zwar versuchte ich mich umzugucken, fand dazu noch nichts Erhellendes:
Ist z.B. die Brennerstrecke (max. etwa. 10% Steigung wenn ich richtig las) mit
einer SRAM-9-Gang-Nabe zu bew�ltigen oder artet das in inakzeptable Qu�lerei aus?
Ist nat�rlich - subjektiv, Kondition usw, trotzdem mal die Frage zur Orientierung.
Ich hab n�mlich auch wenig Vorstellung, wie die Prozentzahlen in der Praxis
wirklich zuschlagen.
Ich hab auf die schnelle auch keine Infos zu den Steigungen bei M�nchen gefunden. Am
Isar-Hochufer gibts da sicher einige interessante Stellen - nur wei� ich nicht ob
das %-Zahlen dort stehen oder wo man die Nachlesen kann, falls ich mal dazukomme
die Nabe dort auszuprobieren ...
Danke f�r Hinweise
-- Franz
klar ..
> Insgesamt kommt man aber wohl mit einer 9-Gang-Nabe nicht an die
> �bersetzungsverh�ltnisse (bzw. evtl. Untersetzung - bei
> Kettenschaltung sind vorne kleinere Z�hnezahlen als hinten m�glich)
> ran, da ist man bergm��ig immer etwas limitiert.
eben, deshalb frage ich ja.
Servus
Franz
> Ist z.B. die Brennerstrecke (max. etwa. 10% Steigung wenn ich richtig
> las) mit einer SRAM-9-Gang-Nabe zu bewältigen oder artet das in
> inakzeptable Quälerei aus?
Die Art der Nabe ist erstmal unerheblich. Wichtig sind 3 Parameter:
Deine Dauerleistungsfähigkeit, Deine Wunschdrehzahl zur Erbringung dieser
Dauerleistung, die Bemessungssteigung (10%) und die Masse (kg) der
gesamten Fuhre.
> Ich hab nämlich auch wenig Vorstellung, wie die Prozentzahlen in der
> Praxis wirklich zuschlagen.
Guckst Du kreuzotter:
http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm
kannst Du einige Parameter eintragen und bekommst die Geschwindigkeit
raus, mit der Du den Berg hochfahren kannst.
Mit dieser Geschwindigkeit und Deiner Wunschdrehzahl kannst Du dann die
Übersetzung/Entfaltung berechnen und damit ein Ritzel bestimmen das für
die Fahrt geeignet ist.
Für 72kg Fahrer + 25kg Rad und Gebäck ergibt sich bei ausdauersportlichen
160W eine Geschwindigkeit von 5,7 km/h.
Bei 75rpm bräuchtest Du eine Entfaltung von 1,26m. (5,7/3,6*60/75)
Glaskugel: Das Ritzel sollte deutlich größer sein als das montierte...
ervin
--
Ob eine Stadt zivilisiert ist, hängt nicht von der Zahl ihrer
Schnellstraßen ab, sondern davon, ob ein Kind auf dem
Dreirad unbeschwert überall hinkommt.
- Enrique Peñalosa (abgeschrieben bei Michael Wilch)
>
>http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm
Also, weil vor ein paar Tagen die Seite benutzt habe.
Gib dein Tempo in der Ebene ein, wenn Du nich besonders intensiv
atmest, und lass dir deine Wattleistung ausgeben.
L�sche das Tempo und gib bei den Steigungen verschiedene Prozentzahlen
ein. Dann siehst Du mit was f�r einem Tempo Du die Steigung hoch
kommst. (Ich habe das mal f�r mich ausprobiert, stimmte ziemlich gut)
Weiter m�sstest Du dir ausrechnen, ob Du dieses Tempo mit einer
Mindesttrittfrequenz mit 60 treten kannst. Stichwort
Entfaltungsrechner. Dummerweise kenne ich nur welche f�r
Kettenschaltung..
Ervin falls Du das gleiche meintest, ich habe es nicht verstanden und
deswegen anders erkl�rt.
Viele Gr��e
Stephan
--
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/buch_abfrage.php?menuid=18
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/CD_abfrage.php?menuid=19
http://www.blog.gitarrenunterricht-frankfurt.de/
http://www.radreisen.stephan-zitzmann.de/2007/09/27/velotraum-erfahrungsbericht/
> Ich hab auf die schnelle auch keine Infos zu den Steigungen bei Mᅵnchen
> gefunden. Am
> Isar-Hochufer gibts da sicher einige interessante Stellen - nur weiᅵ ich
> nicht ob
> das %-Zahlen dort stehen oder wo man die Nachlesen kann, falls ich mal
> dazukomme
> die Nabe dort auszuprobieren ...
