer Intuition,
einer Einsicht, einer Vision. Du hast es dir angesehen, du hast es mit
mir geteilt.
Einsicht ist ein Zustand des Nicht-Denkens, ohne Gedanken.
Sie ist eine Lücke, ein Zwischenraum im Prozess des Denkens, und in
dieser Lücke taucht die Wahrnehmung auf, die Wahrheit.
Als ich das Biomega im Laden stehen sehen habe, hat es einfach "Klick"
gemacht. Ich habe etwas gesehen. Deshalb versuche ich gar nicht, ein
besonders schönes Foto von meinem Rad zu schießen. Das bringt es nicht.
Die Bilder auf der Biomega-Website haben es nicht gebracht.
Du musst davor stehen, es live, real, in 3-D sehen, dann kann vielleicht
etwas passieren.
> Mindestens solange ich auf der Erde lebe habe ich einen Körper und
> einen Verstand.
Du *hast* einen Körper, du *hast* einen Verstand, aber du *bist* weder
dein Körper, noch *bist* du dein Verstand.
Dein Verstand ist nur geliehen und stirbt zusammen mit deinem physischen
Körper.
Wenn du erkennst, dass du nicht dein Körper *bist*, dann erkennst du das
ewige Leben hinter deinem zeitweiligen Körper und Verstand. Dein Wesen
ist unsterblich, *du* bist ein Aspekt der Ewigkeit.
Der Körper ist wie ein Kleidungsstück, das du wechselst, wenn es alt und
abgetragen ist.
Ich bin kein Priester, der dir von der "unsterblichen Seele" erzählt.
Ich spreche nicht von Glauben. Ich spreche von eigener Erkenntnis.
Gehe nicht zu einem Priester - er verkauft dir einen Glauben und macht
dich abhängig von seiner angeblichen Vermittlerrolle zu Gottes Reich
und Wort. Er ist selbst abhängig von deinem Glauben, da er den direkten
Kontakt zur Quelle der Existenz nicht gefunden hat - er hat nur einen
geborgten Glauben.
Gehe zu einem Mystiker - er kann dir existenzielle Erkenntnis übertragen.
Er ist direkt mit der Quelle verbunden, daher unabhängig, und kann dir
helfen die Hindernisse zu überwinden. Den Weg zur Quelle wirst du dann
selber finden, wenn dein Durst und Bedarf ausreichend sind.
Priester ist ein Beruf, vergeben von einer Kirche.
Mystiker ist kein Beruf, es ist eine Berufung von allerhöchster Instanz.
Viele Grüße
Guido
>Gehe mal zu einem Mystiker und lasse dir etwas über Energie erzählen.
Nein danke. Und hier schon gar nicht.
>Da wirst du ganz andere Einsichten bekommen.
>Was der gewöhnliche Techniker unter Energie zu verstehen glaubt betrifft nur
>die unterste Ebene. Das ist nichts im Vergleich zu höheren Erkenntnisquellen.
>Die heutige etablierte Wissenschaft beispielsweise glaubt dogmatisch an eine
>Kraft namens "Gravitation". [etc. pp. ad nauseam]
Dieses esoterische Gewäsch ist hier deplaziert.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Bleib lieber bei deinen gammligen Hülsenketten, Wolfgang, und halte
dich aus Sachen raus, die du nicht verstehst.
Guido Vollbeding schrieb:
> Was weiß denn der "gewöhnliche" Techniker über "Energie" und die dahinter
> stehende "Realität"?
> Aus "erleuchteter" Sicht hat er nicht die geringste Ahnung davon, was
> Energie überhaupt ist, wo sie herkommt, was die Quelle der Energie ist,
> was die "Realität" der Energie ist.
> Gehe mal zu einem Mystiker und lasse dir etwas über Energie erzählen.
> Da wirst du ganz andere Einsichten bekommen.
> Was der gewöhnliche Techniker unter Energie zu verstehen glaubt betrifft nur
> die unterste Ebene. Das ist nichts im Vergleich zu höheren Erkenntnisquellen.
> Die heutige etablierte Wissenschaft beispielsweise glaubt dogmatisch an eine
> Kraft namens "Gravitation". Dabei haben sie nicht die geringste Ahnung um
> was es sich dabei handelt, und mittlerweile hat sich unter allen Mystikern
> und anderen intelligenten Leuten die Existenz einer Gegenkraft namens
> "Levitation" herumgesprochen, wovon die etablierte Wissenschaft bis
> heute nichts wissen will.
Oh jetzet betrittst gefährliches Terrain! In aller Freundlichkeit wie
kommst drauf, dass Techniker nichts von Energie "aus erleuchteter
Sicht" wissen? Meinst, es gibt 'n Naturgesetz dagegen? Un was meinst,
dogmatisch an 'ne Kraft namens Gravitation glauben? Willst uns sagen,
die gibts in Wirklichkeit nich? Iss vielleicht nur Einbildung? Steig im
zehnten Stock aus 'm Fenster. Das wird dich vom Gegenteil überzeugen.
Außerdem ohne Graviation würd's keine Luft auf diesem Planeten geben.
Wissenschaft iss nich Glaube sondern Wissen (mit Abstrichen). Glaube
fängt dort an, wo der Mensch noch keine wissenschaftliche Erklärung
für n bestimmtes Phänomen gefunden hat. Geistererscheinungen u.
Wunderheilungen z.B. sind Glaube, weil wir sie bis jetzet nicht logisch
erklären können. Un deine geheimnissvolle Gegenkraft "Levitation" iss
nichts anders als die schon ewig gesuchte Antigravitation. Es gibt
Dokumentationen aus dem Mittelalter von der Suche nach der Levitation.
Un auch in der Bibel wird n paar Mal davon berichtet. Un etliche
Wissenschaftler halten's für möglich Antigravitation eines Tages
realisieren zu können. Iss aba noch Zukunftsmusik. Ohne Gravitation
übrigens kannst auch nicht an die Leviations denken. Denn ohne
Gravitation brauchst das andere ja nimmer.
Ich lese gerne deine Zeilen, macht mich echt nachdenklich, aba wo immer
es in deiner Logik anfängt eng zu werden, flüchtest in irgendwelche
für uns "gewöhnliche Normalsterbliche" unerreichbare geistige
Sphären, die nur sogenannte "Mystiker" zugänglich sind. Das hat 'n
unangenehmen elitären Nachgeschmack der mich persönlich 'n wenig vor
den Kopp stößt. Un was heißt eigentlich Mystiker? Kommt von Mystik
und mysteriös. Un wenn du unter diesen Begriffen im Duden
nachschlägst merkst was man von solchen Leut halten sollte. Ein
Mystiker iss 'n Widerspruch in sich. Wenn er was weiß, dann iss es
nimmer mysteriös. Ich will dir nich unfreundlich kommen aba ich hab
solche "Mystiker" in Indien erlebt (die wollten übrigens auch alle
levitieren können, haben's aba nie öffentlich gezeigt) und hab eher
den Eindruck gehabt dass die mit'm ganzen mysterösen Drumherum nur 'n
sorgloses Leben sichern wollten.
Wenn du die Leut hier erreichen willst, mußt deren Argumentationen
sachlich stellen und nich immer irgendwohin geistig abhauen mit der
Erklärung "ihr seit viel zu gewöhnlich dafür".
Adèle und Gruß, Arnold der Nichtmystiker
Klar Guido. Genau das bist Du ja nicht, Guido. Komisch nur, dass Du bei
anderen Themen ausschliesslich auf theoretischen Grundlagen
"argumentierst" und die Hinweise, das ganze dochmal in der Praxis zu
verfifizieren, hartnäckig verweigerst. Passt schon Guido, wie mans halt
gerade braucht.
> Ich selbst habe eine ganz neue Idee für einen Fahrradantrieb, der
> wahrscheinlich noch besser (und noch einfacher!) als der Kardanantrieb
> ist! Es ist eine geradezu genial einfache Idee, deshalb ist anscheinend
> noch niemand darauf gekommen, wie das nunmal so ist. Ich habe mit
> verschiedenen Fachleuten darüber gesprochen und noch keinen Widerspruch
> gefunden. Allerdings muss ich dazu noch ein paar Experimente anstellen
> und werde das daher später angehen, gegenwärtig bin ich noch damit
> beschäftigt die JPEG-Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken...
Ja machmal. Hint - Pedale direkt am Antriebsrad gabs schon mal. Ist zwar
eine genial einfache Idee, hatte aber ein paar Nachteile.
> Und dann gibt es natürlich die, wie ihr sagt, "esoterische" Erklärung:
> Der Verstand liebt es normalerweise, ja er lebt überhaupt davon, sich
> an Problemen festbeißen zu können. Er ist an wirklichen Lösungen gar
> nicht so sehr interessiert
Nein. Das ist nur bei Leuten so, die zuviel Zeit haben. Bei Problemen am
Fahrrad, möchte ich mich nicht festbeissen, sondern diese Lösen. ich
fahr damit nämlich.
> Die Lösungen kommen erst dann, wenn der Verstand überwunden ist.
> Die Probleme lösen sich damit auf.
> Die Lösung ist einfach ein neuer Zustand von Bewusstsein,
> in dem es keine Probleme mehr gibt.
Ja. Du hast "sauft euch mal wieder die Hucke voll" allerdings ziemlich
umständlich geschrieben.
Peter
> Wolfgang Strobl wrote:
> > Guido Vollbeding:
> >
> > >Gehe mal zu einem Mystiker und lasse dir etwas über Energie erzählen.
> >
> > Nein danke. Und hier schon gar nicht.
> >
> >
> > Dieses esoterische Gewäsch ist hier deplaziert.
Full ACK!
> Bleib lieber bei deinen gammligen Hülsenketten, Wolfgang, und halte
> dich aus Sachen raus, die du nicht verstehst.
Anscheinend sind Hülsenketten ein guter Talisman. Ich fahre auch
welche.
> Was weiß denn der "gewöhnliche" Techniker über "Energie" und die dahinter
> stehende "Realität"?
> Gehe mal zu einem Mystiker [...]
> Wie gesagt, aus "mystischer" Sicht weiß der Messtechniker gar nichts,
*DAS* ist 100% der gleiche Kaspar-Guido wie in der Foto-NG! :-) Jetzt
hat er sich nur ein neues Spielzeug ausgesucht :-)
Nichts wie weg!
Marc
> Hannes Kuhnert schrieb:
[...]
>> Genauso gibt es aber auch ein Problem mit der hinter dem Wirkungsgrad
>> stehenden Realität.
>> Hältst du etwa eine Betrachtung wie "Ich steck Energie rein, auf dem Weg geht
>> ein Viertel verloren und hinten kommen drei Viertel raus." bei Fahrradan-
>> trieben nicht für sinnvoll? "Wirkungsgrad=75%" bedeutet doch nichts weiter.
>
> Was weiß denn der "gewöhnliche" Techniker über "Energie" und die dahinter
> stehende "Realität"?
[...]
> Was der gewöhnliche Techniker unter Energie zu verstehen glaubt betrifft nur
> die unterste Ebene. Das ist nichts im Vergleich zu höheren Erkenntnisquellen.
Du schweifst ab... genau *diese* Diskussion hatten wir hier schon mal.
Siehe MSG-ID <427755D5...@jpegclub.org>,
<42788A71...@jpegclub.org> ff.
Um es abzukürzen: _Du_ bist mit dem Kardanantrieb des Biomega zufrieden
und hast offenbar gute Erfahrungen damit gemacht. Aber man muss nicht
aus jeder Diskussion um Fahrradtechnik ein philosophische
Diskussionrunde machen - das ist hier schlicht und ergreifend off-topic.
Danke.
PS: "Verlustleistung" und "Wirkungsgrad" sind technisch exakt definierte
Begriffe. Und _hier_ geht es in diesem Kontext um Technik und nicht
darum, ob nun 7 oder 8 Achsen am Fahrrad im Sinne freier Energie oder
anderer, nicht direkt technisch messbarer Grössen günstiger wären.
BTW: Es existiert seit einiger Zeit auch ein Wiki für de.rec.fahrrad -
Du bist herzlich willkommen, deine Erfahrungen damit bei den
Testberichten einzutragen. Wenn man möchte, kann man auch Bilder dazu
hochladen. Siehe auch http://de-rec-fahrrad.de/testberichte/start.
--
http://arnowelzel.de
EMail: use...@arnowelzel.de
Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de
FAQ von de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
> 12000 km bezog sich auf das Patria Potsdam, was ich etwas länger (2 Jahre)
> habe.
> Das Biomega Copenhagen sind bisher 8000 km (1,5 Jahre).
> Interessant hieran ist, dass der Achsantrieb des Biomega nach dieser Zeit
> keinerlei Veränderung zeigt, während die sich längende Kette mir beim
> Potsdam allmählich Sorgen bereitet. Erstmalig nachspannen musste ich sie
> definitiv schon vor 8000 km, weil sie schon am unteren Rand des Kastens
> schliff.
> Mittlerweile scheint nur noch sehr wenig Spiel für das Nachspannen im
> Ausfallende verfügbar zu sein - was mache ich wenn hier der Anschlag
> erreicht ist?
Kette austauschen.
An meinen bisherigen Alltagsrädern hatte ich fast ausnahmslos
Kettenschaltungen. Im Schnitt habe ich jährlich eine neue Kette
montiert. Kostenpunkt ca. 10 Euro und ein paar Minuten, um die alte
abzunehmen, die neue Kette passend abzulängen und aufzuziehen.
> Diese Sorgen habe ich mit dem Achsantrieb nicht.
Normale Abnutzung. Mehr als 5000 km Jahresfahrleistung ist auch eher
überdurchschnittlich. Wenn da die Kette paar Monate mal etwas
nachgespannt nach 2-3 Jahren für ca. 10 Euro ausgetauscht werden muss,
halte ich das für einen vertretbaren Aufwand - verglichen damit, was ein
kaum verbreiteter Antrieb an Problemen macht, _wenn_ dort mal was
ersetzt oder repariert werden muss.
Christoph Strauch schrieb:
> Anscheinend sind Hülsenketten ein guter Talisman. Ich fahre auch
> welche.
Freut mich für dich. Mach weiter so. Aba stänkere nicht herum, wenn
Jemand anderer Meinung iss als du.
Adè, Arnold über das ganze Trara hier verwundert.
>Oh, du armes Deutschland. Land der Dichter und Denker war mal. Shon 'n
>Bisserl im Usenet filosofieren und die Leut sind in heller Aufregung.
>Dabei hat der Guido auf höchst filosofischer Weise nur gesagt, dass
>ihm der schlechtere Wirkungsgrad seines Wellenantriebs in Vergleich zur
>Kette völlig schnuppe iss und dies unkonventionell begründet. Warum
>kann keiner ihm das einfach nur abnehmen und ihn beglückwünschen?
Ich kann es :)
Aber ich gebe zu, ich habe nur 2/3 gelesen weil es irgendwie logisch
ist.
Allerdings ist es generell nicht geeignet übers Maßband zu diskutieren
wenn manche über das Niveau 'Meiner ist dicker, breiter, höher, größer,
schneller als Deiner' nicht hinausgehen wollen. Das sie dann aber
dieses nicht mal tolerieren können ist ein bedenklichere sozialer
Aspekt.
ervin
> Oh, du armes Deutschland. Land der Dichter und Denker war mal.
Tjs, heute ist das eben das Land der Dummschwätzer vom gefühlten
Wirkungsgrad.
> Shon 'n
> Bisserl im Usenet filosofieren und die Leut sind in heller Aufregung.
> Dabei hat der Guido auf höchst filosofischer Weise nur gesagt, dass
> ihm der schlechtere Wirkungsgrad seines Wellenantriebs in Vergleich
> zur Kette völlig schnuppe iss und dies unkonventionell begründet.
Sofern man das zweimal mit "f" schreibt, geht es womöglich als
philosophisch durch. Ansonsten ist das nur peinliches Geschwafel wider
die Aufklärung und alle Traditionen, die uns unter anderem so
praktische Sachen wie Fahrräder gebracht haben.
> Warum kann keiner ihm das einfach nur abnehmen und ihn
> beglückwünschen?
Weil er mit seinen OT-Ergüssen jeden vernünftigen Austausch über sein
Fahrrad unmöglich macht. Ich rege mich übrigens nicht auf - ich habe
nur meine Bewertungen angepaßt und frage mich, ob die von mir positiv
angemerkten 8000 km bisherige Laufleistung des Wellenantriebs einer
nachvollziehbaren Messung oder doch nur einer Eingebung aus höheren
Sphären zu verdanken sind.
Günther
Jedem sein Opium oder halt die Drogen die er so braucht ;-)
mfG
Michael
Leute die zu Faul oder zu Dumm sind sich die Grundlagen für die
Dinge des täglichen Lebens anzueignen und immer wenns etwas
schwieriger wird auf Mystik oder auf Religion ausweichen sind
für mich schlicht nicht ganz dicht.
mfG
Michael
mfG
Michael
> Da er ja Meßtechnik und deren Ergebnisse ablehnt können es ja auch
> 800 Km oder 8 Km Jahresfahrleistung gewesen sein, was bei jemandem
> der sich auch sonst im leben nicht Anstrengen mag eher realistisch ist.
Jetzt verstehe ich es!
Der Kardanantrieb ist so schwergaengig, dass da GEFUEHLTE 8000 km draus
werden!
Hmmm... ich sollte auch auf Kardantrieb wechseln. Dann muesste ich nicht
so viel Zeit aufbringen um auf meine Jahreskilometer zu kommen :-)
--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
> Tjs, heute ist das eben das Land der Dummschwätzer vom gefühlten
> Wirkungsgrad.
> Sofern man das zweimal mit "f" schreibt, geht es womöglich als
> philosophisch durch. Ansonsten ist das nur peinliches Geschwafel wider
> die Aufklärung und alle Traditionen, die uns unter anderem so
> praktische Sachen wie Fahrräder gebracht haben.
Bin ganz deiner Meinung denke aba, dass das meiste, was der Guido hier
verzappft überhaupt keinen Kommentar verdient. Manchmal zeigst deine
Verachtung am effektivsten mit Nichtbeachtung.
Manche der Kommentare hier sind aba wiederum sowas von lustig. Mit
Unkrautex mit Zucker kriegst aba so'ne Wirkung nich. Das relaxed nur.
Eher mit LSD auf ein'm Zuckerwürfel. Dann kannst sogar Stinkesocken
vor der Nase halten und sie für Rosen halten. Dann glaubst sogar du
kannst schweben und musst echt aufpassen nicht wirklich aus dem Fenster
zu steigen.
Schade um das eigentliche Thema. Ich hätte gerne mehr über
alternative Fahrradantriebe erfahren. Kann jemand mir erzählen, welche
Wirkungsgrade normale Nabenschaltungen haben? Rohloff iss bekanntlich
recht gut aba wie steht's mit denen von Shi...mo und Sram?
Adè, Arnold
[...]
> Schade um das eigentliche Thema. Ich hätte gerne mehr über
> alternative Fahrradantriebe erfahren. Kann jemand mir erzählen, welche
> Wirkungsgrade normale Nabenschaltungen haben? Rohloff iss bekanntlich
> recht gut aba wie steht's mit denen von Shi...mo und Sram?
Sie liegen alle über 90%, oft über 95%. Eine Kettenschaltung ist unr
dann effizienter, wenn sie gut gepflegt ist. Die Verluste durch das
Getriebe einer Nabenschaltung kann man in den meisten Fällen
vernachlässigen.
Zum Thema Kardan: So neu ist das Thema auch nicht - bereits vor gut 100
Jahren (oder noch mehr - so genau habe ich das nicht im Kopf) gab es
Fahrräder mit Kardanantrieb. Diese haben sich aber aufgrund gravierender
Nachteile (Gewicht, Haltbarkeit, Aufwand bei Reparaturen) nicht
durchgesetzt. Wie die aktuelle Konstruktion bei Biomega (AFAIR ist die
Kardanwelle von einem chinesischen oder japanischen Hersteller
eingekauft) da abschneidet, ist mir aus eigener Erfahrung nicht bekannt.
Ich kann mir aber nur schwer vorstellen, dass prinzipielle Schwächen,
wie z.B. die Verwindung der Welle bei starkem Antritt, vollständig
ausgeräumt sind. Für eine eher "gemütliche" Fahrweise und ohne
besonderen Anspruch bzgl. Geschwindigkeit und Bergtauglichkeit mag es
aber ausreichend sein.
>Manche der Kommentare hier sind aba wiederum sowas von lustig. Mit
>Unkrautex mit Zucker kriegst aba so'ne Wirkung nich. Das relaxed nur.
>Eher mit LSD auf ein'm Zuckerwürfel. Dann kannst sogar Stinkesocken
>vor der Nase halten und sie für Rosen halten. Dann glaubst sogar du
>kannst schweben und musst echt aufpassen nicht wirklich aus dem Fenster
>zu steigen.
Viele von denen die als Kinder mit Unkrautex und Zucker gespielt
haben kannst Du heute gut daran erkennen das eine Hand oder ein
Arm fehlen. Ein Nachbarjunge ist an multplen inneren Verletzungen
dabei verstorben dagegen bleiben die Folgen von LSD oft eher
harmloser zumindest für das Elterliche Einfamilienhaus das der
Nachbarjunge zum Einsturz gebracht hat.
Es waren etwa 50Kg Unkrautex.
mfG
Michael
Ah, jetzed kapiere ich's. Un ich dachte an Kraut wie bei 'm Joint. Ja
das iss dann sicher was schlimmes. Sprengstoffe sind nich so mein Ding.
Hab nur früher mal 'n wenig Schwarzpulver zusammengemischt um grad mal
'n Silversterballer zu bauen. LSD iss übrigens nich ganz so harmlos
wie die meisten Leut denken. Meist kriegst wunderschöne
Halluzinationen davon und faselst Blödsinn daher, aba es kann auch 'n
ausgewachsener Horrorfilm werden. Un es soll Fälle gegeben haben, bei
denen die Leut von den Horrorbildern Monate lang verfolgt wurden un
therapiert werden mußten. Aba solange keiner grad aus'm Fenster steigt
un versucht zu fliegen iss's nicht tödlich un das Haus bleibt auch
heil.
Adè, Arnold
Warum brauchst Du so lange um zu merken, dass jemand rumkaspert?
