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Vorschläge Reiserad gesucht

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Jens Nattbock

unread,
Jan 8, 2017, 1:06:24 PM1/8/17
to
Guten Tag,
Das alte Reiserad ist nach >25 Jahren täglicher Nutzung wirklich am
Ende. Genauer genommen ist der Rahmen am Ende (Rost, Innengewinde und
Gewinde Steuerrohr abgenutzt), fast alle anderen Teile sind in der Zeit
ein- oder mehrfach ausgetauscht worden.
Nun soll ein neues Reiserad her. Zielvorstellung ist ein Randonneur mit
CroMo Stahlrahmen, ordentlich gemufft, 28" Laufräder, Kettenschaltung,
Schalthebeln, die bei Stürzen nichts abbekommen und auch nicht im Wege
sind (also keine kombinierten Brems-/Schalthebel und auch keine
Lenkerendschalthebel, am liebsten klassische Rahmenschalthebel).
Schon die richtige Richtung wäre so etwas
http://www.patria.net/fahrraeder/reise/randonneur-zona-veredelter-randonneur/
, wenn da nur nicht diese unendlich hässliche Strebe an den linken
Ausfallenden wäre.
Ferner würde ich eine Cantilever-Bremse einer Scheibenbremse vorziehen,
weil ich es gern einfach (und überall) reparierbar halte. Ersatz für
eine kaputte Cantilever findet man wahrscheinlich auf der halben Welt
leichter als für eine defekte Scheibenbremse. Dem gegenüber steht
natürlich die Abnutzung der Felgen durch Cantibremsen.
Aufbau aus Einzelteilen wäre auch kein Problem, wenn es irgendwo den
passenden Rahmen gibt.
Freue mich über Hinweise auf derartige Räder oder Rahmen.
Jens

Bernhard Kraft

unread,
Jan 8, 2017, 3:37:32 PM1/8/17
to
Am 08.01.2017 um 19:06 schrieb Jens Nattbock:

> Nun soll ein neues Reiserad her. Zielvorstellung ist ein Randonneur mit
> CroMo Stahlrahmen, ordentlich gemufft, 28" Laufräder, Kettenschaltung,
> Schalthebeln, die bei Stürzen nichts abbekommen und auch nicht im Wege
> sind (also keine kombinierten Brems-/Schalthebel und auch keine
> Lenkerendschalthebel, am liebsten klassische Rahmenschalthebel).

Ich habe ein Norwid-Randonneur mit einem Rahmen ohne Muffen. Das fand
ich schicker als die Muffen, war aber auch um einiges teurer. Natürlich
kriegt man bei Norwid auch gemuffte Rahmen.

Im Vergleich zu historischen Stahlrahmen aus den 80ern/90ern ist dieser
Rahmen wesentlich verwindungssteifer. Da wackelt auch nicht viel, wenn
man mit Gepäck unterwegs ist. Der Tubus Cargo hilft dabei natürlich auch.

Übrigens wäre ich bereit den Rahmen und/oder das komplette Rad zu
verkaufen. Die Teile sind allerdings nicht ganz dein Fall. Mini V-Brakes
und 105er Schembshebel. Die übrigens (wie auch das ganze Rad) einen
schweren Sturz gut überlebt haben. Wenn du größer bist als 1.80m wird
dir der Rahmen aber zu klein sein.

Bei Norwid kann man auch so schicke Sachen kriegen wie ein Turbus Cargo
und Lowrider in Rahmenfarbe. Das habe ich auch gleich mitbestellt. Wobei
wir bei der Farbe sind. Blau muss man auch mögen :-).

Das Fahrrad hat mir seit 2012 gute Dienste geleistet, ist mir aber für
mein Alter und Trainingszustand zu "sportlich". Ich werde mir vielleicht
lieber ein Rad mit Elektromotor besorgen. Wahrscheinlich aber auch erst
in ein paar Jahren, je nach dem wann sich ein Käufer findet oder jemand
im Familien- oder Bekanntenkreis das Ding übernimmt.


Ralph Angenendt

unread,
Jan 9, 2017, 5:30:30 AM1/9/17
to
Well, Martin Τrautmann <t-us...@gmx.net> wrote:
> https://www.fahrradmanufaktur.de/de/katalog/expedition-2017/tx-randonneur

Der ist selbst mir vom Rahmen her zu lang. Und ich habe einen relativ
langen Oberkörper bei kurzen Beinen.

Mein momentanes Rad (Pelago Stavanger) empfehle ich nicht, da sowohl
Schremshebel als auch Scheibenbremsen vorhanden sind und der Rahmen
keinerlei Aufnahmen für ein anderes Brems- oder Schaltsystem hat.

Ralph
--
His goal in life was to be an echo

Thomas Scharkowski

unread,
Jan 9, 2017, 7:38:57 AM1/9/17
to
Ich fahre seit 12 Jahren ein Hardo Wagner und bin sehr zufrieden.
http://www.hardo-wagner.de/
Leider keine besonders aussagekräftige Webseite. :-)
Am besten mal Herrn Pfeiffer anrufen.
"Die Marke Hardo Wagner wurde von Hardo Wagner aus Norddeutschland
begründet, der hochwertige Fahrräder selber entwarf und in Kleinserien
fertigte. Die Rahmen und Gabeln wurden aus CroMo gemufft und gelötet.
Sie sind mit Gewinden zur Montage von Schutzblechen, Gepäckträger,
Dynamo und drei Flaschenhaltern ausgestattet. Von der Geometrie her
liegt der Rahmen im Bereich Trekking/Randoneur.
Markenzeichen ist ein geschwungenes "W", welches vorne am Steuerrohr in
Sterlingsilber aufgelötet wird und nach dem Pulverbeschichten wieder
freigeschliffen wird.
Diese Marke wurde von der Firma Ferrotec aufgekauft. Ferrotec ließ die
Rahmen anfangs in Tschechien bei Fort löten. Wegen Problemen mit der
Qualität wurde die Fertigung der Rahmen und Gabeln wenige Jahre nach
der Jahrtausendwende nach Italien verlagert.
Die Firma Ferrotec bekommt die rohen Rahmen aus Italien und lötet
selbst noch Gewindehülsen an. Danach werden die Rahmen außer Haus
pulverbeschichtet.
Der Kunde kann je nach Wunsch montagefertige Rahmen kaufen, aber auch
halbfertige oder fertige Räder. "


Thomas Scharkowski

unread,
Jan 9, 2017, 7:51:28 AM1/9/17
to
"Die Marke..." zitiert von http://www.fahrradmonteur.de/Hardo_Wagner

Da gibt es ein paar mehr Informationen:
http://www.rad-spannerei.de/hardo-wagner-raeder.php

Ich fahre übrigens den 26" Trekking-Rahmen.


Gerald E:scher

unread,
Jan 9, 2017, 9:40:56 AM1/9/17
to
Am 08.01.17 um 19:06 schrieb Jens Nattbock:
>
> Das alte Reiserad ist nach >25 Jahren täglicher Nutzung wirklich am
> Ende. Genauer genommen ist der Rahmen am Ende (Rost, Innengewinde und
> Gewinde Steuerrohr abgenutzt), fast alle anderen Teile sind in der Zeit
> ein- oder mehrfach ausgetauscht worden.
> Nun soll ein neues Reiserad her. Zielvorstellung ist ein Randonneur mit
> CroMo Stahlrahmen, ordentlich gemufft,

Wozu Stahl? Dass der Rahmen wieder rostet, weniger steif ist und du
geringere Auswahl hast?

> 28" Laufräder, Kettenschaltung,
> Schalthebeln, die bei Stürzen nichts abbekommen und auch nicht im Wege
> sind (also keine kombinierten Brems-/Schalthebel und auch keine
> Lenkerendschalthebel, am liebsten klassische Rahmenschalthebel).

Aktuelle Bremsschalthebel sind nicht im Weg und insbesonders die von
Campa kaum exponierter als normale Bremshebel.

> Schon die richtige Richtung wäre so etwas
> http://www.patria.net/fahrraeder/reise/randonneur-zona-veredelter-randonneur/
> , wenn da nur nicht diese unendlich hässliche Strebe an den linken
> Ausfallenden wäre.

Diese bei der schwächlichen Sattelstrebe aus Stahl anscheinend für
Scheibenbremsen nötige Verstrebung dürfte bei deren Rahmen für
Felgenbremsen ohnehin nicht vorhanden sein.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Bernhard Kraft

unread,
Jan 9, 2017, 10:37:27 AM1/9/17
to
Martin Τrautmann <t-us...@gmx.net> wrote:
> On Sun, 8 Jan 2017 19:06:23 +0100, Jens Nattbock wrote:
>> Nun soll ein neues Reiserad her. Zielvorstellung ist ein Randonneur mit
>> CroMo Stahlrahmen, ordentlich gemufft, 28" Laufräder, Kettenschaltung,
>> Schalthebeln, die bei Stürzen nichts abbekommen und auch nicht im Wege
>> sind (also keine kombinierten Brems-/Schalthebel und auch keine
>> Lenkerendschalthebel, am liebsten klassische Rahmenschalthebel).
>
> Oh, so klassisch. Dann gleich 'nen gebrauchten Renner suchen und

Würde ich von abraten, wenn ich regelmäßig mit viel Gepäck unterwegs wäre.
Diese Rahmen sind dafür nicht gebaut und sie fangen an zu flattern.

Bernhard Kraft

unread,
Jan 9, 2017, 10:47:33 AM1/9/17
to
Gerald E:scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Am 08.01.17 um 19:06 schrieb Jens Nattbock:
>>
>> Das alte Reiserad ist nach >25 Jahren täglicher Nutzung wirklich am
>> Ende. Genauer genommen ist der Rahmen am Ende (Rost, Innengewinde und
>> Gewinde Steuerrohr abgenutzt), fast alle anderen Teile sind in der Zeit
>> ein- oder mehrfach ausgetauscht worden.
>> Nun soll ein neues Reiserad her. Zielvorstellung ist ein Randonneur mit
>> CroMo Stahlrahmen, ordentlich gemufft,
>
> Wozu Stahl? Dass der Rahmen wieder rostet, weniger steif ist und du
> geringere Auswahl hast?
>

Einen Stahlrahmen würde ich nie wieder kaufen. Ich habe ihn mir vom Händler
aufschwatzen lassen, weil ich glaubte einen maßgeschneiderten Rahmen haben
zu müssen. Ich wusste nicht um das gute Angebot an Randonneurs mit
Alu-Rahmen Bescheid.

Für einen Rahmen mit vergleichbaren Eigenschaften habe ich zu viel Geld
bezahlt und muss noch dazu noch höheres Gewicht mit mir rumschleppen. Und
das alles, obwohl ich hier regelmäßig Gerald Eischer lesen :-(.

Das Geld hätte ich besser in einen SON oder in Scheibenbremsen investiert.

Harald Meyer

unread,
Jan 9, 2017, 1:29:06 PM1/9/17
to
Am 08.01.2017 19:06:23 +0100 meinte Jens Nattbock:

>Das alte Reiserad ist nach >25 Jahren täglicher Nutzung wirklich am
>Ende. Genauer genommen ist der Rahmen am Ende (Rost, Innengewinde und
>Gewinde Steuerrohr abgenutzt),
^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Ein Steuerrohr mit Innengewinde? Oder doch nur ein Gewindegabelschaft,
der bei teuren Gabeln durchaus ersetzt werden könnte. Ersatzgabeln mit
Lowriderösen und Ösen an den Ausfallenden gibt es in diversen Mustern.

>fast alle anderen Teile sind in der Zeit
>ein- oder mehrfach ausgetauscht worden. Nun soll ein neues Reiserad her.
>Zielvorstellung ist ein Randonneur mit CroMo Stahlrahmen, ordentlich gemufft,

Bist DU in der Lage "ordentlich gemufft" von "unordentlich gemufft" zu
unterscheiden? Pfusch lässt sich unter Muffen noch am einfachsten...
Wenn schon CrMo-Stahlrahmen, dann ist WIG-geschweißt, oder fillet
brazed IMHO die ehrlichere und empfehlenswertere Methode. Dem Rost
wirst du aber nur mit 'ner guten Hohlraumkonservierung entgegenwirken.

>Ferner würde ich eine Cantilever-Bremse einer Scheibenbremse vorziehen,
>weil ich es gern einfach (und überall) reparierbar halte. Ersatz für
>eine kaputte Cantilever findet man wahrscheinlich auf der halben Welt
>leichter als für eine defekte Scheibenbremse.

Cantilever sind IMHO fast ausgestorben und teilweise doch nur noch
antiquarisch verfügbar... Mit Randonneurlenker und Rennbremshebeln
wirst du vielleicht noch auf Cyclocross-Froglegs zugreifen können.
<http://c14-shop.de/parts/bremsen/323/cyclocrossbremse-froglegs-c2>
(Mini-) V-Brakes werden auf Reisen wohl eher aufzutreiben sein. Jm2c.

Beste Grüße -Harald-

--
Sie haben sich auf der Grundlage harter Fakten eine feste Meinung
gebildet? Posten Sie sie doch einfach mal nach de.talk.bizarre. Die
kriegen dort beides wieder weich. [*Stefan Schneider in dtb*]

Joerg

unread,
Jan 9, 2017, 2:10:50 PM1/9/17
to
Ich fahre einen Gazelle Trim Trophy Rahmen aus Reynolds 531 Rohr von
anno 1982. Der hat Schalthebel klassisch am Unterrohr und ich habe das
Rad sofort nach Kauf damals mit Gepaecktraeger ausgestattet:

http://s835.photobucket.com/user/dit_album/media/DSC_0176_zpsdafa295c.jpg.html

Ich fahre regelmaessig mit viel Ladung, teilweise auch offroad oder auf
Lehmpisten. Bepackte Satteltaschen und manchmal ein fettes Fedex-Paket
oben drauf. Flattern tut der Rahmen wie fast alle irgendwann. Bei meinem
geschieht das in unangenehmer Weise etwas oberhalb von 30mph oder
50km/h, also nur bergab. Da muss ich die Haende am Lenker lassen, dann
geht es.

Was Bremsen angeht, waeren mir Scheibenbremsen weit lieber, da sie
wetterunabhaengig funktionieren. Doch man kann nicht alles haben.
Scheibenbremsen halten lange, sogar die an meinem MTB leben nach rund
drei Jahren noch, obwohl wirklich hart rangenommen. Der Pfiff ist, die
kommen auch bei stroemendem Regen sofort und mit voller Kraft. Soll
heissen, wenn dieser Gazelle Rahmen jemals aufgeben sollte, wuerde ich
mir ein Cyclocross-Rad kaufen und dann eines aus Titan. Die haben
Scheibenbremsen und das Ti-MTB meines Kumpels hat sich als
unverwuestlich bewiesen. An "modernen" Rahmen fehlen jedoch die
praktischen Gewindeoesen fuer Gepaecktraeger und dergleichen. Die
Benutzung von Fahrraedern zum Transport ist wohl nicht mehr "in".

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Bernhard Kraft

unread,
Jan 9, 2017, 6:15:39 PM1/9/17
to
Am 09.01.2017 um 20:10 schrieb Joerg:
>
> Ich fahre regelmaessig mit viel Ladung, teilweise auch offroad oder auf
> Lehmpisten. Bepackte Satteltaschen und manchmal ein fettes Fedex-Paket
> oben drauf. Flattern tut der Rahmen wie fast alle irgendwann. Bei meinem
> geschieht das in unangenehmer Weise etwas oberhalb von 30mph oder
> 50km/h, also nur bergab. Da muss ich die Haende am Lenker lassen, dann
> geht es.
>
Bei Alu-Rahmen kenne ich kein flattern. Das kenne ich nur von
Stahlrahmen. Mein Norwid hat das glücklicherweise auch nicht.


>An "modernen" Rahmen fehlen jedoch die
> praktischen Gewindeoesen fuer Gepaecktraeger und dergleichen. Die
> Benutzung von Fahrraedern zum Transport ist wohl nicht mehr "in".
>
Cyclo-Cross-Rahmen mit diesen Gewindeoesen sind in Deutschland
problemlos zu kriegen.

Joerg

unread,
Jan 9, 2017, 6:39:18 PM1/9/17
to
On 2017-01-09 15:15, Bernhard Kraft wrote:
> Am 09.01.2017 um 20:10 schrieb Joerg:
>>
>> Ich fahre regelmaessig mit viel Ladung, teilweise auch offroad oder auf
>> Lehmpisten. Bepackte Satteltaschen und manchmal ein fettes Fedex-Paket
>> oben drauf. Flattern tut der Rahmen wie fast alle irgendwann. Bei meinem
>> geschieht das in unangenehmer Weise etwas oberhalb von 30mph oder
>> 50km/h, also nur bergab. Da muss ich die Haende am Lenker lassen, dann
>> geht es.
>>
> Bei Alu-Rahmen kenne ich kein flattern. Das kenne ich nur von
> Stahlrahmen. Mein Norwid hat das glücklicherweise auch nicht.
>

Moderne RR haben das auch. Hier sogar, obwohl er den Lenker festhaelt:

https://www.youtube.com/watch?v=f7II38di-Js

Kohlefaser soll in Sachen Schwingungen weniger Problem als Metall
bereiten, aber ganz weg sind sie auch nicht:

http://www.slowtwitch.com/Tech/Speed_Wobble_5033.html

Ich wuerde jedoch eh keinen Carbon-Renner wollen und schon gar kein
Carbon-MTB.

>
>> An "modernen" Rahmen fehlen jedoch die
>> praktischen Gewindeoesen fuer Gepaecktraeger und dergleichen. Die
>> Benutzung von Fahrraedern zum Transport ist wohl nicht mehr "in".
>>
> Cyclo-Cross-Rahmen mit diesen Gewindeoesen sind in Deutschland
> problemlos zu kriegen.
>

Hier auch, aber nicht mit Titanrahmen. Das sollte es schon sein, wenn
ich mal ein neues brauche.

Martin Wohlauer

unread,
Jan 10, 2017, 2:16:35 AM1/10/17
to
Am 10.01.2017 um 00:15 schrieb Bernhard Kraft:
> Am 09.01.2017 um 20:10 schrieb Joerg:
>>
>> Ich fahre regelmaessig mit viel Ladung, teilweise auch offroad oder auf
>> Lehmpisten. Bepackte Satteltaschen und manchmal ein fettes Fedex-Paket
>> oben drauf. Flattern tut der Rahmen wie fast alle irgendwann. Bei meinem
>> geschieht das in unangenehmer Weise etwas oberhalb von 30mph oder
>> 50km/h, also nur bergab. Da muss ich die Haende am Lenker lassen, dann
>> geht es.
>>
> Bei Alu-Rahmen kenne ich kein flattern.

Ich schon. Hängt aber auch davon ab, was so alles mit am Rad hängt (und
ggf. auch wo) und wie der Untergrund sich verhält.

Grüßle,

Martin.

