Nun habe ich ebenfalls Risse in meiner Mavic 220 (559x17) entdeckt:
Nur bei den auf Zug belasteten Speichen hinten auf der Antriebsseite
reissen die Nippelloecher ca. 7 mm in Laengsrichtung auf.
Da ich auf der Antriebsseite im Prinzip noch die herstellermaessige
Speichenspannung habe, frage ich mich, ob das ein spezifisches Problem
von Mavic oder dieses Felgentyps ist.
Hat jemand Erfahrungen?
Tips zu Felgen und Speichen fuer ein "starkes" Hinterrad (Philipp am Kindersitz)
waeren mir eine grosse Hilfe, die 32-Loch LX-Nabe (FH-M565)
und den Vredestein 559x50 moechte ich gerne weiterverwenden.
Gruesse aus Wien
Wolfgang
Fröhlichen Tag, Wolfgang!
Oh, das finde ich prima, Nachfrage ist wichtig! Nur Nachfrage kann den
Markt wieder geraderücken. Sonst wird demnächst die "Lösung" da
angeboten, wo gar nicht die Ursache ist - und ich kriege auch keine
Felgen mehr...
Da ich wenig Vertrauen in die Vernunft der Menschheit habe, habe ich
zuhause die drei letzten Mavic Rando M5 in 36 Loch eingekellert, die mein
Fahrradhändler auftreiben konnte.
32 Loch sind ein Problem. Die meisten Felgenhersteller sind der Meinung,
Felgen 559x21 sind für Downhill und da gibt's 36 Loch.
Von gerissenen Mavic Felgen habe ich in letzter Zeit öfter gehört. Wir
hatten auch eine Mavic 217. Mavic hat sich darauf verlegt, leichte Felgen
zu bauen und macht die Wandstärke immer dünner. Nicht nur bei den
Nippellöchern, sondern auch an der Seite. Das geht so weit, daß die
Felgen nur noch wenige 1/10 mm zum Verschleißen für die Bremsen haben.
Früher war das anders. Meine MA2 am Reiserad läuft schon ewig und hat
inzwischen bald einen Milimeter an Breite eingebüßt.
Wir haben gute Erfahrungen mit der Alesa 9021 gemacht. Es gibt sie auch
in 32 Loch. Die Nippellöcher sind getopft und die Flanken sind
geschliffen. Das Felgenbett ist schön tief, so daß sich die Reifen sehr
leicht montieren lassen. Die Felge ist sehr zu empfehlen. Alternativ gibt
es auch die Alesa 6021. Die hat die Speichenlöcher nur geöst, ansonsten
ist sie identisch.
Mehr findest Du unter http://www.rigida.com/anglais/default.html
Bis denn, Georg.
ps: von Vredestein halte ich nicht allzuviel. Die haben mir zu wenig
Fäden in der Karkasse. Doch ich kenne nicht alle Reifen von Vredestein.
Wenn Du mit dem alten Reifen weiterfährst mußt Du auch vorsichtig sein.
Die Karkasse kann schon einen Schlag weg haben und dann hilft auch die
breite Felge nur noch um den Flankenbruch herauszuschieben. Das ist von
außen nicht unbedingt zu sehen - und wenn, dann nur sehr schwer.
ist nach meinem Wissensstand ein Problem der Harteloxierung.
Ob nur Mavic so blöd war die zu verwenden ???
>Hat jemand Erfahrungen?
Ja, ich hab auch eine meiner schwarzen Mavics (28'' genaue Bezeichnung??)
so gehen sehn.
(Man kann noch relativ lange mit den Dingern rumfahren, es reissen dann
die Eyelets (Punzen?) ein und etwas spaeter dann das Alu richtig, dann hab ich
sie gewechselt. Kann sein, dass die Risse in den Punzen auch schon gleich mit
oder noch vor den Felgen-Rissen da waren)
>
>Tips zu Felgen und Speichen fuer ein "starkes" Hinterrad (Philipp am Kindersitz)
>waeren mir eine grosse Hilfe, die 32-Loch LX-Nabe (FH-M565)
>und den Vredestein 559x50 moechte ich gerne weiterverwenden.