Ich war sehr erfreut als Guido hier auftauchte, weil mir sein Name aus
Atari-ST-Zeiten ein Begriff war (er hatte damals ein von mir gern
genutztes Tool geschrieben). Und ich war daher irgendwie unangenehm
beruehrt, als er begann im Zuge einer Diskussion die Nichtexistenz
irgendwelcher objektiv beweisbarer Tatsachen zu postulieren. Seitdem ruht
er in meinem Killfile, denn das schliesst jede sinnvolle Diskussion aus.
Vielleicht aus dem gleichen Grund, warum Du so lange brauchst,
um diese Antwort zu geben? ;-)
Gruß
Marc
> Rainer H. Rauschenberg schrieb:
> >
> > Warum brauchst Du so lange um zu merken, dass jemand rumkaspert?
>
> Vielleicht aus dem gleichen Grund, warum Du so lange brauchst,
> um diese Antwort zu geben? ;-)
Du warst drei Wochen im Urlaub und liest d.r.f nach?
Michael Ohlhorst schrieb:
> "Hannes Kuhnert" schrieb
>
>> Das erinnert mich dran, dass ich lange Zeit das Dezimalsystem für ein
>> "unnatürliches" Zahlensystem hielt. Vor ein paar Monaten fiel mir dann
>> auf, dass ich zehn Finger habe.
>
> Na das war jetzt die Grundschulerkenntnis der Mathematik.
Normalerweise rechne ich nicht mit Fingern, deshalb kam diese Erkenntnis bei
mir etwas später! :-)
>> Dass "Ich bin" seinen Ursprung außerhalb des Verstandes hat, versteht sich
>> von selbst. Ich seh aber nicht, wozu ich mich speziell von meinem Verstand
>> distanzieren sollte. Mindestens solange ich auf der Erde lebe habe ich
>> einen Körper und einen Verstand.
>
> Du solltest dich etwas mit Neurologie auseinandersetzten um zu erkennen
> was für ein Unfug das ist.
Du erinnerst mich an die Neurologen, die die Grenzen ihrer Wissenschaft nicht
anerkennen. Die messen ein paar Gehirnströme und meinen, damit das
Bewusstsein enträtseln oder Gott erklären zu können. Einfach lächerlich.
>> Ich kenne den Schöpfer des Himmels und der Erde persönlich. Womit also
>> willst
>> du mich hinter dem Ofen hervorholen?
>
> Jedem sein Opium oder halt die Drogen die er so braucht ;-)
Ich brauch keine Drogen mehr.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz
Guido Vollbeding schrieb:
> Hannes Kuhnert schrieb:
>
>> Ich kann dir gut abnehmen, dass es im Leistungssport ein Problem mit dem
>> Gebilde "Gewicht" gibt.
>
> Es käme ja auch noch eine Form von Nabengetriebe hinzu. Zumindest im
> Straßenrennsport benutzen sie ja auch keine Rohloff-Nabe, trotz ihres
> optimierten Wirkungsgrades.
So ist es. Soweit ich weiß, passen die Schaltschritte nicht so gut wie die,
die man mit den üblichen Kettenschaltungen erreicht.
>> Genauso gibt es aber auch ein Problem mit der hinter dem Wirkungsgrad
>> stehenden Realität.
>> Hältst du etwa eine Betrachtung wie "Ich steck Energie rein, auf dem Weg
>> geht ein Viertel verloren und hinten kommen drei Viertel raus." bei
>> Fahrradantrieben nicht für sinnvoll? "Wirkungsgrad=75%" bedeutet doch
>> nichts weiter.
>
> Was weiß denn der "gewöhnliche" Techniker über "Energie" und die dahinter
> stehende "Realität"?
> Aus "erleuchteter" Sicht hat er nicht die geringste Ahnung davon, was
> Energie überhaupt ist, wo sie herkommt, was die Quelle der Energie ist,
> was die "Realität" der Energie ist.
> Was der gewöhnliche Techniker unter Energie zu verstehen glaubt betrifft
> nur die unterste Ebene.
Für den Vergleich konventioneller Fahrradantriebe wie Wellen- und
Kettenantrieb reicht der „normalphysikalische“ Energiebegriff auch aus. Dass
die „normalphysikalische Energie“ nicht alles ist, was man Energie
nennen kann, wollte ich gar nicht anzweifeln.
Mit der „hinter dem Wirkungsgrad stehenden Realität“ meinte ich nichts weiter
als die Beschaffenheit der Maschine, die der Benutzer erfährt.
> Wie gesagt, aus "mystischer" Sicht weiß der Messtechniker gar nichts,
> er ist ein Kind das im Sand der Zeit spielt.
Das soll also heißen, sich nur mit gewöhnlicher Technik zu befassen heißt „im
Sand der Zeit zu spielen“. Das hat einen gewissen Sinn, klingt aber auch
abwertend. Wie bringst du das damit zusammen, dass du dich selbst bspw. mit
Bildspeicherungsverfahren befasst? Wird das „Spielen im Sand“ sinnvoller,
wenn man „erleuchtet“ ist?
> Dieselbe Siebengangnabe (SRAM/Spectro S7) ist im Biomega verbaut, und
> es läuft in dieser Kombination sehr glatt und leicht.
Das hab ich auch nie angezweifelt. Dass die S7 solide Technik ist, weiß ich
aus eigener Erfahrung und ich glaub auch, dass der Biomega-Wellenantrieb was
taugt.
> Würde ich sonst längere Touren mit dem Biomega unternehmen, wenn ich
> merkliche Verluste spüren würde?
Das musst du selber wissen. :-)
>> Hat das Patria-Rad einen geschlossenen Kettenschutz?
>
> Ja. Das Patria-Rad ist ein solides Rad und benutze ich auch noch. Es
> hat aber seine Schwächen.
> Das Biomega-Rad mit der von mir verpassten Ausstattung ist derzeit mein
> Favorit.
> Gerade ist mir übrigens bewusst geworden dass die vorhandenen Bremsgriffe
> unpassend sind.
Ich finde an dem Rad nochwas unpassend: Es hat keinen Rennlenker.
Früher bin ich immer mit Lenkern gefahren, bei denen man quer zur
Fahrtrichtung greift, Hörnchen hatte ich nie. Drf hat mich theoretisch davon
überzeugt, dass ein Rennlenker „richtiger“ ist. Daher hatte ich beim Fahren
gelegentlich den Eindruck, die Hände falschrum zu haben. Schließlich baute
ich mein Fahrrad auf Rennlenker um, ohne jemals vorher einen ausprobiert zu
haben. Was soll ich sagen: Der neue Lenker hat dem Rad einen besseren
Geradeauslauf verliehen und es gleichzeitig wendiger gemacht. Es ist auch
viel bequemer als vorher. Die Untenlenkerposition ist bei Gegenwind sehr
nützlich, wenn die nötigen Armmuskeln erst mal trainiert sind.
> Es ist ja allgemein bekannt dass Trommel-/Rollenbremsen
> stärkere Handkräfte als V-Brake/Scheibenbremsen benötigen bzw. als
> schwächer empfunden werden, und nun stelle ich fest, dass die verbauten
> Tektro-Hebel fest auf V-Brake eingestellt sind (geringere
> Hebelübersetzung). Es gibt zwar im Hebel eine Cantilever-Einstellung, aber
> das lässt sich bei den billigen Tektro-Hebeln nicht nachträglich umstellen,
> da fest ab Werk vernietet.
Aufbohren und umbasteln!
> Also werde ich jetzt auf Shimano-Bremsgriffe mit
> Canti/Rollerbrake-Einstellung umstellen, wie auch an dem Patria-Rad, was
> besser wirkt.
Wie wär’s mit Srams „Two Axis“?
> Die hintere Trommelbremse in der SRAM-S7-Nabe erschien mir schon immer
> recht schwach, und laut SRAM-Anleitung verlangt sie eine entsprechend hohe
> Hebelübersetzung (~4).
Damit bist du der erste mir S7 mit Trommelbremse, auf den ich stoße. Lässt
sich die Bremse vernünftig dosieren, etwa so gut wie eine Cantilever- oder
V-Bremse? Ich hab bei meiner vom Aldi-Cityrad stammenden S7 den Rücktritt
ausgebaut.
> [Idee für einen neuen Fahrradantrieb umschrieben]
>
> Denn die spezielle Achse Nr.7 des Kardan
> fällt weg, und stattdessen werden zwei "normale" Achsen hinzugefügt (ohne
> Kegel- oder sonstige Zahnräder!).
> Interessanterweise spielt die Zahl 8 auch bei JPEG eine besondere Rolle
> (Standard DCT Größe bei JPEG), [...].
> Weiterhin spielen diese Zahlen auch bei den Nabengetrieben eine Rolle:
> Populäre 8-Gang-Nabe von Shimano (Nexus Inter-8), daneben 7-Gang (Shimano
> und SRAM/Sachs), sowie neue 9-Gang I-Motion-Nabe von SRAM. Maximum 14-Gang
> (<= 16) von Rohloff, daneben existierende 2,3,4,5-Gang-Naben.
Auffälligerweise ist die Zahl der Gänge bei allen Fahrrädern eine heilige
Zahl ... die Eins, die Zwei, die Drei, die Vier, die Fünf, die Sechs, die
Sieben, die Acht ... :-/
> Sehr mysteriös auch die Tatsache, dass 8 die Zahl der Dimensionen des
> Universums entsprechend den vedischen Schriften ist, das sind die ältesten
> und interessantesten überlieferten heiligen Schriften der Menschheit!
Was ist daran mysteriös? Man kann halt mal aus irgendwelchen Überlegungen
heraus auf irgendeine Zahl kommen. Bei der Inter-8 freilich wundert mich,
dass man auf den Direktgang verzichtet hat.
– Off-topic-Antwort an Guido vollbeding per E-Mail –
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz
> Ich hab bei meiner vom Aldi-Cityrad stammenden S7 den Rücktritt
> ausgebaut.
Kannst du dazu mal eine Anleitung geben und auch berichten ob es im
Nachhinein irnkwelche Probleme gab, das interessiert mich.
Im Web gibts eine Seite (Adresse grade entfallen) wo das für IMO nur für 3-
und 5-Gang F&S beschrieben ist. Die 7-Gang fe lte da.
Kristian
--
They send us in front with a fuse an' a mine
To blow up the gates that are rushed by the Line...
from Sappers (Royal Engineers) by Rudyard Kipling
> Am 04.Sep.2006 schrieb Hannes Kuhnert:
>
>> Ich hab bei meiner vom Aldi-Cityrad stammenden S7 den Rücktritt
>> ausgebaut.
>
> Kannst du dazu mal eine Anleitung geben und auch berichten ob es im
> Nachhinein irnkwelche Probleme gab, das interessiert mich.
> Im Web gibts eine Seite (Adresse grade entfallen) wo das für IMO nur für 3-
> und 5-Gang F&S beschrieben ist. Die 7-Gang fe lte da.
Die es sieht
^^^^^^^^
schöner Schreibfehler, es sollte eigentlich heißen:
Die S7 ist der T3 ähnlich und der P5 sehr ähnlich.
Beim Rücktritt Ausbauen kannst du genau wie bei der P5 vorgehen: Bremsmantel
herausnehmen, dafür ein Stück Stahllenker passender Länge einbauen und dann
den Rücktritthaltehebel vom Konus/Deckel abziehen. Bei mir war der
Rücktritthaltehebel lose, eigentlich soll er fest sitzen.
Probleme hatte ich damit bisher keine.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz
Da ich inzwischen weitere Erfahrungen sammeln konnte und mittlerweile ohne
Probleme die 10000 km Marke mit dem Biomega überschritten habe, möchte ich an
dieser Stelle anknüpfen und die Gelegenheit nutzen, ein paar weitere
grundlegende gewonnene Erkenntnisse zum Thema Fahrrad zu vermitteln.
> Das soll also heißen, sich nur mit gewöhnlicher Technik zu befassen heißt "im
> Sand der Zeit zu spielen". Das hat einen gewissen Sinn, klingt aber auch
> abwertend. Wie bringst du das damit zusammen, dass du dich selbst bspw. mit
> Bildspeicherungsverfahren befasst? Wird das "Spielen im Sand" sinnvoller,
> wenn man "erleuchtet" ist?
Der Unterschied ist der, dass ich mir dessen bewusst bin, dass ich nur eine
Rolle spiele, ohne dass ich mich damit identifiziere. Ich beobachte lediglich
aufmerksam was passiert, und daraus ergeben sich gewissermaßen automatisch
meine Handlungen. ICH selbst, das heißt als Beobachter, als Zeuge, tue
eigentlich nichts, außer eben aufmerksam zu beobachten.
Bei anderen sehe ich, dass sie mit der Sache, vor allem mit ihrem Verstand,
zu sehr identifiziert sind, und dadurch in die Irre laufen, weil ihnen die
"höhere" Sicht der Dinge fehlt. Sie haben "niedere" Motive. Das ist nicht
abwertend gemeint, es ist einfach das Ergebnis meiner Beobachtung. Wenn
Kinder spielen und Dummheiten machen, dann sollte man das auch nicht
abwerten - sie sind eben noch unreif. Genauso sehe ich das: Ich sehe unreife
Kinder, die im Sand der Zeit spielen. Das trifft gerade auch auf sogenannte
"Intellektuelle" zu: Diese Leute sind intellektuell, das heißt sie haben
trockenes Wissen angesammelt und können damit virtuos jonglieren, aber sie
sind nicht intelligent, das heißt ihnen fehlt die Intuition und sie können
keine wirklichen Lösungen für die augenblickliche konkrete Situation finden.
Die Erkenntnisse zu den Bildspeicherungsverfahren sind mir unbeabsichtigt
zugefallen. Ich bin mir dessen absolut sicher und sehe daher hierin eine
mir von "höherer" Instanz übertragene Aufgabe, Rolle, diese Erkenntnisse
zu vermitteln und umzusetzen. Niemanden sonst konnte ich entdecken, der
ähnlich tiefgreifende Erkenntnisse gewann und das an meiner Stelle tun
könnte, und deshalb muss ich das eben selbst machen, sonst macht es keiner.
Dies ist einfach eine Wahrnehmung und sich daraus ergebende Handlung.
Ich bleibe aber weiterhin auf "Beobachtungsposten" und hafte mich nicht
zu sehr an dieses Projekt - das Leben ist für mich viel reicher, zum
Beispiel jetzt die Fahrradgeschichte, die ich aufmeksam absolviere.
Die anderen sogenannten "Experten" auf dem Gebiet, bis auf ein paar
Ausnahmen, bleiben weiterhin kindisch und laufen in die Irre. Daher
muss ich nichts überstürzen und kann die Sache ruhig angehen.
Was kann ich sonst schon machen, außer zu beobachten und auf günstige
Gelegenheiten zu warten?
Das sind alles intellektuelle Leute, aber sie sind wie gesagt nicht
intelligent und verhalten sich daher dumm, ignorant, und korrupt.
Sehr schön kannst du das nachvollziehen an dem Thread "20 Years of JPEG
Celebrated With Software Launch" in der Newsgroup comp.compression,
wo ich eine Nachricht postete und die Diskussion, die sich daraus ergab.
Diese Leute werden sofort unsicher, wenn jemand daherkommt und Zweifel
an ihren auf Sand gebauten Verfahren ausstreut, und sie jagen nur dem
schnöden Mammon nach und haben daher keinerlei Verständnis für wahre
Erkenntnis der Sache.
Ich selbst habe noch keinen "Gewinn" damit erwirtschaftet - im Gegenteil,
ich muss sogar einiges aufwenden um das Projekt zu leiten. Zum Beispiel
fuhr ich im April auf eigene Kosten zu dem Meeting in Genf um die Sache
im Erkenntnissinne voranzutreiben und diejenigen Leute kennenzulernen,
mit deren Unterstützung ich das umsetzen kann.
Ich als Person spiele auch nur eine Rolle, aber ich identifiziere mich
nicht damit. ICH bin lediglich der Beobachter. Ich stehe auf dem Berg
der Erkenntnis, und sehe die Kinder im Tal spielen. Was kann ich tun?
Man kann den Berg nicht ins Tal tragen, man kann nur warten, bis die
Kinder selbst den Berg erklimmen wollen, und ihnen dann dabei helfen.
Aber wenn sie das nicht wollen, weil sie zu sehr in ihr dummes Spiel
vertieft sind, dann kann man nichts machen, und ich muss auch nichts
machen. Die Erkenntnis habe ich ja bereits, und das allein bringt die
Erfüllung - alles andere ist zweitrangig. Ob ich die Kinder davon
überzeugen kann oder nicht ändert nichts an meinem Zustand der
Erfüllung durch Erkenntnis.
> > Dieselbe Siebengangnabe (SRAM/Spectro S7) ist im Biomega verbaut, und
> > es läuft in dieser Kombination sehr glatt und leicht.
>
> Das hab ich auch nie angezweifelt. Dass die S7 solide Technik ist, weiß ich
> aus eigener Erfahrung
Die S7 stellt momentan und auf absehbare Zeit den Höhepunkt der
Getriebenabentechnik dar! Mehr dazu später...
> und ich glaub auch, dass der Biomega-Wellenantrieb was taugt.
Du glaubst es, ich weiß es ;-)...
> Ich finde an dem Rad nochwas unpassend: Es hat keinen Rennlenker.
Nunja, die Lenkerwahl ist durch den Designvorbau etwas eingeschränkt, da
er nur einen einseitigen Klemmspalt hat. Du musst also den Lenker seitlich
durch die Öffnung durchschieben können, das dürfte bei einem Rennlenker
schwierig werden.
Ich selbst bin nach dem Umbau auf den gebogenen Moonlenker sehr zufrieden.
Das hat den Fahrkomfort deutlich erhöht. Eventuell würde ich mir noch Hörnchen
wünschen, aber die müssten dann in der Neigung zu dem jetzigen Lenker passen,
da ich dessen Standardposition behalten und keinen Besenstiel stattdessen will.
Aber dann käme noch der Wunsch nach speziellen Bremshebeln auf. In einem
Katalog habe ich mal so Teile gesehen mit verlängerten Hebeln die abgeknickt
sind, so dass man sie auch in der Barend-Stellung bedienen kann.
> Aufbohren und umbasteln!
Austauschen ist einfacher und eleganter.
> Wie wär's mit Srams "Two Axis"?
Nun habe ich die Tektro-Bremshebel durch Shimano-Teile ersetzt (BL-IM65), das
passt dann wenigstens genau zu der Vorderradbremse (BR-IM75).
Damit ist das Fahrverhalten nun wieder eine Idee komfortabler geworden, das
heißt das Bremsverhalten hat sich etwas verbessert.
> > Die hintere Trommelbremse in der SRAM-S7-Nabe erschien mir schon immer
> > recht schwach, und laut SRAM-Anleitung verlangt sie eine entsprechend hohe
> > Hebelübersetzung (~4).
>
> Damit bist du der erste mir S7 mit Trommelbremse, auf den ich stoße. Lässt
> sich die Bremse vernünftig dosieren, etwa so gut wie eine Cantilever- oder
> V-Bremse? Ich hab bei meiner vom Aldi-Cityrad stammenden S7 den Rücktritt
> ausgebaut.
Ja, das Ding trifft man selten, obwohl ich es für genial halte,
weil es gekapselt mit der Nabe integriert und "normal" von Hand
zu betätigen ist. Neuerdings gibt es wohl noch eine i-brake-Version,
aber die ist dann insgesamt deutlich schwerer.
Die Dosierung ist OK, aber die Bremskraft wie gesagt recht schwach.
Aber man kann sich darauf einstellen, und ich meine mit der Fuhre
sicher bremsen zu können. Hauptlast trägt ohnehin die Vorderradbremse.
> Auffälligerweise ist die Zahl der Gänge bei allen Fahrrädern eine heilige
> Zahl ... die Eins, die Zwei, die Drei, die Vier, die Fünf, die Sechs, die
> Sieben, die Acht ... :-/
Von einer Sechs-Gang Getriebenabe habe ich noch nichts gehört, alle anderen
ja.
> Was ist daran mysteriös? Man kann halt mal aus irgendwelchen Überlegungen
> heraus auf irgendeine Zahl kommen. Bei der Inter-8 freilich wundert mich,
> dass man auf den Direktgang verzichtet hat.
Häh? Bei der Inter-8 ist der fünfte der Direktgang. Das merke ich da auch
deutlich an der Leichtgängigkeit im Vergleich zu den anderen Gängen.
Zweitleicht geht der sechste, alle anderen spürt man deutlich "mahlen".
Du meinst vielleicht, dass man bei der Inter-7 auf den Direktgang
verzichtet hat, das scheint wohl zu stimmen.
Da ich inzwischen weitere Erfahrungen sammeln konnte und mittlerweile ohne
Probleme die 10000 km Marke mit dem Biomega überschritten habe, möchte ich an
dieser Stelle anknüpfen und die Gelegenheit nutzen, ein paar weitere
grundlegende gewonnene Erkenntnisse zum Thema Fahrrad zu vermitteln.
> Das soll also heißen, sich nur mit gewöhnlicher Technik zu befassen heißt "im
> Sand der Zeit zu spielen". Das hat einen gewissen Sinn, klingt aber auch
> abwertend. Wie bringst du das damit zusammen, dass du dich selbst bspw. mit
> Bildspeicherungsverfahren befasst? Wird das "Spielen im Sand" sinnvoller,
> wenn man "erleuchtet" ist?
Der Unterschied ist der, dass ich mir dessen bewusst bin, dass ich nur eine
> > Dieselbe Siebengangnabe (SRAM/Spectro S7) ist im Biomega verbaut, und
> > es läuft in dieser Kombination sehr glatt und leicht.
>
> Das hab ich auch nie angezweifelt. Dass die S7 solide Technik ist, weiß ich
> aus eigener Erfahrung
Die S7 stellt momentan und auf absehbare Zeit den Höhepunkt der
Getriebenabentechnik dar! Mehr dazu später...
> und ich glaub auch, dass der Biomega-Wellenantrieb was taugt.
Du glaubst es, ich weiß es ;-)...
> Ich finde an dem Rad nochwas unpassend: Es hat keinen Rennlenker.
Nunja, die Lenkerwahl ist durch den Designvorbau etwas eingeschränkt, da
er nur einen einseitigen Klemmspalt hat. Du musst also den Lenker seitlich
durch die Öffnung durchschieben können, das dürfte bei einem Rennlenker
schwierig werden.
