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Nabendynamo für Steckachse??

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Florian E. Teply

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Dec 7, 2018, 10:13:04 AM12/7/18
to
Tach zusammen!

Ich überlege gerade, ob ein Nabendynamo für Steckachsen für mich eine
Alternative sein könnte. Zum Hintergrund: Es steht unfallbedingt
sowieso die Anschaffung einer neuen Gabel an, und das Gefummel mit den
Schnellspannern bis die Scheibenbremse wieder berührungsfrei läuft geht
mir inzwischen etwas auf die Nerven. Auf den NaDy sowie die
Scheibenbremsen möchte ich aber nicht mehr verzichten.
Soweit ich das sehe, ist die Erfordernis einer genauen Justage des Rades
in den Ausfallenden ja darin begründet, daß in den gängigen
Kombinationen die Achslage in den Ausfallenden nicht präzise festgelegt
ist, während bei Steckachsen (gleich ob 12, 15 oder 20mm) durch das
einseitige Gewinde in der Gabel und das gegenüberliegende Loch die Lage
der Achse ja wohldefiniert ist. Erschwerend kommt noch hinzu, daß ich
bei den derzeit bei mir verbauten Shutter Precision PV-8 die
Schnellspanner derart anknallen muß, daß ich sie selber nur mit Mühe
und/oder Hebel wieder aufbekomme, wenn ich nicht möchte daß sich die
Achse bei Erschütterungen (Kopfsteinpflaster oder ähnliches) doch wieder
im Ausfallende dreht und dabei das Kabel aufwickelt und letztendlich
final aus dem IQ-X reißt.

Nun ist die Auswahl an steckachsenkompatiblen NaDys ja doch eher
begrenzt: Bisher gefunden hab' ich den SON und 'ne Variante des Shutter
Precision, auf die ich aufgrund der beschriebenen Problematik und eines
Totalausfalles nach nichteinmal einem Jahr Betrieb noch gar soooo scharf
bin.

Bevor ich nun das Geld in nen SON investiere oder mich mit dem nächsten
SP ärgere frage ich lieber erstmal hier nach potentiellen Erfahrungen.

Was meint Ihr dazu?

Gruß,
Florian

Anton Ertl

unread,
Dec 7, 2018, 10:47:45 AM12/7/18
to
use...@teply.info (Florian E. Teply) writes:
>Tach zusammen!
>
>Ich überlege gerade, ob ein Nabendynamo für Steckachsen für mich eine
>Alternative sein könnte. Zum Hintergrund: Es steht unfallbedingt
>sowieso die Anschaffung einer neuen Gabel an, und das Gefummel mit den
>Schnellspannern bis die Scheibenbremse wieder berührungsfrei läuft geht
>mir inzwischen etwas auf die Nerven. Auf den NaDy sowie die
>Scheibenbremsen möchte ich aber nicht mehr verzichten.
>Soweit ich das sehe, ist die Erfordernis einer genauen Justage des Rades
>in den Ausfallenden ja darin begründet, daß in den gängigen
>Kombinationen die Achslage in den Ausfallenden nicht präzise festgelegt
>ist

Kann ich nicht nachvollziehen, und meine Erfahrungen an zwei Raedern
mit SON, Schnellspannern und Scheibenbremse (einmal Avid BB7R, und
einmal zuerst Magura Louise bzw. jetzt Shimano BR-M315) sind, dass es
normalerweise kein Gefummel gibt; und wenn die Bremse doch schleift,
dann habe ich das Rad einfach nicht bis zum Anschlag in die
Ausfallenden geschoben.

Ich frage mich gerade, wie man das oefters falsch machen kann. Machst
Du den Schnellspanner nicht weit genug auf? Bei mir sorgen schon die
Lawyer Lips dafuer, dass ich den meistens ganz runter nehme, und erst
dann wieder reinstecke, wenn das Rad wieder in den Ausfallenden ist.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben.
Ist der Radverkehr erst separiert, diskriminiert man ihn voellig ungeniert.

Joerg

unread,
Dec 7, 2018, 1:13:00 PM12/7/18
to
Ich werde irgendwann am MTB den umgekehrten Weg gehen, weg von
Steckachse und zu normaler klassischer Achse mit grossen Muttern, die
man ordentlich anknallen kann. Dank fetter Schlaeuche plus in alte
Schlaeuche eingezogenen Pannenbaendern gibt es nie einen Platten. Auch
normale Achsen zentrieren sich in nicht ausgegallerten Ausfallenden sauber.