Eine breite, relativ schwere Kasten-Felge, Alu nur poliert.
Das Ganze ist so sehr aus der Mode das du wohl kaum einen Radhaendler
finden wirst, der soetwas auf Lager hat :(
Leute die solche Felgen verlangen, schrecken i.a. vor den 32 Loch
zurück. Klingt dann fast schon nach Sonderanfertigung.
Im Grunde bist du einer verheerenden Mode aufgesessen,
harteloxierte, extra schmale, extra leichte Felgen,
ausserhalb des Strassenrennsports zu benutzen.
Der absolute Gipfel ist: 20mm Aero-V-Felgen am Alltags/City/Trekking-Rad.
Patrick Schelauske
> ist nach meinem Wissensstand ein Problem der Harteloxierung.
> Ob nur Mavic so blöd war die zu verwenden ???
Das ist mit Sicherheit nicht nur ein Problem der harteloxierten Mavic Felgen. Ich
kenne mehrere Mavic 217 ohne Eloxierung, die diese Risse hatten. Ich vermute, daß ist
ein Problem des Strangpressens und der geringen Wandstärken. Wenn alle immer das
leichteste wollen, wird das Gewicht irgendwann an den falschen Stellen eigespart.
Raus kommen Felgen, die für den Rennsport taugen, aber nicht für den Alltagsbetrieb.
Gegen diese Risse hilft:
Erstens getopft statt nur verstärkt und
zweitens ein kleines Fitzelchen mehr Wandstärke und
drittens etwas weniger Speichenspannung.
Das Letzte ist aufgrund der 8-fach Systeme mit entsprechend steilen echten Speichen
jedoch kaum zu realisieren.
> >
> >Tips zu Felgen und Speichen fuer ein "starkes" Hinterrad (Philipp am Kindersitz)
> >waeren mir eine grosse Hilfe, die 32-Loch LX-Nabe (FH-M565)
> >und den Vredestein 559x50 moechte ich gerne weiterverwenden.
>
> Eine breite, relativ schwere Kasten-Felge, Alu nur poliert.
Oder lackiert, wie bei der Alesa 9021 (559x21). Die hat auch getopfte Nippellöcher.
Alesa baut auch eine nicht Hohlkammerfelge in 559x25. Außerdem gibt es eine Felge von
FIR in 559x22. Die ist Harteloxiert und getopft. Sie sieht sehr tauglich aus.
Ob vorrätig oder nicht, noch werden die Dinger gebaut und sind in relativ kurzer Zeit
lieferbar, wenn sie bestellt werden. Ansonsten wende Dich einfach direkt an
Rigida/Alesa (http://www.rigida.com/).
>
> Das Ganze ist so sehr aus der Mode, daß du wohl kaum einen Radhaendler
> finden wirst, der soetwas auf Lager hat :(
Falsch, ich weiß einen:) Aber es ist auch der einzige : (
> Leute die solche Felgen verlangen, schrecken i.a. vor den 32 Loch
> zurück. Klingt dann fast schon nach Sonderanfertigung.
> Im Grunde bist du einer verheerenden Mode aufgesessen,
> harteloxierte, extra schmale, extra leichte Felgen,
> ausserhalb des Strassenrennsports zu benutzen.
Wer ist das nicht? Doch noch gibt es die richtigen Felgen serienmäßig, aber, wie
sagte ein Reifenhersteller so schön:
"...
Das Problem Reifen- und Felgenbreite wurde auch bei unserer letzten ADM-Tagung zum
Thema gemacht. In unserer neuen Händlerinformationsmappe, welche Ende Oktober
erscheinen wird, haben wir aus diesem Grund zu jedem Reifen eine Empfehlung für die
passende Felgenbreite angegeben.
Das Problem liegt jedoch bei den Fahrradherstellern, welche die Räder teilweise ab
Werk mit falsch abgestimmter Reifen- /Felgenbreite liefern... Hier ist es auch für
uns sehr schwierig Überzeugungsarbeit zu leisten!
..."
Und wenn die Kunden nicht vernünftig werden, gibt es sie bald gar nicht mehr.