Ich selbst bin nach dem Umbau auf den gebogenen Moonlenker sehr zufrieden.
Das hat den Fahrkomfort deutlich erhöht. Eventuell würde ich mir noch Hörnchen
wünschen, aber die müssten dann in der Neigung zu dem jetzigen Lenker passen,
da ich dessen Standardposition behalten und keinen Besenstiel stattdessen will.
Aber dann käme noch der Wunsch nach speziellen Bremshebeln auf. In einem
Katalog habe ich mal so Teile gesehen mit verlängerten Hebeln die abgeknickt
sind, so dass man sie auch in der Barend-Stellung bedienen kann.
> Aufbohren und umbasteln!
Austauschen ist einfacher und eleganter.
> Wie wär's mit Srams "Two Axis"?
Nun habe ich die Tektro-Bremshebel durch Shimano-Teile ersetzt (BL-IM65), das
passt dann wenigstens genau zu der Vorderradbremse (BR-IM75).
Damit ist das Fahrverhalten nun wieder eine Idee komfortabler geworden, das
heißt das Bremsverhalten hat sich etwas verbessert.
> > Die hintere Trommelbremse in der SRAM-S7-Nabe erschien mir schon immer
> > recht schwach, und laut SRAM-Anleitung verlangt sie eine entsprechend hohe
> > Hebelübersetzung (~4).
>
> Damit bist du der erste mir S7 mit Trommelbremse, auf den ich stoße. Lässt
> sich die Bremse vernünftig dosieren, etwa so gut wie eine Cantilever- oder
> V-Bremse? Ich hab bei meiner vom Aldi-Cityrad stammenden S7 den Rücktritt
> ausgebaut.
Ja, das Ding trifft man selten, obwohl ich es für genial halte,
weil es gekapselt mit der Nabe integriert und "normal" von Hand
zu betätigen ist. Neuerdings gibt es wohl noch eine i-brake-Version,
aber die ist dann insgesamt deutlich schwerer.
Die Dosierung ist OK, aber die Bremskraft wie gesagt recht schwach.
Aber man kann sich darauf einstellen, und ich meine mit der Fuhre
sicher bremsen zu können. Hauptlast trägt ohnehin die Vorderradbremse.
> Auffälligerweise ist die Zahl der Gänge bei allen Fahrrädern eine heilige
> Zahl ... die Eins, die Zwei, die Drei, die Vier, die Fünf, die Sechs, die
> Sieben, die Acht ... :-/
Von einer Sechs-Gang Getriebenabe habe ich noch nichts gehört, alle anderen
ja.
> Was ist daran mysteriös? Man kann halt mal aus irgendwelchen Überlegungen
> heraus auf irgendeine Zahl kommen. Bei der Inter-8 freilich wundert mich,
> dass man auf den Direktgang verzichtet hat.
Häh? Bei der Inter-8 ist der fünfte der Direktgang. Das merke ich da auch
> Ich als Person spiele auch nur eine Rolle, aber ich identifiziere mich
> nicht damit. ICH bin lediglich der Beobachter. Ich stehe auf dem Berg
> der Erkenntnis, und sehe die Kinder im Tal spielen.
Harzigen Glühstrumpf!
Der Versuch Erkenntnis in Worte zu pressen, lässt dennoch nicht auf
echtes Erkennen schließen.
Und einen Masterplan hat wohl jeder schonmal geglaubt zu haben.
Gruß, Ingmar
Hier nun der zweite Teil der Antwort mit den allgemeinen Erkenntnissen.
Ich behaupte, dass nahezu alle gegenwärtig angebotenen Fahrradmodelle,
mit einer Handvoll Ausnahmen, für 90% der Anwendungen Fehlkonstruktionen
sind!
Das mag als kühne Provokation klingen, aber ich sehe es wirklich so und
kann es erläutern.
Im Bereich des Antriebssystems, und das ist ein wesentlicher Aspekt des
Geräts, werden zwei grundsätzliche Fehler bei der Fahrradkonstruktion
gemacht:
Erstens, es werden gekapselte Getriebenaben entwickelt, ohne gleichzeitig
für eine gekapselte Transmission und/oder Bremse zu sorgen.
Alle gegenwärtig bekannten Getriebenaben werden von vornherein nur auf
Kettenbetrieb ausgelegt. Das ist ein grundlegender Konstruktionsfehler!
Denn eine Kette hat nunmal die unvermeidliche Eigenschaft, sich während
des Betriebes zu längen, und das kann mit einer Getriebenabe nicht
vernünftig behandelt werden. Mit einer Kettenschaltung dagegen ist dieses
Phänomen kein Problem, da das System ohnehin durch Verwendung unterschiedlich
großer Ritzel-Zahnräder über einen automatischen Kettenspannmechanismus
verfügt. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, an meinem alten Ketten-
schaltungsrad jemals die Kette nachgespannt zu haben.
Eine Getriebenabe muss also vernünftigerweise mit einem entsprechenden
Transmissionsmechanismus wie dem Wellenantrieb kombiniert werden - mit
einer Kette macht das keinen Sinn, da man sich nur zusätzliche Probleme
einhandelt!
Und die Getriebenabe, die zufälligerweise am besten für den Wellenantrieb
geeignet ist, ist die S7, da sie a) eine Schaltansteuerung (mittels Clickbox)
besitzt, die eine bestmögliche Abdichtung des hinteren Kegeltriebes
sowie der eigenen Schaltvorrichtung (Achsöffnung mit aufgesteckter Clickbox)
gewährleistet, und b) eine integrierte gekapselte Bremse besitzt.
Die Shimano Inter-7/Inter-8 sowie die neue SRAM i-motion-9 als auch die
Sturmer-Archer Naben besitzen radiale Schaltansteuerungen, die zwar mit
einer Kette geeigneter erscheinen, aber beim Kegeltrieb durch die
Schaltzugführung die hintere Abdichtung beeinträchtigen.
Insbesondere die neue SRAM i-motion-9 ist daher eine Fehlentwicklung,
weil sie schlechter mit einem Wellenantrieb harmonieren würde.
Die Rohloff Speedhub ist für diesen Zweck ebenfalls ungeeignet, da sie
keine Vorrichtung für die Montage eines geschlossenen Bremssystems hat.
Damit bleibt die S7 die einzige brauchbare Getriebenabe für vernünftige
geschlossene Fahrradantriebssysteme.
Die S7 stellt momentan und auf absehbare Zeit den Höhepunkt der
Getriebenabentechnik dar.
Der scheinbar geringere Schaltkomfort der S7 im Vergleich zu den anderen
Kandidaten ist dabei nebensächlich: Wer mal ein Kraftfahrzeug fährt, der
kann auch nicht einfach unter Last die Gänge wechseln, er muss sogar
zusätzlich eine Kupplung betätigen. Millionen von Autofahrern scheinen
sich darüber nicht zu beklagen. Da ist man also mit der S7 kaum schlechter
dran. Bei der Leichtläufigkeit in den einzelnen Gängen macht die S7 dann
sogar wieder Boden gut gegenüber den anderen Kandidaten, die durch
Mahl-Geräusche oder -Gefühle auffallen.
Die Kombination einer Getriebenabe mit einem Kettentrieb erzeugt eine
Vielzahl von zusätzlichen Problemen, und die angebotenen Lösungen sind
alle untauglich und beheben das Problem nicht wirklich.
Da gibt es viele Ansätze für "geschlossene Kettenschütze", doch diese
erzeugen neue Probleme und können das Problem der Kettenlängung nicht
beheben. Beim Wellenantrieb dagegen treten diese Probleme von vornherein
gar nicht erst auf - er ist bereits bestmöglich gekapselt und zeigt nicht
diese Verschleißerscheinungen.
Aber was machen die etablierten Fahrradentwickler? Anstatt ihr bisschen
Gehirnschmalz, das sie vielleicht haben, für eine grundlegende Lösung
einzusetzen, werden nur klägliche Scheinlösungen präsentiert. Da gibt
es dann "verstellbare Ausfallenden" oder "exzentrische Tretlager", um
dem Problem der Kettenlängung zu begegnen. Das ist aber alles Schwachsinn
und löst das Problem nicht wirklich. Wo ist denn die ganze Ingenieurskunst
geblieben? Immerhin können die Chinesen diesen Wellenantrieb konstruieren,
und unter http://www.gruberassist.com/ sieht man, dass auch in hiesigen
Regionen Kegeltriebe gebaut werden können. Aber anstatt das für einen
simplen mechanischen Antrieb einzusetzen, werden die Resourcen für
sinnlose Krücken als "elektrische Antriebsunterstützung" vergeudet.
Versteht mich nicht falsch - das soll hier keine Klageschrift sein -
ich beklage mich nicht, denn ich habe ja die Lösung für mich gefunden.
Ich habe das bestmögliche existierende Fahrrad für mich gefunden,
ich würde dieses für kein anderes hergeben.
Ich teile lediglich meine Beobachtungen mit - vielleicht hilft es euch,
falls ihr wirklich eine Lösung haben wollt und nicht in der endlosen
Problemerzeugungsmaschine eures Verstandes gefangen bleiben wollt.
Und denkt nicht, ich hätte etwas gegen einen Antrieb mit Kettenschaltung.
Nein!
Ich behaupte lediglich, dass auch die angebotenen Kettenschaltungsräder
fehlkonstruiert sind. Wir kommen nun zum zweiten grundsätzlichen Fehler,
der bei der gegenwärtigen Fahrradkonstruktion gemacht wird.
Die Firma Biomega, von der ich mein Wunschrad bezogen habe, bietet neben
den Wellenantriebsmodellen (Copenhagen, Amsterdam, Dublin) auch ein paar
andere an. Nun schaut euch mal das Modell "Berlin" an. Auf den ersten
Blick wirkt es ziemlich unscheinbar, aber dann kann man eine Besonderheit
erkennen: Es hat hinten eine übliche 8-fach Kettenschaltung, aber keinen
weiteren vorderen Umwerfer oder "Dual-Nabe". Und genau das ist der Punkt:
Es hat als Kettenschaltungsrad ein lineares und damit intuitives Schalt-
verhalten. Alle Räder, die sonst heutzutage angeboten werden, haben
irgendeine Form von Schaltungsverwerfung, sei es Umwerfer oder Dualnabe,
die eine intuitive, geradlinige Schaltsteuerung behindert. Das ist für
90% der Anwendungen hinderlich, da mit heutigen "Megarange"-Kassetten-
schaltungen allein ein vergleichbarer Umfang wie mit den verbreiteten
Schaltnaben erreicht wird (Megarange 11-34 = 34/11 = 309%). Wie erklärt
ihr euch, dass zwar den Leuten mit S7 und Inter-8 rund 300% Schaltungen
zugemessen werden, aber bei Kettenschaltung diese Option nicht
angeboten wird, obwohl sie in der Bedienung wesentlich ergonomischer
und für viele Anwendungen ausreichend ist? Ich sehe darin einen
schwerwiegenden Konstruktionsfehler, hauptsächlich unter dem Aspekt
der ergonomischen Bedienung.
Keinem Autofahrer würde ein derart obskures Schaltsystem zugemutet
werden wie es heute bei Fahrrädern mit Kettenschaltungsantrieb üblich
ist. Damit enthebt sich die Fahrradbranche selbst von dem Anspruch,
ein vernünftiges alternatives Nutzfahrzeug anzubieten. Das tun sie eben
gerade nicht. Und dieser Zustand hängt zusammen mit der Vorherrschaft
des Kraftverkehrs. Man muss das verstehen, da ist ein tiefliegender
Zusammenhang:
Die etablierte Fahrradbranche selbst trägt zur Konservierung der
Vorherrschaft des Kraftverkehrs bei, indem sie grundlegend fehlkonstruierte
Fahrradmodelle anbietet, die für den Einsatz als Nutzfahrzeug für den
Normalanwender völlig untauglich sind! Ein Auto ist leichter zu bedienen
und zu warten als ein Fahrrad. Und die etablierte Fahrradbranche tut nichts,
ungeachtet anderslautender scheinheiliger Propaganda, um diesen Zustand
zu verbessern. Im Gegenteil, die Fehlentwicklungen werden immer weiter
vorangetrieben, der Unsinn immer weiter gesteigert.
Erkennt diesen herrschenden Wahnsinn!
Es gibt Alternativen.
Also aus meiner Sicht gibt es zwei sinnvolle Antriebskonzepte für Fahrräder:
Einen geschlossenen und einen offenen.
Ein geschlossener Antrieb besteht aus Getriebenabe, Wellentrieb,
Trommel-/Rollenbremsen.
Ein offener Antrieb besteht aus Kassettennabe (8/9-fach Megarange),
Kettentrieb, Felgen-/Scheibenbremsen.
Beide Antriebe werden ergonomisch durch eine lineare 7/8/9-fach Schaltung
gesteuert.
Der geschlossene Antrieb bietet ein Maximum an Sorglosigkeit, der offene
Antrieb bietet ein Maximum an Sportlichkeit.
Mit diesem Konzept ergibt sich bereits ein breites Lösungsspektrum,
aber alle anderen Varianten, die heute angeboten werden, sind
Fehlkonstruktionen.
Übrigens, das Biomega Copenhagen und Amsterdam sind aus dieser Sicht auch
inkonsistent, wegen der vorderen Scheibenbremse.
Interessanterweise scheint Biomega das erkannt zu haben und setzt nun
beim neuen Modell Dublin (28-Zoll-Version mit Wellenantrieb) vorne statt
der Scheibe eine Rollenbremse ein, die an die gleiche Gabel passt
(Modell BR-IM75).
Auf diese Idee war ich schon vor zwei Jahren gekommen, und glücklicherweise
kann man die "alten" Modelle völlig problemlos von der Scheibe auf diese
Rollenbremse umstellen, dank der genormten Scheibenbremsaufnahme (IS-2000)
an der Gabel.
Zum "weichen" Antritt mit der Welle passt halt auch besser die weiche
Rollenbremse, während die härtere Scheibe besser zur härteren Kette passt.
Aus meiner Sicht scheint also Biomega momentan der einzige Hersteller
zu sein wo Erkenntnisse richtig umgesetzt und vernünftig konzipierte
Grundmodelle angeboten werden und wo die Entwicklung in die richtige
Richtung geht.
Alle anderen Hersteller sind davon weit entfernt und entfernen sich mit
ihren aktuellen Entwicklungen nur noch weiter von vernünftigen Lösungen.
Ich sehe also gegenwärtig einen allgemein noch zunehmenden Wahnsinn.
Glücklicherweise befinde ich mich in Sicherheit und kann den ganzen
Trubel sorglos an mir vorüberziehen lassen...
Viele Grüße
Guido
> Die Kombination einer Getriebenabe mit einem Kettentrieb erzeugt eine
> Vielzahl von zusätzlichen Problemen
Welche?
Dass die Kette nur 20-30 Mm haelt? Ja, das ist ein ernsthaftes Problem im
Sinne der Esoterik :-)
> Beim Wellenantrieb dagegen treten diese Probleme von vornherein
> gar nicht erst auf
Dafuer bekommt man hoeheres Gewicht und schlechteren Wirkungsgrad frei
Haus geliefert. Na prima.
> Also aus meiner Sicht gibt es zwei sinnvolle Antriebskonzepte für Fahrräder:
> Einen geschlossenen und einen offenen.
> Ein geschlossener Antrieb besteht aus Getriebenabe, Wellentrieb,
> Trommel-/Rollenbremsen.
> Ein offener Antrieb besteht aus Kassettennabe (8/9-fach Megarange),
> Kettentrieb, Felgen-/Scheibenbremsen.
> Beide Antriebe werden ergonomisch durch eine lineare 7/8/9-fach Schaltung
> gesteuert.
Schreibt der Flachlandindianer. Komm mal aus deiner Tiefebene heraus, dann
wirst du feststellen, dass man die "Schaltungsverwerfungen" braucht um
die Bodenverwerfungen (aka Berge) zu befahren. Meine Fahrraeder haben alle
600-800% Schaltumfang. Wie willst du das linear realisieren?
Guido Vollbeding schrieb:
> Austauschen ist einfacher und eleganter.
Selbstgebautes hat seine eigene Eleganz.
>> Damit bist du der erste mir S7 mit Trommelbremse, auf den ich stoße.
>
> Die Dosierung ist OK, aber die Bremskraft wie gesagt recht schwach.
> Aber man kann sich darauf einstellen, und ich meine mit der Fuhre
> sicher bremsen zu können.
Kannst du bis zum Blockieren des Rades Bremsen?
> Von einer Sechs-Gang Getriebenabe habe ich noch nichts gehört [...].
Ich auch noch nicht, aber eine Sechs-Gang-Kettenschaltung nenne ich sogar
mein eigen.
>> Bei der Inter-8 freilich wundert mich,
>> dass man auf den Direktgang verzichtet hat.
>
> Häh? Bei der Inter-8 ist der fünfte der Direktgang.
Du hast recht.
Kann mir jemand erklären, wie die Shimano-Getriebenaben funktionieren? Die
Inter-3 ist klar, aber dann wird’s schwierig.
Direktgänge:
Inter-4 1.
Inter-7 –
Inter-8 5.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz
> Da ich inzwischen weitere Erfahrungen sammeln konnte und mittlerweile ohne
> Probleme die 10000 km Marke mit dem Biomega überschritten habe, möchte ich an
> dieser Stelle anknüpfen und die Gelegenheit nutzen, ein paar weitere
> grundlegende gewonnene Erkenntnisse zum Thema Fahrrad zu vermitteln.
Gerne, schreib mal was zum Kardanantrieb!
> Die S7 stellt momentan und auf absehbare Zeit den Höhepunkt der
> Getriebenabentechnik dar! Mehr dazu später...
Den Höhepunkt der Entwicklung stellt die Rohloff 14-Gang-Nabe dar. Die
S7 ist vielleicht die beste in Bezug auf Preis-Leistung, Höhepunkt ist
sie aber nicht. Immerhin gibt es inzwischen die 9-Gang-Nabe, die in ein
oder zwei Jahren ähnliche Zuverlässigkeit erreichen dürfte wie die S7.
>>und ich glaub auch, dass der Biomega-Wellenantrieb was taugt.
>
> Du glaubst es, ich weiß es ;-)...
Bitte um Bericht (in de.rec.fahrrad) bezüglich Zuverlässigkeit,
Wartungsaufwand, Wartbarkeit, Ersatzteilversorgung, Vor-/Nachteilen.
> Nunja, die Lenkerwahl ist durch den Designvorbau etwas eingeschränkt, da
> er nur einen einseitigen Klemmspalt hat. Du musst also den Lenker seitlich
> durch die Öffnung durchschieben können, das dürfte bei einem Rennlenker
> schwierig werden.
Du Held! Lenker werden seit hundert Jahren in den Vorbau eingefädelt,
auch Rennlenker. Was ist daran so umständlich? Wenn Du oben von
"Erleuchtung" schreibst dann lass bitte solche Aussagen sein.
Richtig wäre gewesen: Die Lenkerwahl ist stark von persönlichen
Präferenzen abhängig.
> Ich selbst bin nach dem Umbau auf den gebogenen Moonlenker sehr zufrieden.
> Das hat den Fahrkomfort deutlich erhöht. Eventuell würde ich mir noch Hörnchen
> wünschen, aber die müssten dann in der Neigung zu dem jetzigen Lenker passen,
> da ich dessen Standardposition behalten und keinen Besenstiel stattdessen will.
> Aber dann käme noch der Wunsch nach speziellen Bremshebeln auf. In einem
> Katalog habe ich mal so Teile gesehen mit verlängerten Hebeln die abgeknickt
> sind, so dass man sie auch in der Barend-Stellung bedienen kann.
Willst Du jetzt einen Rennlenker und hast Angst vor dem Umbau? Ich fahre
seit längerem mit Fast-Besenstiel, Hörnchen und Standard-Bremshebeln.
Wozu die "speziellen Bremshebel"???
>>Aufbohren und umbasteln!
>
> Austauschen ist einfacher und eleganter.
Teurer. Nicht eleganter.
> Häh? Bei der Inter-8 ist der fünfte der Direktgang. Das merke ich da auch
> deutlich an der Leichtgängigkeit im Vergleich zu den anderen Gängen.
> Zweitleicht geht der sechste, alle anderen spürt man deutlich "mahlen".
> Du meinst vielleicht, dass man bei der Inter-7 auf den Direktgang
> verzichtet hat, das scheint wohl zu stimmen.
Das Phänomen nennt sich "eingebauter Rückenwind" und es halten sich
Gerüchte, dass das bei einigen Shimano-Nabenschaltungen ein Feature sei.
Andere behaupten dass eine fachgerechte Wartung das Problem beheben
könne. Vielleicht liegt's an der Serienstreuung?
Ciao.
> Ich behaupte, dass nahezu alle gegenwärtig angebotenen Fahrradmodelle,
> mit einer Handvoll Ausnahmen, für 90% der Anwendungen Fehlkonstruktionen
> sind!
Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass in .de nahezu alle
Fahrzeuge für 90% der Anwendungen Fehlkonstruktionen sind. Woran kann es nur
liegen?
> Alle gegenwärtig bekannten Getriebenaben werden von vornherein nur auf
> Kettenbetrieb ausgelegt. Das ist ein grundlegender Konstruktionsfehler!
> Denn eine Kette hat nunmal die unvermeidliche Eigenschaft, sich während
> des Betriebes zu längen, und das kann mit einer Getriebenabe nicht
> vernünftig behandelt werden.
Ähm - also im Normalfall muss man am Hinterrad öfter flicken als wegen
Verschleiß der Kette nachspannen. D.h. Das Phänomen "Kettenlängung" wird
den meisten Nutzern erst bewußt, wenn Kette und Ritzel hin sind. Bis dahin
sind aber schon ein paar Jahre Nutzung drin.
> Keinem Autofahrer würde ein derart obskures Schaltsystem zugemutet
> werden wie es heute bei Fahrrädern mit Kettenschaltungsantrieb üblich
> ist.
Du willst wirklich in Bezug auf die Gangabstufung ein Fahrzeug, dem meist
doch mehr als 50 PS und ein Drehzahlbereich von grob 1000 bis 10 000 U/min
zur Verfügung stehen, mit einem vergleichen, dass mit 80 - 500 Watt bei 50 -
150 U/min betrieben werden soll, vergleichen? Faszinierend.
> Die etablierte Fahrradbranche selbst trägt zur Konservierung der
> Vorherrschaft des Kraftverkehrs bei, indem sie grundlegend fehlkonstruierte
> Fahrradmodelle anbietet, die für den Einsatz als Nutzfahrzeug für den
> Normalanwender völlig untauglich sind! Ein Auto ist leichter zu bedienen
> und zu warten als ein Fahrrad.
