Muß man Schild "Radfahrer absteigen" beachten?

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Andreas Hollmann

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Jun 17, 2005, 5:08:42 AM6/17/05
to
Ich hatte mal irgendwo gelesen, daß das oft an Baustellen montierte
Schild "Radfahrer absteigen" in der StVO überhaupt nicht existiert und
deshalb nicht beachtet werden müsse.

Gestern bin ich ein STüch Weserradweg zwischen Vlotho und Minden
gefahren. Dort wechselt der Weserradweg die Uferseite, indem man über
eine extra durch Betonkante und Geländer abgetrennte Fahrspur der
Autobahnbrücke (!) geführt wird.

Da der Lärm an dieser Stelle unerträglich ist, möchte man die Brücke
natürlich möglichst schnell überqueren. Am Anfang steht aber ein Schild
"Radfahrer im Brückenbereich absteigen". Am Ende der Strecke stand ein
Motorradpolizist, der aber zum Glück gerade mit ein paar anderen
Radfahrern beschäftigt war.

Was wäre, wenn er uns auf das Schild angesprochen hätte? Hätten wir uns
damit heruas dieses Schild, daß ja angeblich in der StVO nicht
existiert? Ansonsten hätte dort ja auch eine Schild stehen können
"Radfahrer im Brückenbereich auf allen Vieren kriechen" - hätte man das
dann auch beachten müssen?

Andreas

Jürgen Schlottke

unread,
Jun 17, 2005, 5:31:22 AM6/17/05
to
Hallo Andreas Hollmann!

Das Schild "Radfahrer absteigen" kann eigentlich nur in einer
Kombination auftreten: Als Zusatzschild zum Schild "Fußweg".
Beispielsweise vor einer Baustelle: Auf dem Radweg wird gebuddelt, an
der Stelle verschwindet der Radweg, wird zum Fußweg und der
Zusatzbeschilderung "Radfahrer absteigen".

An der Stelle kannst Du dann entweder:
a) Absteigen und Dein Rad schieben (damit bist Du Fußgänger) oder
b) auf die Fahrbahn wechseln und dort als Radfahrer weiterfahren

Jürgen

Lars Wehmeyer

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Jun 17, 2005, 5:39:33 AM6/17/05
to
Jürgen Schlottke wrote:
> An der Stelle kannst Du dann entweder:
> a) Absteigen und Dein Rad schieben (damit bist Du Fußgänger) oder
> b) auf die Fahrbahn wechseln und dort als Radfahrer weiterfahren

In diesem Falle also: ab auf die Autobahn? :-)

Wenn ich zum ersten Mal ein Schild gesehen habe "Autofahrer bitte
aussteigen" und sich ein Autler daran hält, dann werde ich bei
besagtem Schild absteigen.

Es sei denn, man kann dort wirklich gar nicht mehr fahren :-)
Dann würde ich aber auch ohne Schild absteigen...

Gruss Lars


Jürgen Schlottke

unread,
Jun 17, 2005, 5:58:36 AM6/17/05
to
Hallo Lars Wehmeyer!

> In diesem Falle also: ab auf die Autobahn? :-)

Wieso, handelt es sich um eine Autobahn mit Radweg?

Ich gehe bei "Autobahnbrücke" in Zusammenhang mit einem Radweg davon
aus, daß es sich um eine Straße beliebiger Kategorie handelt, die von
einem Radweg begleitet wird und dies wird dann mit einer Brücke über
eine darunterliegende Autobahn geführt.

Jürgen

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Frank Steinigen

unread,
Jun 17, 2005, 7:56:17 AM6/17/05
to
Am Fri, 17 Jun 2005 11:58:36 +0200 hat Jürgen Schlottke <schl...@gmx.de>
geschrieben:


> Ich gehe bei "Autobahnbrücke" in Zusammenhang mit einem Radweg davon
> aus, daß es sich um eine Straße beliebiger Kategorie handelt, die von
> einem Radweg begleitet wird und dies wird dann mit einer Brücke über
> eine darunterliegende Autobahn geführt.

