ein Freund von mir ist mit seinem Rennrad auf der Strasse einen Berg
hinaufgefahren. Auf dem weg bergab ist ein Hund (nicht angeleint) in das
Rad gelaufen.
Folge Sturz, Schlüsselbeinbruch und Handgelenkbruch. Die Polizei hat das
fahrrad mitgenommen.
Nun hat er das Fahrrad zu seinem Händler bringen lassen, den Tacho
wollte die Polizei aber nicht herausgeben. Frage der Ordnungshüter: '
Geben Sie zu zu schnell gefahren zu sein?' Antwort: 'Nein'.... 'Dann
behalten wir den Tacho vorläufig.
Auf der Anzeige soll ein Max von 42 km/h sein.
Frage: gilt die dortige Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h auch für
Radler?
Die aufgelegte Kettenübersetzung läßt auf bloßes Rollen schließen.
Gruß
Tom
>
> Folge Sturz, Schlüsselbeinbruch und Handgelenkbruch. Die Polizei hat das
> fahrrad mitgenommen.
>
> Nun hat er das Fahrrad zu seinem Händler bringen lassen, den Tacho
> wollte die Polizei aber nicht herausgeben. Frage der Ordnungshüter: '
> Geben Sie zu zu schnell gefahren zu sein?' Antwort: 'Nein'.... 'Dann
> behalten wir den Tacho vorläufig.
>
> Auf der Anzeige soll ein Max von 42 km/h sein.
Jaja, Polizeibeamte IQ12 und 13 treffen am Tatort ein (Standardspruch in
der Juristenausbildung). Schade, daß die auch nicht die ganzen MIVs
einsacken, da steht immer so was von 160--260 auf dem Tacho, das ist für
Tempo-30 Zonen ja auch 'ne nette Zahl</Ätz>
Tempo 50 durch Ortschild gilt nicht für Radler. Paragraph 1 StVO und die
normalen Begrenzungsschilder (weiß, roter Rand und schwarze Zahl bzw.
Spielstraße etc.) gelten! (Hält die Udelei aber nicht davon ab ohne
Sonderrechte mit >20 durch 'ne Spielstraße zu heizen, anderen MIVlern
aber ,,Erster Gang-Standgas'' anzuordnen...
Olaf
--
Olaf Schultz http://experte.kt2.tu-harburg.de
Heimfelder Straße 77 http://www.tu-harburg.de/~kt2os
21075 Hamburg-Harburg email: O.Sc...@tu-harburg.de
Tel.: 040/79144938 0173/1665989
> Moin moin,
Selber Moin!
> Auf der Anzeige soll ein Max von 42 km/h sein.
Steht da ne Uhrzeit und Datum dabei? Sind die Dinger geeicht? Ich kann das
Ding doch auch an eine Bohrmaschine schrauben und dann steht da 270 km/h
drauf! Was soll das denn?
Sowas soll mir mal jemand erklären...
Gruß
Oliver
You (Ralf Cirksena) wrote:
> Wie soll denn bewiesen werden, daß er die 42km/h *dort* gefahren ist?
>
Also mit meinem HAC 4 könnte man das auslesen. Allerdings nimmt der nur
alle 20 sec eine Momentaufnahme, die Maximalgeschwindigkeit ist selten
dabei.
Lieben Gruß, Helmuth
--
Home page: http://www.schutzeich.de/index.htm
Virtual Access 5.51 build 315, Windows 2000 build 2600
Edited: Sat, 06 Apr 2002 06:51 +0200 CET
Antworten bitte nur in der NG
> Wie soll denn bewiesen werden, daß er die 42km/h *dort* gefahren ist?
Wie soll denn bewiesen werden, daß er die 42km/h *irgendwo* gefahren ist?
Fahrradtachos sind im Gegensatz zu KFZ-Tachos weder vorgeschrieben noch
geeicht. Sie koennen und duerfen irgendwelche Phantasiewerte angeben, was
in der Praxis auch oft genug vorkommt, Stichwort: prellendes Reed-Relais.