Hat Dir wirklich schon mal einer erzählt, dass er nicht Fahrrad fährt, weil
ihm das zu schwierig ist? Mir jedenfalls nicht. Ich kenne aber durchaus
Leute, die nicht Auto fahren können.
Oder anders herum: Greifen sie begeistert zum Lenker und mutieren zum
Radfahrer, wenn Du ihnen Deine Kardanschaukel anbietest? Wahrscheinlich
nicht. Weil es immer noch anstrengt, nicht schnell und nicht weit genug
geht, man nicht schick angezogen bleiben kann und nicht den halben Hausstand
samt blechernen Dach über dem Kopf mitnehmen kann. Gefährlich ist es
obendrein ja auch noch. :-}
Dagegen kann selbst Biomega nicht viel tun.
Gabriele
Deshalb schrieb ich was von 90%!
90% der Fahrradanwender brauchen diese Schaltungsverwerfungen nicht.
Das ist der Fehler: 99,9999% aller Fahrräder mit Kettenschaltungsantrieb
werden ungeachtet des tatsächlichen Bedarfs mit solchen Schaltungsverwerfungen
ausgestattet.
Meinetwegen können sie für die restlichen 10% solche extra Ausstattungen
anbieten. Das liefe dann unter "Spezialausführung für Leute, die meinen
das unbedingt brauchen zu müssen".
Viele Grüße
Guido
Du vergisst die Leute, die sich die ständige Kettenpflege durch Einsatz
eines geschlossenen Kettenschutzes ersparen wollen.
Da wird dir das Phänomen Kettenlängung schnell bewusst, wenn a) die
Kette ständig gegen den Kasten schlägt, oder b) sich der Chainglider
zu öffnen beginnt, denn wo soll die gelängte Kette sonst hin?
Bei einer richtigen Kettenschaltung besteht aber dieses Problem wie
gesagt gar nicht - da würde auch niemand auf die Idee kommen, einen
geschlossenen Kettenschutz anzubringen.
Das Problem entsteht erst dadurch, dass die Kette mit einer Getriebenabe
kombiniert und dadurch die Illusion geweckt wird, dass nun die Kette
in einer fest definierten Geometrie liefe. Was sie leider nicht tut.
Viele Grüße
Guido
Unter Umständen ja.
Mein Biomega hat ja auch seine von mir verpasste individuelle Ausstattung
und sich vom Grundmodell relativ weit entfernt, z.B. komplett neues
Vorderrad und andere Felge hinten.
Aber die Bremshebel muss ich nun nicht unbedingt aufbohren.
> >> Damit bist du der erste mir S7 mit Trommelbremse, auf den ich stoße.
> >
> > Die Dosierung ist OK, aber die Bremskraft wie gesagt recht schwach.
> > Aber man kann sich darauf einstellen, und ich meine mit der Fuhre
> > sicher bremsen zu können.
>
> Kannst du bis zum Blockieren des Rades Bremsen?
Ja doch.
> Kann mir jemand erklären, wie die Shimano-Getriebenaben funktionieren?
Shimano sollte sich mal Gedanken über einen passenden Wellenantrieb
machen. Wenn Shimano sowas anböte dann würde es sich schnell stärker
verbreiten. Und nur damit sind Getriebenaben interessant.
Viele Grüße
Guido
Da hast du wohl was verpasst. Darum ging es in dem ganzen Thread.
Der Kardanantrieb funktioniert bisher unauffällig und sorglos
(10000 km).
> > Die S7 stellt momentan und auf absehbare Zeit den Höhepunkt der
> > Getriebenabentechnik dar! Mehr dazu später...
>
> Den Höhepunkt der Entwicklung stellt die Rohloff 14-Gang-Nabe dar. Die
> S7 ist vielleicht die beste in Bezug auf Preis-Leistung, Höhepunkt ist
> sie aber nicht. Immerhin gibt es inzwischen die 9-Gang-Nabe, die in ein
> oder zwei Jahren ähnliche Zuverlässigkeit erreichen dürfte wie die S7.
Doch, aus meiner Sicht ist die S7 der Höhepunkt, nicht die Rohloff.
Die Rohloff könnte ich für meine Zwecke nicht gebrauchen, selbst wenn der
Preis keine Rolle spielte. Es gibt sie nicht in Kombination mit einem
Kardanantrieb, und ihr fehlt prinzipiell die Möglichkeit einer gekapselten
Bremsfunktion.
Die 9-Gang-Nabe kann ich ebenfalls nicht gebrauchen, denn sie ist mit der
Schaltansteuerung auf einen Kettentrieb ausgelegt und passt schlechter als
die S7 an einem Kardanantrieb.
Davon abgesehen reichen mir die 7 Gänge eigentlich aus - ich sehe keinen
Vorteil für zwei weitere Stufen, die ich kaum bräuchte, das deutliche
Mehrgewicht in Kauf zu nehmen, welches in jedem Falle zu Buche schlüge.
Die S7 wiegt *inklusive* Trommelbremse 1,737 kg. Rohloff und Inter-8
Premium wiegen alleine jeweils 1,5 kg.
S7 mit i-brake wiegt 2,164 kg - bei der i-motion-9 bräuchte ich dann
auch eine i-brake Version (gibt keine Trommelbremsversion mehr), und
da wiegt allein die gegenwärtige Rücktrittsversion 2,4 kg (zum Vergleich:
S7 mit Rücktritt 1,714 kg)!
Da besteht die Gefahr dass du die zusätzlichen Gänge dann nur dazu
brauchst um das Mehrgewicht wieder auszugleichen.
> >>und ich glaub auch, dass der Biomega-Wellenantrieb was taugt.
> >
> > Du glaubst es, ich weiß es ;-)...
>
> Bitte um Bericht (in de.rec.fahrrad) bezüglich Zuverlässigkeit,
> Wartungsaufwand, Wartbarkeit, Ersatzteilversorgung, Vor-/Nachteilen.
Schau mal weiter vorne in diesem Thread, da habe ich mehr berichtet...
> Du Held! Lenker werden seit hundert Jahren in den Vorbau eingefädelt,
> auch Rennlenker. Was ist daran so umständlich? Wenn Du oben von
> "Erleuchtung" schreibst dann lass bitte solche Aussagen sein.
>
> Richtig wäre gewesen: Die Lenkerwahl ist stark von persönlichen
> Präferenzen abhängig.
Klar, versuchen kann man's, aber der Vorbau ist auch recht breit, so
dass dem "Einfädeln" wohl Grenzen gesetzt sind.
Eine andere Möglichkeit wäre wenn es Rennlenkerenden gäbe die man als
Barends an den Lenker stecken könnte.
> Willst Du jetzt einen Rennlenker und hast Angst vor dem Umbau?
Nein, ich will keinen Rennlenker. Ich bin mit dem Lenker zufrieden den
ich jetzt habe. Nur als zusätzliche Möglichkeit erwäge ich die Hörnchen.
> Ich fahre seit längerem mit Fast-Besenstiel, Hörnchen und Standard-
> Bremshebeln. Wozu die "speziellen Bremshebel"???
Damit man eben für's Bremsen nicht umgreifen muss, wenn man in der
Hörnchenstellung fährt.
> > Austauschen ist einfacher und eleganter.
>
> Teurer. Nicht eleganter.
Hehe, wenn man 1500,- EUR für das Bike und diverse Umbauten ausgegeben
hat, dann sind auch noch 30,- EUR für ein Paar ordentlichere Bremshebel
drin. Und diese Shimanohebel sind einfach deshalb besser, weil sie sich
eben nachträglich ohne Probleme umstellen lassen.
> Das Phänomen nennt sich "eingebauter Rückenwind" und es halten sich
> Gerüchte, dass das bei einigen Shimano-Nabenschaltungen ein Feature sei.
> Andere behaupten dass eine fachgerechte Wartung das Problem beheben
> könne. Vielleicht liegt's an der Serienstreuung?
Das ist wohl schon konstruktionsbedingt, da mehrere Planetenstufen
ineinandergreifen (kaskadiert, im Gegensatz zur S7).
Deshalb treten ja bei der Rohloff auch diese Laufgeräusche auf (wenn
nämlich 3 Stufen kaskadiert laufen ab Gang 7 abwärts).
Viele Grüße
Guido
> > Schreibt der Flachlandindianer. Komm mal aus deiner Tiefebene heraus, dann
> > wirst du feststellen, dass man die "Schaltungsverwerfungen" braucht um
> > die Bodenverwerfungen (aka Berge) zu befahren. Meine Fahrraeder haben alle
> > 600-800% Schaltumfang. Wie willst du das linear realisieren?
>
> Deshalb schrieb ich was von 90%!
> 90% der Fahrradanwender brauchen diese Schaltungsverwerfungen nicht.
Wir sind uns einig, dass 90% keine 800% brauchen. Aber bestimmt 50% aller
Deutschen wohnen im huegligen bis bergigen Gebiet wo 300% Schaltumfang
nicht ausreichen.
Beispiel Stuttgart: innerhalb der Stadtgrenzen(!) hat es 350 m
Hoehenuenterschied und diverse Strassen mit 20% Steigung. Ausserhalb der
Stadt wirds dann erst so richtig hueglig.
Was sollen erst die Schweizer und Oesterreicher sagen?
Ein Hollandrad mag in Holland und angrenzenden Provinzen ganz brauchbar
sein, aber weiter suedlich ist es meist fehl am Platz.
Das hatten wir schonmal: die reine km Zahl sagt nichts ueber das
Belastungsprofil aus...
--
MfG/Best regards
helmut springer
>> Schreibt der Flachlandindianer. Komm mal aus deiner Tiefebene heraus, dann
>> wirst du feststellen, dass man die "Schaltungsverwerfungen" braucht um
>> die Bodenverwerfungen (aka Berge) zu befahren. Meine Fahrraeder haben alle
>> 600-800% Schaltumfang. Wie willst du das linear realisieren?
>
> Deshalb schrieb ich was von 90%!
> 90% der Fahrradanwender brauchen diese Schaltungsverwerfungen nicht.
> Das ist der Fehler: 99,9999% aller Fahrräder mit Kettenschaltungsantrieb
> werden ungeachtet des tatsächlichen Bedarfs mit solchen Schaltungsverwerfungen
> ausgestattet.
Die 90 %, die nicht über Berge fahren, brauchen zu 90 % aber eine Schaltung,
um z.B. den Deich zu erklimmen.
--
Ich danke GMX dafür, die Verwendung meiner Adressen mittels per SPF
verbreiteten Lügen zu sabotieren.
Ich weiß, ich war in Stuttgart und hatte schon Probleme, zu Fuß mit Gepäck
die innerstädtischen Hügel zu erklimmen...
Aber was soll's? In meiner Umgebung, Halle/Saale, bis hin zum Harz, komme
ich mit meiner Schaltung problemlos zurecht. Auch im Odenwald bin ich
letztes Jahr mit dem Rad die Berge hoch und runter gefahren.
Guck dir mal folgende Website an:
Die haben ganz witzige Werbebilder, um ihr *Singlespeed* an den Mann
oder die Frau zu bringen. Du kannst dir denken, worauf ich hinaus will...
Diese Singlespeed-Welle ist das andere Extrem als Antwort auf die total
überfrachteten Standardangebote.
Ich bin weder für das eine Extrem, noch für das andere Extrem, sondern
für die "goldene Mitte". Diese "goldene Mitte" muss erstmal erreicht
werden, dann können auch die Abweichungen als Randphänomene akzeptiert
werden.
Viele Grüße
Guido
> Du vergisst die Leute, die sich die ständige Kettenpflege durch Einsatz
> eines geschlossenen Kettenschutzes ersparen wollen.
> Da wird dir das Phänomen Kettenlängung schnell bewusst, wenn a) die
> Kette ständig gegen den Kasten schlägt, oder b) sich der Chainglider
> zu öffnen beginnt, denn wo soll die gelängte Kette sonst hin?
>
> Bei einer richtigen Kettenschaltung besteht aber dieses Problem wie
> gesagt gar nicht - da würde auch niemand auf die Idee kommen, einen
> geschlossenen Kettenschutz anzubringen.
> Das Problem entsteht erst dadurch, dass die Kette mit einer Getriebenabe
> kombiniert und dadurch die Illusion geweckt wird, dass nun die Kette
> in einer fest definierten Geometrie liefe. Was sie leider nicht tut.
Diejenigen, die ein geschlossenen Kettenkasten fahren, treten nicht kräftig
genug, um die Kette zu längen. Sie haben auch nicht genügend Kraft, um den
Velust in einen Kardan auszugleichen. Diejenigen, die kräftig genug treten,
haben hingegen die Fähigkeit, die Kette zu pflegen, und keine Lust, den
Verlust in einem Kardan auszugleichen. Außerdem geht mit Kardan kein Wheelie.
> Shimano sollte sich mal Gedanken über einen passenden Wellenantrieb
> machen.
Das haben die ganz sicher.
> Wenn Shimano sowas anböte dann würde es sich schnell stärker
> verbreiten. Und nur damit sind Getriebenaben interessant.
Nein, nein. Guido, pass auf die Geisterfahrer auf. Du ermittelst in der
Theorie Probleme, die es in der Praxis einfach nicht gibt. Genauso, wie
zahntausende von Fotografen, hunderte von Bildagenturen und Millionen
von Nutzern ohne Kopfschmerzen Bayer Bilder anschauen können, mit denen
ausschliesslich Du ein Problem hast, genausowenig haben Millionen von
Radfahrern ein Problem mit dem Kettenantrieb. Er ist in der Summe der
sinnvollste Kompromiss.
Dass Fahrräder größtenteils nicht anwendungsgerecht konzipiert werden,
zumindest wenn ich mir die Masse an Rädern und die Masse der Anwendung
anschaue, ACK. Aber weder hat das was mit dem Kettenantrieb zu tun. Noch
würde selbst das perfekteste Rad wesentlich dazu beitragen, dass mehr
Fahrrad gefahren wird. Denn so groß ist der Unterschied zwischen dem,
was auf dem Markt ist, und dem, was ideal wäre, nun auch nicht, als dass
das das entscheidende Kriterium wäre. Die Probleme liegen ganz woanders.
Nämlich im Kopf. Ok, und an der "Gefährlichkeit" des Radfahrens, dem
Klaufaktor, und an den unnötig unübersichtlich gemachten
Strassenverkehrsverhältnissen.
Peter
>Guido Vollbeding <gu...@jpegclub.org> wrote:
>
>Du willst wirklich in Bezug auf die Gangabstufung ein Fahrzeug, dem
>meist doch mehr als 50 PS und ein Drehzahlbereich von grob 1000 bis 10
>000 U/min zur Verfügung stehen, mit einem vergleichen, dass mit 80 -
>500 Watt bei 50 - 150 U/min betrieben werden soll, vergleichen?
>Faszinierend.
Viel wichtiger für die Gangabstufung ist das Leistungsgewicht (z.b.
120kg/200W ~ 500kg/PS) und die Elastizität des Antriebs. Und wenn du da
bei vergleichbaren KFZ schaust, sind 12-16 effektive Gänge mit einer
Spreizung weit über 700% üblich, oft aufgeteilt auf mindestens zwei
Hebel, ganz modern: ein stufenloses Automatikgetriebe oder
dieselhydraulischer Antrieb.
ervin
Die müssen nicht dann und wann Flicken, wonach die Spannung automatisch
wieder gerichtet wird?
Doch eigentlich eher als ich, wetten, da fahren viele viel mehr auf
Radwegen (was ihnen mehr den Spaß verderben sollte als eine vielleicht
klappernde Kette).
> Das Problem entsteht erst dadurch, dass die Kette mit einer Getriebenabe
> kombiniert und dadurch die Illusion geweckt wird, dass nun die Kette
> in einer fest definierten Geometrie liefe. Was sie leider nicht tut.
Wie? Sie bewegt sich nicht in einer Ebene?
Gabriele
Bernhard Agthe schrieb:
> Du Held! Lenker werden seit hundert Jahren in den Vorbau eingefädelt,
> auch Rennlenker.
Man achte auf den Klemmdurchmesser! Gewöhnliche Rennlenker haben einen recht
großen Klemmdurchmesser, damit die Bögen durch die Vorbauöffnung geschoben
werden können.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz
Sie sind nicht berechtigt unrechtmäßige Kopien dieses Artikels zu erstellen.
Das würde aber selbst Guido nicht mehr als einfach für jeden zu handhaben
verkaufen wollen. =:-}
> ganz modern: ein stufenloses Automatikgetriebe oder
> dieselhydraulischer Antrieb.
Gibt es ja auch für Räder. Ich bin nicht die Zielgruppe für sowas und habe
daher nur noch vage eine Erinnerung an "smover".
Gabriele
Tja, ich habe da so ein Teil das nennt sich "verstellbares Ausfallende".
Da ist nix mit Spannung automatisch richten, sondern immer explizit.
Mittlerweile weiß ich, dass dieses "Feature" Blödsinn ist. Aber woher
soll man das vorher wissen? Man geht erstmal davon aus, dass die Leute
sich schon etwas dabei gedacht haben, wenn sie das so anbieten, vor
allem wenn es eine "renommierte" Fahrradschmiede wie Patria ist.
Aber auch etwa Utopia macht diesen Unsinn, und idworx mit dem Easy
Rohler macht mit dem "exzentrischen Tretlager" das Gleiche bloß in Grün,
und das letztere wird von allen als das ultimative Fahrrad hochgejubelt!
(Was zumindest auf den Preis zutrifft.)
Der Witz ist: Beim Easy Rohler mussten sie deshalb auf ein exzentrisches
Tretlager ausweichen, weil das mit dem Ausfallende wegen der Magura Firm
Tech Bremsen nicht funktionierte, die eine exakte Radausrichtung benötigen!
Da muss man erstmal dahinter kommen. Mit sinnvollem "Feature" hat das nix
zu tun, es ist lediglich eine technisches Artefakt.
> Doch eigentlich eher als ich, wetten, da fahren viele viel mehr auf
> Radwegen (was ihnen mehr den Spaß verderben sollte als eine vielleicht
> klappernde Kette).
Ja, ich muss zugeben, dass ich auch oft auf Radwegen fahre, und mir
eine Reihe von Platten eingehandelt habe.
Dabei habe ich immerhin die Erfahrung gemacht, dass die angepriesenen
"Pannenschutz"-Reifen der Markenhersteller nicht viel taugen.
Ich glaube damit wollen sie nur die hohen Preise rechtfertigen.
Inzwischen fahre ich mit einfachen billigen Reifen und habe nicht mehr
Pannen damit!
Interessantes Detail am Rande: Ich wollte ja für das Rad unbedingt passende
Weißwandreifen haben, und bei den Markenherstellern bin ich nicht fündig
geworden (Schwalbe und Conti versucht, war aber Essig).
So musste ich gezwungenermaßen zu den Teilen aus dem Supermarkt greifen,
und bin mittlerweile ganz zufrieden damit. Sie sind wirklich nicht
schlechter, für weitaus geringeren Preis.
Nun sehe ich letztens im Schaufenster eines Fahrradladens ein Gerät mit
*weißwandiger* "Schwalbe City Plus" Bereifung, die weitaus besser aussieht
als was die Markenhersteller sonst dazu anboten.
Versucht man nun über "Schwalbe City Plus" weitere Informationen zu
bekommen, so stellt man sehr seltsame Zustände fest:
Weder der aktuelle Schwalbe-Hochglanz-Katalog, noch die Schwalbe Website
kennen den "City Plus". Fragt man dann bei seinem Fahrradhändler nach, so
bekommt man zu hören, dass dieser Reifen ausschließlich für Erstausstatter
zu haben ist - ich wollte einen bestellen, aber das ging nicht!
Von Erstausstattern wird der Reifen als "unplattbar" wie der Marathon Plus
eingestuft. Es gibt auch eine einfachere Version namens "City Cruiser" mit
äußerlich gleichem Profil, der ebenfalls offiziell nirgends bei Schwalbe
zu finden ist (nicht zu verwechseln mit dem City Jet).
Beim City Cruiser ist "Puncture Protection" angegeben, beim City Plus
"Puncture Guard".
Ich vermute dahinter eine Geschäftspraktik, die den Herstellern billige
Preise ermöglichen soll, während dem Endkunden nur überteuerte Produkte,
die außer in der Werbung auch nicht besser sind, aufgedrückt werden.
> > Das Problem entsteht erst dadurch, dass die Kette mit einer Getriebenabe
> > kombiniert und dadurch die Illusion geweckt wird, dass nun die Kette
> > in einer fest definierten Geometrie liefe. Was sie leider nicht tut.
>
> Wie? Sie bewegt sich nicht in einer Ebene?
Nein, wenn sie durchhängt, dann schlägt sie in alle Richtungen.
Viele Grüße
Guido
> Bernhard Agthe schrieb:
>
>>> Die S7 stellt momentan und auf absehbare Zeit den Höhepunkt der
>>> Getriebenabentechnik dar! Mehr dazu später...
>> Den Höhepunkt der Entwicklung stellt die Rohloff 14-Gang-Nabe dar. Die
>> S7 ist vielleicht die beste in Bezug auf Preis-Leistung, Höhepunkt ist
>> sie aber nicht. Immerhin gibt es inzwischen die 9-Gang-Nabe, die in ein
>> oder zwei Jahren ähnliche Zuverlässigkeit erreichen dürfte wie die S7.
>
> Doch, aus meiner Sicht ist die S7 der Höhepunkt, nicht die Rohloff.
> Die Rohloff könnte ich für meine Zwecke nicht gebrauchen, selbst wenn der
> Preis keine Rolle spielte. Es gibt sie nicht in Kombination mit einem
> Kardanantrieb, und ihr fehlt prinzipiell die Möglichkeit einer gekapselten
> Bremsfunktion.