Hallo,

eine "Autobahnbrücke" ist ein Brückenbauwerk, das eine Autobahn überführt.
In Dresden befinden sich z.B. an der Elbebrücke (A4) beidseitig jeweils
ein Geh-(Rad-?)weg,
allerdings zwischen Geländer und Lärmschutzwand. Die 6 Fahrstreifen der A4
liegen
zwischen den Lärmschutzwänden.

Tschüß Frank
--
Erstellt mit M2, Operas revolutionärem E-Mail-Modul:
http://www.opera.com/m2/

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Hannes Kuhnert

unread,
Jun 17, 2005, 6:19:13 AM6/17/05
to
Andreas Hollmann schrieb:

> Ich hatte mal irgendwo gelesen, daß das oft an Baustellen montierte
> Schild "Radfahrer absteigen" in der StVO überhaupt nicht existiert und
> deshalb nicht beachtet werden müsse.
>
> Gestern bin ich ein STüch Weserradweg zwischen Vlotho und Minden
> gefahren. Dort wechselt der Weserradweg die Uferseite, indem man über
> eine extra durch Betonkante und Geländer abgetrennte Fahrspur der
> Autobahnbrücke (!) geführt wird.

Wie ist denn der Weg an sich beschildert? Als Fußweg? Dann sagt "Radfahrer
absteigen" nichts zusätzliches aus. Auf einem Radweg wäre das Schild Unfug,
da wäre stattdessen eine Radweg-Ende- oder Fußweg-Beschilderung richtig.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

Christoph Maercker

unread,
Jun 17, 2005, 11:39:48 AM6/17/05
to
Andreas Hollmann wrote:
> Ich hatte mal irgendwo gelesen, daß das oft an Baustellen montierte
> Schild "Radfahrer absteigen" in der StVO überhaupt nicht existiert und
> deshalb nicht beachtet werden müsse.

"Radfahrer absteigen" gibt es in der StVO, allerdings als
*Zusatz*zeichen. Selbige gelten *nur* in Verbindung mit richtigen
Verkehrszeichen, im Falle einer Radweg-Baustelle also z.B. eines der
blauen Radweg-Zeichen 237, 240 bzw. 241. Ohne Hauptzeichen kannst Du es
völlig ignorieren, mit einem der o.g. Zeichen bedeutet es, der "Radweg"
ist im Baustellenbereich kein Radweg mehr, Du hast also die Wahl:

a) schieben auf dem gesperrten, aber nicht mehr benutzungspflichtigen
"Radweg"
b) ab der letzten zumutbaren Abfahrt vor der Baustelle vom Radweg auf
die Fahrbahn wechseln und dort bis zur nächsten Auffahrt hinter der
Baustelle weiterfahren.


--


CU Christoph Maercker.

RADWEGE sind TODSICHER!

Thomas Voigt

unread,
Jun 17, 2005, 12:01:02 PM6/17/05
to
Christoph Maercker wrote:
> "Radfahrer absteigen" gibt es in der StVO, allerdings als
> *Zusatz*zeichen. Selbige gelten *nur* in Verbindung mit richtigen
> Verkehrszeichen, im Falle einer Radweg-Baustelle also z.B. eines der
> blauen Radweg-Zeichen 237, 240 bzw. 241. Ohne Hauptzeichen kannst Du es

Sorry, mit Z239 wuerde ich es ja verstehen. Aber wenn ich einen Weg mit
Z240 ausschildere, dann heisst das doch gerade, dass ich dort fahren
darf (?)

tv

Andreas Hollmann

unread,
Jun 17, 2005, 12:11:47 PM6/17/05
to
Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> wrote:

> Ich betrachte das Schild als freundlichen Hinweis, daß ein
> Verkehrsplaner/Schilderaufsteller der Meinung ist, wäre man mit den
> Gegebenheiten des "Radweges" überfordert und man solle besser absteigen,
> sonst verdellt man sich die Felgen oder fliegt auf die Fr^WNase.
> Befindet sich daneben eine "normale" Fahrbahn, kann man bequem drumrum
> fahren. Falls nicht, fahre ich weiter. Dann kann ich mich u.U. hinterher
> über verdellte Felgen oder fehlenden Zähn ärgern. Oder ich steige ab.
>
> Aber _müssen_ tu ich mich nicht verpflichtet fühlen. .o)

Nee, ich auch nicht.
Aber was würde man im Falle eines Falles einem Polizisten sagen können?
Auf welcher Rechtsgrundlage dieses Schild dort steht oder ob ein nicht
in der StVO vorkommendes Schild verpflichtend sei?

