ich habe vor Ende Juli, Anfang August mit Rad und Zelt den Ostseeradweg
zu
fahren. Nun ist diese Zeit ja Hauptreisezeit und die Campingplaetze
sehr voll.
Hat jemand Erfahrungen damit, wie problematisch es ist, wenn man nicht
reserviert hat und dann Abends mit dem Fahrrad an der Rezeption steht?
In den Niederlanden war nie ein Problem. Irgendwo ist immer Platz fuer
einen
Radfahrer...
Viele Gruesse,
Hartmut
--
Es ist unmoeglich jemand ein Aergernis zu geben,
wenn er es nicht nehmen will
Friedrich von Schlegel
>Hat jemand Erfahrungen damit, wie problematisch es ist, wenn man nicht
>reserviert hat und dann Abends mit dem Fahrrad an der Rezeption steht?
Für diese Strecke: keine. Aber im allgemeinen: kein Problem. Bin
selber etliche Jahre in der Saison gefahren und habe nur einmal
erlebt, das Radfahrern ein Platz verweigert wurde: in le Freney
d'Oissans am Vorabend der TdF-Etappe, und das betraf nur *Gruppen*,
die sehr spät ankamen.
>In den Niederlanden war nie ein Problem. Irgendwo ist immer Platz fuer
>einen Radfahrer...
So wird es wohl auch dort zu dem Zeitpunkt sein ...
--
hilsen pl
http://huse-i-naestved.dk
> ich habe vor Ende Juli, Anfang August mit Rad und Zelt den Ostseeradweg
> zu
> fahren. Nun ist diese Zeit ja Hauptreisezeit und die Campingplaetze
> sehr voll.
1999 Ostseeradweg Wismar bis polnische Grenze, Schulferienzeit neue Bundesländer,
(2Erw., 1Kind, 1Zelt, 3 Räder)
Auf Rügen oft nur nach "betteln" und aufgrund der Tatsache, dass das damals
8jährige Kind dabei war, für eine Nacht Quartier bekommen. Prora:
Zeltplatzinhaber beschimpfte uns übelst(!), als wir abends halb acht um Quartier
baten, also im 100000-Sterne-Hotel am Strand geschlafen. (Trotzdem: Prora ist
sehr sehenswert, kilometerlange Gebäude der KdF-Anlage von 1938.) Die
"Regenbogencamps" nahmen nur nach schriftlicher Anmeldung mindestens 6 Wochen
vorher und nur, wenn man für mindestens 5 Tage bezahlt, also auch "wild" zelten.
Qualität der Plätze von "naja" bis eklig. Preise oftmals höher als im Westen,
Niveau oft dem Preis nicht angemessen, Versorgung mangelhaft, Wege von klasse
(Schaabe) bis voll zu vergessen. Leute oft desinteressiert. "Servicewüste".
Hoffentlich hat sich das mittlerweile gebessert.
Außerhalb Rügens: Plätze z.T. hervorragend (Zingst), immer Quartier für
wenigstens eine Nacht gefunden.
Radfahren auf Usedom ist besonders schön.
Auf Hiddensee gibt es keine Zeltmöglichkeiten, hier auch auf keinem Fall wild
zelten! Die Insel ist winzig, ein Tag reicht für den ersten Eindruck.
(Entwickelt sich zum "Sylt des Ostens").
Im Osten immer daran denken:
Radfahrer werden als Störenfriede auf der Fahrbahn empfunden, auf Radwegen gern
übersehen und häufig belästigt, bedroht, beschimpft.
(Hier wurde der Unterschied zum West-Ostseeradweg besonders deutlich.)
2001 Ostseeradweg Flensburg bis Lübeck, Schulferienzeit,(2Erw., 1Kind, 1Zelt, 3
Räder):
keinerlei Probleme, z.T. sehr schöne Plätze, Preise angemessen. Leute auffallend
freundlich. "Wild" zelten nirgens nötig. Wegqualität gut, Beschilderung
(hellblau auf weiß)z.T. nicht mehr erkennbar, weil von der Sonne "geschluckt".
Schönstes Erlebnis: Fehmarnsundbrücke bei Sturm lebend und unverletzt überquert
;-)
Viel Spaß und gute Reise!
Heike
>Leute oft desinteressiert. "Servicewüste".
Bin paar mal durch den Osten (Nord-Süd) geradelt. Das kenne ich auch.
>Im Osten immer daran denken:
>Radfahrer werden als Störenfriede auf der Fahrbahn empfunden, auf Radwegen gern
>übersehen und häufig belästigt, bedroht, beschimpft.
Ist mir im Osten nie aufgefallen.
>
>
>
>
>
>Im Osten immer daran denken:
>Radfahrer werden als Störenfriede auf der Fahrbahn empfunden, auf Radwegen gern
>übersehen und häufig belästigt, bedroht, beschimpft.
>(Hier wurde der Unterschied zum West-Ostseeradweg besonders deutlich.)
