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Slicks auf nasser Fahrbahn (war: Re: Info zu Liegeradsitzen?)

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Mike Fabian

unread,
Apr 24, 1996, 3:00:00 AM4/24/96
to
(Martin Speiser) writes:

> Slicks sind auf nasser Fahrbahn nicht gerade das Beste.

So? Warum denn?

Mike


--
Mike Fabian (fab...@nair.go.jp) or (fab...@apollo.ph1.uni-koeln.de)
Cluster Science Group,
National Institute for Advanced Interdisciplinary Research
1-1-4 Higashi, Tsukuba, Ibaraki 305, Japan


Jobst Brandt

unread,
Apr 26, 1996, 3:00:00 AM4/26/96
to

Heinz Birthler schreibt:

> Wenn man nun sorgf"altig jeden einzelnen Stollen seiner MTB-Reifen
> anspitzt, k"onnen diese gespitzten Stollen (aber nur bei harten
> Reifen) die Schmierschicht durchsto"sen.

> In diesem Fall sind gespitzten Stollenreifen dem Slick eindeutig
> "uberlegen.

Dafuer hast Du bestimmt keinen Beweis, denn Gummi kann die fluessige
Schmierschicht nicht durchbrechen. Siehe gleitenden Scheibenwischer
auf klarem Wasser, oder wenn das nicht einleuchtet, Rasierklinge auf
nasser Haut. Der Feinschmirgel in der Oberflaeche von Sand- und
Kiesskoernern des Pflasters sind die einzigen Angriffspunkte fuer
Haftreibung zwischen Reifen und nasser Strasse. Deine Auffassung
dieser Sache passt auch nicht zu Motorradreifen die zum groessten Teil
Slicks sind. Die Auflageflaeche des Fahrradreifens ist kleiner als
die glatter Flaeche aller Flugzeugreifen, die mit aehnlichem Luftdruck
und wesentlich hoeerer Geschwindigkeit auf nasser Rollbahn stark
bremsen ohne zu rutchen.

Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>

Heinz Birthler

unread,
Apr 26, 1996, 3:00:00 AM4/26/96
to

> Slicks sind auf nasser Fahrbahn nicht gerade das Beste.
MF>So? Warum denn?

Bei einsetzendem Regen bildet sich, falls es l"angere Zeit nicht geregnet hat,
auf der Fahrbahn eine hauchd"unne Schmierschicht.

Wenn man nun sorgf"altig jeden einzelnen Stollen seiner MTB-Reifen anspitzt,
k"onnen diese gespitzten Stollen (aber nur bei harten Reifen) die
Schmierschicht durchsto"sen.

In diesem Fall sind gespitzten Stollenreifen dem Slick eindeutig "uberlegen :-)

Heinz
--

T.-Heuss-Str. 4 * GRS mbH * 38122 Braunschweig * 0531-8012-222 * b...@grs.de
--- Nous avons, vous avez, nu's er wech, vos a nous? Vis a vis! ---


Martin Speiser

unread,
Apr 26, 1996, 3:00:00 AM4/26/96
to

fab...@zeus.ph1.Uni-Koeln.DE (Mike Fabian) wrote:

>(Martin Speiser) writes:

>> Slicks sind auf nasser Fahrbahn nicht gerade das Beste.

>So? Warum denn?

>Mike

Hallo Mike,

weil ich dauernd das Gefühl habe, daß mir das Vorderrad wegrutscht.
Als weiteren Grund gibt's noch den Sturz vor zwei Jahren mit dem MTB,
als ich da Slicks drauf hatte. Auf dem Weg zur Arbeit muß ich über
asphaltierte Feldwege fahren. Im Herbst regnet es halt öfters, und da
ist der ganze Matsch auf dem Weg gelegen. Naja, Du kennst ja die
Steckschutzbleche, wieviel Dreck die abfangen. Ich wollte also von der
Matschschicht runter, lenke ein bißchen zur Seite (wirklich wenig),
und ziehe im nächsten Moment eine schöne Spur in den Acker. Die
Überziehhose war kaputt, und die Hand aufgeschürft. Seither bin ich
mit Slicks vorsichtiger.

Gruß,
Martin
-------------------------------------
Martin Speiser
CIS: 100013,1276
Internet: 10001...@compuserve.com

Motto: Wer bricht verliert


Bernhard Graf

unread,
Apr 26, 1996, 3:00:00 AM4/26/96
to

Henkelmann schrieb über "Re: Slicks auf nasser Fahrbahn (war: Re: Info zu
Liegeradsitzen?)"

H> laut tour wuerde "aquaplaning" bei fahradreifen (slicks) erst
H> in der gegend von 80 km/h auftreten, daher ist ein profil auf
H> asphalt wohl kaum noetig.

Der Herr Student muss es wissen.

Und wie sieht's mit der Praxis aus?

--
und tschuess- o _
Bernhard gr...@jojo.IN-berlin.DE _\\_/-\='
graf...@sp.zrz.tu-berlin.de (_) (_)
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Hans-Joachim Zierke

unread,
Apr 28, 1996, 3:00:00 AM4/28/96
to

Bernhard Graf schrieb am 26.04.96:

H>> laut tour wuerde "aquaplaning" bei fahradreifen (slicks) erst
H>> in der gegend von 80 km/h auftreten, daher ist ein profil auf
H>> asphalt wohl kaum noetig.

> Der Herr Student muss es wissen.
>
> Und wie sieht's mit der Praxis aus?

Praxiserfahrungen gibt es nicht, da zumindest mit schmalen
Rennrad-Hochdruckreifen erst jenseits von 200 km/h mit Aquaplaning
gerechnet werden mu=DF. Wahrscheinlich liegt der Wert sogar noch h=F6her, w=
ie
Jobst's Beispiel der Flugzeugreifen zeigt. Wieviel bar verwendet ein
Jet-Reifen?


hajo


--
Manche glorifizieren sich geradezu mit der Metapher, sie s=E4=DFen zwischen=
den
St=FChlen. Auch diese besonders luxuri=F6se Selbstbemitleidung ist nichts a=
nderes
als eine Parteinahme f=FCr den Status quo.
Martin Walser, 19=
69

Wolfgang Paul

unread,
Apr 28, 1996, 3:00:00 AM4/28/96
to

Martin Speiser schrieb am 26.04.96 zum Thema "Re: Slicks auf nasser Fahrbahn (war: Re: Info zu Liegeradsitzen?)":

[... Slicks oder nicht Slicks auf nasser Fahrbahn ...]


