Eberhard Burr schrieb in ka.verkehr am 28. Mai 2000
> ich fahr' in letzter Zeit häufig die Stracke KA-Rastatt mit dem Rad
> (weil ich dort arbeite) und es langweilt mittlerweile doch arg, jeden
> Morgen einige hundert mal angehupt zu werden... leider hab' ich außer
> der B36 noch keine geeignete Strecke gefunden, die:
> - durchgehend geteert ist (weil Schotter bremst und die Gefahr von
> Reifenpannen drastisch erhöht)
> - ein ausgewiesener Radweg oder eine etwas weniger befahrene Straße
> ist
> - keine unüberwindlichen Hindernisse enthält (mit meinem
> Langliegerad mit Gepäck schaff' ich z.B. keine Absperrschranken
> und keine Bordsteine)
> - in 1,5 Stunden zu schaffen ist (für die Strecke aus KA-NW über
> Mühlburg, B36 bis zu meinem Arbeitsplatz am Südrand von Rastatt
> brauche ich etwa 70 Minuten)
>
> kennt irgendwer eine passende Strecke? Wo, z.B. beginnt der Radweg,
> der ab Bruchhausen entlang der B3 nach Rastatt führt? Oder vielleicht
> gibt's ja Straßenkarten, in denen verzeichnet ist, welche Straßen für
> Fahrräder gesperrt sind, und welche {Rad|Feld}wege geteert sind?
Ich habe damals mit Karte und eigenen Erfahrungen bewaffnet geantwortet.
Die Antwort finde ich zwar nicht mehr, aber das Ergebnis lautete ungefaehr,
dass es eigentlich nichts wirklich passendes fuer seine Anforderungen gibt...
Am Mittwoch, den 6. Dezember 2000, schrieben die BNN (Badischen Neuesten
Nachrichten) S. 21:
"Radfahrer nach Kollision mit Pkw tödlich verletzt
Malsch (BNN). Tödlich verletzt wurde bei einem Zusammenstoß mit einem
Pkw ein 32-jähriger Radfahrer am Montagabend auf der B3 bei Muggensturm.
Nach Polizeiangaben wurde das Liegefahrrad von dem Wagen der 21-jährigen
Pkw-Fahrerin erfasst und durch die Luft geschleudert. Die junge Frau fuhr
trotz des Unfalls weiter, wurde aber wenig später in einer Gaststätte
in Malsch festgenommen."
Als (derzeit nicht aktiver) Liegeradler schaute ich mal in die Todesanzeigen:
"Wir trauern um unseren Mitarbeiter
Herrn Eberhard Burr
der am 4. Dezember 2000 durch einen tragischen Verkehrsunfall im Alter
von 32 Jahren verstorben ist. ..."
Daten passten zum Artikel und der Name kam mir bekannt vor, eben von
obigen Artikel und anderen.
Die B3 ist auf rund 11 km eine stark befahrene schnurgerade Straße, nur
unterbrochen von 2 kleineren Häuseransammlungen, von daher Rennstrecke und
auch für Autofahrer nicht ganz ungefährlich. In Höhe Muggensturm ohne Radweg,
wenn meine 1997er Karte noch stimmt, Ähnliches trifft auf die B36 westlich
davon zu, nur dass sie eher 2 größere Ortsdurchfahrten bekommt. Für
gemütlichen Radverkehr wüsste ich dort Alternativen, für schnellen
Radverkehr nicht...
MfG: Heiko Jacobs Z!
--
Douglasstr. 30, 76133 Karlsruhe, Tel.: (+49) (0)721 / 24069 Fax: .../ 2030542
jac...@cousin.stud.uni-karlsruhe.de http://cousin.stud.uni-karlsruhe.de/cousin/
.../jacobs/ Geo-Bild Ing.buero: http://dienstleistungen.freepage.de/geo-bild/
Heiko Jacobs wrote:
>
> Malsch (BNN). Tödlich verletzt wurde bei einem Zusammenstoß mit einem
> Pkw ein 32-jähriger Radfahrer am Montagabend auf der B3 bei Muggensturm.
> Nach Polizeiangaben wurde das Liegefahrrad von dem Wagen der 21-jährigen
> Pkw-Fahrerin erfasst und durch die Luft geschleudert.
Mist, so habe ich vor 3 Jahren meinen Geschäftspartner verloren :-(
> Die junge Frau fuhr
> trotz des Unfalls weiter, wurde aber wenig später in einer Gaststätte
> in Malsch festgenommen."
Na prima, noch schnell etwas Alkohol nachgetankt. Ich fürchte sie war
vorher schon nicht nüchtern :-(
Peter, da hat Olaf wohl etwas mehr Glück gehabt, Esselborn
--
Peter Esselborn
...
> Malsch (BNN). Tödlich verletzt wurde bei einem Zusammenstoß mit einem
> Pkw ein 32-jähriger Radfahrer am Montagabend auf der B3 bei Muggensturm.
> Nach Polizeiangaben wurde das Liegefahrrad von dem Wagen der 21-jährigen
> Pkw-Fahrerin erfasst und durch die Luft geschleudert. Die junge Frau fuhr
> trotz des Unfalls weiter, wurde aber wenig später in einer Gaststätte
> in Malsch festgenommen."
>
Da bist Du als Radler immer angeschmiert (bist halt neben Fußgängern
schwächstes Glied in der Kette). Im günstigsten Fall ist halt nur Dein Rad
beschädigt. Allerdings ist natürlich das Verhalten der PKW-Fahrerin mehr als
sträflich. Möge sie ihr Gewissen für immer plagen und ich hoffe, daß sie
eine hohe Strafe bekommt bzw. bekommen hat (immerhin unerlaubtes Entfernen
vom Unfallort sowie KV mit Todesfolge (oder auch Totschlag, dazu muß man
aber die genauen Umstände kennen), vielleicht noch Widerstand gg.
Vollstreckungsbeamte und Alk, aber das ist spekulativ). Den Vorsatz möchte
ich hier zu 99% unterstellen, weil es ihr völlig egal war, was mit dem
Verunglückten geschah, nachdem sie weiterfuhr. Die KV ist IMO also nicht
mehr im Bereich von Fahrlässigkeit zu sehen.
Nunja, 21 Jahre - was soll ich da sagen: "jung, dynamisch, erfolglos". Und
Frauen ... naja - Schwamm drüber.
Tragisch ist immer, daß es die schwächsten im Verkehr (teils verschuldet,
teils unverschuldet) trifft und das die Folgen dann sehr schwerwiegend bzw.
ultimativ sind, wie auch in diesem Fall.
> "Radfahrer nach Kollision mit Pkw tödlich verletzt
>
> Malsch (BNN). Tödlich verletzt wurde bei einem Zusammenstoß mit einem
> Pkw ein 32-jähriger Radfahrer am Montagabend auf der B3 bei Muggensturm.
> Nach Polizeiangaben wurde das Liegefahrrad von dem Wagen der 21-jährigen
> Pkw-Fahrerin erfasst und durch die Luft geschleudert. Die junge Frau fuhr
> trotz des Unfalls weiter, wurde aber wenig später in einer Gaststätte
> in Malsch festgenommen."
Fahrlässige Tötung, im Stich lassen eines Verletzten, Fahrerflucht.
Wahrscheinlich wird sie dennoch viel zu kurz hinter Gittern sein.
> Als (derzeit nicht aktiver) Liegeradler schaute ich mal in die Todesanzeigen:
>
> "Wir trauern um unseren Mitarbeiter
> Herrn Eberhard Burr
> der am 4. Dezember 2000 durch einen tragischen Verkehrsunfall im Alter
> von 32 Jahren verstorben ist. ..."
13:05 GMT hat er sein letztes Posting <ur93o9...@gmx.de> nach drf
gepostet.
Ich bewundere Eberhard, dass er 3 h zu und von seinem Arbeitsplatz mit dem
Rad zurücklegte.
Warum musste er das mit dem Leben bezahlen?
Erschüttert :-(((
--
Gerald
> Da bist Du als Radler immer angeschmiert (bist halt neben Fußgängern
> schwächstes Glied in der Kette). Im günstigsten Fall ist halt nur Dein Rad
> beschädigt. Allerdings ist natürlich das Verhalten der PKW-Fahrerin mehr als
> sträflich. Möge sie ihr Gewissen für immer plagen und ich hoffe, daß sie
> eine hohe Strafe bekommt bzw. bekommen hat (immerhin unerlaubtes Entfernen
> vom Unfallort sowie KV mit Todesfolge (oder auch Totschlag, dazu muß man
> aber die genauen Umstände kennen), vielleicht noch Widerstand gg.
> Vollstreckungsbeamte und Alk, aber das ist spekulativ). Den Vorsatz möchte
> ich hier zu 99% unterstellen, weil es ihr völlig egal war, was mit dem
> Verunglückten geschah, nachdem sie weiterfuhr. Die KV ist IMO also nicht
> mehr im Bereich von Fahrlässigkeit zu sehen.
> Nunja, 21 Jahre - was soll ich da sagen: "jung, dynamisch, erfolglos". Und
> Frauen ... naja - Schwamm drüber.
Du hast aber Hoffnungen, hier in Trier hat ein bekiffter eine 14-
jährige Fußgängerin totgefahren und ihre Freundin schwer verletzt,
danach ist er abgehauen, kam aber später wieder, um sich zu vergewissern,
ob die Mädchen auch ja tot sind und ist wieder abgehauen, ohne sich um
die Opfer zu kümmern und ohne Hilfe anzufordern. Ergebnis: geringe
Freihaeitsstrafe auf Bewährung, Begründung: kann ja jedem passieren.
--
Horst Scheuermann Universitaets-Rechenzentrum Trier __o 16
Universitaetsring 19 D-54286 Trier _`\<,_
Telefon: 0651 201 3436 Telefax: 0651 201 3921 (_)/ (_)
scheu...@uni-trier.de - Often in error; Never in Doubt! ~~~~~~~~~~~~
Vorneweg: mein Beileid den Angehörigen.
Hervorragend, Dein Statement, Horst: wir alle wissen: Frauen sind doof,
Autofahrer die natürlichen Feinde der Radfahrer - hier mal wieder ein
typisches Beispiel.
Wir wissen genau, daß sich die Frau nur ihrer Bestrafung entziehen wollte.
unter Schock kann die nicht gestanden haben. Das weiss der Horst ganz
genau!! Gehört ihr Leben lang eingesperrt, das Gör!
Nur: wer war beim Autofahren nicht schon mal 2 Sekunden achtlos, wenn was
auf den Boden gefallen war, wenn man zulange auf den Tacho schaut? Was
macht dennn das Mädel jetzt, mit 21 und einen auf dem Gewissen?
Aber wir haben ja Super-Horst, der wird`s schon wissen.
Steffen
Nun, hinter Gitter wird sie wohl gar nicht müssen ....
Viel wichtiger wäre auch, ihr für SEHR LANGE Zeit den Führerschein
zu entziehen. Das macht den toten Radfahrer zwar nicht mehr lebendig,
schützt aber die noch lebenden ...
Frank
Gerald Eischer wrote:
> Ich bewundere Eberhard, dass er 3 h zu und von seinem Arbeitsplatz mit dem
> Rad zurücklegte.
> Warum musste er das mit dem Leben bezahlen?
Weil Autofahrer bei uns Narrenfreiheit geniessen?
Weil das Fahrrad immer weniger als Verkehrsmittel und immer mehr als
Freizeit- und Spielgeraet abseits des Strassenverkehrs betrachtet wird?
Weil unsere ignorante Radwegpolitik auch noch die letzten Radfahrer von
der Fahrbahn holt und Autofahrer immer weniger mit schwaecheren
Verkehrsteilnehmern umgehen koennen?
Wie haeufig sind Fahrrad-Unfaelle auf freiere Strecke auf schnell/stark
befahrenen Bundesstrassen eigentlich? Ist das Unglueck von Eberhard Burr
ein seltener, tragischer Einzelfall oder ist hier eine Systematik
erkennbar, die die Forderungen nach Radwegen an solchen Strassen
berechtigt erscheinen lassen? Allerdings waere dann die Bedingung
"schneller Radverkehr" auch nicht mehr erfuellt.
Armin Mann
Können wir uns darauf einigen, Fernurteile zu unterlassen?
Andreas
Steffen Althaus schrieb:
>
> Aber wir haben ja Super-Horst, der wird`s schon wissen.
Du meinst den Super-Sascha? Auf das, was Horst bezieht, gehst Du gar
nicht ein. Also, Steffen, wenn Du schon Personen persönlich anstänkerst,
dann vergewissere Dich bitte vorher nochmal, ob Du den richtigen
getroffen hast.
Wolfgang
Armin Mann schrieb:
>
> Wie haeufig sind Fahrrad-Unfaelle auf freiere Strecke auf schnell/stark
> befahrenen Bundesstrassen eigentlich? Ist das Unglueck von Eberhard Burr
> ein seltener, tragischer Einzelfall oder ist hier eine Systematik
> erkennbar, die die Forderungen nach Radwegen an solchen Strassen
> berechtigt erscheinen lassen?
Ich fürchte, daß der Zustand des Mischbetriebes von Autos und Fahrrädern
instabil ist, sobald Radwege ins Spiel kommen: Führt man Radwege ein,
setzt ein Verdrängungsprozess seitens der Autofahrer ein, noch mehr
Radwege, noch mehr anekeln... bis wie bei einer zweiten, niveaufrei
geführten (kann gern mehrdeutig verstanedn werden) Infrastruktur wären.
> Allerdings waere dann die Bedingung
> "schneller Radverkehr" auch nicht mehr erfuellt.
Nö, es genügt ja, die Bedingung "Schneller Autoverkehr" zu erfüllen,
denn Radverkehr ist ja bloß Freizeitverkehr mit Spielzeugen, während der
Betrieb von schweren Fun-multiple-utility-cars dringend geboten ist zur
Wahrung des wirtschaftlichen Wohlstandes in unserem Lande, oder so.
Wolfgang
..[toedlicher Unfall]...
>
>Da bist Du als Radler immer angeschmiert (bist halt neben Fußgängern
>schwächstes Glied in der Kette). Im günstigsten Fall ist halt nur Dein Rad
>beschädigt. Allerdings ist natürlich das Verhalten der PKW-Fahrerin mehr als
>sträflich. Möge sie ihr Gewissen für immer plagen und ich hoffe, daß sie
>eine hohe Strafe bekommt bzw. bekommen hat (immerhin unerlaubtes Entfernen
>vom Unfallort sowie KV mit Todesfolge (oder auch Totschlag, dazu muß man
>aber die genauen Umstände kennen),
> vielleicht noch Widerstand gg.
>Vollstreckungsbeamte und Alk, aber das ist spekulativ).
Dann lass es einfach weg...
> Den Vorsatz möchte ich hier zu 99% unterstellen, weil es ihr völlig egal
> war, was mit dem Verunglückten geschah, nachdem sie weiterfuhr.
Das ist wohl der Schock gewesen. Das kommt recht haeufig vor.
> Die KV ist IMO also nicht mehr im Bereich von Fahrlässigkeit zu sehen.
Doch die KV natuerlich. Oder glaubst Du die Fahrerin haette ihn mit
Vorsatz umgefahren?
>Nunja, 21 Jahre - was soll ich da sagen: "jung, dynamisch, erfolglos". Und
>Frauen ... naja - Schwamm drüber.
Diese Altersgruppe ist nun mal eine besonders gefaehrdete Altersgruppe
und das mit den Frauen, nun ja, lassen wir das lieber aus der Diskussion.
>Tragisch ist immer, daß es die schwächsten im Verkehr (teils verschuldet,
>teils unverschuldet) trifft und das die Folgen dann sehr schwerwiegend bzw.
>ultimativ sind, wie auch in diesem Fall.
>
Mich wundert dies wenige Verstaendnis fuer die Fahrerin. Als Radler bin
ich staendig auf lausigen und unuebersichtlichen Wegen unterwegs. Dort
habe ich ein immenses Unfallrisiko. Die Wahrscheinlichkeit mal einen
Fussgaenger zu erwischen ist nun mal da nicht unerheblich. Ich fahre
jeden Tag an etwa einem dtz Unfallschwerpunkte vorbei. Und bei einigen
waere ich der Verursacher, trotz gewissenhaften Verhaltens. Und ganz
abgesehen davon: die Verkehrsfuehrung ist so verhunzt, das man fast
keine Chance hat alles halbwegs unter Kontrolle zu halten. Weder als
Radler noch als Autofahrer.
