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Wie lange hält ein Fahrrad?

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Thomas Proell

unread,
Oct 18, 2001, 6:37:18 AM10/18/01
to
Hi!

Wenn ich mir jetzt ein Qualitätsprodukt von Wanderer oder so kaufe - wie
lange kann ich damit wohl fahren?
Ich meine - bei Autos sagt man ja so 10 Jahre aufwärts, aber unter 20
Jahre. Oder zwischen 150.000 und 350.000 km.
Gibts ähnliche Eckwerte für Fahrräder? Meine Fahrtstrecke sind ca. 100
km/Woche, Sommer wie Winter, Regen, Schnee, kein Gelände, wenig Gepäck.

Thomas

Helmuth Schutzeich

unread,
Oct 18, 2001, 5:48:03 AM10/18/01
to
Hi Thomas,

You (Thomas Proell) wrote:
> Gibts ähnliche Eckwerte für Fahrräder?
>

Ich würde mal schätzen, daß man bei einem ungefederten Radl ab 50000 km
mit Ermüdungserscheinungen beim Rahmen rechnen kann.

Der Rest ist pflegeabhängig oder wird sowieso ab und zu gewechselt.

Lieben Gruß, Helmuth

--
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Edited: Thu, 18 Oct 2001 11:33 +0200 CET
Antworten bitte nur in der NG

Helmut Springer

unread,
Oct 18, 2001, 6:57:27 AM10/18/01
to
Helmuth Schutzeich <busi...@schutzeich.de> wrote:
> Ich würde mal schätzen, daß man bei einem ungefederten Radl ab
> 50000 km mit Ermüdungserscheinungen beim Rahmen rechnen kann.

Wie kommst Du darauf? Das fahren einige Leute in drei Jahren.

--
MfG/best regards, "Those who would give up essential liberty
helmut springer to purchase a little temporary safety
deserve neither liberty nor safety."
Benjamin Franklin, 1759

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Oct 18, 2001, 10:08:19 AM10/18/01
to

Ich habe nur sehr wenige Raeder durch Verschleiss verloren (eigentlich
betrifft das ja nur den Rahmen, weil man alles andere sowieso schnell
auswechseln kann). Viel frueher kommt der Wunsch nach dem besseren Fahrrad
auf...

In meiner (inzwischen teilweise erfolgreich aufgeloesten) Teilesammlung
waren Rahmen, die ich von der Bauart her auf spaetestens 1920er-Jahre
datieren wuerde. Wieviele km die drauf hatten wird man allerdings wohl
niemals erfahren; wieviele baugleiche auf der Strecke blieben auch nicht.

Rainer "will sagen: Haltbarkeit des Gesamtsystems eher unkritisch,
Haltbarkeit der Verschleissteile ist wichtiger (und
(Nabenbremsen/Felgenbremsen) wie viele Verschleissteile dran sind)"
Rauschenberg

Max F. W. Lueerssen

unread,
Oct 18, 2001, 7:23:12 AM10/18/01
to

Thomas Proell <thomas...@ei.tum.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3BCEB0DE...@ei.tum.de...

> Hi!
>
> Wenn ich mir jetzt ein Qualitätsprodukt von Wanderer oder so kaufe - wie
> lange kann ich damit wohl fahren?
> Ich meine - bei Autos sagt man ja so 10 Jahre aufwärts, aber unter 20
> Jahre. Oder zwischen 150.000 und 350.000 km.
Hmmm. Fahre gerade mein drittes Auto, das _deutlich_ älter als 20 Jahre
ist...geht bei entsprchender Pflege sehr gut...
Ciao,
Max


Gerd Kluger

unread,
Oct 18, 2001, 7:11:19 AM10/18/01
to
Thomas Proell <thomas...@ei.tum.de> wrote in message
news:3BCEB0DE...@ei.tum.de...

Hallo Thomas,

ich glaube, diese Frage ist nicht von so großer praktischer Relevanz, da
Dein
Fahrrad entweder vorher geklaut wird oder Du irgendwann den Drang
verspüren wirst, Dir ein neues zu kaufen. Eventuell wird dieses Gefühl auch
dann verstärkt, wenn Du, aufgrund fortschreitender, technischer Entwicklung
keine passenden Ersatzteile mehr bekommst oder der Umbau so teuer wird,
daß es sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt.

Um Dich trotzdem nicht im Regen stehen zu lassen und Dir einen groben
Anhaltspunkt zu geben: 10 Jahre sind IMHO kein Thema. Das wirklich
kritische ist eh der Rahmen, bei Aluminium können da irgendwann Ermüdungs-
erscheinungen auftreten, Du wirst aber trotzdem jede Menge Aluminiumrahmen
finden, die älter als 10 Jahre sind und tip top i.O. Wenn Du wirklich was
für
die Ewigkeit willst, nimm einen Stahlrahmen. Nur wegen der Haltbarkeit
wäre das aber kein Thema für mich.

Gruß
Gerd

Uwe Borchert

unread,
Oct 18, 2001, 9:08:18 AM10/18/01
to
Hi,

Helmuth Schutzeich <busi...@schutzeich.de> wrote:
>
> Ich würde mal schätzen, daß man bei einem ungefederten Radl ab
> 50000 km mit Ermüdungserscheinungen beim Rahmen rechnen kann.
>

Da gab es doch eine Erweiterung der alten Fahrrad-DIN. Die neue
Version gibt zumindestens Eckwerte nach ganz weit unten an. IIRC
waren da Laufleistungen um und unter dieser Groessenordnung
angegeben. Bei schlechten Raedern (400 DM im Fachhandel, 1978)
habe ich bereits nach 10 000 km die ersten AUfloesungserscheinungen
gehabt, bei guten Raedern (400 DM im Kaufhaus, 1989) hat der Rahmen
bis zum Verkauf 15 000 km ohne Probleme und auffaelligen Ermuegungs-
erscheinungen durchgehalten.

Mangel | Ausfall
-------------+---------------------------------------
Verarbeitung | - idR weit schneller als 10 000 km
| - Fruehausfaelle schon nach wenigen km
| - haeufig mit den Augen erkennbar
| - idR geringe Eintreffwahrscheinlichkeit
|
Konstruktion | - eigene Charateristik bzgl der km (*)
| - bei Mangel hohe Eintreffwahrscheinichkeit
| - haeufig mit den Augen erkennbar
|

Ohne diese Maengel sollte das Rad problemlos ueber 10 000 km kommen.
Ausser (*) mit einer char. Laufzeit von einigen zehntausend km, was
aber sehr selten sein sollte.

MfG

Uwe Borchert

Helmuth Schutzeich

unread,
Oct 18, 2001, 9:51:39 AM10/18/01
to
Hi Helmut,

You (Helmut Springer) wrote:
> Wie kommst Du darauf? Das fahren einige Leute in drei Jahren.
>

Es muß nicht so sein, aber es kann.

Bei den tausend unterschiedlichen Rahmen... aber 50000 km sollten sie
mindestens halten, sonst sind sie ein Garantiefall.

Lieben Gruß, Helmuth

--
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Edited: Thu, 18 Oct 2001 15:46 +0200 CET

Juergen Hensle

unread,
Oct 18, 2001, 10:09:57 AM10/18/01
to
Gerd Kluger schrieb:

>
> Thomas Proell <thomas...@ei.tum.de> wrote in message
> news:3BCEB0DE...@ei.tum.de...
> > Hi!
> >
> > Wenn ich mir jetzt ein Qualitätsprodukt von Wanderer oder so kaufe - wie
> > lange kann ich damit wohl fahren?

> Um Dich trotzdem nicht im Regen stehen zu lassen und Dir einen groben


> Anhaltspunkt zu geben: 10 Jahre sind IMHO kein Thema. Das wirklich
> kritische ist eh der Rahmen, bei Aluminium können da irgendwann Ermüdungs-
> erscheinungen auftreten, Du wirst aber trotzdem jede Menge Aluminiumrahmen
> finden, die älter als 10 Jahre sind und tip top i.O. Wenn Du wirklich was
> für
> die Ewigkeit willst, nimm einen Stahlrahmen. Nur wegen der Haltbarkeit
> wäre das aber kein Thema für mich.

Ich wag's ja kaum zu schreiben:
Wir haben 2 Kettler Street mit Alu-Rahmen: 12 Jahre alt, 15000 und 12000
km, haben vor kurzem neue Laufräder und vorne Maguras bekommen
und
2 Mountainbikes beide 7 Jahre, 12000 km (Univega) und 22000 km (Wheeler)
Stahlrahmen

Jürgen

Tilman Wetter

unread,
Oct 18, 2001, 3:33:15 PM10/18/01
to

Wollma Fahren oder pflegen? ;-)

Til

Mike Fuchs

unread,
Oct 18, 2001, 6:02:41 PM10/18/01
to
Tilman Wetter says...

Wollma geld sinnvoll ausgem oda audo kauf´n?-)


schottische gruesse
Mike <irgendwie waren alle raeder teuerer als die zeitgleich gefahrenen
autos> Fuchs
--
50°36'15"/ 8°47'6" / www.mikes-fuchsbau.de
"meine aerobe schwelle liegt genau zwischen couch & kuehlschrank."
UweE in d.r.f.

Juergen Kamm

unread,
Oct 18, 2001, 9:07:29 PM10/18/01
to
Am Thu, 18 Oct 2001 12:37:18 +0200 schrieb Thomas Proell
<thomas...@ei.tum.de> zum Thema "Wie lange =?iso-8859-1?Q?h=E4lt?=
ein Fahrrad?":

>Wenn ich mir jetzt ein Qualitätsprodukt von Wanderer oder so kaufe - wie
>lange kann ich damit wohl fahren?

Das kommt darauf an, ob Du bereit bist, ab- und zu neue Teile zu kaufen.

Meine Winora-Rad geht inzwischen auf 20 Jahre zu. An wichtigen
(Nichtverschleiß)Teilen mussten bisher ersetzt werden:

- Hinterrad (2mal)
- Kette (nicht gezählt)
- Kurbelganitur und Kettenräder (Die Pedale ist eines Tages beim
scharfen Anfahren aus der Kurbel gebrochen)
- Pedale (mehrmals)
- Tretlager
- Zahnkranz
- Gepäckträger


Sowie aufgrund von Unfällen:

- Gabel, Lenker, Vorbbau, Bremshebel, Sattel, Schaltwerk

cu.
Juergen

--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Armin Schöffmann

unread,
Oct 18, 2001, 10:47:28 PM10/18/01
to
Habe bisher alle meine Fahrräder durch Diebstahl verloren, egal ob es 50 DM
oder 3500 DM gekostet hat; egal ob sie abgeschlossen waren, oder nicht.
Ist jetzt wahrscheinlich OT, aber irgendwie prägt mich diese Erfahrung...

"Rainer H. Rauschenberg" <rai...@wiwi.uni-frankfurt.de> schrieb im
Newsbeitrag
news:Pine.LNX.4.33.01101...@much-magic.wiwi.uni-frankfurt.d
e...

Gerd Kluger

unread,
Oct 19, 2001, 9:14:43 AM10/19/01
to
Andreas Oehler <Andreas...@gmx.de> wrote in message
news:3bd5d7ae...@n.nabendynamo.de...
> Thu, 18 Oct 2001 13:11:19 +0200, Gerd Kluger:

> >ich glaube, diese Frage ist nicht von so großer praktischer Relevanz, da
> >Dein
> >Fahrrad entweder vorher geklaut wird oder Du irgendwann den Drang
> >verspüren wirst, Dir ein neues zu kaufen.
>

> Wieso das? Wenn das Rad seinen Ansprüchen entspricht braucht er doch kein
> neues - oder? Mein Vater fährt sein "Diamant" jetzt bereits über 40 Jahre

Ich sprach von dem Drang! Du kennst diesen Drang nicht? Da hilft alle
Vernunft
nicht ;-) (obwohl's manchmal schon auch vernünftig ist, seinem Drang
nachzugeben,
anstatt krampfhaft zu versuchen, alte Teile am Leben zu erhalten - leidvolle
Erfahrung mit meiner ersten Karre).

