Weiß jemand wo man Materielien zu Physik am Fahrrad bekommt ?
Viele Grüße
joachim
Hier:
Gressmann, Michael:
Fahrradphysik und Biomechanik
Technik - Formeln - Gesetze
Moby Dick, 6. überarb. Aufl. 1995
ca. 224 S., Formeln, Tab., farb. u. schw.-w. Abb. - 21 x 14,8 cm. -
Kartoniert
ISBN 3-89595-023-8
29,80 DM (27,50 SFr, 218,- ÖS)
Gruss
Piotr
P.S.: Info kommt aus http://www.buchhandel.de/
> Gressmann, Michael:
> Fahrradphysik und Biomechanik
> Technik - Formeln - Gesetze
> Moby Dick, 6. überarb. Aufl. 1995
> ca. 224 S., Formeln, Tab., farb. u. schw.-w. Abb. - 21 x 14,8 cm. -
> Kartoniert
> ISBN 3-89595-023-8
> 29,80 DM (27,50 SFr, 218,- ÖS)
Wobei das Buch ein wenig
mit Vorsicht zu geniessen ist--
Ausgenommen das "Aerodynamik-Kapitel" ;-}
Das ist naemlich grossenteils von mir
Hermann
Piotr wrote in article...
> Joachim Lanzenberger wrote:
> >
> > Hallöchen.
> >
> > Weiß jemand wo man Materielien zu Physik am Fahrrad bekommt ?
> >
> Hier:
>
> Gressmann, Michael:
> Fahrradphysik und Biomechanik
> Technik - Formeln - Gesetze
Vergiß das Buch!
Gruß,
Dirk
--
Dirk Feeken | Email: dirk....@sap-ag.de
DF>Vergiß das Buch!
ok, danke und nun?
Gruß,
Max Horneck, der es nett fände, wenn die Aussage von einem Argument und evtl.
einer Alternativempfehlung begleitet worden wäre.
Max Horneck wrote in article ...
>
> DF>Vergiß das Buch! [...über Gressmann "Fahrradphysik"]
>
> ok, danke und nun?
>
> Gruß,
> Max Horneck, der es nett fände, wenn die Aussage von einem Argument und evtl.
> einer Alternativempfehlung begleitet worden wäre.
>
Ich habe das Buch nur im Laden durchgeblättert und nur an zwei Stellen reingeguckt:
In dem Buch gibt es mindestens ein zentrales Kapitel (Funktionsweise des Speichenrades),
das komplett falsch ist, wobei die korrekte Erklärung seit mindestens 100 Jahren
bekannt ist und mehrfach veröffentlicht wurde.
Für ein "Physik"-Buch ist das ein KO-Kriterium.
Wenn ich mich richtig erinnere wird auch die "Fahrradphysikfrage" schlechthin ("Warum
fällt es nicht um?") falsch mit dem Kreiselkräften der Räder erklärt.
Stell Dir vor Du willst ein Wirtschaftsmathematikbuch kaufen, guckst an zwei Stellen
rein und liest:
"Wenn sie Ihr Geld mit 10% Zinsen anlegen haben sie es nach zehn Jahren genau
verdoppelt" und "Wenn beim Roulette sehr oft hintereinander eine Farbe fiel, setzen
Sie auf die andere, weil langfristig beide gleich oft vorkommen müssen".
Ich kenne kein gutes, allgemeines Buch über Fahrradphysik. Alle paar Jahre gibt
es in mehr oder weniger populärwissenschaftlichen Zeitschriften (Spektrum,
New Scientist,...) fahrradrelevante Artikel.
> >
> > DF>Vergiß das Buch! [...über Gressmann "Fahrradphysik"]
> >
> > ok, danke und nun?
Bicycling science, MIT press, 1986.
Etwas anderen fallt mir leider nicht ein.
H. Rochholz
> Wenn ich mich richtig erinnere wird auch die "Fahrradphysikfrage" schlechthin ("Warum
> fällt es nicht um?") falsch mit dem Kreiselkräften der Räder erklärt.
