für eine Kurbel FC-700 (von 1994) suche ich das mittlere Kettenblatt.
Es heißt SG H-32 und hat einen ziemlich kleinen Lochkreisdurchmesser,
58mm, wenn ich richtig gemessen habe (Fünf-Arm-Befestigung). Es wird
zusammen mit dem 20er befestigt, auf dem großen Lochkreis (110mm)
sitzt nur ein Blatt.
Angeblich gibt es genau dieses mittlere Kettenblatt nicht mehr. Ist
das so, oder kennt jemand doch noch eine Quelle?
Danke für jede Hilfe,
Martin
Hi,
für eine Kurbel FC-700 (von 1994) suche ich das mittlere Kettenblatt.
Es heißt SG H-32 und hat einen ziemlich kleinen Lochkreisdurchmesser,
58mm, wenn ich richtig gemessen habe (Fünf-Arm-Befestigung). Es wird
zusammen mit dem 20er befestigt, auf dem großen Lochkreis (110mm)
sitzt nur ein Blatt. Die Kurbel ist von Shimano und das Auffällige an
diesem 32-Zähne Blatt aus Stahl ist, daß es in sich gekröpft ist. Die
fünf Befestigungslaschen sind etwas nach innen gebogen, gegenüber dem
eigentlichen Ring mit den Zähnen.
>
>für eine Kurbel FC-700 (von 1994) suche ich das mittlere Kettenblatt.
>Es heißt SG H-32 und hat einen ziemlich kleinen Lochkreisdurchmesser,
>58mm, wenn ich richtig gemessen habe (Fünf-Arm-Befestigung). Es wird
>zusammen mit dem 20er befestigt, auf dem großen Lochkreis (110mm)
>sitzt nur ein Blatt. Die Kurbel ist von Shimano und das Auffällige an
>diesem 32-Zähne Blatt aus Stahl ist, daß es in sich gekröpft ist. Die
>fünf Befestigungslaschen sind etwas nach innen gebogen, gegenüber dem
>eigentlichen Ring mit den Zähnen.
>
>Angeblich gibt es genau dieses mittlere Kettenblatt nicht mehr. Ist
>das so, oder kennt jemand doch noch eine Quelle?
war das eine CX 700 Trecking-Gruppe ?
ist 'ne ziemlich exotische Gruppe, schon lange ausgestorben.
Ist das Stahl-Kettenblatt denn schon runtergefahren?
Kauf einfach eine neue Kurbel. Bicycles bietet z.B. gerade eine
Truvativ FireD zu 35 Euro oder eine Suntour XR fuer 20 Euro.
Die Truvativ ist aehnlich elegant wie das CX 700er Zeug war,
allerdings in schwarz.
Das original Shimano Kettenblatt wird in aehnlicher Groessenordnung
kosten, falls es ueberhaupt zu bekommen ist.
Achse (110mm) muesste passen.
Patrick Schelauske
>war das eine CX 700 Trecking-Gruppe ?
Ja. Habe in meinem Händlerkatalog '93 nachgesehen, sah recht
hybsch aus.
>ist 'ne ziemlich exotische Gruppe, schon lange ausgestorben.
Die einzige Trekkinggruppe mit Microdrive und sinnvoller
Ritzelkombination (11-19 Z).
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |
> war das eine CX 700 Trecking-Gruppe ?
Nur die Kurbelgarnitur. Fiel mir mal günstig in die Hände. Eine rechte
Kurbel mit Kettenblättern habe ich noch als Ersatzteilspender. Also je
ein neues Kettenblatt habe ich auf jeden Fall noch.
> ist 'ne ziemlich exotische Gruppe, schon lange ausgestorben.
Ja, ich weiß auch nur, daß das eine Art Trekking-Gruppe gewesen sein
soll. Vor zwei Wochen hatte ein Radhändler (der dicht machte) noch
einige Umwerfer davon als Restposten. Der Preis war aber utopisch.
Naja und Umwerfer braucht man ja nicht wirklich.
> Ist das Stahl-Kettenblatt denn schon runtergefahren?
Nö, und eines habe ich ja noch in Reserve. Aber gestern hatte 'mein'
Radhändler bei einem Kunden eine ähnliche Kurbel (CX-400-Gruppe)
tauschen müssen, weil das Blatt dort runter war und angeblich nicht
mehr zu kriegen ist. Da ich die Kurbel ganz gerne fahre, dachte ich
mir, ich besorge mir noch zwei oder drei Ersatzblätter, solange es
noch welche gibt. Besonders hart scheint der Stahl nicht zu sein. Das
Blatt, das jetzt drauf ist sieht schon etwas angegriffen aus (nach ca.
10Mm), allerdings fahre ich auch fast nur auf ihm.
> Kauf einfach eine neue Kurbel. Bicycles bietet z.B. gerade eine
> Truvativ FireD zu 35 Euro oder eine Suntour XR fuer 20 Euro.
Hm, über Truvativ habe ich eher Schlechtes gehört. Die Suntour klingt
interessant, werde ich mir mal anschauen. Ansonsten dachte ich an eine
Deore mit Vierkant, die ist ja auch bezahlbar und hat zwei Blätter aus
Stahl. Aber um ehrlich zu sein: diesen hohlgeschmiedeten Kurbeln traue
ich irgendwie nicht, auch wenn bisher von keinem Bruch berichtet wurde.
> Achse (110mm) muesste passen.
Probiere ich gerade aus, meine bisher verwendete Welle ist nämlich zu
breit. Aber 110 sieht etwas zu knapp aus. Wenn man die Kurbel von Hand
auf den Vierkant steckt, taucht der Kragen der FAG-Kunststoffschale
vollständig in die Aussparung unter dem kleinen Kettenblatt ein.
Kann es eigentlich sein, daß die rechte Kurbel immer weiter vom Rahmen
wegsteht als die linke, egal wie breit das Innenlager ist?
Martin
> [CX 700]
>
> Die einzige Trekkinggruppe mit Microdrive und sinnvoller
> Ritzelkombination (11-19 Z).
Deshalb habe sie die ja auch schnell wieder aus dem Programm genommen...
Aber so recht konnte ich mich mit dem Gedanken an Microdrive nie
anfreunden, auch wenn das Übersetzungsspektrum gut war: Mir waren die
Rädchen einfach zu klein. Ein 13er oder 14er für einen Fahrgang - ist
das nicht materialordend?
Und recht hybsch war sie in der Tat, vor allem die Brems-Schalt-Kombis
hatten was, aber eben auch die genannte Kurbel und das filigrane
Schaltwerk.
Mathias
--
Polemische Folgerung 2: Windows -- ein Betriebssystem von Dummen für
Dumme -- gehört auf den Müllhaufen der Geschichte, doch leider schließt
die Dummheit auch die Unfähigkeit ein, diese Wahrheit einzusehen.
Jörg Wagner in dcsmm
>Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>
>> [CX 700]
>>
>> Die einzige Trekkinggruppe mit Microdrive und sinnvoller
>> Ritzelkombination (11-19 Z).
>
>Deshalb habe sie die ja auch schnell wieder aus dem Programm genommen...
IMO der Versuchsballon für Microdrive von Sh*m*n*. Sie haben festgestellt,
dass der Antrieb viel schneller verschleißt und haben es dann unter
fadenscheinigen Argumenten allgemein ins Programm aufgenommen.
>Aber so recht konnte ich mich mit dem Gedanken an Microdrive nie
>anfreunden, auch wenn das Übersetzungsspektrum gut war: Mir waren die
>Rädchen einfach zu klein. Ein 13er oder 14er für einen Fahrgang - ist
>das nicht materialordend?
Ist es. Materialmordend für Kettenblätter, Ritzel und insbesonders die
Kette.
Bis das Otto Normalradler kapiert hat, werden noch Jahre vergehen.
> Ist das Stahl-Kettenblatt denn schon runtergefahren?
Habe inzwischen festgestellt, daß das mittlere Blatt doch aus Alu ist.
Das ist natürlich Murks und kein Wunder, daß es schon angeknabbert ist.
> Achse (110mm) muesste passen.
Habe jetzt 116 drin, 114 wäre perfekt und 110 ist doch etwas knapp.
Martin
>>> [CX 700]
>>> Die einzige Trekkinggruppe mit Microdrive und sinnvoller
>>> Ritzelkombination (11-19 Z).
>> Deshalb habe sie die ja auch schnell wieder aus dem Programm genommen...
> IMO der Versuchsballon für Microdrive von Sh*m*n*. Sie haben festgestellt,
> dass der Antrieb viel schneller verschleißt und haben es dann unter
> fadenscheinigen Argumenten allgemein ins Programm aufgenommen.
Naja, ob das der Grund war weiß kein Mensch. Die Kunden meinen doch
immer, das Material der Profis fahren zu müssen. Also federleichte
Teile und dicke Übersetzungen. Da bietet es sich eben an, die Ritzel
möglichst klein zu machen. Und ob solche Konzerne an Freizeitradlern
viel mit Ersatzritzeln verdienen? Die kaufen sich doch eher ein neues
Rad wenn die Kette verrostet ist, und selbst das dauert Jahre, weil
das Rad meistens nur in der geheizten Garage steht.
>> Aber so recht konnte ich mich mit dem Gedanken an Microdrive nie
>> anfreunden, auch wenn das Übersetzungsspektrum gut war: Mir waren die
>> Rädchen einfach zu klein. Ein 13er oder 14er für einen Fahrgang - ist
>> das nicht materialordend?
> Ist es. Materialmordend für Kettenblätter, Ritzel und insbesonders die
> Kette.
> Bis das Otto Normalradler kapiert hat, werden noch Jahre vergehen.
Das mittlere Kettenblatt der FC-700 hat 32 Zähne. Die Kombination
32/15 oder 32/16 ist für Otto Normalradlers Gelenke wesentlich besser
geeignet als irgendwas zwischen 39/16 und 42/15 bei gleichem Tempo.
Und die Ritzel verschleißen auch nicht schneller, sondern vorallem die
Kettenblätter. Aber die sind bei 'Otto Normalrädern' oft aus Stahl.
Insofern bin ich ganz froh, daß dieser unsinnige Trend der zuvor
herrschte, nämlich sauschwere Räder für untrainierte Fahrer mit
Kurbelgarnituren von 39 bis 53 Zähnen auszurüsten, endlich beendet
wurde. Und selbst heute noch treten die meisten 'Otto Normalradler' zu
schwer. Ein größtes Kettenblatt von 32 bis max. 36 Zähnen würde ihnen
vollauf reichen und sie würden sich endlich mal vernünftige
Trittfrequenzen angewöhnen.
32/15 entspricht bei 80 Tritten pro Minute etwa 20km/h, das ist die
übliche Geschwindigkeit von Otto Normalradler. Was soll er bei diesen
Geschwindigkeiten mit einem 39er, 42er oder sogar 52er Blatt? Hier mal
die Ausgabe meines kleinen Trittfrequenzprogramms für Trittfrequenzen
von 40 bis 80 1/min (entsricht meines Erachtens der typischen Kadenz
eines Otto Normalradlers) für einen Reifenumfang von 2120mm (Marathon
622-32) und einem 7-fach Kranz von 13-21 Zähnen:
0 10 20 30 40 50 km/h
| | | | | |
52:13 |.........|.........4----5-----6----7----8........|
52:14 |.........|........4----5---6----7----8.|.........|
52:15 |.........|.......4---5---6----7---8....|.........|
52:16 |.........|......4---5---6---7---8......|.........|
52:17 |.........|.....4--5---6---7---8........|.........|
52:19 |.........|...4--5---6--7---8.|.........|.........|
52:21 |.........|..4--5--6--7--8....|.........|.........|
42:13 |.........|.....4----5---6---7---8......|.........|
42:14 |.........|....4---5---6---7---8........|.........|
42:15 |.........|...4---5--6---7--8.|.........|.........|
42:16 |.........|..4---5--6--7---8..|.........|.........|
42:17 |.........|..4--5--6--7--8....|.........|.........|
42:19 |.........|4--5--6--7-8.......|.........|.........|
42:21 |.........4--5-6--7-8.........|.........|.........|
39:13 |.........|....4---5---6---7---8........|.........|
39:14 |.........|...4---5--6---7--8.|.........|.........|
39:15 |.........|..4---5--6--7--8...|.........|.........|
39:16 |.........|.4---5--6--7--8....|.........|.........|
39:17 |.........|.4--5--6-7--8......|.........|.........|
39:19 |.........4--5--6-7--8........|.........|.........|
39:21 |........4--5-6--7-8|.........|.........|.........|
32:13 |.........|..4--5--6--7--8....|.........|.........|
32:14 |.........|.4--5-6--7--8......|.........|.........|
32:15 |.........|4--5-6--7--8.......|.........|.........|
32:16 |.........4--5-6--7-8.........|.........|.........|
32:17 |.........4-5-6--7-8|.........|.........|.........|
32:19 |........4-5-6-7-8..|.........|.........|.........|
32:21 |.......4-5-6-7-8...|.........|.........|.........|
Meines Erachtens ist 32 vorne genau richtig für Otto Normalradler. Wer
auf einem Alltagsrad schneller als 25km/h fahren will, sollte sich
eher eine höhere Trittfrequenz angewöhnen, als einen dickeren Gang zu
fahren. Ich fahre die Kombination, bin nicht untrainiert und finde sie
dennoch völlig praxisgerecht. Allerdings trete ich normalerweise
zwischen 80 und 120 1/min, und das sollte sich IMHO jeder angewöhnen,
der schnell fahren will. So sieht es bei mir aus:
0 10 20 30 40 km/h
| | | | |
32:13 |.........|.........|....8--9--0--1---2.|
32:14 |.........|.........|..8--9--0--1--2....|
32:15 |.........|.........|.8-9--0--1--2......|
32:16 |.........|.........8--9-0--1--2........|
32:17 |.........|........8--9-0-1--2|.........|
32:19 |.........|......8-9-0--1-2...|.........|
32:21 |.........|.....89-0-1-2......|.........|
Mit 32/13 komme ich locker bis 35km/h, wenn ich ordentlich kurble auch
bis 40km/h. Das reicht für kurze Sprints zum Überholen. Ansonsten ist
so ein Alltagsrad einfach zu schwer und die Sitzposition nicht
aerodynamisch genug, um damit vernünftig Rennradübersetzungen fahren
zu können. 30km/h auf dem Alltagsrad kostet genauso viel Kraft wie
35km/h auf dem Rennrad.
Mit der unterschiedlichen Übersetzung erreiche ich bei beiden Rädern
bei der gleichen Anstrengung etwa die gleiche Trittfrequenz. Das ist
in meinen Augen das, was man anstreben sollte. Ich habe jahrelang
versucht eine Rennradübersetzung am Alltagsrad zu fahren und es ist
einfach Murks. 32/13 entspricht zwar 'nur' 39/16, bzw. 42/17, aber was
sich auf dem Rennrad leicht und lange treten lässt, ist auf einem
typischen Alltagsrad schon ziemlich anstrengend.
Martin
Taugt das Zeug? Könnte man sich glatt als Ersatzteil hinlegen; immerhin
wird ein ehemaliger Verkaufspreis von 81 Euro angegeben...
Weiß jemand, ob diese FireD für 7/8x oder für 9x ist?
Viele Grüße,
Lennart
>Naja, ob das der Grund war weiß kein Mensch. Die Kunden meinen doch
>immer, das Material der Profis fahren zu müssen. Also federleichte
>Teile und dicke Übersetzungen. Da bietet es sich eben an, die Ritzel
>möglichst klein zu machen.
Im Rennradbereich sind die Mini-Kettenblätter nachdem sie bei einer
Gruppe aufgetaucht waren, ziemlich schnell wieder verschwunden.
>Und ob solche Konzerne an Freizeitradlern
>viel mit Ersatzritzeln verdienen?
Mit Ketten.
>Die kaufen sich doch eher ein neues
>Rad wenn die Kette verrostet ist, und selbst das dauert Jahre, weil
>das Rad meistens nur in der geheizten Garage steht.
