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Re: Unfall Jena: LKW ueberfaehrt Radfahrerin beim Abbiegen

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Steffen H1

unread,
Oct 11, 2011, 6:43:42 AM10/11/11
to
Am 11.10.2011 11:59, schrieb Uwe Kotyczka:
> X-No-Archive: Yes
>
> Schon wieder ein schwerer LKW-Abbiegeunfall:

> Benutzungspflichtiger Hochbord-Radweg. Ob ein Helm getragen
> wurde, wird weder in den Print-Medien noch online erw�hnt.

ist das nicht ein ganz typischer Unfall? wozu hier extra erw�hnen?
nur um gegen Helme zuschie�en?


Gr��e aus der Eifel
Steffen


Alexander Johannes

unread,
Oct 11, 2011, 6:47:53 AM10/11/11
to
- Di, 11 Okt 2011 - >>> - Uwe Kotyczka - schrieb:

>Schon wieder ein schwerer LKW-Abbiegeunfall:

>http://www.dtoday.de/regionen/lokal-nachrichten_artikel,-Schwerer-Verkehrsunfall-mit-lebensbedrohlich-verletzter-Radfahrerin-_arid,100300.html
>http://www.jenatv.de/polizei/Unfall_mit_einer_schwerverletzten_Fahrradfahrerin_am_Ernst_Haeckel_Platz-5399.html

>Benutzungspflichtiger Hochbord-Radweg. Ob ein Helm getragen
>wurde, wird weder in den Print-Medien noch online erw�hnt.

Die OTZ/TLZ schrieb, dass Sie keinen Helm trug (�bliches
Pressegeschwafel). Wo ein Helm auch so gut gegen einen LKW helfen
kann...

http://jena.otz.de/web/lokal/leben/blaulicht/detail/-/specific/Radfahrerin-in-Jena-durch-Lkw-lebensgefaehrlich-verletzt-491506649

Ich bin mit der Verletzten gut befreundet und habe sie noch nie ohne
Helm fahren sehen. Kann mir also nicht vorstellen, dass es gestern
anders gewesen sein sollte.

>Die �rtlichkeit ("Vogelperspektive" anklicken):
>http://www.bing.com/maps/#Y3A9c2dtdzNmaHl5cDdoJmx2bD0xOC44ODE5MjI4ODE1MDU0MTQmZGlyPTEuNDEzNjA4ODM4NDA2MTc0NiZzdHk9YiZydHA9cG9zLjUwLjkyNjAxOTU3OTY0NjczXzExLjU4Mjk5ODg1MjQ3Njg2Nl9pbiUyMGRlciUyME4lQzMlQTRoZSUyMHZvbiUyMFNjaGlsbGVyc3RyYSVDMyU5RmUlMkMlMjAwNzc0NSUyMEplbmFfX19hX35wb3MuNTAuOTI1Nzg3ODkyNDQwN18xMS41ODIxMzM3MDE4NTQ0NDVfX19fZV8mbW9kZT1EJnJ0b3A9MH4wfjB+

Die Stelle ist pr�destiniert f�r solche Unf�lle. Klassische Falle. Den
Radweg ignoriere ich schon seit Jahren.

Alex

--
http://flickr.com/hydaspischaos

Christoph Maercker

unread,
Oct 11, 2011, 7:05:28 AM10/11/11
to
Uwe Kotyczka wrote:
> http://www.jenatv.de/polizei/Unfall_mit_einer_schwerverletzten_Fahrradfahrerin_am_Ernst_Haeckel_Platz-5399.html

Auszug daraus:
"Eine 27-j�hrige Studentin fuhr mit ihrem Fahrrad auf dem Radweg der
Schillerstra�e in Richtung Magdelstieg und �berquerte dabei eine Ampel,
die soeben auf rot umgeschaltet hatte. Ein Lkw, der ebenfalls aus der
Schillerstra�e kam, bog nach rechts auf den Ernst-Haeckel-Platz in
Richtung Volkshaus ein,..."

Beide Rotlichtversto� begangen oder ist der Reporter farbenblind?
Auf jeden Fall wieder die fatale Kombi Ampel+Radweg!

In Magdeburg gab es im September drei schwere Abbiegeunf�lle mit
PKW-Beteiligung und einen mit LKW, wobei das nur die sind, die von der
Lokalpresse gemeldet wurden:
http://adfc-lsa.de/Kreisverband/Magdeburg/Verkehr/UnfMgb.txt
Den vierten habe ich noch nicht online gestellt, der war erst am 28.09.

--


CU Christoph Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER!

Christoph Maercker

unread,
Oct 11, 2011, 7:09:12 AM10/11/11
to
Steffen H1 wrote:
> ist das nicht ein ganz typischer Unfall?

JA. Und er hat eine ganz typische Ursache.

> wozu hier extra erw�hnen? nur um gegen Helme zuschie�en?

NEIN, gegen "Radwege"!

Alexander Johannes

unread,
Oct 11, 2011, 7:39:56 AM10/11/11
to
- Di, 11 Okt 2011 - >>> - Christoph Maercker - schrieb:

>Auszug daraus:
>"Eine 27-j�hrige Studentin fuhr mit ihrem Fahrrad auf dem Radweg der
>Schillerstra�e in Richtung Magdelstieg und �berquerte dabei eine Ampel,
>die soeben auf rot umgeschaltet hatte. Ein Lkw, der ebenfalls aus der
>Schillerstra�e kam, bog nach rechts auf den Ernst-Haeckel-Platz in
>Richtung Volkshaus ein,..."

>Beide Rotlichtversto� begangen oder ist der Reporter farbenblind?

Oder beides. Fakt ist, dass Fu�g�nger/Radfahrer und Auto-Ampel gleich
geschaltet werden. So gesehen k�nnen *beide* nur bei rot oder gr�n
gefahren sein.

>Auf jeden Fall wieder die fatale Kombi Ampel+Radweg!

Der Witz ist, dass der Radweg genau an der Unfallstelle endet. Als
Radfahrer wird man gezwungen, sich dann auf der Kreuzung in den
flie�enden Verkehr Richtung Westbahnhofstr. einzuf�deln. Das ist selbst
ohne Rechtsabbieger l�stig.

Au�erdem ist nur das kurze St�ck Schillerstr. ab der Einm�ndung
Ernst-Abbe-Str. �berhaupt benutzungspflichtig. Der Leutragraben vorher
ist schon lange entschildert und die Westbahnhofstr. ist zu schmal. Bei
Interesse m�sst ihr euch mal die Artikel von Thomas Wedekind durchlesen.
Der hatte schon einige Male was zur Problematik Westbahnhofstr. hier
geposted.

Alex

--
http://flickr.com/hydaspischaos

Thomas Wedekind

unread,
Oct 11, 2011, 7:56:46 AM10/11/11
to
Am 11 Oct 2011 11:39:56 GMT schrieb Alexander Johannes
<al...@nirgal.de>:

> Oder beides. Fakt ist, dass Fußgänger/Radfahrer und Auto-Ampel
> gleich geschaltet werden. So gesehen können *beide* nur bei rot
> oder grün gefahren sein.

Ähm, stimmt nicht mehr, seitdem es die extra Linksabbiegephasen gibt.
Die FG/RF-Ampel hat nur ca. 5s Grün, alles andere ist Räumzeit bzw.
alleinige Freigabezeit für die Fahrbahnbenutzer, damit sich an dieser
notorisch verstopften Stelle überhaupt noch ein paar Räder drehen.

> Außerdem ist nur das kurze Stück Schillerstr. ab der Einmündung
> Ernst-Abbe-Str. überhaupt benutzungspflichtig.

Wenn du es genau nimmst, ab der Bordabsenkung vor der Post (gegenüber
Grillteufel) schon nicht mehr, weil da das Blauschild nicht
wiederholt wurde. Es wurde mal, hing aber so niedrig, dass sich
Passanten die Köpfe dran gestoßen haben. Anstatt einen Ausleger an
die Post zu schrauben, hat man es dann fortgelassen. Wer aus Richtung
Grietgasse kommt, bekommt von einer Benutzungspflicht nichts mit.

Abgesehen davon ist das Ganze trotzdem Murks, die Fahrbahn bergauf
ist sehr oft überstaut und man müsste sich als Radfahrer hinten
anstellen. Ich fahre da selber oft und je nach Staulänge und
Fahrzeugart, die dort steht, auf der Fahrbahn oder daneben.
Seltsamerweise ist das seit 1993 (Umbau der Straße, damals m.W. noch
von der Jenoptik geplant) der erste schwere Unfall dieser Art dort.
(Die nicht schlüssig erklärbaren häufigen Linksabbiegerunfälle, wo es
ja auch einen Toten gab und als Reaktion die Ampelschaltung geändert
wurde, sind eine andere Geschichte.)