> und mehrere 10Tkm... Ich habe an meinem häßlichen Roko vor kurzem die
> gebrochene Gabel ersetzt - aber das Rad wegschmeißen würde ich deshalb
> nicht.

Von wegschmeißen war ja auch keine Rede (man könnte es z.B. Uwe schenken ;-)
Darüber hinaus darfst Du natürlich, wie jeder andere auch, sein Fahrrad so
lange
behalten, wie er will.

> > Eventuell wird dieses Gefühl auch
> >dann verstärkt, wenn Du, aufgrund fortschreitender, technischer
Entwicklung
> >keine passenden Ersatzteile mehr bekommst oder der Umbau so teuer wird,
> >daß es sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt.
>

> Kann ich nicht nachvollziehen. Ungerasterte Schalthebel sind immer noch zu
> bekommen und 6/7-fach Schraubkränze ebenso. Wenn man keine besonders
> exotischen Bauteile wählt/gewählt hat, sind Ersatzteile eigentlich selten
> das Problem.

Na, wenn ich hier immer wieder lese, wie dieses und jenes mittlerweile
schwer
zu bekommen ist, könnte ich mir schon vorstellen, daß das irgendwann ein
Problem wird. Generell muß ich Dir aber recht geben, bei Fahrrädern sind
Ersatzteile (noch!) erfreulich lange Zeit zu bekommen. Weißt Du, wie dies
in der Zukunft sein wird?
Irgend wie habe ich den Eindruck, daß alles immer kurzlebiger wird, früher
mußte
immer alles für die Ewigkeit halten, heute werden die Zyklen immer kürzer.
Und Rückwärtskompatibilität spielt eine immer untergeordnetere Rolle.
Ich kann mir gut vorstellen, daß das bei Rädern auch mal so wird.
(Schau Dir doch mal die Entwicklung bei den Bremsen an).
Und wenn erstmal jeder sein Rad nach 5 Jahren fortschmeist, werden auch
keine Ersatzteile mehr hergestellt werden * (oder nur sehr wenige / keine
Vielfalt mehr) und der Preis dafür wird exorbitant in die Höhe gehen was
das Ganze dann noch verstärkt.


Gruß
Gerd

* Das Ganze natürlich unter der Annahme, daß sich die Technologie
geändert hat


Max F. W. Lueerssen

unread,
Oct 19, 2001, 9:51:27 AM10/19/01
to

Mike Fuchs <mike....@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
MPG.16396fef2...@News.CIS.DFN.DE...
> Tilman Wetter says...

>
> > Wollma Fahren oder pflegen? ;-)
> > Til
>
> Wollma geld sinnvoll ausgem oda audo kauf´n?-)
>
Wo liegt denn da der Widerspruch, der das "oder" rechtfertigt?
Ciao,
Max

---
Oldtimer fahren ist angewandter Umweltschutz!


Christoph Maercker

unread,
Oct 19, 2001, 11:19:31 AM10/19/01
to
Hallo,

Thomas Proell wrote:
> Wenn ich mir jetzt ein Qualitätsprodukt von Wanderer oder so kaufe - wie
> lange kann ich damit wohl fahren?

Extrem produktabhängig. Weiss nicht, ob es MTBF-Werte für Fahrräder
gibt wie bei Elektronikteilen üblich. Aber auch da sind's ja nur
Durchschnittswerte mit einer Riesensteuung.

Eigene Erfahrungen:
1. Diamant-Sportrad Anno 1972: Ausführung und Preis entsprachen
etwa heutigen Baumarkträdern. Stets gepflegt (einmal jährlich fast
alle bewegl Teile zerlegt, gereinigt, gefettet ...), jährlich
zwischen 1.000 und 2.500km damit gefahren. Um 1985 war an der
Karre kein Originalteil ausser Rahmen & Gabel mehr dran, alles
andere ist irgendwann mal kaputtgegangen oder verschleissbedingt
ausgetauscht worden. Danach habe ich mich entschlossen, an der Karre
keinen Handschlag mehr zu machen und das Ding voll auf Verschleiss
zu fahren. Seitdem ist fast nichts mehr daran kaputtgegangen :-))
Inzwischen fahre ich damit nur noch wenige 100km jährlich, und es
rollt, rollt, rollt ...

2. Baumarkt-Rad Anno 1992: zweimal innerhalb 1/2 Jahr Tretlagerachse
gebrochen (ca. 2cm Durchm. !!!) zwei Jahre später engültig Schrott

3. Diamant Topas Bauj. 1996 für DM 700,- : Bis heute OK, nur Reifen,
eine Felge, Klingel und Elektrik ausgewechselt, Jahresleistung
2.500..3.000km


CU Chr. Maercker.

Uwe Borchert

unread,
Oct 19, 2001, 12:17:04 PM10/19/01
to
Hi,

Gerd Kluger <gerd....@sap-ag.de> wrote:

>Andreas Oehler <Andreas...@gmx.de> wrote in message
>

...[...]...


>>
>> Wieso das? Wenn das Rad seinen Ansprüchen entspricht braucht er doch kein
>> neues - oder? Mein Vater fährt sein "Diamant" jetzt bereits über 40 Jahre
>
>Ich sprach von dem Drang! Du kennst diesen Drang nicht? Da hilft alle
>Vernunft nicht ;-)

Ankaempfen!

> (obwohl's manchmal schon auch vernünftig ist, seinem Drang nachzugeben,
> anstatt krampfhaft zu versuchen, alte Teile am Leben zu erhalten -
> leidvolle Erfahrung mit meiner ersten Karre).
>

Das hatte ich auch mit einem Fahrrad. Rahmen loeste sich auf, diverse
Verschleiszteile, Beleuchtung ... Da gab es nur noch "kanibalisieren"
und dann wiederverwerten.

>> und mehrere 10Tkm... Ich habe an meinem häßlichen Roko vor kurzem die
>> gebrochene Gabel ersetzt - aber das Rad wegschmeißen würde ich deshalb
>> nicht.
>
>Von wegschmeißen war ja auch keine Rede (man könnte es z.B. Uwe schenken ;-)
>Darüber hinaus darfst Du natürlich, wie jeder andere auch, sein Fahrrad so
>lange behalten, wie er will.
>

Ich rechne meine Raeder im auf 20 000 km mit geringen Reparaturen und
danach sollten die so was wie "abgeschrieben" sein.

...[...]...


>>
>> Kann ich nicht nachvollziehen. Ungerasterte Schalthebel sind immer noch zu
>> bekommen und 6/7-fach Schraubkränze ebenso. Wenn man keine besonders
>> exotischen Bauteile wählt/gewählt hat, sind Ersatzteile eigentlich selten
>> das Problem.
>
>Na, wenn ich hier immer wieder lese, wie dieses und jenes mittlerweile
>schwer zu bekommen ist,

Das ist aber komischerweise die Technologie aus den 90ern. Die alte
Technologie aus den 80ern ist noch erhaeltlich. Bei den neueren Teilen
wurde die Inkompabiliaet neu definiert und einige der Firmen sind im
ruinoesen Konkurrenzkampf auf der Strecke geblieben, andere haben
gleich auf das schnelle Produktkarusell mit Neukaufgarantie gesetzt.

> könnte ich mir schon vorstellen, daß das irgendwann ein
>Problem wird. Generell muß ich Dir aber recht geben, bei Fahrrädern sind
>Ersatzteile (noch!) erfreulich lange Zeit zu bekommen. Weißt Du, wie dies
>in der Zukunft sein wird?

Noe, Du?

> Irgend wie habe ich den Eindruck, daß alles immer kurzlebiger wird,

Ja, diese sind erheblich kuerzer geworden, ebenso die Lebensdauer der
Teile, besonders die Verschleiszteile sind ganz uebel geworden.

> früher mußte immer alles für die Ewigkeit halten, heute werden die
> Zyklen immer kürzer.

Trotzdem waren damals die Raeder, auf's Einkommen bezogen, kaum teurer.

>Und Rückwärtskompatibilität spielt eine immer untergeordnetere Rolle.

Weil ja jeder Depp nach wenigen Jahren und 34,5 km mit dem uralt-Radl
im Biergarten schraeg angeschaut wird.

>Ich kann mir gut vorstellen, daß das bei Rädern auch mal so wird.
>(Schau Dir doch mal die Entwicklung bei den Bremsen an).
>Und wenn erstmal jeder sein Rad nach 5 Jahren fortschmeist, werden auch
>keine Ersatzteile mehr hergestellt werden * (oder nur sehr wenige / keine
>Vielfalt mehr) und der Preis dafür wird exorbitant in die Höhe gehen was
>das Ganze dann noch verstärkt.
>

Das ist teilweise zu befuerchten. Aber der Markt wird u.U. dagegen
gehen. Moeglicher Grund: Die steigenden Lebenshaltungskosten, Mieten,
Kfz, zwingen immer mehr zum Alltagsradln. Dann werden doch Impulse in
eine andere Richtung gehen. Noch ist der Markt klein ...

MfG

Uwe Borchert

Mathias Böwe

unread,
Oct 19, 2001, 2:13:55 PM10/19/01
to
Thomas Proell <thomas...@ei.tum.de> wrote:

> Wenn ich mir jetzt ein Qualitätsprodukt von Wanderer oder so kaufe - wie
> lange kann ich damit wohl fahren?

Gute Frage... Wenn Du Dir so ein Rad zulegst, stellt sich vor allem die
Frage, wie lange *Du* damit fahren kannst. Ich finde, daß diese Räder
einfach unverschämt geil aussehen, und möglicherweise sehen ja auch
andere Mitmenschen das so. Du hast nur zwei Chancen: Gute Sicherung mit
ordentlichem Schloß oder hoffen, daß solche Räder im klassischen Stil
als ausreichend unk3wl angesehen werden, um stehengelassen zu werden.

Mathias
--
>Was ist das jetzt? Hier darf gerne über Batteriebeleuchtungen
>diskutiert werden. Auch Sprachdiskussionen sind kein Problem. Aber
>hierherzukommen, um dann über Computer zu reden, ist nicht in Ordnung!
Philipp Sasse in de.comp.sys.mac.soc

Helmut Eidmann

unread,
Oct 19, 2001, 5:05:01 PM10/19/01
to
"Juergen Kamm" schrieb:

> Meine Winora-Rad geht inzwischen auf 20 Jahre zu. An wichtigen
> (Nichtverschleiß)Teilen mussten bisher ersetzt werden:
>
> - Hinterrad (2mal)
> - Kette (nicht gezählt)
> - Kurbelganitur und Kettenräder (Die Pedale ist eines Tages beim
> scharfen Anfahren aus der Kurbel gebrochen)
> - Pedale (mehrmals)
> - Tretlager
> - Zahnkranz
> - Gepäckträger

Was Du hier aufzählst, sind aber bis auf den Gepäckträger eigentlich
alles Verschleißteile.

Auch an meinem Rad, über 11 Jahre alt und viel gefahren, habe ich
inzwischen sehr viele Teile ausgewechselt. Allerdings habe ich es dabei
jedesmal etwas aufgewertet, weil die neuen Teile fast immer besser waren
als die alten.
So habe ich auch immer noch das Gefühl, das sich die Ausgaben lohnen,
denn trotz seines Alters fährt es sich noch hervorragend und mit den
permanenten Verbesserungen habe ich es auch immer mehr an meine
Bedürfnisse angepasst. Letztlich ist es dadurch auch immer individueller
geworden, gerade auch wegen der Mischung aus modernen (z.B. Lichtanlage
mit Nabendynamo, X-Plorer-Felgen, gefederte Sattelstütze) und schon
etwas antiquiert wirkenden Komponenten (6-Gang-Kettenschaltung,
Seitenzugbremsen).