Es gibt genug Leute, die ihr Rad auch benutzen.
>> Ist es. Materialmordend für Kettenblätter, Ritzel und insbesonders die
>> Kette.
>> Bis das Otto Normalradler kapiert hat, werden noch Jahre vergehen.
>
>Das mittlere Kettenblatt der FC-700 hat 32 Zähne. Die Kombination
>32/15 oder 32/16 ist für Otto Normalradlers Gelenke wesentlich besser
>geeignet als irgendwas zwischen 39/16 und 42/15 bei gleichem Tempo.
Flacsher Vergleich. Statt 32/15 oder 32/16 sind 38/17 oder 38/19 richtig,
also Übersetzungen die damals[tm] mit 48-38-28 Kurbeln üblich waren.
>Insofern bin ich ganz froh, daß dieser unsinnige Trend der zuvor
>herrschte, nämlich sauschwere Räder für untrainierte Fahrer mit
>Kurbelgarnituren von 39 bis 53 Zähnen auszurüsten, endlich beendet
>wurde.
Wann war das bitte? Ich schreibe hier nicht von Rennradkurbeln, sondern
von dem Unfug 48-38-28 durch 42-32-22 zu ersetzen und bei Kassetten
statt mit 13 mit 11 Zähnen zu beginnen.
>Und selbst heute noch treten die meisten 'Otto Normalradler' zu
>schwer.
Das hat nichts mit Microdrive oder nicht Microdrive zu tun.
>32/15 entspricht bei 80 Tritten pro Minute etwa 20km/h, das ist die
>übliche Geschwindigkeit von Otto Normalradler. Was soll er bei diesen
>Geschwindigkeiten mit einem 39er, 42er oder sogar 52er Blatt?
Von Rennradkurbeln war in diesem Thread rein gar nicht die Rede.
>Patrick Schelauske <Patrick.S...@gmx.de> wrote:
>
>> Achse (110mm) muesste passen.
>
>Habe jetzt 116 drin, 114 wäre perfekt und 110 ist doch etwas knapp.
113 mm wären richtig.
> [CX 700]
>
> IMO der Versuchsballon für Microdrive von Sh*m*n*. Sie haben festgestellt,
> dass der Antrieb viel schneller verschleißt und haben es dann unter
> fadenscheinigen Argumenten allgemein ins Programm aufgenommen.
Im Einzelfall halte ich das ja sogar für sinnvoll, auch wenn diese Fälle
beim Alltagsradler i. d. R. nicht auftreten. Wenn die das also als
Option anbieten würden, wäre das IMO völlig in Ordnung.
> [Microdrive]
>
> Ist es. Materialmordend für Kettenblätter, Ritzel und insbesonders die
> Kette.
>
> Bis das Otto Normalradler kapiert hat, werden noch Jahre vergehen.
Oder Jahrzehnte - Otto Normalradler fährt so wenig, daß er die
Verschleißgrenze meistens gar nicht mitkriegt...
Mathias
--
Diese kleinen, bunten USB-Floppy-Laufwerke sind ja wirklich so
überflüssig wie ein Kropf, aber dermaßen goldig anzuschauen, daß
eigentlich jeder eins besitzen sollte. Ja, auch die, die gar keinen
Rechner haben. (Philipp Sasse in de.comp.sys.mac.misc)
>Im Einzelfall halte ich das ja sogar für sinnvoll, auch wenn diese Fälle
>beim Alltagsradler i. d. R. nicht auftreten. Wenn die das also als
>Option anbieten würden, wäre das IMO völlig in Ordnung.
Die Idee dahinter (von Suntour) war, eine größere Bodenfreiheit bei
Mauntäinbeiks zu erreichen.
>> Bis das Otto Normalradler kapiert hat, werden noch Jahre vergehen.
>
>Oder Jahrzehnte - Otto Normalradler fährt so wenig, daß er die
>Verschleißgrenze meistens gar nicht mitkriegt...
Beim Kettenverschleiß nicht.
>> Und ob solche Konzerne an Freizeitradlern viel mit Ersatzritzeln
>> verdienen?
> Mit Ketten.
[...]
> Es gibt genug Leute, die ihr Rad auch benutzen.
Ich schätze mal, Shimano ist es egal, ob Otto Normalradler seine Kette
nach fünf oder nach sechs Jahren wechselt. Geld wird woanders gemacht.
>> Das mittlere Kettenblatt der FC-700 hat 32 Zähne. Die Kombination
>> 32/15 oder 32/16 ist für Otto Normalradlers Gelenke wesentlich besser
>> geeignet als irgendwas zwischen 39/16 und 42/15 bei gleichem Tempo.
> Flacsher Vergleich. Statt 32/15 oder 32/16 sind 38/17 oder 38/19 richtig,
> also Übersetzungen die damals[tm] mit 48-38-28 Kurbeln üblich waren.
Das ist interessant für Alltagsvielradler. Deine Argumente treffen für
diese Zielgruppe voll zu. Kein Widerspruch. Das sind jedoch nur wenige
Prozent aller Radfahrer und die haben m.E. keine Lobby bei den Multis.
Otto Normalradler ist für mich jemand, der am Wochenende sein Rad auf
den Autodachträger packt und im Grünen damit dreimal um den See fährt.
Seine Jahresfahrleistung würde ich auf 200-300km schätzen (10km pro
Woche mal 6 Monate). Und diese Personen sind meines Erachtens für das
Ersatzteilgeschäft völlig irrelevant. Theoretisch hält bei ihm eine
Kette zehn Jahre und ein Satz Ritzel dreißig Jahre, wenn sie nicht
vorher verrostet sind. Aber Du hast ja Insiderwissen und kannst mich
korrigieren, falls ich mich täuschen sollte.
>> Insofern bin ich ganz froh, daß dieser unsinnige Trend der zuvor
>> herrschte, nämlich sauschwere Räder für untrainierte Fahrer mit
>> Kurbelgarnituren von 39 bis 53 Zähnen auszurüsten, endlich beendet
>> wurde.
> Wann war das bitte? Ich schreibe hier nicht von Rennradkurbeln, sondern
Alle Standard-Räder mit Zweifach-Kurbeln bevor der MTB-Boom einsetzte.
Also dieses ganze Zeug von Kalkhoff und wie diese Firmen sonst noch
heißen. Zwei Stahl-Kettenblätter, 42/50 oder so, ein Hosenschutzring
aus gestanztem Stahlblech, Stahlkurbeln mit Schrägkeil, ein fünf- oder
sechsfach Schraubkranz, ein Speichenschutzring, ebenfalls auch Blech
gedrückt, Stahlfelgen, viel zu weiche Seitenzugbremsen mit ewig langen
Armen, viel zu dünne Alubremshebel mit einer schlackerigen Niete als
Drehachse, Stahlschutzbleche, na und so weiter. Meine Kindheit und
Jugend ist geprägt von solchen Bildern. Ein Trauma! ;-)
Ansonsten gab es nur Nabenschaltungsräder und für die habe ich mich
nie interessiert. Kann sein, daß die Übersetzungen da anders waren.
Wobei ich mich selbst nur an viel zu dick und zu grob übersetzte
Dreigang-Schaltungen von Sachs oder Huret erinnern kann.
Erst als Dreifach-Kurbeln aufkamen wurden die Kettenblätter kleiner.
So ist zumindest meine Erinnerung.
Richtig gut übersetzt waren hingegen die alten schwarzen Räder, die
bis in die Nachkriegszeit noch gebaut wurden und keine Schaltung
hatten. Weiß nicht, wie man die nennt, aber Du weißt sicher, was ich
meine. Ich hatte mal eines, wurde leider geklaut. Eine unglaublich
entspannte Übersetzung, mit der man stressfrei dahinglitt. Steigungen
waren aufgrund der Sitzposition schlecht zu fahren, aber dann stieg
man halt ab und schob. Ich weiß die Übersetzung leider nicht, damals
hatte ich mich dafür nicht interessiert und nicht nachgeschaut.
> von dem Unfug 48-38-28 durch 42-32-22 zu ersetzen und bei Kassetten
> statt mit 13 mit 11 Zähnen zu beginnen.
Mal abgesehen davon, daß es immer noch problemlos möglich ist, Kränze
und Kassetten zu bekommen, die mit 13 Zähnen beginnen: Wo ist für Dich
der Unterschied, ob jemand 52/39 oder 48/38 vorne fährt? Für Deine
Zielgruppe ist beides gleich idiotisch. Welcher untrainierte Fahrer
kann denn 38:13 auf einem 0815-Rad mit einer gelenkschonenden Kadenz
treten? Diese Leute benutzen in diesem Fall doch nur das 28er vorne,
und dann kann man die anderen auch gleich weglassen, oder ein 32er
stattdessen verwenden. Und wofür soll erst das 48er gut sein?
>> Und selbst heute noch treten die meisten 'Otto Normalradler' zu
>> schwer.
> Das hat nichts mit Microdrive oder nicht Microdrive zu tun.
Egal ob man das Microdrive oder sonstwie nennt: Ein großes Kettenblatt
verleitet nunmal dazu, zu dicke Gänge einzulegen. Wofür braucht denn
Otto Normalradler 48:13, um bei Deinem Beispiel zu bleiben? Ein
untrainierter Fahrer schafft bei aufrechter Sitzposition eine
Durchschnittsgeschwindigkeit von 20km/h oder etwas mehr. Bei 48:13
macht das eine Kadenz von 40 bis 50. Wozu soll das gut sein? Der Arme
ruiniert sich doch nur seine Gelenke damit.
> Von Rennradkurbeln war in diesem Thread rein gar nicht die Rede.
Wie ich oben schrieb: Bei Zweifach-Kurbeln war das lange Zeit der
Standard und ist es eigentlich heute noch. Und soo sehr unterscheidet
sich Deine 48-38-28 Kurbel von einer Rennradkurbel auch nicht. Für
Otto Normalradler ist es egal, ob er vorne die Wahl zwischen 48 und 38
oder zwischen 52 und 39 Zähnen hat. Beides ist nichts für ihn und er
wird dankbar für die 28 Zähne sein. Ist jedenfalls mein Eindruck.
Martin
>> Habe jetzt 116 drin, 114 wäre perfekt und 110 ist doch etwas knapp.
> 113 mm wären richtig.
Danke, leider zu spät. Beim nächsten Mal dann.
Martin
> Das mittlere Kettenblatt der FC-700 hat 32 Zähne. Die Kombination
> 32/15 oder 32/16 ist für Otto Normalradlers Gelenke wesentlich besser
> geeignet als irgendwas zwischen 39/16 und 42/15 bei gleichem Tempo.
Natürlich. Aber was hindert sie denn daran, vorne das mittlere
Kettenblatt mit 36 oder 38 Zähnen zu fahren und hinten mit 18 bis 22?
> Und die Ritzel verschleißen auch nicht schneller, sondern vorallem die
> Kettenblätter. Aber die sind bei 'Otto Normalrädern' oft aus Stahl.
Jein. Je nach Preisklasse hat der Kunde das zu nehmen, was angeboten
wird, bei billigen Rädern oft Stahl (muß keineswegs schlecht sein),
spätestens bei der unteren Mittelklasse Alu.
> Insofern bin ich ganz froh, daß dieser unsinnige Trend der zuvor
> herrschte, nämlich sauschwere Räder für untrainierte Fahrer mit
> Kurbelgarnituren von 39 bis 53 Zähnen auszurüsten, endlich beendet
> wurde.
Okay, Alltagsräder mit einer Profiübersetzung anzubieten *ist*
Schwachsinn. Aber das, was bis Anfang der neunziger angeboten wurde (z.
B. 48-38-26 auf 13-32) halte ich für sehr gut alltagstauglich. Leider
ist aber die Mehrzahl der "Normalradler" mit zwei Schaltmöglichkeiten
intellektuell überfordert, also wird eh immer "Kette rechts" gefahren.
> Und selbst heute noch treten die meisten 'Otto Normalradler' zu
> schwer. Ein größtes Kettenblatt von 32 bis max. 36 Zähnen würde ihnen
> vollauf reichen und sie würden sich endlich mal vernünftige
> Trittfrequenzen angewöhnen.
Und sich beschweren, daß man so viel treten muß. Originaldialog, den ich
schon oft erlebt habe: "Das geht so schwer" - "Dann schalte doch in
einen kleineren Gang." - "Aber dann muß ich ja soviel treten..." Was
soll man da noch sagen?
Außerdem trete ich auch bei Geschwindigkeiten oberhalb von 40km/h gerne
noch mit. Und ja, ich kann Kadenzen oberhalb von 100 treten, auch über
längere Zeit. Allerdings pendelt sich das beim gemütlichen Bummeln ohne
Krafteinsatz oft zwischen 80 und 90 ein.
Mathias
--
Aber das ist das schöne am Usenet: Jeder kann soviel Unsinn schreiben
wie er will. Es findet sich immer jemand, der das richtig stellt.
Henry Habernickel in dsnu
> Ein größtes Kettenblatt von 32 bis max. 36 Zähnen würde ihnen
> vollauf reichen und sie würden sich endlich mal vernünftige
> Trittfrequenzen angewöhnen.
Mir sind sowohl große Kettenblätter als auch große Ritzel
lieber. Mit 42/21, 42/19 und 52/19 fahre ich meistens (TF
zwischen 90 und 110), seltener mit 42/24, noch seltener
mit 52/17. Wiegt nur wenig mehr und hält deutlich länger
als `Microdrive' mit denselben Übersetzungen.
Hans Crauel
> >> Bis das Otto Normalradler kapiert hat, werden noch Jahre vergehen.
> >
> >Oder Jahrzehnte - Otto Normalradler fährt so wenig, daß er die
> >Verschleißgrenze meistens gar nicht mitkriegt...
>
> Beim Kettenverschleiß nicht.
Wie - sind die Ketten schon nach 500 km verschlissen?
Mathias, den Vatertagsradler im Sinn habend
--
Warum ich einen Mac nutze: Weil ich zu doof für ein echtes UNIX bin und
Windows zu doof für mich ist.
Guido Neitzer in dcsmm
> Wo ist für Dich der Unterschied, ob jemand 52/39 oder 48/38 vorne fährt?
Darum geht es doch gar nicht! Und der Unterschied zwischen einer
52/39-Kurbel und einer 48/38/26-Kurbel *ist* erheblich!
> Für Deine Zielgruppe ist beides gleich idiotisch.
Nein.
> Welcher untrainierte Fahrer kann denn 38:13 auf einem 0815-Rad mit einer
> gelenkschonenden Kadenz treten?
Warum um aller Welt willst Du eigentlich mit Gewalt idiotische Ritzel
aufziehen? Natürlich ist 53:11 für einen Gelegenheitsradler unfahrbar,
aber *bitte* erkläre mir den Unterschied zwischen 32:16, 38:19 und
42:21. Wenn man größere Kettenblätter aufzieht, dann gehören ganz
selbstverständlich auch größere Ritzel dazu. Übrigens, um auf Deine
Frage zurückzukommen: Jeder! Oder gibt es bei Euch kein Gefälle und
keinen Rückenwind?
<polemik> Aber ich will mich an den Gedanken, daß demnächst
Kurbelgarnituren mit 32-25-16 Zähnen und Ritzelpakete mit
7-8-9-10-15-16-17-18-19, nicht gewöhnen. </polemik>
>Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>> Martin Klaiber <mart...@zedat.fu-berlin.de> schrieb:
>
>>> Und ob solche Konzerne an Freizeitradlern viel mit Ersatzritzeln
>>> verdienen?
>
>> Mit Ketten.
>[...]
>> Es gibt genug Leute, die ihr Rad auch benutzen.
>
>Ich schätze mal, Shimano ist es egal, ob Otto Normalradler seine Kette
>nach fünf oder nach sechs Jahren wechselt. Geld wird woanders gemacht.
Sicher? Die Verschleißteile werden an einem Neurad genau ein Mal
verkauft.
