On 1 Feb., 13:02, "Laufi [Marco Laufenberg]" <
spamt...@laufi.de>
wrote:
>
> Mir liegen Akten von Verkehrszählungen im Zeitraum von 6:00 bis 19:00
> Uhr an verschiedenen Werktagen vor, die Spitzenstunden sind vermerkt.
> Die DTV (es wurden 12.000 genannt, die als Argument für die RVA dienen)
> wurde anscheinend durch bloßes addieren der Stundenzahlen ermittelt.
Die ERA 2010 macht die Erforderlichkeit eines Radwegs innerorts nicht
mehr von der DTV, sondern von den Kfz/h (vermutlich Spitzenstunde)
abhängig. Ob das sinnvoll ist, kann man sicher unterschiedlich sehen.
Es bedeutet aber, dass der DTV-Wert wohl nicht mehr entscheidend ist.
> Kann mir jemand eine verlässliche Vorgehensweise zur Ermittlung der DTV
> vermitteln oder eine gute Quelle für eine Erläuterung nennen? Google hat
> mir leider nichts gebracht, was mich da im Moment weiter bringen würde.
Die DTV ist natürlich die Summe der durchschnittlichen Stundenwerte.
Man müsste also erst einmal prüfen, wann die Zählung stattgefunden
hat. Ein Tag reicht sicher nicht aus, da die Belastung je nach
Wochentag und auch nach Ferienzeiten schwankt.
Grundsätzlich gilt: "Spitzenstunde mal 10" ist ungefähr die "DTV". In
wieweit das stimmt, hängt z.B. davon ab, wie der Berufsverkehr
abläuft. Die folgende Veröffentlichung zeigt, wie unterschiedlich das
alles in der Realität ist. Seite 82 zeigt einige Beispiele, die
deutlich machen, dass man nicht so einfach umrechnen kann:
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=97917323x&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=97917323x.pdf
Seite 82 zeigt dann auch: Der Faktor liegt zwischen 8 und 12.
Unabhängig davon sollte man aber die Verkehrsstärke nicht all zu hoch
hängen, denn die ERA-Werte sind ja auch frei erfunden.