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Gewinde bei Vorderradnaben

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Alexander Adrian

unread,
Dec 31, 2002, 12:15:35 PM12/31/02
to
Hallo zusammen,

ich habe heute bei meinem örtlichen Fahhradhändler als Ersatz ein 28''
Vorderrad erstanden. Leider ließ sich das Vorderrad nicht in das
entsprechende Fahrrad einbauen. Die Achse des neuen Laufrades hat ca.
9,3 mm Außendurchmesser bei ziemlich genau 1 mm Gewindesteigung.
Die Achse des alten Laufrades hat knapp 8 mm Außendurchmesser.

Bzgl. Fahrradtechnik bin ich längst nicht mehr so auf dem laufenden
wie noch vor 10 Jahren. Daher meine Fragen:

Ist das "8 mm" Gewinde heute unüblich?
Welche Gewinde sind bei Straßenfahrrädern (28'') heute üblich?

Falls das neue Laufrad eine übliche Achse hat, werde ich die
Ausfallenden aufbohren und dann ausfeilen oder vorsichtig flexen. Auf
dieses Vorgehen möchte ich aber verzichten, wenn ich ein unübliches
Gewinde erworben habe. -> Tausch des Laufrades

TIA und guten Rutsch,

Alexander

Gerald Eischer

unread,
Jan 1, 2003, 6:48:30 AM1/1/03
to
Alexander Adrian <alexande...@gmx.de> schrieb:

>Ist das "8 mm" Gewinde heute unüblich?

Ja. Kann sein, dass es das bei Kinderrädern noch gibt.

>Welche Gewinde sind bei Straßenfahrrädern (28'') heute üblich?

9 mm

>Falls das neue Laufrad eine übliche Achse hat, werde ich die
>Ausfallenden aufbohren und dann ausfeilen oder vorsichtig flexen.

Bohren geht da nicht. An der hinteren Kante (Fahrrichtung) den Schlitz
vorsichtig breiter feilen und die Rundung mit einer 9 mm Rundfeile
bearbeiten.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |

Alexander Adrian

unread,
Jan 1, 2003, 12:58:52 PM1/1/03
to
Dein-H...@liebt-dich.info (Gerald Eischer) schrieb:

>>Welche Gewinde sind bei Straßenfahrrädern (28'') heute üblich?
>
>9 mm

Ist 9 mm der Nenndurchmesser? Gibt es irgendwo nähere Angaben zu dem
Gewinde (Nenndurchmesser, Steigung, Flankenwinkel, ...)?
Wenn 9 mm normal ist, habe ich ja eine extra dicke Achse (9,35-9,4 mm
gemessener Durchmesser könnte 3/8" Gewinde sein).

>>Falls das neue Laufrad eine übliche Achse hat, werde ich die
>>Ausfallenden aufbohren und dann ausfeilen oder vorsichtig flexen.
>
>Bohren geht da nicht.

Weil der Bohrer "wegläuft"? Würde unter normalen Umständen (kein
extrem kurzer Bohrer, kein Bohrständer, ...) wohl passieren.

Alexander

Florian Ladwig

unread,
Jan 1, 2003, 5:05:28 PM1/1/03
to
Alexander Adrian <alexande...@gmx.de> schrieb:

>Dein-H...@liebt-dich.info (Gerald Eischer) schrieb:
>
>>>Welche Gewinde sind bei Straßenfahrrädern (28'') heute üblich?
>>
>>9 mm
>
>Ist 9 mm der Nenndurchmesser?

Bei M9x1 schon.

>Gibt es irgendwo nähere Angaben zu dem
>Gewinde (Nenndurchmesser, Steigung, Flankenwinkel, ...)?

In der einschlägigen Fahrradliteratur, Smolik, Winkler und Rauch oder
Sutherland.

>Wenn 9 mm normal ist, habe ich ja eine extra dicke Achse (9,35-9,4 mm
>gemessener Durchmesser könnte 3/8" Gewinde sein).

Sowas kommt auch vor, ist aber ziemlich ungewöhnlich, ich würde das
Laufrad umtauschen.

>>>Falls das neue Laufrad eine übliche Achse hat, werde ich die
>>>Ausfallenden aufbohren und dann ausfeilen oder vorsichtig flexen.
>>
>>Bohren geht da nicht.
>
>Weil der Bohrer "wegläuft"? Würde unter normalen Umständen (kein
>extrem kurzer Bohrer, kein Bohrständer, ...) wohl passieren.

Weil er sich festhakt, die Gabel wird Dir möglicherweise im wahrsten
Sinne des Wortes un die Ohren gehauen werden.

--
Dieses Dokument wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und gilt ohne
Unterschrift und Siegel. Alle Angaben ohne Gewähr. Wir stellen die Normalität
augenblicklich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
florian...@gmx.de http://www.floimnetz.de

Bernd Ullrich

unread,
Jan 1, 2003, 6:41:06 PM1/1/03
to

Andreas Oehler wrote:

> Vorschlag: Feile Schlüsselflächen an die Achse, damit sie in die Gabel
> paßt. Du mußt im Bereich der Ausfallenden nur das Gewinde an
> gegenüberliegenden Seiten wegfeilen, somit wird die Achse nicht
> merklich geschwächt. Aber auch hier mit Vorsicht und Bedacht vorgehen!

Murks. Er soll das Rad umtauschen.
Sowas macht man nur wenn man in der Taiga steht und es keine weitere
Möglichkeit gibbet.

B(MeisterMaschinenbaubinichselber)U

Gerald Eischer

unread,
Jan 1, 2003, 7:06:34 PM1/1/03
to
"Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb:

>Murks. Er soll das Rad umtauschen.

Du kennst einen Lieferanten für Vorderräder mit 8 mm Achse?