> Als weiteren Grund gibt's noch den Sturz vor zwei Jahren mit dem MTB,

> als ich da Slicks drauf hatte [...] Ich wollte also von der


> Matschschicht runter, lenke ein bißchen zur Seite (wirklich wenig),

> und ziehe im nächsten Moment eine schöne Spur in den Acker....


Was NICHT beweist, daß andere Reifen in diesem Fall (auf Matschschicht)
anders reagiert hätten. Matsch setzt auch Profile schnell matt...


> ... Die Überziehhose war kaputt, und die Hand aufgeschürft.


> Seither bin ich mit Slicks vorsichtiger.

^^^^^^^^^^^^

Ich hoffe, Du trägst seither Handschuhe !


-- _
MfG_ // Wolfgang "Wolfbert" Paul (Only My Personal Opinions)
\X/ "Eßt mehr Diäten, Politiker können nicht irren"

Werner Icking

unread,
Apr 29, 1996, 3:00:00 AM4/29/96
to

In <4lq9e9$r...@arl-news-svc-5.compuserve.com> 10001...@compuserve.com (Martin Speiser) writes:
>fab...@zeus.ph1.Uni-Koeln.DE (Mike Fabian) wrote:
>>(Martin Speiser) writes:

>>> Slicks sind auf nasser Fahrbahn nicht gerade das Beste.

>>So? Warum denn?

>weil ich dauernd das Gefühl habe, daß mir das Vorderrad wegrutscht.

"Gefuehle" sind beim Fahrradfahren nicht gerade das Beste.

>Als weiteren Grund gibt's noch den Sturz vor zwei Jahren mit dem MTB,

"Stuerze" sind beim Fahrradfahren nicht gerade das Beste.


Werner
--
Werner Icking Werner...@gmd.de (+49 2241) 14-2443 __o
GMD - Forschungszentrum Informationstechnik GmbH _`\<,_
Schloss Birlinghoven, D-53754 Sankt Augustin, Germany (_)/ (_)
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod." ~~~~~~~~~~~~~~~

Jobst Brandt

unread,
Apr 29, 1996, 3:00:00 AM4/29/96
to

Bernhard Graf schreibt:

>> laut tour wuerde "aquaplaning" bei fahradreifen (slicks) erst in
>> der gegend von 80 km/h auftreten, daher ist ein profil auf asphalt
>> wohl kaum noetig.

> Der Herr Student muss es wissen.

> Und wie sieht's mit der Praxis aus?

Das galt fuer den durchschnittlichen Autoreifen. Fuer Fahrradreifen
liegt dieses weit ueber 100 km/h da sich die Auflageflaeche eines
Reifens, mit rundem Querschnitt, von einem spitzem Erstkontakt auf
seine vollen Kontakt ausbreitet. Die Druckfront hat durch den kleinen
Querschnitt einen breiten Quetschwinkel der kein Wasser ausser der
Grenzschicht unter Fuss zurueck laesst. Ich bin schon mehrmals ueber
80 km/h im Regen bergab gefahren ohne die kleinste andeutungen vom
Schwimmne sogar in Kurven zu spuehren. Wie gesagt, Flugzeuge landen
bei weit ueber 200 km/h auf glatten Reifen mit absichtlich aehnlichem
runden Querschnitt.

Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>

Jobst Brandt

unread,
Apr 29, 1996, 3:00:00 AM4/29/96
to

Hajo schreibt:

>>> laut tour wuerde "aquaplaning" bei fahradreifen (slicks) erst
>>> in der gegend von 80 km/h auftreten, daher ist ein profil auf
>>> asphalt wohl kaum noetig.

>> Der Herr Student muss es wissen.
>>
>> Und wie sieht's mit der Praxis aus?

> Praxiserfahrungen gibt es nicht, da zumindest mit schmalen

> Rennrad-Hochdruckreifen erst jenseits von 200 km/h mit Aquaplaning
> gerechnet werden mu=DF. Wahrscheinlich liegt der Wert sogar noch h=F6her, w=
> ie

> Wieviel bar verwendet ein Jet-Reifen?

Etwa 8-9 bar, also ungefaehr dass was ich in meinen Slicks fahre.

Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>

Martin Speiser

unread,
May 3, 1996, 3:00:00 AM5/3/96
to

W.P...@AUC.BerliNet.de ("Wolfgang Paul") wrote:

>Was NICHT beweist, daß andere Reifen in diesem Fall (auf Matschschicht)
>anders reagiert hätten. Matsch setzt auch Profile schnell matt...

Bisher hatte ich immer den Eindruck, daß der Smoke den Matsch aus den
Profilen recht schnell an meinen Allerwertesten befördert <g>. Aber
für normale Strassenreifen, z.B. Marathon, gebe ich Dir recht.

>> ... Die Überziehhose war kaputt, und die Hand aufgeschürft.
>> Seither bin ich mit Slicks vorsichtiger.
> ^^^^^^^^^^^^

>Ich hoffe, Du trägst seither Handschuhe !

Es kommt darauf an. Bevor die Frage kommt, auf was: auf den Tag, meine
Vergeßlichkeit, Lust, usw.

Martin Speiser

unread,
May 3, 1996, 3:00:00 AM5/3/96
to

ha...@quijote.in-berlin.de (Hans-Joachim Zierke) wrote:


>Daß Slicks auf nassem Matsch nicht das Beste sind, verwundert niemand. Aber
>wolltest Du nicht erklären, warum sie auf nasser Fahrbahn nicht das Beste
>sind? ;-)

Wollte ich <g>. Naja, ich wohne hier in einer etwas ländlichen Gegend,
in der vor allem im Herbst während der Zuckerrübenernte viel Dreck auf
den Strassen liegt. Das ist bei mir so in Fleisch und Blut
übergegangen (eventuell bei dem Sturz zuviel in den Acker gelangt
<g>), daß ich bei Regen um die Kurven krieche.

Beim Lieger kommt noch dazu, daß ich es stärker mitkriege, wenn ein
Rad etwas wegschmiert. Beweisen kann ich es nicht, aber mir kommt es
schlimmer vor, wenn meine Füße etwas zur Seite hoppeln.