Die Kombination Steckachse plus Scheibenbremse ist Mist, weil die
Fahrradhersteller das Design verkorkst haben. Der Bremssattel sitzt
hinter der Gabel anstatt vorn wo er hin sollte. Das verursacht ein
"Herausdrehmoment" an der linken Seite, nach unten, besonders wenn man
mit viel Ladung unterwegs ist und mal voll reinlangen muss. Hinten
konnten sie es bauartbedingt nicht vergeigen, sonst haetten sie sicher
auch das geschafft.

Long story short, ich rate davon ab.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Frank Möller

unread,
Dec 8, 2018, 6:36:06 AM12/8/18
to
Joerg schrieb:

> Die Kombination Steckachse plus Scheibenbremse ist Mist, weil die
> Fahrradhersteller das Design verkorkst haben. Der Bremssattel sitzt
> hinter der Gabel anstatt vorn wo er hin sollte.

Blödsinn. Dadurch wird die Scheibenbremsaufnahme an der Gabel auf Druck
belastet statt auf Zug. Wäre der Bremssattel vorne vor dem Gabelholm
montiert, hätte man ständige Zugkräfte auf die Schrauben und Gewinde, mit
denen der Bremssattel montiert ist. Das wäre völlig gaga.

--

Olaf Schultz

unread,
Dec 8, 2018, 7:34:07 AM12/8/18
to
Kommt auf die Montage an, Postmount, "inverser Postmount" (Sachs
PowerDISC) oder IS2000... Klar kann man Scheibenbremssockel auch vor der
Gabelscheide anordnen... sollte nur den Schlitz im Ausfallende
entsprechend anordnen.

BTW: Wenn Schrauben nicht auf zu beansprucht sind, dann sind das keine
vorgespannten Schraubverbindungen sondern Scherbolzen.

Olaf

Joerg

unread,
Dec 8, 2018, 10:10:12 AM12/8/18
to
On 2018-12-08 03:20, Andreas Oehler wrote:
> Fri, 07 Dec 2018 10:13:10 -0800, Joerg:
>
>> Die Kombination Steckachse plus Scheibenbremse ist Mist, weil die
>> Fahrradhersteller das Design verkorkst haben. Der Bremssattel sitzt
>> hinter der Gabel anstatt vorn wo er hin sollte. Das verursacht ein
>> "Herausdrehmoment" an der linken Seite, nach unten, besonders wenn man
>> mit viel Ladung unterwegs ist und mal voll reinlangen muss.
>
> Kann es sein, dass Du den Begriff "Steckachse" (englisches Buzzword: "thru
> axle") nicht verstanden hast? Eine Gabel mit Steckachse hat keine offenen
> Ausfallenden - von daher kann die Achse selbst bei zu lose montierter
> Steckachse nicht "herausgedreht" werden. Das war ja gerade die Idee des
> OP, weshalb er von klassischem "quick release" Schnellspanner zur
> Steckachse wechseln will.
>

Oh ... <schaem>

Ich dachte, das waere, was wir als Quick Release bezeichnen. Dann nehme
ich alles zurueck und halte das Vorhaben fuer sehr sinnvoll.

Joerg

unread,
Dec 8, 2018, 10:15:45 AM12/8/18
to
On 2018-12-08 04:34, Olaf Schultz wrote:
> On 12/08/2018 12:34 PM, Frank Möller wrote:
>> Joerg schrieb:
>>
>>> Die Kombination Steckachse plus Scheibenbremse ist Mist, weil die
>>> Fahrradhersteller das Design verkorkst haben. Der Bremssattel sitzt
>>> hinter der Gabel anstatt vorn wo er hin sollte.
>>
>> Blödsinn. Dadurch wird die Scheibenbremsaufnahme an der Gabel auf Druck
>> belastet statt auf Zug. Wäre der Bremssattel vorne vor dem Gabelholm
>> montiert, hätte man ständige Zugkräfte auf die Schrauben und Gewinde, mit
>> denen der Bremssattel montiert ist. Das wäre völlig gaga.
>>


Die kann man kernig genug auslegen, den Schnellspanner hingegen nicht.