Bernd Ullrich

unread,
Jan 2, 2003, 10:54:08 AM1/2/03
to

Andreas Oehler wrote:

> Ich sehe aber nicht, wo die angefeilten Schlüsselflächen an der
> Achse, die nur die Gewindegänge entfernen, "Murks" sein sollen - in
> der Bedeutung, daß die Lösung technische Schwächen aufweist. Erläuter
> mal die Probleme, die Du erwartest.
-----
>nur die Gewindegänge entfernen

Bei einem so einfachen Bauteil (Wobei der OP, du und ich hier nicht
wissen aus welchen Material hergestellt und wie das Gewinde aufgebracht
; geschnitten oder gerollt) kann man davon ausgehen dass durch die
Abtragung (Feilen?) von Material eine wenn auch nur scheinbar geringe
Verringerung der Festigkeit auftritt. Im Orginalzustand der Achse tragen
ja auch die vorhandenen Gewindegänge mit ihren Anteil an Metall zur
Festigkeit bei. Die gegenüberliegenden Schlüsselflächen sind jetzt eine
_schwächere Stelle_ als wie in der Orginalvariante und haben aber die
gleichen Belastungen aufzunehmen /Fahrbetrieb/. Schlimmstenfalls könnte
folgendes analog auftreten.

http://www.tfh-berlin.de/%7Eneuend/festweb2002/fest3_6_2.htm

Bild links.Ich würde daher niemanden dazu raten an so einem Bauteil was
abzufeilen, daher schrieb ich von Murks. Weitere Erlärungen gibts mit
dem Suchwort "Kerbwirkung" bei diversen Suchmaschinen.

mfg
BU

Bernd Ullrich

unread,
Jan 2, 2003, 5:36:13 PM1/2/03
to

"Andreas Oehler"

> Der Unterschied ist vernachlässigbar.

Wie hast du das im konkreten Fall (unbekanntes Material, konkreten
Ratschlag an den OP) festgestellt?


mfg
BU

Stefan Barnikow

unread,
Jan 2, 2003, 4:10:06 PM1/2/03
to
begin quoting Bernd Ullrich <ullric...@hotmail.com>:

>
>Andreas Oehler wrote:
>
>> Ich sehe aber nicht, wo die angefeilten Schlüsselflächen an der
>> Achse, die nur die Gewindegänge entfernen, "Murks" sein sollen - in
>> der Bedeutung, daß die Lösung technische Schwächen aufweist. Erläuter
>> mal die Probleme, die Du erwartest.
>-----
>>nur die Gewindegänge entfernen
>
>Bei einem so einfachen Bauteil (Wobei der OP, du und ich hier nicht
>wissen aus welchen Material hergestellt und wie das Gewinde aufgebracht
>; geschnitten oder gerollt) kann man davon ausgehen dass durch die
>Abtragung (Feilen?) von Material eine wenn auch nur scheinbar geringe
>Verringerung der Festigkeit auftritt. Im Orginalzustand der Achse tragen
>ja auch die vorhandenen Gewindegänge mit ihren Anteil an Metall zur
>Festigkeit bei.

Eine außen herumgelegte Spirale hilft gegen Über- oder Unterdruck im
Innern oder gegen eine Ovalisierung des Querschnitts. Was zum Teufel
stellst Du mit Deinen Vorderradachsen an, daß da derartige Belastungen
auftreten? :-)
Praktisch relevant sind Zug- und Biegebelastungen, und bei denen ist
vor allem die Kerbwirkung des Gewindes wichtig. Diese *verringert*
allerdings die Belastbarkeit, daher ist eine glatte Achse mit dem
Kerndurchmesser des Gewindes sogar besser als eine mit dem Gewinde
außen drauf.


>[...] Schlimmstenfalls könnte folgendes analog auftreten.
>
>http://www.tfh-berlin.de/%7Eneuend/festweb2002/fest3_6_2.htm

Ja. Was hier von der Kante der Keilnut ausgeht, kann genausogut vom
Gewinde ausgehen.


Ciao,
Stefan

Bernd Ullrich

unread,
Jan 3, 2003, 3:08:15 PM1/3/03
to

Stefan Barnikow wrote:

> Eine außen herumgelegte Spirale hilft gegen Über- oder Unterdruck im
> Innern oder gegen eine Ovalisierung des Querschnitts.

Kenne ich nicht, geht das wo nachzulesen ?

> Was zum Teufel
> stellst Du mit Deinen Vorderradachsen an, daß da derartige Belastungen
> auftreten? :-)

VR spielte bis auf den üblichen Verschleiss immer mit aber HR-Achse ist
mir (vor vielen Jahren allerdings) in der Mitte während der Fahrt
gebrochen . An der Bruchstelle war kein Gewinde vorhanden. Dazu kommen
noch am Rad abgelatschte (gebrochene) Achsen vom Pedal [einmalig] sowie
[mehrmalig] krumme Pedalachsen.


> Praktisch relevant sind Zug- und Biegebelastungen, und bei denen ist
> vor allem die Kerbwirkung des Gewindes wichtig. Diese *verringert*
> allerdings die Belastbarkeit, daher ist eine glatte Achse mit dem
> Kerndurchmesser des Gewindes sogar besser als eine mit dem Gewinde
> außen drauf.

Der inneren Logik dieser beiden Sätze sowie dem Inhalt derselben als
beruhigend (oder wahlweise belehrend ;-)) gemeint verstehend muss ich
jedoch schreiben dass ich im
konkreten Fall (neue Achse habe ich nicht gesehen) sowie dem "Anfeilen"
von Schlüssellflächen bis zum Kerndurchmesser (Erstellung *neuer*
Flächen
als Angriffsziele möglicher Kerbwirkungen" im spitzen Winkel von
vorhandenen Angriffsflächen (vorhandenes Gewinde mir unbekannter Güte))
diese Feilaktion
ablehne und das auch "unbelehrbar" weiterhin als Murks bezeichne.

mfg
BU

Bernd Ullrich

unread,
Jan 3, 2003, 4:36:15 PM1/3/03
to

Andreas Oehler wrote:
> Aber ich verliere die Lust mit Dir zu diskutieren, da Du auf kritische
> Kommentare grundsätzlich nicht antwortest.

Stimmt nicht.

> Nochmal: Nennen einen Fall, bei dem die Achse einer Fahrradnabe im
> Bereich innerhalb des Ausfallendes gebrochen ist.