--
Viele Grüße, Thomas

Ervin Peters

unread,
Oct 11, 2011, 8:03:31 AM10/11/11
to
Am Tue, 11 Oct 2011 11:39:56 +0000 schrieb Alexander Johannes:

> - Di, 11 Okt 2011 - >>> - Christoph Maercker - schrieb:
>
>>Uwe Kotyczka wrote:
>>> http://www.jenatv.de/polizei/
Unfall_mit_einer_schwerverletzten_Fahrradfahrerin_am_Ernst_Haeckel_Platz-5399.html
>
>>Auszug daraus:

>>"Eine 27-jährige Studentin fuhr mit ihrem Fahrrad auf dem Radweg der
>>Schillerstraße in Richtung Magdelstieg und überquerte dabei eine Ampel,


>>die soeben auf rot umgeschaltet hatte. Ein Lkw, der ebenfalls aus der

>>Schillerstraße kam, bog nach rechts auf den Ernst-Haeckel-Platz in
>>Richtung Volkshaus ein,..."
>
>>Beide Rotlichtverstoß begangen oder ist der Reporter farbenblind?
>
> Oder beides. Fakt ist, dass Fußgänger/Radfahrer und Auto-Ampel gleich
> geschaltet werden. So gesehen können *beide* nur bei rot oder grün
> gefahren sein.

Keine extra Fußgängerampel?

<sarkasm>

Quatsch. Die rasende Radlramböse ist natürlich mit deutlich mehr als 40km/
h an der Steigung rechts neben den LKW gerast...

...während der LKW Fahrer noch bei grün ganz langsam in den
Kreuzungsbereich eingefahren ist.

</sarkasm>

> Außerdem ist nur das kurze Stück Schillerstr. ab der Einmündung

> Ernst-Abbe-Str. überhaupt benutzungspflichtig. Der Leutragraben vorher


> ist schon lange entschildert und die Westbahnhofstr. ist zu schmal. Bei

> Interesse müsst ihr euch mal die Artikel von Thomas Wedekind durchlesen.


> Der hatte schon einige Male was zur Problematik Westbahnhofstr. hier
> geposted.

Die Jenenser haben so ein paar Probleme mit nicht-Autofahrern,
Sicherheitsabständen und anderen elementaren Verkehrsregeln wie z.B.
angepasster Geschwindigkeit.

Da fährt auch mal ein Busüber eine Fußgängerampel mit 5s rot an der
Kinder die grad Grün bekommen haben grad' noch von den Begleitpersonen
vom Losrennen zurückgehalten werden.

ervin

--
Wir haben viele gute, breite asphaltierte, auch mehrstreifige Radwege.
Manchmal nerven dort nur die Kraftfahrer mit ihrem Lärm, Gestank,
Platzanspruch und unnötig gefährdenden Verhalten. Und die Behörden
nerven, weil sie das Radfahren auf diesen Radwegen gern verbieten.

Uwe Kotyczka

unread,
Oct 11, 2011, 8:09:04 AM10/11/11
to
On 11 Okt., 13:39, Alexander Johannes <a...@nirgal.de> wrote:
> Der Witz ist, dass der Radweg genau an der Unfallstelle endet.

Nur, daß einem das Lachen im Halse stecken bleibt.

> Als Radfahrer wird man gezwungen, sich dann auf der Kreuzung in den

> fließenden Verkehr Richtung Westbahnhofstr. einzufädeln. Das ist selbst
> ohne Rechtsabbieger lästig.

Oder Du fährst direkt nach der Fußgängerfurt das Stück
Stummelradweg bis zum 237+Ende Zeichen, das einen Radweg
beendet, der nirgenwo begonnen hat. Dann ist der Adrenalinkick
beim Einordnen in den fließenden Verkehr nöch größer.

> Außerdem ist nur das kurze Stück Schillerstr. ab der Einmündung

> Ernst-Abbe-Str. überhaupt benutzungspflichtig. Der Leutragraben vorher
> ist schon lange entschildert

was von etlichen Kraftfahrern nicht wahrgenommen wird: RADWEG!!!
Dazu müßte sicher auch das Stück rote Fahrbahnmalerei an der
Krautgasse verschwinden.

> und die Westbahnhofstr. ist zu schmal. Bei
> Interesse m sst ihr euch mal die Artikel von Thomas Wedekind durchlesen.
> Der hatte schon einige Male was zur Problematik Westbahnhofstr. hier
> geposted.

Ja, aber was da kommen wird, ist auch grauselig:
http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=95901 zweiter Punkt.
Also bergauf Hochbordradweg mit 240 (außer Bahnunterführung)
und bergab Schutzstreifen. Bis jetzt gibt es keine Schutzstreifen
und kein ausgeprägtes Revierverhalten der Kraftfahrer. Bald werden
wir beides haben.

Übrigens will die AG Radverkehr, die nicht zuletzt dank Thomas
eine recht vernünftige Politik betreibt, neuerdings
benutzungspflichtige
Radwege durchweg rot markieren. Wenn man das nur unterbinden könnte.

Alexander, schreib auch Du der AG Radverkehr (hab ich gerade gemacht).
In der Bürgerbefragung neulich gab es nämlich viele Wünsche nach neuen
Radverkehrtanlagen. Da kann es sicher nicht schaden, wenn aus
aktuellem
Anlaß ein paar Gegenstimmen zu hören sind.

Uwe Kotyczka

unread,
Oct 11, 2011, 8:19:47 AM10/11/11
to
On 11 Okt., 13:56, Thomas Wedekind <tom-wedek...@web.de> wrote:
> ...
> Wenn du es genau nimmst, ab der Bordabsenkung vor der Post (gegenüber
> Grillteufel) schon nicht mehr, weil da das Blauschild nicht
> wiederholt wurde. Es wurde mal, hing aber so niedrig, dass sich
> Passanten die Köpfe dran gestoßen haben. Anstatt einen Ausleger an
> die Post zu schrauben, hat man es dann fortgelassen. Wer aus Richtung
> Grietgasse kommt, bekommt von einer Benutzungspflicht nichts mit.

Thomas, ich habe mir gerade die Sitzungsprotokolle der
AG Radverkehr durchgelesen. Da steht u.a. geschrieben,
daß das in Rede stehende Stück Radweg rot markiert werden
soll.
Läßt sich das verhindern? Bisher ist der Radweg ja überhaupt
nicht vom Gehweg zu unterscheiden, so daß man streng genommen
auf die Fahrbahn müßte, um nicht verbotswidrig auf dem
Gehweg zu fahren. Meiner Meinung nach gehört 241 dort
durch 239 + 1022-10 ersetzt. Ist das politisch durchsetzbar,
vielleicht auch gerade aus dem aktuellen traurigen Anlaß?

Thomas Wedekind

unread,
Oct 11, 2011, 9:11:04 AM10/11/11
to
Am Tue, 11 Oct 2011 05:19:47 -0700 (PDT) schrieb Uwe Kotyczka
<uwe.ko...@web.de>:

> Thomas, ich habe mir gerade die Sitzungsprotokolle der
> AG Radverkehr durchgelesen. Da steht u.a. geschrieben,
> daß das in Rede stehende Stück Radweg rot markiert werden
> soll.
> Läßt sich das verhindern? Bisher ist der Radweg ja überhaupt
> nicht vom Gehweg zu unterscheiden, so daß man streng genommen
> auf die Fahrbahn müßte, um nicht verbotswidrig auf dem
> Gehweg zu fahren. Meiner Meinung nach gehört 241 dort
> durch 239 + 1022-10 ersetzt. Ist das politisch durchsetzbar,
> vielleicht auch gerade aus dem aktuellen traurigen Anlaß?

Genau dazu: Fragen kostet nichts. Bisher war das den Verantwortlichen
egal, weil eben nichts passiert ist. Könnte natürlich schlafende
Hunde wecken: dass die JeNah wegen des Busverkehrs eine harte
Ausweisung der Benutzungspflicht fordert, z.B. ausdrückliches
Radfahrverbot für die Fahrbahn. Ich sehe da Gefahren.


Mal allgemein was zur AG, du bist ja im Bilde nach den Protokollen.
(Bevor ich jetzt auf Arbeit verschwinde, bis nach Mitternacht.) Macht
euch einen Reim daraus, kommt meinetwegen zur nächsten Sitzung.

Es läuft dort im Moment nicht so toll. Im Moment eher eine 5-Personen-
Veranstaltung (Frau Zimmermann, Reinhard G., ich, die beiden
regelmäßigen Gäste, seit einiger Zeit Grit K.), dazu Dr. Ahner als
Dauergast wegen RV-Konzept. Wir beißen seit über 1 Jahr auf dem neuen
Radverkehrskonzept herum, das von Frau Z. als bottom up-Entwurf
gebaut wird (schmeckt mir gar nicht, das frühere Konzept war anders
herum). D.h. die gute Frau schreibt einzelne Dinge auf, die ihr
einfallen, und versucht daraus ein Gesamtkonzept zu machen. Politisch
läuft da gar nichts, Fraktionsvertreter kommen kaum noch, weil sie
von dieser kleinteiligen Materie gelangweilt (und überfordert?) sind.
Sprich: Die Verwaltung macht "ihr" Konzept, und will es irgendwie
absegnen lassen (es gab diese Pseudo-Umfrage).

