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Oberharz: Braunlage, Schulenberg, etc.

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Nico Hoffmann

unread,
May 17, 2016, 3:58:32 PM5/17/16
to
Hallo,

demnächst steht wieder meine Norddeutschland-Runde an. Diesmal soll es
vom Brocken etwas nach Westen gehen, d.h. nach Braunlage, von dort
weiter zur Okertalsperre, dann evtl. über Clausthal-Zellerfeld nach
Norden (Goslar?). Am Abend muß ich in Braunschweig sein.

Allzuviel Zeit für Sightseeing wird nicht drin sein, aber die
Okertalsperre will ich mir ansehen. Den Rest werde ich eher im
Vorbeifahren besichtigen, was besonders für Goslar schade ist, sich
aber nicht vermeiden läßt

Also bin ich auf eine halbwegs zügig fahrbare Route angewiesen, d.h.
keine Feld- und Waldwege, sondern "richtige" Straßen. Bundesstraßen
mit hohem Verkehrsaufkommen sind zwar nicht schön, würde ich aber im
Kauf nehmen. Straßenbegleitende Radwege sind auch nicht so mein Ding
:o)

Mein Grobplan sieht vor, von Braunlage die B4 bis Torfhaus zu fahren,
da die Landesstraße bis Altenau, dann die B498 nach Schulenberg, die
Landesstraße nach Clausthal-Zellerfeld, und dann auf der B241 nach
Goslar. Bei Zeitmangel Clausthal-Zellerfeld auslassen und gleich nach
Goslar. Von da aus vielleicht eher auf Nebenstraßen (Liebenburg,
Gielde, Heinigen?) im Osten an Wolfenbüttel vorbei, und dann wäre ich
ja schon praktisch am Ziel.

Die oben beschrieben Gegend kenne ich überhaupt nicht, der Plan
basiert im Wesentlichen auf Google Maps. Anregungen, Kommentare,
Gegenvorschläge, Warnhinweise, etc sind willkommen.

N.
--
v Zeilen
i Zeilen
e Zeilen
r Zeilen

Bernhard Kraft

unread,
May 17, 2016, 6:36:19 PM5/17/16
to
Am 17.05.2016 um 21:58 schrieb Nico Hoffmann:
> Hallo,
>
> demnächst steht wieder meine Norddeutschland-Runde an. Diesmal soll es
> vom Brocken etwas nach Westen gehen, d.h. nach Braunlage, von dort
> weiter zur Okertalsperre, dann evtl. über Clausthal-Zellerfeld nach
> Norden (Goslar?). Am Abend muß ich in Braunschweig sein.
>
> Allzuviel Zeit für Sightseeing wird nicht drin sein, aber die
> Okertalsperre will ich mir ansehen. Den Rest werde ich eher im
> Vorbeifahren besichtigen, was besonders für Goslar schade ist, sich
> aber nicht vermeiden läßt
>

Die Strecke ist trotz der stark befahrenen B4 von Braunlage nach
Torfhaus sehr schön.

Als Alternative zu normalen Straßen, gibt es ab Altenau die historische
Bahnstrecke nach Langelsheim siehe:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Langelsheim%E2%80%93Altenau_%28Oberharz%29>.
Diese Strecke ist zwar nicht geteert, da es aber eine Bahnstrecke war,
kann man dort mit zügiger Geschwindigkeit voran kommen (keine Steigungen).

Da du aber den Okertalstausee sehen willst, müsstest du eine
Zickzack-Strecke fahren:
Torfhaus->Altenau->Bahnstrecke->Clausthal-Zellerfeld und dann über die
L517 wieder zurück zum Okertalstausee.

Zwischen Altenau und Clausthal gibt es als gibt es als schöne Gaststätte
für eine Pause das Polstertaler Hubhaus. Etwas Abseits zwischen der
historischen Bahnstrecke bzw. K38 und der B242, aber absolut sehenswert.

Wenn du es gerne richtig schnell magst, kannst du auch kurz vor Torfhaus
in die B242 abbiegen. Ab Sonnenberg ist dann "Geier-Sturzflug" angesagt
nach Clausthal-Zellerfeld.

Wenn du alles an einem Tag schaffen willst, kannst du dir wahrscheinlich
nur eine Stadt auf der Strecke ein wenig länger anschauen. Mein
persönlicher Tipp ist Hornburg. Das ist die urigste Stadt in der
ehemaligen BRD. Ein winziges Fachwerkstädtchen, perfekt erhalten, quasi
ohne Neubauten. An der DDR-Grenze die Nachkriegszeit im
Dornröschenschlaf überlebt.