Erstaunlich finde ich die Haltbarkeit der Positron-Schaltung. Ich habe
noch das erste Schaltwerk, den ersten Schalthebel und den ersten
Schaltzug und sie funktioniert immer noch zuverlässig, obwohl das
Schaltwerk schon deutliches Spiel in den Gelenken hat. Und die hintere
Nabe ist auch noch die erste, lediglich die Achse ist zwei mal gebrochen
und die Konen mussten erneuert werden.

Zur Zeit macht mir das Fahren mit dem Rad immer noch großen Spaß und ich
verspüre eigentlich überhaupt keinen Drang, mir ein neues anzuschaffen.
Lediglich gewisse Komponenten wie Roloff-Nabe oder Hydraulikbremsen
wären eine Verlockung für mich, aber mit einem so hochwertigen Rad würde
dann auch das Diebstahlsrisiko deutlich zunehmen.

Helmut


Stephan Zitzmann

unread,
Oct 19, 2001, 1:54:16 PM10/19/01
to
> Ich meine - bei Autos sagt man ja so 10 Jahre aufwärts, aber unter 20
> Jahre. Oder zwischen 150.000 und 350.000 km.


70.000-100.000 km. Hat mir ebenfalls ein vereidigter Fahrradsachverständiger
erzählt. Downhill und ähnliche Akrobatik ausgeschlossen.

Stephan


Gerald Eischer

unread,
Oct 20, 2001, 4:49:26 AM10/20/01
to
"Helmut Eidmann" <helmut....@t-online.de> schrieb:

>Erstaunlich finde ich die Haltbarkeit der Positron-Schaltung. Ich habe
>noch das erste Schaltwerk, den ersten Schalthebel und den ersten