Was für ein Drucker hängt an Deiner Rechenmaschine?
>Richtig gut übersetzt waren hingegen die alten schwarzen Räder, die
>bis in die Nachkriegszeit noch gebaut wurden und keine Schaltung
>hatten. Weiß nicht, wie man die nennt, aber Du weißt sicher, was ich
>meine.
Tourenrad, sowas, was Opa gefahren hat.
>Ich hatte mal eines, wurde leider geklaut. Eine unglaublich
>entspannte Übersetzung, mit der man stressfrei dahinglitt. Steigungen
>waren aufgrund der Sitzposition schlecht zu fahren, aber dann stieg
>man halt ab und schob. Ich weiß die Übersetzung leider nicht, damals
>hatte ich mich dafür nicht interessiert und nicht nachgeschaut.
46:19 oder 48:19.
>Egal ob man das Microdrive oder sonstwie nennt: Ein großes Kettenblatt
>verleitet nunmal dazu, zu dicke Gänge einzulegen.
Ein dicker Gang hat wenig mit der Zähnezahl des Kettenblattes zu tun,
der Verschleiß aber schon.
--
Dieses Dokument wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und gilt ohne
Unterschrift und Siegel. Alle Angaben ohne Gewähr. Wir stellen die Normalität
augenblicklich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
florian...@gmx.de http://www.floimnetz.de
>Ich schätze mal, Shimano ist es egal, ob Otto Normalradler seine Kette
>nach fünf oder nach sechs Jahren wechselt. Geld wird woanders gemacht.
Ersatzteile verkauft man auch an Vielfahrer und da ist es nicht egal.
Hat schon irgendjemand (kein Liegerad mit längerer Kette) mit einer
Mickrigkurbel eine Kettenlebensdauer von 7000 km erreicht?
>Otto Normalradler ist für mich jemand, der am Wochenende sein Rad auf
>den Autodachträger packt und im Grünen damit dreimal um den See fährt.
>Seine Jahresfahrleistung würde ich auf 200-300km schätzen (10km pro
>Woche mal 6 Monate). Und diese Personen sind meines Erachtens für das
>Ersatzteilgeschäft völlig irrelevant. Theoretisch hält bei ihm eine
>Kette zehn Jahre und ein Satz Ritzel dreißig Jahre, wenn sie nicht
>vorher verrostet sind. Aber Du hast ja Insiderwissen und kannst mich
>korrigieren, falls ich mich täuschen sollte.
Ich hatte da eher Erfahrung mit Mauntäinbeikern, die jedes Wochenende
durch den Wald gurken. Auch die brauchen keine Mickrigblätter, haben
aufgrund derer aber unnötig kurze Kettenlebensdauern.
>Alle Standard-Räder mit Zweifach-Kurbeln bevor der MTB-Boom einsetzte.
>Also dieses ganze Zeug von Kalkhoff und wie diese Firmen sonst noch
>heißen. Zwei Stahl-Kettenblätter, 42/50 oder so, ein Hosenschutzring
>aus gestanztem Stahlblech, Stahlkurbeln mit Schrägkeil, ein fünf- oder
>sechsfach Schraubkranz, ein Speichenschutzring, ebenfalls auch Blech
>gedrückt, Stahlfelgen, viel zu weiche Seitenzugbremsen mit ewig langen
>Armen, viel zu dünne Alubremshebel mit einer schlackerigen Niete als
>Drehachse, Stahlschutzbleche, na und so weiter.
Ja, so ein Rad von Puch habe ich auch zum 12. Geburtstag bekommen :-)
52-42/14-28 War ganz brauchbar, nur die 20%-Steigung zur Pfadfinderwiese
war etwas hart. Ein zusätzliches 32er hätte dieses Problem gelöst.
Für Microdrive sehe ich aber keinen Bedarf.
>Erst als Dreifach-Kurbeln aufkamen wurden die Kettenblätter kleiner.
>So ist zumindest meine Erinnerung.
Die hatten dann 48-38-28. Das ist nicht viel kleiner.
>Richtig gut übersetzt waren hingegen die alten schwarzen Räder, die
>bis in die Nachkriegszeit noch gebaut wurden und keine Schaltung
>hatten. Weiß nicht, wie man die nennt, aber Du weißt sicher, was ich
>meine.
Du meinst das Steyr Waffenrad :-)
>Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>
>> >Oder Jahrzehnte - Otto Normalradler fährt so wenig, daß er die
>> >Verschleißgrenze meistens gar nicht mitkriegt...
>>
>> Beim Kettenverschleiß nicht.
>
>Wie - sind die Ketten schon nach 500 km verschlissen?
>
>Mathias, den Vatertagsradler im Sinn habend
Nein, solche Extremisten meinte ich nicht. Ich dachte da eher an
500 km jährlich.
> Nein, solche Extremisten meinte ich nicht. Ich dachte da eher an
> 500 km jährlich.
Das kann dann hinkommen. Wobei diese Klientel aber oft zu den
Schönwetterradlern gehört. Und nach meinem Gefühl setzt nichts einer
Kette so sehr zu wie eine längere Fahrt bei Regen über schlammigen
Untergrund. Auch eine winterlich gepökelte Kette hält im Gegensatz zu
mancher Leckerei kürzer als eine ungesalzene. Auch dürfte der
Krafteinsatz geringer sein als bei einem Alltagsfahrer.
All das ändert nichts daran, daß diese Kinderkurbeln aus
Konsumentensicht völliger Unfug sind, denn die beiden theoretischen
Vorteile (Gewicht und Bodenfreiheit) spielen eine vernachlässigbar
geringe Rolle, während die Nachteile erheblich sind. Ganz abgesehen
davon ist mit zunehmender Anzahl der "Standards" die Wahrscheinlichkeit
immer kleiner, daß man für seinen Antrieb beim Händler den passenden
Ersatz findet, ohne daß er ihn bestellen muß.
Mathias
--
> abi wallenstein ist aber kein "neger", oder?
Aber sicher doch - honoris causa. :-)
nina corda und Niels Knoop in dcsmm
>> Wo ist für Dich der Unterschied, ob jemand 52/39 oder 48/38 vorne
>> fährt?
> Darum geht es doch gar nicht!
Sondern?
> Und der Unterschied zwischen einer 52/39-Kurbel und einer
> 48/38/26-Kurbel *ist* erheblich!
Ich hatte vor längerer Zeit mal das 39er am Rennrad gegen ein 38er
ausgetauscht, um zu 'erfahren', ob man das spürt. Man spürt es, aber
der Unterschied ist minimal. Und ein 48er wäre mir genauso zu groß,
wie mir ein 52er zu groß ist, zumindest in der Ebene und mit den
üblichen Ritzelpaketen (damit meine ich keine MTB-Kränze).
>> Welcher untrainierte Fahrer kann denn 38:13 auf einem 0815-Rad mit
>> einer gelenkschonenden Kadenz treten?
> Warum um aller Welt willst Du eigentlich mit Gewalt idiotische Ritzel
> aufziehen?
Flipp doch bitte nicht gleich aus, sondern lies in Ruhe nach, worauf
Du überhaupt antwortest. Ich antwortete auf diesen Absatz von Gerald:
| Wann war das bitte? Ich schreibe hier nicht von Rennradkurbeln, sondern
| von dem Unfug 48-38-28 durch 42-32-22 zu ersetzen und bei Kassetten
| statt mit 13 mit 11 Zähnen zu beginnen.
Die 38:13 stammen also von Gerald. Daß ich 11er sinnvoll finde, habe
ich nie geschrieben. In <tq1r9a...@martinkl.dialup.fu-berlin.de>
schrieb ich wörtlich:
| Das mittlere Kettenblatt der FC-700 hat 32 Zähne. Die Kombination
| 32/15 oder 32/16 ist für Otto Normalradlers Gelenke wesentlich besser
| geeignet als irgendwas zwischen 39/16 und 42/15 bei gleichem Tempo.
Im weiteren Verlauf des Textes rechne ich das für gut erhältliche
13-21er Kassetten (im Falle von 7-fach) durch und komme zu dem Schluß,
daß dafür ein 32er Blatt für Otto Normalradler optimal ist. Genau das,
was die FC-700 und die meisten 3-fach Kurbeln heute haben.
> Natürlich ist 53:11 für einen Gelegenheitsradler unfahrbar, aber
> *bitte* erkläre mir den Unterschied zwischen 32:16, 38:19 und 42:21.
> Wenn man größere Kettenblätter aufzieht, dann gehören ganz
> selbstverständlich auch größere Ritzel dazu.
Und wie soll das in der Praxis aussehen? Du hast dann Kassetten mit
Zwei- oder Dreizahn-Sprüngen. Das ist für Gelegenheitsfahrer, die in
ihrer Kadenz wenig flexibel sind, eher ungeeignet. Dazu verschenkst Du
etwa die Hälfte der Ritzel, nämlich die kleinen. Du bekommst also eine
4-fach Schaltung mit großen Sprüngen, nur um ein bißchen Verschleiß zu
vermeiden, der für Otto Normalradler ohnehin nicht in's Gewicht fällt.
> Übrigens, um auf Deine Frage zurückzukommen: Jeder! Oder gibt es bei
> Euch kein Gefälle und keinen Rückenwind?
Ich hatte doch bereits vorgerechnet, daß mensch auch mit 32:13 bis
weit über 30km/h fahren kann, und zwar mit einer, dieser Leistung
angemessenen Kadenz. Abgesehen davon fährt die Gruppe, über die wir
hier reden bestimmt keine 40km/h, egal ob mit oder ohne Rückenwind.
Und bergab bremsen die auch ab 35km/h, wenn nicht früher.
> <polemik> Aber ich will mich an den Gedanken, daß demnächst
> Kurbelgarnituren mit 32-25-16 Zähnen und Ritzelpakete mit
> 7-8-9-10-15-16-17-18-19, nicht gewöhnen. </polemik>
Davon habe ich überhaupt nicht gesprochen, das weißt Du genau. Es geht
einzig und allein um meine These, daß die derzeitigen 32er Blätter in
Verbindung mit gut erhältlichen Straßenkassetten für Otto Normalradler
eine sehr gute Kombination sind. Jedenfalls eine bessere, als andere
real erhältliche Kassetten in Verbindung mit großen Kettenblättern.
Und mit 'real erhältlich' meine ich keine Marchisio und auch keine
Sonderanfertigungen von der nächsten CNC-Bude. Sondern das, was sich
der durchschnittliche Radhändler bereit ist, in den Laden zu stellen.
Martin
>> Ich schätze mal, Shimano ist es egal, ob Otto Normalradler seine Kette
>> nach fünf oder nach sechs Jahren wechselt. Geld wird woanders gemacht.
> Sicher? Die Verschleißteile werden an einem Neurad genau ein Mal
> verkauft.
Schon klar. Die Frage ist, ob ein Radhändler (bzw. Shimano) an Otto
Normalradler viel mit Verschleißteilen des Antriebs verdienen kann.
Das war ja Geralds These, warum Shimano diese Miniteile überhaupt auf
den Markt geworfen hat. Ist vielleicht nicht ganz Dein Klientel, aber
vielleicht kannst Du dennoch mal eine Einschätzung abgeben?
> Was für ein Drucker hängt an Deiner Rechenmaschine?
Bei meiner Rechenmaschine ist der Drucker eingebaut ;-) Ein üblicher
Rollendrucker mit 58mm Papierbreite. Falls Du den Computer meinst, da
hängt ein LaserJet 4+ dran. Aber ich verstehe nicht, was das mit dem
Thema zu tun haben soll.
> Tourenrad, sowas, was Opa gefahren hat.
Ah ja. Na meines war ein Oma-Rad, 26". Sehr gemütlich war das.
> 46:19 oder 48:19.
Kommt mir ein bißchen dick vor. Das entspräche etwa 42:17 oder 32:13
und so schwer war die Übersetzung in meiner Erinnerung nicht. Aber
ohne das Rad ist das ohnehin alles Spekulation.
> Ein dicker Gang hat wenig mit der Zähnezahl des Kettenblattes zu tun,
> der Verschleiß aber schon.
Schon klar. Aber wir diskutieren hier über Otto Normalradler, nicht
über Vielfahrer. Und auch nicht über hypothetische Kassetten mit 18er
Abschlußritzel, sondern über das, was Otto Normalradler bei Erwin
Fahrradhändler kaufen kann.
Martin
>> Ich schätze mal, Shimano ist es egal, ob Otto Normalradler seine Kette
>> nach fünf oder nach sechs Jahren wechselt. Geld wird woanders gemacht.
> Ersatzteile verkauft man auch an Vielfahrer und da ist es nicht egal.
Schon klar. Aber darum ging's doch nicht, sondern über Deine Bemerkung
in <rSR2hLtRxyzr-p...@ID-37099.user.dfncis.de>, daß Otto
Normalradler mit dem Aufkommen der Microdrive-ähnlichen Abstufungen
nicht gut bedient sei. 11er Ritzel finde ich natürlich auch Quatsch,
aber ich denke, daß für Otto Normalradler die kleinen Kettenblätter
tatsächlich ein Segen sind. Daß Shimano jemals die üblichen Kassetten
durch solche ab 18 oder 20 Zähnen ersetzen wird, wird wohl ein Traum
bleiben, weil sich dafür niemand interessiert außer Alltagsvielfahrer.
* Rennradfahrer wollen kleine Ritzel, weil's ihnen auf jedes Gramm
ankommt.
* MTB-Fahrer brauchen große Sprünge. Eine Kassette, die bei 20 Zähnen
anfängt wird für sie zu groß. Außerdem sind die meisten ja auch dem
Leichtbauwahn verfallen. Und wie der Schaltkäfig einer Schaltung für
Ritzel von 20-50 Zähnen aussieht, will ich auch nicht wissen.
* Für Otto Normalradler ist's egal, der hat sowieso kaum Verschleiß,
außer am Auto ;-)
* Bleiben also nur die Alltagsvielfahrer als Interessenten. Naja, und
Du weißt ja selbst, wieviele es davon gibt und wie wichtig sie in
der Verkaufsstatistik eines solchen Multis sind.
> Ich hatte da eher Erfahrung mit Mauntäinbeikern, die jedes Wochenende
> durch den Wald gurken. Auch die brauchen keine Mickrigblätter, haben
> aufgrund derer aber unnötig kurze Kettenlebensdauern.
MTB fahre ich nicht, aber ich hätte erwartet, daß sie einen großen
Ritzelumfang brauchen, ohne daß die Kassette halb so groß wie das
Hinterrad wird.
> Ja, so ein Rad von Puch habe ich auch zum 12. Geburtstag bekommen :-)
> 52-42/14-28 War ganz brauchbar,
Jedenfalls anscheinend robust, wenn auch schwer. Hier sehe ich immer
noch viele davon rumstehen. Sie sehen zwar elend aus, scheinen aber
als Alltagsesel noch gut zu taugen.
> Für Microdrive sehe ich aber keinen Bedarf.
Meine Bemerkung bezog sich vorwiegend auf das mittlere Normalfahrblatt
mit 32 Zähnen in Verbindung mit real und leicht erhältlichen Kassetten.
Aber ich hoffe, das ist inzwischen klar geworden. Sorry, falls ich mich
tatsächlich so unverständlich ausgedrückt haben sollte.
>> Erst als Dreifach-Kurbeln aufkamen wurden die Kettenblätter kleiner.
>> So ist zumindest meine Erinnerung.
> Die hatten dann 48-38-28. Das ist nicht viel kleiner.
Eben ;-) Deshalb ist das 32er ja auch ein Fortschritt für unser Otto.
Martin
>> Das mittlere Kettenblatt der FC-700 hat 32 Zähne. Die Kombination
>> 32/15 oder 32/16 ist für Otto Normalradlers Gelenke wesentlich besser
>> geeignet als irgendwas zwischen 39/16 und 42/15 bei gleichem Tempo.