Bis denn, Georg.
Fröhlichen Tag, Achim!
Wir fahren Marathon XR 559x50 auf Alesa 9021 mit 5-6 bar auf dem Tandem.
Unsere Bremsen sind Maguras mit schwarzen Gummis. Bis jetzt haben wir
keinerlei Probleme mit Rissen in der Felge.
Vorher hatten wir eine nicht eloxierte Mavic 217. Die hat nach etwa 3000
km Risse gehabt. Ich hab's bemerkt, als ich sie sowieso runterschmeißen
wollte, da die schmalen 217 dauernd die Reifen kaputt gemacht haben.
Noch eine Frage:
Wo sind Deine Risse?
Reißt das Felgenbett unter dem Felgenschutzband auf? Dann liegt es
tatsächlich am Luftdruck. Das ist mit der Mavic 217 einigen Tandemfahrern
passiert.
Reißt die Felge zwischen den Nippellöchern ein? Dann liegt es am
Speichenzug. Die heutigen Naben haben oft einen sehr weit innen liegenden
rechten Flansch - Dank 8-fach. Damit die linken Speichen überhaupt noch
angezogen werden können, müssen die rechten extrem vorgespannt werden.
Das Problem haben wir beim Tandem durch 160 mm statt 135 mm Achsbreite
nicht. Die Speichen sind rechts und links gleich vorgespannt, die Felge
sitzt genau zwischen den Flanschen. Das Laufrad ist dadurch auch auf dem
Tandem stabil genug für's Gelände.
Trotzdem ist es sicher, daß Alesa 9021 besser sind als Mavic 217. Wie
gesagt, unsere Mavic 217 hatte nach 3000 km Risse von Nippelloch zu
Nippelloch und war außerdem deutlich nach außen aufgebogen. Sie war von
einer 559x17 zu einer 559x17,6 geworden.
Die Alesa 9021 fahren wir jetzt 5500 km. Sie hat kaum Spuren vom Bremsen,
keine Risse, die Reifen halten länger... die Felge taugt.
Übrigens, nichteloxierte Felgen bremsen besser. In der Maguraanleitung
findest Du eine Tabelle, welche Verzögerung sich mit welcher Felge
erreichen läßt. Danach schlägt nichteloxiert alles, auch
Keramikbeschichtung*.
Bis denn, Georg.
*mir scheint, Keramikbeschichtung ist die Lösung zu einem Problem, daß
wir ohne Harteloxierung gar nicht hätten...
> *mir scheint, Keramikbeschichtung ist die Lösung zu einem Problem, daß
> wir ohne Harteloxierung gar nicht hätten...
Schmelzende und verglasende Sinterbeläge, sind ein Problem zu dessen
Lösung man nur Keramikfelgenn meiden muß.
Andreas
> *mir scheint, Keramikbeschichtung ist die Lösung zu einem Problem, daß
> wir ohne Harteloxierung gar nicht hätten...
Nein, Keramikbeschichtung löst auch Haltbarkeitsprobleme von Leuten, die
>10000 pro JAhr unter Allwetterbedingungen fahren, und ihre Felgen heil
lassen.
hajo
Fröhlichen Abend, Andreas!
Ja, ja ich hätte mich fragen sollen, welche neuen "Probleme" die "Lösung"
zu einem "Problem" aufwirft, das eigentlich nur die Nebenwirkung einer
überflüssigen Mode ist.
Das erinnert mich an Lenor! Die haben mindestens 20 Jahre die Kunden
veräppelt, bis sie mit einem neuen Lenor geworben haben, das die Wäsche
weichspült und trotzdem saugfähig läßt. Mir fiel die mangelde Eignung
weichgespülter Handtücher damals gleich auf, aber ich konnte meine Mutter
nicht vom Weichspülen abbringen - "das bildest Du Dir ein".
Ich bin gespannt, wann die Lösung gegen Flankenbruch präsentiert wird,
den es nicht gäbe, wenn die Reifen auf die passenden Felgen montiert
würden und frage mich, was die Nebenwirkungen der Lösung sein werden.
Bis denn, Georg.
Bist Du sicher?