Grᅵnwalder Berg und Hᅵllriegelskreuter Berg (rinks und lechts von der
Grᅵnwalder Brᅵcke) haben so 9 bis 10 % angeschrieben IIRC.
Bin ich als Jugendlicher u.a. mit einem Klapprad und
Duomatic-2Gang-Rᅵcktrittschaltung gefahren.
Im Groᅵraum Innsbruck:
Die Strecke Kematen -> Axams hab' ich mit dem Familien-Ersatzrad (d.h.
niemand fᅵhlte fᅵr irgendeine Wartung zustᅵndig) und 3Gang Torpedo und
rostiger Kette geschafft; Ziegelstadel -> Gᅵtzens mit Pentasport +
Bergschlumpf. Steigungen bitte jeweils selber nachschlagen.
Wolfgang
> Ist z.B. die Brennerstrecke (max. etwa. 10% Steigung wenn ich richtig las) mit
> einer SRAM-9-Gang-Nabe zu bewältigen oder artet das in inakzeptable Quälerei aus?
Wie schon geschrieben: es kommt auf Kondition, Gesamtgewicht und
Sitzposition an.
Bei Nabenschaltungen ist serienmäßig meist ein wenig bergtüchtiges
Ritzel verbaut. Ein etwa einen Gang bergtüchtigeres Ritzel (das sind
so etwa zwei Zähne) geht meist und ist einfach zu wechseln. Evt. ist
dann aber die Kette zu kurz.
Stephan
> Hallo Runde,
Hallo Eckige
(hier ist Usenet, nicht Web)
> Ist natürlich - subjektiv, Kondition usw, trotzdem mal die Frage zur
> Orientierung.
Nein, das ist in diesem Fall weniger eine Frage der Kondition!
Kondition stellt sich mit der Übung sowieso ein, wenn man regelmäßig am Ball
bleibt. Aber der eine Zeitgenosse kann hinterher seine Knie wegwerfen. Der
andere steckt die Anstrengung locker weg.
Man muss so eine Frage besonders in dem Fall ausdrücklich und speziell für
sich selbst beantworten, nicht im Sinn von technischer Reproduzierbarkeit,
auf die man als Konsument getrimmt wird.
Zudem sollte man nicht einfach mit der Übwersetzung rechnen, sondern das Maß
der Entfaltung betrachten (Wegstrecke für eine Kurbelumdrehung; ein 28er-Rad
hat etwa 2,2 Meter Umfang, damit kann man leicht rechnen).
Beispiel von meiner Seite: Letztes Jahr war am Straßen-, Wald- und Wiesenrad
das kleine Blatt nicht brauchbar, weil sich die abgenutzte Kette festsaugte.
Also bin ich mit Entfaltung etwa 3,2 Meter (bei Übersetzung 39:27) die 600
Höhenmeter über etwa 10 km hinaufgekurbelt, wo ich normalerweise auf die
Entfaltung etwa 2,2 Meter (bei 26:27) schalten kann. Mehr als 10 Prozent
Steigung wird es da kaum haben.
Die Kondition machte das locker mit.
Das ist eher eine Frage der Krafteinteilung und der Konzentration in den
sukzessiven Augenblicken der Krafteinleitung (auf Wabblerneuquack hört man
dazu manchmal "Zen" als Umschreibung), besonders auch, um die Knie nicht
überzustrapazieren.
Zumindest sollte man sich dessen gewiss sein können, dass man irgendwie auf
Mindestniveau im Training ist, sodass die Gelenke mit halbwegs vorhandenem
Muskelfaserwerk geschützt sind, dem Gewicht entsprechend.
Von der körperlichen Verfasstheit her war ich da schon überstrapaziert.
In dem Fall habe ich mir eine Krampfanfälligkeit für eine Woche
eingehandelt. Und einem anderen Zeitgenossen wird vielleicht ein
Harnsäureüberschuss in die Gelenke schießen.
Man sollte also wissen, was man macht.