MfG
Uwe Borchert
> Andererseits sollte man einem einem jungen Menschen nicht die
> Zukunftschancen nehmen mit sehr langen Strafen, wie hier teilweise
> gefordert.
Und was ist mit Eberhards Zukunftschancen bzw. seiner Familie
sofern er eine hatte?
Leute, die kriminell mit dem Auto fahren, also mit ihrer
Fahrweise den Tod oder schwere Verletzungen eines anderen
Verkehrsteilnehmer in Kauf nehmen, gehören als Kriminelle
behandelt
> Ich glaube kein Mensch kann sich davon ausnehmen, das er nicht durch
> ein dummes Missgeschick zum Verursacher eines tödlichen Unfalls
Ich weiß von diesem Unfall nicht mehr, als hier gepostet wurde, aber
einen Radfahrer auf einer schnurgeraden Straße niederzufahren, *kann*
kein "dummes" Missgeschick gewesen sein.
--
Gerald |FAQ zu de.rec.fahrrad: http://ntklotz.gmd.de/drf/faq/
|Für OE-luser: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html
|Hamster: http://www.humor.nl/hamsterdance/
"Frank Jürgen Wörner" schrieb:
> Nun, hinter Gitter wird sie wohl gar nicht müssen ....
> Viel wichtiger wäre auch, ihr für SEHR LANGE Zeit den Führerschein
> zu entziehen. Das macht den toten Radfahrer zwar nicht mehr lebendig,
> schützt aber die noch lebenden ...
Glaube nicht, das ihr das noch einmal passieren wird, damit wird also
wohl kaum ein weiteres Leben geschont.
Fahrerflucht muss strafrechtlich verfolgt werden, das ist ausser
Zweifel.
Andererseits sollte man einem einem jungen Menschen nicht die
Zukunftschancen nehmen mit sehr langen Strafen, wie hier teilweise
gefordert.
Ich glaube kein Mensch kann sich davon ausnehmen, das er nicht durch
ein dummes Missgeschick zum Verursacher eines tödlichen Unfalls
werden kann. Und von denen würde sicher auch wiederum ein grösserer
Prozentsatz im Schock ähnlich reagieren.
Vielleicht sollte man da die Fahrschulen fordern, in dieser Richtung
etwas mehr auszubilden, das man im Falle eines Unfalles besser die
Nerven behalten kann.
Gerald
Nicht das jetzt der Gedanke aufkommt, ich würde die junge Frau
verteidigen und das Opfer ignorieren.
Eberhards Tod geht auch mir nahe, im Rahmen des zitierten Postings
habe ich auch mit ihm über eine günstige Radstrecke diskutiert.
Gerald
>Heiko Jacobs <jac...@cousin.stud.uni-karlsruhe.de> schrieb:
>
>> "Radfahrer nach Kollision mit Pkw tödlich verletzt
[...]
>> "Wir trauern um unseren Mitarbeiter
>> Herrn Eberhard Burr
>> der am 4. Dezember 2000 durch einen tragischen Verkehrsunfall im Alter
>> von 32 Jahren verstorben ist. ..."
>
>13:05 GMT hat er sein letztes Posting <ur93o9...@gmx.de> nach drf
>gepostet.
Schon ein eigenartiges Gefühl. Man hat den anderen noch gar
nicht kennengelernt, aber richtig fremd war er auch nicht
mehr.
>Ich bewundere Eberhard, dass er 3 h zu und von seinem Arbeitsplatz mit dem
>Rad zurücklegte.
Das ist echt stark. Und ohne das es auch irgendwie Spaß
macht, tut das niemand.
>Warum musste er das mit dem Leben bezahlen?
Haaaaach. Entschuldige, Gerald - aber da kringeln sich bei
mir die Fingernägel nach oben.
Es ist kein Verkehrsmittel so verkehrt, daß man die Wahl
irgendeines mit dem Leben "bezahlt". Auch nicht, wenn man
sich vielleicht dadurch deutlich länger als der Durchschnitt
im Verkehr aufhält. Es sind in dieser Altersgruppe 580 JAHRE
Radfahren bzw. 550 Jahre Autofahren je Getöteten. Selbst
Motorradfahren (1 Toter je 30 Jahre) darf man einfach so,
ohne gleich mit dem Schlimmsten rechnen zu müssen.
Es ist nicht die verkehrte Straße, oder der falsche Zug,
die/den jemand genommen hat. Sondern fast immer ganz
konkrete Fehler, die einer oder mehrere Beteiligte machen.
(Wobei der Fehler auch mal die falsche Straße sein kann. Wie
bei demjenigen, der hier nachts auf einer gesperrten Straße
in eine Baugrube stürzte und am nächsten Morgen tot
aufgefunden wurde.)
Und nicht mal die eigenen Fehler kann man vollständig
ausschließen.
>Erschüttert :-(((
elke"gestern abend erst mal die angebrochenen Weinflaschen
hier ausgetrunken"
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.
Gerald Eischer schrieb:
>
> Und was ist mit Eberhards Zukunftschancen bzw. seiner Familie
> sofern er eine hatte?
Das ist tragisch. Da lasse ich keine Zweifel dran.
Das ist aber kein Grund, jemanden aus hassgefühlen gegenüber
Autofahreren zum Schwerverbrecher abstempeln zu wollen.
> Leute, die kriminell mit dem Auto fahren, also mit ihrer
> Fahrweise den Tod oder schwere Verletzungen eines anderen
> Verkehrsteilnehmer in Kauf nehmen, gehören als Kriminelle
> behandelt
Weder in dem Artikel, den ich in der BNN gelesen habe, noch unter
http://www.ka-news.de/archiv/ka05122000a.php3
ist für mich ein besonders kriminelles Verhalten ersichtlich.
Das jemand unter Schock Unfallflucht begeht ist kein
autofahrerspezifisches
Problem und wird denke ich bei uns auch in etwa angemessen bestraft.
> Ich weiß von diesem Unfall nicht mehr, als hier gepostet wurde, aber
> einen Radfahrer auf einer schnurgeraden Straße niederzufahren, *kann*
> kein "dummes" Missgeschick gewesen sein.
Immerhin war es Nacht, (Nebel ?) und in einem Abschnitt wie diesem
rechnet man nicht unbedingt mit Radfahrern. Kommt noch (blendender)
Gegenverkehr hinzu, ist einfach ein gewisses Risiko da, das so
etwas passieren kann.
100% auschliessen kann man so was nie. "Wiederholungstäter" wird es
nur sehr wenige geben.
Gerald
Wolfgang Preiser schrieb:
>
> Armin Mann schrieb:
> >
> > Wie haeufig sind Fahrrad-Unfaelle auf freiere Strecke auf schnell/stark
> > befahrenen Bundesstrassen eigentlich? Ist das Unglueck von Eberhard Burr
> > ein seltener, tragischer Einzelfall oder ist hier eine Systematik
> > erkennbar, die die Forderungen nach Radwegen an solchen Strassen
> > berechtigt erscheinen lassen?
>
> Ich fürchte, daß der Zustand des Mischbetriebes von Autos und Fahrrädern
> instabil ist, sobald Radwege ins Spiel kommen: Führt man Radwege ein,
> setzt ein Verdrängungsprozess seitens der Autofahrer ein, noch mehr
?
Gibt doch dann eine klare Trennung, Radweg und KFZ-Fahrbahn.
Wo wird dann verdrängt ?
> Nö, es genügt ja, die Bedingung "Schneller Autoverkehr" zu erfüllen,
> denn Radverkehr ist ja bloß Freizeitverkehr mit Spielzeugen, während der
> Betrieb von schweren Fun-multiple-utility-cars dringend geboten ist zur
> Wahrung des wirtschaftlichen Wohlstandes in unserem Lande, oder so.
Der betreffende Streckenabschnitt zählt wohl eher zu den weniger
frequentierten
"Radstrecken". Für jede Strasse auch einen Radweg, der noch dazu
"Rennfahreransprüchen" genügt, zu fordern ist vielleicht doch ein
bischen
zu viel verlangt.
Gerald
> Wolfgang Preiser schrieb:
> >
> > Armin Mann schrieb:
> > >
> > > Wie haeufig sind Fahrrad-Unfaelle auf freiere Strecke auf schnell/stark
> > > befahrenen Bundesstrassen eigentlich? Ist das Unglueck von Eberhard Burr
> > > ein seltener, tragischer Einzelfall oder ist hier eine Systematik
> > > erkennbar, die die Forderungen nach Radwegen an solchen Strassen
> > > berechtigt erscheinen lassen?
> >
> > Ich fürchte, daß der Zustand des Mischbetriebes von Autos und Fahrrädern
> > instabil ist, sobald Radwege ins Spiel kommen: Führt man Radwege ein,
> > setzt ein Verdrängungsprozess seitens der Autofahrer ein, noch mehr
> ?
> Gibt doch dann eine klare Trennung, Radweg und KFZ-Fahrbahn.
> Wo wird dann verdrängt ?
Von der Fahrbahn auf den Rad weg. Je mehr es davon gibt, umso mehr setzt
ein Gewöhnungseffekt ein, schließlich wird auch da verdrängt, wo kein
Rad weg ist.
> > Nö, es genügt ja, die Bedingung "Schneller Autoverkehr" zu erfüllen,
> > denn Radverkehr ist ja bloß Freizeitverkehr mit Spielzeugen, während der
> > Betrieb von schweren Fun-multiple-utility-cars dringend geboten ist zur
> > Wahrung des wirtschaftlichen Wohlstandes in unserem Lande, oder so.
>
> Der betreffende Streckenabschnitt zählt wohl eher zu den weniger
> frequentierten "Radstrecken". Für jede Strasse auch einen Radweg, der
> noch dazu "Rennfahreransprüchen" genügt, zu fordern ist vielleicht doch
> ein bischen zu viel verlangt.
Den kann es prinzipbedingt gar nicht geben. Ich fordere daher überhaupt
keinen Rad weg, sondern Rad weg weg. Dann merken einige
Klaus Müller
--
Rad weg - der wahre Sinn der Radwege
http://home.t-online.de/home/klaus.mueller.erl
FAQ zu drf: http://ntklotz.gmd.de/drf/faq/
Wer einen Unfall verursacht und anstatt dem Opfer zu helfen in
die nächste Kneipe fährt, sollte nie mehr Auto fahren dürfen.
Klar, niemand ist perfekt, aber mit ihrem Verhalten hat sie sich
definitiv disqualifiziert.
Möglicherweise hätte das Opfer bei sofortiger Hilfe gerettet
werden können.
Frank
PS: Wiederholungstäter gibt es sehr viele; vielen Fahrern
wurde mehr der Führerschein wegen Trunkenheit abgenommen.
> Wer einen Unfall verursacht und anstatt dem Opfer zu helfen in
> die nächste Kneipe fährt, sollte nie mehr Auto fahren dürfen.
Neugierig: Kannst Du diese Forderung logisch begründen?
--
Tschö, wa!
Thorsten
offensichtlich nicht in der lage zu verantwortungsvoller teilnahme
am strassenverkehr mit einem andere derart gefaehrdenden fahrzeug.
PS: 'sollte' in der interpretation 'so nicht schwerwiegende gruende
das verhalten erklaeren'.
--
MfG/best regards, helmut springer
> Gerald Eischer schrieb:
> > Und was ist mit Eberhards Zukunftschancen bzw. seiner Familie
> > sofern er eine hatte?
>
> Das ist tragisch. Da lasse ich keine Zweifel dran.
> Das ist aber kein Grund, jemanden aus hassgefühlen gegenüber
> Autofahreren zum Schwerverbrecher abstempeln zu wollen.
Ich keine allgemeinen Hassgefühle gegen Autofahrer, ich fahre
ja auch selbst gelegentlich, sondern nur gegen solche, die
mit rücksichtloser Fahrweise vollkommen unnötig die
Gesundheit ihrer Mitmenschen gefährden.
> Weder in dem Artikel, den ich in der BNN gelesen habe, noch unter
> http://www.ka-news.de/archiv/ka05122000a.php3
>
> ist für mich ein besonders kriminelles Verhalten ersichtlich.
> Das jemand unter Schock Unfallflucht begeht ist kein
> autofahrerspezifisches
> Problem und wird denke ich bei uns auch in etwa angemessen bestraft.
Wenn ich das richtig gelesen habe, ist die Straße schnurgerade.
Wie kann man da einen Radfahrer übersehen?
> > Ich weiß von diesem Unfall nicht mehr, als hier gepostet wurde, aber
> > einen Radfahrer auf einer schnurgeraden Straße niederzufahren, *kann*
> > kein "dummes" Missgeschick gewesen sein.
>
> Immerhin war es Nacht, (Nebel ?) und in einem Abschnitt wie diesem
> rechnet man nicht unbedingt mit Radfahrern. Kommt noch (blendender)
> Gegenverkehr hinzu, ist einfach ein gewisses Risiko da, das so
> etwas passieren kann.
NEIN, NEIN und nochmals NEIN.
Man hat, verdammt nocheinmal, auf Sicht zu fahren und bei Blendung
hat man unter Beibehaltung der Fahrspur anzuhalten.
Nur geht das in die Kopfe vieler Autofahrer nicht hinein, das wird
brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt und 5 min später vergessen.
Da gibt es kein Risiko.
> 100% auschliessen kann man so was nie. "Wiederholungstäter" wird es
> nur sehr wenige geben.
Es reicht, wenn so ein Unfall einmal passiert.
--
Gerald |FAQ zu de.rec.fahrrad: http://ntklotz.gmd.de/drf/faq/ ^
> usen...@utanet.at (Gerald Eischer) schrieb:
>
> Schon ein eigenartiges Gefühl. Man hat den anderen noch gar
> nicht kennengelernt, aber richtig fremd war er auch nicht
> mehr.
Geht mir genauso.
> >Ich bewundere Eberhard, dass er 3 h zu und von seinem Arbeitsplatz mit dem
> >Rad zurücklegte.
>
> Das ist echt stark. Und ohne das es auch irgendwie Spaß
> macht, tut das niemand.
Insbesonders, weil sicher einige ihn deshalb für einen "Spinner" gehalten
haben.
> >Warum musste er das mit dem Leben bezahlen?
>
> Haaaaach. Entschuldige, Gerald - aber da kringeln sich bei
> mir die Fingernägel nach oben.
Das war doch nur eine rhetorische Frage.
> Es ist kein Verkehrsmittel so verkehrt, daß man die Wahl
> irgendeines mit dem Leben "bezahlt". Auch nicht, wenn man
> sich vielleicht dadurch deutlich länger als der Durchschnitt
> im Verkehr aufhält. Es sind in dieser Altersgruppe 580 JAHRE
> Radfahren bzw. 550 Jahre Autofahren je Getöteten.
Der Unterschied IMHO ist nur, dass Autofahrer sich oft
selbst töten (mit Golf GTI gegen Baum) und Radfahrer eher
getötet werden (Eberhard).
> Selbst
> Motorradfahren (1 Toter je 30 Jahre) darf man einfach so,
> ohne gleich mit dem Schlimmsten rechnen zu müssen.
3 Jahre Motorradfahren bedeuten, dass man mit der
Wahrscheinlichkeit von 1/10 tot ist? Hast du nicht eine
Null vergessen?
> >Erschüttert :-(((
>
> elke"gestern abend erst mal die angebrochenen Weinflaschen
> hier ausgetrunken"
Naja, auch kein Grund sich gleich niederzusaufen.
..[...]...
>Der Verdrängungsprozess fängt viel früher an: da genügt schon ein
>Feldweg, der dem Verlauf der Strasse folgt. In der örtlichen Presse als
>Radweg tituliert und schon hat man auf der Strasse viele Freunde. Das
>Verhalten Seitens der Autofahrer ist seitdem deutlich agressiver
>geworden.