Richtig - aus _deiner_ Sicht, weil Du mit dem Kardanantrieb sehr
zufrieden bist. Deswegen ist aber Speedhub 500/14 entwicklungstechnisch
nicht unbedingt schlechter, nur weil Rohloff bisher noch keine
Notwendigkeit für die Kombination mit Kardantrieb gesehen hat. Es gibt
viele Leute, die mit einer "klassischen" Kette in einem Kettenkasten
auch 10000 km ohne nennenswerte Probleme fahren. Ich weiss auch nicht,
ob eine Kardanwelle die hohen Drehmomente bei der geringsten Übersetzung
einer Speedhub dauerhaft ohne Schäden verkraftet. Bei 7-Gang-Naben
ergibt sich das Problem so nicht, da sie einen geringeren
Entfaltungsbereich haben und die kürzeste Übersetzung meist länger ist,
als bei Kettenschaltungen oder einer Speedhub.
> Die 9-Gang-Nabe kann ich ebenfalls nicht gebrauchen, denn sie ist mit der
> Schaltansteuerung auf einen Kettentrieb ausgelegt und passt schlechter als
> die S7 an einem Kardanantrieb.
Warum "schlechter"? Und warum braucht man Kettentrieb für die 9-Gang-Nabe?
> Davon abgesehen reichen mir die 7 Gänge eigentlich aus - ich sehe keinen
> Vorteil für zwei weitere Stufen, die ich kaum bräuchte, das deutliche
> Mehrgewicht in Kauf zu nehmen, welches in jedem Falle zu Buche schlüge.
> Die S7 wiegt *inklusive* Trommelbremse 1,737 kg. Rohloff und Inter-8
> Premium wiegen alleine jeweils 1,5 kg.
> S7 mit i-brake wiegt 2,164 kg - bei der i-motion-9 bräuchte ich dann
> auch eine i-brake Version (gibt keine Trommelbremsversion mehr), und
> da wiegt allein die gegenwärtige Rücktrittsversion 2,4 kg (zum Vergleich:
> S7 mit Rücktritt 1,714 kg)!
Also ca. 427 Gramm Unterschied zwischen S7 mit Rücktritt und S7 mit
i-Brake (2,164-1,737). Selbst wenn man noch annimmt, dass die i-Motion
ein wenig mehr wiegt, kommt sicher nicht mehr als 1 Kg zusammen. Das
sind natürlich gravierende Grössenordnungen, die man ganz sicher
objektiv mit deutlich erhöhtem Kraftaufwand wahrnimmt ;-)
BTW: i-Brake _ist_ eine Trommelbremse. Andreas Oehler hat selbige schon
mal gefahren und danach zur Begutachtung des Verschleisszustandes zerlegt.
> Da besteht die Gefahr dass du die zusätzlichen Gänge dann nur dazu
> brauchst um das Mehrgewicht wieder auszugleichen.
Bei 0,5-1 kG? Das entspricht 5-10 Tafeln Schokolade. Leg das mal auf
deinen Gepäckträger und teste, wie gross der zusätzliche Kraftaufwand
ist - ich glaube, Du wirst es nicht merken. Gegenwind, Luftdruck in den
Reifen, Kleidung usw. machen deutlich mehr aus, als 1 kG mehr
Gesamtgewicht des Fahrrads.
[...]
>> Ich fahre seit längerem mit Fast-Besenstiel, Hörnchen und Standard-
>> Bremshebeln. Wozu die "speziellen Bremshebel"???
>
> Damit man eben für's Bremsen nicht umgreifen muss, wenn man in der
> Hörnchenstellung fährt.
Es gibt Zusatzbremshebel, die man prinzipiell auch an Hörnchen schrauben
könnte, sofern der Durchmesser und Form der Hörnchen passen. Gedacht
sind diese Hebel eigentlich für Rennlenker, um auch bremsen zu können,
wenn man die Hände oben auf dem Lenker hat.
--
http://arnowelzel.de
EMail: use...@arnowelzel.de
Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de
FAQ von de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
> Im Bereich des Antriebssystems, und das ist ein wesentlicher Aspekt des
> Geräts, werden zwei grundsätzliche Fehler bei der Fahrradkonstruktion
> gemacht:
> Erstens, es werden gekapselte Getriebenaben entwickelt, ohne gleichzeitig
> für eine gekapselte Transmission und/oder Bremse zu sorgen.
Es gibt Trommelbremsen und Rollenbremsen. Es gibt hydraulische Bremssysteme.
Und - "Preis" ist auch ein Faktor, der eine Rolle spielt. Nicht jeder
will oder kann 1500 Euro oder mehr für ein Alltagsrad ausgeben, weil die
darin verbauten Teile aufgrund ihrer Konstruktion relativ teuer sind.
> Alle gegenwärtig bekannten Getriebenaben werden von vornherein nur auf
> Kettenbetrieb ausgelegt. Das ist ein grundlegender Konstruktionsfehler!
Der funktioniert aber seit über 100 Jahren recht ordentlich.
> Denn eine Kette hat nunmal die unvermeidliche Eigenschaft, sich während
> des Betriebes zu längen, und das kann mit einer Getriebenabe nicht
Ja.
> vernünftig behandelt werden. Mit einer Kettenschaltung dagegen ist dieses
Etwa 1-2x im Jahr das Hinterrad ein kleines Stück nach hinten ziehen -
geht gut, macht in der Regel auch nicht viel Arbeit.
> Phänomen kein Problem, da das System ohnehin durch Verwendung unterschiedlich
> großer Ritzel-Zahnräder über einen automatischen Kettenspannmechanismus
> verfügt. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, an meinem alten Ketten-
> schaltungsrad jemals die Kette nachgespannt zu haben.
Das ist ein grundlegender Irrtum von Dir. Nur weil das Schaltwerk einer
Kettenschaltung prinzipbedingt die Kette auf Spannung hält, funktioniert
die Kette nicht länger, als bei einer Nabenschaltung. Im Gegenteil - in
der Regel ist der Punkt, ab dem der Verschleiss sich deutlich negativ
bemerkbar macht und nur noch durch Austausch der Kette behebbar ist
(wenn es reicht, oft sind auch neue Ritzel fällig), viel früher
erreicht, als bei einer Nabenschaltung mit einer geschützt montierten Kette.
> Eine Getriebenabe muss also vernünftigerweise mit einem entsprechenden
> Transmissionsmechanismus wie dem Wellenantrieb kombiniert werden - mit
> einer Kette macht das keinen Sinn, da man sich nur zusätzliche Probleme
> einhandelt!
Du verallgemeinerst persönliche Erfahrungen. Nur weil Du persönlich
schlechte Erfahrungen mit Kettenantrieben gemacht hast, ist ein
Kettenantrieb nicht per Definition schlecht.
> Die Kombination einer Getriebenabe mit einem Kettentrieb erzeugt eine
> Vielzahl von zusätzlichen Problemen, und die angebotenen Lösungen sind
> alle untauglich und beheben das Problem nicht wirklich.
Dann lass mal hören...
> Da gibt es viele Ansätze für "geschlossene Kettenschütze", doch diese
> erzeugen neue Probleme und können das Problem der Kettenlängung nicht
> beheben. Beim Wellenantrieb dagegen treten diese Probleme von vornherein
Beheben nicht, aber _deutlich_ verbessern.
> Aber was machen die etablierten Fahrradentwickler? Anstatt ihr bisschen
> Gehirnschmalz, das sie vielleicht haben, für eine grundlegende Lösung
> einzusetzen, werden nur klägliche Scheinlösungen präsentiert. Da gibt
> es dann "verstellbare Ausfallenden" oder "exzentrische Tretlager", um
Bei Kettenantrieben ist nicht nur die Längung ein Thema, das gelöst
werden muss, sondern bereits die Montage der Kette. Man _muss_ den
Abstand zwischen Ritzel und Kettenblatt einstellen können, damit man die
Kette überhaupt montiert bekommt. Ein exzentrisches Tretlager ist
_nicht_ primär dafür gedacht, die Kettenlängung auszugleichen.
Vorteil: Man kann auf viele, standardisierte Teile zurückgreifen. Wo
bekommt man überall Kardanwellen als Ersatzteil? Und wie gross ist die
Freiheit bei der Auswahl verschiedener Rahmengeometrien, weil der
Abstand Ausfallende-Tretlager im Prinzip egal ist?
> dem Problem der Kettenlängung zu begegnen. Das ist aber alles Schwachsinn
> und löst das Problem nicht wirklich. Wo ist denn die ganze Ingenieurskunst
> geblieben? Immerhin können die Chinesen diesen Wellenantrieb konstruieren,
> und unter http://www.gruberassist.com/ sieht man, dass auch in hiesigen
> Regionen Kegeltriebe gebaut werden können. Aber anstatt das für einen
> simplen mechanischen Antrieb einzusetzen, werden die Resourcen für
> sinnlose Krücken als "elektrische Antriebsunterstützung" vergeudet.
Kardan mag sicher eine brauchbare Alternative für bestimmte
Anwendungsprofile sein. Aber auch Kardanantriebe sind keine ultimative
Universallösung. Ich denke da z.B. an Tandems oder Liegeräder. Dort ist
ein Kardan nur mit viel Mühe oder gar nicht unterzubringen und schafft
für den Fall einer notwendigen Reparatur deutlich mehr Aufwand und ist
ehrheblich teurer, als ein Kettenantrieb.
> Ich teile lediglich meine Beobachtungen mit - vielleicht hilft es euch,
> falls ihr wirklich eine Lösung haben wollt und nicht in der endlosen
> Problemerzeugungsmaschine eures Verstandes gefangen bleiben wollt.
Du bist doch genauso gefangen in den für Dich sinnvoll erscheinenden
Lösungen.
> Die Firma Biomega, von der ich mein Wunschrad bezogen habe, bietet neben
> den Wellenantriebsmodellen (Copenhagen, Amsterdam, Dublin) auch ein paar
> andere an. Nun schaut euch mal das Modell "Berlin" an. Auf den ersten
> Blick wirkt es ziemlich unscheinbar, aber dann kann man eine Besonderheit
> erkennen: Es hat hinten eine übliche 8-fach Kettenschaltung, aber keinen
> weiteren vorderen Umwerfer oder "Dual-Nabe". Und genau das ist der Punkt:
> Es hat als Kettenschaltungsrad ein lineares und damit intuitives Schalt-
> verhalten. Alle Räder, die sonst heutzutage angeboten werden, haben
Ach? Und? Sowas gibt es schon seit Jahrzehnten. Alte "Sporträder" hatten
oft auch nur fünf Gänge als Kettenschaltung und maximal vorne zwei
Kettenblätter - ich bin selber viele Jahre auf einem Fahrrad mit sechs
Ritzeln und einem Kettenblatt gefahren, dass genau so angeboten wurde.
Die Kunden wollen es nur nicht mehr. Irgendwann hat jemand angefangtn,
MTBs mit drei Kettenblättern zu bauen, weil im Gelände extrem kurze
Übersetzungen sinnvoll sein können. Irgendwann meinten dann die Kunden,
sie brauchen sowas unbedingt auch an ihren 08/15-Trekkingrädern, weil es
eben "modern" ist, mindestens 21 oder 24 Gänge zu haben. Was soll ein
Hersteller machen? Aus Prinzip nichts "unvernünftiges" anbieten, weil er
weiss, dass sowas unnötig ist und das Geschäft der Konkurrenz überlassen
und ggf. pleite gehen und seine Angestellten entlassen?
> irgendeine Form von Schaltungsverwerfung, sei es Umwerfer oder Dualnabe,
> die eine intuitive, geradlinige Schaltsteuerung behindert. Das ist für
> 90% der Anwendungen hinderlich, da mit heutigen "Megarange"-Kassetten-
> schaltungen allein ein vergleichbarer Umfang wie mit den verbreiteten
> Schaltnaben erreicht wird (Megarange 11-34 = 34/11 = 309%). Wie erklärt
Es steht jedem frei, eine entsprechende Ausstattung zu kaufen. Niemand
_muss_ ein Fahrrad mit Dreifach-Kettenblatt fahren. Fahrräder mit
Nabenschaltungen werden auch nicht erst seit ein paar Jahren gebaut.
> Keinem Autofahrer würde ein derart obskures Schaltsystem zugemutet
> werden wie es heute bei Fahrrädern mit Kettenschaltungsantrieb üblich
> ist. Damit enthebt sich die Fahrradbranche selbst von dem Anspruch,
> ein vernünftiges alternatives Nutzfahrzeug anzubieten. Das tun sie eben
Tut sie ja auch. Nabenschaltungsräder existieren, Dualdrive ebenso. Aber
_Kunden_ wollen halt auch MTBs mit Kettenschaltung oder Rennräder mit
Kettenschaltung, weil da die Wartung erheblich einfacher ist, und eine
Nabenschaltung nicht unbedingt Vorteile hat. Und wer weiss, dass ein
Umwerfer vorne auch Probleme machen kann, kann ja beim Händler auch
explizit ein Fahrrad ohne Mehrfachkettenblätter bestellen. Es ist nicht
nur das Angebot - auch die Nachfrage muss da sein.
> Die etablierte Fahrradbranche selbst trägt zur Konservierung der
> Vorherrschaft des Kraftverkehrs bei, indem sie grundlegend fehlkonstruierte
> Fahrradmodelle anbietet, die für den Einsatz als Nutzfahrzeug für den
> Normalanwender völlig untauglich sind! Ein Auto ist leichter zu bedienen
Es muss schön sein, wenn man die Sicht auf die Welt so grob vereinfachen
kann ;-)
> und zu warten als ein Fahrrad. Und die etablierte Fahrradbranche tut nichts,
> ungeachtet anderslautender scheinheiliger Propaganda, um diesen Zustand
> zu verbessern. Im Gegenteil, die Fehlentwicklungen werden immer weiter
> vorangetrieben, der Unsinn immer weiter gesteigert.
> Erkennt diesen herrschenden Wahnsinn!
> Es gibt Alternativen.
Ja - aber die liegen nicht in bestimmten Antriebskonzepten.
Fahrradnutzung wird vor Allem durch die Verkehrspolitik beeinflusst, die
wiederum Dinge fördert, wie etwa die starke räumliche Trennung von
Wohnstätte und Arbeitsplatz oder das "Einkaufszentrum auf der grünen
Wiese", dass ohne Auto nicht unbedingt leicht erreichbar ist.
> Also aus meiner Sicht gibt es zwei sinnvolle Antriebskonzepte für Fahrräder:
> Einen geschlossenen und einen offenen.
Ach? ;-)
> Ein geschlossener Antrieb besteht aus Getriebenabe, Wellentrieb,
> Trommel-/Rollenbremsen.
> Ein offener Antrieb besteht aus Kassettennabe (8/9-fach Megarange),
> Kettentrieb, Felgen-/Scheibenbremsen.
> Beide Antriebe werden ergonomisch durch eine lineare 7/8/9-fach Schaltung
> gesteuert.
> Der geschlossene Antrieb bietet ein Maximum an Sorglosigkeit, der offene
> Antrieb bietet ein Maximum an Sportlichkeit.
Komisch - ich komme mit dem "nicht-linearen" Kettenantrieb gut zurecht,
wie auch tausende anderer Leute. Wem das zu stressig ist, soll halt eine
Nabenschaltung kaufen. Rohloff Speedhub existiert. Dual-Drive ebenso für
Leute, die keine Lust haben, auf Kettenschräglauf zu achten. Ich sehe
nicht, wo da das Problem sein soll.
> Mit diesem Konzept ergibt sich bereits ein breites Lösungsspektrum,
> aber alle anderen Varianten, die heute angeboten werden, sind
> Fehlkonstruktionen.
Schlumpf auch? Rohloff auch?
Aus meiner _ganzheitlicheren_ Sicht, weil eben zum Antrieb mehr gehört als
nur die Getriebenabe.
> Deswegen ist aber Speedhub 500/14 entwicklungstechnisch
> nicht unbedingt schlechter, nur weil Rohloff bisher noch keine
> Notwendigkeit für die Kombination mit Kardantrieb gesehen hat.
Rohloff hat einfach nur eine beschränkte Sichtweise, und da kann nie etwas
Optimales für die 90% Normalfahrer herauskommen, von denen ich spreche.
Sie können 25 Gänge mit 1000% Spektrum konstruieren, aber davon allein
erhält man kein brauchbares Fahrrad.
Diese eingeschränkte Sichtweise und Optimierung nur von einzelnen Fragmenten
ist das eigentliche Übel. Und die kommen ja vom Wettkampfsport. Da haben sie
ganz andere Kriterien als der Allzweckfahrer.
Andererseits zeigt Rohloff, dass technisch durchaus mehr möglich wäre als
die S7 jetzt bietet.
Wenn erstmal alle Resourcen auf die Suche nach *vernünftigen* Gesamtlösungen
konzentriert wären, wie von mir skizziert, dann käme man sicherlich auch
weiter als die jetzigen 300/7 der S7.
Aber solange die Resourcen sinnlos auf Fehlkonstruktionen vergeudet werden,
wird man nicht viel mehr erreichen.
Die Gründe, die Rohloff anführt, warum sie keine Kardanwelle in Betracht
ziehen, sind doch nur billige Ausreden.
Klar, wenn man schon fieberhaft in der Nabe 3 Planetenstufen kaskadiert
um auf die 14 Gänge zu kommen, dann kriegt man erstmal Bammel wenn dann
noch 2 Kegelstufen dazukommen sollen.
Die Kombination von S7 und Kardan hat *insgesamt* nicht mehr als 3
Kaskaden - maximal eine Stufe in der S7 und die zwei Kegelstufen!
Rohloff hat allein in der Nabe bis zu 3 Kaskaden, plus die Kette!
Ich meine übrigens mal von Versuchen gehört zu haben, ein Biomega Copenhagen
mit einer Rohloff auszustatten.
Aus meiner Sicht macht das aber prinzipiell deshalb keinen Sinn, weil die
passende Bremse dazu fehlt.
> > Die 9-Gang-Nabe kann ich ebenfalls nicht gebrauchen, denn sie ist mit der
> > Schaltansteuerung auf einen Kettentrieb ausgelegt und passt schlechter als
> > die S7 an einem Kardanantrieb.
>
> Warum "schlechter"? Und warum braucht man Kettentrieb für die 9-Gang-Nabe?
Wegen der radialen Schaltansteuerung im Gegensatz zur axialen bei der S7.
Dadurch kannst du die hintere Abdeckung zwischen Nabenkegelrad und Achsaufnahme
im Rahmen nicht optimal gewährleisten, weil eben der Schaltzug dazwischen durch
geht. Mit der S7 passt das zufällig ganz gut, obwohl die ja auch nicht speziell
auf den Kardan ausgelegt wurde. Zukünftig müsste man das wenigstens bei der
Entwicklung berücksichtigen, und kann dann vielleicht auch noch optimalere
Lösungen im Zusammenhang mit dem Kardan finden. So toll finde ich die Clickbox
nun auch wieder nicht, zumindest könnte man sie besser an den Kardan anpassen
(gegenwärtig muss sie 90 Grad zur Normalposition gedreht werden), aber vom
Prinzip her passt das schon. Aber so wie das jetzt bei der 9-Gang-Nabe
aussieht passt es eben schlechter mit dem Kardan.
> > Die S7 wiegt *inklusive* Trommelbremse 1,737 kg. Rohloff und Inter-8
> > Premium wiegen alleine jeweils 1,5 kg.
> > S7 mit i-brake wiegt 2,164 kg - bei der i-motion-9 bräuchte ich dann
> > auch eine i-brake Version (gibt keine Trommelbremsversion mehr), und
> > da wiegt allein die gegenwärtige Rücktrittsversion 2,4 kg (zum Vergleich:
> > S7 mit Rücktritt 1,714 kg)!
>
> Also ca. 427 Gramm Unterschied zwischen S7 mit Rücktritt und S7 mit
> i-Brake (2,164-1,737). Selbst wenn man noch annimmt, dass die i-Motion
> ein wenig mehr wiegt, kommt sicher nicht mehr als 1 Kg zusammen. Das
> sind natürlich gravierende Grössenordnungen, die man ganz sicher
> objektiv mit deutlich erhöhtem Kraftaufwand wahrnimmt ;-)
Kleine Korrektur: Unterschied zwischen S7 mit i-brake und S7 mit Rücktritt
ist 450 Gramm (2164-1714).
Diese 0,45 kg Unterschied müsstest du auf die 2,4 kg aufschlagen,
macht 2,85 kg. Das ist über 1 kg mehr als jetzt die S7 mit Trommelbremse.
Aber ich will gar nicht so sehr auf dem Gewichtsargument herumreiten.
Entscheidend ist, dass die 9-Gang mehr auf die Kette und weniger auf
den Kardan optimimiert ist, verglichen mit der S7. Deswegen ist es
aus meiner Sicht kein Fortschritt zur S7, und ich würde die neue
nicht stattdessen haben wollen.
> BTW: i-Brake _ist_ eine Trommelbremse. Andreas Oehler hat selbige schon
> mal gefahren und danach zur Begutachtung des Verschleisszustandes zerlegt.
Ich weiß. Aber sie wird als separates "Modul" an die Nabe angesteckt, wie
die Shimano Rollenbremse, und ist daher etwas schwerer als die integrierte
Lösung, wo der Bremsmantel Teil der Nabenhülse ist und nur die Bremszangen
samt Aufnahme ausgetauscht werden.
Was nun besser ist weiß ich nicht, beides hat kleine Vor- und Nachteile.
Bei der integrierten Lösung besteht die Gefahr dass die Nabenhülse mit
verschlissen werden könnte (wie bei Felgenbremsen), andererseits kann die
Wärme wegen der größeren Oberfläche besser abgeleitet werden ohne extra
Kühlscheibe zu verwenden.
Jedenfalls plant wohl Shimano nächstes Jahr auch eine komplett mit der
Nabe integrierte Rollenbremse (vorne mit Nabendynamo) herauszubringen,
was Gewicht sparen soll.
> Es gibt Zusatzbremshebel, die man prinzipiell auch an Hörnchen schrauben
> könnte, sofern der Durchmesser und Form der Hörnchen passen. Gedacht
> sind diese Hebel eigentlich für Rennlenker, um auch bremsen zu können,
> wenn man die Hände oben auf dem Lenker hat.
Das wäre mir wieder zu umständlich.
Die Lösung, die ich gesehen habe, braucht einfach nur längere Hebel mit
Abknickung. Da muss dann nichts extra ans Hörnchen geschraubt werden.