Meine 10 Jahre alte Mavic MA2 ist unter allen Witterungsbedingungen durch
sämtlichen Dreck und über Schotterpisten mit und ohne Gepäck treu und
brav gefahren. Üble Achter durch übersehene Schlaglöcher etc. konnte ich
immer einfach zurückbiegen. Macht das die Keramikbeschichtung mit?
Einen Tacho habe ich leider nicht, aber ich bin sicher, da kommt einiges
zusammen. Ich schätze mal vorsichtig 50000 km.
Wie lange hält Deine Keramikbeschichtete Felge schon?
Frohen Abend, Georg.
> Bist Du sicher?
>
> Meine 10 Jahre alte Mavic MA2 ist unter allen Witterungsbedingungen durch
> sämtlichen Dreck und über Schotterpisten mit und ohne Gepäck treu und
> brav gefahren.
Okay, dann fährst Du wahrscheinlich ähnlich wie ich: Kaum Bremsvorgänge.
Geht aber eigentlich nur, wenn man Radwege strikt meidet.
> Wie lange hält Deine Keramikbeschichtete Felge schon?
Sehr lange und auch viele tausend Kilometer, aber das eine Rad mit
Keramikfelgen wird kaum noch gefahren, das andere hat einen Rahmenbruch.
Also möchte ich zur Lebensdauer im fünfstelligen Bereich nichts sagen.
Am wichtigsten wäre Keramik ja bei 406-Felgen, aber genau da gibt es das
nicht.
hajo
> Ich bin gespannt, wann die Lösung gegen Flankenbruch präsentiert wird,
> den es nicht gäbe, wenn die Reifen auf die passenden Felgen montiert
> würden und frage mich, was die Nebenwirkungen der Lösung sein werden.
Keine Chance für eine derartig sinnvolle Lösung, es sei denn, die Optik
wäre cool, das Design geil, und soetwas zu haben wäre kultig.
Einfach nur passende Teile zu kombinieren reicht längst nicht mehr.
Andreas
>> Wie lange hält Deine Keramikbeschichtete Felge schon?
>
>Sehr lange und auch viele tausend Kilometer, aber das eine Rad mit
>Keramikfelgen wird kaum noch gefahren, das andere hat einen Rahmenbruch.
>Also möchte ich zur Lebensdauer im fünfstelligen Bereich nichts sagen.
>
>Am wichtigsten wäre Keramik ja bei 406-Felgen, aber genau da gibt es das
>nicht.
>
Ich hoffe ja, daß meine 451er noch recht lange hält. Die Dinger werden
selten...
Andreas
> In article <slrn6u3j3...@quijote.Huellhorst.Zierke.com>,
> ha...@Quijote.Huellhorst.Zierke.com says...
> >
> >
> >Georg Böger schrieb:
> >
> >> Meine 10 Jahre alte Mavic MA2 ist unter allen Witterungsbedingungen durch
> >> sämtlichen Dreck und über Schotterpisten mit und ohne Gepäck treu und
> >> brav gefahren.
Wahrscheinlich deswegen-weil es eine aeltere ist und
wahrscheinlich anders gefertigt.
M.E., um das zu wiederholen, sind Mavic-Felgen
sehr stark gehaertet. Zu stark. Das optimiert zwar die
Haltbarkeit bzgl. aggressiver Bremsbelaege,
die Jungs von Mavic haben aber noch nicht mitbekommen,
dass Felgen einer Dauerwechselbelastung ausgesetzt sind,
die schlichtweg zu Ermuedungsbruechen fuehrt.
Mir persoenlich ist eine weichere Felge lieber,
die vielleicht mal irgendwo eine Delle oder auch
einen Hoehenschlag abbekommt,
aber auf der anderen Seite bricht sie mir nicht weg.
Ich kann mich noch an die MTB-Zeiten
der Araya (RM 20, RM 18) erinnern. Diese relativ weichen Felgen
wurden so lange benutzt, bis die Felge durch war
und es gab vorher keine Bruchprobleme.
Mir ist beim Aufpumpen meiner 1.5'' City-Slicker auf knapp 10 bar
die gesamte Felgenflanke auf 50cm Laenge einfach
weggesprengt worden. (Das war meine letzte Mavic.