In noch jugendlicherem Überschwang könnte es auch sein, dass solche Art von
Belastungsgrenze weniger eine Rolle spielt.
Ich bin eher kein Schrauber, kann nicht so leicht einschätzen, ob das eine
Möglichkeit ist, sich ein Notfallritzel ins Gepäck zu legen, auf welches man
ad hoc per Schrauberei am Straßenrand wechseln könnte, wenn die Entfaltung
zu haarig ist.
Vielleicht wäre das auch ein Thema, die Strecke variabler zu planen, um
Spielraum zu haben, unterwegs gewonnene Erfahrungen in die weitere Planung
spontan einbauen zu können. Wenn da ein großer Hügel ist, bei dem ich nicht
weiß, ob ich drüber komme, würde ich schauen, dass ich zuvor an zwei oder
drei nicht ganz so hohen Hügeln vorbeimuss, um zu erfahren, wie es mir dabei
geht. Und dann einen Plan B im Hinterkopf mitführen, wo ich vor dem großen
Hügel anderswohin abbiegen kann, falls unterwegs deutlich abzuschätzen ist,
dass er mir auf die Nerven gehen wird.
Viel Spaß Gereon
die Steigungen sind aber nur ein paar hundert Meter lang (vielleicht 30m Höhenunterschied. Ob man dass vergleichen kann wage ich zu bezweifeln, aber Du kannst ja 30mal hochfahren.
>
> Grünwalder Berg und Höllriegelskreuter Berg (rinks und lechts von der
> Grünwalder Brücke) haben so 9 bis 10 % angeschrieben IIRC.
> Bin ich als Jugendlicher u.a. mit einem Klapprad und
> Duomatic-2Gang-Rücktrittschaltung gefahren.
Der Höllerer Berg an der Großhesseloher Brücke hat 16% wenn ich mich recht erinnere. Da mit der Liege rauf ist eine Herausforderung ;-)
Grüße von Georg
> Generell w�rd ich bei der Prim�r�bersetzung ans untere, f�r die Nabe
> erlaubte Limit gehen. Bei der 9-Gang wei� ichs nicht, aber bei der S7
> ist das glaub ich 1,9 (38/20 oder 42/22). Bergab wird man von alleine
> schnell, und es kann sein, da� man im "Normalbetrieb" dann einen Gang
> h�her w�hlt, daf�r klappts dann bei Steigungen besser.
Die Kette steckt im Chainglider so heits glaub ich), und ich kam noch nie auf die Idee Z�hne zu z�hlen, geschweige denn Ritzel zu wechseln.
> W. Buechsenschuetz (seit Jahren Pentasport mit 44/22 fahrend)
ist dann ja ermutigend ..
.. wie generell die Antworten - die Aussage "kommt darauf an" sehe ich als "im Prinzip machbar".
ich bleib jetzt nat�rlich dran.
Danke & Servus
Franz
ok ..
> Deine Dauerleistungsfähigkeit, Deine Wunschdrehzahl zur Erbringung
> dieser Dauerleistung, die Bemessungssteigung (10%) und die Masse (kg)
> der gesamten Fuhre.
Meine Dauerleistungsfähigkeit kann ich auch nicht so einschätzen - Ganzjahres-
Alltagsradeler ohne Führerschein, aber so zentral wohnend, daß ich in der
Regel selten länger als 20 Min auf dem Rad sitze ...
> http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm
ist tatsächlich verblüffend,
> kannst Du einige Parameter eintragen und bekommst die
> Geschwindigkeit raus, mit der Du den Berg hochfahren kannst.
Glücklicherweise geht es nicht um Sport, und ich kann mit Gepäcktransport
rechnen. Eine Tagesetappe von rund 40km (nur am Brenner, sonst wohl mehr ..)
kann man zur Not auch laufen ;-)
> Für 72kg Fahrer + 25kg Rad und Gebäck ergibt sich bei
> ausdauersportlichen 160W eine Geschwindigkeit von 5,7 km/h.
90kg Fahrer ...
Meine Trittfrequenz .. keine Ahnung, nach dem was ich momentan so lese
gefühlt wohl generell eher zu niedrig, aber am Berg bleiben da denke ich eh
keine "Freiheitsgrade" mehr übrig.
> Glaskugel: Das Ritzel sollte deutlich größer sein als das
> montierte...