Viele Grüße
Guido
> Interessantes Detail am Rande: Ich wollte ja für das Rad unbedingt passende
> Weißwandreifen haben, und bei den Markenherstellern bin ich nicht fündig
> geworden (Schwalbe und Conti versucht, war aber Essig).
> So musste ich gezwungenermaßen zu den Teilen aus dem Supermarkt greifen,
> und bin mittlerweile ganz zufrieden damit. Sie sind wirklich nicht
> schlechter, für weitaus geringeren Preis.
> Nun sehe ich letztens im Schaufenster eines Fahrradladens ein Gerät mit
> *weißwandiger* "Schwalbe City Plus" Bereifung, die weitaus besser aussieht
> als was die Markenhersteller sonst dazu anboten.
Du verwechselst jetzt aber nicht Reflexstreifen mit Weisswand? Bei Ebay
unter Art-Nr. 230023966939 wird zur Zeit genau das - ein "Schwalbe City
Plus" mit Reflexstreifen von einem kommerziellen Anbieter verkauft.
[...]
> Ich vermute dahinter eine Geschäftspraktik, die den Herstellern billige
> Preise ermöglichen soll, während dem Endkunden nur überteuerte Produkte,
> die außer in der Werbung auch nicht besser sind, aufgedrückt werden.
Möglich. Wenn ein Hersteller die selben Preise wie der Endkunde zahlen
müsste, wären Fahrräder vermutlich mindestens doppelt so teuer ;-)
Nein, sicher nicht.
Was ich gesehen habe, war sogar Weißwand *und* Reflexstreifen
(in 47-622 - ich bräuchte sie in 47-559)!
Deswegen hatte es mich eigentlich am meisten interessiert, denn die
Weißwandreifen, die ich jetzt fahre, haben keine Reflexstreifen (ich
meine dass ich die Auffälligkeit durch den Kontrast mit den schwarzen
Felgen kompensiere - aber "vorschriftsgemäß" ist das eben nicht, und
Reflexteile kommen mir nicht zwischen die Speichen).
> > Ich vermute dahinter eine Geschäftspraktik, die den Herstellern billige
> > Preise ermöglichen soll, während dem Endkunden nur überteuerte Produkte,
> > die außer in der Werbung auch nicht besser sind, aufgedrückt werden.
>
> Möglich. Wenn ein Hersteller die selben Preise wie der Endkunde zahlen
> müsste, wären Fahrräder vermutlich mindestens doppelt so teuer ;-)
In diesem Fall halte ich aber für verwerflich, dass man als Endkunde
überhaupt nicht an bestimmte Modelle herankommt.
Was mache ich, wenn ich mir so ein Rad mit Schwalbe City Plus gekauft
habe und dann mal neue Reifen brauche? Ich kann sie nicht ohne weiteres
bekommen, müsste mich entweder an den Radhersteller wenden oder dann zu
Alternativen greifen.
Und mein Problem ist ja, dass die offiziell angebotenen Reifen überhaupt
nicht in der von mir gewünschten Weißwandversion verfügbar sind.
Viele Grüße
Guido
> Arno Welzel schrieb:
>> Richtig - aus _deiner_ Sicht, weil Du mit dem Kardanantrieb sehr
>> zufrieden bist.
>
> Aus meiner _ganzheitlicheren_ Sicht, weil eben zum Antrieb mehr gehört als
> nur die Getriebenabe.
Deine ganzheitliche Sicht beschränkt sich auf Alltagsfahrer. Die machen
aber nicht 90% der Fahrradfahrer aus. IMHO sind derzeit mehr als die
Hälfte der in Benutzung befindlichen Fahrräder eher Sport- und
Freizeitgeräte und keine Alltagsfahrzeuge, weil viele Leute halt ihre
Alltagswege lieber mit dem Auto zurücklegen - u.A. wegen Entfernung zum
Arbeitsplatz usw. und nicht weil ihre Fahrräder so unglaublich schlecht
und wartungsintensiv wären.
BTW: Ein Kollege von mir fährt seit zwei Jahren eine eigentlich recht
üble Baumarktgurke - Marke "99-Euro-Fully". Da hat er gleich zu Beginn
Lenker und Sattel ausgetauscht und recht bald kamen noch ein paar andere
Macken dazu. Seit dem fährt es aber erstaunlich zuverlässig und der
Aufwand, das Ding in einem brauchbaren Zustand für den täglichen
Arbeitsweg zu halten, ist erstaunlich gering - gemessen daran, dass auch
ein 1500 Euro-Fahrrad keineswegs komplett wartungsfrei ist.
>> Deswegen ist aber Speedhub 500/14 entwicklungstechnisch
>> nicht unbedingt schlechter, nur weil Rohloff bisher noch keine
>> Notwendigkeit für die Kombination mit Kardantrieb gesehen hat.
>
> Rohloff hat einfach nur eine beschränkte Sichtweise, und da kann nie etwas
> Optimales für die 90% Normalfahrer herauskommen, von denen ich spreche.
Warum? Die Nabe funktioniert und ausser deinem Wunsch nach Kardanantrieb
und Trommelbremse tut sie's nach dem, was Besitzer dieser Nabe hier so
äussern, scheinbar ganz gut.
> Andererseits zeigt Rohloff, dass technisch durchaus mehr möglich wäre als
> die S7 jetzt bietet.
Richtig. Und solange niemand etwas besseres als Rohloff baut, gibt es
wenig Alternativen, wenn man 500% Übersetzung haben will. BTW - in
Augsburg gibt es auch einige Stellen, bei denen ich froh bin, bei Bedarf
mit 22/28 fahren zu können - und die fahre ich fast täglich auf dem Weg
zur Arbeit.
[...]
> Die Gründe, die Rohloff anführt, warum sie keine Kardanwelle in Betracht
> ziehen, sind doch nur billige Ausreden.
Beim Gewicht ist das Biomega "Copenhagen" z.B. mit 14 kG nicht gerade
"leicht", wenn man bedenkt, dass das für ein "nacktes" Fahrrad ohne
Schutzbleche, Beleuchtung etc. ist. Beim "Amsterdam" haben Sie das
Gewicht gar nicht mehr angegeben - wohl aus guten Grund.
Ich erwähne das nur, weil Du vorhin mit Mehrgewicht als Nachteil
gekommen bist.
Ohne Kardanwelle würde so ein Fahrrad, wie das "Copenhagen", vermutlich
problemlos 2-3 kG leichter ausfallen.
Bzgl. Wirkungsgrad: Ein System mit Speedhub hat über 95% - d.h. von 50
Watt, die man bei gemütlicher Fahrt aufbringt, gehen weniger als 1-2
Watt durch Verluste in der Getriebenabe verloren. Gibt es Quellen
darüber, was eine Kardanwelle ausmacht?
> Klar, wenn man schon fieberhaft in der Nabe 3 Planetenstufen kaskadiert
> um auf die 14 Gänge zu kommen, dann kriegt man erstmal Bammel wenn dann
> noch 2 Kegelstufen dazukommen sollen.
Du kennst eine Lösung, wie man 500% Gesamtübersetzung mit akzeptabel
kleiner Abstufung in den wichtigsten Gängen und weniger Getriebstufen
hinbekommt? Dann such doch einen Hersteller, der sowas produziert.
Konkurrenz belebt das Geschäft.
> Die Kombination von S7 und Kardan hat *insgesamt* nicht mehr als 3
> Kaskaden - maximal eine Stufe in der S7 und die zwei Kegelstufen!
> Rohloff hat allein in der Nabe bis zu 3 Kaskaden, plus die Kette!
Ja und?
> Ich meine übrigens mal von Versuchen gehört zu haben, ein Biomega Copenhagen
> mit einer Rohloff auszustatten.
> Aus meiner Sicht macht das aber prinzipiell deshalb keinen Sinn, weil die
> passende Bremse dazu fehlt.
Was spricht gegen Felgenbremsen, wie z.B. Magura HS11/HS33 - ausser,
dass Du sie nicht magst?
>>> Die 9-Gang-Nabe kann ich ebenfalls nicht gebrauchen, denn sie ist mit der
>>> Schaltansteuerung auf einen Kettentrieb ausgelegt und passt schlechter als
>>> die S7 an einem Kardanantrieb.
>> Warum "schlechter"? Und warum braucht man Kettentrieb für die 9-Gang-Nabe?
>
> Wegen der radialen Schaltansteuerung im Gegensatz zur axialen bei der S7.
Die radiale Ansteuerung hat aber mechanische Vorzüge - z.B. keine
herausstehenden Teile, die abbrechen oder beschädigt werden können. Aber
wenn man "Kardanwelle" in den Mittelpunkt stellt, ist das natürlich
nebensächlich.
[...]
> Kleine Korrektur: Unterschied zwischen S7 mit i-brake und S7 mit Rücktritt
> ist 450 Gramm (2164-1714).
> Diese 0,45 kg Unterschied müsstest du auf die 2,4 kg aufschlagen,
> macht 2,85 kg. Das ist über 1 kg mehr als jetzt die S7 mit Trommelbremse.
Ok, dann eben ca. 1,1 kG. Das sehe ich immer noch als vertretbar.
> Aber ich will gar nicht so sehr auf dem Gewichtsargument herumreiten.
> Entscheidend ist, dass die 9-Gang mehr auf die Kette und weniger auf
> den Kardan optimimiert ist, verglichen mit der S7. Deswegen ist es
> aus meiner Sicht kein Fortschritt zur S7, und ich würde die neue
> nicht stattdessen haben wollen.
Ähm - IMHO werden Naben überhaupt nicht auf Kardanantrieb "optimiert",
weil eben 99,99% aller Fahrräder mit Ketten fahren.
[i-brake vs. integrierter Trommelbremse]
> Was nun besser ist weiß ich nicht, beides hat kleine Vor- und Nachteile.
Persönlich mag ich beides nicht, was nicht heissen soll, dass das System
schlecht ist. Ich mag es halt nicht. Mir würde aber eine separate Lösung
schon deshalb besser gefallen, weil bei einem evtl. Defekt der Nabe eben
nur die Nabe ausgetauscht werden muss und die Chance besteht, dass man
verschiedene Naben mit der selben Bremse kombinieren kann. Mir gefallen
untereinander austauschbare Lösungen grundsätzlich besser als ein
"Gesamtkunstwerk", das zwar gut funktioniert, aber im Einzelfall auch
sehr teuer wird, wenn Reparaturen anfallen. Gerade die universelle
Austauschbarkeit von Teilen ist ein Vorzug, der leider durch zunehmende,
proprietäre Entwicklungen immer weiter verloren geht. Irgendwann werden
Fahrräder so hochspezialisiert sein, wie Autos und ohne Fachwerkstatt
mit Spezialwerkzeugen und Original-Ersatzteilen wird man nichts mehr
reparieren können :-/
> Jedenfalls plant wohl Shimano nächstes Jahr auch eine komplett mit der
> Nabe integrierte Rollenbremse (vorne mit Nabendynamo) herauszubringen,
> was Gewicht sparen soll.
Und Kosten. Für einen Hersteller wären solche Fahrräder auch billiger
anzubieten. Speziell die Mischung mit Nabendynamo gab es aber schon vor
vielen Jahrzehnten und Sturmey Archer hat sowas auch heute wieder im
Angebot.
>> Es gibt Zusatzbremshebel, die man prinzipiell auch an Hörnchen schrauben
>> könnte, sofern der Durchmesser und Form der Hörnchen passen. Gedacht
>> sind diese Hebel eigentlich für Rennlenker, um auch bremsen zu können,
>> wenn man die Hände oben auf dem Lenker hat.
>
> Das wäre mir wieder zu umständlich.
> Die Lösung, die ich gesehen habe, braucht einfach nur längere Hebel mit
> Abknickung. Da muss dann nichts extra ans Hörnchen geschraubt werden.
Gab es schon vor Jahrzenten. Ich kann nur mutmassen, dass das aufgrund
mangelhafter Funktion wieder eingestellt wurde. Man bringt über einen
langen Hebel, der auch noch "ums Eck" geht, im Notfall einfach nicht
genug Bremskraft auf. Eher verbiegt es den Hebel oder selbiger stösst am
Lenker an.
[Reifen werden nur an Hersteller verkauft]
> In diesem Fall halte ich aber für verwerflich, dass man als Endkunde
> überhaupt nicht an bestimmte Modelle herankommt.
Es zwingt Dich niemand, so ein Fahrrad zu kaufen.
> Was mache ich, wenn ich mir so ein Rad mit Schwalbe City Plus gekauft
> habe und dann mal neue Reifen brauche? Ich kann sie nicht ohne weiteres
> bekommen, müsste mich entweder an den Radhersteller wenden oder dann zu
> Alternativen greifen.
Moralisch gesehen, mag das verwerflich sein. Praktisch gesehen kann es
Dir auch bei ganz regulär angebotenen Reifen passieren, dass sie
irgendwann nicht mehr produziert werden. So what? Muss ein Hersteller
auf alle Zeiten alle seine Produkte für jeden zugänglich anbieten?
> Und mein Problem ist ja, dass die offiziell angebotenen Reifen überhaupt
> nicht in der von mir gewünschten Weißwandversion verfügbar sind.
Dann nimm halt andere - wo ist das Problem?
> Deine ganzheitliche Sicht beschränkt sich auf Alltagsfahrer. Die machen
Die "ganzheitlich" beste Lösung gibt es nicht - sonst gäbe es auch kein
Biomega sondern nur "Big Bicycle Company" oder so...
> aber nicht 90% der Fahrradfahrer aus. IMHO sind derzeit mehr als die
> Hälfte der in Benutzung befindlichen Fahrräder eher Sport- und
> Freizeitgeräte und keine Alltagsfahrzeuge, weil viele Leute halt ihre
> Alltagswege lieber mit dem Auto zurücklegen - u.A. wegen Entfernung zum
> Arbeitsplatz usw. und nicht weil ihre Fahrräder so unglaublich schlecht
> und wartungsintensiv wären.
Nicht zu vergessen die vielen Rostgurken die in tausend Ecken vor sich
hin gammeln und nur einmal im Jahr aus dem Keller geholt werden um mit
kaputter Lichtanlage und nicht funktionierenden Bremsen zur Kneipe zu
fahren!
>>> Deswegen ist aber Speedhub 500/14 entwicklungstechnisch
>>> nicht unbedingt schlechter, nur weil Rohloff bisher noch keine
>>> Notwendigkeit für die Kombination mit Kardantrieb gesehen hat.
Und sicherlich könnte ein geschickter Schlosser da einen Kardaantrieb
drauf schrauben. Nur - wer hat *so* viel Geld?
>> Die Gründe, die Rohloff anführt, warum sie keine Kardanwelle in Betracht
>> ziehen, sind doch nur billige Ausreden.
Besser billige Ausreden als teure Lösungen die sich so schlecht
verkaufen dass die Entwicklungskosten nicht gedeckt sind. Bestelle
tausend Antriebe mit Rohloff-Nabe und Kardan und Du kannst mit einem
Angebot rechnen ;-)
> Watt durch Verluste in der Getriebenabe verloren. Gibt es Quellen
> darüber, was eine Kardanwelle ausmacht?
Ja bitte! Will wissen.
>> Die Kombination von S7 und Kardan hat *insgesamt* nicht mehr als 3
>> Kaskaden - maximal eine Stufe in der S7 und die zwei Kegelstufen!
>> Rohloff hat allein in der Nabe bis zu 3 Kaskaden, plus die Kette!
>
> Ja und?
Du könntest Dich in Deiner Freizeit hinsetzen und ein Getriebe
entwickeln was in den langen Transmissionsweg einer Kardanwelle
integriert ist - da kannst Du für jeden Gang ein Zahnradpaar anbringen,
genug Platz is ja...
> Was spricht gegen Felgenbremsen, wie z.B. Magura HS11/HS33 - ausser,
> dass Du sie nicht magst?
HS33 ist die beste Bremse die ich je gefahren bin ;-) 90% aller
Fahrräder müssen a sofort damit ausgestattet werden! Haha....
>> Wegen der radialen Schaltansteuerung im Gegensatz zur axialen bei der S7.
>
> Die radiale Ansteuerung hat aber mechanische Vorzüge - z.B. keine
> herausstehenden Teile, die abbrechen oder beschädigt werden können. Aber
[...]
Was spricht gegen die Ansteuerung innerhalb des Rahmens? Das sollte
selbst bei einer gut konstruierten Kardanwelle kein Problem sein. Eine
externe Klickbox ist nicht der Technik letzter Schrei - wenn man sie
umgehen kann - gut. Noch besser: Ansteuerung per Gehirnwellen!
:-)
> Persönlich mag ich beides nicht, was nicht heissen soll, dass das System
> schlecht ist. Ich mag es halt nicht. Mir würde aber eine separate Lösung
> schon deshalb besser gefallen, weil bei einem evtl. Defekt der Nabe eben
> nur die Nabe ausgetauscht werden muss und die Chance besteht, dass man
> verschiedene Naben mit der selben Bremse kombinieren kann. Mir gefallen
> untereinander austauschbare Lösungen grundsätzlich besser als ein
> "Gesamtkunstwerk", das zwar gut funktioniert, aber im Einzelfall auch
> sehr teuer wird, wenn Reparaturen anfallen. Gerade die universelle
> Austauschbarkeit von Teilen ist ein Vorzug, der leider durch zunehmende,
> proprietäre Entwicklungen immer weiter verloren geht. Irgendwann werden
> Fahrräder so hochspezialisiert sein, wie Autos und ohne Fachwerkstatt
> mit Spezialwerkzeugen und Original-Ersatzteilen wird man nichts mehr
> reparieren können :-/
Stimme zu. Moment, wie war das doch gleich noch mal mit der Beleuchtung
(hatten wir letzte Woche diskutiert)? Komponenten vs. integriertes System?
Beide Ansätze haben Vorteile - und Nachteile.
>> Das wäre mir wieder zu umständlich.
>> Die Lösung, die ich gesehen habe, braucht einfach nur längere Hebel mit
>> Abknickung. Da muss dann nichts extra ans Hörnchen geschraubt werden.
<rumgröl> das waren doch diese komischen Dinger bei Rennrädern, die sich
viele Nicht-Sportler dran geschraubt haben weil sie glaubten dann
sportlicher auszusehen </rumgröl>
Mal im Ernst - hättest Du eine HS33 so könntest Du einfach weitere
Bremshebel in Reihe schalten. Für Seilzugbremsen gibt's so was auch,
z.B. von Cane Creek - wobei ich Bremshebel an den Hörnchen für
ungeschickt halte - wenn Du umgreifst und dann aufrechter sitzt bringst
Du Deinen Schwerpunkt leichter nach hinten und kannst Dich besser
abstützen, also schärfer bremsen. In dem Jahr, seit ich Hörnchen habe
ist's mir noch nie passiert dass ich nicht zuerst umgegriffen hätte.
Wenn's abzusehen ist bin ich eh hinten...
Oder bohr zwei kleine Löcher in den Bremshebel und schraub ein
entsprechend gebogenes Röhrchen dran. Ist in zehn Minuten erledigt.
Wenn's Dir um Wartung geht - schaff das Rad einmal im Jahr zur
Inspektion und Du hast für den Rest des Jahres Ruhe...
Ciao, ich geh jetzt radln!!!
.
> Aus meiner _ganzheitlicheren_ Sicht, weil eben zum Antrieb mehr gehört als
> nur die Getriebenabe.
Hmm, schonmal in der Fahrradreparatur geblättert, auf was für Ideen man
schon kam. Was für Rahmenformen, Geometrien, Antriebs- und
Federungeskonzepte man schon probiert hatte.
Und dann mal nachgedacht, warum ein pupsnormaler Diamantrahmen aus Stahl
(hör mir auf mit Alu, iss auch nicht leichter) mit Kettenschaltung immer
noch das Maß der Dinge ist. Und als Alternaitve ne normale
Nabenchaltung, die ich schon als 3-Gang in nem Diamant Baujahr 36
gefahren hab.
> Rohloff hat einfach nur eine beschränkte Sichtweise
man Geisterfahrer
> und da kann nie etwas
> Optimales für die 90% Normalfahrer herauskommen, von denen ich spreche.
Was ist schon optimal, wenn Du versuchst, 90% der Radfahrer über einen
Kamm zu scheren.
> Sie können 25 Gänge mit 1000% Spektrum konstruieren, aber davon allein
> erhält man kein brauchbares Fahrrad.
jepp. Wäre aber ne gute Grundlage.
> Diese eingeschränkte Sichtweise und Optimierung nur von einzelnen Fragmenten
> ist das eigentliche Übel. Und die kommen ja vom Wettkampfsport. Da haben sie
> ganz andere Kriterien als der Allzweckfahrer.
Du blubberst. Das eigentliche Übel ist, dass in der *Breite* nur Kosten
optimiert werden. Und Sachen "erfunden" und verkauft werden, die die
Welt nicht braucht - Schalt/Bremskombinationen mit im Griff integrierter
Penningerfunktion. Oder Scheibenbremsen fürs Bäckerrad.
Das, was man anstelle verwenden kann, gibts schon, liegt ne Schublade
weiter, auf der "olle Teile von vor zehn Jahren" drauf steht.
> Jedenfalls plant wohl Shimano nächstes Jahr auch eine komplett mit der
> Nabe integrierte Rollenbremse (vorne mit Nabendynamo) herauszubringen,
> was Gewicht sparen soll.
Mir schwant grausames. Lieber wärs mir, die würden ein Speedhub Pendant
für nen Nexus Preis rausbringen. Ich bin eher der "eine Aufgabe, ein
Werkzeug" Typ. Vernünftige Bremsen gibts - nein Rollerbrakes gehören da
nicht zu. Es ist vollkommen schwachsinnig, simple und gut zu wartende
Felgenbremsen mit einer gekapselten wie auch immer Bremse abzulösen. Der
einzige Vorteil - Bremsverhalten bei Nässe - spielt nämlich für deine
90% der Radfahrer die Rolle Null. Die fahren nicht, wenns nass ist.
Peter
> Und mein Problem ist ja, dass die offiziell angebotenen Reifen überhaupt
> nicht in der von mir gewünschten Weißwandversion verfügbar sind.
ich bin auch immer völlig angefressen, dass ich bei einem Felgenmaß von 571
mm so gut wie keine Auswahl habe. Unverschämtheit von der Industrie, die
sich anscheinend nur für unpraktische Maße wie 622er die Mühe macht. %-)
Gabriele
Andererseits kann man auch leicht 1500 Euro oder mehr für Fehlkonstruktionen
ausgeben...