Aber das Problem ist für die nächsten ein bis zwei Wochen eh erledigt.
Man sollte nicht in der Nacht vor dem 1. Mai rumfahren ;-)
Frontalcrash mit einem anderen Radler. 2 Kettenblätter, 1
Scheinwerfer, 1 Tachohalter, 1 Hydraulikleitung, 1 Umwerfer, und die
Kette. Aber meine Weinflasche blieb heil, im Gegensatz zu der von dem
anderen Radler <g> Hat zwar nix mit dem Thema zu tun, aber mich
beschäftigt das halt gerade ein wenig. BTW, bevor was mit besoffen
kommt, es war nur ein Viertele.

Monika Kreuz

unread,
May 3, 1996, 3:00:00 AM5/3/96
to

Ich kann mir auch vorstellen, dass es ein Unterschied ist, wie dick dieser
Slick ist, ob Rennreifen oder MTB.
Dickere Reifen neigen wahrscheinlich leichter zum "Schwimmen".

Monika

Norbert Perk

unread,
May 4, 1996, 3:00:00 AM5/4/96
to

Hallo Martin,

11>Frontalcrash mit einem anderen Radler.
Hoffentlich hattest Du Licht an!
11>2 Kettenblätter, 1 Scheinwerfer, 1 Tachohalter, 1 Hydraulikleitung, 1
11>Umwerfer, und die Kette. Aber meine Weinflasche blieb heil, im Gegensatz
11>zu der von dem anderen Radler
Wie's Dir und dem anderen Radler geht, schreibst Du nicht. Oder hast Du oben
alles aufgezählt, was heil geblieben ist? ;-)

Mich würden Facts zum Unfallhergang interessieren:
Wer hat welche Fehler gemacht? Geschwindigkeiten? Personen- und Sachschäden?


O Gruß aus Ravensburg
.^// _,----,
()---() `-()-' Norbert

Wolfgang Strobl

unread,
May 6, 1996, 3:00:00 AM5/6/96
to

ha...@quijote.in-berlin.de (Hans-Joachim Zierke) wrote:

>Daß Slicks auf nassem Matsch nicht das Beste sind, verwundert niemand.

Das Problem bei dieser immer nach gleichem Muster ablaufenden
Diskussion (ähnliche Beispiele gibt's aber auch in Diskussionen über
Rahmenbauformen und Kurvenfahrtechnik) besteht darin, daß bei aller
durchause verständlichen diebischen Freude, die den technisch gut
informierten Besserwisser überfällt, wenn mal wieder so ein armes
Würstchen wie erwartet (und erhoffe?) in eines der Fettnäpfchen
getreten ist, eines meist übersehen wird: das hat der Fragesteller
vermutlich gar nicht wissen wollen, da hat er gar nicht hingewollt.

Konkret - der Erklärungsversuch des soeben bei nasser Straße auf die
Schnauze gefallenen Radlers: das war bestimmt das Aquaplaning, von dem
ich in der Zeitung gelesen habe, da hat bestimmt das Profil nicht
gelangt, der mag ja offensichtlich falsch sein. Aber ist damit die
eigentliche Frage beantwortet? Ich denke nicht, sie ist damit m.E. nur
geschickt umgangen. Jedenfalls habe ich noch in keiner der vielen
Traktate zum Thema sonderlich viel erfahren zu der Frage, die *mich*
dabei eigentlich interessierte, nämlich folgende.

Lassen wir mal beiseite, daß klares Wasser auf Asphalt oder Beton
keines Profils bedarf, und daß sich Stollenreifen in lockerem
Untergrund festbeißen können. Aber was ist mit dem ganzen Spektrum
dazwischen? Von trockenem Schnee kann ich aus eigener Erfahrung noch
beisteueren, daß (fast) profillose Reifen da genau so viel oder wenig
rutschen wie solche mit dem üblichen Profil. Und bei Eis kann ich es
mir selber zusammenreimen, daß ein Profil da nichts nützt. Aber was
ist mit der Öl/Staub-Schmiere, die nach dem ersten Regen die Straßen
überzieht? Was ist mit nassen Blättern, mit trockenen oder feuchten
"wassergebundenen" Decken, womit man mit Vorliebe Radwegebenutzer
beglückt? Was ist mit Spuren von rollfähigem Material (Sand, Kies) auf
der Straße?

Hilft ein Profil, wie es die meisten normalen Fahrradreifen haben, da
etwas? Oder andersherum gefragt, bei welchem Untergrund hat ein
solches Profil überhaupt erkennbare Vorteile?

--
o ( Wolfgan...@gmd.de (+49 2241) 14-2394
/\ * GMD Forschungszentrum Informationstechnik GmbH
_`\ `_<=== Schloss Birlinghoven, | #include
__(_)/_(_)___.-._ D-53754 Sankt Augustin, Germany | <std.disclaimer>


Martin Speiser

unread,
May 6, 1996, 3:00:00 AM5/6/96
to

Norber...@ac.maus.de (Norbert Perk) wrote:

>Hoffentlich hattest Du Licht an!

Natürlich! Momentan gehe ich nachts sogar, anstatt wie sonst mit dem
Rad zu fahren. Lieger muß repariert werden, am Trekking ist eine
Strebe abgebrochen, und die Akkuanlage für's MTB verliehen. Ohne Licht
fahre ich nicht im Dunkeln.

>Wie's Dir und dem anderen Radler geht, schreibst Du nicht. Oder hast Du oben
>alles aufgezählt, was heil geblieben ist? ;-)

Ich habe leichte Aufschürfungen an den Knien, der andere nichts. Naja,
vielleicht auch ein bißchen aufgeschürft, und er hat es bloß nicht
gemerkt.

>Mich würden Facts zum Unfallhergang interessieren:
>Wer hat welche Fehler gemacht? Geschwindigkeiten? Personen- und Sachschäden?

Er kam auf der richtigen Seite auf dem Radweg ohne Licht mit ca.
20-25km/h, ich bin kurz vor einer leichten Kurve auf den Radweg
gewechselt. Und hatte auch so ca. 20-25km/h. Die Stelle ist ein
bißchen schwer mit Worten zu erklären, ich versuche mal eine Grafik.