Nico Hoffmann

unread,
May 23, 2016, 2:04:47 PM5/23/16
to
Bernhard Kraft schreibt:

> Am 17.05.2016 um 21:58 schrieb Nico Hoffmann:
>> Hallo,
>>
>> demnächst steht wieder meine Norddeutschland-Runde an. Diesmal soll es
>> vom Brocken etwas nach Westen gehen, d.h. nach Braunlage, von dort
>> weiter zur Okertalsperre, dann evtl. über Clausthal-Zellerfeld nach
>> Norden (Goslar?). Am Abend muß ich in Braunschweig sein.
>>
>> Allzuviel Zeit für Sightseeing wird nicht drin sein, aber die
>> Okertalsperre will ich mir ansehen. Den Rest werde ich eher im
>> Vorbeifahren besichtigen, was besonders für Goslar schade ist, sich
>> aber nicht vermeiden läßt
>>
>
> Die Strecke ist trotz der stark befahrenen B4 von Braunlage nach
> Torfhaus sehr schön.
>
> Als Alternative zu normalen Straßen, gibt es ab Altenau die historische
> Bahnstrecke nach Langelsheim siehe:
><https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Langelsheim%E2%80%93Altenau_%28Oberharz%29>.
> Diese Strecke ist zwar nicht geteert, da es aber eine Bahnstrecke war,
> kann man dort mit zügiger Geschwindigkeit voran kommen (keine Steigungen).
>
> Da du aber den Okertalstausee sehen willst, müsstest du eine
> Zickzack-Strecke fahren:
> Torfhaus->Altenau->Bahnstrecke->Clausthal-Zellerfeld und dann über die
> L517 wieder zurück zum Okertalstausee.

Ja, wegen der Okertalsperre ist das ungünstig. Also wahrscheinlich
nicht.

> Wenn du alles an einem Tag schaffen willst, kannst du dir wahrscheinlich
> nur eine Stadt auf der Strecke ein wenig länger anschauen. Mein
> persönlicher Tipp ist Hornburg. Das ist die urigste Stadt in der
> ehemaligen BRD. Ein winziges Fachwerkstädtchen, perfekt erhalten, quasi
> ohne Neubauten. An der DDR-Grenze die Nachkriegszeit im
> Dornröschenschlaf überlebt.

Es muß sogar weniger als ein Tag sein, aber Hornburg merke ich mir
mal. Das liegt quasi am Weg.

Olaf Schultz

unread,
May 23, 2016, 4:07:16 PM5/23/16
to
Nico Hoffmann wrote:


Was ein recht netter Weg ist: Es gibt von der B4 knap unterhalb der
700m-Schilderung einen Abzweiger links rein Waldweg (super Oberfläche),
der auf dem längesten östlich Ausleger der Okertal rauskommt. Geht laut
der Top RC4526 die Kalbe hoch. Da kommt man zwangsläufig über den
Okerdamm:-)

Unten dann Oker, nach Harlingerrode durch, Nebenweg zwischen Hurle-Bach
und Radau nach Vienenburg/SchachtI

Die A395 unterqueren und erst östlich, dann westlich durch Lengde durch
nach Schladen. Ab Werla Burgdorf auf die B4... da ist nicht mehr so viel
Verkehr.


Ansonsten für Zeit verbraten: Südlich Werla nach osten und den IIRC
ausgeschilderten (war da zuletzt 2005?) entlang der Bahn (Börßum,
schlechte Wegstecke steht in meiner Papierkarte) und ab Dorstatt wieder B4.

Achso, ein Bad im Oderteich erfrischt:-)


Viel Spaß,
Olaf

Nico Hoffmann

unread,
May 23, 2016, 5:23:48 PM5/23/16
to
Olaf Schultz schreibt:


> Was ein recht netter Weg ist: Es gibt von der B4 knap unterhalb der
> 700m-Schilderung einen Abzweiger links rein Waldweg (super Oberfläche),
> der auf dem längesten östlich Ausleger der Okertal rauskommt. Geht laut
> der Top RC4526 die Kalbe hoch. Da kommt man zwangsläufig über den
> Okerdamm:-)
>
> Unten dann Oker, nach Harlingerrode durch, Nebenweg zwischen Hurle-Bach
> und Radau nach Vienenburg/SchachtI
>
> Die A395 unterqueren und erst östlich, dann westlich durch Lengde durch
> nach Schladen. Ab Werla Burgdorf auf die B4... da ist nicht mehr so viel
> Verkehr.

Wäre die Variante für Zeitnot, wenn ich Clausthal-Zellerfeld und
Goslar auslasse.