--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
>Nun hat er das Fahrrad zu seinem Händler bringen lassen, den Tacho
>wollte die Polizei aber nicht herausgeben. Frage der Ordnungshüter: '
>Geben Sie zu zu schnell gefahren zu sein?' Antwort: 'Nein'.... 'Dann
>behalten wir den Tacho vorläufig.
>
>Auf der Anzeige soll ein Max von 42 km/h sein.
Niedlich.
>Frage: gilt die dortige Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h auch für
>Radler?
Ja, natürlich.
>Die aufgelegte Kettenübersetzung läßt auf bloßes Rollen schließen.
Wenn er nicht glaubhaft versichert, gebremst zu haben, läßt
sich die Geschwindigkeit recht ordentlich durch Wiederholung
+ Messung rekonstruieren.
mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.
Wie, soll er nochmal da runter fahren und sich was brechen??? Und man denke
nur an den armen Hund! (Kleiner Scherz)
Wessi
>ein Freund von mir ist mit seinem Rennrad auf der Strasse einen Berg
>hinaufgefahren. Auf dem weg bergab ist ein Hund (nicht angeleint) in das
>Rad gelaufen.
Hunde sind keine Wildtiere, d.h. den Schaden durch in das Rad
laufende Hunde trägt der Hundehalter.
>Frage der Ordnungshüter: '
>Geben Sie zu zu schnell gefahren zu sein?' Antwort: 'Nein'.... 'Dann
>behalten wir den Tacho vorläufig.
Gibt es für diese /geistreiche/ Aussage denn Zeugen?
>Auf der Anzeige soll ein Max von 42 km/h sein.
Wie bereits geschrieben: Ein HAC o.ä. kann detailliert
ausgelesen werden.
Ich würde mich bei der Dienststelle schriftlich nach der
Richtung, dem Stand und dem Vorhandensein eventueller
Ermittlungstätigkeiten informieren, eine Stellungnahme zur
Rechtmäßigkeit ungeleinter Hunde an dieser Stelle erfragen und
den Grund für die Sicherstellung des Tachos verlangen.
>Frage: gilt die dortige Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h auch für
>Radler?
Ja, das steht aber in keinem inhaltlichen Zusammenhang zum nicht
Hund außerhalb der Kontrolle seines Halters.
>Die aufgelegte Kettenübersetzung läßt auf bloßes Rollen schließen.
Das ist egal - einer Geschwindigkeitsbegrenzung kann durch
Abbremsen entsprochen werden.
Gruß
Michael Schmittel
>Moin moin,
>
>ein Freund von mir ist mit seinem Rennrad auf der Strasse einen Berg
>hinaufgefahren. Auf dem weg bergab ist ein Hund (nicht angeleint) in das
>Rad gelaufen.
[Unfall]
>Auf der Anzeige soll ein Max von 42 km/h sein.
>
>Frage: gilt die dortige Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h auch für
>Radler?
Ohne Jurist zu sein: Da kein Tacho vorgeschrieben ist nur grob und
eher aus §1 StVO. Da Tacho dran war, hätte Dein Freund bemerken
sollen, wenn er zu schnell gewesen wäre. In einer T30 Zone halte ich
auch >40km/h mit dem Fahrrad für gefährlich schnell. Der Hund hätte
auch ein Kind sein können. Klar dürfte sein, dass die 42km/h nur etwas
aussagen, wenn es einen zugehörigen km-Stand (z.B. Tages-km) gibt, der
kleiner als der Bereich der T30 Zone ist, aus der Dein Freund kam.
Vermutlich können die 42km/h irgendwo anders gefahren worden sein.
Da Du schreibst, dass es bergan ging, wird Dein Freund kaum die 42km/h
gefahren sein, oder ist er ein ambitionierter Fahrer? Bei den meisten
Alltagsradlern ist etwa bei 42km/h auf der Ebene und bei Windstille
Feierabend, da der Windwiderstand zu groß wird. Wenn er da gar nicht
mit >40km/h hochkäme, sollte er das notfalls medizinisch feststellen
lassen.