> Natürlich. Aber was hindert sie denn daran, vorne das mittlere
> Kettenblatt mit 36 oder 38 Zähnen zu fahren und hinten mit 18 bis 22?
Siehe <miut9a...@martinkl.dialup.fu-berlin.de>. Abschlußritzel mit
18 Zähnen gibt's nicht problemlos und MTB-Kassetten sind m.E. keine
Alternative.
> Jein. Je nach Preisklasse hat der Kunde das zu nehmen, was angeboten
> wird, bei billigen Rädern oft Stahl (muß keineswegs schlecht sein),
> spätestens bei der unteren Mittelklasse Alu.
Nun ja, der alte Streit, ob das Angebot die Nachfrage bestimmt, oder
umgekehrt. Ich denke schon, daß auch die Multis das anbieten müssen,
was der Markt will. Gäbe es eine signifikante Nachfrage nach großen
Abschlußritzeln und verschleißarmen Zahnformen würde das sicher jemand
anbieten. Muss ja nicht Shimano sein, aber warum macht z.B. SRAM das
nicht? Weil's keiner will, außer den Alltagsvielfahrern und die machen
wahrscheinlich nur einen Bruchteil des Umsatzes aus.
Hier in einer lokalen NG hatte vor ein paar Tagen ein Hobbybastler
geschrieben, daß er eine NC-Fräsmaschine hat, die nicht ausgelastet
ist. Vielleicht frage ich den mal, ob man sich bei ihm was Passendes
machen lassen kann.
>> Insofern bin ich ganz froh, daß dieser unsinnige Trend der zuvor
>> herrschte, nämlich sauschwere Räder für untrainierte Fahrer mit
>> Kurbelgarnituren von 39 bis 53 Zähnen auszurüsten, endlich beendet
>> wurde.
> Okay, Alltagsräder mit einer Profiübersetzung anzubieten *ist*
> Schwachsinn. Aber das, was bis Anfang der neunziger angeboten wurde (z.
> B. 48-38-26 auf 13-32) halte ich für sehr gut alltagstauglich. Leider
> ist aber die Mehrzahl der "Normalradler" mit zwei Schaltmöglichkeiten
> intellektuell überfordert, also wird eh immer "Kette rechts" gefahren.
Nicht nur das, sondern ich frage mich ernsthaft, wofür eine Kassette
mit solch großen Sprüngen gut sein soll. Warum nicht eine Kassette mit
engen Abstufungen und je ein Blatt für die Berge, die Ebene und - für
alle die es brauchen - ein Blatt zum Mittreten bergab?
Mit einer 22-32-42 Kurbel und einer Rennradkassette bekommst Du genau
das. Vorne musst Du überhaupt nicht schalten, außer wenn sich das
Gelände extrem ändert und hinten hast Du feine Abstufungen. Das ist
doch für alle Straßenfahrer optimal, nicht nur für Otto Normalradler.
Nur daß für die Alltagsvielfahrer der Verschleiß höher wird, das ist
schon klar. Aber es ging ja ursprünglich um Otto Normalradler.
>> Und selbst heute noch treten die meisten 'Otto Normalradler' zu
>> schwer. Ein größtes Kettenblatt von 32 bis max. 36 Zähnen würde ihnen
>> vollauf reichen und sie würden sich endlich mal vernünftige
>> Trittfrequenzen angewöhnen.
> Und sich beschweren, daß man so viel treten muß. Originaldialog, den ich
> schon oft erlebt habe: "Das geht so schwer" - "Dann schalte doch in
> einen kleineren Gang." - "Aber dann muß ich ja soviel treten..." Was
> soll man da noch sagen?
Ja, ich weiß schon. Vielleicht bringt's ja wirklich nichts.
Martin
Du verschenkst dann aber alle Ritzel, die unter dem 19er liegen. Im
Extremfall hast Du nur noch die Hälfte der Gänge übrig. Daß eine fein
abgestufte Kassette mit 20-30 Zähnen (oder so) optimal wäre, bestreite
ich doch gar nicht. Aber das gibt's nun mal nicht und wird's von einem
der Großen wohl auch nie geben, weil es kaum Interessenten gibt.
Martin
>Schon klar. Die Frage ist, ob ein Radhändler (bzw. Shimano) an Otto
>Normalradler viel mit Verschleißteilen des Antriebs verdienen kann.
>Das war ja Geralds These, warum Shimano diese Miniteile überhaupt auf
>den Markt geworfen hat.
Der Hauptgrund wird wohl sein, dass sie so aus einer Blechtafel mehr
Kettenblätter stanzen können. Also Kostensenkung für Sh*m*n*, später
teurer für den Kunden.
>11er Ritzel finde ich natürlich auch Quatsch,
>aber ich denke, daß für Otto Normalradler die kleinen Kettenblätter
>tatsächlich ein Segen sind.
Verstehe dich nicht. Für die Entfaltung ist es gehupft wie gesprungen,
ob kleine oder große Kettenblätter vorhanden sind.
Es kamen damit zwar extreme Untersetzungen dazu, aber die braucht eh kaum
jemand.
>Daß Shimano jemals die üblichen Kassetten
>durch solche ab 18 oder 20 Zähnen ersetzen wird, wird wohl ein Traum
>bleiben, weil sich dafür niemand interessiert außer Alltagsvielfahrer.
Warum willst du mit 18 Zähnen beginnen? Wie kommst du auf soetwas?
>* Rennradfahrer wollen kleine Ritzel, weil's ihnen auf jedes Gramm
> ankommt.
Flacsh. Im Rennradbereich haben sich Mickrigkettenblätter überhaupt
nicht durchsetzen können.
>* MTB-Fahrer brauchen große Sprünge. Eine Kassette, die bei 20 Zähnen
> anfängt wird für sie zu groß.
Wer will mit 20 Zähnen anfangen?
> Außerdem sind die meisten ja auch dem
> Leichtbauwahn verfallen. Und wie der Schaltkäfig einer Schaltung für
> Ritzel von 20-50 Zähnen aussieht, will ich auch nicht wissen.
Ich auch nicht, aber wie kommst du auf solche absurde Ideen?
>> Ich hatte da eher Erfahrung mit Mauntäinbeikern, die jedes Wochenende
>> durch den Wald gurken. Auch die brauchen keine Mickrigblätter, haben
>> aufgrund derer aber unnötig kurze Kettenlebensdauern.
>
>MTB fahre ich nicht, aber ich hätte erwartet, daß sie einen großen
>Ritzelumfang brauchen, ohne daß die Kassette halb so groß wie das
>Hinterrad wird.
Die wenigsten von ihnen werden 22/34 wirklich brauchen.
>> Die hatten dann 48-38-28. Das ist nicht viel kleiner.
>
>Eben ;-) Deshalb ist das 32er ja auch ein Fortschritt für unser Otto.
Ist es nicht.
>> 11er Ritzel finde ich natürlich auch Quatsch, aber ich denke, daß für
>> Otto Normalradler die kleinen Kettenblätter tatsächlich ein Segen
>> sind.
> Verstehe dich nicht.
Dein Problem. Ich hab's mehrfach klar und deutlich erklärt.
> Für die Entfaltung ist es gehupft wie gesprungen, ob kleine oder große
> Kettenblätter vorhanden sind.
Liest Du eigentlich auch, was ich schreibe, bevor Du antwortest? Ich
hatte heute vormittag ca. fünf Beiträge in diesem Thread abgeschickt,
in denen ich darauf hinwies, wie ich die Tauglichkeit heute üblicher
MTB-Kurbeln für Otto Normalradler (den Du in's Spiel gebracht hast)
in Verbindung mit gängigen Kassetten einschätze. Ich hatte erklärt,
warum ich MTB-Kassetten ungeeignet finde, ich hatte mehrfach erklärt,
warum ich den Verschleiß bei Otto Normalradler vernachlässigbar finde
und ich hatte ebenfalls mehrfach erklärt, daß ich nicht von idealen,
aber bei keinem Durchschnittshändler zu findenden Kassetten mit frei
definierbaren Abstufungen spreche. Genau für diese real zu findenden
Kassetten hatte ich nach passenden Kurbelgarnituren gesucht und die
Gründe dargelegt, warum ich genau dafür die FC-700 oder ähnliche,
heute gängige Kurbelgarnituren geeignet finde.
>> Daß Shimano jemals die üblichen Kassetten durch solche ab 18 oder 20
>> Zähnen ersetzen wird, wird wohl ein Traum bleiben, weil sich dafür
>> niemand interessiert außer Alltagsvielfahrer.
> Warum willst du mit 18 Zähnen beginnen?
Womit würdest Du denn beginnen?
> Wie kommst du auf soetwas?
Weil man dann mit einem 42er statt einem 32er Blatt eine ähnliche
Abstufung hätte. Ganz genau würde ein 17er passen, das 18er war aus
dem hohlen Bauch geschätzt. Nochmal ein Diagramm, wieder für die
bekannte 7-fach Kombination und Kadenzen von 40-80.
0 10 20 30 km/h
| | | |
32:13 |.........|..4--5--6--7--8....|
32:14 |.........|.4--5-6--7--8......|
32:15 |.........|4--5-6--7--8.......|
32:16 |.........4--5-6--7-8.........|
32:17 |.........4-5-6--7-8|.........|
32:19 |........4-5-6-7-8..|.........|
32:21 |.......4-5-6-7-8...|.........|
0 10 20 30 km/h
| | | |
42:17 |.........|..4--5--6--7--8....|
42:18 |.........|.4--5--6--7--8.....|
42:19 |.........|4--5--6--7-8.......|
42:20 |.........|4-5--6--7-8........|
42:21 |.........4--5-6--7-8.........|
42:23 |........4--5-6-7--8|.........|
42:25 |........4-5-6-7-8..|.........|
>>* Rennradfahrer wollen kleine Ritzel, weil's ihnen auf jedes Gramm
>> ankommt.
> Flacsh. Im Rennradbereich haben sich Mickrigkettenblätter überhaupt
> nicht durchsetzen können.
Von Kettenblättern habe ich überhaupt nicht gesprochen.
>>* MTB-Fahrer brauchen große Sprünge. Eine Kassette, die bei 20 Zähnen
>> anfängt wird für sie zu groß.
> Wer will mit 20 Zähnen anfangen?
Wie wär's, wenn Du mal konkret wirst, anstatt nur um den heißen Brei
rumzureden? Du forderst größere Ritzel. Schreib doch mal, was Du
konkret darunter verstehst. Wie soll eine Kassette für RR-Fahrer
aussehen, wie eine für Otto Normalradler, und wie eine für MTB-Fahrer?
Und welche Kurbelgarnituren sollen dazu gefahren werden?
Martin
>Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>> Martin Klaiber <mart...@zedat.fu-berlin.de> schrieb:
>
>>> 11er Ritzel finde ich natürlich auch Quatsch, aber ich denke, daß für
>>> Otto Normalradler die kleinen Kettenblätter tatsächlich ein Segen
>>> sind.
>
>> Verstehe dich nicht.
>
>Dein Problem. Ich hab's mehrfach klar und deutlich erklärt.
Hast du nicht. Du redest nur von mit 32 Z erreichbaren Übersetzungen, die
man aber auch problemlos mit einem 38 Z realisieren kann.
>> Für die Entfaltung ist es gehupft wie gesprungen, ob kleine oder große
>> Kettenblätter vorhanden sind.
>
>Liest Du eigentlich auch, was ich schreibe, bevor Du antwortest? Ich
>hatte heute vormittag ca. fünf Beiträge in diesem Thread abgeschickt,
>in denen ich darauf hinwies, wie ich die Tauglichkeit heute üblicher
>MTB-Kurbeln für Otto Normalradler (den Du in's Spiel gebracht hast)
>in Verbindung mit gängigen Kassetten einschätze.
Wen interessieren heute gängige Kassetten? Genau /die/ sind es, was
Mathias und ich hier anprangern. Nämlich die gängigen Kassetten,
die mit 11 Z statt mit 13 Z beginnen.
>> Warum willst du mit 18 Zähnen beginnen?
>
>Womit würdest Du denn beginnen?
Mit 13 oder eventuell auch 12. Fährst du nie bergab oder bei Rückenwind?
Mit deinen komischen 32/13 kann man bei 30 km/h mit 97 U/min hampeln.
Welcher Alltagsradfaher kann und will das?
Ja, es gibt hirntote Fahrradhersteller, die Billigräder mit
Mickrig-Billig-Kurbeln (42-32-22) mit Sh*m*n*-Billig-Schraubkranz
14-irgendwas kombinieren. Bevor sich ein Kunde nicht darüber
beklagt hatte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass es soetwas
geben kann.
>> Wie kommst du auf soetwas?
>
>Weil man dann mit einem 42er statt einem 32er Blatt eine ähnliche
>Abstufung hätte. Ganz genau würde ein 17er passen,
Wer oder was hindert dich 42/17 aufzulegen? Im übrigen schreibst
nur /du/ ständig von 42er Blättern. Bei nicht mickrigen MTB-Kurbeln
ist in der Mitte ein 38er oder 36er üblich.
>>>* Rennradfahrer wollen kleine Ritzel, weil's ihnen auf jedes Gramm
>>> ankommt.
>
>> Flacsh. Im Rennradbereich haben sich Mickrigkettenblätter überhaupt
>> nicht durchsetzen können.
>
>Von Kettenblättern habe ich überhaupt nicht gesprochen.
Also von Ritzelpaketen. Zwecks Gewichtseinsparung soll ein Rennradfahrer
bei unveränderten Kettenblättern statt 13-23 11-19 montieren? Das
meintest du aber nicht wirklich.
>>>* MTB-Fahrer brauchen große Sprünge. Eine Kassette, die bei 20 Zähnen
>>> anfängt wird für sie zu groß.
>
>> Wer will mit 20 Zähnen anfangen?
>
>Wie wär's, wenn Du mal konkret wirst, anstatt nur um den heißen Brei
>rumzureden? Du forderst größere Ritzel.
Ich fordere nicht 20 Z als größtes Ritzel sondern die in diesem
Thread schon mehrfach erwähnten 13 Z.
Ich fordere jene Zähnezahlen wie sie vor 10 Jahren üblich waren.
>Schreib doch mal, was Du konkret darunter verstehst.
Habe ich zwar schon in
<rSR2hLtRxyzr-p...@ID-37099.user.dfncis.de> geschrieben,
aber meinetwegen nochmals gaaanz ausführlich.
>Wie soll eine Kassette für RR-Fahrer
>aussehen,
z.B. 52-39/13-26
>wie eine für Otto Normalradler,
z.B. 48-38-28/13-32
>und wie eine für MTB-Fahrer?
z.B. 48-36-26/12-32
>Florian Ladwig <florian...@gmx.de> wrote:
>> Martin Klaiber <mart...@zedat.fu-berlin.de> schrieb:
>
>>> Ich schätze mal, Shimano ist es egal, ob Otto Normalradler seine Kette
>>> nach fünf oder nach sechs Jahren wechselt. Geld wird woanders gemacht.
>
>> Sicher? Die Verschleißteile werden an einem Neurad genau ein Mal
>> verkauft.
>
>Schon klar. Die Frage ist, ob ein Radhändler (bzw. Shimano) an Otto
>Normalradler viel mit Verschleißteilen des Antriebs verdienen kann.
Geschäft ist Geschäft.
>Ist vielleicht nicht ganz Dein Klientel, aber
>vielleicht kannst Du dennoch mal eine Einschätzung abgeben?
Für Gebrauchsradler sind 1-2 Ketten und Kränze im Jahr normal,
V-Breakklotz-Sätze in ähnlicher Größenordnung.
>> Was für ein Drucker hängt an Deiner Rechenmaschine?
>
>Bei meiner Rechenmaschine ist der Drucker eingebaut ;-) Ein üblicher
>Rollendrucker mit 58mm Papierbreite. Falls Du den Computer meinst,
Ein Computer ist keine Rechenmaschine?
>da
>hängt ein LaserJet 4+ dran. Aber ich verstehe nicht, was das mit dem
>Thema zu tun haben soll.