Ich kenne niemanden der an einer Achse an der genannten Stelle Material
abtragen würde.

mfg
BU

Bernd Ullrich

unread,
Jan 4, 2003, 6:25:25 AM1/4/03
to

Andreas Oehler wrote:
> Danke für die Bestätigung meiner Annahme ;-)
>
> Der Original-Anfrager wird jetzt ohnehin ausreichend verwirrt bis
> verunsichert sein - am besten fragt er vor Ort jemanden, der sich
> auskennt. Deine Position kann man wohl zusammenfassen mit: Auch
> unproblematische Modifikationen sicherheitshalber unterlassen - ergo:
> Fahrrad mangels verfügbarer Ersatznabe mit 8mm-Achse entsorgen.

Schrieb ich bis jetzt nicht!

Ich meine jetzt:
Wenn der OP dem Rahmen des Alt-Rades noch vertraut kann er dem Teil eine
"Neue" Gabel schenken, wenn es nichts passendes mehr gibt hat er
zukünftig sowieso Ersatzteilprobleme. Dann kann er es jetzt schon
wegschmeissen.

> Andreas - 1 Rad mit Schlüsselflächen an der Achse im regelmäßigen
> Einsatz

An welcher Stelle der Achse denne? :-)

BU - 1 Rad mit Schlüsselflächen an der Achse im regelmäßigen
Einsatz HR- Achse einseitig (Achsenende) Vierkant, herstellerseitig
angebracht :-).

mfg
BU
.

Stefan Barnikow

unread,
Jan 5, 2003, 9:44:47 AM1/5/03
to
begin quoting Bernd Ullrich <ullric...@hotmail.com>:
>
>Stefan Barnikow wrote:
>
>> Eine außen herumgelegte Spirale hilft gegen Über- oder Unterdruck im
>> Innern oder gegen eine Ovalisierung des Querschnitts.
>
>Kenne ich nicht, geht das wo nachzulesen ?

Weiß ich nicht. Mier reicht die Überlegung, in welcher Richtung die
Spirale des Gewindes Kräfte aufnehmen kann: Tangential kann sie das,
denn in dieser Richtung gibt's zusammenhängendes Material (und in ihr
wirken bei den genannten Belastungen auch Kräfte). Biege- und
Zugbelastungen üben axiale Kräfte aus, und hier kann das Gewinde schon
deshalb nicht entlasten, weil sein Material in dieser Richtung nicht
zusammenhängt.


>> Praktisch relevant sind Zug- und Biegebelastungen, und bei denen ist
>> vor allem die Kerbwirkung des Gewindes wichtig. Diese *verringert*
>> allerdings die Belastbarkeit, daher ist eine glatte Achse mit dem
>> Kerndurchmesser des Gewindes sogar besser als eine mit dem Gewinde
>> außen drauf.
>
>Der inneren Logik dieser beiden Sätze sowie dem Inhalt derselben als
>beruhigend (oder wahlweise belehrend ;-)) gemeint verstehend muss ich
>jedoch schreiben dass ich im konkreten Fall (neue Achse habe ich nicht
>gesehen) sowie dem "Anfeilen" von Schlüssellflächen bis zum
>Kerndurchmesser (Erstellung *neuer* Flächen als Angriffsziele
>möglicher Kerbwirkungen" im spitzen Winkel von vorhandenen
>Angriffsflächen (vorhandenes Gewinde mir unbekannter Güte)) diese
>Feilaktion ablehne und das auch "unbelehrbar" weiterhin als Murks
>bezeichne.

Die Gründe verstehe ich immer noch nicht. Wo entdeckst Du in einer
*Fläche* Kerben? Für mich hat eine Fläche stets weniger Kerben als
das "Faltengebirge" eines Gewindes.


Ciao,
Stefan

Bernd Ullrich

unread,
Jan 6, 2003, 1:43:26 PM1/6/03
to

Stefan Barnikow wrote:
>Bernd Ullrich >>


>> Stefan Barnikow wrote:
>>
>>> Eine außen herumgelegte Spirale hilft gegen Über- oder Unterdruck im
>>> Innern oder gegen eine Ovalisierung des Querschnitts.
>>
>> Kenne ich nicht, geht das wo nachzulesen ?
>
> Weiß ich nicht. Mier reicht die Überlegung, in welcher Richtung die
> Spirale des Gewindes Kräfte aufnehmen kann:

>[..], weil sein Material in dieser Richtung nicht
> zusammenhängt.

Diese Überlegungen (u.a.) stellt der Hersteller auch an und stellt
danach sein Produkt her. Eine nachträgliche Veränderung der Form und der
daraus resultierenden Belastbarkeit durch den Verbraucher geht dann zu
Lasten des "Herumschnitzers".

> Die Gründe verstehe ich immer noch nicht. Wo entdeckst Du in einer
> *Fläche* Kerben? Für mich hat eine Fläche stets weniger Kerben als
> das "Faltengebirge" eines Gewindes.

Wenn ein _Laie_ , und so einer hatte hier gefragt, an einem Teil
_herumfeilt_ kannst du immer davon ausgehen dass derselbige
"Sollbruchstellen" _Kerben_, durch ungeschicktes hantieren mit dem
Werkzeug herstellt. Das ist meine praktische Erfahrung.

Beispiel in der anderen Richtung:
http://mitglied.lycos.de/GiMichael/tunescrew.html

mfg
BU

Bernd Ullrich

unread,
Jan 7, 2003, 3:23:15 PM1/7/03
to

Andreas Oehler wrote:
> Bernd Ullrich:
>
>> Stefan Barnikow wrote:
>
>>> Weiß ich nicht. Mier reicht die Überlegung, in welcher Richtung die
>>> Spirale des Gewindes Kräfte aufnehmen kann:
>>> [..], weil sein Material in dieser Richtung nicht
>>> zusammenhängt.
>>
>> Diese Überlegungen (u.a.) stellt der Hersteller auch an und stellt
>> danach sein Produkt her.
>

> Nur bedingt. [...]

Das meinte ich mit "(u.a.) " :-)

> Eine Vorderradachse ist deshalb so ausgelegt, daß Sie an den
> hochbelasteten Stellen im Inneren ausreichend steif und dauerfest ist.
> Außen im Bereich der Ausfallenden ist sie als Stahl-Hohlachse mit 4mm
> Bohrung oder gar Vollachse und außen M9x1 in jeder Hinsicht
----
> überdimensioniert.