\ \
_\ \_v__________ <- Radweg, auf dem der andere kam

__________________

Beim "v" hat es geknallt. Der Radweg ist zwar für beide Richtungen
freigegeben, aber nicht, wenn man aus der einmündenden Strasse kommt.
Außerdem hatte ich nicht die nötige Vorsicht walten lassen.

Für ortskundige Mitleser, der andere Radler kam aus Richtung Heilbronn
und fuhr Richtung Neckarsulm, ich kam aus Richtung Binswangen.

Gruß,
Martin
-------------------------------------
Martin Speiser
CIS: 100013,1276
Internet: 10001...@compuserve.com

Motto: Lieber Downhill als Damon Hill


Stefan Roessinger

unread,
May 7, 1996, 3:00:00 AM5/7/96
to

Wolfgang Strobl (Wolfgan...@gmd.de) wrote:
> ha...@quijote.in-berlin.de (Hans-Joachim Zierke) wrote:

> >Daß Slicks auf nassem Matsch nicht das Beste sind, verwundert niemand.

> Das Problem bei dieser immer nach gleichem Muster ablaufenden
> Diskussion

>[...]

> Lassen wir mal beiseite, daß klares Wasser auf Asphalt oder Beton
> keines Profils bedarf, und daß sich Stollenreifen in lockerem
> Untergrund festbeißen können. Aber was ist mit dem ganzen Spektrum
> dazwischen? Von trockenem Schnee kann ich aus eigener Erfahrung noch
> beisteueren, daß (fast) profillose Reifen da genau so viel oder wenig
> rutschen wie solche mit dem üblichen Profil. Und bei Eis kann ich es
> mir selber zusammenreimen, daß ein Profil da nichts nützt. Aber was
> ist mit der Öl/Staub-Schmiere, die nach dem ersten Regen die Straßen
> überzieht? Was ist mit nassen Blättern, mit trockenen oder feuchten
> "wassergebundenen" Decken, womit man mit Vorliebe Radwegebenutzer
> beglückt? Was ist mit Spuren von rollfähigem Material (Sand, Kies) auf
> der Straße?

> Hilft ein Profil, wie es die meisten normalen Fahrradreifen haben, da
> etwas? Oder andersherum gefragt, bei welchem Untergrund hat ein
> solches Profil überhaupt erkennbare Vorteile?

Ein Profil "arbeitet" damit, dass es durch eine kleinere
Flaeche hoeheren Druck (Reifen-Strasse) "erzeugt".
Prinzipiell hilft ein Profil ueberall da, wo man etwas (z.B.
einen Schmierfilm) durchbrechen oder sich "eingraben" kann.
Wie hoch der vom Reifen auf die Strasse ausgeuebte Druck ist
haengt natuerlich auch vom der Fahrbahnbelag ab. Es kann
also sein, dass Du mit Slicks auf einer rauhen Strasse kein
Problem hast, waehrend Du mit Tourenreifen auf einen
"tollen" Radwegmarkierung ausrutschst.

Geht man von einer durchschnittlichen Strasse und
ebensolchen Profil aus, dann hilft das Profil (theo.
Bewertung) bei:
Schmier, wenig Sand, rauhes Eis
hift nicht bei:
nassen Blaettern, Kies, viel Sand, glatter Asphalt&Regen

Praktisch habe ich aehnliche Erfahrungen gemacht, allerdings
ohne "Kreuzprobe" mit Slicks.

Also: BITTE ERFAHRUNGSBERICHTE!!!

Gruss
Stefan Roessinger

MICHAEL...@ncarrier.zer.sub.org

unread,
May 7, 1996, 3:00:00 AM5/7/96
to

> In <4lq9e9$r...@arl-news-svc-5.compuserve.com> 10001...@compuserve.com
> >(Martin Speiser) writes: fab...@zeus.ph1.Uni-Koeln.DE (Mike Fabian) wrote:
> >>(Martin Speiser) writes:
>
> >>> Slicks sind auf nasser Fahrbahn nicht gerade das Beste.
>
> >>So? Warum denn?
>
> >weil ich dauernd das Gefuehl habe, dass mir das Vorderrad wegrutscht.

>
> "Gefuehle" sind beim Fahrradfahren nicht gerade das Beste.
>
> >Als weiteren Grund gibt's noch den Sturz vor zwei Jahren mit dem MTB,
>
> "Stuerze" sind beim Fahrradfahren nicht gerade das Beste.
>
>
> Werner
> --
> Werner Icking Werner...@gmd.de (+49 2241) 14-2443 __o
> GMD - Forschungszentrum Informationstechnik GmbH _`\<,_
> Schloss Birlinghoven, D-53754 Sankt Augustin, Germany (_)/
> (_) "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod."
> ~~~~~~~~~~~~~~~


Slicks auf der Strasse sind gar nicht mal so schlecht. Man muss halt nur
aufpassen, dass man die Kurven nicht zu stark anschneidet. Ansonsten
bringen die Teile echte Vorteile, wenn man beim Fahren auf die aus der
Physik bekannten und ebenso verhassten Reibungsverlusste bedacht ist.
Und wenn es mit dem Gleichgewicht nicht gleich klappt - UeBEN, UeBEN, und
spaeter (nach dem dreimonatigem Krankenhausaufenthalt) WEITERUeBEN!

Bei Veletzungen, die bei durch diesen Brief angeregten Fahradfahrern
entstehen, uebernehme ich keine HAFTUNG:

Bis Spaeter Michael.

(Mir ist mit Slicks
noch nichts passiert)
## CrossPoint v3.11 ##

Wolfgang Strobl

unread,
May 8, 1996, 3:00:00 AM5/8/96
to

fab...@zeus.ph1.Uni-Koeln.DE (Mike Fabian) wrote:

>Nein. Sonst haette mir doch ein Unterschied zwischen neuen Schwalbe
>Marathon und glattgefahrenen auf solchen Untergruenden auffallen
>muessen. Nach etwa 7000 bis 8000 km (Hinterrad) ist bei mir das Profil
>eines Marathon komplett weg, es ist dann ein Slick. Der Reifen ist
>dann noch lange nicht am Ende ich konnte meist bis weit ueber 10000 km
>damit weiterfahren, manchmal bis 15000 km bis ich rundum auf dem
>Gewebe fuhr. Irgendwelche Unterschiede im Fahrverhalten verglichen
>mit einem Neureifen auf den Untergruenden die Du aufzaehlst sind mir
>dabei nie aufgefallen.