Erschwerend kommt dazu: Frau Zimmermann kommt aus den alten Ländern
(früher Radverkehrsfachfrau in Göttingen und Frankfurt/M.), konnte in
Jena keinen passenden Wohnraum finden, wohnt jetzt mit Famile in
Weimar und fährt mit dem Auto zwischen J und WE hin und her. Vom
Radfahr-Tagesgeschäft in Jena bekommt sie sehr wenig mit, ihre Stärke
ist Systemdenken (reicht aber nicht), ihre Schwächen Kommunikation
(m.E.) und Infrastruktur-Fetischismus (Motto: Bevor wir nicht an
allen Hauptstraßen Schutzstreifen haben, brauchen wir über nichts
anderes zu reden). Nun versucht sie, die Bedürfnisse der Jenaer
Radfahrer irgendwie zu ermitteln, da sie hier nicht selbst Rad fährt,
und wer am lautesten zu ihr redet, bekommt sicher seine Forderungen
erfüllt. Aber die Stadt wollte ja nach dem Wechsel von Frau Strutz
nach Erfurt unbedingt jemand, der nachgewiesene Qualifikation
und Erfahrung auf dem Gebiet hatte. Den findest du in Thüringen kaum,
in Jena gar nicht.

Leider ist unser AG-Sprecher, den ich sonst sehr schätze, auch ein
politischer Hardliner; Motto: Wir müssen auf Biegen und Brechen den
Radverkehrsanteil in Jena erhöhen, Kollateralschäden werden in Kauf
genommen. Das heißt eben: Infrastruktur bis zum Abwinken, siehe
Beutenbike-Umfrage. Ich kann nur begrenzte Kraft in diese
Diskussionen stecken; es haben ja alle auf ihre Weise teilweise
recht, aber es wird nichts "rund".

Politische Aktivität wird dann aufkommen, wenn das
Radverkehrskonzept in Stadtentwicklungsausschuss und Stadtrat kommt.
In 4 Wochen soll der Rohentwurf fertig sein, den müssen wir richtig
breit diskutieren (Gegenpol zu den Infrastrukturpäpsten bilden).
Würde ich hier ankündigen.

--
Viele Grüße, Thomas

Alexander Johannes

unread,
Oct 11, 2011, 9:13:06 AM10/11/11
to
- Di, 11 Okt 2011 - >>> - Thomas Wedekind - schrieb:

>Am 11 Oct 2011 11:39:56 GMT schrieb Alexander Johannes
><al...@nirgal.de>:

>> Oder beides. Fakt ist, dass Fu�g�nger/Radfahrer und Auto-Ampel
>> gleich geschaltet werden. So gesehen k�nnen *beide* nur bei rot
>> oder gr�n gefahren sein.

Das habe ich unexakt ausgedr�ckt: FG/Auto-Ampel werden gleichzeitig
gr�n, Fu�g�nger-Phase dauert nur 5 sec. Die Auto-Phase wesentlich
l�nger. Bin grad nochmal vorbeigefahren.

>�hm, stimmt nicht mehr, seitdem es die extra Linksabbiegephasen gibt.
>Die FG/RF-Ampel hat nur ca. 5s Gr�n, alles andere ist R�umzeit bzw.
>alleinige Freigabezeit f�r die Fahrbahnbenutzer, damit sich an dieser
>notorisch verstopften Stelle �berhaupt noch ein paar R�der drehen.

Bei 5 sec Fu�g�nger/Radfahrer-Gr�n f�llt mir grad nix ein, was ich noch
ungestraft zu Protokoll geben k�nnte. Und die Begr�ndung spricht ja auch
B�nde in Sachen Gleichberechtigung aller Verkehrsarten. *Kotz*

Alex

--
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Alexander Johannes

unread,
Oct 11, 2011, 9:16:14 AM10/11/11
to
- Di, 11 Okt 2011 - >>> - Ervin Peters - schrieb:

>Die Jenenser haben so ein paar Probleme mit nicht-Autofahrern,
>Sicherheitsabständen und anderen elementaren Verkehrsregeln wie z.B.
>angepasster Geschwindigkeit.

Nicht schlimmer als anderswo. Aber das ist auch immer Wahrnehmungssache.
Ich erledige zur Zeit 100% meiner Wege in Jena per Alltags-Rennrad oder
Tandem. Da schwimme ich immer im Verkehr mit und bin auch schnell genug.
Da halten sich die Anfeindungen/Erziehungsmaßnahmen und brenzligen
Situationen in Grenzen.

Alex

--
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Alexander Johannes

unread,
Oct 11, 2011, 9:25:36 AM10/11/11
to
- Di, 11 Okt 2011 - >>> - Uwe Kotyczka - schrieb:

>On 11 Okt., 13:39, Alexander Johannes <a...@nirgal.de> wrote:
>> Als Radfahrer wird man gezwungen, sich dann auf der Kreuzung in den

>> flie�enden Verkehr Richtung Westbahnhofstr. einzuf�deln. Das ist selbst
>> ohne Rechtsabbieger l�stig.

>Oder Du f�hrst direkt nach der Fu�g�ngerfurt das St�ck


>Stummelradweg bis zum 237+Ende Zeichen, das einen Radweg
>beendet, der nirgenwo begonnen hat. Dann ist der Adrenalinkick

>beim Einordnen in den flie�enden Verkehr n�ch gr��er.

Stimmt, den Stummel hatte ich schon verdr�ngt. Einfach l�cherlich.

>> Au�erdem ist nur das kurze St�ck Schillerstr. ab der Einm�ndung

>> Ernst-Abbe-Str. �berhaupt benutzungspflichtig. Der Leutragraben vorher
>> ist schon lange entschildert

>was von etlichen Kraftfahrern nicht wahrgenommen wird: RADWEG!!!

>Dazu m��te sicher auch das St�ck rote Fahrbahnmalerei an der
>Krautgasse verschwinden.

Das wurde doch bei der Erneuerung der Fahrbahndecke vor 2 Monaten
pflichtschuldigst wieder hingepinselt. Keine Ahnung, welche Pappnasen
das angeordnet haben.

>> und die Westbahnhofstr. ist zu schmal. Bei
>> Interesse m sst ihr euch mal die Artikel von Thomas Wedekind durchlesen.
>> Der hatte schon einige Male was zur Problematik Westbahnhofstr. hier
>> geposted.

>Ja, aber was da kommen wird, ist auch grauselig:
>http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=95901 zweiter Punkt.

>Also bergauf Hochbordradweg mit 240 (au�er Bahnunterf�hrung)


>und bergab Schutzstreifen. Bis jetzt gibt es keine Schutzstreifen

>und kein ausgepr�gtes Revierverhalten der Kraftfahrer. Bald werden
>wir beides haben.

Das bef�rchte ich auch.

>�brigens will die AG Radverkehr, die nicht zuletzt dank Thomas eine
>recht vern�nftige Politik betreibt, neuerdings benutzungspflichtige
>Radwege durchweg rot markieren. Wenn man das nur unterbinden k�nnte.

Soll das vor oder nach einer gro�z�gigen Entschilderung erfolgen. Ich
bin nicht im Bilde, ob seit dem letzten November bereits
Benutzungspflichten gekippt wurden, oder ob eine �berpr�fung ins Haus
steht. Wenn erst mal alles rot gemalt ist, schert es keinen Autofahrer
mehr, ob Blauschilder vorhanden sind.

>Alexander, schreib auch Du der AG Radverkehr (hab ich gerade gemacht).

>In der B�rgerbefragung neulich gab es n�mlich viele W�nsche nach neuen

>Radverkehrtanlagen. Da kann es sicher nicht schaden, wenn aus aktuellem

>Anla� ein paar Gegenstimmen zu h�ren sind.

Ich habe an der Befragung teilgenommen und mich einigerma�en kritisch
ge�u�ert. Leider habe ich auf die Schnelle keine Auswertung der
Befragung gefunden. Gibt es da etwas online?

Bewusstsein bei der AG schaffen, ist eine gute Idee.

Alex

--
http://flickr.com/hydaspischaos

Christoph Maercker

unread,
Oct 11, 2011, 12:28:06 PM10/11/11
to
Alexander Johannes wrote:
> Oder beides. Fakt ist, dass Fu�g�nger/Radfahrer und Auto-Ampel gleich
> geschaltet werden. So gesehen k�nnen *beide* nur bei rot oder gr�n
> gefahren sein.

Dass *beide* bei Rot gefahren sind, ist ziemlich unwahrscheinlich,
gerade bei solchen Unf�llen. Die scheinen ja dadurch beg�nstigt zu
werden, dass der LKW bei Gr�n losf�hrt, w�hrend der Radfahrer kurz zuvor
in den toten Winkel eingefahren ist. Einzige Ausnahme w�re, wenn ein
Gr�npfeil vorhanden ist. Dann h�tte nur der Radfahrer Rotlichtversto�
begangen.