Ich schätze, das bleibt bei mir im Lieferzustand. Aber man soll ja nie
nie sagen ;-)
Danke & Servus
Franz
habe ich ... Franz
Entscheidend ist die Entfaltung. Wegstrecke pro Kurbelumdrehung.
Ich fahre eine Shimano 8 Gang mit 2m Entfaltung (Ritzel umgerüstet) und
erreiche bei 9...10% Steigung meine Belastungsgrenze. Steileres gibt es
hierzuorts nicht.
Ein weiterer Aspekt ist die Freigabe der Ritzelkombination durch den
Hersteller. Kann man berücksichtigen wenn man möchte.
>.. wie generell die Antworten - die Aussage "kommt darauf an" sehe ich als "im Prinzip machbar".
Wenn Du bei den Reiseradlern http://www.rad-forum.de mitliest, ist
eher eine Qual.
Viele Grüße
danke f�r den Hinweis, allerdings hab ich bislang noch keinen passenden Thread gefunden.
> Du kennst www.ritzelrechner.de noch nicht.
Die Voreinstellung f�r 9-Gang scheinen bei mir zu passen, ca. 2.20 Entfaltung (grob gecheckt).
>> Am Isar-Hochufer gibts da sicher einige interessante Stellen - nur weiᅵ ich
> Grᅵnwalder Berg und Hᅵllriegelskreuter Berg (rinks und lechts von der Grᅵnwalder Brᅵcke) haben so 9 bis 10 % angeschrieben IIRC.
> Bin ich als Jugendlicher u.a. mit einem Klapprad und Duomatic-2Gang-Rᅵcktrittschaltung gefahren.
hab ich inzwischen tatsᅵchlich ausprobieren kᅵnnen - und ja, mal stehen die Prozente
oben ("Radfahrer absteigen ;-)", mal unten (wohl um LKWs zu warnen).
Also: Neben der Groᅵhesseloher Brᅵcke gabs die Angabe "17%". Hab ich "zum Nabentest"
ausprobiert, und kam auch sitzend hoch. Im Normalfall werde ich da schieben.
Da war danach noch eine Strecke "unbeziffert aber gefᅵhlt noch steiler" - fuhr ich
ᅵbungshalber auch im Sitzen durch ..
Spᅵter dann die Straᅵe bei der Grᅵnwalder Brᅵcke - da steht 11% dran, genau mein Maᅵstab.
Und ich bin beruhigt - mit "meiner Entfaltung" komme ich da wohl weit genug. Im
"Ernstfall" kann ich immer noch Pause machen oder Schieben, aber ich meine im Prinzip
komme ich mit existierendem Ritzel auch da hin wo ich momentan denke.
Wᅵre was anders bei regelmᅵᅵigen Bergstrecken oder steileren - mit beidem rechne ich
nicht ernstlich.
Dann war da noch ein Hang mit Beschriftung "22%" - da hab ich dann nach dem ersten Drittel
doch geschoben - ich hatte ja gesehen was ich wollte ;-)
Meine Knie haben die Experimente jedenfalls ohne erkennbare negative Rᅵckwirkung mitgemacht,
auch wenn es nur begrenzte Zeit war, betrachte ich es als Ermutigung.
Nein, ich komme auch nicht auf die Idee, den Kurzausflug mit einer Tagestour zu
verwechseln, und ich denke auch noch an ein bisschen mehr Training ...
Servus, danke
Franz
Hab genau das vor zwei Jahren gemacht. Hatte volles Gepäck, Zelt etc
und musste am Schluss einige Meter schieben. Hab meine Muskeln an den
Tagen vorher zu sehr gefordert.
Wäre ich konstant im 1. Gang gefahren, statt Zeit gut machen zu
wollen, dann hätte ich es geschafft. Beachte jedoch: Ich fuhr die
kleinste erlaubte Kettenübersetzung.
> Ich hab auf die schnelle auch keine Infos zu den Steigungen bei M nchen gefunden. Am
> Isar-Hochufer gibts da sicher einige interessante Stellen - nur wei ich nicht ob
> das %-Zahlen dort stehen oder wo man die Nachlesen kann, falls ich mal dazukomme
> die Nabe dort auszuprobieren ...
Das kann man nicht vergleichen. So kurze Anstiege drückt man immer
durch. Pässe töten die Muskeln durch kontinuierliche Be- oder
Überlastung.