Weil du schreibst 700m ... Gerade nochmal nachgesehen. Von Braunlage
bis Torfhaus sind es tatsächlich nochtmal 250m Anstieg. Nicht
schlecht, das war mir noch gar nicht so bewußt.


> Achso, ein Bad im Oderteich erfrischt:-)

Evtl kann ich unterwegs duschen.

Bernhard Kraft

unread,
May 23, 2016, 10:27:20 PM5/23/16
to
Am 23.05.2016 um 22:07 schrieb Olaf Schultz:

>
> Was ein recht netter Weg ist: Es gibt von der B4 knap unterhalb der
> 700m-Schilderung einen Abzweiger links rein Waldweg (super Oberfläche),
> der auf dem längesten östlich Ausleger der Okertal rauskommt. Geht laut
> der Top RC4526 die Kalbe hoch. Da kommt man zwangsläufig über den
> Okerdamm:-)
>

Diese Strecke ist Bestandteil einer RTF, muss also für Rennrad geeignet
sein.

<http://www.gpsies.com/map.do?fileId=oscqzuiprgjpyrbt>

Interessant ist auch die Führung der RTF südlich des Oker-Stausees an
Oker vorbei nach Goslar.

Nico Hoffmann

unread,
May 31, 2016, 4:55:10 PM5/31/16
to
Bernhard Kraft schreibt:

> Am 23.05.2016 um 22:07 schrieb Olaf Schultz:
>
>>
>> Was ein recht netter Weg ist: Es gibt von der B4 knap unterhalb der
>> 700m-Schilderung einen Abzweiger links rein Waldweg (super Oberfläche),
>> der auf dem längesten östlich Ausleger der Okertal rauskommt. Geht laut
>> der Top RC4526 die Kalbe hoch. Da kommt man zwangsläufig über den
>> Okerdamm:-)
>>
>
> Diese Strecke ist Bestandteil einer RTF, muss also für Rennrad geeignet
> sein.
>
><http://www.gpsies.com/map.do?fileId=oscqzuiprgjpyrbt>


Ja... geteert, aber man muß ein paar Löcher umfahren.

Aber der Reihe nach.

Ich war von Donnerstag bis Sonntag unterwegs.

Eigentlich wollte ich Do in aller frühe los, um von Chemnitz ohne
Streß ein Stück in den Harz zu kommen, und am Freitag quasi schon
direkt in der Gegend zu sein - aber es gibt so Tage, an denen klappt
es einfach nicht so.

Ich bin schon viel später als geplant weggekommen, dann war die Straße
gesperrt und ich mußte eine Ausweichroute über die Dörfchen
nehmen. Nachdem ich ohnehin schon im Zeitverzug war, habe ich auf der
Ausweichroute ein Mobiltelefon am Straßenrand gefunden, das
offensichtlich jemand unterwegs verloren hatte: Eingeschaltet,
funktionsfähig, etc., wenn auch leicht verkratzt. Man kann das
schließlich schlecht einfach liegen lassen, bis es irgendjemand platt
fährt. Ich hab' dann die letzte angerufene Nummer gewählt und den
Kollegen des Besitzers dranbekommen, der mir gesagt hat, dass der
Besitzer drei Dörfer weiter wohnt. Glücklicherweise lag der Ort am
Weg, und ich habe dort auch jemanden angetroffen :-)

Am späten Vormittag habe ich in einer Bäckerei Station gemacht und die
Spezialität des Hauses (Name vergessen) probiert. Etwas
Schmalzgebackenes mit Puderzucker, eine große Portion, und unglaublich
lecker. Leider habe ich das Angebot der Bäckerin nicht angenommen, mir
die Hälfte für unterwegs einpacken zu lassen und das Ding ganz
gegessen (ich hatte Hunger). Ich fühlte mich dann eine schöne Zeit
lang etwas voll...

Im Prinzip bin ich einfach der B180 gefolgt, Zeitz (Bratwurst!),
Naumburg, Freiburg (nochmal eine Bratwurst), Querfurt. Lief jetzt ganz
gut, allerdings eine Menge LKWs. In Rothenschirmbach (Eis) hätte ich
nach Westen abbiegen sollen, bin aber dummerweise den blöden Berg
Richtung Eisleben hochgeackert, und dann wieder runtergerollt, um über
die Dörfer Richtung Sangerhausen zu fahren. Weniger Verkehr,
langschaftlich schön, aber zunehmend bergiger.