>Schaltzug ~~~~~~
~~~~~~~~~
Wie machst du das? 11 Jahre mit einem Positron-Schaltzug ist eigentlich
etwas für einen Parapsychologen. Für gewöhnlich reißt der jährlich.


--
Gerald | FAQ zu de.rec.fahrrad: http://ntklotz.gmd.de/drf/faq/ |
| Für OE-luser: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |
| Hamster: http://stud4.tuwien.ac.at/~e8725073/hamster.jpg |

Helmut Eidmann

unread,
Oct 20, 2001, 6:02:35 AM10/20/01
to
"Gerald Eischer" schrieb:

> Wie machst du das? 11 Jahre mit einem Positron-Schaltzug ist
> eigentlich etwas für einen Parapsychologen. Für gewöhnlich reißt
> der jährlich.

Was soll ich dazu sagen? Ich bin eben selbst erstaunt. Dieser Zug (der
ja nicht nur zieht, sondern auch drückt) ist tatsächlich noch der erste,
und ich schalte fleißig und habe diesem Zug auch noch nie irgendeine
Pflege zukommen lassen. Ehrenwort. Vielleicht liegt es daran, dass er
bei mir in relativ großen Biegeradien verlegt ist?
Wenn er aber normalerweise so anfällig ist, wie Du sagst, muss ich mich
darauf gefasst machen, das ihn jederzeit das Zeitliche segnen kann. Da
beschleichen mich dunkle Vorahnungen, dass die Ersatzteilbeschaffung
wohl einige Mühe bereiten oder vielleicht ganz unmöglich sein wird.
Naja, im ungünstigsten Fall muss ich mir dann ein anderes Schaltwerk
besorgen.

Übrigens: an meinem zum Tourenrad umgebauten MTB, dass grob geschätzt
erst maximal 3000 km gefahren wurde, ist der Schaltzug zum vorderen
Umwerfer schon gerissen. Allerdings ist die Befestigung des Zuges am
Umwerfer auch eine Fehlkonstruktion, denn bei jedem Schaltvorgang wird
der Zug an der Klemmstelle in die eine oder andere Richtung geknickt und
das kann nicht lange gut gehen.
Jetzt habe ich an dieser Stelle ein Schaltkettchen von einer 3-Gang-Nabe
zwischen Zug und Umwerfer eingebaut, um diese 'Sollbruchstelle' zu
beseitigen. Das sieht zwar etwas komisch aus, erfüllt seinen Zweck aber
bisher einwandfrei.

Gruß Helmut


Florian Ladwig

unread,
Oct 20, 2001, 7:39:03 AM10/20/01
to
"Helmut Eidmann" <helmut....@t-online.de> schrieb:

> "Gerald Eischer" schrieb:
>
> > Wie machst du das? 11 Jahre mit einem Positron-Schaltzug ist
> > eigentlich etwas für einen Parapsychologen. Für gewöhnlich reißt
> > der jährlich.
>
> Was soll ich dazu sagen? Ich bin eben selbst erstaunt. Dieser Zug (der
> ja nicht nur zieht, sondern auch drückt) ist tatsächlich noch der erste,
> und ich schalte fleißig und habe diesem Zug auch noch nie irgendeine
> Pflege zukommen lassen. Ehrenwort. Vielleicht liegt es daran, dass er
> bei mir in relativ großen Biegeradien verlegt ist?

Das ist das Geheimnis.

> Wenn er aber normalerweise so anfällig ist, wie Du sagst, muss ich mich
> darauf gefasst machen, das ihn jederzeit das Zeitliche segnen kann. Da
> beschleichen mich dunkle Vorahnungen, dass die Ersatzteilbeschaffung
> wohl einige Mühe bereiten oder vielleicht ganz unmöglich sein wird.

Noch sind sie erhältlich. Wenn Deiner bis jetzt 11 Jahre gehalten
hat, dann dürfte es ausreichen sich einen als Ersatzteil
hinzulegen.

--
Dieses Dokument wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und gilt ohne
Unterschrift und Siegel. Alle Angaben ohne Gewähr. Wir stellen die Normalität
augenblicklich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
florian...@gmx.de http://www.floimnetz.de

Gerald Eischer

unread,
Oct 20, 2001, 8:27:07 AM10/20/01
to
"Helmut Eidmann" <helmut....@t-online.de> schrieb:

>Wenn er aber normalerweise so anfällig ist, wie Du sagst, muss ich mich
>darauf gefasst machen, das ihn jederzeit das Zeitliche segnen kann. Da
>beschleichen mich dunkle Vorahnungen, dass die Ersatzteilbeschaffung
>wohl einige Mühe bereiten oder vielleicht ganz unmöglich sein wird.

Den Zug gibt es nach wie vor als Ersatzteil. Hätte ich eine Positron,
dann hätte ich so einen Zug immer vorrätig :-)

Ulli Horlacher

unread,
Oct 20, 2001, 10:40:15 AM10/20/01
to
Stephan Zitzmann <zitzmann...@gmx.de> wrote:

> 70.000-100.000 km. Hat mir ebenfalls ein vereidigter Fahrradsachverständiger
> erzählt. Downhill und ähnliche Akrobatik ausgeschlossen.

Muss da nicht zwischen Stahl, Aluminium und Plastik..aehhh Carbonrahmen
unterschieden werden?

So weit ich weiss ist zumindest Aluminium im Gegensatz zu Stahl nicht
dauerfest.

--
\ Ulli Horlacher \ fram...@moep.bb.bawue.de \ SAFT://saft.to/framstag \
\ "We don't brake for SPAMmers - BO-FH 666" \

Christian Ascheberg

unread,
Oct 19, 2001, 4:17:40 AM10/19/01
to

hallo,
ich denke die Frage stellt sich nicht. Beispiel: bei 100.000 km
Fahrleistung:
* einige Schaltwerke
* 2 bis 3 vordere Zahnkränze
* 5 bis 6 hintere Kränze
* Sattel, ggf Lenker (schon aus Sicherheitsgründen), Gabel
* halbes Dutzend Lichtanlagen
* kiloweise Bremsbeläge
* etliche Pedale,
* einige Laufräder

Dein Fahrrad hat also niemals eine konkrete Kilometerleistung
herunter, sondern jede Komponente hat ihre spezifische
Laufzeit. Lautet die Frage also, wieviel Kilometer verträgt
ein Rahmen?
Mir ist noch keiner kaput gegangen. Wohl habe ich
schon Räder verschrottet. Das letzte, wegen nicht mehr
zeitgemäßer Bremsen. Eine Umrüstung war nicht sinnvoll.

Schade, daß ich die die Frage etwas unpräzise beantwortet
habe: Du kannst mit dem neuen Rad solange fahren, bis
der Rahmen kaput ist, oder Du das Rad wegen nicht
mehr verfügbarer Ersatzteile verschrotten mußt.

Gruß Christian

Christian Ascheberg

unread,
Oct 19, 2001, 4:20:42 AM10/19/01
to

Helmut Springer schrieb in Nachricht
<1t3bceb52...@delta.citecs.de>...

>Helmuth Schutzeich <busi...@schutzeich.de> wrote:
>> Ich würde mal schätzen, daß man bei einem ungefederten Radl ab
>> 50000 km mit Ermüdungserscheinungen beim Rahmen rechnen kann.
>
>Wie kommst Du darauf? Das fahren einige Leute in drei Jahren.
>

Uiiii, 16.000 km im Jahr mit einem Alltagsrad. Profies wechseln ihre
Räder doch bestimmt nach dem Gesichtpunkt, ob Besseres oder
Schnelleres verfügbar ist. Das geschieht doch sicher lange vor
Ablauf der Lebensdauer.

Gruß Christian

Stefan Barnikow

unread,
Oct 20, 2001, 5:35:22 PM10/20/01
to
begin quoting Helmut Eidmann <helmut....@t-online.de>:
>"Juergen Kamm" schrieb:
[...]

>> - Hinterrad (2mal)
>> - Kette (nicht gezählt)
>> - Kurbelganitur und Kettenräder (Die Pedale ist eines Tages beim
>> scharfen Anfahren aus der Kurbel gebrochen)
>> - Pedale (mehrmals)
>> - Tretlager
>> - Zahnkranz
>> - Gepäckträger
>
>Was Du hier aufzählst, sind aber bis auf den Gepäckträger eigentlich
>alles Verschleißteile.

Ich würde auch die Kurbeln nicht unbedingt als Verschleißteil ansehen.
Korrosion oder Dauerbruch sind da genauso viel oder wenig ein Thema wie
bei Alu-Rahmen.


Ciao,
Stefan

Helmut Eidmann

unread,
Oct 21, 2001, 4:35:04 PM10/21/01
to
"Stefan Barnikow" schrieb:

> Ich würde auch die Kurbeln nicht unbedingt als Verschleißteil ansehen.
> Korrosion oder Dauerbruch sind da genauso viel oder wenig ein Thema
> wie bei Alu-Rahmen.

Stimmt wohl. Ich war etwas unbedacht von den Verhältnissen bei meinem
Rad ausgegangen, und mein (einziges) Kettenblatt ist mit der Tretkurbel
vernietet, sodass bei Verschleiß des Kettenblattes auch neue Kurbeln
erforderlich sind.
(BTW: Einen Satz Alu-Kurbeln mit 46er Blatt bekommt man schon für etwas
über 30 DM.)

Helmut


Helmut Springer

unread,
Oct 22, 2001, 1:47:46 AM10/22/01
to
Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:
> Ich würde auch die Kurbeln nicht unbedingt als Verschleißteil
> ansehen.

[ ] Du kennst http://yarchive.net/bike/cranks.html 8)


Aber fuer den "Normalfahrer" duerftest Du recht haben.

--
MfG/best regards, "Those who would give up essential liberty
helmut springer to purchase a little temporary safety
deserve neither liberty nor safety."
Benjamin Franklin, 1759

Helmut Springer

unread,
Oct 22, 2001, 3:05:16 AM10/22/01
to
Christian Ascheberg <CAsch...@freenet.de> wrote:
> Uiiii, 16.000 km im Jahr mit einem Alltagsrad.

Das sind keine 310km im Schnitt in der Woche. Vielfahrer in
entsprechendem Klima oder ausreichender Wetterfestigkeit fahren das.
Und "Alltagsrad" ist das Rad, das man im Alltag nutzt, oder?


> Profies wechseln ihre Räder doch bestimmt nach dem Gesichtpunkt,
> ob Besseres oder Schnelleres verfügbar ist. Das geschieht doch
> sicher lange vor Ablauf der Lebensdauer.

Sicher, wobei zu zeigende Neuheiten des Sponsors nicht zu vergessen
sind. Die beschaeftigen Mechaniker, koennen sich keine Ausfaelle
leisten und fahren wesentlich mehr.

Stefan Barnikow

unread,
Oct 22, 2001, 4:33:31 AM10/22/01
to
begin quoting Stefan Velo <ve...@nym.alias.net>:
>Hallo Stefan,

>On Sat, 20 Oct 2001, ci...@web.de (Stefan Barnikow) wrote:
>>begin quoting Helmut Eidmann <helmut....@t-online.de>:
>>>"Juergen Kamm" schrieb:
>>[...]
>>>> - Hinterrad (2mal)
>[...]

>>>
>>>Was Du hier aufzählst, sind aber bis auf den Gepäckträger eigentlich
>>>alles Verschleißteile.
>>
>>Ich würde auch die Kurbeln nicht unbedingt als Verschleißteil ansehen.
>Hinterrad ausser Felge eigentlich auch nicht!

Ich habe lange überlegt, ob ich das auch kritisieren sollte...
Aber eigentlich hat außer den Nippeln und richtig eingebauten Speichen
jedes Einzelteil eine durch Verschleiß oder Schwingungsbruch begrenzte
theoretische Lebensdauer, und für Otto Normalkäufer ist die praktische
Lebensdauer vorbei, wenn der Händler sagt, daß bei der alten Nabe das
Einspeichen in eine neue Felge nicht lohnt.


>Wobei ich die ursprüngliche Frage nach der Haltbarkeit eines kompletten
>Fahrrades berechtigt finde, da die unbegrenzte Teileersetzerei doch wohl
>eher eine marotte von uns drf-SchrauberInnen ist. Normalerweise stirbt ein
>intensiv benutztes Fahrrad viel frueher den "oekonomischen" Tod - wie ein
>Auto eben, oder?

Hmm, dann bekommen wir die sinnvollste Antwort wohl, wenn sich ein
BWLer Preise und Wartungskosten anschaut. Ist so jemand hier?


Ciao,
Stefan

Stefan Barnikow

unread,
Oct 22, 2001, 5:02:50 AM10/22/01
to
begin quoting Helmut Springer <d....@powerwheel.hamster.dk>:

>Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:
>> Ich würde auch die Kurbeln nicht unbedingt als Verschleißteil
>> ansehen.
>
>[X] Du kennst http://yarchive.net/bike/cranks.html 8)
^
^ Seit Du mir den URL das erste Mal genannt hast.

| From: jbr...@hpl.hp.com (Jobst Brandt)

Ja, genau das ist die Situation, in der ich Kurbeln bedingt als
Verschleißteil ansehen würde. :-)

| although in the "old days" I had more than two dozen Campagnolo
| Record crank failures, many of which were detected before they
| broke off.


Ciao,
Stefan

Helmut Eidmann

unread,
Oct 22, 2001, 2:20:18 PM10/22/01
to
"Stefan Velo" schrieb:

> > Ich würde auch die Kurbeln nicht unbedingt als Verschleißteil
> > ansehen.

> Hinterrad ausser Felge eigentlich auch nicht!

Die Felge verschleißt eindeutig (Felgenbremsen vorausgesetzt), die Nabe
verschleißt auch (bei meiner HR-Nabe habe ich beim letzten
Neu-Einspeichen festgestellt, dass die Speichenlöcher schon ziemlich