Klar, diese Verdraengen dann die Radler auf die Gehwege und wundern
sich als Fussgaenger wenn die Radler sich innen gegenueber genauso
verhalten wie die Autofahrer gegenueber den Radfahrern. Und wenn man
versucht einen der tiefglaeubigen Autofahrer ueber diesen Umstand
aufzuklaeren gibt es nur unqualifizierte Widerreden und bloedes Ge-
waesch. Und so wird auf unseren Strassen und Wegen freudig weiterver-
draengt und in den Koepfen wird auch verdraengt das verdraengt wird
und das Statistische Bundesamt zaehlt die Toten.
Ach ja: diese Pseudoradwege erscheinen mir als eine Form des Subven-
tionsbetrugs. Man kassiere Geld von Bund und Land und bringe ein paar
Schilder an und zahle mit den Subventionen die laengst faelligen Re-
paraturen an den Wegen die sonst anderswertig bezahlt werden muessten.
MfG
Uwe Borchert
Gerald Oppen schrieb:
> Ich glaube kein Mensch kann sich davon ausnehmen, das er nicht durch
> ein dummes Missgeschick zum Verursacher eines tödlichen Unfalls
> werden kann. Und von denen würde sicher auch wiederum ein grösserer
> Prozentsatz im Schock ähnlich reagieren.
> Vielleicht sollte man da die Fahrschulen fordern, in dieser Richtung
> etwas mehr auszubilden, das man im Falle eines Unfalles besser die
> Nerven behalten kann.
Ich denke, es sollte jeden absolut klar sein, dass man im Falle eines
Unfalles vermutlich nie normal (im Sinne, wie es Regeln, Gesetze,
Konventionen oder auch nur der Verstand) reagieren.
Ich habe gerade ein leider ziemlich unfallreiches Jahr fast hinter mich
gebracht (und habe da bestimmt für die letzten 5-7 Jahre ausgeglichen :-(
). In den drei Situationen, in denen ich mich plötzlich nicht mehr auf
meinem Fahrrad wiederfand (einmal war ich auch selber Schuld) habe ich
danach Reaktionen gezeigt, die absolut inkompatibel zu dem waren, was man
als vernünftig betrachtet.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es diesem 21jähringen _Kind_ nicht viel
anders gegangen ist.
--
Gruß
Jürgen
"Frank Jürgen Wörner" schrieb:
> Wer einen Unfall verursacht und anstatt dem Opfer zu helfen in
> die nächste Kneipe fährt, sollte nie mehr Auto fahren dürfen.
In den Berichten stand, dass sie dort zum telefonieren hinfuhr,
ganz sicher ist sie nicht dahin gefahren um sich zu amüsieren,
oder weisst Du mehr ?
> PS: Wiederholungstäter gibt es sehr viele; vielen Fahrern
> wurde mehr der Führerschein wegen Trunkenheit abgenommen.
Von Alkoholeinfluss war glaube ich auch nicht die Rede, sondern
von Unfällen, die aus Unachtsamkeit passieren.
Gerald
Gerald Oppen schrieb:
>
> ?
> Gibt doch dann eine klare Trennung, Radweg und KFZ-Fahrbahn.
> Wo wird dann verdrängt ?
Gut. Der Radverkehr wird von der Fahrbahn auf den minderwertigeren
Radweg verbannt. Gerade innerorts ist das nicht nur lästig, sondern
gerade an Einmündungen gefährlich, die die zahlreichen, von Abbiegern
überfahrenen Kinder eindrucksvoll belegen. Auf der Fahrbahn hätte man
sie gesehen. Wie gesagt: Innerorts.
> > Nö, es genügt ja, die Bedingung "Schneller Autoverkehr" zu erfüllen,
> > denn Radverkehr ist ja bloß Freizeitverkehr mit Spielzeugen, während der
> > Betrieb von schweren Fun-multiple-utility-cars dringend geboten ist zur
> > Wahrung des wirtschaftlichen Wohlstandes in unserem Lande, oder so.
>
> Der betreffende Streckenabschnitt zählt wohl eher zu den weniger
> frequentierten
> "Radstrecken". Für jede Strasse auch einen Radweg, der noch dazu
> "Rennfahreransprüchen" genügt,
Na sowas, den "Radfahreransprüchen" soll er genügen... tststs. Was die
immer wollen.
> zu fordern ist vielleicht doch ein
> bischen
> zu viel verlangt.
Genau.
Leider ist es so, daß die Autofahrer umso Fahrradallergischer werden, je
mehr Radwege es gibt. Siehe .nl. Und sie passen nicht mehr auf Fahrräder
auf, weil sie nicht mehr damit rechnen. Und das wollte ich damit sagen:
Je mehr Radwege, desto ungemütlicher wird es auf den verbliebenen
Straßen, und desto mehr werden dort Radwege verlangt usw..
Wolfgang
Uwe Borchert schrieb:
>
> >Der Verdrängungsprozess fängt viel früher an: da genügt schon ein
> >Feldweg, der dem Verlauf der Strasse folgt. In der örtlichen Presse als
> >Radweg tituliert und schon hat man auf der Strasse viele Freunde. Das
> >Verhalten Seitens der Autofahrer ist seitdem deutlich agressiver
> >geworden.
>
> Klar, diese Verdraengen dann die Radler auf die Gehwege und wundern
> sich als Fussgaenger wenn die Radler sich innen gegenueber genauso
> verhalten wie die Autofahrer gegenueber den Radfahrern.
Das ist ja ads schöne: Die Nichtradler gehen zu Fuß und fahren Auto. Sie
ekeln die Radfahrer von der Fahrbahn aud den Fußweg, und dann auf dem
Weg vom Parkplatz zum Haus beschweren sie sich über Radfahrer auf dem
Fußweg: "Fahr auf der Straße, Du Arsch!" Und hinterher kommen die
Leserbriefe über Rüpel im Verkehr.
> Und wenn man
> versucht einen der tiefglaeubigen Autofahrer ueber diesen Umstand
> aufzuklaeren gibt es nur unqualifizierte Widerreden und bloedes Ge-
> waesch. Und so wird auf unseren Strassen und Wegen freudig weiterver-
> draengt und in den Koepfen wird auch verdraengt das verdraengt wird
> und das Statistische Bundesamt zaehlt die Toten.
Fahrradfahren ist zu exotisch, als daß es die Leute interessieren
könnte.
Wolfgang
Gerald Eischer schrieb:
> Ich keine allgemeinen Hassgefühle gegen Autofahrer, ich fahre
> ja auch selbst gelegentlich, sondern nur gegen solche, die
> mit rücksichtloser Fahrweise vollkommen unnötig die
> Gesundheit ihrer Mitmenschen gefährden.
Und wo ist da Dein Grenzwert ?
> Wenn ich das richtig gelesen habe, ist die Straße schnurgerade.
> Wie kann man da einen Radfahrer übersehen?
Kann schon reichen, wenn das Rücklicht nicht geht, ein Fahrzeug
vornedran
die sicht verdeckt hat...
> NEIN, NEIN und nochmals NEIN.
>
> Man hat, verdammt nocheinmal, auf Sicht zu fahren und bei Blendung
> hat man unter Beibehaltung der Fahrspur anzuhalten.
Jetzt sagst Du mir sicher auch noch bei wieviel % Blendung ?
Warum macht man dann den Luxus, Fahrzeuge mit Rücklichter und
Reflektoren
auszustatten ? Die braucht man nach Deiner Argumentation nicht, da
es ja auch unbeleuchtete Hindernisse gibt und man sowieso nur so schnell
fahren darf, das man im Sichtbereich noch anhalten kann.
Du bist kein entweder ein Wunderkind oder ein schlechter
Verkehrsteilnehmer,
wenn es Dir noch nie passiert ist, das trotz scheinbar guter
Übersichtlichkeit der Strasse plötzlich ein vorher nicht wahrgenommenes
Objekt auftaucht.
> Nur geht das in die Kopfe vieler Autofahrer nicht hinein, das wird
> brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt und 5 min später vergessen.
> Da gibt es kein Risiko.
Weil das nicht praktizierbar ist, sieher oben.
Gerald Oppen
Gerald Eischer schrieb:
>
> > >Ich bewundere Eberhard, dass er 3 h zu und von seinem Arbeitsplatz mit dem
> > >Rad zurücklegte.
> >
> > Das ist echt stark. Und ohne das es auch irgendwie Spaß
> > macht, tut das niemand.
>
> Insbesonders, weil sicher einige ihn deshalb für einen "Spinner" gehalten
> haben.
Hoffentlich sagen seine Kollegen jetzt nicht: "Siehste, ich habs ihm
immer gesagt, is ja viel zu gefährlich mit dem Rad".
> 3 Jahre Motorradfahren bedeuten, dass man mit der
> Wahrscheinlichkeit von 1/10 tot ist? Hast du nicht eine
> Null vergessen?
Motorradfahren gilt als etwa 10 mal so gefärlich wie Auto, dann paßt es.
Und Du mußt die Betriebsstunden zu Jahren zusamenzählen, nicht die
insgesamt vergangene Zeit. (Stimmt das so? Wenn nicht: Welche
durchschnittliche Fahrdauer täglich hat man angenommen?) Wenn Du täglich
2 Stunden Mopped fährst, dann hättest Du erst 2'136 Stunden hinter Dir,
das sind 0,25 Jahre. Beruhigt? Oder fährst Du schon seit 12 Jahren Deine
2 Stunden? Dann hättest Du noch 100 Jahre. Aber dann...
> > elke"gestern abend erst mal die angebrochenen Weinflaschen
> > hier ausgetrunken"
>
> Naja, auch kein Grund sich gleich niederzusaufen.
Wolfgang
Uwe Borchert schrieb:
> Klar, diese Verdraengen dann die Radler auf die Gehwege und wundern
> sich als Fussgaenger wenn die Radler sich innen gegenueber genauso
> verhalten wie die Autofahrer gegenueber den Radfahrern. Und wenn man
Was zeigt, dass "die" Radfahrer noch viel rücksichtloser sind als die
Autofahrer, da sie sich mangels Kennzeichen absolute Narrenfreiheit
einräumen und da lang fahren, wo es ihnen gerade passt, ohne Rücksicht
auf Verkehrsregeln.
Gerald
>Man hat, verdammt nocheinmal, auf Sicht zu fahren und bei Blendung
>hat man unter Beibehaltung der Fahrspur anzuhalten.
>Nur geht das in die Kopfe vieler Autofahrer nicht hinein, das wird
>brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt und 5 min später vergessen.
>Da gibt es kein Risiko.
Prinzipiell hast Du da recht, aber in der Praxis ist es dann doch
nicht ganz so einfach, wie ich kürzlich feststellen mußte:
Ich war mit dem Auto unterwegs (kommt selten vor, aber die Bretter
ließen sich auf dem Fahrrad nunmal nicht transportieren). Es war abend
und somit stockdunkel. Ich war auf der Landstraße unterwegs, es war
trocken und die Straße recht übersichtlich und kaum Kurven. Ich hatte
das Fernlicht eingeschaltet und fuhr mit ca. 100km/h, als Gegenverkehr
auftauchte und ich somit abblenden mußte, was meine Sicht natürlich
deutlich einschränkte. Als der Gegenverkehr vorbei war, konnte ich
wieder aufblenden und hatte wieder angemessene Sicht, aber während der
Zeit, wo ich mit Abblendlicht fuhr, konnte ich definitiv nicht
innerhalb meiner Sichtweite anhalten. Zuhause überlegte ich mir, was
wohl passiert wäre, wenn innerhalb dieser Zeit etwas auf der Straße
gewesen wäre (die Vorstellung gefiel mir gar nicht). Nun natürlich die
Frage: Wie hätte ich mich verhalten sollen? Ich hätte abbremsen
können, aber was hätte mein Hintermann gemacht? Also ganz sacht
bremsen, aber dann reicht's vermutlich nicht, wenn wirklich etwas oder
jemand auf der Straße ist.
Ich will hier nicht den Autofahrern das Wort reden. Insbesondere jenen
nicht, die ohne Sinn und Verstand über die Straßen rasen und sich eine
Dreck um andere Verkehrsteilnehmer kümmern. Unfälle passieren, nicht
nur im Straßenverkehr, und wir können sie vermutlich nie ganz
verhindern, aber zumindest sollten wir versuchen, sie zu vermeiden
bzw. dafür sorgen, daß sie so glimpflich wie möglich ablaufen. Aber
nach einem Unfall einfach zu verschwinden, ohne sich über die Folgen
zu vergewissern und Hilfe zu leisten, ist für mich völlig
unverständlich und sollte auch streng bestraft werden. Bei einem
solchen Verhalten unterstelle ich, daß die betreffende Person unfähig
ist, sich wie ein "normaler Mensch" zu benehmen.
Gruß,
Stefan
--
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in
Praxis meist größer als in der Theorie
Gerald Eischer schrieb:
> Der Unterschied IMHO ist nur, dass Autofahrer sich oft
> selbst töten (mit Golf GTI gegen Baum) und Radfahrer eher
> getötet werden (Eberhard).
Aber auch nur Bauartbedingt, bei den Radfahrern gäbe es noch
viel mehr Tote, wenn sie ihre Leistungsfähigkeit nicht auf
natürliche weise bremsen würde.
Gerald
..[...]...
Sie passen sich an die von der Mehrheit geschaffenen Umstaende an. Und
die Mehrheit wundert sich dann ueber die erzwungene Anpassung der
Minderheiten und schreit ueber deren asoziales Verhalten... das die ja
nur von der Mehrheit abgeschaut haben. Laut Darwin ist Anpassung doch
was Tolles, oder?
MfG
Uwe Borchert
> 3 Jahre Motorradfahren bedeuten, dass man mit der
> Wahrscheinlichkeit von 1/10 tot ist? Hast du nicht eine
> Null vergessen?
Wahrscheinlich nicht - gemeint ist damit sicher eine Nettofahrzeit, also
30 Jahre zu 365 Tagen zu je 24 Stunden auf dem Bock, am Stück oder in
Häppchen.
Mathias
--
"Uncle Cosmo... why do they call this a word processor?"
"It's simple, Skyler... you've seen what food processors do
to food, right?"
MacNelley, "Shoe"
>> Wer einen Unfall verursacht und anstatt dem Opfer zu helfen in
>> die nächste Kneipe fährt, sollte nie mehr Auto fahren dürfen.
>
> Neugierig: Kannst Du diese Forderung logisch begründen?
Ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen.
-thh
On Fri, 08 Dec 2000 01:54:06 +0100, Gerald Oppen <Gerald...@web.de>
wrote in <3A30312E...@web.de>:
>Gibt doch dann eine klare Trennung, Radweg und KFZ-Fahrbahn.
>Wo wird dann verdrängt ?
Das ist die Frage ...
>> Nö, es genügt ja, die Bedingung "Schneller Autoverkehr" zu erfüllen,
>> denn Radverkehr ist ja bloß Freizeitverkehr mit Spielzeugen, während der
>> Betrieb von schweren Fun-multiple-utility-cars dringend geboten ist zur
>> Wahrung des wirtschaftlichen Wohlstandes in unserem Lande, oder so.
>Der betreffende Streckenabschnitt zählt wohl eher zu den weniger
>frequentierten "Radstrecken".
>Für jede Strasse auch einen Radweg, der noch dazu
>"Rennfahreransprüchen" genügt, zu fordern ist vielleicht doch ein
>bischen zu viel verlangt.
... und hier steht auch schon die Antwort.
Auch nach langem Suchen habe ich noch keinen Radweg gefunden,
innerhalb wie außerhalb geschlossener Ortschaften, der auch nur die
Geschwindigkeit dauerhaft und sicher zu fahren zuließe, die man in
einschlägigen Autofahrerkreisen als "unerträgliches Schneckentempo"
bezeichnet, geschweige wirklich schnelles Fahren, wie es nötig ist,
wenn man mit dem Rad nicht nur ab und zu und nur Kurzstrecken fährt.
Und man soll bloß nicht glauben, daß auf diesen angeblich "sicheren"
Radwegen nicht auch tödliche Unfälle passierten. Tatsächlich sind die
meisten außerörtichen Radwege so saugefährlich, daß sich dort kein
Mensch trauen würde, so schnell zu fahren, wie das auf der Fahrbahn
problemlos möglich ist. Insofern gibt es da gar keine Vergleichsbasis,
und da braucht's auch keine "Fremdgefährdung", um sich früher oder
später den Hals zu brechen. "Radwege? Nein danke".