Wie hast du das festgestellt, gemessen, wie denn?
Kannst du irgendwie belegen wie gross (z.b. in % ) diese
"Überdimensionierung" ist?

>> Eine nachträgliche Veränderung der Form und der
>> daraus resultierenden Belastbarkeit durch den Verbraucher geht dann
>> zu Lasten des "Herumschnitzers".
>

> Nenne eine gängige Vorderradnabe, bei der das bzgl. der hier
> angesprochenen Problematik der Fall ist.

Alle nur möglichen Bauteile (ob nun sicherheitsrelevant oder nicht)
_können_ nach einem Eingriff durch einen Laien in ihrer Lebensdauer
strikt verkürzt werden Die "Eigenheit" der Eingriffe der _Laien_
besteht darin dass sie vielleicht _noch_wissen was sie tun aber nicht
wissen wie sich ihr "Tun" mit welchem Folgen wann auswirkt.

mfg
BU

Florian Ladwig

unread,
Jan 7, 2003, 6:37:57 PM1/7/03
to
"Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb:

>Ich kenne niemanden der an einer Achse an der genannten Stelle Material
>abtragen würde.

Ich habe das mal gemacht, weil ich an den Campa-Ausfallenden nicht
rumfeilen wollte. ;-)

Wenn Du Dir bei den Maschinenbauern die Festigkeitsrechnungen für
Schrauben ansiehst, wirst Du feststellen, daß die immer nur mit dem
Kernquerschnitt rechnen, das Gewinde selbst trägt nicht. Ganz im
Gegenteil, wie Andreas schon schrieb, es trägt nur zur Kerbwirkung bei.

Bernd Ullrich

unread,
Jan 8, 2003, 1:30:30 PM1/8/03
to

Florian Ladwig wrote:
> "Bernd Ullrich"

>> Ich kenne niemanden der an einer Achse an der genannten Stelle
>> Material abtragen würde.
>
> Ich habe das mal gemacht, weil ich an den Campa-Ausfallenden nicht
> rumfeilen wollte. ;-)

Dein Bier

> Wenn Du Dir bei den Maschinenbauern die Festigkeitsrechnungen für
> Schrauben ansiehst, wirst Du feststellen, daß die immer nur mit dem
> Kernquerschnitt rechnen, das Gewinde selbst trägt nicht.

Irgendwelche Festigkeitsrechnungen "anschauen" bringt gar nichts wenn
ein Laie von einem Laien aufgefordert wird irgendwo etwas abzufeilen
damit irgendwas irgendwie zusammenpasst. Für jeden Murks findet sich
eine passende (irgendwo herumliegende) Theorie die dann an irgendwelchen
Rat_schlägen_ angehängt wird. Die gängigsten "Theorien" lauten "Bis
jetzt ist alles gutgegangen" oder "Das ham mer schon immer so gemacht"
oder "Das ham se mir gesagt dass se das immer schon so machen".


> Ganz im
> Gegenteil, wie Andreas schon schrieb, es trägt nur zur Kerbwirkung
> bei.

Um die Kerbwirkung an "neuen" Stellen ging es mir.
mfg

BU

Bernd Ullrich

unread,
Jan 8, 2003, 3:46:04 PM1/8/03
to

Andreas Oehler wrote:
> Wed, 8 Jan 2003 19:30:30 +0100, Bernd Ullrich:


>
>> Irgendwelche Festigkeitsrechnungen "anschauen" bringt gar nichts wenn
>> ein Laie von einem Laien aufgefordert wird irgendwo etwas abzufeilen
>> damit irgendwas irgendwie zusammenpasst.
>

> Wo hat hier ein Laie zum Feilen aufgefordert?
>
> Andreas

>------------------------------------
Path: uni-berlin.de!pd9005ec8.dip0.t-ipconnect.DE!not-for-mail
From: Andreas Oehler <bitte_Reply-...@gmx.de>
Newsgroups: de.rec.fahrrad
Subject: Re: Gewinde bei Vorderradnaben
Date: Wed, 01 Jan 2003 23:33:51 +0100
Lines: 25
Message-ID: <3e136abc...@n.nabendynamo.de>
References: <1jj31v80ngunck804...@4ax.com>
Reply-To: andreas...@gmx.de
NNTP-Posting-Host: pd9005ec8.dip0.t-ipconnect.de (217.0.94.200)
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Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1
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Xref: uni-berlin.de de.rec.fahrrad:273764

Tue, 31 Dec 2002 18:15:35 +0100, Alexander Adrian:


>Ist das "8 mm" Gewinde heute unüblich?

Ja - seit etwa 20 Jahren...

>Welche Gewinde sind bei Straßenfahrrädern (28'') heute üblich?

Wenn Gewinde, dann M9x1.

>Falls das neue Laufrad eine übliche Achse hat, werde ich die
>Ausfallenden aufbohren und dann ausfeilen oder vorsichtig flexen.

Bohren geht sicher schief. Da sich Dein gesamter Text so liest, als wenn
Du nicht viel Erfahrung in präziser Metallbearbeitung hast, würde ich
zur
Zurückhaltung raten. Zunächstmal die Flex im Schrank lassen: Die Gabel
ist
ein hochgradig sicherheitsrelevantes Bauteil am Fahrrad, da darf man
nicht
mal eben 1-2 mm zu tief "flexen"!

Vorschlag: Feile Schlüsselflächen an die Achse, damit sie in die Gabel
paßt. Du mußt im Bereich der Ausfallenden nur das Gewinde an
gegenüberliegenden Seiten wegfeilen, somit wird die Achse nicht merklich
geschwächt. Aber auch hier mit Vorsicht und Bedacht vorgehen!

Andreas
-------------------------------------------------<

BU

Bernd Ullrich

unread,
Jan 8, 2003, 4:27:41 PM1/8/03
to

Andreas Oehler wrote:
> Und? Wo ist der Laie?
>
> Andreas - Konstruktion von Fahrrad-Naben ist mein Tagesgeschäft

Bringe den Nachweis der Festigkeit der Achse nach dem Befeilen. Es darf
auch ausführlich sein.
mfg
BU


Florian Ladwig

unread,
Jan 8, 2003, 4:49:48 PM1/8/03
to
"Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb:

>
>
>Florian Ladwig wrote:
>
>> Ganz im
>> Gegenteil, wie Andreas schon schrieb, es trägt nur zur Kerbwirkung
>> bei.
>
>Um die Kerbwirkung an "neuen" Stellen ging es mir.