> Der Witz ist, dass der Radweg genau an der Unfallstelle endet. Als
> Radfahrer wird man gezwungen, sich dann auf der Kreuzung in den
> flie�enden Verkehr Richtung Westbahnhofstr. einzuf�deln. Das ist selbst
> ohne Rechtsabbieger l�stig.

Das hie�e, Radfahrer fahren an der betr. Stelle in den flie�enden
Verkehr ein. Dann m�ssen sie allerdings auf den Nachfolgeverkehr auf der
Fahrbahn achten, unabh�ngig davon, dass ihr Vorrang gegen�ber
Rechtsabbiegern bestehen bleibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf
diese Weise bemerken, ob ein Laster mit Abbiegeabsicht neben ihnen
f�hrt, w�re dann sogar gr��er als wenn der "Radweg" fortgef�hrt w�rde.

> Au�erdem ist nur das kurze St�ck Schillerstr. ab der Einm�ndung
> Ernst-Abbe-Str. �berhaupt benutzungspflichtig. Der Leutragraben vorher
> ist schon lange entschildert und die Westbahnhofstr. ist zu schmal.

Dann w�rde ich den Unfall zum Anlass nehmen, von der Beh�rde
vollst�ndige Entschilderung aka Stetigkeit zu fordern. Mit allen zur
Verf�gung stehenden Mitteln. Das verbliebene Radwegschild tr�gt
offensichtlich nichts zur Unfallverh�tung bei.

Christoph Maercker

unread,
Oct 11, 2011, 12:39:36 PM10/11/11
to
Thomas Wedekind wrote:
> Ähm, stimmt nicht mehr, seitdem es die extra Linksabbiegephasen gibt.
> Die FG/RF-Ampel hat nur ca. 5s Grün, alles andere ist Räumzeit bzw.
> alleinige Freigabezeit für die Fahrbahnbenutzer, damit sich an dieser
> notorisch verstopften Stelle überhaupt noch ein paar Räder drehen.

Aha, das ist so ein Zwangsradweg, um die Grünphasen für Radfahrer zu
verkürzen. Diese Begründung bekam ich hierzustädt schon zu hören. Damals
war mir das häufige Zusammentreffen von Radweg+Ampel noch nicht so stark
aufgefallen, sonst hätte ich dem Typ ein paar Takte erzählt.

> Abgesehen davon ist das Ganze trotzdem Murks, die Fahrbahn bergauf
> ist sehr oft überstaut und man müsste sich als Radfahrer hinten
> anstellen. Ich fahre da selber oft und je nach Staulänge und
> Fahrzeugart, die dort steht, auf der Fahrbahn oder daneben.

d.h. Radfahrer haben dort die Wahl zwischen Pest (Stau) oder Cholera
(Unfallrisiko). Aufhebung der Benutzungspflicht würde dort wenig
bringen, schlimmstenfalls sogar Nachteile für alle:
- fast alle Radfahrer fahren weiter auf dem Radweg zumal bei Staus
- die Ampel bekommt wegen verlängerter Räumzeiten kürzere Grünphasen,
die Staus verlängern sich entsprechend

> Seltsamerweise ist das seit 1993 (Umbau der Straße, damals m.W. noch
> von der Jenoptik geplant) der erste schwere Unfall dieser Art dort.

Könnte daran liegen, dass der Radweg dort endet. Siehe meine Antwort
eben an Alexander Johannes.

Uwe Kotyczka

unread,
Oct 11, 2011, 1:04:28 PM10/11/11
to
On 11 Okt., 18:28, Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de>
wrote:
> Alexander Johannes wrote:
> > Oder beides. Fakt ist, dass Fußgänger/Radfahrer und Auto-Ampel gleich
> > geschaltet werden. So gesehen können *beide* nur bei rot oder grün

> > gefahren sein.
>
> Dass *beide* bei Rot gefahren sind, ist ziemlich unwahrscheinlich,
> gerade bei solchen Unfällen. Die scheinen ja dadurch begünstigt zu
> werden, dass der LKW bei Grün losfährt, während der Radfahrer kurz zuvor
> in den toten Winkel eingefahren ist. Einzige Ausnahme wäre, wenn ein
> Grünpfeil vorhanden ist. Dann hätte nur der Radfahrer Rotlichtverstoß
> begangen.

Wenn ich Thomas und Alexander richtig verstanden habe, bekommen
Fahrbahn und Fußgänger/Radwegbenutzer gleichzeitig grün.
Die Grünphase endet für die Fußgänger nach 5 (in Worten fünf)
Sekunden,
für den Fahrbahnverkehr wesentlich später.
Die Radfahrerin scheint also wirklich einen Rotlichtverstoß begangen
zu haben. Wie lange "ihre" Ampel schon rot zeigte, ist unklar. In
einer
Meldung stand "überquerte dabei eine Ampel, die soeben auf rot
umgeschaltet
hatte". Genaueres scheint nicht bekannt zu sein.
Einen Grünpfeil gibt es nicht.

Ich fahre gleich nochmal los und schaue mir die Grünzeiten an.
Wenn sie anders sind als eben beschrieben berichte ich morgen.


> > Der Witz ist, dass der Radweg genau an der Unfallstelle endet. Als
> > Radfahrer wird man gezwungen, sich dann auf der Kreuzung in den

> > fließenden Verkehr Richtung Westbahnhofstr. einzufädeln. Das ist selbst
> > ohne Rechtsabbieger lästig.
>
> Das hieße, Radfahrer fahren an der betr. Stelle in den fließenden
> Verkehr ein. Dann müssen sie allerdings auf den Nachfolgeverkehr auf der
> Fahrbahn achten, unabhängig davon, dass ihr Vorrang gegenüber


> Rechtsabbiegern bestehen bleibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf
> diese Weise bemerken, ob ein Laster mit Abbiegeabsicht neben ihnen

> fährt, wäre dann sogar größer als wenn der "Radweg" fortgeführt würde.

Genau genommen endet der Radweg erst nach der Kreuzung. Es gibt
unmittelbar nach der Fußgängerfurt einen Stummelradweg von etwa
5-10 m Länge, der noch dazu falsch beschildert ist (Zeichen 241
wird mit 237+Ende aufgehoben).
Am Ende dieses Stummelchens darf man rechtwinklig in den fließenden
Verkehr einfahren. Erfahrene Radfahrer vermeiden das und fahren
meist mitten auf der Kreuzung in den Fließverkehr ein (falls sie
überhaupt auf dem Radweg waren), einige wenige fahren am Ende des
Stummels auf die Fahrbahn und die meisten fahren am Ende des Stummels
auf dem Gehweg weiter.
Ich vermute, die Verletzte wollte über die Fußgängerfurt fahren.

> > Außerdem ist nur das kurze Stück Schillerstr. ab der Einmündung

> > Ernst-Abbe-Str. überhaupt benutzungspflichtig. Der Leutragraben vorher


> > ist schon lange entschildert und die Westbahnhofstr. ist zu schmal.
>

> Dann würde ich den Unfall zum Anlass nehmen, von der Behörde
> vollständige Entschilderung aka Stetigkeit zu fordern. Mit allen zur
> Verfügung stehenden Mitteln. Das verbliebene Radwegschild trägt
> offensichtlich nichts zur Unfallverhütung bei.

Ich habe gerade mit dem Chef der hiesigen AG Radverkehr
korrespondiert.
Er schreibst, daß sie das seit Jahren fordern, sich aber das
Nahverkehrsunternehmen dagegen verwehrt. Die Busse müßten hinter den
Radfahreren herfahren. Das müssen sie zwar (nach derzeitigem
Stand) unmittelbar nach der Kreuzung auch, so daß das kaum einen
Unterschied macht, aber es ist geplant, die Fortsetzung der
Straße (Westbahnhofstr., geht bergauf) umzubauen und in dieser
Fahrtrichtung Radfahrer auf Hochbord+240 zu führen. Falls ich das
dann jemals ignorieren sollte, kann ich mir jetzt schon das Hupkonzert
ausmalen. Derzeit ist Fahrbahnbenutzung legal und es wird so gut
wie nie gehupt, selbst wenn KFZ mich als Radfahrer längere Zeit
nicht überholen können.

Uwe Kotyczka

unread,
Oct 12, 2011, 3:18:53 AM10/12/11
to
On 11 Okt., 19:04, Uwe Kotyczka <uwe.kotyc...@web.de> wrote:
> Ich fahre gleich nochmal los und schaue mir die Grünzeiten an.
> Wenn sie anders sind als eben beschrieben berichte ich morgen.