Thomas
> Beachte jedoch: Ich fuhr die kleinste erlaubte Ketten�bersetzung.
BTW: Wie ernst mu� man sowas nehmen? Schlie�lich macht es vom Drehmoment
ja einen gigantischen Unterschied aus, ob da der 130kg-Athlet sein f�r
die Weltreise bepacktes Rad im Wiegetritt die Alpen hochstampft oder das
50kg-Pers�nchen im hochfrequenten runden Tritt unterwegs ist. Wenn
ersterer mit der "erlaubten" Untersetzung gerade noch innerhalb der
Auslegungsbelastung der Nabe unterwegs ist, damm ��te letztere doch
v�llig problemlos mit der halben Prim�r�bersetzung zurechtkommen.
Ein Gro�serienhersteller kann nat�rlich nicht wissen, von wem und wie
das Rad irgendwann mal eingesetzt wird, aber wer sich seine M�hlen
selber zusammenschwartet, der sollte sich selbst und seine Art des
Radfahrens doch kennen...
Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
IMHO muss man das ernst nehmen. Die Ingenieure haben das Getriebe auf
bestimmte Belastungen ausgelegt. Wer diesen Rahmen verlässt, muss mit
Defekten rechnen.
> Schließlich macht es vom Drehmoment
> ja einen gigantischen Unterschied aus, ob da der 130kg-Athlet sein für
> die Weltreise bepacktes Rad im Wiegetritt die Alpen hochstampft
Ja, dafür ist vermutlich weder die SRAM noch die Shimano
Nabenschaltung ausgelegt. Der wird seine Weltreise nicht mit solch
einem Getriebe beenden.
Die Auslegung ist eher für "normale" Profile: Normal trainiert, 1000km
pro Jahr, 20 Jahre lang. Entsprechend gehen meine Nabenschaltungen
nach je 20.000km auf dem Zahnfleisch.
Thomas
> On 5 Jul., 15:41, Mathias.Bo...@t-online.de (Mathias B�we) wrote:
>
> > BTW: Wie ernst mu� man sowas nehmen?
>
> IMHO muss man das ernst nehmen. Die Ingenieure haben das Getriebe auf
> bestimmte Belastungen ausgelegt. Wer diesen Rahmen verl�sst, muss mit
> Defekten rechnen.
Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, aber die Belastung h�ngt eben
nicht nur von der Prim�r�bersetzung ab, sondern eben auch von tausend
anderen Faktoren, wovon Fahrergewicht, Systemgewicht, H�henprofil und
Fahrweise sicher die offensichtlichsten sind.
> > Schlie�lich macht es vom Drehmoment
> > ja einen gigantischen Unterschied aus, ob da der 130kg-Athlet sein f�r
> > die Weltreise bepacktes Rad im Wiegetritt die Alpen hochstampft
>
> Ja, daf�r ist vermutlich weder die SRAM noch die Shimano
> Nabenschaltung ausgelegt.
Also ein Konstruktionsmangel: Wenn der Hersteller sagt, bis zur
Prim�r�bersetzung von (z. B.) 38:18 ist alles im gr�nen Bereich, dann
gilt das auch dann, wenn The Incredible Hulk damit einen Wohnanh�nger
das Stilfser Joch hochwuchtet. Lieschen M�ller mit ihren 46kg beiihren
Fahrten um den Baggersee d�rfte dieselbe Nabe aber auch mit 33:20 sicher
nicht auch nur in die N�he einer �berbeanspruchung bringen.
> Der wird seine Weltreise nicht mit solch einem Getriebe beenden.
Wieso nicht? Der Hersteller hat doch gesagt...
> Die Auslegung ist eher f�r "normale" Profile: Normal trainiert, 1000km
> pro Jahr, 20 Jahre lang.
Steht das so in der *ver�ffentlichten* Spezifikation? Wenn nein, dann
d�rfte der H�ndler ein Abo an Ersatznaben bereitstellen.
> Entsprechend gehen meine Nabenschaltungen nach je 20.000km auf dem
> Zahnfleisch.
Hulk! Meine Nexus aus einer der ersten Serien macht schon seit der
halben Laufleistung ganz seltsame Ger�usche - ich glaube nicht, da� ich
damit die 20Mm noch vollkriege. Und die hat eine "zugelassene"
�bersetzung und wird nur mit wenig Geb�ck im Flachland bewegt.