Bernhard Kraft

unread,
Jan 10, 2017, 5:09:32 AM1/10/17
to
Am Dienstag, 10. Januar 2017 00:39:18 UTC+1 schrieb Joerg:
> Moderne RR haben das auch. Hier sogar, obwohl er den Lenker festhaelt:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=f7II38di-Js
>
> Kohlefaser soll in Sachen Schwingungen weniger Problem als Metall
> bereiten, aber ganz weg sind sie auch nicht:
>
> http://www.slowtwitch.com/Tech/Speed_Wobble_5033.html
>
> Ich wuerde jedoch eh keinen Carbon-Renner wollen und schon gar kein
> Carbon-MTB.
>
Das erste Video ist wohl in Deutschland nicht verfügbar. Das zweite
ist schon beeindruckend. Man kann den Rahmen durch eine kräftigen
Schlag in Schwingung bringen.

Die Vorbehalte gegenüber Carbon halte ich trotzdem für überholt. Die
Zeit der zweifelhaften Experimente mit diesem Material sind vorbei.
Beim Rennrad ist Carbon der Standard. Alle meine Kumpels fahren Carbon-Renner.
Ich habe noch keine Beschwerden gehört. Sie fahren ein knappes Kilo weniger
die Berge hoch als ich. Sonst kein Unterschied.

Du wirst lachen, ich habe mir sogar ein Carbon-MTB geholt. Es war wohl
ein Ladenhüter bei Rose und stand dort vermutlich zwei Jahre rum bis es
zum Sonderpreis verhökert wurde.

Bis jetzt bin ich begeistert. Ich bin allerdings ein ziemliches Weichei, was
MTB-Fahren betrifft. Meistens nutze ich die Waldstraßen, die auch von den
LKWs benutzt werden, welche das Holz abtransportieren. Da könnte man zur Not
auch noch mit dem Rennrad drauf fahren. Oder ich nutze die Wanderwege im
Siebengebirge, auf denen man auch mit dem Rollstuhl durch käme.

Das einzige Phänomen beim dem MTB ist, dass es singt. Kein Scheiß, es gibt
einen singenden Ton von sich. Ich kann mir nur vorstellen, dass der Ton vom
Wind kommt. Erst habe ich gedacht, dass es die Scheibenbremsen sind. Der
Rahmen verbiegt sich unter Last und dann schleifen die Scheibenbremsen. Das
"Singen" ist aber nie im Wald aufgetreten, wo ich meistens fahre, aber auch
kein Wind ist.

Ich muss mal bei einen windigen Tag bergab (ohne Treten) das Geräusch reproduzieren. Dann bin ich beruhigt.

Chr. Maercker

unread,
Jan 10, 2017, 12:02:38 PM1/10/17
to
Gerald E:scher wrote:
> Wozu Stahl? Dass der Rahmen wieder rostet, weniger steif ist und du
> geringere Auswahl hast?

In der ADFC RadWelt Nr. 6/2016, S.20ff steht übrigens ein Artikel dazu.
Ich zitiere daraus mal einen Satz:
"Dabei sind einfache Standard-Alurahmen nicht unbedingt leichter als
Stahlrahmen, häufig unkomfortabler und nicht so haltbar."

Wurden da evtl. Äpfel mit Birnen aka Qualitätsräder (St) mit Massenware
(Alu) verglichen?
--


CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren

Helmut Springer

unread,
Jan 10, 2017, 1:51:44 PM1/10/17
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>> Cyclo-Cross-Rahmen mit diesen Gewindeoesen sind in Deutschland
>> problemlos zu kriegen.
>
> Hier auch, aber nicht mit Titanrahmen.

Wie meistens liegst Du falsch, zB http://habcycles.com/cross.html

--
Best Regards
helmut springer panta rhei

Joerg

unread,
Jan 10, 2017, 3:20:27 PM1/10/17
to
On 2017-01-10 02:09, Bernhard Kraft wrote:
> Am Dienstag, 10. Januar 2017 00:39:18 UTC+1 schrieb Joerg:
>> Moderne RR haben das auch. Hier sogar, obwohl er den Lenker
>> festhaelt:
>>
>> https://www.youtube.com/watch?v=f7II38di-Js
>>
>> Kohlefaser soll in Sachen Schwingungen weniger Problem als Metall
>> bereiten, aber ganz weg sind sie auch nicht:
>>
>> http://www.slowtwitch.com/Tech/Speed_Wobble_5033.html
>>
>> Ich wuerde jedoch eh keinen Carbon-Renner wollen und schon gar
>> kein Carbon-MTB.
>>
> Das erste Video ist wohl in Deutschland nicht verfügbar. Das zweite
> ist schon beeindruckend. Man kann den Rahmen durch eine kräftigen
> Schlag in Schwingung bringen.
>
> Die Vorbehalte gegenüber Carbon halte ich trotzdem für überholt. Die
> Zeit der zweifelhaften Experimente mit diesem Material sind vorbei.
> Beim Rennrad ist Carbon der Standard. Alle meine Kumpels fahren
> Carbon-Renner. Ich habe noch keine Beschwerden gehört. Sie fahren ein
> knappes Kilo weniger die Berge hoch als ich. Sonst kein Unterschied.
>

Ich kenne jemanden, dem ist ein Carbon-Renner ohne Vorwarnung im Rahmen
gebrochen und es gab einen ueblen Crash.


> Du wirst lachen, ich habe mir sogar ein Carbon-MTB geholt. Es war
> wohl ein Ladenhüter bei Rose und stand dort vermutlich zwei Jahre rum
> bis es zum Sonderpreis verhökert wurde.
>
> Bis jetzt bin ich begeistert. Ich bin allerdings ein ziemliches
> Weichei, was MTB-Fahren betrifft. Meistens nutze ich die Waldstraßen,
> die auch von den LKWs benutzt werden, welche das Holz
> abtransportieren. Da könnte man zur Not auch noch mit dem Rennrad
> drauf fahren. Oder ich nutze die Wanderwege im Siebengebirge, auf
> denen man auch mit dem Rollstuhl durch käme.
>

Dann muesste es ok sein. Bei haerterer Gangart nicht immer:

https://www.youtube.com/watch?v=5q5eCREqGuo


> Das einzige Phänomen beim dem MTB ist, dass es singt. Kein Scheiß, es
> gibt einen singenden Ton von sich. Ich kann mir nur vorstellen, dass
> der Ton vom Wind kommt. Erst habe ich gedacht, dass es die
> Scheibenbremsen sind.


Dann muesste sich das Geraeusch aendern, wenn Du die Bremshebel leicht
ziehst.


> ... Der Rahmen verbiegt sich unter Last und dann
> schleifen die Scheibenbremsen. Das "Singen" ist aber nie im Wald
> aufgetreten, wo ich meistens fahre, aber auch kein Wind ist.
>
> Ich muss mal bei einen windigen Tag bergab (ohne Treten) das Geräusch
> reproduzieren. Dann bin ich beruhigt.
>

Mein MTB macht inzwischen auch viele Geraeusche. Gewoehnt man sich dran :-)

Sogar das RR, untem vom Tretlager. Die halten bei mir nicht immer lange,
egal ob Markenware oder nicht.

Joerg

unread,
Jan 10, 2017, 3:23:37 PM1/10/17
to
On 2017-01-10 10:51, Helmut Springer wrote:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>>> Cyclo-Cross-Rahmen mit diesen Gewindeoesen sind in Deutschland
>>> problemlos zu kriegen.
>>
>> Hier auch, aber nicht mit Titanrahmen.
>
> Wie meistens liegst Du falsch, zB http://habcycles.com/cross.html
>

Sieh nochmal genauer hin. Am Rad mit Scheibenbremsen sehe ich keine
Montageoesen. CX ohne Scheibenbremsen ist nichts.

Jens Nattbock

unread,
Jan 10, 2017, 4:07:36 PM1/10/17
to
Am 09.01.2017 um 13:32 schrieb Andreas Oehler:
> Sun, 8 Jan 2017 19:06:23 +0100, Jens Nattbock:
>> Schon die richtige Richtung wäre so etwas
>> http://www.patria.net/fahrraeder/reise/randonneur-zona-veredelter-randonneur/
>> , wenn da nur nicht diese unendlich hässliche Strebe an den linken
>> Ausfallenden wäre.
>> Ferner würde ich eine Cantilever-Bremse einer Scheibenbremse vorziehen,
>
> Patria ist sicher eine gute Wahl: Sympatisch flexibler Hersteller, der
> lokal fertigt und Dir gerne auch Sonderwünsche wie
> Unterrohr-Schlathebel-Anlöter realisiert. 28"-Randonneur mit Felgenbremsen
> hat er durchaus im Angebot:
> http://www.velo-ocean.de/vp_images/herstrad/447/rad/maxi/404.jpg
> "Randonneur 28" Ultegra"
Kann das ein Modell aus den Vorjahren sein? Bei Patria finde ich das Rad
so nicht mehr. Alles was in Richtung Randonneur geht, hat diese häßliche
Strebe an den Ausfallenden. Vielleicht rufe ich da einfach mal an.

> Cantis klassischer Art sind so gut wie ausgestorben. Heute würde man eine
> V-Brake mit dazu passenden Bremsgriffen montieren.
Da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Gedacht war natürlich an V-Brakes.
Technisch sehe ich die sehr nah bei den klassischen Cantis und so habe
ich in meinem Sprachgebrauch den alten Namen dafür übernommen.
Jens

Jens Nattbock

unread,
Jan 10, 2017, 4:21:19 PM1/10/17
to
Am 09.01.2017 um 15:40 schrieb Gerald E:scher:
> Am 08.01.17 um 19:06 schrieb Jens Nattbock:
>>
>> Das alte Reiserad ist nach >25 Jahren täglicher Nutzung wirklich am
>> Ende. Genauer genommen ist der Rahmen am Ende (Rost, Innengewinde und
>> Gewinde Steuerrohr abgenutzt), fast alle anderen Teile sind in der Zeit
>> ein- oder mehrfach ausgetauscht worden.
>> Nun soll ein neues Reiserad her. Zielvorstellung ist ein Randonneur mit
>> CroMo Stahlrahmen, ordentlich gemufft,
>
> Wozu Stahl? Dass der Rahmen wieder rostet, weniger steif ist und du
> geringere Auswahl hast?

Weil er über 25 Jahre gehalten hat. Der Rost ist bisher nur ein
optisches Problem. Problemzonen sind das Gewinde auf dem Steuerrohr und
das ausgelutschte Gewinde für das Innenlager. Die letzten Lagerschalen
habe ich vor >3 Jahren mit einem Epoxydharzkleber erfolgreich eingeklebt
(hält perfekt). Ob ich die Lagerschalen bei Bedarf trotz einer dünn
aufgetragenen Trennschicht aber noch mal heraus bekomme ...? Na,
irgendwann ist es gut und deshalb suche ich jetzt ja nach einem neuen
Rahmen.

>
>> 28" Laufräder, Kettenschaltung,
>> Schalthebeln, die bei Stürzen nichts abbekommen und auch nicht im Wege
>> sind (also keine kombinierten Brems-/Schalthebel und auch keine
>> Lenkerendschalthebel, am liebsten klassische Rahmenschalthebel).
>
> Aktuelle Bremsschalthebel sind nicht im Weg und insbesonders die von
> Campa kaum exponierter als normale Bremshebel.

"Im Wege" bezog sich auf Lenkerendschalthebel. Die empfand ich bei
Probefahrten beim Fahren sehr enger Kurven im Alltagsverkehr schon
hinderlich.
Wenn ich mit dem Rad stürze, bekommt der Lenker eigentlich immer was
mit, genauer die Rennbremshebel oder die Lenkerenden. Deshalb möchte ich
da nicht exponiert empfindliche und teure Schalthebel haben. Zudem sind
Rahmenschalthebel einfach konstruiert und fast unverwüstlich.

Jens

Jens Nattbock

unread,
Jan 10, 2017, 4:29:40 PM1/10/17
to
Am 09.01.2017 um 16:35 schrieb Bernhard Kraft:

>> Oh, so klassisch. Dann gleich 'nen gebrauchten Renner suchen und
>
> Würde ich von abraten, wenn ich regelmäßig mit viel Gepäck unterwegs wäre.
> Diese Rahmen sind dafür nicht gebaut und sie fangen an zu flattern.

Mein altes Rad ist so eins, aber es hat auch mit Front- und Backrollern,
Packsack und Lenkertasche nur wenig geflattert. Es gibt aber andere
Nachteile. Der Radstand ist sehr kurz, die Durchlasshöhen sind auf
reisetaugliche Bereifung und zusätzliche Schutzbleche kaum ausgerichtet,
Anlötteile zur Montage von Lowrider und Gepäckträger fehlen.
Seitenzugbremsen müssen wirklich gut eingestellt sein.

Jens

Bernhard Kraft

unread,
Jan 10, 2017, 5:21:21 PM1/10/17
to
Am 10.01.2017 um 21:20 schrieb Joerg:
> On 2017-01-10 02:09, Bernhard Kraft wrote:

> Dann muesste es ok sein. Bei haerterer Gangart nicht immer:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=5q5eCREqGuo
>
Bei "historischen" Rad-Konstruktionen wäre in diesem Falle die Gabel
verbogen. Das kommt davon, wenn man ein einzelnes Teil einer
Konstruktion zu sehr verstärkt. In diesem Falle war es die Federgabel.
Vom Kostenfaktor her ist es nicht so wichtig, ob sich die Federgabel
verbiegt oder der Rahmen bricht, vom Sicherheitsaspekt schon.

Ich kenne das Problem von meinen Systemrädern beim Rennrad, dass hatte
superstabile Speichen bis zum Schluss. Bis der Speichennippel ein Loch
in die Felge gerissen hat. Hier wäre mal ein Speichenbruch weniger
kostspielig gewesen.

Die Komponenten müssen zu einander passen und das Rad zum
Anwendungsfall. Mein Carbon-MTB ist auch kein Fully und deswegen geht es
bergab auch gemächlicher zu.

>
>> Das einzige Phänomen beim dem MTB ist, dass es singt. Kein Scheiß, es
>> gibt einen singenden Ton von sich. Ich kann mir nur vorstellen, dass
>> der Ton vom Wind kommt. Erst habe ich gedacht, dass es die
>> Scheibenbremsen sind.
>
>
> Dann muesste sich das Geraeusch aendern, wenn Du die Bremshebel leicht
> ziehst.
>
Danke für den Tipp. Das tut es nicht. Das stärkt meine Wind These.

Bernhard Kraft

unread,
Jan 10, 2017, 5:29:06 PM1/10/17
to
Am 10.01.2017 um 22:21 schrieb Jens Nattbock:

> optisches Problem. Problemzonen sind das Gewinde auf dem Steuerrohr ...

Erkläre uns doch mal, um was für ein Gewinde es sich handelt. Wenn das
Harald Meyer schon nicht kennt, muss das wirklich ein außergewöhnliches
Ding sein. Und was soll es befestigen?

Bernhard Kraft

unread,
Jan 10, 2017, 5:45:45 PM1/10/17
to
Am 10.01.2017 um 18:02 schrieb Chr. Maercker:
> Gerald E:scher wrote:
>> Wozu Stahl? Dass der Rahmen wieder rostet, weniger steif ist und du
>> geringere Auswahl hast?
>
> In der ADFC RadWelt Nr. 6/2016, S.20ff steht übrigens ein Artikel dazu.
> Ich zitiere daraus mal einen Satz:
> "Dabei sind einfache Standard-Alurahmen nicht unbedingt leichter als
> Stahlrahmen, häufig unkomfortabler und nicht so haltbar."
>
> Wurden da evtl. Äpfel mit Birnen aka Qualitätsräder (St) mit Massenware
> (Alu) verglichen?
>
In Deutschland sind die Billigräder aus Alu. Bei der VSF
Fahrradmanufaktur haben die günstigsten Räder Alu-Rahmen. Stahl fängt
erst bei €1000 an. In den Kaufhäusern stehen jede Menge Billigräder <
€500 herum. Alle mit Alurahmen. So entsteht dann das Gerücht, dass Alu
weniger haltbar sei als Stahl.

Stahl ist was für Schicki-Mickis. Man kann mit viel Aufwand an die
Qualität von Alu kommen, muss das aber auch bezahlen können. Passt also
zu den ADFC-Mitgliedern.

Zum Komfort: Weniger steif bedeutet für mich weniger komfortabel. Wer
bei Stahlgabeln eine Federwirkung spürt, ist ein Esoteriker. Wer es
komfortabler haben will, soll halt eine Federung einbauen.

Kai Teranski

unread,
Jan 10, 2017, 6:22:24 PM1/10/17
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> Wrote in message:
> On 2017-01-09 07:35, Bernhard Kraft wrote:
Bin mir ziemlich sicher, die GentsandLadies bei Merlin machen dir
soviele Gewindeösen wie du möchtest an ihre Rahmen. Die lassen
sich überreden. Mit ganz vielen kleinen bunten Papieren mit dem
Gesicht eines toten Präsidenten drauf.

--
Kai


----Android NewsGroup Reader----
http://usenet.sinaapp.com/

Kai Teranski

unread,
Jan 10, 2017, 6:28:39 PM1/10/17
to
Jens Nattbock <Jens.Nattboc...@arcor.de> Wrote in message:
> Am 09.01.2017 um 13:32 schrieb Andreas Oehler:
>> Sun, 8 Jan 2017 19:06:23 +0100, Jens Nattbock:
>>> Schon die richtige Richtung wäre so etwas
>>> http://www.patria.net/fahrraeder/reise/randonneur-zona-veredelter-randonneur/
>>> , wenn da nur nicht diese unendlich hässliche Strebe an den linken
>>> Ausfallenden wäre.
>>> Ferner würde ich eine Cantilever-Bremse einer Scheibenbremse vorziehen,
>>
>> Patria ist sicher eine gute Wahl: Sympatisch flexibler Hersteller, der
>> lokal fertigt und Dir gerne auch Sonderwünsche wie
>> Unterrohr-Schlathebel-Anlöter realisiert. 28"-Randonneur mit Felgenbremsen
>> hat er durchaus im Angebot:
>> http://www.velo-ocean.de/vp_images/herstrad/447/rad/maxi/404.jpg
>> "Randonneur 28" Ultegra"
> Kann das ein Modell aus den Vorjahren sein? Bei Patria finde ich das Rad
> so nicht mehr. Alles was in Richtung Randonneur geht, hat diese häßliche
> Strebe an den Ausfallenden. Vielleicht rufe ich da einfach mal an.

Die Strebe ist eine Verstärkung, wegen der Scheibenbremse. Beim
Terra ist die z.B. nicht dran. Weil das auch keine Scheibenbremse
hat.

Helmut Springer

unread,
Jan 11, 2017, 4:45:04 AM1/11/17
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>>>> Cyclo-Cross-Rahmen mit diesen Gewindeoesen sind in Deutschland
>>>> problemlos zu kriegen.
>>>
>>> Hier auch, aber nicht mit Titanrahmen.
>>
>> Wie meistens liegst Du falsch, zB http://habcycles.com/cross.html
>>
>
> Sieh nochmal genauer hin.

Im Gegesatz zu Dir habe ich das.