Andreas

--
funktion und design ____ www.andreas-hollmann.de
sportliche radtouren ___ www.der-bergschreck.de

Andreas Hollmann

unread,
Jun 17, 2005, 12:11:44 PM6/17/05
to
Jürgen Schlottke <schl...@gmx.de> wrote:

> Das Schild "Radfahrer absteigen" kann eigentlich nur in einer
> Kombination auftreten: Als Zusatzschild zum Schild "Fußweg".

Ist doch dann überflüssig wie ein Kropf. Wenn ein Fupweg als solcher
ausgeschildert wird, haben Radfahrer dort natürlich nichts zu suchen
bzw. nur wenn sie ihr Rad schieben.

> Beispielsweise vor einer Baustelle: Auf dem Radweg wird gebuddelt, an
> der Stelle verschwindet der Radweg, wird zum Fußweg und der
> Zusatzbeschilderung "Radfahrer absteigen".

Gutes Beispiel. In den meisten Fällen müßten die Bauarbeiter für den
verlorengegangenen Platz ein Stück von der normale Fahrbahn abzwacken
(Markierungen oder Absperrbänder). Dazu haben sie aber in den meisten
Fällen keinen Lust - das Schild "Radfahrer absteigen" aufzuhängen macht
weniger Arbeit. Hat mir mal jemand vom Ordnungsamt so erzählt.

Andreas Hollmann

unread,
Jun 17, 2005, 12:11:45 PM6/17/05
to
Frank Steinigen <f...@rcs.urz.tu-dresden.de> wrote:

> eine "Autobahnbrücke" ist ein Brückenbauwerk, das eine Autobahn überführt.
> In Dresden befinden sich z.B. an der Elbebrücke (A4) beidseitig jeweils
> ein Geh-(Rad-?)weg,
> allerdings zwischen Geländer und Lärmschutzwand. Die 6 Fahrstreifen der A4
> liegen
> zwischen den Lärmschutzwänden.

So ähnlich ist es in dem von mir genannten Fall auch.

Andreas Hollmann

unread,
Jun 17, 2005, 12:11:46 PM6/17/05
to
Hannes Kuhnert <po...@hannes-kuhnert.de> wrote:

> Wie ist denn der Weg an sich beschildert? Als Fußweg? Dann sagt "Radfahrer
> absteigen" nichts zusätzliches aus. Auf einem Radweg wäre das Schild Unfug,
> da wäre stattdessen eine Radweg-Ende- oder Fußweg-Beschilderung richtig.

Es handelt sich wie gesagt um den Weserradweg R51. Am Anfang der Brücke
befindet sich keines der blauen Schilder - nur das "Radfahrer
absteigen"-Schild.

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Walter Janné

unread,
Jun 17, 2005, 2:02:25 PM6/17/05
to
Andreas Hollmann schrieb:

>Aber was würde man im Falle eines Falles einem Polizisten sagen können?
>Auf welcher Rechtsgrundlage dieses Schild dort steht oder ob ein nicht
>in der StVO vorkommendes Schild verpflichtend sei?

d8uvdd$b8d$1...@peter.sluka.de

Oder daß Dir das Zeichen nicht bekannt ist, weil es nicht in der StVO
steht und Du der Meinung bist, daß kann nur irgendein Witzbold da
hingestellt haben, um die Radfahrer zu ärgern, weil es ja nicht in der
StVO ....

Ich würde da sowieso nicht fahren, sondern auf der Fahrbahn.

walter
--
Alle Menschen sind schlau -
die einen vorher;
der Rest nachher.

Thomas Heier

unread,
Jun 17, 2005, 2:12:36 PM6/17/05
to
Christoph Maercker <CMae...@gmx.net> wrote:

> b) ab der letzten zumutbaren Abfahrt vor der Baustelle vom Radweg auf
> die Fahrbahn wechseln und dort bis zur nächsten Auffahrt hinter der
> Baustelle weiterfahren.