Gestern abend und heute morgen nachgeschaut:
Die fünf Sekunden stimmen nicht. Die Grünzeiten sind länger und
folgen keinem für mich erkennbaren Schema. Fahrbahnverkehr und
Fußgänger bekommen stets gleichzeitig grün (Fahrbahn mit ganz
kurzem gelb dazwischen). Meist ist für die Fußgänger nach
10 Sekunden wieder rot, für den Fahrbahnverkehr nach weiteren
10 Sekunden. Wenn die Fußgängerampel länger grün zeigt,
haben die Kraftfahrer dann noch länger grün. Es könnte sein,
daß die Fahrbahn etwa doppelt solange grün hat. Aber genau
kann ich es nicht sagen - keine Ahnung, nach welchem Schema
genau das optimiert wurde.

Ervin Peters

unread,
Oct 12, 2011, 4:03:23 AM10/12/11
to
Am Wed, 12 Oct 2011 00:18:53 -0700 schrieb Uwe Kotyczka:

> Aber genau kann ich es nicht sagen - keine Ahnung, nach welchem Schema
> genau das optimiert wurde.

Bedarfsgerecht, vermute ich. Auch in Jena könnten die Kfz-Verkehrsmengen
per Induktionsschleifen erfasst werden und ein Verkehrsleitrechner
'optimiert' dann die Umläufe unter Berücksichtigung der Anforderungen des
ÖV. Radfahrer und Fußgänger werden aber selbstverständlich nicht erfasst
und eingerechnet.

ervin

--
Ob eine Stadt zivilisiert ist, hängt nicht von der Zahl ihrer
Schnellstraßen ab, sondern davon, ob ein Kind auf dem
Dreirad unbeschwert überall hinkommt.
- Enrique Peñalosa (abgeschrieben bei Michael Wilch)

Christoph Maercker

unread,
Oct 12, 2011, 6:04:06 AM10/12/11
to
Uwe Kotyczka wrote:
> Wenn ich Thomas und Alexander richtig verstanden habe, bekommen
> Fahrbahn und Fu�g�nger/Radwegbenutzer gleichzeitig gr�n.
> Die Gr�nphase endet f�r die Fu�g�nger nach 5 (in Worten f�nf)
> Sekunden, f�r den Fahrbahnverkehr wesentlich sp�ter.

Zusammen mit Deinem Folgebeitrag best�rkt das meinen Eindruck, dass hier
Benutzungspflicht wegen Ampeltiming angeordnet wurde.

> Die Radfahrerin scheint also wirklich einen Rotlichtversto� begangen


> zu haben. Wie lange "ihre" Ampel schon rot zeigte, ist unklar. In

> einer Meldung stand "�berquerte dabei eine Ampel, die soeben auf rot


> umgeschaltet hatte". Genaueres scheint nicht bekannt zu sein.

Wenn jemand 5m vor einer Kombiampel nicht auf die Eisen geht, wenn sie
auf Rot springt, halte ich das noch nicht f�r einen Rotlichtversto�.
Allerdings ist das eine typische Situation, wo die Ampel die
Aufmerksamkeit auf sich und weg von den eigentlichen Gefahren zieht.
Vermutlich hat die Radfahrerin beschleunigt, um noch halbwegs
rechtzeitig r�berzukommen und dabei den LKW v�llig ignoriert. Dessen
Fahrer hat evtl. im R�ckspiegel noch freien Radweg gesehen, W�hrend er
abbog, fuhr die Radfahrerin in den toten Winkel ein.

> Genau genommen endet der Radweg erst nach der Kreuzung. Es gibt

> unmittelbar nach der Fu�g�ngerfurt einen Stummelradweg von etwa
> 5-10 m L�nge, der noch dazu falsch beschildert ist (Zeichen 241
> wird mit 237+Ende aufgehoben).
> Am Ende dieses Stummelchens darf man rechtwinklig in den flie�enden


> Verkehr einfahren. Erfahrene Radfahrer vermeiden das und fahren

> meist mitten auf der Kreuzung in den Flie�verkehr ein (falls sie
> �berhaupt auf dem Radweg waren), einige wenige fahren am Ende des


> Stummels auf die Fahrbahn und die meisten fahren am Ende des Stummels
> auf dem Gehweg weiter.

d.h. das Gros f�hrt geradeaus und nimmt LKWs mit Abbiegeabsicht nicht wahr.

> Ich vermute, die Verletzte wollte �ber die Fu�g�ngerfurt fahren.

Warum nicht �ber die Radwegfurt?

> Ich habe gerade mit dem Chef der hiesigen AG Radverkehr
> korrespondiert.

> Er schreibst, da� sie das seit Jahren fordern, sich aber das
> Nahverkehrsunternehmen dagegen verwehrt. Die Busse m��ten hinter den
> Radfahreren herfahren. Das m�ssen sie zwar (nach derzeitigem
> Stand) unmittelbar nach der Kreuzung auch, so da� das kaum einen
> Unterschied macht,

ACK, nicht zuletzt wegen der regelm��igen Staus vor der Ampel. Aber die
k�nnten wie schon angedeutet noch schlimmer werden, wenn das Ampeltiming
an Radfahrer auf der Fahrbahn angepasst werden m�sste.

> ... aber es ist geplant, die Fortsetzung der
> Stra�e (Westbahnhofstr., geht bergauf) umzubauen und in dieser
> Fahrtrichtung Radfahrer auf Hochbord+240 zu f�hren.

Was nicht ohne weiteres zul�ssig ist. Gibt es genug Fu�g�nger dort? ;-)

Johann Mayerwieser

unread,
Oct 12, 2011, 6:06:37 AM10/12/11
to
Uwe Kotyczka schrieb:

> Meist ist für die Fußgänger
> nach 10 Sekunden wieder rot, für den Fahrbahnverkehr nach weiteren 10
> Sekunden. Wenn die Fußgängerampel länger grün zeigt, haben die
> Kraftfahrer dann noch länger grün. Es könnte sein, daß die Fahrbahn etwa
> doppelt solange grün hat. Aber genau kann ich es nicht sagen - keine
> Ahnung, nach welchem Schema genau das optimiert wurde.


Üblicherweise unterscheiden sich die Grünzeiten für Fußgänger und
Motorisiserten nach der benötigten Räumzeit, bei Fußgängern setzt man
AFAIK 3 km/h an, während man bei den Motorisierten mindestens das 10-
fache ansetzt, daher auch die frühere Rot-Schaltung der Fußgängerampel.
DAs lässt sich auch mit den nach Verkehrsfluss geschalteten Ampeln
vereinbaren.

Hannes

--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.

Uwe Kotyczka

unread,
Oct 12, 2011, 7:25:55 AM10/12/11
to
On 12 Okt., 12:04, Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de>
wrote:

> Zusammen mit Deinem Folgebeitrag best rkt das meinen Eindruck, dass hier
> Benutzungspflicht wegen Ampeltiming angeordnet wurde.

Nein. Der Radweg ist "älter". Wie Thomas schrieb, wurden die
Ampelzeiten nach einem tödlichen Linksabbiegerunfall eines
Motorradfahres (WIMRE aus der Gegenrichtung kommend) neu
"geordnet".
Und die Benutzungspflicht entspringt ganz klar dem Wunsch der
örtlichen Nahverkehrsgesellschaft.

Da die Kreuzung ein Nadelöhr darstellt, halte ich es schon für
sinnvoll, dort die Zeiten zu überhaupt optimieren. Andererseits
ist die Kreuzung nicht wirklich groß. Ich habe es noch nie erlebt,
daß die Räumzeiten bei Fahrbahnbenutzung dort zu knapp waren.
An anderen Kreuzungen hierzustadt passiert mir das regelmäßig.

> > Die Radfahrerin scheint also wirklich einen Rotlichtversto begangen
> > zu haben. Wie lange "ihre" Ampel schon rot zeigte, ist unklar. In
> > einer Meldung stand " berquerte dabei eine Ampel, die soeben auf rot
> > umgeschaltet hatte". Genaueres scheint nicht bekannt zu sein.
>
> Wenn jemand 5m vor einer Kombiampel nicht auf die Eisen geht, wenn sie

> auf Rot springt, halte ich das noch nicht für einen Rotlichtverstoß.

Sehe ich auch so.

> Allerdings ist das eine typische Situation, wo die Ampel die
> Aufmerksamkeit auf sich und weg von den eigentlichen Gefahren zieht.
> Vermutlich hat die Radfahrerin beschleunigt, um noch halbwegs

> rechtzeitig rüberzukommen und dabei den LKW völlig ignoriert. Dessen
> Fahrer hat evtl. im Rückspiegel noch freien Radweg gesehen, Während er


> abbog, fuhr die Radfahrerin in den toten Winkel ein.

Eben. Typischer, böser Radwegunfall.

> > Genau genommen endet der Radweg erst nach der Kreuzung. Es gibt
> > unmittelbar nach der Fu g ngerfurt einen Stummelradweg von etwa
> > 5-10 m L nge, der noch dazu falsch beschildert ist (Zeichen 241
> > wird mit 237+Ende aufgehoben).
> > Am Ende dieses Stummelchens darf man rechtwinklig in den flie enden
> > Verkehr einfahren. Erfahrene Radfahrer vermeiden das und fahren
> > meist mitten auf der Kreuzung in den Flie verkehr ein (falls sie
> > berhaupt auf dem Radweg waren), einige wenige fahren am Ende des
> > Stummels auf die Fahrbahn und die meisten fahren am Ende des Stummels
> > auf dem Gehweg weiter.
>

> d.h. das Gros fährt geradeaus und nimmt LKWs mit Abbiegeabsicht nicht wahr.