Wolfgang 'Fernpendler' Strobl
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Und erst die Fußgänger! Die haben auch kein Kennzeichen, keine
Reflektoren, und manche vermummen sich sogar! Skandal!
Da muß endlich hart durchgegriffen werden! Hast Du schon Deinem
Abgeordneten geschrieben, Gerald?
Exakt. Radfahrer sind nicht die bessere Menschen, sie benutzen bloß
das bessere Verkehrsmittel.
Irgendein Problem damit, Gerald?
--
o ( Wolfgang Strobl
/\ *
_`\ `_<=== | #include
__(_)/_(_)___.-._ | <std.disclaimer>
> In den Berichten stand, dass sie dort zum telefonieren hinfuhr,
> ganz sicher ist sie nicht dahin gefahren um sich zu amüsieren,
> oder weisst Du mehr ?
Zum Telefonieren?
Absolut überflüssig.
Es ist ja äußerst Unwahrscheinlich, dass auf einer stark befahrenen
Straße niemand vorbekommt, der ein Mobiltelefon dabei hat.
Abgesehen davon hat man bei einem Unfall *anzuhalten* und sich
um Verletzte zu kümmern.
> Gerald Eischer schrieb:
>
> > Ich keine allgemeinen Hassgefühle gegen Autofahrer, ich fahre
> > ja auch selbst gelegentlich, sondern nur gegen solche, die
> > mit rücksichtloser Fahrweise vollkommen unnötig die
> > Gesundheit ihrer Mitmenschen gefährden.
>
> Und wo ist da Dein Grenzwert ?
Überholen mit weniger als 1 m Abstand? Bei 30 km/h bis auf 5 m Abstand
auffahren? Spurwechsel ohne zu blinken? Überholen trotz Gegenverkehr
und dann rechts reinschneiden?
> > Wenn ich das richtig gelesen habe, ist die Straße schnurgerade.
> > Wie kann man da einen Radfahrer übersehen?
>
> Kann schon reichen, wenn das Rücklicht nicht geht, ein Fahrzeug
> vornedran
> die sicht verdeckt hat...
Autos haben asymmetrisches Abblendlicht, das die Fahrbahn mindestens
80 m weit ausleuchtet. Du kannst Gift darauf nehmen, dass Eberhards
Rad einen roten Reflektor hatte und auch falls nicht, ist ein Radfahrer
nicht so klein, dass man ihn übersehen kann.
Ein die Sicht verdeckendes Fahrzeug ist ja die blödeste Ausrede.
Dann hat sie gesehen, wie dieses Fahrzeug einem Radfahrer ausweicht.
> > NEIN, NEIN und nochmals NEIN.
> >
> > Man hat, verdammt nocheinmal, auf Sicht zu fahren und bei Blendung
> > hat man unter Beibehaltung der Fahrspur anzuhalten.
> Jetzt sagst Du mir sicher auch noch bei wieviel % Blendung ?
Es reicht, wenn man den eigenen Anhalteweg nicht mehr einsehen kann.
> Warum macht man dann den Luxus, Fahrzeuge mit Rücklichter und
> Reflektoren
> auszustatten ? Die braucht man nach Deiner Argumentation nicht, da
> es ja auch unbeleuchtete Hindernisse gibt und man sowieso nur so schnell
> fahren darf, das man im Sichtbereich noch anhalten kann.
Das ist nicht meine Argumentation, das kannst du im österr.
Kraftfahrgesetz nachlesen. Soll ich den Paragraphen posten?
Wird in .de nicht viel anders sein.
> Du bist kein entweder ein Wunderkind oder ein schlechter
> Verkehrsteilnehmer,
> wenn es Dir noch nie passiert ist, das trotz scheinbar guter
> Übersichtlichkeit der Strasse plötzlich ein vorher nicht wahrgenommenes
> Objekt auftaucht.
Ja, eben weil ich mit Abblendlicht nicht mit 100 km/h und mehr durch
die Gegend brettere.
> > Nur geht das in die Kopfe vieler Autofahrer nicht hinein, das wird
> > brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt und 5 min später vergessen.
> > Da gibt es kein Risiko.
> Weil das nicht praktizierbar ist, sieher oben.
Aus deiner Antwort schließe ich, dass du nichts dabei findest, im
Blindflug unterwegs zu sein und es nur purer Zufall ist, dass du nicht
schon ebenfalls, genau wie diese junge Göre, einen Menschen umgebracht
hast.
> Prinzipiell hast Du da recht, aber in der Praxis ist es dann doch
> nicht ganz so einfach, wie ich kürzlich feststellen mußte:
> Ich war mit dem Auto unterwegs (kommt selten vor, aber die Bretter
> ließen sich auf dem Fahrrad nunmal nicht transportieren). Es war abend
> und somit stockdunkel. Ich war auf der Landstraße unterwegs, es war
> trocken und die Straße recht übersichtlich und kaum Kurven. Ich hatte
> das Fernlicht eingeschaltet und fuhr mit ca. 100km/h, als Gegenverkehr
> auftauchte und ich somit abblenden mußte, was meine Sicht natürlich
> deutlich einschränkte. Als der Gegenverkehr vorbei war, konnte ich
> wieder aufblenden und hatte wieder angemessene Sicht, aber während der
> Zeit, wo ich mit Abblendlicht fuhr, konnte ich definitiv nicht
> innerhalb meiner Sichtweite anhalten. Zuhause überlegte ich mir, was
> wohl passiert wäre, wenn innerhalb dieser Zeit etwas auf der Straße
> gewesen wäre (die Vorstellung gefiel mir gar nicht). Nun natürlich die
> Frage: Wie hätte ich mich verhalten sollen? Ich hätte abbremsen
> können, aber was hätte mein Hintermann gemacht?
Du hast erst abzubremsen und dann abzublenden. Musst du natürlich
rechtzeitig machen, bevor du den Gegenverkehr blendest. Ob dir
dein Hintermann dabei auffährt, kann dir im Auto egal sein; der hat
ausreichend Abstand zu halten, das wird ihm dann der Richter erklären,
was er falsch gemacht hat.
> Also ganz sacht
> bremsen, aber dann reicht's vermutlich nicht, wenn wirklich etwas oder
> jemand auf der Straße ist.
*Vor* dem Abblenden die Geschwindigkeit vermindern.
> Bei einem
> solchen Verhalten unterstelle ich, daß die betreffende Person unfähig
> ist, sich wie ein "normaler Mensch" zu benehmen.
Das wissen wir leider nicht, was im Kopf dieser Göre vorgegangen ist.
Wie in http://www.ka-news.de/archiv/ka05122000a.php3 zu lesen fuhr
sie ja mit kaputtem Reifen weiter.
> +--> Gerald Eischer schrieb:
> | Wenn ich das richtig gelesen habe, ist die Straße schnurgerade.
> | Wie kann man da einen Radfahrer übersehen?
>
> z.B. wenn man zu dicht am Vordermann ist und der knapp vor dem
> Radfahrer plötzlich ausschert.
Ist eine Erklärung. Aber dann ist ihr eh nicht mehr zu helfen.
> ohne Rücksicht
> auf Verkehrsregeln.
Auf die nimmst du ja als Autofahrer scheinbar auch keine Rücksicht,
wie du mit deiner Ahnungslosigkeit über richtige Wahl der
Geschwindigkeit in <3A3113D2...@web.de> angedeutet hast.
Der Unterschied ist nur, dass ein Radfahrer für andere
Verkehrsteilnehmer eine wesentlich geringer Gefahr als ein Autofahrer
darstellt.
> Gerald Eischer schrieb:
> > 3 Jahre Motorradfahren bedeuten, dass man mit der
> > Wahrscheinlichkeit von 1/10 tot ist? Hast du nicht eine
> > Null vergessen?
>
> Motorradfahren gilt als etwa 10 mal so gefärlich wie Auto, dann paßt es.
> Und Du mußt die Betriebsstunden zu Jahren zusamenzählen, nicht die
> insgesamt vergangene Zeit.
Wenn das so ist, bin ich wieder beruhigt :-)
Und die Gefährlichkeit hängt ja auch sehr von der eigenen Fahrweise ab.
Nein, weniger, denn dann käme keiner auf die Idee, Radfahrer auf
Radwege verbannen zu müssen, die bekanntlich ein mehrfaches
Unfallrisiko, verglichen mit dem Fahren auf der Fahrbahn, bedeuten.
> Gerald Eischer schrieb:
> Hoffentlich sagen seine Kollegen jetzt nicht: "Siehste, ich habs ihm
> immer gesagt, is ja viel zu gefährlich mit dem Rad".
Noch dazu mit einem Liegerad. Das werden einige wieder mal als
Bestätigung der These verwenden wie gefährlich die Dinger sind und wie
schlecht man die sieht, etc...
Jeder Liegeradfahrer kennt diese Sprüche zur Genüge. Ich bin jetzt 10
Jahre und +215 Tkm ohne jeden Unfall unterwegs, aber wenn es mich
erwischte, es würde nichts helfen, die Vorurteile stecken noch zu tief.
> > 3 Jahre Motorradfahren bedeuten, dass man mit der
> > Wahrscheinlichkeit von 1/10 tot ist? Hast du nicht eine
> > Null vergessen?
>
> Motorradfahren gilt als etwa 10 mal so gefärlich wie Auto, dann paßt es.
> Und Du mußt die Betriebsstunden zu Jahren zusamenzählen, nicht die
> insgesamt vergangene Zeit. (Stimmt das so? Wenn nicht: Welche
> durchschnittliche Fahrdauer täglich hat man angenommen?) Wenn Du täglich
> 2 Stunden Mopped fährst, dann hättest Du erst 2'136 Stunden hinter Dir,
> das sind 0,25 Jahre. Beruhigt? Oder fährst Du schon seit 12 Jahren Deine
> 2 Stunden? Dann hättest Du noch 100 Jahre. Aber dann...
Leider ist es nicht ganz so einfach. Bei den AKWs geht die Rechnung ja
ähnlich: Auf 1ooooojahre ein Gau heißt nicht, daß es noch solange dauern
muß, bis es zum Unfall kommt, er kann auch schon nach ein paar Jahren
kommen, dafür ist halt dann wieder für lange Zeit Ruhe, oder auch nicht.
Ich rate also jedem sich nicht auf Zahlen zu verlassen, sondern die
Augen offenzuhalten und aufzupassen wie ein Luchs. Die kleinste
Nachlässigkeit kann im Verkehr tödlich sein, aber wem sage ich das...
Ich wünsche Eberhards Angehörigen und Freunden daß sie über den Verlust
gut hinwegkommen, in diesem Alter kommt der Tod schon sehr unerwartet
und überraschend und ist nur schwer zu akzeptieren, gerade unter diesen
Umständen.
ciao,
Kurt
> Ich kann mir gut vorstellen, dass es diesem 21jähringen _Kind_ nicht viel
> anders gegangen ist.
Kinder sollten ja auch nicht Auto fahren.
-thh
>Wie haeufig sind Fahrrad-Unfaelle auf freiere Strecke auf schnell/stark
>befahrenen Bundesstrassen eigentlich?
Das ist unbekannt.
mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.
>Der Unterschied IMHO ist nur, dass Autofahrer sich oft
>selbst töten (mit Golf GTI gegen Baum) und Radfahrer eher
>getötet werden (Eberhard).
Nur ein Beteiligter (Alleinunfall) bedeutet nicht, daß der
Fahrer alleine im Aito sitzt.
>3 Jahre Motorradfahren bedeuten, dass man mit der
>Wahrscheinlichkeit von 1/10 tot ist? Hast du nicht eine
>Null vergessen?
Stand da nicht irgendwo "ununterbrochen"? Dann muß ich das
wohl wieder gelöscht habenm, weil der Satz holperte und ich
dachte, das wäre sowieso klar. ;-)
Nein, je nachdem, ob Du täglich 1, 2 oder 3 Stunden fahren
möchtest, darfst Du die Jahre mit 24, 12 oder 8
multiplizieren.
Ich fand nur so etwas wie 5 Millionen Stunden "etwas" schwer
vorstellbar, deshalb habe ich auf Jahre umgerechnet. Beim
nächsten Mal werde ich berücksichtigen, daß "ununterbrochen"
auch sehr unrealistisch ist. ;-)
Wobei 4600 Jahre lang 3 Stunden täglich radfahren auch nicht
mehr so richtig handlich ist. :-o
>Naja, auch kein Grund sich gleich niederzusaufen.
Das ist mir allerdings auch noch nie vorgekommen.
>Wenn ich das richtig gelesen habe, ist die Straße schnurgerade.
>Wie kann man da einen Radfahrer übersehen?
Gar nicht. Sofern man sich einigermaßen an die
Verkehrsregeln hält.
>> Immerhin war es Nacht, (Nebel ?) und in einem Abschnitt wie diesem
>> rechnet man nicht unbedingt mit Radfahrern. Kommt noch (blendender)
>> Gegenverkehr hinzu, ist einfach ein gewisses Risiko da, das so
>> etwas passieren kann.
>
>NEIN, NEIN und nochmals NEIN.
>
>Man hat, verdammt nocheinmal, auf Sicht zu fahren und bei Blendung
>hat man unter Beibehaltung der Fahrspur anzuhalten.
Zustimmung.
>Nur geht das in die Kopfe vieler Autofahrer nicht hinein, das wird
>brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt und 5 min später vergessen.
Und hier bin ich, zumindest was .de anbetrifft, etwas
anderer Meinung.
Nein, das wird nicht brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt,
sondern gar nicht. Das ist praktisch unbekannt.
Wer liest denn schon die StVO selber? Ich hab' das damals
jedenfalls nicht gemacht. Wozu gibt es denn den
theoretischen Unterricht, wo der Fahrlehrer sowieso alles
erklärt? Das reicht, um die Prüfung zu bestehen.
Klar wurde da auch mal die zulässige Geschwindigkeit bei
schlechter Sicht berechnet. Also bei Nebel mit gegebener
Sichtweite. Dunkelheit? Nix da.
Ich habe sie schon meistens gelesen, die Sicherheitstips in
der Tageszeitung. Sogar ;-) gelegentlich im Fernsehen eine
Sendung zur Verkehrssicherheit angeschaut.
Daß man bremsen soll, wenn man geblendet wird und deswegen
nicht mehr richtig sieht, ok. Aber daß bei Dunkelheit die
Reichweite des Abblendlichtes ja gar nicht dafür ausreicht,
daß man die auf der Landstraße "erlaubten" 100 km/h auch
fahren darf - DAS habe ich hier im Usenet zum ersten Mal
bewußt wahrgenommen
Das kannst Du für reichlich blöde halten, nur:
Ich habe nochmal nachgeschaut bei http://www.vsr.de. Die
machen gerade eine Kampagne gegen das Rasen. Angepaßte
Geschwindigkeit und schlechte Sicht, das heißt Regen, Nebel,
Schnee. Da steht NICHTS von Dunkelheit. Es gibt dazu einfach
keinerlei Aufklärung.
>Da gibt es kein Risiko.
?
Und die meisten Leute haben viel mehr Angst vorm Fliegen als vorm
Autofahren, sogar vor einer Seefahrt haben sie Schiss, wegen der
'Titanic' und der vielen Fährunglücke ...
> " Letzte Woche ist ein Triebtäter aus dem Gefängnis ausgebrochen.
> Ganz Deutschland in Angst ! "
Nö, ich nicht. Hab viel mehr Angst, dass es hier ziemlich kalt
werden könnte, wenn der Golfstrom mal einen anderen Weg nimmt -
nicht zuletzt dank der allzu zahlreichen Autonarren hier.
> Hier auf Deutschlands Strassen wurden letzte Woche 946 Kinder
> verletzt. Alle 28 Stunden stirbt ein Kind im Strassenverkehr !
Als Techniker verstehe ich sowieso nicht, wie Kfz. jemals zuge-
lassen werden konnten. Man stelle sich vor, in unseren Fabriken
gäbe es jährlich an die 10.000 Tote durch Unfälle an Maschinen.
Produktionstechnik mit so einer Unfallbilanz würde garantiert
genauso schnell verboten wie Tiermehlverfütterung in der ver-
gangenen Woche.
> Und das sind nicht nur Zahlen, sondern Menschen wie Eberhard.
>
> Und trotzdem wird ohne Rücksicht weitergerast...