Ich habe auf einer hiesigen Autobahnbrücke (Brücke über die Autobahn,
Sanierungsarbeiten an der Brücke selbst, einseitig gesperrt, von Haus
aus nur einseitiger Rad/Fußweg von 1 (!!!) m Breite, Kfz per
Ampelregelung) auch so eine ähnliche Kombination.

Radfahrer fährt die Brückenrampe hoch. Die Baustelle als solche ist für
den KFZ-Verkehr weiträumig angezeigt. Die Rampe macht einen leichten
Bogen, der Anfang der Baustelle ist nicht einsehbar (von unten). Der
Rad/Fußweg (per Schild defeniert) ist mit Leitplanke von der Fahrbahn
abgetrennt. Oben an der Brücke ist völlig überraschen der gemeinsame Weg
per Baustellenbeschilderung mit "Nur Fußweg, Radfahrer absteigen"
beschildert.

Umdrehen geht nicht (Rad ist doppelt so lang wie der Weg).
Ausweichen auf die Fahrbahn geht nicht (ca. 1m hohe Leitplanke).

Was tun? Weiterfahren? Absteigen und auf Hilfe warten?
Warten, bis die Baustelle in ca. 6-8 Wochen abgebaut wird?

Schieben ist aus Prinzip nicht machbar (hier sogar wegen der lichten
Breite nicht machbar!).


--
Gruß aus Henstedt-Ulzburg, Deutschlands größtem
Dorf (Schleswig-Holstein, Kreis Segeberg).
Bei emails bitte beachten: Keine vollständig englischen Überschriften
(Subjekt) verwenden, sowas wird automatisch ungelesen gelöscht!

Andreas Edler

unread,
Jun 17, 2005, 2:32:02 PM6/17/05
to
Jürgen Schlottke <schl...@gmx.de> schrieb:

> Wieso, handelt es sich um eine Autobahn mit Radweg?

In der Tat. Die Autobahnbrücke über die Weser ist tatsächlich auf der
einen Seite von einem Gehweg begleitet. Als Radfahrer soll man laut
Schild auf der Brücke absteigen. Der Weg dort ist allerdings so breit,
dass man zu zweit nebeneinander oder eben mit radelndem Gegenverkehr
keinerlei Probleme hat. Außerdem ist die Brücke jetzt keine
Hauptverkehrsverbindung für Radler.

Ich denke das "Absteigen" Schild steht dort, weil das Geländer für die
Höhe eines fahrende Radlers zu niedrig ist und man leicht(?) von der
Brücke fallen kann. Wenn man denn zu dösig ist, auf dem 2 Meter breiten
Weg die Richtung zu halten >:-|

Zwischen Standstreifen der Autobahn und diesem Weg ist lediglich eine
Leitplanke. Ich über*fahre* diese Brücke mit dem Rad seit sicher mehr
als 25 Jahren. Abgestiegen bin ich dort noch nie und hatte trotzdem noch
nie Konfrontationen mit Fußgängern. Als ich noch jung und die Vespa mein
favorisiertes Fortbewegungsmittel war, haben wir die Brücke auch genutzt
um mit dem Roller zum auf der anderen Weserseite gelegenen Badeteich zu
fahren. Polizei habe ich dort noch nie gesehen!

Ehrlich gesagt weiß ich nicht warum man dort absteigen sollte - bis auf
die Geländerhöhe halt.


Andreas
--
and...@filmfacts.de ICQ:4133249 http://blog.andreas-edler.de
----------------------------------------------------------------------
Mein Blog - nicht nur Gemecker ;-)

Andreas Edler

unread,
Jun 17, 2005, 2:33:34 PM6/17/05
to
papie...@andreas-hollmann.de (Andreas Hollmann) schrieb:

>> allerdings zwischen Geländer und Lärmschutzwand. Die 6 Fahrstreifen der A4
>> liegen zwischen den Lärmschutzwänden.
>
> So ähnlich ist es in dem von mir genannten Fall auch.