Das ganze ist jedoch eh wurscht, weil ich das Wort Steckachse intern
falsch uebersetzt hatte.

>
> Kommt auf die Montage an, Postmount, "inverser Postmount" (Sachs
> PowerDISC) oder IS2000... Klar kann man Scheibenbremssockel auch vor der
> Gabelscheide anordnen... sollte nur den Schlitz im Ausfallende
> entsprechend anordnen.
>
> BTW: Wenn Schrauben nicht auf zu beansprucht sind, dann sind das keine
> vorgespannten Schraubverbindungen sondern Scherbolzen.
>

Bei geschickter Anordnung vor der Gabel waeren sie das weitgehend und
die Schrauben duerfte selbst ein Fahrer der Gewichtsklasse Gunter Strack
nicht abgeschert bekommen. Sinvoll ist dann, eine Lippe vorzusehen,
gegen die der Bremssattel drueckt, dann ist die Scherbelastung weitgehen
weg.

Frank Möller

unread,
Dec 8, 2018, 12:12:54 PM12/8/18
to
Olaf Schultz schrieb:
> On 12/08/2018 12:34 PM, Frank Möller wrote:
>> Joerg schrieb:

>>> Die Kombination Steckachse plus Scheibenbremse ist Mist, weil die
>>> Fahrradhersteller das Design verkorkst haben. Der Bremssattel sitzt
>>> hinter der Gabel anstatt vorn wo er hin sollte.

>> Blödsinn. Dadurch wird die Scheibenbremsaufnahme an der Gabel auf Druck
>> belastet statt auf Zug. Wäre der Bremssattel vorne vor dem Gabelholm
>> montiert, hätte man ständige Zugkräfte auf die Schrauben und Gewinde, mit
>> denen der Bremssattel montiert ist. Das wäre völlig gaga.

> Kommt auf die Montage an, Postmount, "inverser Postmount" (Sachs
> PowerDISC) oder IS2000... Klar kann man Scheibenbremssockel auch vor der
> Gabelscheide anordnen...

Kann man, aber außer bei reiner IS2000-Montage fände ich das wie gesagt
gaga. Und das gibt es halt reichlich, daß Bremsaufnahme und oder Adapter
und oder der Bremssattel als Postmount ausgeführt sind, wo man dann immer
Zugkräfte auf die Gewinde hätte.

Bei einer so montierten Bremse kommt auch noch dazu, daß sie an solch
exponierter Position ungeschützt mit irgendwelchem Zeux von vorne in
Kontakt kommen kann, und sei es nur Gestrüpp. Ich würde das nicht wollen.

Aber es ist ja ohnehin eine akademische Diskussion, da Bremsen ja nicht so
montiert werden.

--

Frank Möller

unread,
Dec 8, 2018, 12:12:54 PM12/8/18
to
Joerg schrieb:
>> On 12/08/2018 12:34 PM, Frank Möller wrote:
>>> Joerg schrieb:

>>>> Die Kombination Steckachse plus Scheibenbremse ist Mist, weil die
>>>> Fahrradhersteller das Design verkorkst haben. Der Bremssattel sitzt
>>>> hinter der Gabel anstatt vorn wo er hin sollte.

>>> Blödsinn. Dadurch wird die Scheibenbremsaufnahme an der Gabel auf Druck
>>> belastet statt auf Zug. Wäre der Bremssattel vorne vor dem Gabelholm
>>> montiert, hätte man ständige Zugkräfte auf die Schrauben und Gewinde, mit
>>> denen der Bremssattel montiert ist. Das wäre völlig gaga.

> Die kann man kernig genug auslegen, den Schnellspanner hingegen nicht.

Blödsinn, siehe meine Antwort an den OP.

--

Frank Möller

unread,
Dec 8, 2018, 12:12:54 PM12/8/18
to
Florian E. Teply schrieb:

> Ich überlege gerade, ob ein Nabendynamo für Steckachsen für mich eine
> Alternative sein könnte. Zum Hintergrund: Es steht unfallbedingt
> sowieso die Anschaffung einer neuen Gabel an, und das Gefummel mit den
> Schnellspannern bis die Scheibenbremse wieder berührungsfrei läuft geht
> mir inzwischen etwas auf die Nerven.