Gruß, Mathias Bölckow
>
> Bei den meisten
> Alltagsradlern ist etwa bei 42km/h auf der Ebene und bei Windstille
> Feierabend,
Das war ein Rennrad. Wenn man als Alltagsradler mit einem Rennrad im
Flachen bei Winstille keine Sprints über 50km/h hinkriegt, sollte man das
Rad dringend überprüfen. Da ist dann was kaputt bzw. verschlissen oder
falsch eingestellt. 30-35km/h sind Geschwindigkeiten die in Köln Studenten
auf Bahnhofsrädern fahren.
Außerdem ist das im vorliegenden Fall irrelevant.
Gruß,
Roland
> Das war ein Rennrad. Wenn man als Alltagsradler mit einem Rennrad im
> Flachen bei Winstille keine Sprints über 50km/h hinkriegt, sollte man das
> Rad dringend überprüfen.
Das halte ich für ein Gerücht. Ein Alltagsradler wird das auch auf einem
Rennrad nicht hinbekommen.
Thomas
Ich denke, es gibt hier 3 Bedingungen:
.geeignetes Rad
.die Fähigkeit zum schnell treten (deutlich schneller als
100/min) wurde irgendwann erlernt - das ist IMO die
wichtigste Voraussetzung
.guter Trainingszustand
Letzterer ist sowohl durch sportliches Training, als auch
durch den Einsatz eines Fahrrades im eiligen Alltagsverkehr
bei nicht ganz kurzen Wegen zu erreichen. So 100km und ein
paar "Ampelspurts" je Woche sollten es schon sein, denke
ich.
Schnell treten lernt man nur, wenn man es gezielt übt. Im
Nachwuchsradsport erreicht man das "automatisch" durch eine
Übersetzungsbegrenzung. Als "niemals Rennfahrer gewesen" muß
man sich auf darauf wohl irgendwann mal konzentrieren.
elke"patria behauptet, man bräuchte für mehr als 25km/h eine
Übersetzung von 7m - da wird es natürlich nichts mit 50km/h
aus eigener Kraft"
> Das halte ich für ein Gerücht. Ein Alltagsradler wird das auch auf einem
> Rennrad nicht hinbekommen.
Das halte ich nun wieder für ein Gerücht. Ein Alltagsradler ist etwas
anderes als ein Vatertagsradler. Und wer täglich seine 20, 30 oder mehr
Kilometer im Stadtverkehr zurücklegt (mache ich leider nicht mehr,
seitdem ich so dicht an der 4ma wohne...), der dürfte für einen
Zwischensprint erstaunlich fit sein.
Mathias
--
"Eines kann ich Ihnen sagen: Sie werden niemals die Welt regieren,
solange es vernünftig denkende Menschen gibt."
Douglas Adams (1952 - 2001) zu Bill Gates
Warum?
>.guter Trainingszustand
>
>Letzterer ist sowohl durch sportliches Training, als auch
>durch den Einsatz eines Fahrrades im eiligen Alltagsverkehr
>bei nicht ganz kurzen Wegen zu erreichen. So 100km und ein
>paar "Ampelspurts" je Woche sollten es schon sein, denke
>ich.
Bei mir sind es 25km/Woche (und daher umso sprintintensiver:-) fuer
den Arbeitsweg (und andere Wege meist nicht mit dem Rad). Der letzte
Versuch ergab 54km/h, allerdings IIRC bei Rueckenwind. An den Versuch
davor ohne Wind kann ich mich nicht besonders erinnern, da waren's
vielleicht 49km/h.
Die Uebersetzung war da wohl irgendwo um 53/15. Hmm, das ergibt
ca. 120/min. Das beantwortet meine obige Frage.
Wenn ich da so nachrechne, verstehe ich auch langsam, warum ich meinen
taeglichen Schlussprint (geschaetzt 35-40km/h) mit 52/21 so muehsam
finde (aber 52/18 ist bei Gegenwind auch muehsam, ich sollte mir eine
besser abgestufte Uebersetzung zulegen).