Bis auf das fehlende Geländer und die Lärmschutzwand hast Du Recht. Da
ist nur 'ne Leitplanke IIRC ... fahre gerade mal hin und gucke nach :-)

Andreas Edler

unread,
Jun 17, 2005, 3:48:17 PM6/17/05
to
Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> schrieb:

> Ich würde da sowieso nicht fahren, sondern auf der Fahrbahn.

Bin gerade mal zur Brücke gefahren, von welcher im UP geschrieben wurde.
Da würdest Du auch nicht auf der Fahrbahn fahren ;-) Und die Brücke
selbst ist definitiv als Fußweg ausgeschildert. Warum ist allerdings
nicht einzusehen. Das Zusatzschild ist an dieser Stelle ziemlich
überflüssig.

Wer gucken mag, die Bilder sind unter
http://www.andreas-edler.de/2005/06/radweg-auf-autobahnbrcke.html zu
sehen.

Grüße

Hinnerk Feldwisch

unread,
Jun 17, 2005, 4:41:44 PM6/17/05
to
Am Fri, 17 Jun 2005 11:08:42 +0200 schrieb Andreas Hollmann:

> Ich hatte mal irgendwo gelesen, daß das oft an Baustellen montierte
> Schild "Radfahrer absteigen" in der StVO überhaupt nicht existiert und
> deshalb nicht beachtet werden müsse.

Wie ist es denn mit dem Schild in unserer Straße? (Schleißheimer Str. Ecke
Theresien)
Hier gibt es eine Baustelle, mit vorrübergehend überdachtem Gehweg; die
Straße ist eine Einbahnstr.; und in Richtung entgegen der Fahrtrichtung
haben sie oben bei der Überdachung ein 'Radfahrer absteigen'- Schild
aufgehängt. Die meisten fahren trotzdem drunter her - ist dies ok? Oder
darf alternativ auf der Straße gefahren werden, entgegen der
Einbahnrichtung? (für Radler nicht freigegeben)

Lustige Sache ;)

Gruß,
Hinnerk

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Walter Janné

unread,
Jun 18, 2005, 6:59:52 AM6/18/05
to
Thomas Heier schrieb:

>Christoph Maercker <CMae...@gmx.net> wrote:
>
>> b) ab der letzten zumutbaren Abfahrt vor der Baustelle vom Radweg auf
>> die Fahrbahn wechseln und dort bis zur nächsten Auffahrt hinter der
>> Baustelle weiterfahren.
>
>Ich habe auf einer hiesigen Autobahnbrücke (Brücke über die Autobahn,
>Sanierungsarbeiten an der Brücke selbst, einseitig gesperrt, von Haus
>aus nur einseitiger Rad/Fußweg von 1 (!!!) m Breite, Kfz per
>Ampelregelung) auch so eine ähnliche Kombination.
>
>Radfahrer fährt die Brückenrampe hoch. Die Baustelle als solche ist für
>den KFZ-Verkehr weiträumig angezeigt. Die Rampe macht einen leichten
>Bogen, der Anfang der Baustelle ist nicht einsehbar (von unten). Der
>Rad/Fußweg (per Schild defeniert) ist mit Leitplanke von der Fahrbahn
>abgetrennt. Oben an der Brücke ist völlig überraschen der gemeinsame Weg
>per Baustellenbeschilderung mit "Nur Fußweg, Radfahrer absteigen"
>beschildert.
>
>Umdrehen geht nicht (Rad ist doppelt so lang wie der Weg).

Du meinst doppelt so lang wie der Weg _breit_ ist. :o)

Tandem? Oder Dreirad? Ansonsten kann man doch mit einem Rad leicht
wenden.

>Ausweichen auf die Fahrbahn geht nicht (ca. 1m hohe Leitplanke).

Na - soooo hoch ist das ja nun auch nicht. Allerdings bei einem
"Sondermodell" auch nicht so leicht zu überwinden.

>
>Was tun? Weiterfahren? Absteigen und auf Hilfe warten?
>Warten, bis die Baustelle in ca. 6-8 Wochen abgebaut wird?
>
>Schieben ist aus Prinzip nicht machbar (hier sogar wegen der lichten
>Breite nicht machbar!).

Das muß ich mir ansehen. Ist das die L75 nach Alveslohe hinter Gut Kaden
oder die vorher abzweigende K24 nach Ellerau?