Es gibt keine neue Kerbwirkung, um das passend zu bekommen muss man
nichtmal bis auf den Kern feilen. Wer natürlich noch nie eine Feile in
der Hand gehabt hat tut gut daran, sich jemanden mit etwas Erfahrung zu
suchen.

Bernd Ullrich

unread,
Jan 8, 2003, 4:57:29 PM1/8/03
to

Andreas Oehler wrote:
> Wed, 8 Jan 2003 22:27:41 +0100, Bernd Ullrich:


>
>> Bringe den Nachweis der Festigkeit der Achse nach dem Befeilen. Es
>> darf auch ausführlich sein.
>

> Dazu muss zunächst mal eine Annahme der Belastung im betreffenden
> Bereich her.
---------------------------------------
> Zumindest bei mit Schnellspanner gesicherter Achse ist
> das vernachlässigbar.
>Andreas - wir drehen uns im Kreis

Das wissen wir ja alles nicht, d.h. der OP hat darüber nichts
geschrieben, wäre alles pure Annahme. Wir wissen auch nichts über den
Zustand der Gabelenden, (wie weit aufgebogen, ob angelötet oder nur
breitgeklopftes Material) Wir könnten uns wirklich nur im Kreise drehen.

mfg
BU

Bernd Ullrich

unread,
Jan 8, 2003, 5:28:10 PM1/8/03
to

Florian Ladwig wrote:
> "Bernd Ullrich"
>>

>> Florian Ladwig wrote:
>>
>>> Ganz im
>>> Gegenteil, wie Andreas schon schrieb, es trägt nur zur Kerbwirkung
>>> bei.
>>
>> Um die Kerbwirkung an "neuen" Stellen ging es mir.
>
> Es gibt keine neue Kerbwirkung, um das passend zu bekommen muss man
> nichtmal bis auf den Kern feilen.

Schreibst du! Von hier aus kann ich das nicht sehen.

OP schrieb "knapp 8 mm Außendurchmesser" .was immer dass auch sei.
Message-ID: <1jj31v80ngunck804...@4ax.com>

>Wer natürlich noch nie eine Feile in
> der Hand gehabt hat tut gut daran, sich jemanden mit etwas Erfahrung
> zu suchen.

Das ist vollständig richtig, und der Betreffende (mit Erfahrung) würde
vielleicht (möglicherweise) _vor Ort_! eine andere Vorgehensweise nach
seiner Bewertung im "konkreten" Falle vorschlagen. Vielleicht meldet
sich der OP noch mal.

mfg
BU
Gute Nacht


Florian Ladwig

unread,
Jan 8, 2003, 7:29:01 PM1/8/03
to
"Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb:

>Schreibst du! Von hier aus kann ich das nicht sehen.

Also mal ganz langsam:

Die Standard-Uraltachse hat 5/16"x26TPI, neuerdings FG7,9, sprich einen
Außendurchmesser von 7,9mm, Kerndurchmesser nominell 6,898mm. Das
funktioniert seit 100 Jahren, bis die MTB-Freaks kamen. ;-)

Eine M9x1-Achse hat einen Außendurchmesser von eben 9mm, rechnerischer
Kerndurchmesser 7,774mm.

Das Standard-Nappel-Ausfallende hat eine nominelle Öffnung von 8,4mm,
was in der Praxis eher größer ausfallen (Ist das jetzt schon
selbstbezüglich? ;-) dürfte.

Eine Zoll-Hinterachse, die früher bei MTBs auch mal vorne auftauchte,
läuft unter 3/8"x26TPI oder FG9,5, der Kerndurchmesser ist 8,485mm.

Falls Du jetzt nach der Quelle fragen solltest: Rauch/Winkler
'Fahrradtechnik', *das* deutsche Standardwerk.

Und dann gibt es natürlich noch den BMX-Kram, da geht es AFAIK bis 12
oder 14mm hoch, aber ob das in diesem Fall zutrifft...

Noch Fragen?

Gerald Eischer

unread,
Jan 9, 2003, 7:05:10 AM1/9/03
to
"Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb:

>Bringe den Nachweis der Festigkeit der Achse nach dem Befeilen. Es darf
>auch ausführlich sein.

Wurde dir in <heom1v46a1v1re1mf...@4ax.com> erklärt.
Kannst du oder willst du nicht verstehen?

Harald Meyer

unread,
Jan 9, 2003, 9:29:55 AM1/9/03
to
Florian Ladwig <florian...@gmx.de> schrieb:

> "Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb:
>
>> Schreibst du! Von hier aus kann ich das nicht sehen.
>
> Also mal ganz langsam:

Klar doch! Gaaanz l a n g s a m ;-)


>
> Die Standard-Uraltachse hat 5/16"x26TPI, neuerdings FG7,9, sprich
> einen Außendurchmesser von 7,9mm, Kerndurchmesser nominell 6,898mm.
> Das funktioniert seit 100 Jahren, bis die MTB-Freaks kamen. ;-)

Ich glaube, du hast vergessen zu erwaehnen, dass ausser FG 7,9 auch die
Abmessung M 8x1 teilweise noch produziert wird ;-)


>
> Eine M9x1-Achse hat einen Außendurchmesser von eben 9mm, rechnerischer
> Kerndurchmesser 7,774mm.

Hinzu kommt, dass (heute) so gut wie keine Vollachsen mit geschnittenem
Gewinde fuer Fahrradnaben verwendet werden. Die sind ueblicherweise
heutzutage alle im Rollwalzverfahren hergestellt - und *das* erkennt man
an einem markanten Merkmal (leider erst im ausgebautem Zustand): der
glatte Achsmittelteil ist sichtbar duenner, als die Gewindeenden!