Dann ist da irgendwo der Wurm drin. Aber fangen wir mal ganz langsam an: Es
gibt Naben für 9 mm Schnellspanner, die aber zusätzlich über ein M6-Gewinde
verfügen, z. B.: <https://www.bike24.de/p134588.html>

Solche Teile können mittels Schnellspanner oder wahlweise eben mittels
M6-Schrauben befestigt werden.

Der eigentliche Knüller sind dabei die äußeren Abdeckkappen. Die sind so
dimensioniert, daß sie besser als jeder Schnellspanner so fest und präzise
im Ausfallende der Gabel drin sitzen, daß da kein hunderstel mm Spiel mehr
ist.

Und jetzt kommt's: Man kann diese Kappen auch ohne die M6-Schruaben
verwenden. Man kann sie sich auch besorgen, wenn man selber gar keine
solchen Naben hat.

Ein Standard-Schnellspanner paßt dann zwar nicht mehr, weil die Kappen zu
sehr auftragen, aber das macht auch nix. Man nimmt dann einfach eine
M5-Gewindestange, schneidet sie auf passende Länge zu und tut links und
rechts halt U-Scheiben und Muttern drauf. Das geht übrigens auch mit
Pitlock.

Und weil diese Kappen eigentlich für M6-Schrauben gemacht sind, wir aber
bei M5-Gewindestange gelandet sind, schiebt man noch eine kleine nette
Hülse in das Loch der Abdeckkappe, die den Raum zwischen Gewindestange und
M6-Loch paßgenau ausfüllt.

Mach das so und und es gibt nicht das geringste Spiel. Du wirst denken, Du
fährst mit Steckachse.

--

Florian E. Teply

unread,
Dec 8, 2018, 1:13:10 PM12/8/18
to
Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
> use...@teply.info (Florian E. Teply) writes:
>>Tach zusammen!
>>
>>Ich überlege gerade, ob ein Nabendynamo für Steckachsen für mich eine
>>Alternative sein könnte. Zum Hintergrund: Es steht unfallbedingt
>>sowieso die Anschaffung einer neuen Gabel an, und das Gefummel mit den
>>Schnellspannern bis die Scheibenbremse wieder berührungsfrei läuft geht
>>mir inzwischen etwas auf die Nerven. Auf den NaDy sowie die
>>Scheibenbremsen möchte ich aber nicht mehr verzichten.
>>Soweit ich das sehe, ist die Erfordernis einer genauen Justage des Rades
>>in den Ausfallenden ja darin begründet, daß in den gängigen
>>Kombinationen die Achslage in den Ausfallenden nicht präzise festgelegt
>>ist
>
> Kann ich nicht nachvollziehen, und meine Erfahrungen an zwei Raedern
> mit SON, Schnellspannern und Scheibenbremse (einmal Avid BB7R, und
> einmal zuerst Magura Louise bzw. jetzt Shimano BR-M315) sind, dass es
> normalerweise kein Gefummel gibt; und wenn die Bremse doch schleift,
> dann habe ich das Rad einfach nicht bis zum Anschlag in die
> Ausfallenden geschoben.
>
> Ich frage mich gerade, wie man das oefters falsch machen kann. Machst
> Du den Schnellspanner nicht weit genug auf? Bei mir sorgen schon die
> Lawyer Lips dafuer, dass ich den meistens ganz runter nehme, und erst
> dann wieder reinstecke, wenn das Rad wieder in den Ausfallenden ist.
>
Meine Theorie dazu ist folgende: Zum einen haben die Ausfallenden genug
Luft in der Horizontalen daß man da noch munter hin- und herschlackern
kann solange der Schnellspanner offen ist. Zum anderen federn die zwei
Federbeine unabhängig voneinander ein, so daß ein verkanten auch in der
Vertikalen nicht so schwer ist. Die andere Deutungsmöglichkeit wäre
verbesserungswürdige Fertigungsqualität bei den Nabendynamos und/oder
Gabel, was ich auch nicht ausschließen möchte. In einem Rad mit
Felgenbremsen fällt soetwas ja nicht unbedingt auf, da die Abstände
größer sind. Und wenn ich das Rad so justiere, daß die Scheibe mittig
zwischen den Bremsbelägen sitzt, dann klebt die nach dem Schließen des
Schnellspanners fast immer direkt am Belag. Und zwar am Belag, der auf
der Scheibeninnenseite liegt, sonst wär's ja zu einfach.