Was würden wohl 95% aller Autisten machen, wenn sie in eine nicht
gekennzeichnete Sackgasse fahren, nicht wenden können und 5 km
rückwärts(!) fahren müßten, aber die gesperrte Straße befahrbar wäre und
nach 100 m normal weitergeht? Genau! Und das würde ich da auch machen.

Bei Bedarf durch einen Schnittlauch vormachen lassen, wie man da anders
durchkommen soll.

Walter
--
50 Wege wie man andere in den Wahnsinn treibt:
22. Lehne es im Restaurant ab,
irgendwo an einen Tisch gesetzt zu werden
und iss nur die Bonbons an der Kasse.

Thomas Heier

unread,
Jun 18, 2005, 7:59:18 AM6/18/05
to
Bernd Sluka <bernd_...@gmx.de> wrote:

> Ein in beiden Richtungen zu
> befahrener (das meinst Du wohl mit "einseitig"?) Radweg ist bei einem
> Meter Breite genauso unbenutzbar wie ein gemeinsamer Fuß- und Radweg
> dieser Breite

Bei dieser Brücke ist im Vor- und Nachlauf ein akzeptabler/benutzbarer
Radweg auf einer Straßenseite. Wegen der 1m Breite und vielleicht 50m
Länge (bei 30km Gesamtstrecke) wechsle ich nicht 2 mal die Seite, wo ich
dann zumindest bergauf (ja, ich bin Flachländer! Autobahnbrücke ist
"Berg") ziemlich langsam bin.

Thomas Heier

unread,
Jun 18, 2005, 7:59:18 AM6/18/05
to
Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> wrote:

> Tandem? Oder Dreirad? Ansonsten kann man doch mit einem Rad leicht
> wenden.

Weder noch. Liegerad, fahrbereit (bepackt) ca. 30kg. Und das Rad ist
rund 2 Meter lang. Da geht kein wenden (wenden, also
Fahrtrichtungeswechsel durch drehen des Lenkers, ggf. mehrfach vor- und
rückschieben, eben nicht heben und umdrehen).

> >Ausweichen auf die Fahrbahn geht nicht (ca. 1m hohe Leitplanke).
>
> Na - soooo hoch ist das ja nun auch nicht

Ist doch egal ob 1 Meter oder 15 cm - ist nicht überfahrbar, also ein
unüberwindliches Hindernis. Es geht hier ums Prinzip, falls du mich
jetzt kleinlich nennen willst... :-))

> Das muß ich mir ansehen. Ist das die L75 nach Alveslohe hinter Gut Kaden

Ja, gut erkannt.

> Bei Bedarf durch einen Schnittlauch vormachen lassen, wie man da anders
> durchkommen soll.

Der wird körperlich gut gebaut sein 1) und mein Rad einfach hochheben.
Ohne Rücksicht auf mögliche Schäden oder Verluste. Trotzdem würde ich
höchstwahrscheinlich um diesen "Service" bitten, allein um mir das mal
anzusehen.

1) Ich habe eine Rückenleiden (nachweislich) und kann nichts schweres
heben. Jeder Durchschnittspolizist wird körperlich fitter sein als ich,
wenn es um so eine Aktion geht wie oben angedeutet.

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Andreas Edler

unread,
Jun 18, 2005, 9:32:24 AM6/18/05
to
papie...@andreas-hollmann.de (Andreas Hollmann) schrieb:

> Am Anfang der Brücke
> befindet sich keines der blauen Schilder - nur das "Radfahrer
> absteigen"-Schild.

Es befindet sich unten an der Rampe Z 240 und oben an der Brücke Z 239 -
darunter das "Radfahrer absteigen" Schild ...

Also reichlich blau vorhanden.

Walter Janné

unread,
Jun 18, 2005, 12:04:51 PM6/18/05
to
Thomas Heier schrieb:

>Bernd Sluka <bernd_...@gmx.de> wrote:
>
>> Ein in beiden Richtungen zu
>> befahrener (das meinst Du wohl mit "einseitig"?) Radweg ist bei einem
>> Meter Breite genauso unbenutzbar wie ein gemeinsamer Fuß- und Radweg
>> dieser Breite
>
>Bei dieser Brücke ist im Vor- und Nachlauf ein akzeptabler/benutzbarer
>Radweg auf einer Straßenseite. Wegen der 1m Breite und vielleicht 50m
>Länge (bei 30km Gesamtstrecke) wechsle ich nicht 2 mal die Seite, wo ich
>dann zumindest bergauf (ja, ich bin Flachländer! Autobahnbrücke ist
>"Berg") ziemlich langsam bin.