Weißt Du, wie Hersteller von Tintenstrahldruckern kalkulieren? Nein, ich
sage nicht, daß Shimano das auch so macht, aber das Ersatzteilgeschäft
dürfte einen erheblichen Anteil ausmachen.
>> Tourenrad, sowas, was Opa gefahren hat.
>
>Ah ja. Na meines war ein Oma-Rad, 26". Sehr gemütlich war das.
>
>> 46:19 oder 48:19.
>
>Kommt mir ein bißchen dick vor. Das entspräche etwa 42:17 oder 32:13
>und so schwer war die Übersetzung in meiner Erinnerung nicht.
Vielleicht hatte Oma ja was anderes drauf, aber das war der Standard.
>Aber
>ohne das Rad ist das ohnehin alles Spekulation.
Nein, leg den Gang einfach mal auf und laß ihn drin, Du wirst Dich
wundern, wie gut das bei angepasster Fahrweise funktioniert.
>> Ein dicker Gang hat wenig mit der Zähnezahl des Kettenblattes zu tun,
>> der Verschleiß aber schon.
>
>Schon klar. Aber wir diskutieren hier über Otto Normalradler, nicht
>über Vielfahrer.
Otto Normalradler ist für mich der, der normalerweise mit dem Rad fährt,
vielleicht spezifizierst Du mal Deine Label.
>> Dein Problem. Ich hab's mehrfach klar und deutlich erklärt.
> Hast du nicht. Du redest nur von mit 32 Z erreichbaren Übersetzungen,
> die man aber auch problemlos mit einem 38 Z realisieren kann.
Ja, aber der Preis sind größere Schaltsprünge und mehr, nicht nutzbare
Gänge. Siehe unten.
> Wen interessieren heute gängige Kassetten?
Jeden, der sich sowas nicht selber schnitzen kann oder will. Also Otto
Normalradler ganz bestimmt.
> Genau /die/ sind es, was Mathias und ich hier anprangern. Nämlich die
> gängigen Kassetten, die mit 11 Z
Nun, dann haben wir uns aber gründlich missverstanden. Ich habe nie
Kassetten mit 11 Zähnen verteidigt.
> statt mit 13 Z beginnen.
Prima, dann sind wir uns doch einig. Den ganzen Thread über habe ich
das Beispiel einer 7-fach Kassette mit 13-21 Zähnen benutzt. Solche
Kassetten ab 13 Zähnen gibt es übrigens problemlos. Krall' Dir mal
irgendeinen Katalog und Du wirst sie massenweise finden. Der Versand
mit der dornigen Blume im Namen hat sie zum Bleistift für Shimano 7-,
8- und 9-fach, und Campa 8-, 9- und 10-fach. Wo ist also das Problem?
>> Womit würdest Du denn beginnen?
> Mit 13 oder eventuell auch 12.
Dann bist Du ja noch innovativer als ich ;-)
> Fährst du nie bergab oder bei Rückenwind?
Wieso ich? Es geht doch um Otto Normalradler...
> Mit deinen komischen 32/13 kann man bei 30 km/h mit 97 U/min hampeln.
... und so wie ich Deine Äußerungen in diesem Thread hier verstanden
habe, sind das für Dich Radfahrer mit einer Jahresfahrleistung von
500km. Die fahren nicht über 30km/h auf einem Otto Normalrad mit einer
Kadenz von 80, oder was auch immer Du willst. Wenn die schneller als
25km/h fahren (können), dann ist das schon eine Ausnahme.
> Welcher Alltagsradfaher kann und will das?
Hallo! Von Alltagsradfahrern war nie die Rede. Ich hatte lediglich
geschrieben, daß sogar ich mit 32/13 am Alltagrad besser klarkomme als
mit einer Rennradübersetzung.
> Also von Ritzelpaketen. Zwecks Gewichtseinsparung soll ein Rennradfahrer
> bei unveränderten Kettenblättern statt 13-23 11-19 montieren? Das
> meintest du aber nicht wirklich.
Nein, das meinte ich nicht, und das hatte ich auch nicht und nirgendwo
geschrieben. Den ganzen Thread über hatte ich von einer 13-21 7-fach
Kassette gesprochen. Du darfst daraus gerne eine 13-23 oder 13-26
8-, 9- oder 10-fach machen, wenn Du willst.
> Ich fordere nicht 20 Z als größtes Ritzel sondern die in diesem
> Thread schon mehrfach erwähnten 13 Z.
> Ich fordere jene Zähnezahlen wie sie vor 10 Jahren üblich waren.
13 Zähne sind auch heute noch üblich. Jedenfalls erhalte ich sie ohne
Probleme bei jedem Händler. Vielleicht verstehst Du unter üblich ja
was anderes.
>> Wie soll eine Kassette für RR-Fahrer aussehen,
> z.B. 52-39/13-26
Als 9-fach? Sehe ich so ähnlich. Ich würde sogar 13-23 bevorzugen.
>> wie eine für Otto Normalradler,
> z.B. 48-38-28/13-32
Ok, hier sind wir anderer Meinung. Der für Otto Normalfahrer wichtige
Geschwindigkeitsbereich (in der Ebene) ist der bis 25km/h. Das ist für
einen ungeübten Fahrer in aufrechter Position schon ziemlich schnell.
Ab 15km/h etwa wird der Luftwiderstand zu einer signifikanten Größe.
Zwischen 15 und 25km/h sollte die Abstufung also meines Erachtens fein
sein, da Otto Normalradler weder kraftvoll noch schnell treten kann.
Darunter ist es egal, 10km/h kann man auch mit einer Kadenz von 30
treten und über 25km/h hat unser Otto zuwenig Kraft und Ausdauer um
den Bereich wirklich nutzen zu können.
Bei Deiner Abstufung sind die Sprünge in diesem Bereich ziemlich groß
und es bleiben nur wenige Übersetzungen, die Otto tatsächlich nutzen
kann. Deshalb würde ich Otto ebenfalls obige Rennradkassette montieren
aber eben mit der 22-32-42 Kurbel kombinieren. Ich würde sogar das
42er durch ein 39er (oder so) ersetzten. Aber das nur am Rande.
Er hätte mit dieser Kassette die gleichen, feinen Sprünge, die für die
Straße vorteilhaft sind, nur ist der gesamte Geschwindigkeitsbereich
um ca. 5km/h nach unten verschoben. Weil er außerdem langsamer tritt
als ein RR-Fahrer, rutscht er nochmal ca. 5km/h nach unten.
Beide decken also mit 13-23 Zähnen (von denen der Bereich 14-21 Zähne
nutzbar ist) und dem mittleren (bei Otto), bzw. dem kleinen Blatt (RR)
ihren Hauptfahrbereich ab. Der RR-Fahrer mit 80-100 1/min den Bereich
von ca. 28 bis 35km/h, Otto Normalradler mit 60-80 1/min den Bereich
von ca. 12-25km/h. Hier nochmal als Diagramm:
Rennradfahrer:
0 10 20 30 40 km/h
| | | | |
39:14 |.........|.........|.......8---9--0....|
39:15 |.........|.........|.....8---9--0......|
39:16 |.........|.........|....8--9--0........|
39:17 |.........|.........|..8--9--0|.........|
39:18 |.........|.........|.8--9--0.|.........|
39:19 |.........|.........|8-9--0...|.........|
39:21 |.........|........8-9--0.....|.........|
Otto mit meiner Kombination:
0 10 20 30 40 km/h
| | | | |
32:14 |.........|......6--7--8......|.........|
32:15 |.........|.....6--7--8.......|.........|
32:16 |.........|....6--7-8.........|.........|
32:17 |.........|...6--7-8|.........|.........|
32:18 |.........|...6-7-8.|.........|.........|
32:19 |.........|..6-7-8..|.........|.........|
32:21 |.........|.6-7-8...|.........|.........|
Otto mit Deiner Kombination:
0 10 20 30 40 km/h
| | | | |
38:14 |.........|.........|6--7---8.|.........|
38:15 |.........|........6---7--8...|.........|
38:16 |.........|.......6--7--8.....|.........|
38:18 |.........|.....6--7-8........|.........|
38:20 |.........|....6-7-8|.........|.........|
38:23 |.........|..6-7-8..|.........|.........|
38:27 |.........|6-78.....|.........|.........|
38:14 kann er IMHO nicht treten, 38:15 wahrscheinlich auch nicht. Er
verliert also zwei Gänge, die er mit gröberer Abstufung zwischen den
verbleibenden fünf bezahlen muss. Er könnte das 14er und 15er nutzen,
um bergab oder bei Rückenwind zu treten, aber dafür hat er ja noch das
große Blatt, von dem er bei Deinem Vorschlag normalerweise (Ebene,
Windstille) ohnehin nur zwei Gänge nutzen kann (nämlich 48:20 und
48:23, vielleicht noch 48:18. Alles darüber ist zu dick, 48:27 und
48:32 kann oder sollte er nicht schalten wegen Kettenschräglauf):
0 10 20 30 40 km/h
| | | | |
48:13 |.........|.........|.......6----7----8.|
48:14 |.........|.........|.....6----7---8....|
48:15 |.........|.........|...6---7----8......|
48:16 |.........|.........|..6---7---8........|
48:18 |.........|.........6---7--8..|.........|
48:20 |.........|.......6--7--8.....|.........|
48:23 |.........|.....6--7-8........|.........|
48:27 |.........|...6-7-8.|.........|.........|
48:32 |.........|6-7-8....|.........|.........|
Der Ritzelverschleiß ist bei meinem Vorschlag für Otto nicht größer
als beim Rennradfahrer (beide benutzen ja die gleichen Ritzel), der
Kettenverschleiß wahrscheinlich auch nicht (hängt hauptsächlich vom
Ritzeldurchmesser ab) und sein Hauptfahr-Kettenblatt kann er in Stahl
bekommen. Ist jetzt klarer, wie ich das mit dieser Kurbel meinte? Ich
wüsste nicht, wie ich es sonst noch erklären soll.
Bitte, bitte sag ja ;-)
Martin
> Weißt Du, wie Hersteller von Tintenstrahldruckern kalkulieren?
Ja. Es gibt übrigens inzwischen auch schon erste Laserdrucker, die so
kalkuliert sind. AFAIK stammt das Teil sogar von Lexmark :-(
> Nein, ich sage nicht, daß Shimano das auch so macht, aber das
> Ersatzteilgeschäft dürfte einen erheblichen Anteil ausmachen.
Ok, danke.
> Otto Normalradler ist für mich der, der normalerweise mit dem Rad fährt,
> vielleicht spezifizierst Du mal Deine Label.
Hatte ich in einem der Beiträge in diesem Thread schon geschrieben:
10km pro Woche mal 6 Monate, also 200-300km pro Jahr. Wahrscheinlich
ist die Streuung bei Radfahrern extrem groß, was die Fahrleistung
betrifft. Ich vermute, daß es gar nicht so wenige gibt, die obige
Fahrleistung nochmal deutlich unterschreiten.
Martin
>Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>
>> Hast du nicht. Du redest nur von mit 32 Z erreichbaren Übersetzungen,
>> die man aber auch problemlos mit einem 38 Z realisieren kann.
>
>Ja, aber der Preis sind größere Schaltsprünge und mehr, nicht nutzbare
>Gänge. Siehe unten.
Die Schaltsprünge werden bei größeren Ritzeln aufgrund größerer
Kettenblätter kleiner.
>> Genau /die/ sind es, was Mathias und ich hier anprangern. Nämlich die
>> gängigen Kassetten, die mit 11 Z
>
>Nun, dann haben wir uns aber gründlich missverstanden. Ich habe nie
>Kassetten mit 11 Zähnen verteidigt.
Indirekt hast du. Mit den Mickrig-Kurbeln werden die nötig.
>> statt mit 13 Z beginnen.
>
>Prima, dann sind wir uns doch einig. Den ganzen Thread über habe ich
>das Beispiel einer 7-fach Kassette mit 13-21 Zähnen benutzt.
>Solche
>Kassetten ab 13 Zähnen gibt es übrigens problemlos. Krall' Dir mal
>irgendeinen Katalog und Du wirst sie massenweise finden.
Brauch ich nicht. Ich weiß ungefähr auswendig, was Sh*m*n* an Kassetten
liefert bzw. nicht liefert.
>Der Versand
>mit der dornigen Blume im Namen hat sie zum Bleistift für Shimano 7-,
>8- und 9-fach, und Campa 8-, 9- und 10-fach. Wo ist also das Problem?
Dass es mit 13 Z beginnend nur 8-, 9- und 10-fach Rennradkassetten gibt,
aber keine für MTB oder Alltagsrad, also nichts in der Art 13-32.
>> Fährst du nie bergab oder bei Rückenwind?
>
>Wieso ich? Es geht doch um Otto Normalradler...
Auch Otto Normalradler fährt bergab und/oder bei Rückenwind.
>.... und so wie ich Deine Äußerungen in diesem Thread hier verstanden
>habe, sind das für Dich Radfahrer mit einer Jahresfahrleistung von
>500km. Die fahren nicht über 30km/h auf einem Otto Normalrad mit einer
>Kadenz von 80, oder was auch immer Du willst. Wenn die schneller als
>25km/h fahren (können), dann ist das schon eine Ausnahme.
man Gefälle
man Rückenwind
>> Welcher Alltagsradfaher kann und will das?
>
>Hallo! Von Alltagsradfahrern war nie die Rede.
Alltagsradfahrer und Otto Normalradler benutzen ähnliche Fahrräder.
Es hat keinen Sinn da unterschiedliche Übersetzungen anzubieten.
>Ich hatte lediglich
>geschrieben, daß sogar ich mit 32/13 am Alltagrad besser klarkomme als
>mit einer Rennradübersetzung.
Viel Spass! Mir war 48/13 zu kurz und habe daher auf 48/12 verlängert.
36/26 habe ich eh nicht gebraucht.
>> Also von Ritzelpaketen. Zwecks Gewichtseinsparung soll ein Rennradfahrer
>> bei unveränderten Kettenblättern statt 13-23 11-19 montieren? Das
>> meintest du aber nicht wirklich.
>
>Nein, das meinte ich nicht,
Was meintest du dann mit Gewichtseinsparung durch kleinere Ritzel?
und das hatte ich auch nicht und nirgendwo
>geschrieben. Den ganzen Thread über hatte ich von einer 13-21 7-fach
>Kassette gesprochen.
Aha. Auf die Idee käme ich niemals, 32/13 als längste Übersetzung
zu verkaufen. Dem Kunden hast du das erste und letzte Rad verkauft.
>13 Zähne sind auch heute noch üblich. Jedenfalls erhalte ich sie ohne
>Probleme bei jedem Händler.
Dann versuche bitte eine 13-28 oder 13-32 in 9-fach zu kaufen.
Wären beides alltagstaugliche Kassetten.
>>> Wie soll eine Kassette für RR-Fahrer aussehen,
>
>> z.B. 52-39/13-26
>
>Als 9-fach? Sehe ich so ähnlich. Ich würde sogar 13-23 bevorzugen.
17-18-19 bringt nix mehr.
>Zwischen 15 und 25km/h sollte die Abstufung also meines Erachtens fein
>sein, da Otto Normalradler weder kraftvoll noch schnell treten kann.
.. aber leider nicht mit feinen Übersetzungen zurecht kommt, weil
er ohnehin schaltfaul fährt.
>Darunter ist es egal, 10km/h kann man auch mit einer Kadenz von 30
>treten und über 25km/h hat unser Otto zuwenig Kraft und Ausdauer um
>den Bereich wirklich nutzen zu können.
>
>Bei Deiner Abstufung sind die Sprünge in diesem Bereich ziemlich groß
Das sind 2-Zahn-Sprünge, die gehen in Ordnung.
>und es bleiben nur wenige Übersetzungen, die Otto tatsächlich nutzen
>kann. Deshalb würde ich Otto ebenfalls obige Rennradkassette montieren
>aber eben mit der 22-32-42 Kurbel kombinieren.