Das erstaunt mich. Hättest Du geschrieben: schon, es gibt Untergründe,
da ist der Unterschied merklich, aber das ist zu selten, als daß es
lohnt, und außerdem gibt es Untergründe, da verschlechtert es die
Traktion, also schadet es mehr als es nützt - das fände ich plausibel.


Schau mal, wir haben einerseits ein Spektrum von Untergründen, die
durch ein paar Materialeigenschaften (z.B. Körnigkeit, Festigkeit)
beschrieben werden können, und Profile variierender "Rauheit". Gehen
wir davon aus, daß glattes Gummi auf Asphalt eine günstige Kombination
ist, und Stollen auf lockerem Untergrund, so wäre es doch recht
verblüffend, wenn ein mittleres Profil nicht ebenfalls irgendwo ein
lokales Optimum ergäbe, auf der von den Untergrundeigenschaften
aufgespannten Fläche. Stell Dir vor, Du variierst das Profil ganz
langsam von Slick (Optimum Asphalt) zu einer bestimmten Sorte Stollen
(Optimum lockerer Dreck). Springt das Traktionsoptimum dann ab einer
bestimmten Profilmenge plötzlich von hier nach da?

Mike Fabian

unread,
May 8, 1996, 3:00:00 AM5/8/96
to

(Wolfgang Strobl) writes:

> Das Problem bei dieser immer nach gleichem Muster ablaufenden

> Diskussion [...] besteht darin, daß bei aller


> durchause verständlichen diebischen Freude, die den technisch gut
> informierten Besserwisser überfällt, wenn mal wieder so ein armes
> Würstchen wie erwartet (und erhoffe?) in eines der Fettnäpfchen
> getreten ist, eines meist übersehen wird: das hat der Fragesteller
> vermutlich gar nicht wissen wollen, da hat er gar nicht hingewollt.

Am Beginn dieses Threads hat niemand *gefragt*, ob Slicks auf nasser
Fahrbahn ok seien, sondern einfach *behauptet*, dass sie dort "nicht
gerade das Beste" seien.



> Konkret - der Erklärungsversuch des soeben bei nasser Straße auf die
> Schnauze gefallenen Radlers: das war bestimmt das Aquaplaning, von dem
> ich in der Zeitung gelesen habe, da hat bestimmt das Profil nicht
> gelangt, der mag ja offensichtlich falsch sein.

Leider ist dieser Irrglaube anscheinend kaum auszurotten. Letzten
Sommer traf ich auf meiner Radtour in Spanien eine Radfahrerin,
die mit einem MTB mit extremen Grobstollenreifen auf Tour war.
Sie fuhr ausschliesslich auf asphaltierten Strassen und hatte
die Stollenreifen nur, weil sie glaubte, dass sie im Regen
helfen wuerden. Mit meinen Slicks muesse ich doch bei Regen
sehr rutschen.
Da dies fast alle Radfahrer glauben, und die Hersteller
entsprechend dem Glauben der Kaeufer produzieren, sind Slicks so
schwer zu bekommen, obwohl sie fuer Alltagsfahrer und Tourenfahrer
fast immer die beste Wahl waeren. Fast alle Alltagsfahrer fahren
stattdessen mit Reifen mit voellig nutzlosem Pseudoprofil, das im
guenstigsten Fall nichts bewirkt und nur den Rollwiderstand etwas
erhoeht. Manche Profile, wie zum Beispiel ein stark erhoehter
Mittelstreifen (z.B. Panaracer Pasela 37-622) erhoehen nicht nur den
Rollwiderstand, sondern verschlechtern auch noch das Lenkverhalten auf
Plattenwegen und Pflasterstrassen, weil der Mittelstreifen auf solchen
Strassen oft in Ritzen einfaedelt.
Schmale Slicks fuer Rennraeder sind ja noch einigermassen
verbreitet. Aber in den Groessen 32-622 und 37-622, was meiner
Meinung nach die interessantesten Groessen fuer Alltagsraeder
und schwer beladene Tourenraeder sind, ist es schwierig.

> Aber ist damit die eigentliche Frage beantwortet?

War ja gar keine Frage.

> Lassen wir mal beiseite, daß klares Wasser auf Asphalt oder Beton
> keines Profils bedarf, und daß sich Stollenreifen in lockerem
> Untergrund festbeißen können. Aber was ist mit dem ganzen Spektrum
> dazwischen? Von trockenem Schnee kann ich aus eigener Erfahrung noch
> beisteueren, daß (fast) profillose Reifen da genau so viel oder wenig
> rutschen wie solche mit dem üblichen Profil.

Bei mir genauso. Am Sonntag fuhr ich ueber den Konsei Pass (2024 m)
auf festgefahrener, recht griffiger, Schneedecke mit Tioga City
Slicker 32-622 Reifen. Ging ziemlich problemlos. Mit einem typischen
"Alltagsreifenpseudoprofil" geht so etwas kein bisschen besser.

> Und bei Eis kann ich es
> mir selber zusammenreimen, daß ein Profil da nichts nützt.

Auf Eis helfen nur Spikes.

> Aber was
> ist mit der Öl/Staub-Schmiere, die nach dem ersten Regen die Straßen
> überzieht? Was ist mit nassen Blättern, mit trockenen oder feuchten
> "wassergebundenen" Decken, womit man mit Vorliebe Radwegebenutzer
> beglückt? Was ist mit Spuren von rollfähigem Material (Sand, Kies) auf
> der Straße?
>
> Hilft ein Profil, wie es die meisten normalen Fahrradreifen haben, da
> etwas?

Nein. Sonst haette mir doch ein Unterschied zwischen neuen Schwalbe


Marathon und glattgefahrenen auf solchen Untergruenden auffallen
muessen. Nach etwa 7000 bis 8000 km (Hinterrad) ist bei mir das Profil
eines Marathon komplett weg, es ist dann ein Slick. Der Reifen ist
dann noch lange nicht am Ende ich konnte meist bis weit ueber 10000 km
damit weiterfahren, manchmal bis 15000 km bis ich rundum auf dem
Gewebe fuhr. Irgendwelche Unterschiede im Fahrverhalten verglichen
mit einem Neureifen auf den Untergruenden die Du aufzaehlst sind mir
dabei nie aufgefallen.