> Thomas Gerhard <thom...@googlemail.com> schrieb:
>
>>Die Auslegung ist eher für "normale" Profile: Normal trainiert, 1000km
>>pro Jahr, 20 Jahre lang. Entsprechend gehen meine Nabenschaltungen nach
>>je 20.000km auf dem Zahnfleisch.
>
> BTW: AFAIR hat Rohloff früher[tm] bei Verschleiß das Spiedhab-Getriebe
> auf Kulanz gewechselt. Ist das immer noch so?
>
Wenn Du das innerhalb von zwei Jahren nach Kauf schaffst, dann fällt das
unter die Gewährleistung, da das Getriebe ja kein Verschleißteil ist.
Hat denn überhaupt schon jemand seine Rohloff verschlissen?
<http://www.thorncycles.co.uk/thornpdf/ThornLivingWithARohloff.pdf>
[18,1 MB aber durchaus interessant]
> Thomas Gerhard <thom...@googlemail.com> wrote:
>
>> Beachte jedoch: Ich fuhr die kleinste erlaubte Kettenübersetzung.
>
> BTW: Wie ernst muß man sowas nehmen? Schließlich macht es vom Drehmoment
> ja einen gigantischen Unterschied aus, ob da der 130kg-Athlet sein für
> die Weltreise bepacktes Rad im Wiegetritt die Alpen hochstampft oder das
> 50kg-Persönchen im hochfrequenten runden Tritt unterwegs ist. Wenn
> ersterer mit der "erlaubten" Untersetzung gerade noch innerhalb der
> Auslegungsbelastung der Nabe unterwegs ist, damm üßte letztere doch
> völlig problemlos mit der halben Primärübersetzung zurechtkommen.
Entscheidend ist doch wieviel Masse Du auf das Pedal gibst (Eigentlich
wie viel Drehmoment das dann am Ende bei der Nabe macht), die Beladung/
Steigung ist ja egal, da Dein Problem und nicht das der Nabe.
Rohloff gibt einem dazu ja relativ gute Anhaltspunkte an die Hand, hat
aber irgendwie vergessen, daß es z.B. Liegeräder gibt, wo der Fahrer
durchaus die Möglichkeit hat deutlich mehr als das eigene Körpergewicht
auf die Pedale zu drücken. Die 1 KMai (100 Nm) finde ich zu abstrakt.
> Markus Luft <11-...@news.marquee-moon.de> schrieb:
>
>>On Tue, 05 Jul 2011 18:14:46 +0200, Rainer Maí wrote:
>>
>>> Thomas Gerhard <thom...@googlemail.com> schrieb:
>>>
>>>>Die Auslegung ist eher für "normale" Profile: Normal trainiert, 1000km
>>>>pro Jahr, 20 Jahre lang. Entsprechend gehen meine Nabenschaltungen
>>>>nach je 20.000km auf dem Zahnfleisch.
>>>
>>> BTW: AFAIR hat Rohloff früher[tm] bei Verschleiß das Spiedhab-Getriebe
>>> auf Kulanz gewechselt. Ist das immer noch so?
>>>
>>Wenn Du das innerhalb von zwei Jahren nach Kauf schaffst, dann fällt das
>>unter die Gewährleistung, da das Getriebe ja kein Verschleißteil ist.
>>Hat denn überhaupt schon jemand seine Rohloff verschlissen?
>
> Manche Vielfahrer schon im letzten Jahrtausend (und wurden seinerzeit
> großzügig bedient). Deshalb fragte ich ja.
>
Und mit welchen Fahrleistungen?
145.000 Kilometer scheinen die ja wohl auszuhalten.
So schwer es zu finden ist, daß mal irgendwo eine Speedhub verschlissen
wurde, kriegen die Fahrer wohl obendrauf noch eine güldene Speedhub als
"Schweigegeld" geschenkt....
> Markus Merkl <markus...@gmx.net> schrieb:
>
>>Am 05.07.2011 13:28, schrieb Thomas Gerhard:
>
>>> Das kann man nicht vergleichen. So kurze Anstiege drückt man immer
>>> durch. Pässe töten die Muskeln durch kontinuierliche Be- oder
>>> Überlastung.