Joerg

unread,
Jan 11, 2017, 11:28:37 AM1/11/17
to
Klar, wenn man das Bankkonto eines Rockefeller hat. Wie hiess es noch?
Mann goennt sich ja sonst nichts :-)

https://www.flickr.com/photos/52940389@N06/9621340262

Joerg

unread,
Jan 11, 2017, 11:40:23 AM1/11/17
to
On 2017-01-10 13:21, Jens Nattbock wrote:
> Am 09.01.2017 um 15:40 schrieb Gerald E:scher:
>> Am 08.01.17 um 19:06 schrieb Jens Nattbock:
>>>
>>> Das alte Reiserad ist nach >25 Jahren täglicher Nutzung wirklich am
>>> Ende. Genauer genommen ist der Rahmen am Ende (Rost, Innengewinde und
>>> Gewinde Steuerrohr abgenutzt), fast alle anderen Teile sind in der Zeit
>>> ein- oder mehrfach ausgetauscht worden.
>>> Nun soll ein neues Reiserad her. Zielvorstellung ist ein Randonneur mit
>>> CroMo Stahlrahmen, ordentlich gemufft,
>>
>> Wozu Stahl? Dass der Rahmen wieder rostet, weniger steif ist und du
>> geringere Auswahl hast?
>
> Weil er über 25 Jahre gehalten hat. Der Rost ist bisher nur ein
> optisches Problem.


Ich biete 35 Jahre. Trotz eines Ozeantransports im Winter, wonach alles
moegliche heftig gerostet hat, keine Roststellen.


> ... Problemzonen sind das Gewinde auf dem Steuerrohr und
> das ausgelutschte Gewinde für das Innenlager. Die letzten Lagerschalen
> habe ich vor >3 Jahren mit einem Epoxydharzkleber erfolgreich eingeklebt
> (hält perfekt). Ob ich die Lagerschalen bei Bedarf trotz einer dünn
> aufgetragenen Trennschicht aber noch mal heraus bekomme ...? Na,
> irgendwann ist es gut und deshalb suche ich jetzt ja nach einem neuen
> Rahmen.
>

Da koennte man vielleicht in einer Dreherei was machen lassen. Bei
meinen Fietsen kommt inzwischen einiges nicht von Fahrradherstellern,
sondern vom lokalen Machine Shop. Die koennen das oft besser.


>>
>>> 28" Laufräder, Kettenschaltung,
>>> Schalthebeln, die bei Stürzen nichts abbekommen und auch nicht im Wege
>>> sind (also keine kombinierten Brems-/Schalthebel und auch keine
>>> Lenkerendschalthebel, am liebsten klassische Rahmenschalthebel).
>>
>> Aktuelle Bremsschalthebel sind nicht im Weg und insbesonders die von
>> Campa kaum exponierter als normale Bremshebel.
>
> "Im Wege" bezog sich auf Lenkerendschalthebel. Die empfand ich bei
> Probefahrten beim Fahren sehr enger Kurven im Alltagsverkehr schon
> hinderlich.
> Wenn ich mit dem Rad stürze, bekommt der Lenker eigentlich immer was
> mit, genauer die Rennbremshebel oder die Lenkerenden. Deshalb möchte ich
> da nicht exponiert empfindliche und teure Schalthebel haben. Zudem sind
> Rahmenschalthebel einfach konstruiert und fast unverwüstlich.
>

Sind aber ziemlich im Weg. Ich wuerde dort gern den Fahrradakku
unterbringen, geht wegen der Hebel jedoch nicht. Auch die Groesse der
Trinkflasche ist dann begrenzt. Mehr als 0.8l ging bei mir wegen deren
Laenge nicht.

Kai Teranski

unread,
Jan 11, 2017, 1:48:47 PM1/11/17
to
Ich dachte immer, in den USA verdient man gut. Gerade in
Kalifornien. So ungefähr das dreifache eines Ingenieursgehalts in
Deutschland?

Joerg

unread,
Jan 11, 2017, 2:19:45 PM1/11/17
to
Wo hast Du denn das her? Die Einkommen sind netto nur geringfuegig
hoeher in den USA. Ist zwar fuer Chemiker, doch fuer andere Ingenieure
ist das nicht gross unterschiedlich:

http://www.worldsalaries.org/engineer.shtml

Das sieht zwar nach einer Ecke mehr aus, doch seit Obamacare haben sich
die KV-Kosten mehr als verdoppelt, was den Unterschied schrumpft.

Leisten kann man sich ein Full Custom Rad als Ingenieur schon und das
habe ich auch vor langer Zeit mal getan. Doch soll es im "Rahmen"
bleiben und man will sein Geld ja auch karitativ einsetzen. Und
irgendwann Richtung Ruhestand gehen.

Bernhard Kraft

unread,
Jan 11, 2017, 4:12:10 PM1/11/17
to
Die Schalthebel am Unterrohr sind für alles Mögliche im Wege und im
Falle eines Unfalls leicht abgebrochen. Habe ich schon erlebt. Es muss
ja nur eine Gegenstand auf der Straße ungünstig liegen und das Rad fällt
drauf. Man kann sie auch mit den eigenen Knien abbrechen. Die
Schalthebel am Unterrohr haben so ziemlich die dämlichst denkbare Stelle
für ein Bedienelement. Das ist vielleicht eine Idee aus den Not geboren,
weil es keine vernünftige Außenzüge gab, oder vielleicht eine Idee von
Gewichtsfanatikern. Wenn man in der Unterlenkerposition der historischen
Lenker war, konnte man sie gut erreichen, aber nur von dort. Mit
Schremshebel ist das Thema durch. Unterlenkerposition ist out. Moderne
Lenker sind anders geformt.

Bei meinem ersten Rad mit Rennlenker, dass im Stadtbetrieb benutzt
wurde, war zumindest der rechte Schalthebel sofort verschwunden und
durch einen Positron-Knubbel am Lenker ersetzt worden.
Zusatzhebelbremshebel für die Oberlenkerposition waren ohnehin schon
dran. Der Komfortgewinn war traumhaft. Schrembshebel kamen 30 Jahre
später. Als ich sie sah, dachte ich nur: "Meine Idee, nur besser
umgesetzt!". Danke Shimano! (oder wars Campa?)

Joerg

unread,
Jan 11, 2017, 4:46:29 PM1/11/17
to
On 2017-01-11 13:12, Bernhard Kraft wrote:
> Am 11.01.2017 um 17:40 schrieb Joerg:
>> On 2017-01-10 13:21, Jens Nattbock wrote:
>
>>> "Im Wege" bezog sich auf Lenkerendschalthebel. Die empfand ich bei
>>> Probefahrten beim Fahren sehr enger Kurven im Alltagsverkehr schon
>>> hinderlich.
>>> Wenn ich mit dem Rad stürze, bekommt der Lenker eigentlich immer was
>>> mit, genauer die Rennbremshebel oder die Lenkerenden. Deshalb möchte ich
>>> da nicht exponiert empfindliche und teure Schalthebel haben. Zudem sind
>>> Rahmenschalthebel einfach konstruiert und fast unverwüstlich.
>>>
>>
>> Sind aber ziemlich im Weg. Ich wuerde dort gern den Fahrradakku
>> unterbringen, geht wegen der Hebel jedoch nicht. Auch die Groesse der
>> Trinkflasche ist dann begrenzt. Mehr als 0.8l ging bei mir wegen deren
>> Laenge nicht.
>>
>
> Die Schalthebel am Unterrohr sind für alles Mögliche im Wege und im
> Falle eines Unfalls leicht abgebrochen. Habe ich schon erlebt. Es muss
> ja nur eine Gegenstand auf der Straße ungünstig liegen und das Rad fällt
> drauf. Man kann sie auch mit den eigenen Knien abbrechen. Die
> Schalthebel am Unterrohr haben so ziemlich die dämlichst denkbare Stelle
> für ein Bedienelement. Das ist vielleicht eine Idee aus den Not geboren,
> weil es keine vernünftige Außenzüge gab, oder vielleicht eine Idee von
> Gewichtsfanatikern. Wenn man in der Unterlenkerposition der historischen
> Lenker war, konnte man sie gut erreichen, aber nur von dort. Mit
> Schremshebel ist das Thema durch. Unterlenkerposition ist out.


Das scheint in Frankreich aber noch nicht angekommen zu sein.

https://www.planetdatcha.com/wp-content/uploads/2014/05/oly_tourdefrance_02.jpg


> ... Moderne Lenker sind anders geformt.
>

Wie sehen die denn aus?


> Bei meinem ersten Rad mit Rennlenker, dass im Stadtbetrieb benutzt
> wurde, war zumindest der rechte Schalthebel sofort verschwunden und
> durch einen Positron-Knubbel am Lenker ersetzt worden.
> Zusatzhebelbremshebel für die Oberlenkerposition waren ohnehin schon
> dran. Der Komfortgewinn war traumhaft.


Die haette ich auch gern. Aber nach dem Umzug in den Wilden Westen ist
es nicht mehr so wichtig, da die Strecken hier lang sind und man nur
selten bremsen muss.


> ... Schrembshebel kamen 30 Jahre
> später. Als ich sie sah, dachte ich nur: "Meine Idee, nur besser
> umgesetzt!". Danke Shimano! (oder wars Campa?)
>

Ich habe noch keine. Nur mein MTB ist modern und das hat die ueblichen
Lenkerhebel. Sogar das alte von 1989 hat die.

Bernhard Kraft

unread,
Jan 11, 2017, 5:27:40 PM1/11/17
to
Am 11.01.2017 um 22:46 schrieb Joerg:
> On 2017-01-11 13:12, Bernhard Kraft wrote:
>> Unterlenkerposition ist out.
>
>
> Das scheint in Frankreich aber noch nicht angekommen zu sein.
>
> https://www.planetdatcha.com/wp-content/uploads/2014/05/oly_tourdefrance_02.jpg
>
>
>> ... Moderne Lenker sind anders geformt.
>>
>
> Wie sehen die denn aus?
>

Du hast mich beim erwischt. Die modernen Lenker haben eigentlich gar
keine Unterlenkerposition mehr wie früher. Der Abstand zwischen unten
und oben ist so gering geworden, dass das Umgreifen meist geschieht,
ohne das sich der Oberkörper bewegt.

Wenn man aber eine so sportlich tiefe Position wie ein Profi-Rennfahrer
hat, wären auch Schalthebel am Unterrohr gut erreichbar. Deswegen war es
voreilig von mir dem OP die historische Griffposition pauschal auszureden.

So fahren aber die wenigsten. Wenn du mal auf einer RTF warst, dann
weißt du, dass dort eine Peleton ganz anders aussieht als bei einem
Radrennen.

Joerg

unread,
Jan 11, 2017, 5:46:58 PM1/11/17
to
Ich weiss nicht, was ein RTF ist, aber auch ich fahre nur noch selten
"in the drops", was bei Euch wohl Unterlenkerposition heisst. Meist
greife ich den geraden Teil oben, weshalb dieses %^@#!! Lenkerband dort
staendig zerfleddert. Kann aber daran liegen, dass ich inzwischen eher
MTB-Fahrer bin und meine untere Wirbelsaeule nicht mehr sehr fit ist.

Im Gelaende besteht ein Peloton meist nur aus einem Fahrer :-)

Bernhard Kraft

unread,
Jan 11, 2017, 8:06:45 PM1/11/17
to
Am 11.01.2017 um 23:47 schrieb Joerg:

>
> Ich weiss nicht, was ein RTF ist, ...

In Deutschland sehr populär. Rennradfahren ohne Rennen.

http://breitensport.rad-net.de/breitensportkalender
(Im Winter gibts keine RTF - Termine fürs nächste Jahr kommen noch)

Leidet aber unter der Demographie, wie sämtliches Vereinsleben in
Deutschland.

Frank Möller

unread,
Jan 12, 2017, 5:57:38 AM1/12/17
to
Bernhard Kraft schrieb:
> Am 10.01.2017 um 21:20 schrieb Joerg:

>> Dann muesste es ok sein. Bei haerterer Gangart nicht immer:

>> https://www.youtube.com/watch?v=5q5eCREqGuo

> Bei "historischen" Rad-Konstruktionen wäre in diesem Falle die Gabel
> verbogen. Das kommt davon, wenn man ein einzelnes Teil einer
> Konstruktion zu sehr verstärkt. In diesem Falle war es die Federgabel.

Nee, das kommt davon, wenn man dem Leichtbauwahn auch hemmungslos für
solche Anwendungen huldigt, für die ein normal denkender Mensch nie und
nimmer Carbon verwenden würde. Wer für DH und Sprünge Carbon verwendet,
hat's IMO einfach nicht anders verdient. Schon meine Oma sagte: "Sowas
macht man einfach nicht!"

Da ist es auch völlig egal, ob der Rahmen irgendwann vorher vielleicht mal
umfiel, auf was härteres aufschlug und einen unsichtbaren Riß davontrug
oder ob das ein Fabrikationsfehler war.

--

Frank Möller

unread,
Jan 12, 2017, 6:09:50 AM1/12/17
to
Bernhard Kraft schrieb:

> In Deutschland sind die Billigräder aus Alu.

Nein, im Gegentum, die sehen wie Alu aus (ovalisierte Rohre), aber
tatsächlich sind die Rahmen größtenteils aus Stahl. Ich meine die absolute
Billigklasse um zweihundert Öro.

--

Chr. Maercker

unread,
Jan 12, 2017, 6:56:06 AM1/12/17
to
Joerg wrote:
[Wozu Stahl?
Weil er über 25 Jahre gehalten hat. Der Rost ist bisher nur ein
optisches Problem.]

> Ich biete 35 Jahre. Trotz eines Ozeantransports im Winter, wonach alles
> moegliche heftig gerostet hat, keine Roststellen.

40 Jahre+, Diamant Sport, Bauj. 1972:
bis 1991 nahezu täglich gefahren, bei jedem Wetter. Danach noch
gelegentlich. 2012 verschenkt, ohne dass der Rahmen sichtbare
Ermüdungserscheinungen hatte.

Hingegen Diamant Topas, Bauj. 1996, bis 2012 täglich gefahren. Rost pur
am Tretlager, Roststopper und Farbe konnten es lediglich etwas
aufhalten. Zustand nach 12 Jahren schlechter als der o.g. Oldtimer.

Bernhard Kraft

unread,
Jan 12, 2017, 7:02:19 AM1/12/17
to
Am 12.01.2017 um 11:54 schrieb Frank Möller:
> Bernhard Kraft schrieb:
>> Am 10.01.2017 um 21:20 schrieb Joerg:
>
>>> Dann muesste es ok sein. Bei haerterer Gangart nicht immer:
>
>>> https://www.youtube.com/watch?v=5q5eCREqGuo
>
>> Bei "historischen" Rad-Konstruktionen wäre in diesem Falle die Gabel
>> verbogen. Das kommt davon, wenn man ein einzelnes Teil einer
>> Konstruktion zu sehr verstärkt. In diesem Falle war es die Federgabel.
>
> Nee, das kommt davon, wenn man dem Leichtbauwahn auch hemmungslos für
> solche Anwendungen huldigt, für die ein normal denkender Mensch nie und
> nimmer Carbon verwenden würde.

Nein, weil das Material Carbon einfach das Beste ist. Man muss nur viel
Lehrgeld zahlen für die Entwicklung.

Die Diskussion Carbon vs. Alu hatten wir doch alle schon bei Alu vs.
Stahl in den 80/90ern. Am Ende hat sich gezeigt, dass das moderne
Material in fast allen Punkten überlegen war. Das liegt natürlich auch
daran, dass die Industrie fast nur noch im neuen Material gefertigt und
geforscht hat. Stahl hat dann später wieder aufgeholt, bleibt aber etwas
für teure Spezialkonstruktionen, weil die Industrie sich nicht wieder
umstellen will.

Bei Rennrädern macht Rose jetzt wieder Reklame für Alu, weil sie den
Retro-Trend entdeckt haben. Das wird eine Modeerscheinung bleiben.
Genauso wie die teuren Stahlrenner.

Ich bin kein Material-Experte, bin mir aber sicher, dass am Ende Carbon
den Sieg davon trägt und auch die meisten Downhill-Fullys auch aus
Carbon sein werden. Wenn die Industrie die Rennräder aus Carbon baut,
werden sie auch alle anderen Räder über kurz oder lang aus Carbon bauen.

Bernhard Kraft

unread,
Jan 12, 2017, 7:06:22 AM1/12/17
to
Echt? Tragisch, aber ich schaue mir solche Dinger einfach nicht mehr an.
Dazu ist mir meine Zeit zu schade. Aus dem Stahl sollten die lieber LKWs
bauen, die Lebensmittel in die Hungerregionen der Welt verteilen.

Frank Möller

unread,
Jan 12, 2017, 8:23:24 AM1/12/17
to
Bernhard Kraft schrieb:
> Am 12.01.2017 um 12:06 schrieb Frank Möller:
>> Bernhard Kraft schrieb:

>>> In Deutschland sind die Billigräder aus Alu.

>> Nein, im Gegentum, die sehen wie Alu aus (ovalisierte Rohre), aber
>> tatsächlich sind die Rahmen größtenteils aus Stahl. Ich meine die absolute
>> Billigklasse um zweihundert Öro.

> Echt?

Jep, sieht man auch an den Rostflecken, die mit der Zeit von selber kommen,
wenn die Dinger draußen stehen. Ist eigentlich auch klar: Die müssen nicht
von gelernten Alu-Schweißern in Fernost gefertigt und dann um den Globus
gejuckelt werden, sondern da reichen in der Slowakei ein paar rumänische
Zeitarbeitssklaven mit ein bißchen Erfahrung beim Baustahl-Schweißen.

--

Frank Möller

unread,
Jan 12, 2017, 8:23:25 AM1/12/17
to
Bernhard Kraft schrieb:
> Am 12.01.2017 um 11:54 schrieb Frank Möller:
>> Bernhard Kraft schrieb:
>>> Am 10.01.2017 um 21:20 schrieb Joerg:

>>>> Dann muesste es ok sein. Bei haerterer Gangart nicht immer:

>>>> https://www.youtube.com/watch?v=5q5eCREqGuo

>>> Bei "historischen" Rad-Konstruktionen wäre in diesem Falle die Gabel
>>> verbogen. Das kommt davon, wenn man ein einzelnes Teil einer
>>> Konstruktion zu sehr verstärkt. In diesem Falle war es die Federgabel.

>> Nee, das kommt davon, wenn man dem Leichtbauwahn auch hemmungslos für
>> solche Anwendungen huldigt, für die ein normal denkender Mensch nie und
>> nimmer Carbon verwenden würde.

> Nein, weil das Material Carbon einfach das Beste ist.

Und wofür genau es "das Beste" ist, kann man ja in dem Video eindrucksvoll
bewundern: Die Mühle faltet sich selber auf Rucksackformat zusammen. LOL.

--

Bernhard Kraft

unread,
Jan 12, 2017, 9:57:04 AM1/12/17
to
Lass den Konstrukteuren mal ein bisschen Zeit. Das wird schon. Alu
bricht genauso und Stahl verbiegt sich am schnellsten. Vertrau einfach
nicht dem Lügeninternet. Spektakuläre Youtube-Videos beweisen gar nichts.