Klar, wenn das Teil nur 500 Euro kostete, dann würde ich sofort eine
Händlervertretung für Biomega eröffnen, und ich garantiere dir, die
Dinger gingen weg wie warme Semmeln.
Obwohl ich die jetzigen Preise für durchaus angemessen halte, würde
es damit doch etwas mehr "Überzeugungsarbeit" bedürfen.
> > Alle gegenwärtig bekannten Getriebenaben werden von vornherein nur auf
> > Kettenbetrieb ausgelegt. Das ist ein grundlegender Konstruktionsfehler!
>
> Der funktioniert aber seit über 100 Jahren recht ordentlich.
In letzter Zeit schaue (und höre) ich sehr aufmerksam auf die mir begegnenden
Kettenantriebe. Ja, da stoße ich auf recht "ordentliche" Rost- und Quietsch-
apparate...
> Etwa 1-2x im Jahr das Hinterrad ein kleines Stück nach hinten ziehen -
> geht gut, macht in der Regel auch nicht viel Arbeit.
Erzähle das mal einem Autofahrer, den du zum Umstieg auf's Fahrrad bewegen
willst... Normalerweise müsste der dir einen Vogel zeigen.
Und ich sage dir, dass das bei vernünftiger Fahrradkonstruktion völliger
Blödsinn ist.
> Das ist ein grundlegender Irrtum von Dir. Nur weil das Schaltwerk einer
> Kettenschaltung prinzipbedingt die Kette auf Spannung hält, funktioniert
> die Kette nicht länger, als bei einer Nabenschaltung.
Das habe ich auch nicht behauptet.
Wenn du eine langlebige Funktion des Antriebs willst, dann kannst du den
von mir skizzierten geschlossenen Antrieb *ohne* Kette verwenden.
Wenn du auf die lange Funktion des Antriebs verzichten kannst und andere
Prioritäten hast, kannst du den offenen Antrieb mit Kette wählen, aber
dann bitte mit automatischer Spannfunktion.
> Du verallgemeinerst persönliche Erfahrungen. Nur weil Du persönlich
> schlechte Erfahrungen mit Kettenantrieben gemacht hast, ist ein
> Kettenantrieb nicht per Definition schlecht.
Das habe ich auch nicht behauptet.
Ich habe nur die Antriebsarten auf vernünftige Weise in solche mit und
solche ohne Verwendung einer Kette eingeteilt.
> Vorteil: Man kann auf viele, standardisierte Teile zurückgreifen.
Man *muss* darauf zurückgreifen, weil die Kettenteile im Nu verschleißen.
> Wo bekommt man überall Kardanwellen als Ersatzteil?
Wo bekommst du Ersatz für deinen Fahrradrahmen, der weder genormt noch
standardisiert ist, wenn er hinüber ist?
Du kaufst dir ein neues Fahrrad.
> Und wie gross ist die
> Freiheit bei der Auswahl verschiedener Rahmengeometrien, weil der
> Abstand Ausfallende-Tretlager im Prinzip egal ist?
Du hast die Freiheit es sein zu lassen, wenn es dir nicht passt.
> Kardan mag sicher eine brauchbare Alternative für bestimmte
> Anwendungsprofile sein. Aber auch Kardanantriebe sind keine ultimative
> Universallösung. Ich denke da z.B. an Tandems oder Liegeräder. Dort ist
> ein Kardan nur mit viel Mühe oder gar nicht unterzubringen und schafft
> für den Fall einer notwendigen Reparatur deutlich mehr Aufwand und ist
> ehrheblich teurer, als ein Kettenantrieb.
Du denkst... Dein Verstand wird endlos weiter fantasieren und Gründe dafür
finden, warum du lieber mit deinem Kettenantrieb vorlieb nimmst.
Dann bleibe doch dabei. Mich stört das nicht.
> Du bist doch genauso gefangen in den für Dich sinnvoll erscheinenden
> Lösungen.
Ich habe das ausprobiert, Erfahrungen gesammelt, und Erkenntnisse gewonnen.
Wo sind deine Erfahrungen mit Kardanantrieben? Das sind ausschließlich
Vorstellungen und Vorurteile, die sich in deinem Kopf abspielen.
Warum willst du unbedingt Dinge beurteilen, worüber du keine Erfahrungswerte
besitzt? Das ist wenig hilfreich.
> Ach? Und? Sowas gibt es schon seit Jahrzehnten. Alte "Sporträder" hatten
> oft auch nur fünf Gänge als Kettenschaltung und maximal vorne zwei
> Kettenblätter - ich bin selber viele Jahre auf einem Fahrrad mit sechs
> Ritzeln und einem Kettenblatt gefahren, dass genau so angeboten wurde.
Das habe ich gar nicht bestritten, und ich habe selbst noch so ein altes
Rad mit Sechsfach Ritzeln und Einfach Kettenblatt.
Ich spreche aber von der *heutigen* Zeit und den *aktuellen* Angeboten,
und da findest du eben solche Modelle überhaupt nicht mehr, mit der
genannten Ausnahme.
> Was soll ein Hersteller machen? Aus Prinzip nichts "unvernünftiges" anbieten,
> weil er weiss, dass sowas unnötig ist und das Geschäft der Konkurrenz
> überlassen und ggf. pleite gehen und seine Angestellten entlassen?
Du hast eine völlig falsche Herangehensweise an die Sache.
Und genau das ist der Grund, warum ihr euch mit unvernünftigen Lösungen
abgeben müsst! Ihr wollt es selbst so haben. Du bist nur unbewusst. Was
du brauchst, ist mehr Bewusstsein, mehr Achtsamkeit. Mit mehr Bewusstsein
kannst du nur noch vernünftig handeln. Geschäft, Konkurrenz, Angestellte
sind überhaupt nicht das Problem, wenn du bewusster an die Sache herangehen
würdest. Sie sind nur dann ein Problem, wenn du unbewusst bist, und nur dann
kannst du unvernünftig handeln.
> Es steht jedem frei, eine entsprechende Ausstattung zu kaufen.
Es gibt aber keinerlei derartiges Angebot! Du kannst in keinen Fahrradladen
gehen und dir ein solches Modell aus dem Angebot heraussuchen. Du musst es
selbst fordern.
> Tut sie ja auch. Nabenschaltungsräder existieren, Dualdrive ebenso.
Fehlkonstruktionen!
> Aber _Kunden_ wollen halt auch MTBs mit Kettenschaltung oder Rennräder
> mit Kettenschaltung, weil da die Wartung erheblich einfacher ist, und
> eine Nabenschaltung nicht unbedingt Vorteile hat. Und wer weiss, dass
> ein Umwerfer vorne auch Probleme machen kann, kann ja beim Händler auch
> explizit ein Fahrrad ohne Mehrfachkettenblätter bestellen. Es ist nicht
> nur das Angebot - auch die Nachfrage muss da sein.
*Beides* muss dasein!
Was glaubst du denn, was ich hier mache?
Ich verbreite mehr Bewusstsein, damit das in Gang kommen kann.
Sonst ist das ein Teufelskreis. Der Anbieter wartet auf die Nachfrage,
der Kunde wartet auf das Angebot. Auf dieser Ebene wird nichts passieren.
Wie durchbricht man diesen Teufelskreis? Einzig und allein durch eine
höhere Bewusstseinsebene, und das verbreite ich hier.
> > Die etablierte Fahrradbranche selbst trägt zur Konservierung der
> > Vorherrschaft des Kraftverkehrs bei, indem sie grundlegend fehlkonstruierte
> > Fahrradmodelle anbietet, die für den Einsatz als Nutzfahrzeug für den
> > Normalanwender völlig untauglich sind! Ein Auto ist leichter zu bedienen
>
> Es muss schön sein, wenn man die Sicht auf die Welt so grob vereinfachen
> kann ;-)
Natürlich - ich kläre auf!
Hast du dir mal das Wort "Aufklärung" angesehen?
Das heißt die Dinge *klar* darstellen, wie man sie sieht - die Verwirrung
auflösen, ein klares Verständnis herbeiführen.
Du nennst es Vereinfachung, ich nenne es Verständnis, Aufklärung.
Nur so können wir weiterkommen.
Wenn du lieber verwirrt bleiben willst, wirst du nicht weiterkommen.
Du solltest dich also ebenfalls um Aufklärung, um Verständnis bemühen,
wenn du die Verwirrung auflösen willst.
Meinetwegen kannst du es anders sehen als ich, aber du solltest für dich
*klar* sehen. Wenn jeder klar sehen würde, wäre die Welt in perfekter
Harmonie. Doch leider bleiben die meisten lieber verwirrt und unbewusst,
das ist die Tragödie.
> Fahrradnutzung wird vor Allem durch die Verkehrspolitik beeinflusst, die
> wiederum Dinge fördert, wie etwa die starke räumliche Trennung von
> Wohnstätte und Arbeitsplatz oder das "Einkaufszentrum auf der grünen
> Wiese", dass ohne Auto nicht unbedingt leicht erreichbar ist.
Sie wird vor allem durch ein aufgeklärtes Bewusstsein beeinflusst, und das
ist es, was ich hier zu verbreiten versuche.
> Komisch - ich komme mit dem "nicht-linearen" Kettenantrieb gut zurecht,
> wie auch tausende anderer Leute. Wem das zu stressig ist, soll halt eine
> Nabenschaltung kaufen. Rohloff Speedhub existiert. Dual-Drive ebenso für
> Leute, die keine Lust haben, auf Kettenschräglauf zu achten. Ich sehe
> nicht, wo da das Problem sein soll.
Wenn *du* kein Problem siehst, dann ist es in Ordnung.
Ich beobachte aber meine Umwelt, und da sehe ich 90% Leute die das
nicht brauchen, 90% der Diskussionen hier, die überflüssig sind und
in konstruktivere Richtung laufen könnten.
Und ich sehe eine wirre "Verkehrspolitik".
Darauf wollte ich nur mal hinweisen, ansonsten ist bei mir auch
alles in Ordnung...
Viele Grüße
Guido
Wo sind Deine, ausser in Deinem Kopf? Hier finden sich nur sehr
spaerliche Informationen der Art "haelt bei mir seit 10000km" und
"weicher Antritt". Also: was fuer ein Einsatzprofil, was fuer
Kraefte, wie auf Abnutzung geprueft?
> Natürlich - ich kläre auf!
Bis jetzt missionierst Du nur.
> Der Witz ist: Beim Easy Rohler mussten sie deshalb auf ein exzentrisches
> Tretlager ausweichen, weil das mit dem Ausfallende wegen der Magura Firm
> Tech Bremsen nicht funktionierte, die eine exakte Radausrichtung benötigen!
> Da muss man erstmal dahinter kommen.
Du hast recht, so wird es sein.
Ich frag mich nach wie vor, ob das nicht stört, wenn die Tretlagerhöhe um
vielleicht einen Zentimeter variiert.
> Nun sehe ich letztens im Schaufenster eines Fahrradladens ein Gerät mit
> *weißwandiger* "Schwalbe City Plus" Bereifung, die weitaus besser aussieht
> als was die Markenhersteller sonst dazu anboten.
> Fragt man dann bei seinem Fahrradhändler nach, so
> bekommt man zu hören, dass dieser Reifen ausschließlich für Erstausstatter
> zu haben ist - ich wollte einen bestellen, aber das ging nicht!
> Von Erstausstattern wird der Reifen als "unplattbar" wie der Marathon Plus
> eingestuft. Es gibt auch eine einfachere Version namens "City Cruiser" mit
> äußerlich gleichem Profil, der ebenfalls offiziell nirgends bei Schwalbe
> zu finden ist (nicht zu verwechseln mit dem City Jet).
> Beim City Cruiser ist "Puncture Protection" angegeben, beim City Plus
> "Puncture Guard".
Wenn das sowas wie SmartGuard beim Marathon Plus ist, kann ich davon nur
abraten.
Ich fahr mit „normal pannengeschützten“ Reifen (Continental SportContact) und
hatte damit bis zu der einen Panne letztens ein ganzes Jahr lang keine
Reifenpanne. Wenn man schon mit „normalen“ Reifen diesen Stand erreicht,
wozu soll man dann das hohe Gewicht und den hohen Rollwiderstand der Reifen
mit Einstech-Pannenschutz-Polster in Kauf nehmen?
> Klar, wenn das Teil nur 500 Euro kostete, dann würde ich sofort eine
> Händlervertretung für Biomega eröffnen, und ich garantiere dir, die
> Dinger gingen weg wie warme Semmeln.
Dazu haben viele Deutschen viel zu viel Angst vor Fortschritt - der alte
Fritz musste per Erlass den Kartoffelanbau durchsetzen.
> In letzter Zeit schaue (und höre) ich sehr aufmerksam auf die mir begegnenden
> Kettenantriebe. Ja, da stoße ich auf recht "ordentliche" Rost- und Quietsch-
> apparate...
Schau Dir die Fahrer an und schweige still. Die fahren auch auf
Gehwegen. Wie schrieb ich doch gleich von kaputter Beleuchtung und nicht
funktionalen Bremsen?
>>Etwa 1-2x im Jahr das Hinterrad ein kleines Stück nach hinten ziehen -
>>geht gut, macht in der Regel auch nicht viel Arbeit.
>
> Erzähle das mal einem Autofahrer, den du zum Umstieg auf's Fahrrad bewegen
Der wird sich freuen dass er nicht mehr die schweren Winterreifen in den
Keller schleppen muss. Im Ernst - beim Auto wird genau so viel Aufwand
getrieben wenn nicht noch mehr - tanken, Werkstatt, putzen - nur dass
das unter "normale Sonntagsbeschäftigung" läuft während Fahrrad als echt
nervig empfunden wird. Und - dafür gibt's Mechaniker - bring's Radl
einmal im Jahr hin und gut ist.
> Und ich sage dir, dass das bei vernünftiger Fahrradkonstruktion völliger
> Blödsinn ist.
Was? Tanken?
> Wenn du eine langlebige Funktion des Antriebs willst, dann kannst du den
> von mir skizzierten geschlossenen Antrieb *ohne* Kette verwenden.
Oder alle paar Wochen ein paar Tropfen Oel auf die Kette träufeln. Statt
tanken fahren. Dann hält der Antrieb auch ewig ;-) Du musst Deinen
Antrieb auch hin und wieder mal schmieren!
> Wo bekommst du Ersatz für deinen Fahrradrahmen, der weder genormt noch
> standardisiert ist, wenn er hinüber ist?
> Du kaufst dir ein neues Fahrrad.
Gehe Chiemgau- Ecke Balanstrasse so zwischen zehn und zwanzig Uhr,
stelle Dich auf den Gehsteig und maule rum. Im Ernst, der Typ hat echt
Geduld, was der sich von mir schon hat anhören müssen! Der besorgt Dir
auch 'nen Ersatz-Rahmen.
>>Kardan mag sicher eine brauchbare Alternative für bestimmte
>>Anwendungsprofile sein. Aber auch Kardanantriebe sind keine ultimative
>>Universallösung. Ich denke da z.B. an Tandems oder Liegeräder. Dort ist
>>ein Kardan nur mit viel Mühe oder gar nicht unterzubringen und schafft
>>für den Fall einer notwendigen Reparatur deutlich mehr Aufwand und ist
>>ehrheblich teurer, als ein Kettenantrieb.
Wobei gerade da ein Kardanantrieb reizvoll wäre - man stelle sich vor,
die Welle im Hauptträger (muss halt relativ gerade sein) versteckt.
Keine schleifenden Ketten mehr... Muss halt von vornherein eingeplant
werden...
Wobei das was ich mir letztens überlegt hab bräuchte nur eine kurze
Kette, weil ich das Vorderrad antreiben würde und hinten lenken. Im
Modell funktioniert's...
> Du hast eine völlig falsche Herangehensweise an die Sache.
Nein, nennt sich freie Marktwirtschaft. Wenn Du es schaffst durch gute
Werbung einen Hype auszulösen dann verkaufst Du auch Ziegelsteine als
"nützliches Zubehör"......
Da war doch was... <überleg...>
>>Tut sie ja auch. Nabenschaltungsräder existieren, Dualdrive ebenso.
>
> Fehlkonstruktionen!
Sag nix gegen Dualdrive - die Richtung ist gut, die Ausführung könnte
man (aus meiner Sicht) noch verbessern. Nach allem was ich so gehört habe.
> Wie durchbricht man diesen Teufelskreis? Einzig und allein durch eine
> höhere Bewusstseinsebene, und das verbreite ich hier.
"Höhere Bewusstseinsebenen" sind der Theologie vorbehalten - und in
meinen Begegnungen mit Theologie war es bisher lediglich die östliche
(Buddhismus) die dem nahe kam. Die hiesige, institutionalisierte
Theologie ist meiner Meinung nach viel zu sehr mit Politik beschäftigt.
Ohne jemand auf den Schlips treten zu wollen. Wer das ausdiskutieren
möchte erreicht mich außerhalb de.rec.fahrrad.
>>>Die etablierte Fahrradbranche selbst trägt zur Konservierung der
>>>Vorherrschaft des Kraftverkehrs bei, indem sie grundlegend fehlkonstruierte
>>>Fahrradmodelle anbietet, die für den Einsatz als Nutzfahrzeug für den
>>>Normalanwender völlig untauglich sind! Ein Auto ist leichter zu bedienen
Falsch. Die Fahrradindustrie hat nicht genug Geld für *wirklich*
*bahnbrechende* Neuentwicklungen. Ich rede hier von "continous variable
Transmission" oder von "perpetuum mobile"...
> Natürlich - ich kläre auf!
...
> Das heißt die Dinge *klar* darstellen, wie man sie sieht - die Verwirrung
> auflösen, ein klares Verständnis herbeiführen.
Dafür brauchst Du eindeutig zu viele Worte...
>>Fahrradnutzung wird vor Allem durch die Verkehrspolitik beeinflusst, die
<Plakat herumschlepp>Nieder mit der Benutzungspflicht</>
Hatten wir hier schon.
Ciao...
> Arno Welzel schrieb:
>
>>> Alle gegenwärtig bekannten Getriebenaben werden von vornherein nur auf
>>> Kettenbetrieb ausgelegt. Das ist ein grundlegender Konstruktionsfehler!
>> Der funktioniert aber seit über 100 Jahren recht ordentlich.
>
> In letzter Zeit schaue (und höre) ich sehr aufmerksam auf die mir begegnenden
> Kettenantriebe. Ja, da stoße ich auf recht "ordentliche" Rost- und Quietsch-
> apparate...
Nun ja - so ganz ohne Wartung geht's halt nicht. Ich gebe ggf. alle paar
Monate etwas Öl auf die Kette - und ich habe keine Probleme mit Rost
oder Quietschen. Bei gekapselten Ketten ist das dann nochmal deutlich
seltener nötig. Selbst ein Auto braucht Wartung - regelmässig Ölstand
kontrollieren, Kühlwasser, Luftdruck, Reifenprofil... was war jetzt dein
Punkt?
>> Etwa 1-2x im Jahr das Hinterrad ein kleines Stück nach hinten ziehen -
>> geht gut, macht in der Regel auch nicht viel Arbeit.
>
> Erzähle das mal einem Autofahrer, den du zum Umstieg auf's Fahrrad bewegen
> willst... Normalerweise müsste der dir einen Vogel zeigen.
Nö - der würde eher fragen, ob man das bei Händler machen lassen kann,
und was das kostet. Als Autofahrer ist man gewohnt, dass ein Fahrzeug
nicht jahrelang ohne jegliche Inspektion und Wartung genutzt werden kann.
> Und ich sage dir, dass das bei vernünftiger Fahrradkonstruktion völliger
> Blödsinn ist.
Siehe oben: Auch ein Auto ist nicht völlig wartungsfrei.
>> Das ist ein grundlegender Irrtum von Dir. Nur weil das Schaltwerk einer
>> Kettenschaltung prinzipbedingt die Kette auf Spannung hält, funktioniert
>> die Kette nicht länger, als bei einer Nabenschaltung.
>
> Das habe ich auch nicht behauptet.
Du hast behauptet, dass die Kettenlängung bei einer Kettenschaltung sich
nicht so gravierend auswirkt, weil das Schaltwerk die Längung
ausgleichen kann, während bei einer Nabenschaltung die Kette schnell
durchhängt und deshalb Probleme macht.
> Wenn du eine langlebige Funktion des Antriebs willst, dann kannst du den
> von mir skizzierten geschlossenen Antrieb *ohne* Kette verwenden.
Der nur bei bestimmten Fahrradtypen nutzbar ist.
> Wenn du auf die lange Funktion des Antriebs verzichten kannst und andere
> Prioritäten hast, kannst du den offenen Antrieb mit Kette wählen, aber
> dann bitte mit automatischer Spannfunktion.
Ich kenne mehrere Leute, die fahren täglich einen geschlossenen
Kettenantrieb ohne Spannfunktion - und ja, die kommen damit sehr gut
zurecht.
>> Vorteil: Man kann auf viele, standardisierte Teile zurückgreifen.
>
> Man *muss* darauf zurückgreifen, weil die Kettenteile im Nu verschleißen.
Meine Schaltungsketten halten in der Tat selten länger als 1-2 Jahre,
richtig. Eine neue Kette kostet mich ca. 10-15 Euro, deren Montage dauer
vielleicht 5 Minuten. Also mit 5 Minuten Zeitaufwand alle 1-2 Jahre und
Kosten von 15 Euro kann ich gut leben.
An dem Nabenschaltungsrad meiner Mama ist die Kette nun aber schon gut 5
Jahre und grob geschätzt weit über 10 Mm im Einsatz und funktioniert
immer noch problemlos - obwohl der Kettenkasten nur ein einfacher
"Hosenschutz" ist und nicht vollständig geschlossen.
>> Wo bekommt man überall Kardanwellen als Ersatzteil?
>
> Wo bekommst du Ersatz für deinen Fahrradrahmen, der weder genormt noch
> standardisiert ist, wenn er hinüber ist?
> Du kaufst dir ein neues Fahrrad.
Falsch. Mein Rahmen ist ein Serienteil - Surly Crosscheck. Die
Abmessungen für Tretlager, Steuersatz usw. sind allesamt genormt und
selbst wenn ich genau diesen Rahmen nicht mehr bekomme
(unwahrscheinlich, da er dutzendfach bei Online-Händler zu finden ist),
ist es nicht sehr schwer, einen genauso gut passenden Rahmen von einem
anderen Hersteller zu finden.