Vielleicht muß ich auch einfach nur meine Technik optimieren... ;-)

Gruß,
Florian

Florian E. Teply

unread,
Dec 8, 2018, 1:13:11 PM12/8/18
to
Andreas Oehler <andreas...@gmx.de> wrote:
> Fri, 07 Dec 2018 14:25:23 +0100, Florian E. Teply:
>
>>Ich überlege gerade, ob ein Nabendynamo für Steckachsen für mich eine
>>Alternative sein könnte. Zum Hintergrund: Es steht unfallbedingt
>>sowieso die Anschaffung einer neuen Gabel an, und das Gefummel mit den
>>Schnellspannern bis die Scheibenbremse wieder berührungsfrei läuft geht
>>mir inzwischen etwas auf die Nerven.
>
> Steckachsen haben in erster Linie den Nutzen, die Gabel zu versteifen -
> was insbesondere bei der Einseitigen Belastung durch Scheibenbremsen
> reizvoll ist. Es bietet auch die Möglichkeit die Gabel leichter zu bauen.
> Zudem hat es den Sicherheitsaspekt, dass die Nabe nicht durch gelockerten
> Schnellspanner und/oder aus den offenen Ausfallenden herausgedrückt werden
> kann.
>
>> Auf den NaDy sowie die
>>Scheibenbremsen möchte ich aber nicht mehr verzichten.
>>Soweit ich das sehe, ist die Erfordernis einer genauen Justage des Rades
>>in den Ausfallenden ja darin begründet, daß in den gängigen
>>Kombinationen die Achslage in den Ausfallenden nicht präzise festgelegt
>>ist, während bei Steckachsen (gleich ob 12, 15 oder 20mm) durch das
>>einseitige Gewinde in der Gabel und das gegenüberliegende Loch die Lage
>>der Achse ja wohldefiniert ist.
>
> Da wäre ich mir nun nicht 100% sicher. Wenn Du bisher halbwegs präzise
> gefertigte "klasische" Ausfallenden (Maulweite nicht wesentlich mehr als
> 9mm) hast, sollte es nicht so schwierig sein, die Nabe nach jeder Montage
> wieder in die selber Lage zu bekommen.
>
> Steckachsen haben auch etwas Spiel zur Hohlachse.
>
Ach, gut zu wissen. Ich ging davon aus, daß die eine gute Passung zu den
Lagern haben. So zumindest hätte ich das entworfen.
Aber die Ausfallenden an der bislang verwendeten Gabel (die jetzt
sowieso ausgetauscht werden muß weil krumm) sind nicht so knapp
bemessen. Mit ein wenig Muskelschmalz bekäme man auch ne
Vollachse in 10mm rein...

>>Erschwerend kommt noch hinzu, daß ich
>>bei den derzeit bei mir verbauten Shutter Precision PV-8 die
>>Schnellspanner derart anknallen muß, daß ich sie selber nur mit Mühe
>>und/oder Hebel wieder aufbekomme, wenn ich nicht möchte daß sich die
>>Achse bei Erschütterungen (Kopfsteinpflaster oder ähnliches) doch wieder
>>im Ausfallende dreht und dabei das Kabel aufwickelt und letztendlich
>>final aus dem IQ-X reißt.
>
> Da ist nun aber irgendwas faul? Was hast Du für einen Schnellspanner? Ist
> das evtl. so ein billiges Teil mit externem Exzenter in Kunststoffschale?
> Dann besorg erst mal einen ordentlichen Schnellspanner aus 100% Metall und
> internem Exzenter - da reicht schon die einfachste Ausführung von Shimano.
> Bisweilen bremsen auch (flasch eingesetzte) Federn auf dem Schnellspanner
> - im Zweifel schlicht weglassen.
>
Hmm, das wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit. Schnellspanner sind
von DT Swiss, die hab' ich auf die Schnelle noch im Fahrradladen geholt
weil bei den NaDys keine dabei waren. Irgendwo müsste aber auch noch ein
Shimano rumfliegen... Das werd' ich bei Gelegenheit nochmal ausprobieren,
wäre immerhin die kostengünstigste Lösung.