Also ich war da heute mal hin. Wenn man den Radweg nimmt, ist man
anschließend ganz schön angeschissen: Man steht auf einem Radweg und
darf nicht weiter. Egal, aus welcher Richtung man kommt - plötzlich ist
der Radweg keiner mehr, weil da ein 239 steht. Gut, man könnte schieben,
aber wie Du sagtest, geht das mit Deinem Rad nicht. Und umdrehen kannst
Du auch nicht. Also? Weiterfahren.

Das Geländer auf der Brücke ist übrigens so etwa 1,60 hoch und im oberen
Bereich zum Radweg (der im Moment ja keiner ist) hin geneigt. Wenn man
nicht aufpaßt bekommt das dann je nach Körpergröße entweder gegen die
Schulter oder das Kinn. Oberkörperhelm wäre da vielleicht angebracht.

Ich habe wegen Deiner Vorwarnung gleich den Radweg gemieden - mach ich
sowieso generell so. Im weiteren Verlauf der Straße von der Autobahn
nach HU ist ja freundlicgerweise die Benutzungspflicht durch Z 101 mit
Zusatz "Radwegschäden" aufgehoben.

Übrigens sehr freundliche Leute in der Gegend: Obwohl ich da noch nie
mit dem Rad war, haben mich unheimlich viele erkannt und hupend begrüßt
und in ihrem Ort willkommen geheißen. Einige fuhren auch extra dicht an
mir vorbei, damit ich ihnen die Hand hätte schütteln können. Ging leider
nicht, da sie merkwürdigerweise die Seitenscheiben geschlossen hatten.
Ich habe mich dann mit einem freundlichen Klaps aufs Dach bedankt.

Ein Radfahrer vor mir war sehr unhöflich: Den freundlichen
Begrüßungsschlenker nach rechts des ihn überholenden Autisten quittierte
er mit einem Tritt in die Tür. Sehr ungezogen das. Aber sonst ist das
eine supertolle Gegend zum Radfahren.

Walter
--
Wer sind wir?
Was machen wir hier eigentlich?
(Amnesie International)

Walter Janné

unread,
Jun 18, 2005, 12:08:06 PM6/18/05
to
Thomas Heier schrieb:

>Ist doch egal ob 1 Meter oder 15 cm - ist nicht überfahrbar, also ein
>unüberwindliches Hindernis. Es geht hier ums Prinzip, falls du mich
>jetzt kleinlich nennen willst... :-))

Ganz im Gegenteil

>
>> Das muß ich mir ansehen. Ist das die L75 nach Alveslohe hinter Gut Kaden
>
>Ja, gut erkannt.

Ich war heute da. Siehe mein Posting an anderer Stelle.

Walter
--
Unter Verzicht verstehen Frauen
die kurze Pause zwischen zwei Wünschen.
(Mario Adorf)

Thomas Heier

unread,
Jun 18, 2005, 3:20:26 PM6/18/05
to
Walter Janné <schrottc...@nurfuerspam.de> wrote:

> Das Geländer auf der Brücke ist übrigens so etwa 1,60 hoch und im oberen
> Bereich zum Radweg (der im Moment ja keiner ist) hin geneigt. Wenn man
> nicht aufpaßt bekommt das dann je nach Körpergröße entweder gegen die
> Schulter oder das Kinn. Oberkörperhelm wäre da vielleicht angebracht.

Wegen Liegerad ist mir das noch gar nicht aufgefallen...

> Übrigens sehr freundliche Leute in der Gegend: Obwohl ich da noch nie
> mit dem Rad war, haben mich unheimlich viele erkannt und hupend begrüßt
> und in ihrem Ort willkommen geheißen.

Komisch, solche "Probleme" habe ich hier in der Gegend nicht. Wegen
Liegerad?