Frank Möller

unread,
Jan 12, 2017, 10:42:13 AM1/12/17
to
Von mir aus können Leute auch Rahmen aus gengestärktem Popcorn pressen
lassen, wenn man damit nochmal anderthalb Gramm spart. Das ist wie mit der
Müller-Buttermilch: "Wenn's schee mocht."

Ich würde und werde jedenfalls Metall bevorzugen. Und sollte man mir aus
Versehen einen Carbon-Rahmen zum halben Preis anbieten, würde ich dann
lieber Titan nehmen. Man muß einfach nicht jeden Schwachsinn mitmachen.

Bei Rennrädern ist Carbon eine legitime und ernstzunehmende Option, bei
allen anderen Rädern jedoch IMO überhaupt nicht.

--

Joerg

unread,
Jan 12, 2017, 10:54:42 AM1/12/17
to
Gut, aber jetzt weiss ich immer noch nicht, was die Abkuerzung bedeutet.
Radtourenfahrt? Im Link steht RCTF, CTF und so.

Rennradfahren ohne Rennen betreibe ich seit vielen Jahrzehnten.
Allerdings meist allein, weil es in meiner derzeitigen Gegend nur zwei
Arten Radfahrer zu geben scheint. Auf der einen Seiten die, welche beim
blossen Erwaehnen von 70km alles sofort fuer masochistisch halten. Auf
der anderen Seiten die Speedy Gonzalez Typen, welche locker flockig eine
Stunde lang mit 40km/h durchkacheln, wonach mir die Zunge fast auf dem
Rahmen haengt.

Joerg

unread,
Jan 12, 2017, 10:58:15 AM1/12/17
to
Im Automobilbau hat man diesen Effekt schon in den 70ern und 80ern
gesehen. "Da koennen wir trotz Importzoll beim Rohrmaterial noch drei
Prozent sparen". Ich kann mich an einen Nachbarn meiner Eltern erinnern,
der viel Geld fuer eine deutsche Edelkarosse ausgegeben hatte. Nach weit
weniger als 10 Jahren die ersten handfesten Durchrostungen. Er war
stinksauer.

Gerald E:scher

unread,
Jan 12, 2017, 3:31:01 PM1/12/17
to
Am 12.01.17 um 13:02 schrieb Bernhard Kraft:
> Am 12.01.2017 um 11:54 schrieb Frank Möller:
>>
>> Nee, das kommt davon, wenn man dem Leichtbauwahn auch hemmungslos für
>> solche Anwendungen huldigt, für die ein normal denkender Mensch nie und
>> nimmer Carbon verwenden würde.
>
> Nein, weil das Material Carbon einfach das Beste ist.

Carbon ist sicher nicht das beste Material, um damit über Steine durch
den Wald zu prügeln. Es braucht nur irgendwo ein Kratzer ein paar Fasern
beschädigen und der Rahmen darf aufwändigst repariert oder gleich
weggeschmissen werden.

> Man muss nur viel Lehrgeld zahlen für die Entwicklung.

Gegen spitze Steine resistentes Carbon wurde noch nicht erfunden.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Gerald E:scher

unread,
Jan 12, 2017, 3:33:04 PM1/12/17
to
Am 11.01.17 um 19:48 schrieb Kai Teranski:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> Wrote in message:
>>
>> Klar, wenn man das Bankkonto eines Rockefeller hat. Wie hiess es noch?
>> Mann goennt sich ja sonst nichts :-)
>>
>> https://www.flickr.com/photos/52940389@N06/9621340262
>
> Ich dachte immer, in den USA verdient man gut. Gerade in
> Kalifornien. So ungefähr das dreifache eines Ingenieursgehalts in
> Deutschland?

Nicht, wenn die eigene Firma anscheinend so schlecht läuft, dass man
ausreichend Zeit hat, im Usenet rumzutrollen.

Gerald E:scher

unread,
Jan 12, 2017, 3:39:03 PM1/12/17
to
Am 10.01.17 um 18:02 schrieb Chr. Maercker:
> Gerald E:scher wrote:
>> Wozu Stahl? Dass der Rahmen wieder rostet, weniger steif ist und du
>> geringere Auswahl hast?
>
> In der ADFC RadWelt Nr. 6/2016, S.20ff steht übrigens ein Artikel dazu.
> Ich zitiere daraus mal einen Satz:
> "Dabei sind einfache Standard-Alurahmen nicht unbedingt leichter als
> Stahlrahmen, häufig unkomfortabler und nicht so haltbar."
>
> Wurden da evtl. Äpfel mit Birnen aka Qualitätsräder (St) mit Massenware
> (Alu) verglichen?

Sieht danach aus. Zudem verbreiten sie das Märchen vom komfortablen
Stahlrahmen und weniger haltbaren Alu-Rahmen.

Das einzige, was komfortabler ist, sind Gabeln aus dünnen Stahlrohren.

Bernhard Kraft

unread,
Jan 12, 2017, 5:28:58 PM1/12/17
to
Am 12.01.2017 um 21:30 schrieb Gerald E:scher:
>
> Gegen spitze Steine resistentes Carbon wurde noch nicht erfunden.
>

Ich habe Schuhe mit Carbon-Sohlen mit denen bin ich über eine Menge
spitzer Steine gelaufen, ohne Probleme. Kann sein, dass das Carbon
selbst empfindlich ist, aber man kann es versiegeln mit anderen zähen
Kunststoffen und die Gesamtkonstruktion bleibt trotzdem enorm leicht.

Bernhard Kraft

unread,
Jan 12, 2017, 5:35:29 PM1/12/17
to
Am 12.01.2017 um 16:54 schrieb Joerg:
> On 2017-01-11 17:06, Bernhard Kraft wrote:
>> Am 11.01.2017 um 23:47 schrieb Joerg:
>>
>>>
>>> Ich weiss nicht, was ein RTF ist, ...
>>
>> In Deutschland sehr populär. Rennradfahren ohne Rennen.
>>
>> http://breitensport.rad-net.de/breitensportkalender
>> (Im Winter gibts keine RTF - Termine fürs nächste Jahr kommen noch)
>>
>> Leidet aber unter der Demographie, wie sämtliches Vereinsleben in
>> Deutschland.
>>
>
> Gut, aber jetzt weiss ich immer noch nicht, was die Abkuerzung bedeutet.
> Radtourenfahrt? Im Link steht RCTF, CTF und so.
>
RTF ist einfach Rad Touren Fahren
und CTF ist Country Touren Fahren
Ersteres macht man üblicherweise mit dem Rennrad oder Trekkingrad.
Letzteres mit dem MTB.

> Rennradfahren ohne Rennen betreibe ich seit vielen Jahrzehnten.
> Allerdings meist allein, weil es in meiner derzeitigen Gegend nur zwei
> Arten Radfahrer zu geben scheint. Auf der einen Seiten die, welche beim
> blossen Erwaehnen von 70km alles sofort fuer masochistisch halten. Auf
> der anderen Seiten die Speedy Gonzalez Typen, welche locker flockig eine
> Stunde lang mit 40km/h durchkacheln, wonach mir die Zunge fast auf dem
> Rahmen haengt.
>

Im dicht besiedelten NRW ist es leicht eine Gruppe zu finden, die
ungefähr das eigene Tempo fährt. Aber das gute alte
Gruppen-Rennradfahren (RTF) hat demographisch bedingte Nachwuchsproblem
und extremer Sportarten wie "Marathon > 200km" und Brevet (noch viel
mehr km) sind starke Konkurrenten geworden.

Kai Teranski

unread,
Jan 12, 2017, 6:27:16 PM1/12/17
to
Bernhard Kraft <bernha...@web.de> Wrote in message:
> Am 11.01.2017 um 22:46 schrieb Joerg:
>> On 2017-01-11 13:12, Bernhard Kraft wrote:
>>> Unterlenkerposition ist out.
>>
>>
>> Das scheint in Frankreich aber noch nicht angekommen zu sein.
>>
>> https://www.planetdatcha.com/wp-content/uploads/2014/05/oly_tourdefrance_02.jpg
>>
>>
>>> ... Moderne Lenker sind anders geformt.
>>>
>>
>> Wie sehen die denn aus?
>>
>
> Du hast mich beim erwischt. Die modernen Lenker haben eigentlich gar
> keine Unterlenkerposition mehr wie früher. Der Abstand zwischen unten
> und oben ist so gering geworden, dass das Umgreifen meist geschieht,
> ohne das sich der Oberkörper bewegt.

Würde auch garnicht gehen, da inzwischen eine Lenkerüberhöhung
von 15-20 cm "angesagt" ist. Also greift man in Bremsgriffhaltung
dahin, wo früher der Unterlenker war.

In den Unterlenker wird nur noch in steilen Abfahrten gegriffen.

Frank Möller

unread,
Jan 12, 2017, 6:40:58 PM1/12/17
to
Bernhard Kraft schrieb:
> Am 12.01.2017 um 21:30 schrieb Gerald E:scher:

>> Gegen spitze Steine resistentes Carbon wurde noch nicht erfunden.

> Ich habe Schuhe mit Carbon-Sohlen mit denen bin ich über eine Menge
> spitzer Steine gelaufen, ohne Probleme.

Da zerrreißt's Dir aber nicht bei der nächsten Zug- oder Druckbelastung
ohne Ankündigung den Rahmen.

--

Joerg

unread,
Jan 12, 2017, 7:36:02 PM1/12/17
to
On 2017-01-12 14:35, Bernhard Kraft wrote:
> Am 12.01.2017 um 16:54 schrieb Joerg:
>> On 2017-01-11 17:06, Bernhard Kraft wrote:
>>> Am 11.01.2017 um 23:47 schrieb Joerg:
>>>
>>>>
>>>> Ich weiss nicht, was ein RTF ist, ...
>>>
>>> In Deutschland sehr populär. Rennradfahren ohne Rennen.
>>>
>>> http://breitensport.rad-net.de/breitensportkalender
>>> (Im Winter gibts keine RTF - Termine fürs nächste Jahr kommen noch)
>>>
>>> Leidet aber unter der Demographie, wie sämtliches Vereinsleben in
>>> Deutschland.
>>>
>>
>> Gut, aber jetzt weiss ich immer noch nicht, was die Abkuerzung bedeutet.
>> Radtourenfahrt? Im Link steht RCTF, CTF und so.
>>
> RTF ist einfach Rad Touren Fahren
> und CTF ist Country Touren Fahren


So ein Denglisch als Abkuerzung verstehen wir in Auslandia nur schwer :-)


> Ersteres macht man üblicherweise mit dem Rennrad oder Trekkingrad.
> Letzteres mit dem MTB.
>
>> Rennradfahren ohne Rennen betreibe ich seit vielen Jahrzehnten.
>> Allerdings meist allein, weil es in meiner derzeitigen Gegend nur zwei
>> Arten Radfahrer zu geben scheint. Auf der einen Seiten die, welche beim
>> blossen Erwaehnen von 70km alles sofort fuer masochistisch halten. Auf
>> der anderen Seiten die Speedy Gonzalez Typen, welche locker flockig eine
>> Stunde lang mit 40km/h durchkacheln, wonach mir die Zunge fast auf dem
>> Rahmen haengt.
>>
>
> Im dicht besiedelten NRW ist es leicht eine Gruppe zu finden, die
> ungefähr das eigene Tempo fährt. Aber das gute alte
> Gruppen-Rennradfahren (RTF) hat demographisch bedingte Nachwuchsproblem
> und extremer Sportarten wie "Marathon > 200km" und Brevet (noch viel
> mehr km) sind starke Konkurrenten geworden.
>

Ich weiss nicht, wie das auf unserer Teichseite ist. Man sieht aber
viele RR-Fahrer im Pulk, meist 10-20. Ich mag nicht gern in grossen
Gruppen fahren, bin lieber unabhaengig. Ausserdem passe ich vom Stil her
nicht zu den Leuten in den Papageienkostuemen. Aelteres T-Shirt, Jeans
Shorts mit etlichen Spuren ungewollten Verlassens des Sattels,
Rennradrahmen versifft mit Schlammkrusten. Ach ja, und dann MTB-Pedale
am Rennrad.

Selbst in den 80ern in NL waren mir diese Gruppen zu sehr
sportversessen. Mit Belgiern fuhr ich hingegen gern. Die waren wie ich,
wenn sie eine gute Pinte sahen, wurde erstmal eingekehrt.

http://hlnregiophotoprovider0.hln-cdn.be/photo/een-deelnemer-rijdt-door-cafe-ons-huis-tijdens-de-wedstrijd-nbsp-nbsp-rutger-lievens/p1/img-MDhjYjJhYTgvYXQvNzI5Nzc1Mi82NDB4NjQwL0ZU/7297752.jpeg?v=oWzxeBy

Manchmal uebertreiben sie es etwas.

Hans CraueI

unread,
Jan 12, 2017, 8:14:46 PM1/12/17
to
Kai Teranski schrieb

> Bernhard Kraft wrote:
>> Du hast mich beim erwischt. Die modernen Lenker haben eigentlich gar
>> keine Unterlenkerposition mehr wie früher. Der Abstand zwischen unten
>> und oben ist so gering geworden, dass das Umgreifen meist geschieht,
>> ohne das sich der Oberkörper bewegt.
>
> Würde auch garnicht gehen, da inzwischen eine Lenkerüberhöhung
> von 15-20 cm "angesagt" ist. Also greift man in Bremsgriffhaltung
> dahin, wo früher der Unterlenker war.
>
> In den Unterlenker wird nur noch in steilen Abfahrten gegriffen.

Hier gelegentlich bei Gegenwind, allerdings im Strassenverkehr auf
Alltagsraedern mit nur geringer Lenkerueberhoehung.

Hans CraueI

Chr. Maercker

unread,
Jan 13, 2017, 1:44:17 AM1/13/17
to
Joerg wrote:
> Im Automobilbau hat man diesen Effekt schon in den 70ern und 80ern
> gesehen.

Hat meine damalige Verwandschaft auch berichtet. Und selbst bei Diamant
begann der Murks in den 1980ern. Zu der Zeit berichteten Werkstätten von
etlichen Rahmenbrüchen beim Sportmodell, also genau dem meinigen, zehn
Jahre älteren. Und da gips wirklich Leute, die uns weismachen wollen,
das wären alles Verschwörungstheorien ...
Ich habe einzelne handfeste Beweise des Gegenteils wohlweislich aufgehoben.

--


CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Gerald E:scher

unread,
Jan 13, 2017, 5:09:33 AM1/13/17
to
Am 13.01.17 um 00:26 schrieb Kai Teranski:
> Bernhard Kraft <bernha...@web.de> Wrote in message:
>>
>> Du hast mich beim erwischt. Die modernen Lenker haben eigentlich gar
>> keine Unterlenkerposition mehr wie früher. Der Abstand zwischen unten
>> und oben ist so gering geworden, dass das Umgreifen meist geschieht,
>> ohne das sich der Oberkörper bewegt.

Welche Lenker sollen das konkret sein, bei denen man ohne Bewegung des
Oberkörpers den Unterlenker greifen kann?

> Würde auch garnicht gehen, da inzwischen eine Lenkerüberhöhung
> von 15-20 cm "angesagt" ist.

Im Radrennsport, dort allerdings bereits seit Jahrzehnten, bei
Hobbysportleren ist eher das Gegenteil der Fall ("Komfort"-Rahmen mit
überlangem Steuerrohr).

> Also greift man in Bremsgriffhaltung
> dahin, wo früher der Unterlenker war.

Aus falschen Voraussetzungen kann man natürlich beliebig falsche
Schlüsse ziehen.

> In den Unterlenker wird nur noch in steilen Abfahrten gegriffen.

Hä?

Gerald E:scher

unread,
Jan 13, 2017, 5:12:57 AM1/13/17
to
Am 10.01.17 um 22:21 schrieb Jens Nattbock:
> Am 09.01.2017 um 15:40 schrieb Gerald E:scher:
>> Am 08.01.17 um 19:06 schrieb Jens Nattbock:
>>>
>>> Das alte Reiserad ist nach >25 Jahren täglicher Nutzung wirklich am
>>> Ende. Genauer genommen ist der Rahmen am Ende (Rost, Innengewinde und
>>> Gewinde Steuerrohr abgenutzt), fast alle anderen Teile sind in der Zeit
>>> ein- oder mehrfach ausgetauscht worden.
>>> Nun soll ein neues Reiserad her. Zielvorstellung ist ein Randonneur mit
>>> CroMo Stahlrahmen, ordentlich gemufft,
>>
>> Wozu Stahl? Dass der Rahmen wieder rostet, weniger steif ist und du
>> geringere Auswahl hast?
>
> Weil er über 25 Jahre gehalten hat.

Das ist kein Garant, dass der nächste Rahmen aus Stahl ebenso lange
hält. Ich kannte einen, bei dem ist nach 10 Mm das Steuerrohr gerissen
und der Besitzer von normaler Statur ist damit nur in der Stadt gefahren.
Weshalb meinst du, dass ein Rahmen aus Alu nicht ebenso 25 Jahre halten
kann?

>> Aktuelle Bremsschalthebel sind nicht im Weg und insbesonders die von
>> Campa kaum exponierter als normale Bremshebel.
>
> "Im Wege" bezog sich auf Lenkerendschalthebel. Die empfand ich bei
> Probefahrten beim Fahren sehr enger Kurven im Alltagsverkehr schon
> hinderlich.
> Wenn ich mit dem Rad stürze, bekommt der Lenker eigentlich immer was
> mit, genauer die Rennbremshebel oder die Lenkerenden.

Meine Bremsschalthebel haben bei Stürzen bislang immer nur Kratzer
abbekommen. Wichtig ist, Bremshebel nur so fest an den Lenker zu
klemmen, dass sie sich bei Gewalteinwirkung verdrehen können.

> Deshalb möchte ich
> da nicht exponiert empfindliche und teure Schalthebel haben.

Die längst nicht so empfindlich sein, wie du meinst.

> Zudem sind
> Rahmenschalthebel einfach konstruiert und fast unverwüstlich.

Nein. Du hast anscheinend noch nie einen gerasterten Schalthebel zerlegt.

Gerald E:scher

unread,
Jan 13, 2017, 5:14:13 AM1/13/17
to
Am 12.01.17 um 23:28 schrieb Bernhard Kraft:
Jaja. Welcher Rahmenhersteller versiegelt seine Rahmen mit den von dir
behaupteten zähen Kunststoffen?

Kai Teranski

unread,
Jan 13, 2017, 6:15:40 AM1/13/17
to
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> Wrote in message:
> Am 13.01.17 um 00:26 schrieb Kai Teranski:
>> Bernhard Kraft <bernha...@web.de> Wrote in message:
>>>
>>> Du hast mich beim erwischt. Die modernen Lenker haben eigentlich gar
>>> keine Unterlenkerposition mehr wie früher. Der Abstand zwischen unten
>>> und oben ist so gering geworden, dass das Umgreifen meist geschieht,
>>> ohne das sich der Oberkörper bewegt.
>
> Welche Lenker sollen das konkret sein, bei denen man ohne Bewegung des
> Oberkörpers den Unterlenker greifen kann?
>
>> Würde auch garnicht gehen, da inzwischen eine Lenkerüberhöhung
>> von 15-20 cm "angesagt" ist.
>
> Im Radrennsport, dort allerdings bereits seit Jahrzehnten, bei
> Hobbysportleren ist eher das Gegenteil der Fall ("Komfort"-Rahmen mit
> überlangem Steuerrohr).