Die ganzen Radgeschaefte wollten mir dann wieder
eine "aufchwetzen", ich konnte aber widerstehen.)
Die Analyse der Bruchflaeche zeigte einen ueber eine
grosse Laenge gehenden Dauerbruch, d.h. ein grosser Teil
der Felgenflanke war schon vorher ab.
Die Felge war uebrigens hinten drauf, wo ich kaum bremse.
Wie alt sie war, weiss ich nicht mehr, nur dass sie keine 2 Jahre
alt geworden ist.
Fuer die Ermuedungstheorie spricht auch,
dass eine im Stadtverkehr eingesetzte Felge, die mit einem stark
aufgepumpten Reifen gefahren wird, einer hohen dynamischen,
lokalen Belastung ausgesetzt ist.
Im Offroadbetrib faehrt man einen geringeren Druck
und die Belastung verteilt sich gleichmaessiger ueber
die Felge.
Hermann
> Ich kann mich noch an die MTB-Zeiten
> der Araya (RM 20, RM 18) erinnern. Diese relativ weichen Felgen
> wurden so lange benutzt, bis die Felge durch war
> und es gab vorher keine Bruchprobleme.
Araya RM17
Nach 5500 war die Harteloxierung ab. Keine Eloxierung hatte jemals so
lange gehalten. Nach 6000km Risse in den Bremsflanken. Materialproblem
entweder beim Strangpressen oder durch die Kornveränderungen durch das
Eloxal. Die RM17 habe ich in kleine Stücke zerbrochen, fast keine
Materialdehnung feststellbar, knack und weg. Scheint ultrahart gehärtet
gewesen zu sein.
Andreas
Richtig. Sie ist anders gefertigt. Ich habe mal die
übriggebliebene Wandstärke der Felge gemessen. Es sind noch 1,1 mm. Ich
habe letztens ein Laufrad auf dem Sperrmüll gefunden, das die gleiche
Felge drin hat und kaum Laufspuren. Die neuwertige Felge ist über einen
mm breiter! Als minimale Wandstärke zum Auswechseln gelten 0,9 mm. Die
Mavic 217 hat neu nicht viel mehr als 1,1 mm Wandstärke. Das ist der
entscheidende Unterschied. Sie versuchen das mit eventuell mit festerem
und spröderem Material wettzumachen, doch mir scheint, die neuen Felgen
sind optimiert für Rennen. Leicht und dafür oft wechseln.
> Fuer die Ermuedungstheorie spricht auch,
> dass eine im Stadtverkehr eingesetzte Felge, die mit einem stark
> aufgepumpten Reifen gefahren wird, einer hohen dynamischen,
> lokalen Belastung ausgesetzt ist.
Die Belastung ist nicht lokal, das gilt nur für die Lauffläche. Im ganzen
Reifen herrscht der gleiche Druck. Ich denke nicht, daß die Seitenwand
des Reifens die Belastung von der Aufstandsfläche lokal auf die Felge
übertragen kann. Die Belastung der Felge ist also abhängig von dem Winkel
in dem der Reifen auf die Felge trifft. Doch diese Winkeländerung durch
Abrollen ist bei "hart aufgepumpt" eher klein.
Bis denn, Georg.
> entscheidende Unterschied. Sie versuchen das mit eventuell mit festerem
> und spröderem Material wettzumachen, doch mir scheint, die neuen Felgen
> sind optimiert für Rennen. Leicht und dafür oft wechseln.
Kaputtoptimiert.
> > Fuer die Ermuedungstheorie spricht auch,
> > dass eine im Stadtverkehr eingesetzte Felge, die mit einem stark
> > aufgepumpten Reifen gefahren wird, einer hohen dynamischen,
> > lokalen Belastung ausgesetzt ist.
>
> Die Belastung ist nicht lokal, das gilt nur für die Lauffläche. Im ganzen
> Reifen herrscht der gleiche Druck.