So ist es denn im Prinzip richtig, wenn du (Florian) den Kerndurchmesser
mit theoretischen 7,774 mm angibst, in der Realitaet ist es dann ein
bischen mehr, weil beim rollierten Gewinde das Ausgangsmatereial im
Durchmesser dem Flankendurchmesser des Nenngewindes entsprechen muss.
Dem bischen Gefeile steht also im Prinzip nur die voellige Unkenntnis im
Gebrauch einer Feile, oder Unkenntnis der Achsgewindeherstellung im Weg
;-)


>
> Falls Du jetzt nach der Quelle fragen solltest: Rauch/Winkler
> 'Fahrradtechnik', *das* deutsche Standardwerk.

Ja, schoener Waelzer, wird immer wieder gerne mal zur Hand genommen :-))
>
> Noch Fragen?

Nee, wirklich[tm] nicht.

Beste Gruesse -Harald-

Bernd Ullrich

unread,
Jan 9, 2003, 11:54:11 AM1/9/03
to

"Gerald Eischer"
> "Bernd Ullrich"

> >Bringe den Nachweis der Festigkeit der Achse nach dem Befeilen. Es
darf
> >auch ausführlich sein.
>
> Wurde dir in <heom1v46a1v1re1mf...@4ax.com> erklärt.
> Kannst du oder willst du nicht verstehen?

Es ging mir um den konkreten Einzelfall beim Elnbau in die Alt-Gabel.

mfg
BU

Bernd Ullrich

unread,
Jan 9, 2003, 11:54:32 AM1/9/03
to

Florian Ladwig wrote:
> "Bernd Ullrich" >

>> Schreibst du! Von hier aus kann ich das nicht sehen.
>
> Also mal ganz langsam:
>
> Die Standard-Uraltachse

[...]


> Eine Zoll-Hinterachse, die früher bei MTBs auch mal vorne auftauchte,
> läuft unter 3/8"x26TPI oder FG9,5, der Kerndurchmesser ist 8,485mm.
>
> Falls Du jetzt nach der Quelle fragen solltest: Rauch/Winkler
> 'Fahrradtechnik', *das* deutsche Standardwerk.

[...]
> Noch Fragen?

Was gibt das Standardwerk über das befeilen von VR-Achsen durch
Fachleute oder Laien an?

mfg
BU

Stefan Barnikow

unread,
Jan 8, 2003, 3:33:57 PM1/8/03
to
begin quoting Bernd Ullrich <ullric...@hotmail.com>:
> [...] Irgendwelche Festigkeitsrechnungen "anschauen" bringt gar
>nichts wenn ein Laie von einem Laien aufgefordert wird [...]

Klar, und DU bist der einzige Einäugige unter uns Blinden.

SCNR,
Stefan

Bernd Ullrich

unread,
Jan 9, 2003, 4:28:15 PM1/9/03
to

Stefan Barnikow wrote:
> begin quoting Bernd Ullrich

>> [...] Irgendwelche Festigkeitsrechnungen "anschauen" bringt gar
>> nichts wenn ein Laie von einem Laien aufgefordert wird [...]
>
> Klar, und DU bist der einzige Einäugige unter uns Blinden.

War vielleicht zu lakonisch ausgedrückt, Entschuldigung.
Aber bestimmte "Happen" "fresse" ich nicht wenn diese so karg
hingeschmissen werden.
mfg
BU

Florian Ladwig

unread,
Jan 9, 2003, 5:37:37 PM1/9/03
to
"Harald Meyer" <haral...@rtlworld.de> schrieb:

>Florian Ladwig <florian...@gmx.de> schrieb:


>
>> Die Standard-Uraltachse hat 5/16"x26TPI, neuerdings FG7,9, sprich
>> einen Außendurchmesser von 7,9mm, Kerndurchmesser nominell 6,898mm.
>> Das funktioniert seit 100 Jahren, bis die MTB-Freaks kamen. ;-)
>
>Ich glaube, du hast vergessen zu erwaehnen, dass ausser FG 7,9 auch die
>Abmessung M 8x1 teilweise noch produziert wird ;-)

Bitteschön, dann drohe ich hiermit öffentlich mit dem Sutherland. :-b

>> Falls Du jetzt nach der Quelle fragen solltest: Rauch/Winkler
>> 'Fahrradtechnik', *das* deutsche Standardwerk.
>
>Ja, schoener Waelzer, wird immer wieder gerne mal zur Hand genommen :-))

Naja, gelegentlich eher mit einem säuerlichen Grienen, der Aufbau ist,
äh, gewöhnungsbedürftig, vielleicht sollte ich mir mal eine aktuelle
Auflage mit alphabetischem Index zulegen...

Martin Heimes

unread,
Jan 10, 2003, 1:19:38 PM1/10/03
to
Florian Ladwig wrote:
>
> Die Standard-Uraltachse hat 5/16"x26TPI, neuerdings FG7,9, sprich einen
> Außendurchmesser von 7,9mm, Kerndurchmesser nominell 6,898mm. Das
> funktioniert seit 100 Jahren, bis die MTB-Freaks kamen. ;-)

also, die Nuovo-Record Pista VR Nabe die da gerade auf meinem
Kuechentisch platzgenommen hat laesst ganz geschmeichelt fragen ob sie
denn jünger sei als dieser MTB Boom, sie haette wohl auch 'n 9mm Gewinde ;-)

> Noch Fragen?

ja bitte, kann mir jemand einen guten Tip geben wie ich das verklebte
alte Fett aus den Lagern dieser NOS Nabe am besten erneuere?

Gruss Martin

Florian Ladwig

unread,
Jan 10, 2003, 5:57:19 PM1/10/03
to
Martin Heimes <martin...@gmx.de> schrieb:

>Florian Ladwig wrote:
>>
>> Die Standard-Uraltachse hat 5/16"x26TPI, neuerdings FG7,9, sprich einen
>> Außendurchmesser von 7,9mm, Kerndurchmesser nominell 6,898mm. Das
>> funktioniert seit 100 Jahren, bis die MTB-Freaks kamen. ;-)
>
>also, die Nuovo-Record Pista VR Nabe die da gerade auf meinem
>Kuechentisch platzgenommen hat laesst ganz geschmeichelt fragen ob sie
>denn jünger sei als dieser MTB Boom, sie haette wohl auch 'n 9mm Gewinde ;-)

Pass auf die Muttern auf, Campa hat ein 9mmx26TPI-Gewinde, Ersatz ist
*wirklich* teuer.