Bei der Mehrzahl der im Netz vorgezeigten Räder ist der Lenker
extrem tief montiert. Und das nicht nur im Radsport. Und auch
dort haben die Lenker auf alten Fotos (weit) weniger
Überhöhung.

>> Also greift man in Bremsgriffhaltung
>> dahin, wo früher der Unterlenker war.
>
> Aus falschen Voraussetzungen kann man natürlich beliebig falsche
> Schlüsse ziehen.

Ich schätze das korreliert mit der Weiterentwicklung der Form der
Bremsgriffe. Die werden in der oberen Position immer griffiger
und komfortabler.

>> In den Unterlenker wird nur noch in steilen Abfahrten gegriffen.
>
> Hä?

Im Unterlenker ist die Dosierung der Bremsleistung einfacher und
man hat (noch) etwas besseren Griff.

Juergen

unread,
Jan 13, 2017, 9:11:56 AM1/13/17
to
Am Thu, 12 Jan 2017 23:35:29 +0100 schrieb Bernhard Kraft

>> Gut, aber jetzt weiss ich immer noch nicht, was die Abkuerzung bedeutet.
>> Radtourenfahrt? Im Link steht RCTF, CTF und so.

>RTF ist einfach Rad Touren Fahren
>und CTF ist Country Touren Fahren

Böse Zungen an der Wupper behaupten das stehe ob der bunten
Ganzkörperkostüme für
Rentner treffen Farbenblinde.

>Im dicht besiedelten NRW ist es leicht eine Gruppe zu finden, die
>ungefähr das eigene Tempo fährt.

Das in Unterfranken leider grundsätzlich anders. Bei meiner einzigen
2016 absolvierten RTF gab es insgesamt 111 Teilnehmer und ich war als
allein angereister froh wenigsten einen Mitfahrer zu finden. Und den
wohl auch nur weil ich nach zwei Kilometern anhielt um zu sehen wo das
Vorderrad schleift.
cu.
Juergen

--

\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für frei Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Bernhard Kraft

unread,
Jan 13, 2017, 10:27:55 AM1/13/17
to
Am 13.01.2017 um 11:14 schrieb Gerald E:scher:
> Am 12.01.17 um 23:28 schrieb Bernhard Kraft:
>> Am 12.01.2017 um 21:30 schrieb Gerald E:scher:
>>>
>>> Gegen spitze Steine resistentes Carbon wurde noch nicht erfunden.
>>
>> Ich habe Schuhe mit Carbon-Sohlen mit denen bin ich über eine Menge
>> spitzer Steine gelaufen, ohne Probleme. Kann sein, dass das Carbon
>> selbst empfindlich ist, aber man kann es versiegeln mit anderen zähen
>> Kunststoffen und die Gesamtkonstruktion bleibt trotzdem enorm leicht.
>
> Jaja. Welcher Rahmenhersteller versiegelt seine Rahmen mit den von dir
> behaupteten zähen Kunststoffen?
>

Zumindest meine Gabel muss versiegelt sein, sonst wäre die schon hundert
mal so gebrochen, wie die vielen Rahmen in den Youtube-Videos.

Joerg

unread,
Jan 13, 2017, 10:44:12 AM1/13/17
to
On 2017-01-12 22:44, Chr. Maercker wrote:
> Joerg wrote:
>> Im Automobilbau hat man diesen Effekt schon in den 70ern und 80ern
>> gesehen.
>
> Hat meine damalige Verwandschaft auch berichtet. Und selbst bei Diamant
> begann der Murks in den 1980ern. Zu der Zeit berichteten Werkstätten von
> etlichen Rahmenbrüchen beim Sportmodell, also genau dem meinigen, zehn
> Jahre älteren. Und da gips wirklich Leute, die uns weismachen wollen,
> das wären alles Verschwörungstheorien ...
> Ich habe einzelne handfeste Beweise des Gegenteils wohlweislich aufgehoben.
>

Fuer Experten in Werkstoffkunde mit Zugang zu einem Analyselabor waere
es sicher kein Problem, herauszufinden, wo genau gespart wurde. Ich
werde nie verstehen, wie Firmen so etwas tun koennen, da rufschaedigend.
Es gibt z.B. eine Automarke, von denen ich in meinem Leben nie mehr
etwas kaufen werde. Etliche Verwandte und Bekannte daraufhin auch nicht
mehr. Das ist eine Menge entgangener Umsatz.

Bei einem Bekannten ist es ein Hersteller von Fahrradzubehoer. Zum
Glueck hat er den resultierenden Crash nach dem Kurbelbruch
ueberstanden. Weil zufaellig keine Autos kamen.

Jens Nattbock

unread,
Jan 13, 2017, 12:54:20 PM1/13/17
to
Am 13.01.2017 um 11:12 schrieb Gerald E:scher:
> Am 10.01.17 um 22:21 schrieb Jens Nattbock:

>> Deshalb möchte ich
>> da nicht exponiert empfindliche und teure Schalthebel haben.
>
> Die längst nicht so empfindlich sein, wie du meinst.
>
>> Zudem sind
>> Rahmenschalthebel einfach konstruiert und fast unverwüstlich.
>
> Nein. Du hast anscheinend noch nie einen gerasterten Schalthebel zerlegt.
>

Selbstredend habe ich den Schalthebel für das Schaltwerk schon zerlegt,
gereinigt, neu abgeschmiert, wieder zusammengesetzt und auf dem Sockel
montiert. Natürlich sind da auch viele Kleinteile drin, aber selbst wenn
die Rasterung ausfällt, kann ich den Schalthebel einfach auf Reibung
umstellen und damit - mit etwas Gefühl - genauso gut mein
Achtfach-Schaltwerk schalten.
J

Kai Teranski

unread,
Jan 13, 2017, 2:24:38 PM1/13/17
to
Jens Nattbock <Jens.Nattbox...@arcor.de> Wrote in message:
Ich würde an deiner Stelle halt darauf achten, dass dein neuer
Rahmen noch die traditionellen viereckigen Sockel
für
Rahmenschalthebel hat. Würde mir aber darauf Schaltzuganschläge
machen und dann STIs oder Lenkerendschalter nutzen. Die
traditionellen Schalthebel kannste dann auf Tour mitnehmen, für
den Fall der Fälle.

Ich selber habe Magura HS 66 Bremsen am Rad und habe daher
Lenkerendschalter. Bin da auch schon draufgefallen. So filigran
ist das Zeug nicht. Zudem hat man auf Radreisen diverse Taschen
am Rad, die in gewisser Weise die Komponenten bei einem Sturz
schützen.

Sepp Ruf

unread,
Jan 14, 2017, 11:01:14 AM1/14/17
to
Am 13.01.2017 um 16:44 bekannte Jo-Erg:

> Es gibt z.B. eine Automarke, von denen ich in meinem Leben nie mehr
> etwas kaufen werde. Etliche Verwandte und Bekannte daraufhin auch nicht
> mehr. Das ist eine Menge entgangener Umsatz.

Wow, so you killed Oldsmobile!

> Bei einem Bekannten ist es ein Hersteller von Fahrradzubehoer. Zum
> Glueck hat er den resultierenden Crash nach dem Kurbelbruch
> ueberstanden. Weil zufaellig keine Autos kamen.

Als Hersteller von Fahrradzubehoer wuerde ich Jo-Erg und seine etlichen
Verwandten und Bekannten vorbeugend auf die Ausschlussliste setzen.

Joerg

unread,
Jan 14, 2017, 11:14:53 AM1/14/17
to
On 2017-01-14 05:55, Martin Gerdes wrote:
> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> schrieb:
>
>>>> https://www.flickr.com/photos/52940389@N06/9621340262
>>>
>>> Ich dachte immer, in den USA verdient man gut. Gerade in
>>> Kalifornien. So ungefähr das dreifache eines Ingenieursgehalts in
>>> Deutschland?
>
>> Nicht, wenn die eigene Firma anscheinend so schlecht läuft, dass man
>> ausreichend Zeit hat, im Usenet rumzutrollen.
>
> Ts, ts!
>
> Joerg ist selbständiger Ingenieur, er dürfte den Großteil seines Geldes
> verdient haben. Wohnte er noch im Reiche, wäre er rentennaher Jahrgang.
> Ich könnte mir gut vorstellen, daß er seine Berufstätigkeit gezielt
> zurückfährt, um Zeit für sich und seine karitativen Initiativen hat.
>

So isses. Manche Leute raffen das, andere offenbar nicht.


> Warum auch nicht?
> Ich gönne es ihm.
>

:-)

Gerald E:scher

unread,
Jan 14, 2017, 12:47:07 PM1/14/17
to
Am 13.01.17 um 12:15 schrieb Kai Teranski:
> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> Wrote in message:
>> Am 13.01.17 um 00:26 schrieb Kai Teranski:
>>
>>> Würde auch garnicht gehen, da inzwischen eine Lenkerüberhöhung
>>> von 15-20 cm "angesagt" ist.
>>
>> Im Radrennsport, dort allerdings bereits seit Jahrzehnten, bei
>> Hobbysportleren ist eher das Gegenteil der Fall ("Komfort"-Rahmen mit
>> überlangem Steuerrohr).
>
> Bei der Mehrzahl der im Netz vorgezeigten Räder ist der Lenker
> extrem tief montiert.

Das sind Produktfotos, bei denen die Sattelstütze zu weit herausgezogen
wird, weil irgendjemand meint, dass es so besser aussieht. Fahren tut so
kaum jemand.
Im Profisport haben sie, da übliche Carbonrahmen nicht auf Maß gefertigt
werden können, teilweise das gegenteilige Problem, nämlich ausreichende
Sattelüberhöhung zu erreichen. Da werden dann kleine Rahmen mit
überlangen Vorbauten kombiniert.

>>> Also greift man in Bremsgriffhaltung
>>> dahin, wo früher der Unterlenker war.
>>
>> Aus falschen Voraussetzungen kann man natürlich beliebig falsche
>> Schlüsse ziehen.
>
> Ich schätze das korreliert mit der Weiterentwicklung der Form der
> Bremsgriffe. Die werden in der oberen Position immer griffiger
> und komfortabler.

Du gehst noch immer von der flacshen Voraussetzung von großen
Lenkerüberhöhungen aus.

>>> In den Unterlenker wird nur noch in steilen Abfahrten gegriffen.
>>
>> Hä?
>
> Im Unterlenker ist die Dosierung der Bremsleistung einfacher und
> man hat (noch) etwas besseren Griff.

Und vor allem bessere Aerodynamik, weshalb der Unterlenker auch zu
anderen Gelegenheiten als steilen Abfahrten gegriffen wird, jedenfalls
von Leuten, die mit einem Rennlenker umgehen können.

Kai Teranski

unread,
Jan 15, 2017, 1:53:06 PM1/15/17
to
"Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> Wrote in message:
> Am 13.01.17 um 12:15 schrieb Kai Teranski:
>> "Gerald E:scher" <Dein-H...@liebt-dich.info> Wrote in message:
>>> Am 13.01.17 um 00:26 schrieb Kai Teranski:
>>>
>>>> Würde auch garnicht gehen, da inzwischen eine Lenkerüberhöhung
>>>> von 15-20 cm "angesagt" ist.
>>>
>>> Im Radrennsport, dort allerdings bereits seit Jahrzehnten, bei
>>> Hobbysportleren ist eher das Gegenteil der Fall ("Komfort"-Rahmen mit
>>> überlangem Steuerrohr).
>>
>> Bei der Mehrzahl der im Netz vorgezeigten Räder ist der Lenker
>> extrem tief montiert.
>
> Das sind Produktfotos, bei denen die Sattelstütze zu weit herausgezogen
> wird, weil irgendjemand meint, dass es so besser aussieht. Fahren tut so
> kaum jemand.

Das sind Fotos in "Mein neues Rad" Foren. Die zumeist auch von
den Usern selbst so aufgebaut wurden. Ich glaube nicht, dass die
alle nach dem Fotografieren ihren Lenker wieder höher stellen.
Was auch meist nicht gehen würde wegen bereits abgesägter
Gabel.

> Im Profisport haben sie, da übliche Carbonrahmen nicht auf Maß gefertigt
> werden können, teilweise das gegenteilige Problem, nämlich ausreichende
> Sattelüberhöhung zu erreichen. Da werden dann kleine Rahmen mit
> überlangen Vorbauten kombiniert.

Um die Profis ging es mir nicht.

>>>> Also greift man in Bremsgriffhaltung
>>>> dahin, wo früher der Unterlenker war.
>>>
>>> Aus falschen Voraussetzungen kann man natürlich beliebig falsche
>>> Schlüsse ziehen.
>>
>> Ich schätze das korreliert mit der Weiterentwicklung der Form der
>> Bremsgriffe. Die werden in der oberen Position immer griffiger
>> und komfortabler.
>
> Du gehst noch immer von der flacshen Voraussetzung von großen
> Lenkerüberhöhungen aus.
>
>>>> In den Unterlenker wird nur noch in steilen Abfahrten gegriffen.
>>>
>>> Hä?
>>
>> Im Unterlenker ist die Dosierung der Bremsleistung einfacher und
>> man hat (noch) etwas besseren Griff.
>
> Und vor allem bessere Aerodynamik, weshalb der Unterlenker auch zu
> anderen Gelegenheiten als steilen Abfahrten gegriffen wird, jedenfalls
> von Leuten, die mit einem Rennlenker umgehen können.

Bei Rennen sicherlich. Sonst erheblich seltener bis gar nicht.

Chr. Maercker

unread,
Jan 16, 2017, 7:55:39 AM1/16/17
to
Joerg wrote:
> Fuer Experten in Werkstoffkunde mit Zugang zu einem Analyselabor waere
> es sicher kein Problem, herauszufinden, wo genau gespart wurde.

Bisweilen reicht dazu schon ein simpler Messchieber. ;-)
Oder ein Vergleich der verwendeten Materialien, Metall vs.
Brösel-Kunststoff.

> Ich
> werde nie verstehen, wie Firmen so etwas tun koennen, da rufschaedigend.

Genau deswegen habe ich zu DDR-Zeiten geglaubt, nur realsozialistische
Betriebe könnten sich mangels Konkurrenz soviel Murks leisten. Pustekuchen!
Die Produktion von Billigmist hat aber bekanntermaßen in der
"Marktwirtschaft" etliche Vorteile:
1. billiger, billiger, billiger ...
2. i.a. nicht reparabel, also jedesmal Neukauf (also *nicht* billiger)
3. betr. vor allem Software: je fehleranfälliger und mangelhafter, desto
mehr Patches, Tools und Kunstgriffe sind nötig, um den Mist halbwegs
brauchbar, stabil und/oder bedienbar zu bekommen und die Zeitschriften
verdienen sich goldene Nasen mit "Tips & Tricks" etc. Das "Produkt"
bleibt damit im Gespräch.
4. Bevor der Ruf der betr. Garagenfirmen unten durch ist bzw. sich deren
Noname überhaupt rumgesprochen hat, sind sie lngst pleite oder basteln
ihren Mist unter neuen Namen.

> Es gibt z.B. eine Automarke, von denen ich in meinem Leben nie mehr
> etwas kaufen werde. Etliche Verwandte und Bekannte daraufhin auch nicht
> mehr. Das ist eine Menge entgangener Umsatz.

Dabei gehe ich bei Autos von relativ hoher Qualität aus, weil der TÜV
die Hand drüber hält.

> Bei einem Bekannten ist es ein Hersteller von Fahrradzubehoer. Zum
> Glueck hat er den resultierenden Crash nach dem Kurbelbruch
> ueberstanden. Weil zufaellig keine Autos kamen.

Vor 1990 kannte ich Achsenbrüche nur aus der Westliteratur. 1991 sind
mir im gleichen Rad die daumendicken Tretlagerachsen innerhalb von drei
Wochen 2x gebrochen. Bauhaus-Schrott par excellance.
--


CU Chr. Maercker.

Frank Möller

unread,
Jan 16, 2017, 10:23:44 AM1/16/17
to
Chr. Maercker schrieb:
> Joerg wrote:

>> Ich
>> werde nie verstehen, wie Firmen so etwas tun koennen, da rufschaedigend.

> Genau deswegen habe ich zu DDR-Zeiten geglaubt, nur realsozialistische
> Betriebe könnten sich mangels Konkurrenz soviel Murks leisten. Pustekuchen!

Es gab ja seinerzeit das berühmt-berüchtigte "Neuererwesen". Dabei hatte
man zwar "nur" Materialersparnis statt geplanter Obsoleszenz im Sinn,
dennoch war letztere dabei regelmäßig eine zwangsläufige Beigabe. Heute ist
geplante Obsoleszenz das direkte Ziel. Und auch dabei hat sich garantiert
jemand eine goldene Nase verdient. Die Gemeinsamkeiten von
realexistierendem Sozialismus und Kapitalismus waren und sind oftmals
erstaunlich groß.

--

Joerg

unread,
Jan 16, 2017, 11:05:30 AM1/16/17
to
On 2017-01-16 04:55, Chr. Maercker wrote:
> Joerg wrote:
>> Fuer Experten in Werkstoffkunde mit Zugang zu einem Analyselabor waere
>> es sicher kein Problem, herauszufinden, wo genau gespart wurde.
>
> Bisweilen reicht dazu schon ein simpler Messchieber. ;-)
> Oder ein Vergleich der verwendeten Materialien, Metall vs.
> Brösel-Kunststoff.
>

Oft reicht gesunder Menschenverstand, so denn vorhanden. Nach dem Motto
"Das koennen wir nicht machen, haelt nicht". Die alten Haudegen wissen
das meist am besten.


>> Ich
>> werde nie verstehen, wie Firmen so etwas tun koennen, da rufschaedigend.
>
> Genau deswegen habe ich zu DDR-Zeiten geglaubt, nur realsozialistische
> Betriebe könnten sich mangels Konkurrenz soviel Murks leisten. Pustekuchen!
> Die Produktion von Billigmist hat aber bekanntermaßen in der
> "Marktwirtschaft" etliche Vorteile:
> 1. billiger, billiger, billiger ...
> 2. i.a. nicht reparabel, also jedesmal Neukauf (also *nicht* billiger)
> 3. betr. vor allem Software: je fehleranfälliger und mangelhafter, desto
> mehr Patches, Tools und Kunstgriffe sind nötig, um den Mist halbwegs
> brauchbar, stabil und/oder bedienbar zu bekommen und die Zeitschriften
> verdienen sich goldene Nasen mit "Tips & Tricks" etc. Das "Produkt"
> bleibt damit im Gespräch.