... und dann noch rumgejammert, dass dieses Vergnügen nun langsam
aber sicher ein wenig teurer wird :-/
Da stimmt der "Jammer-Ossie" wirklich mal (bin auch aus der Gegend),
hier wird ganz besonders viel gerade darüber lamentiert.
CU Chr. Maercker.
d.h. die Unfälle auf freier Landstrasse sind bisher statistisch nicht
erfasst worden. Schon allein das deutet darauf hin, dass es eher die
Ausnahme ist. Die allermeisten Radunfälle passieren doch sicher in den
Grossstädten bzw. allenfalls an deren Zufahrtstrassen? Radwege sind
mit solchen Unfällen wie dem von Eberhard ganz bestimmt nicht zu
rechtfertigen. Bezeichnend für den Magdeburger Raum ist in diesem
Zusammenhang übrigens die Tatsache, dass innerorts ausnahmslos Hoch-
bordradwege gebaut wurden und werden mit dem Hinweis auf deren hörere
Sicherheit, an einigen Zufahrtsstrassen (z.B. B1) jedoch seit jeher
Radstreifen existieren, ohne dass irgendjemand was an deren Sicherheit
auszusetzen hätte.
CU Chr. Maercker.
> Wolfgang Preiser <wolfgang...@post.rwth-aachen.de> wrote:
>
> > Gerald Eischer schrieb:
>
> Noch dazu mit einem Liegerad. Das werden einige wieder mal als
> Bestätigung der These verwenden wie gefährlich die Dinger sind und wie
> schlecht man die sieht, etc...
> Jeder Liegeradfahrer kennt diese Sprüche zur Genüge. Ich bin jetzt 10
> Jahre und +215 Tkm ohne jeden Unfall unterwegs, aber wenn es mich
> erwischte, es würde nichts helfen, die Vorurteile stecken noch zu tief.
Und Olaf hatte einen ähnlichen Unfall, aber mehr Glück als Eberhard,
diese Dinger müssen ja wirklich sehr gefährlich sein... (kein Smilie, da
Thema zu ernst)
> > > 3 Jahre Motorradfahren bedeuten, dass man mit der
> > > Wahrscheinlichkeit von 1/10 tot ist? Hast du nicht eine
> > > Null vergessen?
> >
> > Motorradfahren gilt als etwa 10 mal so gefärlich wie Auto, dann paßt es.
> > Und Du mußt die Betriebsstunden zu Jahren zusamenzählen, nicht die
> > insgesamt vergangene Zeit. (Stimmt das so? Wenn nicht: Welche
> > durchschnittliche Fahrdauer täglich hat man angenommen?) Wenn Du täglich
> > 2 Stunden Mopped fährst, dann hättest Du erst 2'136 Stunden hinter Dir,
> > das sind 0,25 Jahre. Beruhigt? Oder fährst Du schon seit 12 Jahren Deine
> > 2 Stunden? Dann hättest Du noch 100 Jahre. Aber dann...
>
> Leider ist es nicht ganz so einfach. Bei den AKWs geht die Rechnung ja
> ähnlich: Auf 1ooooojahre ein Gau heißt nicht, daß es noch solange dauern
> muß, bis es zum Unfall kommt, er kann auch schon nach ein paar Jahren
> kommen, dafür ist halt dann wieder für lange Zeit Ruhe, oder auch nicht.
Ähem, dein Vergleich hinkt. Abgesehen von ex-sowjetischen
Plutoniumfabriken, sind diese Dinger auf den GAU ausgelegt, was man bei
Fahrzeugen absolut nicht behaupten kann. Bei Fahrzeugen, insbesonders
motorisierten, ist der Mensch ein viel zu großer Unsicherheitsfaktor.
Bei Schienenfahrzeugen gilt das aber nicht in dem Ausmaß, da versucht
man durch Automatisierung, den Unsicherheitsfaktor Mensch weitgegend
auszuschalten.
> Ich wünsche Eberhards Angehörigen und Freunden daß sie über den Verlust
> gut hinwegkommen, in diesem Alter kommt der Tod schon sehr unerwartet
> und überraschend und ist nur schwer zu akzeptieren, gerade unter diesen
> Umständen.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
> usen...@utanet.at (Gerald Eischer) schrieb:
>
> >Der Unterschied IMHO ist nur, dass Autofahrer sich oft
> >selbst töten (mit Golf GTI gegen Baum) und Radfahrer eher
> >getötet werden (Eberhard).
>
> Nur ein Beteiligter (Alleinunfall) bedeutet nicht, daß der
> Fahrer alleine im Aito sitzt.
Natürlich nicht. Was ich damit ausdrücken wollte, war, dass
IMHO Radfahrer unter den Straßenverkehrstoten seltener an
ihrem Tod selbst schuld sind, als Autofahrer.
Wird in Unfallstatistiken auch angegeben, ob der/diejenige
aus Eigen- oder Fremdverschulden verunfallt ist?
> >3 Jahre Motorradfahren bedeuten, dass man mit der
> >Wahrscheinlichkeit von 1/10 tot ist? Hast du nicht eine
> >Null vergessen?
>
> Stand da nicht irgendwo "ununterbrochen"?
Nein, aber Wolfgang und Mathias haben es schon erklärt :-)
> Nein, je nachdem, ob Du täglich 1, 2 oder 3 Stunden fahren
> möchtest, darfst Du die Jahre mit 24, 12 oder 8
> multiplizieren.
Habe ich schon verstanden :-)
> Ich fand nur so etwas wie 5 Millionen Stunden "etwas" schwer
> vorstellbar, deshalb habe ich auf Jahre umgerechnet.
Nein, so hätte ich es sofort verstanden. Techniker haben
eben eine andere Logik ;-)
> Beim
> nächsten Mal werde ich berücksichtigen, daß "ununterbrochen"
> auch sehr unrealistisch ist. ;-)
> Wobei 4600 Jahre lang 3 Stunden täglich radfahren auch nicht
> mehr so richtig handlich ist. :-o
Doch, das ist handlich. Das heißt, dass man bei ein Leben lang
3 h vom und zum Arbeitsplatz, die Wahrscheinlichkeit dadurch
vorzeitig zu Tode zu kommen, 1 %o beträgt.
>Wird in Unfallstatistiken auch angegeben, ob der/diejenige
>aus Eigen- oder Fremdverschulden verunfallt ist?
Es gibt solche Tabellen, zumindest nach Hauptverursacher und
Nicht-Hauptverursacher aufgeteilt. Möchtest Du das jetzt
nach Getöteten oder Schwerverletzten wissen? Das war AFAIR
gegensätzlich im Ergebnis.
[...]
>> Wobei 4600 Jahre lang 3 Stunden täglich radfahren auch nicht
>> mehr so richtig handlich ist. :-o
>
>Doch, das ist handlich. Das heißt, dass man bei ein Leben lang
>3 h vom und zum Arbeitsplatz, die Wahrscheinlichkeit dadurch
>vorzeitig zu Tode zu kommen, 1 %o beträgt.
Ähem, ist das jetzt bei Dir oder bei mir zu spät am Tage?
Ich komme da auf ein Prozent, und nicht ein Promille.
Und ich muß dann doch noch darauf hinweisen, daß der Wert
für die Altersgruppe von 25 - 44 Jahre gilt (Bernd hatte das
mal mit den Daten von 1991 ausgerechnet). Radfahrer ab 45
Jahre sind überdurchschnittlich gefährdet (über 65 Jahre
ungefähr das vierfache vom Durchschnitt) und unter 45
unterdurchschnittlich.
> Gerald Oppen <Gerald...@web.de> schrieb:
>
> > Gerald Eischer schrieb:
>
> > > Und was ist mit Eberhards Zukunftschancen bzw. seiner Familie
> > > sofern er eine hatte?
> >
> > Das ist tragisch. Da lasse ich keine Zweifel dran.
> > Das ist aber kein Grund, jemanden aus hassgefühlen gegenüber
> > Autofahreren zum Schwerverbrecher abstempeln zu wollen.
>
> Ich keine allgemeinen Hassgefühle gegen Autofahrer, ich fahre
> ja auch selbst gelegentlich, sondern nur gegen solche, die
> mit rücksichtloser Fahrweise vollkommen unnötig die
> Gesundheit ihrer Mitmenschen gefährden.
>
>
> > Weder in dem Artikel, den ich in der BNN gelesen habe, noch unter
> > http://www.ka-news.de/archiv/ka05122000a.php3
> >
> > ist für mich ein besonders kriminelles Verhalten ersichtlich.
> > Das jemand unter Schock Unfallflucht begeht ist kein
> > autofahrerspezifisches
> > Problem und wird denke ich bei uns auch in etwa angemessen bestraft.
>
> Wenn ich das richtig gelesen habe, ist die Straße schnurgerade.
> Wie kann man da einen Radfahrer übersehen?
Ganz leicht!
Bei schlechten Lichtverhältnissen, gerade überland (solltest du aus Mödling
und
Umgebung, vor allem Rchtg Gaaden sicher einschätzen gelernt haben) lässt sich
ein Radfahrer, besoders ein ruhig gleitender Könner, erst im allerletzen
moment
ausmachen.
Da genügt es, wenn du, mit Gebläse auf Durchluft, hinter einem
Staubaufwirbelnden
oder abwerfenden fahrzeug her warst und dann gegen das Licht des
Gegenverkehrs
oder der untergehenden Sonne fährst.
Du bist schlagartig blind!
Jetzt auf Sicht zu Fahren hieße vollbremsen.
Na sicher!
Kannst dir ja ausdenken, wie sie dir hinten draufkleschen.
Augen zu und durch! So wird es gemacht.
Zählt zu den notwendigen Übeln.
>
>
>
> > > Ich weiß von diesem Unfall nicht mehr, als hier gepostet wurde, aber
> > > einen Radfahrer auf einer schnurgeraden Straße niederzufahren, *kann*
> > > kein "dummes" Missgeschick gewesen sein.
> >
> > Immerhin war es Nacht, (Nebel ?) und in einem Abschnitt wie diesem
> > rechnet man nicht unbedingt mit Radfahrern. Kommt noch (blendender)
> > Gegenverkehr hinzu, ist einfach ein gewisses Risiko da, das so
> > etwas passieren kann.
>
> NEIN, NEIN und nochmals NEIN.
>
> Man hat, verdammt nocheinmal, auf Sicht zu fahren und bei Blendung
> hat man unter Beibehaltung der Fahrspur anzuhalten.
Rücksichtsvoll, Gesetzeskonform, aber etwas für heimatlose, denn nach hause
kommst du so sicher erst übermorgen.
Herzig!
>
> Nur geht das in die Kopfe vieler Autofahrer nicht hinein, das wird
> brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt und 5 min später vergessen.
> Da gibt es kein Risiko.
7 minuten habe ich gebraucht.
>
>
> > 100% auschliessen kann man so was nie. "Wiederholungstäter" wird es
> > nur sehr wenige geben.
>
> Es reicht, wenn so ein Unfall einmal passiert.
in 20 Jahren sicher 200x beinahe.
Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, daß nur der geringe Anteil der
Radler
am Gesamtverkehrsgeschehen und deren (unsere) verhältnissmäßige Könnerschaft
uns vorgaukeln, Radfahren sei ungefährlich.
Til
> Stefan Legner <stefan...@gmx.de> schrieb:
>
> > Prinzipiell hast Du da recht, aber in der Praxis ist es dann doch
> > nicht ganz so einfach, wie ich kürzlich feststellen mußte:
> > Ich war mit dem Auto unterwegs (kommt selten vor, aber die Bretter
> > ließen sich auf dem Fahrrad nunmal nicht transportieren). Es war abend
> > und somit stockdunkel. Ich war auf der Landstraße unterwegs, es war
> > trocken und die Straße recht übersichtlich und kaum Kurven. Ich hatte
> > das Fernlicht eingeschaltet und fuhr mit ca. 100km/h, als Gegenverkehr
> > auftauchte und ich somit abblenden mußte, was meine Sicht natürlich
> > deutlich einschränkte. Als der Gegenverkehr vorbei war, konnte ich
> > wieder aufblenden und hatte wieder angemessene Sicht, aber während der
> > Zeit, wo ich mit Abblendlicht fuhr, konnte ich definitiv nicht
> > innerhalb meiner Sichtweite anhalten. Zuhause überlegte ich mir, was
> > wohl passiert wäre, wenn innerhalb dieser Zeit etwas auf der Straße
> > gewesen wäre (die Vorstellung gefiel mir gar nicht). Nun natürlich die
>
> > Frage: Wie hätte ich mich verhalten sollen? Ich hätte abbremsen
> > können, aber was hätte mein Hintermann gemacht?
>
> Du hast erst abzubremsen und dann abzublenden. Musst du natürlich
> rechtzeitig machen, bevor du den Gegenverkehr blendest. Ob dir
> dein Hintermann dabei auffährt, kann dir im Auto egal sein; der hat
> ausreichend Abstand zu halten, das wird ihm dann der Richter erklären,
> was er falsch gemacht hat.
Korrekt gedacht!
Andersherum:
Kombis sind steifer als Limousinen, mein Rad liegt hinten drin, daneben
sitzt
mein Sohn angeschnallt.
Ich fahr lieber wen über den haufen, als daß ich riskiere, von hinten
angefahren
zu werden und meinen Sohn durch mein Rad zu passieren.
Klar muß man damit auch rechen, aber da ist schon wieder Wahrscheinlichkeit
im Spiel.
Licht weg und nur wenn wirklich dringender Verdacht auf Notwendigkeit
besteht
Runterbremsen.
Vom Gas gehen langt allemal.
>
>
> > Also ganz sacht
> > bremsen, aber dann reicht's vermutlich nicht, wenn wirklich etwas oder
> > jemand auf der Straße ist.
>
> *Vor* dem Abblenden die Geschwindigkeit vermindern.
Du fährst kaum Auto!
>
>
> > Bei einem
> > solchen Verhalten unterstelle ich, daß die betreffende Person unfähig
> > ist, sich wie ein "normaler Mensch" zu benehmen.
>
> Das wissen wir leider nicht, was im Kopf dieser Göre vorgegangen ist.
> Wie in http://www.ka-news.de/archiv/ka05122000a.php3 zu lesen fuhr
> sie ja mit kaputtem Reifen weiter.
Harte Nummer!
Wie war das in den Zeiten Vor dem Handy?
Kam mal bei Weissenbach zu einem Unfall, lange vor Handymania und sah, daß
einer der verunfallten Fahrer bereits erste Hilfe leistete.
Ich wurde gebeten, Hilfe zu besorgen. Offensichtlich war in den Häusern in
der
Nähe niemand zu Hause und ich Fuhr nach Gaaden zur Gendarmerie. Die hielten
mich als potentiellenzeugen mal fest und fuhren hin, meiner Bitte um rasches
Herbeirufen
eines Rettungswagens wurde nicht nachgekommen, man wollte sich zunächst
selbst
überzeugen.
Insgesamt kam ich erst nach 3 oder mehr Stunden wieder los, einem der
Verletzten
konnte nicht mehr geholfen werden.
Als Unbeteiligter muß ich mir schon zweimal Verbildlichen, daß das ich sein
könnte,
der da Hilfe braucht, um mir so eine Zeugenpflicht oder Hilfeleistung noch
mal anzutun.
Wenn kein Handy da ist und du Ohnedies nicht weist, ob deine Hilfe
ausreicht, hol
schnell selber Hilfe.
Insofern ist das gar nicht so abwegig, schnell zur nächsten Kneipe zu
fahren.
Als Bauleiter war ich mal auf einer Baustelle, da wurde einer der Arbeiter
bei einem
Unfall so schwer verletzt, dass wir alle wussten, das wir nur versuchen
könne den Blutverlust
zu verringern.
Alle Erste Hilfe und SKH war da machtlos.
Einer hat ihm die Arterie zugehalten, wir haben nur Feuerwehr und Rettung
gerufen, weil
wir es auch schnell konnten.
Keiner hat sich zugetraut , dem Mann ernstlich helfen zu können.
Insofern verstehe ich die Reaktion der Bettnässerin, vor allem unter Schock,
recht gut.
til
> usen...@utanet.at (Gerald Eischer) schrieb:
>
> >Wenn ich das richtig gelesen habe, ist die Straße schnurgerade.
> >Wie kann man da einen Radfahrer übersehen?
