Andreas Oehler schrieb:
> Tue, 24 Mar 2015 12:59:37 +0100, Stephan Gerlach:
>
>> Neulich fuhr ich ein altes (vermutlich 80er Jahre) Tourenrad von $Bekannter.
>> Dabei fiel mir auf: Es hatte Stahlfelgen; vorn geriffelt, hinten glatt.
>> Ob die verchromt waren, mag ich nicht beurteilen; sah aber so aus.
>> Es waren Standard-Bremsbeläge ähnlich diesen
>> <
http://ecx.images-amazon.com/images/I/31K4m3AO-ZL.jpg> montiert; die
>> sahen allerdings nicht mehr wie aus den 80er Jahren aus, sondern neuer.
>>
>> Die Bremsleistung mit AFAIR Weinmann(?)-Bremsen war für
>> Stahlfelgen-Verhältnisse gar nicht sooo schlecht wie erwartet;
>> wenngleich ich mit Stahlfelgen wohl keine Abfahrten im Gebirge
>> runtergefahren wäre :-) . (Hat man das früher gemacht?)
>
> Ich bin einige Jahre täglich aus dem Stuttgarter Kessel hoch und abends
> eine Abfahrt mit fast 20% Gefälle zurück.
Das ist hart.
Hier bin ich nur in der Stadt und im Trockenen rumgegurkt. Die steilste
Abfahrt hatte vielleicht 5%. Die Fahrt war insgesamt ohne besondere
Vorkommnisse.
Ehrlich gesagt habe ich bei der Bremswirkung keinen riesigen Unterschied
zu meinen Fahrrädern mit Alufelgen feststellen können.
> Bei Trockenheit kein Problem.
> Bei Nässe war einmal das Gebüsch angenehmer als der querende Verkehr der
> Kreuzung unten...
Ups... das klingt nicht gerade berauschend.
Wie haben das dann die Rennfahrer im Radrennen bei Nässe gehandhabt...
>> Gibt es eigentlich Bremsbeläge, die auf Stahl und/oder verchromten
>> Felgen eine möglicherweise bessere Bremswirkung als "Standard-Beläge"
>> erzielen?
>
> Klar. Mittel der Wahl in den späten 80ern und frühen 90ern waren
> "Altenburger Superstop".
Eine kurze Google-Anfrage mit diesem Begriff bringt keine
offensichtlichen Möglichkeiten, die zu kaufen.
> Das waren harte irgendwie gesinterte rostbraune
> Bremsklötze. Damit habe ich es geschafft schnell den Chrom runterzubremsen
> und sogar auch eine Stahlfelge "durchzubremsen". Was wirksameres ist mir
> damals nicht untergekommen.
> Die Alternburger Superstop dürften nicht mehr mit vertretbarem Aufwand
> beschaffbar sein. Höchstens noch in staubigen Kisten in alteingesessenen
> Radläden mit unordentlichem, großen Lager. Aber die sind ja leider fast
> alle ausgestorben und durch schicke Bikestores ersetzt.
Felgenschonend scheinen sie also nicht zu sein :-) .
Die Frage ist, ob die überhaupt besser wären als Koolstops oder
BMX-Bremsbeläge.
> Die gab es damals auch schon. Trockenbremsleistung eher schlechter als bei
> normalen "Gummis" und bei Nässe auch nicht wirklich beeindruckend.
Dann sollte ich die wohl besser nicht empfehlen.
> Zu Stahlfelgenzeiten kannte ich die noch nicht und wären mir vermutlich
> auch zu teuer gewesen. Da die Koolstop Salmon aber nach wie vor
> "Bremsgummis der Wahl" für Alufelgen sind - weil wirsam *und* sehr
> Felgen-schonend, würde ich immer zum Kauf raten.
Sind die lachsfarbenen Koolstops die "weichsten" Bremsbeläge von Koolstop?
Sollte man eher zu (den größeren) Belägen für V-Bremsen raten; die
würden wohl auch an Weinmann-Bremsen(!) montierbar sein?
Mit den von mir genannten BMX-Belägen scheint wohl keiner Erfahrung zu
haben; die sollen ja auch "extra weich" sein.