Das Resultat kann dabei so aussehen: Leute wie ich benutzen MS-Office
schon lange nicht mehr und sie haben auch dem Platzhirschen unter den
CAD Systemen den Ruecken gekehrt. Waere ja alles nicht so wild, doch nun
erzaehlen sie das ihren Kunden, mit Gruenden und allem. Diese wiederum
entscheiden sich dann, ...


> 4. Bevor der Ruf der betr. Garagenfirmen unten durch ist bzw. sich deren
> Noname überhaupt rumgesprochen hat, sind sie lngst pleite oder basteln
> ihren Mist unter neuen Namen.
>

Ich denke, bei Volkswagen gibt es zu diesem Thema derzeit ernstere
Betrachtungen. Mit neuem Namen wuerde das knifflig.


>> Es gibt z.B. eine Automarke, von denen ich in meinem Leben nie mehr
>> etwas kaufen werde. Etliche Verwandte und Bekannte daraufhin auch nicht
>> mehr. Das ist eine Menge entgangener Umsatz.
>
> Dabei gehe ich bei Autos von relativ hoher Qualität aus, weil der TÜV
> die Hand drüber hält.
>

Nicht lange nach dem TUEV krachte eine der hinteren oberen
Stossdaempfermontagepunkte durchs "selbsttragende" Blech und tauchte im
Fahrgastraum auf. Waerend der Fahrt.

Inzwischen kann man vor dem Autokauf Pannenstatistiken, Werterhalt und
dergleichen erkunden und das taten wir auch vor Anschaffung nach Umzug.
Mit gutem Erfolg, beide Autos rund zwei Jahrzehnte lang pannenfrei und
bei bester Gesundheit. Leider kann man das bei Fahrraedern kaum machen,
da so gut wie keine Statistiken vorhanden sind und die Modellwechsel
meist eh zu rasch geschehen. Daher kann man nur nach der Bauweise, der
Groesse von Lagern usw. gehen (was ich tat).


>> Bei einem Bekannten ist es ein Hersteller von Fahrradzubehoer. Zum
>> Glueck hat er den resultierenden Crash nach dem Kurbelbruch
>> ueberstanden. Weil zufaellig keine Autos kamen.
>
> Vor 1990 kannte ich Achsenbrüche nur aus der Westliteratur. 1991 sind
> mir im gleichen Rad die daumendicken Tretlagerachsen innerhalb von drei
> Wochen 2x gebrochen. Bauhaus-Schrott par excellance.
>

Tretlager habe ich mehr als ein halbes Dutzend durch und das waren
teilweise keine billigen. Am schlimmsten fand ich jedoch die handfesten
Konstruktionsfehler wie die elenden Kurbelkeile damals.

Alexander Ausserstorfer

unread,
Jan 16, 2017, 11:50:19 AM1/16/17
to
In message <ee49a8...@mid.individual.net>
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

> Leider kann man das bei Fahrraedern kaum machen,
> da so gut wie keine Statistiken vorhanden sind und die Modellwechsel
> meist eh zu rasch geschehen.

Das Kagu gibt's inzwischen seit über zehn Jahren und wurde konsequent
weiterentwickelt. Trotz einigen Macken für mich noch immer ein gutes
Reiserad. Immerhin hat mein erstes bis heute gehalten oder war noch zu
reparieren bzw. gab es wenigstens passende Ersatzteile (Pannen hatte ich
leider doch einige). Der Tacho steht jetzt bei über 57.000 km. Die
ersten drei Jahre habe ich jedoch nicht aufgezeichnet.

Sind 10 Jahre jetzt kurz oder lang?

Ich denke mal - aber hier kann ich mich durchaus täuschen - wenn du ein
langlebiges Produkt, und zwar auch in der Form von Langzeitunterstützung
durch den Hersteller, haben willst, wirst du einiges blechen müssen.
Unter 3.000 Euro fand ich da eigentlich kaum was. Und ähnliches scheint
auch bei Anhängern zu gelten.

Ich muss immer schmunzeln, wenn ich irgendwo ein gebrauchtes Fahrrad für
89,00 Euro oder so im Schaufenster sehe.

Der Mensch kostet. Nicht das Fahrrad.

A.

--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Fix und Foxi.

Joerg

unread,
Jan 16, 2017, 12:41:10 PM1/16/17
to
On 2017-01-16 07:46, Alexander Ausserstorfer wrote:
> In message <ee49a8...@mid.individual.net>
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
>
>> Leider kann man das bei Fahrraedern kaum machen,
>> da so gut wie keine Statistiken vorhanden sind und die Modellwechsel
>> meist eh zu rasch geschehen.
>
> Das Kagu gibt's inzwischen seit über zehn Jahren und wurde konsequent
> weiterentwickelt. Trotz einigen Macken für mich noch immer ein gutes
> Reiserad. Immerhin hat mein erstes bis heute gehalten oder war noch zu
> reparieren bzw. gab es wenigstens passende Ersatzteile (Pannen hatte ich
> leider doch einige). Der Tacho steht jetzt bei über 57.000 km. Die
> ersten drei Jahre habe ich jedoch nicht aufgezeichnet.
>
> Sind 10 Jahre jetzt kurz oder lang?
>

Das ist schon ordentlich, doch es gibt vermutlich keine Pannenstatistik
von mehr als einem Versuchsobjekt.


> Ich denke mal - aber hier kann ich mich durchaus täuschen - wenn du ein
> langlebiges Produkt, und zwar auch in der Form von Langzeitunterstützung
> durch den Hersteller, haben willst, wirst du einiges blechen müssen.


Bei guten KFZ nicht. Auch nicht bei guten Computern, Musikinstrumenten,
Kuechengeraeten, Werkzeugen, Pool-Equipment, und so weiter.


> Unter 3.000 Euro fand ich da eigentlich kaum was.


Bei Fahrrraedern muss man vierstellig rechnen und das ist auch ok. Doch
es muss im Rahmen bleiben fuer das, was sie leisten und wegen der oft
mangelhaften Ausstattung (kein Licht oder schlechtes Licht, etc.). Teuer
heisst auch nicht immer perfekt. Z.B. hatten sie bei einem edlen MTB
eines anderen Fahrers versaeumt, unterm Tretlager eine Ablaufbohrung
vorzusehen. Der Fahrer wusste das gar nicht. Mir fiel es auf, als ich
nach einer Flussdurchquerung hinter ihm war und sein MTB nicht wie
ueblich Pipi machte.


> ... Und ähnliches scheint auch bei Anhängern zu gelten.
>

Der von Ikea sieht zumindest auf Fotos robust aus. Kann man bei uns
jedoch weder bekommen noch vor Ort inspizieren. Erwarte aber keine
Komplettausstattung mit Auflaufbremsen oder wenigstens Licht wie im
KFZ-Bereich. Das muss man alles selbst nachruesten.


> Ich muss immer schmunzeln, wenn ich irgendwo ein gebrauchtes Fahrrad für
> 89,00 Euro oder so im Schaufenster sehe.
>

Bei uns kann man oft gebrauchte Downhiller-MTB bekommen zu
Schnaeppchenpreisen. Das liegt daran, dass die Leute rasch feststellen,
dass diese Dinger kernig was wiegen und ihnen das Fahren zu muehsam
wird. Haette ich damals gern eines gekauft, doch da gab es die nur in
26" und das ist fuer mich zu klein. Inzwischen wenigstens in 27-1/2",
doch da hatte ich bereits ein 29" Vorfuehr-MTB gekauft.


> Der Mensch kostet. Nicht das Fahrrad.
>

Oh ja. Vor allem, wenn er zum Zahnart muss oder so :-)

Chr. Maercker

unread,
Jan 16, 2017, 12:41:34 PM1/16/17
to
Joerg wrote:
> Das Resultat kann dabei so aussehen: Leute wie ich benutzen MS-Office
> schon lange nicht mehr und sie haben auch dem Platzhirschen unter den
> CAD Systemen den Ruecken gekehrt. Waere ja alles nicht so wild, doch nun
> erzaehlen sie das ihren Kunden, mit Gruenden und allem. Diese wiederum
> entscheiden sich dann, ...

Dito, der Erfolg solcherlei "Werbung" hält sich freilich in Grenzen.
Insbesondere deswegen, weil ein gewisses Betrübssystem mit naehzu jedem
PC ausgeliefert werden als seien sie fest auf der Platte eingebrannt.
Anwendersoftware aus dem gleichen Laden bisweilen gleich mit.


>> 4. Bevor der Ruf der betr. Garagenfirmen unten durch ist bzw. sich deren
>> Noname überhaupt rumgesprochen hat, sind sie lngst pleite oder basteln
>> ihren Mist unter neuen Namen.
>>
>
> Ich denke, bei Volkswagen gibt es zu diesem Thema derzeit ernstere
> Betrachtungen. Mit neuem Namen wuerde das knifflig.

ACK, ist eben *keine* Garage wie Longshit, Realdreck, CarTrend und
schlimmeres/kurzlebigeres Gesocks.

>> Dabei gehe ich bei Autos von relativ hoher Qualität aus, weil der TÜV
>> die Hand drüber hält.
>
> Nicht lange nach dem TUEV krachte eine der hinteren oberen
> Stossdaempfermontagepunkte durchs "selbsttragende" Blech und tauchte im
> Fahrgastraum auf. Waerend der Fahrt.

Beim Moskwich alias "Rost-Quietsch" lief das andersrum: einzelne Fahrer
sind durch das verrostete Bodeblelch gebrochen ...

> Inzwischen kann man vor dem Autokauf Pannenstatistiken, Werterhalt und
> dergleichen erkunden und das taten wir auch vor Anschaffung nach Umzug.

Weniger gut kauft es sich nach Empfehlungen von Test-Zeitschriften. Da
bin ich schon zweimal gründlich reingefallen. Weil die oft völlig andere
Kriterien (hoch) bewerten als die, auf die ich achte.

> Mit gutem Erfolg, beide Autos rund zwei Jahrzehnte lang pannenfrei und
> bei bester Gesundheit. Leider kann man das bei Fahrraedern kaum machen,
> da so gut wie keine Statistiken vorhanden sind und die Modellwechsel
> meist eh zu rasch geschehen. Daher kann man nur nach der Bauweise, der
> Groesse von Lagern usw. gehen (was ich tat).

Leider, leider.

> Tretlager habe ich mehr als ein halbes Dutzend durch und das waren
> teilweise keine billigen.

Patronen halten meiner Er-Fahrung nach nicht halb so lange wie die
einstigen Lager in diskreter Bauweise.

> Am schlimmsten fand ich jedoch die handfesten
> Konstruktionsfehler wie die elenden Kurbelkeile damals.

Die waren natürlich manchmal ätzend, aber da hatten wir nicht so die
Auswahl. Viel ärgerlicher war das Linksgewinde von
Einschraubschalen-Lagern, kettenblattseitig. Bei meinem alten Diamant
hat sich das regelmäßig während der Fahrt aufgedreht, verlängerten
Schraubenschlüsseln und Rohrzangen zum Trotz. Da half nur Zuschweißen!
--


CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren

Chr. Maercker

unread,
Jan 16, 2017, 12:52:33 PM1/16/17
to
Alexander Ausserstorfer wrote:
> Sind 10 Jahre jetzt kurz oder lang?

Je nachdem: wir sprachen in diesem Teilthread bereits von 40 Jahren ...

> Ich denke mal - aber hier kann ich mich durchaus täuschen - wenn du ein
> langlebiges Produkt, und zwar auch in der Form von Langzeitunterstützung
> durch den Hersteller, haben willst, wirst du einiges blechen müssen.
> Unter 3.000 Euro fand ich da eigentlich kaum was.

Naja, bei 2.500,- EUR geht's langsam los: Mein Patria hatte seit 2012
noch keinen ernsthaften Schaden, bei 3.000..4.000 km/a. Nur eine(!!)
Reifenpanne und Verschleißkrams (Bremsen, Kette, Ritzel). Selst die
Reifen sind noch origiginal. Beim Vorgänger waren nach dieser Laufzeit
schon mind. Seitenläufer und Sattel hinüber, Verschleißteile (Reifen,
Kette, Ritzel) sowieso und jedes Jahr mind. eine Reifenpanne, trotz
Meidung von "Radwegen". Wenig später war der Schaltzug das erste mal
fällig usw.

> Und ähnliches scheint auch bei Anhängern zu gelten.

Es scheint heutzutage für ganz viele technische Produkte zu gelten.

> Ich muss immer schmunzeln, wenn ich irgendwo ein gebrauchtes Fahrrad für
> 89,00 Euro oder so im Schaufenster sehe.

Hm, der bisherige hierzugroups genannte Rekordhalter kostete seinerzeit
350,- M. 2012 wexelte es für null Euro seinen Besitzer, obwohl es
veilleicht fahrtauglicher war als ein etwa zur gleichen Zeit im A&V für
120,- EUR gekauftes Alu-Rad. Hatte im Gegensatz zu letzterem halt keine
Gangschaltung etc.

Harry Mogelsen

unread,
Jan 16, 2017, 1:05:02 PM1/16/17
to
On Mon 16 Jan 2017 13:55:38 +0100 "Chr. Maercker" wrote:

[Diverse Dümmlichkeiten]
>
>Vor 1990 kannte ich Achsenbrüche nur aus der Westliteratur. 1991 sind
°°°°°°°°°°°°
>mir im gleichen Rad die daumendicken Tretlagerachsen innerhalb von
°°°°°°°°°°°°°°°
>Wochen 2x gebrochen. Bauhaus-Schrott par excellance.
°°°°°°°
Man erkennt doch gleich, dass hier ein Ossi-Flachmann von Dingen
schreibt, die nur in seiner ärmlichen Vorstellungswelt existieren.

Wer Bauhaus mit Baumarkt verwechselt, sollte als Magdedorfer Ossi
gelegentlich mal eine kleine Fahrradtour nach nach Dessau machen,
um im dortigen *Bauhaus* eine neue Tretlager*welle* zu erstehen...
Vielleicht gelingt es ihm dort, seinen schrottigen Intellekt ein
bisserl auf Vordermann zu bringen. :-P

Joerg

unread,
Jan 16, 2017, 1:39:11 PM1/16/17
to
On 2017-01-16 09:41, Chr. Maercker wrote:
> Joerg wrote:
>> Das Resultat kann dabei so aussehen: Leute wie ich benutzen MS-Office
>> schon lange nicht mehr und sie haben auch dem Platzhirschen unter den
>> CAD Systemen den Ruecken gekehrt. Waere ja alles nicht so wild, doch nun
>> erzaehlen sie das ihren Kunden, mit Gruenden und allem. Diese wiederum
>> entscheiden sich dann, ...
>
> Dito, der Erfolg solcherlei "Werbung" hält sich freilich in Grenzen.
> Insbesondere deswegen, weil ein gewisses Betrübssystem mit naehzu jedem
> PC ausgeliefert werden als seien sie fest auf der Platte eingebrannt.
> Anwendersoftware aus dem gleichen Laden bisweilen gleich mit.
>

Auch da bin ich waehlerisch. Andere offenbar ebenso, da z.B. Dell bei
den ernsthafteren Rechnern wieder dazu uebergegangen ist, Windows 7
anzubieten und nicht auf Windows 10 zu beharren (was bei mir nicht ueber
die Schwelle kommt). Anwenderprogramme aus dem Hause lehne ich i.d.R.
ab. Bis auf MS-Works fuer meine Buchfuehrung, doch das gibt es schon
lange nicht mehr und ich habe mir rechtzeitig genuegend Lizenzen
eingekellert.

>
>>> 4. Bevor der Ruf der betr. Garagenfirmen unten durch ist bzw. sich deren
>>> Noname überhaupt rumgesprochen hat, sind sie lngst pleite oder basteln
>>> ihren Mist unter neuen Namen.
>>>
>>
>> Ich denke, bei Volkswagen gibt es zu diesem Thema derzeit ernstere
>> Betrachtungen. Mit neuem Namen wuerde das knifflig.
>
> ACK, ist eben *keine* Garage wie Longshit, Realdreck, CarTrend und
> schlimmeres/kurzlebigeres Gesocks.
>

Die haben im Ausland derzeit erheblich Image-Probleme. Egal, wir haben
zwei Japaner und die sind gusseisern robust.


>>> Dabei gehe ich bei Autos von relativ hoher Qualität aus, weil der TÜV
>>> die Hand drüber hält.
>>
>> Nicht lange nach dem TUEV krachte eine der hinteren oberen
>> Stossdaempfermontagepunkte durchs "selbsttragende" Blech und tauchte im
>> Fahrgastraum auf. Waerend der Fahrt.
>
> Beim Moskwich alias "Rost-Quietsch" lief das andersrum: einzelne Fahrer
> sind durch das verrostete Bodeblelch gebrochen ...
>

Meine Bodenbleche mussten bereits nach fuenf Jahren aufwendig
geschweisst werden :-(

Bei den derzeitigen Autos nichts, null, kein Fitzen Rost.


>> Inzwischen kann man vor dem Autokauf Pannenstatistiken, Werterhalt und
>> dergleichen erkunden und das taten wir auch vor Anschaffung nach Umzug.
>
> Weniger gut kauft es sich nach Empfehlungen von Test-Zeitschriften. Da
> bin ich schon zweimal gründlich reingefallen. Weil die oft völlig andere
> Kriterien (hoch) bewerten als die, auf die ich achte.
>

Klar. Daher sollte man auch selbst mit nachsehen. Der Verkaeufer beim
Autohaendler war schon etwas verwundert, als ich mal kurz unter das Auto
gekrochen bin.


>> Mit gutem Erfolg, beide Autos rund zwei Jahrzehnte lang pannenfrei und
>> bei bester Gesundheit. Leider kann man das bei Fahrraedern kaum machen,
>> da so gut wie keine Statistiken vorhanden sind und die Modellwechsel
>> meist eh zu rasch geschehen. Daher kann man nur nach der Bauweise, der
>> Groesse von Lagern usw. gehen (was ich tat).
>
> Leider, leider.
>

Selbst dann sind Malessen nicht ausgeschlossen. Dass die hintere
Schwinge lockerschlug, ok, Schwamm drueber, war wohl nicht gut angezogen
und wurde auf Garantie erledigt. Aber als mir der Horst Link mal fast
fliegen ging, wurde mir doch mulmig. Die hatten bei zwei Gelenken die
Gewindestutzen kuerzer gemacht als beim Vorjahresmodell und daher gab es
keine Kontermuttern. Vermutlich die uebliche "Weight Craze", jedes Gramm
muss gespart werden und das MTB muss einen Tacken weniger wiegen als das
der Konkurrenz. Ist auch geloest, aber man muss das wie ueblich selbst
korrigieren.


>> Tretlager habe ich mehr als ein halbes Dutzend durch und das waren
>> teilweise keine billigen.
>
> Patronen halten meiner Er-Fahrung nach nicht halb so lange wie die
> einstigen Lager in diskreter Bauweise.
>

Heute bekommst Du in der Erstausstattung jedoch fast nur Patronenlager.