>>
>>Ja, die Pässe in F (I && ES) sind voll von verendeten Radsportlern ;-)
>
> Da ist was dran. In diesen Ländern gips diverse Pässe, wo man (mal
> abgesehen von schwer identifizierbaren, möglicherweise lycraumhüllten
> Knochen) keine Radspochtler sieht. Sondern nur ziemlich normal
> aussehende und gekleidete Leute auf mehr oder billigen (oft
> baumarktigen) MTBs.
>
Im norddeutschem Flachland sieht das nicht anders aus.
In F hab ich BTW außer alten Leuten fast Niemanden Radfahren sehen.
> Markus Luft <11-...@news.marquee-moon.de> schrieb:
> Tendenziell stimme ich zu: Man sieht (abgesehen vom Ventoux und ein paar
> anderen Kultpässen) generell wenig Radfahrer, Frauenquote minimal, fast
> nur Opas. Aber bisweilen eben auch jüngere Leute - Pirellis und,
> seltener, VTTler.
>
Tja, in der großen Radfahr-Nation liebt man zwar das Radfahren, aber man
fährt nicht. Ich hatte auch nicht damit gerechnet auf 1.500 Km nicht
einen einzigen Radspochtler zu sehen.
Radreisende sind man häufiger in D, zumindest $hier, denn die Gegend ist,
IMHO völlig zu unrecht, sehr beliebt bei Rad[reisenden|wanderern].
vélo tout terrain --> VTT?
> Manche Vielfahrer schon im letzten Jahrtausend (und wurden seinerzeit
> gro�z�gig bedient). Deshalb fragte ich ja.
Davon h�re ich zum ersten Mal. Verwechselst Du da etwas?
Die Speedhub wurde ab 1999 in Serie gefertigt, wieviele x0.000 km
soll denn da welcher Vielfahrer in den zwei Jahren gefahren sein?
Mir ist nur bekannt, dass es Anfangsprobleme kosmetischer Natur
gab (�laustritt wegen der verwendeten Wellendichtringe). Diese
Unp�sslichkeiten wurden in der Tat anstandslos beseitigt.
--
Manfred Albat
der computer rechnet, der mensch z�hlt
> Konkret hat mir das einer berichtet, der 15Mm/Jahr abriss, nur wenige Jahre.
nahem
Wenige Jahre? Bei 4 x 15 Mm w�ren das immerhin schon 60 Mm.
Wie lange halten "klassische" Nabenschaltungen mit und ohne
Wartung durch? Da habe ich keine Erfahrung. Die SRAM Spectro
S7 an meiner Stadtschlampe hat irgedwas bei 3-5 Mm und st�ndig
passt ihr was nicht oder sie schaltet viel zu sp�t.
> Dann hat er das Teil wegen �lens (er hat halt auch immer zuviel reingekippt)
> eingeschickt. Bei St.Bernhard war man offenbar der Meinung, dass der Inhalt
> nicht mehr gut war - jedenfalls spendierten sie ihm ungefragt ein neues
> "Innengetriebe" auf Kulanz.
Hm... interessant...
Inhalt = Getriebe oder das �l darin? Das �l soll regelm��ig
gewechselt werden, weil es gecrackt wird. Hat er das getan
oder hei�t "immer zuviel" gelegentlich was nachgedr�ckt?
Und ob Deine Annahme wirklich stimmt?
Genauso kann man spekulieren, dass u. U. marginale Sch�digungs-
ans�tze feststellbar waren. Und man das Teil austauschte, um
endlich mal Material f�r zeitintensive Untersuchungen zu haben.
Wenn die Nabe "wegen �lens" eingeschickt wurde, hei�t das im
Umkehrschluss, sie hat bis zuletzt ansonsten einwandfrei
funktioniert / geschaltet.
Ich erinnere mich an ein Rohloff-Selbstlob vor einigen Jahren
(2004?), als eine Nabe nach 90 Mm vorsorglich zur Begutachtung
bei Rohloff einging. Damals lautete die Stellungname: "Kein
Verschlei� feststellbar, viel Spa� bei den n�chsten 90.000 km!"
mit einem Foto des Innenlebens auf einer der Rohloff-Webseiten.
> Manfred Albat <alis...@nurfuerspam.de> schrieb:
>
>>Das Öl soll regelmäßig
>>gewechselt werden, weil es gecrackt wird. Hat er das getan oder heißt
>>"immer zuviel" gelegentlich was nachgedrückt?