Was sonst erklaert die mit steigender Geschwindigkeit zunehmende
Stabilitaet? Und die Tatsache, dass sich die BMX-Raeder mit
den kleinen Laufraedern viel agiler fahren als Raeder mit
28er Laufraedern?
--
Rasmus 'Don Metal' Althoff
RBR#1 KLX 250 'Smorebrod' 26Mm
"To stand where others fall" (Manowar)
http://www.tu-harburg.de/~sera2702/
Rasmus Althoff <alt...@tu-harburg.de> wrote in article <3573D5...@tu-harburg.de>...
> Dirk Feeken wrote:
>
> > Wenn ich mich richtig erinnere wird auch die "Fahrradphysikfrage" schlechthin ("Warum
> > fällt es nicht um?") falsch mit dem Kreiselkräften der Räder erklärt.
>
> Was sonst erklaert die mit steigender Geschwindigkeit zunehmende
> Stabilitaet?
Der gleiche Mechanismus, der es ermöglicht, auf einem Bein Schlittschuh zu fahren. Nur
wenn das Rad fährt kann man permanent die Linie zwischen den Reifenauflagepunkten
zurück unter den wegkippenden Schwerpunkt bringen.
> Und die Tatsache, dass sich die BMX-Raeder mit
> den kleinen Laufraedern viel agiler fahren als Raeder mit
> 28er Laufraedern?
>
Vielleicht eine Mischung aus kürzerem Radstand, kürzerer Bodenberührungsfläche
der Reifen, fehlender Lenkungshemmung durch Bowdenzüge und dem Effekt,
der dafür sorgt, daß man Erdbeerdrops nur als solche geschmacklich erkennt,
wenn sie rot eingefärbt sind?
Markus
--
Markus Schreier | schr...@physik.uni-augsburg.de
> > Was sonst erklaert die mit steigender Geschwindigkeit zunehmende
> > Stabilitaet? Und die Tatsache, dass sich die BMX-Raeder mit
> > den kleinen Laufraedern viel agiler fahren als Raeder mit
> > 28er Laufraedern?
> Die Kreiselkraefte tragen zwar ein bischen zur Stabilisation bei,
> allerdings sind sie lange nicht so gross, dass sie das Rad samt
> 80kg schweren Fahrer wirklich aufrecht halten koennen.
Das kommt nur auf die Geschwindigkeit an. Allerdings hast du recht,
wenn man so den Bereich (0-50km/h) betrachtet.
> Die Stabilistation kommt hauptsaechlich daher, dass leichtes Kippen
> automatisch eine Lenkbewegung erzeugt, die dem Kippen entgegenwirkt,
> aber halt nur, wenn sich das Fahrrad auch schnell genug bewegt, damit
> die Lenkbewegung auch eine Wirkung hat.
Nein. Die Kreiselkräfte wirken. Nehmt mal ein Rad in die Hand und
versucht es zu kippen, wenn es sich dreht. Es weicht immer senkrecht zum
Krafteinsatz aus.
Aber Balancieren/ Lenken ist im Grunde ständiges Umfallen (und würde
auch ohne Kreiselkräfte funktionieren) Dem Umfallen begegnet der Radler
dadurch, dass er in die Richtung des Umfallens lenkt. Die durch das
Einlenken auf eine Kreisbahn entsthenden Zentrifugalkraft richtet den
Radler wieder auf, und er fällt in die andere Richtung... usw. usf.
> BMX Raeder sind hauptsaechlich deswegen agiler, weil sie kleiner
> sind. Wenn Du in einen Rahmen fuer 28"-Raeder 20"-Raeder einbaust,
> dann wirst Du nichts von wegen hoeherer Agilitaet merken.
Falsch.
Schon der kleinere Raddurchmesser bewirkt eine deutlich geringeres
Trägheitsmoment für Lenkbewegungen. Wenn das ganze rotiert, wird es noch
viel stabiler.
Mit zur Agilität trägt aber auch der Nachlauf bei, der, bei gleicher
Geometrie, kleiner an/mit kleinen Rädern ist. Kleiner Nachlauf = agiler.