>
> Gar nicht. Sofern man sich einigermaßen an die
> Verkehrsregeln hält.
Dem widerspreche ich hier heftig!
> [...]
> >Nur geht das in die Kopfe vieler Autofahrer nicht hinein, das wird
> >brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt und 5 min später vergessen.
>
> Und hier bin ich, zumindest was .de anbetrifft, etwas
> anderer Meinung.
>
> Nein, das wird nicht brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt,
> sondern gar nicht. Das ist praktisch unbekannt.
>
> Wer liest denn schon die StVO selber? Ich hab' das damals
> jedenfalls nicht gemacht. Wozu gibt es denn den
> theoretischen Unterricht, wo der Fahrlehrer sowieso alles
> erklärt? Das reicht, um die Prüfung zu bestehen.
>
> Klar wurde da auch mal die zulässige Geschwindigkeit bei
> schlechter Sicht berechnet. Also bei Nebel mit gegebener
> Sichtweite. Dunkelheit? Nix da.
>
> Ich habe sie schon meistens gelesen, die Sicherheitstips in
> der Tageszeitung. Sogar ;-) gelegentlich im Fernsehen eine
> Sendung zur Verkehrssicherheit angeschaut.
>
> Daß man bremsen soll, wenn man geblendet wird und deswegen
> nicht mehr richtig sieht, ok. Aber daß bei Dunkelheit die
> Reichweite des Abblendlichtes ja gar nicht dafür ausreicht,
> daß man die auf der Landstraße "erlaubten" 100 km/h auch
> fahren darf - DAS habe ich hier im Usenet zum ersten Mal
> bewußt wahrgenommen
Ham sie uns in der Fahrschule alles ganz explizit gesagt und vorgerechnet.
Ich fuhr damals einen Käfer mit 6V- Anlage, der reichte gerade mal für
15Km/h bei Nacht.
Hätt ich ja gleich laufen können!
Auch bei modernen Autos, außer mit Xenon-Leuchten , kannst du im
Normalfall
nachts keine 60 Sachen fahren, um alles Wahrzunehmen, was notwendig ist.
Ich habe den Vorteil, daß meine Augen schnell adaptieren, Blendung meist
kürzer als Bremszeit.
Ist wie beim Sprung ins Wasser, Augen zu und durch!
Ich bin sicher , diese Sicherheitslücke ist nur mit einem rigorosen
Nachtfahrverbot
oder einer Sonderregelung für die Geschwindigkeitsbegrenzug bei fahrten in
der Dunkelheit beizukommen.
Und das wollen wir ja alle.
Til
Thomas Hochstein schrieb:
Was hat das mit dem Führen von Kraftfahrzeugen zu tun wenn jemand in
einer Schocksituation nicht mehr Vernünftig handel kann (dürfte bei den
meisten Menschen der Fall sein) ?
Gerald
Gerald Eischer schrieb:
> Zum Telefonieren?
> Absolut überflüssig.
>
> Es ist ja äußerst Unwahrscheinlich, dass auf einer stark befahrenen
> Straße niemand vorbekommt, der ein Mobiltelefon dabei hat.
> Abgesehen davon hat man bei einem Unfall *anzuhalten* und sich
> um Verletzte zu kümmern.
Schon mal von Schockreaktionen gehört, bei dene Vernunft keine
Rolle mehr spielt ?
Gerald
Gerald Eischer schrieb:
> Autos haben asymmetrisches Abblendlicht, das die Fahrbahn mindestens
> 80 m weit ausleuchtet. Du kannst Gift darauf nehmen, dass Eberhards
> Rad einen roten Reflektor hatte und auch falls nicht, ist ein Radfahrer
> nicht so klein, dass man ihn übersehen kann.
Klein nicht, aber vielleicht dunkel.
> Ein die Sicht verdeckendes Fahrzeug ist ja die blödeste Ausrede.
> Dann hat sie gesehen, wie dieses Fahrzeug einem Radfahrer ausweicht.
Wenn das Fahrzeug vorher schon weiter links fuhr und kaum ausgewichen
ist auf breiter Strasse nicht.
> Es reicht, wenn man den eigenen Anhalteweg nicht mehr einsehen kann.
Zu ungenaue Angabe, eine teilweise uneinsehbarer Abschnitt fällt als
solcher
nicht unbedingt auf.
> Das ist nicht meine Argumentation, das kannst du im österr.
> Kraftfahrgesetz nachlesen. Soll ich den Paragraphen posten?
> Wird in .de nicht viel anders sein.
Das sind zum Teil Gesetze, die es gibt, um die Schuldfrage bei einem
Unfall zu klären, die in der praktischen Anwendung aber lücken haben.
> Ja, eben weil ich mit Abblendlicht nicht mit 100 km/h und mehr durch
> die Gegend brettere.
> Kann die auch als Radfahrer ode Fussgänger passieren und hängt nicht
nur von der Geschwindigkeit ab.
> > Weil das nicht praktizierbar ist, sieher oben.
>
> Aus deiner Antwort schließe ich, dass du nichts dabei findest, im
> Blindflug unterwegs zu sein und es nur purer Zufall ist, dass du nicht
> schon ebenfalls, genau wie diese junge Göre, einen Menschen umgebracht
> hast.
Mit zunehmender Erfahrung ist man wenn keine anderen Einflüsse
hinzukommen,
besser in der Lage mit plötzlich eintretenden Verkehrssituationen
klarzukommen. Ich fahre immer so, dass ich in so einem Fall das Fahrzeug
noch beherschen und einen Unfall vermeiden kann, was nicht heisst, dass
ich nie einen Unfall haben werde. Zu einer 100%sicherheit gegen einen
selbstverschuldeten Unfall ist kein Mensch in der Lage.
Gerald
Elke Bock schrieb:
>
> Nein, das wird nicht brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt,
> sondern gar nicht. Das ist praktisch unbekannt.
Dann hat Deine Fahschule aber nicht viel getaugt.
> Daß man bremsen soll, wenn man geblendet wird und deswegen
> nicht mehr richtig sieht, ok. Aber daß bei Dunkelheit die
> Reichweite des Abblendlichtes ja gar nicht dafür ausreicht,
> daß man die auf der Landstraße "erlaubten" 100 km/h auch
Da war noch ein Klausel mit Sicht zum Vordermann... wenn man
die Rücklichter sieht, darf man auch schneller fahren als
das Ablendlicht zulassen würde.
Gerald
Bernd Sluka schrieb:
>
> Im Artikel <3A302E20...@web.de> schreibt
> Gerald Oppen <Gerald...@web.de>:
> >Immerhin war es Nacht, (Nebel ?) und in einem Abschnitt wie diesem
> >rechnet man nicht unbedingt mit Radfahrern. Kommt noch (blendender)
> >Gegenverkehr hinzu, ist einfach ein gewisses Risiko da, das so
> >etwas passieren kann.
>
> Nein. Es ist lediglich eine Frage der Geschwindigkeit.
Klar, wer steht kann nirgends daggenfahren (aber trotzdem
Unfalverursacher)
sein. Oder Warum gibt es die Vorschrift zur Absicherung von Unfällen
oder abgestellten Fahrzeugen in bestimmten Situationen ?)
Gerald
Wolfgang Strobl schrieb:
> Auch nach langem Suchen habe ich noch keinen Radweg gefunden,
> innerhalb wie außerhalb geschlossener Ortschaften, der auch nur die
> Geschwindigkeit dauerhaft und sicher zu fahren zuließe, die man in
> einschlägigen Autofahrerkreisen als "unerträgliches Schneckentempo"
> bezeichnet, geschweige wirklich schnelles Fahren, wie es nötig ist,
Was ist das für ein Anspruchsdenken, Radwege zu fordern, die
eine permanente Höchstgeschwindigkeit zulassen ?
So was gibt es für kein Verkehrsmittel, nicht mal für Fussgänger.
Gerald
Gerald Eischer schrieb:
> Auf die nimmst du ja als Autofahrer scheinbar auch keine Rücksicht,
> wie du mit deiner Ahnungslosigkeit über richtige Wahl der
> Geschwindigkeit in <3A3113D2...@web.de> angedeutet hast.
Ich habe in meinen fast 14 Jahren KFZ-fahren (von Zweirad bis grosse
LKWs, einige 100000km) noch keinen nenneswerten Unfall verursacht und
auch die Beinaheunfälle halten sich sehr in Grenzen.
> Der Unterschied ist nur, dass ein Radfahrer für andere
> Verkehrsteilnehmer eine wesentlich geringer Gefahr als ein Autofahrer
> darstellt.
Was nicht heisst, das Radfahrer nicht auch grosse Unfälle verursachen.
Gerald
Wolfgang Strobl schrieb:
> Exakt. Radfahrer sind nicht die bessere Menschen, sie benutzen bloß
> das bessere Verkehrsmittel.
>
> Irgendein Problem damit, Gerald?
Nein, ist ja schön für Dich, wenn für Dich das Rad das bessere
Verkehrsmittel ist.
Aber Du hast scheinbar ein Problem damit, das für manche anderen nicht
das
Fahrrad das bessere Verkehrsmittel ist.
Gerald
Christoph Maercker schrieb:
> Als Techniker verstehe ich sowieso nicht, wie Kfz. jemals zuge-
> lassen werden konnten. Man stelle sich vor, in unseren Fabriken
> gäbe es jährlich an die 10.000 Tote durch Unfälle an Maschinen.
> Produktionstechnik mit so einer Unfallbilanz würde garantiert
> genauso schnell verboten wie Tiermehlverfütterung in der ver-
> gangenen Woche.
Am besten wir verbieten gleich das Kinderkriegen.
Wie können wir es nur mit unserem Gewssen vereinbaren, unsere
Kinder den alltäglichen Gefahren des Lebens (die es auch auserhalb
des Vekehrs gibt) auszusetzen ?
Um wieviel % hat die Weltbevölkerung in den letzten 100 Jahren
zugenommen
und um wieviel Jahre ist die Lebenserwartung gestiegen trotz der
zunehmender Zivilisationsgefahren ?
Gerald
Das ist Unfug. Das ist sehr wohl praktikabel, nur von den
meisten Autofahrern nicht gewollt. Nichts technisches
spricht dagegen, nachts eine Geschwindigkeit zu wählen, bei
der der Bremsweg innerhalb des von den Scheinwerfern
ausgeleuchteten Bereichs (abzgl. Reaktionszeit) liegt. Nur
wär man dann halt nicht mehr merklich schneller als ein
Fußgänger. Wenn man das unpraktisch findet, scheidet das
Auto eben als nächtliches Verkehrsmittel aus.
Ich will garnicht von der Bahn als "nicht auf Sicht"
fahrender Alternative anfangen, es geht ja nicht um einen
Streit ums ultimative und allzeit beste Verkehrsmittel,
sondern darum, daß es eben durchaus Situationen geben kann,
in denen man genau zwei Möglichkeiten hat, wenn man eine
angemessene Einstellung zum Leben anderer hat (und wer die
nicht hat, gehört sowieso von der Straße geholt, möglichst
*bevor* ein Unfall passiert):
1) Schleichtempo (zu Fuß, aufm Rad oder im Auto) ist "nicht
praktizierbar", also bin ich nachts ortsgebunden, wenn die
von mir zu nutzenden Straßen nicht oder unzureichend
ausgeleuchtet sind.
2) Ich schleiche.
Eine Variante "3) Ich fahr schnell, obwohl ich weiß, daß ich
damit heftig Menschenleben gefährde" dürfte (und sollte)
strafbar sein.
(Und nein, wieso die Autobahn nachts befahren werden darf,
ist mir unklar. Möglicherweise gilt über irgendein
Schlupfloch dann eigentlich die Mindestgeschwindigkeit nicht
(wegen der Sichtverhältnisse), aber die Heerschar
lebensmüder nächtlicher Raser bleibt ja wenigstens unter sich.)
Felix
--
>> Ja, ich bin echt!
AK> <knuddel>
KRRAAAAAAIIIIISSCHH!!!!
(Cathrine Brecht freut sich über Adam Kopacz in dafb)
>Elke Bock wrote:
>
>> usen...@utanet.at (Gerald Eischer) schrieb:
>>
>> >Wenn ich das richtig gelesen habe, ist die Straße schnurgerade.
>> >Wie kann man da einen Radfahrer übersehen?
>>
>> Gar nicht. Sofern man sich einigermaßen an die
>> Verkehrsregeln hält.
>
>Dem widerspreche ich hier heftig!
Ja, ich erinnere mich. Du hast ein Verständnisproblem bei
Aussagen mit Bedingung. Und das ist mir zu anstrengend, um
da weiter zu diskutieren.
>> Daß man bremsen soll, wenn man geblendet wird und deswegen
>> nicht mehr richtig sieht, ok. Aber daß bei Dunkelheit die
>> Reichweite des Abblendlichtes ja gar nicht dafür ausreicht,
>> daß man die auf der Landstraße "erlaubten" 100 km/h auch
>> fahren darf - DAS habe ich hier im Usenet zum ersten Mal
>> bewußt wahrgenommen
>
>Ham sie uns in der Fahrschule alles ganz explizit gesagt und vorgerechnet.
Hat ja offensichtlich nicht geholfen.
>Elke Bock schrieb:
>> Nein, das wird nicht brav zur Fahrprüfung auswendig gelernt,
>> sondern gar nicht. Das ist praktisch unbekannt.
>
>Dann hat Deine Fahschule aber nicht viel getaugt.
Es hat gereicht, um die Prüfung auf Anhieb und ohne Fehler
zu bestehen. Und dafür, sich ausreichend informiert zu
fühlen.
>> Daß man bremsen soll, wenn man geblendet wird und deswegen
>> nicht mehr richtig sieht, ok. Aber daß bei Dunkelheit die
>> Reichweite des Abblendlichtes ja gar nicht dafür ausreicht,
>> daß man die auf der Landstraße "erlaubten" 100 km/h auch
>
>Da war noch ein Klausel mit Sicht zum Vordermann... wenn man
>die Rücklichter sieht, darf man auch schneller fahren als
>das Ablendlicht zulassen würde.
Nur auf der Autobahn.
> Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, daß nur der geringe Anteil der
> Radler
> am Gesamtverkehrsgeschehen und deren (unsere) verhältnissmäßige Könnerschaft
> uns vorgaukeln, Radfahren sei ungefährlich.
Für einen selbst? Zahlen zur Unfallbelastung _je verbrachter
Zeit auf dem Fahrrad_ wurden gerade hier in diesem Thread
gepostet. Der Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehrsgeschehen
ist dabei völlig egal, der kürzt sich 'raus.
Für andere? Daß eine Kollision mit einem Radfahrer im Durchschnitt
weniger gefährlich ist als mit einem Auto ist Elementarphysik;
man vergleiche die Energien. Hinzu kommt, daß der Wirkungsquerschnitt
einer Fahrrades viel kleiner als der eines Auots ist, Kollisionen
also seltener passieren.
Indirekt sinkt natürlich dadurch die Unfallwahrscheinlichkeit und
-gefährlichkeit, je mehr Leute Fahrrad statt Auto fahren.
Aber das wird von anderen Effekten überlagert, weil man etwa
bei mehr Radfahren meint, mehr Radwege bauen zu müssen. Kürzlich
gab es in der Presse eine Unfallstatistik von Deutschland, Münster
und Erlangen lagen in den Top 15.
Kai
> Kurt-F...@t-online.de (Kurt Fischer) schrieb:
[Liegeräder gefährlich?]
> Und Olaf hatte einen ähnlichen Unfall, aber mehr Glück als Eberhard,
> diese Dinger müssen ja wirklich sehr gefährlich sein... (kein Smilie, da
> Thema zu ernst)
Mir gibt die Sache schon auch zu denken, es kommt auch noch ein
gerammtes Alleweder(Dreirad mit Alurahmen) hinzu, das von einem
Autofahrer seitlich gerammt wurde, obwohl es grellbunt war.
Vor allem gibt mir zu denken, daß sowohl Olaf als auch Eberhard
als sehr versierte und geübte Vielfahrer gelten können, die sich
im Verkehrsgewühl durchaus zurechtfinden und sich auch eindeutig
genug verhalten, um ihre Absicht kund zu tun.