> Die QR15-Steckachsen mit Schnellspanner sind übrigens auch alles andere
> als unproblematisch. Insbesondere das weitverbreitete Modell "Maxle" von
> SRAM/Rockshox ist irritierend in der Bedienung und sorgt oft dafür, dass
> die Nabe nicht ordentlich axial geklemmt wird. Bei der Maxle muß man
> nämlich zunächst die Achse Einschrauben, dazu den Schnellspannhebel in
> eine Aussparung der Achse positionieren und wie mit einer Flügelmutter
> anziehen. Abschließend wird der Spannhebel umgelegt. Lettzeres sorgt aber
> nur dafür, dass die Spannachse in der Gabelbohrung spielfrei sitzt - nicht
> aber für axiale Klemmung der Nabe. Wichtig ist es, die Achse zunächst
> kräftig einzuschrauben - sonst hat man das Problem der mitdrehenden
> Nabendynamo-Anschlüsse...
>
>>Was meint Ihr dazu?
>
> Der SON28-15 ist schön leichtgängig und stark. Als Mitarbeiter der
> Herstellers bin ich aber nicht ganz unabhängig...
>
Das ist mir bekannt. Ich liebäugel ja schon länger mit nem SON, nur saß
das Geld nie locker genug in der Brieftasche. Wenn ich andererseits
berücksichtige, daß ich inzwischwen zwei Nabendynamos ersetzen musste
(ein Shimano mit Lagerschaden, ein Shutter Precision mit elektrischer
Dysfunktion), hätte es in Summe doch für nen SON gereicht. Aber das
weiß man immer erst hinterher...

Gruß,
Florian

Arno Welzel

unread,
Dec 9, 2018, 5:09:13 AM12/9/18
to
Joerg:

[...]
> Die Kombination Steckachse plus Scheibenbremse ist Mist, weil die
> Fahrradhersteller das Design verkorkst haben. Der Bremssattel sitzt
> hinter der Gabel anstatt vorn wo er hin sollte. Das verursacht ein

Das tut er aber bei allen Arten von Gabeln, auch ohne Steckachse.

Bei Motorrädern sitzt der Bremssattel übrigens ebenfalls hinter der Gabel.


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Joerg

unread,
Dec 9, 2018, 10:13:34 AM12/9/18
to
Sorry, ich hatte den Ausdruck Steckachse falsch verstanden. Dachte,
damit sein der Quick Release Stocher gemeint. In Verbindung mit Quick
Release ist eine Bremssattelmontage hinter der Gabel ein
Konstruktionsfehler, da bei hartem Bremsen hohe Kraefte in
Auswurfrichtung auf den linken Teil der Achse wirken.

Arno Welzel

unread,
Dec 9, 2018, 5:00:54 PM12/9/18
to
Joerg:
Genau dafür wurden die "Lawyer Lips" an den Ausfallenden erfunden, die
verhindern, dass das Laufrad sich aus der Gabel lösen kann:

<https://wikipedalia.com/index.php/Lawyer_Lips>

Joerg

unread,
Dec 10, 2018, 10:55:35 AM12/10/18
to
Die loesen nicht das Problem, dass sich die Ache bei harten
Bremsmanoevern leicht bewegt und das linke Ausfallende haesslich
ausgallert. Dies ist bei meinem MTB passiert. Danach sitzt das Vorderrad
nie mehr 100% gerade drin. Demnaechst fliegt der QR raus und wird durch
eine klassische Achse mit dicken anknallbaren Muttern ersetzt. Dito
hinten rechts, wo aehnliches beim Raufdampfen steiler Haenge unter Last
passiert. Es ist nur nicht mehr so einfach, passende Achsen aus Cro-Mo
Stahl in guter Qualitaet zu finden. An meinem vorigen MTB hat das einige
Sucherei gekostet, bis ein Fahrradhaendler grinsend aus seinem Lager
zurueckkam, "Ich habe tatsaechlich noch eine gefunden!". Leider gibt es
diesen Laden nicht mehr :-(

Arno Welzel

unread,
Dec 10, 2018, 10:26:34 PM12/10/18
to
Joerg:

> On 2018-12-09 14:00, Arno Welzel wrote:
>> Joerg:
[...]
>>> Sorry, ich hatte den Ausdruck Steckachse falsch verstanden. Dachte,
>>> damit sein der Quick Release Stocher gemeint. In Verbindung mit Quick
>>> Release ist eine Bremssattelmontage hinter der Gabel ein
>>> Konstruktionsfehler, da bei hartem Bremsen hohe Kraefte in
>>> Auswurfrichtung auf den linken Teil der Achse wirken.
>>
>> Genau dafür wurden die "Lawyer Lips" an den Ausfallenden erfunden, die
>> verhindern, dass das Laufrad sich aus der Gabel lösen kann:
>>
>> <https://wikipedalia.com/index.php/Lawyer_Lips>
>>
>
> Die loesen nicht das Problem, dass sich die Ache bei harten
> Bremsmanoevern leicht bewegt und das linke Ausfallende haesslich
> ausgallert. Dies ist bei meinem MTB passiert. Danach sitzt das Vorderrad
> nie mehr 100% gerade drin. Demnaechst fliegt der QR raus und wird durch
> eine klassische Achse mit dicken anknallbaren Muttern ersetzt.

Ist der QR so ein Teil mit Plastikeinsatz? Mit den "traditionellen"
Modellen mit geschlossener Metallkonstruktion von Shimano habe ich
solche Probleme noch nie erlebt, wenn man die entsprechend fest
vorspannt, bevor man sie schließt.

Joerg

unread,
Dec 11, 2018, 10:16:59 AM12/11/18
to
Kein Plaste und ich habe das mit QR Stockern von Shimano und anderen
Firmen probiert. Gut geoelt, voll angeknallt. Nutzt alles nichts und
kann es prinzipiell auch nicht, weil der Stocher naturgemaess zumindest
minimales Spiel in der hohlen Achse braucht. Die Mutter auf der
Innenseite ist geriffelt und das frast einem dann langsam das linke
Ausfallende kaputt. Auch weitet es sich gegen die Fahrtrichtung aus.

Das ganze passiert natuerlich nur unter hoher Bremsbelastung, doch die
hat man oft, wenn man in hartem Gelaende und mit Zuladung faehrt. Die
Singletracks bei uns sind keine seichten Waldwege, sondern mit
eingebetteten Felsbrocken gespickt.

Man wird dann geneigt, die Hinterradbremse etwas zu bevorzugen, was
fahrtechnisch nicht immer vorteilhaft ist und den ohnehin schnell
verschleissenden Hinterreifen noch schneller blank wetzt. Ist auch fuer
den Trail selbst nicht gut.

Florian E. Teply

unread,
Dec 31, 2018, 10:13:04 AM12/31/18
to
Andreas Oehler <andreas...@gmx.de> wrote:
> Fri, 07 Dec 2018 14:25:23 +0100, Florian E. Teply:
>
>>Ich überlege gerade, ob ein Nabendynamo für Steckachsen für mich eine
>>Alternative sein könnte. Zum Hintergrund: Es steht unfallbedingt
>>sowieso die Anschaffung einer neuen Gabel an, und das Gefummel mit den
>>Schnellspannern bis die Scheibenbremse wieder berührungsfrei läuft geht
>>mir inzwischen etwas auf die Nerven.
>
> Steckachsen haben in erster Linie den Nutzen, die Gabel zu versteifen -
> was insbesondere bei der Einseitigen Belastung durch Scheibenbremsen
> reizvoll ist. Es bietet auch die Möglichkeit die Gabel leichter zu bauen.
> Zudem hat es den Sicherheitsaspekt, dass die Nabe nicht durch gelockerten
> Schnellspanner und/oder aus den offenen Ausfallenden herausgedrückt werden
> kann.
>
>> Auf den NaDy sowie die
>>Scheibenbremsen möchte ich aber nicht mehr verzichten.
>>Soweit ich das sehe, ist die Erfordernis einer genauen Justage des Rades
>>in den Ausfallenden ja darin begründet, daß in den gängigen
>>Kombinationen die Achslage in den Ausfallenden nicht präzise festgelegt
>>ist, während bei Steckachsen (gleich ob 12, 15 oder 20mm) durch das
>>einseitige Gewinde in der Gabel und das gegenüberliegende Loch die Lage
>>der Achse ja wohldefiniert ist.
>
> Da wäre ich mir nun nicht 100% sicher. Wenn Du bisher halbwegs präzise
> gefertigte "klasische" Ausfallenden (Maulweite nicht wesentlich mehr als
> 9mm) hast, sollte es nicht so schwierig sein, die Nabe nach jeder Montage
> wieder in die selber Lage zu bekommen.
>
> Steckachsen haben auch etwas Spiel zur Hohlachse.
>
Nun ja, soo präzise sind die Ausfallenden hier nicht gefertigt. Mit ein
wenig nachhelfen bekäme man da bestimmt auch ne 10mm-Hinterachse rein.
Ja, ich weiß, daß das von der Achslänge her nicht passt, aber das ist ne
andere Geschichte ;-)