deformiert waren, da sich die Speichen ins Material eingearbeitet
haben). Und ich habe auch schon den Hinweis gelesen, dass die Speichen
nach langer Nutzungsdauer ihre ursprüngliche Festigkeit verlieren, sich
dann vermehrt Speichenbrüche einstellen und dann ein neuer Satz gekauft
werden sollte. Bei mir war das auch der Fall.

> Wobei ich die ursprüngliche Frage nach der Haltbarkeit eines
> kompletten Fahrrades berechtigt finde, da die unbegrenzte
> Teileersetzerei doch wohl eher eine marotte von uns
> drf-SchrauberInnen ist.

Ich finde die Frage eher etwas unsinnig, gerade weil die Lebensdauer so
sehr davon abhängt, wie viel man an dem Rad macht und wie viel man in
das Rad laufend zu investieren bereit ist.
Manche machen überhaupt nichts daran. Manchmal sehe ich relativ
hochwertige Räder mit rostroter, quietschender Kette. Wenn das Hinterrad
eiert, wird das stoisch hingenommen. Lampen sind zerbrochen und bleiben
es auch, gerissene Kabel werden nicht geflickt. Unter diesen Umständen
dauert es dann wirklich nicht allzu lange, bis das Rad unbenutzbar wird
und in den Augen des Besitzers am Ende seiner Lebensdauer angekommen
ist.
Wenn man dagegen jeden Schaden gleich beseitigt, kann das Rad halten,
bis der Rahmen bricht oder bis benötigte Ersatzteile einfach nicht mehr
aufzutreiben sind.

BTW: Mir erzählte mal jemand, man habe ihm sein Fahrrad geklaut, und das
kommentierte er noch allen Ernstes: 'Aber das ist nicht so schlimm, das
Rad war ja sowieso schon drei Jahre alt.'

> Normalerweise stirbt ein intensiv benutztes Fahrrad viel frueher den
> "oekonomischen" Tod - wie ein Auto eben, oder?

Ich finde, ein Fahrrad kann man da schlecht mit einem Auto vergleichen.
An einem Fahrrad kann man wesentlich mehr tun, um die Gebrauchsfähigkeit
zu erhalten. Beim Auto stellt sich viel ernsthafter die Frage, ob sich
bestimmte Reparaturen noch lohnen, etwa wenn die Karrosserie durchrostet
oder der Motor defekt ist. Die Reparaturkosten haben da doch eine andere
Größenordnung als beim Fahrrad. Außerdem gibt es beim Auto noch den TÜV
oder neue technische Standards wie den Katalysator, wodurch es einfach
keinen Sinn mehr macht, ein Auto am Leben zu erhalten, wenn es ein
gewisses Alter erreicht hat. Auch, wenn dies technisch noch möglich
wäre.
Dagegen ist es bei einem älteren Fahrrad noch halbwegs möglich, es
einigermaßen auf einem aktuellen technischen Level zu halten.

Gruß Helmut


Gerald Eischer

unread,
Oct 22, 2001, 3:22:48 PM10/22/01
to
ci...@web.de (Stefan Barnikow) schrieb:

>| although in the "old days" I had more than two dozen Campagnolo
>| Record crank failures, many of which were detected before they
>| broke off.

Wie? Jobst hat bereits zwei Dutzend Campa Record Kurbeln vernichtet?
Wie macht der das?

Gerald Eischer

unread,
Oct 22, 2001, 4:05:49 PM10/22/01
to
"Helmut Eidmann" <helmut....@t-online.de> schrieb:

>Die Felge verschleißt eindeutig (Felgenbremsen vorausgesetzt), die Nabe
>verschleißt auch (bei meiner HR-Nabe habe ich beim letzten
>Neu-Einspeichen festgestellt, dass die Speichenlöcher schon ziemlich
>deformiert waren, da sich die Speichen ins Material eingearbeitet
>haben).

So soll es auch sein. Indem sich die Speichen in den Nabenflansch
eindrücken, wird der Speichenbogen entlastet.
Was an einer Nabe verschleißt, das sind die Lager. Bei Rillenkugellagern
kein Problem, die lassen sich austauschen :-)

Helmut Springer

unread,
Oct 22, 2001, 5:32:02 PM10/22/01
to
Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
> Wie macht der das?

Viel fahren, mit hohen Gaengen, viel Steigungen, mehr fahren.

Das Problem der Verbindung Pedal/Kurbel hat er mittlerweile geloest,
leider will's kein Hersteller wissen 8-/

Florian Ladwig

unread,
Oct 22, 2001, 6:16:12 PM10/22/01
to
Stefan Velo <ve...@nym.alias.net> schrieb:

> Wobei ich die ursprüngliche Frage nach der Haltbarkeit eines kompletten
> Fahrrades berechtigt finde, da die unbegrenzte Teileersetzerei doch wohl
> eher eine marotte von uns drf-SchrauberInnen ist.

Durchaus nicht, was meinst Du, was hier los wäre, wenn alle
fanatischen Selbstschrauber hier posten würden.

> Normalerweise stirbt ein
> intensiv benutztes Fahrrad viel frueher den "oekonomischen" Tod - wie ein
> Auto eben, oder?

Ich weiß nicht ob unsere Werkstatt repräsentativ ist, aber der
Anteil der ökonomisch völlig unsinnigen Reparaturen ist bei uns
so hoch, daß man nur den Kopf schütteln kann. Alleine heute
hatten wir 3 absolut haarsträubende Debatten mit Kunden, denen
es nicht verständlich zu machen war, daß es nicht den geringsten
Sinn hat noch eine Mark in das Rad zu stecken. Meistens kommen
dann Minimalreparaturen dabei heraus (Wir lassen uns in der
Regel aus juristischen Gründen unterschreiben, daß das Rad nur
noch für Ausstellungszwecke tauglich ist, aber das quittieren
die allermeisten Besitzer nur mit einem Lächeln...), es gibt
aber auch reichlich Fälle, in denen Leute noch 200-300.-DM in
eine Leiche investieren.

Holger Schauer

unread,
Oct 23, 2001, 5:30:16 AM10/23/01
to
On 22 Oct 2001, Helmut Springer wrote:
> Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
[Kurbeln vernichten]

>> Wie macht der das?
> Viel fahren, mit hohen Gaengen, viel Steigungen, mehr fahren.

Auch wenn's nicht ganz passt: wie lange haelt so ein (angebliches
Industrie-)Innenlager (FAG) eines Tretlagers (Truvativ)? Ich frage,
weil ich gerade eines geschrottet[1] habe, bei einer Laufleistung von
etwa 2500km (nicht pro anno, sondern summa summarum), was mir nicht
gerade viel erscheint.

Holger

Footnotes:
[1] Es hat Spiel.

--
--- http://www.coling.uni-freiburg.de/~schauer/ ---
Fachbegriffe der Informatik - Einfach erklärt
282: Perl
Der geglückte Versuch, einen braindump direkt ausführbar zu
machen. (gefunden von Alexander Schreiber)

Volker Borchert

unread,
Oct 23, 2001, 7:18:21 AM10/23/01
to
Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:

> theoretische Lebensdauer, und für Otto Normalkäufer ist die praktische
> Lebensdauer vorbei, wenn der Händler sagt, daß bei der alten Nabe das
> Einspeichen in eine neue Felge nicht lohnt.

hihihi ... Shimano Positron 6fach Kassettennabe ...
Mech: "Wollen Sie die wirklich neu einspeichen lassen?"
Ich: "Ja klar, ist doch fast neu, gerade mal 15000 km gelaufen."
... das Gesicht des Mechanikers war echt sehenswert ...

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <b...@teknon.de>

Uwe Borchert

unread,
Oct 23, 2001, 9:46:08 AM10/23/01
to
Hi,

Holger Schauer <Holger....@gmx.de> wrote:

...[...]...


>
>Auch wenn's nicht ganz passt: wie lange haelt so ein (angebliches
>Industrie-)Innenlager (FAG) eines Tretlagers (Truvativ)? Ich frage,
>weil ich gerade eines geschrottet[1] habe, bei einer Laufleistung von
>etwa 2500km (nicht pro anno, sondern summa summarum), was mir nicht
>gerade viel erscheint.
>

Ist aber durchaus im Rahmen des ueblichen. Die FAG-Lager hatten,
zumindestens vor einigen Jahren, die Tendenz zu Fruehausfaellen in
weniger als 500 km und dann auch noch gelegentliche Zufallsausfaelle.
Ansonsten habe ich auf einem Dreigangrad ein FAG rund 10 000 km ohne
die geringsten Probleme gefahren. Der gleiche Typ war nach weniger
als 100 km auf dem 12-Gang Sportrad hinueber. Schmiere lief aus, das
Lager hat Spiel bekommen und gequitscht. Ich bin damals von den
FAG-Lagern auf Shimano BB-UN10 umgestiegen, passen zum FAG-Werkzeug
(welches ich gekauft habe). An meinem 2001er Rad habe ich aber eine
Patrone von Kinex (aus Tschechien?).

MfG

Uwe Borchert

Uwe Borchert

unread,
Oct 23, 2001, 11:09:16 AM10/23/01
to
Hi,

Volker Borchert <b...@Gaia.teknon.de> wrote:

...[...]...


>
>hihihi ... Shimano Positron 6fach Kassettennabe ...
>Mech: "Wollen Sie die wirklich neu einspeichen lassen?"
>Ich: "Ja klar, ist doch fast neu, gerade mal 15000 km gelaufen."
>... das Gesicht des Mechanikers war echt sehenswert ...
>

Oder anders, irgendwie so aehnlich:

Ein Borchert: Ich brauche eine 13x622 Felge und passende Speichen
fuer eine Maillard NF-HR Nabe.
Sales Droid: Da waere ein neues Rad doch sinnvoller
Ein Borchert: Noe, die Nabe hat erst 20 000 km drauf
Sales Droid: Dann ist die doch schon alt.
Ein Borchert: Ist ja keine poppelige Deore XT, ist ein gutes Sachs
Industrie Lager. Min. 50 000 km sollten drinn sein.
Sales Droid: Aber das Einspeichen ist doch teuer und selbst wenn
sie nur zentrieren lassen.
Ein Borchert: Das mach ich lieber komplett selber. Die Werkstaetten
spannen die Speichen grundsaetzlich zu lasch und die
Felgen muessen fuers Streusalz ja auch vorbehandelt
werden sonst sind die nach dem ersten Winter hin...
Sales Droid: ???

anders mit einer (frisch eingestellten, fettgedichteten) 100 LX-Nabe.

Ein Borchert: Ich brauche Spiechen mit 288 und 290 fuer die Nabe
Sales Droid: (nimmt die Nabe in die Hand, dreht an der Achse)
Lohnt nicht mehr!
Ein Borchert: Was haetten sie als Ersatz fuer 126mm, Schraubkranz
Sales Droid: Das gibt es doch gar nicht mehr, da brauchten sie
alles neu. *bla* *bla* *bla* *bla* *bla* *bla* *bla*

Anmerkung: die Nabe hat den Winter ohne Probleme gehalten, nur die
Felge hat gelitten, noch einen Winter und die ist hin. Die Nabe ist
vollkommen ausreichend.

MfG

Uwe Borchert

Gerald Eischer

unread,
Oct 23, 2001, 4:06:56 PM10/23/01
to
Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:

>Ein Borchert: Das mach ich lieber komplett selber. Die Werkstaetten
> spannen die Speichen grundsaetzlich zu lasch und die
> Felgen muessen fuers Streusalz ja auch vorbehandelt
> werden sonst sind die nach dem ersten Winter hin...

Wie behandelst du die Felgen vor?


>Sales Droid: (nimmt die Nabe in die Hand, dreht an der Achse)
> Lohnt nicht mehr!
>Ein Borchert: Was haetten sie als Ersatz fuer 126mm, Schraubkranz
>Sales Droid: Das gibt es doch gar nicht mehr, da brauchten sie
> alles neu. *bla* *bla* *bla* *bla* *bla* *bla* *bla*

100 LX ist doch eine Kassettennabe?
Gibt es eigentlich noch Schraubkranznaben in brauchbarer Qualität?
BTW, 130 mm Naben passen in 126 mm Hinterbauten wenn man die aufweiten
lässt.

Gerald Eischer

unread,
Oct 23, 2001, 4:07:00 PM10/23/01
to
Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:

>Ist aber durchaus im Rahmen des ueblichen. Die FAG-Lager hatten,
>zumindestens vor einigen Jahren, die Tendenz zu Fruehausfaellen in

Aber Uwe! Kein FAG Patronenlager, sondern zwei Rillenkugellager von
FAG sind da drin.

Gerald Eischer

unread,
Oct 23, 2001, 4:07:01 PM10/23/01
to
Holger Schauer <Holger....@gmx.de> schrieb:

>Auch wenn's nicht ganz passt: wie lange haelt so ein (angebliches
>Industrie-)Innenlager (FAG) eines Tretlagers (Truvativ)? Ich frage,
>weil ich gerade eines geschrottet[1] habe, bei einer Laufleistung von
>etwa 2500km (nicht pro anno, sondern summa summarum), was mir nicht
>gerade viel erscheint.

Kann man das Spiel nicht einstellen? Mir scheint eher, dass sich
am Lager etwas gelockert hat.
Rillenkugellager sterben am Fahrrad durch Schmutz und Wasser, kaum