Ja, aber irgendwo wird die Aufstandskraft ueber Mantel, Felge und Speichen indie
Naben geleitet. Und die Aufstandsflaeche ist bei hochbedrueckten
Maenteln viel kuerzer. Da wird dann die Felge auf Biegung in vertikaler Richtung
belastet.
Da liegt eine Diplom- oder Facharbeit ueber Laufraeder auf dem Internet im
PS-Format herum.
Da sollte man noch einmal diesbezueglich schauen.
> Ich denke nicht, daß die Seitenwand
> des Reifens die Belastung von der Aufstandsfläche lokal auf die Felge
> übertragen kann. Die Belastung der Felge ist also abhängig von dem Winkel
> in dem der Reifen auf die Felge trifft. Doch diese Winkeländerung durch
> Abrollen ist bei "hart aufgepumpt" eher klein.
gruesse
Hermann
> Da liegt eine Diplom- oder Facharbeit ueber Laufraeder auf dem Internet im
> PS-Format herum.
> Da sollte man noch einmal diesbezueglich schauen.
Moin moin,
bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage. Ist allerdings nur eine
kleine Studienarbeit. Zum reinschnuppern reicht das html-file, zum Lesen
unbedingt das ps-file nehmen, da latex2html mit den verwendeten Styles
(dcolumn, multicolumn) Probleme hat und die Tabellen da leere Eintr"age
haben. http://experte.kt2.tu-harburg.de:8015/fahrrad.html#kippen
Als weitere Randbemerkungen: Wenn ich da"s mit den 1,1~mm von der 217 im
Neuzustand h"ohre: FINGER WEG, FINGER WEG.....
Die Felgenhorndicke geht in die Spannungen mit der dritten Potenz ein,
soviel kann man nicht durch H"arten bzw. Werkstoff (innerhalb
Al-Legierungen) wettmachen!
F"ur Alltagsr"ader mit Felgenbremsen w"urde ich Alesa eXplorer bzw.
Sputnik empfehlen. Es kommt aber immer auf die aktuellen Felgenprofile
an. Im Zweifel: Me"sschieber zurechtschleifen und im Laden die Felgen
vermessen. Alesa stellt die oben genannten Felgen mit fast 2 (innen) bis
1,5~mm (au"sen) her und richtet sich damit an konstante Spannung und
nicht konstanten Querschnitt.
Die Biegespannung im Felgenprofil durch das Aufstandsaufweiten der Decke
ist gegen"uber den restlichen Spannungen im Felgenhorn
vernachl"assigbar.
--
Olaf Schultz TU Hamburg Harburg, AB 5-03
Denickestraße 15 21073 Hamburg-Harburg
Tel.: 040/7718 2516 email: O.Sc...@tu-harburg.de
http://experte.kt2.tu-harburg.de:8015 http://www.tu-harburg.de/~kt2os
Hermann Rochholz schrieb: Da liegt eine Diplom- oder Facharbeit ueber Laufraeder auf
dem Internet im
> PS-Format herum.
> Da sollte man noch einmal diesbezueglich schauen.
Wo liegt sie denn?
Gruß Georg.
> Wo liegt sie denn?
http://experte.kt2.tu-harburg.de:8015/fahrrad.html#kippen
Bitte Link dahin auf den Tandem@lusd
Andreas
>Wo sind Deine Risse?
>
>Reißt das Felgenbett unter dem Felgenschutzband auf? Dann liegt es
>tatsächlich am Luftdruck. Das ist mit der Mavic 217 einigen Tandemfahrern
>passiert.
Dafür braucht man kein Tandem. Das passiert auch beim normalen Rad.
Guido
Olaf Schultz schrieb:
> Als weitere Randbemerkungen: Wenn ich da"s mit den 1,1~mm von der 217 im
> Neuzustand h"ohre: FINGER WEG, FINGER WEG.....
> Die Felgenhorndicke geht in die Spannungen mit der dritten Potenz ein,
> soviel kann man nicht durch H"arten bzw. Werkstoff (innerhalb
> Al-Legierungen) wettmachen!