>> Noch Fragen?
>
>ja bitte, kann mir jemand einen guten Tip geben wie ich das verklebte
>alte Fett aus den Lagern dieser NOS Nabe am besten erneuere?

Das alte rauswischen und neues reinschmieren.

Mathias Böwe

unread,
Jan 11, 2003, 7:20:03 AM1/11/03
to
[Umbruch händisch korrigiert]

Bernd Ullrich <ullric...@hotmail.com> wrote:

Inwiefern unterscheidet sich die Berechnung der Festigkeit bei Schrauben
im allgemeinen von der Berechnung der Festigkeit von Schrauben für den
konkreten Einzelfall beim Einbau in die Altgabel? Meinst Du , daß der
Ingenieur eine allgemeine Berechnungsvorschrift überall anwendet, außer
bei gewindbehafteten Achsen im Fahrradbau, sondern dafür eine spezielle
Berechnungsvorschrift heranzieht?

Evtl. tut er das ja sogar, aber eine allgemeine Berechnungsvorschrift
ist immer konservativ, eine spezielle, die die Randbedingungen für den
konkreten Einzelfall berücksichtigt, wird zu geringeren erforderlichen
Dimensionen führen. IOW: Wenn die allgemeine Berechnungsvorschrift
ergibt, daß die Achse ausreichend dimensioniert ist, dann wird es eine
spezielle erst recht ergeben.

Mathias
--
Eine Sig ist genauso überflüssig wie beim Einkaufen die Hose. In irgend-
einem abstrakten Sinne käme man natürlich ohne aus, wenn man sein Porte-
monnaie in die Jeansjacke steckt. Aber es wäre mächtig kühl und man hät-
te das unangenehme Gefühl, daß untenrum irgendwas Wichtiges fehlt.

Martin Heimes

unread,
Jan 11, 2003, 6:31:33 PM1/11/03
to
Florian Ladwig wrote:

[Nuovo-Record Pista VR Nabe]


> Pass auf die Muttern auf, Campa hat ein 9mmx26TPI-Gewinde, Ersatz ist
> *wirklich* teuer.

jo, isklar, hab die Preise schonmal im Br*g*lm*nn Katalog gesehen.
Die HR Nabe hat auch ein Campa 10mm Gewinde so wie auch der Konterring
des Ritzels ein "Campa-only" Gewinde hat.

Davon ab wuerde ich wirklich gerne wissen in welcher Epoche die Teile
gebaut wurden, falls das hilft: eine Praegung Weltkugel hinter
Campagnolo Schriftzug.

Gruss Martin

Alexander Adrian

unread,
Jan 12, 2003, 10:41:10 AM1/12/03
to
Andreas Oehler <bitte_Reply-...@gmx.de> schrieb:

>Tue, 31 Dec 2002 18:15:35 +0100, Alexander Adrian:
>>Ist das "8 mm" Gewinde heute unüblich?
>
>Ja - seit etwa 20 Jahren...

Ups. Bei (hohlen) Schnellspannnaben war mir der dickere Durchmesser
bekannt. Man lernt halt nicht aus.

>>Falls das neue Laufrad eine übliche Achse hat, werde ich die
>>Ausfallenden aufbohren und dann ausfeilen oder vorsichtig flexen.
>
>Bohren geht sicher schief.

siehe anderes posting

>Da sich Dein gesamter Text so liest, als wenn
>Du nicht viel Erfahrung in präziser Metallbearbeitung hast,

Viel Erfahrung nicht, ein wenig aber schon.

>würde ich zur
>Zurückhaltung raten. Zunächstmal die Flex im Schrank lassen: Die Gabel ist
>ein hochgradig sicherheitsrelevantes Bauteil am Fahrrad, da darf man nicht
>mal eben 1-2 mm zu tief "flexen"!

Ist klar.

>Vorschlag: Feile Schlüsselflächen an die Achse, damit sie in die Gabel
>paßt. Du mußt im Bereich der Ausfallenden nur das Gewinde an
>gegenüberliegenden Seiten wegfeilen, somit wird die Achse nicht merklich
>geschwächt. Aber auch hier mit Vorsicht und Bedacht vorgehen!

Die Idee ist an sich nicht schlecht. Nur gefällt mir nicht, dass dabei
die Späne so nah am Lager erzeugt werden. Ich werde wohl die Öffnung
im Ausfallende in Fahrrichtung nach hinten mit der Feile bearbeiten.

Alexander

Alexander Adrian

unread,
Jan 12, 2003, 10:41:09 AM1/12/03
to
Florian Ladwig <florian...@gmx.de> schrieb:

>>Gibt es irgendwo nähere Angaben zu dem
>>Gewinde (Nenndurchmesser, Steigung, Flankenwinkel, ...)?

>In der einschlägigen Fahrradliteratur, Smolik, Winkler und Rauch oder
>Sutherland.

Winkler und Rauch kenne ich noch von früher (>10 Jahre). Online sind
die Infos aber (auch) nicht (zum Teil) zu beziehen, oder?

>>>>Falls das neue Laufrad eine übliche Achse hat, werde ich die
>>>>Ausfallenden aufbohren und dann ausfeilen oder vorsichtig flexen.
>>>

>>>Bohren geht da nicht.
>>
>>Weil der Bohrer "wegläuft"? Würde unter normalen Umständen (kein
>>extrem kurzer Bohrer, kein Bohrständer, ...) wohl passieren.
>
>Weil er sich festhakt, die Gabel wird Dir möglicherweise im wahrsten
>Sinne des Wortes un die Ohren gehauen werden.

Man müßte dann die Gabel zur Aufnahme der auftretenden Drehmomente
beim Bohren einspannen [natürlich (auch) am Ausfallende], was
vernünftig bewerkstelligt nicht einfach ist.
Zugegeben, die Idee mit dem Bohren ist nicht so toll.