>
Hallo Heike,
ich habe den östlichen Teil der Ostsee bereits 2 x mit dem Rad
abgeklappert. Ich kann nur sagen, daß man mir immer äußerst freundlich
und zuvorkommend begegnet ist. Ich hatte in keinster Weise den Eindruck,
daß man als Radfahrer nicht willkommen ist, im Gegenteil! Obwohl ich in
der Hochsaison gefahren bin, habe ich immer, wenn auch manchmal etwas
schwierig wie z.B. auf Hiddensee, Unterkunft, auch nur für eine Nacht,
gefunden.
Gruß, Heide
>
Wir waren letztes Jahr von Lübeck aud an der Ostsee unterwegs.
Ausser dass wir hin und wieder einen Platz, der lt. Karte vorhanden
sein sollte nicht fanden, gab es nie Probleme. Bis auf: Hiddensee -
dort gab es keine Chance was für eine Nacht zu bekommen.
Unseren Reisebericht gibts unter
http://tandem-fahren.de/Touren/ruegen2001.html
Ich war auch/gerade von Rügen total begeistert.
Gruß Monika
>>heike stephan wrote:
>>Im Osten immer daran denken:
>>Radfahrer werden als Störenfriede auf der Fahrbahn empfunden, auf Radwegen gern
>>übersehen und häufig belästigt, bedroht, beschimpft.
> Hallo Heike,
>
> ich habe den östlichen Teil der Ostsee bereits 2 x mit dem Rad
> abgeklappert. Ich kann nur sagen, daß man mir immer äußerst freundlich
> und zuvorkommend begegnet ist. Ich hatte in keinster Weise den Eindruck,
> daß man als Radfahrer nicht willkommen ist, im Gegenteil! Obwohl ich in
> der Hochsaison gefahren bin, habe ich immer, wenn auch manchmal etwas
> schwierig wie z.B. auf Hiddensee, Unterkunft, auch nur für eine Nacht,
> gefunden.
>
> Gruß, Heide
>
Hallo Heide,
das freut mich für dich.
Ich habe es damals leider anders erleben müssen. Zweimal wurde mein Sohn (Mitte)
von Autofahrern, die mich (Letzter) auf Tuchfühlung überholt hatten, fast
angefahren bzw. vom Rad gedrängt. Das besserte sich erst, als ich eine dicke
lange Rute hinten quer auf den Gepäckträger gesteckt hatte und sehr weit zur
Fahrbahnmitte hin fuhr. Dafür wurden wir dann ständig aus offenen Autofenstern
als Idioten, A*löcher usw. usf. beschimpft.
Wir entwickelten damals eine Phantasie:
wenn jedes Auto, dessen Fahrer einen Radfahrer gefährdet, mit einem Farbklecks
markiert werden würde, führen nur noch Marienkäfer herum.
Mir war damals gar nicht nach Scherzen zumute...
Wir fahren täglich in Magdeburg, am Wochenende oft im "Osten", im Urlaub meist im
"Westen". Die Unterschiede sind nicht zu übersehen. Warscheinlich brauchen viele
Ossis noch ein paar Jahre. Fahrradfahrer werden hier gerne als Leute angesehen,
die entweder zu arm sind, sich ein Auto zu kaufen, zu doof sind, die
Fahrerlaubnis zu machen oder gar - am schlimmsten - solche
Ökos/Müslifresser/Sportfeteschisten. Wer 2000,-DM für ein Rad ausgibt/1000km mit
dem Rad Urlaub macht, der wird als "bekloppt" beschimpft, wer 40000;- DM für ein
Auto ausgibt/mehrere Tausend km im Urlaub Auto fährt, der ist ein toller Hecht.
Was die Übernachtungen anbelangt: ich bin da viel gelassener geworden: wer mein
Geld nicht will, der läßt's. Ich brauche keinen Campingplatz, kein Hotelbett,
kein Restaurant.
(Und mein Sohn ist sowieso froh, wenn er nicht duschen muß :-))
Schön, wenn sich die Dinge auf Rügen mittlerweile gebessert haben.
Und mit dem Rest wird's auch noch, da bin ich mir sicher.
Gruß
Heike
bin gerade zwei Wochen mit Fahrrad und Familie in MV unterwegs gewesen.
An Deiner Route gibt es aus meiner Sicht u.a. zwei empfehlenswerte
Campingplätze, die wir auch genutzt haben:
- Naturcamping in Prouchten bei Barth am Bodstetter Bodden (2E, 2K,
1Zelt = 16Euro , neues Servicehaus, Campingplatz in kleinem Wäldchen,
400m bis zum Bodden, 7km nach Zingst (herrlicher Strand),
Fischland-Darß, ...)
- SundCamp Altefähr (nach dem Rügendamm links, gleicher Preis,
allerdings Duschen extra :-(, Sonnabends gibt es frisch geräucherten
Fisch direkt aus dem Räucherofen, 7km nach Stralsund oder mit der Fähre
(und Fahrrad) direkt in den Stralsunder Hafen)
Viel Spaß beim Radeln
cu Uwe
PS: wir hatten nur wenig 'böse' Autofahrer, allerdings sind wir auch auf
Nebenstraßen gefahren. es gibt vom Tourismusverband MV eine
Fahrradbroschüre, wo ca. 25 Touren (ohne Insel Rügen) beschrieben
werden, die war sehr nützlich und natürlich die Karten vom BDR!