Das kannst du machen, wenn du jedem Kunden eine individuelle
Übersetzung anbieten möchtest. Jeder zweite wird sich beschweren, dass
er bergab nicht mittreten kann.
>Otto Normalradler mit 60-80 1/min den Bereich
Bei dem kannst du froh sein, wenn er überhaupt 60 U/min tritt.
>Ist jetzt klarer, wie ich das mit dieser Kurbel meinte? Ich
>wüsste nicht, wie ich es sonst noch erklären soll.
Ja, du möchtest eine Spezialübersetzung für Vatertagsradler.
Die ist aber nicht marktgerecht. Ein Kurbel-Ritzel-Kombination
auf einem Alltagsrad sollte für möglichst viele Benutzer
geeignet sein, also auch für solche die schneller fahren können.
>Bitte, bitte sag ja ;-)
Willst du mich heiraten? :-O
>10km pro Woche mal 6 Monate, also 200-300km pro Jahr.
Für solche Fälle willst Du ernsthaft die Übersetzung optimieren?
Erfahrungsgemäß schalten solche Leute nie und fahren konsequent
klein-klein oder groß-groß, Hopfen und Malz...
> Die Schaltsprünge werden bei größeren Ritzeln aufgrund größerer
> Kettenblätter kleiner.
Ich hatte das Diagramm Deiner Übersetzung aufgemalt. Du brauchst nur
nachzuschauen.
> Dass es mit 13 Z beginnend nur 8-, 9- und 10-fach Rennradkassetten gibt,
> aber keine für MTB oder Alltagsrad, also nichts in der Art 13-32.
Alltagsräder werden auf der Straße gefahren. Dafür passen RR-Kassetten,
die es auch in stärkerer Spreizung für hügeliges Gelände oder weniger
leistungsstarke Fahrer gibt. Für die grobe Profilanpassung sind die
Kettenblätter gedacht. Wenn man das richtig macht, braucht man vorne
nur ganz selten schalten und hat hinten dennoch ganz feine Sprünge.
Ich hatte hier vor zwei Jahren geschrieben, daß ich mit der 7-fach
13-21 und der FC-700 auch am Reiserad bestens klargekommen bin. Auch
in den Alpen mit 20kg Gepäck, auch in der Ebene mit Rückenwind oder
mit Gegenwind, und trotz üblicher Reisegeschwindigkeit (ca. 33km/h)
hatte ich für das 42er nur ganz selten Verwendung.
> Auch Otto Normalradler fährt bergab und/oder bei Rückenwind.
Und dafür reicht ihm 42:13 nicht?
> Alltagsradfahrer und Otto Normalradler benutzen ähnliche Fahrräder.
> Es hat keinen Sinn da unterschiedliche Übersetzungen anzubieten.
Haha. Du willst ein bißchen rumblödeln, stimmts? Wäre ja auch zu ulkig
wenn die richtige Übersetzung etwas mit der Leistung des Fahrers zu
tun hätte.
> Aha. Auf die Idee käme ich niemals, 32/13 als längste Übersetzung
> zu verkaufen. Dem Kunden hast du das erste und letzte Rad verkauft.
Du willst wohl wirklich rumblödeln. Für Alzheimer bist Du zu jung,
sonst hätte es ja auch sein können, daß Du vergessen hattest, daß es
um Kurbelgarnituren mit 22-32-42 Zähnen ging.
> 17-18-19 bringt nix mehr.
Mir schon.
> .. aber leider nicht mit feinen Übersetzungen zurecht kommt, weil
> er ohnehin schaltfaul fährt.
Und warum? Vielleicht weil er nicht die passende Übersetzung findet?
Als ich mich noch mit Nabenschaltungsrädern und mit grob übersetzten
Kettenschaltungsrädern rumplagen musste, bin ich auch schaltfaul
gefahren. Es bringt ja ohnehin nix, zu schalten. Entweder ist der Gang
zu schwer oder zu leicht, also lässt man es gleich. Der Sinn des
Schaltens liegt darin, mit möglichst gleichmäßiger Kadenz fahren zu
können. Wenn die Schaltung das nicht hergibt, dann taugt sie nichts.
> Das sind 2-Zahn-Sprünge, die gehen in Ordnung.
Das kommt auf die aufzubringende Leistung an. Je höher sie ist und je
dichter sie an der persönlichen Leistungsgrenze liegt, desto kleiner
müssen die Schaltsprünge sein. Sogar Profis fahren bei Zeitrennen eine
Half-Step-Übersetzung. Abgesehen davon macht es einfach keinen Sinn,
Gänge zu verschenken und dafür bei den verbleibenden die Sprünge zu
erhöhen. Dann bringt es mehr, gleich eine Nabenschaltung anzubieten.
> Das kannst du machen, wenn du jedem Kunden eine individuelle
> Übersetzung anbieten möchtest.
Die Übersetzung ist eines der zentralen Merkmale eines Rades. So wie
die richtige Rahmenhöhe oder Sitzposition. Wenn die Übersetzung nicht
passt, macht das Fahren keinen Spaß. Keinem Kunden wird zugemutet, mit
einer falschen Rahmenhöhe fahren zu müssen, warum sollte er mit einer
unpassenden Übersetzung fahren sollen?
> Jeder zweite wird sich beschweren, dass er bergab nicht mittreten
> kann.
Ah ja. Otto Normalradler will bergab mittreten und dafür reichen ihm
die 42:13 nicht? Ich würde sagen, Otto Normalradler will bergab
vorallem bremsen.
> Bei dem kannst du froh sein, wenn er überhaupt 60 U/min tritt.
Dann braucht er noch kleinere Übersetzungen. Oder mehr Kraft. Letzeres
hat er nicht.
> Ja, du möchtest eine Spezialübersetzung für Vatertagsradler.
> Die ist aber nicht marktgerecht. Ein Kurbel-Ritzel-Kombination
> auf einem Alltagsrad sollte für möglichst viele Benutzer
> geeignet sein, also auch für solche die schneller fahren können.
Redest Du von Baumarkträdern? Wenn ich im Fahrradfachgeschäft ein Rad
kaufe und die Kurbeln sind mir zu lang oder zu kurz, dann bekomme ich
selbstverständlich die richtige Kurbellänge montiert. Wenn mir der
Sattel zu breit oder zu schmal ist, dann bekomme ich natürlich einen
passenden Sattel. Wenn mir der Vorbau zu lang oder zu kurz, zu steil
oder zu flach, oder der Lenker zu schmal oder zu breit, zu gerade oder
zu geschwungen ist, dann bekomme ich ohne Probleme das, was ich mir
besser passt. Und wenn die Übersetzung nicht stimmt, dann bekomme ich
natürlich die passende Übersetzung. Wäre ja noch schöner, wenn ich
mich an einem Straßenrad mit einer MTB-Kassette rumplagen müsste, bloß
weil der Verkäufer meint, eine Übersetzung passe für Alle, und was er
gerne fährt müssten alle Kunden auch gerne fahren. Von einem Verkäufer
erwarte ich im Gegenteil, daß er mich so berät, daß die Abstimmung des
Rades zu mir passt. Dafür bezahle ich ihn schließlich. Ob er gerne mit
diesem Rad fahren würde ist völlig irrelevant.
> Willst du mich heiraten? :-O
Nö, ich wollte ganz gerne diesen, IMHO inzwischen völlig verblödeten
Thread mal begraben. Und das werde ich hiermit auch tun. Ich sehe echt
keinen Sinn mehr darin, mit Dir noch weiter über dieses Thema zu
diskutieren. Nimm's nicht persönlich, so ist es nicht gemeint. Aber
entweder reden wir dauernd aneinander vorbei, oder wir leben in so
verschiedenen Welten, daß wir uns in diesem Punkt anscheinend nicht
näher kommen können. Dann lassen wir es halt.
Martin
> Für solche Fälle willst Du ernsthaft die Übersetzung optimieren?
Jeder Kunde hat m.E. das Recht auf ein angepasstes Rad.
> Erfahrungsgemäß schalten solche Leute nie und fahren konsequent
> klein-klein oder groß-groß, Hopfen und Malz...
Dafür gibt es Gründe. Schließlich achten sie bei der Auswahl des
Sattels und bei der Geometrie des Lenkers auch darauf, daß sie ihnen
passen und sie möglichst angenehm fahren können. Warum sollte es ihnen
bei der Schaltung plötzlich egal sein, ob es sich angenehm tritt oder
nicht? Es muss Gründe dafür geben, daß sie nicht schalten.
Ich vermute, daß ihnen die Übersetzung nicht zusagt. So gut wie alle
Räder von der Stange, die ich probegefahren bin, waren zu grob und zu
lang übersetzt für mein Empfinden. Sogar Reiseräder werden oft mit
MTB-Kassetten ausgestattet. Wer denkt sich so einen Quark aus?
Martin
>Gerald Eischer <Geralds_S...@gmx.at> wrote:
>
>> Die Schaltsprünge werden bei größeren Ritzeln aufgrund größerer
>> Kettenblätter kleiner.
>
>Ich hatte das Diagramm Deiner Übersetzung aufgemalt. Du brauchst nur
>nachzuschauen.
Du hast einen wichtigen Geschwindigkeitsbereich in den Bereich der
Anfangsritzel gelegt. Das erkaufst du dir mit höherem Verschleiß.
Ein-Zahn-Abstufungen sind auch nicht nötig. Ein Alltagsradler ist kein
Zeitfahrer.
>> Dass es mit 13 Z beginnend nur 8-, 9- und 10-fach Rennradkassetten gibt,
>> aber keine für MTB oder Alltagsrad, also nichts in der Art 13-32.
>
>Alltagsräder werden auf der Straße gefahren. Dafür passen RR-Kassetten,
Meine Rede hier seit Monaten und jedesmal bin ich wegen dieser Meinung
geprügelt worden. Man will offensichtlich Untersetzungen auf
Straßenrädern, wozu weiß ich nicht, aber ich habe deshalb 13-32
vorgeschlagen.
>die es auch in stärkerer Spreizung für hügeliges Gelände oder weniger
>leistungsstarke Fahrer gibt. Für die grobe Profilanpassung sind die
>Kettenblätter gedacht. Wenn man das richtig macht, braucht man vorne
>nur ganz selten schalten und hat hinten dennoch ganz feine Sprünge.
Bei deinem Vorschlag nicht. Kaum geht es bergab, darf man schon aufs
große Blatt wechseln.
>Ich hatte hier vor zwei Jahren geschrieben, daß ich mit der 7-fach
>13-21 und der FC-700 auch am Reiserad bestens klargekommen bin. Auch
>in den Alpen mit 20kg Gepäck, auch in der Ebene mit Rückenwind oder
Ja, sicher. Wenn du bergab rollen lässt.
>mit Gegenwind, und trotz üblicher Reisegeschwindigkeit (ca. 33km/h)
>hatte ich für das 42er nur ganz selten Verwendung.
Aha. Bei 33 km/h habe ich am RR längst das 50er aufgelegt.
>> Auch Otto Normalradler fährt bergab und/oder bei Rückenwind.
>
>Und dafür reicht ihm 42:13 nicht?
Einem Vatertagsradler ja, einen Alltagsradler nein.
>> Alltagsradfahrer und Otto Normalradler benutzen ähnliche Fahrräder.
>> Es hat keinen Sinn da unterschiedliche Übersetzungen anzubieten.
>
>Haha. Du willst ein bißchen rumblödeln, stimmts?
Nein, ich bleibe realistisch.
>Wäre ja auch zu ulkig
>wenn die richtige Übersetzung etwas mit der Leistung des Fahrers zu
>tun hätte.
Und wie willst du das als Händler machen?
>> Aha. Auf die Idee käme ich niemals, 32/13 als längste Übersetzung
>> zu verkaufen. Dem Kunden hast du das erste und letzte Rad verkauft.
>
>Du willst wohl wirklich rumblödeln. Für Alzheimer bist Du zu jung,
>sonst hätte es ja auch sein können, daß Du vergessen hattest, daß es
>um Kurbelgarnituren mit 22-32-42 Zähnen ging.
/Du/ hast immer von 32 Z geschrieben. Ich habe mich eh gewundert.
>> 17-18-19 bringt nix mehr.
>
>Mir schon.
>Der Sinn des
>Schaltens liegt darin, mit möglichst gleichmäßiger Kadenz fahren zu
>können. Wenn die Schaltung das nicht hergibt, dann taugt sie nichts.
Erklär das bitte einem typischen Käufer eines Rades mit Kettenschaltung.
Der will das doch gar nicht wissen.
>> Das sind 2-Zahn-Sprünge, die gehen in Ordnung.
>
>Das kommt auf die aufzubringende Leistung an. Je höher sie ist und je
>dichter sie an der persönlichen Leistungsgrenze liegt, desto kleiner
>müssen die Schaltsprünge sein. Sogar Profis fahren bei Zeitrennen eine
>Half-Step-Übersetzung. Abgesehen davon macht es einfach keinen Sinn,
>Gänge zu verschenken und dafür bei den verbleibenden die Sprünge zu
>erhöhen. Dann bringt es mehr, gleich eine Nabenschaltung anzubieten.
Meine Rede seit Jahren. Habe ich nich kürzlich geschrieben, dass es
Schwachsinn ist, auf Alltagsräder MTB-Kränze zu klatschen?
>Die Übersetzung ist eines der zentralen Merkmale eines Rades. So wie
>die richtige Rahmenhöhe oder Sitzposition. Wenn die Übersetzung nicht
>passt, macht das Fahren keinen Spaß. Keinem Kunden wird zugemutet, mit
>einer falschen Rahmenhöhe fahren zu müssen, warum sollte er mit einer
>unpassenden Übersetzung fahren sollen?
Weil es in der meistverkauften Preisklasse nicht drin ist, jedem
Kunden individuell die Übersetzung anzupassen. Es ist auch kaum möglich,
weil ja der selbst nicht weiß, wie es ideal für ihn wäre.
Was ich aber mit Sicherheit sagen kann, ist, dass gängige Übersetzungen
suboptimal sind.
>> Jeder zweite wird sich beschweren, dass er bergab nicht mittreten
>> kann.
>
>Ah ja. Otto Normalradler will bergab mittreten und dafür reichen ihm
>die 42:13 nicht? Ich würde sagen, Otto Normalradler will bergab
>vorallem bremsen.
Bei mir hat sich einer über 42:14 beklagt.
>> Ja, du möchtest eine Spezialübersetzung für Vatertagsradler.
>> Die ist aber nicht marktgerecht. Ein Kurbel-Ritzel-Kombination
>> auf einem Alltagsrad sollte für möglichst viele Benutzer
>> geeignet sein, also auch für solche die schneller fahren können.
>
>Redest Du von Baumarkträdern?
Auch.
>Wenn ich im Fahrradfachgeschäft ein Rad
>kaufe und die Kurbeln sind mir zu lang oder zu kurz, dann bekomme ich
>selbstverständlich die richtige Kurbellänge montiert.
In welcher Preisklasse kaufst du deine Räder? Bei einem 500 EUR-Rad
brauchst du mit so einem Wunsch nicht zu kommen.
>Und wenn die Übersetzung nicht stimmt, dann bekomme ich
>natürlich die passende Übersetzung. Wäre ja noch schöner, wenn ich
>mich an einem Straßenrad mit einer MTB-Kassette rumplagen müsste,
Ja, weil /du/ das Problem kennst. Aber (fast) alle anderen Radler
plagen sich mit diesen idiotischen MTB-Kassetten.
>> Willst du mich heiraten? :-O
>
>Nö, ich wollte ganz gerne diesen, IMHO inzwischen völlig verblödeten
>Thread mal begraben.
Entschuldigung, aber diese Frage hat sich einfach auf dein "Sag,
bitte ja" aufgedrängt.
>Aber entweder reden wir dauernd aneinander vorbei,
Glaube ich auch. Du sprichst von deinen ganz persönlichen Bedürfnissen
und ich von dem was für die Allgemeinheit im Großen und Ganzen
sinnvoll wäre.
> Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:
> > Martin Klaiber <mart...@zedat.fu-berlin.de> wrote:
>
> >> Wo ist für Dich der Unterschied, ob jemand 52/39 oder 48/38 vorne
> >> fährt?
>
> > Darum geht es doch gar nicht!
>
> Sondern?
Von Rennradkurbeln redet die ganze Zeit keiner außer Dir. Es geht um die
von Dir dankeswerterweise unten noch mal zitierte Aussage von Gerald,
daß die *brauchbaren* Kurbeln (48-38-28 o. ä.) durch Kinderkurbeln
ersetzt wurden.
> > Und der Unterschied zwischen einer 52/39-Kurbel und einer
> > 48/38/26-Kurbel *ist* erheblich!
>
> Ich hatte vor längerer Zeit mal das 39er am Rennrad gegen ein 38er
> ausgetauscht, um zu 'erfahren', ob man das spürt. Man spürt es, aber
> der Unterschied ist minimal.
Natürlich. Und wenn Du *zusätzlich* noch ein 28er montiert hättest? Wäre
der Unterschied immer noch minimal gewesen?
> Und ein 48er wäre mir genauso zu groß,
> wie mir ein 52er zu groß ist, zumindest in der Ebene und mit den
> üblichen Ritzelpaketen (damit meine ich keine MTB-Kränze).
Es soll Gegenden geben, die nicht nur aus Ebenen bestehen. Und warum
erscheint Dir der Gedanke abwegig, an einem Nicht-Rennrad eine
Nicht-Rennrad-Kassette zu montieren?
> > Warum um aller Welt willst Du eigentlich mit Gewalt idiotische Ritzel
> > aufziehen?
>
> Flipp doch bitte nicht gleich aus, sondern lies in Ruhe nach, worauf
> Du überhaupt antwortest.
Das habe ich getan.
> Ich antwortete auf diesen Absatz von Gerald:
>
> | Wann war das bitte? Ich schreibe hier nicht von Rennradkurbeln, sondern
> | von dem Unfug 48-38-28 durch 42-32-22 zu ersetzen und bei Kassetten
> | statt mit 13 mit 11 Zähnen zu beginnen.
>
> Die 38:13 stammen also von Gerald. Daß ich 11er sinnvoll finde, habe
> ich nie geschrieben. In <tq1r9a...@martinkl.dialup.fu-berlin.de>
> schrieb ich wörtlich:
>
> | Das mittlere Kettenblatt der FC-700 hat 32 Zähne. Die Kombination
> | 32/15 oder 32/16 ist für Otto Normalradlers Gelenke wesentlich besser
> | geeignet als irgendwas zwischen 39/16 und 42/15 bei gleichem Tempo.
Du wechselst bei Deinen Betrachtungen aber immer nur die Zähnezahlen
vorne aus, nicht aber die dazugehörigen Kassetten. Und ich kann immer
noch nicht verstehen, weshalb 32/16 soviel besser für den ungeübten
Normalradler sein soll als 38/19. Eben vorne wie hinten das mittlere
Zahnrad als normalen Fahrgang.
> Im weiteren Verlauf des Textes rechne ich das für gut erhältliche
> 13-21er Kassetten (im Falle von 7-fach) durch und komme zu dem Schluß,
> daß dafür ein 32er Blatt für Otto Normalradler optimal ist. Genau das,
> was die FC-700 und die meisten 3-fach Kurbeln heute haben.
Von der Übersetzung her mag das hinhauen, ändert aber nichts an der
Verschleißanfälligkeit. Und mit einer ordentlichen Kassette 13-30 (oder
13-32) sollte unser Normalradler auch mit einer klassischen MTB-Kurbel
nicht überfordert sein.
> > Natürlich ist 53:11 für einen Gelegenheitsradler unfahrbar, aber
> > *bitte* erkläre mir den Unterschied zwischen 32:16, 38:19 und 42:21.
> > Wenn man größere Kettenblätter aufzieht, dann gehören ganz
> > selbstverständlich auch größere Ritzel dazu.
>
> Und wie soll das in der Praxis aussehen? Du hast dann Kassetten mit
> Zwei- oder Dreizahn-Sprüngen.
Ja. Aber ein Sprung von 19 auf 21 ist nicht kritischer als einer von 13
auf 14. Bedenke die Zielgruppe und das vorgesehene Einsatzgebiet: Doch
weit überwiegend Stadtverkehr, der geprägt ist von häufigen
Tempowechseln. Was soll da ein Sprung von 6% in der Entfaltung?
> Das ist für Gelegenheitsfahrer, die in ihrer Kadenz wenig flexibel sind,
> eher ungeeignet.
Sie belieben zu scherzen. Du willst uns weismachen, daß jemand, der nur
wenige Kilometer pro Woche fährt, womöglcih im Stadtverkehr, es schafft,
unter diesen Voraussetzungen eine 3x7-Schaltung mit derart kleinen
Sprüngen richtig zu bedienen, anstatt daß er nach dem Ampelstopp etwas
kräftiger in die Pedale tritt? Get real!
> Dazu verschenkst Du etwa die Hälfte der Ritzel, nämlich die kleinen. Du
> bekommst also eine 4-fach Schaltung mit großen Sprüngen, nur um ein
> bißchen Verschleiß zu vermeiden, der für Otto Normalradler ohnehin nicht
> in's Gewicht fällt.
Welche Hälfte verschenke ich? Ich bin im Stadtverkehr ewig lange mit
einer (leider nicht fertig erhältlichen) Abstufung 13-15-17-19-22-25-32
erstens selber prima klargekommen und hätte auch keine Skrupel, sie
einem untrainierten Fahrer zu montieren. Diese Kassette deckt nämlich
einen breiten Übersetzungsbereich ab, so daß man meistens eh auf dem
mittleren Kettenblatt fahren kann. Bei besonderen Anforderungen hat man
dann eben die Möglichkeit, den Overdrive einzulegen bzw. das
Kletterblatt aufzulegen.
> > Übrigens, um auf Deine Frage zurückzukommen: Jeder! Oder gibt es bei
> > Euch kein Gefälle und keinen Rückenwind?
>
> Ich hatte doch bereits vorgerechnet, daß mensch auch mit 32:13 bis
> weit über 30km/h fahren kann, und zwar mit einer, dieser Leistung
> angemessenen Kadenz.
Unser Normalradler fährt schon bei Tempo 25 eine 80er Kadenz - meinst
Du, daß der auch auch eine 100er fahren kann? Du konstruierst Dir einen
Normalradler, den es nicht gibt: Er fährt mit 40er bis 80er Kadenz, kann
aber auch weit über 100 treten, braucht Gangsprünge eines Profis auf
einer Langstreckenfahrt, kann und will nicht über 25 fahren, für den
Bereich von reichlicher Schrittgeschwindigkeit bis 25km/h braucht er
über 20 Gänge - pardon, aber das kann ich nicht ernstnehmen.
> Abgesehen davon fährt die Gruppe, über die wir hier reden bestimmt keine
> 40km/h, egal ob mit oder ohne Rückenwind. Und bergab bremsen die auch ab
> 35km/h, wenn nicht früher.
Solche Leute habe ich noch nie gesehen. Und wenn doch, dann sind die mit
einer Nabenschaltung *weitaus* besser bedient. Das
Geschwindigkeitsspektrum von 8 bis 25 km/h ist mit einer passend
betriebenen Super7 bestens abzudecken.
> > <polemik> Aber ich will mich an den Gedanken, daß demnächst
> > Kurbelgarnituren mit 32-25-16 Zähnen und Ritzelpakete mit
> > 7-8-9-10-15-16-17-18-19, nicht gewöhnen. </polemik>
>
> Davon habe ich überhaupt nicht gesprochen, das weißt Du genau. Es geht
> einzig und allein um meine These, daß die derzeitigen 32er Blätter in
> Verbindung mit gut erhältlichen Straßenkassetten für Otto Normalradler
> eine sehr gute Kombination sind.
Was ich nach wie vor als Gerücht betrachte. Nur weil die
Fahrradindustrie nichts in Serie montiert, was sinnvoll wäre, weil sie
eben auch vom Zulieferer abhängig ist, heißt das noch lange nicht, daß
keine brauchbaren Lösungen denkbar sind.
> Jedenfalls eine bessere, als andere
> real erhältliche Kassetten in Verbindung mit großen Kettenblättern.
Du baust ein Phantom auf. Schmeiß Deine Rennradkassetten auf den Müll
oder spende sie dem örtlichen Radsportverein und kombiniere nur das, was
zusammengehört.
> Und mit 'real erhältlich' meine ich keine Marchisio und auch keine
> Sonderanfertigungen von der nächsten CNC-Bude. Sondern das, was sich
> der durchschnittliche Radhändler bereit ist, in den Laden zu stellen.
Och, selbst mit der 12-28 auf 46-36-24 (gebraucht gekauft, ich werde
irgendwann auf größeres umsteigen) kommt auch unser Normalradler
zurecht, und er wird sich auch am idiotischen 17-20-Sprung in der 13-30
nicht stören. Und diese Kassetten (in 7fach) sind realiter erhältlich.
Mathias
--
>> Ich bin eine Frau. Deswegen muss ich noch lange nicht putzen.
> ach, du auch?
Ja. Das ist mein Recht als Mann!
Jörg Wagner und nina corda in dcsms
> Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:
>
> > Natürlich. Aber was hindert sie denn daran, vorne das mittlere
> > Kettenblatt mit 36 oder 38 Zähnen zu fahren und hinten mit 18 bis 22?
>
> Siehe <miut9a...@martinkl.dialup.fu-berlin.de>. Abschlußritzel mit
> 18 Zähnen gibt's nicht problemlos und MTB-Kassetten sind m.E. keine
> Alternative.
Warum eigentlich muß der normale Fahrgang eigentlich der dickste
verfügbare sein? Nur weil ich oft 39-17 fahre, heißt das noch lange
nicht, daß ich nicht auch mal einen dickeren Gang einlegen möchte. IOW:
Das 18er ist selbstverfreilich *nicht* das Abschlußritzel.
> > Jein. Je nach Preisklasse hat der Kunde das zu nehmen, was angeboten
> > wird, bei billigen Rädern oft Stahl (muß keineswegs schlecht sein),
> > spätestens bei der unteren Mittelklasse Alu.
>
> Nun ja, der alte Streit, ob das Angebot die Nachfrage bestimmt, oder
> umgekehrt. Ich denke schon, daß auch die Multis das anbieten müssen,
> was der Markt will.
Kaum. Wie hoch ist der Anteil der Kunden, die sich Gedanken um die
Übersetzung machen? 1%? 3%? Oder gar 5%? Wenn überhaupt, dann zählt die
Zahl der Gänge. Das ist genauso wie bei Rechnern: Gigaherzen sind alles
was zählt. Schließlich ist das schön plakativ und ein geeignetes
Argument beim dicksize-war mit dem Nachbarn, aber ob das in der Praxis
taugt ist irrelevant.
> Gäbe es eine signifikante Nachfrage nach großen Abschlußritzeln und
> verschleißarmen Zahnformen würde das sicher jemand anbieten.
Im Prinzip ja, aber welcher Kunde *weiß*, das das für die
Alltagstauglichkeit eines Rades eine große Rolle spielt? Wenn ich mir
überlege, was ich schon so an "Beratungsgesprächen" ertragen mußte, wenn
ich mich mal wieder in ein Fahrradgeschäft verlaufen hatte... :-( Da ist
der Händler gefragt, Aufklärungsarbeit zu leisten. Naja, nicht wirklich,
ihm kann es ziemlich egal sein, weil der Kunde gar nicht merkt, was ihm
vorenthalten wird.
> Muss ja nicht Shimano sein, aber warum macht z.B. SRAM das
> nicht? Weil's keiner will, außer den Alltagsvielfahrern und die machen
> wahrscheinlich nur einen Bruchteil des Umsatzes aus.
Es will keiner, weil es keiner weiß. Für die weit überwiegende Mehrzahl
der Kunden ist ein Rad ein Konsumgegenstand wie jeder andere auch. Und
wer macht sich schon Gedanken über die Lager der Laugenpumpe seiner
Waschmaschine? Eben, keiner. >Trotzdem heißt das nicht, daß es da gute
und weniger gute Lösungen gibt.
> Hier in einer lokalen NG hatte vor ein paar Tagen ein Hobbybastler
> geschrieben, daß er eine NC-Fräsmaschine hat, die nicht ausgelastet
> ist. Vielleicht frage ich den mal, ob man sich bei ihm was Passendes
> machen lassen kann.
Dürfte kaum sinnvoll sein, weil der Werkstoff alles ander als unkritisch
ist und zweitens die Wärmebehandlung eine gewaltige Rolle spielt. Wer
ist schon imstande, eine kontrollierte Glühung durchzuführen?
> > Okay, Alltagsräder mit einer Profiübersetzung anzubieten *ist*
> > Schwachsinn. Aber das, was bis Anfang der neunziger angeboten wurde (z.
> > B. 48-38-26 auf 13-32) halte ich für sehr gut alltagstauglich. Leider
> > ist aber die Mehrzahl der "Normalradler" mit zwei Schaltmöglichkeiten
> > intellektuell überfordert, also wird eh immer "Kette rechts" gefahren.
>
> Nicht nur das, sondern ich frage mich ernsthaft, wofür eine Kassette
> mit solch großen Sprüngen gut sein soll. Warum nicht eine Kassette mit
> engen Abstufungen und je ein Blatt für die Berge, die Ebene und - für
> alle die es brauchen - ein Blatt zum Mittreten bergab?
Zum Beispiel deshalb, weil bei stark wechselnden Geschwindigkeiten - in
der Stadt oder in hügeligem Gelände - ständig sowohl vorne als auch
hinten geschaltet werden muß.
Ich spiele derzeit sogar ernsthaft mit dem Gedanken, das Konzept der
gespreizten Kassette zu erweitern und mal ein Halfstep-with-Granny
auszuprobieren - das ist aber für den Normalradler unzweckmäßig.
> Mit einer 22-32-42 Kurbel und einer Rennradkassette bekommst Du genau
> das. Vorne musst Du überhaupt nicht schalten, außer wenn sich das
> Gelände extrem ändert und hinten hast Du feine Abstufungen.
Nö. Wir reden ja die ganze Zeit von 7fach, und bei der von Dir
vorgeschlagenen 13-21 bleiben für Fahrten ohne extremen Kettenschräglauf
nur 14-19 übrig. Das ist ein Übersetzungsbereich von gerade mal 136% -
das will von Deinen Normalradlern niemand. Und für das, was die
(zugegebenermaßen ein wenig weit gestufte) Torpedo-Dreigangnabe mit
einem Schaltsprung macht, willst Du unserem Fahrrad-DAU gleich vier
nahezu unmerkliche Sprünge anbieten.
> Das ist doch für alle Straßenfahrer optimal, nicht nur für Otto
> Normalradler.
Gerade der weiß am wenigsten damit anzufangen.
> Nur daß für die Alltagsvielfahrer der Verschleiß höher wird, das ist
> schon klar. Aber es ging ja ursprünglich um Otto Normalradler.
Ja, der, der es nicht schafft, eine Kadenz oberhalb von 80 zu treten,
aber dafür winzige Schaltsprünge braucht und ständig im Getriebe
herumrührt...
Mathias
--
Und wenn ich wüßte, dass morgen die Welt zugrunde ginge so kaufte ich
doch noch heute einen Mac!
Joska-A. B. Moeller in dcsms
>Florian Ladwig <florian...@gmx.de> wrote:
[10km pro Woche mal 6 Monate, also 200-300km pro Jahr.]
>> Für solche Fälle willst Du ernsthaft die Übersetzung optimieren?
>
>Jeder Kunde hat m.E. das Recht auf ein angepasstes Rad.
Wenn er sich dessen bewußt ist und diesem Wunsch explizit formuliert.