durch natürlichen Verschleiß und schon gar nicht nach erst 2500 km.

Arne Dücker

unread,
Oct 23, 2001, 7:07:10 PM10/23/01
to
Stefan Barnikow schrieb:

>
> begin quoting Stefan Velo <ve...@nym.alias.net>:

> >Wobei ich die ursprüngliche Frage nach der Haltbarkeit eines kompletten


> >Fahrrades berechtigt finde, da die unbegrenzte Teileersetzerei doch wohl
> >eher eine marotte von uns drf-SchrauberInnen ist. Normalerweise stirbt ein
> >intensiv benutztes Fahrrad viel frueher den "oekonomischen" Tod - wie ein
> >Auto eben, oder?

> Hmm, dann bekommen wir die sinnvollste Antwort wohl, wenn sich ein
> BWLer Preise und Wartungskosten anschaut. Ist so jemand hier?

Ja.

Ein Fall für die Investitionsrechnung, Bestimmung der optimalen
Nutzungsdauer.

Man braucht den Neupreis eines Komplettfahrrades, die erwarteten
Kosten für die Wartung in den einzelnen Jahren und den erwarteten
Verkaufspreis nach den einzelnen Jahren, wenn das Fahrrad nicht gerade
für lau auf den Schrott wandert.

Der Einfachheit halber
wird angenommen, daß man nach Ablauf der Nutzungsdauer wieder ein neues
Fahrrad zum gleichen Preis kauft. Alles ohne Zinsen, Preissteigerungen,
technischen Fortschritt, das hebt sich im Zweifel sowieso alles in etwa
auf und
macht die Sache nur unnötig kompliziert. ;-)

Der Kaufpreis und der Erlös aus dem Verkauf am Ende werden auf die
einzelnen Jahre verteilt, also durch die
Nutzungsdauer geteilt, um den Teil des Kaufpreises für ein Jahr zu
ermitteln. Ebenso die Wartungskosten, die werden addiert und durch die
Nutzungsdauer geteilt, um die durchschnittlichen Wartungskosten pro Jahr
zu erhalten. Natürlich nur die Kosten, die bis dahin angefallen sind.

Durchschnittskosten pro Jahr ist (ND=Nutzungsdauer, NP=Neupreis)
(NP+Summe der W_i für alle Jahre von 1 bis ND-Verkaufspreis)/ND.

Das wird für jede denkbare Nutzungsdauer ausgerechnet.

Bei der optimalen Nutzungsdauer müssen die Durchschnittskosten minimal
sein.

Kleines Beispiel für Tabellenkalkulation: (getestet mit StarOffice,
sollte aber eigentlich[tm] auch mit Excel funktionieren...)

Feld A1: Hier Neupreis eintragen
Feld B1 bis B20: Zahlen von 1-20 (Nutzungsdauer in Jahren)
Feld C1 bis C20: Hier die jeweiligen erwarteten Wartungskosten im
<Spalte B>-ten Jahr eintragen
Feld D1 bis D20: Erwarteter Verkaufspreis des Rades (oder was davon noch
übrig ist) nach <Spalte B> Jahren Nutzung
Feld E1 ist =($A$1+SUMME(C$1:C1)-D1)/B1
E2 bis E20 entsprechend nach unten ausfüllen, hier stehen dann die
durchschnittlichen Kosten pro Jahr bei Nutzungsdauer von <Spalte B>
Jahren

Dort, wo in Spalte E die kleinste Zahl steht, sind die geringsten
durchschnittlichen jährlichen Kosten und damit (in Spalte B) die
_theoretisch_ optimale Nutzungsdauer in Jahren.

*Disclaimer* :-)
Das Modell ist aber zum einen sehr vereinfacht und damit ungenau, zum
anderen lassen sich ja die Wartungskosten nur schwer über einen längeren
Zeitraum vorhersagen, so daß auch das Ergebnis mit Vorsicht zu genießen
ist. Aber es reicht vielleicht, um hinterher zu ermitteln, daß man das
alte Rad besser zwei Jahre früher auf den Schrott gegeben hätte ;-) Wenn
aber eine größere Reparatur bevorsteht, kann man ja schon mal einen
Blick darauf werfen.

<Neugierde>
Nun würde mich natürlich mal interessieren, wie Ihr den Verlauf Eurer
Wartungskosten[1] einschätzen würdet bzw. was dabei als Nutzungsdauer
rauskommt.
</>

Grüße

Arne

[1] Wenn ich hier Wartungskosten schreibe, schließt das natürlich alles
ein, was man in das Rad reinstecken muß, um es "am Leben" zu erhalten:
Arbeit, Ersatzteile, etc. Wobei verschiedene Stundensätze bei der Arbeit
wahrscheinlich _sehr_ unterschiedliche Ergebnisse in der optimalen
Nutzungsdauer bringen.

Uwe Borchert

unread,
Oct 23, 2001, 7:29:37 PM10/23/01
to
Hi,

Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>
>Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:
>
>>Ein Borchert: Das mach ich lieber komplett selber. Die Werkstaetten
>> spannen die Speichen grundsaetzlich zu lasch und die
>> Felgen muessen fuers Streusalz ja auch vorbehandelt
>> werden sonst sind die nach dem ersten Winter hin...
>
>Wie behandelst du die Felgen vor?
>

Gut Spruehwachs auf die Oesen, trocknen lassen und dann bei der
Montage Fett auf die Nippel.


>
>>Sales Droid: (nimmt die Nabe in die Hand, dreht an der Achse)
>> Lohnt nicht mehr!
>>Ein Borchert: Was haetten sie als Ersatz fuer 126mm, Schraubkranz
>>Sales Droid: Das gibt es doch gar nicht mehr, da brauchten sie
>> alles neu. *bla* *bla* *bla* *bla* *bla* *bla* *bla*
>
>100 LX ist doch eine Kassettennabe?

Ne, ich habe noch eine aus dem Ende der 80er, Hochflansch und
Schraubkranz. Fuer Shimanoverhaeltnisse ganz passabel. ;-)=)
Vielleicht heist die auch LX100?

>Gibt es eigentlich noch Schraubkranznaben in brauchbarer Qualität?

Ja, mit Maschinenlagern ... fuer rund 200 DM / 100 Euro. :-O
Sowas, oder gute RR-Naben mit Konuslagern von zB GPM, kann man aber
auch aus alten Raedern holen.

>BTW, 130 mm Naben passen in 126 mm Hinterbauten wenn man die aufweiten
>lässt.
>

Ich habe auch das Werkzeug dafuer (Gewindestange M10 und Muttern).
Aber es gab kaum brauchbares an Naben, alles sehr teuer (SRAM 9.0
fuer 100 DM / 50 Euro oder Point fuer 75 DM / 38 Euro). Und die
jetzt erhaeltlichen Kassetten sind mir nicht standfest genug und
8x/9x kann man nur noch schlecht mit einem Kettenblatt fahren.
Schlechter als das alte Material sollte das Neue nicht sein. Ein
Schmuddelrad wuerde (korrekt: habe) ich jetzt aber mit Nabenschaltung
(ge-)bau[t|en]. Nix fuer ungut, aber die neuen Kettenschaltungen sind
fuer Alltagsradler suboptimal. Die Shimano Inter4/7 oder SRAM S7 sind
(je nach Verwendungszweck) schon ganz OK, die S+A Sprinter5 sollte
auch gut sein. Bei den SRAM T3/P5 sind die Spruenge zwischen den
Gaengen arg grosz, fuer _Langstrecke_ (ab 5km) ist das nicht so gut.

MfG

Uwe Borchert

Stefan Barnikow

unread,
Oct 23, 2001, 10:44:45 AM10/23/01
to
begin quoting Holger Schauer <Holger....@gmx.de>:

>Auch wenn's nicht ganz passt:

Dazu gibt's Subjectwechsel. :-)

> wie lange haelt so ein (angebliches
>Industrie-)Innenlager (FAG) eines Tretlagers (Truvativ)? Ich frage,
>weil ich gerade eines geschrottet[1] habe, bei einer Laufleistung von
>etwa 2500km (nicht pro anno, sondern summa summarum), was mir nicht
>gerade viel erscheint.

FAG scheint extrem unterschiedliche Haltbarkeiten zu haben. Uwe hat
sich ja schon gemeldet, bei mir hielten sie 10.000km oder mehr, wobei
beim letzten nicht die eigentlichen Lager hinüber waren, sondern der
rechte Außenlaufring im Kunststoffgehäuse lose saß. Ein relativ
leichter Komilitone hat von 40.000km ohne Spiel berichtet, und das mit
der ersten Version, die rechts noch keine Abdeckung vor der Dichtung
hatte.
Ich hab mal ein ähnliches Lager mit Metallhülse (anscheinend ein
durchgehender Außenlaufring, Hersteller weiß ich nicht mehr) gesehen,
das könnte gegen schiefe Lagersitze im Rahmen unempfindlicher sein als
die relativ weiche Kunststoffhülse von FAG.


>Footnotes:
>[1] Es hat Spiel.

Fahr es weiter, bis das Spiel zu groß für Deine Ansprüche wird.
Nachstellen kann man ja da nichts.


Ciao,
Stefan

Gerald Eischer

unread,
Oct 24, 2001, 6:41:42 AM10/24/01
to
ci...@web.de (Stefan Barnikow) schrieb:

> Ich hab mal ein ähnliches Lager mit Metallhülse (anscheinend ein
>durchgehender Außenlaufring, Hersteller weiß ich nicht mehr) gesehen,

Kinex? Vielleicht auch KSS.

Florian Ladwig

unread,
Oct 24, 2001, 10:56:54 AM10/24/01
to
ci...@web.de (Stefan Barnikow) schrieb:

> begin quoting Holger Schauer <Holger....@gmx.de>:
>

> > wie lange haelt so ein (angebliches
> >Industrie-)Innenlager (FAG) eines Tretlagers (Truvativ)? Ich frage,
> >weil ich gerade eines geschrottet[1] habe, bei einer Laufleistung von
> >etwa 2500km (nicht pro anno, sondern summa summarum), was mir nicht
> >gerade viel erscheint.

Hier handelt es sich wohl (im Gegensatz zum Subject) um
konventionelle Rillenlager.

> FAG scheint extrem unterschiedliche Haltbarkeiten zu haben.

Das klingt hier dramatischer als es ist. Fast alle FAG-Patronen
halten so lange wie man es erwartet.

Holger Schauer

unread,
Oct 24, 2001, 11:30:54 AM10/24/01
to
On 23 Oct 2001, Gerald Eischer wrote:
> Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:
>
>>Ist aber durchaus im Rahmen des ueblichen. Die FAG-Lager hatten,
>>zumindestens vor einigen Jahren, die Tendenz zu Fruehausfaellen in
>
> Aber Uwe! Kein FAG Patronenlager, sondern zwei Rillenkugellager von
> FAG sind da drin.

Wenn mir jetzt noch jemand sagt, wie ich Patronenlager von zwei
Rillenkugellager unterscheiden kann, dann koennte ich das sogar
bestaetigen bzw. verneinen. RTF what?

Holger

--
--- http://www.coling.uni-freiburg.de/~schauer/ ---
Fachbegriffe der Informatik - Einfach erklärt

268: MCSE
Minesweeper Consultant and Solitaire Expert. (User Friendly)

Gerald Eischer

unread,
Oct 24, 2001, 4:31:09 PM10/24/01
to
Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:

>Und die
>jetzt erhaeltlichen Kassetten sind mir nicht standfest genug

Da wüsste ich noch standfeste Sachs PowerGlide Kassetten mit
hohen Zähnen...

>und
>8x/9x kann man nur noch schlecht mit einem Kettenblatt fahren.

Bist du sicher? Auch dann nicht, wenn die Kettenlinie genau in der
Mitte des Ritzelpaketes ist?


>Nix fuer ungut, aber die neuen Kettenschaltungen sind
>fuer Alltagsradler suboptimal.

Sind sie. Aber erkläre das einmal den Marketingleuten.


>Die Shimano Inter4/7 oder SRAM S7 sind
>(je nach Verwendungszweck) schon ganz OK, die S+A Sprinter5 sollte
>auch gut sein. Bei den SRAM T3/P5 sind die Spruenge zwischen den
>Gaengen arg grosz, fuer _Langstrecke_ (ab 5km) ist das nicht so gut.

Wurden bei der SRAM S7 die Sprünge gegenüber der früheren Sachs
7-Gang-Nabe verkleinert? Die Sachs 7-Gang hatte die gleichen Sprünge
wie die 5-Gang, aber noch je einen Gang mit großerer und kleinerer
Entfaltung dazu.

Gerald Eischer

unread,
Oct 24, 2001, 4:31:11 PM10/24/01
to
Holger Schauer <Holger....@gmx.de> schrieb:

>Wenn mir jetzt noch jemand sagt, wie ich Patronenlager von zwei
>Rillenkugellager unterscheiden kann, dann koennte ich das sogar
>bestaetigen bzw. verneinen. RTF what?

Ist das Innenlager von FAG, also dieser Kunststoffteil oder
das Innenlager von Truvativ mit zwei Rillenkugellagern von FAG?
Beim ersten Lesen dachte ich an letzteres, beim nochmaligen Lesen
klingt es mir nach ersterem.

FYI, FAG ist ein großer Hersteller von Kugellagern, allgemeiner:
Walzlagern, der auch ein Patronenlager für Fahrräder herstellt.

Uwe Borchert

unread,
Oct 24, 2001, 9:32:49 PM10/24/01
to
Hi,

Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>
>Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:
>
>>Und die
>>jetzt erhaeltlichen Kassetten sind mir nicht standfest genug
>
>Da wüsste ich noch standfeste Sachs PowerGlide Kassetten mit
>hohen Zähnen...
>

Aber noch in Produktion?