>> Am schlimmsten fand ich jedoch die handfesten
>> Konstruktionsfehler wie die elenden Kurbelkeile damals.
>
> Die waren natürlich manchmal ätzend, aber da hatten wir nicht so die
> Auswahl. Viel ärgerlicher war das Linksgewinde von
> Einschraubschalen-Lagern, kettenblattseitig. Bei meinem alten Diamant
> hat sich das regelmäßig während der Fahrt aufgedreht, verlängerten
> Schraubenschlüsseln und Rohrzangen zum Trotz. Da half nur Zuschweißen!
>

Ah, noch einer :-)

Ich hatte frueher als Student beide Kurbeln festgeschweisst und bin
damit das Problem Kurbelkeil losgeworden. Abnehmen ging natuerlich nur
noch mit der grossen Flex.

Kai-Martin

unread,
Jan 16, 2017, 10:15:26 PM1/16/17
to
Harry Mogelsen wrote:

> Wer Bauhaus mit Baumarkt verwechselt, sollte als Magdedorfer Ossi
> gelegentlich mal eine kleine Fahrradtour nach nach Dessau machen,
> um im dortigen *Bauhaus* eine neue Tretlager*welle* zu erstehen...
> Vielleicht gelingt es ihm dort, seinen schrottigen Intellekt ein
> bisserl auf Vordermann zu bringen. :-P

Manche (sogar recht viele) Baumärkte tatsächlich "Bauhaus":
https://www.bauhaus.info/
Und nu?

---<)kaimartin(>---

Harry Mogelsen

unread,
Jan 17, 2017, 6:52:40 AM1/17/17
to
Und nu...
sehe ich das immer noch im Kontext der falschen Begrifflichkeiten des
Ossi-Nix-Maerckers der hier in drf permanent in ermüdender Weise das
Hohelied der geplanten Obsoleszenz singt. Als langjährigem drf-Poster
sollte man bei ihm davon ausgehen dürfen, dass die hier allgemein
üblichen Bezeichnungen "Baumarktmöhre", "Baumarktschrott", oder
"Baumarkt-Fahrrad" auch einem vorurteilsbeladenem Ossi geläufig sind.
Ebenso der gravierende Unterschied zwischen Achse und Welle.

Aber was soll's, PISA ist halt überall und eben auch in der Ostzone.
Die Merkfähigkeit des Dipl.-Ing. unterliegt offensichtlich gewissen
Grenzen, wenn es um (technisch) zutreffende Begriffe geht...

Chr. Maercker

unread,
Jan 19, 2017, 6:56:34 AM1/19/17
to
Joerg wrote:
> Auch da bin ich waehlerisch. Andere offenbar ebenso, da z.B. Dell bei
> den ernsthafteren Rechnern wieder dazu uebergegangen ist, Windows 7
> anzubieten und nicht auf Windows 10 zu beharren (was bei mir nicht ueber die Schwelle kommt).

Dann musst Du wohl irknwann auf Linux umsteigen. War ich auch schon
einige Male am Überlegen. Die M$-OSs der NT-Baureihe waren aber nach dem
xten Servicepack ausreichend stabil, so dass sich der Aufwand dann doch
nicht lohnte. Und W9x habe ich auf keinem meiner PCs geduldet bzw. es
kam gar nicht erst drauf.

> Anwenderprogramme aus dem Hause lehne ich i.d.R. ab.

Dito. Auf meinem Privat-PC läuft kein einziges.

> Bis auf MS-Works fuer meine Buchfuehrung,

M$-Örgs? Puhh ...

> Meine Bodenbleche mussten bereits nach fuenf Jahren aufwendig
> geschweisst werden :-(

Etwa der gleiche Zeitraum war's WIMRE auch beim Rost-Quietsch.

> Bei den derzeitigen Autos nichts, null, kein Fitzen Rost.

Für Bauj. 1998 trifft das wohl noch nicht zu. Da fand ich kürzlich bei
einem Auto einen entsprechenden Hinweis im TÜV-Schein.

> Klar. Daher sollte man auch selbst mit nachsehen. Der Verkaeufer beim
> Autohaendler war schon etwas verwundert, als ich mal kurz unter das Auto
> gekrochen bin.

Wir haben in einem Baumarkt mal sämtliche im Angebot befindlichen
Mülleimer umgedreht: bei ausnahmeslos allen sah man der Murkel-Mechnik,
die Schwachstellen an. Den Teilen, die normalerweise sichtbar sind
hingegen nicht ... alles angeblich nicht geplant??

>>> Tretlager habe ich mehr als ein halbes Dutzend durch und das waren
>>> teilweise keine billigen.
>>
>> Patronen halten meiner Er-Fahrung nach nicht halb so lange wie die
>> einstigen Lager in diskreter Bauweise.
>
> Heute bekommst Du in der Erstausstattung jedoch fast nur Patronenlager.

Ja. Zum Glück verschiedene Qualitäten. :-\

>>> Am schlimmsten fand ich jedoch die handfesten
>>> Konstruktionsfehler wie die elenden Kurbelkeile damals.

>> Die waren natürlich manchmal ätzend, aber da hatten wir nicht so die
>> Auswahl. Viel ärgerlicher war das Linksgewinde von
>> Einschraubschalen-Lagern, kettenblattseitig. Bei meinem alten Diamant
>> hat sich das regelmäßig während der Fahrt aufgedreht, verlängerten
>> Schraubenschlüsseln und Rohrzangen zum Trotz. Da half nur Zuschweißen!
>
> Ah, noch einer :-)

Naja, nicht ganz:
> Ich hatte frueher als Student beide Kurbeln festgeschweisst und bin
> damit das Problem Kurbelkeil losgeworden. Abnehmen ging natuerlich nur
> noch mit der grossen Flex.

Kurbelkeile haben sich bei meinen Rädern kaum jemals von selbst gelöst.
Das passierte wirklich nur mit diesen Einschraubschalen am Tretlager. Im
Gegensatz zu Pedalkeilen war es bei Tretlagern egal, wenn eine Schale
fest war, das Lager ließ sich auf der anderen Seite trotzdem komplett
ausbauen.
Einmal habe ich einen Keil so fest gezogen, dass das Gewinde abbrach,
mit einem stinknormalen Schraubenschlüssel. Manche, ältere sind
bedenklich tief in das ihnen zugedachte Loch reingerutscht, einzelne
haben sich auch mal gelockert. Die wurden wieder festgezogen und es war
für längere Zeit Ruhe, meist bis zum näxten Kurbelbruch. Das kam leider
auch mit DDR-Teilen vor, regelmäßig dort, wo die Pedale eingeschraubt sind.

Chr. Maercker

unread,
Jan 19, 2017, 7:00:46 AM1/19/17
to
Harry Mogelsen wrote:
> On Mon 16 Jan 2017 13:55:38 +0100 "Chr. Maercker" wrote:
>
> [Diverse Dümmlichkeiten]
>>
>> Vor 1990 kannte ich Achsenbrüche nur aus der Westliteratur. 1991 sind
> °°°°°°°°°°°°
>> mir im gleichen Rad die daumendicken Tretlagerachsen innerhalb von
> °°°°°°°°°°°°°°°
>> Wochen 2x gebrochen. Bauhaus-Schrott par excellance.
> °°°°°°°
> Man erkennt doch gleich, dass hier ein Ossi-Flachmann von Dingen
> schreibt, die nur in seiner ärmlichen Vorstellungswelt existieren.

Ach ja?

> Wer Bauhaus mit Baumarkt verwechselt, sollte als Magdedorfer Ossi
> gelegentlich mal eine kleine Fahrradtour nach nach Dessau machen,

Jenes Bauhaus zu Dessau kenne ich längst von außen und innen. Dafür,
dass Du den namensgleichen Baumarkt nicht kennst, kann ich nicht,
Wessi-Flachkopf.

> um im dortigen *Bauhaus* eine neue Tretlager*welle* zu erstehen...
> Vielleicht gelingt es ihm dort, seinen schrottigen Intellekt ein
> bisserl auf Vordermann zu bringen. :-P

Du wünscht ein Plonk, Troll?
--


CU Chr. Maercker.

Chr. Maercker

unread,
Jan 19, 2017, 7:05:10 AM1/19/17
to
TROLL Harry Mogelsen wrote:
> sehe ich das immer noch im Kontext der falschen Begrifflichkeiten des
> Ossi-Nix-Maerckers der hier in drf permanent in ermüdender Weise das
> Hohelied der geplanten Obsoleszenz singt.

Ach das stört Dich, Marketing-Fuzzi! Getroffene Hunde ...Du darfst eine
Extrarunde bellen und jaulen.

> Ebenso der gravierende Unterschied zwischen Achse und Welle.

Achsen haben im Gegensatz zu Wellen tragende Funktion. Auf Tretlagern
wirkt gelegentlich die gesamte Gewichtskraft von Radfahrern, habe ich
beobachtet. Gar nicht so einfach mit der Definition ...

Joerg

unread,
Jan 19, 2017, 1:10:04 PM1/19/17
to
On 2017-01-19 03:56, Chr. Maercker wrote:
> Joerg wrote:
>> Auch da bin ich waehlerisch. Andere offenbar ebenso, da z.B. Dell bei
>> den ernsthafteren Rechnern wieder dazu uebergegangen ist, Windows 7
>> anzubieten und nicht auf Windows 10 zu beharren (was bei mir nicht ueber die Schwelle kommt).
>
> Dann musst Du wohl irknwann auf Linux umsteigen. War ich auch schon
> einige Male am Überlegen.


Dazu muesste ich erstmal ganz in Rente sein, da selbststaendig und
kundenspezifische Software laueft fast immer nur mit Windows. Selbst
dann wird es schwierig, weil es fuer einige meiner Geraete keine Linux
Treiber gibt.


> ... Die M$-OSs der NT-Baureihe waren aber nach dem
> xten Servicepack ausreichend stabil, so dass sich der Aufwand dann doch
> nicht lohnte. Und W9x habe ich auf keinem meiner PCs geduldet bzw. es
> kam gar nicht erst drauf.
>

W9 weiss ich nicht, was es ist. XP war fuer mich "Last known good",
Windows 7 zaehneknirschend hinnehmbar. Vista, Window 8 and Windows 10
waren/sind IMHO nicht in der Praxis brauchbar. Jedenfalls nicht fuer mich.

Falls Du Windows 95 und 98 meinst, die habe ich wie 3.1 komplett
ausgesessen. Ich bin bis NT4 bei DOS geblieben, da das um Klassen
robuster ist. NT4 -> Win2k -> XP -> Win7 Pro. Letzteres nur unter
Grummeln und es wurde erst nach Abschaltung so gut wie saemtlicher
Automatismen (einigermassen) brauchbar.


>> Anwenderprogramme aus dem Hause lehne ich i.d.R. ab.
>
> Dito. Auf meinem Privat-PC läuft kein einziges.
>
>> Bis auf MS-Works fuer meine Buchfuehrung,
>
> M$-Örgs? Puhh ...
>

Ich benutze dabei nur die Database und die ist echt gut.
Rueckwaertskompatibel bis fast in die Zeit der Roemer. Leider haben sie
sich auf die Erstellung von immer mehr Fluff konzentriert, anstatt
Boecke wie eine jeweils nach kurzer Zeit ausfallende Zellkopierfunktion
zu reparieren. Ok, kann man mit leben. Meine komplette Buchfuehrung
laeuft damit. Selbst mein Hobbybrauerei-Log.


>> Meine Bodenbleche mussten bereits nach fuenf Jahren aufwendig
>> geschweisst werden :-(
>
> Etwa der gleiche Zeitraum war's WIMRE auch beim Rost-Quietsch.
>

Nur mussten die sich nicht sorgen, dass die Kunden zu japanischen
Herstellern abwandern, da Handelsraum per Staatsdekret und Devisenmangel
praktisch abgeschottet.


>> Bei den derzeitigen Autos nichts, null, kein Fitzen Rost.
>
> Für Bauj. 1998 trifft das wohl noch nicht zu. Da fand ich kürzlich bei
> einem Auto einen entsprechenden Hinweis im TÜV-Schein.
>

Mein Audi Avant Baujahr 1987 erfreut sich heute noch kerniger
Gesundheit. Er koennte den jetzigen Besitzer ueberleben. Er hat eine
vollverzinkte Karrosserie, einer der Hauptgruende fuer meinen Kauf
damals. Leider nicht mit in Kalifornien zulassungsfaehigem Motor, sonst
haette ich den Wagen mitgenommen.


>> Klar. Daher sollte man auch selbst mit nachsehen. Der Verkaeufer beim
>> Autohaendler war schon etwas verwundert, als ich mal kurz unter das Auto
>> gekrochen bin.
>
> Wir haben in einem Baumarkt mal sämtliche im Angebot befindlichen
> Mülleimer umgedreht: bei ausnahmeslos allen sah man der Murkel-Mechnik,
> die Schwachstellen an. Den Teilen, die normalerweise sichtbar sind
> hingegen nicht ... alles angeblich nicht geplant??
>

Bei Billigkram wie Treteimern koennen sie das machen. Da wissen Kunden
nach Jahren eh nicht mehr, was das fuer ein Fabrikat waren. Doch sie
werden es nicht schaffen, sie Leuten wie Dir und mir anzudrehen.


>>>> Tretlager habe ich mehr als ein halbes Dutzend durch und das waren
>>>> teilweise keine billigen.
>>>
>>> Patronen halten meiner Er-Fahrung nach nicht halb so lange wie die
>>> einstigen Lager in diskreter Bauweise.
>>
>> Heute bekommst Du in der Erstausstattung jedoch fast nur Patronenlager.
>
> Ja. Zum Glück verschiedene Qualitäten. :-\
>

Hier muss ich mal lobend erwaehnen, dass das einfache Shimano ES25 an
meinem MTB trotz einigen harten Pedalaufsetzern schon Jahre Dienst tut
und kein grosses Spiel zeigt.


>>>> Am schlimmsten fand ich jedoch die handfesten
>>>> Konstruktionsfehler wie die elenden Kurbelkeile damals.
>
>>> Die waren natürlich manchmal ätzend, aber da hatten wir nicht so die
>>> Auswahl. Viel ärgerlicher war das Linksgewinde von
>>> Einschraubschalen-Lagern, kettenblattseitig. Bei meinem alten Diamant
>>> hat sich das regelmäßig während der Fahrt aufgedreht, verlängerten
>>> Schraubenschlüsseln und Rohrzangen zum Trotz. Da half nur Zuschweißen!
>>
>> Ah, noch einer :-)
>
> Naja, nicht ganz:
>> Ich hatte frueher als Student beide Kurbeln festgeschweisst und bin
>> damit das Problem Kurbelkeil losgeworden. Abnehmen ging natuerlich nur
>> noch mit der grossen Flex.
>
> Kurbelkeile haben sich bei meinen Rädern kaum jemals von selbst gelöst.
> Das passierte wirklich nur mit diesen Einschraubschalen am Tretlager. Im
> Gegensatz zu Pedalkeilen war es bei Tretlagern egal, wenn eine Schale
> fest war, das Lager ließ sich auf der anderen Seite trotzdem komplett
> ausbauen.
> Einmal habe ich einen Keil so fest gezogen, dass das Gewinde abbrach,
> mit einem stinknormalen Schraubenschlüssel. Manche, ältere sind
> bedenklich tief in das ihnen zugedachte Loch reingerutscht, einzelne
> haben sich auch mal gelockert.


Bei meinen wurden immer die Abflachungen leicht rund, egal wie fest ich
die reingedrueckt habe. Zulange damit weitergefahren und die Achsen
gallerten an den Enden aus, und waren dann hin. Wenn ich mit dem Hammer
Mottek draufgepoelt hatte, hielten sie noch am laengsten, doch kamen sie
danach kaum wieder raus. Da konnte ich das ganze gleich festschweissen,
was ich auch tat.


> ... Die wurden wieder festgezogen und es war
> für längere Zeit Ruhe, meist bis zum näxten Kurbelbruch. Das kam leider
> auch mit DDR-Teilen vor, regelmäßig dort, wo die Pedale eingeschraubt sind.
>

Sowas hatte ich zum Glueck nie. Das kann ueble Verletzungen geben, wenn
mit Crash verbunden. Bei solche Teilen achte ich immer daraus, dass das
keinesfalls von dieser elenden Leichtbauweise ist.

Harry Mogelsen

unread,
Jan 19, 2017, 5:08:59 PM1/19/17
to
On Thu, 19 Jan 2017 13:05:09 +0100 "Chr. Maercker" wrote:

>TROLL Harry Mogelsen wrote:
>> sehe ich das immer noch im Kontext der falschen Begrifflichkeiten des
>> Ossi-Nix-Maerckers der hier in drf permanent in ermüdender Weise das
>> Hohelied der geplanten Obsoleszenz singt.
>
>Ach das stört Dich, Marketing-Fuzzi! Getroffene Hunde ...Du darfst eine
>Extrarunde bellen und jaulen.
>
Warum sollte ich wegen eines falschen Rückschlusses bellen und jaulen?
Das ist doch bestenfalls zum Heulen, wenn das betroffene Maercker nix
mehr merkt!

>> Ebenso der gravierende Unterschied zwischen Achse und Welle.
>
>Achsen haben im Gegensatz zu Wellen tragende Funktion. Auf Tretlagern
>wirkt gelegentlich die gesamte Gewichtskraft von Radfahrern, habe ich
>beobachtet. Gar nicht so einfach mit der Definition ...
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Ich denke mal, hier trollt der Ossi-Dipl.-Ing., oder zeigt seine
technische Beschränktheit. Die Definition ist doch höchst simpel:
Eine Achse überträgt *kein* Drehmoment. Punkt, Ende, basta!
<https://de.wikipedia.org/wiki/Welle_(Mechanik)>

Chr. Maercker

unread,
Jan 20, 2017, 1:43:29 AM1/20/17
to
Joerg wrote:
[Linux vs. Windows]
> Dazu muesste ich erstmal ganz in Rente sein, da selbststaendig und
> kundenspezifische Software laueft fast immer nur mit Windows. Selbst
> dann wird es schwierig, weil es fuer einige meiner Geraete keine Linux
> Treiber gibt.

That's the problem. Deswegen bin ich auch nicht umgestiegen. Dank eines
gut befüllten "Werkzeugkastens" kann ich den meisten
Windoof-Installation so lange vors Knie treten, bis sie halbwegs
vernünftig laufen.


XP war fuer mich "Last known good",

ACK, ab SP2, W2k ab SP4 und NT4 ab SP6. Nur NT3.x scheint von Anfang an
relativ stabil gewesen zu sein.

> Windows 7 zaehneknirschend hinnehmbar. Vista, Window 8 and Windows 10
> waren/sind IMHO nicht in der Praxis brauchbar. Jedenfalls nicht fuer mich.

Win7 geht, hat ein paar böse Macken, aber welches Windows hatte die nicht?

> Falls Du Windows 95 und 98 meinst, die habe ich wie 3.1 komplett
> ausgesessen.

Genau dieses MS-DOS 7.x mit heillos überdimensionierter und deshalb
instabiler Möchtegern-GUI meine ich.

> Ich bin bis NT4 bei DOS geblieben, da das um Klassen
> robuster ist. NT4 -> Win2k -> XP -> Win7 Pro.