Heinz
> Aber Balancieren/ Lenken ist im Grunde ständiges Umfallen (und würde
> auch ohne Kreiselkräfte funktionieren) Dem Umfallen begegnet der Radler
> dadurch, dass er in die Richtung des Umfallens lenkt.
Jein, das tut das Fahrrad auch von alleine, einmal aufgrund der Kreisel-
kraefte, und zum anderen aufgrund der Gabelgeometrie (das sieht man
daran, dass man ein Fahrrad auch am Sattel langsam, also ohne nennens-
werte Kreiselkraefte, schieben kann)
> Die durch das
> Einlenken auf eine Kreisbahn entsthenden Zentrifugalkraft richtet den
> Radler wieder auf, und er fällt in die andere Richtung... usw. usf.
>
Auch wieder Jein. Je nach Geschwindigkeit und Lenkeinschlag sind es
nicht die Zentrifugalkraefte, sondern einfach die Tatsache, dass
sich die Verbindungslinie zwischen den Radauflagepunkten wieder unter
den Schwerpunkt schiebt (besser unter dem Schwerpunkt durch ...)
Gerade weil es nicht nur ein Effekt ist, sondern mehrere, die hier
zusammenspielen, habe ich bewusst einfach nur von Erzeugung einer
Lenkbewegung gesprochen und bin nicht naeher darauf eingegangen.
> > BMX Raeder sind hauptsaechlich deswegen agiler, weil sie kleiner
> > sind. Wenn Du in einen Rahmen fuer 28"-Raeder 20"-Raeder einbaust,
> > dann wirst Du nichts von wegen hoeherer Agilitaet merken.
>
> Falsch.
> Schon der kleinere Raddurchmesser bewirkt eine deutlich geringeres
> Trägheitsmoment für Lenkbewegungen. Wenn das ganze rotiert, wird es noch
> viel stabiler.
> Mit zur Agilität trägt aber auch der Nachlauf bei, der, bei gleicher
> Geometrie, kleiner an/mit kleinen Rädern ist. Kleiner Nachlauf = agiler.
>
Da hast Du natuerlich recht. Groessere Raeder daempfen das Lenk-
verhalten. Aber was ich sagen wollte, ist, dass die Geometrie
mehr zur Agilitaet betraegt, als die Kreiselkraefte (das ist
aber nur eine Vermutung). Die Auswirkung der Geometrie beschraenkt
sich aber nicht nur auf den Nachlauf, sondern z.B. auch der Vorlauf,
oder der Abstand zwischen den Raedern usw. sind wichtig.
So, jetzt sollte aber alles gesagt sein :-)
> ich weiss, wie Kreiselkraefte wirken.
> Nur sind sie zum Radfahren nicht unbedingt noetig.
Ja.
> > Aber Balancieren/ Lenken ist im Grunde ständiges Umfallen ...
> > dem der Radler dadurch begegnet dass er in die Richtung des Umfallens lenkt.
> Jein, das tut das Fahrrad auch von alleine, einmal aufgrund der Kreisel-
> kraefte, und zum anderen aufgrund der Gabelgeometrie
Stimmt, hat ich bloß nicht erwähnt.
> > Die durch das Einlenken auf eine Kreisbahn entstehende Zentrifugalkraft
> > richtet den Radler wieder auf ...usw. usf.
> Je nach Geschwindigkeit und Lenkeinschlag sind es
> nicht die Zentrifugalkraefte,
Blöd, wegen Kreisbahn ist mir Zentrifugal ausgerutscht. Ich stimme dir
zu,
denn eigentlich bewegen sich Radler/Rad während des Umfallens in
verschiedene Richtungen geradeaus, und durch das Lenken/ Kippen der
Räder wird das Rad wieder unter den Schwerpunkt des Radlers gelenkt.
> Aber was ich sagen wollte, ist, dass die Geometrie
> mehr zur Agilitaet betraegt, als die Kreiselkraefte (das ist
> aber nur eine Vermutung).
Seh' ich auch so.
Heinz
ok, besänftigt.
Gruß,
Max Horneck
HR>Bicycling science, MIT press, 1986.
nunja, das ist ja was. Nur war ich gar nicht der Fragende ... :-)
Gruß,
Max Horneck