Ich habe nochmal nachgemessen. Die 217 hat etwa 1,5 mm Wandstärke. Doch damit
ist sie immer noch wesentlich schlechter als die von Dir beschriebene Alesa
Sputnik, die am Felgenbett mit 2 mm anfängt und sich bis zum Felgenhorn auf 1,5
mm verjüngt. Die Erfahrung zeigt auch deutlich, die Mavic 217 taugt nicht. An
allen Ecken zu schwach. Die Felgenhörner biegen auf, die Nippellöcher reißen
aus, das Felgenbett reißt auf, - was kann man eigentlich noch falsch machen? Das
Nachfolgemodell wiegt auch nicht mehr. Wer mutig ist, mag testen.
> F"ur Alltagsr"ader mit Felgenbremsen w"urde ich Alesa eXplorer bzw.
> Sputnik empfehlen. Es kommt aber immer auf die aktuellen Felgenprofile
> an. Im Zweifel: Me"sschieber zurechtschleifen und im Laden die Felgen
> vermessen. Alesa stellt die oben genannten Felgen mit fast 2 (innen) bis
> 1,5~mm (au"sen) her und richtet sich damit an konstante Spannung und
> nicht konstanten Querschnitt.
Da stimme ich zu. Und bitteschön die ETRTO, welche Felge für welche Reifen,
nicht vergessen. Das verlängert die Freude an den Reifen ungemein.
Bis denn, Georg.
> Okay, dann fährst Du wahrscheinlich ähnlich wie ich: Kaum Bremsvorgänge.
> Geht aber eigentlich nur, wenn man Radwege strikt meidet.
Interessehalber: Kann es sein, dass die Leute, die schon viel fuhren, als
gute Bremsen am Alttagsrad den Status eines Weltwunders hatten, auch
jetzt, mit guten Bremsen, nicht viel bremsen?
> Am wichtigsten wäre Keramik ja bei 406-Felgen,
Warum?
Rainer "dass ich bei 559 und 622 keine Keramik brauche, weiss ich -- bei
406 fehlt mir die Erfahrung" Rauschenberg
> On Mon, 24 Aug 1998, Hans-Joachim Zierke wrote:
>
> > Am wichtigsten wäre Keramik ja bei 406-Felgen,
>
> Warum?
Ich mutmasse, sie werden schlichweg heisser
und werden durch ihren kleineren Umfang staerker
heruntergebremst, sofern das Felgenprofil gleich ist.Nur mal so nachgedacht..
hermannn
> Hallo Georg,
>
> > Ich bin gespannt, wann die Lösung gegen Flankenbruch präsentiert wird,
> > den es nicht gäbe, wenn die Reifen auf die passenden Felgen montiert
> > würden und frage mich, was die Nebenwirkungen der Lösung sein werden.
>
> Keine Chance für eine derartig sinnvolle Lösung, es sei denn, die Optik
> wäre cool, das Design geil, und soetwas zu haben wäre kultig.
Kein Problem. BreiiiiiiiiideFelge[tm] (Binnenkapitalisierung _muss_ sein)
vermeidet nicht nur dieses Problem, sondern gibt auch mehr grip, denn die
Reifenaufstandsflaeche erhoeht sich trotz hohen
Reifendrucks. Leider braucht man neue Bremsen, weil die Felgen so breit
sind, dass sie nicht mehr zwischen die Bremsschuhe passen.
Rainer "kommt spaetestens, wenn $himano alle namhaften Felgenhersteller
aufgekauft hat" Rauschenberg
Rainer H. Rauschenberg schrieb:
> Kein Problem. BreiiiiiiiiideFelge[tm] (Binnenkapitalisierung _muss_ sein)
> vermeidet nicht nur dieses Problem, sondern gibt auch mehr grip, denn die
> Reifenaufstandsflaeche erhoeht sich trotz hohen
> Reifendrucks. Leider braucht man neue Bremsen, weil die Felgen so breit
> sind, dass sie nicht mehr zwischen die Bremsschuhe passen.
Eine 559x25 paßt hervorragend zwischen die Maguras. Und die Sachs Cantis haben
damit auch keine Probleme. Bei CLB Rennbremsen sieht das allerdings anders
aus. Doch da passen auch nur 32'er Reifen dazwischen.
Bis denn, Georg.