Ja. Zumal die Fahrbahnampel (in Fahrtrichtung) etliche Meter hinter
der Stelle liegt, wo die Furt beginnt.

> > Ich vermute, die Verletzte wollte ber die Fußgängerfurt fahren.


> Warum nicht ber die Radwegfurt?

Du hast recht. Ich hatte nur eine gemeinsame Furt in Erinnerung.
Es sind aber zwei aneinandergrenzende Furten markiert.

> > Ich habe gerade mit dem Chef der hiesigen AG Radverkehr
> > korrespondiert.
> > Er schreibst, da sie das seit Jahren fordern, sich aber das
> > Nahverkehrsunternehmen dagegen verwehrt. Die Busse m ten hinter den
> > Radfahreren herfahren. Das m ssen sie zwar (nach derzeitigem
> > Stand) unmittelbar nach der Kreuzung auch, so da das kaum einen
> > Unterschied macht,
>
> ACK, nicht zuletzt wegen der regelm igen Staus vor der Ampel. Aber die
> k nnten wie schon angedeutet noch schlimmer werden, wenn das Ampeltiming
> an Radfahrer auf der Fahrbahn angepasst werden m sste.
>
> > ... aber es ist geplant, die Fortsetzung der
> > Stra e (Westbahnhofstr., geht bergauf) umzubauen und in dieser
> > Fahrtrichtung Radfahrer auf Hochbord+240 zu f hren.
>

> Was nicht ohne weiteres zulässig ist. Gibt es genug Fußgänger dort? ;-)

Ja, gibt es. Über die Verkehrsführung an der Stelle wird schon lange
gestritten. Jetzt sieht es so aus, als ob langsam etwas in Bewegung
kommt und die Verfechter von Radverkehrsanlagen sich durchsetzen.
Leider.
Siehe auch das Posting news:20111011151...@waldschrat.mobil
von Thomas.

Thomas Wedekind

unread,
Oct 12, 2011, 7:27:56 AM10/12/11
to
Am Wed, 12 Oct 2011 12:04:06 +0200 schrieb Christoph Maercker
<Zwei...@gmx-topmail.de>:

> Zusammen mit Deinem Folgebeitrag bestärkt das meinen Eindruck, dass
> hier Benutzungspflicht wegen Ampeltiming angeordnet wurde.

Also, ich mal wieder. Es war nicht so. Die Benutzungspflicht besteht,
seitdem 1993 die Straße renoviert wurde und der Hochbordradweg Stand
der Dinge war. Die Ampel war zu der Zeit eine gutmütig geschaltete
DDR-Anlage mit Festzeitsteuerung (nicht auf den seit den 80er Jahren
vorhandenen Jenaer Verkehrsrechner geschaltet) und blieb so (bis auf
erneuerte Technik) vor ca. 3 Jahren.

Dann kam die verrückte Unfallserie an der Kreuzung, die immer
schlimmer wurde: scheinbar unerklärliche Fast-Frontal- oder
Eckzusammenstöße zwischen wartepflichtigen Linksabbiegern und
entgegenkommendem Geradeausverkehr. Kann mir jemand schlüssig
erklären, warum jemand auf dieser kleinen übersichtlichen Kreuzung
bei bester Sicht am Tage einfach in den Gegenverkehr kracht, und alle
paar Wochen wieder (andere Beteiligte)? Nachdem dann ein Simsonfahrer
durch die Luft gewirbelt wurde und starb, wurde extra
Linksabbiegegrün in den Signalzeitplan reingequetscht. Die Schaltung
hat jetzt 4 Phasen: längs geradeaus, nach rechts, und Fußgänger; längs
nur Linksabbieger; quer geradeaus+rechts+Fußgänger, quer nur
Linksabbieger. Die Linksabbiegerzeit fehlt nun für die Gehwege.
(Jeweils nach ca. 5 Linksabbiegern wird die Phase abgewürgt, kommen
mehr -> hinten anstellen.) Finde den psychologischen Faktor X für die
Unfälle... Ampelsteuerung und Benutzungspflicht sind hier 2 Paar
Stiefel.

> Vermutlich hat die Radfahrerin beschleunigt, um
> noch halbwegs rechtzeitig rüberzukommen und dabei den LKW völlig
> ignoriert. Dessen Fahrer hat evtl. im Rückspiegel noch freien
> Radweg gesehen, Während er abbog, fuhr die Radfahrerin in den toten
> Winkel ein.

War wohl so. Laut Zeitung war der Lkw-Fahrer nicht ortskundig;
Fernfahrer, wegen Stau auf der Autobahn durch Jena gefahren. Sonst
sind dort kaum Lkw, was die bisherige Unfallfreiheit erklären könnte.

> ACK, nicht zuletzt wegen der regelmäßigen Staus vor der Ampel. Aber
> die könnten wie schon angedeutet noch schlimmer werden, wenn das
> Ampeltiming an Radfahrer auf der Fahrbahn angepasst werden müsste.

Werden sie nicht, sie sind schon "schlimmer". Nach der Ampel
bergwärts sind 6% Steigung, und viele Radfahrer fahren da _sehr_
langsam. Außerdem ist bis zur Einmündung Rathenaustr. eine
durchgehende Mittellinie, d.h. bergauf fahrende Radfahrer dürfen
nicht überholt werden (und können auch meist nicht, wegen
Gegenverkehr). Wenn du da per Rad mit 8 km/h bergauf kriechst (musste
ich z.B., als ich mit Borreliose Rad gefahren bin, da ist Bewegung
das A und O, aber man fühlt sich wie 80), ziehst du die Bus- und
Autokolonne (Busse z.T. im 3-min-Takt) eben hinter dir her.
In den Busfahrplänen ist jetzt u.a. dafür eine Zeitreserve, die im
Bedarfsfall an der nächsten Haltestelle "abgestanden" wird.

> Was nicht ohne weiteres zulässig ist. Gibt es genug Fußgänger
> dort? ;-)

Ja. Die Stadt will aber dort ein Exempel statuieren, die auf dem
Gehweg vorhandenen Parkplätze ersatzlos zugunsten des Radverkehrs
aufzuheben. Wird das nichts, bleibt alles beim Alten. Das Ganze läuft
eh als Verkehrsversuch.

--
Viele Grüße, Thomas

Christoph Maercker

unread,
Oct 12, 2011, 12:19:27 PM10/12/11
to
Uwe Kotyczka wrote:
> Ja, gibt es. Über die Verkehrsführung an der Stelle wird schon lange
> gestritten. Jetzt sieht es so aus, als ob langsam etwas in Bewegung
> kommt und die Verfechter von Radverkehrsanlagen sich durchsetzen.

Macht die Fußgänger auf ihre Rechte aufmerksam. Bei VZ240 müssen die
gefragt werden!

Christoph Maercker

unread,
Oct 12, 2011, 12:32:27 PM10/12/11
to
Thomas Wedekind wrote:
> Dann kam die verrückte Unfallserie an der Kreuzung, die immer
> schlimmer wurde: scheinbar unerklärliche Fast-Frontal- oder
> Eckzusammenstöße zwischen wartepflichtigen Linksabbiegern und
> entgegenkommendem Geradeausverkehr. Kann mir jemand schlüssig
> erklären, warum jemand auf dieser kleinen übersichtlichen Kreuzung
> bei bester Sicht am Tage einfach in den Gegenverkehr kracht, und alle
> paar Wochen wieder (andere Beteiligte)?

Vielleicht hat die Ampelschaltung ja irgendwie suggeriert, der
Gegenverkehr wäre wartepflichtig? Oder die Linksabbieger sind bei
Dunkelgelb abgebogen, in der irrigen Annahme, der Gegenverkehr würde so
was Böses nie machen. ;-)

> Werden sie nicht, sie sind schon "schlimmer". Nach der Ampel
> bergwärts sind 6% Steigung, und viele Radfahrer fahren da _sehr_
> langsam. Außerdem ist bis zur Einmündung Rathenaustr. eine
> durchgehende Mittellinie, d.h. bergauf fahrende Radfahrer dürfen
> nicht überholt werden (und können auch meist nicht, wegen
> Gegenverkehr). Wenn du da per Rad mit 8 km/h bergauf kriechst (musste
> ich z.B., als ich mit Borreliose Rad gefahren bin, da ist Bewegung
> das A und O, aber man fühlt sich wie 80), ziehst du die Bus- und
> Autokolonne (Busse z.T. im 3-min-Takt) eben hinter dir her.