- anton
--
M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed
an...@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html
> Thomas Nordhaus <Vorname....@t-online.de> wrote:
>
> > Das halte ich für ein Gerücht. Ein Alltagsradler wird das auch auf einem
> > Rennrad nicht hinbekommen.
>
> Das halte ich nun wieder für ein Gerücht. Ein Alltagsradler ist etwas
> anderes als ein Vatertagsradler.
Da hab ich wohl "Alltagsradler" falsch interpretiert. Tempo 50 ist dann wohl
bei
"extrem gelber" Ampel", "Kopf runter" und gutem Rad drin ;-)
Thomas
> Mathias Böwe schrieb:
>
> > Das halte ich nun wieder für ein Gerücht. Ein Alltagsradler ist etwas
> > anderes als ein Vatertagsradler.
>
> Da hab ich wohl "Alltagsradler" falsch interpretiert. Tempo 50 ist dann
> wohl bei "extrem gelber" Ampel", "Kopf runter" und gutem Rad drin ;-)
Solange es nicht bergauf geht ;-) In früheren Jahren bin ich eigentlich
nie unter 100km/Woche gefahren, gerne auch mal das Doppelte, nur für die
täglichen Wege durch die Stadt. Da ist man zumindest was kurze Sprints
betrifft automatisch ganz gut im Training.
Inzwischen wohne ich in einer Kleinstadt, da kommen lange Wege einfach
nicht vor, so daß ich kaum noch mal eine längere Strecke am Stück fahre.
Vielleicht sollte ich doch wieder umziehen :-}
Mathias
--
BTW, könntest du mal einen Realitycheck machen und dabei die Schwebung
in deinem Toleranzempfinden wegregeln?
Werner Jakobi in dsnu
Erstmal gut Besserung.
>Nun hat er das Fahrrad zu seinem Händler bringen lassen, den Tacho
>wollte die Polizei aber nicht herausgeben. Frage der Ordnungshüter: '
>Geben Sie zu zu schnell gefahren zu sein?' Antwort: 'Nein'.... 'Dann
>behalten wir den Tacho vorläufig.
>
>Auf der Anzeige soll ein Max von 42 km/h sein.
LOL! Genausogut könnte man Dreck an der Kette als "Beweis" dafür
heranziehen, daß er über ein bestimmtes Stück Waldweg gefahren ist.
42km/h beschreibt den kürzesten Zeitabstand zwischen zwei Kurzschlüssen
an den Kontakten seit dem letzten Rücksetzen des Max-Wertes. Ob der
bei der Fahrt durch den Sensor oder in der Tasche durch den Schlüssel
erzeugt wurde, läßt sich nicht erkennen.
>Frage: gilt die dortige Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h auch für
>Radler?
Sie gilt "sogar" für Fahrräder ohne Tacho.
Ciao,
Stefan
> Nun hat er das Fahrrad zu seinem Händler bringen lassen, den Tacho
> wollte die Polizei aber nicht herausgeben. Frage der Ordnungshüter: '
> Geben Sie zu zu schnell gefahren zu sein?' Antwort: 'Nein'.... 'Dann
> behalten wir den Tacho vorläufig.
>
> Auf der Anzeige soll ein Max von 42 km/h sein.
Na und? Das kann ja noch vom Wochenende davor sein.
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <b...@teknon.de>
>>Auf der Anzeige soll ein Max von 42 km/h sein.
> LOL! Genausogut könnte man Dreck an der Kette als "Beweis" dafür
> heranziehen, daß er über ein bestimmtes Stück Waldweg gefahren ist.
Im Zeitalter der fortgeschrittenen Forensik koennte man das wahrscheinlich
sogar. Nur nicht, wann er da langegefahren ist ;-)
--
Christian Schulz, Sprachliche Informationsverarbeitung, Universitaet Koeln
sch...@spinfo.uni-koeln.de http://www.spinfo.uni-koeln.de/
Starkes Murphysches Gesetz: Was immer auch schief gehen kann, geht fast
immer in moeglichst maximaler Weise schief.
Karl-Goswin Grosse-Erdmann in seinem Vortrag "Murphy's Law in
der Analysis", 13.11.1997 an der FernUni Hagen