In Sangerhausen (ca 18:30 Uhr) habe ich mich versorgt, d.h. ein
bischen Zeug für eine Brotzeit (für später...) gekauft und dann so
langsam nach einer Unterkunft Ausschau gehalten. Der südliche
Unterharz(?) ist allerdings eine einsame Gegend, und die wenigen
Gasthöfe bieten entweder keine Beherbergung, waren ausgebucht
("Jagdgesellschaft...!") oder geschlossen. Das Ziel war eigentlich,
bis etwa 20:00 Uhr ein Bett zu haben, aber ich habe erst um 21:30 Uhr
mit einigem Glück in Güntersberge was gefunden. Da waren dann ca 230km
auf der Uhr und ich war ziemlich geschlaucht.

Das steckte mir dann am nächsten Tag noch in den Oberschenkeln, auch
wenn ich dafür schon mitten im Harz war.

Wenigstens sieht man ziemlich bald den Brocken, ich glaube so kurz vor
Hasselfelde:

http://www.lewonze.de/bilder/2016/harz-2016/hassel-brocken.jpg

D.h., wenn es nicht diesig ist, sieht mans natürlich viel besser.

Ich bin dann ganz klassisch (d.h. von Sorge nach Elend) durch den Harz
gefahren, nach Schierke hinauf, und von da aus nochmal weit hinauf bis
auf den Gipfel, z.t. ziemlich steil, aber gut geteert. Die
Rennradfahrer mit ihren leichten Alu- bzw. Carbonrädern sind an mir
vorbeigezischt. Ich war stellenweise über das 30er Kettenblatt und das
34er Ritzel froh. Auf dem Brockengipfel liegen ein paar Felsbrocken
mit Bronzetafel, dahinter steht der Turm mit diesem komischen
Riesenfußball auf dem Dach.

http://www.lewonze.de/bilder/2016/brocken-oben.jpg

Weitere Fotos waren nicht lohnenswert (zu diesig).

Lange habe ich mich da oben nicht aufgehalten, denn ich war auch an
diesem Tag später dran als geplant. Wieder runter nach Elend und
weiter nach Braunlage, ab da wieder ein schönes Stück hinauf nach
Torfhaus. Die B4 ist tatsächlich stark befahren mit z.T. zwei
Fahrspuren bergauf, wird aber trotzdem von einer Unmenge
Rennradfahrern benutzt. In Torfhaus habe ich an der Frittenschmiede
halt gemacht und bei leichtem Nieselregen einen Abschiedsblick auf den
Brocken geworfen.

http://www.lewonze.de/bilder/2016/harz-2016/torf-brocken.jpg

(Hab' ich schon erwähnt, dass es diesig war? Der Regen hat sich dann
wieder verzogen)

Kurz hinter Torfhaus geht der von Olaf und Bernhard beschriebene Weg
ab. Mit GPS-Unterstützung leicht zu finden, z.T. steil bergab,
autofrei, und man kommt am Okerstausee raus. Kurz vor dem Stausee
hatte ich so ein komisches Gefühl beim Fahren. Der Reifen war nämlich
platt (ein Steinsplitterchen):

http://www.lewonze.de/bilder/2016/harz-2016/platt-oker.jpg

Also den Ersatzschlauch montiert, und dabei mit leichtem Entsetzen
festgestellt, dass der Mantel auch ziemlich fertig ist, das Gewebe
hatte Risse. Ich habe das Hinterrad lieber nicht ganz prall
aufgepumpt. Der Zeitplan war jetzt natürlich vollkommen im Arsch.

Es hat noch zu einem Foto auf den Stausee gereicht

http://www.lewonze.de/bilder/2016/harz-2016/okerstausee.jpg

(ja, es war etwas diesig an dem Tag)

Das weitere Touristikprogramm habe ich dann gestrichen. Also kein
Clausthal-Zellerfeld, Goslar, usw. Ich bin nach geradewegs (B498) nach
Oker und von da Richtung Braunschweig-Ost gerollt. Hornburg leider nur
im vorbeifahren.

Unterwegs kam ein Rewe vorbei, und ich stellte fest, dass er außer
Verpflegung auch Fahrradersatzteile wie Mäntel in 40-622 führt :-) Ich
wollte das Ding aber in Ruhe montieren, also hinten drauf geschnallt
und erst noch zum Hotel.

http://www.lewonze.de/bilder/2016/harz-2016/reifentransport.jpg

Allerdings kam ich wegen Erschöpfung nur noch langsam
vorwärts. Gottseidank ist es ab Oker ziemlich flach, und immerhin
hatte ich Zeit, denn das Hotel war schon gebucht und die Rezeption bis
24:00 Uhr besetzt - Ungefähr 170km an diesem Tag.