Selbst das reicht nicht für Radwegpflicht. "Leichtigkeit des Verkehrs"
ist gerichtsbewehrt nicht mit § 45 (9) StVO vereinbar. Außerdem benutzen
Radfahrer in solchen Straßen zu >> 99% freiwillig Radwege und sind in
bestimmten Situationen auch ohne Blauschilder dazu verpflichtet, wegen §
5 (6) StVO. Letzteres wäre relativ leicht kontrollierbar. Andererseits
spricht nichts dagegen, außerhalb der Spitzenzeiten auf der Fahrbahn zu
radeln.

> In den Busfahrplänen ist jetzt u.a. dafür eine Zeitreserve, die im
> Bedarfsfall an der nächsten Haltestelle "abgestanden" wird.

Na bitte, geht doch!

> Ja. Die Stadt will aber dort ein Exempel statuieren, die auf dem
> Gehweg vorhandenen Parkplätze ersatzlos zugunsten des Radverkehrs
> aufzuheben. Wird das nichts, bleibt alles beim Alten. Das Ganze läuft
> eh als Verkehrsversuch.

d.h. der Gehweg ist schon jetzt nur teilweise nutzbar (für Fußgänger).
Wieso dann VZ240 und nicht 241, unter Nutzung des Parkstreifens? Und
warum keine Verbreiterung der Fahrbahn + Beibehaltung des geplanten
Parkverbots? Dann kann überholt werden.
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Thomas Wedekind

unread,
Oct 12, 2011, 3:24:10 PM10/12/11
to
Am Wed, 12 Oct 2011 17:27:53 +0000 (UTC) schrieb bernd_...@gmx.de
(Bernd Sluka):

> Nur eine Fußgängerampel an der Furt vorhanden?

Eine Ampel mit Rad und Männlein in den Lichtern hinter der Furt; das
Radsymbol ist übrigens noch nicht lange drin. Ein paar Radfahrer
haben bei der Stadt dämlich gefragt (muss ich mal so sagen), nach
welcher Ampel sie sich denn richten müssten, wenn sie auf dem Radweg
kommen; es wäre für sie nicht eindeutig. Ich habe in der AG
Radverkehr immer wieder gesagt: Lasst das bleiben, für euch gilt
jetzt die Fahrbahnampel (besonders, da sie rechts vom Radweg steht),
dann habt ihr dreimal länger Grün. Hat nix geholfen.

--
Viele Grüße, Thomas

Thomas Wedekind

unread,
Oct 12, 2011, 3:37:52 PM10/12/11
to
Am Wed, 12 Oct 2011 18:32:27 +0200 schrieb Christoph Maercker
<Zwei...@gmx-topmail.de>:

> Und warum keine Verbreiterung der Fahrbahn +
> Beibehaltung des geplanten Parkverbots? Dann kann überholt werden.

Straßenschlucht, Häuserabriss nötig (an einer Seite ist nicht mal ein
Gehweg, sondern gleich neben der Fahrbahn eine hohe Stützmauer). Was
an der anderen Seite der Fahrbahn zuzugeben wäre, müsste vom
dortigen Gehweg abgeknapst werden. Hatte dazu hier schon genug Bilder
gepostet. Der Murks dort sind einfach die aneinander gereihten
Minimalbreiten für alle Verkehrsflächen. Die Stadt will in die Straße
auch vorläufig nichts investieren.

--
Viele Grüße, Thomas

Uwe Kotyczka

unread,
Oct 12, 2011, 7:54:41 PM10/12/11
to
On 12 Okt., 19:25, bernd_use...@gmx.de (Bernd Sluka) wrote:
> > Der Witz ist, dass der Radweg genau an der Unfallstelle endet.
>
> Wenn er dort endet, wird an der Ampel kein Fahrradsymbol sein. Dann ist
> die Radfahrerin bei Grün gefahren, das der Lkw-Fahrer auch gesehen hat.
> Allerdings hatte er dann Vorrang vor der Radfahrerin, die in die
> Fahrbahn eingefahren ist.

Das hatte Alexander falsch in Erinnerung, hatten wir schon geklärt.
Die Ampel zeigt gemeinsames Fußgänger und Radfahrersymbol. Es sind
zwei
aneinandergrenzende Furten markiert. Am anderen Ende gibt es einen
Stummelradweg. Dort wird nach wenigen Metern der mit Zeichen 241
angeordnete Radweg mit 237+Ende aufgehoben (falls das überhaupt
möglich ist). Der Radweg endet stumpf.
Sich erst an der Stelle in den fließenden Verkehr einzuordnen
halte ich für lebensgefährlich. Alexander sieht das offenbar
ähnlich, weshalb er weiter unten schrieb...

> Ist dagegen ein Fahrradsybol vorhanden, muss auch eine Furt vorhanden
> sein. Der Radweg endet dann nicht an dieser Stelle und die Radfahrerin
> hat Vorrang vor dem abbiegenden Lkw. Aber auch dann hat die Radfahrerin
> keinen Rotlichtverstoß begangen, weil sie eingefahren ist, als die
> (Fußgänger/Fahrrad-)Ampel *soeben* auf Rot umgeschaltet hat. Auch ohne
> Gelbphase, die dies anzeigt, muss ihr eine Übergangszeit angerechnet
> werden - das mindeste sind eine Sekunde, eher bei zulässigen 50 km/h
> 3 Sekunden. Der Lkw-Fahrer hatte dabei weiterhin Grün, denn die
> Fußgänger-/Fahrradampel schaltet wegen der längeren Räumzeiten eher auf
> Rot.


>
> > Als
> > Radfahrer wird man gezwungen, sich dann auf der Kreuzung in den

> > fließenden Verkehr Richtung Westbahnhofstr. einzufädeln. Das ist selbst
> > ohne Rechtsabbieger lästig.
>
> Das macht man selbstverständlich an der letzten zurückliegenden sicheren
> Einfahrmöglichkeit, wo die Benutzungspflicht dann endet, und nicht
> mitten in einen Rechtsabbiegerstrom.

Die letzte sichere Einfahrmöglichkeit ist identisch mit dem
Beginn des Radwegs. Ich bin dort übrigens eher selten wegen
Fahrbahnbenutzung angemacht worden.
Ich markiere nochmal das Stück, wo überhaupt nur
benutzungspflichtiger
Radweg ist. Davor (Schillerstraße) ist 239 + 1022-10, danach
(Westbahnhofstraße)
keine Sonderregelung. Die "Vogelperspektive" zeigt das betreffende
Stück
anschaulich:
http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=50.92623889780797~11.582886278629342&lvl=19&dir=0&sty=r&rtp=pos.50.926610518363546_11.583483906745897_in%20der%20N%C3%A4he%20von%20Schillerstra%C3%9Fe%2C%2007745%20Jena___e_~pos.50.9257878924407_11.582133701854445_in%20der%20N%C3%A4he%20von%20Ernst-Haeckel-Platz%20___e_&mode=D&rtop=0~0~0~&form=LMLTCC
Eine Trennnung zwischen Radweg und Gehweg ist nicht vorhanden.
(Wenn man eine dünne zweireihige Pflasterung mit geringfügig
rauherer Oberflächenstruktur nicht für eine solche halten will.)

> > Außerdem ist nur das kurze Stück Schillerstr. ab der Einmündung

> > Ernst-Abbe-Str. überhaupt benutzungspflichtig. Der Leutragraben vorher


> > ist schon lange entschildert und die Westbahnhofstr. ist zu schmal.
>

> Dann ist es einfach nur dumm (nachvollziehbar, weil wahrscheinlcih
> mangels Kenntnis) bis zum Ende des Radwegs durchzufahren.
> --
> A || Bernd Sluka
> A A u u ==##== ooo
> AAAAA u u || o o Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie
> A A uu || ooo Ihren Arzt, die Umwelt oder Ihre Kinder

Markus Koßmann

unread,
Oct 13, 2011, 12:16:37 AM10/13/11
to
Christoph Maercker wrote:

> Wenn jemand 5m vor einer Kombiampel nicht auf die Eisen geht, wenn sie

> auf Rot springt, halte ich das noch nicht für einen Rotlichtverstoß.
Das kann schon deswegen keine Rotlichverstoß sein, weil man schon nicht
mehr rechtzeitig anhalten kann. Anhalteweg bei 4 m/s (~15 km/h) umd 4m/s²
Bremsbeschleunigung ist bereits 6 m.

Henning Haida

unread,
Oct 13, 2011, 5:11:04 AM10/13/11
to
Am 12.10.2011 21:37, schrieb Thomas Wedekind:
> Am Wed, 12 Oct 2011 18:32:27 +0200 schrieb Christoph Maercker
>> Und warum keine Verbreiterung der Fahrbahn +
>> Beibehaltung des geplanten Parkverbots? Dann kann überholt werden.
> Der Murks dort sind einfach die aneinander gereihten
> Minimalbreiten für alle Verkehrsflächen. Die Stadt will in die Straße
> auch vorläufig nichts investieren.

Sperrung für den Kraftfahrzeugverkehr mit Ausnahme ÖPNV würde die Gefahr
sicher beseitigen, kommt aber wahrscheinlich nicht in Frage?