>> Und wie gross ist die
>> Freiheit bei der Auswahl verschiedener Rahmengeometrien, weil der
>> Abstand Ausfallende-Tretlager im Prinzip egal ist?
>
> Du hast die Freiheit es sein zu lassen, wenn es dir nicht passt.
Du auch ;-)
>> Kardan mag sicher eine brauchbare Alternative für bestimmte
>> Anwendungsprofile sein. Aber auch Kardanantriebe sind keine ultimative
>> Universallösung. Ich denke da z.B. an Tandems oder Liegeräder. Dort ist
>> ein Kardan nur mit viel Mühe oder gar nicht unterzubringen und schafft
>> für den Fall einer notwendigen Reparatur deutlich mehr Aufwand und ist
>> ehrheblich teurer, als ein Kettenantrieb.
>
> Du denkst... Dein Verstand wird endlos weiter fantasieren und Gründe dafür
> finden, warum du lieber mit deinem Kettenantrieb vorlieb nimmst.
> Dann bleibe doch dabei. Mich stört das nicht.
Nicht? Du bringst doch hier die ganze Zeit das Argument, dass ein
Kardanantrieb die ultimative Lösung für 90% der Fahrradfahrer sei.
>> Du bist doch genauso gefangen in den für Dich sinnvoll erscheinenden
>> Lösungen.
>
> Ich habe das ausprobiert, Erfahrungen gesammelt, und Erkenntnisse gewonnen.
> Wo sind deine Erfahrungen mit Kardanantrieben? Das sind ausschließlich
> Vorstellungen und Vorurteile, die sich in deinem Kopf abspielen.
> Warum willst du unbedingt Dinge beurteilen, worüber du keine Erfahrungswerte
> besitzt? Das ist wenig hilfreich.
Es ist reichlich teuer, nur zum Sammeln von Erfahrungen mal eben
1000-2000 Euro auszugeben und dann auf einen einzigen Hersteller
angewiesen zu sein, wenn eine Reparatur nötig sein sollte. Allein das
ist für mich schon Grund genug, sowas nicht einzusetzen.
Ich sage ja auch nicht, dass Kardanantriebe unbrauchbar sind - nur sehe
ich nicht, dass sie _die_ Lösung aller Probleme sind, weil eben nicht
alle Fahrradnutzer ihre Fahrzeug so einsetzen, wie Du es tust.
Ja - ich nutze auch einen SON und da gibt es auch nur einen Hersteller.
Aber Nabendynamos an sich gibt es von mehreren Anbietern und selbst wenn
Schmidt jemals die Produktion oder Service einstellen sollte, kann ich
notfalls auch auf Novatec, Shimano oder SRAM zurückgreifen.
>> Was soll ein Hersteller machen? Aus Prinzip nichts "unvernünftiges" anbieten,
>> weil er weiss, dass sowas unnötig ist und das Geschäft der Konkurrenz
>> überlassen und ggf. pleite gehen und seine Angestellten entlassen?
>
> Du hast eine völlig falsche Herangehensweise an die Sache.
> Und genau das ist der Grund, warum ihr euch mit unvernünftigen Lösungen
> abgeben müsst! Ihr wollt es selbst so haben. Du bist nur unbewusst. Was
Genau _das_ habe ich doch gesagt. Die Kunden _wollen_ es so. Du
verstehst mich offenbar nicht.
>> Es steht jedem frei, eine entsprechende Ausstattung zu kaufen.
>
> Es gibt aber keinerlei derartiges Angebot! Du kannst in keinen Fahrradladen
> gehen und dir ein solches Modell aus dem Angebot heraussuchen. Du musst es
> selbst fordern.
Ja und? Wo ist das Problem? Du forderst doch, dass die Leute bewusster
leben sollen. Also ist es doch auch kein Problem, als Kunde in einen
Laden zu gehen und nach einer entsprechenden Ausstattung zu fragen - und
wenn der Laden das partout nicht anbieten will, dann geht man eben
woanders hin. Anbieter, die Fahrräder individuell nach den Wünschen des
Kunden zusammenstellen, existieren.
>> Tut sie ja auch. Nabenschaltungsräder existieren, Dualdrive ebenso.
>
> Fehlkonstruktionen!
War ja klar, dass das jetzt kommt. Alles, was keinen Kardan hat, ist für
Dich Schrott. Dabei hast Du vorher noch einen offenen Kettenantrieb ohne
Mehrfach-Kettenblätter vorne als brauchbare Alternative angepriesen -
wie denn nun?
>> Aber _Kunden_ wollen halt auch MTBs mit Kettenschaltung oder Rennräder
>> mit Kettenschaltung, weil da die Wartung erheblich einfacher ist, und
>> eine Nabenschaltung nicht unbedingt Vorteile hat. Und wer weiss, dass
>> ein Umwerfer vorne auch Probleme machen kann, kann ja beim Händler auch
>> explizit ein Fahrrad ohne Mehrfachkettenblätter bestellen. Es ist nicht
>> nur das Angebot - auch die Nachfrage muss da sein.
>
> *Beides* muss dasein!
> Was glaubst du denn, was ich hier mache?
> Ich verbreite mehr Bewusstsein, damit das in Gang kommen kann.
> Sonst ist das ein Teufelskreis. Der Anbieter wartet auf die Nachfrage,
> der Kunde wartet auf das Angebot. Auf dieser Ebene wird nichts passieren.
> Wie durchbricht man diesen Teufelskreis? Einzig und allein durch eine
> höhere Bewusstseinsebene, und das verbreite ich hier.
Bitte vergiss mal deine esoterisch angehauchte Psyhologie. Es ist viel
einfacher:
Du hast gute Erfahrungen mit Kardanantrieb gemacht. Du bist zu der
Erkenntnis gekommen, dass sowas für Dich eine gute Lösung ist und dass
möglicherweise auch für viele andere Leute eine Alternative zu
Kettenantrieben ist.
Du kannst den Leuten nun erzählen, dass man sich nicht mit dem
Massenangebot zufrieden geben muss und dass es auch Alternativen gibt,
die möglicherweise besser geeignet sind - ok.
Aber deine Art, hier missionarisch fast alles andere für unbrauchbar zu
erklären, nervt langsam. Es gibt sehr gute Gründe, warum jemand mit
einem Kettenantrieb und Felgenbremsen zufrieden ist oder warum jemand
einfach nicht in der Lage oder willens ist, ein teures Fahrrad zu kaufen.
Wenn ich sage, ich kann die Kette leicht und billig austauschen und ich
bekomme sie überall, dann ist das für Dich genau das ein Problem, weil
die Kette ja "im nu" kaputtgeht. Wie oft hast Du persönlich Ketten wegen
Verschleiss ausgetauscht? Wenn ich damit argumentiere, dass ich im Fall
eines Defektes beim Kardanantrieb womöglich viel Geld ausgeben muss und
mindestens einige Wochen kein Fahrrad mehr habe, dann wirst Du damit
argumentieren, dass sowas nur ganz selten vorkommt - na und? Auch wenn
es nur einmal in fünf Jahren passieren sollte, wäre das für mich ein
echtes Problem. Und ich habe auch keine Lust, nur dafür ein Zeitfahrrad
vorzuhalten.
>>> Die etablierte Fahrradbranche selbst trägt zur Konservierung der
>>> Vorherrschaft des Kraftverkehrs bei, indem sie grundlegend fehlkonstruierte
>>> Fahrradmodelle anbietet, die für den Einsatz als Nutzfahrzeug für den
>>> Normalanwender völlig untauglich sind! Ein Auto ist leichter zu bedienen
>> Es muss schön sein, wenn man die Sicht auf die Welt so grob vereinfachen
>> kann ;-)
>
> Natürlich - ich kläre auf!
Deine Argumentation:
"Fahrradbranche stellt Fehlkonstruktionen her" führt zu "Fahrradverkehr
wird behindert".
Das ist keine Aufklärung, das ist grob vereinfachend.
> Hast du dir mal das Wort "Aufklärung" angesehen?
> Das heißt die Dinge *klar* darstellen, wie man sie sieht - die Verwirrung
> auflösen, ein klares Verständnis herbeiführen.
Der Fahrradverkehr wird nicht durch fehlkonstruierte Fahrzeuge
behindert, sondern durch die Umstände - siehe Radwege, immer weniger
Mitnahmemöglichkeiten für Fahrräder bei der Bahn, Irreführung in
Richtung "Fahrradfahren ist gefährlich" usw.
> Du nennst es Vereinfachung, ich nenne es Verständnis, Aufklärung.
> Nur so können wir weiterkommen.
> Wenn du lieber verwirrt bleiben willst, wirst du nicht weiterkommen.
> Du solltest dich also ebenfalls um Aufklärung, um Verständnis bemühen,
> wenn du die Verwirrung auflösen willst.
Ich bin nicht verwirrt. Viele Menschen in meiner Umgebung fahren täglich
Fahrrad und kommen damit gut zurecht. Ein Kollege fährt täglich 15 km
zur Arbeit und abends wieder zurück - geht problemlos und das Fahrrad
ist schon viele Jahre im Einsatz. Wenn sie ein Problem haben, dann mit
dem täglichen "Krampf" im Strassenverkehr, aber nicht mit ihren
fehlkonstrierten Fahrrädern.
Du solltest deine Energie besser darauf verwenden, die allgemeinen
Umstände für Fahrradnutze zu verbessern und Dich nicht an Details, wie
etwa der Frage ob Kardan oder Kette, festzubeissen.
>> Fahrradnutzung wird vor Allem durch die Verkehrspolitik beeinflusst, die
>> wiederum Dinge fördert, wie etwa die starke räumliche Trennung von
>> Wohnstätte und Arbeitsplatz oder das "Einkaufszentrum auf der grünen
>> Wiese", dass ohne Auto nicht unbedingt leicht erreichbar ist.
>
> Sie wird vor allem durch ein aufgeklärtes Bewusstsein beeinflusst, und das
> ist es, was ich hier zu verbreiten versuche.
Nahezu missionarisch für ein Antriebssystem einzutreten, fördert ganz
sicher kein Bewusstsein für irgendwas. Das erzeugt nur die Eindruck,
dass jemand offenbar mit seinem Fahrrad sehr zufrieden ist und der
Ansicht ist, dass alle Anderen es ebenso sehen müssen.
>> Komisch - ich komme mit dem "nicht-linearen" Kettenantrieb gut zurecht,
>> wie auch tausende anderer Leute. Wem das zu stressig ist, soll halt eine
>> Nabenschaltung kaufen. Rohloff Speedhub existiert. Dual-Drive ebenso für
>> Leute, die keine Lust haben, auf Kettenschräglauf zu achten. Ich sehe
>> nicht, wo da das Problem sein soll.
>
> Wenn *du* kein Problem siehst, dann ist es in Ordnung.
> Ich beobachte aber meine Umwelt, und da sehe ich 90% Leute die das
> nicht brauchen, 90% der Diskussionen hier, die überflüssig sind und
> in konstruktivere Richtung laufen könnten.
Es gab schon viele Leute, die wollten für alle eine einheitliche Lösung
schaffen, die vermeintlich die ideale Richtung und das "richtige"
Bewusstsein sind...
> Und ich sehe eine wirre "Verkehrspolitik".
Sie ist nicht "wirr", sie ist nur zu sehr auf PKW-Nutzung ausgerichtet,
weil vermutlich viele Verantwortlich selber gar nicht Fahrrad fahren -
und nein, das tun sie sicher nicht, weil sie keinen Kardanantrieb am
Fahrrad haben, sondern weil ihnen die körperliche Betätigung schon zu
viel Aufwand ist, egal ob mit Kardan oder irgendetwas anderen.
Komm mal wieder runter in die Realität. Eine perfekte Welt gibt es nicht
und wird es nie geben. Die Menschheit scheitert schon seit 10000 Jahren
daran, sich ihre perfekte Welt zu schaffen. Daraus entstehen dann
Religionen und Philosophien und immer wieder kommen Menschen und
versuchen von der schönen, perfekten Welt zu predigen, die wir erreichen
könnten, wenn wir uns nur der Fehler bewusst wären. Ich bin überzeugt
davon, dass dies zu unserer Existenz nunmal dazugehört - alles andere
ist schöne Fiktion oder religöse/esoterische Wunschvorstellung, die nur
in einem kleinen Kreis funktioniert. Sobald mal einige Mio. Menschen in
einem Land zusammenleben müssen, klappt es mit der "perfekten Welt"
prinzipedingt nicht mehr.
>> Etwa 1-2x im Jahr das Hinterrad ein kleines Stück nach hinten ziehen -
>> geht gut, macht in der Regel auch nicht viel Arbeit.
>
> Erzähle das mal einem Autofahrer, den du zum Umstieg auf's Fahrrad bewegen
> willst... Normalerweise müsste der dir einen Vogel zeigen.
Verstehe... und Radfahrer und Fußgänger dürfen an jeder Tankstelle, an der
sie vorbeikommen, den dort Wartenden und Hantierenden den Vogel zeigen.
> Guido Vollbeding schrieb:
>
>> Rohloff hat einfach nur eine beschränkte Sichtweise
>
> man Geisterfahrer
Da hat er aber m. E. ein bisschen Recht. Rohloff orientiert sich mit der
Speedhub nach wie vor am MTB-Markt – dafür wurde die Nabe entwickelt –,
obwohl sie damit dort nicht sonderlich erfolgreich sind. Vielmehr haben sie
damit im Markt für hochwertige Trecking- und Reiseräder Fuß gefasst, aber
kümmern sich anscheinend nicht weiter drum. Ich denke da bspw. an
alternative Bedienelemente für die Schaltung.
> Es ist vollkommen schwachsinnig, simple und gut zu wartende
> Felgenbremsen mit einer gekapselten wie auch immer Bremse abzulösen.
Du argumentierst wie: „Autos sind ökologisch unbedenklich, schließlich fahren
wir alle mit Katalysator.“
> Der
> einzige Vorteil - Bremsverhalten bei Nässe - spielt nämlich für deine
> 90% der Radfahrer die Rolle Null.
Das Nassbremsverhalten ist bei weitem nicht der einzige Vorteil.
Weitere Vorteile:
• keine äußere Verschmutzung
• kein Felgenverschleiß
• Wartungsarmut
• Optik
> Mal im Ernst – hättest Du eine HS33 so könntest Du einfach weitere
> Bremshebel
parallel
> schalten.
>>Mal im Ernst – hättest Du eine HS33 so könntest Du einfach weitere
>>Bremshebel
>
> parallel
>
>>schalten.
Eigentlich müsste beides gehen - schaltet man sie in Serie, so kann man
den (regulären) Ausgang des ersten an den Belüftungsstutzen des zweiten
anschließen und vom Ausgang des zweiten zur Bremse.
Schaltet man sie parallel dann braucht man noch ein Y-Stück (und muss
beim Entlüften etwas mehr aufpassen).
Es kommt doch bei der Hydraulik auf die Volumina an (Geber zu Nehmer).
Zwei Geber sind kein Problem (wenn man nicht grade versucht, beide auf
einmal zu bedienen), egal wie sie an die Leitung angeschlossen sind.
Interessant wird das Spiel aber erst, wenn man mit einem Hebel zwei
Bremsen bedienen möchte (Dreirad, vier Nehmer). Parallel oder Serie
schalten - aber man braucht ja doppeltes Volumen zur Betätigung... Ups.
Oder man gönnt sich den Spass und schaltet einen zusätzlichen Schlauch -
so dass sich ein Ringschluss ergibt. Am Besten über Vorderrad- und
Hinterradbremse ;-) OK, langsam wird's pervers.
Ciao...
> Es kommt doch bei der Hydraulik auf die Volumina an (Geber zu Nehmer).
> Zwei Geber sind kein Problem (wenn man nicht grade versucht, beide auf
> einmal zu bedienen), egal wie sie an die Leitung angeschlossen sind.
>
> Interessant wird das Spiel aber erst, wenn man mit einem Hebel zwei
> Bremsen bedienen möchte (Dreirad, vier Nehmer). Parallel oder Serie
> schalten - aber man braucht ja doppeltes Volumen zur Betätigung... Ups.
Bei HS 22 geht das. BTDT
Rainer "ansonsten bei Magura Industrial Engineering oder antiquarisch
Geberkolben mit hoeherem Volumen erwerben" Rauschenberg
> Wenn das sowas wie SmartGuard beim Marathon Plus ist, kann ich davon nur
> abraten.
>
> Ich fahr mit „normal pannengeschützten“ Reifen (Continental SportContact) und
> hatte damit bis zu der einen Panne letztens ein ganzes Jahr lang keine
> Reifenpanne. Wenn man schon mit „normalen“ Reifen diesen Stand erreicht,
> wozu soll man dann das hohe Gewicht und den hohen Rollwiderstand der Reifen
> mit Einstech-Pannenschutz-Polster in Kauf nehmen?
Welcher hohe Rollwiderstand?
> kümmern sich anscheinend nicht weiter drum. Ich denke da bspw. an
> alternative Bedienelemente für die Schaltung.
Es fehlt was für Anhänger von RR Lenkern, ok. Wieviele der Kunden sind
das nochmal? Das hat IMO nichts mit weniger kümmern, sondern mit rechnen
zu tun.
>> Es ist vollkommen schwachsinnig, simple und gut zu wartende
>> Felgenbremsen mit einer gekapselten wie auch immer Bremse abzulösen.
>
> Du argumentierst wie: „Autos sind ökologisch unbedenklich, schließlich fahren
> wir alle mit Katalysator.“
-v please
> Das Nassbremsverhalten ist bei weitem nicht der einzige Vorteil.
>
> Weitere Vorteile:
>
> • keine äußere Verschmutzung
> • kein Felgenverschleiß
Das spielt aber für die allermeisten Radfahrer schlicht keine Rolle.
Schau Dir halt mal die Räder an, die gefahren werden. Und wann gefahren
wird. Nicht mal für mich ist das ein Thema - ok, Felgenbremsen werden
schmutzig. Aber bei uns regnets häufig genug, dass der Dreck wieder
runterkommt, bevor sichs nennenswert auf den Verschleiß auswirkt.
Tatsächlich ein Problem sind diese unsäglichen Aluspreissen Bremsbeläge,
ACK, aber dagegen kann man recht einfach was tun.
> • Wartungsarmut
> • Optik
Optik ist Geschmacksache. Wartungsarmut nicht. Und da sehe ich keinen
Vorteil. Der Schnönwettergeradeausradler hat auch mit Cantis wenig
Aufwand mit der Wartung. Wer wirklich gute Bremsen braucht, schon eher.
Nur, da wechsle ich lieber Beläge oder stell die Dinger mal wieder nach,
als dass ich mir Gedanken um heißgelaufenen Bremsbacken machen muss -
weil dann wirds mit der Wartung aufwändig.
Wir können jetzt lange Listen schreiben und rumtheoretisieren.
Trommelbremsen in zig Varianten gibt es viele, keine hat sich in den
letzten Jahrzehnten auch nur einigermassen auf dem Markt behaupten
können - kombinierte Brems/Schaltnaben aussen vor, aber wir wissen, wie
toll das bremst. Vor allem, wenn der Fuß nicht gerade ideal steht ;) Und
meine Erklärung dafür ist die, dass in der Summe für den angestrebten
Kundenkreis Markt die Nachteile überwiegen. Weil *wenns* da was zu holen
gäbe, Shimano ist sich nicht zu fein, auch die seltsamsten Dinge
auszuprobieren. Wie eben die integrierten Bremskraftvernichter, die
seltsamen Dual Control Hebel, nen Top Swing Dual Pull Werfer, der die
Montage von Schutzblechen zuverlässig verhindert, oder die Nexus mit
elektrischer Automatikschaltung samt Normal und Sportmodus ;) Alles
Sachen, die die Welt dringend braucht.
Grüße
Peter
>> > Alle gegenwärtig bekannten Getriebenaben werden von vornherein nur auf
>> > Kettenbetrieb ausgelegt. Das ist ein grundlegender Konstruktionsfehler!
>>
>> Der funktioniert aber seit über 100 Jahren recht ordentlich.
>
> In letzter Zeit schaue (und höre) ich sehr aufmerksam auf die mir begegnenden
> Kettenantriebe. Ja, da stoße ich auf recht "ordentliche" Rost- und Quietsch-
> apparate...
Die Leute füllen auch kein Öl in ihrem Auto nach. Sie lassen es machen
und zahlen dafür Geld. Beim Fahrrad funktioniert das auch ...
>> Etwa 1-2x im Jahr das Hinterrad ein kleines Stück nach hinten ziehen -
>> geht gut, macht in der Regel auch nicht viel Arbeit.
>
> Erzähle das mal einem Autofahrer, den du zum Umstieg auf's Fahrrad bewegen
> willst... Normalerweise müsste der dir einen Vogel zeigen.
> Und ich sage dir, dass das bei vernünftiger Fahrradkonstruktion völliger
> Blödsinn ist.
Natürlich ist es Blödsinn, daß ein Fahrrad im Jahr fast ein Viertel der
Arbeit erfordern muß, die man beim Auto alleine für das Wechseln auf
Winterreifen hat. Da nimmt man lieber das Auto, fährt öfter mal zur
Werkstatt, und schwupp - hat man keine Arbeit damit.
>> Du verallgemeinerst persönliche Erfahrungen. Nur weil Du persönlich
>> schlechte Erfahrungen mit Kettenantrieben gemacht hast, ist ein
>> Kettenantrieb nicht per Definition schlecht.
>
> Das habe ich auch nicht behauptet.
> Ich habe nur die Antriebsarten auf vernünftige Weise in solche mit und
> solche ohne Verwendung einer Kette eingeteilt.
Kardan ist nicht vernünftig, denn damit hat man weniger Energie auf der
Straße und kann auch kein Wheelie mehr machen.
>> Vorteil: Man kann auf viele, standardisierte Teile zurückgreifen.
>
> Man *muss* darauf zurückgreifen, weil die Kettenteile im Nu verschleißen.
Ich habe tatsächlich mal einen Umwerfer neu gekauft, weil der alte
verschlissen war. Dazu zweimal eine Kassette mit neuer Kette.
--
Ich danke GMX dafür, die Verwendung meiner Adressen mittels per SPF
verbreiteten Lügen zu sabotieren.