Exakt gleiche Roadmap bei mir. Wobei ich DOS6.2 mit Win3.11 (nicht WfW
3.11) betrieben habe. Mit Novells Client32 fürs Netzwerk statt
WfW-eigenem NDIS2/3-Schrotthaufen.

> Letzteres nur unter
> Grummeln und es wurde erst nach Abschaltung so gut wie saemtlicher
> Automatismen (einigermassen) brauchbar.

Das war bisher bei fast allen Windosen so. Ist ein Teil dessen, was ich
mit "vor's Knie treten" meine.

>>> Meine Bodenbleche mussten bereits nach fuenf Jahren aufwendig
>>> geschweisst werden :-(
>>
>> Etwa der gleiche Zeitraum war's WIMRE auch beim Rost-Quietsch.
>>
>
> Nur mussten die sich nicht sorgen, dass die Kunden zu japanischen
> Herstellern abwandern, da Handelsraum per Staatsdekret und Devisenmangel
> praktisch abgeschottet.

Deswegen dachte ich ja, soviel Murks gäbe es nur im Realsozialismus.
Obwohl gerade bei Autos eine gewisse Auswahl bestand. Es mussten nicht
unbedingt russische Rostlauben sein, die DDR hat selbst Autos gebaut.
Ein Typ hieß freilich nicht ohne Grund Wart-burg. Hinzu kamen
tschechische Skodas und später Polski-Fiat + Lada. Die Straßen waren
auch hierzulande schon zu DDR-Zeiten voll, trotz endloser Wartezeiten.

>> Wir haben in einem Baumarkt mal sämtliche im Angebot befindlichen
>> Mülleimer umgedreht: bei ausnahmeslos allen sah man der Murkel-Mechnik,
>> die Schwachstellen an. Den Teilen, die normalerweise sichtbar sind
>> hingegen nicht ... alles angeblich nicht geplant??
>
> Bei Billigkram wie Treteimern koennen sie das machen. Da wissen Kunden
> nach Jahren eh nicht mehr, was das fuer ein Fabrikat waren. Doch sie
> werden es nicht schaffen, sie Leuten wie Dir und mir anzudrehen.

Sie haben es einige Male zu oft geschafft. Sonst würde ich gewisse
Verdächtigungen gar nicht äußern und wäre nicht so misstrauisch beim Kauf.

> Hier muss ich mal lobend erwaehnen, dass das einfache Shimano ES25 an
> meinem MTB trotz einigen harten Pedalaufsetzern schon Jahre Dienst tut
> und kein grosses Spiel zeigt.

Leider sind Preise sehr unsichere Indikatoren für Qualität. Es gibt
diverse Produkte, die wenig gekostet haben und trotzdem erstaunlich
lange halten. Nur halt nicht allzu viele. Von der umgekehrten Sorte gibt
es deutlich mehr. Die schreckt dann ab, teure Markenware zu kaufen, auf
die Gefahr hin, dass die auch nicht besser ist als der Rest.

>> für längere Zeit Ruhe, meist bis zum näxten Kurbelbruch. Das kam leider
>> auch mit DDR-Teilen vor, regelmäßig dort, wo die Pedale eingeschraubt
>> sind.
>>
>
> Sowas hatte ich zum Glueck nie. Das kann ueble Verletzungen geben, wenn
> mit Crash verbunden. Bei solche Teilen achte ich immer daraus, dass das
> keinesfalls von dieser elenden Leichtbauweise ist.

Leichtbauweise würde ich die damaligen Kurbeln nicht nennen. Auf jeden
Fall kein Alu. Die Kurbeln waren an den am höchsten belasteten Stellen
am dünnsten. Heutige Qualitätsware hat um die Gewindebohrung für die
Pedale herum eine dicke Wulst. Die fehlte den damaligen Kurbeln.

Chr. Maercker

unread,
Jan 20, 2017, 1:54:36 AM1/20/17
to
Nix Punkt, Ende, basta, Mogel-Harry! Es gab die Definition, Achsen sind
mit Gewichtskräften belastet, Wellen nicht. Wir haben die tastsächlich
noch gelernt, ist aber verdammt lang her.

> <https://de.wikipedia.org/wiki/Welle_(Mechanik)>

Johann Mayerwieser

unread,
Jan 20, 2017, 4:11:33 AM1/20/17
to
Am Thu, 19 Jan 2017 10:10:09 -0800 schrieb Joerg:

> W9 weiss ich nicht, was es ist. XP war fuer mich "Last known good",

XP war das letzte von mir verwendete Windows. Da hat mich dann Windwos
vertrieben. Ich habe über Nacht 600 MByte mit 700 kb/s auf meinen
Webspace hochgeladen. In der Früh schaue ich: Windows wurde wegen ... neu
gestartet. 80% waren schon oben. In der nächsten Nacht hab ichs dann
schon mit Ubuntu hochgeladen.

Dass ich nicht lüge - falls etwas einmal mit Ubuntu nicht gehen sollte,
habe ich eine Virtualbox mit XP - aber schon lange nicht mehr verwendet.

Joerg

unread,
Jan 20, 2017, 10:19:15 AM1/20/17
to
On 2017-01-19 22:43, Chr. Maercker wrote:
> Joerg wrote:

[...]

>> Hier muss ich mal lobend erwaehnen, dass das einfache Shimano ES25 an
>> meinem MTB trotz einigen harten Pedalaufsetzern schon Jahre Dienst tut
>> und kein grosses Spiel zeigt.
>
> Leider sind Preise sehr unsichere Indikatoren für Qualität. Es gibt
> diverse Produkte, die wenig gekostet haben und trotzdem erstaunlich
> lange halten. Nur halt nicht allzu viele. Von der umgekehrten Sorte gibt
> es deutlich mehr. Die schreckt dann ab, teure Markenware zu kaufen, auf
> die Gefahr hin, dass die auch nicht besser ist als der Rest.
>

Ganz besonders bei Fahrradreifen. Die Versionen, wo es zu
Flankenversagen kam, waren bisher alle westliche Markenware. Beim MTB
bin ich inzwischen bei asiatischen Reifen, deren Seitenflanken gut
halten und die in 29" Version erstaunlicherweise fast alle weniger als
$25/Stueck kosten. Die Lebensdauer in Kilometern ist etwa die gleiche
wie bei >$50 Reifen.

Bei RR Reifen bin ich inzwischen auch soweit, woanders zu suchen,
nachdem mir schon wieder ein Gatorskin mit Flankenschaden ausgefallen
ist. Da war noch mindestens das halbe Gummi auf der Laufflaeche. Sie
gehen eh viel zu schwer auf die Felgen. Mal sehen, wie sich Conquistare
von Cheng Shin Tire aus China machen. Ganze $15, doch das ist nicht der
Grund.


>>> für längere Zeit Ruhe, meist bis zum näxten Kurbelbruch. Das kam leider
>>> auch mit DDR-Teilen vor, regelmäßig dort, wo die Pedale eingeschraubt
>>> sind.
>>>
>>
>> Sowas hatte ich zum Glueck nie. Das kann ueble Verletzungen geben, wenn
>> mit Crash verbunden. Bei solche Teilen achte ich immer daraus, dass das
>> keinesfalls von dieser elenden Leichtbauweise ist.
>
> Leichtbauweise würde ich die damaligen Kurbeln nicht nennen. Auf jeden
> Fall kein Alu. Die Kurbeln waren an den am höchsten belasteten Stellen
> am dünnsten. Heutige Qualitätsware hat um die Gewindebohrung für die
> Pedale herum eine dicke Wulst. Die fehlte den damaligen Kurbeln.
>

Dann war es ein Konstruktionsfehler. Die findet man im Fahrradbereich
oft. Am schlimmsten ist es mit Zubehoer, wo ich fast immer nachbessern muss.

Joerg

unread,
Jan 20, 2017, 10:22:35 AM1/20/17
to
Ich hatte es vor drei Jahren umgekehrt gemacht, eine VirtualBox in XP
und darin Ubuntu laufen lassen. Fluppte sehr huebsch und man konnte
sogar zwischen den OS hin und her "mausen". Doch dann legte Ubuntu eines
Tages eine Selbstzerstoerung hin, warum auch immer. War eh nur ein Test
wegen einer CAD Software, die ich ausprobieren wollte (gEDA) und die mir
dann doch nicht gefiel.

Kai Teranski

unread,
Jan 20, 2017, 11:44:10 AM1/20/17
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> Wrote in message:
> On 2017-01-19 03:56, Chr. Maercker wrote:
>> Joerg wrote:
>>> Auch da bin ich waehlerisch. Andere offenbar ebenso, da z.B. Dell bei
>>> den ernsthafteren Rechnern wieder dazu uebergegangen ist, Windows 7
>>> anzubieten und nicht auf Windows 10 zu beharren (was bei mir nicht ueber die Schwelle kommt).
>>
>> Dann musst Du wohl irknwann auf Linux umsteigen. War ich auch schon
>> einige Male am Überlegen.
>
>
> Dazu muesste ich erstmal ganz in Rente sein, da selbststaendig und
> kundenspezifische Software laueft fast immer nur mit Windows. Selbst
> dann wird es schwierig, weil es fuer einige meiner Geraete keine Linux
> Treiber gibt.

"Treiber" gibt es nur unter Windows. Unter Linux wird die
Hardware vom Kernel unterstützt oder eben nicht. Um zu checken,
ob das der Fall ist, besorg dir eine der Linux-
Live-Distributionen, z.B. Ubuntu oder Linux Mint. Die laufen ohne
Installation, von DVD oder USB-Stick. Dieses bootest du und
checkst damit, ob deine Hardware theoretisch läuft. Dein Windows
bleibt dabei unangetastet.

Joerg

unread,
Jan 20, 2017, 1:30:15 PM1/20/17
to
Das gilt m.W. nur fuer Standardgeraete wie Drucker, Scanner, Kameras und
so. Dabei auch nicht fuer alle, z.B. soll der Scanner-Teil meines Canon
MF4890DW mit Linux nicht gescheit laufen.

http://www.howtogeek.com/213488/how-to-install-hardware-drivers-on-linux/

Zitat "Some manufacturers to provide [sollte wohl "do provide" heissen]
their own, closed-source, proprietary drivers. These are hardware
drivers that the manufacturers write and maintain on their own, and
their closed-source nature means most Linux distributions won't bundle
and automatically enable them for you".

Dabei liegt das Problem. Ich hatte vor Jahren erwogen, ob ein Umstieg
auf Linux geht. Nach Anfrage bei diversen Herstellern von Messgeraeten,
ob der Link zum Computer native oder durch Nachruest-Treiber auch mit
Linux machbar waere, kam in einigen Faellen eine abschlaegige Antwort.
Erst recht bei Kunden-Geraeten, die so gut wie immer voll proprietaer
gehandhabt werden.

Helmut Springer

unread,
Jan 20, 2017, 3:00:53 PM1/20/17
to
Kai Teranski <kai.te...@udo.edu> wrote:
>> Dazu muesste ich erstmal ganz in Rente sein, da selbststaendig
>> und kundenspezifische Software laueft fast immer nur mit Windows.
>> Selbst dann wird es schwierig, weil es fuer einige meiner Geraete
>> keine Linux Treiber gibt.
>
> "Treiber" gibt es nur unter Windows.

Das ist natuerlich falsch.

> Unter Linux wird die Hardware vom Kernel unterstützt oder eben
> nicht.

Das ist natuerlich falsch.

Kein Treiber, keine Kekse, egal unter welchem OS.

Der standard Linuxkernel beinhaltet bereits eine ganze Reihe von
Geraetetreibern, Distributionskernel idR noch mehr. Darueber hinaus
liefern HW Hersteller teilweise noch eigene Treiber aus, mal als
binary mal als source, mal kostenfrei und mal mit Lizenz.


Aber OT hier,

--
Best Regards
helmut springer panta rhei

Bernd Ullrich

unread,
Jan 20, 2017, 3:05:57 PM1/20/17
to
Am 20.01.2017 um 07:43 schrieb Chr. Maercker:
[...]
> Leichtbauweise wÃŒrde ich die damaligen Kurbeln nicht nennen. Auf jeden
> Fall kein Alu. Die Kurbeln waren an den am höchsten belasteten Stellen
> am dÌnnsten. Heutige QualitÀtsware hat um die Gewindebohrung fÌr die
> Pedale herum eine dicke Wulst. Die fehlte den damaligen Kurbeln.

Das waren Schmiedeteile. Da ist mir keine einzige weggebrochen. Aber in
den letzten 25 Jahren 2 Aluteile.

BU


Kai Teranski

unread,
Jan 20, 2017, 3:32:49 PM1/20/17
to
Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> Wrote in message:
> Kai Teranski <kai.te...@udo.edu> wrote:
>>> Dazu muesste ich erstmal ganz in Rente sein, da selbststaendig
>>> und kundenspezifische Software laueft fast immer nur mit Windows.
>>> Selbst dann wird es schwierig, weil es fuer einige meiner Geraete
>>> keine Linux Treiber gibt.
>>
>> "Treiber" gibt es nur unter Windows.
>
> Das ist natuerlich falsch.
>
>> Unter Linux wird die Hardware vom Kernel unterstützt oder eben
>> nicht.
>
> Das ist natuerlich falsch.
>
> Kein Treiber, keine Kekse, egal unter welchem OS.
>
> Der standard Linuxkernel beinhaltet bereits eine ganze Reihe von
^^^^^^^^^^^^^^^^^^
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Geraetetreibern, Distributionskernel idR noch mehr. Darueber hinaus
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Was denn nun, Ja oder Nein?

> liefern HW Hersteller teilweise noch eigene Treiber aus, mal als
> binary mal als source, mal kostenfrei und mal mit Lizenz.
>
>
> Aber OT hier,

Das mag rein technisch so sein. Die Dinger heißen aber IMHO nicht
'Treiber' und sind seltenst von den Herstellern, sondern Teil der
Distribution.

Martin Wohlauer

unread,
Jan 20, 2017, 3:46:41 PM1/20/17
to
Am 20.01.2017 um 21:32 schrieb Kai Teranski:
> Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> Wrote in message:
>> Kai Teranski <kai.te...@udo.edu> wrote:
>>> Unter Linux wird die Hardware vom Kernel unterstützt oder eben
>>> nicht.
>>
>> Das ist natuerlich falsch.
>>
>> Kein Treiber, keine Kekse, egal unter welchem OS.
>>
>> Der standard Linuxkernel beinhaltet bereits eine ganze Reihe von
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> Geraetetreibern, Distributionskernel idR noch mehr. Darueber hinaus
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>
> Was denn nun, Ja oder Nein?

Weil »unterstützt« auch durch ein Kernelmodul oder Firmware hergestellt
werden kann, wenn's nicht im Kernel ist. Formal ist deine Aussage oben
schon richtig, aber jeder wird sie so lesen, dass ohne
Kernelunterstützung nichts ginge. Und an der Interpretation stöße ich
mich auch.

>> liefern HW Hersteller teilweise noch eigene Treiber aus, mal als
>> binary mal als source, mal kostenfrei und mal mit Lizenz.
>>
>>
>> Aber OT hier,
>
> Das mag rein technisch so sein. Die Dinger heißen aber IMHO nicht
> 'Treiber' und sind seltenst von den Herstellern, sondern Teil der
> Distribution.

Letztlich ist es doch scheißegal, ob man das Ding »Kernelmodul«,
»Firmware« oder Treiber schimpft. Technisch ist es ein Stück Software,
das dem Betübsystem ermöglicht, mit der Hardware zielgerichtet zu
kommunizieren. Aber man kann natürlich auch über des Kaisers Bart streiten.

Grüßle,

Martin.

Kai Teranski

unread,
Jan 20, 2017, 3:49:23 PM1/20/17
to
Nvidias 'Treiber' sind auch closed source, aber trotzdem Teil der
normalen Distribution bzw. Repositories. Und es gibt inzwischen
einen 'freien' Nvidia-'Treiber', obwohl Nvidia ihren Code nie
rausgegeben hat.

> Dabei liegt das Problem. Ich hatte vor Jahren erwogen, ob ein Umstieg
> auf Linux geht. Nach Anfrage bei diversen Herstellern von Messgeraeten,
> ob der Link zum Computer native oder durch Nachruest-Treiber auch mit
> Linux machbar waere, kam in einigen Faellen eine abschlaegige Antwort.
> Erst recht bei Kunden-Geraeten, die so gut wie immer voll proprietaer
> gehandhabt werden.

Dann besteht noch die Möglichkeit, eine virtuelle Maschine mit
Win 7 unter Linux laufen zu lassen. Oder einzelne
Windowsprogramme emuliert laufen zu lassen, unter Wine. Mein
40tude Dialog auf dem Desktop läuft seit 8 Jahren fehlerfrei
unter Ubuntu.

Kai Teranski

unread,
Jan 20, 2017, 3:51:16 PM1/20/17
to
Bernd Ullrich <ullric...@hotmail.com> Wrote in message:
> Am 20.01.2017 um 07:43 schrieb Chr. Maercker:
> [...]
>> Leichtbauweise wÃ?rde ich die damaligen Kurbeln nicht nennen. Auf jeden
>> Fall kein Alu. Die Kurbeln waren an den am höchsten belasteten Stellen
>> am dÃ?nnsten. Heutige QualitÃ?tsware hat um die Gewindebohrung fÃ?r die
>> Pedale herum eine dicke Wulst. Die fehlte den damaligen Kurbeln.
>
> Das waren Schmiedeteile. Da ist mir keine einzige weggebrochen. Aber in
> den letzten 25 Jahren 2 Aluteile.

Die meisten Kurbeln aus Aluminium sind ebenfalls geschmiedet.

Joerg

unread,
Jan 20, 2017, 4:09:29 PM1/20/17
to
On 2017-01-20 12:48, Kai Teranski wrote:
> Joerg <ne...@analogconsultants.com> Wrote in message:

[...]


>> Dabei liegt das Problem. Ich hatte vor Jahren erwogen, ob ein Umstieg
>> auf Linux geht. Nach Anfrage bei diversen Herstellern von Messgeraeten,
>> ob der Link zum Computer native oder durch Nachruest-Treiber auch mit
>> Linux machbar waere, kam in einigen Faellen eine abschlaegige Antwort.
>> Erst recht bei Kunden-Geraeten, die so gut wie immer voll proprietaer
>> gehandhabt werden.
>
> Dann besteht noch die Möglichkeit, eine virtuelle Maschine mit
> Win 7 unter Linux laufen zu lassen. Oder einzelne
> Windowsprogramme emuliert laufen zu lassen, unter Wine. Mein
> 40tude Dialog auf dem Desktop läuft seit 8 Jahren fehlerfrei
> unter Ubuntu.
>

Geht nicht immer. Ich hatte Kundenprojekte, da wurde das von Ingenieuren
ausgiebig versucht. Sie gaben irgendwann auf. Mit mehr Aufwand haetten
sie es schon hinbekommen, doch der Anwendermarkt war zu klein, um die
dazu angepeilten Arbeitsstunden zu rechtfertigen.
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