> Oder andersherum gefragt, bei welchem Untergrund hat ein


> solches Profil überhaupt erkennbare Vorteile?

Ich wuesste keinen. Auf richtig weichem Untergrund wie Matsch oder
manche Arten Schnee ist ein solches Profil sicher viel zu wenig um
wesentliche Vorteile zu haben.

Hans-Joachim Zierke

unread,
May 8, 1996, 3:00:00 AM5/8/96
to

Wolfgang Strobl schrieb am 06.05.96:


> Das Problem bei dieser immer nach gleichem Muster ablaufenden

> Diskussion (ähnliche Beispiele gibt's aber auch in Diskussionen über

> Rahmenbauformen und Kurvenfahrtechnik) besteht darin, daß bei aller


> durchause verständlichen diebischen Freude, die den technisch gut
> informierten Besserwisser überfällt, wenn mal wieder so ein armes
> Würstchen wie erwartet (und erhoffe?) in eines der Fettnäpfchen
> getreten ist, eines meist übersehen wird: das hat der Fragesteller
> vermutlich gar nicht wissen wollen, da hat er gar nicht hingewollt.


Die geäußerte Behauptung ist, wegen der ständigen Wiederholung, der einzige
Grund, warum Reifenhersteller schlechte Reifen produzieren. Es ist nicht
so, daß es an den Ingenieuren läge. Reifenfirmen wollen Reifen verkaufen.

> Aber was ist mit dem ganzen Spektrum
> dazwischen? Von trockenem Schnee kann ich aus eigener Erfahrung noch
> beisteueren, daß (fast) profillose Reifen da genau so viel oder wenig

> rutschen wie solche mit dem üblichen Profil. Und bei Eis kann ich es
> mir selber zusammenreimen, daß ein Profil da nichts nützt. Aber was


> ist mit der Öl/Staub-Schmiere, die nach dem ersten Regen die Straßen
> überzieht? Was ist mit nassen Blättern, mit trockenen oder feuchten
> "wassergebundenen" Decken, womit man mit Vorliebe Radwegebenutzer
> beglückt? Was ist mit Spuren von rollfähigem Material (Sand, Kies) auf
> der Straße?


Es gibt zwei Arten der Haftung. Haftung auf Molekularebene, Haftung durch
Verzahnung. Auf Asphalt und ähnlichen festen Belägen wird die maximal
mögliche Verzahnung durch die Oberflächenrauhheit des Asphalts hergestellt,
genau andersherum also, als es einige vermuten, Schmiere hin oder her.
Asphalt ist unter dem Mikroskop nämlich weit rauher als jedes
Diamantprofil.

Profil hilft immer dann, wenn Du, hinter dem Rad hergehend, eine
Veränderung der Oberfläche feststellen kannst.


Was Naßhaftungswerte tatsächlich deutlich verschlechtert, sind rußfreie
(=farbige) Reifen.


hajo


--
romantik. die zärtlichkeit und der mord. der wannsee hatte so was.
die raphaelitischen hände, zum hinhaltenden würgen wie geschaffen.

Jobst Brandt

unread,
May 9, 1996, 3:00:00 AM5/9/96
to

Michael Wimmer schreibt:

> Slicks auf der Strasse sind gar nicht mal so schlecht. Man muss halt
> nur aufpassen, dass man die Kurven nicht zu stark anschneidet.

Ich verstehe nicht was Du damit andeuten willst. Meinst Du Slicks
haben grundsaetzlich schlechtere Bodenhaftung oder nicht? Darum geht
es doch eigendlich. Dass man Kuven nicht "zu stark anschneiden" soll,
ist allgemein klar, aber in diesem Zusammenhang koennte man meinen
Slicks waeren bei Naesse, unter allen Reifen, besonders benachteiligt.

> Ansonsten bringen die Teile echte Vorteile, wenn man beim Fahren auf
> die aus der Physik bekannten und ebenso verhassten Reibungsverlusste
> bedacht ist. Und wenn es mit dem Gleichgewicht nicht gleich klappt
> - UeBEN, UeBEN, und spaeter (nach dem dreimonatigem
> Krankenhausaufenthalt) WEITERUeBEN!

Welche "bekannten und ebenso verhassten Reibungsverlusste" sind diese?
Beim Abrollen ist die interne Walkarbeit im Gummi der groesste verlust.
Welche Verlueste meinst Du?

> Bei Veletzungen, die bei durch diesen Brief angeregten Fahradfahrern
> entstehen, uebernehme ich keine HAFTUNG:

Die BodenHAFTUNG Deiner Erklaerung ist nicht rutschfest so wie ich das
verstehe. Dein Krankenhausbesuch macht ueberhaut keinen Sinn. Ich
glaube Hajo hat es praezise un konkret erklaert.

Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>

Martin Eller

unread,
May 9, 1996, 3:00:00 AM5/9/96
to

Hi Wolfgang,
WS>Aber was ist mit der Öl/Staub-Schmiere, die nach dem ersten Regen die
WS>Straßen überzieht? Was ist mit nassen Blättern, mit trockenen oder
WS>feuchten "wassergebundenen" Decken, womit man mit Vorliebe
WS>Radwegebenutzer beglückt? Was ist mit Spuren von rollfähigem Material
WS>(Sand, Kies) auf der Straße?
dazu muß ich etwas schreiben. In meiner Stadt gibt es einen sehr steilen mit
Kopfsteinpflaster, teilweise mit Bitumen geflickten Weg. Straße kann man dazu
kaum sagen. Meistens fahre ich in der Stadt, deswagen habe ich bei mir den
Corratec Diamand Slick aufgezogen. Mit dem Reifen bin ich sehr zufrieden. Wenn
ich ins Gelände fahre tausche ich das Hinterrad aus und fahre hinten einen
Corratec Diamand Grip. Nun zum Betreff. Ich fahre bei einsezendem Regen da so
bei einer Baustelle vorbei und plötzlich, vorn war die Luft heraus. Die Ursache
war ein Blechdreieck aus Kupfer, auf jeden Fall war in den Slick ein 5mm großer
Schnitt. Ich trug mein Fahrrad zum nächsten Fahrradgeschäft und mußte mir einen
Schwalbereifen kaufen. Er war schwarz und stark profiliert. Ich zog ihn vorn
auf. Was für ein Unterschied. In der einen Kurve rutschhte ich vorn weg - ich
konnte mich geraden noch abfangen. Mit dem Slick wäre ich da nicht an der
Grenze gewesen. Am nächsten Tag fuhr ich zu meinen PC-Händler, ich benutzte den
steilen Weg und fuhr ihn wie gewohnt. Dann bremste ich ab, mein Vorderrad
blockierte. Sch... Reifen. Ich montierte ihn später nach hinten, denn vorn war
er nicht auszuhalten. ;-) Nach schon 500 km war er abgefahren. Den Corratec
fahre ich nun schon seit 2800 km.
Es hängt wahrscheinlich sehr viel von der Gummimischung ab und nicht vom
Profil.
WS>Hilft ein Profil, wie es die meisten normalen Fahrradreifen haben, da
WS>etwas? Oder andersherum gefragt, bei welchem Untergrund hat ein
WS>solches Profil überhaupt erkennbare Vorteile?
Das Profil nicht - die Mischung!!