Wolfram Sauerteig

unread,
Jun 18, 2005, 5:53:30 PM6/18/05
to
Hallo,

>
>>Ich hatte mal irgendwo gelesen, daß das oft an Baustellen montierte
>>Schild "Radfahrer absteigen" in der StVO überhaupt nicht existiert
>>und deshalb nicht beachtet werden müsse.
>
>

> Wäre schön zu wissen, wenn dem so ist. Ich kenne das Schild fast
> ausschließlich an Stellen, wo es völlig sinnfrei ist (und demzufolge auch
> nicht beachtet wird).
>
ganz abgesehen davon, dass "Radfahrer absteigen" grammatikalisch voellig
nichtssagend ist. Und selbst wenn es hiesse "Radfahrer sollen hier
absteigen", würde ich immer noch das Zauberwort vermissen...

Gruesse... Wolfram

Guido Gabriel

unread,
Jun 19, 2005, 3:33:18 AM6/19/05
to
=?ISO-8859-1?Q?J=FCrgen_Schlottke?= <schl...@gmx.de> schrieb am Fri, 17 Jun
2005 11:31:22 +0200:

>Das Schild "Radfahrer absteigen" kann eigentlich nur in einer
>Kombination auftreten: Als Zusatzschild zum Schild "Fußweg".

>Beispielsweise vor einer Baustelle: Auf dem Radweg wird gebuddelt, an
>der Stelle verschwindet der Radweg, wird zum Fußweg und der
>Zusatzbeschilderung "Radfahrer absteigen".
>

>An der Stelle kannst Du dann entweder:
>a) Absteigen und Dein Rad schieben (damit bist Du Fußgänger) oder
>b) auf die Fahrbahn wechseln und dort als Radfahrer weiterfahren

In der Kombination mit einer Autobahn (wie im geschilderten Fall) entfällt die
Variante b). Damit kann man dort nur noch a) oder umkehren.

Das Zusatzschild "Radfahrer absteigen" zum Fußweg ist eigentlich ja
überflüssig, da man auf dem Fußweg ohnehin nicht Radfahren darf - oder sind
damit die Kinder gemeint?

Guido

Lars Wehmeyer

unread,
Jun 19, 2005, 9:22:34 AM6/19/05
to
Wolfram Sauerteig wrote:
> ganz abgesehen davon, dass "Radfahrer absteigen" grammatikalisch voellig
> nichtssagend ist. Und selbst wenn es hiesse "Radfahrer sollen hier
> absteigen", würde ich immer noch das Zauberwort vermissen...

Genau wie das Schild in der Nähe eines Schulhofs, wo ein Fahrrad
abgebildet ist, und darunter steht "Aufpassen Kinder" (ich
weiss, nicht in der StVO).

Ich finde auch, die Kinder sollten auf die Radfahrer aufpassen :-)

Gruss Lars

Christoph Maercker

unread,
Jun 20, 2005, 6:51:59 AM6/20/05
to
Thomas Voigt wrote:
< Sorry, mit Z239 wuerde ich es ja verstehen. Aber wenn ich einen Weg mit
> Z240 ausschildere, dann heisst das doch gerade, dass ich dort fahren
> darf (?)

Genau darin besteht ja der Unfug einer solchen Beschilderung: Ein
ausgeschilderter "Radweg", der wegen "Radfahrer absteigen" keiner ist.
Wirklich seltsam, warum kaum einer auf die Idee kommt, Z.239 +
"Radfahrer absteigen" an Baustellen zu verwenden.
--


CU Christoph Maercker.

RADWEGE sind TODSICHER!

Message has been deleted

Thomas Heier

unread,
Jun 20, 2005, 11:43:19 AM6/20/05
to
Bernd Sluka <bernd_...@gmx.de> wrote:

> Seltsam! Ich stelle meinen Lieger immer senkrecht auf das Hinterrad und
> drehe ihn dann, wenn der Platz sonst zu eng wird. Das geht auch bepackt.

Wenn *Du* von dir aus umdrehen willst. Nicht wenn es darum geht, nicht
umdrehen zu können, weil grüne Wichtel meinen, man müsse umdrehen.

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