>>und
>>8x/9x kann man nur noch schlecht mit einem Kettenblatt fahren.
>
>Bist du sicher? Auch dann nicht, wenn die Kettenlinie genau in der
>Mitte des Ritzelpaketes ist?
>

Da sind IMHO bereits die 7x an der Grenze. Aber das die auch etwas
Geschmackssache.


>
>>Nix fuer ungut, aber die neuen Kettenschaltungen sind
>>fuer Alltagsradler suboptimal.
>
>Sind sie. Aber erkläre das einmal den Marketingleuten.
>

Und Einsteins Relativitaetstheotie einem Hamster ... :-(


>
>>Die Shimano Inter4/7 oder SRAM S7 sind
>>(je nach Verwendungszweck) schon ganz OK, die S+A Sprinter5 sollte
>>auch gut sein. Bei den SRAM T3/P5 sind die Spruenge zwischen den
>>Gaengen arg grosz, fuer _Langstrecke_ (ab 5km) ist das nicht so gut.
>
>Wurden bei der SRAM S7 die Sprünge gegenüber der früheren Sachs
>7-Gang-Nabe verkleinert? Die Sachs 7-Gang hatte die gleichen Sprünge
>wie die 5-Gang, aber noch je einen Gang mit großerer und kleinerer
>Entfaltung dazu.
>

Die S7 wurde IIRC nicht veraendert, aber die P5 durchaus ... zum
Schlechten hin. Daher mein letzter Griff zur Inter4 statt zur P5
und das Harren auf de S+A Sprinter5.

MfG

Uwe Borchert

Stefan Barnikow

unread,
Oct 24, 2001, 5:48:03 PM10/24/01
to
begin quoting Florian Ladwig <florian...@gmx.de>:
>ci...@web.de (Stefan Barnikow) schrieb:
[...]

>> FAG scheint extrem unterschiedliche Haltbarkeiten zu haben.
>
>Das klingt hier dramatischer als es ist. Fast alle FAG-Patronen
>halten so lange wie man es erwartet.

Woher wissen die denn, was ich erwarte? Liegt's an der Uhrzeit, daß
ich gerade an Astrologie und Voodoozauber denken muß? :-)

Ciao,
Stefan

Thomas Proell

unread,
Oct 25, 2001, 6:16:47 AM10/25/01
to
Uwe Borchert wrote:
>
> >Wurden bei der SRAM S7 die Sprünge gegenüber der früheren Sachs
> >7-Gang-Nabe verkleinert? Die Sachs 7-Gang hatte die gleichen Sprünge
> >wie die 5-Gang, aber noch je einen Gang mit großerer und kleinerer
> >Entfaltung dazu.
> >
> Die S7 wurde IIRC nicht veraendert, aber die P5 durchaus ... zum
> Schlechten hin. Daher mein letzter Griff zur Inter4 statt zur P5
> und das Harren auf de S+A Sprinter5.

Die S7 hat ja gröbere Schritte als die Shimano. Ist das merklich?
Ich meine, im Moment hab ich noch 21 bzw 24 Gänge und vom
Übersetzungsbereich sowie Abstufung zufrieden. Wenn ich jetzt auf 7-Gang
Nabe umsteigen will, weiß ich nicht, ob ich die S7 nehmen und eine
schlechtere Abstufung in Kauf nehmen soll, oder ob ich die Shimano mit
der schlechteren Entfaltung nehmen soll. Oder isses egal?


Thomas

Gerald Eischer

unread,
Oct 25, 2001, 6:20:33 AM10/25/01
to
Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:

>Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:

>>Da wüsste ich noch standfeste Sachs PowerGlide Kassetten mit
>>hohen Zähnen...
>>
>Aber noch in Produktion?

AFAIK nein. Die SRAM Kassetten haben niedrige Zähne, aber ich
kenne ein paar Sachs als Restbestand :-)


>>Wurden bei der SRAM S7 die Sprünge gegenüber der früheren Sachs
>>7-Gang-Nabe verkleinert? Die Sachs 7-Gang hatte die gleichen Sprünge
>>wie die 5-Gang, aber noch je einen Gang mit großerer und kleinerer
>>Entfaltung dazu.
>>
>Die S7 wurde IIRC nicht veraendert, aber die P5 durchaus ... zum
>Schlechten hin.

Damit ist die P5 IMHO unfahrbar, waren ja bei den früheren schon recht
große Sprünge.

Holger Schauer

unread,
Oct 25, 2001, 6:30:17 AM10/25/01
to
On 24 Oct 2001, Gerald Eischer wrote:
> Holger Schauer <Holger....@gmx.de> schrieb:

> Ist das Innenlager von FAG, also dieser Kunststoffteil oder
> das Innenlager von Truvativ mit zwei Rillenkugellagern von FAG?
> Beim ersten Lesen dachte ich an letzteres, beim nochmaligen Lesen
> klingt es mir nach ersterem.

Ersteres nehme ich an. Ich habe nur das ausgebaute komplette Teil,
sprich die gesamte Achse samt Lager drumherum. Ich gehe also von einem
FAG-Patronenlager aus?!

Jetzt frag' mich aber nicht, ob Truvativ das so standardmaessig macht,
oder ob der Haendler meines Vertrauens das so handhabt. Ich nehme
letzteres an (ist ein VSF-Laden, in dem viel geschraubt wird).

Holger

"Wieder die Tastatur versaut! Jetzt muß ich die Currywurstreste mühsam
rauspuhlen." "*Das* nehme ich Dir nicht ab." "Was, Du wußtest noch
nicht, daß alle Einwohner Berlins zwangsverplichtet sind, mindestens
eine Currywurst pro Monat zu essen? Currywurst sediert."
-- M. Böwe und A. Borutta in de.rec.fahrrad

Holger Schauer

unread,
Oct 25, 2001, 6:41:32 AM10/25/01
to
On 25 Oct 2001, Holger Schauer wrote:
> On 24 Oct 2001, Gerald Eischer wrote:
>> Ist das Innenlager von FAG, also dieser Kunststoffteil oder
>> das Innenlager von Truvativ mit zwei Rillenkugellagern von FAG?
>
> Ersteres nehme ich an. Ich habe nur das ausgebaute komplette Teil,
> sprich die gesamte Achse samt Lager drumherum. Ich gehe also von
> einem FAG-Patronenlager aus?!

Ich habe mir gerade bei FAG mal den Tretlagerkatalog angesehen und ich
weiss nun sicher, dass ersteres der Fall ist, ich also eine
BSA-Tretlagereinheit von FAG habe.

Hol "Ingrid" ger

Uwe Borchert

unread,
Oct 25, 2001, 11:51:28 AM10/25/01
to
Hi,

Thomas Proell <thomas...@ei.tum.de> wrote:

>Uwe Borchert wrote:
>>
...[...]...


>> >
>> Die S7 wurde IIRC nicht veraendert, aber die P5 durchaus ... zum
>> Schlechten hin. Daher mein letzter Griff zur Inter4 statt zur P5
>> und das Harren auf de S+A Sprinter5.
>
>Die S7 hat ja gröbere Schritte als die Shimano. Ist das merklich?

Ich bin diese Naben nie so _richtig_ gefahren. Aber den Werten nach
ist der Unterschied schon ganz schoen happig.

SRAM S7 303% -> 20% / Gang
Shimano Inter7 244% -> 16% / Gang
6 x 13 - 28 215% -> 16,6% / Gang (*)

Ich fahre (*) ,it einem 38er Kettenblatt und halte das fuer einen sehr
guten Kompromiss fuer den ueblichen Einsatz im Flach- und Huegelland.
Die Sprunge sind angenehm, der Gesamtuebersetzungsbereich ausreichend
um auch mal 12% gemuetlich und bequem im Sitzen hochzukurbeln.

>Ich meine, im Moment hab ich noch 21 bzw 24 Gänge und vom
>Übersetzungsbereich sowie Abstufung zufrieden.

24 Gaenge sind 3 x 8, davon sind auf dem groszen und kleinen Ketten-
blatt die meisten zu quer, einige doppelt ... da hast zu dann idR
8 auf dem mittleren Kettenblatt und dann 2 x 2 oder 3 Extragaenge von
den anderen beiden Kettenblaettern. Rechne mal die durchschnittliche
Abstufung a fuer die N Ritzel aus.

----------------
N-1 / Ritzel_gross
a = -- / --------------
|/ Ritzel_klein

Bei 8 x 11 - 28 -> 255% -> 14,3%, das ist feiner als jede 7-Gang
Nabenschaltung. Die koennten Dir dann zu grob sein, die Super7 wird
es IMHO durchaus sein. Du schaltest Doch Gang fuer Gang? Oder einfach
nur n + m Gaenge hoch und wieder runter?



> Wenn ich jetzt auf 7-Gang
>Nabe umsteigen will, weiß ich nicht, ob ich die S7 nehmen und eine
>schlechtere Abstufung in Kauf nehmen soll, oder ob ich die Shimano mit
>der schlechteren Entfaltung nehmen soll. Oder isses egal?
>

Neee, definitiv nicht. Bei massiver Belastung am Berg wurde mir aus
Schwaben schon von schnell verstorbenen Inter7 erzaehlt. Da am Berg
die S7 auch Vorteile durch den groeszeren Gesamtuebersetzungsbereich
hat, wuerde ich da fast zur Super Sieben raten. Die engere Abstufung
der Inter7 ist im Flachland viel besser und der Gesamtuebersetzungs-
bereich von 244% kann passend gelegt werden um auch mal bequem durch
die Huegel fahren zu koennen. Tipp: Schau mal welche Gaenge Du mit
Deiner Kettenschaltung am haeufigsten Faehrst. Lege dann den laengsten
Gang auf den 7ten oder 6ten (ist Geschmackssache, ich wuerde zum 6ten
tendieren) und berechne so Kettenblatt - Ritzel.

MfG

Uwe Borchert

Uwe Borchert

unread,
Oct 25, 2001, 12:00:00 PM10/25/01
to
Hi,

Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:

>Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:
>
>>Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>
>>>Da wüsste ich noch standfeste Sachs PowerGlide Kassetten mit
>>>hohen Zähnen...
>>>
>>Aber noch in Produktion?
>
>AFAIK nein. Die SRAM Kassetten haben niedrige Zähne, aber ich
>kenne ein paar Sachs als Restbestand :-)
>

Welche Hersteller liefern noch Schraubkraenze und 7xKassetten in guter
Qualitaet?

...[...]...


>>>
>>Die S7 wurde IIRC nicht veraendert, aber die P5 durchaus ... zum
>>Schlechten hin.
>
>Damit ist die P5 IMHO unfahrbar, waren ja bei den früheren schon recht
>große Sprünge.
>

Das Problem war bei denen nur die viel zu lange Entfaltung ... wie bei
allen Raedern mit Nabenschaltung. Da der Sprung von 4 auf 5 relativ
klein ist, entgegen 2 auf 3 auf 4, bietet sich der 5te als Fahrgang an,
man kommt problemlos aus dem 4ten hoch. Also die damals handelsuebliche
46/19 Uebersetzung um rund 20% runtersetzen, auf 46/23 oder neuerdings
38/19. *Seufz* Die unendliche Geschichte ...

Die relative Abstufung von 225% (22,5% / Gang) war fuer den ueblichen
Kurzstreckenverkehr bis 10 km durchaus brauchbar, im Stadtverkehr sogar
wirklich gut. Aber die neuen 250% (25,7% / Gang) sind doch zu viel.

MfG

Uwe Borchert

Gerald Eischer

unread,
Oct 25, 2001, 4:46:50 PM10/25/01
to
Uwe Borchert schrieb:

>
> Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>
> >Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:
> >
> >>Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
> >
> >>>Da wüsste ich noch standfeste Sachs PowerGlide Kassetten mit
> >>>hohen Zähnen...
> >>>
> >>Aber noch in Produktion?
> >
> >AFAIK nein. Die SRAM Kassetten haben niedrige Zähne, aber ich
> >kenne ein paar Sachs als Restbestand :-)
> >
> Welche Hersteller liefern noch Schraubkraenze und 7xKassetten in guter
> Qualitaet?

Ich korrigiere: Von Sachs/SRAM gibt es 7x in 14-28 und 14-32
Ein 13-26 liegt hinter mir im Schrank :-)

Ansonsten hat Br*g*lm*nn Schraubkränze von IIRC Regina in
allen möglichen und unmöglichen Variationen.

--
Gerald

Gerald Eischer

unread,
Oct 25, 2001, 4:50:35 PM10/25/01
to
Uwe Borchert schrieb:

> 6 x 13 - 28 215% -> 16,6% / Gang (*)

> Ich fahre (*) ,it einem 38er Kettenblatt und halte das fuer einen sehr
> guten Kompromiss fuer den ueblichen Einsatz im Flach- und Huegelland.
> Die Sprunge sind angenehm, der Gesamtuebersetzungsbereich ausreichend
> um auch mal 12% gemuetlich und bequem im Sitzen hochzukurbeln.

38/13? Da kommt man ja nicht vom Fleck ;-)
Derzeit habe ich am Alltagsrad 50/13, denke aber über 48/13 nach.

Zu 38/28 sag ich besser nix :-X

--
Gerald

Gerald Eischer

unread,
Oct 25, 2001, 4:53:37 PM10/25/01
to
Uwe Borchert schrieb:

> Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>
> >Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:
> >
> >>Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
> >
> >>>Da wüsste ich noch standfeste Sachs PowerGlide Kassetten mit
> >>>hohen Zähnen...
> >>>
> >>Aber noch in Produktion?
> >
> >AFAIK nein. Die SRAM Kassetten haben niedrige Zähne, aber ich
> >kenne ein paar Sachs als Restbestand :-)
> >

Ich korrigiere: Von Sachs/SRAM gibt es 7x in 14-28 und 14-32