Tschau
Martin

Minnie 0.999b/DPMI/00D61A03

Klaus Fischer

unread,
May 11, 1996, 3:00:00 AM5/11/96
to

Hallo Mike,

fab...@zeus.ph1.Uni-Koeln.DE meinte am 09.05.96
zum Thema "Slicks auf nasser Fahrbahn":

MF> Uebrigens: In dem Buch von Schieferdecker und Schumacher von 1900,
MF> das als Nachdruck wieder neuaufgelegt wurde (ich glaube Herausgeber
MF> "Lessing", Titel "Fahrradkultur") steht ueber Reifenprofil
MF> in etwa folgendes (aus der Erinnerung zitiert):
MF>
MF> "Neuerdings werden auch Reifen mit Profil angeboten. Das hilft
MF> aber nur sehr wenig".

Ich kann das überhaupt nicht finden, nur

"Dieser Mantel ist [...] mit verschieden geformten Rauhigkeiten, z. B.
Riefen, auf der Oberfläche versehen, um ein Ausgleiten auf der Straße zu
verhüten." (S. 65)

Es finden sich einige Abbildungen von (schwach) profilierten Reifen, die
aber nicht in Bezug auf das Profil kommentiert sind.

Grüße Klaus

Henrik Hempelmann

unread,
May 13, 1996, 3:00:00 AM5/13/96
to

>WS>Aber was ist mit der Öl/Staub-Schmiere, die nach dem ersten Regen die
>WS>Straßen überzieht? Was ist mit nassen Blättern, mit trockenen oder
>WS>feuchten "wassergebundenen" Decken, womit man mit Vorliebe
>WS>Radwegebenutzer beglückt? Was ist mit Spuren von rollfähigem Material
>WS>(Sand, Kies) auf der Straße?

Ein Vorteil von Reifen mit Profil kann man aber nur schwer leugnen:
die Slicks am Vorderrad haben bei feuchtem Untergrund (regennasse Straße)
mir immer die Suppe in die Schuhe geschaufelt.
Mit dem neuen Profilreifen (City Marathon, 28-622) bleiben die Fuesse
jetzt auch ohne Pampers viel trockener.

Henrik
--
Henrik Hempelmann ma...@palumbia.in-berlin.de (NeXT/MIME/PGP-Mail)
http://home.pages.de/~marsu/
>> Why should I tidy my room, when the whole world is in a mess ??? <<

Jobst Brandt

unread,
May 13, 1996, 3:00:00 AM5/13/96
to

Henrik Hempelmann schreibt:

> Ein Vorteil von Reifen mit Profil kann man aber nur schwer leugnen:
> die Slicks am Vorderrad haben bei feuchtem Untergrund (regennasse
> Straße) mir immer die Suppe in die Schuhe geschaufelt. Mit dem
> neuen Profilreifen (City Marathon, 28-622) bleiben die Fuesse jetzt
> auch ohne Pampers viel trockener.

Bist Du sicher, dass das nicht Deine Einbildung ist? Wenn ich ein
glatten und ein profilierten Reifen ins Wasser tunke, welcher haellt
mehr Wasser? Es scheint mir jedenfalls der profilierter, denn schon die
groessere Flaeche allein traegt mehr Wasser waerend kleine Ritze sogar
kapilar Wasser noch zusaetzlich tragen. Irgenwie leuchtet mir das
nicht ein. Dabei kommt mir in meiner Erfahrung das Gegenteil vor.

Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>

Mike Fabian

unread,
May 14, 1996, 3:00:00 AM5/14/96
to

(Klaus Fischer) writes:

> fab...@zeus.ph1.Uni-Koeln.DE meinte am 09.05.96
> zum Thema "Slicks auf nasser Fahrbahn":
>
> MF> Uebrigens: In dem Buch von Schieferdecker und Schumacher von 1900,
> MF> das als Nachdruck wieder neuaufgelegt wurde (ich glaube Herausgeber
> MF> "Lessing", Titel "Fahrradkultur") steht ueber Reifenprofil
> MF> in etwa folgendes (aus der Erinnerung zitiert):
> MF>
> MF> "Neuerdings werden auch Reifen mit Profil angeboten. Das hilft
> MF> aber nur sehr wenig".
>
> Ich kann das überhaupt nicht finden, nur

Ich habe das Buch hier leider nicht zur Hand und kann die Stelle daher
nicht suchen.

> "Dieser Mantel ist [...] mit verschieden geformten Rauhigkeiten, z. B.
> Riefen, auf der Oberfläche versehen, um ein Ausgleiten auf der Straße zu
> verhüten." (S. 65)

Wie geht's denn weiter? Kommt da nicht noch ein Kommentar hinterher
ueber den geringen Erfolg dieses Versuchs das "Ausgleiten zu
verhueten"?

Wolfgang Strobl

unread,
May 14, 1996, 3:00:00 AM5/14/96
to

ma...@cs.tu-berlin.de (Henrik Hempelmann) wrote:

>>WS>Aber was ist mit der Öl/Staub-Schmiere, die nach dem ersten Regen die
>>WS>Straßen überzieht? Was ist mit nassen Blättern, mit trockenen oder
>>WS>feuchten "wassergebundenen" Decken, womit man mit Vorliebe
>>WS>Radwegebenutzer beglückt? Was ist mit Spuren von rollfähigem Material
>>WS>(Sand, Kies) auf der Straße?