Alexander

Alexander Adrian

unread,
Jan 12, 2003, 10:41:11 AM1/12/03
to
Andreas Oehler <bitte_Reply-...@gmx.de> schrieb:

>>> Der Unterschied ist vernachlässigbar.
>>
>>Wie hast du das im konkreten Fall (unbekanntes Material, konkreten
>>Ratschlag an den OP) festgestellt?
>
>Ich weiß wie Vorderrad-Gewindeachsen aussehen. Jemand, den es wundert, daß
>die neugekaufte Achse nicht 8mm Durchmesser hat, kauft keine irrsinnig
>teuren Naben mit Aluminium-Achse, sondern Standard-Stahl.

Stimmt. Vollachse mit Muttern.

>Aber selbst bei
>einer Alu-Achse hätte ich keine Bedenken,

Ich auch nicht, bin (auch) Maschbauer.

>Aber ich verliere die Lust mit Dir zu diskutieren, da Du auf kritische
>Kommentare grundsätzlich nicht antwortest.

Ich hätte gar nicht gedacht, dass sich aus meinem posting ein so
hitziger, langer thread entwickelt :-)

Alexander

Alexander Adrian

unread,
Jan 12, 2003, 10:41:12 AM1/12/03
to
"Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb:

>> Wenn Du Dir bei den Maschinenbauern die Festigkeitsrechnungen für
>> Schrauben ansiehst, wirst Du feststellen, daß die immer nur mit dem
>> Kernquerschnitt rechnen, das Gewinde selbst trägt nicht.

>Irgendwelche Festigkeitsrechnungen "anschauen" bringt gar nichts wenn

Doch, doch. Erst die Theorie, dann die Praxis :-) Oder um einen mir
früher bekannten Schreiberling hoffentlich genau zu zitieren:

"Es gibt nichts praktischeres als eine gute Theorie".

>ein Laie von einem Laien aufgefordert wird irgendwo etwas abzufeilen

Weder scheint Andreas mir ein Laie zu sein, noch bin ich einer
(konntest Du aber nicht besser wissen).

>damit irgendwas irgendwie zusammenpasst.

Nicht irgendwas :-)

Alexander

Alexander Adrian

unread,
Jan 12, 2003, 10:41:13 AM1/12/03
to
"Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb:

>Das wissen wir ja alles nicht, d.h. der OP hat darüber nichts
>geschrieben, wäre alles pure Annahme. Wir wissen auch nichts über den
>Zustand der Gabelenden, (wie weit aufgebogen, ob angelötet oder nur
>breitgeklopftes Material)

Damit alle sich auf Wunsch das Ausfallende ansehen können, habe ich
ein Foto hochgeladen.
<http://home.arcor.de/alexander.adrian/Dcp_3093_bear.jpg>

Rechnen werde ich nicht, da es IMO bzgl. der Festigkeit kein Problem
ist, die Öffnnung im Ausfallende um einen Millimeter Richtung
Tretlager zu verbreitern.

Alexander

Alexander Adrian

unread,
Jan 12, 2003, 10:41:16 AM1/12/03
to
"Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb:

>OP schrieb "knapp 8 mm Außendurchmesser" .was immer dass auch sei.

Da gibt es ja wohl nicht die ganz große Auswahl :-) Mit knapp 8 mm
meinte ich ca. 7,9 bis 7,95 mm (mit Meßschieber gemessen).

>Message-ID: <1jj31v80ngunck804...@4ax.com>
>
> >Wer natürlich noch nie eine Feile in
>> der Hand gehabt hat tut gut daran, sich jemanden mit etwas Erfahrung
>> zu suchen.

Ich hatte schon öfter eine Feile in der Hand. Macht Euch keine Sorgen
;-)

Alexander

Alexander Adrian

unread,
Jan 12, 2003, 10:41:17 AM1/12/03
to
"Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb:

>Wenn ein _Laie_ , und so einer hatte hier gefragt, an einem Teil
^^^^
Nope.

Alexander

Stefan Barnikow

unread,
Jan 9, 2003, 4:22:44 PM1/9/03
to
begin quoting Bernd Ullrich <ullric...@hotmail.com>:
>

Poste die alte Gabel und die neue Achse.

Ciao,
Stefan

Florian Ladwig

unread,
Jan 12, 2003, 4:47:26 PM1/12/03
to
Alexander Adrian <alexande...@gmx.de> schrieb:

>Florian Ladwig <florian...@gmx.de> schrieb:

[...]

>>>Gibt es irgendwo nähere Angaben zu dem
>>>Gewinde (Nenndurchmesser, Steigung, Flankenwinkel, ...)?
>
>>In der einschlägigen Fahrradliteratur, Smolik, Winkler und Rauch oder
>>Sutherland.
>
>Winkler und Rauch kenne ich noch von früher (>10 Jahre). Online sind
>die Infos aber (auch) nicht (zum Teil) zu beziehen, oder?

Keine Ahnung, ich hatte noch keinen Bedarf das zu recherchieren, aber
wenn Du was finden solltest, kannst Du das gerne öffentlichmachen.

>Zugegeben, die Idee mit dem Bohren ist nicht so toll.

Du schreibst doch selbst, daß Du dann trotzdem noch feilen musst, also
warum dann der riskante Akt?

Stefan Barnikow

unread,
Jan 12, 2003, 1:37:29 PM1/12/03
to
begin quoting Alexander Adrian <alexande...@gmx.de>:
>Florian Ladwig <florian...@gmx.de> schrieb:
[Ausfallenden einer Gabel aufweiten]

>>>>Bohren geht da nicht.
>>>
>>>Weil der Bohrer "wegläuft"? Würde unter normalen Umständen (kein
>>>extrem kurzer Bohrer, kein Bohrständer, ...) wohl passieren.
>>
>>Weil er sich festhakt, die Gabel wird Dir möglicherweise im wahrsten
>>Sinne des Wortes un die Ohren gehauen werden.
>
>Man müßte dann die Gabel zur Aufnahme der auftretenden Drehmomente
>beim Bohren einspannen [natürlich (auch) am Ausfallende], was
>vernünftig bewerkstelligt nicht einfach ist.

...und auch nicht unbedingt besser ist, denn es gibt ja noch andere
Möglichkeiten, das Drehmoment zu begrenzen:
- Bohrer bricht
- Bohrmaschine dreht sich im/mitsamt Ständer
- Ausfallende verbiegt sich oder reißt
- ...


Ciao,
Stefan

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