Um 22:00 Uhr war ich im Hotel, geduscht, und der Mantel war montiert.

Sehr typisch für die Gegend um Wolfenbüttel ist diese Kombiantion:

http://www.lewonze.de/bilder/2016/harz-2016/wegelchen.jpg

Offenbar sind die Nebensträßchen so unglaublich gefährlich, dass
die B.-Pflicht trotz der Murxwegelchen gerechtfertigt ist :o|

Ich glaube, die Schilderkombination aus blauem Lolli, Gefahrenzeichen
und "Radwegschäden" liegt bei denen schon vormontiert im Depot, so oft
wie das da steht. Die Beachtung der "Kunstwerke" war für mich
optional, nicht zwingend. Aber weiter...


Am Samstag bin ich nach einem opulentem Frühstück (von A wie Pancakes
mit Sirup bis Z wie Rührei) nach Braunschweig, und dort war ich
ausgiebig auf dem BMW E12 und E28 Treffen

http://www.lewonze.de/bilder/2016/bs-2016/DSC_2645.JPG

Radfahrmäßig war der Samstag eher ein Ruhetag. Ich bin erst kurz vor
15:00 Uhr los, um gerade so noch die ersten 100km vom Rückweg zu
schaffen. Endpunkt war Egeln (über Königslutter, Schöningen,
Oschersleben). Es war recht warm und ich hatte eine Tafel Ritter Sport
in der Geschmacksrichtung "Espresso" dabei. Die war dann tatsächlich
flüssig, aber glücklicherweise war die Verpackung dicht. Ich habe sie
lieber nicht aufgemacht.


Am Sonntag hatte ich dann nochmal eine lange Etappe (~220km), zunächst
flach, durch die Börde

http://www.lewonze.de/bilder/2016/harz-2016/boerde.jpg [1]

allerdings ziemlich schwülwarm. Halle und Leipzig habe ich wegen der
mir bekannten "Radverkehrsinfrastruktur" östlich umgangen (Delitzsch
hätte auch umgehen sollen...), und bin dann über Bad Lausick, Geithain
und Burgstädt zurück nach Chemntiz.

Ich war dann erstmal ziemlich platt und etwas wund am Hintern (gut,
dass ich auch ein Liegerad habe...), aber langsam geht es wieder. Und
an Armen, Beinen und im Gesicht bin ich schön braun geworden. Gut über
700km alles in allem.


Die Route war mir z.T. schon bekannt, und einige Teile habe ich durch
brouter [2] vorschlagen lassen und mehr oder weniger kräftig
angepaßt. Eigentlich mußte ich nur einem GPX-Track nachfahren, was
ggü. der klassischen Navigation mit Karten schon ein Fortschritt
ist. Wie man aus dem Track (=roter Faden auf Openstreetmap-Karte) eine
echte Route macht, damit einem das GPS sagt, dass man gleich abbiegen
muß, lerne ich auch noch irgendwann.


Und das Touristikprogramm hole ich halt nächstes Jahr nach.

N., jetzt ist es doch ein ziemlicher Roman geworden...


[1] wobei das eigentlich schon südlich der Börde (Gröbzig) ist
[2] http://brouter.de/brouter-web/

Bernhard Kraft

unread,
Jun 1, 2016, 11:01:34 AM6/1/16
to
Am Dienstag, 31. Mai 2016 22:55:10 UTC+2 schrieb Nico Hoffmann:
>
> http://www.lewonze.de/bilder/2016/brocken-oben.jpg
>
> Weitere Fotos waren nicht lohnenswert (zu diesig).
>
> http://www.lewonze.de/bilder/2016/harz-2016/torf-brocken.jpg
>
> (Hab' ich schon erwähnt, dass es diesig war? Der Regen hat sich dann
> wieder verzogen)
>
Zwei Fotos vom Brockengipfel ohne Nebel sind schon kein schlechtes Ergebnis.

> [2] http://brouter.de/brouter-web/
Kannte ich noch gar nicht. Macht einen guten Eindruck.

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht!

Thomas Bliesener

unread,
Jun 3, 2016, 10:08:07 AM6/3/16
to
Nico Hoffmann schrieb:
> Es war recht warm und ich hatte eine Tafel Ritter Sport in der
> Geschmacksrichtung "Espresso" dabei. Die war dann tatsächlich flüssig,
> aber glücklicherweise war die Verpackung dicht. Ich habe sie lieber
> nicht aufgemacht.

Astronautennahrung: kleine Ecke abreißen, in den Mund nehmen und drücken.
--
bli
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