>>Erschwerend kommt noch hinzu, daß ich
>>bei den derzeit bei mir verbauten Shutter Precision PV-8 die
>>Schnellspanner derart anknallen muß, daß ich sie selber nur mit Mühe
>>und/oder Hebel wieder aufbekomme, wenn ich nicht möchte daß sich die
>>Achse bei Erschütterungen (Kopfsteinpflaster oder ähnliches) doch wieder
>>im Ausfallende dreht und dabei das Kabel aufwickelt und letztendlich
>>final aus dem IQ-X reißt.
>
> Da ist nun aber irgendwas faul? Was hast Du für einen Schnellspanner? Ist
> das evtl. so ein billiges Teil mit externem Exzenter in Kunststoffschale?
> Dann besorg erst mal einen ordentlichen Schnellspanner aus 100% Metall und
> internem Exzenter - da reicht schon die einfachste Ausführung von Shimano.
> Bisweilen bremsen auch (flasch eingesetzte) Federn auf dem Schnellspanner
> - im Zweifel schlicht weglassen.
>
Ich hab jetzt mal die Zeit genutzt und etwas herumgespielt.
Augenscheinlich ist der Schnellspanner zumindest an der Situation
beteiligt, mit nem Shimano-Spanner ist das Problem nur noch in erheblich
reduzierter Form vorhanden. Schief einspannen geht zwar immernoch
aufgrund der eher großen Ausfallenden, aber wenn es vor anziehen des
Schnellspanners gut passt (mit dem Shimano-Spanner), dann muß ich nur
ungefähr bei jeder zweiten Montage nachjustieren, statt bei praktisch
jeder, und einmal nachfassen reicht dann. Vorher waren es tendenziell
eher drei bis vier Versuche bis es wirklich gepasst hat. Ein leichtes
Schleifen in Schräglage ist allerdings immernoch da. In den kommenden
Tagen habe ich auch noch Muße, zwei weitere Vorderräder einzuspeichen,
da mir kurz vor Weihnachten noch zwei weitere Nabendynamos zugelaufen
sind. Dann kann ich den Dynamo als "Problemquelle" ebenfalls
ausschließen.

> Die QR15-Steckachsen mit Schnellspanner sind übrigens auch alles andere
> als unproblematisch. Insbesondere das weitverbreitete Modell "Maxle" von
> SRAM/Rockshox ist irritierend in der Bedienung und sorgt oft dafür, dass
> die Nabe nicht ordentlich axial geklemmt wird. Bei der Maxle muß man
> nämlich zunächst die Achse Einschrauben, dazu den Schnellspannhebel in
> eine Aussparung der Achse positionieren und wie mit einer Flügelmutter
> anziehen. Abschließend wird der Spannhebel umgelegt. Lettzeres sorgt aber
> nur dafür, dass die Spannachse in der Gabelbohrung spielfrei sitzt - nicht
> aber für axiale Klemmung der Nabe. Wichtig ist es, die Achse zunächst
> kräftig einzuschrauben - sonst hat man das Problem der mitdrehenden
> Nabendynamo-Anschlüsse...
>
Gut zu wissen. Da würd' ich bestimmt auch drauf reinfallen...

>>Was meint Ihr dazu?
>
> Der SON28-15 ist schön leichtgängig und stark. Als Mitarbeiter des
> Herstellers bin ich aber nicht ganz unabhängig...
>
Leichtgängig und Stark sind doch Attribute, die praktisch auf die
gesamte Palette von NaDys aus eurem Hause angewandt werden können. Ich
hoff' ja noch, daß mir mal einer zufällig für wenig Geld in die Hände
fällt...

Gruß,
Florian
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