Thomas Wedekind

unread,
Oct 13, 2011, 5:32:57 AM10/13/11
to
Am Thu, 13 Oct 2011 11:11:04 +0200 schrieb Henning Haida
<losm...@midnightallstars.de>:

> Sperrung für den Kraftfahrzeugverkehr mit Ausnahme ÖPNV würde die
> Gefahr sicher beseitigen, kommt aber wahrscheinlich nicht in Frage?

In dem Fall ausnahmsweise nicht. An der Straße hängt der wichtigste
Jenaer Bahnhof, zwei Industriegebiete, eine Fachhochschule, ein paar
Wohngebiete... es gibt allerdings keine vernünftige Stadt, in der
eine Ballung solcher Einrichtungen auf einem Berg liegt und über
genau eine schluchtartige Straße mit der restlichen Stadt verbunden
ist. (Das Nadelöhr ist eine Unterführung unter einer Eisenbahnstrecke,
durch die muss alles.) Pkw- und Lkw-Verkehr sind schon
außergewöhnlich gering; es sieht nur aus, als wären sie stark. Wegen
des langsamen Fahrens und vielen Staus ist der Verkehrsdurchsatz aber
weit unter dem, was selbst eine normale zweispurige Straße eigentlich
hergibt.

--
Viele Grüße, Thomas

Christoph Maercker

unread,
Oct 13, 2011, 6:49:50 AM10/13/11
to
Thomas Wedekind wrote:
> Straßenschlucht, Häuserabriss nötig (an einer Seite ist nicht mal ein
> Gehweg, sondern gleich neben der Fahrbahn eine hohe Stützmauer).

Das ist schon klar, aber Du bzw. Uwe Kotyczka schrieben was von
erlaubtem Parken auf dem Gehweg? Das wäre doch eine Reserve.


> an der anderen Seite der Fahrbahn zuzugeben wäre, müsste vom
> dortigen Gehweg abgeknapst werden.

Wenn auf dem Gehweg bisher wirklich geparkt werden darf, müsste selbiger
ziemlich breit sein. Verlegung von Bordsteinen, Rohren, Kabeln, ...
kostet natürlich immens, das wird der Hauptgrund sein, warum es ein
"Radweg" werden soll.

Christoph Maercker

unread,
Oct 13, 2011, 6:50:47 AM10/13/11
to
Henning Haida wrote:
> Sperrung für den Kraftfahrzeugverkehr mit Ausnahme ÖPNV würde die Gefahr
> sicher beseitigen, kommt aber wahrscheinlich nicht in Frage?

Zusatzfrage: Für Radfahrer gibt es keine brauchbare Alternativroute via
Nebenstraßen?

Uwe Kotyczka

unread,
Oct 13, 2011, 8:14:55 AM10/13/11
to
On 13 Okt., 12:49, Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de>
wrote:

> Wenn auf dem Gehweg bisher wirklich geparkt werden darf, müsste selbiger
> ziemlich breit sein. Verlegung von Bordsteinen, Rohren, Kabeln, ...
> kostet natürlich immens, das wird der Hauptgrund sein, warum es ein
> "Radweg" werden soll.

Der Gehweg ist nicht überall gleich breit. An den breiteren
Stellen gibt es ein paar Stellflächen. An den schmaleren Stellen
haben die Fußgänger etwas genausoviel Platz wie neben den
Parklätzen.
Ich bin übrigens sehr für diese Parkplätze, denn sie
ermöglichen ein Fahren auf der Fahrbahn ohne Hupkonzert.

Uwe Kotyczka

unread,
Oct 13, 2011, 8:10:18 AM10/13/11
to
On 13 Okt., 12:50, Christoph Maercker <Zweist...@gmx-topmail.de>
wrote:

> Zusatzfrage: Für Radfahrer gibt es keine brauchbare Alternativroute via
> Nebenstraßen?

Nein.

Holger Müller

unread,
Oct 13, 2011, 9:08:23 AM10/13/11
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Thomas Wedekind <tom-we...@web.de> schrieb:
> Eine Ampel mit Rad und Mᅵnnlein in den Lichtern hinter der Furt; das
> Radsymbol ist ᅵbrigens noch nicht lange drin. Ein paar Radfahrer
> haben bei der Stadt dᅵmlich gefragt (muss ich mal so sagen), nach
> welcher Ampel sie sich denn richten mᅵssten, wenn sie auf dem Radweg
> kommen; es wᅵre fᅵr sie nicht eindeutig. Ich habe in der AG
> Radverkehr immer wieder gesagt: Lasst das bleiben, fᅵr euch gilt

> jetzt die Fahrbahnampel (besonders, da sie rechts vom Radweg steht),
> dann habt ihr dreimal lᅵnger Grᅵn. Hat nix geholfen.

Du hᅵttest ihnen sagen sollen, wieviel mal lᅵnger sie Gelb haben ;-)

SCNR
Holger
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Christoph Maercker

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Oct 14, 2011, 1:27:37 AM10/14/11
to
Uwe Kotyczka wrote:
> Ich bin �brigens sehr f�r diese Parkpl�tze, denn sie
> erm�glichen ein Fahren auf der Fahrbahn ohne Hupkonzert.

Dann sichert Euch die Unsterst�tzung der Anwohner oder wer sonst noch
dort parken mag, zus�tzlich zu den Fu�g�ngern. VZ240 bei halbwegs
Fu�g�ngerverkehr geht nicht, Busfahrplan hin, Busfahrplan her.
Haltestellen hat die Buslinie au�erdem.

Thomas Wedekind

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Oct 14, 2011, 6:14:24 PM10/14/11
to
Am Thu, 13 Oct 2011 12:49:50 +0200 schrieb Christoph Maercker
<Zwei...@gmx-topmail.de>:

> Wenn auf dem Gehweg bisher wirklich geparkt werden darf, müsste
> selbiger ziemlich breit sein.

Müsste jetzt die Bauzeichnung der geplanten Änderungsaktion
heraussuchen, aber über den Daumen gepeilt ca. 3m. Mit Parkflächen
ist die Restbreite sehr knapp, es kommen z.T. gerade noch 2
Fußgänger aneinander vorbei. Das Parken dort ist ein Relikt der
Autolobby gleich nach der Wende, was sich bisher keiner
zurückzunehmen traute; mit dem Argument "Radfahrer vor den Bussen
fort" glaubt die Stadt jetzt wenigstens einen Grund zu haben. Die
Lobby der Radfahrer in Jena arbeitet z.T. uneffektiv, es gibt sie
aber. Die Fußgänger haben schlicht und einfach keine. Der
Seniorenbeirat war mal eine, dessen Verkehrspolitik sich aber darin
erschöpfte, gegen das (erlaubte) Radfahren im Stadtzentrum zu
schießen (sehr spezielle Geschichte). Seitdem die Stadt klargestellt
hat, daran nicht drehen zu wollen, ist den Senioren kein neues Thema
zum Verkehr mehr eingefallen. (Ich könnte sofort eine A4-Seite zu
Fußgängerproblemen schreiben...)

In den letzten 20 Jahren ist auch der Durchschnitts-Pkw etwas breiter
geworden. Heute gängige Fahrzeugabmessungen fuhr damals nicht mal
ein Kombinatsdirektor.

> Verlegung von Bordsteinen, Rohren,
> Kabeln, ... kostet natürlich immens, das wird der Hauptgrund sein,
> warum es ein "Radweg" werden soll.

Auch, aber nicht nur. Die Stadt hat schon Geld, und Leitungen werden
sowieso umverlegt. (Z.B. sollen alle noch im Gehweg stehenden
Lampenmasten durch Seile oder an die Gebäude geschraubte Ausleger
ersetzt werden; der Weg soll frei von Einbauten werden.) Hauptsache
ist im Moment der Lauf der ganzen Geschichte als Versuch, samt dem
Schutzstreifen an der anderen Seite (hatten wir hier schon).
Sämtliche Radfahr-Zutaten sollen rückstandsfrei entfernbar sein.

--
Viele Grüße, Thomas

Bodo Eggert

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Oct 24, 2011, 1:01:29 PM10/24/11
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Bernd Sluka wrote:
> Am Wed, 12 Oct 2011 21:24:10 +0200 schrieb Thomas Wedekind:

>> kommen; es wäre für sie nicht eindeutig. Ich habe in der AG
>> Radverkehr immer wieder gesagt: Lasst das bleiben, für euch gilt
>> jetzt die Fahrbahnampel (besonders, da sie rechts vom Radweg steht),
>
> Rechts oder links ist für Ampeln schon immer einerlei.

Ich habe Anno Dazumal in der ADAC-Zeitschrift ein Urteil gelesen, daß eine
bestimmte Ampel deswegen nicht für den Radverkehr gelte, weil sie links von
diesem stehe und daher nicht klar sei, daß sie auch für Radfahrer gelten
solle. Eine rechts davon stehende Ampel wäre grundsätzlich gültig gewesen.
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