Mir persönlich fällt auf daß die Autofahrer mit zunehmender
Verkehrsdichte immer rücksichtsloser und aggressiver werden. Ich
gebe auch zu daß ich mich in den letzten Jahren von
vielbefahrenen Strassen regelrecht verdrängen habe lassen,
weniger wegen der potentiellen Gefahr, sondern weil mir dieses
Fahren nahe des schnellen dichten Autoverkehrs gewaltig auf den
Keks ging. Heute fahre ich lieber wenig befahrene Nebenstrecken
und Wirtschaftswege und nehme dafür Umwege in Kauf, und da ich
nicht der einzige bin der so handelt, sind Radfahrer auf manchen
Strecken hier eine echte Seltenheit.
Das trägt natürlich nicht dazu bei die Akzeptanz der Autofahrer
zu steigern und auch ihre Fähigkeit mit der Situation umzugehen
läßt dadurch natürlich nach.
> > Leider ist es nicht ganz so einfach. Bei den AKWs geht die Rechnung ja
> > ähnlich: Auf 1ooooojahre ein Gau heißt nicht, daß es noch solange dauern
> > muß, bis es zum Unfall kommt, er kann auch schon nach ein paar Jahren
> > kommen, dafür ist halt dann wieder für lange Zeit Ruhe, oder auch nicht.
> Ähem, dein Vergleich hinkt. Abgesehen von ex-sowjetischen
> Plutoniumfabriken, sind diese Dinger auf den GAU ausgelegt, was man bei
> Fahrzeugen absolut nicht behaupten kann. Bei Fahrzeugen, insbesonders
> motorisierten, ist der Mensch ein viel zu großer Unsicherheitsfaktor.
Logisch, ich wollte durch diesen Vergleich ja nur erreichen, daß
sich keiner wegen statistischer Zahlen zu sicher fühlt. Es kommt
immer auf das eigene Verhalten und die spezielle Situation an,
wie gefährlich etwas ist. Im Grunde genommen war es ungeschickt
von mir, denn Radfahren gilt gemeinhin als wesentlich
gefährlicher als es de facto ist, aber daß Menschen bei der
Risikoabschätzung nicht logisch vorgehen, ist ein alter Hut.
Es wäre nur schade wenn Unfälle wie dieser Menschen vom Radfahren
abhalten, im Endeffekt wäre das Ergebnis unter dem Strich noch
wesentlich negativer als es durch gelegentliche Unfälle
erscheint.
Nur um die Verhältnisse geradezurücken:
Vorgestern kam hier im Ort ein 19jähriger spätabends am
Ortseingang mit seinem Auto auf's Bankett, geriet von der Strasse
ab und rammte frontal mehrere Bäume. Er wurde schwerverletzt. Vor
ca einem Jahr wurde bei einem ähnlichen Unfall an praktisch der
selben Stelle ebenfalls ein junger Mann getötet. Und so könnte
ich fortfahren denn praktisch jedes Jahr kommen auf diese Art
einer oder meist mehrere Menschen in der unmittelbaren Umgebung
ums Leben. Nur die unmittelbaren Angehörigen reagieren geschockt,
der Rest geht sehr schnell zum Alltag über.
Machen wir uns nichts vor: Unsere Gesellschaft nimmt diese Art
des Blutzolls als Preis für ihre "Mobilität" klaglos in Kauf.
ciao,
Kurt
Die Frage lautet wohl eher "Wie kann man es mit seinem Gewissen
vereinbaren, ohne Rücksicht durch die Gegend zu rasen."
> Um wieviel % hat die Weltbevölkerung in den letzten 100 Jahren
> zugenommen
> und um wieviel Jahre ist die Lebenserwartung gestiegen trotz der
> zunehmender Zivilisationsgefahren ?
Erkläre das mal den Opfern oder den Angehörigen.
Richter: "Angeklagter, wie rechtfertigen sie, den von ihnen begangenen
Massenmord ?"
Angeklagter: "Ich wollte etwas gegen die Überbevölkerung tun. "
[Vieles, dem ich eigentlich nichts hinzufügen kann], nur leider:
> Vorgestern kam hier im Ort ein 19jähriger spätabends am
> Ortseingang mit seinem Auto auf's Bankett, geriet von der Strasse
> ab und rammte frontal mehrere Bäume. Er wurde schwerverletzt.
[...]
> Machen wir uns nichts vor: Unsere Gesellschaft nimmt diese Art
> des Blutzolls als Preis für ihre "Mobilität" klaglos in Kauf.
Keineswegs klaglos ;-(. In Brandenburg konnte ein Gesetz, was
die Neuanpflanzung von Bäumen in Alleen (in Brandenburg gibt
es noch einige davon) erst im Abstand von mindestens 6 Metern
von der Straße erlaubt, erst im letzten Moment nach Protesten
gestoppt werden. Nun gibt es irgendetwas neues, das aber so
schwammig formuliert ist, daß kaum eine Kommune zu alte Bäume
durch neue ersetzen wird.
Kai
In ka.verkehr Gerald Eischer <usen...@utanet.at> wrote:
>Autos haben asymmetrisches Abblendlicht, das die Fahrbahn mindestens
>80 m weit ausleuchtet. Du kannst Gift darauf nehmen, dass Eberhards
>Rad einen roten Reflektor hatte und auch falls nicht, ist ein Radfahrer
>nicht so klein, dass man ihn übersehen kann.
Klar. Sie wird ihn mit voller Absicht ueberfahren haben.
Merkst Du eigentlich was fuer einen Schwachsinn Du hier zusammenschreibst?
Fanatisierte Radfahrer wie Du (die Ihr glaubt die besseren Menschen zu sein
nur weil Ihr Euch per Rad statt per Auto durch die Gegend bewegt) gehen mir
genauso auf den Nerv wie ruecksichtslose Autofahrer. Und sie sind imo
genauso gefaehrlich.
Georg
Genau. Lasst uns doch bitte moeglichst viele Spielplaetze direkt an der
Autobahn bauen, damit sich die Autofahrer ueberall an spielende Kinder
gewoehnen und es in den Wohngebieten sicherer wird.
<Kopfschuettel>
Georg
tja, wenn man das 'nicht kann', dann kann man es eben nicht. punkt.
alles andere ist auf normalen strassen unakzeptable gefaehrdung
dritter.
mal gesehen, wie vorsichtig autos um die ecken schleichen koennen,
wenn manoever ist und am tag davor jemand mit 60km/h in einen panzer
geknallt ist? wirkt aber nur zwei tage....
--
MfG/best regards, helmut springer
> Das ist Unfug. Das ist sehr wohl praktikabel, nur von den
> meisten Autofahrern nicht gewollt. Nichts technisches
> spricht dagegen, nachts eine Geschwindigkeit zu wählen, bei
> der der Bremsweg innerhalb des von den Scheinwerfern
> ausgeleuchteten Bereichs (abzgl. Reaktionszeit) liegt.
> wär man dann halt nicht mehr merklich schneller als ein
> Fußgänger. Wenn man das unpraktisch findet, scheidet das
> Auto eben als nächtliches Verkehrsmittel aus.
= nicht praktikabel
Auch Du bist Nutznieser des KFZ-Verkehrs und müsstest deutlich
abstriche in Deiner Lebensqualität machen, wenn man den Verkehr
so reduzieren würde. Die "eingesparten" Unfallopfer würden
an anderer Stelle, vielleicht um ein vielfaches mehr, wieder
auftauchen als Opfer von Versorgungengpässen, wa sbeim
Rettungsdienst anfängt.
> Ich will garnicht von der Bahn als "nicht auf Sicht"
> fahrender Alternative anfangen, es geht ja nicht um einen
> Streit ums ultimative und allzeit beste Verkehrsmittel,
> sondern darum, daß es eben durchaus Situationen geben kann,
> in denen man genau zwei Möglichkeiten hat, wenn man eine
> angemessene Einstellung zum Leben anderer hat (und wer die
> nicht hat, gehört sowieso von der Straße geholt, möglichst
> *bevor* ein Unfall passiert):
Mit Deiner Argumentation müsste man jeglichen Verkehr, incl.
Radfahren bei Nacht nahezu komplett einstellen.
Die Gefahr, Unfallopfer in D zu werden ist relativ gering und lässt
sich nicht auf Null reduzieren, solange die Gentechnik keine
100%perfekten Menschen (was ist das überhaupt ?) hevorbringen kann.
Auf das Risiko, Opfer zu werden, hat man selbst Einfluss.
Nachts auf einer stark befahrenen Bundesstrasse Rad zu fahren, wo
Radfahren/Fussgänger zu dieser (Jahres)Zeit nur selten anzutreffen sind,
trägt sicher nicht zu einer Senkung des Risikos bei.
Verbessern könnte man die Situation mit einer Beleuchtung, die dem
eines KFZ entspricht, aber Radfahrer fahren ja sowieso am liebsten
ohne Licht, weil sie ja nur so schnell fahren, wie sie sehen können ;-/
> (Und nein, wieso die Autobahn nachts befahren werden darf,
> ist mir unklar. Möglicherweise gilt über irgendein
> Schlupfloch dann eigentlich die Mindestgeschwindigkeit nicht
> (wegen der Sichtverhältnisse), aber die Heerschar
> lebensmüder nächtlicher Raser bleibt ja wenigstens unter sich.)
Dafür wird auch ein gewisser Aufwand getrieben, um Autobahnen frei
von Radfahrern, Fussgängern und Hindernissen freizuhalten.
Gerald
Heiko Kuhnert schrieb:
> Die Frage lautet wohl eher "Wie kann man es mit seinem Gewissen
> vereinbaren, ohne Rücksicht durch die Gegend zu rasen."
Das sind wenig Ausnahmen, die auch verfolgt und bestraft werden.
Unachtsamkeit und Rücksichtlosigkeit kann man nicht in einen Topf
werfen.
> Erkläre das mal den Opfern oder den Angehörigen.
Klar, für die Betroffenen ist es nicht schön.
Aber so ist das Leben, der Tod gehört immer mit dazu.
Gerald
Kai-Uwe Thiessenhusen schrieb:
> Für einen selbst? Zahlen zur Unfallbelastung _je verbrachter
> Zeit auf dem Fahrrad_ wurden gerade hier in diesem Thread
> gepostet. Der Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehrsgeschehen
> ist dabei völlig egal, der kürzt sich 'raus.
>
> Für andere? Daß eine Kollision mit einem Radfahrer im Durchschnitt
> weniger gefährlich ist als mit einem Auto ist Elementarphysik;
> man vergleiche die Energien. Hinzu kommt, daß der Wirkungsquerschnitt
> einer Fahrrades viel kleiner als der eines Auots ist, Kollisionen
> also seltener passieren.
Und was ist mit den Unfällen, die durch Radfahrer verursacht werden,
an denen sie nicht körperlich beteiligt sind (Ausweichmanöver des
KFZ-Verkehrs) ?
Oft begehen die auch noch Unfallflucht, da man sie sowieso meist nicht
ermitteln kann.
Gerald
>Wolfgang Strobl schrieb:
>
>> Auch nach langem Suchen habe ich noch keinen Radweg gefunden,
>> innerhalb wie außerhalb geschlossener Ortschaften, der auch nur die
>> Geschwindigkeit dauerhaft und sicher zu fahren zuließe, die man in
>> einschlägigen Autofahrerkreisen als "unerträgliches Schneckentempo"
>> bezeichnet, geschweige wirklich schnelles Fahren, wie es nötig ist,
>Was ist das für ein Anspruchsdenken, Radwege zu fordern, die
>eine permanente Höchstgeschwindigkeit zulassen ?
Ich fordere keine Radwege, ich bin doch nicht bescheuert.
Du forderst Radwege, wenn ich Dein etwas verworrenen Ausführungen
richtig verstanden habe.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
>Gerald Eischer schrieb:
>
>> Auf die nimmst du ja als Autofahrer scheinbar auch keine Rücksicht,
>> wie du mit deiner Ahnungslosigkeit über richtige Wahl der
>> Geschwindigkeit in <3A3113D2...@web.de> angedeutet hast.
>
>Ich habe in meinen fast 14 Jahren KFZ-fahren (von Zweirad bis grosse
>LKWs, einige 100000km) noch keinen nenneswerten Unfall verursacht und
>auch die Beinaheunfälle halten sich sehr in Grenzen.
Du hast also noch niemanden totgefahren. Beachtlich.
Es gehört wohl eine Menge Ahnungslosigkeit dazu, sich darauf auch noch
etwas einzubilden.
(Ich habe in >30 Kfz-Jahren keinen einzigen Unfall verursacht, auch
keinen "nicht nennenswerten". btw.)
>> Der Unterschied ist nur, dass ein Radfahrer für andere
>> Verkehrsteilnehmer eine wesentlich geringer Gefahr als ein Autofahrer
>> darstellt.
>Was nicht heisst, das Radfahrer nicht auch grosse Unfälle verursachen.
Ja und? Sprich Dich ruhig aus.
>Wolfgang Strobl schrieb:
>
>> Exakt. Radfahrer sind nicht die bessere Menschen, sie benutzen bloß
>> das bessere Verkehrsmittel.
>>
>> Irgendein Problem damit, Gerald?
>
>Nein, ist ja schön für Dich, wenn für Dich das Rad das bessere
>Verkehrsmittel ist.´
Nein, Gerald, das hast Du schon wieder falsch verstanden. Es ist vor
allem für _Dich_ das bessere Verkehrsmittel. Wenn Du am Leben hängst,
meine ich.
yup. allerdings verlieren sie dabei ihre eigene staerke nicht aus
den augen, was man sehr schoen sieht, wenn man in der 'ich bin
groesser und habe nichts zu verlieren'¹ klasse wesentlich
entspannter unterwegs ist. je schwaecher, desto nachteiliger:
verkehrs-darwinismus, nicht nur bei KFZ 8-/
¹ zB abgef* Vereins-DB208er oder Ytours-Unimog
...[viel zu gefährlich mit dem Rad]....
>
>Noch dazu mit einem Liegerad. Das werden einige wieder mal als
>Bestätigung der These verwenden wie gefährlich die Dinger sind und wie
>schlecht man die sieht, etc...
Wie? Was? Liegeraeder sind bauartbedingt den Uprights bzgl der Gefaehr-
lichkeit eindeutig ueberlegen. Das Uebersehen ist auf freier Strecke
vermutlich kein echtes Problem. Das einzige Problem ist der wesentlich
hoehere Preis der bei mindestes dem 4fachen meines geliebten Rades
liegt.
>Jeder Liegeradfahrer kennt diese Sprüche zur Genüge. Ich bin jetzt 10
>Jahre und +215 Tkm ohne jeden Unfall unterwegs, aber wenn es mich
>erwischte, es würde nichts helfen, die Vorurteile stecken noch zu tief.
>
So tief wie der Rollsplit wenn es einem mit dem Rad gelegt hat? Ach
so, ich vergass, die Tiefflieger fallen ja idR nicht so tief und koen-
nen meistens besser abrutschen...
MfG
Uwe Borchert
..[...]...
>>
>> Noch dazu mit einem Liegerad. Das werden einige wieder mal als
>> Bestätigung der These verwenden wie gefährlich die Dinger sind und wie
>> schlecht man die sieht, etc...
..[...]...
>
>Und Olaf hatte einen ähnlichen Unfall, aber mehr Glück als Eberhard,
>diese Dinger müssen ja wirklich sehr gefährlich sein... (kein Smilie, da
>Thema zu ernst)
>
Und mit einem normalen Fahrrad haette er bei diesem Unfall aber mehr
Glueck gebraucht als ein dutzend Hamsterpfoten jemals liefern kann.
Wenn Dir auf dem Upright bei 30 einer in den Arsch faehrt, fliegst Du
ganz unsanft aufs Maul oder auf den Hinterkopf, aber auf jeden Fall
unsanft.
MfG
Uwe Borchert
..[...]...
>
>Und ich muß dann doch noch darauf hinweisen, daß der Wert
>für die Altersgruppe von 25 - 44 Jahre gilt (Bernd hatte das
>mal mit den Daten von 1991 ausgerechnet). Radfahrer ab 45
>Jahre sind überdurchschnittlich gefährdet (über 65 Jahre
>ungefähr das vierfache vom Durchschnitt) und unter 45
>unterdurchschnittlich.