>Ein Vorteil von Reifen mit Profil kann man aber nur schwer leugnen:


>die Slicks am Vorderrad haben bei feuchtem Untergrund (regennasse Straße)
>mir immer die Suppe in die Schuhe geschaufelt.
>Mit dem neuen Profilreifen (City Marathon, 28-622) bleiben die Fuesse
>jetzt auch ohne Pampers viel trockener.

Das wundert mich. Ich hatte bislang den Eindruck, daß die Profile
erheblich mehr Wasser transportieren können als eine glatte
Gummifläche. Grund: die benetzte Oberfläche ist größer.


Martin Trautmann

unread,
May 14, 1996, 3:00:00 AM5/14/96
to

In article <DrDBt...@hpl.hp.com>, jbr...@hpl.hp.com (Jobst Brandt) wrote:

> Henrik Hempelmann schreibt:


>
> > Ein Vorteil von Reifen mit Profil kann man aber nur schwer leugnen:
> > die Slicks am Vorderrad haben bei feuchtem Untergrund (regennasse
> > Straße) mir immer die Suppe in die Schuhe geschaufelt. Mit dem
> > neuen Profilreifen (City Marathon, 28-622) bleiben die Fuesse jetzt
> > auch ohne Pampers viel trockener.
>

> Bist Du sicher, dass das nicht Deine Einbildung ist? Wenn ich ein
> glatten und ein profilierten Reifen ins Wasser tunke, welcher haellt
> mehr Wasser? Es scheint mir jedenfalls der profilierter, denn schon die
> groessere Flaeche allein traegt mehr Wasser waerend kleine Ritze sogar
> kapilar Wasser noch zusaetzlich tragen. Irgenwie leuchtet mir das
> nicht ein. Dabei kommt mir in meiner Erfahrung das Gegenteil vor.

Vielleicht gibt der profilierte Reifen erst im Schutzblech-Bereich wieder
das Wasser frei, während der Slick sofort abzentrifugiert und damit genau
in die Schuhe trifft?

Martin

Jobst Brandt

unread,
May 14, 1996, 3:00:00 AM5/14/96
to

Martin Trautmann schreibt:

> Vielleicht gibt der profilierte Reifen erst im Schutzblech-Bereich wieder
> das Wasser frei, während der Slick sofort abzentrifugiert und damit genau
> in die Schuhe trifft?

Vielleicht? Vielleicht ist der Mond auch nur eine Scheibe Emmentaler.

Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>

Henrik Hempelmann

unread,
May 15, 1996, 3:00:00 AM5/15/96
to

jbr...@hpl.hp.com (Jobst Brandt) writes:

>Martin Trautmann schreibt:

>> Vielleicht gibt der profilierte Reifen erst im Schutzblech-Bereich wieder
>> das Wasser frei, während der Slick sofort abzentrifugiert und damit genau
>> in die Schuhe trifft?

>Vielleicht? Vielleicht ist der Mond auch nur eine Scheibe Emmentaler.

Kwatsch, der Mond besteht ausschlieslich aus "cheddar cheese"!

Norbert Perk

unread,
May 15, 1996, 3:00:00 AM5/15/96
to

Hallo,

t>Vielleicht gibt der profilierte Reifen erst im Schutzblech-Bereich
t>wieder das Wasser frei, während der Slick sofort abzentrifugiert und
t>damit genau in die Schuhe trifft?
Ich habe einen kleinen Gummilappen unten am Schutzblech, der das Problem
bestens löst.

Jan Duensing

unread,
May 15, 1996, 3:00:00 AM5/15/96
to

Hallo Jobst,

JB>Bist Du sicher, dass das nicht Deine Einbildung ist? Wenn ich ein
JB>glatten und ein profilierten Reifen ins Wasser tunke, welcher haellt
JB>mehr Wasser? Es scheint mir jedenfalls der profilierter, denn schon
JB>die groessere Flaeche allein traegt mehr Wasser waerend kleine Ritze
JB>sogar kapilar Wasser noch zusaetzlich tragen. Irgenwie leuchtet mir
JB>das nicht ein. Dabei kommt mir in meiner Erfahrung das Gegenteil vor.

Prinzipiell gebe ich Dir Recht. Aber etwas möchte ich Dir dabei doch zu
bedenken geben: Wieso baut man in Schwimmer für Wasserflugzeuge Stufen zum
abreißen des Wassers? Ich weiß nicht, ob Du schonmal die Schwimmer eines
Wasserflugzeuges genau von unten betrachtet hast. Die Form, die ein derartiger
Körper zum Gleiten auch bei hohen Geschwindigkeiten (Startgeschwindigkeit)
benötigt, ist uns allen klar. Aber so sehen die Schwimmer nicht aus. Ca. in der
Mitte ist eine deutliche scharfe Stufe, das Profil geht erst nach einer
deutlichen Verjüngung weiter. Ohne diese Stufe würde der Schwimmer am Wasser
kleben bleiben und nicht freigeben. Ich kenne Modelle, die ohne Stufe nicht vom
(Glatt-) Wasser wegkommen, wärend eine Stufe die Startgeschwindigkeit um über
20km/h reduziert. Die Abreißkante macht es. Ob das nun evtl. bei Reifen so
ähnlich ist weiß ich nicht. Ich könnte mir den beschriebenen Effekt allerdings
auch allein deshalb vorstellen, weil der Slick schmaler ist und so nicht so nah
am Schutzblech liegt und mehr vorbeigeht. ;=)

Gruß Jan

Klaus Fischer

unread,
May 15, 1996, 3:00:00 AM5/15/96
to

Kommentar zu FABIAN.96M...@zeus.ph1.Uni-Koeln.DE
Hallo Mike,

Du meintest am 14.05.96 um 03:57 zum Thema "Slicks auf nasser Fahrbahn" im
Brett /MAUS/de.rec.fahrrad:

MF> Wie geht's denn weiter? Kommt da nicht noch ein Kommentar hinterher
MF> ueber den geringen Erfolg dieses Versuchs das "Ausgleiten zu
MF> verhueten"?

Nein, nichts dergleichen. Ich habe nur den Abschnitt über REifen nochmal
durchgesehen und nichts weiter gefunden. Da das buch thematisch sauber
gegliedert ist, glaube ich auch nicht, daß an anderer Stelle etwas dazu
steht.

Grüße Klaus

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