>
> Weiß ich nicht. Vermutlich hat er schon gewechselt. Vor dem Hintergrund
> des St.Bernhard -Zitats "die Nabe läuft auch ein Jahr ohne Öl" scheint
> mir die Wechselei aber nicht sehr kritisch.
Durch die Wahl eines flaschen Öls kann man aber der Nabe eventüll schon
die letzte Ölung verpassen. Da ist Kunstoff drin, der z.B. Quellen kann
und auch Metall kann durch Säurespuren korrodieren.
So unwahrscheinlich ist das nicht. Es wäre nicht das erste Mal, daß
Leute, die Geld für eine 1 K€ Nabe hatten, dann beim Öl geizig werden und
bei Weltenbummlern kann man auch vermuten, daß die einfach kein Original-
Öl auftreiben können, sonder das genommen haben, was sich anbot.
> Aber evtl. war der Simpelring wirklich undicht und es ist Wasser
> reingekommen?
Tauchbäder sind bei Weltenbummlern ja nun auch keine Seltenheit,
allerdings sollte man das der zweiten Nabe dann auch ansehen sollen.
> Also die 3-Gang-F&S- bzw. SRAM-Naben sind eigentlich unkaputtbar und
> verzeihen auch fehlende Wartung.
das kann ich nur bestätigen. Zu Studentenzeiten habe ich eine alte F&S
Dreigangnabe mit Schmiernippel und Flügelmuttern aus einem damals schon
uralten Sperrmüllfahrrad ausgebaut und bin damit etwa 20Mm gefahren ohne
an der Nabe irgend etwas getan zu haben. Die Nabe war immer noch in
Ordnung, als ich das Fahrrad nach einem Unfall verschrotten musste.
Gruß,
Alexander
> Ich würd die Nabe einfach mal zerlegen (ne S7 ist für Hobbybastler
> noch beherrschbar)
Das sehe ich - zumindest für meine Person - ganz anders...
Den Teufel werd ich tun, ich habe die Explosionszeichnung gesehen.
--
Manfred Albat
der computer rechnet, der mensch zählt
| >>> Bei St.Bernhard war man offenbar der Meinung, dass der Inhalt
| >>> nicht mehr gut war
betrachte ich als solche. Wobei das "offenbar" u. U. besser
als "m�glicherweise" stehen sollte?
>> Genauso kann man spekulieren, dass u. U. marginale Sch�digungs-
>> ans�tze feststellbar waren. Und man das Teil austauschte, um
>> endlich mal Material f�r zeitintensive Untersuchungen zu haben.
>
> Sowas kann das nat�rlich gewesen sein. Oder auch "Vielfahrer, bevor wir die
> Nabe in ein paar Jahren wieder reinkriegen, machen wir gleich neu".
Da wir die Nebenabreden zwischen St. B und Rohloff nicht kennen,
ist alles Spekulation. U. U. machen die grunds�tzlich nichts anderes
als den Getriebetausch, weil sich andere Prozesse f�r St. Bernhard
kaufm�nnisch nicht rechnen.
>> Wenn die Nabe "wegen �lens" eingeschickt wurde, hei�t das im
>> Umkehrschluss, sie hat bis zuletzt ansonsten einwandfrei
>> funktioniert / geschaltet.
>
> Ja. Und h�tte vermutlich auch noch eine Weile weiter funktioniert.
> Ich vermute, dass St.Bernhard (seines Zeichens Maschinenbauer, nicht
> traditioneller Fahrradpofelverticker) Verschlei�grenzwerte definiert hat.
Ich gehe davon aus, dass St. Bernhard ohne R�cksprache mit Rohloff
keinen Finger kr�mmt, wenn Kulanzregelungen greifen.
Das ist nett gemeint, aber für mich als Grobmotoriker...ich lasse
es lieber... Wenn mir nur irgendein Teil(chen) weghüpft, habe ich
mehr Schaden angerichtet, als zu beheben war. :-/
Und diese Montagehilfe müsste ich mir auch erst beschaffen.
Vielleicht komme ich eines Tages mal auf diesen Hinweis zurück, wenn
unsere Werkstatt vor Ort nicht mehr so zuverlässig und preiswert ist
und ich mal wieder richtig viel Freizeit habe (als Rentner oder so).
Werde das Teil bei Gelegenheit mal dort warten lassen, das habe ich
sicher zu lange versäumt.