>
Warum? Alterstatterer oder einfach die Automobilisti die versuchen um-
zusteigen aber wegen des hohen Alters und der Praegung durch das Auto-
fahren intellektuell gar nicht in der Lage sind ein Fahrrad sicher zu
fuehren? Letzteres errinert mich dann an die Gruppe der Mofafahrer die
wohl auch so gerne verunfallt. Also jene ex Autofahrer die wegen er-
wiesener Unfaehigkeit den Fuehrerschein verloren haben.
Und wer unter 45 Rad faehrt macht dies idR schon seit Ewigkeiten und
hat es nicht geschafft in die Blechkisten einzusteigen. Diese Radler
haben dann sehr hohe Laufleistungen und dementsprechende Routine.
Was ist mit der Gruppe 45 bis 65? Eine Erklaerung fuers Verhalten?
MfG
Uwe Borchert
..[...]...
>>
>> Man hat, verdammt nocheinmal, auf Sicht zu fahren und bei Blendung
>> hat man unter Beibehaltung der Fahrspur anzuhalten.
>
>Rücksichtsvoll, Gesetzeskonform, aber etwas für heimatlose, denn nach hause
>kommst du so sicher erst übermorgen.
>Herzig!
>
Das ist wirklich lebensfern was Du behauptest. Mir ist es auch klar und
habe es nie nach der Fahrschule vergessen, aber ich weiss ebenso dass es
manchmal das kleinere Uebel ist.
Risiko = Schaden * Eintreffwahrscheinlichkeit
Das Eintreffwahrscheinlichkeit das der Hinterman auffahrt ist im
Prozentbereich, das man durch Zufall genau zu jenen Zeitpunkt einen
anderen Verkehrteilnehmer erwischt viel geringer.
..[...]...
> Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, daß nur der geringe
> Anteil der Radler am Gesamtverkehrsgeschehen und deren (unsere)
> verhältnissmäßige Könnerschaft uns vorgaukeln, Radfahren sei ungefährlich.
>
Radfahren ist nicht gefahrlich. Die Unfaehigkeit ist gefaehrlich. Bitte
verwechsle Ursache und Wirkung nicht miteinander. Die Ursache ist nun
mal die Unfaehigkeit vieler Verkehrsteilnehmer die sich dann vielleicht
sogar wegen Fuehrerscheinentzugs aufs Rad setzen.
MfG
Uwe Borchert
..[...]...
>
>Für andere? Daß eine Kollision mit einem Radfahrer im Durchschnitt
>weniger gefährlich ist als mit einem Auto ist Elementarphysik;
>man vergleiche die Energien. Hinzu kommt, daß der Wirkungsquerschnitt
>einer Fahrrades viel kleiner als der eines Auots ist, Kollisionen
>also seltener passieren.
>
Kann man aber durch geeignete Breite des Radweges wieder kompensieren.
;-)
MfG
Uwe Borchert
Woher stammt denn diese Erkenntnis?
Vol"Du-wirst-doch-wohl-kein-Stammtischgeschwaetz-in-NGs-posten?"ker
--
"Radfahrer, besetzt die Fahrspurmitte!"
>Heiko Kuhnert schrieb:
>> Die Frage lautet wohl eher "Wie kann man es mit seinem Gewissen
>> vereinbaren, ohne Rücksicht durch die Gegend zu rasen."
>
>Das sind wenig Ausnahmen, die auch verfolgt und bestraft werden.
Nein. Im Dunkeln sind es fast alle.
>Unachtsamkeit und Rücksichtlosigkeit kann man nicht in einen Topf
>werfen.
Wie würdest Du es denn bezeichnen, wenn man sich nicht an
die Regeln halten WILL?
(So wie es hier schon eine ganze Reihe ausgeführt haben.)
Also aus der 10jährigen Praxis kann ich bestätigen daß das
Übersehenwerden auch in der Stadt kein spezielles Problem bei
Liegerädern ist. Natürlich wird man gelegentlich übersehen, aber
wer nicht hinschaut, der übersieht auch Busse und Eisenbahnen.
Auf dem Langlieger, ähnlich wie Eberhard ihn gefahren ist,
befindet sich mein Kopf etwa auf der selben Höhe mit dem eines
Rennradfahrers in Untenlenkerposition, allerdings mit einem
wesentlich besseren Rundumblick.
Ich sage dir was mich an einem Unfall wie diesem, abgesehen vom
tragischen Schicksal des Opfers, nervt:
Keiner nimmt so einen Vorfall als Denkanstoß seine Einstellung
zu überdenken, im Gegenteil. Schuld ist natürlich der Radfahrer,
was hat er auch auf so einer vielbefahrenen Strasse zu suchen,
noch dazu mit so einem suspekten Fahrzeug, und daß Radfahren
gefährlich ist, das haben wir ja schon immer gewußt. Radfahrer
sollten überhaupt nur noch auf Radwegen fahren dürfen, die haben
ja schließlich Zeit und sollten nicht die arbeitende Bevölkerung
behindern...etcpp...ad nauseam.
Einem Radfahrer wurde also übel mitgespielt und das wird als
Anlaß und Rechtfertigung genommen nun auch die anderen Radfahrer
weiter zu verdrängen und an den Rand zu quetschen.
ciao,
Kurt
> tilman wetter <wet...@sunsquare.com> schrieb:
>
> >Andersherum:
> >Kombis sind steifer als Limousinen, mein Rad liegt hinten drin, daneben
> >sitzt
> >mein Sohn angeschnallt.
> >Ich fahr lieber wen über den haufen, als daß ich riskiere, von hinten
> >angefahren
> >zu werden und meinen Sohn durch mein Rad zu passieren.
>
> Super :-( Weil Du zu faul bist, Deine Ladung einigermaßen zu sichern, bist
> Du bereit das Leben anderer zu gefährden.
Nicht genug platz, Nicht genug Geld.
Sowie ich das Rad mit dem Auto transportiere, muß ich damit rechnen, Mich und
andere zu gefährden.
Dachträger nimm ich nimma, Garage zu niedrig, zu viel Verkehr ringsum um
stehen zu bleiben und das Rad
abzunehmen.
Wohin dann auch mit dem Rad?
Garage zu kurz!
Draussen stehen lassen?
Klau!
Abschliessen?
zu umständlich!
Andere gefährden?
Easy!
Go!
Aber dises Jahr sollte sich dann ein V-Benz ausgehen.
Problem beseitigt.
>
>
> Und bei solchen Leuten in Ihren fahrenden Waffen, soll man anderen dazu
> raten mehr Rad zu fahren?
Klar doch!
Verkehr war noch nie ungefährlich!
>
>
> Andreas
Ich auch
> Schon mal von Schockreaktionen gehört, bei dene Vernunft keine
> Rolle mehr spielt ?
Laut Zeitungsartikel erlitt sie nur einen leichten Schock.
--
Gerald |FAQ zu de.rec.fahrrad: http://ntklotz.gmd.de/drf/faq/ ^
|Für OE-luser: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html
|Hamster: http://www.humor.nl/hamsterdance/
> [auf Sicht fahren]
> Das ist Unfug. Das ist sehr wohl praktikabel, nur von den
> meisten Autofahrern nicht gewollt. Nichts technisches
> spricht dagegen, nachts eine Geschwindigkeit zu wählen, bei
> der der Bremsweg innerhalb des von den Scheinwerfern
> ausgeleuchteten Bereichs (abzgl. Reaktionszeit) liegt. Nur
> wär man dann halt nicht mehr merklich schneller als ein
> Fußgänger.
Das ist flasch. Man darf deutlich schneller als ein
100 m-Sprinter läuft fahren.
> Ich will garnicht von der Bahn als "nicht auf Sicht"
> fahrender Alternative anfangen,
Ein Lokführer kann darauf vertrauen, dass die Strecke
frei ist. Da ist ein großer Unterschied zum Straßenverkehr.
> Gerald Eischer schrieb:
> > Autos haben asymmetrisches Abblendlicht, das die Fahrbahn mindestens
> > 80 m weit ausleuchtet. Du kannst Gift darauf nehmen, dass Eberhards
> > Rad einen roten Reflektor hatte und auch falls nicht, ist ein Radfahrer
> > nicht so klein, dass man ihn übersehen kann.
> Klein nicht, aber vielleicht dunkel.
Nix dunkel. Rücklicht (kann natürlich 5 min vorher defekt geworden
sein) und Reflektor.
> > Ein die Sicht verdeckendes Fahrzeug ist ja die blödeste Ausrede.
> > Dann hat sie gesehen, wie dieses Fahrzeug einem Radfahrer ausweicht.
> Wenn das Fahrzeug vorher schon weiter links fuhr und kaum ausgewichen
> ist auf breiter Strasse nicht.
Dann hat sie zu dem keinen Sicherheitsabstand eingehalten. Aber was
das ist weißt du scheinbar ja auch nicht.
> > Es reicht, wenn man den eigenen Anhalteweg nicht mehr einsehen kann.
> Zu ungenaue Angabe, eine teilweise uneinsehbarer Abschnitt fällt als
> solcher
> nicht unbedingt auf.
Was ist da ungenau? Man hat innerhalb der eigenen Sichtweite anhalten
zu können. Punkt. Darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren.
> > Das ist nicht meine Argumentation, das kannst du im österr.
> > Kraftfahrgesetz nachlesen. Soll ich den Paragraphen posten?
> > Wird in .de nicht viel anders sein.
>
> Das sind zum Teil Gesetze, die es gibt, um die Schuldfrage bei einem
> Unfall zu klären, die in der praktischen Anwendung aber lücken haben.
Kleiner Irrtum meinerseits, es steht in der Österr. StVO:
|§ 20
|Fahrgeschwindigkeit
|
|(1) Der Lenker eines Fahrzeuges hat die Fahrgeschwindigkeit den
| gegebenen oder durch Straßenverkehrszeichen angekündigten
| Umständen, insbesondere den Straßen-, Verkehrs- und
| Sichtverhältnissen, sowie den Eigenschaften von Fahrzeug und
| Ladung anzupassen. Er darf auch nicht so schnell fahren,
| daß er andere Straßenbenützer oder an der Straße gelegene
| Sachen beschmutzt oder Vieh verletzt, wenn dies vermeidbar
| ist. Er darf auch nicht ohne zwingenden Grund so langsam
| fahren, daß er den übrigen Verkehr behindert.
Dies lässt sich problemlos in die Praxis umsetzten. Lücken gibt es
ausschließlich in dienem Verständnis hierzu.
Und von der Klärung der Schuldfrage wird Eberhard wieder lebendig,
oder wie?
Kann bitte jemand den analogen dt. StVO-Paragraphen posten, sonst
behauptet Gerald, das gilt ja in .de eh nicht.
> > Ja, eben weil ich mit Abblendlicht nicht mit 100 km/h und mehr durch
> > die Gegend brettere.
> > Kann die auch als Radfahrer ode Fussgänger passieren und hängt nicht
> nur von der Geschwindigkeit ab.
Klar, dass auf schnurgerader Strecke plötzlich 5 m vor mir ein Fahrzeug
auftaucht. Sicher, passiert mir andauernd.
> > > Weil das nicht praktizierbar ist, sieher oben.
> >
> > Aus deiner Antwort schließe ich, dass du nichts dabei findest, im
> > Blindflug unterwegs zu sein und es nur purer Zufall ist, dass du nicht
> > schon ebenfalls, genau wie diese junge Göre, einen Menschen umgebracht
> > hast.
> Mit zunehmender Erfahrung ist man wenn keine anderen Einflüsse
> hinzukommen,
Deine Erfahrung hilft der Null wenn du nicht auf Sicht fährst.
Weißt du überhaupt, a) wie schnell du mit Ablendlicht fahren darfst?
Weißt du b) wieviel Sicherheitsabstand du zum Vordermann einzuhalten
hast?
Ich beantworte beide Fragen für dich, es geht ja aus deinen Postings
hervor:
a) [ ] Ja [o] Nein
b) [ ] Ja [o] Nein
> Korrekt gedacht!
> Andersherum:
> Kombis sind steifer als Limousinen, mein Rad liegt hinten drin, daneben
> sitzt
> mein Sohn angeschnallt.
> Ich fahr lieber wen über den haufen, als daß ich riskiere, von hinten
> angefahren
> zu werden und meinen Sohn durch mein Rad zu passieren.
Dazu hat Andreas schon alles gesagt. Danke Andreas.
tilman schick mir bitte eine Mail, bevor du dein Auto startest, dass ich
meine Fahrten auf dich abstimmen kann.
> Klar muß man damit auch rechen, aber da ist schon wieder Wahrscheinlichkeit
> im Spiel.
> Licht weg und nur wenn wirklich dringender Verdacht auf Notwendigkeit
> besteht
> Runterbremsen.
> Vom Gas gehen langt allemal.
*Rechtzeitig* vom Gas ist natürlich sinnvoller als Bremsen.
> > > Also ganz sacht
> > > bremsen, aber dann reicht's vermutlich nicht, wenn wirklich etwas oder
> > > jemand auf der Straße ist.
> >
> > *Vor* dem Abblenden die Geschwindigkeit vermindern.
>
> Du fährst kaum Auto!
Doch. Wie kommst du zu den Schluß? Ist nicht meine Erfindung, das wurde
mir in der Fahrschule Roth am Margarethengürtel beigebracht.
Alles andere ist auch unlogisch.
> > Das wissen wir leider nicht, was im Kopf dieser Göre vorgegangen ist.
> > Wie in http://www.ka-news.de/archiv/ka05122000a.php3 zu lesen fuhr
> > sie ja mit kaputtem Reifen weiter.
>
> Harte Nummer!
> Wie war das in den Zeiten Vor dem Handy?
Erste Hilfe leisten, dann ein anderes Fahrzeug anhalten, sofern nicht eh
schon jemand von selbst stehengeblieben ist. Man ist ja auch als
Unbeteiligter verpflichtet, Hilfe zu leisten.
> Kam mal bei Weissenbach zu einem Unfall, lange vor Handymania und sah, daß
> einer der verunfallten Fahrer bereits erste Hilfe leistete.
> Ich wurde gebeten, Hilfe zu besorgen. Offensichtlich war in den Häusern in
> der
> Nähe niemand zu Hause und ich Fuhr nach Gaaden zur Gendarmerie. Die hielten
> mich als potentiellenzeugen mal fest und fuhren hin, meiner Bitte um rasches
> Herbeirufen
> eines Rettungswagens wurde nicht nachgekommen, man wollte sich zunächst
> selbst
> überzeugen.
So blöd waren die? Die Scherereien als Zeuge bleiben einem dann nicht
erspart :-(
> Wenn kein Handy da ist und du Ohnedies nicht weist, ob deine Hilfe
> ausreicht, hol
> schnell selber Hilfe.
> Insofern ist das gar nicht so abwegig, schnell zur nächsten Kneipe zu
> fahren.
Nein, das hätte auch jemand anderer tun können. So wird man, es als ihren
Versuch den Unfallhergang zu verschleiern zu wollen, auslegen. Es war
ja eine stark befahrene Straße (Karlsruhe, nicht Weissenbach).
[Baustellenunfall]
Die Arterie zuhalten war AFAIK eh genau das Richtige.
> Insofern verstehe ich die Reaktion der Bettnässerin, vor allem unter Schock,
> recht gut.
> Elke Bock wrote:
> Ham sie uns in der Fahrschule alles ganz explizit gesagt und vorgerechnet.
Dann weißt du es ja.
> Ich fuhr damals einen Käfer mit 6V- Anlage, der reichte gerade mal für
> 15Km/h bei Nacht.
> Hätt ich ja gleich laufen können!
Geh, erzähl' keine Schmäh! Schon damals (tm) musste das Abblendlicht
40 m weit leuchten das reicht für 50 km/h, es war nur nicht asymmetrisch.
Du musst dich verhört haben (15 statt 50).
> Ich habe den Vorteil, daß meine Augen schnell adaptieren, Blendung meist
> kürzer als Bremszeit.
> Ist wie beim Sprung ins Wasser, Augen zu und durch!
Wie schon einmal gesagt: Bitte Mail an mich, sobald du ins Auto steigst.
> oder einer Sonderregelung für die Geschwindigkeitsbegrenzug bei fahrten in
> der Dunkelheit beizukommen.
Sonderregelung ist nicht nötig, steht eh im § 20 StVO.