;-)
>> Erfahrungsgemäß schalten solche Leute nie und fahren konsequent
>> klein-klein oder groß-groß, Hopfen und Malz...
>
>Dafür gibt es Gründe. Schließlich achten sie bei der Auswahl des
>Sattels und bei der Geometrie des Lenkers auch darauf, daß sie ihnen
>passen und sie möglichst angenehm fahren können. Warum sollte es ihnen
>bei der Schaltung plötzlich egal sein, ob es sich angenehm tritt oder
>nicht? Es muss Gründe dafür geben, daß sie nicht schalten.
In welchem Quadranten dieses Universums lebst Du eigentlich? Hast Du Dir
mal einfach so und unvoreingenommen angesehen, wer wie und womit durch
die Gegend gondelt? Fahr mal einen Schlag langsamer, häng Dich ein paar
hundert Meter hinter den einen oder anderen Radler (nein, nicht die, die
etwa Dein Tempo fahren, das ist nicht Dein 'Otto Normal', Du solltest
Dich auf etwa 15km/h einpendeln), beobachte einfach mal, gerade jetzt
ist das richtige Wetter dafür.
Wenn ich Deine Eckwerte auf 5 Tage die Woche und einen Weg umlege, dann
kommt dabei eine Entfernung von 1km (In Worten: tausend Meter!) heraus,
spielen dabei die Trittfrequenz oder die Sitzposition *irgendeine*
Rolle?
>Ich vermute, daß ihnen die Übersetzung nicht zusagt.
Üblicherweise hat 'Otto Normal' 3*irgendwas, da *muß* der richtige Gang
(für die angegebenen Eckwerte) dabeisein.
>So gut wie alle
>Räder von der Stange, die ich probegefahren bin, waren zu grob und zu
>lang übersetzt für mein Empfinden.
Für *Dein* Empfinden, aber Du bist nicht 'Otto Normal', und was heißt zu
lang?
>[10km pro Woche mal 6 Monate, also 200-300km pro Jahr.]
>Wenn ich Deine Eckwerte auf 5 Tage die Woche und einen Weg umlege, dann
>kommt dabei eine Entfernung von 1km (In Worten: tausend Meter!) heraus,
>spielen dabei die Trittfrequenz oder die Sitzposition *irgendeine*
>Rolle?
10km pro Woche würde ich eher auf einmal 10km bzw. 2*5km am
Sonntag umlegen. Ansonsten liegt die durchschnittliche
Weglänge so zwischen 2 und 3km. Das ist "Otto Normal". ;-)
mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.
Auch bei einem 26"- statt einem 28"-Rad?
Frag ja nur. :-)
Ste- "46*26/28 = 42,7"- fan
[habe mal kräftig gekürzt, wo ich den Eindruck hatte, daß ich zu dem
Punkt schon genug geschrieben hatte und mich nur wiederhole würde]
> Du wechselst bei Deinen Betrachtungen aber immer nur die Zähnezahlen
> vorne aus, nicht aber die dazugehörigen Kassetten.
Es gibt m.E. keine dazugehörigen Kassetten. Ich kombiniere das, was gut
zusammenpasst. Du gehörst doch auch nicht zu den Leuten, die sagen, man
müsse zu einer LX-Nabe auch ein LX-Schaltwerk fahren, oder? Warum muss
ich dann zu einer Deore-Kurbel die Original Deore-Kassette fahren?
> Und ich kann immer noch nicht verstehen, weshalb 32/16 soviel besser
> für den ungeübten Normalradler sein soll als 38/19. Eben vorne wie
> hinten das mittlere Zahnrad als normalen Fahrgang.
Diese eine Übersetzung ist natürlich nicht besser oder schlechter,
sondern die Gesamtabstimmung ist IMHO auf der Straße besser, wenn die
Kassette enger gestuft ist. Das ist nicht möglich, wenn das 19er in
der Mitte liegen, und die Kassette mit 13 beginnen soll. Aber ich habe
schon mitgekriegt, daß Du dazu eine andere Meinung hast.
> Du baust ein Phantom auf. Schmeiß Deine Rennradkassetten auf den Müll
> oder spende sie dem örtlichen Radsportverein und kombiniere nur das, was
> zusammengehört.
Wie oben geschrieben: ich kombiniere das, was m.E. gut zusammenpasst.
> Och, selbst mit der 12-28 auf 46-36-24
Was hält Dich eigentlich davon ab, auf eine aktuelle 42-32-22 Kurbel
einfach größere Kettenblätter zu montieren? Gerade das ist doch der
Vorteil der aktuellen Kurbeln: wer kleine Blätter will, bekommt sie,
wer größere will, montiert größere Blätter. Wer umgekehrt bei den
alten Kurbeln kleinere Blätter haben wollte, hatte Pech, das ging
nämlich nicht.
Das war übrigens das, was mir an der FC-700 spontan gefallen hat: sie
hat ein 20er als kleinstes Blatt. Damit konnte ich eine RR-Kassette am
Reiserad fahren und hatte in den Bergen dennoch eine 1:1-Übersetzung.
Das war mit meiner alten 3-fach Kurbel (IIRC hatte sie als kleinstes
Blatt ein 28er) nicht möglich.
Martin
>> Ich vermute, daß ihnen die Übersetzung nicht zusagt.
> Üblicherweise hat 'Otto Normal' 3*irgendwas, da *muß* der richtige
> Gang (für die angegebenen Eckwerte) dabeisein.
Warum also, denkst Du, schaltet Otto Normalradler nicht in diesen
richtigen Gang?
>> Wäre ja auch zu ulkig wenn die richtige Übersetzung etwas mit der
>> Leistung des Fahrers zu tun hätte.
> Und wie willst du das als Händler machen?
Fragen? Ich hatte früher auch als Verkäufer gejobbt, zwar in einer
ganz anderen Branche (Elektronik und HiFi), aber Kunden sind Kunden
und mit den richtigen Fragen kriegt man ziemlich schnell raus, was sie
wirklich suchen und brauchen.
>> Der Sinn des Schaltens liegt darin, mit möglichst gleichmäßiger Kadenz
>> fahren zu können. Wenn die Schaltung das nicht hergibt, dann taugt sie
>> nichts.
> Erklär das bitte einem typischen Käufer eines Rades mit Kettenschaltung.
> Der will das doch gar nicht wissen.
Was will der denn wissen?
> Meine Rede seit Jahren. Habe ich nich kürzlich geschrieben, dass es
> Schwachsinn ist, auf Alltagsräder MTB-Kränze zu klatschen?
Keine Ahnung. Ich hatte im letzten viertel bis halben Jahr nur sehr
unregelmäßig oder gar nicht mitgelesen und schaffe es auch nicht mehr,
die alten Threads alle nachzulesen.
>> Wenn ich im Fahrradfachgeschäft ein Rad kaufe und die Kurbeln sind mir
>> zu lang oder zu kurz, dann bekomme ich selbstverständlich die richtige
>> Kurbellänge montiert.
> In welcher Preisklasse kaufst du deine Räder? Bei einem 500 EUR-Rad
> brauchst du mit so einem Wunsch nicht zu kommen.
Hm, in allen Läden in denen ich kaufe, ist so ein Umbau problemlos
möglich. Natürlich werden die Differenzkosten für das Material und
Werkstattkosten fällig. Aber ich kaufe zugegebenermaßen nicht bei
reinen Discountern.
Martin
>Florian Ladwig <florian...@gmx.de> schrieb:
>
>>[10km pro Woche mal 6 Monate, also 200-300km pro Jahr.]
>>Wenn ich Deine Eckwerte auf 5 Tage die Woche und einen Weg umlege, dann
>>kommt dabei eine Entfernung von 1km (In Worten: tausend Meter!) heraus,
>>spielen dabei die Trittfrequenz oder die Sitzposition *irgendeine*
>>Rolle?
>
>10km pro Woche würde ich eher auf einmal 10km bzw. 2*5km am
>Sonntag umlegen.
Darum steht da als erstes Wort 'wenn', das war nur eine mögliche
Interpretation. ;-)
>Ansonsten liegt die durchschnittliche
>Weglänge so zwischen 2 und 3km. Das ist "Otto Normal". ;-)
Auch recht, das sind dann 2-3000m, über den Daumen gepeilt gute 10min,
ich sehe da keinen neuen Aspekt.
Wer sagt, daß ich das denke? Ich meine, daß ich mich dazu schon geäußert
habe. Du wolltest doch eine feine Abstufung (sehr schön ausgearbeitet
mit Trittfrequenzdiagrammen) optimieren, ich sage: Das geht meilenweit
an der Zielgruppe vorbei.
Für mich sieht die Situation so aus: Der überwiegende Teil der 'Otto
Normals' kauft ein billiges Rad im Baumarkt (Tchibo, Supermarkt etc...,
guck Dir nur mal die Zahl der Threads zu Aldi & Co an), da gibt es nur
einen Gang, der zuverlässig funktioniert, die Entfaltung kommt für den
Normalbetrieb etwa hin, also bleibt der drin.
> Mathias Böwe <Mathia...@t-online.de> wrote:
>
> > Du wechselst bei Deinen Betrachtungen aber immer nur die Zähnezahlen
> > vorne aus, nicht aber die dazugehörigen Kassetten.
>
> Es gibt m.E. keine dazugehörigen Kassetten. Ich kombiniere das, was gut
> zusammenpasst.
Nicht anderes empfehle auch ich.
> Du gehörst doch auch nicht zu den Leuten, die sagen, man
> müsse zu einer LX-Nabe auch ein LX-Schaltwerk fahren, oder? Warum muss
> ich dann zu einer Deore-Kurbel die Original Deore-Kassette fahren?
Habe ich das je behauptet oder auch nur angedeutet? Aber zu Tretkurbeln
mit vielen Zähnen gehören nun mal Ritzel mit vielen Zähnen. Aus welcher
Gruppe das nun konkret stammt ist zunächst einmal herzlich egal. Die
Übersetzung, die ein 21er-XTR-Ritzel liefert, dürfte nicht wesentlich
anders sein als die Übersetzung, die ein 21er-STX-Ritzel liefert.
> > Und ich kann immer noch nicht verstehen, weshalb 32/16 soviel besser
> > für den ungeübten Normalradler sein soll als 38/19. Eben vorne wie
> > hinten das mittlere Zahnrad als normalen Fahrgang.
>
> Diese eine Übersetzung ist natürlich nicht besser oder schlechter,
> sondern die Gesamtabstimmung ist IMHO auf der Straße besser, wenn die
> Kassette enger gestuft ist.
Das halte ich für den angestrebten Einsatzbereich (Wenigfahrer, der
nicht schalten kann, im Stadt- und Kurzstreckenverkehr) für ein Gerücht.
> Das ist nicht möglich, wenn das 19er in der Mitte liegen, und die Kassette
> mit 13 beginnen soll.
Eine Abstufung, die für einen Rennsportler auf langen Distanzen
zugeschnitten ist, kriegt man damit tatsächlich nicht hin. Da hast Du
völlig recht. Aber der ist ja auch nicht der von uns betrachtete Kunde.
> Aber ich habe schon mitgekriegt, daß Du dazu eine andere Meinung hast.
Deutlich.
> > Du baust ein Phantom auf. Schmeiß Deine Rennradkassetten auf den Müll
> > oder spende sie dem örtlichen Radsportverein und kombiniere nur das, was
> > zusammengehört.
>
> Wie oben geschrieben: ich kombiniere das, was m.E. gut zusammenpasst.
Ich noch viel mehr.
> > Och, selbst mit der 12-28 auf 46-36-24
>
> Was hält Dich eigentlich davon ab, auf eine aktuelle 42-32-22 Kurbel
> einfach größere Kettenblätter zu montieren?
Nichts. Aber dann ist das ja auch keine Kinderkurbel mehr. Sie sieht
lediglich häßlich aus. Und warum sollte ich mir eine Kinderkurbel
kaufen, die unnützen Blätter wegwerfen (oder an Dich verkaufen), für
teures Geld Kettenblätter kaufen, anstatt in den Keller zu gehen und
eine der wohlweislich gebunkerten Richtigen Kurbeln[tm] hervorzukramen?
> Gerade das ist doch der Vorteil der aktuellen Kurbeln: wer kleine Blätter
> will, bekommt sie, wer größere will, montiert größere Blätter.
Deshalb sind ja auch die T.A.-Kurbeln, die das seit Ewigkeiten
ermöglichen, mit einem so hohen Marktanteil gesegnet...
> Wer umgekehrt bei den alten Kurbeln kleinere Blätter haben wollte, hatte
> Pech, das ging nämlich nicht.
Wer *zwei* Blätter mit weniger als 36 Zähnen haben wollte, hat in der
Tat in die Röhre geschaut. Aber mir will sich ken sinnvoller
Anwendungsfall für ein solches Vorhaben offenbaren.
> Das war übrigens das, was mir an der FC-700 spontan gefallen hat: sie
> hat ein 20er als kleinstes Blatt. Damit konnte ich eine RR-Kassette am
> Reiserad fahren und hatte in den Bergen dennoch eine 1:1-Übersetzung.
> Das war mit meiner alten 3-fach Kurbel (IIRC hatte sie als kleinstes
> Blatt ein 28er) nicht möglich.
Man kann auch mit anderen Kassetten schöne Abstufungen erzielen, ohne
das mit deutlich erhöhtem Verschleiß zu erkaufen. Zum Beispiel habe ich
dann, wenn es *wirklich* bergauf geht, gerne einen *deutlichen* Sprung,
denn die üblichen Abstufungen von bestenfalls zehn Prozent zwischen
größtem und zweitgrößten Ritzel finde ich wenig sinnvoll. So findet man
bei mir schon seit zehn Jahren das, was Shimano seit einiger Zeit als
"Megarange" vermarktet.
Mathias
--
The first time you'll get a Microsoft product, that doesn't suck,
will be the day they start producing vacuum cleaners.
>> Du gehörst doch auch nicht zu den Leuten, die sagen, man müsse zu
>> einer LX-Nabe auch ein LX-Schaltwerk fahren, oder? Warum muss ich
>> dann zu einer Deore-Kurbel die Original Deore-Kassette fahren?
> Habe ich das je behauptet oder auch nur angedeutet?
Ich hatte Deinen Satz mit den "dazugehörigen Kassetten" so verstanden.
> Aber zu Tretkurbeln mit vielen Zähnen gehören nun mal Ritzel mit
> vielen Zähnen.
Welche Ritzel zu welchen Kettenblättern gehören, hängt vom Fahrer und
vom Einsatzzweck ab. Pauschal lässt sich das nicht sagen.
>> Gerade das ist doch der Vorteil der aktuellen Kurbeln: wer kleine
>> Blätter will, bekommt sie, wer größere will, montiert größere
>> Blätter.
> Deshalb sind ja auch die T.A.-Kurbeln, die das seit Ewigkeiten
> ermöglichen, mit einem so hohen Marktanteil gesegnet...
Die Beispiele Suntour und Sachs zeigen, daß Marktbedeutung nicht viel
mit Produktqualität zu tun hat.
> Man kann auch mit anderen Kassetten schöne Abstufungen erzielen,
Sicher. Ich erinnere mich z.B. an die Übersetzungsbeispiele in Herzogs
Reiseradbuch. Die 2x5 soll trotz der wenigen Gänge so ein gelungener
Wurf gewesen sein. Habe ich selbst aber noch nicht ausprobiert.
> Zum Beispiel habe ich dann, wenn es *wirklich* bergauf geht, gerne
> einen *deutlichen* Sprung, denn die üblichen Abstufungen von
> bestenfalls zehn Prozent zwischen größtem und zweitgrößten Ritzel
> finde ich wenig sinnvoll.
Das stimmt. Kassetten lassen sich nur für ein Kettenblatt optimieren.
Wenn die Sprünge in der Ebene passen, sind sie in den Bergen zu klein.
Ich optimiere dann für den Fall, der häufiger und kritischer ist und
das ist bei mir das Flachland.
Martin