Ein 13-26 liegt hinter mir im Schrank :-)


> Welche Hersteller liefern noch Schraubkraenze und 7xKassetten in guter
> Qualitaet?

Ansonsten hat Br*g*lm*nn Schraubkränze von IIRC Regina in

Gerald Eischer

unread,
Oct 25, 2001, 4:59:23 PM10/25/01
to
Holger Schauer schrieb:

> Ich habe mir gerade bei FAG mal den Tretlagerkatalog angesehen und ich
> weiss nun sicher, dass ersteres der Fall ist, ich also eine
> BSA-Tretlagereinheit von FAG habe.

Dann ist alles klar :-)

Ich habe mir soeben ein Patronenlager von Kinex (Slowakei) eingebaut.
Bin zwar ein Verfechter von Konuslagern, aber die in 107 mm sind recht
teuer.


> --
^ hier fe lt was
--
Gerald

Florian Ladwig

unread,
Oct 25, 2001, 6:26:02 PM10/25/01
to
ci...@web.de (Stefan Barnikow) schrieb:

> begin quoting Florian Ladwig <florian...@gmx.de>:
> >ci...@web.de (Stefan Barnikow) schrieb:
> [...]
> >> FAG scheint extrem unterschiedliche Haltbarkeiten zu haben.
> >
> >Das klingt hier dramatischer als es ist. Fast alle FAG-Patronen
> >halten so lange wie man es erwartet.
>
> Woher wissen die denn, was ich erwarte?

Das hat man nun davon...

Gemeint war: Im Bereich dessen, was andere Lager ähnlicher
Bauart auch leisten.

Holger Schauer

unread,
Oct 26, 2001, 4:00:53 AM10/26/01
to
On Thu, 25 Oct 2001, Gerald Eischer wrote:
> Holger Schauer schrieb:
>
>> Ich habe mir gerade bei FAG mal den Tretlagerkatalog angesehen und
>> ich weiss nun sicher, dass ersteres der Fall ist, ich also eine
>> BSA-Tretlagereinheit von FAG habe.
>
> Dann ist alles klar :-)

Und was? Das es normal ist? Oder eher, dass ich eines der oefter mal
kaputtgehenden, aer doch meist laenger haltenden FAG-Patronenlager
habe?


>> --
> ^ hier fe lt was

Nein. Schau' mal genau hin (hint: "-- ", nicht "-- ").

Holger

Fachbegriffe der Informatik - Einfach erklärt

59: Freiwillige Selbstkontrolle
Löschen fremder Artikel (Endergone Zwiebeltüte)

Thomas Proell

unread,
Oct 26, 2001, 8:46:03 AM10/26/01
to
Uwe Borchert wrote:
>
> SRAM S7 303% -> 20% / Gang
> Shimano Inter7 244% -> 16% / Gang
> 6 x 13 - 28 215% -> 16,6% / Gang (*)

<räusper> ich muß zugeben, daß ich da nicht ganz so durchblicke. Wieso
gibt 303% auf 7 Gänge verteilt 20% pro Gang?

> den anderen beiden Kettenblaettern. Rechne mal die durchschnittliche
> Abstufung a fuer die N Ritzel aus.
>
> ----------------
> N-1 / Ritzel_gross
> a = -- / --------------
> |/ Ritzel_klein

Ich bleib mal bei meiner 21-Gang: a=1.1737, also wohl 17.3% /Gang.
Ich habs dann mal händisch durchgeschaut - mir bleiben 12 echte Gänge,
wobei ich das kleinste Kettenblatt seltenst verwende, also eigentlich 8
echte Gänge.
Es wird immer wieder der Notanker 1:1 empfohlen. Den erreiche ich mit
dem mittleren Kettenblatt und dem größten Ritzel (extrem) oder mit dem
kleinsten Kettenblatt und dem zweitgrößten Ritzel. Den hätte ich schon
gerne auch in der Nabenschaltung.
Anderersits will ich meine aktuell schnellste Übersetzung (42-13) nicht
missen.
Ist beides machbar? Das sollten doch grob die 300% sein, oder?
Wenn ich die 300% momentan mit faktisch 8 Gängen nutze, ist doch zur
7-Gang nix um, oder?



> es IMHO durchaus sein. Du schaltest Doch Gang fuer Gang? Oder einfach
> nur n + m Gaenge hoch und wieder runter?

Naja, ich bin im mittleren Kettenblatt und 2-größten Ritzel beim
Losfahren. Die Endgeschwindigkeit wird über 2-3 maligen Schalten in den
höchsten Gang erreicht. D.h. eine 3-4-Gang würde (von der Abstufung her)
eigentlich reichen.
Jedoch - wenn es schwerer geht (bergauf, Wind etc.), dann schalte ich
feiner zurück. Aber meist gleich zwei eine Rasten.



> die Huegel fahren zu koennen. Tipp: Schau mal welche Gaenge Du mit
> Deiner Kettenschaltung am haeufigsten Faehrst. Lege dann den laengsten
> Gang auf den 7ten oder 6ten (ist Geschmackssache, ich wuerde zum 6ten
> tendieren) und berechne so Kettenblatt - Ritzel.

Siehe Analyse oben. Ich weiß, was ich fahre, ich kann nur die
Nabenschaltungen nicht zuordnen.
(die "303% auf 7 Gänge = 20%").


Thomas

Gerald Eischer

unread,
Oct 26, 2001, 9:43:30 AM10/26/01
to
Holger Schauer <Holger....@gmx.de> schrieb:

>On Thu, 25 Oct 2001, Gerald Eischer wrote:
>> Holger Schauer schrieb:
>>
>>> Ich habe mir gerade bei FAG mal den Tretlagerkatalog angesehen und
>>> ich weiss nun sicher, dass ersteres der Fall ist, ich also eine
>>> BSA-Tretlagereinheit von FAG habe.
>>
>> Dann ist alles klar :-)
>
>Und was? Das es normal ist?

Nein, um welches Innenlager es ich handelt :-)


>>> --
>> ^ hier fe lt was
>
>Nein. Schau' mal genau hin (hint: "-- ", nicht "-- ").

Tatsächlich. NS ist wohl zu blöd zum Signaturabtrennen. 'tschuldigung.

Uwe Borchert

unread,
Oct 26, 2001, 11:37:13 AM10/26/01
to
Hi,

Thomas Proell <thomas...@ei.tum.de> wrote:
>
>Uwe Borchert wrote:
>>
>> SRAM S7 303% -> 20% / Gang
>> Shimano Inter7 244% -> 16% / Gang
>> 6 x 13 - 28 215% -> 16,6% / Gang (*)
>
><räusper>

*aufblick* Ja?

> ich muß zugeben, daß ich da nicht ganz so durchblicke. Wieso
>gibt 303% auf 7 Gänge verteilt 20% pro Gang?

------
6 /
-- / 3,03 = 1,2029...
|/

Also ein Sprung von 1 auf 1,2029 sind rund 20%. Eine 7-Gangnabe hat ja
nur sechs Spruenge.


>
>Ich bleib mal bei meiner 21-Gang: a=1.1737, also wohl 17.3% /Gang.

Okay, ist etwas feiner ...

>Ich habs dann mal händisch durchgeschaut - mir bleiben 12 echte Gänge,
>wobei ich das kleinste Kettenblatt seltenst verwende, also eigentlich 8
>echte Gänge.
>Es wird immer wieder der Notanker 1:1 empfohlen. Den erreiche ich mit
>dem mittleren Kettenblatt und dem größten Ritzel (extrem) oder mit dem
>kleinsten Kettenblatt und dem zweitgrößten Ritzel. Den hätte ich schon
>gerne auch in der Nabenschaltung.
>Anderersits will ich meine aktuell schnellste Übersetzung (42-13) nicht
>missen.
>Ist beides machbar? Das sollten doch grob die 300% sein, oder?

Ja, gerade so, aber ich wuerde nicht so unbedingt unter 1,1 oder 1,2
gehen, das Drehmoment ist dann laut SRAM zu hoch. SQRT(3.03) nach
unten und oben (vier ist direkt) sind jeweils 1,74 bzw 1/1,74. Laut
SRAM muesstest Du aber Kettenblatt/Ritzel ueber 1,8 oder 1,9 bleiben.
Dann haettest Du zB nur 1,9/1,74=1,09 als tiefsten Gang.


>Wenn ich die 300% momentan mit faktisch 8 Gängen nutze, ist doch zur
>7-Gang nix um, oder?
>

Nur gering ...

>> es IMHO durchaus sein. Du schaltest Doch Gang fuer Gang? Oder einfach
>> nur n + m Gaenge hoch und wieder runter?
>
>Naja, ich bin im mittleren Kettenblatt und 2-größten Ritzel beim
>Losfahren. Die Endgeschwindigkeit wird über 2-3 maligen Schalten in den
>höchsten Gang erreicht. D.h. eine 3-4-Gang würde (von der Abstufung her)
>eigentlich reichen.
>Jedoch - wenn es schwerer geht (bergauf, Wind etc.), dann schalte ich
>feiner zurück. Aber meist gleich zwei eine Rasten.
>

Dann langt es vermutlich sicher.

>> die Huegel fahren zu koennen. Tipp: Schau mal welche Gaenge Du mit
>> Deiner Kettenschaltung am haeufigsten Faehrst. Lege dann den laengsten
>> Gang auf den 7ten oder 6ten (ist Geschmackssache, ich wuerde zum 6ten
>> tendieren) und berechne so Kettenblatt - Ritzel.
>
>Siehe Analyse oben. Ich weiß, was ich fahre, ich kann nur die
>Nabenschaltungen nicht zuordnen.
>(die "303% auf 7 Gänge = 20%").
>

Bei N Gaengen hast Du N-1 Sprunge zwischen den Gaengen. Das Produkt
aus 1+Sprung wird N-1 mit sich selbst mal gebildet, also gilt fuer
eine iedal gleichmaessige Abstufung:

(1+Sprung)^N-1 = Gesamtuebersetzung

--------------------
N-1 / |
-- / Gesamtuebersetzung - 1 = Sprung *huepf*
|/

MfG

Uwe Borchert

Gerald Eischer

unread,
Oct 26, 2001, 11:57:43 AM10/26/01
to
Uwe.Bo...@gmx.de (Uwe Borchert) schrieb:

>Thomas Proell <thomas...@ei.tum.de> wrote:

>>Ich bleib mal bei meiner 21-Gang: a=1.1737, also wohl 17.3% /Gang.
>
>Okay, ist etwas feiner ...

Wie grob...
13 % halte ich für gerade noch fahrbar, 7 % sind gerade richtig :-)

Stefan Barnikow

unread,
Oct 26, 2001, 5:20:02 PM10/26/01
to
begin quoting Thomas Proell <thomas...@ei.tum.de>:

>Uwe Borchert wrote:
>>
>> SRAM S7 303% -> 20% / Gang
>> Shimano Inter7 244% -> 16% / Gang
>> 6 x 13 - 28 215% -> 16,6% / Gang (*)
>
><räusper> ich muß zugeben, daß ich da nicht ganz so durchblicke. Wieso
>gibt 303% auf 7 Gänge verteilt 20% pro Gang?

3.03^(1/6) = 1.20

>Ich bleib mal bei meiner 21-Gang: a=1.1737, also wohl 17.3% /Gang.
>Ich habs dann mal händisch durchgeschaut - mir bleiben 12 echte Gänge,
>wobei ich das kleinste Kettenblatt seltenst verwende, also eigentlich 8
>echte Gänge.

Für ein Stadtrad eine durchaus vernünftige Betrachtung, auch wenn ich
vermute, daß es 8,5 Gänge sind.

>Es wird immer wieder der Notanker 1:1 empfohlen.

Gibt's irgendwo die Übersetzungsverhältnisse der einzelnen Gänge der
Naben? Damit müßte es doch möglich sein, Blatt und Ritzel passend zu
wählen. Bei der SRAM ist aus dem Getriebe 7./4. = 4./1.Gang bekannt,
mit 7./1. = 3.03 (s.o.) kommt raus, daß Du zu einem 16er Ritzel ein
28er Blatt bräuchtest - erlaubt SRAM das noch?


>Anderersits will ich meine aktuell schnellste Übersetzung (42-13) nicht
>missen.
>Ist beides machbar? Das sollten doch grob die 300% sein, oder?

Du sitzt doch am Computer, wenn Du postest, oder? So ein Ding kann
auch rechnen: 42/13 = 3.23

[...]


>Siehe Analyse oben. Ich weiß, was ich fahre, ich kann nur die
>Nabenschaltungen nicht zuordnen.

Versuche doch mal, Dich an die üblicherweise gefahrenen Gänge zu
erinnern, die kannst Du logarithmisch auf einem Papierstreifen
auftragen. Daneben legst Du einen Streifen mit den Gängen der
Nabenschaltungen, den Du so hinschiebst, daß die Gänge möglichst nahe
an den bisher genutzten liegen. Das kann Dir immerhin einen Eindruck
davon vermitteln, wie "weit" die Gänge auseinander liegen.


Ciao,
Stefan

Helmut Eidmann

unread,
Oct 27, 2001, 2:32:23 PM10/27/01
to
"Gerald Eischer" schrieb:

> Ich habe mir soeben ein Patronenlager von Kinex (Slowakei) eingebaut.

Ein Kinex-Patronenlager war in meinem MTB ab Werk eingebaut. Schon nach
ca. 1500 km hatte das Lager sehr deutliches Spiel. Inzwischen habe ich
es gegen ein FAG ausgetauscht.

Helmut


Gerald Eischer

unread,
Oct 27, 2001, 7:30:10 PM10/27/01
to
"Helmut Eidmann" <helmut....@t-online.de> schrieb:

>"Gerald Eischer" schrieb:
>
>> Ich habe mir soeben ein Patronenlager von Kinex (Slowakei) eingebaut.
>
>Ein Kinex-Patronenlager war in meinem MTB ab Werk eingebaut. Schon nach
>ca. 1500 km hatte das Lager sehr deutliches Spiel.

Möglich, dass es von denen ein billigsdorfer Modell gibt.
Meines macht einen recht soliden Eindruck. Durchaus mit einem Shimano
UN71 vergleichbar.
Ein billiges Shimano hatte bei mir nach 500 km deutliches Spiel.

Stefan Barnikow

unread,
Oct 27, 2001, 6:38:30 PM10/27/01
to
begin quoting Helmut Eidmann <helmut....@t-online.de>:

Hmm, bei mir am Lieger ist auch eins drin. Gebraucht übernommen und
seitdem etwa 2000km gefahren, ohne spürbares Spiel. Wo sind die denn
von der Qualität her anzusiedeln?


Ciao,
Stefan

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